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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 260V DC PWM Dimmung mit ATMega + NPN - Möglich?


Autor: Ben (Gast)
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Moin, Leute!

Es tut mir Leid, dass ich Euch schon wieder mit diesem oft diskutierten 
Thema (Transistor als Schalter)[*gähn*] belästigen muss;doch wie der 
Titel bereits verrät, geht es hier um 260V *!*LEBENSGEFAHR*!*, weshalb 
ich mich hier nochmal vergewissern muss, dass ich nichts übersehen habe.

Folgende Sachlage:

Verbraucher
80 in Reihe geschaltete SMD-LEDs (warmweiß, 3,1V, max. 60mA) in Reihe 
mit  einem 220 Ohm

Transistor
http://www.reichelt.de/index.html?ACTION=3;GROUP=A...

Basiswiderstand
680 Ohm 1% Tol. 0,25W

ATMega 644P-20PU mit 5V VCC liefert über PIN Basisspannung

260V+ o------------+
                   |
                  .-.
                  | | R_Last (LEDs+220R)
                  '-'
                   |
5V       _     |/
    o---|___|----|   NPN
AVR     690 R    |>
                   |
260V- o------------+

Ist diese Konstellation grundsätzlich machbar? Basiswiderstand ok? Auch 
das die 5V des ATMegas mit in die 260V- Quelle(GND = 260V) fließen? Bei 
der Polung kann ich mich vertan haben ... soll physikal. Stromrichtung 
sein.

Autor: Tec Nologic (tecnologic) Benutzerseite
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Nabend Ben,

3 Sachen hätte ich anzumerken. der NPN sollte bei 260V U_ce nicht durch 
schlagen, der 220R Widerstand muss recht groß sein bei 60mA mach ca. 
0,8W Verlustleistung am R, also ist ein 1W Typ angebracht und haben die 
AVR Schaltung und die LED Versorgung die gleiche Masse? Wenn nicht 
solltest du die Basis des NPN über einen Optokopler schalten.

MfG

Tec

Autor: Inquisitation (Gast)
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> 260V+ o------------+
>                    |
>                   .-.
>                   | | R_Last (LEDs+220R)
>                   '-'
>                    |
> 5V       _     |/
>     o---|___|----|   NPN
> AVR     690 R    |>
>                    |
> 260V- o------------+

Entscheide dich mit der Beschriftung. Mit 260V Differenz hast du 
entweder
+260V und 0V
oder
0V und -260V
aber nicht beides.

Autor: bitte löschen (Gast)
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Für eine Meinung, ob Dein Vorhaben gelingen könnte, hat Dein Posting für 
mich zumindest zu wenig Informationen.
Erst mal drängt sich die Sicherheitsfrage auf, und da wiederum die Frage 
nach dem Ursprung der 260V DC.
Woher kommen die?

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Abgesehen davon, daß ich das für Wahnsinn halte, stelle ich mir die 
Frage, wie genau die 260V sind ... 5V mehr und die LEDs sterben (oder 
sind gestorben).


Gruß

Jobst

Autor: Ben (Gast)
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Junge, geht das schnell hier: Danke für eure Hilfsbereitschaft.

@ TEC

Peinlich, peinlich: Natürlich reicht da ein 1/4 Watt Widerstand nicht. 
Ich spendiere der Schaltung also >= 1W.

Nun noch die Spannungsquelle für die gesamte Aparatur (Deckenlampe):

Netzspannung 230V/50Hz->Schaffner Netzfilter 326-3_02->Sicherung 250V-> 
Gleichrichter || Kondensator 4,7uF/450V                |
              |                                        |
             260V                  +-------Trafo 230V-12V -----+
              |                    |          |                |
             220R                  |      Spannugsregler 5V    |
              |                    |          |                |
             LEDs                  +---------AVR               |
              |                               |                |
             NPN-----------------------------670R              |
              |                                                |
0V------------+------------------------------------------------+

Trafo hängt natürlich hinter der Sicherung ...

Wahrscheinlich fehlt noch der Optokoppler?

