Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Reparatur eines Transformators


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von Herman (Gast)


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Hallo,
ich habe hier einen Transformator mit komplett verschmorter 
Primärwicklung.
Der Transformator stammt aus einem Schweissgerät und ist dort für die 
Spannungsversorgung der Ansteuerung und für eine Pumpe zuständig, siehe 
T2 in Schaltplan.

Für die Reparatur bin ich folgendermaßen vorgegangen:
1. Trafo in Backofen (150 °C) um das verklebte Trafoblech zu lösen.
2. Trafoblech entfernt
3. Primärwindung abgewickelt und Windungen gezählt ( war ein einziger 
Kurzschluss), der Lack war fast überall weg.
4. eine Testwicklung (50Wdg) auf den Supulenkörper aufgebracht
5. Kern wieder grob zusammengesteckt
6. Testwicklung mit 20VAC beaufschlagt und damit versucht die 
Windungszahlen zu ermitteln und somit auch das Verhältnis von 
Spannung/Wdg.
7. Primärwindung neu aufbringen und Trafo wider komplett zusammenbauen.

Ergebnis:
gezählte Windungen (Primär) hatten 0,68VAC/Wdg
mit der Testwicklung und den bekannten Spannungswerten der 
Sekundärwindungen bin ich auf ca. 0,6VAC/Wdg.
Daraus lässt sich folgern daß die Leerlaufspannung ca. 13% höher sein 
wird als die angegebenen Nennspannungen, was mir ersteinmal halbwegs OK 
vorkommt.

Problem:
Die Messung des Ruhestroms bei Anlegen von 230 VAC an die 220V Windung 
ergibt einen Spitzenwert von 1,42 (Siehe Bild) Ampere was mir erheblich 
zuviel vorkommt, man sieht die Sättigung ja ganz deutlich.
Bei 220VAC sind es immernoch 1,2 Ampere.
Das Gleiche passiert auch wenn ich an eine der Sekundärwindungen die 
Nennspannung anlege (gleicher Stromverlauf).
Daraus schliesse ich dann ersteinmal, daß mir beim Bewickeln an sich 
kein Fehler unterlaufen ist (falsche Windungzahl), sondern daß der 
Transformator so ausgelegt ist.

Meine Frage ist nun, ob das so normal sein kann oder eindeutig irgendwas 
im Busch ist (Kann sich Trafoblech mit zunehmendem Alter verändern?)

Auf dem Bild mit dem Leistungsmessgerät ist eine Verlustleistung von 10W 
zu erkennen, was ja vermutlich nicht allzu viel ist bei einem Trafo 
dieser Größe (EI 120/53 Kern, vermutlich 300-400VA oder so)
Ausserdem ist der Transformator moderat am Knurren, man hört die 
Oberwellen.

Ich finde das Ganze sehr komisch, da ich nicht glaube daß die am Trafo 
gespart haben sollen, da das Schweissgerät (Bj 1989, MesserGriesheim) 
kein Billigteil ist sondern einen Neupreis von ca. 10000DM hatte.

Ungeklärt ist auch noch die Ursache des Defektes, Es gab auf einer 
Basis-Treiberplatine einen defekt (Diode weggebrannt), das kann aber 
eigentlich nicht die Ursache sein, da diese Treiberplatine nicht über 
den Trafo versort wird. Ich vermute, daß die Pumpe, die an der 220V 
Wicklung hing entweder defekt ist oder hängt, habe bis jetzt nur den 
Widerstand der Pumpe gemessen (22 Ohm) was aber wenig Aussagekraft hat.

Wenn Jemand Rat weiß zu deb Sättigungseffekten wäre ich froh über ein 
Kommentar.
Viele Grüße

von Harald W. (wilhelms)


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Herman schrieb:

> ich habe hier einen Transformator mit komplett verschmorter
> Primärwicklung.
> 7. Primärwindung neu aufbringen und Trafo wider komplett zusammenbauen.

> Die Messung des Ruhestroms bei Anlegen von 230 VAC an die 220V Windung
> ergibt einen Spitzenwert von 1,42 (Siehe Bild) Ampere was mir erheblich
> zuviel vorkommt,
> Wenn Jemand Rat weiß zu deb Sättigungseffekten wäre ich froh über ein
> Kommentar.

Ich vermute, auch eine der Sek.-Wicklungen hat Windungsschluss.
Gruss
Harald

von Herman (Gast)


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Hallo,
Vielen Dank für die Antwort.

Ein Windungsschluss wäre vermutlich möglich, jedoch liefern sämtliche 
Windungen ihre Nennspannung + 12% bis 15%, ausserdem hatte ich als der 
Spulenträger frei war noch versucht über die Induktivität die 
Windungzahl zu ermitteln was aber prinzipiell auf Grund der unklaren 
Geometrie nicht sehr sinnvol war.

Allerdings konnte ich dabei auch keine allzugroßen Abweichungen der 
Verhältnisse der Windungszahlen² zu der Induktivität der Wicklungen 
untereinander feststellen.

Die Ergebnisse hab ich leider nicht notiert, da ich es sowieso verworfen 
habe, aber bei einem Windungsschluss sekundär hätte sich das hierbei 
wahrscheinlich stark bemerkbar gemacht.

Wenn an die 220V  Wicklung 140VAC anlege sinkt das Strommaximum auf 45mA 
und die Leistungsaufnahme auf 1W (die Anzeige ist hier sicherlich nicht 
mehr sehr genau). Wenn es einen Windungsschluss gäbe müsste sich das 
doch trotzdem sehr deutlich bemerkbar machen.

zur Sicherheit habe ich eben nochmal eine Testwindung über dem 
Spulenkörper mit den Sek. Wicklungen aufgebracht und kurzgescklossen 
(0,4mm Cu-Lack).
Das hat einen Anstieg der Leistung von 10W auf 15W ergeben, bei Draht 
mit den Verwändeten Stärken (>1mm) würde der Anstieg die 
Leerlaufleistung bereits übersteigen. Wenn ich richtig liege sollte man 
damit einen Windungsschluss recht gut ausschliessen können.

Gruß
Herman

von Klaus D. (kolisson)


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Sag mal Autor: Herman (Gast) ,
in deinem Foto ist ja wohl die rechte Wicklung die erneuerte , oder?
(die mit dem Isolierband drumrum)

ich bin nun wirklich kein Trafospezialist aber für mich sieht das
unter dem Isoband etwas merkwürdig aus..

1. Es sieht so aus, als hättest du das kreuz und quer gewickelt.
2. Der Draht sieht im Vergleich zur Sekundärwicklung recht dick aus.


Vielleicht machst du das Isoband nochmal ab und machst ein neues Foto.

Gruss Klaus

p.s.
und stell gleich mal einen Mass-stab (Feuerzeug) mit ins Bild.
Irgendwie passen mir die Dimensionen nicht wirklich

von hinz (Gast)


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Herman schrieb:

> 0,6VAC/Wdg.

