Hallo,
Ich habe die im Bild beschriebene Temparatur-Messchaltung als PT1000
aufgebaut und möchte damit Temperaturdifferenzen von 0,1 Grad erkennen
können.
Alle verwendeten Wiederstände sind 0,1%ig, als OP werden MAX4238
eingesetzt.
Als Konstantstromquelle wird anstatt eines LM317 ebenfalls ein MAX4238
mit LM336-2,5 verwendet.
Als Spannungsversorgung werden 15V angelegt, die auf einen 7812 kommen,
diese 12V werden dann von 2 / 7805 zu 5V, einer Versorgt die Referenz
und die Offseteinstellung, der andere alle 5 OPs.
Problem ist nun, dass am Ausgang ein Ripple von +-5mV gemessen werden
kann.
Zur Ermittlung woher diese kommen wurde einiges gemessen.
Die 5V Versorgungsspannungen schwanken um ca 1mV,
die 2,5V Referenz um ca 200uV.
(Soweit mit einem Fluke 8300A Multimeter messbar)
Diese 200uV ziehen sich durch bis zum Endverstärker und werden nun ca
den Faktor 100 verstärkt.
Dadurch kommen die 5mV am Ausgang zustande.
Möglichkeiten währen nun, einen größerer Kondensator am Ausgang?
100 mal Messen und den Mittelwert zu bilden?
Alles abzuschirmen.....?
Einen Kondensator parallel zum PT1000?
Überall viel größere Kondensatoren?
Der Messwert soll Schlussendlich mit einem MCP3201 erfasst und per
Optokoppler an einen Atmega weitergegeben werden.
Da ein Messbereich von –30 bis 70° erreicht werden soll, müssen 1000
Werte unterscheidbar sein, also 5mV.
Bin dankbar für eure Ideen.
Es währe die Frequenz interessant. Etwas C in die Gegenkopplungszweig
sollte auf jeden fall Besserung zeigen. Welchen Controller verwendest
du? Ich würde sowieso Raten, einen Mittelwert über n Werte zu bilden,
gerade bei sowas langsamen wie einer Temperatur.
Matze schrieb:> Da ein Messbereich von –30 bis 70° erreicht werden soll, müssen 1000> Werte unterscheidbar sein, also 5mV.>> Bin dankbar für eure Ideen.
Geh mit der Auflösung über das Rauschen und eine Mittelwertbildung ist
auch ohne weitere Änderungen angesagt!
> Möglichkeiten währen nun, einen größerer Kondensator am Ausgang?
Ja.
> 100 mal Messen und den Mittelwert zu bilden?
Ja.
> Einen Kondensator parallel zum PT1000?
Auf alle Fälle.
> Überall viel größere Kondensatoren?
Ja.
Ein Kondensator parallel zum PT1000 ist in der Schaltung schon sinnvoll.
Der muss gar nicht so groß sein, um Rippel (100 Hz ?) zu unterdrücken,
sondern ist mehr wegen der HF Eigenschaften, so etwa 10 nF reichen da
schon aus.
Die Schaltung als ganzes ist nicht gut - da wird für den PT1000 eine
andere Ref. benutzt als für die Vergleichsspannung. Das geht einfacher
und besser mit nur einem OP. Die Spannung für die Brücke ist nicht so
kritisch - es sollte nur die selbe sein wie die Ref. Spannung des AD
Wandler. Dann reichen auch die 5 V vom 7805 oder wo immer her, ggf.
sogar eine unstabilisierte Batterie.
Ein mitteln der Werte ist definitiv sinnvoll, im Idealfall relativ viele
Werte über ein Intervall das ein Vielfaches von 20 ms ist. Damit werden
dann 50 Hz und 100 Hz Störungen sehr gut unterdrückt. Über Kondensatoren
wird man diese niedrigen Frequenzen nur schwer los, digital aber sehr
einfach und effektiv.
>Ich habe die im Bild beschriebene Temparatur-Messchaltung als PT1000>aufgebaut und möchte damit Temperaturdifferenzen von 0,1 Grad erkennen>können.
Die Schaltung ist sehr unklug, um es ganz vorsichtig auszudrücken, weil
das PT1000-Element direkt in der Gegenkopplung eines OPamp hängt.
Dadurch sind keine abgeschirmten Kabel möglich und keine
Ablockkondensatoren gegen HF, ESD, etc., weil das unweigerlich die
Schaltung instabil machen würde.
Ein anderer Fehler ist, daß einem LM336 nicht einfach ein Cap
parallelgeschaltet werden darf. Das kann das Teil zum Schwingen bringen.
Den 100n Cap solltest du in jedem Fall mit einem Widerstand "isolieren".
