Hallo,
ich bin auf der Suche nach einer Schaltung, um eine variable
Stromanstiegsbegrenzung aufzubauen. So in der Richtung 1-10mA/ms.
Ich habe es schon mit einem Gyrator ausprobiert wobei ich es da nicht
variabel gestalten kann. Möchte aber noch Ideen sammeln. Ich würde das
ganze gern diskret aufbauen. Ich bin für jede Idee dankbar.
Hallo,
es handelt sich um den Strom aus einer Spannungsquelle, am einfachsten
ließe sich das mit einer Induktivität lösen, diese ist dafür aber sehr
groß und nicht variabel.
Die Spannungsquelle kann einen Strom von 350mA liefern. Daran werden
mehrere Teilnehmer betrieben, die kurz- und gleichzeitig Strom
benötigen. Daraufhin werden die Pufferkondensatoren sich nachladen. Ich
möchte gern je nach Strombedarf der einzelnen Teilnehmer die
Stromanstiegsgeschwindigkeit begrenzen, um zu große Stromsprünge zu
begrenzen.
Klingt komisch, irgedwie glaube ich nicht, dass das sinnvoll ist. Wenn
man Stromsprünge dämpfen will, nimmt man eine Längsdrossel. Da muss aber
nix variabel sein.
Uwe schrieb:> um zu große Stromsprünge zu> begrenzen.
Ist dir klar, dass du damit Spannungseinbrüche produzierst? Das eine ist
vom andern nicht zu trennen.
Deine Anforderungen sind auch etwas widersprüchlich - wie sieht den dein
Gyrator aus diskreten Bauteilen aus? Mir fällt jedenfalls keine Lösung
ohne Opamps ein.
Gruss Reinhard
@ Uwe (Gast)
>Die Spannungsquelle geht in die Strombegrenzung und das möchte ich>verhindern.
Warum? Das ist doch der Sinn einer Strombegrenzung eines guten
Netzteils.
>Es handelt sich um 256 Teilnehmer.
Jaja, die liebe Salamitaktik. Bloß nicht mal was Gescheites und
Zusammenhängendes sagen. Siehe Netiquette.
Sorge lieber dafür, dass deine Stromverbraucher nicht soviel Strom
ziehen.
Hallo,
also zum einen die Gyrator-Schaltung ohne OP
http://www.epanorama.net/documents/telecom/gyrator.html
zum anderen:
Was für eine Salamitaktik. Ich habe doch eine klare Frage gestellt.
Und zwar suche ich nach einer Idee für eine variable
Stromanstiegsbegrenzung.
Der Stromverbrauch liegt bei ca. 1mA pro Verbraucher, derer ich aber 256
habe.
Wenn die Strombegrenzung greift, schalten sich aber einige Verbraucher
kurz ab.
> Wenn die Strombegrenzung greift, schalten sich aber einige Verbraucher> kurz ab.
Das würde aber auch passieren wenn du den Stromanstieg begrenzt (ist
irgendwie das gleiche bzw. du könntest auch die Entkoppelkondensatoren
rausnehmen dürfte in etwa ein ähnlicher effekt sein). Es wird nicht
funktionieren. Da helfen nur mehr Kapazitäten an den einzelnen Modulen,
damit diese das Netzteil (kurzzeitig) nicht zu sehr belasten.
Ich hab jetzt mal ne 2 hinter meinem Namen geschrieben wegen
verwechslunggefahr mit dem Frager
@ Uwe (Gast)
>Was für eine Salamitaktik. Ich habe doch eine klare Frage gestellt.
Das reicht aber oft nicht!
>Und zwar suche ich nach einer Idee für eine variable>Stromanstiegsbegrenzung.
Das ist deine vermeintliche Lösung. Die oft eine Sackgasse ist.
Beschreibe dein Probelm umfassend, dann kann man dir DEUTLICH besser
helfen.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Netiquette#Klare_Beschreibung_des_Problems>Der Stromverbrauch liegt bei ca. 1mA pro Verbraucher, derer ich aber 256>habe.
Und? Macht 256mA, dein Netzteil bringt 350mA, wo ist das Problem? Wenn
die Spannung beim Zuschalten der Verbraucher einbricht, braucht man
einen größeren Pufferkondensator, 100uF sollten reichen, den Rest regelt
jedes normale Netzteil selber schnell genug aus.
>Wenn die Strombegrenzung greift, schalten sich aber einige Verbraucher>kurz ab.
