Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik variable Stromanstiegsbegrenzung


von Uwe (Gast)


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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einer Schaltung, um eine variable 
Stromanstiegsbegrenzung aufzubauen. So in der Richtung 1-10mA/ms.
Ich habe es schon mit einem Gyrator ausprobiert wobei ich es da nicht 
variabel gestalten kann. Möchte aber noch Ideen sammeln. Ich würde das 
ganze gern diskret aufbauen. Ich bin für jede Idee dankbar.

von Falk B. (falk)


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Welcher Strom soll den im Anstieg begrenzt werden? Stromquelle? 
Integrator?

von Uwe (Gast)


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Hallo,

es handelt sich um den Strom aus einer Spannungsquelle, am einfachsten 
ließe sich das mit einer Induktivität lösen, diese ist dafür aber sehr 
groß und nicht variabel.

von Falk B. (falk)


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Wieviel Strom soll maximal fließen? Und vor allem, WARUM soll die 
Stromanstiegsgeschwindigkeit variabel sein?

von Uwe (Gast)


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Die Spannungsquelle kann einen Strom von 350mA liefern. Daran werden 
mehrere Teilnehmer betrieben, die kurz- und gleichzeitig Strom 
benötigen. Daraufhin werden die Pufferkondensatoren sich nachladen. Ich 
möchte gern je nach Strombedarf der einzelnen Teilnehmer die 
Stromanstiegsgeschwindigkeit begrenzen, um zu große Stromsprünge zu 
begrenzen.

von Falk B. (falk)


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Klingt komisch, irgedwie glaube ich nicht, dass das sinnvoll ist. Wenn 
man Stromsprünge dämpfen will, nimmt man eine Längsdrossel. Da muss aber 
nix variabel sein.

von Reinhard Kern (Gast)


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Uwe schrieb:
> um zu große Stromsprünge zu
> begrenzen.

Ist dir klar, dass du damit Spannungseinbrüche produzierst? Das eine ist 
vom andern nicht zu trennen.

Deine Anforderungen sind auch etwas widersprüchlich - wie sieht den dein 
Gyrator aus diskreten Bauteilen aus? Mir fällt jedenfalls keine Lösung 
ohne Opamps ein.

Gruss Reinhard

von Uwe (Gast)


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Die Spannungsquelle geht in die Strombegrenzung und das möchte ich 
verhindern. Es handelt sich um 256 Teilnehmer.

von Falk B. (falk)


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@ Uwe (Gast)

>Die Spannungsquelle geht in die Strombegrenzung und das möchte ich
>verhindern.

Warum? Das ist doch der Sinn einer Strombegrenzung eines guten 
Netzteils.

>Es handelt sich um 256 Teilnehmer.

Jaja, die liebe Salamitaktik. Bloß nicht mal was Gescheites und 
Zusammenhängendes sagen. Siehe Netiquette.
Sorge lieber dafür, dass deine Stromverbraucher nicht soviel Strom 
ziehen.

von Uwe (Gast)


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Hallo,

also zum einen die Gyrator-Schaltung ohne OP

http://www.epanorama.net/documents/telecom/gyrator.html

zum anderen:

Was für eine Salamitaktik. Ich habe doch eine klare Frage gestellt.
Und zwar suche ich nach einer Idee für eine variable 
Stromanstiegsbegrenzung.

Der Stromverbrauch liegt bei ca. 1mA pro Verbraucher, derer ich aber 256 
habe.

Wenn die Strombegrenzung greift, schalten sich aber einige Verbraucher 
kurz ab.

von Uwe2 (Gast)


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> Wenn die Strombegrenzung greift, schalten sich aber einige Verbraucher
> kurz ab.

Das würde aber auch passieren wenn du den Stromanstieg begrenzt (ist 
irgendwie das gleiche bzw. du könntest auch die Entkoppelkondensatoren 
rausnehmen dürfte in etwa ein ähnlicher effekt sein). Es wird nicht 
funktionieren. Da helfen nur mehr Kapazitäten an den einzelnen Modulen, 
damit diese das Netzteil (kurzzeitig) nicht zu sehr belasten.

Ich hab jetzt mal ne 2 hinter meinem Namen geschrieben wegen 
verwechslunggefahr mit dem Frager

von Falk B. (falk)


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@ Uwe (Gast)

>Was für eine Salamitaktik. Ich habe doch eine klare Frage gestellt.

Das reicht aber oft nicht!

>Und zwar suche ich nach einer Idee für eine variable
>Stromanstiegsbegrenzung.

Das ist deine vermeintliche Lösung. Die oft eine Sackgasse ist. 
Beschreibe dein Probelm umfassend, dann kann man dir DEUTLICH besser 
helfen.

http://www.mikrocontroller.net/articles/Netiquette#Klare_Beschreibung_des_Problems

>Der Stromverbrauch liegt bei ca. 1mA pro Verbraucher, derer ich aber 256
>habe.