Ulrich schrieb
> Das geht einfacher und besser mit nur einem OP.
Die 2 letzten OPs könnten durch einen ersetzt werden.
Wie würde es mit nur einem genen?
Eddy Current schrieb
> Ich würde zunächst einmal dem LM336 einen Vorwiderstand gönnen. Wenn das> Bauteil schwarz ist, hat es allen Grund dazu ;-)
Es sind 2,7K vor dem LM336, hab ich vergessen einzuzeichnen.
Kai Klaas schrieb
> Ein anderer Fehler ist, daß einem LM336 nicht einfach ein Cap> parallelgeschaltet werden darf. Das kann das Teil zum Schwingen bringen.> Den 100n Cap solltest du in jedem Fall mit einem Widerstand "isolieren".
Also einen Widerstand zwischen LM336 und C.
etwa 1K?
Kai Klaas schrieb
> Die Schaltung ist sehr unklug, um es ganz vorsichtig auszudrücken, weil> das PT1000-Element direkt in der Gegenkopplung eines OPamp hängt.> Dadurch sind keine abgeschirmten Kabel möglich und keine> Ablockkondensatoren gegen HF, ESD, etc., weil das unweigerlich die> Schaltung instabil machen würde.
Istabil, weil die Schaltung dann schwingen könnte?
Wie kann ich sonst einen Konstanten Strom bekommen?
Ich würde heutzutage den Aufwand um einen PT1000 allgemein viel geringer
halten. Ich zweckentfremde für solche Aufbauten einfach einen TDC (z.B.
GP22) oder einen CDC (z.B. PCap01) die als zusätzliche Features die
TDC-Messung mit integriert haben. Das bekomme ich als SingleChip-Lösung
mit nur wenig Hühnerfutter drum herum und die Daten liegen dann bereits
digital vor. Einziger Wermutstropfen ist das Package, üblicherweise
sowas wie QFN24 oder 32, das man löten können sollte, wer das aber kann
bekommt mit solchen Aufbauten Auflösungen im mK-Bereich für einen
schmalen Rubel ohne Analogschaltung und ADC.
Ich würde mir diese Umstände heutzutage nicht mehr antun.
Nimm einen AD7793BRUZ und gut.
Du brauchst dann nur noch einen Präzisionswiderstand.
Auch kannst Du bequem 3- oder 4-Leiter Kompensation machen, wenn der
PT1000 nicht direkt an der Schaltung sitzt.
Das ist die unsägliche Schrottschaltung von Pollin, nur den LM317 gegen
einen LM336 (und noch nicht mal richtig, der Vorwiderstand fehlt)
ersetzt. Die 5V_1 an 1k 15k sind das Problem dort saut es rein, du musst
diese Offsdtspannung auch vom LM336 ableiten. Nimm doch gleich eine
ordentliche Schaltung aus der d.s.e FAQ.
Warum nur hört das nicht auf???
seid ihr alle zu verliebt in steinalte aufwendige OpV-Schaltungen, um
die Sache gründlich und richtig und problemlos zu erledigen?
Peter Dannegger schrieb:> Nimm einen AD7793BRUZ und gut.
Ja, ja und nochmal ja, genau DAS ist der einzige richtige Beitrag. Ob
es nun exakt dieser IC oder ein anderer ordentlicher ADC sein soll,
ist dabei nebensächlich. Hauptsache langsam, integrierend, hochauflösend
und ratiometrisch, um all dieses Spannungs- und Stromquellen-Gewurschtel
zu beseitigen.
Leute, lernt denken bevor ihr zum Zeichenstift greift.
W.S.
Sofern man das Ergebnis digital haben will, ist der Weg über einen guten
AD Wandler und mit einer ganz einfachen Schaltung (i.A. nur ein paar
Widerstände, davon 1 genauer) eindeutig die bessere Wahl.
Es muss nicht gleich der AD7793 sein, es reich schon ein recht günstiger
und kleiner MCP3451 mit 2 Widerständen (davon 1 unkritischer), wenn man
keine sehr hohen Anforderungen hat: PT1000 (oder PT100) an die beiden
Eingänge. Dazu ein Ende an GND - das andere über einen genauen
Widerstand (z.B. 10 K) an den Ref. Eingang, und von da über einen
unkritischen Widerstand an die Versorgung. Die Widerstände so wählen das
man etwa 1-2 V an der Ref. hat, und den etwa passenden Strom für den
Sensor. Wenn man will kann man den Sensor sogar als 4-Leiter
anschließen, auch wenn die Kompensation nicht ideal ist.
In der Regel ist man damit besser als die üblicher erschwinglichen
Sensoren, und die Auflösung reicht mit grob 0.01 K in aller Regel aus.