@ Philipp

Die 260 (genau 259) entstehen durch den Gleichrichter. Hab ich erst 
bemerkt, als die LEDs und der Widerstand anfingen zu kochen :)

Was die Sicherheit anbelangt: Kinder, macht das bloß nicht zu Hause 
nach!
Nein, mal Spass bei Seite:

Gibt es ausser der Temperatur (wird vom ATMega überwacht) und 
Spannungsschwankungen (Sicherung/Netzfilter) noch irgendwelche Bedenken, 
was den Betrieb dieser Anlage angeht?

SICHERHEIT schreibe ich gerne groß.

Autor: Karl (Gast)
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260 V durch die Gleichrichtung?! :-|
Ach, mach doch was Du willst. Solange es keine Kinder nachmachen und Du 
es rechtzeitig merkst... zt.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Transistor sollte ein IGBT sein und minimum 600V besser 800V aushalten.

Rechnen E-Technik:
230V AC * 1,7 = 390V DC

Wenn da nun noch Störungen drauf sind, können es auch mal mehr sein. 
Daher bei solchen Netz-Sachen:
IMMER REICHLICH DIMENSIONIEREN!

Auch der Widerstand muss vom Hersteller für diese Spannung zugelassen 
sein!
Ansonsten z.B. 2x R mit 350V Zulassung in Reihe schalten.

Aber wenn man das schon nicht weißt bezweifle ich ernsthaft wie groß bei 
dir tatsächlich Sicherheit geschrieben wird.

Hat Dein Arbeitsplatz überhaupt einen FI-Schutzschalter?
Wie wird der Kondensator entladen, so dass er innerhalb weniger Sekunden 
weniger als 60V = ungefährliche Spannung nach Netz-Aus hat?

Wenn du nicht weißt was ein FI macht, dann ändere dieses vorhaben und 
baue dir gleich einen elektrischen Stuhl.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Hallo Ben,

Du schreibst gar nichts mehr, bist Du schon tot?

Autor: Ben (Gast)
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Ich habe den point-of-no-return bereits überschritten und eine Lampe in 
Einzelteilen (Wert:~250Euro + etliche Arbeitsstunden) hier liegen. Da 
die letzte Bestellung heute erfolgen soll, bin ich für jeden konkreten 
Hinweis zur Sicherheitsverbesserung dankbar.


@Karl

Vielen Dank für Deinen Hinweis. Das war wirklich hilfreich. Es 
bezweifelt ja keiner, dass Du mehr Ahnung als ich hast.

@Markus

Meine Versorgungsschaltung beruht hauptsächlich auf diesem Thread 
Beitrag "Led's bei 230V in Reihe?", nur dass ich einen 
Netzfilter vor den Gleichrichter (B250C800) gesetzt habe.

Du meinst, in der E-Technik geht man davon aus, dass durch die 
Gleichrichtung 390V entstehen, bzw. der Faktor für den Gleichrichter 1,7 
ist, oder wie meinst Du das?

Kannst Du mir bitte einen Kondensator von Reichelt empfehlen, der den 
Anforderungen entspricht?

Ich verbaue diesen Widerstand:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=5;GROUP=B162;...
Sollte reichlich reichen.

Hab nochmal nachgemessn: Der Kondensator hat 100V und bleibt auch so für 
mehr als 2 Minuten. Vielleicht sollte ich doch noch einen MegaOhm zur 
Entladung spendieren ...

FI - Fehlstrom (Sicherung, damit nicht zu viel an Masse verloren geht 
bzw. ich keinen elektrischen Stuhl zu Hause bauen kann)

Ich hab genügend Respekt vor dieser Voltzahl, deshalb frag ich ja Euch. 
Bitte helft mir, das Ding so sicher wie möglich zu bauen.

Autor: John (Gast)
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Markus Müller schrieb:
> Rechnen E-Technik:
> 230V AC * 1,7 = 390V DC

Die Netzspannung ist eigentlich eher Sinus als Dreieck.

 -> 230V AC * Wuzrel(2) = 325V DC

Autor: Ben (Gast)
Datum:

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Da hab ich doch glatt Transistor gelesen und Kondensator gedacht ... war 
halt noch vor dem ersten Kaffee ;)

IGBT - Insulated Gate Bipolar Transistor

Also 600 - 800 V hui, hui.