> EI 120/53 Kern

Da wären aber ehr 2,5Wdg/V üblich, nicht 1,7Wdg/V. Wunder dich also 
nicht, dass der Kern haarscharf vor der Sättigung ist.

von Falk B. (falk)


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@  Herman (Gast)

>Die Messung des Ruhestroms bei Anlegen von 230 VAC an die 220V Windung
>ergibt einen Spitzenwert von 1,42 (Siehe Bild) Ampere was mir erheblich
>zuviel vorkommt, man sieht die Sättigung ja ganz deutlich.
>Bei 220VAC sind es immernoch 1,2 Ampere.

Da stimmt was nicht. Entweder zu wenig Primärwindungen oder wie bereits 
gesagt sekundärer Windungsschluß, was aber mit dem Stromverlauf nicht 
erklärbar ist.

>Daraus schliesse ich dann ersteinmal, daß mir beim Bewickeln an sich
>kein Fehler unterlaufen ist (falsche Windungzahl), sondern daß der
>Transformator so ausgelegt ist.

Nö. Vielleicht ist es sogar ein 115V Trafo ;-)
Oder es sind zwei 115V Wicklungen drauf gewesen.

>Auf dem Bild mit dem Leistungsmessgerät ist eine Verlustleistung von 10W
>zu erkennen, was ja vermutlich nicht allzu viel ist bei einem Trafo
>dieser Größe (EI 120/53 Kern, vermutlich 300-400VA oder so)

Schau mal ins Datenblatt, schau den magnetischen Querschnitt an, lies 
wss über Transformatoren und Spulen und dann weißt du, ob deine 
0,6V/Windung richtig sind.

>Ausserdem ist der Transformator moderat am Knurren, man hört die
>Oberwellen.

Im Leerlauf? Da ist was faul.

>kein Billigteil ist sondern einen Neupreis von ca. 10000DM hatte.

10k? Nie und nimmer. Oder meinst du das Gerät?

MFG
Falk

von Stefan F. (sfrings)


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Für mich klingt es nach einen Kurzschluss in der sekundär Wicklung. Wenn 
es nur eine von z.B. 30 Windungen ist, fällt das an der 
Ausgangs-Spannung nicht wirklich auf. Aber die kurzgeschlossene Wicklung 
nimmt viel Leistung auf.

Es kann auch sein, dass der Eisenkern in die Sättigung getrieben wird 
(eventuell falsches Material verwendet, oder Designfehler), das wäre 
eine möglicher Erklärung, warum der Travo ohne externe Einflüsse 
zerstört wurde.

von Harald W. (wilhelms)


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Herman schrieb:

> Wenn an die 220V  Wicklung 140VAC anlege sinkt das Strommaximum auf 45mA
> und die Leistungsaufnahme auf 1W (die Anzeige ist hier sicherlich nicht
> mehr sehr genau).

...und dann betragen die Ausgangsspannungen auch nur 2/3 der Nenn-
spannungen? Irgendwie habe ich den Eindruck, Du hast zuwenig
Primärwindungen drauf.
Gruss
Harald

von Herman (Gast)


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Hallo,
@ Klaus De lisson (kolisson)
>Sag mal Autor: Herman (Gast) ,
>in deinem Foto ist ja wohl die rechte Wicklung die erneuerte , oder?
>(die mit dem Isolierband drumrum)

>ich bin nun wirklich kein Trafospezialist aber für mich sieht das
>unter dem Isoband etwas merkwürdig aus..

Ja, die rechte Wicklung ist die neue, das Isoband will ich nicht 
abmachen, weil ich dann den Traffo nochmal zerlegen müsste, was sehr 
müsam ist.
Kreuz und quer ist er nicht gewickelt, sonst hätte ich die Drahtmenge 
niemals draufbekommen.

Die Abmessungen sind ziemlich genau so wie z.B. in 
http://www.isoltra.de/files/1_transformatoren/3_steuertransformatoren/universal-steuertransformatoren_nach_vde_0570%20_en_61558_baureihe_ei.pdf
für einen EI 120/53 Trafo.

@ hinz (Gast)
>Da wären aber ehr 2,5Wdg/V üblich, nicht 1,7Wdg/V. Wunder dich also
>nicht, dass der Kern haarscharf vor der Sättigung ist.

Das würde das Verhalten erklären, danke. Ich habe leider kein Datenblatt 
oder Ähnliches gefunden in dem dieser Wert für den Kern angegeben ist.

@Falk Brunner (falk)

>>Die Messung des Ruhestroms bei Anlegen von 230 VAC an die 220V Windung
>>ergibt einen Spitzenwert von 1,42 (Siehe Bild) Ampere was mir erheblich
>>zuviel vorkommt, man sieht die Sättigung ja ganz deutlich.
>>Bei 220VAC sind es immernoch 1,2 Ampere.

>Da stimmt was nicht. Entweder zu wenig Primärwindungen oder wie bereits
>gesagt sekundärer Windungsschluß, was aber mit dem Stromverlauf nicht
>erklärbar ist.

zu wenig Windungen würde den Stromverlauf genau erklären, jedoch habe 
ich die Windungszahlen der Originalen Wicklung beibehalten, sogar das 
gewicht des verwendeten Kupferlackdrahtes stimmt recht gut mit dem alten 
Kupfer überein. Ein Windungsschluss würde sich doch auch bei niedrigerer 
Spannung bemerkbar machen, ab 140 VAC auf der 220V Wicklung läuft der 
Trafo absolut normal, kein Knurren, 45mA Max-Strom, Leistungsaufnahme 
<1W. Ausserdem:


>zur Sicherheit habe ich eben nochmal eine Testwindung über dem
>Spulenkörper mit den Sek. Wicklungen aufgebracht und kurzgescklossen
>(0,4mm Cu-Lack).
>Das hat einen Anstieg der Leistung von 10W auf 15W ergeben, bei Draht
>mit den Verwändeten Stärken (>1mm) würde der Anstieg die
>Leerlaufleistung bereits übersteigen. Wenn ich richtig liege sollte man
>damit einen Windungsschluss recht gut ausschliessen können.

Sollte damit ein Windungsschluss nicht ausgeschlossen sein?


>>Daraus schliesse ich dann ersteinmal, daß mir beim Bewickeln an sich
>>kein Fehler unterlaufen ist (falsche Windungzahl), sondern daß der
>>Transformator so ausgelegt ist.

>Nö. Vielleicht ist es sogar ein 115V Trafo ;-)
>Oder es sind zwei 115V Wicklungen drauf gewesen.

Mit keinen Fehler meinte ich keinen Fehler der nicht auch schon vorher 
da war. Die Wicklungen waren exakt so wie in dem Schaltplan zu sehen 
ist. ausserdem waren die Abgriffe mit einem Aufkleber beschriftet. Somit 
ist es ausgeschlossen, daß es sich um eine oder 2 115V Wicklungen 
handelte, dann würden auch die Sekundärspannungen nicht stimmen.

>Schau mal ins Datenblatt, schau den magnetischen Querschnitt an, lies
>wss über Transformatoren und Spulen und dann weißt du, ob deine
>0,6V/Windung richtig sind.