Ulrich schrieb:> es reich schon ein recht günstiger> und kleiner MCP3451 mit 2 Widerständen
Meinst du den MCP3421?
Vorsicht bei dem (und vielen anderen Microchip ADCs): die Samplingraten
sind immer Vielfache von 60 Hz. Das ist gut für die USA, hier holst Du
Dir damit aber den Netzbrumm in die Ergebnisse.
Entschuldigung - da war ein Tipfehler. Es war der MCP3551 gemeint. Der
ist weder für 50 Hz noch 60 Hz optimal, sondern ein Kompromiss
dazwischen. In der Regel sollten aber -85dB als Dämpfung reichen.
Eine Zwischenfrage:
Bei fast jeder Diskussion rund um PT* fällt das Stichwort
"4-Leiter-Technik". Mir hat man mal gesteckt, dass diese nötig ist, um
dem, durch den Strom erzeugten Spannungsabfall, auszuweichen. Hier wird
aber mit sehr niedrigen Strömen gearbeitet.
Also: Ist dieser Aufwand überhaupt gerechtfertigt?
amateur schrieb:> Also: Ist dieser Aufwand überhaupt gerechtfertigt?
Der Strom ist egal, es ist der Widerstand.
Ein Fehler von 0,1°C entspricht beim PT1000 etwa 0,4 Ohm.
So und nun rechne aus, welchen Widerstand Deine Zuleitung hat und schon
hast Du den zusätzlichen Fehler. Der ändert sich dann auch mit dem TK
von Cu.
Du kannst ja zum PT1000 dicke 4mm² Lautsprecherkabel verlegen, dann
brauchst Du keine Kompensation.
hi,
hab mal hier mit gelesen und will genau dasd gleiche machen. also
einen(eigentlich vier auf einer Platine) PT1000 auslesen. Der Voorschlag
von Peter ist echt interessant. Leider ist im Datenblatt nur eine
Schaltung für 3 Leiter enthalten. Gibt es da was für 2 Leiter PT1000?
Im Anhang habe ich mal meine Schaltung gepackt. Die geht auch
einigermaßen nur habe ich das Problem, dass mein Körper das Messergebnis
um bis zu 25mV verfälscht, was bei mir 2.5K sind. Ich will 0.1K
Genauigkeit mindestens.
Also wie gesagt, entferne ich mich von der Schaltung sinkt das
Messergebnis, nähere ich mich wieder an, steigt es. Finde das sehr
merkwürdig.
Jetzt Dachte ich kann ich ja einen INA128 nehmen, der intern den
gleichen Aufbau hat. Ist das besser, weil es ein IC ist?
Was haltet ihr generell von einer Brücke? Oder eher Konstantstrom?
Florian
okay, das sieht ja schonmal gut aus, danke!
also so wie ich das verstehe misst der bei der 2 Leitervariante die
spannung über dem RTD und bekommt den Strom der durch den Widerstand
fliesst durch den Präzisonswiderstand.
Soweit so gut. Wie muss ich denn die Beiden Widerstände dimensionieren
für einen PT1000? von 0 bis 100°C??
Und wie kann man nachher die Messwerte deuten? Also die Beziehung von AD
Wert und Temp? Der Muss ja wissen, welchen Bereich der erwarten muss.
Florian_unbekannto schrieb:> nur habe ich das Problem, dass mein Körper das Messergebnis> um bis zu 25mV verfälscht, Finde das sehr> merkwürdig.
So etwas ist bei Präzisionsschaltungen üblich. Ich habe mich
beruflich mit Nanometrologie beschäftigt. Bei uns gab es den
Satz: "Was passiert, wenn sich eine Fliege auf eine Eisen-
bahnschiene setzt?", Antwort: "Sie biegt sich durch!" :-)
Gruss
Harald
Florian_unbekannto schrieb:> danke;-)> aber wie bekomme ich es weg?
Da gibt es kein Patentrezept; die Schaltung muss einfach störärmer
konstruiert werden. Die beste Voraussetzung für eine solche Kon-
struktion ist Erfahrung. :-)
Gruss
Harald
so ich glaube ich bin jetzt mit der AD7781 Schaltung weiter.
Wenn ich einen PT1000 nehme kann ich ja zb einen 2kohm
Referenzwiderstand nehmen oder? das sollte dann beudeuten das ich
2^20=1048576 verschiedene Werte bekomme. Wobei dann eine AD Wandler
Stufe bedeutet 2000/1048576 Ohm/Stufe. Also der AD liefert meinetwegen
800.000 -> 800.000*2.000/1.048.576 = 1525,... Ohm für meinen Widerstand.