Und? Macht 256mA, dein Netzteil bringt 350mA, wo ist das Problem? Wenn 
die Spannung beim Zuschalten der Verbraucher einbricht, braucht man 
einen größeren Pufferkondensator, 100uF sollten reichen, den Rest regelt 
jedes normale Netzteil selber schnell genug aus.

>Wenn die Strombegrenzung greift, schalten sich aber einige Verbraucher
>kurz ab.

Dann stimmen deine Zahlen nicht und deine Verbraucher ziehen zumindest 
zeitweise deutlich mehr als 1mA. Also braucht man größere 
Pufferkondensatoren.

von Steffen W. (derwarze)


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Ich vermute mal das beim zuschalten (wie eigentlich? Von einzelnen Gerät 
mit Schalter oder durch anstecken) der Ladestrom eines 
Pufferkondensators am Spannungseingang einen Stompeak erzeugt. So was 
kann durchaus in den Amperebereich gehen. Sinnvoll wäre in solch einem 
Fall den max Stromfluss in den Geräten zu begrenzen, da reicht oft schon 
ein Widerstand.
Sinnvoller wäre ein Neztteil das nicht in die Knie geht wen mal ein 
kurzer I-Peak gefordert wird, 350mA sind da arg schwach.

von Falk B. (falk)


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@ Steffen Warzecha (derwarze)

>Fall den max Stromfluss in den Geräten zu begrenzen, da reicht oft schon
>ein Widerstand.

Eben.

>Sinnvoller wäre ein Neztteil das nicht in die Knie geht wen mal ein
>kurzer I-Peak gefordert wird, 350mA sind da arg schwach.

Das Problem ist wohl die elektronische Überstrombegrenzung, die reagiert 
im sub Millisekundenbereich. Ein einfaches Netzteil ohne diese zuckt da 
nicht.

von Uwe (Gast)


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Ja genau 256mA für alle Teilnehmer und diese benötigen kurz und 
gleichzeitig einen höheren Strom. Die 350mA Spannungsversorgung hat 
einen Pufferkondensator der ausreicht, aber nur wenn ich diesem die Zeit 
gebe sich nachzuladen bzw. nicht auf einen Schlag entlade. Natürlich 
könnte ich die Spannungsversorgung doppelt so hoch auslegen, aber ich 
möchte es gern anders lösen.

von Falk B. (falk)


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@ Uwe (Gast)

>Ja genau 256mA für alle Teilnehmer und diese benötigen kurz und
>gleichzeitig einen höheren Strom.

WIEVIEL?

> Die 350mA Spannungsversorgung hat
>einen Pufferkondensator der ausreicht, aber nur wenn ich diesem die Zeit
>gebe sich nachzuladen bzw. nicht auf einen Schlag entlade.

In einer Stromversorgung wird eigentlich keine Kondensator "auf einen 
Schalg entladen", dann wäre was faul. Ein Normales Netzteil reagiert in 
weniger als 1ms auf einen Lastsprung.

>Natürlich
>könnte ich die Spannungsversorgung doppelt so hoch auslegen, aber ich
>möchte es gern anders lösen.

Warum? Wäre diese Lösung zu einfach?

von Stefan M. (derwisch)


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Müssen die Verbraucher zwingend gleichzeitig angeschaltet werden?
Sonst könnte man sie auch sequenziell anschalten.

Du siehst, um eine Vorstellung von deinem Problem zu bekommen ist eine 
gewisse Menge an Grundinfos nötig.

von Reinhard Kern (Gast)


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Uwe schrieb:
> Ja genau 256mA für alle Teilnehmer und diese benötigen kurz und
> gleichzeitig einen höheren Strom.

Hurra, noch ein Stück Salami!

Bisher habe ich das so verstanden, dass ein Verbraucher zugeschaltet 
wird und der Einbruch der Spannung die anderen stört - jetzt geht es auf 
einmal darum, dass alle gleichzeitig eingeschaltet werden, wodurch sich 
das Problem auf die triviale Feststellung reduziert, dass das Netzteil 
nicht leistungsfähig genug ist - und wobei sich die Frage stellt, wieso 
das überhaupt stört, es dauert halt etwas länger zum Hochlaufen. Es gibt 
Tausende Systeme, deren Einschaltstrom durch das Netzteil begrenzt wird, 
das ist völlig normal.

Gruss Reinhard

von Uwe2 (Gast)


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Die Slaveadresse könnte den Timer für die Einschaltverzögerung 
beeinflussen.
Sind die Slaves µCs ? Wenn ja kannst du ja einfach die Slaveadresse zur 
Einschaltverzögerung hinzuadieren (mittels eines Timers per Compare 
Match).
Die Adresse ist dann irgendwo im EEPROM gespeichert oder per DIP 
Schalter einstellbar. Macht man bei SCSI auch so, man läßt nicht alle 
Festplatten gleichzeitig hochlaufen sondern nacheinander.

von Uwe (Gast)


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Also nocheinmal die Verbraucher sind eingeschaltet. Es geht um den 
temporären Strombedarf im normalen Betrieb. Die Spannung bricht von 15V 
auf 10V ein und alle 256 Kondensatoren versuchen sich nachzuladen.

