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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Mythos Fachkräftemangel


Autor: hdjhd (Gast)
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So sehen Personaler den "Fachkräftemangel", so siehts real aus:

http://www.brandeins.de/archiv/magazin/sinn/artikel/die-fata-morgana.html

: Gesperrt durch Moderator
Autor: HalfBit (Gast)
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Jeder E-Techniker, Informatiker oder sonstige MINT-ler der in den 
letzten Jahren auf Stellensuche war, der weiß genau dass der 
Fachkräftemangel eine Fatamorgana ist! Haben auch DIW und VCI so 
bestätigt (und das als arbeitgebernahe Instiutionen).

Aber mich stört am Artikel was hier als Fachkraft bezeichnet wird - ein 
(Fach-)Abiturient ohne jegliche Ausbildung. Für mich fängt eine 
"Fachkraft" erst viel später an, ich kann aber auch nicht genau sagen 
wo.

Meine persönliche Einschätzung:

- Senior-/Ober-Ing., Entwicklungsing, Facharzt, Pilot, ... -> ja!
- Erfahrener Ing. -> ja
- Meister -> ja?
- Absolvent -> vielleicht, eher nein
- Fachinformatiker -> eher nein
- Abiturient -> nein
- Lehrling -> nein

Nachdem ich jetzt mit dieser Einschätzung das hable Forum beleidigt habe 
dürft ihr zurückschlagen ;-).

Autor: Wolfgang H. (Firma: AknF) (wolfgang_horn)
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Danke, hdjhd,

für die etwas andere Sicht.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ich finde den Artikel auch herrlich anders, als das sonstige 
Geschwurbel. Werde ihn mal unter meinen Favoriten ablegen. Da sind noch 
ein paar Ideen für mich drin.

Und damit ich dem Anton den zurück posten kann, wenn er mir wieder 
ungefragt mit Herrn Moll kommt. ;-)



HalfBit schrieb:

> Nachdem ich jetzt mit dieser Einschätzung das hable Forum beleidigt habe
> dürft ihr zurückschlagen ;-).

Ach, es geht doch hier gar nicht so sehr darum, wer schon Fachkraft ist, 
oder noch nicht. Ein Schüler, der sich für ein bestimmtes Thema 
interessiert, ist eine mögliche zukünftige Fachkraft. Er hat schon mal 
das Interesse und die Ausrichtung. Das wird bei den meisten unter uns so 
gewesen sein.

Autor: sdfafd (Gast)
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Natürlich haben wir einen Fachkräftebedarf, je nach Qualifikation auch 
einen Mangel.
Da muss man aber auch etwas für tun und darf nicht denken, dass jemand 
einem für ein Diplom auch einen Job gibt. Man muss auch die Fertigkeiten 
mitbringen die gesucht werden, im Generellen reichen ja schon 
schreiben/lesen/rechnen/programmieren/englisch aus.

Wenn man dann auch nicht nur im eigenen Umkreis sucht, sondern auch 
bundesweit flexibel ist, dann ist es umso einfacher einen Job zu 
bekommen.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> - Erfahrener Ing. -> ja

Nicht über 30 ..

Autor: Mythos in der Erfindung (Gast)
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sdfafd schrieb:
> schreiben/lesen/rechnen/programmieren/englisch

Das sehe ich auch so. Hinzu kommt auch, dass man gut Reden können muss, 
ohne etwas dabei zu sagen. Besonders in großen Firmen ist es wichtig, 
sich gut zu verkaufen und wenn etwas nicht klappt, es geschickt auf 
andere abzuwälzen. Die Leistung alleine ist nicht entscheidend in 
Deutschland, zumindest nicht in großen Firmen, sondern eher im Klein- 
und Mittelstand. Das ist traurig. Ich beobachte diese Entwicklung schon 
seit vielen Jahren und bin eine Fachkraft in Sachen Nichtfinden einer 
geeigneten Stellung.

Autor: Mark B. (markbrandis)
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hdjhd schrieb:
> http://www.brandeins.de/archiv/magazin/sinn/artikel/die-fata-morgana.html

Das ist doch mal ein guter Artikel, danke für den Link. Gute Argumente 
und kein Gejammer, so muss man es machen. :-)

Autor: Patrick (Gast)
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HalfBit schrieb:
> Fachinformatiker -> eher nein

Sehe ich anders (und unser lokales Käseblatt (neudeutsch: Zeitung) 
übrigens auch).

Für "uns" ist eine "Fachkraft" jemand, die eine Tätigkeit ausführt, 
welche eine fachspezifische Ausbildung erfordert (und die diese 
natürlich absolviert hat) - sprich: Fachinformatiker, Krankenschwestern, 
Energieelektroniker im Schaltschrankbau.
Gegenbeispiele: Bundeskanzler, Verteidigungsminister etc.

Autor: Ingmangel (Gast)
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Autor: robocash (Gast)
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1) Wenn die Bevölkerung abnimmt, nimmt auch der Absatz ab. Dann machen 
einige Firmen zu und die restlichen übernehmen die Versorgung. Dann 
braucht man weniger Entwickler.

2) Was mich stört ist ein echt ätzender Umgang mit Personalern. Die 
wussten, dass die Krise kommen musste. Deshalb stellten sie vorher nur 
noch Leiharbeiter ein - die sie dann rausschmissen.

3) Chefs benutzen gern einen Kasernenhofton. In den langen 
Schweigepausen bekommt der Bewerber eine unterschwellige Angst und 
trällert von seinen flexiblen kommunikativen Fähigkeiten. Der Chef sieht 
es gern und drückt ihm mal paar Überstunden zwischen die Rippen.

4) Warum muss ein Bewerber jung sein? Nun - er hat Urvertrauen und will 
deshalb nicht sofort große Geldsummen sehen. Irgendwo erhofft er sich 
von der Firma etwas unbestimmtes. Im Lauf der Jahre bekommt er die 
ganzen Ungereimtheiten mit: TÜV-Unterlagen fälschen, das Finanzamt prüft 
die Bücher, Chefs bekommen plötzlich Hausverbot, Sippenhaft für das 
Team, Apartheid gegenüber Leiharbeitern. Dann ist es mit dem Urvertrauen 
natürlich Essig...

Autor: tt (Gast)
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HalfBit schrieb:
> Aber mich stört am Artikel was hier als Fachkraft bezeichnet wird - ein
> (Fach-)Abiturient ohne jegliche Ausbildung. Für mich fängt eine
> "Fachkraft" erst viel später an, ich kann aber auch nicht genau sagen
> wo.

Woher soll so ein Journalist denn das auch wissen? Der hat vielleicht 
auch Abi gemacht mit Deutsch/Geschicht LK, danach irgendwas 
geisteswissenschaftliches studiert und ist durch Beziehungen an diesen 
Posten gelangt (oder nur Praktikant).
Seine Deutschkenntnisse reichten spätestens mit dem Abi für seine 
Aufgaben, dazu benötigt er vielleicht noch ein paar Office Kenntnisse.

HalfBit schrieb:
> - Senior-/Ober-Ing., Entwicklungsing, Facharzt, Pilot, ... -> ja!
> - Erfahrener Ing. -> ja
> - Meister -> ja?
> - Absolvent -> vielleicht, eher nein
> - Fachinformatiker -> eher nein
> - Abiturient -> nein
> - Lehrling -> nein

Fachkraft min. ab Berufsausbildung. Es kommt darauf an, was derjenige 
genau im Job macht.
Ein Mechatroniker, der seit Jahren am Band arbeitet ist nicht 
gleichzusetzen mit einem, der weltweiten Service für Maschinensysteme 
macht.

Wenn es wirklich Fachkräftemangel bei Ings gäbe, könnten die Firmen 
erstmal ihre Ings von leichteren Posten (adminstrativ, einfacher 
Tätigkeiten) versetzen. Nachrücken könnten Meister, Techniker oder sogar 
Facharbeiter. Deren Fließbandjobs macht dann mal ein Ungelernter.

Autor: Stefanie B. (sbs)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2415543:
> Mein Chef sagt immer, spätestens nach zehn Jahren ist ein Ingenieur
> ausgebrannt und muß durch einen Frischling ersetzt werden.

Deine Mudda is dein Chef!

Autor: ExEIng (Gast)
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lest mal den aktuellen Focus. Dort ist eine gute Gehaltsstudie drin. E 
Ings haben kaufkraftbereinigt sogar seit 2000 kräftig verloren.

Sehr gut sieht das Gehalt bei Wirtschaftsprüfern aus. Deren Examen gilt 
zwar als schwer, aber das gilt ein MINT Studium auch. Nach dem Examen 
geht es dort mit 70 tsd los und mit 10 Jahren BE ist man als normaler 
Wirtschaftsprüfer, ohne Leitungsverantwortung im 6 stelligen Bereich.
Bevor die ihr Examen haben, haben die BWL studiert und ein paar Jahre 
als Prüfunsassistent gearbeitet. Das heißt einfachste Grundrechenarten, 
Zahlen auf Gleichheit prüfen und Häkchen dahinter setzen. Die bekommen 
selbst als Prüfungsassistent locker ihre 40 - 45 tsd + steuerfreie 
Spesen.

Hört man irgendwo Firmen jammern, es gibt zu wenig WPs ? nein, die 
halten wohl zusammen.

ich bin technischer Informatiker, arbeite seit Jahren als SAP Berater 
und Entwickler. Ob man jetzt Unternehmenssoftware entwickelt oder 
Mikrocontroller, letzenendes kocht man überall nur mit Wasser. Nur im 
SAP Bereich sind die Stundensätze meist doppelt so hoch, als was normalo 
C++, Java oder Mikrocontroller Entwickler bekommt.

Das was man als freiberuflicher Ing so verlangen kann die Stunde, liegt 
auf dem Niveau von Stundensätzen, welchen auch Gas-Wasser Installateure, 
Fließenleger oder Heizungsbauer pro Gesellenstunde verlangen. Nicht, 
dass ich denen das nicht gönne. So meine ich das nicht. Dennoch denke 
ich dass ein guter C++ Entwickler mehr wert sein sollte. Ich zog meine 
Konsequenz und habe in ein lukrativeres Feld gewechselt.

Autor: sdfafd (Gast)
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In vielen Dienstleister und Engineering Klitschen liegen die 
Einstiegsgehälter bei etwa 40k € p.a., wenn man die Thread vor vielen 
Jahren ausgräbt, dann merkt man, dass sich am Einstiegsgehalt seit 
vielen Jahren nichts geändert hat, also inflationsbereinigt ein sattes 
Minus.

Autor: ExEIng (Gast)
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@sdfadf : ich sehe das eher durchwachsen. Es gibt auch Klitschen da 
fängst mit 30 - 35 tsd an. 40 k für eine Klitsche ist ja noch nicht mal 
schlecht.

Wahr ist definitiv aber, dass man bei einer Klitsche oder einem 
Dienstleister heute oft das verdient, was man im Konzern schon Ende der 
90er bekam.

Ein Einsteiger im Konzern bekommt wiederum das was ein erfahrener Ing 
oder Inf bei manchem Verleiher bekommt. Daher ist der Markt stark 
gespalten in einige gut verdienende Ings, oft im Konzern oder guten 
Mittelständlern und einer großen Zahl von Ings die beim Dienstleister 
arbeiten oder beim MIttelständler der für den Konzern zuliefert.

Ich als SAP Entwickler bin quasi auch eine Art Leiharbeiter, werde dafür 
gut bezahlt. Übernachte immer in 4 oder 5 Sterne Hotels, manchnmal sind 
es nur 3 Sterne, nie in Monteurszimmern oder Projektwohnungen wie einige 
Leihings. In meiner Branche bin ich keine Ausnahme, sondern eher die 
Regel. Steuerfreie Spesen gibt es auch dazu, Firmenwagen + Tankkarte zum 
Privatgebrauch sowieso. Davon muss lediglich 1 % vom Neupreis versteuert 
werden, diesen Betrag würde ich privat allein schon vertanken.

Autor: tief im westen (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2415543:
> Mein Chef sagt immer, spätestens nach zehn Jahren ist ein Ingenieur
>
> ausgebrannt und muß durch einen Frischling ersetzt werden.

Dein Chef scheint ja recht viel zu sagen wenn der Tag lang ist, was 
sagst du denn?

Autor: Beobachter (Gast)
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hdjhd schrieb:
> So sehen Personaler den "Fachkräftemangel", so siehts real aus:
>
> http://www.brandeins.de/archiv/magazin/sinn/artike...

Zitat aus dem Artikel: "Und erzählt Anekdoten wie die von dem 
Unternehmen, das in seiner Stellenanzeige immerhin eine Telefonnummer 
angibt."

Ein ehemaliger Kollege von mir wollte sich vor einigen Monaten auch als 
Softwareentwickler bei Bosch bewerben. Er hatte noch einige Fragen zu 
der Stellenanzeige und hat die angegebene Nummer angerufen. Es war aber 
nicht die angegebene Kontaktperson an der Leitung, sondern jemand 
anders. Und diese andere Person hat sich hartnäckig geweigert, den 
Kollegen an die richtige Kontaktperson weiter zu verbinden. Sie wollte 
wissen, warum mein Kollege die Kontaktperson sprechen will. Darauf 
erwiderte mein Kollege, dass er noch ein paar Fragen zu dem 
Stellenangebot hätte. Als Antwort bekam er, dass das alles schon in der 
Anzeige stehen würde.

Und ich selbst habe mich vor 6 Monaten ebenfalls als Softwareentwickler 
auf die Stellenanzeige eines Bosch-Tochterunternehmens beworben und 
nicht mal eine Antwort bekommen.

Autor: Gästchen (Gast)
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Guter Artikel, Danke.

Den einzigen Fachkräftemangel haben wir im Bundestag wo die Trolle 
(Anwälte, Banker) den Vorstandspöstchen hinterher jagen. Zeitarbeit im 
Bundestag wäre ja so wunderbar, und natürlich nicht für 4 Jahre sondern 
auch wochenweise. Das wäre ja eine echte "gelebte" Demokratie.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Gästchen schrieb:

> Zeitarbeit im
> Bundestag wäre ja so wunderbar, und natürlich nicht für 4 Jahre sondern
> auch wochenweise.

Das sind doch Zeitarbeiter. Bekommen nur richtig ordentlich Reisespesen 
und Diäten und Rentenpunkte, also auch gute Bedingungen. Komisch ist das 
Wort Diäten. Unter einer Diät verstehe ich als Normalbürger ganz was 
anderes. ;-)

Autor: Marx W. (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das sind doch Zeitarbeiter.

Was? Die werden garantiert nich so enden wie du!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Marx W. schrieb:

> Was? Die werden garantiert nich so enden wie du!

Ach, was sind wir heute wieder so persönlich. Hattest du eine miese 
Woche?

Autor: Martin S. (mstahl)
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Autor: Mark B. (markbrandis)
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Gästchen schrieb:
> Guter Artikel, Danke.
>
> Den einzigen Fachkräftemangel haben wir im Bundestag wo die Trolle
> (Anwälte, Banker) den Vorstandspöstchen hinterher jagen.

Wäre mir neu dass im Bundestag auch Banker sitzen - die verdienen doch 
in der freien Wirtschaft viel mehr ;-)

Autor: tt (Gast)
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Mark Brandis schrieb:
> Wäre mir neu dass im Bundestag auch Banker sitzen - die verdienen doch
> in der freien Wirtschaft viel mehr ;-)

Die beraten doch nur die Politiker, damit diese keine Fehler machen (die 
"Märkte" nicht beunruhigen, damit diese verlustlos zocken können).

Guckt euch die Lebensläufe unserer Politiker an. Die haben meist Arzt, 
Politikwissenschaft, Jura oder sonstwas studiert. Nach dem Studium gings 
meißt direkt hauptberuflich in die Politik. Herkunft größtenteils aus 
wohlhabenden Verhältnissen mit besten Beziehungen.

Autor: xxx (Gast)
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http://de.nachrichten.yahoo.com/neuer-kompromiss-fachkr%C3%A4fte-zuwanderung-n%C3%B6tig-105602229.html

Zitat:
"CDU, CSU und FDP einigten sich bei dem Treffen ihrer Parteispitzen am 
vergangenen Sonntag darauf, die Zuwanderung von Fachkräften zu 
erleichtern. Dafür sollte die Gehaltsgrenze von bislang 66.000 Euro auf 
48.000 sinken.
...
Für IT-Fachleute, Ingenieure und andere sogenannten Mangelberufe solle 
zudem ein niedrigeres Jahreseinkommen schon ab 33.000 Euro für eine 
Aufenthaltserlaubnis ausreichen."

Das klingt doch logisch, oder nicht? Weil auch IT-Fachleute und 
Ingenieure zu den sog. Mangelberufen gehören, soll die Gehaltsgrenze 
nochmal auf 33000 Euro per Anno sinken.

Autor: Dirk (Gast)
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xxx schrieb:
> Für IT-Fachleute, Ingenieure und andere sogenannten Mangelberufe solle
> zudem ein niedrigeres Jahreseinkommen schon ab 33.000 Euro für eine
> Aufenthaltserlaubnis ausreichen."
>
> Das klingt doch logisch, oder nicht? Weil auch IT-Fachleute und
> Ingenieure zu den sog. Mangelberufen gehören, soll die Gehaltsgrenze
> nochmal auf 33000 Euro per Anno sinken.

Damit ist die Lüge vom Fachkräftemangel bekräftigt.
Warum haben die Mint Berufe eigentlich keine Lobbygruppe, die den 
Poltikern und auch manchen Arbeitgebern auf die Finger schaut? Bei 
Ärzten, Lehrern, usw. hätte es in einem ähnlichen Fall massiven Protest 
gegeben. Solange sich die "Mintler" das gefallen lassen, wird es ewig so 
weitergehen.

Autor: sdfafd (Gast)
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Ärzte haben nur so hohe Gehälter weil die Zahl der Ausbildungen von 
Ärzten vom Staat künstlich verknappt werden, wir könnten locker drei bis 
vier mal so viel Ärzte ausbilden, wenn es denn genug Menschen studieren 
dürften.

Juristen haben eigene Gebührenordnungen sprich Mindestlöhne, andernfalls 
wären die Gehälter aufgrund der Juristenschwemme massiv niedriger.

Apotheker profitieren von der Abschottung des Märkte, sprich keine 
Apothekenketten erlaubt.

Alles FDP Klientel, nur die Ingenieure sind die absoluten Deppen, die 
überhaupt keine Lobby in Deutschland haben.

Keine andere Akademikergruppe wird so in Leihbuden herumgeschubst und 
bei keiner anderen Gruppe wird das Arbeitskräfteangebot durch Zuzug aus 
dem Ausland so forciert.

Dazu passt auch dieser Artikel: 
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/ab-nach-deutschland-adios-ingenieros-11525247.html

Danke an Frau Merkel für die Werbung...

Autor: Backflow (Gast)
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>...weil die Zahl der Ausbildungen von Ärzten vom Staat künstlich verknappt 
werden,

Bei einer annähernden Verdreifachung der Ärzte je 100.000 Einwohner von 
1955 bis 2005 kann man wohl kaum von einer künstlichen Verknappung 
reden:

http://www.gesis.org/fileadmin/upload/dienstleistung/daten/soz_indikatoren/Schluesselindikatoren/G021.pdf

Aber Hauptsache, das Feindbild stimmt.

>wir könnten locker drei bis vier mal so viel Ärzte ausbilden, wenn es
>denn genug Menschen studieren dürften.

Schon mal daran gedacht, daß mehr Ärzte vielleicht auch mehr Kosten 
bedeuten, Stichwort Doppeluntersuchungen.

>Keine andere Akademikergruppe wird so in Leihbuden herumgeschubst

Lies Dir doch mal all die erbärmlichen Threads hier durch: Informatiker 
sind blöder als Ingenieure, FHler sind dümmer als THler usw.
Bei euch Ings gönnt die eine Fachrichtung der anderen doch nicht einmal 
das schwarze unter dem Fingernagel.

Was macht eigentlich die Interessengemeinschaft der Ingenieure?

Autor: Backflow (Gast)
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>Mein Chef sagt,

Nur so aus Interesse, aus welcher Körperöffnung Deines Chefs sprichst Du 
eigentlich?

Autor: tt (Gast)
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Dirk schrieb:
> Solange sich die "Mintler" das gefallen lassen, wird es ewig so
> weitergehen.

Die Focussierung der Ausbildung liegt wohl mehr im Lösen technischer 
Probleme. Das Konkurrenzdenken wird ab der Schule eingetrichtert (Wer 
wenig verdient gehört zu den Schlechten/Minderleistern...).
Bei den Ings fällt es, warum auch immer, auf fruchtbareren Boden als bei 
den anderen Genannten.
Es gibt keine Ingenieursgewerkschaft in Deutschland. Obwohl diese Zunft 
maßgeblich zu Erfolg und Wertschöpfung der Gesellschaft beiträgt. Selbst 
Lokführer, Bühnentänzer, Profi-Fußballer, Geheimdienstler und Fluglotsen 
haben eine.

xxx schrieb:
> Weil auch IT-Fachleute und
> Ingenieure zu den sog. Mangelberufen gehören, soll die Gehaltsgrenze
> nochmal auf 33000 Euro per Anno sinken.

Man kann damit auch die zaghaft steigenden Gehälter im Osten deckeln.
aber: Welche Fachkraft, die perfekt deutsch spricht, mit 
Hochschulabschluss und Berufserfahrung (+Referenzen) auf einem gefragten 
Gebiet wird denn da kommen?
Vielleicht begreifen es unsere Politiker nicht, aber gerade die gesuchte 
Zielgruppe (z.B. Inder, Chinesen, Osteuropäer) geht auch für Geld 
arbeiten und nicht weil die großherzigen Deutschen extra für sie die 
Gehaltsgrenzen senken.
In anderen Ländern gibt es mehr Geld und Aufstiegschancen und nicht 
einen Untertanenjob auf Lebenszeit. Wahrscheinlich lässt sich auch in 
den dynamisch wachsenden Regionen der BRIC-Staaten deutlich mehr 
erreichen, wenn man gut ist.

Autor: Thomas1 (Gast)
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sdfafd schrieb:
> Alles FDP Klientel, nur die Ingenieure sind die absoluten Deppen, die
> überhaupt keine Lobby in Deutschland haben.


Naja so nicht. Fast alle haben eine Lobby wie Meister, Ärzte, Juristen 
usw. Nur Techniker stehen in D alleine da.

Autor: Thomas1 (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2417353:
> Mein Chef sagt, daß das Gehalt noch viel zu hoch ist und er sich für
> 25.000 Euro gerne ein paar Ausländer holen würde.

Dein Chef kann sich vom Straßenstrich Ausländer holen.

Autor: Ersa (Gast)
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Autor: Anton Hirtmann (fantomas)

> Mein Chef sagt, daß das Gehalt noch viel zu hoch ist und er sich für
> 25.000 Euro gerne ein paar Ausländer holen würde.

Anton dein Chef ist a) FDP-Wähler und b) ein Hornochse!

Autor: sdfafd (Gast)
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Backflow schrieb:
>>...weil die Zahl der Ausbildungen von Ärzten vom Staat künstlich verknappt
> werden,
>
> Bei einer annähernden Verdreifachung der Ärzte je 100.000 Einwohner von
> 1955 bis 2005 kann man wohl kaum von einer künstlichen Verknappung
> reden:
>
> http://www.gesis.org/fileadmin/upload/dienstleistu...
>
> Aber Hauptsache, das Feindbild stimmt.
>

hast du dir schonmal den NC angeschaut bei den Ärzten? Der liegt bei 
manchen Universitäten bei 1,0... Mit über 1,5 kommst du schon überhaupt 
kaum noch rein. Viele warten 10 Semester und länger um studieren zu 
dürfen.

Wenn es kein NC gebe wie bei Ingenieuren, dann hätten wir wesentlich 
mehr Ärzte.
>>wir könnten locker drei bis vier mal so viel Ärzte ausbilden, wenn es
>>denn genug Menschen studieren dürften.
>
> Schon mal daran gedacht, daß mehr Ärzte vielleicht auch mehr Kosten
> bedeuten, Stichwort Doppeluntersuchungen.
>

Wieso mehr Kosten, was heißt hier Doppeluntersuchungen? Ich kann mich 
jetzt schon von so vielen Ärzten untersuchen lassen wie ich möchte, 
völliger nonsense den du da erzählst.

Es soll einfach das Angebot von Ärzten erhöht werden, dazu müsste man 
das ganze auch marktwirtschaftlicher organisieren.

Keine Vererbung von Kassenlizenzen mehr, kein Verkaufen von 
Kassenlizenen mehr, sondern ein freier Markt.

Jeder darf sein Leistung frei auf dem Markt anbieten und bekommt die 
Leistungen dann von der Kasse bezahlt.

Die besseren Ärzte haben dann natürlich die meisten Patieten und 
verdienen auch mehr.

Durch das Überangebot sinken aber die Preise und die Ärzt verdienen 
nicht mehr im Durchschnitt über 10.0000 € bruto.

Autor: xxx (Gast)
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>xxx schrieb:
>> Weil auch IT-Fachleute und
>> Ingenieure zu den sog. Mangelberufen gehören, soll die Gehaltsgrenze
>> nochmal auf 33000 Euro per Anno sinken.

>Man kann damit auch die zaghaft steigenden Gehälter im Osten deckeln.
Nur darum geht's den Arbeitgebern und sonst um nichts.

>aber: Welche Fachkraft, die perfekt deutsch spricht, mit
>Hochschulabschluss und Berufserfahrung (+Referenzen) auf einem gefragten
>Gebiet wird denn da kommen?
>Vielleicht begreifen es unsere Politiker nicht, aber gerade die gesuchte
>Zielgruppe (z.B. Inder, Chinesen, Osteuropäer) geht auch für Geld
>arbeiten und nicht weil die großherzigen Deutschen extra für sie die
>Gehaltsgrenzen senken.
>In anderen Ländern gibt es mehr Geld und Aufstiegschancen und nicht
>einen Untertanenjob auf Lebenszeit. Wahrscheinlich lässt sich auch in
>den dynamisch wachsenden Regionen der BRIC-Staaten deutlich mehr
>erreichen, wenn man gut ist.

Da stimme ich Dir sogar zu. Aber dann verstehe ich nicht, warum die 
Politik die Gehaltsuntergrenze auf nur 33000 Euro senken will.
Man muß vielleicht mal die Relationen ein bißchen sich anschauen. 33000 
Euro/Jahr kriegen schon nicht wenige, die ohne Studium einem Beruf 
nachgehen. Also wenn das so kommt, dann werden nicht nur die Ings davon 
betroffen sein, sondern noch viel mehr Berufsgruppen.

Es gibt ja den Spruch: Konkurrenz belebt das Geschäft.
Aber leider machen sich Arbeitgeber in den seltensten Fällen selbst 
untereinander Konkurrenz, sondern verlangen das immer nur von ihren 
Mitarbeitern.

Autor: Backflow (Gast)
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>hast du dir schonmal den NC angeschaut bei den Ärzten?

Du bist also wirklich ernsthaft der Meinung, daß eine Verdreifachung der 
Ärztezahl/100.000Einwohner eine künstliche Verknappung darstellt?

>dazu müsste man das ganze auch marktwirtschaftlicher organisieren.

Wie möchtest du bitte schön das Gesundheitswesen streng 
marktwirtschaftlich organisieren? Dann enden wir ganz schnell bei der 
Diskussion wie "Hüftgelenke noch für 80jährige?"

Die IGL-Leistungen, die von vielen kritisiert werden, sind doch bereits 
eine Vorstufe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Individuelle_Gesundheitsleistung

Daß es wirtschaftliche Reserven in dem System gibt steht außer Frage.

>Die besseren Ärzte haben dann natürlich die meisten Patieten
>und verdienen auch mehr.

Was hält Dich davon ab, bereits jetzt den Deiner Ansicht nach besten 
Arzt aufzusuchen? Schließlich gib es die freie Arztwahl.

Da du ja selbst der Ansicht bist, die Ärzte haben eine zu starke Lobby. 
Glaubst Du, daß mit steigender Ärztezahl die Kosten wirklich sinken?
Oder würde die Ärztelobby nicht garantiert dafür sorgen, daß die 
Einkommen der zusätzlichen Ärzte aufddiert werden.

Autor: Dirk (Gast)
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@Backflow: Die Ärzte haben es gut verstanden, sich zu organisieren und 
ihre Interessen knallhart durchzusetzen. Ein Beispiel dafür sind z.B. 
die Klinikärzte, die sich in asozialer Weise vom Rest der Belegschaft 
getrennt haben und ihre Forderungen durchsetzen. Ein weiteres Beispiel 
sind die Honorarsteigerungen der Zahnärzte in 2012.
Was spricht z.B. dagegen, das Modell der Ingdienstleister auch auf Ärzte 
auszudehnen? Die Politik könnte die gesetzlichen Regelungen dafür 
schaffen!