Ist das Richtig?
Das wäre dann für Gain = 1.
Der Strom durch den PT1000 wäre dann ca 5V/3kohm = 1,7mA.
Ich denke das ist okay.
Ist das genauer als eine Brückenschaltung? z.B mir einem INA128.
Preis ist es ja das selbe...
Für den AD7793:
Den Strom setzt Du auf 0,21mA (siehe Datenblatt).
Als Referenz nimmst Du 5,1k, das ergibt dann ~1V.
Also:
ADC / ADC_max = PT1000 / 5,1k
Harald Wilhelms schrieb:> Bei uns gab es den> Satz: "Was passiert, wenn sich eine Fliege auf eine Eisen-> bahnschiene setzt?", Antwort: "Sie biegt sich durch!" :-)
Da muessen hier aber viele Fliegen sein :=)
Florian_unbekannto schrieb:> ja dann gib mal en tipp worn es liegt?
Du hast mich falsch verstanden. Es geht hier nicht um ein obskures
Geheimwissen, sondern man nimmt die echte Platine, schaut sie sich
genau an, und überlegt sich nacheinander, welche Ursache es wohl
für den derzeitigen Fehler geben könnte. Ein paar Stichworte:
Thermospannungen, schlechte Masseführung, schlechte Abschirmung,
fehlende Abblockung, möglichst ratiometrische Messung usw.
Gruss
Harald
okay, sieht man denn direkt etwas, was an dem messverstärker mist is?
also die ganzen Schaltungen die bei linear sind(es sind bestimmt 12 stk)
verwirren mich total.
welche Lösung ist denn jetzt die beste? die mit dem ad7781 oder die
diskreten von linear? habe angst wegen dem diskreten aufgebautn teilen,
dass ich die gleiche kacke habe, wie bei meinem messverstärker jewtzt...
Bei Linear gibt es so viele Schaltungen, weil es nicht eine Schaltung
für jeden Anwendungsfall gibt.
Du musst sie Dir genau ansehen, die sind für unterschiedliche RTDs und
verschiedene Temperaturbereiche optimiert.
Es gibt sogar eine Application Note, die sich nur mit
Temperaturmessschaltungen befasst.
Sieh' nach, welche Schaltung am Besten zu Deiner Applikation passt.
Die Schaltung direkt mit einem hochauflösenden AD Wandler hat in der
Regel Vorteile gegenüber der klassischen Brücke, vor allem ist die sehr
schön einfach und man braucht zum Sensor nur 1 Präzisen
Vergleichswiderstand. Bei der Brücke braucht man noch 2 mehr. Wenn es
mit den Anforderungen Richtung besser als 0.01% und TK unter 5 ppm/K
geht, wird so ein Widerstand dann schon zum Kostenfaktor. Beim AD7793
liegt man bei typisch 1 ppm/K. Da ist der AD Wandler ggf. sogar
günstiger als 2 entsprechend genaue Widerstände.
Es kommt aber sehr auf die Ausführung drauf an, im Prinzip kann so eine
Brücke auch sehr genau werden, ist dann aber aufwendig, vor allem wenn
es darum geht 4 Leiter-Technik für die Anschlüsse zu nutzen - in der
Schaltung direkt am AD-Wandler gibt es die Möglichkeit zur
4-Leitertechnik gleich dazu, praktisch ohne Aufwand, wenn der AD wie der
AD7781 einen Differenzeingang auch für die Referenz hat.
Als Schaltung im Datenblatt vom AD7781 kann ich nur die für eine DMS
Brücke sehen - für die RTD Auswertung nutzt man da aber normal gerade
keine Vollbrücke, sondern die ratiometrische Messung der Spannung am RTD
und Ref. Widerstand.
Beim PT1000 sind 1,7 mA in aller Regel zu viel. 0,2 mA sind da schon
realistischer. Es hängt aber von der Größe des Sensors und der
Befestigung ab.
Bei den Schaltungen von Linear.com sind auch viele alte typische
Datenblattschaltungen bei, die zeigen, was man mit dem IC alles
theoretisch machen kann, aber nicht unbedingt gute Lösungen. Immerhin
sind die Schaltungen aber durchweg besser als das schlechte Pollin
Beispiel.
okay, danke! Das hat mir schon sehr weitergeholfen!
Ich brauche aber eine 2 Leiterschaltung, sonst werden die PT1000
Sensoren auch zu teuer.
hier ist die Schaltung für den Ad7781 ohne Brücke:
http://processcontrol.analog.com/en/field-instruments-smart-transmitters/segment/pcia.html
Leider steht da keine Temperaturgenauuigkeit und ich habe keine Ahnung
wie da die nicht ganz lineare Kurve des RTds ausgeglichen werden soll.