Wenn ich nun eine Möglichkeit hätte den Strom für jeden Verbraucher zu 
regeln, am besten über eine Rampe könnte ich je nach Spannung mehr oder 
weniger Strom beziehen und meine Verbraucher könnten sich wieder 
aufladen.
Wenn ich den einzelnen Ladestrom hart einschalte, besteht die 
Möglichkeit, dass das wiederum gleichzeitig mehrere Verbraucher machen 
wobei wir wieder bei meinem Problem wären.

@Uwe2
Ja das wäre eine Idee, kann ich auch einmal ausprobieren.


@ Reinhard Kern
Ja, natürlich kann ich ein doppelt so großes Netzteil nehmen. Das ist 
mir klar, möchte ich aber nicht. Ich möchte einfach nur die Bremse lösen 
um schneller zu fahren und nicht einen doppelt so starken Motor 
einbauen!

von Falk B. (falk)


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@Uwe (Gast)

>Also nocheinmal die Verbraucher sind eingeschaltet. Es geht um den
>temporären Strombedarf im normalen Betrieb. Die Spannung bricht von 15V
>auf 10V ein

Dann ist MASSIV was faul. Entweder dein Netzteiul massiv zu schwach oder 
deine Verbraucher zu stark.

>Wenn ich nun eine Möglichkeit hätte den Strom für jeden Verbraucher zu
>regeln,

Ja und dann? Dann bleibt die Spannung am NETZTEIL vielleicht bei 15V, an 
den Verbrauchern SINKT sie dennoch, wenn diese viel Strom ziehen, deine 
Schaltung aber nur wenig zur Verfügung stellt. Was hast du dann 
gewonnen?

> am besten über eine Rampe könnte ich je nach Spannung mehr oder
>weniger Strom beziehen und meine Verbraucher könnten sich wieder
>aufladen.

Aufladen? Sag mal GANZ KONKRET worum es geht.

>Ja, natürlich kann ich ein doppelt so großes Netzteil nehmen. Das ist
>mir klar, möchte ich aber nicht. Ich möchte einfach nur die Bremse lösen
>um schneller zu fahren und nicht einen doppelt so starken Motor
>einbauen!

Siehe oben!

von Reinhard Kern (Gast)


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Uwe schrieb:
> Es geht um den
> temporären Strombedarf im normalen Betrieb. Die Spannung bricht von 15V
> auf 10V ein und alle 256 Kondensatoren versuchen sich nachzuladen.

Und warum? Quantenfluktuationen, Gravitationswellen oder was? In der 
hier im Forum üblichen Physik geht einer Wirkung immer eine Ursache 
voraus.

Gruss Reinhard

von Michael (Gast)


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Uwe schrieb:
> Die Spannungsquelle geht in die Strombegrenzung und das möchte ich
> verhindern.

Meinst du, wenn du den Strom durch eine Stromanstiegsbegrenzung 
begrenzt, wird der Strom nicht begrenzt?
Es kommt dann sogar noch viel schlimmer, weil der Strom bei der 
Stromanstiegsbegrenzung zu Anfang auf einen niedrigen Wert begrenzt wird 
und erst allmählich ansteigt. WAS SOLL DER ZIRKUS?

von Schlumpf (Gast)


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Wenn ich es richtig verstehe, dann sind alle Teilnehmer in Betrieb und 
ab und zu benötigen sie etwas mehr Strom, als das Netzteil liefern kann.
Richtig?

Jeder Teilnehmer verfügt über einen eigenen lokalen Kondensator, den er 
im o.g. Fall aussaugt. Und dann kann das NT nicht genug nachschieben und 
die Spannung bricht ein..
Richtig?

Warum spendierst du nicht einfach mehr "C", dass das System in dem 
kurzen Lastfall besser gepuffert ist?

Uwe schrieb:
> Die 350mA Spannungsversorgung hat
> einen Pufferkondensator der ausreicht,..

Na ja, wenn der ausreichen würde, dann würde die Spannung nicht 
einbrechen.

Uwe schrieb:
> aber nur wenn ich diesem die Zeit
> gebe sich nachzuladen

Wenn du schneller und öfter diesen "Mehrstrom" benötigst, als du ihn aus 
dem NT nachladen kannst, dann ist dein Netzteil zu schwach.

Die Energie, die du im Mittel benötigst, muss auch im Mittel 
bereitgestellt werden. Wenn das NT das nicht kann, dann bringt es auch 
nichts, den Strom zu begrenzen.
Und wenn das NT das aber kann, dann kann man die Zeiten, in denen mehr 
benötigt wird, aus einem Kondensator puffern und in den Zeiten, wo 
weniger benötigt wird, diesen dann nachladen.

von Michael (Gast)


Angehängte Dateien:

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Hallo Uwe,

die Anstiegsgeschwindigkeit kannst du mit V1 einstellen. Vielleicht 
bringt
das dich weiter. Wie auch immer.

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