Leider habe ich kein Datenblatt zu dem Kern gefunden, wenn du eines 
gefunden hast, wäre ich für einen Link sehr dankbar.
hinz (Gast) sagte ja bereits, daß 2,5 Wdg pro Volt üblich wären bei dem 
Kern, was die sache erklärt. Es wundert mich halt nur, daß die Geräte 
original so ausgelegt sein sollten.


>>kein Billigteil ist sondern einen Neupreis von ca. 10000DM hatte.

>10k? Nie und nimmer. Oder meinst du das Gerät?
Ich meinte das Schweissfgrät, nicht den Trafo.

@ Stefan Frings (sfrings)

>Es kann auch sein, dass der Eisenkern in die Sättigung getrieben wird
>(eventuell falsches Material verwendet, oder Designfehler), das wäre
>eine mögliche Erklärung, warum der Trafo ohne externe Einflüsse
>zerstört wurde.

ich denke, das trifft die Sache gut, ich finde es nur seltsam, daß ein 
solche Designfehler vorkommt in so einem hochwertigen Gerät und, daß 
dies erst nach über 20 Jahren zu einem Defekt führt.

@ Harald Wilhelms (wilhelms)

>> Wenn an die 220V  Wicklung 140VAC anlege sinkt das Strommaximum auf 45mA
>> und die Leistungsaufnahme auf 1W (die Anzeige ist hier sicherlich nicht
>> mehr sehr genau).

>...und dann betragen die Ausgangsspannungen auch nur 2/3 der Nenn-
>spannungen? Irgendwie habe ich den Eindruck, Du hast zuwenig
>Primärwindungen drauf.

Das verstehe ich nicht ganz, wenn es primär zu wenig Windungen sein 
sollten, dann müssten die Spannungen sekundär doch entsprechend höher 
sein und bei einer niedrigeren angelegten Spannung ihren Nennwert 
erreichen, sagen wir, die neue Primärwicklung hätte 1/3 zu wenig 
Windungen und wäre somit ca. für 140V ausgelegt, dann müssten doch hier 
die Sekundärwicklungen bereits ihre Nennspannung erreichen.


Viele Grüße und danke für die vielen Antworten
Herman

von Harald W. (wilhelms)


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Herman schrieb:

> Das verstehe ich nicht ganz, wenn es primär zu wenig Windungen sein
> sollten, dann müssten die Spannungen sekundär doch entsprechend höher
> sein und bei einer niedrigeren angelegten Spannung ihren Nennwert
> erreichen, sagen wir, die neue Primärwicklung hätte 1/3 zu wenig
> Windungen und wäre somit ca. für 140V ausgelegt, dann müssten doch hier
> die Sekundärwicklungen bereits ihre Nennspannung erreichen.

Wenn der Kern bereits in der Sättigung ist, steigen die Sek-Spannungen
nicht weiter an, aber da Du ja anscheinend ein 140V-Quelle hast miss
doch einfach mal nach. Vielleicht gewinnen wir alle ja dadurch neue
Erkenntnisse. :-)
Ein Fehler beim Zählen der Wicklungen kann jedem mal passieren.
Ich habe während meiner Lehre auch Trafos gewickelt. Nach dem
Wickeln und vor dem Schachteln wurde mit einem speziellen Meß-
gerät auf Windungsschluss getestet. Es bestand aus einem Kern
ähnlich einer Ferritantenne mit einer Spule drauf, der in die
Trafospule gesteckt wurde. Auf einem Messinstrument gab es dann
eine gut/schlecht-Anzeige.
Gruss
Harald

von Mechaniker (Gast)


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> Die Messung des Ruhestroms bei Anlegen von 230 VAC an die
 > 220V Windung ergibt einen Spitzenwert von 1,42

Der Trafo wird doch mit 2 Phasen gespeist(380V) und die 220V Windung 
geht an die Pumpe oder etc. (K1.7/K18).
Da kannst du nicht einspeisen.

von Mikel M. (mikelm)


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Herman schrieb:

>
> ich denke, das trifft die Sache gut, ich finde es nur seltsam, daß ein
> solche Designfehler vorkommt in so einem hochwertigen Gerät und, daß
> dies erst nach über 20 Jahren zu einem Defekt führt.
>

 Eigentlich würde ich Dir da recht geben, aber wenn das an der Grenze 
konstruiert wurde, kann jede Verschlechterung der Bedingungen den 
Ausschlag geben.
- Verstaubung, zugedeckte Lüftungsschlitze -> schlechtere Wärmeabgabe
- Es war ein seht heißer Sommer, sprich hohe Umgebungstemperatur
- Erhöhung der Spannung von 220V auf 230V (allein aus diesem Grund wäre 
es schon günstiger evt 2-3 Windungen mehr zu machen)
- Isolierung verschlechtert sich (solle nach Neuwicklung wieder ok sein)
- ... wird wohl noch mehr Punkte geben

 Welchen Durchmesser hatte der Draht der drauf war und welchen hast du 
genommen?

von Herman (Gast)


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@Harald Wilhelms (wilhelms)

>> Das verstehe ich nicht ganz, wenn es primär zu wenig Windungen sein
>> sollten, dann müssten die Spannungen sekundär doch entsprechend höher
>> sein und bei einer niedrigeren angelegten Spannung ihren Nennwert
>> erreichen, sagen wir, die neue Primärwicklung hätte 1/3 zu wenig
>> Windungen und wäre somit ca. für 140V ausgelegt, dann müssten doch hier
>> die Sekundärwicklungen bereits ihre Nennspannung erreichen.

>Wenn der Kern bereits in der Sättigung ist, steigen die Sek-Spannungen
>nicht weiter an, aber da Du ja anscheinend ein 140V-Quelle hast miss
>doch einfach mal nach. Vielleicht gewinnen wir alle ja dadurch neue
>Erkenntnisse. :-)
>Ein Fehler beim Zählen der Wicklungen kann jedem mal passieren.
>Ich habe während meiner Lehre auch Trafos gewickelt. Nach dem
>Wickeln und vor dem Schachteln wurde mit einem speziellen Meß-
>gerät auf Windungsschluss getestet. Es bestand aus einem Kern
>ähnlich einer Ferritantenne mit einer Spule drauf, der in die
>Trafospule gesteckt wurde. Auf einem Messinstrument gab es dann
>eine gut/schlecht-Anzeige.

Meine Spannungsquelle ist ein Trenntrafo mit nachgeschaltetem Variac, 
welcher bis 260VAC geht.
Auf den beiden Bildern sieht man Spannungs und Stromverlauf wenn ich 
42VAC (laut DMM) an die sekundäre 42V Wicklung anlege.
folgendes habe ich an den anderen Windungen gemessen (Leerlauf):
8V   >>  6,8V
18V  >>  17,3V
18V  >>  17,3V
220V >>  198V
380V >>  341V

Auf dem 3. Bild sieht man den Stromverlauf bei einer reduzierten 
Spannung von 42VAC auf 28,4VAC, der Max-Strom beträgt hier dann nur noch 
215mA wo es vorher 3,7A waren.