Mintler haben keine Lobby, das ist das Problem!

Autor: sdfafd (Gast)
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Backflow schrieb:
>>hast du dir schonmal den NC angeschaut bei den Ärzten?
>
> Du bist also wirklich ernsthaft der Meinung, daß eine Verdreifachung der
> Ärztezahl/100.000Einwohner eine künstliche Verknappung darstellt?
>

Ich habe gerade geschrieben, dass viele Studenten davon abgehalten 
werden zu studieren, weil es zu wenig Studienplätze gibt, sprich vom 
Staat nicht zur Verfügung gestellt werden, also ist das eine künstliche 
Verknappung.
Ich weiß auch nicht wieso du immer das selbe Beispiel bringst, da in dem 
Zusammenhang aus den genannten Gründen vollkommender Blödsinn ist.
>>dazu müsste man das ganze auch marktwirtschaftlicher organisieren.
>
> Wie möchtest du bitte schön das Gesundheitswesen streng
> marktwirtschaftlich organisieren? Dann enden wir ganz schnell bei der
> Diskussion wie "Hüftgelenke noch für 80jährige?"
>

Wieso, die Kassenleistungen bleiben doch die selben, wir behalten das 
System der GKV natürlich bei verteilen "praktisch" nur mehr 
Kassenlizenzen, sodass ein Wettbewerb um Kunden entsteht. Die Leistungen 
bleiben aber von den Krankenkassen gleich und zwar für jeden Arzt der 
sich am Markt anbietet
> Die IGL-Leistungen, die von vielen kritisiert werden, sind doch bereits
> eine Vorstufe:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Individuelle_Gesundhe...
>

Nein, die haben damit nichts zu tun, denn hier verdient der Arzt 
zusätzlich auf Provision mit Leistungen die medizinisch nicht notwendig 
sind.
Man kann als Patient auch sehr gut ohne IGEL Leistungen auskommen und 
das soll auch so beibehalten werden.
> Daß es wirtschaftliche Reserven in dem System gibt steht außer Frage.
>
>>Die besseren Ärzte haben dann natürlich die meisten Patieten
>>und verdienen auch mehr.
>
> Was hält Dich davon ab, bereits jetzt den Deiner Ansicht nach besten
> Arzt aufzusuchen? Schließlich gib es die freie Arztwahl.
>
Nur haben wir jetzt tendeziell Arztmangel speziell auf dem Land, da 
bleibt dir nichts anderes übrig als zu dem einen Arzt zu gehen oder 30 
km zu fahren. Speziell für ältere Menschen ein Problem.

Dies würde sich mit einem Überangebot an Ärzten und einem liberalen 
Lizenzensystem schlagartig ändern


> Da du ja selbst der Ansicht bist, die Ärzte haben eine zu starke Lobby.
> Glaubst Du, daß mit steigender Ärztezahl die Kosten wirklich sinken?
> Oder würde die Ärztelobby nicht garantiert dafür sorgen, daß die
> Einkommen der zusätzlichen Ärzte aufddiert werden.

Ich beschreibe ja gerade Dinge die sich eben gegen diese Lobby richten, 
also ist dieser Einwand geradezu absurd.

Autor: Ersa (Gast)
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Autor Anton Hirtmann (fantomas)
Datum: 12.11.2011 16:22

> Mein Chef sagt, daß der Aufschwung weitergehen kann wenn die
> Gehaltsgrenzen endlich gesenkt werden.

Anton dein Chef ist a) FDP-Wähler und b) ein Hornochse.

Autor: Backflow (Gast)
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>Mintler haben keine Lobby, das ist das Problem!

Du siehst doch bereits hier im Forum, daß sich die Ings untereinander 
überhaupt nicht grün sind.
Da wird eine Interessenvertretung nie und nimmer funktionieren. Da müßte 
ein TH-ler schon mal Solidarität mit einem FH-ler oder noch schlimmer 
mit einem BA-ler zeigen.

Was würde denn übrigens wirklich Dramatisches passieren, wenn sagen wir 
mal die Entwickler aller Firmen ein paar Wochen nicht "entwickeln" 
würden.

Vorab, ich glaube nicht, daß alle Entwickler an Produkten arbeiten, von 
denen das Wohl und Wehe der Menschheit oder auch nur der Firma abhängt.
Dazu war ich selbst viel zu lange in F&E.

Autor: Dirk (Gast)
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Backflow schrieb:
> Vorab, ich glaube nicht, daß alle Entwickler an Produkten arbeiten, von
> denen das Wohl und Wehe der Menschheit oder auch nur der Firma abhängt.
> Dazu war ich selbst viel zu lange in F&E.

Ok, angenommen, in Deutschland würde kein Ingenieur mehr arbeiten. Dann 
würden in ein paar Jahren keine deutschen Autos, keine deutschen 
Maschinen, usw. mehr verkauft werden, da die anderen Nationen die dann 
besseren Produkte hätten.
Woher sollte der Staat Deutschland dann noch das Geld nehmen, um z.B. 
das Gesundheitssystem zu finanzieren? Dann hätten wir bald griechische 
Verhältnisse. Jeder weiß doch, dass wir mit dem deutschen 
Gesundheitssystem/Sozialsystem über unsere Verhältnisse leben.

Autor: Uwe1164 (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2417353:
> Mein Chef sagt,

Habe hier mal durch-gegoogelt:
https://www.google.com/search?name=f&hl=en&q=%22Mein+Chef+sagt%2C+%22+%22Forum%3A+Ausbildung%2C+Studium+%26+Beruf%22+site%3Awww.mikrocontroller.net&sourceid=mozilla-search&start=0#q=%22Mein+Chef+sagt,+%22+%22Forum:+Ausbildung,+Studium+%26+Beruf%22+site:www.mikrocontroller.net&hl=en&prmd=imvns&ei=Dpq-Ttu9No6MswaVvfT_Ag&start=10&sa=N&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&fp=7950f86cdd95b99e&biw=907&bih=449

Anton Hirtmann:
>> Mein Chef sagt, wer MINT studiert hat ausgesorgt. Deshalb ran an den
Speck.
>> Mein Chef sagt, daß das Gehalt noch viel zu hoch ist und er sich für
25.000 Euro gerne ein paar Ausländer holen würde.
>> Mein Chef sagt, daß der Aufschwung weitergehen kann wenn die
Gehaltsgrenzen endlich gesenkt werden.
>>Mein Chef sagt, er sucht auch noch händeringend gute Leute.
>>Mein Chef sagt, wenn man für Porsche arbeiten kann sollte man sofort
einsteigen.
>> Mein Chef sagt, als Unternehmer muß man an Subventionen mitnehmen was
nur irgendwie geht. Ansonsten ist man nicht konkurrenzfähig.
>> Mein Chef sagt, daß durch fehlende Lohnzurückhaltung der Aufschwung
abgewürgt werden kann.

Autor: Backflow (Gast)
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@Dirk,

>Ok, angenommen, in Deutschland würde kein Ingenieur mehr arbeiten.

Es ging um einen zeitlich befristeten Streik, nicht um einen 
Totalaussstieg.


@sdfafd,

>denn hier verdient der Arzt zusätzlich auf Provision mit Leistungen
>die medizinisch nicht notwendig

Aber für den Arzt wirtschaftlich sehr lukrativ sind.

>Man kann als Patient auch sehr gut ohne IGEL Leistungen auskommen

Du sitzt als Patient z.B. im Wartezimmer eines Aufgenarztes. Und der 
empfiehlt Dir dringend, den Augeninnendruck prüfen zulassen, weil Du 
aufgrund Deines Alters und Deiner Augendisposition ein Kandidat für 
grünen Star bist.
Leider wird diese wirklich segensreiche Vorsorgeuntersuchung nicht von 
der GK bezahlt...

Jetzt können wir mal raten wieviele diese Untersuchung für 20-30Euro 
wirklich ablehnen. Wer will denn schon erblinen?!

>Nur haben wir jetzt tendeziell Arztmangel speziell auf dem Land,

Und warum haben wir den? Weil es auf dem Lande für den Arzt 
wirtschftlich nicht so lukrativ wie in der Stadt ist.

>Dies würde sich mit einem Überangebot an Ärzten und einem liberalen
>Lizenzensystem schlagartig ändern

Ob die reine Masse statt Klasse wirklich der bessere Ansatz ist?
Außerdem müßten sich doch in Deinem Modell die Ausgaben für das 
Gsundheitsystem aufgrund der Verdreifachung der Ärztezahlen bereits 
deutlich reduziert haben, was erwiesenermaßen nicht der Fall ist.

In den USA gibt es übrigens mehr Ärzte als in Deutschland:

http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=42

Du magst andere Informationen haben, aber ich glaube nicht, daß die 
medizinische Versorgung in den USA besser oder effizienter als hier ist.
Zumal die Leistung in den USA auf die Leute beschränkt ist, die es sich 
leisten können.

Autor: Uwe1164 (Gast)
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... Ach Mist, jetzt habe ich gesehen, ich hätte auch nach
"Mein Chef sagt immer, " suchen sollen, da sind auch noch einige:

>> Mein Chef sagt immer, als Berufseinsteiger kann man weniger als ein
Lehrling. Dafür noch ein Gehalt zu verlangen ist einfach unverschämt
meint er jedesmal.
>> Mein Chef sagt immer, eine Stunde hat 60 Minuten.

Jetzt habe ich aber keine Lust mehr...

Autor: 45455 (Gast)
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@ sdfafd
@ backflow

Ihr habt vollkommen Recht.

Die Ärzte haben eine sehr starke Lobby und nutzen das Gesundheitssystem 
zu ihren Gunsten aus, wo es nur geht.

Auch andere Berufsgruppen haben sehr starke Interessensvertretungen, z. 
B. Piloten, Beamte, Apotheker und sogar Lokführer.

Warum Ingenieure bzw. MINT´ler allgemein keine solche Vertretung 
etablieren können, kann man täglich hier im Forum lesen. Neid und 
Missgunst, wo man hinschaut.

Das liegt wohl auch daran, dass es bei MINT´lern soviele 
unterschiedliche Wege zum Abschluss gibt (BA, FH, Uni, TU, Diplom, 
Bachelor, Master, etc.), während Ärzte, Juristen und Apotheker alle 
einen ähnlichen Weg hinter sich haben: Das Studium an einer Uni.

So gibts in den jeweiligen Berufsgruppen einen gemeinsamen Stallgeruch, 
der eben verbindet. Wer Arzt, Jurist o. Apotheker wird, weiß, dass die 
Kollegen eine nahezu identische Ausbildung durchlaufen haben wie man 
selbst.

Und gerade Juristen besetzen oft wichtige Stellen in Politik und 
Verwaltung. Und das merkt man.

Der zwei-gleisige Weg in den Sozialversicherungen 
(Gesetzlich-/Privatversicherte, (Nicht-)Einzahlung ins Rentensystem) 
kommt genau daher und gehört abgeschafft.

Autor: xxx (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2417413:
> Mein Chef sagt, daß der Aufschwung weitergehen kann wenn die
> Gehaltsgrenzen endlich gesenkt werden.

Simon sagt: Hör auf zu trollen!!!!

Autor: robocash (Gast)
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1) Da gibt es schon Berufe wie Arzt, Rechtsanwalt, Lehrer, Pilot, 
Lokführer, Polizist oder Wissenschaftler.

2) Dabei handelt es sich auch um Staatsberufe, bei denen eine genormte 
Prüfung den Zugang beschränkt. Da sind sie alle gleich und der Staat 
muss die Anzahl steuern.

3) Ich tröste mich damit, dass die Leute einfach SNOBS sein müssen. 
Unter dem Motto: "Meine Zeitung ist der Spiegel, ich glaube das was 
drinsteht." Stets genügend Einkommen, dabei Dienst nach Vorschrift, das 
formt den Menschen.

Autor: Manni_Manfred (Gast)
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Dirk schrieb:
>> Das klingt doch logisch, oder nicht? Weil auch IT-Fachleute und
>> Ingenieure zu den sog. Mangelberufen gehören, soll die Gehaltsgrenze
>> nochmal auf 33000 Euro per Anno sinken.

33000 per Anno ? das hab ich mit etwa 2 Jahren BE im Konzern schon fast
netto pro Jahr ! ist doch ein Witz. Solche Brutto Gehälter bekommt man 
laut meinem polnisch stämmigen Bekannten auch schon in wirtschaftlich 
starken Teilen Polens als Entwickler mit etwas BE. Netto bleibt davon 
mehr als hier und vieles ist dort auch billiger.

Welche "Fachkräfte" sollen bitte kommen ? ein Pole würde sich für so ein 
Gehalt verschlechtern finanziell. In Tschechien ist das Gehaltsniveau 
mittlerweile ähnlich wie in Polen, für Informatiker und Ingenieure. 
Zumal dort Entwickler mit Deutschkenntnisse sehr gefragt sind und in 
Nearshoring Firmen schnell Karriere machen können.

Übrigens können Spanier, Griechen, Italiener und Iren längst auf unseren 
Arbeitsmarkt strömen. Sind nennenswerte Fachkräfte aus diesen Ländern 
bisher zu uns gekommen ? also ich denke nicht, dass bei diesen 
Konditionen viele ins Land kommen. Da müssen wir uns keine Sorgen 
machen.
So ein Gehalt ist höchstens in günstigen Regionen Deutschlands 
interessant.

Dieses Gehalt ist höchstens für Inder auf dem Papier, am besten in 
US-Dollar umgerechnet auf den ersten Blick verlockend. 33 K sind etwa 40 
K Dollar. Hier zahlt er aber höhere Abgaben als in den USA, daher ist 
das nicht so ohne weiteres vergleichbar. In Indien hat der Inder bei 
guten Firmen auch sehr anständige Gehälter bei super niedrigen 
Lebenshaltungskosten. Ein Mittagessen aus einer Garküche gibts für 20 
Cent.

Autor: Manni_Manfred (Gast)
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45455 schrieb:
> Warum Ingenieure bzw. MINT´ler allgemein keine solche Vertretung
> etablieren können, kann man täglich hier im Forum lesen. Neid und
> Missgunst, wo man hinschaut.

gibt es doch. Z.B. je nach Betrieb Verdi oder die IG Metall. Die haben 
mit vielen Branchen bzw. Betrieben recht gute Verträge ausgehandelt ! 
auch für Ingenieure und MINT Fachkräfte generell ! man kann bei einer 40 
H Woche inkl. Leistungszulage per IG Metall auf rund 80 tsd p.a. Brutto 
kommen und ist damit nicht mal ATler ! z.B. schon als erfahrene 
Fachkraft ohne Mitarbeiterverantwortung, maximal mit 
Projektverantwortung, wo man vllt rein fachlich einige Mitarbeiter 
koordiniert.

Ich denke das ist doch ein ordentliches Gehalt. Überstunden können 
abgefeiert oder ausgezahlt werden.

Leider schwinden die Mitgliederzahlen der Gewerkschaften ständig. Viele 
Junge wollen gar nicht mehr eintreten, nutzen aber gerne di Vorzüge des 
Systems und freuen sich wenn die Gewerkschaft wieder mal ein Gehaltsplus 
ausgehandelt hat.

Übrigens profitiert man sogar als ATler ebenfalls von Gewerkschaften. 
Weil wenn diese mehr Gehalt raushandeln, steigt die AT Grenze ebenfalls. 
Somit hat man auch als ATler gute Argumente für ein Gehaltsplus, da man 
bei einem zu geringem Abstand zur AT Grenze immer damit argumentieren 
kann sich zurück stufen zu lassen, dann hat man zwar nur minimal weniger 
Gehalt aber die tariflichen Vorzüge.

Also müssen wir MINTler und stärker engagieren, so machen das auch die 
Lokführer und Ärzte. Die organisieren sich und halten zusammen !

Autor: Dirk (Gast)
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Manni_Manfred schrieb:
> gibt es doch. Z.B. je nach Betrieb Verdi oder die IG Metall. Die haben
> mit vielen Branchen bzw. Betrieben recht gute Verträge ausgehandelt !
> auch für Ingenieure und MINT Fachkräfte generell ! man kann bei einer 40
> H Woche inkl. Leistungszulage per IG Metall auf rund 80 tsd p.a. Brutto
> kommen und ist damit nicht mal ATler ! z.B. schon als erfahrene
> Fachkraft ohne Mitarbeiterverantwortung, maximal mit
> Projektverantwortung, wo man vllt rein fachlich einige Mitarbeiter
> koordiniert.
>
> Ich denke das ist doch ein ordentliches Gehalt. Überstunden können
> abgefeiert oder ausgezahlt werden.

Ja, das stimmt. Allerdings ist die IG Metall keine 
Interessengemeinschaft für Ingenieure, sondern für alle Beschäftigten in 
der Metall- und Elektroindustrie. Dort verdienen auch Facharbeiter gutes 
Geld, mehr als viele Ings im Mittelstand.

Autor: Dirk (Gast)
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Manni_Manfred schrieb:
> 33000 per Anno ? das hab ich mit etwa 2 Jahren BE im Konzern schon fast
> netto pro Jahr ! ist doch ein Witz. Solche Brutto Gehälter bekommt man
> laut meinem polnisch stämmigen Bekannten auch schon in wirtschaftlich
> starken Teilen Polens als Entwickler mit etwas BE. Netto bleibt davon
> mehr als hier und vieles ist dort auch billiger.

Ja, die Gehälter im Konzern sind sowieso eine andere Liga. Nur, wieviele 
arbeiten dort?

Autor: Manni_Manfred (Gast)
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Dirk schrieb:
> Ja, das stimmt. Allerdings ist die IG Metall keine
> Interessengemeinschaft für Ingenieure, sondern für alle Beschäftigten in
> der Metall- und Elektroindustrie. Dort verdienen auch Facharbeiter gutes
> Geld, mehr als viele Ings im Mittelstand.

ja das ist richtig. Aber auch ein MINTler verdient in einem IG Metall 
Betrieb deutlich mehr als ein Facharbeiter oder Ingenieur im Mittelstand 
! ein Facharbeiter kann in einem IG Metall betrieb teilweise mehr als 
ein Einsteiger Ing verdienen, aber das nur unter speziellen Bedingungen 
z.B. Montageeinsätze im Ausland, viel Schichtarbeit, viel WE Dienst oder
Dinge wo es zusätzliche Gefahrenzulagen gibt.

Ein Ing der z.B. Inbetriebnahme im Ausland macht, bekommt allerdings 
diese Zulagen ebenfalls, fragt mal Zuckerle, der kennt sich da aus.

Jedenfalls hat ein erfahrener MINTler im IG Metall Betrieb deutlich mehr 
als ein erfahrener Facharbeiter im selben Betrieb. Trotzdem hat auch der 
Arbeiter, der ebenfalls wichtig ist, ein gutes Gehalt. Dafür sorgt die 
Gewerkschaft und setzt sich für alle ein. Ich finde das ist gut so.

Autor: Dirk (Gast)
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Manni_Manfred schrieb:
> Jedenfalls hat ein erfahrener MINTler im IG Metall Betrieb deutlich mehr
> als ein erfahrener Facharbeiter im selben Betrieb. Trotzdem hat auch der
> Arbeiter, der ebenfalls wichtig ist, ein gutes Gehalt. Dafür sorgt die
> Gewerkschaft und setzt sich für alle ein. Ich finde das ist gut so.

Ja, das sehe ich auch so. Ich habe in einem früheren Beitrag kritisiert, 
dass dies bei Ärzten, Fluglotsen, Lokführern nicht so ist. Gäbe es eine 
Gewerkschaft nur für Ingenieure, denke ich, dass die Gehälter für Ings 
nochmal höher sind als nach IGM Tarif.

Autor: Manni_Manfred (Gast)
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Dirk schrieb:
> Ja, das sehe ich auch so. Ich habe in einem früheren Beitrag kritisiert,
> dass dies bei Ärzten, Fluglotsen, Lokführern nicht so ist. Gäbe es eine
> Gewerkschaft nur für Ingenieure, denke ich, dass die Gehälter für Ings
> nochmal höher sind als nach IGM Tarif.

gut das könnte so sein. Jedenfalls denke ich, dass die IG Metall 
Gehälter für Ingenieure definitiv sehr ordentlich sind, wenn nicht sogar 
mit die Höchsten. Höher sind nur noch die Haustarifverträge mit 
einzelnen Autobauern, die aber auch von der IG Metall ausgehandelt 
wurden.

Mehr als IG Metall Ingenieurgehälter bekommen meist nur AT Ingenieure, 
oft aber auch in Betrieben, deren AT Grenze durch die IG Metall 
ausgehandelt wurde. Daher profitieren diese auch.

Ich denke eine Zersplitterung in zig Gewerkschaften ist nicht wirklich 
gesellschaftlich hilfreich. Es sorgt eher nur für eine Spaltung. Da wird 
der Facharbeiter, nicht-akademische Angestellte und Akademiker 
gegeneinander ausgespielt, statt dass ein Zusammenhalt im Betrieb 
herrscht. Es sitzen alle in einem Boot. Es ist ja auch nicht so dass es 
den IG Metall Ingenieuren schlecht geht.

Wer sich hier im Forum beklagt ist ja meist KEIN Mitarbeiter welcher 
nach Tarif bezahlt wird. Die "tariflichen" sind ja meist mit ihrem 
Gehalt zufrieden.

Daher ist meine Meinung nach wie vor, dass sich auch Ingenieure mehr in 
den bestehenden Gewerkschaften engagieren sollten. Dann würden sich 
viele Probleme schon erledigen.

Übrigens, für wen sollte eine reine Ingenieurgewerkschaft zuständig sein 
? bei den Lokführern handelt es sich um  Angestellte eines Betriebes mit 
ziemlich identischer Tätigkeit.

Bei den Ärzten ebenso, es geht ja nur um Ärzte an staatlichen 
Krankenhäusern, die alle als Arzt tätig sind.

Aber wie sollte eine Ingenieurgewerkschaft aussehen ? sollte die vom 
Architekten bis zum Ingenieur für Drucktechnik und zum Softwareingenieur 
alle vertreten ? vollkommen über verschiedene Branchen hinweg ?

Autor: Anton Wirtmann (Gast)
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Mein Chef sagt, 100 Cent sind ein Euro.

Autor: debugger (Gast)
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Die Phrase vom Fachkräftemangel ist nur ein Synonym für einen Mangel an 
unterwürfigen, hochqualifizierten Duckmäuseren, die sich für unverschämt 
geringe Bezahlung bei endloser Arbeistzeit ausbeuten lassen, ohne zu 
murren. Wenn es an solchen Typen endlich mal einen Mangel geben würde, 
wäre das ein Grund zur Hoffnung.

Autor: Piet (Gast)
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Das Problem mit den Ingenieuren ist einfach, daß es ihnen über 
Jahrzehnte zu gut ging. Andere Berufsgruppen sind es seit jeher gewöhnt 
um jeden Cent bzw. Pfennig zu kämpfen. 45k€pa sind für den 
Berufseinstieg vergleichsweise normal. Und wenn Gleitzeit keine 
Selbstverständlichkeit ist, würde ich lachend aus dem 
Vorstellungsgespräch laufen. (Kein Witz - bei einem Bekannten wollte die 
Geschäftsführung verbindliche Arbeits- und Pausenzeiten für die 
Entwicklungsabteilungen festlegen - das war dann aber nicht auf die 
notwendige Kooperation von... überhaupt irgendjemandem gestoßen...)

Wenn ich mir die Leute gegenüber in der Produktion ansehe, sieht das 
deutlich anders aus. Miese Bezahlung, Pausen zu festgelegten Zeiten und 
Überwachung zu praktisch jeder Sekunde. Im Gegensatz zu den Studierten 
wissen die genau, wozu die ihre Gewerkschaften brauchen.

Erklär' das einmal einem Ingenieur. Von "Mir gehts doch gut" bis zu 
"Liegt in deren Schuld, daß Andere schlecht bezahlt sind" gibts alles.

Wenn ich die Leute in der Produktion mit denen in Verwaltung oder 
Entwicklung vergleiche, dann muß es uns noch deutlich schlechter gehen 
(und ob es uns in Moment schlecht geht, darüber kann gestritten werden), 
bis Gewerkschaften auch hier Fuß fassen können. Das wird mit Sicherheit 
kommen. Einige werden über die IG Metall, andere über Verdi reinkommen. 
Ein paar werden bitter auf der Strecke bleiben.

Mit einer starken Ingenieursgewerkschaft wäre es beispielsweise möglich, 
Betriebe davon abzuhalten, Ingenieure auf Zeitarbeitsbasis unter 90k€pa 
zu beschäftigen. Die achso schwer verfügbaren Spezialkräft von denen 
immer die Rede ist, können dann noch immer kurzfristig hinzugezogen 
werden, ohne die Gehälter für die regulären Ingenieure kaputt zu machen.

Warum keine übergreifende Gewerkschaft für Ingenieure? Es müssen nicht 
unbedingt die Gehälter in Tarifverträgen festgeschrieben werden. Die 
Rahmenbedingungen der Beschäftigungsverhältnisse festzulegen wäre 
interessant. Überstunden einmal auf ein normales Maß bringen wäre schön. 
Oder den Betrieben in den Allerwertesten treten, damit die ihren Teil 
wahrnehmen, um Ingenieure fortlaufend weiterzubilden. Erst nicht 
weiterbilden und dann beklagen, daß die Leute mit 50 nicht mehr zu 
gebrauchen sind. Da reicht ein Tritt alleine gar nicht. Da müßte noch 
rückwirkend aufgearbeitet werden...

Ich lasse mich auch gerne von zwei Gewerkschaften vertreten. Die eine 
sichert das Gehaltsniveau und die andere die Arbeitsbedingungen. Warum 
nicht? Leisten kann ich es mir noch.

Autor: Dirk (Gast)
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Piet schrieb:
> Wenn ich mir die Leute gegenüber in der Produktion ansehe, sieht das
> deutlich anders aus. Miese Bezahlung, Pausen zu festgelegten Zeiten und
> Überwachung zu praktisch jeder Sekunde. Im Gegensatz zu den Studierten
> wissen die genau, wozu die ihre Gewerkschaften brauchen.
>
> Erklär' das einmal einem Ingenieur. Von "Mir gehts doch gut" bis zu
> "Liegt in deren Schuld, daß Andere schlecht bezahlt sind" gibts alles.
>
> Wenn ich die Leute in der Produktion mit denen in Verwaltung oder
> Entwicklung vergleiche, dann muß es uns noch deutlich schlechter gehen
> (und ob es uns in Moment schlecht geht, darüber kann gestritten werden),
> bis Gewerkschaften auch hier Fuß fassen können. Das wird mit Sicherheit
> kommen. Einige werden über die IG Metall, andere über Verdi reinkommen.
> Ein paar werden bitter auf der Strecke bleiben.
>
> Mit einer starken Ingenieursgewerkschaft wäre es beispielsweise möglich,
> Betriebe davon abzuhalten, Ingenieure auf Zeitarbeitsbasis unter 90k€pa
> zu beschäftigen.

Na ja, der Facharbeiter in der Produktion bei VW, Audi, BMW, etc. 
verdient schon ziemlich gut. Der kommt mit Zulagen leicht auf 
2000€-2500€ netto.

Die Ingenieure auf Zeitarbeitsbasis kosten dem Entleiher ja meistens eh 
um die 100k, wenn man z.B. von einem relativ niedrigen 60€ Stundenlohn 
ausgeht. Das Problem ist, dass das meiste davon beim Verleiher 
hängenbleibt.

Autor: Dirk (Gast)
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Piet schrieb:
> Das Problem mit den Ingenieuren ist einfach, daß es ihnen über
> Jahrzehnte zu gut ging. Andere Berufsgruppen sind es seit jeher gewöhnt
> um jeden Cent bzw. Pfennig zu kämpfen. 45k€pa sind für den
> Berufseinstieg vergleichsweise normal

An welche Berufsgruppen denkst Du da z.B.? Wenn, dann muss man für einen 
Vergleich schon akademische Berufe heranziehen. Juristen, Ärzte, Wiwis, 
usw. haben in der Vergangenheit auch ziemlich gut verdient.

Autor: Piet (Gast)
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Dirk schrieb:
>> Mit einer starken Ingenieursgewerkschaft wäre es beispielsweise möglich,
>> Betriebe davon abzuhalten, Ingenieure auf Zeitarbeitsbasis unter 90k€pa
>> zu beschäftigen.
>
> Na ja, der Facharbeiter in der Produktion bei VW, Audi, BMW, etc.
> verdient schon ziemlich gut. Der kommt mit Zulagen leicht auf
> 2000€-2500€ netto.
>
> Die Ingenieure auf Zeitarbeitsbasis kosten dem Entleiher ja meistens eh
> um die 100k, wenn man z.B. von einem relativ niedrigen 60€ Stundenlohn
> ausgeht. Das Problem ist, dass das meiste davon beim Verleiher
> hängenbleibt.

