Forum: PC-Programmierung Welche Delphi Version?


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von Delphi Liebhaber (Gast)


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Ich programmiere schon seit Delphi 1 in Delphi und vorab in Turbo 
Pascal.

Ich liebe es und bleibe dabei. Doch habe ich aufgehört bei der Version 4 
auf die Neuerungen und Verbesserungen der neueren Versionen zu schauen.

Also Programmiere ich bis zum heutigen Tag mit Delphi 4 Client/Server.

Doch nun wird es glaube ich langsam Zeit mal den Zug nicht zu verlieren 
und sich die neuste Version zu kaufen.

Doch wie gesagt habe ich nix mehr verfolgt. Durch Zufall habe ich mal 
mitbekommen das Borland gar nicht mehr dabei ist ;-)

Delphi XE3 Architect glaube ich ist nun das was mich wieder UpToDate 
macht.

Doch mit Update ist bei mir ja nix drin. Also eine Vollversion.

Da die Version doch einiges kostet wollte ich hier mal nachfragen ob 
sich X3 lohnt oder doch lieber X2?

Was würdet Ihr an meiner Stelle machen. Wie sieht es mit der Migration 
aus von Delphi 4 auf XE?

Und vor allem wo bekomme ich das XE am günstigsten. Bin Einzelkämpfer 
aber nutze es natürlich kommerziell.

von Viktor N. (Gast)


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Delphi 4 ist etwas lange zurueck. Ich haette viele Jahre, bis vor einem 
Jahr, Delphi 7 emphohlen. die Anderen waren Ramsch. Nur unter Win7 
laeuft Delphi7 nicht mehr.

Ich habe alle Versionen dazwischen, und das erste Brauchbare ist XE2. 
Dort habe ich auch Turbo Asynch Professional, fuer den Serialport, zum 
Laufen gebracht. Das ist daher meine Version.

Delphi XE3 ist wahrscheinlich wieder besser, hat neue Features. Da hab 
ich aber das Turbo Asynch Professional nicht zum Laufen gebracht. Ich 
bleib beim XE2.

Also fuer neue Datenbank applikationen wuerd ich wahrscheinlich XE3 
empfehlen. Mit JahresLizenz. Dann kriegt man alles neue auch gleich mit.

von amateur (Gast)


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Dreh' mal eine Gratisrunde und schau Dir mal Free Pascal/Lazarus an. Die 
sind relativ weit und immer noch Delphi-Nah.
Die gibt's sowohl für Fenster als auch für Linux. Es soll sogar Leute 
geben - ich habe allerdings noch keinen kennengelernt - die einen Mac 
(nicht den von -Donalds) verwenden. Darauf soll's auch laufen.

von Christian B. (casandro) Flattr this


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Nimm Lazarus, das ist Delphi ohne die schlechten Teile. Das ist sogar 
plattformunabhängig, sprich Du kannst Deine Programme auf win32, Linux, 
MacOSX oder sogar Windows CE oder Android kompilieren. Das läuft sogar 
auf dem Raspberry Pi. :)

von Viktor N. (Gast)


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Andere Betriebssysteme... ja da ist bei delphi auch etwas dabei. Nennt 
sich Feuerhund oder so.

von Delphi Liebhaber (Gast)


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Nun bei Lazarus glaube ich wird mir die Übernahme der alten Programme 
ein Problem machen. Wie gesagt ich liebe Delphi und glaube auch damit 
ein wenig umgehen zu können.

Zu der Datenbank-Geschichte, nun ich benutze Absolute Database und diese 
gibt es auch für XE2 bzw. XE3

Nun noch die Frage woher bekommt man das XE2 bzw. XE3 am besten. So 
werde ich mir mal den Preisunterschied anschauen was XE2 oder XE3 
kostet.

von amateur (Gast)


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Gucken kostet, im wahrsten sinne des Wortes, nix.
Free Pascal quatscht auch mit XE2.

von Delphi Liebhaber (Gast)


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amateur schrieb:
> Gucken kostet, im wahrsten sinne des Wortes, nix.
> Free Pascal quatscht auch mit XE2.

??????

Habe mir das nun 5 mal durchgelesen und frage mich noch immer, was will 
er mir sagen!

von Viktor N. (Gast)


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>Nun noch die Frage woher bekommt man das XE2 bzw. XE3 am besten.