Dann stimmen deine Zahlen nicht und deine Verbraucher ziehen zumindest
zeitweise deutlich mehr als 1mA. Also braucht man größere
Pufferkondensatoren.
Ich vermute mal das beim zuschalten (wie eigentlich? Von einzelnen Gerät
mit Schalter oder durch anstecken) der Ladestrom eines
Pufferkondensators am Spannungseingang einen Stompeak erzeugt. So was
kann durchaus in den Amperebereich gehen. Sinnvoll wäre in solch einem
Fall den max Stromfluss in den Geräten zu begrenzen, da reicht oft schon
ein Widerstand.
Sinnvoller wäre ein Neztteil das nicht in die Knie geht wen mal ein
kurzer I-Peak gefordert wird, 350mA sind da arg schwach.
@ Steffen Warzecha (derwarze)
>Fall den max Stromfluss in den Geräten zu begrenzen, da reicht oft schon>ein Widerstand.
Eben.
>Sinnvoller wäre ein Neztteil das nicht in die Knie geht wen mal ein>kurzer I-Peak gefordert wird, 350mA sind da arg schwach.
Das Problem ist wohl die elektronische Überstrombegrenzung, die reagiert
im sub Millisekundenbereich. Ein einfaches Netzteil ohne diese zuckt da
nicht.
Ja genau 256mA für alle Teilnehmer und diese benötigen kurz und
gleichzeitig einen höheren Strom. Die 350mA Spannungsversorgung hat
einen Pufferkondensator der ausreicht, aber nur wenn ich diesem die Zeit
gebe sich nachzuladen bzw. nicht auf einen Schlag entlade. Natürlich
könnte ich die Spannungsversorgung doppelt so hoch auslegen, aber ich
möchte es gern anders lösen.
@ Uwe (Gast)
>Ja genau 256mA für alle Teilnehmer und diese benötigen kurz und>gleichzeitig einen höheren Strom.
WIEVIEL?
> Die 350mA Spannungsversorgung hat>einen Pufferkondensator der ausreicht, aber nur wenn ich diesem die Zeit>gebe sich nachzuladen bzw. nicht auf einen Schlag entlade.
In einer Stromversorgung wird eigentlich keine Kondensator "auf einen
Schalg entladen", dann wäre was faul. Ein Normales Netzteil reagiert in
weniger als 1ms auf einen Lastsprung.
>Natürlich>könnte ich die Spannungsversorgung doppelt so hoch auslegen, aber ich>möchte es gern anders lösen.
Warum? Wäre diese Lösung zu einfach?
Müssen die Verbraucher zwingend gleichzeitig angeschaltet werden?
Sonst könnte man sie auch sequenziell anschalten.
Du siehst, um eine Vorstellung von deinem Problem zu bekommen ist eine
gewisse Menge an Grundinfos nötig.
Uwe schrieb:> Ja genau 256mA für alle Teilnehmer und diese benötigen kurz und> gleichzeitig einen höheren Strom.
Hurra, noch ein Stück Salami!
Bisher habe ich das so verstanden, dass ein Verbraucher zugeschaltet
wird und der Einbruch der Spannung die anderen stört - jetzt geht es auf
einmal darum, dass alle gleichzeitig eingeschaltet werden, wodurch sich
das Problem auf die triviale Feststellung reduziert, dass das Netzteil
nicht leistungsfähig genug ist - und wobei sich die Frage stellt, wieso
das überhaupt stört, es dauert halt etwas länger zum Hochlaufen. Es gibt
Tausende Systeme, deren Einschaltstrom durch das Netzteil begrenzt wird,
das ist völlig normal.
Gruss Reinhard
Die Slaveadresse könnte den Timer für die Einschaltverzögerung
beeinflussen.
Sind die Slaves µCs ? Wenn ja kannst du ja einfach die Slaveadresse zur
Einschaltverzögerung hinzuadieren (mittels eines Timers per Compare
Match).
Die Adresse ist dann irgendwo im EEPROM gespeichert oder per DIP
Schalter einstellbar. Macht man bei SCSI auch so, man läßt nicht alle
Festplatten gleichzeitig hochlaufen sondern nacheinander.
Also nocheinmal die Verbraucher sind eingeschaltet. Es geht um den
temporären Strombedarf im normalen Betrieb. Die Spannung bricht von 15V
auf 10V ein und alle 256 Kondensatoren versuchen sich nachzuladen.