Das muss ja dann mein Xmega machen und dazu sind ja in der Regel
*Operartionen fällig, die sehr rechenaufwendig sind oder?
Es wäre so 0.1°C wünschenswert im Bereich von 0 - 100°C
Diese Schaltung holt die Nichtlinearität raus:
http://circuits.linear.com/all--Resistive_Thermal_Device_%28RTD%29-408
Nur aufwendig und ka was das für komische wirewound Widerstände sind.
Außerdem 5€ OPs, 10€ Widerstände, sehr aufwendig und ich hab Angst, dass
ich wider diese Schwankungen durch kapazitive Verfälschungen durch
meinen Körper bekomme. Siehe Schaltung oben. Es ist mir da auch nicht
erklärlich, wie das sein kann. Was ich falsch gemacht habe. Hab schon
zig Kondensatoren probiert, bringt alles keine Besserung.
Deshalb dachte ich, hole ich doch einfach die AD7781 Schaltung raus und
fertig. Da kann man ja nicht sooo viel falsch machen.
Die Umrechnung RTD Widerstand in Temperatur kann der µC ohne Probleme
machen. Die Temperaturmesswerte kommen nur sehr langsam, da hat der µC
alle Zeit der Welt, wenn man ihm mehr als 50 Hz als Takt gönnt. So
langsam ist auch ein Multiplikation nicht wirklich: selbst als
Fließkomma sind das normal weniger als Millisekunden. So schnell wie ein
AD7781 die Daten liefen kann kommt der AVR alle mal mit dem Berechnen
klar, selbst mit nur 32 kHz Takt.
Der Übliche weg wäre ein Polynom zum umrechnen. Für den kleinen Bereich
sollte schon 2. oder 3. Ordnung reicht. Das sind gerade mal 2 bzw. 4
Multiplikationen und ein paar Additionen, und schon ist man besser als
die Linearisierung per analoger Schaltung.
Die Frage ob 2 Leiter oder 4 Leiter ist vor allem eine Frage des Kabels
und der ggf. vorhandenen Steckverbinder. Man kann auch einen Sensor mit
2 Anschlüssen ab den Anschlüssen als 4 Leiter weiter führen und so z.B.
lange Kabel, Stecker oder auch CMOS Schalter als MUX kompensieren. Bei
PT1000 kommt man auch auch noch relativ weit mit nur 2 Leitern, ggf. mit
einem kleinen festen Offset.
>Nur aufwendig...
Also, entschuldige mal. Wenn die Schaltung die Kurve linearisieren soll,
dann braucht sie schon zumindest eine Mitkopplung und dafür brauchst du
nun mal ein paar Bauteile.
>...was das für komische wirewound Widerstände sind.
Ja, putzig nicht? Drahtwiderstände zählen nun mal zum genauesten und
driftärmsten, was es gibt.
>Außerdem 5€ OPs, 10€ Widerstände, sehr aufwendig und ich hab Angst, dass>ich wider diese Schwankungen durch kapazitive Verfälschungen durch>meinen Körper bekomme.
Auch diese Schaltung ist nur geeignet, wenn das PT1000-Element in
unmittelbarer Nähe zum Opamp sitzt.
>Es ist mir da auch nicht erklärlich, wie das sein kann. Was ich falsch>gemacht habe. Hab schon zig Kondensatoren probiert, bringt alles keine>Besserung.
Du kannst in dieser Art von Schaltung höchstens dem PT1000-Element einen
Cap parallel schalten und der muß dann im 100µF Bereich liegen, damit
bei 50Hz überhaupt was passiert. Vom "-" Eingang des OPamp nach Masse
geht ein Cap ebenso wenig, wie vom Ausgang nach Masse, weil das den
OPamp instabil machen würde. Habe ich bereits oben geschrieben. Also
kannst du diesen Typ von Schaltung nur ungenügend gegen HF schützen.
Auch keine abgeschirmten Kabel sind möglich, weil das wieder unerlaubte
Kapazitäten ins Spiel bringen würde.
>Deshalb dachte ich, hole ich doch einfach die AD7781 Schaltung raus und>fertig.
Ja, klar, so einfach geht das, nicht war?? Glaubst du im Ernst, daß du
damit eine zuverlässig funktionierende Industrieschaltung aufbauen
kannst, die ESD, Burst, Surge und HF aushält? Und dann dein µC. Schon
mal daran gedacht, daß ein solches Teil deinen Aufbau mit HF verseucht?
Nur eine einzige falsche Masseanbindung oder nur eine einzige falsch
verlegte oder ungenügend gefilterte Leiterbahn und das war es dann mit
deiner Superpräzision. Also, ganz so einfach geht es dann doch nicht...