Naja. Von Embarcadero, resp von derem deutschen Vertrieb. Die sind echt 
gut organisiert. Wissen exakt welchen Version ich bezahlt habe, und 
diese Version kann ich jederzeit runterladen. Vielleicht braucht man das 
ja nicht. Hat mich aber trotzdem ueberrascht, denn die Forma hat mehrere 
Mal den Besitzer gewechselt.

Uebrigens. Der Kauf einer neuen Version beinhaltet die Wahl eines 
aelteren Produktes, das man noch nicht hat. Daher XE3 kaufen und XE2 
auch bekommen.

von Sebastian (Gast)


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Genau weiß ich das auch nicht - er empfiehlt vielleicht, ein XE2 Projekt 
in das FreePascal-basierte Lazarus zu übernehmen, versuchsweise.

Allerdings muß man dazu bedenken: Die Kompatibilität zwischen Delphi und 
Lazarus auf Quellcodeebene ist gut, allerdings verwenden beide nicht 
dieselbe Projektstruktur. Das macht die Umstellung größerer Projekte 
sehr problematisch. Einzelne Quellcodeschnipsel hingegen kann man oft 
1:1 verwenden.

von amateur (Gast)


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@Delphi Liebhaber

>>>Dreh' mal eine Gratisrunde und schau Dir mal Free Pascal/Lazarus an.

>>Nun bei Lazarus glaube ich wird mir die Übernahme der alten Programme
>>ein Problem machen. Wie gesagt ich liebe Delphi und glaube auch damit
>>ein wenig umgehen zu können.

> Gucken kostet, im wahrsten sinne des Wortes, nix.
> Free Pascal quatscht auch mit XE2.

Ist der Zusammenhang wirklich so schwer zu erkennen?

Sorry, wenn ich dich damit überfordere!

von Delphi Liebhaber (Gast)


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amateur schrieb:
> @Delphi Liebhaber
>
>>>>Dreh' mal eine Gratisrunde und schau Dir mal Free Pascal/Lazarus an.
>
>>>Nun bei Lazarus glaube ich wird mir die Übernahme der alten Programme
>>>ein Problem machen. Wie gesagt ich liebe Delphi und glaube auch damit
>>>ein wenig umgehen zu können.
>
>> Gucken kostet, im wahrsten sinne des Wortes, nix.
>> Free Pascal quatscht auch mit XE2.
>
> Ist der Zusammenhang wirklich so schwer zu erkennen?
>
> Sorry, wenn ich dich damit überfordere!

Macht nix, der eine ist schnell der andere langsamer damit überfordert. 
Die Kunst ist es jedoch jemanden etwas zu sagen ohne Ihn zu überfordern. 
Das macht den guten Lehrer aus ;-)

von amateur (Gast)


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Ich habe mir nie die Mühe gemacht das gestochene 
Programmierdeutsch/-denglisch zu lernen.

Also mit anderen Worten:
Die Programmierer von Free Pascal haben natürlich mehr als nur ein Auge 
auf die aktuellen Delphi Versionen. Incl. X2, X3 X0815 u.s.w.
Nutzt Du also keine Delphi-Spezial-Closed-Source-Functions der gestrigen 
Version, so stehen die Chancen gut, dass eine Portierung möglich ist, 
oder schon gemacht wurde.
Und genau das meinte ich mit: Gucken Kostet nichts.

von Delphi Liebhaber (Gast)


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amateur schrieb:
> Ich habe mir nie die Mühe gemacht das gestochene
> Programmierdeutsch/-denglisch zu lernen.
>
> Also mit anderen Worten:
> Die Programmierer von Free Pascal haben natürlich mehr als nur ein Auge
> auf die aktuellen Delphi Versionen. Incl. X2, X3 X0815 u.s.w.
> Nutzt Du also keine Delphi-Spezial-Closed-Source-Functions der gestrigen
> Version, so stehen die Chancen gut, dass eine Portierung möglich ist,
> oder schon gemacht wurde.
> Und genau das meinte ich mit: Gucken Kostet nichts.

