Hallo,
was haltet ihr von dem verstärker, bzw kann man vielleicht einfach noch
die qualität verbessern. Und vorallem, meint ihr er wird als großes
Einstiegprojekt in sachen Verstärker auch schnell funktionieren?
(Ich habe schon kleiner Verstärker aufgebaut)
MFG
Sebastian Neusch
PS: Ich habe gründe solche alte Transen zu verwenden, aus Kostengründen,
die meisten anderen Transen im Audiobereich sind scheissteuer, für nen
Schüler.
Sebastian N. schrieb:> meisten anderen Transen im Audiobereich sind scheissteuer, für nen> Schüler.
Hallo Sebastian,
der Trafo, die Kühlkörper und die Elkos werden Dich ein Vielfaches
kosten. Ansosnten bewährte alte Hausmannskost. Ähnliches hatte ich auch
in jungen Jahren mal.
rgds
Sebastian N. schrieb:> alte Transen
Das sind aber Transistoren, das andere hat nichts mit Elektronik zu tun.
Denke daran, das diese Schaltung einen kräftigen Einschaltplopp
produzieren wird, da der Ausgangskondensator erstmal geladen werden muss
(auf Ub/2). Ein Relais mit Einschaltverzögerung und sofortigem
Abschalten bei Netztrennung schadet da nicht.
Ansonsten ist die Schaltung schon brauchbar - alt, aber nicht schlecht.
>bzw kann man vielleicht einfach noch die qualität verbessern.
Was willst Du verbessern, was die Ohren eh nicht mehr hören?
Die angegebenen Daten lesen sich besser als Deine oder meine Ohren, und
besser als Umgebungsgeräusche es zulassen (Rauschabstand!).
Ich habe mir aus Elektor 7/8 2011 den "40-W-Verstärker im Retro-Stil" in
der Stereoausführung aufgebaut.
Was ich an obiger Schaltung auf den 1. Blick hin vermisse, ist die
Ruhestromregelung, -einstellmöglichkeit.
Sebastian N. schrieb:> was haltet ihr von dem verstärker
Nichts. Die Schaltung ist nicht nur alt, sie ist auch schlecht.
Die Darlington-Schaltung am Eingang ist unnötig und verschlechtert das
statische, dynamische und thermische Verhalten. Besser ist hier ein
Differenzverstärker, der mit dem gleichen Aufwand ein viel besseres
Verhalten ergibt.
Der Kollektorwiderstand 6k8 ist schädlich, weil durch ihn der
Miller-Effekt an der Eingangsstufe stark zur Wirkung kommt und sich mit
der Frequenzgangkorrektur (10p) der VAS-Stufe (BD138) ein zweipoliges
Verhalten der Schaltung ergibt, was die dynamische Stabilität bzw. den
Frequenzgang verschlechtert.
Die Endstufe ist als quasikomplementäre Schaltung ausgelegt. Dadurch hat
die Schaltung in den Halbwellen jeweils ein vollkommen unterschiedliches
Verhalten, das verschlechtert sowohl den Klirrfaktor als auch die
dynamische Stabilität. Besser ist hier ein echt komplementärer Aufbau,
entweder mit npn-Darlington/pnp-Darlington oder Komplementär-Darlingtons
(Sziklai-Paare).
Endstufen baut man heute auch nur noch mit symmetrischer
Betriebsspannung, weil dann der Einschaltknall entfällt. Der
Ausgangselko wandert dann ins Netzteil, man hat keinen zusätzlichen
Aufwand. Dann ist aber eine driftarme Schaltung (Differenzverstärker)
notwendig.
Die Bootstrapschaltung zur Versorgung der VAS-Stufe ist ungünstig, sie
funktioniert nur oberhalb einer bestimmten Frequenz und bringt
aussteuerungsmäßig keinen Vorteil.
Interessant und für einen Anfänger gut ist die Tatsache, dass die
Schaltung ohne Endstufenruhestrom arbeitet und daher nicht so schnell
thermisch zerstört wird. Allerdings erkauft man das mit etwas Klirr.
> kann man vielleicht einfach noch die qualität verbessern.
Hier findest du eine Schaltung, die die genannten Punkte berücksichtigt:
Beitrag "Re: class ab - verstärker"
Die Methode zur Ruhestromvermeidung kann man da genauso anwenden.
@Arno
Du hast recht, wenn Du schreibst
> Die Endstufe ist als quasikomplementäre Schaltung ausgelegt.