Die messungen lassen zwar vermuten, daß die Primärwindungen was das 
Windungsverhältnis angeht etwas gering sind, aber ca. 12% Reserve um den 
Spannungsabfall unter Last auszugleichen scheint mir nicht allzu 
übertrieben.

Somit bleibt doch nur, daß der Trafo von Anfang an falsch dimensioniert 
war.

@Mechaniker (Gast)
>Der Trafo wird doch mit 2 Phasen gespeist(380V) und die 220V Windung
>geht an die Pumpe oder etc. (K1.7/K18).
>Da kannst du nicht einspeisen.

Ich habe hier keine 380V 2 Phasen zur Verfügung, aber worin besteht 
Unterschied ob ich für Leerlauftests in die 220V Wicklung oder in 
irgendeine der Anderen einspeise?
Die Differenzspannung zwischen L1 und L2 sollte doch 380VAC bei 50Hz 
sein oder liege ich da falsch?

@Mikel M. (mikelm)

> Eigentlich würde ich Dir da recht geben, aber wenn das an der Grenze
>konstruiert wurde, kann jede Verschlechterung der Bedingungen den
>Ausschlag geben.
>- Verstaubung, zugedeckte Lüftungsschlitze -> schlechtere Wärmeabgabe
>- Es war ein seht heißer Sommer, sprich hohe Umgebungstemperatur
>- Erhöhung der Spannung von 220V auf 230V (allein aus diesem Grund wäre
>es schon günstiger evt 2-3 Windungen mehr zu machen)
>- Isolierung verschlechtert sich (solle nach Neuwicklung wieder ok sein)
>- ... wird wohl noch mehr Punkte geben

> Welchen Durchmesser hatte der Draht der drauf war und welchen hast du
>genommen?

Hohe Umgebungstemperatur kann natürlich sein, verdreckt war das ganze 
auch recht stark, Lüftung war aber ok, da die Schlitze sehr groß sind.
Die Erhöhung 220V auf 230V macht mir auch ein wenig sorgen, aber ich 
bekomme keine weiteren Windungen mehr drauf, wahrscheinlich weil ich die 
Lagen jeweils mit einer dünnen Schicht Isoband getrennt und zusätzlich 
mit Kontakt 70 (Plastikisolierlack) getränkt habe.

Es war Kupferlackdraht mit 0,8mm Aussendurchmesser verwendet, was ich 
durch das gleiche ersetzt habe.

Viele Grüße
Herman

von Herman (Gast)


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zur weiteren Info:
Wenn ich den Trafo über Stunden an 230VAC lasse erwärmt er sich (die 
Prim. Wicklung auf 36°C bei 18°C Raumtemperatur, das Trafoblech erreicht 
33°C, gemessen mit einem Thermoelement.

Gruß
Herman

von Klecksian (Gast)


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1. Brummt der Trafo, oder knurrt er? Brummen ist normal, knurren nicht.
2. Welchen Durchmesser hatte der Draht vorher? Du hast das doch 
sicherlich mit der Mikrometerschraube nachgemessen.
3. Hast Du die 380-415V Wicklungen auch aufgebracht und dann richtig 
angeschlossen?

von smufte (Gast)


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Hallo

Wie nennt sich das Schweißgerät

Sollte nix mehr zu machen sein, lass dir dann von denen hier Helfen. 
www.badel-gmbh.com Die bauen dir dein Trafo. Hatte dort für ein 
Ringkerntrafo vor Kurzem dort mit mehrenen Ein u. Ausgangsspannungen ca 
35€ geblecht. Ist also deher auch bezahlbar.

von Norbert L. (norbert12)


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Nachdem du das EI-Blechpaket auseinander hattest, wie hast du das 
anschließend zusammen gebaut? Gleichsinninig oder wechselsinnig 
geschichtet?
Hast du alle Einzelblech von Tränklack gesäubert?
Hast du etwa nach dem Zusammenbau Bleche über?
Wie sehen die Stoßflächen zwischen E- und I-Blech aus? Ist da ein 
Luftspalt? Wenn ja, erhöht das den magnetischen Innenwiderstand und die 
Selbstinduktion geht in den Keller. Daraufhin steigt der Primärstrom.

von Herman (Gast)


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@ Klecksian (Gast)

>1. Brummt der Trafo, oder knurrt er? Brummen ist normal, knurren nicht.
>2. Welchen Durchmesser hatte der Draht vorher? Du hast das doch
>sicherlich mit der Mikrometerschraube nachgemessen.
>3. Hast Du die 380-415V Wicklungen auch aufgebracht und dann richtig
>angeschlossen?

zu 1. Es ist ein echtes Knurren, kein Brummen
zu 2.
>Es war Kupferlackdraht mit 0,8mm Aussendurchmesser verwendet, was ich
>durch das gleiche ersetzt habe.
ok, es waren 0,77 mm den ich durch 0,8mm ersetzt habe.
(Bild zeigt den alten Draht)
zu 3.
die 380V Wicklung habe ich aufgebracht, die 415 hat nicht mehr gepasst, 
was eventuell ein Problem ist.

@ smufte (Gast)

das Schweissgerät ist ein Messer Griesheim Vertig 250 AC/DC PULT,

Welche Leistung hatte der Trafo den du dir hast bauen lassen?

Ist zur Not einge gute Idee, wenn der Preis stimmt, ich habe allein für 
den Kupferdraht bereits 17€ gezahlt, wenn ich also einen fertigen Trafo 
für ca. 100€ bekommen würde wäre das super, ich werde mal anfragen.

Vielen Dank
Herman


Sollte nix mehr zu machen sein, lass dir dann von denen hier Helfen.
www.badel-gmbh.com Die bauen dir dein Trafo. Hatte dort für ein
Ringkerntrafo vor Kurzem dort mit mehrenen Ein u. Ausgangsspannungen ca
35€ geblecht. Ist also deher auch bezahlbar.

von smufte (Gast)


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ich nochmal

der Trafo war ebenfalls für ein Schweißgerät.

Eingang 400V

Ausgänge:   230V (Für Lüfter)
            Steuerung 1x 20V (keine 24 sondern 20V)
            1x 24 V

Preis 35€

von Herman (Gast)


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Hallo smufte,
das klinkt doch wirklich sehr gut, da lohnt ja der ganze Aufwand da 
irgendwas zu reparieren gar nicht.
Vielen Dank für die Information.

Ich werde das Schweissgerät ersteinmal mit dem neu gewickelten Trafo 
testen und wenn es (der Rest des Schweissgerätes) funktioniert bei badel 
anfragen.
Ansonsten geht die Fehlersuche im Schweissgerät weiter.