Na geht doch

danke

von Arc N. (arc)


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amateur schrieb:
> Ich habe mir nie die Mühe gemacht das gestochene
> Programmierdeutsch/-denglisch zu lernen.
>
> Also mit anderen Worten:
> Die Programmierer von Free Pascal haben natürlich mehr als nur ein Auge
> auf die aktuellen Delphi Versionen. Incl. X2, X3 X0815 u.s.w.
> Nutzt Du also keine Delphi-Spezial-Closed-Source-Functions der gestrigen
> Version, so stehen die Chancen gut, dass eine Portierung möglich ist,
> oder schon gemacht wurde.
> Und genau das meinte ich mit: Gucken Kostet nichts.

http://wiki.freepascal.org/Lazarus_For_Delphi_Users
"Additionally many controls may not exist in the LCL that are in the 
VCL, or vice versa, or even when controls do exist in both, they are not 
clones, and changes must be made in applications, components and 
controls if porting."

Wenn man sich das durchließt sieht das eher durchwachsen mit der 
Kompatibilität aus.

von W.S. (Gast)


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Delphi Liebhaber schrieb:
> Nun bei Lazarus glaube ich wird mir die Übernahme der alten Programme
> ein Problem machen.

Du glaubst da was...

Also: Wenn du mal bei Embarcadero ein bissel herumliest, wirst du 
feststellen, daß so einige Delphi XE? User für manche Systeme zum Schluß 
den FPC Compiler benutzen. Denk mal drüber nach.

Und was die Übernahme von bisherigen Delphi-Anwendungen in XE3 betrifft, 
da wirst du dich erstmal gehörig auf den Allerwertesten setzen. Das 
Thema lautet "char". Die Embarcaderos hätten ja den Char und den String 
so lassen können wie er mal war und für Neueres nen WChar und WString 
erfinden können, HAMSE ABA NICH. Stattdessen ist jetzt der Char 16 
bittig und du wirst dich erstmal krumm machen, um mit "AnsiString" und 
"AnsiChar" deine Quellen überhaupt erst mal compilierfähig zu machen und 
dann alles auf 16 bittig umzustellen - Reibereien mit Properties aller 
Objekte inbegriffen. Ich schätze mal, der Umstieg auf Lazarus gewinnt 
dadurch einige Attraktivität.

W.S.

von ich (Gast)


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Nur aus Interesse. Wurde die Optimierung des Compilers weiterentwickelt, 
oder ist der generierte Code weiterhin eine langsame Gurke?

von Purzel H. (hacky)


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Ja. String hat sich verabschiedet, ueberladen durch zuviele Ansprueche. 
Ich bin immer noch beim shortstring haengengeblieben.

von Klaus-Dieter F. (kdf)


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Hallo,

das war eben etwas von Delphi 7 auf Windows 7 läuft nicht.

Ich habe hier eine Delphi 6 Prof. auf Window 7 Prof. problemlos laufen. 
Es sind lediglich die Rahmen der IDE-Fenster nicht ganz schön. Laufen 
tuts aber.

K.-D.

von Purzel H. (hacky)


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Ich bin vor zwei Jahren oder so, von Delphi7 nach XE2 umgestiegen. die 
anderen zwischendurch waren Ramsch, haben mir alle nicht gefallen. XE2 
laeuft stabil, und mit Turbo Asynch Pro. XE3 hab ich auch, da hab ich 
aber das Turbo Asynch Pro nicht zum Laufen gebracht. Vielleicht war ich 
auch etwas ungeschickt. Nun hab ich auch das XE4 bekommen, konnte das 
Turbo Asynch Pro noch nicht probieren. Ich arbeite also noch mit XE2.

Turbo Asynch Pro ist mein Killer Kriterium. Das muss laufen, ohne 
serielle Schnittstelle ist leider nichts. Kann ich nicht viel machen.

Es sind Welten zwischen Delphi7 und XE2. XE2 kann auch 64bit.

von Albert M. (Firma: Bastler aus Mönchengladbach) (albertm) Benutzerseite


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Ich habe bis vor kurzem noch mit Delphi 5 Prof gearbeitet. Dann XE2 
gekauft, darin war eine zusätzliche kostenlose Version enthalten. Habe 
dafür Delphi 7 Prof gewählt.
Und wisst ihr was - ich arbeite heute fast nur noch mit Delphi 7 Prof 
anstatt mit XE2. Das Arbeiten geht mir damit schneller von der Hand, 
relevante Unterschiede gibt es kaum. Und ich kann fast alle meine alten 
Bezahl-Komponenten weiter benutzen.
Und Delphi 7 Prof läuft auch unter Win 7 (32bit Prof Version)

Auch meine hier veröffentlichen Programme
Beitrag "PolynomMaker - Funktion für nichtlineare Bauelemente finden"
und
Beitrag "Daten von der seriellen Schnittstelle einfach darstellen"
sind mit Delphi 7 Prof enstanden.