Ich hab mich gerade mühsam in npn/pnp eingearbeitet und nun auch noch 
das ...
Ich schau mich gleich mal bei Reichelt um, oder habt ihr auf die 
schnelle eine Artikelnummer und den passenden Basiswiderstand (falls das 
überhaupt beim IGBT so heißt) zur Hand :)

Kaffee - gut

Autor: Tec Nologic (tecnologic) Benutzerseite
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Hi Ben,

beim IGBT wäre das dann eher der Gate Widerstand. Ich weiß gerade nicht 
ob es auch Logik Typen(die man mit 5V schalten kann) von IGBTs gibt. 
Falls nicht brauchst du einen Treiber IC. Was ich sagen will sehe dir 
mal an wie man üblicher weise einen IGBT schaltet. z.b. bei IR in den 
App Notes mal schauen.

Oder es hat hier jemand eine ein paar Beitele von rReichelt parat die 
zusammen passen.

MfG

Tec

Autor: Ben (Gast)
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@Markus

Dieser IGBT entspricht wohl Deinen Vorstellungen
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=A15;GROUPID...

Ist das nicht ein bissl heftig? 51 Ampere - Wenn's dumm läuft, dann hab 
ich 70 mA drauf.

Sollte die Feinicherung nicht das Schlimmste abfangen, oder ist die zu 
träge?

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Ben schrieb:
> Dieser IGBT entspricht wohl Deinen Vorstellungen
> http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=A15;GROUPID...

Gehts nicht noch eine Nummer groesser?

Schon mal eine Energiesparlampe aufgemacht? Da arbeiten die mit 
Transistoren im TO92 Gehauese. Und fuer Schalteranwendung die LEDs 
schalten sollte das reichen.

Autor: Tec Nologic (tecnologic) Benutzerseite
Datum:

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Hi Ben,

die 51A sind nur mit Kühlung möglich der IGBT hat 2,25V U_ce wenn der 
durch schaltet das bei 51A sind über 100W, die kann der IGBT allein nie 
abführen.
Für deine 60mA reicht das aber Dicke. aber wenn du mal in das Datenblatt 
schaust und dort nach U_ge suchst. Das ist die Spannung die du an dem 
Gate anlegen musst, die kann bis zu 6V betragen, dann schaltet der IGBT 
noch nicht mal voll durch wenn du dir mal die Grafik dazu an siehst.

also benötigst du einen IGBT Treiber so was wie ein IR2104 sollte es 
tun. Wobei der für eine Halbbrüke ist. Reichen wirde dir ein Lowside 
Treiber
wie der IR2117
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=A213;GROUPI...

Dann sollte das gehen. im Datenblat des Treibers fndest du eine 
Schaltung wie du den anzuschließen hast. Und nicht mit Kondensatoren 
sparen so ein Treiber hat recht hohe Stromspitzen beim Schalten des 
Gates.

MfG

Tec

Autor: Ben (Gast)
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Dieser ganze Aufwand, für 260V?
Wo liegt das Problem bei dem ursprünglichen NPN?

Ich habe mit 230V nach dem Gleichrichter 260V anliegen.
Käme es zu mehr als 250V dann knallt mir doch die Sicherung um die Ohren 
und schlimmstenfalls könnte auch noch der Transistor baden gehen.

Kann es überhaupt zu einer solchen Spannungsspitze nach dem Netzfilter, 
der Sicherung und dem Gleichrichter||Kondensator kommen?

Was passiert schlimmstenfalls?

Helft mir, zu versethen ...

@TEC

Brauch ich den Optokoppler (war meine ursprüngliche "Befürchtung", 
deshalb dieser Thread).

Autor: Alexander Sewergin (agentbsik)
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Zeig doch mal einen Schaltplan. Eventuell hast du ein 
Kondensatornetzteil gebaut. Da hängt die Ausgangsspannung natürlich auch 
von der Belastung ab (und von deinem Multimeter.... falls dieser kein 
True RMS hat, dann wirst du nur Mist messen).