Nicht an konkreten Zahlen aufhängen - niemand kann sagen, ob die 
Relationen bereits in zwei Jahren veraltet sind. Es geht um den 
Mechanismus, der hinter dem Beispiel steckt. Es geht in dem Beispiel 
darum, die Hürde für den Zeitarbeitseinsatz so zu setzen, daß 
Spezialkräfte noch immer kurzfristig und zeitlich begrenzt verfügbar 
gemacht werden können, ohne die Mehrheit der Ingenieure unter Druck zu 
setzen.

Und auch nicht an diesem einen Mechanismus hängen bleiben. Vielleicht 
findet sich nie eine Mehrheit unter den Ingenieuren, die das als Problem 
ansehen. Aber es gibt mit Sicherheit Betätigungsfelder für die sich 
Mehrheiten finden lassen. Weiterbildung, Arbeitsplatzgestaltung (Bei uns 
wollte einmal jemand die Meßinstrumente vom Arbeitsplatz verbannen... 
WTF??!?!) oder Überstundenregelungen (Ein Team vernichtet einen ganzen 
Arbeitsplatz durch seine Überstunden).

Autor: Piet (Gast)
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Dirk schrieb:
>> Das Problem mit den Ingenieuren ist einfach, daß es ihnen über
>> Jahrzehnte zu gut ging. Andere Berufsgruppen sind es seit jeher gewöhnt
>> um jeden Cent bzw. Pfennig zu kämpfen. 45k€pa sind für den
>> Berufseinstieg vergleichsweise normal
>
> An welche Berufsgruppen denkst Du da z.B.? Wenn, dann muss man für einen
> Vergleich schon akademische Berufe heranziehen. Juristen, Ärzte, Wiwis,
> usw. haben in der Vergangenheit auch ziemlich gut verdient.

Muß ich nicht. Ich kann sehr wohl mit Schweissern, Malern oder 
Verkäufern vergleichen. Die sind gewerkschaftlich vertreten. Von den 
eher gut verdienenden Berufsgruppen habe ich den Eindruck, daß sich bei 
den Ärzten etwas in dieser Richtung bewegt. Zumindest der eine oder 
andere festangestellte Arzt, der nicht die Möglichkeit hat, 
Kassenpatienten abzulehnen...

Wesentlich hier ist, daß es bestimmte Berufsgruppen gibt, die schon sehr 
lange einen schwachen Stand hatten und auf gewerkschaftliche 
Organisation dringend angewiesen waren. Ich kann weder aus Erfahrung 
noch aus Erzählung sagen, daß Ingenieure jemals ein Problem hatten. Da 
war es dann eher die Frage, ob es besser wäre, ein kleineres Zeitauto zu 
nehmen, um das Haus schneller abbezahlen zu können.

Ich habe den Eindruck, daß es erst eine gewerkschaftliche Vertretung von 
Ingenieuren geben kann, wenn die Mehrheit auf Facharbeiterniveau 
verdient und beim Arbeitsamt Ingenieure und Maurer vergleichbar häufig 
anzutreffen sind.

Autor: 45455 (Gast)
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Manni_Manfred schrieb:
> gibt es doch. Z.B. je nach Betrieb Verdi oder die IG Metall. Die haben
> mit vielen Branchen bzw. Betrieben recht gute Verträge ausgehandelt !

Das stimmt. Die IGM oder die IGBCE sind ja "Industriegewerkschaften". 
Auch Verdi-Tarif bieten gute Konditionen.

Wer nach IGM-Tarif bezahlt wird, bewegt sich gehaltstechnisch in der 
absoluten Oberliga. Mehr geht für einen Angestellten nicht, 
Führungskräfte und AT´ler ausgenommen.

Das Problem ist nur, dass kaum noch Firmen nach Tarif zahlen. Eigentlich 
sind es nur noch die Konzerne und AGs, ja richtig, die mit den "bösen" 
Aktionären. Und nicht jeder kann im Konzern arbeiten.

KMUs können oder wollen nicht nach Tarif zahlen, aber wenigstens eine 
"Anlehnung" an den Tarif wäre doch machbar.

Früher (1960/70er) war der IGM-Tarif nix besonderes, den hat fast jeder 
gezahlt. Heute erscheinen die Tariflöhne fast schon surreal hoch, weil 
durch Reallohnverlust und Ausweitung des Niedriglohnbereichs die 
Maßstäbe verloren gegangen sind bzw. sich verändert haben.

Manni_Manfred schrieb:
> Leider schwinden die Mitgliederzahlen der Gewerkschaften ständig. Viele
> Junge wollen gar nicht mehr eintreten, nutzen aber gerne di Vorzüge des
> Systems und freuen sich wenn die Gewerkschaft wieder mal ein Gehaltsplus
> ausgehandelt hat.

Das ist leider richtig. Gerade im akad. Milieu sind Gewerkschaften fast 
schon verpönt, obwohl auch Ing., Inf. oder WiWis durch entsprechende 
Eingruppierungen von Tarifverträgen enorm profitieren.

Autor: Thomas1 (Gast)
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sdfafd schrieb:
> Juristen haben eigene Gebührenordnungen sprich Mindestlöhne, andernfalls
> wären die Gehälter aufgrund der Juristenschwemme massiv niedriger.


Ja und was ist das denn?
http://de.wikipedia.org/wiki/Honorarordnung_f%C3%BCr_Architekten_und_Ingenieure

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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45455 schrieb:

> Auch Verdi-Tarif bieten gute Konditionen.

Sogar die alte Postgewerkschaft, wo ich mal drin war, ging in Verdi auf.

Meine letzte Firma hatte keinen Betriebsrat, und kein Mitarbeiter war in 
einer Gewerkschaft. Aber sie jammerten ununterbrochen am Stück, als wenn 
die gebratenen Tauben von alleine geflogen kämen. OK, eine 
Betriebsratsgründung wurde mal von oben herab zerschlagen, und die 
Gründungsmitglieder, alles Abteilungsleiter, gefeuert.

Autor: sdfafd (Gast)
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45455 schrieb:
> Manni_Manfred schrieb:
>> gibt es doch. Z.B. je nach Betrieb Verdi oder die IG Metall. Die haben
>> mit vielen Branchen bzw. Betrieben recht gute Verträge ausgehandelt !
>
> Das stimmt. Die IGM oder die IGBCE sind ja "Industriegewerkschaften".
> Auch Verdi-Tarif bieten gute Konditionen.
>
> Wer nach IGM-Tarif bezahlt wird, bewegt sich gehaltstechnisch in der
> absoluten Oberliga. Mehr geht für einen Angestellten nicht,
> Führungskräfte und AT´ler ausgenommen.
>
> Das Problem ist nur, dass kaum noch Firmen nach Tarif zahlen. Eigentlich
> sind es nur noch die Konzerne und AGs, ja richtig, die mit den "bösen"
> Aktionären. Und nicht jeder kann im Konzern arbeiten.
>

Die Konzerne lagern auch immer mehr aus in Dienstleisterklitschen, 
besonders beliebt in der Automobilindustrie. Beim Bereich 
Gesamtfahrzeugelektrik arbeiten bei VW rund 160 Mitarbeiter, davon 30-40 
Doktoranden. Dafür, in und um Wolfsburg herum, mehrere hundert 
Ingenieure die sich in verschiedenste Dienstleisterklitschen und kleinen 
Unternehmen angesiedelt haben in genau diesem (Wachstums-) Bereich. Der 
Rest wird von anderen Zuliefererunternehmen erledigt.


Ein Ingenieur in den Dienstleisterklitschen verdient dann ungefähr so 
viel wie ein Bandarbeiter (mit Schichtzulagen) im ersten Jahr nach 
seiner Ausbildung oder auch weniger.

Und gerade VW könnte sich gut bezahlte Ingenieure leisten mit 9 MRD € 
Gewinn in den ersten drei Quartalen, soviel zu den Aktiengesellschaften.

> KMUs können oder wollen nicht nach Tarif zahlen, aber wenigstens eine
> "Anlehnung" an den Tarif wäre doch machbar.
>
> Früher (1960/70er) war der IGM-Tarif nix besonderes, den hat fast jeder
> gezahlt. Heute erscheinen die Tariflöhne fast schon surreal hoch, weil
> durch Reallohnverlust und Ausweitung des Niedriglohnbereichs die
> Maßstäbe verloren gegangen sind bzw. sich verändert haben.
>

KMUs in Deutschland die Ingenieure beschäftigen sind oft nur Zulieferer 
für OEMs und die diktieren die Preise, wenn man nicht gerade wie Bosch 
systemrelevante Teile liefert.

> Manni_Manfred schrieb:
>> Leider schwinden die Mitgliederzahlen der Gewerkschaften ständig. Viele
>> Junge wollen gar nicht mehr eintreten, nutzen aber gerne di Vorzüge des
>> Systems und freuen sich wenn die Gewerkschaft wieder mal ein Gehaltsplus
>> ausgehandelt hat.
>
> Das ist leider richtig. Gerade im akad. Milieu sind Gewerkschaften fast
> schon verpönt, obwohl auch Ing., Inf. oder WiWis durch entsprechende
> Eingruppierungen von Tarifverträgen enorm profitieren.

Würde ich nicht sagen, ich glaube eher das Streikpotential ist 
verschwindend gering und deshalb meiden viele Ings und Infs die 
Gewerkschaften.
Wenn der Arbeiter am Band nicht mehr arbeitet, dann kostet es die Firma 
schnell mal ein paar Millionen am Tag, bei der Entwicklung kommt es auf 
einen Tag kaum an.
Deshalb sind auch Arbeiter am Band, Piloten, Zugführer, Ärzte auch so 
erfolgreich in ihren Gewerkschaften, weil das Streikpotential so groß 
ist und dies dann auch Mitglieder anzieht.

Autor: Dirk (Gast)
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45455 schrieb:
> Wer nach IGM-Tarif bezahlt wird, bewegt sich gehaltstechnisch in der
> absoluten Oberliga. Mehr geht für einen Angestellten nicht,
> Führungskräfte und AT´ler ausgenommen.
> Das Problem ist nur, dass kaum noch Firmen nach Tarif zahlen. Eigentlich
> sind es nur noch die Konzerne und AGs, ja richtig, die mit den "bösen"
> Aktionären. Und nicht jeder kann im Konzern arbeiten.

Nicht immer bedeutet ein IGM Tarifvertrag automatisch gutes Gehalt. Viel 
hängt auch davon ab, wie die Stellen in der Firma eingruppiert werden. 
Ich denke, dass in Bayern EG11 bis EG12 für normale Ings in Konzernen 
nichts besonderes ist. Im Mittelstand, der nach IGM Tarif zahlt, setzt 
das aber schon eine Teamleiterstelle voraus.

EG11b sind ca. 65k und EG12b sind schon 70k. Das ganze bei 13,25 
Gehältern und einer 35h(!) Woche, manche Konzerne haben zusätzlich auch 
noch Erfolgsbeteiligungen, usw.

Autor: Dirk (Gast)
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sdfafd schrieb:
> Die Konzerne lagern auch immer mehr aus in Dienstleisterklitschen,
> besonders beliebt in der Automobilindustrie. Beim Bereich
> Gesamtfahrzeugelektrik arbeiten bei VW rund 160 Mitarbeiter, davon 30-40
> Doktoranden. Dafür, in und um Wolfsburg herum, mehrere hundert
> Ingenieure die sich in verschiedenste Dienstleisterklitschen und kleinen
> Unternehmen angesiedelt haben in genau diesem (Wachstums-) Bereich. Der
> Rest wird von anderen Zuliefererunternehmen erledigt.

Hätte ich jetzt nicht gedacht, dass es bei VW so drastisch ist. Laut dem 
aktuellen Geschäftsbericht arbeiten im VW Konzern ca. 191.000 
Mitarbeiter in Deutschland, das ist eigentlich schon eine ganze Menge.

Autor: Mark B. (markbrandis)
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Dirk schrieb:
> Mintler haben keine Lobby, das ist das Problem!

Warum gründen sie dann keine? Jemand anders wird das wohl kaum für uns 
erledigen.

Backflow schrieb:
> Da wird eine Interessenvertretung nie und nimmer funktionieren. Da müßte
> ein TH-ler schon mal Solidarität mit einem FH-ler oder noch schlimmer
> mit einem BA-ler zeigen.

Naja, nur weil ein paar Foren-Trolle über FH, BA etc. herziehen, heißt 
das noch lange nicht dass es draußen in der freien Wirtschaft auch so 
abläuft. Wenn man zusammen an einem Projekt arbeitet, dann ist es 100% 
egal wo jemand studiert hat - es zählt nur dass man was kann.

Autor: Backflow (Gast)
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>Wenn man zusammen an einem Projekt arbeitet, dann ist es 100%
>egal wo jemand studiert hat

Ist mein Reden. Bei den Leuten mit denen ich zusammenarbeite 
interessiert mich ehrlich gesagt deren Ausbildung überhaupt nicht.

>es zählt nur dass man was kann.

Exakt. Das ist den meisten hier aber nur schwer verständlich zu machen. 
Vor allen denen, die meinen, allein aufgrund ihres Studiums mit 
Ehrfurcht behandelt werden zu müssen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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sdfafd schrieb:

> Die Konzerne lagern auch immer mehr aus in Dienstleisterklitschen,
> besonders beliebt in der Automobilindustrie.

So ist das.



debugger schrieb:

> Die Phrase vom Fachkräftemangel ist nur ein Synonym für einen Mangel an
> unterwürfigen, hochqualifizierten Duckmäuseren, die sich für unverschämt
> geringe Bezahlung bei endloser Arbeistzeit ausbeuten lassen, ohne zu
> murren.

Ein Automotive-Konzern in meiner Gegend findet auch keine Fachkräfte. 
Haben die Stellen monatelang auf ihrer Homepage, und anscheinend bewirbt 
sich keine Sau.

Wer hier in der stark unterbezahlten Südeifel mit über 20% 
Arbeitslosenquote was auf sich hält, versucht wenigstens, nach Luxemburg 
zu gehen. Vielen gelingt es auch, aber in Facharbeiterberufen, nicht so 
bei Akademikern. Da ist wieder die Hürde verhandlungssicher Französisch 
davor.

Jetzt haben sie einen Personaldienstleister aus meiner Gegend angesetzt, 
der zusammen mit dem Amt mein Profil aus der Datenbank kramte.

Es geht um eine CAD-Kraft. Die Stelle lautet: Techniker. Dem 
ausführlichen Profil nach zu urteilen ist die Stelle vom Ing. zum 
Techniker downgraded, bin mal gespannt, was das wird. Denn da sind so 
Dinge drin wie unter anderem volle Projektverantwortung und zwingend 
verhandlungssicheres Englisch.

Jetzt hacken sie darauf rum, ich würde ja CAD-Tools kennen. Ja, aber 
ganz andere. Nicht zum Strippen ziehen.

Ach ja: Und ich sollte da nicht vermittelt werden, sondern dauerhaft in 
ANÜ arbeiten. Zu einem einfachen BZA-Tarif (Leute mit Berufsausbildung). 
Was die für Ansprüche stellen!

Als Elektroniker schlägt mein Herz auch nicht dafür, Aschenbecher am PC 
konstruieren. Mal sehen, was das wird. Vielleicht erledigt sich das Ding 
von alleine. Oder sie bieten ein normales Geld, wovon ich auch leben 
kann. Denn, einmal da drin, kommt man so bald auch nicht mehr raus, wenn 
der Schuß nach hinten los geht. Hab ja sowas schon mal erlebt. Ich habe 
keinerlei Affinität zu Automatisierungstools, und dann klappt das auch 
nicht. Erst hieß es, ich würde gut eingearbeitet. Nach 2 Wochen kam dann 
einer, und sagte: Auf Wiedersehen, Herr Ferkes, wir wollten hier keinen 
einarbeiten, melden Sie sich sofort bei Ihrem Dienstleister (der die 
Kündigung schon fertig hatte). Da fehlt zu viel, wenn man die heutigen 
fortgeschrittenen Tools betrachtet. Ich sollte just-in-time exakt 
passen.

> Wenn es an solchen Typen endlich mal einen Mangel geben würde,
> wäre das ein Grund zur Hoffnung.

Ich arbeite schon lange daran, nehme nichts weit unter der Gürtellinie 
an. Denn das hilft mir auch nicht weiter.

Autor: Verramscher (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ach ja: Und ich sollte da nicht vermittelt werden, sondern dauerhaft in
> ANÜ arbeiten. Zu einem einfachen BZA-Tarif (Leute mit Berufsausbildung).
> Was die für Ansprüche stellen!
Siehste, dann kriegste doch deine knapp 15 Euro pro Stunde ungefähr. So 
hoch liegt die Einstufung für Ingenieure im BZA ungefähr. Stufen sie 
dich jedoch nur als Techniker ein, gibts weniger, afaik ca. 13 Euro.
Wenn das kein schönes Weihnachtsgeschenk ist in Armutsdeutschland!
Und der Verleiher verdient sich mit der Hand am Sack tot und dusselig.
Bei einem IGZ-Vetrag siehts allerdings genauso beschissen aus, genaus 
wie diese Christenseuche, der man vor Kurzem die Tariffähigkeit 
aberkannt hat.
Zeitarbeit ohne massiven Qualifizierungszuschlag kann man in Deutschland 
vergessen, man bleibt in der Armut.

Autor: Ersa (Gast)
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Anton Hirtmann (fantomas) schrieb:

> Mein Chef sagt auch immer, daß er händeringend nach guten Leuten sucht.
> Aber es bewirbt sich nun mal keiner. Darum meint mein Chef, daß man die
> Gehaltsgrenzen massiv senken muß um mehr Fachkräfte aus dem Ausland
> anzulocken. Ansonsten sei der Aufschwung in Gefahr.

Anton dein Chef ist a) FDP-Wähler und b) ein Hornochse.

Autor: Entwickler (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ein Automotive-Konzern in meiner Gegend findet auch keine Fachkräfte.
> Haben die Stellen monatelang auf ihrer Homepage, und anscheinend bewirbt
> sich keine Sau.

Hat nichts zu sagen. Habe mich auch vor 3 Monaten auf eine 
Stellenanzeige eines Automotive-Konzerns beworben und eine Absage 
bekommen. Sie Stellenanzeige ist immer noch auf ihrer Homepage, obwohl 
sie angeblich gaaaaanz dringen besetzt werden musste, da ein Mitarbeiter 
gekündigt hat.

Nein, das Problem ist eher, dass die meisten Firmen nur jemanden 
einstellen wollen, der zu 120% auf die ausgeschriebene Stelle passt. Und 
oft muss man sich auch noch entsprechend gut verkaufen können.

Autor: Anton Wirtmann (Gast)
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Mein Chef sagt, dieses Jahr gibt es kein Weihnachtsgeld, weil die 
Unternehmensziele nicht erreicht wurden.

Autor: Ich (Gast)
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Anton Wirtmann schrieb:
> Mein Chef sagt, dieses Jahr gibt es kein Weihnachtsgeld, weil die
> Unternehmensziele nicht erreicht wurden.

Tja, hast dich wohl nicht genug angestrengt, zu viel Gehalt verlangt und 
zu wenig unbezahlte Überstunden gemacht.

Autor: wo (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wer hier in der stark unterbezahlten Südeifel mit über 20%
> Arbeitslosenquote was auf sich hält, versucht wenigstens, nach Luxemburg
> zu gehen. Vielen gelingt es auch, aber in Facharbeiterberufen, nicht so
> bei Akademikern. Da ist wieder die Hürde verhandlungssicher Französisch
> davor.

warum sucht Du Dir nicht was in einer anderen Region ?

Autor: Anton Wirtmann (Gast)
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Ich schrieb:
> Tja, hast dich wohl nicht genug angestrengt, zu viel Gehalt verlangt und
> zu wenig unbezahlte Überstunden gemacht.

Mein Chef sagt, die Abteilung muss mindestens 5% Rendite machen.

Autor: wo (Gast)
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Anton Wirtmann schrieb:
> Mein Chef sagt, die Abteilung muss mindestens 5% Rendite machen.

Eigenkapitalrendite ? oder Gesamtkapitalrendite ? trotzdem, 5 % ist 
nicht so viel. 5 % ist eine sehr übliche Mietrendite bei Mietshäusern, 
bei alten Objekten die man günstig renoviert kann man teilweise bis zu 
10 % erreichen. Daher wenn eine Ingenieurabteilung ( nehme ich mal an ) 
keine 5 % Rendite bringt, kann ich die ja gleich zu machen und das Geld 
in Mietshäuser investieren.

Bei drohender Inflation sind Mietshäuser ja nicht mal das Schlechteste.

Autor: 45455 (Gast)
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Dirk schrieb:
> Nicht immer bedeutet ein IGM Tarifvertrag automatisch gutes Gehalt. Viel
> hängt auch davon ab, wie die Stellen in der Firma eingruppiert werden.
> Ich denke, dass in Bayern EG11 bis EG12 für normale Ings in Konzernen
> nichts besonderes ist. Im Mittelstand, der nach IGM Tarif zahlt, setzt
> das aber schon eine Teamleiterstelle voraus.

Doch, ein Gehalt nach IGM-Tarif ist immer gut und stellt so ziemlich die 
Obergrenze dessen dar, was man in der BRD als Angestellter verdienen 
kann, egal ob Facharbeiter o. Ing.

Selbst der Ing., der beim Mittelständler mit IGM-Tarif (falls es sowas 
noch gibt, bitte Firma hier posten) in EG 9b eingestuft ist, hat ohne 
Leistungszulage noch 3504 €/Monat bei 35-h-Woche (By.). Das ist immer 
noch top!

Der Ing. bei einem Konzern mit EG 11b o. 12b hat da natürlich ein sehr 
gutes Gehalt, welches deutlich über dem Durchschnitt liegt. Wenn er 
diese ERA-Einstufung auch noch ohne Personal- o. Budgetverantwortung 
erzielt, ist er noch besser dran.

Ähnlich gute Konditionen (35 h + 30 Tage Urlaub + Bonus + etc.)dürften 
für einen normalen Ing. wohl kaum sonstwo auf der Welt erzielbar sein, 
nichtmal bei Apple & Co. Da sieht man, wie gut der IGM-Tarif wirklich 
ist.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Verramscher schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Ach ja: Und ich sollte da nicht vermittelt werden, sondern dauerhaft in
>> ANÜ arbeiten. Zu einem einfachen BZA-Tarif (Leute mit Berufsausbildung).
>> Was die für Ansprüche stellen!
>
> Siehste, dann kriegste doch deine knapp 15 Euro pro Stunde ungefähr. So
> hoch liegt die Einstufung für Ingenieure im BZA ungefähr. Stufen sie
> dich jedoch nur als Techniker ein, gibts weniger, afaik ca. 13 Euro.

Die Stelle ist als Techniker ausgeschrieben. Werde mich aber da 
rhetorisch gut bemühen, und auf 20€ pokern. Sie finden ja monatelang 
keinen, und ich bin der einzige Arbeitslose vom Amt hier in der Gegend, 
dessen Profil sie in der Jobdatenbank überhaupt fanden. Das konnte ich 
schon abklären. Der DL hatte da völlig offen mit mir gesprochen. Der war 
schon euphorisch, daß sie überhaupt jemand fanden, der weiß, was CAD 
überhaupt ist. Hätte mich auf die Stelle auch nie selbst beworben, weil 
sie auf mein Profil gar nicht mal passt.

Zum VG werde ich mal noch das Notebook mit meinen Tools drauf einpacken, 
und ein paar Platinen mit µC Eigenentwicklungen, um zu beeindrucken, und 
zu zeigen, was ich normalerweise so mache.

Man könnte ja mal noch darüber reden, ob es für mich wenigstens eine 
Tool-Einarbeitung (Lehrgang) gibt. Das glaube ich aber aus vergangenen 
Erlebnissen nicht. CatiaV, das machten die Maschinenbauer doch.

Wenn sie mir blöd kommen, dann war es das eben.

Aber ab 15€ kann man mal anfangen, miteinander zu sprechen. Mehr hatte 
ich hier in der Gegend als Ing. auch nicht. Das geht, ich bin nicht 
völlig abgeneigt. Ich will ja auch der Sozialkasse nicht auf dem Sack 
liegen. Bin aber keine Putzfrau, und es geht um keine 
Putzfrauenqualifikation.

Autor: Dirk (Gast)
Datum:

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Anton Wirtmann schrieb:
> Ich schrieb:
>> Tja, hast dich wohl nicht genug angestrengt, zu viel Gehalt verlangt und
>> zu wenig unbezahlte Überstunden gemacht.
>
> Mein Chef sagt, die Abteilung muss mindestens 5% Rendite machen.

In meiner ehemaligen Firma wurde die Rendite in 2008 auch als oberstes 
Ziel ausgegeben. Wie sich später herausgestellt hat, wurde die Firma 
dann in 2011 verkauft.
Manchmal, nicht immer, sollten bei den Angestellten die Alaramglocken 
läuten, wenn die Firma nur mehr die Rendite im Blick hat.

Autor: Dirk (Gast)
Datum:

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45455 schrieb:
> Ähnlich gute Konditionen (35 h + 30 Tage Urlaub + Bonus + etc.)dürften
> für einen normalen Ing. wohl kaum sonstwo auf der Welt erzielbar sein,
> nichtmal bei Apple & Co. Da sieht man, wie gut der IGM-Tarif wirklich
> ist.

Ja, das stimmt schon. Das Preis-Leistungsverhältnis ist beim IGM Tarif 
schon am besten, da die Überstunden vergütet werden oder mit Freizeit 
abgegolten werden. Bei einer Consulting Firma verdient man dann zwar 
mehr als ein Ing in EG9 oder EG10, aber man hat dann auch eine 45h+ 
Woche..

Autor: Rolf (Gast)
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Dirk schrieb:
> Wie sich später herausgestellt hat, wurde die Firma
> dann in 2011 verkauft.
Nicht aufgepasst, denn: der Chef war über 60. Er wolltre sich nur 
wohlgebettet zur Ruhe setzen.

Autor: wo (Gast)
Datum:

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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Aber ab 15€ kann man mal anfangen, miteinander zu sprechen. Mehr hatte
> ich hier in der Gegend als Ing. auch nicht. Das geht, ich bin nicht
> völlig abgeneigt. Ich will ja auch der Sozialkasse nicht auf dem Sack
> liegen. Bin aber keine Putzfrau, und es geht um keine
> Putzfrauenqualifikation.

meinst du 15 Euro Brutto ? und als Ing hattest nicht mehr ? mensch, 
mensch, mensch, Du musst echt furchtbar an deiner Gegend hängen. Kenne 
zig Facharbeiter die bekommen 15 Euro und mehr die Stunde ! warum suchst 
Du Dir nicht woanders was ?

Autor: Dirk (Gast)
Datum:

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Rolf schrieb:
> Nicht aufgepasst, denn: der Chef war über 60. Er wolltre sich nur
> wohlgebettet zur Ruhe setzen.

Das hat doch nichts damit zu tun. Eine Firma läßt sich nur dann 
verkaufen, wenn die Rendite stimmt. Sonst findet man keine Investoren..

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

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wo schrieb:

> meinst du 15 Euro Brutto ? und als Ing hattest nicht mehr ?

Ich reiste nach dem Studium gut 10.000km durch Deutschland zu vielen 
Gesprächen. Anfang 2004. Oft bis an den Bodensee oder München runter. Es 
war nichts zu bekommen.

2004 dann ein Krauter, der mich zum Minimallohn einstellte. Was will man 
da machen?

> mensch,
> mensch, mensch, Du musst echt furchtbar an deiner Gegend hängen.

Heute sind meine Eltern 80, brauchen in der Woche meine Hilfe. Sie sind 
nicht rechtlich nachweislich pflegebedürftig, aber nicht mehr so 
beweglich. Und da muß mal einer da sein, der zwei mal die Woche nach den 
Dingen schaut und hilft. Nicht 1000km weit weg, da geht nichts mehr. Sie 
waren gut zu mir, auch in Notfällen, das vergesse ich nie. Manchmal auch 
hart, haben den Krieg durchgemacht. Aber das verzeihe ich.

> warum suchst
> Du Dir nicht woanders was ?

Ich bin kein Student mehr, der mal kurz seine 3 Teller und Tassen und 
Kochtöpfe in den Rucksack wirft, und ab ist er. Bin Ü50. Mit 20 machte 
ich das ja noch so. Da ging es noch prima. Heute müßte ich meine gesamte 
Wohnung verschrotten oder verticken, um wieder mobil zu werden. Und wo 
will ich denn bei der geforderten Mobilität mal landen? Mit 65 bei 
einem, der dann nichts mehr besitzt, nicht mal eine Wohnung, alles zum 
Wohle der Arbeit verfrühstückte?

Autor: Thomas1 (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2418560:
> Mein Chef sagt auch immer, daß er händeringend nach guten Leuten sucht.


Die Kanzlerin sagt, dein Chef bezahlt den Fachkräften zuwenig.