Im übrigen benutze ich Delphi nur hobbymässig. Im Gegensatz zu der 
Meinung der C-Community wird Delphi auch heute noch in vielen grossen 
und mittleren Unternehmen für proffessionelle Zwecke eingesetzt. Die 
obigen Programme sind in wenigen Stunden, bezw. Tagen Programmierzeit 
entstanden. Davon kann die C-Gemeinde nur Träumen.

von deep oracle (Gast)


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Um herauszufinden, was es alles für Plug-Ins (z.B. USB Unterstützung) 
für das Orakel gibt, war diese Seite sehr hilfreich:
http://kwepik9.blogspot.de/2011/11/delphi-component.html

von Martin B. (martin_b35)


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D7 geht unter win7 einwandfrei. Wenn man ihm keine Adminrechte geben 
möchte muss man eine .$$$-Datei aus Borland/Delphi7/bin löschen :)

von ich (Gast)


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nimm C.

von Zeitreisender (Gast)


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ich schrieb:
> nimm C

Für PC Programme? Wie lange warst du tiefgefroren?

von Klaus-Dieter F. (kdf)


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C :-)

Das sollte wohl ein Scherz sein.

von Franz B. (byte)


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Also is Delphi doch noch nicht ganz so tod? Ich habs hier in ein paar 
Bastelprojekten eingesetzt... eigentlich nur um schnell an Ergebnisse zu 
kommen. Dafür wars Top. Seit es keine kostenlose Variante mehr gibt bin 
ich am überlegen auf was anderes umzusteigen. Aber da is die Auswahl 
garnicht so einfach. Lazarus hat bei mir eigentlich nie stabil 
funktioniert. Setzt das hier jemand überhaupt "produktiv" ein?

von Klaus-Dieter F. (kdf)


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Ich denke über Lazarus nach und habe es mal installiert. Für mich ist es 
davon abhängig, ob meine wichtigen Komponenten laufen. Solange Delphi 6 
Programme noch auf allen verfügbaren Windows Versionen laufen, habe ich 
da keine Eile.

Was war denn da nicht stabil?

von mar IO (Gast)


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Albert M. schrieb:
> ... Im Gegensatz zu der
> Meinung der C-Community wird Delphi auch heute noch in vielen grossen
> und mittleren Unternehmen für proffessionelle Zwecke eingesetzt...

Liest man auch immer wieder in Stellenanzeigen. Darum würde ich davon 
auch ausgehen.

> ... Die
> obigen Programme sind in wenigen Stunden, bezw. Tagen Programmierzeit
> entstanden. Davon kann die C-Gemeinde nur Träumen.

Ich kenne zwar Delphi nicht wirklich, aber so schlimm ist C nun auch 
nicht. Die Zeit für die man zum Programmieren von einem Programm 
braucht, hängt immer von mehreren Dingen ab. Sooo pauschal würde ich das 
echt nicht behaupten...

von Stumpfer Nilp (Gast)


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>Ich kenne zwar Delphi nicht wirklich, aber so schlimm ist C nun auch
nicht.... Sooo pauschal würde ich das echt nicht behaupten...

Doch ich schon. Delphi ist vor allem beim Schreiben von einem 
Benutzerinterface stark. Bei groesseren Projekten kommt die bessere 
Selbstdokumentation zum Tragen.

von kdf (Gast)


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Ich arbeite mit Delphi seit Version 1, also seit 1995. Es ist deutlich 
komfortabler als C und schneller.

von Huch (Gast)


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mar IO schrieb:
> Ich kenne zwar Delphi nicht wirklich, aber so schlimm ist C nun auch
> nicht.