Falls du keinen Schaltplan hast, dann zeichen ihn erstmal auf.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Ben (Gast)

>Wo liegt das Problem bei dem ursprünglichen NPN?

Er hat zu wenig Sperrspannung, 350V reichen NICHT!

>Ich habe mit 230V nach dem Gleichrichter 260V anliegen.

Dann hast du aber komische 230V. Schon mal dran gedacht, dass die 230V 
aus der Steckdode ein Effektivwert sind? Und dass der Spitzenwert eher 
bei 325V liegt. Und dass der bei 15% Netzüberspannung eher bei 375V 
liegt?
Wurde alles schon vorgebetet.

>Käme es zu mehr als 250V dann knallt mir doch die Sicherung um die Ohren
>und schlimmstenfalls könnte auch noch der Transistor baden gehen.

Das Problem solcher Worst Case Betrachtungen ist oft, dass sie zu 
blauäugig sind.

>Kann es überhaupt zu einer solchen Spannungsspitze nach dem Netzfilter,
>der Sicherung und dem Gleichrichter||Kondensator kommen?

Ja.

>Was passiert schlimmstenfalls?

Lichtbogen und Kabelbrand.

>Helft mir, zu versethen ...

Mit deinem gefährlichen Halbwissen hast du an Netzspannung NICHTS zu 
suchen!

Kauf dir ein 24V Netzteil und arbeite damit!

MFG
Falk

Autor: Ben (Gast)
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Bin grad dabei, einen zu konstruieren :) Doch bis dahin muss diese 
Angabe hier reichen

Ben schrieb:
> Netzspannung 230V/50Hz->Schaffner Netzfilter 326-3_02->Sicherung 250V->
> Gleichrichter || Kondensator 4,7uF/450V

Autor: Karl (Gast)
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Wo nimmst Du nur diese 260 V her? Mit billigem Multimeter auf "DC" 
gemessen?
In der Spitze hast du in etwa die 325 V + sonstiger Schmutz auf dem 
Netz! Danach muss die Schaltung ausgelegt werden und man ist mit Pi * 
Daumen der Doppelten Spannungsfestigkeit gut bedient. Als Kondensatoren 
auf Netzseite müssen entsprechende Typen verwendet werden, die 
Entstörkondensatoren typischerweise als X2. Die 250 V Sicherung fliegt 
Dir nicht um die Ohren, sie kann höhere Spannungen nicht sicher trennen.

_Bei deinem Aufbau kann auch die "Masse" auf 230 V AC liegen!_
Hab ich auch schon so gemacht, aber man muss dann wissen was man tut 
und es sich nicht in einem Forum erfragen!

Mir ist schon klar, dass es schmerzt, wenn man schon viel Geld in ein 
Projekt investiert hat und dann nicht weiterkommt, aber betrachte mal 
einige mögliche Fehlerfälle:
- Hausbrand
- Tod durch Stromschlag
- wenn Du Glück hast, gehst Du mit drauf, wenn Du Pech hast, deine Frau 
oder Kinder
-> Knast

Also: Wenn Du das durchziehen willst, mach Dich schlau und stell es in 
einem halben Jahr hier nochmal zum Review ein.

Die vielen Ausrufezeichen möge man mir verzeihen.

Autor: Ben (Gast)
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@ Karl

Wahrscheinlich hast Du schon schlimme Sachen erlebt, dass Du Dich so 
aufregst.

Zu Deiner Vermutung: Ja, ich habe mit einem billigen Multimeter 
gemessen. Ich habe aber die Möglichkeit an der Uni mit einem Oszilloskop 
nachzumessen.

Ich denke Du wolltest mir folgendes mitteilen:

Die Abtastrate eines billigen Multimeters ist zu gering, als dass es die 
kurzzeitig auftretenden Spannungsspitzen nach der Gleichrichtung zu 
erfassen. Diese können bis zu 325V betragen. Deshalb geht man bei der 
Berechnung von 325V aus.
Die Feinsicherung ist zu träge, um diese Spitzen abzufangen.

Hab ich Dich da soweit richtig verstanden?

Den sonstigen Netzschmutz sollte doch der Netzfilter beseitigen ... oder 
wozu ist dieses Ding da?