Autor: Michael K. (charles_b)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2418560:
> Mein Chef sagt auch immer, daß er händeringend nach guten Leuten sucht.
> Aber es bewirbt sich nun mal keiner. Darum meint mein Chef, daß man die
> Gehaltsgrenzen massiv senken muß um mehr Fachkräfte aus dem Ausland
> anzulocken. Ansonsten sei der Aufschwung in Gefahr.

Wenn bei viel Geld keiner kommt bedeutet das, dass das Limit am besten 
bei  0 Euro wäre. Dann würden am meisten Fachkräfte kommen, die jetzt 
nur wegen des vielen Geldes nicht kommen.

Dann wäre auch der Aufschwung nicht in Gefahr, denn als Exportnation 
sind wir nicht darauf angewiesen, dass die Leute hier auch mal was 
kaufen (können).

P.S. Mach doch mal ein Bild von deinem Chef, wie er mit den Händen 
ringt.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

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Michael K-punkt schrieb:
> wie er mit den Händen
>
> ringt.

Denke wen der den Toni in die Hände kriegen würde, würd er ihn glatt 
erwürgen!

Autor: Ersa (Gast)
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Anton Hirtmann (fantomas)
Datum: 13.11.2011 22:39

> Mein Chef sagt, daß die Kanzlerin seiner Meinung ist und daher das
> Gehalt für ausländische Arbeitnehmer gesenkt hat um den Fachkräftemangel
> zu bekämpfen.

Anton du und dein Chef, ihr seid beide aus dem gleichen Holz, ihr seid 
nämlich beide zwei HOLZKÖPPE.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

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Michael K-punkt schrieb:
> Wenn bei viel Geld keiner kommt bedeutet das, dass das Limit am besten
>
> bei  0 Euro wäre. Dann würden am meisten Fachkräfte kommen, die jetzt
>
> nur wegen des vielen Geldes nicht kommen.

Mensch Leute, aus dem MOL-Gebiet sind nach Mai 2011 doch fast keiner zu 
uns gekommen. Glaubt doch jetzt nicht, dass die "begehrten Fachkräfte 
jetzt für 44k€ zum RUN ansetzen!

Autor: Michael S. (technicans)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2418560:
> Aber es bewirbt sich nun mal keiner.

Wer auf die falschen Leute hört, hat auch keine verdient.

Autor: Marx W. (Gast)
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Hey Leute hier gibts den "efecto Merkel"  ned Infekt wie der Toni wieder 
denken wird!
Link:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/ab-nach-deutschland-adios-ingenieros-11525247.html

Toll vorallem  bestaunenswert  die Zeitarbeitsagentinnen, die wollten 
sogar vom Fleck weg Leute einstellen, konnten aber nicht, wg. 
"Zentrale"! Warum Wohl? Herr Tittin und  Herr Rösler , da müssen sie im 
Bundestag eine aktuelle Stunde einberufen!
Der deutsche A-markt ist dadurch gefährdet!
Was soll den das Gequatsche über Skype, da tummeln sich doch nur 
Terroristen und Drogendealer! Gehört einfach verboten!
Einfangen  die Espanioles, und hier rauslassen, so gehört sich das!

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wie tief ist das Niveau des Forums gesunken, dass ihr einen so extrem 
offensichtlichen und schlechten Troll wie den Anton nicht ignorieren 
könnt. Noch schlimmer: Es klingt sogar so, als ob ihr ihn sogar ernst 
nehmt.

Autor: raute (Gast)
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Manni_Manfred schrieb:
> Welche "Fachkräfte" sollen bitte kommen ? ein Pole würde sich für so ein
> Gehalt verschlechtern finanziell. In Tschechien ist das Gehaltsniveau
> mittlerweile ähnlich wie in Polen, für Informatiker und Ingenieure.
> Zumal dort Entwickler mit Deutschkenntnisse sehr gefragt sind und in
> Nearshoring Firmen schnell Karriere machen können.
Der Pole darf sowieso kommen, genauso wie der Spanier. Nur der Rumäne 
und der Bulgare muss sich noch etwas gedulden.
Grundsätzlich geht es hier um Arbeitnehmer die gerade nicht aus Europa 
kommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmerfreiz%C3%BCgigkeit#Die_Arbeitnehmerfreiz.C3.BCgigkeit_in_Deutschland

Und du willst 33k netto haben?

Autor: Marx W. (Gast)
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Manni_Manfred schrieb:
> Bei den Ärzten ebenso, es geht ja nur um Ärzte an staatlichen
>
> Krankenhäusern, die alle als Arzt tätig sind.

Irrtum der Marburger Bund ist Vertreter der Ärtzte an den privaten 
Krankenhäusern auch.
Im Prinzip gibt es die kumunalen, kirchlichen und  privaten 
Krankenhäuser. Dazu kommen noch die in den Händen der Länder 
(Universitätskliniken) und die des Bundes (z.B. 
Bundeswehrkrankenhäuser).
Also genügend Ansprechpartner die nicht in einem einheitlichen Verband 
organisiert sind.

Autor: Michael S. (technicans)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2419095:
> Mein Chef sagt, das Gehalt für ausländische Fachkräfte muß nochmals
> halbiert werden. Dann werden diese nach Deutschland angezogen wie Motten
> vom Licht.

Da wäre ich aber vorsichtig, das ausländische Fachkräfte das
nicht falsch VERSTEHEN und deinen Chef (und dich auch gleich)
halbieren.

Autor: HalfBit (Gast)
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raute schrieb:
> Manni_Manfred schrieb:
>> Welche "Fachkräfte" sollen bitte kommen ? ein Pole würde sich für so ein
>> Gehalt verschlechtern finanziell. In Tschechien ist das Gehaltsniveau
>> mittlerweile ähnlich wie in Polen, für Informatiker und Ingenieure.
>> Zumal dort Entwickler mit Deutschkenntnisse sehr gefragt sind und in
>> Nearshoring Firmen schnell Karriere machen können.
> Der Pole darf sowieso kommen, genauso wie der Spanier. Nur der Rumäne
> und der Bulgare muss sich noch etwas gedulden.
> Grundsätzlich geht es hier um Arbeitnehmer die gerade nicht aus Europa
> kommen.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmerfreiz%C3%...
>
> Und du willst 33k netto haben?

Bei der Ingenieursschwämme (die Unis platzen vor lauter Anfängern), die 
sich gerade auf dem Arbeitsmarkt aufbaut sind 33000 Euro vermutlich dann 
ein realistisches Gehalt - leider.

"Gentelmen - es war mir eine Ehre mit Ihnen auf der Titanic spielen zu 
dürfen."

Autor: Mark B. (markbrandis)
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HalfBit schrieb:
> Ingenieursschwämme

Ist das ein neues Produkt? Wo kann man das kaufen? ;-)

Autor: Anton aus Tirol (Gast)
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Mine Fields schrieb:
> Noch schlimmer: Es klingt sogar so, als ob ihr ihn sogar ernst
> nehmt.

Er mag zwar außerordentlichen Bullshit verzapfen, aber die Bedingungen 
auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind schon ca. zur Hälfte so beschissen 
geworden, dass Anton's Chef-Phrasen schon eingermaßen passen. Das 
Bewerbervieh muss heutzutage billig sein, sehr fähig und bei Bedarf 
bereit sein ohne Ende Stunden zu kloppen und im Bedarfsfall durch 
Befristung oder Zeitarbeit  gewillt sein von heute auf morgen 
rauszufliegen.
Vom Ingenieurmangel in Deutschland ist es nicht weit her, wenn man 
sieht, wie alleine ALTEN reihenweise die ausländischen Bewerber 
ausfiltert. Es gibt mehr Verlierer als Gewinner bei diesem 
Ingenieurlotto, von den Verlierern spricht aber keiner, nur die 
Gewinnerseite wird detailliert beleuchtet.
Von den deutschen fachfremden Verlierern redet auch niemand, 
erstaunliche Schicksale kann man in den Jobbörsen und bei Xing 
nachverfolgen. Auch "gesuchte" Maschinenbaungenieure, die nach ihrem 
Studium schon seit 3 Jahren arbeitsuchend sind. Dazu noch die vielen 
Abbrecher.
Glückwunsch Deutschland!

Autor: Lohndumping (Gast)
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Studienfachwahl Der Ingenieur holt auf

Eine Studie zeigt: Mehr junge Menschen wählen Technikfächer.

http://www.zeit.de/wissen/2011-11/studienfaecher-ingenieure

Autor: Mine Fields (Gast)
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Anton aus Tirol schrieb:
> Er mag zwar außerordentlichen Bullshit verzapfen, aber die Bedingungen
> auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind schon ca. zur Hälfte so beschissen
> geworden, dass Anton's Chef-Phrasen schon eingermaßen passen.

Gerade für Ingenieure und Techniker sind die Bedingungen noch traumhaft, 
besonders wenn man es mit anderen Akademikern vergleicht. Andere 
Berufsstände wären froh es gäbe in ihrem Bereich so etwas wie 
Leiharbeit, wo man wenigstens noch einigermaßen anständig bezahlt wird.

Denn dort sieht die Realität anders aus: Generation Praktikum - 
jahrelange unbezahlte Praktika ohne Aussicht auf eine Festanstellung. 
Und wenn es dann doch mal so weit kommt, gibt es nur halbe Stellen (von 
der Bezahlung - gearbeitet wird natürlich voll).

Und dabei erwischt es ja nur relativ wenige mit der Leiharbeit - die 
meisten finden tatsächlich sofort eine Festanstellung.

Wenn man natürlich immer nur die Elite anderer Berufsfelder als Maßstab 
nimmt, braucht man sich nicht wundern, wenn man sich schlecht behandelt 
fühlt. Wenn man sich die Masse der viel zitierten Ärzte, Juristen, BWLer 
usw. anschaut, wird einem ganz schnell klar, wie gut es Ingenieuren 
eigentlich noch geht.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> Gerade für Ingenieure und Techniker sind die Bedingungen noch traumhaft,
> besonders wenn man es mit anderen Akademikern vergleicht. Andere
> Berufsstände wären froh es gäbe in ihrem Bereich so etwas wie
> Leiharbeit, wo man wenigstens noch einigermaßen anständig bezahlt wird.

Darf man es fragen wer Dich BEZAHLT ?

Anders kann ich Dein  MÜLL was Du hier absonderst nicht erklären ..

http://de.wikipedia.org/wiki/Ghostwriter

Autor: Mine Fields (Gast)
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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> Darf man es fragen wer Dich BEZAHLT ?

Na mein Arbeitgeber natürlich.

Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> Anders kann ich Dein  MÜLL was Du hier absonderst nicht erklären ..

Nicht Müll, sondern Wahrheit. Mach mal die Augen auf.

Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Ghostwriter

Das wird langsam langweilig. Lustig ist aber, dass ihr den Anton so 
ernst nehmt, während ich immer diese völlig sinnfreien Vorwürfe zu hören 
kriege. Ist wohl eine Schutzbehauptung von Leuten, die die Wahrheit 
nicht ertragen, aber sagt schon viel über das Niveau des Forums.

Autor: Mark B. (markbrandis)
Datum:

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Das eigentliche Problem ist doch, dass das Getrolle von Leuten wie Dipl 
Ing ( FH ) und Anton so oft stehen gelassen wird, anstatt es einfach zu 
löschen.

Autor: Michael S. (technicans)
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Mine Fields schrieb:
> Das wird langsam langweilig. Lustig ist aber, dass ihr den Anton so
> ernst nehmt,
Ach ja, wer denn? Der kriegt doch reichlich Pfeffer.

> während ich immer diese völlig sinnfreien Vorwürfe zu hören
> kriege.
Überall ist ein Körnchen Wahrheit dran.
> Ist wohl eine Schutzbehauptung von Leuten, die die Wahrheit
> nicht ertragen, aber sagt schon viel über das Niveau des Forums.
Was machst du dann noch hier wenn das alles unter deinem Niveau ist?
Irgendwas muss doch an dem Forum dran sein, aber man kann es natürlich
nicht allen Recht machen.

Mark Brandis schrieb:
> Das eigentliche Problem ist doch, dass das Getrolle von Leuten wie Dipl
> Ing ( FH ) und Anton so oft stehen gelassen wird, anstatt es einfach zu
> löschen.

Dann müsste Andreas Satire als Verbot in die Nutzungsbedingungen 
aufnehmen.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Mine Fields schrieb:
>> Das wird langsam langweilig. Lustig ist aber, dass ihr den Anton so
>> ernst nehmt,
> Ach ja, wer denn? Der kriegt doch reichlich Pfeffer.

Du zum Beispiel. Durch das "Pfeffer geben" zeigt ihr doch, dass ihr ihn 
ernst nehmt.

Michael S. schrieb:
> Überall ist ein Körnchen Wahrheit dran.

Nein. Was soll das denn für ein "Körnchen" sein?

Michael S. schrieb:
> Was machst du dann noch hier wenn das alles unter deinem Niveau ist?
> Irgendwas muss doch an dem Forum dran sein, aber man kann es natürlich
> nicht allen Recht machen.

Na ich amüsiere mich köstlich über die versammelte Mannschaft der 
Frustrierten, die jeglichen Blick für die Realität verloren haben.

Autor: emsen (Gast)
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Wieso wird denn immer von "Fachkräften" gesprochen? Wer ist den 
gesetzlich gesehen eine Fachkraft? Die "Fleischereifachverkäuferin" doch 
auch?
Es sollte wohl besser "Akademikermangel" heissen. Dann sollten sich die 
Arbeitgeber halt mal bei elitepartner.de umschauen...

Autor: Ich (Gast)
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elitepartner - guter Vergleich.
Wenn ich keine Frau für's Leben finden, gibt es dann einen Frauenmangel?

Autor: Mine Fields (Gast)
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emsen schrieb:
> Wieso wird denn immer von "Fachkräften" gesprochen? Wer ist den
> gesetzlich gesehen eine Fachkraft? Die "Fleischereifachverkäuferin" doch
> auch?
> Es sollte wohl besser "Akademikermangel" heissen. Dann sollten sich die
> Arbeitgeber halt mal bei elitepartner.de umschauen...

Akademikermangel passt natürlich auch nicht. Kulturwissenschaftler sind 
auch Akademiker, dort gibt es aber natürlich keinen Mangel. Und 
"Fachkraft" im Sinne des Fachkräftemangels muss kein Akademiker sein, 
sondern kann auch ein Techniker mit einschlägiger Berufserfahrung sein. 
"Ingenieurmangel" stimmt auch nicht, da bei weitem nicht alle Ingieure 
wirklich ausreichend qualifiziert sind (besonders im Softskillbereich).

"Regional begrenzter Expertenmangel im technischen 
Bereich/Ingenieursbereich" würde es wohl am besten treffen. Der Begriff 
ist aber nicht wirklich publikumswirksam.

Autor: Michael S. (technicans)
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emsen schrieb:
> Wieso wird denn immer von "Fachkräften" gesprochen? Wer ist den
> gesetzlich gesehen eine Fachkraft? Die "Fleischereifachverkäuferin" doch
> auch?

http://de.wikipedia.org/wiki/Fachkraft

Vor allem der letzte Satz sagt es doch, aber Ingenieure kennen ja nur
sich selbst. Alles andere...nöööööö.

Mine Fields schrieb:
> Na ich amüsiere mich köstlich über die versammelte Mannschaft der
> Frustrierten, die jeglichen Blick für die Realität verloren haben.

Na, pass mal auf das du dich nicht zu Tode amüsierst.

Autor: Funkamateur (Gast)
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Hallo Leser,
Fachkräftemangel gibt es nur aufgrund von fehlenden 
Ausbildungsmöglichkeiten an den Universitäten und Fachhochschule und der 
Wirtschaft. Wir haben im Club einige Arbeitslose mal unter die Lupe 
genommen und ehrenamtlich an den Wochenenden ausgebildet. Sie haben die 
Prüfung bestanden und sind bei der BNetzA lizensiert. Daraufhin haben 
einige Unternehmen ausserhalb von Deutschland Funkamateure gesucht und 
zwar für Arbeiten im Informatik und Elektrotechniklabors. Gerade bei 
Rollouts und Test sind nichtkommerzielle Sichten und nichtuniversitäte 
Ansichten sondern Praxisorientierte Ansichten gefragt. Nach einiger Zeit 
waren diese im Beneluxteam intergriert und arbeiten heute voll mit im 
Team. Dort wird permanent Weiterbildung und Weiterentwicklung vom 
Arbeitgeber gefördert. Viele niederländische Universitäten bilden in 
Teilzeit ältere Arbeitnehmer im IT Bereich weiter die vor jahren die 
Basis der EDV IT in den niederlanden gelegt haben. Dies wird von 
Unternehmen wie Randstadt und Adecco gefördert im Gegensatz zu deutschen 
Arbeitsamt welches zwar Arbeitagentur heisst aber intern gar keine IT 
Trainer hat die bei Bedarf vor Ort Weiterbildung machen bzw. 
Studiengänge oder Teilstudiengänge für benötigte Fachkräfte ermöglichen. 
Manchmal fehlt nur ein Cisco oder Siemens oder HP Kurs und die alten EDV 
damals hiessen sie noch Datenverarbeitungskaufleute im Rennen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Funkamateur schrieb:

> Wir haben im Club einige Arbeitslose mal unter die Lupe
> genommen und ehrenamtlich an den Wochenenden ausgebildet. Sie haben die
> Prüfung bestanden und sind bei der BNetzA lizensiert.

Ich hatte mir hier vor 2 Monaten auch schon mal den DARC im Internet 
angeschaut, aber wieder verworfen. Sollte mich so einem Club vielleicht 
doch mal anschließen. Es könnten sich ja tatsächlich Interessen und 
Synergien ergeben.

Autor: Anton Wirtmann (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2418644:
> Hier hat sich anscheinend einer meines Namens befleißigt.

Anton Hirtmann sagt, ich hätte mich seines Namens befleißigt.

Autor: HalfBit (Gast)
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Artikel auf SPON

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,797788,00.html

Zitat: "Man nehme eine Zahl fehlender Fachkräfte und multipliziere 
eifrig - heraus kommt ein horrender Schaden für die deutschen 
Unternehmen, jedes Jahr. So einfach funktioniert Wirtschaft aber nicht, 
warnt Arbeitsforscher Joachim Möller. Die größten Probleme der Betriebe 
liegen ganz woanders."

punkt.

Autor: Smörre (Gast)
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@ Stefan
> Andere Berufsstände wären froh es gäbe in ihrem Bereich so etwas wie
> Leiharbeit, wo man wenigstens noch einigermaßen anständig bezahlt wird.
> Und dabei erwischt es ja nur relativ wenige mit der Leiharbeit - die
> meisten finden tatsächlich sofort eine Festanstellung.
> Wenn man natürlich immer nur die Elite anderer Berufsfelder als Maßstab
> nimmt, braucht man sich nicht wundern, wenn man sich schlecht behandelt
> fühlt. Wenn man sich die Masse der viel zitierten Ärzte, Juristen, BWLer
> usw. anschaut, wird einem ganz schnell klar, wie gut es Ingenieuren
> eigentlich noch geht.

Hast Du selbst schon als Leiharbeiter im Ing.-Bereich gearbeitet oder 
woher kommen diese kühnen Ansichten?
Übrigens gibt es Leiharbeit in so ziemlich jeder Branche, mal 
ausgenommen Juristen und Ärzte, die das gar nicht nötig haben und so 
einen Mist auch nie machen würden.

Glaubst Du den Unsinn, den Du da postet am Ende auch noch?
Ich nehm mir ja Deine Vorwürfe gern zu Herzen, aber das solltest Du 
umgekehrt auch mal tun.
Du führst Dich wie ein VDI-Vertreter auf ... dieser Vorwurf kommt 
übrigens nicht von mir, sondern er kam von jemand anders in einer 
ähnlichen Diskussion.
Darüber würde ich an Deiner Stelle mal ernsthaft nachdenken!
Wenn Du selbst Arbeitgeber, Dienstleister wärst, dann könnte ich das ja 
noch verstehen (die halten sich aber zurück) - aber das bist Du ja 
angeblich nicht ?!
Insofern bleibt ja nur noch der VDI-Vertreter, ansonsten ist soviel 
Einseitigkeit ja kaum noch erklärbar ?!

Autor: Smörre (Gast)
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> "Regional begrenzter Expertenmangel im technischen
> Bereich/Ingenieursbereich" würde es wohl am besten treffen. Der Begriff
> ist aber nicht wirklich publikumswirksam.
was ist denn Deine Stellung innerhalb des VDI, ich hoffe das lohnt sich 
wenigstens?

Autor: Michael S. (technicans)
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Smörre schrieb:
> Übrigens gibt es Leiharbeit in so ziemlich jeder Branche, mal
> ausgenommen Juristen und Ärzte, die das gar nicht nötig haben und so
> einen Mist auch nie machen würden.
Da liegst du, zumindest bei den Ärzten, voll daneben.
http://www.ig-zeitarbeit.de/taxonomy/term/3240
Bei Juristen hab ich jetzt nicht nachgeschaut und vom Gefühl her
würde ich dir da Recht geben, aber wer weiß?
> Glaubst Du den Unsinn, den Du da postet am Ende auch noch?
Dann würde ich mal nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt.
Nobody is perfect.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Smörre schrieb:
> Hast Du selbst schon als Leiharbeiter im Ing.-Bereich gearbeitet oder
> woher kommen diese kühnen Ansichten?
> Übrigens gibt es Leiharbeit in so ziemlich jeder Branche, mal
> ausgenommen Juristen und Ärzte, die das gar nicht nötig haben und so
> einen Mist auch nie machen würden.

Natürlich ist Leiharbeit nicht schön und unangenehmer als eine 
Festanstellung.

Aber schau dir doch mal an, wie es in anderen Berufen zugeht. Grade die 
Juristen sind ein gutes Beispiel. Die wären froh, es gäbe wenigstens 
Leiharbeit. Gleiches bei Lehrern (wenn sie die "falschen" Fächer gewählt 
haben), Sozialpädagogen oder andere.

Smörre schrieb:
> Glaubst Du den Unsinn, den Du da postet am Ende auch noch?
> Ich nehm mir ja Deine Vorwürfe gern zu Herzen, aber das solltest Du
> umgekehrt auch mal tun.

Bisher wurde nichts fachliches gegen meine Argumente gebracht, nur 
persönliche Angriffe, die meist sogar sich in richtigen Beleidigungen 
äußern.

Smörre schrieb:
> Du führst Dich wie ein VDI-Vertreter auf ... dieser Vorwurf kommt
> übrigens nicht von mir, sondern er kam von jemand anders in einer
> ähnlichen Diskussion.

Wenn ich ein Ghostwriter oder VDI-Vertreter wäre, würde ich doch das 
gleiche schreiben wie ihr: Schließlich sollen die armen Ingenieure 
denken, sie können froh sein, überhaupt einen Job zu kriegen. Und dazu 
muss man ihnen Angst machen, in dem man ihnen Horrorszenarien völlig 
abseits jeglicher Realität zeichnen. Und Leute, die positive 
Darstellungen liefern, verunglimpfen. Von daher sollte man eher davon 
ausgehen, dass Leute wie Michael oder du die eigentlichen Ghostwriter 
sind. Was ich schreibe, wäre für den Zweck völlig kontraproduktiv, da 
ich vergleichsweise differenziert an das Thema herangehe.

Autor: Marx W. (Gast)
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HalfBit schrieb:
> Der Pole darf sowieso kommen, genauso wie der Spanier. Nur der Rumäne
>
>> und der Bulgare muss sich noch etwas gedulden.

Wenn sie Techniker oder Ing. sin d dürfen die auch kommen!
Also, beim Lohndumping läßt die FDP nix anbrennen. Ist halt eine 
technikfeindliche Partei.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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Nach offiziellen Angaben zahlen Kliniken den Leihärzten zwischen 100 und 
150 Euro die Stunde. Noch attraktiver ist das Ausland: In 
Großbritannien, wo ebenfalls seit Jahren Mediziner fehlen, erhalten 
Fachärzte für eine Arbeitsstunde am Wochenende oder in Nacht bis zu 250 
Euro in der Stunde.

http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/5428

Bei den Ingenieuren sind solche Stundensaetze sagen wir es mal so 
unueblich ..

Autor: Backflow (Gast)
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>Insofern bleibt ja nur noch der VDI-Vertreter, ansonsten ist soviel
>Einseitigkeit ja kaum noch erklärbar ?!

Du scheinst ja echt anzufangen, über Deinen Tellerrand hinauszublicken. 
Bisher waren alle, die nicht Deiner Meinung waren, entweder Personaler 
oder Dienstleister.

Jetzt hast Du es gechafft, ein zusätzliches Feinbild aufzunehmen. Bin 
gespannt, was als nächstes kommt.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> Nach offiziellen Angaben zahlen Kliniken den Leihärzten zwischen 100 und
> 150 Euro die Stunde.

Ein Ingenieur als Freelancer kann als Experte auch in diese Bereiche 
kommen. Und im Prinzip läuft das mit den Ärzten hier genauso. Das Wort 
"Leih" heißt ja nicht, dass es sich hier um Leiharbeit im Sinne der 
Ingenieurdienstleister handelt.

Autor: Ich (Gast)
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Es wird doch nicht die Leiharbeit ansich verteufelt, siehe die Ärzte in 
GB, sondern was daraus geworden ist.

zum Link: Glaubt einer, das die Leihärzte (Honorarkräfte) nach IGZ-Tarif 
arbeitet? http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/5428

Freelancer und Leiharbeiter kann man nicht so einfach vergleichen.

Autor: Michael S. (technicans)
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Mine Fields schrieb:
> Ein Ingenieur als Freelancer kann als Experte auch in diese Bereiche
> kommen. Und im Prinzip läuft das mit den Ärzten hier genauso. Das Wort
> "Leih" heißt ja nicht, dass es sich hier um Leiharbeit im Sinne der
> Ingenieurdienstleister handelt.

Ein Freelancer ist da dann doch wieder was ganz anderes. Der ist
nur von seinen Kunden abhängig, ansonsten ist er sein eigener Herr
und kann auch mal Kundenforderungen ablehnen.
Leiharbeiter, Leihärzte usw. usf. sind immer in einer Hirachie als
abhängig Beschäftigte, sind auch sonst der Stammbelegschaft
des Kunden NICHT gleichgestellt und haben so gut wie keine 
Mitbestimmungsrechte beim Kunden. Ein Ingenieurdienstleister kann
wie ein Leiharzt ähnlich beim Kunden mit den gleichen Vor-und Nachteilen 
eingesetzt werden. Ein Arzt hat die Besonderheit das er über Leben
und Tod entscheiden kann/muss, gleich wo und wie er tätig ist.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Ein Freelancer ist da dann doch wieder was ganz anderes. Der ist
> nur von seinen Kunden abhängig, ansonsten ist er sein eigener Herr
> und kann auch mal Kundenforderungen ablehnen.

Eben das wollte ich sagen. Die "Leihärzte" in diesem Artikel entsprechen 
einem Freelancer, nicht einem Leihingenieur!

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> Nach offiziellen Angaben zahlen Kliniken den Leihärzten zwischen 100 und
> 150 Euro die Stunde.

Ein Ingenieur als Freelancer kann als Experte auch in diese Bereiche
kommen.

Eigentlich ausgeschlossen , der Markt gibt es nicht her ..


 Und im Prinzip läuft das mit den Ärzten hier genauso. Das Wort
"Leih" heißt ja nicht, dass es sich hier um Leiharbeit im Sinne der
Ingenieurdienstleister handelt.

Fuer 150 Euro auf die Stunde kann man es schon ueberlegen , bei 
Ingenieuren kommt man auf solche Stundensaetze eigentlich praktisch nie 
...

Autor: Mine Fields (Gast)
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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> Eigentlich ausgeschlossen , der Markt gibt es nicht her ..

Doch, durchaus.

Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> Fuer 150 Euro auf die Stunde kann man es schon ueberlegen , bei
> Ingenieuren kommt man auf solche Stundensaetze eigentlich praktisch nie
> ...

Soviel wird für Leihingenieure auch bezahlt. Der Unterschied ist eben, 
ob man als Freelancer das Geld direkt bekommt.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> Fuer 150 Euro auf die Stunde kann man es schon ueberlegen , bei
> Ingenieuren kommt man auf solche Stundensaetze eigentlich praktisch nie
> ...

Soviel wird für Leihingenieure auch bezahlt. Der Unterschied ist eben,
ob man als Freelancer das Geld direkt bekommt

In 99 % der Faellen ist bei 100 Euro schluss ..

Autor: Mine Fields (Gast)
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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> In 99 % der Faellen ist bei 100 Euro schluss ..

1. Lern mal richtig zu zitieren.

2. Nein. 100 Euro Stundensatz ist für Expertendienstleistungen im guten 
Mittelfeld.

Autor: Marx W. (Gast)
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Mine Fields schrieb:
> 2. Nein. 100 Euro Stundensatz ist für Expertendienstleistungen im guten
>
> Mittelfeld.Beitrag melden | Bearbeiten | Löschen |

Wie  war der alte deutsche Spruch?
Wer Angibt hat mehr vom Leben!