Dir ist klar, dass du Äpfel mit Birnen vergleichst? Delphi ist 
objektorientiert, C aber nicht. Wenn schon dann C++.

von Klaus-Dieter F. (kdf)


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Ich meinte schon C++.
Objektorientiert ist aber nicht unbedingt auch schnell. Ich erinnere 
mich an alte Programme mit prozeduralem Pascal geschrieben, die waren 
wirklich schnell.

von mar IO (Gast)


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Stumpfer Nilp schrieb:
> Delphi ist vor allem beim Schreiben von einem
> Benutzerinterface stark.

Das ein oder andere GUI-Framework habe ich schon ausprobiert bzw. damit 
gearbeitet. Grundlegende Elemente gehen eigentlich immer schnell von der 
Hand. Darum kann ich mir das nicht so ganz vorstellen, aber ohne 
Delphi-Erfahrung kann ich nicht wirklich viel dazu sagen. Darum nehme 
ich es einfach mal so hin.

Stumpfer Nilp schrieb:
> Bei groesseren Projekten kommt die bessere
> Selbstdokumentation zum Tragen.

Was ist mit Selbstdokumentation gemeint? - integriertes Doxygen? 
lesbar geschriebener Code? schnelles zurechtfinden im Code? ...?

Huch schrieb:
> mar IO schrieb:
>> Ich kenne zwar Delphi nicht wirklich, aber so schlimm ist C nun auch
>> nicht.
>
> Dir ist klar, dass du Äpfel mit Birnen vergleichst? Delphi ist
> objektorientiert, C aber nicht. Wenn schon dann C++.

Japp, das habe ich schon mitbekommen, dass Delphi Object Pascal und 
noch mehr ist. Und Nopp, ich hab's nicht verglichen, sondern 
geschrieben, dass C auch nicht so schlimm ist. Nicht mehr und nicht 
weniger.

von Huch (Gast)


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Klaus-Dieter Fischer schrieb:
> Objektorientiert ist aber nicht unbedingt auch schnell. Ich erinnere
> mich an alte Programme mit prozeduralem Pascal geschrieben, die waren
> wirklich schnell.

Das meinst du doch jetzt wirklich nicht ernsthaft? Was hast du für einen 
PC, einen P1 mit Win95?

von Twinsetter (Gast)


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@Delphi Liebhaber:
Also auch ich hab ein größeres Delphiprojekt (knapp 180000 Zeilen Code) 
mit Delphi4 geschrieben, welches ich schon mal vor längerer Zeit auf 
Delphi7 portieren wollte. Leider ist es in die Hose gegangen, weil ich 
einige Zusatzkomponenten nicht zum Laufen bekomme. Damals hat Inprise ab 
Version 6 einige gravierende Anpassungen im Komponentenkonzept 
durchgezogen, indem eine strikte Trennung zwischen Runtime und 
Designtime erfolgte (ist der berühmte und oft diskutierte 
DESIGNIDE-Fehler).
Mit viel Zeit und Mühe habe ich es hinbekommen, daß sich die meisten 
Komponenten kompilieren lassen und auch das Gesamtprojekt ließ sich am 
Ende kompilieren, aber die Funktion war dann leider an einigen Stellen 
nicht so wie gewünscht. In neueren Delphiversionen haben sich, wie schon 
einige Vorreder schrieben, auch die Implementationen einiger Typen 
geändert.
Mein Fazit ist deshalb : Ältere Projekte weiterhin mit der alten 
Delphiversion pflegen und nicht auf eine neue Version migrieren - der 
Aufwand ist bei großen Projekten einfach zu groß und bringt zu wenig 
Nutzen. Es ist dann meist besser und effizienter das Projekt komplett 
neu zu implementieren. Bei neuen Projekten kann man natürlich dann das 
neue Delphi nehmen. Ich selbst habe XE3 in der Professionalversion - 
funktioniert ganz gut, aber wirklich gebraucht habe ich es noch nicht. 
Ansonsten habe ich noch Delphi 7, 2005 (taugt nichts), 2006, XE und 
Prismn. Am liebsten arbeite ich aber immer noch mit Delphi 4 und 7, denn 
die sind flott und haben nicht so viel Overhead. Bisher konnte ich mit 
beiden Versionen alle meine Programmieraufgaben lösen. Lediglich bei 
Unicode hat es mal mit Delphi4 geklemmt aber das habe ich mit einer 
Unicodekompo hinbekommen.