So weit von der Wahrheit kann ich doch nicht entfernt sein, mit meiner 
Schaltung, dass ich noch ein halbes Jahr lernen muss.

Ich kann doch alles einfach nochmal mit 325V ++ durchrechnen.

Wartet, ich hab gleich die Schaltung gezeichnet, dann lässt sich 
einfacher diskutieren.

Bitte entschuldigt die vielen Fragezeichen; das liegt wohl in der Natur 
des Fragestellers

Autor: Floh (Gast)
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Ben schrieb:
> Die Abtastrate eines billigen Multimeters ist zu gering, als dass es die
> kurzzeitig auftretenden Spannungsspitzen nach der Gleichrichtung zu
> erfassen. Diese können bis zu 325V betragen. Deshalb geht man bei der
> Berechnung von 325V aus.

Die Spannung am Siebelko beträgt 325V Spitze, wenn der über einen 
Gleichrichter am Netz hängt. PUNKT.

> Die Feinsicherung ist zu träge, um diese Spitzen abzufangen.
Nein, diese 250V ist die Effektivspannungsangabe.

> Den sonstigen Netzschmutz sollte doch der Netzfilter beseitigen ... oder
> wozu ist dieses Ding da?

Das ist kein omnipotentes Etwas, es bringt ein bisschen was, trotzdem 
kann was durchkommen.

> Wartet, ich hab gleich die Schaltung gezeichnet, dann lässt sich
> einfacher diskutieren.

Hoffentlich.

Autor: Karl (Gast)
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Ben schrieb:
>@ Karl
>
> Wahrscheinlich hast Du schon schlimme Sachen erlebt, dass Du Dich so
> aufregst.

Ich rege mich nicht auf und habe auch noch keine schlimmen Sachen an 
Netzspannung erlebt, eben weil ich die nötigen Vorsichtsmaßnahmen 
getroffen habe und sauber gearbeitet habe.
IMHO solltest Du aber darüber nachdenken, wie das Verhältnis von Nutzen 
und Risiko ist.
- 250 + x Euro und keine Lampe auf der einen Seite
- mehrere 100.000 bis Mio Euro, Vorstrafe, Knast, auch wenn nur mit 
kleiner Wahrscheinlichkeit von z.B. 0,1% -> Neue Lampe kaufen gewinnt
-> Deine Sache.

> Zu Deiner Vermutung: Ja, ich habe mit einem billigen Multimeter
> gemessen. Ich habe aber die Möglichkeit an der Uni mit einem Oszilloskop
> nachzumessen.

Dann misst es nur den DC-Anteil, der kann schon bei 260 V liegen. Der 
Zeitliche Verlauf sieht wahrscheinlich fast wie ein gleichgerichteter 
Sinus aus, da Kapazität hinter dem Gleichrichter zu klein ist. Miss mal 
auf Stellung "AC" und sei erstaunt, wieviel Wechselspannung da noch bei 
ist :)

> Ich denke Du wolltest mir folgendes mitteilen:
>
> Die Abtastrate eines billigen Multimeters ist zu gering, als dass es die
> kurzzeitig auftretenden Spannungsspitzen nach der Gleichrichtung zu
> erfassen. Diese können bis zu 325V betragen. Deshalb geht man bei der
> Berechnung von 325V aus.
> Die Feinsicherung ist zu träge, um diese Spitzen abzufangen.

Falsch. Die kurzzeitigen Spannungsspitzen kann man auch mit einem Oszi 
nicht immer beobachten, da selten.
Die 325 V ergeben sich aus dem Scheitelwert des (idealen) Netz-Sinus.
Grundlagen E-Technik, spätestens 2. Semester.
> Hab ich Dich da soweit richtig verstanden?
Nein.
> Den sonstigen Netzschmutz sollte doch der Netzfilter beseitigen ... oder
> wozu ist dieses Ding da?
Teils, teils schafft er es mangels Größe einfach nicht. Außerdem dient 
er auch dem Schutz des Netzes vor Dir bzw. Deiner Schaltung.