Autor: Smörre (Gast)
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> Du scheinst ja echt anzufangen, über Deinen Tellerrand hinauszublicken.
> Bisher waren alle, die nicht Deiner Meinung waren, entweder Personaler
> oder Dienstleister.
> Jetzt hast Du es gechafft, ein zusätzliches Feinbild aufzunehmen. Bin
> gespannt, was als nächstes kommt.
ich hab kein Feindbild, ich suche nach Erklärungen für ungewöhnliches 
Verhalten.
Du suchst hier offenbar Zoff als Freizeitentspannung, stimmt's ?

Ich betrachte die Diskussion hier auch nicht als Lebensaufgabe wie 
andere hier - mir fehlt auch die Zeit für endlose Diskussionen, deren 
einziges Ziel Rechthaberei ist.
Falls es Dir aufgefallen ist - ich poste hier nur noch selten.
Ehrlich gesagt wundert es mich wieviel Energie hier von einigen 
reingesteckt wird - dazu ist mir meine Lebenszeit zu schade.
Da liegt die Vermutung nahe, daß es andere Motive sein müssen ... ich 
kann das nicht ganz nachvollziehen!
Was jetzt Deine persönliche Freizeitentspannung anbelangt, Deine 
Streitsucht, da wirst Du Dir andere Kandidaten suchen müssen, die sich 
auf den Unsinn einlassen.

Autor: Lutz Schulze (Gast)
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Smörre schrieb:
> Ich betrachte die Diskussion hier auch nicht als Lebensaufgabe wie
> andere hier - mir fehlt auch die Zeit für endlose Diskussionen, deren
> einziges Ziel Rechthaberei ist.
Jau, sülzen ist das Eine, Machen das andere!

Autor: Smörre (Gast)
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> Wenn ich ein Ghostwriter oder VDI-Vertreter wäre, würde ich doch das
> gleiche schreiben wie ihr: Schließlich sollen die armen Ingenieure
> denken, sie können froh sein, überhaupt einen Job zu kriegen. Und dazu
> muss man ihnen Angst machen, in dem man ihnen Horrorszenarien völlig
> abseits jeglicher Realität zeichnen. Und Leute, die positive
> Darstellungen liefern, verunglimpfen. Von daher sollte man eher davon
> ausgehen, dass Leute wie Michael oder du die eigentlichen Ghostwriter
> sind. Was ich schreibe, wäre für den Zweck völlig kontraproduktiv, da
> ich vergleichsweise differenziert an das Thema herangehe.
Das ist völliger Blödsinn, da der VDI den Mangel und die guten 
Jobaussichten schon seit etlichen Jahren gebetsmühlenartig predigt ... 
eine gegenteilige Darstellung oder gar eine Warnung gab es niemals!
Es wurde immer alles im postiven Licht dargestellt so wie bei Dir - und 
wenn es dann doch mal Schatten gibt, ist es die eigene Schuld, eine sehr 
einfache Logik.
Wenn's Dich beruhigt: Von mir aus können alle MINT studieren, das ist 
wohl Deine eigentliche Zielvorgabe, aus was für Gründen auch immer.

Autor: Smörre (Gast)
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> Jau, sülzen ist das Eine, Machen das andere!
Hallo Mr. Doppelaccount oder soll ich besser sagen Deus ex Machina?
Schön, daß Sie auch dabei sind.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Smörre schrieb:
> Das ist völliger Blödsinn, da der VDI den Mangel und die guten
> Jobaussichten schon seit etlichen Jahren gebetsmühlenartig predigt ...
> eine gegenteilige Darstellung oder gar eine Warnung gab es niemals!

Merkst du was?

Smörre schrieb:
> Es wurde immer alles im postiven Licht dargestellt so wie bei Dir - und
> wenn es dann doch mal Schatten gibt, ist es die eigene Schuld, eine sehr
> einfache Logik.

Das ändert aber nichts daran, dass es besser wäre, ein Horrorszenario zu 
malen, wenn es absolut keinen Mangel gäbe und man Preise drücken will. 
Man müsste ja keine Leute davon überzeugen, diesen Beruf zu ergreifen 
(kein Mangel = es gibt genug), aber man muss den vorhandenen Fachkräften 
klar machen, dass sie kein Geld verlangen dürfen.

Durch positive Meldungen erreicht man genau das Gegenteil: Gestärktes 
Selbstbewusstsein der Bewerber und dadurch höhere Preise.

Also wäre ich als Ghostwriter mit meiner Meinung ziemlich fehl am 
Platze. Ihr hingegen würdet die perfekten Ghostwriter abgeben.

Autor: Smörre (Gast)
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> Durch positive Meldungen erreicht man genau das Gegenteil: Gestärktes
> Selbstbewusstsein der Bewerber und dadurch höhere Preise.
das ist wie bei Aktien - pushen oder bashen hat nur einen kurzfristigen 
Effekt, letztendlich sind andere Kriterien ausschlaggebend.
Die Löhne der Bewerber steigen nicht durch deren Selbstbewußtsein, 
sondern einzig und allein der Mangel ist ausschlaggebend - bei einem 
knappen Gut steigt der Preis nicht umgekehrt.
Wenn ich über Spezialskills verfüge und es keinen anderen Bewerber gibt, 
dann habe ich aufgrund der Mangelsituation gewonnen!
Der VDI behauptet wir hätten einen großen Mangel und die 
Zukunftsaussichten sind deshalb blendend - ist das wirklich so?
Das hat der VDI schon immer behauptet.
Ich hab von denen nie eine gegenteilige Meinung gehört - Deine Theorie 
des indirekten Pushens funzt also nicht, sonst hätten sie schon früher 
mal sowas ausprobiert.
Der VDI war und ist immer auf Deiner Linie gewesen.


> Also wäre ich als Ghostwriter mit meiner Meinung ziemlich fehl am
> Platze.
nein absolut nicht, weil Du ja alles positiv siehst aufgrund des 
permanenten Mangels - und genau das wollen potentielle Anfänger ja auch 
hören ... deshalb wird man hier ja so angegiftet, wenn man anderer 
Meinung ist.
Das ist Gift für die Dienstleisterbranche oder sagen wir mal 
existenzbedrohend!

> Ihr hingegen würdet die perfekten Ghostwriter abgeben.
Du siehst ja die Reaktionen, ich und andere hier sind die Miesepeter und 
die ewigen Jammerer.
Deshalb klinke ich mich auch aus der Diskussion.
Der Thread heißt ja Mythos Fachkräftemangel - bei einem echten Mangel 
gäbe es doch gar keine Dienstleisterbranche und jeder der Hello World 
programmieren könnte hätte per se eine Einstellung.
Das Gegenteil ist aber der Fall, die Auswahl an Bewerbern ist groß 
genug, es fehlen die ganz jungen und super-spezialisierten Bewerber - 
deshalb können sich die Unternehmen auch den absoluten Luxus des 
lupenreinen Lebenslaufes + andere Eskapaden locker leisten.
Deshalb trickst jeder Bewerber wie blöde rum!
Gut kann ich nicht beweisen ... und es ist mir auch egal.

Jeder muß selber seine Erfahrungen sammeln!

Autor: Mine Fields (Gast)
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Smörre schrieb:
> Der VDI behauptet wir hätten einen großen Mangel und die
> Zukunftsaussichten sind deshalb blendend - ist das wirklich so?
> Das hat der VDI schon immer behauptet.
> Ich hab von denen nie eine gegenteilige Meinung gehört - Deine Theorie
> des indirekten Pushens funzt also nicht, sonst hätten sie schon früher
> mal sowas ausprobiert.

Deine Theorie funktioniert aber immer nur unter der unbewiesenen 
Behauptung, sie würden die Todfeinde jeglicher angestellten Ingenieure 
sein.

Smörre schrieb:
> nein absolut nicht, weil Du ja alles positiv siehst aufgrund des
> permanenten Mangels - und genau das wollen potentielle Anfänger ja auch
> hören ... deshalb wird man hier ja so angegiftet, wenn man anderer
> Meinung ist.

Falsch, ich stelle niemals alles positiv heraus, sondern betrachte die 
Sache sehr differenziert. Ich rede auch nicht von einem allumgreifenden, 
permanenten Mangel (siehe ca. 10 Posts über diesem). Und angegiftet wird 
man nur, wenn man eine positive Meinung hat. Auf der anderen Seite wird 
größtenteils sachlich argumentiert.

Smörre schrieb:
> Du siehst ja die Reaktionen, ich und andere hier sind die Miesepeter und
> die ewigen Jammerer.

Ist ja auch so. Ihr blendet total aus, dass es Leute gibt, denen es gut 
geht. Und dass diese stark in der Mehrheit sind. Die Statistiken 
unterstützen dies von allen Seiten.

Smörre schrieb:
> Das Gegenteil ist aber der Fall, die Auswahl an Bewerbern ist groß
> genug, es fehlen die ganz jungen und super-spezialisierten Bewerber -
> deshalb können sich die Unternehmen auch den absoluten Luxus des
> lupenreinen Lebenslaufes + andere Eskapaden locker leisten.

Es mag aus deiner begrenzten Sicht mit diesem tief ausgeprägten 
Feindbildern so aussehen. Ein Blick über den Tellerrand würde dir hier 
sehr helfen, dann würdest du mal sehen, wie falsch du mit deinen 
Aussagen liegst.

Autor: Michael S. (technicans)
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Hier kabbeln sich wieder mal die richtigen.

Autor: Anton Wirtmann (Gast)
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Mein Chef sagt, es wird personelle Konsequenzen geben. Das macht er 
nicht länger mit, sagt er.

Autor: Ich (Gast)
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Anton Wirtmann schrieb:
> Mein Chef sagt, es wird personelle Konsequenzen geben. Das macht er
> nicht länger mit, sagt er.

Schmeisst er dich endlich raus?

Autor: Michael S. (technicans)
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Anton Wirtmann schrieb:
> Mein Chef sagt, es wird personelle Konsequenzen geben. Das macht er
> nicht länger mit, sagt er.

Das macht dich schon ganz wuschig, oder?

Autor: Smörre (Gast)
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> Deine Theorie funktioniert aber immer nur unter der unbewiesenen
> Behauptung, sie würden die Todfeinde jeglicher angestellten Ingenieure
> sein.
ohne Mangel wäre der Ing.-Beruf doch total uninteressant, da schlecht 
bezahlt - das könnte man dann bestenfalls nur noch aus Leidenschaft 
studieren ... was m.E. auch das einzige Motiv für ein Studium sein 
sollte!
Das ist doch wirklich eine ganz eindeutige Gleichung.
Einen angestellten Ing. betrifft es abgesehen vom mageren? Lohn ja 
nicht, solange er Arbeit hat - interessant ist, wenn er aus 
irgendwelchen Gründen in den Massenpool zurückfällt und merkt was Sache 
ist.
Dann kann er auf niedrigerem Niveau neu starten, bestenfalls.

> Und angegiftet wird man nur, wenn man eine positive Meinung hat. Auf der
> anderen Seite wird größtenteils sachlich argumentiert.
das ist nun wirklich Ansichtssache, ich könnte das umgekehrt genauso 
schreiben ... die Wahrheit kann nur ein unparteiischer Leser beurteilen, 
deshalb bitte nicht in Selbstlob verfallen.

> Ist ja auch so. Ihr blendet total aus, dass es Leute gibt, denen es gut
> geht.
die gibt es in jedem Bereich.
Es gibt immer auch eine Gruppe von Ings./Technikern, die ein 
sorgenfreies Leben führen und keine beruflichen Probleme kennen - diese 
Leute gibt es in allen Berufszweigen ... interessant ist die Quote bzw. 
die Größe dieser Gruppe.
Interessanterweise kommen aber von anderen Leuten Vergleiche mit anderen 
Berufsgruppen, usw., was ja auch völlig okay ist ... offenbar also doch 
viele Unzufriedene hier.
Irgendwo muß das ja Gründe haben, oder ?

> Und dass diese stark in der Mehrheit sind.
welcher Gehaltslevel denn - das ist doch die entscheidende Frage.
Es gibt auch Leute die wenig verdienen und damit voll zufrieden ist - ob 
das allerdings die Mehrheit ist, da habe ich meine Zweifel.

> Die Statistiken
> unterstützen dies von allen Seiten.
irgendwo ist da ein Trugschluß - entweder man verdient blendend, weil es 
einen Mangel gibt oder schlecht, weil es einen Überfluß an gleichguten 
Bewerbern gibt.

> Es mag aus deiner begrenzten Sicht mit diesem tief ausgeprägten
> Feindbildern so aussehen. Ein Blick über den Tellerrand würde dir hier
> sehr helfen, dann würdest du mal sehen, wie falsch du mit deinen
> Aussagen liegst.
Du machst ja keine konkreten Aussagen, sondern nur Entgegnungen auf 
meine oder andere Ausführungen.
Gibt es nun Mangel oder nicht?
Du läßt Dir wie immer alle Möglichkeiten offen!
Einerseits sagst Du, daß Du nie einen Mangel attestiert hast, dann 
wieder doch, tja was denn nun?
... bloß nicht festlegen ?!
Falls kein Mangel herrscht, dann kann und werde ich als Arbeitgeber 
einen Hungerlohn zahlen, weil ich ja im Wettbewerb stehe - die 
Gesetzgebung dieser Landes läßt dies auch zu.
Die Preisbildung bei Löhnen unterliegt dem Angebot & 
Nachfrage-Gesetzmäßigkeiten, ggf. noch ansatzweise good will und sonst 
gar nichts.
Die Gewerkschaften sind doch angesichts der ganzen Dienstleister zur 
Farce geworden.

Autor: Carsten S. (dg3ycs)
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Hi,

Auch wenn bei Schreiben in solchen Threads wohl eher vergebene Liebes 
mühe ist, aber irgendwann kann man das Gejammere nicht mehr 
Unkommentiert lassen. Irgendwie schaffe ich es doch noch nicht den 
Unterpunkt "Ausbildung & Beruf" einfach zu ignorieren.

Fakt ist, das es hinsichtlich der ElektroIngs rein vom Zahlenverhältnis 
arbeitsfähige Ingenieure zu Stellen KEINEN echten Mangel gibt.  Aber es 
gibt zur Zeit auch (noch) keinen großen Personalüberhang. Der Überhang 
ist eher gering. Trotzdem genügt es nicht "einfach" nur Ing zu sein 
damit einen die Firmen die Bude einrennen... (Wenn ein echter Mangel 
bestehen würde... dann würde es so sein!)

Die Realität ist doch so:
Selbst wenn es wie jetzt einen gewissen Überhang an Ingenieuren gibt, so 
sind diese doch mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten von sehr gut bis 
unbrauchbar ausgestattet. Eine gewisse Prozentzahl hat abgesehen von der 
Fähigkeit sich durch das Studium irgendwie zu mogeln, womöglich noch mit 
guten Noten, überhaupt nichts drauf.

Die Firmen brauchen in der überwiegenden Mehrheit aber keine Leute die 
es nur geschafft haben ein Stück Papier zu erwerben sondern sie brauchen 
Leute die gewisse Fähigkeiten mitbringen.

Natürlich ist die Zahl der Kräfte mit den nötigen Fähigkeiten für eine 
Ingenieursstelle unter den Besitzern eines Abschlusszeugnisses eines 
MINT Studienganges am größten. Es gibt da also schon eine sehr große 
Schnittmenge, weshalb bei den Stellenanzeigen erst einmal an dem Blatt 
Papier festgemacht wird.

Die Firmen wollen -wie wir Verbraucher auch- in der Regel GUTE 
Leistungen bekommen, also die erste Wahl einstellen, nicht den Rest der 
Überbleibt.
Von den fähigen Leuten gibt es aber wiederum nicht so viele. Also muss 
man denen mehr bieten als der Mitbewerber um diese zu bekommen. Wer also 
gut - oder auch nur brauchbar - ist, der hat gute Aussichten auf eine 
vernünftig bezahlte Stelle. Aber es zählen natürlich fast immer nur 
"echte Fähigkeiten" nicht so sehr die Noten.
Natürlich öffnen gute Noten eventuell. die eine oder andere Tür mehr um 
seine Fähigkeiten überhaupt beweisen zu dürfen, aber sobald diese Hürde 
geschafft ist spielt das keinerlei Rolle mehr. Das ist das ganz normale 
Wirtschaftsleben.

Da es aber keinen echten Mangel gibt bleiben dann wenn alle 
interessanten Stellen besetzt sind leider immer noch ein paar Übrig. 
Halt diejenigen welche am schlechtesten passen. Meist so Leute die im 
fünften Semester Bachelor NT noch nicht mal verstehen warum man eine IR 
Lichtschranke pulst und nicht konstant leuchten lässt. Oder den 
Unterschied zwischen dB und dBm nicht kennen. Natürlich auch welche die 
Sozial völlig Inkompatibel sind.
Leider sind aber sicher auch einige (wenige) darunter die echt etwas 
drauf haben und mit denen man als Kollege gut arbeiten könnte, die sich 
aber einfach schlecht verkaufen können. Für diese tut es mir auch Leid, 
was für die beiden erstgenannten Gruppen ehrlich gesagt nicht der Fall 
ist.

Diesen bleibt dann nur die "schlechten" Jobs anzunehmen die alle anderen 
abgelehnt haben und zu hoffen doch mal etwas besseres zu bekommen.
Die "Schlaueren" aus dieser Gruppe nutzen die Zeit dann noch um Ihre 
Fähigkeiten zu erweitern, um sich also für die Arbeitgeber interessanter 
zu machen, die - Naja, sagen wir mal nicht ganz so Pfiffigen - Vertreter 
begeben sich dann hier und anderswo in die Foren und klagen Ihr Leid, 
unter völliger Ignoranz der Tatsache das es vielleicht doch an ihnen 
selbst liegt und es den meisten anderen besser geht. Schuld können ja 
nur die anderen sein.

Trotz des tatsächlich NICHT vorhandenen Mangels sind die 
Berufsaussichten GLOBAL gesehen im Bereich E-TEchnik noch gut. Viel 
besser als in vielen anderen Berufen.Der Verliererkreis im Bereich 
E-Technik dürfte von den dualen Studiengängen für den Staatsdienst als 
Beamter abgesehen wohl nur bei den Ärzten und Zahnärzten noch deutlich 
kleiner sein. Alle anderen Studiengänge die mir gerade einfallen haben 
eine wesentlich schlechtere Quote an später im Job arbeitenden 
Absolventen.

Und jetzt komme keiner mit Jura oder BWL. Das sind beides zwar 
Studiengänge wo man richtig zu Geld kommen kann, die einen heute wohl 
für eine "höhere" Position im Arbeitsleben aus Sicht der Arbeitgeber 
eher Qualifizieren als die MINT Studiengänge. Aber die Zahl derjenigen 
die später trotz erfolgreichen Abschluss Fachfremd arbeiten müssen ist 
viel größer. Taxifahrende Juristen oder BWLer sind keine Seltenheit! Da 
ist man teilweise bei den Interessanten Jobs schon raus wenn man mit 
seinen Fähigkeiten in der oberen Hälfte der Glockenkurve liegt. Selbst 
wenn es die Seite ist die noch mehr als der Durchschnitt kann.

Ach ja: Wenn ich mir einige Argumente so ansehe, dann wundert es mich 
aber nicht warum einige das Gefühl haben das sie scheinbar nicht 
gebraucht werden. Da widerspricht vieles den einfachsten logischen 
Schlussfolgerungen. Oder es wird nur Strahlend Weiß und Tiefschwarz 
gemalt, die vielen vielen schönen Farben dazwischen werden ganz 
unterschlagen. Auch wird einfach mal vorausgesetzt das die Absolventen 
eine homogene Masse sind, und man - egal wie gut man ist - beliebig 
viele gleich qualifizierte Mitbewerber hat.

Gruß
Carsten

P.S.: eine Sache gibt es momentan doch die mich an der Situation 
gewaltig ärgert. Das gerade gewaltige Streben der Bundesregierung - 
angeregt durch Lobbyisten - das im Moment für brauchbare Leute gute 
Verhältnis von Bewerbern zu Stellen zu unseren Ungunsten zu verschieben 
und ausgerechnet nur für unseren Berufszweig die Gehaltsgrenzen für 
einen freien Zuzug auf ein fast schon lächerliches Niveau abzusenken.

Autor: Fachkraft (Gast)
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Carsten Sch. schrieb:

> ...

+1, schön geschrieben.

> P.S.: eine Sache gibt es momentan doch die mich an der Situation
> gewaltig ärgert. Das gerade gewaltige Streben der Bundesregierung -
> angeregt durch Lobbyisten - das im Moment für brauchbare Leute gute
> Verhältnis von Bewerbern zu Stellen zu unseren Ungunsten zu verschieben
> und ausgerechnet nur für unseren Berufszweig die Gehaltsgrenzen für
> einen freien Zuzug auf ein fast schon lächerliches Niveau abzusenken.

Das ist in der Tat ärgerlich, und vor allem die last-minute-Absenkung 
auf 33k(!) stinkt zum Himmel.

Leider ist online eine differenzierte Diskussion über 
Arbeitsmarktpolitik dank der Dauerflennerei der dort heimischen 
Heulsusen unmöglich.
Könnte man fast meinen, da steckt Absicht dahinter ;-)

Autor: wen interessiert's (Gast)
Datum:

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Fachkraft (Gast) schrieb:

Carsten Sch. schrieb:

>> ...

> +1, schön geschrieben.

Nur leider auch nicht den Kern des Problems und damit die Wahrheit beim 
Thema "Fachkräftemangel" getroffen. Sätze wie diese sind reines 
Wunschdenken

"Die Firmen brauchen in der überwiegenden Mehrheit aber keine Leute die
es nur geschafft haben ein Stück Papier zu erwerben sondern sie brauchen
Leute die gewisse Fähigkeiten mitbringen."

denn eingestellt wird in Deutschland leider fast immer NACH FORMALEN 
Kriterien, d.h. eben GENAU nach jenen "Papierchen", die dann auch noch 
bei banalsten Fehlern(chen) oder Ungereimtheiten (man könnte ja einfach 
mal beim Bewerber nachfragen) zum SOFORTIGEN Aussortieren des Bewerbers 
führen. In Deutschland zählt die FORMALE Qualifikation ALLES und das 
echte erworbene Wissen NICHTS. So sieht es aus! Das ist die Regel, 
Ausnahmen darf man suchen. Nehme dir als Beispiel einen 
Elektronik-Enthusiasten jenseits dem Alter 45 - Multitalent - neben 
Enthusiasmus für die Elektronik wird den 80-jährigen Eltern täglich zur 
Hand gegangen, damit diese nicht ins Heim müssen. Mangels Zeit läuft die 
eigene Selbstständigkeit (verdienstmäßig) nicht so wie gewünscht (wohl 
aber die Lernbereitschaft), aber für eine von der Stundenzahl begrenzte 
Tätigkeit als Ingenieur wäre Kapazität da. Zeige mir bitte den 
Personaler, der solche Bewerbungen nicht als erstes aussortiert?! Schon 
alleine aus Altersgründen wird jeder andere Bewerber vorgezogen und weil 
die sonstigen Formalien (Selbstständigkeit) sowieso mit jeder 
eingefahrenen Haltung eines typisch in Deutschland "amtierenden" 
Personalers abrupt kollidiert wird es nix. Wie leicht es doch ist in 
Deutschland mit formaler, d.h. auf Papier geschriebener Qualifikation 
sein Umfeld zu narren zeigen doch die ganzen gefakten Doktortitel 
einiger Prominenter oder der Fall "Postel" etc. Aber selbst wenn nicht 
gefakt wurde, solange zwei elementare Personaler-Anforderungen nicht 
(mehr) vorhanden sind, wie a) jung und b) angepasst (linearer 
Lebenslauf) wirst du gnadenlos aussortiert. Eigentlich dürfte es 
überhaupt keine älteren arbeitssuchenden Elektronik-Spezialisten geben, 
die auf dem regulären Arbeitsmarkt praktisch keine Chance haben - gerade 
WEGEN dem Fachkräftemangel. Nur ist das in Deutschland halt nicht so, 
weil eben hierzulande formale Kriterien unendlich mehr zählen als jedes 
bis dato privat erworbene Wissen, Geschick und jeder Enthusiasmus im 
Fach. Schon der Satz "Einmal Selbstständig, IMMER Selbstständig" sagt 
eigentlich alles über diese Schubladendenke aus. Hierzulande herrscht 
ein Denken wie im indischen Kastensystem. Wer mal aus dem 
regulär-formalen Prozess draußen ist kommt nicht mehr rein - die Türe 
wird zugesperrt. Wer sehr jung bereits H4 bezieht kommt nicht mehr raus. 
Wer im Alter H4 bezieht kann kein geeigneter Bewerber sein, höchstens 
eine Art "Florida-Rolf", "Proleten-Messie", "Taugenichts" etc. Das sind 
die Rollen die dann verteilt werden und die Nachbarn die früher 
freundlich gegrüßt haben rümpfen plötzlich die Nase. Wer mal mit 
billiger Leiharbeit angefangen hat kommt nicht mehr in eine 
Festanstellung. Wer mal Regale eingeräumt hat darf vielleicht künfig 
Kisten stapeln oder Kurier fahren, aber nicht mehr entwickeln. Er darf 
nicht mal mehr einen typischen Industriearbeitsplatz beanspruchen (den 
er mal hatte), wo mehr Routine ist, als in jeder privaten Bastelstube. 
Nix dergleichen! Da kannst du noch so viel erworbenes und GEPFLEGTES 
Wissen mitbringen. Da bist du höchtens (so wird gesagt) 
"überqualifiziert" (allein dieses Kunstwort ist eine Unverschämtheit, 
ähnlich wie du bist "übergebildet" = hast Abitur oder mehr, hättest dich 
besser mal dumm stellen sollen und "Hauptschule machen". Dann wäre die 
Rolle perfekt erfüllt. Es bleibt noch die Karierre als unbezahlter 
Forenschreiber, Hilfetexter und Nützling für den (dann meist besser 
bezahlten) Nachwuchs.

Autor: Mine Fields (Gast)
Datum:

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Smörre schrieb:
> Du machst ja keine konkreten Aussagen, sondern nur Entgegnungen auf
> meine oder andere Ausführungen.
> Gibt es nun Mangel oder nicht?

Das habe ich weiter oben schon öfters geschrieben. Lesen hilft. Aber 
extra noch einmal für dich: Es gibt keinen allgemeinen, 
deutschlandweiten Mangel an Ingenieuren. Sobald zu einem Ingenieur aber 
noch gewisse Eigenschaften (Stichwort Soft-Skills) und Kenntnisse kommen 
(die durchaus auch schon im Studium erworben werden) und man sich die 
richtige Region raussucht, hat man es vergleichsweise leicht, einen 
einigermaßen gut bezahlten Job zu bekommen.

Im Vergleich zu anderen, wirklich überlaufenen Berufen, ist der 
Arbeitsmarkt jedenfalls traumhaft. Alles relativ betrachtet natürlich; 
das Vorhandensein von Leiharbeit versuche ich doch gar nicht 
wegzudiskutieren. Hier wird aber immer hingestellt es gäbe nur noch 
Leiharbeit. Dabei ist diese Form der Beschäftigung selbst bei 
Absolventen noch weit in der Minderheit.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

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Nachdem das große Hindernis der Gehaltsgrenze (ohne Vorrangprüfung) von 
66k€/a abgesenkt worden ist, müssten jetzt doch scharenweise 
hochqualifizierte Experten aus aller Welt nach Deutschland strömen, um 
unsere Wirtschaft voranzubringen.

Ich warte jetzt mal auf die Statistik, der angeworbenen Experten aus 
aller Welt, oder doch allerwelts Experten.

Nachdem die ostlichen EU-Grenzen nach Polen offen sind, gab es doch auch 
einen Ansturrm, zum Teil in östliche Richtung.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> Im Vergleich zu anderen, wirklich überlaufenen Berufen, ist der
> Arbeitsmarkt jedenfalls traumhaft.

Auf eine Stelle 2 bis 500 Bewerber , wirklich traumhaft ..

Autor: PostMortem (Gast)
Datum:

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wen interessiert's schrieb:
> denn eingestellt wird in Deutschland leider fast immer NACH FORMALEN
> Kriterien, d.h. eben GENAU nach jenen "Papierchen", die dann auch noch
> bei banalsten Fehlern(chen) oder Ungereimtheiten (man könnte ja einfach
> mal beim Bewerber nachfragen) zum SOFORTIGEN Aussortieren des Bewerbers
> führen. In Deutschland zählt die FORMALE Qualifikation ALLES und das
> echte erworbene Wissen NICHTS. So sieht es aus! Das ist die Regel,
> Ausnahmen darf man suchen.