Demnächst soll mein Großprojekt auf Wunsch meines Arbeitgebers nach .Net 
und C# portiert werden - nicht freu :-( - finde Pascal eben besser als 
C.

Gruß Twinsetter

von Klaus-Dieter F. (kdf)


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Bin mir nicht ganz sicher, ob ich da schon Win 95 hatte, kann auch 3.11 
gewesen sein. Die Hardware war wohl 286 oder 386. Das waren teilweise 
noch Konsolenprogramme.

von Twinsetter (Gast)


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@kdf
Ja die alten proceduralen Pascalprogramme waren schon recht flott und 
wenn man bedenkt, daß Ressourcen die zur Verfügung standen recht gering 
waren, dann muß man schon sagen, daß die alten Compiler doch 
vernünftigen Code produziert haben. Denke da insbesondere an das gute 
alte Turbovision, was schon zu 286'er Zeiten objektorientiert war und 
das Arbeiten mit Fenstern auf DOS-Ebene zu ließ.

von Klaus-Dieter F. (kdf)


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Dann bitte mal so ein Turbopascal Programm auf einem aktuellen Rechner 
laufen lassen.

von Huch (Gast)


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Twinsetter schrieb:
> Denke da insbesondere an das gute
> alte Turbovision, was schon zu 286'er Zeiten objektorientiert war und
> das Arbeiten mit Fenstern auf DOS-Ebene zu ließ.

Turbo Vision ist eine Klassenbibliothek, die für Turbo C++ und Turbo 
Pascal genutzt werden kann. Bei Pascal hat man die fehlenden Klammern 
schneller gefunden. :-D

Genauso ist es mit der VCL von Delphi. Das gute Drumherum macht ein 
Entwicklungspaket aus.

von Twinsetter (Gast)


Angehängte Dateien:

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@kdf
Nichts leichter als das

von Klaus-Dieter F. (kdf)


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Leider ist mir von diesem ganz alten Quellcode einmal viel unter 
gegangen. Das war mal so eine von diesen Gurkenplatten, die dann eben 
nicht gesichert war :-)

von Twinsetter (Gast)


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@Huch
Ja Du hast recht Turbopascal war eine Klassenbliothek und gehörte damals 
zum Turbopascalprogrammpaket mit dazu. Ich meine man konnte sogar wählen 
ob man es installiert haben wollte oder eben nicht.

Die Ganze "IDE" -wenn man es mal so bezeichnen möchte - war ja selbst 
ein Turbovisionsprogramm. Es gab ja da auch noch Erweiterungen so daß 
das Ganze schon mit richtigen Grafikfenstern und -cursor funktionierte. 
Standard war ja nur der damals übliche Blockcursor und die Fenster 
wurden ja mit den aus dem ASCII-Zeichensatz zur Verfügung stehenden 
Psoudografikzeichen gemalt.
Siche eine einfache Variante , aber für damals doch schon recht 
fortschrittlich und ressorcenschonend.

von Hugo (Gast)


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> Und Delphi 7 Prof läuft auch unter Win 7 (32bit Prof Version)

Stimmt nicht, läuft auch unter Win 7 64 bit.

von npn (Gast)


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Hugo schrieb:
>> Und Delphi 7 Prof läuft auch unter Win 7 (32bit Prof Version)
>
> Stimmt nicht, läuft auch unter Win 7 64 bit.

Wieso stimmt das nicht?
Er hat doch nicht geschrieben, daß es nur unter W7 32bit prof. läuft.
Außerdem ist der Beitrag schon über ein Jahr alt, da wird sich das eh 
erledigt haben.

von TriHexagon (Gast)


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Albert M. schrieb:
> Im übrigen benutze ich Delphi nur hobbymässig. Im Gegensatz zu der
> Meinung der C-Community wird Delphi auch heute noch in vielen grossen
> und mittleren Unternehmen für proffessionelle Zwecke eingesetzt. Die
> obigen Programme sind in wenigen Stunden, bezw. Tagen Programmierzeit
> entstanden. Davon kann die C-Gemeinde nur Träumen.

Was soll denn das für eine Aussage? Vergleichst du ernsthaft Delphi mit 
C? Wenn dann bitte C++/Qt mit Delphi. Dann sieht der Vergleich schon 
wieder ganz anders aus. Damit mich keiner falsch versteht, ich finde 
Delphi nicht schlecht, aber der Vergleich ist einfach naiv und unfair.

von Thomas m. B. (hallenberger)


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Hallo!