Wenn ich nun eine Möglichkeit hätte den Strom für jeden Verbraucher zu
regeln, am besten über eine Rampe könnte ich je nach Spannung mehr oder
weniger Strom beziehen und meine Verbraucher könnten sich wieder
aufladen.
Wenn ich den einzelnen Ladestrom hart einschalte, besteht die
Möglichkeit, dass das wiederum gleichzeitig mehrere Verbraucher machen
wobei wir wieder bei meinem Problem wären.
@Uwe2
Ja das wäre eine Idee, kann ich auch einmal ausprobieren.
@ Reinhard Kern
Ja, natürlich kann ich ein doppelt so großes Netzteil nehmen. Das ist
mir klar, möchte ich aber nicht. Ich möchte einfach nur die Bremse lösen
um schneller zu fahren und nicht einen doppelt so starken Motor
einbauen!
@Uwe (Gast)
>Also nocheinmal die Verbraucher sind eingeschaltet. Es geht um den>temporären Strombedarf im normalen Betrieb. Die Spannung bricht von 15V>auf 10V ein
Dann ist MASSIV was faul. Entweder dein Netzteiul massiv zu schwach oder
deine Verbraucher zu stark.
>Wenn ich nun eine Möglichkeit hätte den Strom für jeden Verbraucher zu>regeln,
Ja und dann? Dann bleibt die Spannung am NETZTEIL vielleicht bei 15V, an
den Verbrauchern SINKT sie dennoch, wenn diese viel Strom ziehen, deine
Schaltung aber nur wenig zur Verfügung stellt. Was hast du dann
gewonnen?
> am besten über eine Rampe könnte ich je nach Spannung mehr oder>weniger Strom beziehen und meine Verbraucher könnten sich wieder>aufladen.
Aufladen? Sag mal GANZ KONKRET worum es geht.
>Ja, natürlich kann ich ein doppelt so großes Netzteil nehmen. Das ist>mir klar, möchte ich aber nicht. Ich möchte einfach nur die Bremse lösen>um schneller zu fahren und nicht einen doppelt so starken Motor>einbauen!
Siehe oben!
Uwe schrieb:> Es geht um den> temporären Strombedarf im normalen Betrieb. Die Spannung bricht von 15V> auf 10V ein und alle 256 Kondensatoren versuchen sich nachzuladen.
Und warum? Quantenfluktuationen, Gravitationswellen oder was? In der
hier im Forum üblichen Physik geht einer Wirkung immer eine Ursache
voraus.
Gruss Reinhard
Uwe schrieb:> Die Spannungsquelle geht in die Strombegrenzung und das möchte ich> verhindern.
Meinst du, wenn du den Strom durch eine Stromanstiegsbegrenzung
begrenzt, wird der Strom nicht begrenzt?
Es kommt dann sogar noch viel schlimmer, weil der Strom bei der
Stromanstiegsbegrenzung zu Anfang auf einen niedrigen Wert begrenzt wird
und erst allmählich ansteigt. WAS SOLL DER ZIRKUS?
Wenn ich es richtig verstehe, dann sind alle Teilnehmer in Betrieb und
ab und zu benötigen sie etwas mehr Strom, als das Netzteil liefern kann.
Richtig?
Jeder Teilnehmer verfügt über einen eigenen lokalen Kondensator, den er
im o.g. Fall aussaugt. Und dann kann das NT nicht genug nachschieben und
die Spannung bricht ein..
Richtig?
Warum spendierst du nicht einfach mehr "C", dass das System in dem
kurzen Lastfall besser gepuffert ist?
Uwe schrieb:> Die 350mA Spannungsversorgung hat> einen Pufferkondensator der ausreicht,..
Na ja, wenn der ausreichen würde, dann würde die Spannung nicht
einbrechen.
Uwe schrieb:> aber nur wenn ich diesem die Zeit> gebe sich nachzuladen
Wenn du schneller und öfter diesen "Mehrstrom" benötigst, als du ihn aus
dem NT nachladen kannst, dann ist dein Netzteil zu schwach.
Die Energie, die du im Mittel benötigst, muss auch im Mittel
bereitgestellt werden. Wenn das NT das nicht kann, dann bringt es auch
nichts, den Strom zu begrenzen.
Und wenn das NT das aber kann, dann kann man die Zeiten, in denen mehr
benötigt wird, aus einem Kondensator puffern und in den Zeiten, wo
weniger benötigt wird, diesen dann nachladen.