Das sehe ich völlig anders. Ich schließe mich da Carstens Aussagen voll 
an. Es ist immer leicht, das so hinzustellen, als läge es immer nur an 
anderen Dingen (Formalitäten usw.) und die eigenen (genialen...) 
Fähigkeiten würden völlig verkannt. Andererseits höre ich dann hier im 
Forum, dass es ernsthaft Leute gibt, die in Jeans zum 
Vorstellungsgespräch erscheinen...

Ich behaupte nach wie vor, dass große Teile der Ingenieure und 
Ingenieursstudenten schlichtweg Freaks sind, die man auf den ersten 
Blick als solche erkennt. Die können noch so genial sein, sie fliegen 
mit großer Wahrscheinlichkeit aufgrund sozialer Inkompatibilität in 
vielen Bewerbungsgesprächen raus. Das liegt nicht an Formalitäten oder 
sonstigem, sondern einfach daran, dass diese Leute dermaßen 
erschreckende Defizite in einfachsten Dingen haben (angemessene 
Kleidung, Deo benutzen, normale Artikulation, Körperhaltung, 
Allgemeinwissen, Alltagswissen, Etikette...ich könnte hunderte Punkte 
aufzählen), dass der Rest schon gar nicht mehr interessiert. Es mangelt 
da katastrophal an Selbsteinschätzung, Selbstwahrnehmung und 
Anpassungsfähigkeit. Schon im Studium sieht man da teilweise Clowns 
rumrennen, das spottet jeder Beschreibung. Es gibt Fälle, da lacht sich 
jedes Mal der halbe Hörsaal kaputt, wenn so ein "Pflegefall" da 
reinkommt, und selbst DAS merkt derjenige nicht! Wie weltfremd kann man 
eigentlich sein?

Ich selber hab es an Mitbewerbern um Stellen zur Genüge auch schon 
gesehen. Wenn ich mich mit "Hallo, ich heiße ..." vorstelle mit festem 
Händedruck und mein Gegenüber schaut auf den Boden und stammelt 
"Hallo.", dann wundert es mich nicht, wer die Stelle dann bekommt, wenn 
der das beim Personaler/Chef genau so gemacht hat. Und das ist auch 
völlig richtig so, denn es zählt im täglichen Leben nicht nur das 
Fachliche. Da sollte man vielleicht besser an der Uni bleiben und 
forschen, wenn man dieser Meinung ist.

Aber statt sich diese Hinweise mal anzunehmen, wird da in der Regel nur 
aggressiv zurückgeschlagen. Die Leute wollen das nicht wahrhaben, dass 
sie solche Probleme haben. Man sieht es ja schon hier im Forum. Ich will 
nicht wissen, was dieser Post hier von mir wieder für Schockwellen mit 
massenhaftem Geflame gleich auslösen wird...aber es ist mir egal. Es ist 
nun mal das, was ich sehe.

Autor: Arne (Gast)
Datum:

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Carsten Sch. schrieb:
> Auch wenn bei Schreiben in solchen Threads wohl eher vergebene Liebes
> mühe ist, (...)
In der Tat, denn dazu müsstest Du jedem einzelnen Jammerer den Spiegel 
vorhalten.

> Eine gewisse Prozentzahl hat abgesehen von der
> Fähigkeit sich durch das Studium irgendwie zu mogeln, womöglich noch mit
> guten Noten, überhaupt nichts drauf.
Kenn ich von Informatikern :-(

> Natürlich öffnen gute Noten eventuell. die eine oder andere Tür mehr um
> seine Fähigkeiten überhaupt beweisen zu dürfen, aber sobald diese Hürde
> geschafft ist spielt das keinerlei Rolle mehr. Das ist das ganz normale
> Wirtschaftsleben.

Stimmt, aber wie kann man die Fähigkeiten eines Bewerbers innerhalb von 
60min. denn sonst eruieren?

> (...)- Naja, sagen wir mal nicht ganz so Pfiffigen - Vertreter
> begeben sich dann hier und anderswo in die Foren und klagen Ihr Leid,
> unter völliger Ignoranz der Tatsache das es vielleicht doch an ihnen
> selbst liegt und es den meisten anderen besser geht. Schuld können ja
> nur die anderen sein.
YMMD :-)))

> Ach ja: Wenn ich mir einige Argumente so ansehe, dann wundert es mich
> aber nicht warum einige das Gefühl haben das sie scheinbar nicht
> gebraucht werden. Da widerspricht vieles den einfachsten logischen
> Schlussfolgerungen.
Deswegen sind sie ja auch dort, wo sie sind. Der Kreis schließt sich.

Gruß, von einem, der einen Job hat und nicht jammert.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
Datum:

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> Bei der Ingenieursschwämme (die Unis platzen vor lauter Anfängern), die
> sich gerade auf dem Arbeitsmarkt aufbaut sind 33000 Euro vermutlich dann
> ein realistisches Gehalt - leider.

Zu viel , der Trend geht Richtung 1 € auf die Stunde ..

Autor: Anton Wirtmann (Gast)
Datum:

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Mein Chef sagt, statt der geplanten 25-prozentigen Umsatzsteigerung gab 
es dieses Jahr 25 % Umsatzrückgang. Deswegen gibt es dieses Jahr kein 
Weihnachtsgeld und keine Gehaltserhöhung. Er sagt, es wird personelle 
Konsequenzen geben. Das macht er nicht länger mit, sagt er.

Autor: Michael S. (technicans)
Datum:

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Anton Wirtmann schrieb:
> Mein Chef sagt, statt der geplanten 25-prozentigen Umsatzsteigerung gab
> es dieses Jahr 25 % Umsatzrückgang. Deswegen gibt es dieses Jahr kein
> Weihnachtsgeld und keine Gehaltserhöhung. Er sagt, es wird personelle
> Konsequenzen geben. Das macht er nicht länger mit, sagt er.

Gib dir keine Mühe einen Troll zu kopieren, sondern denk dir was neues
aus um die Monster hier zu unterhalten, denn mehr ist es nicht.

Autor: Anton Wirtmann (Gast)
Datum:

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Michael S. schrieb:
> Gib dir keine Mühe einen Troll zu kopieren, sondern denk dir was neues
> aus um die Monster hier zu unterhalten, denn mehr ist es nicht.

Michael S. sagt, ich würde einen Troll kopieren.

Autor: Fachkraft (Gast)
Datum:

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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
>> Bei der Ingenieursschwämme (die Unis platzen vor lauter Anfängern), die
>> sich gerade auf dem Arbeitsmarkt aufbaut sind 33000 Euro vermutlich dann
>> ein realistisches Gehalt - leider.
>
> Zu viel , der Trend geht Richtung 1 € auf die Stunde ..

Jemandem wie dir würd ich nicht mal nen halben €/h zahlen. Kannst du 
überhaupt was?

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
Datum:

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>> Zu viel , der Trend geht Richtung 1 € auf die Stunde ..

> Jemandem wie dir würd ich nicht mal nen halben €/h zahlen. Kannst du
> überhaupt was?

Zb. beherrsche DEN vi ..

Jetzt staunst Du , was ??

Autor: Smörre (Gast)
Datum:

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@ Carsten Sch.
Dein Monolog trieft nur so von Binsen- und Halbwahrheiten, ein endloser 
Monolog; hoffentlich bist Du bei Deiner eigentlichen Arbeit effizienter.

> P.S.: eine Sache gibt es momentan doch die mich an der Situation
> gewaltig ärgert. Das gerade gewaltige Streben der Bundesregierung -
> angeregt durch Lobbyisten - das im Moment für brauchbare Leute gute
> Verhältnis von Bewerbern zu Stellen zu unseren Ungunsten zu verschieben
> und ausgerechnet nur für unseren Berufszweig die Gehaltsgrenzen für
> einen freien Zuzug auf ein fast schon lächerliches Niveau abzusenken.
Was ist daran schlimm? Konkurrenz belebt das Geschäft!
Da Du ja zu den schlauen Ings. mit den Spezialskills gehörst braucht 
Dich das doch gar nicht zu kümmern, oder ist das eine Bedrohung ?!
... so überflüssig wie viele Deiner Aussagen.

@ Stefan
> Sobald zu einem Ingenieur aber
> noch gewisse Eigenschaften (Stichwort Soft-Skills) und Kenntnisse kommen
> (die durchaus auch schon im Studium erworben werden) und man sich die
> richtige Region raussucht, hat man es vergleichsweise leicht, einen
> einigermaßen gut bezahlten Job zu bekommen.
ja okay, an irgendwas liegt es immer!
Wenn es kein Mangel sein darf, dann werden Softkills, soziale 
Inkompatibilität und anderer Schwachsinn vorgeschoben - irgendein Fehler 
beim Bewerber findet sich immer! Deshalb sind die ja auch mittlerweile 
alle psychisch gestört.
Ganz schlimm auch die Aussage von Carsten Sch., der ernsthaft glaubt, 
daß man sich locker flockig durchs Studium mogeln kann und es eine nicht 
geringe Zahl mit Null Ahnung gibt.
Mogler bzw. Leute mit Null Ahnung sind in der Regel Studienabbrecher, da 
sie ja nicht in der Lage waren ein "einfaches" Studium zu Ende zu 
führen.

Ich sag ganz klar, es gibt keinen Mangel, sondern einen massiven 
Überhang an Bewerbern, die auch in der Lage sind wie jeder Mensch sich 
in neue Themengebiete einzuarbeiten und die notwendigen Leistungen zu 
bringen, wenn man sie läßt ... nur das will man nicht, weil 
Menschlickeit keine Rolle spielt, man sucht Roboter!

Ansonsten vielleicht auch mal bei der Uni oder FH beschweren, die ja nur 
Ausschuß liefert, weil sie andauernd Mogelkandidaten und anderen 
Spinnern das Diplom schenkt ?!

Einen Mangel an Bewerbern gibt es auch:
Das sind die, die über roboterhafte "telepathische" Fähigkeiten auf 
Ihrem Gebiet verfügen, die sind in der Tat rar!
Na ja, Deine Meinung ist anders, die Aussichten sind traumhaft (das sagt 
auch der VDI), Fazit: bitte alle MINT studieren und ansonsten immer 
daran denken sich gut zu maskieren.

Autor: PostMortem (Gast)
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Smörre schrieb:
> Wenn es kein Mangel sein darf, dann werden Softkills, soziale
> Inkompatibilität und anderer Schwachsinn vorgeschoben - irgendein Fehler
> beim Bewerber findet sich immer! Deshalb sind die ja auch mittlerweile
> alle psychisch gestört.
> Ganz schlimm auch die Aussage von Carsten Sch., der ernsthaft glaubt,
> daß man sich locker flockig durchs Studium mogeln kann und es eine nicht
> geringe Zahl mit Null Ahnung gibt.

Genau, am Bewerber liegt es nie. Sieht man ja beim Blick in einen 
typischen "MINT-Hörsaal", dass das menschlich und in Sachen soziale 
Kompetenz, Auftreten und Ausstrahlung alles lupenreine Spitzenleute 
sind...die Personaler sind immer Schuld, weil sie sich Lügengeschichten 
ausdenken.

Ach und fachlich sind die auch alle absolut top, schließlich haben sie 
ja das Studium geschafft. Gibt da nur wahrhafte Könner. Jeder ist ein 
Meister seines Fachs. Die bösen Unternehmen sind nur zu doof, das zu 
sehen.

Smörre, träum weiter. Es gibt einfach auch viele Vollpfosten, die zu 
Recht kaum einen Job bekommen. Das MINT-Studium alleine ist nur der 
kleinste Teil der Wahrheit, es kommt auf soviel mehr noch an.

Autor: Michael S. (technicans)
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PostMortem schrieb:
> ...die Personaler sind immer Schuld, weil sie sich Lügengeschichten
> ausdenken.
Welche Lügengeschichten? Die stereotypen Antworten die man schon längst 
nicht mehr bekommt?
> Ach und fachlich sind die auch alle absolut top, schließlich haben sie
> ja das Studium geschafft. Gibt da nur wahrhafte Könner. Jeder ist ein
> Meister seines Fachs. Die bösen Unternehmen sind nur zu doof, das zu
> sehen.
Blind sind die doch sowieso und noch ein paar weitere negative Seiten
die da zu Weilen hervor treten.
> Smörre, träum weiter. Es gibt einfach auch viele Vollpfosten, die zu
> Recht kaum einen Job bekommen. Das MINT-Studium alleine ist nur der
> kleinste Teil der Wahrheit, es kommt auf soviel mehr noch an.
Stimmt, es kommt darauf an wer die Macht hier im Staate hat und das ist
weder das Volk, noch die Regierung.

Autor: Michael S. (technicans)
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PostMortem schrieb:
> ...die Personaler sind immer Schuld, weil sie sich Lügengeschichten
> ausdenken.
Welche Lügengeschichten? Die stereotypen Antworten die man schon längst 
nicht mehr bekommt?
> Ach und fachlich sind die auch alle absolut top, schließlich haben sie
> ja das Studium geschafft. Gibt da nur wahrhafte Könner. Jeder ist ein
> Meister seines Fachs. Die bösen Unternehmen sind nur zu doof, das zu
> sehen.
Blind sind die doch sowieso und noch ein paar weitere negative Seiten
die da zu Weilen hervor treten.
> Smörre, träum weiter. Es gibt einfach auch viele Vollpfosten, die zu
> Recht kaum einen Job bekommen. Das MINT-Studium alleine ist nur der
> kleinste Teil der Wahrheit, es kommt auf soviel mehr noch an.
Stimmt, es kommt darauf an wer die Macht hier im Staate hat und das ist
weder das Volk, noch die Regierung.

PostMortem schrieb:
> Smörre schrieb:
>> Wenn es kein Mangel sein darf, dann werden Softkills, soziale
>> Inkompatibilität und anderer Schwachsinn vorgeschoben - irgendein Fehler
>> beim Bewerber findet sich immer! Deshalb sind die ja auch mittlerweile
>> alle psychisch gestört.
>> Ganz schlimm auch die Aussage von Carsten Sch., der ernsthaft glaubt,
>> daß man sich locker flockig durchs Studium mogeln kann und es eine nicht
>> geringe Zahl mit Null Ahnung gibt.
>
> Genau, am Bewerber liegt es nie. Sieht man ja beim Blick in einen
> typischen "MINT-Hörsaal", dass das menschlich und in Sachen soziale
> Kompetenz, Auftreten und Ausstrahlung alles lupenreine Spitzenleute
> sind...die Personaler sind immer Schuld, weil sie sich Lügengeschichten
> ausdenken.
>
> Ach und fachlich sind die auch alle absolut top, schließlich haben sie
> ja das Studium geschafft. Gibt da nur wahrhafte Könner. Jeder ist ein
> Meister seines Fachs. Die bösen Unternehmen sind nur zu doof, das zu
> sehen.
>
> Smörre, träum weiter. Es gibt einfach auch viele Vollpfosten, die zu
> Recht kaum einen Job bekommen. Das MINT-Studium alleine ist nur der
> kleinste Teil der Wahrheit, es kommt auf soviel mehr noch an.

Smörre schrieb:
> irgendein Fehler
> beim Bewerber findet sich immer! Deshalb sind die ja auch mittlerweile
> alle psychisch gestört.

Volle Zustimmung.

Autor: Entwickler (Gast)
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http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/0,1518,796964,00.html

"Zwar sind Unternehmen heute schon zu Kompromissen in Sachen Examensnote 
oder Studienfach bereit, wichtiger geworden scheinen aber Person und 
Persönlichkeit. Wer Begeisterung und Belastbarkeit, Neugier und 
Durchsetzungswillen ausstrahlt, dazu noch das Gefühl auslöst, er passe 
gut ins Team, hat beste Chancen auf den Job - auch mit mäßigen Noten 
oder als Geisteswissenschaftler. Und wer umgekehrt in der noch kurzen 
Vita schon einen Burnout anführt oder wer im Vorstellungsgespräch 
Kommunikationsprobleme offenbart, hat es auch mit dem gefragtesten 
Abschluss schwer."

LOL

Mein Vorgesetzter hat alle genannten Persönlichkeitsmerkmale und ist 
gerade dabei, die komplette Firma an die Wand zu fahren.

Autor: Smörre (Gast)
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> Genau, am Bewerber liegt es nie. Sieht man ja beim Blick in einen
> typischen "MINT-Hörsaal", dass das menschlich und in Sachen soziale
> Kompetenz, Auftreten und Ausstrahlung alles lupenreine Spitzenleute
> sind...die Personaler sind immer Schuld, weil sie sich Lügengeschichten
> ausdenken.
die Personaler haben genug Auswahl, eine Überflußsituation, die man 
natürlich aus Unternehmenssicht beibehalten will ... deshalb diese 
extreme Angst vor mangelnden MINT-Nachwuchs.
Wäre ein wirklicher Mangel da, dann würde es ganz andere Konzessionen an 
die potentiellen Bewerber geben, so wie in den 60er Jahren, brauchst ja 
nur mal eine alte Funkschau aus Deinem Archiv rauszukramen, falls Du die 
Zeitschrift jemals gelesen hast.

> Ach und fachlich sind die auch alle absolut top, schließlich haben sie
> ja das Studium geschafft. Gibt da nur wahrhafte Könner. Jeder ist ein
> Meister seines Fachs. Die bösen Unternehmen sind nur zu doof, das zu
> sehen.
Du mußt Dich schon beim Urheber, bei den "bösen" Unis und Fhs 
beschweren, um mal in Deinen Floskeln zu sprechen ... im übrigen:
Hast Du eigentlich noch ein bißchen mehr drauf als die 
Kinderkarten-Floskeln wie "böse" etc.
Das ist dümmste Meinungsmache, die Du mir hier unterschieben willst!
Ich hab gar nichts gegen Unternehmen, aber sehr wohl was gegen 
unlogisches Denken - leider gibts das überall, auch in Unternehmen, die 
händeringend Leute suchen, keinen finden und am Ende selbst nicht 
wissen, was sie eigentlich wollen.
Solche Unternehmen habe ich schon kennengelernt - da kommen dann viele 
Fragen auf!
Wenn die bei Ihren Kunden genauso verfahren wie gegenüber Ihren 
Bewerbern dann Prost Mahlzeit!


> Smörre, träum weiter. Es gibt einfach auch viele Vollpfosten, die zu
> Recht kaum einen Job bekommen. Das MINT-Studium alleine ist nur der
> kleinste Teil der Wahrheit, es kommt auf soviel mehr noch an.
meine Aussage, daß wir keinen Mangel haben, sondern einen massiven 
Überfluß, scheint also zu stimmen, oder?
Wenn das Uni bzw. FH-Studium sowieso nichts mehr wert ist, dann würde 
ich mir den Aufwand sparen und vorzeitig abbrechen oder so nebenbei zu 
Ende führen, sobald man was gefunden hat - machen ja auch viele, deshalb 
gibts ja auch immer mehr Abbrecher.
Vielleicht gibts ja auch noch die Möglichkeit sich so einen Titel bei 
der Uni/FH zu kaufen bzw. geschenkt zu bekommen, heute ist ja vieles 
möglich.
Die Unternehmen können sich den Luxus leisten und Erbsen zählen und man 
will diesen Zustand auch auf ewig fortsetzen ... ist ja okay, das ist 
das ganz normale Interesse der Unternehmen - nur zugeben sollte man es 
wenigstens!

Autor: PostMortem (Gast)
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Smörre schrieb:
> Kinderkarten-Floskeln

Ähm ja... ;)

Also von meiner Seite ist alles gesagt. Dass es keinen Mangel gibt, das 
steht außer Frage. Dass es aber auch massig untaugliche und 
unterdurchschnittliche MINT-Absolventen gibt, jedoch auch...

Autor: Verramscher (Gast)
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PostMortem schrieb:
> Dass es keinen Mangel gibt, das
> steht außer Frage. Dass es aber auch massig untaugliche und
> unterdurchschnittliche MINT-Absolventen gibt, jedoch auch...

Sind die Hochschulen verweichlicht worden bzw. die neuen Professoren? 
Die alte Garde von Maschinen- und E-Technik-Profs haben einem nichts 
geschenkt. Sind aber größtenteils noch vor 2010 in Rente gegangen und 
bestenfalls als Lehrbeauftrage weiter aktiv.
Früher konnte man aber als weniger technikbegabter Ingenieur noch als 
recht gut bezahlter Sachbearbeiter oder Telefonsupporter unterkommen.
Das ist so gut wie vorbei durch den Kostendruck der Unternehmen und der 
starken Zunahme an Ingenieurabsolventen. Es schaffen aber Einige aus 
meiner Erfahrung trotzdem durch ihre guten kommunikativen Fähigkeiten, 
ihr Äußeres und ihrer überdurchschnittlicher Körperlänge direkt als 
Projektingenieur eingestellt zu werden! Da kann man dann technisch 
anscheindend auch weit unterdurchschnittlich veranlagt sein und ohne 
Berufserfahrung. Die anderen Kollegen richten es schon.

Autor: PostMortem (Gast)
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Verramscher schrieb:
> Da kann man dann technisch
> anscheindend auch weit unterdurchschnittlich veranlagt sein und ohne
> Berufserfahrung.

Oder man kann einfach fachlich ganz gut drauf sein und gleichzeitig 
sozial kompetent, dann ist alles safe. Aber das versteht hier ja kaum 
Einer, dass Leute, die sich vernünftig anziehen und Deo benutzen, 
gleichzeitig TROTZDEM auch fachlich gut sein können.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Smörre schrieb:
> meine Aussage, daß wir keinen Mangel haben, sondern einen massiven
> Überfluß, scheint also zu stimmen, oder?

Es gibt tatsächlich einen massiven Überfluss an Leuten, die glauben, 
dass:

- beim Diplom das Lernen aufhört
- man nur durch fachliches Können allein einen Job verdient zu haben
- nur aufgrund des Studiums ein extrem überdurchschnittliches Gehalt 
verdient zu haben
- nur weil sie Ingenieur sind extreme Anforderungen an potentielle 
Arbeitgeber stellen können
- die Firmen ihren Firmensitz nahe ihren Wohnsitz verlagern müssen, 
damit sie nicht umziehen müssen

Insofern gebe ich dir vollkommen Recht.

Das ändert jedoch nichts daran, dass es tatsächlich in Deutschland 
stellenweise starker Mangel an gut ausgebildeten, fachlich und sozial 
fähigen Ingenieuren herrscht.

Smörre schrieb:
> Ich hab gar nichts gegen Unternehmen, aber sehr wohl was gegen
> unlogisches Denken - leider gibts das überall, auch in Unternehmen, die
> händeringend Leute suchen, keinen finden und am Ende selbst nicht
> wissen, was sie eigentlich wollen.
> Solche Unternehmen habe ich schon kennengelernt - da kommen dann viele
> Fragen auf!

Genau da ist doch die Chance eines fähigen Ingenieurs: Der erzählt 
nämlich der Firma, was sie wirklich braucht. Wer sich da noch 
verunsichern lässt, ist selbst schuld.

Autor: Ich (Gast)
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Mine Fields schrieb:
> - nur weil sie Ingenieur sind extreme Anforderungen an potentielle
> Arbeitgeber stellen können
> - die Firmen ihren Firmensitz nahe ihren Wohnsitz verlagern müssen,
> damit sie nicht umziehen müssen

Manche Firmen haben extreme Anforderungen an einen Bewerber (Ingenieur 
etc.).

Viele Firmen, speziell DL verlangen praktisch, das man seinen Wohnort 
ständig den Einsatzorten anpasst.

Mine Fields schrieb:
> Das ändert jedoch nichts daran, dass es tatsächlich in Deutschland
> stellenweise starker Mangel an gut ausgebildeten, fachlich und sozial
> fähigen Ingenieuren herrscht.

In welchen Bereichen/Gegenden - welche Firmen suchen?
Woran scheitert die Suche?
rein fachlich, wenn ja wie wie sind die Bewerber vom Wunschkandidaten 
entfernt
sozial - Nerds, die fachlich top sind, aber sozial unverträglich, ...
Gehaltsvorstellung weit überhöht?

Autor: Mine Fields (Gast)
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Ich schrieb:
> Manche Firmen haben extreme Anforderungen an einen Bewerber (Ingenieur
> etc.).

Das scheint meist nur so, im Prinzip wird damit nur der Bewerber 
getestet.

Ich schrieb:
> Viele Firmen, speziell DL verlangen praktisch, das man seinen Wohnort
> ständig den Einsatzorten anpasst.

Es liegt nuneinmal an der Natur der Dinge, dass ein Ingenieur in einer 
Firma eingesetzt wird. Und die hat einen bestimmten Standort. Wenn der 
Ingenieur dort arbeiten will, muss er zu diesem Standort kommen. Bei 
einem Dienstleister kommt eben dazu, dass dieser mehrere Kunden mit 
verschiedenen Standorten hat. Bei den Leihingenieuren, die ich 
kennengelernt hatte, lief es aber immer so, dass schon darauf geachtet 
wurde, die Ingenieure möglichst heimatnah einzusetzen. Das geht 
natürlich nur dann, wenn es dort auch Kunden gibt.

Ich schrieb:
> In welchen Bereichen/Gegenden - welche Firmen suchen?
> Woran scheitert die Suche?

Süddeutschland hauptsächlich natürlich. Meist wird eben ein Absolvent 
genommen oder eigener Nachwuchs ausgebildet, weil erfahrene Ingenieure 
nicht zu bekommen sind. Wenn dann aber der Standort für die "Jugend" 
unattraktiv ist, wird es eng.

Dabei ist noch zu bedenken, dass ein Ingenieur, der zwar zig Jahre 
Berufserfahrung hat, aber im Spezialgebiet nicht Experte ist, weil es 
schlicht billiger ist einen Absolventen zu nehmen, der dann auch noch 
deutlich schneller lernt.

Ich schrieb:
> sozial - Nerds, die fachlich top sind, aber sozial unverträglich, ...
> Gehaltsvorstellung weit überhöht?

Ja, die gibt es. Werden natürlich meistens nicht genommen; 
Ingenieursarbeit ist Teamwork. Gleiches gilt für ältere Ingenieure, die 
ein Problem haben, sich von Jüngeren etwas sagen zu lassen.

Autor: Ich (Gast)
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Mine Fields schrieb:
> Bei den Leihingenieuren, die ich
> kennengelernt hatte, lief es aber immer so, dass schon darauf geachtet
> wurde, die Ingenieure möglichst heimatnah einzusetzen. Das geht
> natürlich nur dann, wenn es dort auch Kunden gibt.

Stimmt, möglichst heimatnah, trotzdem steht etwas von mind. bundesweite 
Einsatzbereitschaft im Arbeitsvertrag, meist ohne ein 
Reisekosten-Konzept zu haben. Im Zweifel gehst du wegen 
Arbeitsverweigerung.

Mine Fields schrieb:
> Süddeutschland hauptsächlich natürlich. Meist wird eben ein Absolvent
> genommen oder eigener Nachwuchs ausgebildet, weil erfahrene Ingenieure
> nicht zu bekommen sind. Wenn dann aber der Standort für die "Jugend"
> unattraktiv ist, wird es eng.

OK, wenn die Firmen aber Absolventen einstellen und den Nachwuchs selbst 
heranziehen ist das doch OK

Unattraktiv, das ist für manche München, weil speziell für Familien zu 
teuer.

Mine Fields schrieb:
> Gleiches gilt für ältere Ingenieure, die
> ein Problem haben, sich von Jüngeren etwas sagen zu lassen.

Fragt sich wie jung.
Jung dynamisch gegen alt und erfahren, da kann es schonmal schwierig 
werden.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Ich schrieb:
> Stimmt, möglichst heimatnah, trotzdem steht etwas von mind. bundesweite
> Einsatzbereitschaft im Arbeitsvertrag, meist ohne ein
> Reisekosten-Konzept zu haben. Im Zweifel gehst du wegen
> Arbeitsverweigerung.

Wie gesagt: Wenn keine passenden Kunden in der Nähe sind, bleibt nichts 
anderes übrig als ein weiter entfernter Einsatzort. Der fehlende 
Ausgleich von übermäßigen Reisekosten (darunter würde für mich nicht der 
Erstumzug oder Reisekosten im 100km-Umkreis zählen) ist natürlich nicht 
in Ordnung.

Ich schrieb:
> OK, wenn die Firmen aber Absolventen einstellen und den Nachwuchs selbst
> heranziehen ist das doch OK

Ja. Und dass das wirklich passiert erkennt man an den boomenden dualen 
Studiengänge.

Ich schrieb:
> Unattraktiv, das ist für manche München, weil speziell für Familien zu
> teuer.

Gerade München ist eher überlaufen. Es gibt genügend Regionen, die 
deutlich weniger beliebt sind, aber das 
Verdienst-Lebenskosten-Verhältnis deutlich besser ist.

Ich schrieb:
> Fragt sich wie jung.
> Jung dynamisch gegen alt und erfahren, da kann es schonmal schwierig
> werden.