Allerdings solltest Du Deine Aussage nochmals überdenken
> Besser ist hier ein echt komplementärer Aufbau, entweder mit> npn-Darlington/pnp-Darlington oder Komplementär-Darlingtons> (Sziklai-Paare).
Ich meine nämlich, genau diese Sziklai-Schaltung findest Du in der
Schaltung vor. Das diese keine echten Darlingtons, sondern nur
Kombinationen aus 2xNPN und NPN/PNP sind, ändert doch nichts am
Schaltungsprinzip von Sziklai!
Die von mir erwähnte Elektorschaltung, die ich ja aus rechtlichen
Gründen hier leider nicht zeigen darf, basiert gleichfalls auf genau
diesem Prinzip.
Das Problem bei der Schaltung ist, dass die high Side als Darlington
aufgebaut ist, die low Side als Sziklai-Schaltung. Das hat man früher so
gemacht als es kaum gute PNP Leistungstransistoren gab heute ist das
aber nicht nötig und hat die beschriebenen Probleme - vor allem das der
Stabilität, wo man dann auf die beide verschiedenen Hälften Rücksicht
nehmen muss. So ganz ohne RL Gleid zur HF mäßigen Abkopplung des
Ausgangs ist das z.B. schon etwas kritisch. Eventuell übernimmt die
Funktion ja der Elko mit, über die parasitäre Induktivität.
Ob es wirklich negativ für die Verzerrungen ist, müsste man noch sehen.
Es ist aber relativ leicht den TIP3055 durch einen TIP2955 zu ersetzen.
Wenn es irgend geht würde ich auch eher die symmetrische
Spannungsversorgung vorziehen.
Bei der Leistungsklasse nimmt man heute auch eher IC Verstärker - zum
lernen taugt das aber weniger.
Ingolf O. schrieb:> Allerdings solltest Du Deine Aussage nochmals überdenken>> Besser ist hier ein echt komplementärer Aufbau, entweder mit>> npn-Darlington/pnp-Darlington oder Komplementär-Darlingtons>> (Sziklai-Paare).> Ich meine nämlich, genau diese Sziklai-Schaltung findest Du in der> Schaltung vor. Das diese keine echten Darlingtons, sondern nur> Kombinationen aus 2xNPN und NPN/PNP sind, ändert doch nichts am> Schaltungsprinzip von Sziklai!
Da hast du das wohl falsch verstanden. Jetzt ist in der Schaltung oben
eine npn-Darlingtonschaltung (BD137/TIP3055) und unten ein Sziklai-Paar
(BD138/TIP3055). Besser wäre entweder Darlington oben und unten (also
z.B. oben BD137/TIP3055 und unten BD138/TIP2955) oder Sziklai-Paare oben
und unten (also z.B. oben BD137/TIP2955 und unten BD138/TIP3055), aber
nicht gemischt.
Sebastian N. schrieb:> Und vorallem, meint ihr er wird als großes> Einstiegprojekt in sachen Verstärker auch schnell funktionieren?
?!? Genau so schnell wie jede andere Schalrtung mit ähnlich vielen
Bauteilen. Der Schaltung fehlt der übliche Differenzverstärker in der
Eingangsstufe, und dennoch braucht die 2 Transistoren. Sie spart also
nichts an Bauteilen, aber an Qualität. Daher ist es eher unsinnig, diese
Schaltung aufzubauen. Es gibt ähnliche die besser sind.
Immerhin hat die Schaltung einen Kurzschlusschutz.
Aber keinen Übertemperaturschutz, keinen Anti-Plopp, keine Schutz des
Lautsprechers vor defekter Endstufe, das Relais und dessen Schaltung
muss also noch dazu.
Der fette Ausgangselko ist nicht mehr zeitgemäss, dazu kommt der
Siebelko der Versorgungsspannung. Besser man verwendet eine doppelte
Versorgungsspannung (dann hat man auch 2 Elkso, aber keinen am Ausgang)
aber eine ordentliche Masse.
> Interessant und für einen Anfänger gut ist die Tatsache, dass die> Schaltung ohne Endstufenruhestrom arbeitet
Meinst du ? Wozu ist sonst der Ube Multiplikator ? Er ist nur fest
eingestellt.
MaWin schrieb:>> Interessant und für einen Anfänger gut ist die Tatsache, dass die>> Schaltung ohne Endstufenruhestrom arbeitet>> Meinst du ? Wozu ist sonst der Ube Multiplikator ? Er ist nur fest> eingestellt.