> So weit von der Wahrheit kann ich doch nicht entfernt sein, mit meiner
> Schaltung, dass ich noch ein halbes Jahr lernen muss.

Ich habe unterstellt, dass Du schnell lernst ;)
Alleine die DIN EN 61010 (AFAIR) zu lesen beschäftigt Dich eine ganze 
Weile. Die Informationen herauszuziehen, die Du brauchst dauert auch.

> Ich kann doch alles einfach nochmal mit 325V ++ durchrechnen.
>
> Wartet, ich hab gleich die Schaltung gezeichnet, dann lässt sich
> einfacher diskutieren.
>
> Bitte entschuldigt die vielen Fragezeichen; das liegt wohl in der Natur
> des Fragestellers

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Es gibt auch kleinere IGBT für 0,95 Eur bei Reichelt.

Vergiss die Isolierung, die braucht es nicht für den elektrischen Stuhl.

In diesen Stuhl kannst Du wunderschön deine LEDs rein löten:
http://www.schmitz-peter.de/Stuhl_aus_Draht.htm

Autor: Ben (Gast)
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Angehängte Dateien:

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So, dann hab ich mal den Plan gezaubert. So hatte ich mir den Zauber 
vorgestellt.

@Karl

Jo, der AC-Anteil ist beträchlich. Habt ihr mal nen Link, der mir 
erklärt, wie das zustande kommt?

Autor: Markus Müller (mmvisual)
Datum:

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Viel Spass beim Proggen vom ATMega. Wenn Du den Eingesteckt über ISP 
proggst, bekommst du über die Maus eine gescheuert, wenn nicht schon 
vorher der PC abraucht.

Baue lieber ein Netzteil mit 55V und mache daraus 5 LED-Stränge mit 5 
Widerständen.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
Datum:

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Ben schrieb:
> Jo, der AC-Anteil ist beträchlich. Habt ihr mal nen Link, der mir
> erklärt, wie das zustande kommt?
Dein Multimeter taugt nichts und/oder der Gleichrichter war belastet als 
du gemessen hast.

Bei deinem Kenntnisstand kann ich dir nur raten mit einem kleineren 
Projekt in die Elektrotechnik einzusteigen. Allein die 260V und wie du 
den Schaltplan zeichnest sprechen Bände.

Es lauern hier viele Gefahren, der Stromschlag ist nur einer davon.


> Ich habe den point-of-no-return bereits überschritten und eine Lampe in
> Einzelteilen (Wert:~250Euro + etliche Arbeitsstunden) hier liegen.

Dann ist meine Empfehlung: Lampe wieder zusammenbauen, mit zwei 
kleineren Projekten starten und wenn du die erfolgreich beendet hast 
dich wieder an die Lampe zu machen.
Als kleinere Projekte empfehle ich eins mit einem Mikrocontroller (z.B. 
Beitrag "Transistortester mit AVR") und eins mit 230V, z.B. 
eine Lichtorgel.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Dein B250C800 ist für die möglichen 253V des Netzes zu klein ausgelegt. 
Störungen noch nicht berücksichtigt.

Hast Du schon Kinder? Mit Kindern kann man Dich nicht mehr für den 
Darwin-Award nominieren ...


Mein Tip:
Schnapp Dir ein fertiges SNT - z.B.
 http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=89789;PROVID=2402

Setze 4 LEDs in Reihe zusammen mit einem Arbeitswiderstand - das Ganze 
20x parallel. Nimm einen entspechenden Transistor. Alles wird gut.
So viel größer sind die Ausgaben nicht. Aber es ist wesentlich sicherer.

Mit Deinem ATm644 kannst Du dann auch jeden LED-Strang einzeln schalten, 
wenn Du magst ;-)



Gruß

Jobst

Autor: Tec Nologic (tecnologic) Benutzerseite
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Hi Ben,

Wenn das vernünftig werden soll dann würde ich ein E-CAD wie Eagle für 
deinen Pläne empfehlen.

Ok dann zerpflücke ich das Ding mal.