Gruß
Herman

von Herman (Gast)


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@Norbert L. (norbert12)

>Nachdem du das EI-Blechpaket auseinander hattest, wie hast du das
>anschließend zusammen gebaut? Gleichsinninig oder wechselsinnig
>geschichtet?
>Hast du alle Einzelblech von Tränklack gesäubert?
>Hast du etwa nach dem Zusammenbau Bleche über?
>Wie sehen die Stoßflächen zwischen E- und I-Blech aus? Ist da ein
>Luftspalt? Wenn ja, erhöht das den magnetischen Innenwiderstand und die
>Selbstinduktion geht in den Keller. Daraufhin steigt der Primärstrom.

hatte deine Antwort komplett übersehen,
ich habe das Blechpaket gegensinnig aufgebaut, genau so wie es war.
beim ersten groben Zusammenstecken zum Test war mir schon aufgefallen, 
daß das später eng werden würde, daher habe ich die Bleche über Nacht in 
Aceton eingelegt und mit Bürste und Spachtel gesäubert, das war keine 
Freude.
Das Einsetzen der letzten 5 Bleche war trotzdem nicht einfach, hier 
musste ich mit Schraubzwingen und Holzstücken arbeiten um das Blechpaket 
zusammenzudrücken.

Ich habe keine Bleche über, jedoch eines weniger verbaut, da das 1. beim 
Entfernen nicht überlebt hat, da ich es mit Gewalt herausreissen musste.
die Weiteren liessen sich dann relativ einfach entfernen indem ich eine 
dünne Klinge dazwischen geschoben habe um die Bleche zu trennen. Bei der 
ganzen Prozedur war der Trafo sehr heiss (Backofen 150°C).

Die Stoßflächen sehen tatsächlich nicht ganz so schön aus wie vorher, 
jedoch lässt der Stromverlauf nicht erkennen, daß ein Luftspalt das 
Problem ist, sondern eher die Sättigung. Ein Luftspalt würde den 
Stromverlauf meiner Erfahrung nach eher richtung Dreieck verändern, da 
die Permeabilität geringer wäre.

das Eine fehlende Blech kann es doch wohl auch nicht sein, da es 
insgesamt ca. 170 Bleche sind.

Gruß
Herman

von MaWin (Gast)


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> daher habe ich die Bleche über Nacht in Aceton eingelegt
> und mit Bürste und Spachtel gesäubert,

Sind deine Bleche immer noch gegeneinander isoliert ?

von Harald W. (wilhelms)


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MaWin schrieb:
>> daher habe ich die Bleche über Nacht in Aceton eingelegt
>> und mit Bürste und Spachtel gesäubert,
>
> Sind deine Bleche immer noch gegeneinander isoliert ?

Tja, früher nahm man Lack oder Papier zur Isolierung. Heute
werden die Bleche phosphatiert. Der Phosphatierung sollte
das Azeton nichts anhaben können, bei Papier oder Lack sieht
das schon anders aus; ich verstehe allerdings nicht, wieso man
die Bleche überhaupt säubern muss...
Gruss
Harald

von Wilhelm F. (Gast)


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Herman schrieb:

> Meine Frage ist nun, ob das so normal sein kann oder eindeutig irgendwas
> im Busch ist (Kann sich Trafoblech mit zunehmendem Alter verändern?)

Trafobleche sind hauchdünn lackiert oder oxidiert, um 
Wirbelstromverluste durch elektrischen Kontakt mit Nachbarblechen zu 
minimieren. Etwa dünn wie bei Alu die Eloxalschicht, und die ist 
gelegentlich kratzempfindlich. Deswegen besteht ein Trafokern nie aus 
einem massiven Eisenklotz.

Bei mehrmaliger Zerlegung und Zusammenbau kann da natürlich was 
verkratzen, und die Isolation ist weg. Mal abgesehen davon, ob man die 
Bleche auch wieder so schön zusammen bekommt, wie sie mal waren.

Neuere Trafos aus Massenherstellung sind schon mal an den Kanten quer zu 
den Lamellen verschweißt, anstatt verschraubt. Das ist in der Produktion 
wohl billiger. Sie haben dann höhere magnetische Verluste, die sich 
sicherlich in Erwärmung äußern.

Natürlich verliert Trafoblech mit dem Alter auch etwas an magnetischen 
Eigenschaften. Das sind aber Langzeiteffekte, bei denen man in 
Größenordnungen Jahrzehnten bei Dauerbetrieb rechnen kann. Trafos in 
Postgeräten waren früher mal für nahezu unendliche Lebensdauer 
ausgelegt. Produktwechsel waren viel seltener als heute. Es kann 
tatsächlich passiert sein, daß ein Posthandwerker mehr als seine halbe 
Lebensarbeitszeit nur einen einzigen Apparatetyp erlebte, über 2 Dekaden 
und länger mit den gleichen Gerätetypen zu tun hatte, z.B. den W48. Dann 
gab es an der Sekundärseite noch 1-2 Abgriffe mit stufenweise 2 Volt 
mehr Spannung, also z.B. 24V, 26V, 28V, und man konnte nach 1000 Jahren 
den nächsten Abgriff wählen, wenn die Sekundärspannung um 2V gesunken 
war.

So bekam ich das in der Ausbildung von den ganz alten Lehrmeistern aus 
der Vorkriegszeit erklärt. Schriftlich nachlesen konnte ich es damals 
nie. Vielleicht findet man heute mal was dazu im Internet.

von Wilhelm F. (Gast)


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Harald Wilhelms schrieb:

> ich verstehe allerdings nicht, wieso man
> die Bleche überhaupt säubern muss...

Vielleicht war der Trafo außen komplett lackiert, und der Lack läuft 
außen etwas in die Lamellen hinein. So wie bei einem uralten Trafo von 
etwa 1960, den ich aus einer Postanlage vor dem Schrott rettete, und 
heute als Experimentiernetzteil benutze. Das Ding funktioniert schön, 
bleibt immer auf nahezu Umgebungstemperatur, geringe Verluste. Gut 
dimensioniert.

Diese Lackierung außen machte man unter Umständen deswegen, um 
Brummgeräusche zu vermindern. Nicht wegen der Schönheit. Der Trafo hing 
in geschlossenen Blechkisten, und bekam nur beim Ein- oder Ausbau den 
Monteur zu sehen, vielleicht zwischendurch mal den Entstörer. 
Brummgeräusche hat er tatsächlich auch nicht.

von Klecksian (Gast)


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Herman schrieb:
> @ Klecksian (Gast)
>
>>1. Brummt der Trafo, oder knurrt er? Brummen ist normal, knurren nicht.
>>2. Welchen Durchmesser hatte der Draht vorher? Du hast das doch
>>sicherlich mit der Mikrometerschraube nachgemessen.
>>3. Hast Du die 380-415V Wicklungen auch aufgebracht und dann richtig
>>angeschlossen?
>
> zu 1. Es ist ein echtes Knurren, kein Brummen

Schlecht. Kurzschluss oder Eisenkern schlecht zusammengebaut.

> zu 2.
>>Es war Kupferlackdraht mit 0,8mm Aussendurchmesser verwendet, was ich
>>durch das gleiche ersetzt habe.
> ok, es waren 0,77 mm den ich durch 0,8mm ersetzt habe.
> (Bild zeigt den alten Draht)
> zu 3.
> die 380V Wicklung habe ich aufgebracht, die 415 hat nicht mehr gepasst,
> was eventuell ein Problem ist.