Als einfacher Entwickler kann man ab einem gewissen Alter nichts mehr 
erreichen. Fast alle Ingenieure über 50, die ich kenne und die noch in 
der Entwicklung tätig sind, sind entweder Führungskräfte, Projektleiter 
oder in "beratenden" Tätigkeiten. Das merkt aber jeder Ingenieur in den 
ersten Jahren seiner Berufstätigkeit und kann dementsprechend seine 
Karriere darauf ausrichten.

Autor: Smörre (Gast)
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> Oder man kann einfach fachlich ganz gut drauf sein und gleichzeitig
> sozial kompetent, dann ist alles safe. Aber das versteht hier ja kaum
> Einer, dass Leute, die sich vernünftig anziehen und Deo benutzen,
> gleichzeitig TROTZDEM auch fachlich gut sein können.
schönen Gruß an Eure Personalabteilung - im Gegensatz zu USA, bekommt 
die Firma normalerweise immer ein Anschreiben mit Lebenslauf und BILD 
(das gibts in USA nicht) ... ich frag mich wer da schläft und die 
falschen Leute rausfiltert.
... und wenn der Rest auch nicht aus fachlichen oder was für Gründen 
auch immer, dann würde ich mich doch mal ernsthaft fragen wieso gerade 
IHR nur die Nieten zieht ?
Diese Form von Unternehmen kenne ich, selber nichts bieten aber 
Ansprüche ohne Ende.
Darüber hinaus kann man das den Bewerber ja auch mal in freundlicher 
Weise mitteilen, was einem nicht paßt - jeder macht schließlich mal 
Fehler.

Autor: Smörre (Gast)
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> Dass es keinen Mangel gibt, das
> steht außer Frage. Dass es aber auch massig untaugliche und
> unterdurchschnittliche MINT-Absolventen gibt, jedoch auch...
wer nichts bieten kann, muß sich eben mit weniger begnügen, das nennt 
man freie Marktwirtschaft.

Autor: Smörre (Gast)
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> Genau da ist doch die Chance eines fähigen Ingenieurs: Der erzählt
> nämlich der Firma, was sie wirklich braucht. Wer sich da noch
> verunsichern lässt, ist selbst schuld.
meine Möglichkeiten nutze ich ja auch, keine Sorge :)
Übrigens mit meiner Umzugsbereitschaft liegst Du auch fehl - ich würde 
schon umziehen, das Ganze muß sich aber schon lohnen ... und da 
schneiden irgendwelche Regionen in Hintertupfingen schlecht ab, da kann 
ich auch gleich in Norwegen, der Schweiz, etc. anfangen, wo unterm 
Strich eben noch mehr rausspringt.
Ich überlasse diese armseeligen Regionen Deutschlands dann anderen Ings. 
vor Ort,
Die Kompensation/Entschädigung muß nun mal stimmen, einen lohnmäßigen 
0815 Job kann man auch vor der Haustür finden, das ist dann nur ein 
zeitliches Problem.

Autor: Michael S. (technicans)
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Smörre schrieb:
> Darüber hinaus kann man das den Bewerber ja auch mal in freundlicher
> Weise mitteilen, was einem nicht paßt

Das haben ihre Majestäten, die Firmenchefs und ihre Vasallen auch
gerade nötig.
Du sollst zu Kreuze kriechen um gewichtet, gewogen und für würdig
befunden zu werden, der Gnade zu entsprechen einen Job zu verdienen.
Ich nenne das eine Doktrin. Fehlt nur noch der eigene Staat, aber
in Rom ist ja kein Platz mehr. Zumindest steht der Papst im Vergleich
besser da, der kennt Gnade und Barmherzigkeit. Die deutsche Wirtschaft
nur H4.

Autor: Smörre (Gast)
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> Das ändert jedoch nichts daran, dass es tatsächlich in Deutschland
> stellenweise starker Mangel an gut ausgebildeten, fachlich und sozial
> fähigen Ingenieuren herrscht.
diese Kombination des perfekten Menschen wirst Du nicht finden.
Jede gute Ing. hat eine Reihe von Macken, ich schließe mich da selbst 
nicht aus.

Autor: Besserverdiener (Gast)
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Mir tun die Festplatten leid, die gebaut wurden, um euer Selbstmitleid 
und Gejammer zu speichern.

Alles Heulsusen und Warmduscher hier, v.a. immer die gleichen 
Vollversager seit Jahren.

Frohes Weiterheulen miteinander.

Autor: Smörre (Gast)
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> Die deutsche Wirtschaft nur H4.
die deutsche Wirtschaft verfällt doch in ein Dauerkoma - im TV kannst Du 
hören, daß ein Wachstumseinbruch aufgrund des Fachkräftemangels droht.
Jetzt will man die Lohngrenzen senken und verstärkt ausländische 
Fachkräfte ins Land holen, die Ihr Diplom in Timbuktu, etc. gemacht 
haben und die dann die Anerkennung hinterher geworfen bekommen.
Komisch, da geht auf einmal alles.
Ehrlich gesagt auf diese Konkurrenz freue ich mich schon, wobei sie mich 
ja wegen meines Alters nur noch marginal betrifft - die 
Uni/Fh-Absolventen der hiesigen Hochschulen, die es ja angeblich nicht 
mehr so bringen sollen, die wird es leider voll treffen - das finde ich 
sehr traurig.
Die ganz andere Frage ist, ob die ausländischen Ings. unbedingt nach 
Deutschland wollen, wenn sie eine Nettorechnung machen.
Aber irgendwer wird sich schon finden, die zweit- oder drittklassigen 
Leute, die in Ihrem Land auch nichts finden, die tauchen dann hier auf 
... ganz schön crazy.

Autor: Smörre (Gast)
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> Mir tun die Festplatten leid, die gebaut wurden, um euer Selbstmitleid
> und Gejammer zu speichern.
> Alles Heulsusen und Warmduscher hier, v.a. immer die gleichen
> Vollversager seit Jahren.
> Frohes Weiterheulen miteinander.
machs doch besser und poste mal was substanzielles.

Autor: Besserverdiener (Gast)
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Mir tun die Festplatten leid, die gebaut wurden, um euer Selbstmitleid
und Gejammer zu speichern.

Alles Heulsusen und Warmduscher hier, v.a. immer die gleichen
Vollversager seit Jahren.

Frohes Weiterheulen miteinander.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Michael S. schrieb:

> Du sollst zu Kreuze kriechen um gewichtet, gewogen und für würdig
> befunden zu werden, der Gnade zu entsprechen einen Job zu verdienen.

Na kriech mal ein bißchen. Bevor du mich immer versuchst, mit 
Hartz-Díngen nieder zu machen. Immerhin war ich heute mal wieder zu 
einem Gespräch.

Autor: Besserverdiener (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Michael S. schrieb:
>
>> Du sollst zu Kreuze kriechen um gewichtet, gewogen und für würdig
>> befunden zu werden, der Gnade zu entsprechen einen Job zu verdienen.
>
> Na kriech mal ein bißchen. Bevor du mich immer versuchst, mit
> Hartz-Díngen nieder zu machen. Immerhin war ich heute mal wieder zu
> einem Gespräch.

Diskussionen mit Michael S. = Verschwendung von Lebenszeit.

Einfach ignorieren.

Autor: Michael S. (technicans)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Na kriech mal ein bißchen. Bevor du mich immer versuchst, mit
> Hartz-Díngen nieder zu machen. Immerhin war ich heute mal wieder zu
> einem Gespräch.
Ich würde mal zeitnah antworten, wenn ich dir was poste.
Vorhin habe ich auf Schmörres Beitrag meinen Kommentar abgeben
der weniger speziell als vielmehr allgemein gemeint war.
Besserverdiener schrieb:
> Diskussionen mit Michael S. = Verschwendung von Lebenszeit.
Nur wessen Leben?
Na, wenn du nichts besseres bei zutragen hast, willkommen im
Club. Besser als sich die Schädel ein zuschlagen. Du wirst die
Probleme der Gesellschaft mit deiner Meinung nicht lösen können,
ansonsten mach ordentliche erfolgversprechende Vorschläge.

Autor: Cheffe (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Das haben ihre Majestäten, die Firmenchefs und ihre Vasallen auch
> gerade nötig.
> Du sollst zu Kreuze kriechen um gewichtet, gewogen und für würdig
> befunden zu werden, der Gnade zu entsprechen einen Job zu verdienen.
> Ich nenne das eine Doktrin. Fehlt nur noch der eigene Staat, aber
> in Rom ist ja kein Platz mehr. Zumindest steht der Papst im Vergleich
> besser da, der kennt Gnade und Barmherzigkeit. Die deutsche Wirtschaft
> nur H4.

wenn man dem Bewerber eine ehrliche Antwort geben würde, dann würde man 
in vielen Fällen gegen das AGG verstoßen !

darum hat man meist einige wenige Standardabsagen, die vom Anwalt 
geprüft wurden und die daher juristisch wasserdicht sind.

Zu Kreuze griechen muss niemand, gerade Firmen die hochqualifizierte 
Arbeitsplätze bieten, brauchen selbstbewusste, kluge Köpfe welche ihr 
Wissen selbständig einsetzen und die nicht stur nur Anweisungen 
befolgen.

Stur Anweisungen befolgen, das kann man im Ausland für weniger machen 
lassen.

Was mich an einigen hier im Forum stört ist : wenn doch die Situaiton 
für viele Ings soooo schlecht ist und für die Arbeitgeber sooo 
paradisisch, warum macht ihr selbst nicht eine Leihbude auf ?

ein einfaches Büro gemietet, oder besser noch anfangs ausm Wohnzimmer 
heraus per Internet agieren. Wenn ihr doch so kluge Informatiker und 
Ingenieure seid, solltet ihr doch eine schicke Homepage bastelln können. 
Dann ein paar Fake Stellenangebote auf die bekannten Jobbörsen, so füllt 
man die Datenbank ( die programmiert ein fähiger Ing oder Inf doch mal 
so nebenbei )

da man laut der Meinung einiger hier, so ruck zuck eine prall gefüllte 
Kartei mit vielen qualifizierten und günstigen Fachkräften hat, bietet 
man diese via Internet an Firmen an. Vorstellungsgespräche mit 
Kandidaten führt man in Hotellobbies ( kostet ja nix ;-) ) da man ja 
bisher nur das Wohnzimmerbüro hat.

Nun, ist doch alle mal besser als Hartz4 oder als Hilfsarbeiter zu 
malochen, wie wärs ?

vom System profitieren statt darüber zu schimpfen

Autor: Michael S. (technicans)
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Cheffe schrieb:
> wenn man dem Bewerber eine ehrliche Antwort geben würde, dann würde man
> in vielen Fällen gegen das AGG verstoßen !
Nicht unbedingt, denn Informationen würden doch reichen, keiner
verlangt das dies verbindlich sein soll. Unterschrift unter
der Absage weg lassen und schon kann kein AG belangt werden.
So wird das ganze in einem Fiasko enden.
> darum hat man meist einige wenige Standardabsagen, die vom Anwalt
> geprüft wurden und die daher juristisch wasserdicht sind.
Ja, wenn du eine Antwort bekommst, was sehr selten geworden ist.
> Zu Kreuze griechen muss niemand, gerade Firmen die hochqualifizierte
> Arbeitsplätze bieten, brauchen selbstbewusste, kluge Köpfe welche ihr
> Wissen selbständig einsetzen und die nicht stur nur Anweisungen
> befolgen.
Der Bewerber soll sich outen und alles wasserdicht beweisen, aber
die Firmen haben vergleichbares nicht nötig wie die Praxis beweist.
> Stur Anweisungen befolgen, das kann man im Ausland für weniger machen
> lassen.
Dafür gibts ja Maschinen.
> Was mich an einigen hier im Forum stört ist : wenn doch die Situaiton
> für viele Ings soooo schlecht ist und für die Arbeitgeber sooo
> paradisisch, warum macht ihr selbst nicht eine Leihbude auf ?
Weil andere schneller waren und da schon hyperaktiv sind aber
anscheinend wenig erfolgreich weil alle nach dem gleichem Schema
arbeiten. Nicht mal den Kunden, für den man Arbeiten soll rücken
die raus und das sollte man schon erwarten dürfen wenn man Konflikte 
vermeiden will.
> ein einfaches Büro gemietet, oder besser noch anfangs ausm Wohnzimmer
> heraus per Internet agieren. Wenn ihr doch so kluge Informatiker und
> Ingenieure seid, solltet ihr doch eine schicke Homepage bastelln können.
> Dann ein paar Fake Stellenangebote auf die bekannten Jobbörsen, so füllt
> man die Datenbank ( die programmiert ein fähiger Ing oder Inf doch mal
> so nebenbei )
Das Problem ist, das viele anscheinend gar keine Kunden zu haben
scheinen, dafür aber reichlich fiktive Profile ohne Substanzwert
in ihren leeren Datenbanken oder warum ist die Einsicht für
potenzielle Bewerber gesperrt bzw. nicht machbar?
Die versuchen einen zu verkuppeln, aber versagen genauso wie die
Arbeitgeber für die sie angeblich suchen.
> da man laut der Meinung einiger hier, so ruck zuck eine prall gefüllte
> Kartei mit vielen qualifizierten und günstigen Fachkräften hat, bietet
> man diese via Internet an Firmen an. Vorstellungsgespräche mit
> Kandidaten führt man in Hotellobbies ( kostet ja nix ;-) ) da man ja
> bisher nur das Wohnzimmerbüro hat.
Was ist gegen ein sauberes Wohnzimmer einzuwenden? Notfalls ginge es
ja auch in ner sauberen Küche. Wenn die Sache Erfolgversprechend wäre,
dann würde ich auch eine Parkbank akzeptieren, nur die Vögel bieten
nichts an, keiner bisher und ich habe schon Dutzende angeschrieben.
> Nun, ist doch alle mal besser als Hartz4 oder als Hilfsarbeiter zu
> malochen, wie wärs ?
Schön wärs, allein die Aktivitäten bei den Dienstleistern sind klamm.
> vom System profitieren statt darüber zu schimpfen
Das System funzt doch nicht weil die Rechts-und Interessenlage
das nicht zulässt. Alles Ganoven, die nur auf den schnellen Euro
aus sind.

Autor: Besserverdiener (Gast)
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Diskussionen mit Michael S. = Verschwendung von Lebenszeit & 
Speicherplatz.

Autor: Smörre (Gast)
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> wenn man dem Bewerber eine ehrliche Antwort geben würde, dann würde man
> in vielen Fällen gegen das AGG verstoßen !
stimmt natürlich, aus diesem Grund werden Bewerbungen ja auch zur Farce.

> darum hat man meist einige wenige Standardabsagen, die vom Anwalt
> geprüft wurden und die daher juristisch wasserdicht sind.
Stell Dir vor in USA können sogar Kunden Firmen verklagen, wenn eine 
Kleinigkeit am Produkt nicht stimmt und bekommen Millionen - da sind wir 
aber meilenweit von entfernt!
In Deutschland gibt es bestenfalls ein Almosen, das gilt im Prinzip auch 
für Bewerber, die meinen klagen zu müssen - was soll denn da großartig 
passieren? Peanuts für ein Unternehmen und der Bewerber wird niemals 
wieder etwas finden oder glaubst Du an die Datensicherheit ... da lachen 
ja die Hühner, die stirbt bei fast jeder Bewerbung.

> Zu Kreuze griechen muss niemand, gerade Firmen die hochqualifizierte
> Arbeitsplätze bieten, brauchen selbstbewusste, kluge Köpfe welche ihr
> Wissen selbständig einsetzen und die nicht stur nur Anweisungen
> befolgen.
natürlich muß ich mich nach allen Regeln der Kunst verbiegen und 
maskieren, sonst fällt man ja schon durch die Vorauswahl ... hängt 
natürlich von der Position ab, die super Jungs & Mädels suchen sie doch 
alle, möglichst zum Nulltarif versteht sich.

> Was mich an einigen hier im Forum stört ist : wenn doch die Situaiton
> für viele Ings soooo schlecht ist und für die Arbeitgeber sooo
> paradisisch, warum macht ihr selbst nicht eine Leihbude auf ?
muß man sein Geld wirklich unmoralisch verdienen?

> ein einfaches Büro gemietet, oder besser noch anfangs ausm Wohnzimmer
> heraus per Internet agieren. Wenn ihr doch so kluge Informatiker und
> Ingenieure seid, solltet ihr doch eine schicke Homepage bastelln können.
bis hierhin noch okay ...
> Dann ein paar Fake Stellenangebote auf die bekannten Jobbörsen, so füllt
> man die Datenbank ( die programmiert ein fähiger Ing oder Inf doch mal
> so nebenbei )
rechtlich sehr bedenklich was Du da vorschlägst.
Ich könnte aber mal einen befreundeten Juristen fragen, ob diese Aussage 
schon ausreicht, um Dir eine Abmahnung zu schreiben, das bringt ja auch 
Geld :) Scherz beiseite, nicht mein Stil diese Art des Geldverdienens, 
aber Du sieht was so alles völlig legal möglich ist.

> da man laut der Meinung einiger hier, so ruck zuck eine prall gefüllte
> Kartei mit vielen qualifizierten und günstigen Fachkräften hat, bietet
> man diese via Internet an Firmen an. Vorstellungsgespräche mit
> Kandidaten führt man in Hotellobbies ( kostet ja nix ;-) ) da man ja
> bisher nur das Wohnzimmerbüro hat.
supergeile Vorschläge - wenn das rauskommt wie Du an die Daten gekommen 
bist, dann knallt es richtig! Das ist Dir hoffentlich klar!

Also bitte etwas Vorsicht mit den geilen Vorschlägen des schnellen 
Geldes, solche Ideen hatte ich auch schon - aber rechtlich war alles auf 
sehr unsicheren Fundament; deshalb sollte man es lieber bleiben lassen.

Stell Dir vor, ich hab schon mindestens zweimal aus rechtlichen Gründen 
eine Stellung ausgeschlagen, weil die Bedingungen zu unklar waren und 
ich habe richtig gehandelt.

Autor: Supertyp (Gast)
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Spannender Thread!
Ich finde es gut, wenn man per Diskussion mit Vorurteilen aufräumen kann 
oder politische Lügen aufdecken kann. Je besser man informiert ist, 
desto besser kann man sich vorbereiten und wird nicht unnötig 
überrascht.

Das gute am Studium ist u.a., dass man merkt, dass es bessere Leute gibt 
als man selbst, aber dass das eine oder andere einem liegt, was man viel 
besser hinbekommt als andere. Die wirklich guten Leute und Freaks sind 
eher in der Minderzahl, die meisten sind eher Durchschnitt. Unternehmer 
hätten gerne einen oder eine von diesen guten, wären aber viel öfter mit 
einem oder einer Durchschnittlichen gut bedient, weil der oder die aus 
der großen Durchschnittsgruppe einfach besser aufs Unternehmensprofil 
passt.

Beim Unternehmen finden, kann es manchmal sein, wie auf Partnersuche, 
die männliche Vogelwelt z.B. zwitschert im Frühling um die Wette, wer 
das beste Lied singen kann, und wenn man verliebt ist, gibt man auch nur 
zu gerne übertreibend an.

Marder machen es ganz ähnlich, die pinkeln um die Wette Autos an, und 
beißen Autokabels kaputt, sozusagen destruktives um die Wette pinkeln.

Autor: Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2423253:
> Mein Chef hat inzwischen eine Fangprämie für Fachkräfte ausgesetzt. Pro
> Fachkraft gibt es 100 Euro auf die Kralle. Der Fachkräftemangel ist also
> Realität.

Welch ein Witz - 100 EUR. Eine Arbeitsstunde. Du glaubst das?

Ich kenne Fangprämien ab 10k - vorher bewegt sich nichts - oft das drei 
bis 10fache..

Autor: Ich (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2423253:
> Mein Chef hat inzwischen eine Fangprämie für Fachkräfte ausgesetzt. Pro
> Fachkraft gibt es 100 Euro auf die Kralle. Der Fachkräftemangel ist also
> Realität.

Mein Ex-Chef hat mal 1500€ gezahlt, pro angeworbene Fachkraft, wenn 
diese 1 Jahr durchhält.

Autor: Dipl.-Ing. (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2423253:
> Mein Chef hat inzwischen eine Fangprämie für Fachkräfte ausgesetzt. Pro
> Fachkraft gibt es 100 Euro auf die Kralle. Der Fachkräftemangel ist also
> Realität.

Nä! Boah ey! Alter!

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11     00         00


Kleiner Doppel-Null-Agent, wie?

JETZT muss es ja stimmen: WIR HABEN FACHKRÄFTEMANGEL!

Sorry Bübchen, aber dafür bewegt ja kein Kopfgeldjäger seinen Arsch mehr 
von der Coach, wenn Billy the Kid nebenan in der Badewanne liegt.

Sag deinem Chef, er soll mal wenigstens eine Null dran hängen, damit's 
von oberpeinlich auf Status "mal schauen" wechselt.

Echt, was ist bloß mit dem Sperma der letzten Generation los gewesen, 
dass so eine kritiklose treudumme Generation dabei rausgekommen ist?

Autor: Gästchen (Gast)
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100 Euro pro Fachkraft ist ebenfalls ein Beweis dass es keinen Mangel 
gibt.
Das ist wirklich mehr mickrig: bei der Gewinnenverviefachung der letzten 
Jahre muss es schon deutlich mehr gegen. Vielmehr ist es so dass dein 
Chef nicht so dringlich hat jemanden einzustellen.


Die Mythen der Arbeit:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,797788,00.html

Autor: Gästchen (Gast)
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Dipl.-Ing. schrieb:
> Echt, was ist bloß mit dem Sperma der letzten Generation los gewesen,
> dass so eine kritiklose treudumme Generation dabei rausgekommen ist?

Das ist schon in einem "Video" sehr ansehlich dargestellt wurde:
http://www.youtube.com/watch?v=L0yQunhOaU0

Zieht euch den Film ruhig rein, den gibt es dort komplett in mehrere 
Teile zerlegt.

Autor: PostMortem (Gast)
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Mann, Leute, glaubt doch diesen Troll-Blödsinn nicht, den Anton Hirtmann 
hier den ganzen Tag von sich gibt. Der Clown hampelt hier neuerdings den 
ganzen Tag herum und postet massenweise Spam-Beiträge, die mit "Mein 
Chef sagt..." beginnen. Leider tun die Admins bislang wohl nichts gegen 
diesen Blödsinn. Der Störenfried mischt mit seinem unsinnigen Gequatsche 
hier sämliche Threads auf.

Autor: Funkamateur 2 (Gast)
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Hallo Dipl Ing ( FH ) (Gast),
nun 250 ist übertrieben. Die Engländer zahlen am Wochenende gut, aber 
die deutsche Flughafensteuer ust zu hoch geworden. Die Niederländer 
haben sie weider abgeschafft. Nun muss man eben immer mit dem Auto über 
die Grenze nach Holland fahren und dort in den Flieger damit es sich 
lohnt. Auf dem Lande in NRW gibt es zu viele Ärzte und in Brandenburg 
auch. Die Patienten in London und Umgebung stehen auf Deutsche Ärzte am 
Wochenende. Wenn man so die Patienten fragt warum sie nicht in der Woche 
zum Arzt gehen sagen sie oft die Deutschen Ärzte sind gründlicher, 
sauberer, analytischer, korrekter, moderner, haben gute mobile 
medizinische Geräte und die Frauen bieten dort immer etwas an. Es gibt 
dort gute Textilien,Herrengeschäfte mit Herrenoberbekleidung in der 
Oxford Steet und super Lederschuhe in London und die Apple Geräte sind 
dort günstig zu bekommen. Der Weihnachtsmarkt sind etwas anders aber die 
Kaufhäuser wie Harrods haben super deko.

Autor: Mark B. (markbrandis)
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PostMortem schrieb:
> Leider tun die Admins bislang wohl nichts gegen diesen Blödsinn.

Man könnte fast auf die Idee kommen, dass das so gewollt ist - weniger 
Posts/Klicks führen zumindest wohl nicht zu mehr Werbeeinahmen. Geld 
regiert eben die Welt, auch auf mikrocontroller.net.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> Hallo Dipl Ing ( FH ) (Gast),
> nun 250 ist übertrieben.

Finde eigentlich angemessen , wenn es um Menschenleben geht ..

> Die Engländer zahlen am Wochenende gut, aber
> die deutsche Flughafensteuer ust zu hoch geworden. Die Niederländer
> haben sie weider abgeschafft. Nun muss man eben immer mit dem Auto über
> die Grenze nach Holland fahren und dort in den Flieger damit es sich
> lohnt. Auf dem Lande in NRW gibt es zu viele Ärzte und in Brandenburg
> auch. Die Patienten in London und Umgebung stehen auf Deutsche Ärzte am
> Wochenende. Wenn man so die Patienten fragt warum sie nicht in der Woche
> zum Arzt gehen sagen sie oft die Deutschen Ärzte sind gründlicher,
> sauberer, analytischer, korrekter, moderner, haben gute mobile
> medizinische Geräte und die Frauen bieten dort immer etwas an.

Soweit bin ich in der Materie natürlich nicht drin , da kann ich nicht 
mitreden ..


> Es gibt
> dort gute Textilien,Herrengeschäfte mit Herrenoberbekleidung in der
> Oxford Steet und super Lederschuhe in London und die Apple Geräte sind
> dort günstig zu bekommen.

Schau mal nach Berlin , alles da ..

> Der Weihnachtsmarkt sind etwas anders aber die
> Kaufhäuser wie Harrods haben super deko.

Der KaDeWe ist auch nicht schlecht , die Lebensmittelabteilung ist nicht 
schlechter als im ( ganz passablen ) Harrods , und wirklich köstlichen 
Bananen gibt es ab 78 Cent das Kilo ..

Autor: Superchef (Gast)
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Dipl.-Ing. schrieb:
> Echt, was ist bloß mit dem Sperma der letzten Generation los gewesen,
> dass so eine kritiklose treudumme Generation dabei rausgekommen ist?

Das kann man so aber hier nicht so stehen lassen, erstens ist die 
Zielsetzung von "mein Chef sagt" nicht ganz klar, aber scheint auf 
einige provozierend zu wirken, und zweitens (hat auch mit 
"Fachkräftemangel" zu tun, mehr als man denkt) siehe z.B. ein aktuelles 
Phänomen:

http://www.amazon.de/EA-Battlefield-3-Limited-Edition/dp/B004M17DVM/

(und Chefs sagen gerne "schlanke Strukturen" und meinen damit ihre 
Gehirnwindungen, glaube ich, oder die Anzahl der Zellverbindungen)

Autor: Mine Fields (Gast)
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Smörre schrieb:
> meine Möglichkeiten nutze ich ja auch, keine Sorge :)
> Übrigens mit meiner Umzugsbereitschaft liegst Du auch fehl - ich würde
> schon umziehen, das Ganze muß sich aber schon lohnen ... und da
> schneiden irgendwelche Regionen in Hintertupfingen schlecht ab, da kann
> ich auch gleich in Norwegen, der Schweiz, etc. anfangen, wo unterm
> Strich eben noch mehr rausspringt.

Wieso wanderst du dann nicht aus?

Smörre schrieb:
> Ich überlasse diese armseeligen Regionen Deutschlands dann anderen Ings.
> vor Ort,

Wenn du es dir leisten kannst und du kein Problem hast, anderen, ehrlich 
arbeitenden Menschen auf der Tasche zu liegen - bitte, das ist deine 
Entscheidung.

Übrigens: Das, was du als armselig bezeichnest, ist für die meisten eine 
Bereicherung. Es würde so manchem Stadtmenschen mal ganz gut tun, wenn 
er sich mal ein bisschen auf dem Lande aufhält.

Smörre schrieb:
>> Das ändert jedoch nichts daran, dass es tatsächlich in Deutschland
>> stellenweise starker Mangel an gut ausgebildeten, fachlich und sozial
>> fähigen Ingenieuren herrscht.
> diese Kombination des perfekten Menschen wirst Du nicht finden.
> Jede gute Ing. hat eine Reihe von Macken, ich schließe mich da selbst
> nicht aus.

Diese Kombination gibt es hunderttausendfach in Deutschland. Die haben 
dummerweise nur alle einen Job - deshalb auch der Mangel. Aber die 
Anforderungen werden ja schon teilweise stark heruntergeschraubt.

Autor: PostMortem (Gast)
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Mine Fields schrieb:
> Diese Kombination gibt es hunderttausendfach in Deutschland. Die haben
> dummerweise nur alle einen Job - deshalb auch der Mangel.

Das ist EXAKT das, was hier viele nicht raffen, danke.

Autor: HalfBit (Gast)
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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2423253:
> Mein Chef hat inzwischen eine Fangprämie für Fachkräfte ausgesetzt. Pro
>
> Fachkraft gibt es 100 Euro auf die Kralle. Der Fachkräftemangel ist also
>
> Realität.