Den NPN kannst du so nicht schalten weil die Masse deiner uC Schaltung 
nichts mit der von deinem NPN zu tun hat.
Der Kondensator mit 4,/u ist viel zu klein 100u oder mehr solltens schon 
sein. Kanst du dir auch ganz einfach deutlich machen.
[math]I = C\frac{\mathrm{d}U}{\mathrm{d}t}
 \frac{\mathrm{d}U}{\mathrm{d}t} = I/C = 60mA/4,7u = 127,7V/10ms
[\math]
Sol heißen in den rund 10 ms in dehnen deine Eingangsspannung niedriger 
als die Kondensatorspannung ist fällt deine Spannung um 127V, dh. der 
Condensator hat keine/kaum Wirkung bei 100u beträgt der gleiche Abfall 
nur 6V/10ms.
Weiter geht es mit dem kleinen Trafo [math]12V*\sqrt{2}=17V[\math] da 
reicht ein 6V Trafo.
Nächste Sache sind die Kondensatoren am 7805 soll das wohl heißen. Wenn 
du in das Datenblatt dieses Linearspanungsreglers schaust siehst du die 
Grundbeschaltung. Danach würde ich nach dem Gleichrichter 4,7u 
Spendieren parallel dazu 100n am Ausgang des 7805 kommt 1u und parallel 
ein 100n.
Genauso bekommt jedes VVC GND päärchen des uC einen 100n Kondensator.

Das nur mal zum Schaltungsentwurf.

Damit das ganze funktionieren soll bleiben dir 2 Möglichkeiten außer es 
auf zugeben.
1. du teilst die 80 Led so auf das du 10 oder mehr Stränge parallel 
schaltest jeder strang mit eigenem Vorwiderstand und einem Logiclevel 
Mosfet der die in der Lowside schaltet. Hat den Vorteil das du nicht mit 
gefährlicher Spannung arbeitst. Aber du müsstest dir ein Netzteil 
kaufen.

2. Möglichkeit du kaufst dir einen IGBT(oder einen anderen 
Spannungsfesten Mosfet/Bipolartransistor), bei Fet und IGBT einen 
Treiber ala IR2117.

Aber mit mal eben einfach so kommst du nur in Krankenhaus oder sonst wo 
hin aber nicht zu deiner Lampe.

MfG

Tec

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Jobst M. schrieb:
> Schnapp Dir ein fertiges SNT - z.B.
>
> Setze 4 LEDs in Reihe zusammen mit einem Arbeitswiderstand - das Ganze
> 20x parallel. Nimm einen entspechenden Transistor. Alles wird gut.

Das ist ein guter Tip!


> Dein B250C800 ist für die möglichen 253V des Netzes zu klein ausgelegt.
Falsch.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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@Tec
Die Tips wollte ich ihm aus gutem Grund nicht geben!

Alexander Schmidt schrieb:
>> Dein B250C800 ist für die möglichen 253V des Netzes zu klein ausgelegt.
> Falsch.

Ach verdammte Kiste. Die letzten 30 Jahre bin ich davon ausgegangen, daß 
dies die maximale Wechseleingangsspannung ist. Dabei ist sie nur die 
maximal empfohlene. Gehen tut der sicherlich bis über 400V~ ... man 
lernt nie aus ...
Ich würde trotzdem zu einem B400C... greifen - sicher ist sicher ;-)


Gruß

Jobst

Autor: Ben (Gast)
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@Jobst -

@ TEC

Kann ich diesen NPN
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=A127;GROUPI...
mit dem ATMega ansteuern?

Ause der Tabelle geht nur HFEmin = 4 hervor. Das wäre nicht so doll. 
Doch die Diagramme sagen da etwas anderes.

Dabei rechne ich Ib = ü*Ic/HFEmin = 3*0.07/4 = 0.0525 A. Das wäre viel 
zu viel ...

Wäre HFEmin aber >10, wie ich glaube, dem DC-Current-Gain-Diagrammen (S. 
3) entnehmen zu können, dann sieht die Rechnung etwas besser aus. Dann 
hätten wir 14 mA mit HFEmin = 15. Das würde klappen.

Weiß jemand, wie die Stromverstärkung durch VCE beeinflusst wird? Ich 
tippe mal mehr verstärkend ...

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