Weil es halt der falsche Draht war. Man bekommt von Hand niemals die 
gleiche Dichte auf den Kern, wie eine Maschine. Wenn man dann noch nen 
dickeren Draht nimmt, hat man fast schon verloren.

Herman schrieb:
> 1. Trafo in Backofen (150 °C) um das verklebte Trafoblech zu lösen.

Wenn Du pech hast, hast Du dir damit die Sekundärwicklungen gegrillt. 
Die preiswerten Lacke, die für Trafos oftmals genommen werden, halten 
kaum mehr als 70°C aus. Ab dieser Temperatur beginnen sie, sich zu 
zersetzen.

Herman schrieb:
> (EI 120/53 Kern, vermutlich 300-400VA oder so)

Nur weil der Kern das !KÖNNTE!, heißt es nicht, das der Trafo auch so 
viel bringt. Laut der Absicherungen sekundärseitig sind es gerade gute 
130W.

Spar Dir die Arbeit, lass den Trafo mit den Daten aus dem Schaltbild neu 
wickeln. Billiger wird es wahrscheinlich zwar nicht, aber auch nicht 
sonderlich teurer.

von Norbert L. (norbert12)


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Herman schrieb:
> das Eine fehlende Blech kann es doch wohl auch nicht sein, da es
> insgesamt ca. 170 Bleche sind.

nein nein, um soooviel wird der Eisenquerschnitt auch nicht weniger.

Wenn im Blechpaket ein elektrischer Kurzschluss wäre, würde dieses 
ungewöhnlich schnell warm (heiß) werden. Du hättest dann praktisch einen 
Induktionsofen mit 50 Hz.

von Norbert L. (norbert12)


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Klecksian schrieb:
> Wenn man dann noch nen
> dickeren Draht nimmt, hat man fast schon verloren.

Ein dickerer Draht ansich ist kein Problem, solange die Anzahl der 
Windungen erreicht wird.
Ein dickerer Draht verkleinert die Stromdichte in A/qmm. Dadurch 
verkleinern sich die Kupferverluste (weniger Wärmeentwicklung) in der 
Wicklung.

von Klecksian (Gast)


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Norbert L. schrieb:
> Klecksian schrieb:
>> Wenn man dann noch nen
>> dickeren Draht nimmt, hat man fast schon verloren.
>
> Ein dickerer Draht ansich ist kein Problem, solange die Anzahl der
> Windungen erreicht wird.
> Ein dickerer Draht verkleinert die Stromdichte in A/qmm. Dadurch
> verkleinern sich die Kupferverluste (weniger Wärmeentwicklung) in der
> Wicklung.

Es geht mir rein um die geometrischen Maße.

von Falk B. (falk)


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@  Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)

>Trafobleche sind hauchdünn lackiert oder oxidiert, um
>Wirbelstromverluste durch elektrischen Kontakt mit Nachbarblechen zu
>minimieren.

Mag sein, aber selbst wenn Wirbelstromverluste in größerem Maße 
auftreten sollten, sieht die Stromaufnahme anders aus, eher ohmsch.

>Neuere Trafos aus Massenherstellung sind schon mal an den Kanten quer zu
>den Lamellen verschweißt, anstatt verschraubt. Das ist in der Produktion
>wohl billiger. Sie haben dann höhere magnetische Verluste, die sich
>sicherlich in Erwärmung äußern.

Sicherlich? Mal gemessen? Kennst du belastbare Quellen? Oder ist das nur 
mal eben zusammengereimt? Schau dir mal an WO die Schweißnaht sitzt und 
WIE sie verläuft. Dann denk noch mal über den quantitaiven Charakter 
deiner Aussage nach.

von Falk B. (falk)


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@  Norbert L. (norbert12)

>>Klecksian schrieb:
>> Wenn man dann noch nen
>> dickeren Draht nimmt, hat man fast schon verloren.

>Ein dickerer Draht ansich ist kein Problem, solange die Anzahl der
>Windungen erreicht wird.

Eben DAS kann zum Problem werden. Professionelle Trafos sind nicht so 
gemacht, dass da noch das halbe Wickelfenster frei ist, sondern eher bis 
knapp an die Grenze bewickelt.

>Ein dickerer Draht verkleinert die Stromdichte in A/qmm. Dadurch
>verkleinern sich die Kupferverluste (weniger Wärmeentwicklung) in der
>Wicklung.

Jaja, was ja auch im Leerlauf hier so wichtig ist.

von Norbert L. (norbert12)


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Falk Brunner schrieb:
>>Ein dickerer Draht ansich ist kein Problem, solange die Anzahl der
>>Windungen erreicht wird.
>
> Eben DAS kann zum Problem werden.

Warum bestätigst du das von mir geschriebene? Biste 'en Wichtigtuer?



Falk Brunner schrieb:
> Professionelle Trafos sind nicht so
> gemacht, dass da noch das halbe Wickelfenster frei ist, sondern eher bis
> knapp an die Grenze bewickelt.

Ich habe nichts gegenteiliges geschrieben.


Falk Brunner schrieb:
>>Ein dickerer Draht verkleinert die Stromdichte in A/qmm. Dadurch
>>verkleinern sich die Kupferverluste (weniger Wärmeentwicklung) in der
>>Wicklung.
>
> Jaja, was ja auch im Leerlauf hier so wichtig ist.

Es gibt User, die wollen etwas lernen, auch wenn Falk Brunner der 
Meinung ist, es sei nicht Diskussionswürdig.

von Falk B. (falk)


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@  Norbert L. (norbert12)

>>>Ein dickerer Draht ansich ist kein Problem, solange die Anzahl der
>>>Windungen erreicht wird.
>
>> Eben DAS kann zum Problem werden.

>Warum bestätigst du das von mir geschriebene? Biste 'en Wichtigtuer?

Mit dem sinnerfassenden Lesen hast du so deine Probleme wie es scheint.

>>Klecksian schrieb:
>> Wenn man dann noch nen
>> dickeren Draht nimmt, hat man fast schon verloren.

Das heißt, dickerer Draht ist schlecht.

Du schreibst

>Ein dickerer Draht ansich ist kein Problem, solange die Anzahl der
>Windungen erreicht wird.

Was der Aussage von Klecksian entgegen steht. Und ich meine, du liegst 
falsch, eben WEIL man die Windungen nur schwer erreicht.

>Falk Brunner schrieb:
>> Professionelle Trafos sind nicht so
>> gemacht, dass da noch das halbe Wickelfenster frei ist, sondern eher bis
>> knapp an die Grenze bewickelt.

>Ich habe nichts gegenteiliges geschrieben.

Indirekt schon. Denn deine Aussage oben impliziert, dass man genug Platz 
hat, die Anzahl Windungen zu erreichen.

>Es gibt User, die wollen etwas lernen, auch wenn Falk Brunner der
>Meinung ist, es sei nicht Diskussionswürdig.