Früher hat man eine Fangprämie auf Ratten und Wühlmäuse ausgesetzt. Der 
Rattenmangel war also Realität.


(Sorry - dies Steilvorlage war zu schön.)


Dipl.-Ing. schrieb:
> Sorry Bübchen, aber dafür bewegt ja kein Kopfgeldjäger seinen Arsch mehr
>
> von der Coach, wenn Billy the Kid nebenan in der Badewanne liegt.

gg

Autor: Michael S. (technicans)
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Superchef schrieb:
> (und Chefs sagen gerne "schlanke Strukturen"

eher schlanke Gehälter werden wohl gemeint sein.

Autor: Smörre (Gast)
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> Wieso wanderst du dann nicht aus?
kann ja noch kommen

> Diese Kombination gibt es hunderttausendfach in Deutschland. Die haben
> dummerweise nur alle einen Job - deshalb auch der Mangel.
einen Job haben, heißt ja nun auch nicht untätig zu bleiben und sich 
nicht mehr verbessern zu wollen - die Möglichkeit wäre ja da, nur leider 
fehlt es auch den Leuten, die einen Job haben wohl an Spezialwissen oder 
sonstigen Skills, um die bessere Position bekleiden zu dürfen ... das 
nennt man dann Mangel.
Offenbar also nicht nur ein Problem der Arbeitslosigkeit, wenn Stellen 
nicht besetzt werden.

Autor: Smörre (Gast)
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> Übrigens: Das, was du als armselig bezeichnest, ist für die meisten eine
> Bereicherung. Es würde so manchem Stadtmenschen mal ganz gut tun, wenn
> er sich mal ein bisschen auf dem Lande aufhält.
auf diese Bereicherung kann ich gern verzichten, da kann ich auch gleich 
in die Wüste ziehen und als Einsiedler leben.

Autor: Ich (Gast)
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Mine Fields schrieb:
> Die haben
> dummerweise nur alle einen Job - deshalb auch der Mangel. Aber die
> Anforderungen werden ja schon teilweise stark heruntergeschraubt.
>

Dann müssten doch die Löhne für diese Experten steigen nicht sinken 
(Diskussion über den Mindestlohn für Fachkräfte außerhalb der EU).

Anforderungen: Wer seit Jahren auf einem Themengebiet intensiv 
gearbeitet hat, für den ist vieles selbstverständlich.
Wer nicht zu 100% in dem Themengebiet gearbeitet hat, der steht oftmals 
als Laie da.

Wissen kann man sich fast nur selbst heranziehen, nicht eben mal 
zukaufen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mine Fields schrieb:

> Es würde so manchem Stadtmenschen mal ganz gut tun, wenn
> er sich mal ein bisschen auf dem Lande aufhält.

Das funktioniert nur gut bei Touristen und Rentnern. Habe da reichlich 
Erfahrungsquellen.

Die mit gebrachten jugendlichen Kinder, wobei Familien aus Großstädten 
in mein Eifeldorf zogen, und zwar richtig tief Naturpark Südeifel, 
hielten es dort vor Langeweile nicht aus. Es gibt da am Ort allenfalls 
einen Fußballverein, aber keinen Jugendclub. Sie verließen die Familie 
in Richtung Heimat wieder. Nach spätestens zwei Monaten. Z.B. aus dem 
Eifeldorf wieder nach Düsseldorf. Aber Düsseldorf ist ja auch herrlich.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Smörre schrieb:
> einen Job haben, heißt ja nun auch nicht untätig zu bleiben und sich
> nicht mehr verbessern zu wollen

Du sagst damit, dass man sich nur verbesser kann, wenn man arbeitslos 
ist. Das ist mit der größte Blödsinn, den bisher jemand in diesem Forum 
abgelassen hat.

Smörre schrieb:
> die einen Job haben wohl an Spezialwissen oder
> sonstigen Skills, um die bessere Position bekleiden zu dürfen ... das
> nennt man dann Mangel.

Sie sind vielleicht in dem Job, weil ihre Fähigkeiten genau auf diesem 
Job passen. Wenn genau diese Fähigkeiten gebraucht werden ist das auch 
kein Problem.

Smörre schrieb:
> Offenbar also nicht nur ein Problem der Arbeitslosigkeit, wenn Stellen
> nicht besetzt werden.

Wie kann die Arbeitslosigkeit Probleme haben?

Smörre schrieb:
> auf diese Bereicherung kann ich gern verzichten, da kann ich auch gleich
> in die Wüste ziehen und als Einsiedler leben.

Dann lieber in der Großstadt-Käfighaltung als Hartz-IV-ler auf Kosten 
anderer dahinvegitieren. Tolle Einstellung.

Autor: Michael S. (technicans)
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Smörre schrieb:
> Offenbar also nicht nur ein Problem der Arbeitslosigkeit, wenn Stellen
> nicht besetzt werden.

Ich würde das eher als Problem der Arroganz von Arbeitgebern nennen.
Nicht fähig kommunikativ für die Zukunft zu planen. Der Arbeitsmarkt
ist für die ein reich gedeckter Tisch, wo man viel stehen lassen kann.
Warum die so was dummes tun? Na, weil es den AG einfach leicht gemacht
wird.

Smörre schrieb:
> da kann ich auch gleich
> in die Wüste ziehen und als Einsiedler leben.

Beantrage H4 und dann hast du das selbe, weil du dich dann
nämlich sozial ausgrenzt.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Ich schrieb:
> Dann müssten doch die Löhne für diese Experten steigen nicht sinken
> (Diskussion über den Mindestlohn für Fachkräfte außerhalb der EU).

Für viele wird das auch zutreffen. Und selbst wenn nicht: Das Idealbild 
der Marktwirtschaft existiert nur in der Theorie.

Ich schrieb:
> Anforderungen: Wer seit Jahren auf einem Themengebiet intensiv
> gearbeitet hat, für den ist vieles selbstverständlich.
> Wer nicht zu 100% in dem Themengebiet gearbeitet hat, der steht oftmals
> als Laie da.

Ist richtig. Und weiter?

Ich schrieb:
> Wissen kann man sich fast nur selbst heranziehen, nicht eben mal
> zukaufen.

Das ist auch richtig und ist daher auch gängige Praxis.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das funktioniert nur gut bei Touristen und Rentnern. Habe da reichlich
> Erfahrungsquellen.

Vielleicht in der Eifel. Wo anders gibt es durchaus Hochtechnologie in 
der "Provinz". Wobei das relativ ist - dank der guten Infrastruktur sind 
Großstädte innerhalb 1 Std. von vielen Orten in der "Provinz" gut zu 
erreichen.

Autor: Ich (Gast)
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Ein Studienkollege wohnt am Arxxx der Welt, dort wo sich Reh und Hase 
Gute-Nacht sagen, 2 km weiter.
Er fährt eine Strecke ca. 60km zu Arbeit.
Er liebt sein Häuschen mit Kachelofen, er heizt nur mit Holz und sein 
über 2000m2 Grundstück mit Waldbestand.

Für mich wäre das nichts, muss aber auch nicht in einer Großstadt 
wohnen.
Nur ständiges dem Job hinterherziehen kommt für mich nicht in Frage.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ich zog 1975 mal für einen AG 180km weit weg. Aber der AG war auch 
nachweislich nachhaltig und für die Mitarbeiter fürsorglich!!! Da auf 
solche Dinge muß man sich als Mensch verlassen können!!! Da mußte ich 
mir keinen Kopf machen, vielleicht 2 Jahre später arbeitslos an einem 
ganz fremden Ort zu sitzen, so wie es heutzutags eher mal ist.

So ein Ding heute ohne Zukunftsplanung läuft mit mir nicht mehr, und 
zwar nie mehr. Dort ist es bei mir aus mit der Flexibilität. Da hat 
Michael voll Recht.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ich schrieb:

> Nur ständiges dem Job hinterherziehen kommt für mich nicht in Frage.

Bis wohin sollte man das denn machen? Vielleicht bis 67 zum 
Renteneintritt? Glaubt jemand allen Ernstes, daß man dazu zwischen 50 
und 67 besondere Motivation hat? Mehr als mit 25?



Und noch mal was zur Bezahlung, wenn man flexibel ist:

Ich erinnere mich noch an 1975 bis 1978. Ein Mann um die 50 aus meinem 
Dorf pendelte genau wie ich Azubi auch am Wochenende mit der Bahn. Ich 
traf den immer freitags zur Heimfahrt aus Köln in der Bahn 
Köln-Saarbrücken, die durch die Eifel fährt. Er war ein Stückchen weiter 
als ich, nämlich im Ruhrpott. Der fing wohl mal genau wie ich an, schon 
in den 1950-ern, 15-20 Jahre früher als ich, machte die Pendelei aber 
viele viele Jahre durch. Da muß das Geld einfach gestimmt haben. Wie bei 
Inbetriebnehmern, z.B. Zuckerle hier im Forum. Er hatte immerhin ein 
schmuckes abbezahltes Haus im Ort und war JEDES Wochenende zu Hause. Das 
war alles bezahlt. Nicht an einem Projektende nach Monaten eine 
Heimreise bezahlt bekommen. Ein Auto hatte und brauchte der Mann gar 
nicht.

Er war da bei einem Energiekonzern, ich glaube RWE, im Bautrupp. Bau von 
Hochspannungsleitungen. Da gab es aber auch richtig ordentlich Auslöse 
und Trennungsgeld vom Heimatort, und die Reisen und Unterbringung 
sowieso. Ein Studium brauchte der Mann auch nicht.

Ist aber klar, daß es den Bau von Hochspannungsleitungen nicht zu Hause 
am Wohnort gibt.

Kollegen bei der Post, die im Bau von Funkanlagen waren, und die Woche 
über weg, hatten auch das doppelte Gehalt von mir. Und mehr als viele, 
die studiert haben. Aber der Betrieb sorgte sich bei denen um alles wie 
z.B. Unterkunft.

Autor: Smörre (Gast)
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> Smörre schrieb:
> einen Job haben, heißt ja nun auch nicht untätig zu bleiben und sich
> nicht mehr verbessern zu wollen

> Du sagst damit, dass man sich nur verbesser kann, wenn man arbeitslos
> ist. Das ist mit der größte Blödsinn, den bisher jemand in diesem Forum
> abgelassen hat.
Du hast meine Aussage offenbar nicht begriffen!

Smörre schrieb:
> die einen Job haben wohl an Spezialwissen oder
> sonstigen Skills, um die bessere Position bekleiden zu dürfen ... das
> nennt man dann Mangel.

> Sie sind vielleicht in dem Job, weil ihre Fähigkeiten genau auf diesem
> Job passen. Wenn genau diese Fähigkeiten gebraucht werden ist das auch
> kein Problem.

Darum ging es hier aber nicht.
Nochmal für Dich, damit auch Du es kapierst:
Wenn ich schon einen Job habe, wo meine Fähigkeiten genau passen und das 
ganze Tralala, dann heißt das noch lange nicht untätig und dumpf 
weiterzumachen, wenn sich was besseres bietet !
Jetzt begriffen?

Glaubst Du die Stellenangebote richten sich nur an irgendwelche 
Arbeitslose?!
Glaubst Du ernsthaft jeder der einen halbswegs passenden Job ist 
zufrieden damit?
Herr laß Hirn regnen.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Smörre schrieb:
> Nochmal für Dich, damit auch Du es kapierst:
> Wenn ich schon einen Job habe, wo meine Fähigkeiten genau passen und das
> ganze Tralala, dann heißt das noch lange nicht untätig und dumpf
> weiterzumachen, wenn sich was besseres bietet !
> Jetzt begriffen?

Ja schön. Natürlich wechseln Menschen den Job. Aber der reißt wo anders 
eine Lücke, die wieder gefüllt werden muss. Der Mangel verringert sich 
nicht.

Autor: Smörre (Gast)
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> Der Mangel verringert sich nicht.
richtig, aber das ist dann ein Mangel an spezialisierten Fachkräften zum 
Nulltarif - klar, daß das jedes Unternehmen möchte.
Nur dann muß mal runterkommen vom Elfenturm und sich mit der zweiten 
oder dritten Garde begnügen oder wenn einem das nicht paßt den 
vorhandenen passenden Bewerbern, eben etwas mehr bieten, sei es nun 
Geld, Urlaub oder was der entsprechend passende Bewerber so möchte ... 
das ist in anderen Branchen durchaus nicht unüblich.

Autor: Smörre (Gast)
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> Für mich wäre das nichts, muss aber auch nicht in einer Großstadt
> wohnen.
> Nur ständiges dem Job hinterherziehen kommt für mich nicht in Frage.
jeder hat eben glücklicherweise andere Vorlieben, insofern gleicht sich 
das auch locker wieder aus ... deshalb wäre es auch Irrsinn jeden Job 
hinterher zu hächeln, wenn die Bedingungen für einen selbst einfach 
nicht stimmen.
Man muß ja nicht zum Held der Arbeit werden.

Autor: Smörre (Gast)
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> Ich würde das eher als Problem der Arroganz von Arbeitgebern nennen.
> Nicht fähig kommunikativ für die Zukunft zu planen. Der Arbeitsmarkt
> ist für die ein reich gedeckter Tisch, wo man viel stehen lassen kann.
ja, das stimmt Michael, und das wird auch noch geraume Zeit so bleiben, 
weil es genügend Nachwuchs gibt und sich immer mal wieder Rosinen 
finden, wenn man als Unternehmen Zeit hat.
Der Witz ist aber, daß jedes Unternehmen natürlich nur die glitzernden 
und geschliffenen Diamanten unter den Bewerbern sucht, auch die 
Unternehmen die vergleichsweise gar nichts bieten können.
Genau deswegen gibt es das große Gejammer auf der Unternehmerseite wegen 
unfähiger, inkompatibler Bewerber, fast schon ein Dauerzustand.
Nur Jammern hilft nichts - das gilt für beide Seiten gleichermaßen.

Autor: Michael S. (technicans)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Da hat
> Michael voll Recht.

Danke für die Blumen.

Smörre schrieb:
> Herr laß Hirn regnen.

Dann machst du die Sauerei aber weg.
Eine brauchbare marktgerechte Weiterbildung würde es aber auch tun.

Mine Fields schrieb:
> Ja schön. Natürlich wechseln Menschen den Job. Aber der reißt wo anders
> eine Lücke, die wieder gefüllt werden muss.

Nicht unbedingt, weil Personalpflege mittlerweile sehr aufwändig ist,
kann es gut sein das die Stelle gar nicht wieder besetzt wird.
Das hab ich mehrfach erlebt weil es keine Stellenausschreibung danach
mehr gab.

Smörre schrieb:
> Man muß ja nicht zum Held der Arbeit werden.

Aus Arbeitgebersicht schon, mindestens.

Autor: iaoffline@web.de (Gast)
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Möchte auch mal meinen Senf dazu geben.

Erstmal die politische Ebene:

"Fachkräftemangel" ist ein Propagandabegriff (so wie Klimawandel oder 
Terrorgefahr).

Er sagt nur das die ganze Nutzlose Mischpoche in Politik und 
Unternehmerverbänden sich ein Thema offen hält um sich wichtig zu 
machen.

Das gab und gibt es, wird es auch immer geben. Bei Diskussionen über 
solche Metabegriffe denke ich nur; Ihr seid den ganzen Schmarotzern 
schön auf den Leim gegangen. Deren Ziele sind Begrifssbesetzung und 
Erhalt der Definitionsmacht. In Zeiten des Web 2.0 bedeutet das den 
vergifteten Gehirnmüll mit höherer Frequenz rauszublasen.

Dann die Firmenebene: Es ist nach meiner Erfahrung mitnichten so das die 
Firmen alle den Einstein unter den Absolventen suchen. Ganz im 
Gegenteil. Sie suchen jemanden der zum Laden passt. In der Praxis werden 
Blödmänner genau so weggebissen wie überragende Köpfe. Wer einmal die 
Geistesschwäche einer sog. großen Entwicklungsabteilung in einem Konzern 
gesehen hat weiß wovon ich rede. Da werden Drohnen gebraucht und gut 
bezahlt. Dummköpfe und sog. gute Leute sind da fehl am Platz. Die Breite 
macht es, nicht die Exzellenz. Ein high-performer ist dort übrigens 
genau richtig. Performer ist ein begriff aus dem Theater. Zu deutsch 
Schauspieler.

Persönliche Erfahrungen: Die Propagandafloskeln auf diese Ebene zu 
transponieren halte ich für unmöglich. Es ist schlicht reiner Zufall 
wenn sich der persönliche Horizont mit der nationalen medialen 
fremdbestimmten Großwetterlage deckt. Für einen Ing. oder dem 
nahestehende Berufssparten sollte transzendieren da ein leichtes sein. 
Den meisten fällt es aber schwer sich vom Propagandamüll zu lösen, wie 
man auch hier lesen kann.

In Foren sind die rumquaker auch immer in der Mehrzahl. Der Eindruck den 
man da gewinnen kann ist vom Untergang des Abendlandes nie weit 
entfernt.

Ein persönliche Sache an Willem.

Nichts ist schlimmer als gut gemeint aber dennoch:
Was bei deinen Postings bei mir ankommt: Such dir einen guten Coach

Autor: Ich (Gast)
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Ein schöner Artikel zum Thema Fachkräftemangel in der Süddeutschen.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/spanische-fachkraefte-in-deutschland-angela-merkel-hat-gesagt-wir-brauchen-euch-1.1193210

In Spanien herrscht die Krise, fast die Hälfte der jungen Menschen dort 
ist arbeitslos. Deshalb hoffen viele gut ausgebildete Spanier, in 
Deutschland ihr Glück zu finden, wo Fachkräfte rar und gesucht sind. 
Doch die Erwartungen beider Seiten sind oft zu hoch.

(...)Er will zu den zehn Prozent Spaniern gehören, die wenigstens 
Grundkenntnisse haben. Damit gehört er zu einer Minderheit, sagt César: 
"Viele denken, toll, in Deutschland gibt's Arbeit. Aber Deutsch lernen? 
Oh nein, viel zu anstrengend!" Und doch habe er in Spanien keinen Platz 
mehr in einem Sprachkurs ergattern können. "Die Kurse sind komplett 
überlaufen."

Autor: Marx W. (Gast)
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Die Kommetare  dazu, sind auch lesenswert!

Autor: Mine Fields (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Mine Fields schrieb:
>> Ja schön. Natürlich wechseln Menschen den Job. Aber der reißt wo anders
>> eine Lücke, die wieder gefüllt werden muss.
>
> Nicht unbedingt, weil Personalpflege mittlerweile sehr aufwändig ist,
> kann es gut sein das die Stelle gar nicht wieder besetzt wird.
> Das hab ich mehrfach erlebt weil es keine Stellenausschreibung danach
> mehr gab.

Dann war die Stelle wahrscheinlich überflüssig. Das gibt es sicherlich 
auch, trifft aber nur einen kleinen Teil der Stellen.

Dazu kommt, dass eine normal arbeitende Firma schon längst einen 
Nachfolger hat, bevor der erfahrene Ingenieur die Stelle verlässt. Dass 
eine Stelle 1:1 von einem anderen Mitarbeiter (womöglich noch eine 
Neueinstellung) ersetzt wird, ist normalerweise wenig zielführend. 
Sinnvollerweise wird das anders gehandhabt und ist damit für den äußeren 
Betrachter auch nicht so transparent, wie du es bräuchtest, um es zu 
verstehen.

Autor: Michael S. (technicans)
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Ich schrieb:
> In Spanien herrscht die Krise, fast die Hälfte der jungen Menschen dort
> ist arbeitslos. Deshalb hoffen viele gut ausgebildete Spanier, in
> Deutschland ihr Glück zu finden, wo Fachkräfte rar und gesucht sind.
> Doch die Erwartungen beider Seiten sind oft zu hoch.

Warum die überhaupt hierher kommen sollen? Wäre doch viel einfacher
wenn die Firmen in Spanien Niederlassungen gründen würden, sofern
es der Arbeitsplatz zulässt. Dann hätte man das Sprach- wie auch das 
Integrationsproblem nicht. Das Geld was das mehr kostet wäre doch viel 
schneller wieder rein als alle Macken zu beseitigen die die Leute
hier machen würden.
Es wird wohl Unternehmenspolitisch nur auf Bequemlichkeit geachtet
und wenn die nicht mehr gebraucht werden, werden die beim Staat
entsorgt.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
Datum:

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" Liebe SZ-Redaktion. Wenn ihr euch wundert, warum die Abo-zahlen zurück 
gehen. Dann nur deshalb, weil ihr es euch nicht vorstellen könnt, dass 
der mittelmäßig gebildete Deutsche ob dieses "Fachkräftemangel-Märchen" 
sich nur mehr mit grausen eure Artikel zumuten will.
Wer Wunschpropaganda zum dumpen von Löhnen liefert, braucht keine Leser 
mehr.
Den die haben für ihre paar Euro´s bessere Verwendung, als sich durch 
solche Artikel (wie oben) verschaukeln zu lassen. "

http://www.sueddeutsche.de/karriere/spanische-fachkraefte-in-deutschland-angela-merkel-hat-gesagt-wir-brauchen-euch-1.1193210?commentCount=6&commentspage=1#kommentare

Das war ein Originalzitat von einer Lesermeinung , sehe es 100 % genauso 
..

Autor: Mine Fields (Gast)
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Smörre schrieb:
> richtig, aber das ist dann ein Mangel an spezialisierten Fachkräften zum
> Nulltarif - klar, daß das jedes Unternehmen möchte.

Das will kein Unternehmen. Die wissen schon, dass Qualität auch Geld 
kostet und ein Mitarbeiter zum Nulltarif auch nicht motiviert ist und 
damit auch null Leistung bringt.

Autor: Michael S. (technicans)
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Mine Fields schrieb:
> Das will kein Unternehmen. Die wissen schon, dass Qualität auch Geld
> kostet und ein Mitarbeiter zum Nulltarif auch nicht motiviert ist und
> damit auch null Leistung bringt.

Das sagt einem aber auch der gesunde Menschenverstand und die Ein-Euro-
Jobs haben es bewiesen.

Mine Fields schrieb:
> Dazu kommt, dass eine normal arbeitende Firma schon längst einen
> Nachfolger hat, bevor der erfahrene Ingenieur die Stelle verlässt. Dass
> eine Stelle 1:1 von einem anderen Mitarbeiter (womöglich noch eine
> Neueinstellung) ersetzt wird, ist normalerweise wenig zielführend.
> Sinnvollerweise wird das anders gehandhabt und ist damit für den äußeren
> Betrachter auch nicht so transparent, wie du es bräuchtest, um es zu
> verstehen.

Ist das jetzt Vermutung oder hast du das selbst erlebt?
Ich habe eher den Eindruck, du argumentierst ständig dagegen,
nur um die wichtig zu machen, hast aber keinerlei Referenzen
und da bin ich anscheinend mit meiner Meinung nicht der einzige.
Einmal hatte ich den Fall das ich für eine Firma tätig war die nur
begrenzt Arbeit hatte. Der Mann der das sonst machte war schon
länger krank und da haben die einen Naiven gefunden der den Auftrag
der locker 300k Umsatz brachte erledigte, danach war tschüs und
im Lebenslauf steht nun dieser Schandfleck. Übrigens hab ich das
mit dem kranken Mitarbeiter durch Kollegen erfahren und nicht von der
Geschäftsleitung und zurück blickend ist das so ähnlich schon öfters 
vorgekommen mit anderen Variationen.

Autor: Mark B. (markbrandis)
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Mine Fields schrieb:
> Dazu kommt, dass eine normal arbeitende Firma schon längst einen
> Nachfolger hat, bevor der erfahrene Ingenieur die Stelle verlässt.

Das ist zumindest die Theorie - in der Praxis läuft es längst nicht 
immer so.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Das sagt einem aber auch der gesunde Menschenverstand und die Ein-Euro-
> Jobs haben es bewiesen.

Trotzdem behaupten es hier einige (scheinbar) ernsthaft.

Michael S. schrieb:
> Ist das jetzt Vermutung oder hast du das selbst erlebt?

Ja, das habe ich schon mehrfach selbst erlebt.

Michael S. schrieb:
> Ich habe eher den Eindruck, du argumentierst ständig dagegen,
> nur um die wichtig zu machen, hast aber keinerlei Referenzen
> und da bin ich anscheinend mit meiner Meinung nicht der einzige.

Na wenigstens ist die Behauptung mal etwas kreativer als der ständige 
Ghostwritervorwurf.

Michael S. schrieb:
> Einmal hatte ich den Fall das ich für eine Firma tätig war die nur
> begrenzt Arbeit hatte. Der Mann der das sonst machte war schon
> länger krank und da haben die einen Naiven gefunden der den Auftrag
> der locker 300k Umsatz brachte erledigte, danach war tschüs und
> im Lebenslauf steht nun dieser Schandfleck.

Das kann passieren. Ist aber nicht die Regel. Normalerweise werden für 
so etwas befristete Stellen ausgeschrieben.

Michael S. schrieb:
> Übrigens hab ich das
> mit dem kranken Mitarbeiter durch Kollegen erfahren und nicht von der
> Geschäftsleitung und zurück blickend ist das so ähnlich schon öfters
> vorgekommen mit anderen Variationen.

Also nur Hörensagen und nicht selbst erlebt.

Autor: Michael S. (technicans)
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Mine Fields schrieb:
> und zurück blickend ist das so ähnlich schon öfters
>> vorgekommen mit anderen Variationen.
>
> Also nur Hörensagen und nicht selbst erlebt.

Ich schrob: "zurück blickend" , also auch so selbst erlebt.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Ich schrob: "zurück blickend" , also auch so selbst erlebt.

Gut. Deine Ausgangsgeschichte bleibt dennoch Hörensagen. Und ändert 
nichts daran, dass der Regelfall ganz anders aussieht.

Mark Brandis schrieb:
> Mine Fields schrieb:
>> Dazu kommt, dass eine normal arbeitende Firma schon längst einen
>> Nachfolger hat, bevor der erfahrene Ingenieur die Stelle verlässt.
>
> Das ist zumindest die Theorie - in der Praxis läuft es längst nicht
> immer so.

Wie gesagt - eine 1:1-Besetzung wird nicht funktionieren, deshalb gibt 
es auch keine Stellenausschreibung nach Verlust/Versetzung eines 
Mitarbeiters. Nachfolger gibt es innerhalb des Teams in der Regel schon.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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>> richtig, aber das ist dann ein Mangel an spezialisierten Fachkräften zum
>> Nulltarif - klar, daß das jedes Unternehmen möchte.

> Das will kein Unternehmen.

dach das wollen eigentlich alle ..

> Die wissen schon, dass Qualität auch Geld
> kostet und ein Mitarbeiter zum Nulltarif auch nicht motiviert ist und
> damit auch null Leistung bringt.

ich glaube es eher nicht das es denen dieser Sachverhalt bewusst ist ..

Autor: Michael S. (technicans)
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Mine Fields schrieb:
> Nachfolger gibt es innerhalb des Teams in der Regel schon.

In Konzernen und dem Mittelstand wahrscheinlich möglich.
Bei mir waren das Klitschen von 10 bis 50 MA
(Zugehörigkeit zum Mittelstand fließend)
Die haben gar nicht die Resourcen für so was.

Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> ich glaube es eher nicht das es denen dieser Sachverhalt bewusst ist ..

Die denken doch eher: Ich bin der Chef, habe Kohle, also bin ich.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mine Fields schrieb:

> Smörre schrieb:
>> richtig, aber das ist dann ein Mangel an spezialisierten Fachkräften zum
>> Nulltarif - klar, daß das jedes Unternehmen möchte.
>
> Das will kein Unternehmen. Die wissen schon, dass Qualität auch Geld
> kostet und ein Mitarbeiter zum Nulltarif auch nicht motiviert ist und
> damit auch null Leistung bringt.

Das ist teilweise so, und so sollte es idealerweise sein. Tatsächlich 
ist dem lange nicht so.

In einer ehemaligen Firma flüchteten nach und nach die zuletzt 
eingestellten Ingenieure, meistens nach der Probezeit, nach 8 oder 9 
Monaten. So lange brauchten sie, um zu merken, daß man sich besser was 
anderes sucht. Meistens wurden auch Absolventen eingestellt, weil die am 
wenigsten kosten. Wurden unter der Gürtellinie entlohnt, weit unter 
Tarif. Für das Unternehmen ist der Schaden unterm Strich jedoch größer, 
als sie an einem Mitarbeiter sparen wollten. Denn der braucht ja erst 
mal Einarbeitung, in der er wenig produktiv ist. Man arbeitet jemand 
ein, und danach flüchtet er. Vielleicht merken die das irgendwann mal.

Der PL sagte mal zu uns allen: Schade um die Leute, wir bieten denen zu 
wenig. Aber ihm waren auch die Hände gebunden, denn die Vorgaben zum 
Verhandlungsspielraum machte die Geschäftsführung, womit der PL dann 
selbstständig die Einstellungsgespräche führen mußte.