Ulrich schrieb:> Bei PT1000 kommt man auch auch noch relativ weit mit nur 2 Leitern, ggf.> mit einem kleinen festen Offset.
Wenn noch die Anforderung von
> 0.1K Genauigkeit mindestens.
hinzukommt, käme man selbst mit einem 1/10 DIN B PT1000 nicht um eine
Kalibrierung herum (1/10 DIN B erlaubt bis zu +-0.08 K bei 100 °C)
Kai, ich hatte mich auf meine Schaltung hier bezogen. So schlecht kann
Sie nicht sein, da sogar TI die in Ihrem INA128 genauso verbaut...
Zweitens war das meine erste Platine, die ich habe fertigen lassen.
Leider geht es nicht direkt so, wie ich es mir erwünscht habe...Deshalb
frage ich ja hier um erfahrene Leute zu hören, die mir sagen, was der
Königsweg ist bzw was falsch ist. Es wäre gut wenn du mir sowas sagen
könntest...
Denn ich muss jetzt eine neue Platine fertigen lassen und das kostet
wwieder Geld.
Stattdessen kommen Leute die sagen, dass man heutzutage nicht mehr alles
diskret aufbauen muss, da es gute bis sehr gute ICs bekommt. Mit denen
es auch noch sehr einfach geht.
Dann meckerst du rum, dass ich es mir zu einfach mache,...also da komme
ich nicht mehr mit...tut mir Leid.
>Kai, ich hatte mich auf meine Schaltung hier bezogen.
Ich auch. Du meinst die im Startthread?
>So schlecht kann Sie nicht sein, da sogar TI die in Ihrem INA128 genauso >verbaut...
Wo jetzt genau?
>Leider geht es nicht direkt so, wie ich es mir erwünscht habe...
Das tut es praktisch nie.
>Es wäre gut wenn du mir sowas sagen könntest...
Das habe ich doch getan. Mehrfach habe ich geschrieben, daß du keine
Schaltung nehmen solltest, in der ein PT1000-Element in der
Gegenkopplung eines OPamps liegt, also mit einem Anschluß direkt mit dem
"-" Eingang des OPamps verbunden ist.
Wie lange ist denn überhaupt dein Kabel zum PT1000-Element?
>Denn ich muss jetzt eine neue Platine fertigen lassen und das kostet>wwieder Geld.
So darfst du aber nicht denken. Ein Projekt braucht nun mal das, was es
braucht. Und wenn du eine Platine neu machen mußt, dann ist das eben so.
Das ist Teil der Entwicklung und da muß jeder durch, der am Ende eine
brauchbare Schaltung haben will.
>Stattdessen kommen Leute die sagen, dass man heutzutage nicht mehr alles>diskret aufbauen muss, da es gute bis sehr gute ICs bekommt. Mit denen>es auch noch sehr einfach geht.
Man muß nicht auf jeden hören, der in die Menge ruft. Was für einen
Profi einfach geht, ist für einen Anfänger nicht unbedingt das Richtige.
>Dann meckerst du rum, dass ich es mir zu einfach mache,...also da komme>ich nicht mehr mit...tut mir Leid.
Ich meckere, weil du nicht ganz realisiert hast, wie kompliziert ein
PT1000 Projekt ist. Das ist etwas für Profis. Warum machst du es nicht
viel einfacher mit einem KTY-81, wie hier:
http://www.sprut.de/electronic/temeratur/temp.htm#ptc
Florian_unbekannto schrieb:> Ich brauche aber eine 2 Leiterschaltung
Na, wie macht man wohl aus einer 4-L eine 2-L Schaltung?
Zum AD7781 kann ich nichts sagen, ich benutze den AD7793.
Will aber eine PT1000 haben. Und was ist bei einem NTC einfacher als bei
einem PT1000? Habe jetzt auch einiermaßen günstige Din A
Dreileiterfühler gefunden. Werde jetzt auf Dreileiter umsatteln.
Ne ich habe meine Schaltung im 10 Beitrag oder so geposted. Als
Alternative zum Startthread. Nur leider habe ich diese 1K
Temperaturänderung bei Annäherung durch meinen Körper, wie ich es schon
mehrfach geschrieben hab.
Also der von Peter Daneger vorgeschlagene IC hat ja keinen PT im
Rückkopplungszweig. Und mit dem geht es ja relativ einfach.
TI hat auch noch einen sehr interessanten IC ADS1247/48
Florian_unbekannto schrieb:> Und was ist bei einem NTC einfacher als bei> einem PT1000?
Der Umsetzfaktor Temperatur in Widerstandsänderung ist wesentlich
besser. Dadurch braucht man keine µV-Genauigkeit mehr.