Ich bin vor einigen Jahren von Delphi 5 prof. auf Lazarus umgestiegen 
und habe es nicht bereut, ganz im Gegenteil:

1. Man kann Lazarus portabel installieren.

2. Mit fpcup (https://bitbucket.org/reiniero/fpcup) kann man sich 
(täglich falls man möchte) die aktuellste Version installieren.

3. Als Datenbank nehme ich (nach einigen schlechten Erfahrungen mit 
absolute Database) jetzt Firebird (als Server oder auch embedded).

4. Übernahme alter Projekt ist problematisch, aber die wichtisten 
Sourcen habe ich übernehmen können, problematisch wird es u.U. bei 
Graphischen Dingen.

5. Für die Serielle Schnittstelle/TCP-IP Geschichten sind 
synaser/synalist das beste, was mir bisher untergekommen ist. 
(http://www.ararat.cz/synapse/doku.php).

6. Sehr schön ist auch: ich entwickle auf Windows, schiebe den 
Source-Code auf Linux64, entwickle dort weiter und letztlich compiliere 
ich das Programm auf dem raspberry und es läuft (die Ausgabe ich zu 
sehen unter: http://www.babiel-online.de/Hallenberg/Heizungswerte.html).

Gruß
Thomas

von Ret (Gast)


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Java mit Eclipse kostet auch nichts. Und ist sogar eine 
Progammiersprache.

von BF (Gast)


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Ich programmiere schon seit Brainfu*k 1 in Brainfu*k und vorab in 
Boolf*ck.

Ich liebe es und bleibe dabei. Doch habe ich aufgehört bei der Version 4
auf die Neuerungen und Verbesserungen der neueren Versionen zu schauen.

Also Programmiere ich bis zum heutigen Tag mit Brainfu*k IDE.

Doch nun wird es glaube ich langsam Zeit mal den Zug nicht zu verlieren
und sich die neuste Version zu kaufen.

Doch wie gesagt habe ich nix mehr verfolgt. Durch Zufall habe ich mal
mitbekommen das DEC gar nicht mehr dabei ist ;-)

Brainfu*k Architect glaube ich ist nun das was mich wieder UpToDate
macht.

Doch mit Update ist bei mir ja nix drin. Also eine Vollversion.

Da die Version doch einiges kostet wollte ich hier mal nachfragen ob
sich X3 lohnt oder doch lieber X2?

Was würdet Ihr an meiner Stelle machen. Wie sieht es mit der Migration
aus von Brainfu*k auf Brainfu*k deluxe?

Und vor allem wo bekomme ich das deluxe am günstigsten. Bin 
Einzelkämpfer
aber nutze es natürlich kommerziell.

von npn (Gast)


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Ret schrieb:
> Java mit Eclipse kostet auch nichts. Und ist sogar eine
> Progammiersprache.

Schön, und was hat das jetzt mit einer Delphi-Version zu tun? :-)

von Ret (Gast)


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npn schrieb:

> Schön, und was hat das jetzt mit einer Delphi-Version zu tun? :-)

Manchmal kann es nicht schaden etwas neues zu lernen.

von somewhere (Gast)


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Und ist Delphi keine Programmiersprache?

von somewhere (Gast)


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Meinte naturlich Pascal (Delphi = Object Pascal)

von raku (Gast)


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somewhere schrieb:
> Delphi = Object Pascal

Die Programmiersprache Delphi stammt von Object Pascal ab, ist aber 
nicht (mehr) identisch.

von npn (Gast)


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raku schrieb:
> somewhere schrieb:
>> Delphi = Object Pascal
>
> Die Programmiersprache Delphi stammt von Object Pascal ab, ist aber
> nicht (mehr) identisch.

Die stammt nicht vom Objekt Pascal ab. Delphi selbst ist überhaupt keine 
Sprache, sondern der Name der IDE. Und die Sprache, in der die Programme 
geschrieben wird, ist Objekt Pascal.
Seit ein paar Jahren kann man in Delphi neben Objekt Pasal-Programmen 
auch .NET-Programme mit C# schreiben. Später kam noch C++ dazu. Deswegen 
ist die IDE immer noch Delphi.

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