Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik KSQ in LTspice - Frage


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von Thomas D. (thomasderbastler)


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Ich habe hier eine sehr genaue 100mA KSQ aufgebaut.
Der Strom, der durch den Widerstand R6 fließt ist sehr genau, wenn die 
Versorgungsspannung exakt 5 V ist.

Wie kann ich die Schaltung verbessern, daß der Laststrom konstant bleibt 
bei 5.0V bis 5.5 V Versorgung ?

von Johann L. (radiostar)


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Der Strom kann nur so genau sein wie die Spannung am LT1009. Schau Dir 
sein Datenblatt genauer an. Und überlege Dir, welche Genauigkeit Sinn 
macht - denn über die Temperatur hast Du sicher noch nicht getestet, 
oder?

von M. K. (sylaina)


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Thomas der Bastler schrieb:
> Wie kann ich die Schaltung verbessern, daß der Laststrom konstant bleibt
> bei 5.0V bis 5.5 V Versorgung ?

Mit ner besseren Referenzquelle anstelle des LT1009 aber da bist du doch 
bestimmt schon selbst drauf gekommen, oder?

Wofür eigentlich den TP?

von Thomas D. (thomasderbastler)


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In der realen Schaltung würde ich den LT1004 nehmen, weil ich es da 
habe.
Habe leider keinen bei LTspice gefunden. Beide sind aber prez. 2.5V 
Quellen.

An der LT habe ich eine von der Betriebsspannung 5.0V - 5.5 V 
unabhängige konstante 2.5V. Also stabil. Bloß am R6 ändert sich der 
Strom von 100mA bei 5.0V und 121 mA bei 5.5 V

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Michael Köhler schrieb:
> Wofür eigentlich den TP?

Was ist TP ?

von M. K. (sylaina)


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TP = Tiefpass

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Kam in einem anderen KSQ Thread mit Opamp von MaWin, wegen Stabilität

von M. K. (sylaina)


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Hab mal geschaut, das Problem ist der LT1028. Das ist kein 
Rail2Rail-OPV. Du betreibst ihn so in der Aussteuergrenze. Erhöhst du 
dessen Versorgungsspannung dann erhöht sich auch seine Ausgangsspannung. 
Kurz gesagt: Du musst nochmal rechnen ;)

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Danke, nahezu perfekt.

von Michael H. (michael_h45)


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Michael Köhler schrieb:
> Wofür eigentlich den TP?

Kompensation für die langsame Ausgangsstufe, damit der OP nicht 
schwingt.

von M. K. (sylaina)


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Michael H. schrieb:
> Michael Köhler schrieb:
>> Wofür eigentlich den TP?
>
> Kompensation für die langsame Ausgangsstufe, damit der OP nicht
> schwingt.

Schwingt er denn? ;)

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Nun mal was anderes..an die Experten.

Ich habe mal die Schaltung auf dem Steckbrett aufgebaut mit einem 
TLV2252
Ist definitiv ein R2R Opamp.

Verwendet habe ich einen LT1004. Der liefert konstanten 2.54 V an + 
Eingang des Opamps
 Sobald die Versorgungsspannung geändert wird, ändert sich der Strom 
brav durch den R6.

Der TLV arbeitet laut Datenblatt ab 2.7 V bis 8 V

Warum ?

von Michael H. (michael_h45)


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Thomas der Bastler schrieb:
> TLV2252
> Ist definitiv ein R2R Opamp.

Bringt aber ziemlich sicher nicht den nötigen Strom.
Schau dir mal die Angaben zum Ausgansstrom im Datenblatt an und überleg 
dir (Überschlag reicht), wie viel Strom in die Basis des Transistors 
fließen muss.

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Laut Datenblatt "high-output Current"
Maximal 50mA selbst 10mA würde reichen um 100mA am R6 zu bekommen, bei 
einem BD135

von Michael H. (michael_h45)


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Thomas der Bastler schrieb:
> 10mA würde reichen

und was macht der ausgang des OPs bei 10mA? ist er noch nahe genug am 
rail?

von Arno H. (arno_h)


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Wie willst du bei 5V und R3=1kOhm 10mA Basisstrom erreichen?

Arno

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Habe schon "nachgebessert". Bei 6 V Versorgung und 220 Ohm komme auf 
100mA durch R6.
Am Ausgangg des OPs habe ich genau 2.4 konstant. Ändert sich nicht wenn 
die Versorgung geändert wird. Soweit dann OK aber die Änderung der 
Versorgung führt weiterhin zu Änderung des Stromes durch R6.

von Helmut S. (helmuts)


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Bei einer Stromquelle mit bipolarem Transistor hast du immer das 
Problem, dass der Kollektorstrom vom Basisstrom abhängt. Den Einfluss 
kannst du mit einem Darlington-Transistor (zwei Transistoren) um Faktor 
100 verringern.
Alternativ kannst du einen Mosfet nehmen. Allerdings müsstest du einen 
mit sehr kleiner Schwellspannung nehmen, wenn du nur wenig 
Versorgungsspannung hast.

Die Stromverstärkung B und damit Ib hängt von Ic und von Uce ab.

Ic = Ie-Ib

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Ja gerade , das habe ich auch gelesen. Ich werde mit einem IRLZ34N 
probieren,

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Momentmal..warum ändert sich der Basistrom, wenn die Ausgangsspannung am 
OP konstant ist ?

von Transit (Gast)


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Stromverstärkung?!?

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Transit schrieb:
> Stromverstärkung?!?

hmm...grübel...

Also Wenn ich die Versorgungsspannung von 5.0 bis 6.0V ändere ändert 
sich die Ausgangsspannung, so wenig, daß es kaum messbar ist. Habe den 
Oscar im DC Messbereich dran 2V, der Strahl ist wie angenagelt...Der 
Strom durch R6 ändert sich von ca 80mA bis 120 mA

Der BD hat aber bekanntlich relativ geringe Stromverstärkung.

Ich mess mal gleich nach.

von Thomas D. (thomasderbastler)


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So habe hinbekommen, danke für den Tipp mit IRLZ

Bei einer Versorgungsspannung von 5.00V habe bei am OP Ausgang 4.59 V 
und bei 25 Ohm Source Widerstand fliesst durch R6 99.5 mA

Bei einer Versorgungsspannung von 6.00V habe bei am OP Ausgang 4.59 V 
und bei 25 Ohm Source Widerstand fliesst durch R6 99.5 mA

R6 war 0.01 Ohm und 0.15 ohm.

Perfekt.

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