Gruss
Harald
Der PT1000 in der Rückkopplung hat erst mal nichts mit der Genauigkeit
zu tun. Das hat vor allem den Nachteil, dass man sich da sehr leicht HF
Störungen und ESD einfängt. Damit geht es dann eigentlich nur wenn der
PT1000 dicht am OP sitzt - sonst ist der Sensor einseitig an GND
eindeutig zu bevorzugen.
Die angebliche Genauigkeit bei der Schaltung von LT ist auch erst nach
Abgleich. Man erkauft die sich auf durch einige sehr genaue Widerstände
und den Abgleich. Die Schaltung ist vermutlich auch schon relativ alt -
heute würde man es eher nicht mehr so machen.
Der KTY81 hat auch nur einen etwa doppelten TK gegenüber dem PT1000 -
die Probleme sind sonst sehr ähnlich, nur die Linearisierung wird
einfacher, wenn man die analog machen will.
Die 3 Leiterschaltung ist eher selten, und nicht ganz so einfach zu
realisieren. Mit dem AD7793 geht es wohl, aber mit dem günstigeren
AD7781 nicht so einfach.
Aber dafür kann der AD7793 2 PT1000 auswerten oder?
Außerdem gibt es für die Platin Sensoren so schöne Rohranlegefühler und
ich will es schaffen den auszuwerten.
>Kai, ich hatte mich auf meine Schaltung hier bezogen.
Also, diese hier?
Beitrag "Re: PT1000 Messchaltung, der Ripple muss weg.">So schlecht kann Sie nicht sein, da sogar TI die in Ihrem INA128 genauso >verbaut...
Achso, du meinst die Grundschaltung des Instrumentationsverstärkers? In
deiner obigen Schaltung sehe ich aber etwas anderes. Da ist eine
Howland-Stromquelle. Diese arbeiten mit einer Mitkopplung und sind oft
instabil. Gerade wechselnde kapazitive Lasten beim Anschluß des
PT1000-Elements mag eine Howland-Stromquelle garnicht. Auch
Leitungsinduktivitäten bekommen ihr nicht gut.
Desweiteren zeigt der dort verbaute TS914 eine viel zu große
Offsetspannung und OP4 ist gänzlich überflüssig.
Du hast immer noch nicht geschrieben, wie lange dein PT1000-Kabel sein
soll. Und brauchst du 0,1°C "Genauigkeit" oder "Auflösung"?
Danke Arc net!
Habe mir die ersten beiden links mal angesehen. Und die FEhlerrechnung
in Excel eingegeben. Nachdem ich einen Fehler dort beseitigt hatte kam
so ungefähr 0,1% Fehler raus. Also brauchbare Werte. Das war inklusive
der Fehler des PT1000.
Meiner Meinung nach haben die im elften Unterpunkt bei der Berechnung
von Vref System Error, einen Strom vergessen.
Das letzte IC hört sich auch ganz gut an. Ist die Genauuigkeit in etwa
so wie die von den anderen Chips?
Kann man diese ganzen Schutzschaltungen bei den anderen nachrüsten? Wenn
ja wie. habe keine Ahnung wie man eine Burst Schaltung oder ESD macht.
Vorallem, das nicht das Messergebnis beeinflusst wird.
@KAI
so im Anhang habe ich jetzt mal die Schaltung getan, die ich bereits
oben geposted habe, damit wir endlich mal über das gleiche sprechen;-)
Ich benötige so maximal 3 Meter denke ich. Und inzwischen ist mir auch
egal ob 3 oder 4 Leiter. Kostet ja eh nicht viiel mehr.
>Ich benötige so maximal 3 Meter denke ich.
Dann nimm doch abgeschirmtes 0,5mm^2 Kabel. Dann kannst du in
2-Leiter-Technik arbeiten. Macht dir einen zusätzlichen Fehler von
<0,05°C.
> so im Anhang habe ich jetzt mal die Schaltung getan, die ich bereits> oben geposted habe, damit wir endlich mal über das gleiche sprechen;-)
+/-12V für eine Pt1000 Messschaltung ? Na ich weiß ja nicht...
>Kann man diese ganzen Schutzschaltungen bei den anderen nachrüsten? Wenn>ja wie. habe keine Ahnung wie man eine Burst Schaltung oder ESD macht.>Vorallem, das nicht das Messergebnis beeinflusst wird.
Das ist genau das Problem. Ein paar parallelgeschaltete, hochwertige
Foliencaps von insgesamt rund 100n direkt vom Eingang nach Masse können
gegen ESD schon ganz hilfreich sein. Zum Klemmen eignen sich
leckstromarme Schutzdioden vom Typ BAV199.