Klar, man kann auch zu jedem Thema alle Grundlagen der E-Technik 
anbringen, eagl ob sie zum Problem beitragen oder nicht, sind ja 
richtig.
Mann O Mann.

von eProfi (Gast)


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> Die Abmessungen sind ziemlich genau so wie z.B. in
> http://www.isoltra.de/files/1_transformatoren/3_st...
> für einen EI 120/53 Trafo.

Kannst Du bitte die genauen Abmessungen der Bleche (E und I) und die 
Stapelhöhe angeben?

Ich habe für einen EI130 folgende Werte bei Bdach = 1,2 T gefunden:
              EI130a EI130b
Nennleistung  230    280 VA bei 1 Prim. und 1-2 Sekundärwicklungen
Nennleistung  210    260 VA bei mehreren Wicklungen
Kernbreite f: 35     35 mm
Pakethöhe     35     45 mm
Eisenmenge    2,4    3,0 kg
Eisenquerschn 11     14 cm²  bei Füllfaktor 0,9
Fensterhöhe   24     24 mm  nutzbar
Fensterbreite 61     61 mm  nutzbar
Wdg/V prim    3,22   2,52
Wdg/V sekund  3,44   2,65
Wirkungsgrad  90     91 %
Stromdichte i 1,7    1,7 A/mm² innen
Stromdichte a 2,2    2,1 A/mm² außen
Windungslänge 200    220 mm   innere Hälfte
Windungslänge 280    300 mm   äußere Hälfte
Windungslänge 320    340 mm   ganz außen
Kupfermenge   1,6    1,8 kg
Primärdraht          1,00 mm  230*2,52=579,6 Wdg 0,79 mm²

Ein EI120/53 hat je nach Hersteller 0,97 - 1,1 kg Cu und 5,0 - 5,5 kg 
Gesamtgewicht.
Ich hatte mal einen ähnlichen Fall, da wurde ein Trafo sehr knapp 
kalkuliert und hatte immense Verlustleistung (90°C im Leerlauf):
Beitrag "Drehstromtrafo berechnen und welche Eisenverluste?"


Ob eine Sekundärwicklung einen Windungsschluss hat (was ich nicht 
glaube), kannst Du feststellen, indem Du die Sekundären Ströme aller 
Wicklungen oszillographierst und vergleichst.

von Hallo (Gast)


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Falk Brunner schrieb:
> Sicherlich? Mal gemessen? Kennst du belastbare Quellen? Oder ist das nur
> mal eben zusammengereimt? Schau dir mal an WO die Schweißnaht sitzt und
> WIE sie verläuft. Dann denk noch mal über den quantitaiven Charakter
> deiner Aussage nach.

ja? der Grund der Schweissnaht würd mich interessieren.

von Wilhelm F. (Gast)


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Hallo schrieb:

> ja? der Grund der Schweissnaht würd mich interessieren.

(tief durchatmend, weil oben schon beschrieben)

Aus Produktionsgründen zieht man heute gerne mal schnell an den Kanten 4 
Schweißnähte über die Trafobleche.

Das geht wohl schneller, als an jeder Ecke eine Schraube anzubringen.

Verschweißt sind die Trafos nie mehr zu zerlegen. Außer dem TO und 
0,000001% anderer Leute braucht das auch niemals nie jemand mehr.

von Elektrikus (Gast)


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Hallo,


So ein Trafo zu berechnen und konstruieren ist tatsächlich fast schon 
ein Wissenschaft für sich.
Meine Hochachtung an die Trafohersteller vor allem wenn mann bedenkt das 
das doch oft nur kleine "Klitschen" sind.
Aus 1001 Trafoblechen (Sorten, Schnitten usw.) das richtige auszuwählen 
und ein optimalen Wirkungsgrad bei angemessenen Preis und Größe unter 
jeder Last zwischen Leerlauf und Vollast zu gewähleisten ist ja alles 
andere als trivial.
Wobei aber die "normalen" Trafos im Consumerbereich sowieso schon (fast) 
ausgestorben sind.

mfg

   Elektrikus

von Jens G. (jensig)


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>So ein Trafo zu berechnen und konstruieren ist tatsächlich fast schon
>ein Wissenschaft für sich.

Wieso? Unter Beachtung der Kern-Daten und einer handvoll Formeln ist 
sowas ruckzuck berechnet.

von Falk B. (falk)


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@  Elektrikus (Gast)

>So ein Trafo zu berechnen und konstruieren ist tatsächlich fast schon
>ein Wissenschaft für sich.

Nö, das ist "nur" etwas Grundlagenwissen und Erfahrung.
Siehe Transformatoren und Spulen.

>Meine Hochachtung an die Trafohersteller vor allem wenn mann bedenkt das
>das doch oft nur kleine "Klitschen" sind.

Klein heißt doch nicht automatisch schlecht und schwach, genausowenig 
wie groß gleich gut und stark. Also kein Argument. Und rocket sciene ist 
es weiß Gott nicht.

>Aus 1001 Trafoblechen (Sorten, Schnitten usw.) das richtige auszuwählen
>und ein optimalen Wirkungsgrad bei angemessenen Preis und Größe unter
>jeder Last zwischen Leerlauf und Vollast zu gewähleisten ist ja alles
>andere als trivial.

Siehe oben.

>Wobei aber die "normalen" Trafos im Consumerbereich sowieso schon (fast)
>ausgestorben sind.

Auch für Schaltnetzteile gibt es schon lange Standradkerne mit 
entsprechenen Tabellen, da wird das Rad auch nicht immer wieder neu 
erfunden. Wozu auch?

von Harald W. (wilhelms)


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Falk Brunner schrieb:
> @  Elektrikus (Gast)
>
>>So ein Trafo zu berechnen und konstruieren ist tatsächlich fast schon
>>ein Wissenschaft für sich.
>
> Nö, das ist "nur" etwas Grundlagenwissen und Erfahrung.

Ja, während meiner Lehrzeit haben wir uns die passenden Werte für
die Standardschnitte (M und EI) aus Tabellen rausgesucht. Aber
die auf den Eisenquerschnitt aufbauende sog. "Trafoformel" ist
ja auch nicht unbedingt kompliziert. Wenn man allerdings den
letzten Cent herausholen will, wirds schon komplizierter. Einige
Ansätze dazu findet man ja unter "Netzteile" in den DSE-FAQ.
Gruss
Harald
PS: Über "einfach" und "kompliziert" kann man ja auch unterschiedliche
Ansichten haben. Zitat: "Manche Menschen brauchen ein ganzes Leben
lang, um die Psyche der Frauen zu verstehen. Andere suchen sich
einfachere Themen, wie z.B. die Relativitätstheorie. (Einstein)

von eProfi (Gast)


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Sodala, tatsächlich habe ich im Fundus einen Trafo mit fast identischem 
Kern:
Bürklin 40C150 300VA:   Eingang 338,1VA  Ausgang 299VA
Primär 2x115V 1,47A  Sekundär 2x115V 1,30A  Wirkungsgrad 88,4%
Kern ist EI120 Stapelhöhe 54mm  Gewicht / Masse 4900g