Ok, danke.
Alsdo ich schwanke zwischen dem MAX31865 oder dem 7793.
Könnte jemand zeichen, wie da die schutzbeschaltng vom 7793 sein
müsste, damit er auf dem niveau des MAX ist, also von der
Schtuzbeschaltung her?
Kann der 7793 auch 2 RTDS auslesen? Weil der ja 2 Eingänge hat?
Kann man den MAX irgendwo kaufen, habe nichts gefunden und der ist ja
auch recht neu? Wie sieht res mit FEhlern aus?
-Florian
Harald Wilhelms schrieb:> Florian_unbekannto schrieb:>>> Alsdo ich schwanke zwischen dem MAX31865 oder dem 7793.>> SCNR
...der AD7793 erfordert schon etwas mehr "Aufwand" beim Rechnen um den
Eingangsspannungsbereich einzuhalten, hätte dafür aber auch
hervorragende interne Kalibrierungsmöglichkeiten
Wieso?
ist der Unterschied 15 Bit zu 24Bit in dieser Art Schaltung überhaupt
entscheidend?
Kann mir jemand aufzeichnen, wo und wie dort die so wichtigen
Schutzsxhaltungen eingebaut werden müssen?
Florian_unbekannto schrieb:> Kann man den MAX irgendwo kaufen, habe nichts gefunden und der ist ja> auch recht neu?
Maxxim verschickt gerne kostenlose Samples ;)
Florian_unbekannto schrieb:> Wieso?>> ist der Unterschied 15 Bit zu 24Bit in dieser Art Schaltung überhaupt> entscheidend?>> Kann mir jemand aufzeichnen, wo und wie dort die so wichtigen> Schutzsxhaltungen eingebaut werden müssen?
Serienwiderstand dahinter jeweils passende Dioden gegen Masse bzw. V-
und V+,
RFI/Anti-aliasing ist möglicherweise ein simpler RC-Filter, wie in den
FAQs angegeben ausreichend (1kOhm und 100 nF zw. A+ und A-, 10 nF
jeweils gegen Masse, ~159 Hz diff, 15.9 kHz common)
http://www.analog.com/static/imported-files/faqs/AD779x_FAQ_Instru_Conv.pdf
Florian_unbekannto schrieb:> Kann man den MAX irgendwo kaufen, habe nichts gefunden und der ist ja> auch recht neu? Wie sieht res mit FEhlern aus?
Es gibt hier häufiger Sammelbestellungen bei Digikey und Mouser. Schau
mal im markt nach, oder frag, ob jemand mitbestellen kann.
Jörg B. schrieb:> Maxxim verschickt gerne kostenlose Samples ;)
Machen die eigentlich auch noch was anderes ausser Samples verschicken?
ICs fertigen sie m.W. nicht. :-(
Gruss
Harald
welches IC ist denn jetzt besser??
bezgl Genauuigkeit?
Und kann man auch erkennen, wenn am 7793 der Sensor Fehlerhaft ist? Wie
im MAX? Habe nichts gefunden im Datenblatt.
Und wie bekomme am besten 4 Sensoren gleichzeitig gemessen? also nicht
zwingend direkt zur gleichen Zeit. Kurz nacheinander ist okay.
Florian_unbekannto schrieb:> welches IC ist denn jetzt besser??> bezgl Genauuigkeit?
Theoretisch und mit passendem Schaltungsaufbau auch praktisch der
AD7793.
"Hauptfehlerquelle" ist beim AD7793 die externe Beschaltung
(Referenzwiderstand etc.). Nach einer internen Kalibrierung (Offset und
Verstärkungsfehler) liegen diese Fehler in der Größenordnung des
Rausches bei der zur Kalibrierung gewählten Wandlungsrate (< 1uV).
> Und kann man auch erkennen, wenn am 7793 der Sensor Fehlerhaft ist? Wie> im MAX? Habe nichts gefunden im Datenblatt.
Mit Hilfe der Burnout-Stromquellen des AD7793> Und wie bekomme am besten 4 Sensoren gleichzeitig gemessen? also nicht> zwingend direkt zur gleichen Zeit. Kurz nacheinander ist okay.
Zusätzlich ein Multiplexer oder den AD7794/7795 mit mehr Eingängen
Wenn ich das den AD7793 nehme und das mit Multiplexer das ganzre
realisiere, geht dann überhaupt noch der digitale Filter, wenn ich
andauernd zwischen den ganzen (4) RTDs umschalte? So 2 Messwerte pro
Sekunde pro RTD brauche ich?
Welcher Muxer eignet sich für VierleiterMessung + 4 RTDs?