Beschriftung:
US300B  SCHMIDBAUER (R)
CE
EN61558-2-1
PRI 2x115V 1,47A
SEC 2x115V 1,30A
300VA  50/60Hz
Best.-Nr. 40C150

sie sind verschweißt, d.h. Öffnen unmöglich

Primär 4*197=788 mH   2*2,10=4,20 Ohm  geschätzt 2x220=440 Wdg
Sekund 4*229=916 mH   2*2,63=5,26 Ohm  geschätzt 2x236=472 Wdg

Windlungslänge innen: 2*(40+4)+2*(53+4)=202
mittlere Windungslänge innere Hälfte: 225
mittlere Windungslänge äußere Hälfte: 275
Windlungslänge außen: 2*(80)+2*(100)=360  285-295
max. Kupfervolumen: Innenkreis 64,3mm (U=202mm), Außenkreis 92,3 
(U=290)mm
Innenfläche: 32,15*32,15*p=3247,22 mm²  Außenfläche 46,15*46,15*p=6691
Wickelfläche: 3443,81 *55=189,409  *0,65*8,9=1096g (Kupfermasse)
(0,65: geschätzter Füllfaktor)

Der Spulenkörper ist nicht ganz vollgewickelt, der Freiraum ist 4mm.
Das Fenster hat brutto 20*60=1200 , netto 18*55=990mm²

Leerlauf prim 105mA 2*124=248 V
bei 256V 135mA  0,582 V/Wdg  1,71Wdg/V
bei 230V 105mA  0,523 V/Wdg  1,91Wdg/V

Die Daten aus dem "Tabellenbuch Elektrotechnik" (Europa Lehrmittel) 
erscheinen mir veraltet.
EI130x105x45

Der Kern besteht aus 104 Blechen. 54mm/104=0,52mm
Der Kern hat nicht wie der angeführte EI130b 35*45*0,9=14,17cm²,
4,44*1,2*0,001417*50=0,377 V/Wdg (2,65Wdg/V)
EI120x100x54=648000, netto 120*80*54=518400*7,6=3940g
- 4 6,5mm-4 Löcher 7168mm³ =511232 *7,6=3885g

sondern 40*53*0,95=20,14cm², womit nach Trafohauptgleichung bei 1,3 T
4,44*1,3*0,002014*50=0,581 V/Wdg (1,72Wdg/V) möglich sind.
Früher hat man am Eisen gespart (weniger Magnetisierungsverluste =
Leerlaufverluste), heute spart man am Kupfer.

Aus einem Blech 160x120 schneidet man 2 E- und 2 I-Bleche (ohne 
Verschnitt, die I-Bleche sind die herausgestanzten Wickelräume).


Autor: Norbert L. (norbert12) Datum: 22.09.2012 12:59
>Wie sehen die Stoßflächen zwischen E- und I-Blech aus? Ist da ein
>Luftspalt? Wenn ja, erhöht das den magnetischen Innenwiderstand und die
>Selbstinduktion geht in den Keller. Daraufhin steigt der Primärstrom.


> Die Stoßflächen sehen tatsächlich nicht ganz so schön aus wie
> vorher, jedoch lässt der Stromverlauf nicht erkennen, daß ein
> Luftspalt das Problem ist, sondern eher die Sättigung. Ein
> Luftspalt würde den Stromverlauf meiner Erfahrung nach eher
> richtung Dreieck verändern, da die Permeabilität geringer wäre.
Dreieck nur bei Rechteckspannung und ohne Sättigung.

Also, ich vermute, das Problem ist der beim Zusammenbau entstandene 
Luftspalt, durch den sich die Induktivität verringert hat.
Kannst Du versuchen, besser zu blechen? Evtl. ein weiteres Blech 
weglassen.

Eine Möglichkeit wäre, den o.g. Trafo zu verwenden, eine 115V-Wicklung 
abzuwickeln und dafür die Sekundärwicklungen draufwickeln. Ist eine 
Fleißarbeit (am besten für 2 Leute), denn Du musst durchstecken, da der 
Kern nicht zu öffnen ist. Die 3 115V-Wicklungen an 400V geht (130mA 
Leerlauf), die Pumpe bekommt etwas Überspannung (250V).

Erschwerend kommt noch hinzu, dass es ein Sicherheitstrafo ist, d.h. 
getrennte Wickelkammern --> Platzverlust, schlechtere magn. Kopplung.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein maßgeschneiderter 300VA-RKT für 
35 Euro zu bekommen ist.

Ein bekannter Blechhersteller ist www.waasner.de
Hier der sehr aufschlußreiche Katalog mit vielen techn. Daten und 
Abmessungen:
http://www.waasner.de/fileadmin/Assets/PDFs/Waasner_Katalog.pdf

von Falk B. (falk)


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@  eProfi (Gast)

>> vorher, jedoch lässt der Stromverlauf nicht erkennen, daß ein
>> Luftspalt das Problem ist, sondern eher die Sättigung. Ein
>> Luftspalt würde den Stromverlauf meiner Erfahrung nach eher
>> richtung Dreieck verändern, da die Permeabilität geringer wäre.

Sehe ich auch so.

>Dreieck nur bei Rechteckspannung und ohne Sättigung.

Es sagte in Richtung. Ein größerer Luftspalt verringert die 
Induktivität, erhöht aber den Sättigungsstrom. D.h. Der 
Magnetisierungstrom wird größer, den er ja im Leerlauf misst. Aber es 
bleibt immer noch linear. Gemessen hat er was Nichtlineares. Wenn nicht 
gerade die Bleche klappern und dadurch eine nichtlineare Kennlinie 
erzeugt wird, sieht es stark nach Sättigung aus.

>Eine Möglichkeit wäre, den o.g. Trafo zu verwenden, eine 115V-Wicklung
>abzuwickeln und dafür die Sekundärwicklungen draufwickeln.

Wozu? Den Eisenquerschnitt messen und rechen ist deutlich einfacher. Und 
er hat ja schon mit geringerer Eingangsspanung gemessen.

>Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein maßgeschneiderter 300VA-RKT für
>35 Euro zu bekommen ist.

Wer redet von Ringkerntrafo?

von Harald W. (wilhelms)


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eProfi schrieb:

> sie sind verschweißt, d.h. Öffnen unmöglich

Das würde ich so nicht sagen. Ich habe eine solche Schweissstelle
schon mal angesägt und konnte dann den kompletten I-Teil abnehmen.
Als ich den I-Teil anschliessend wieder angelegt und angepresst
habe, war der Leerlaufstrom allerdings ca. 10% höher als vorher.
Gruss
Harald

von sirku (Gast)


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Die Eigenschaften der Trafobleche verändern sich je nach Qualität etc. 
auch bei starken Erhitzen bzw. mechanischem Bearbeiten, ein billiger 
Trafo ist da eher von Vorteil.

Ich würde mich eher auf einen Trafo Ersatz konzentrieren und im Internet 
wird man da schnell mit günstiger Gebrauchtware fündig.

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