Aber er steht auf nur ~3xUbe, benötigt werden aber 4xUbe weil der
Spannungsabfall an dem 10R-Widerstand mit der parallelen Diode auch wie
oben am Transistor ~Ube sein muss damit die Endstufentransistoren zu
leiten beginnen.
Ach, lasst ihn doch bauen. Er wird sich freuen wenn am Ende tierischer
Krach rauskommt.
Hoffentlich hat er ein Umfeld, wo er das Ding testen und loslassen kann.
Wenn es nicht gefällt, wird eben was neues gemacht.
Das größte Problem wird der mechanische Aufbau sein und nicht die
Platine.
Ich hatte eigentlich eher auf eine MaWin-Stellungnahme auf Arnos
korrigierenden Hinweis zum Multiplikator gehofft!
Aber so ist das halt mitunter, wenn man bei mangelhaften Aussagen
ertappt wird...
Ingolf O. schrieb:> Ich hatte eigentlich eher auf eine MaWin-Stellungnahme auf Arnos> korrigierenden Hinweis zum Multiplikator gehofft!> Aber so ist das halt mitunter, wenn man bei mangelhaften Aussagen> ertappt wird...
Also man kann doch nicht wegen jeder Kleinigkeit gleich eine
Stellungnahme verlangen. Jeder übersieht mal was oder interpretiert was
anders als es gemeint war. Sowas ist doch ganz normal und ist dir doch
oben auch passiert, oder?
Ich habe nichts verlangt, sondern erhofft und das auch nur, um die
Multiplikatordiskussion zu beenden!
Und das oben, ist eine Formulierungs-/Verständnisfrage gewesen.
Das ausgerechnet Du jetzt querschiesst, habe ich nicht erwartet und wird
mir eine Lehre sein!
Sebastian N. schrieb:> PS: Ich habe gründe solche alte Transen zu verwenden, aus Kostengründen,
Aus Kostengründen solltest Du lieber eines der vielen Verstärker-ICs
als Grundlage für einen NF-Verstärker nehmen.
Gruss
Harald
Erst mal, habe ich diesen alten schaltplan genommen, weil ich die
meisten Teile kostenlos hätte beschaffen können.
Nun kann mir einer von euch eine Schaltung empfehlen? Ich will so um die
2x 40-80W.
Mfg
Sebastian Neusch
Viele Leute glauben, dass Verstärker wo fast alles mit einem IC gelöst
ist, nicht viel taugen. Mir fehlt es zu dieser Beurteilung an der
passenden Erfahrung. Was meint ihr dazu?
Ähnliche Meinungen gibt es ja auch zu Netzgeräten. Aber ich frage mich
da auch, warum ein spezieller IC im Vergleich zu einer diskrteten
Transistorschaltung schlecht sein sollte.
Oder sind das alles Verschwörungstheorien von Leuten, die glauben, alles
Alte wäre besser und die am liebsten nur Röhrenschaltungen hätten?
Paul M. schrieb:> Viele Leute glauben, dass Verstärker wo fast alles mit einem IC gelöst> ist, nicht viel taugen. ... Was meint ihr dazu?
In den ICs kann/will man insbesondere die Leistungstransistoren nicht
ohne weiteres mit brauchbaren Daten komplementär integrieren. Daher sind
dort (auch im LM3886) fast immer sogenannte Quasikomplementär-Endstufen
eingebaut, bei denen sich die Endstufenhälften unterschiedlich
verhalten, was eine Reihe von Nachteilen (Klirr, Schwingneigung) zur
Folge hat. Das hatten wir in bezug auf die Schaltung ganz oben schon
besprochen.
> Ähnliche Meinungen gibt es ja auch zu Netzgeräten. Aber ich frage mich> da auch, warum ein spezieller IC im Vergleich zu einer diskrteten> Transistorschaltung schlecht sein sollte.
Bei Netzgeräten sind die Gründe etwas anders, da geht es vor allem um
dynamische Stabilität bei beliebigen kapazitiven Lasten. OPVs mit
Leistungsendstufe sind da prinzipiell instabil bzw. können nur in einem
gewissen Lastbereich stabil gemacht werden. Wenn man eine Schaltung
diskret aufbaut, hat man mehr/andere Freiheitsgrade um die Schaltung
stabil zu machen.
> Viele Leute glauben, dass Verstärker wo fast alles mit einem IC> gelöst ist, nicht viel taugen.
Chips können nur so 25 (TO220) bis 50 (Spezialgehäuse) Watt an
Verlustwärme loswerden und haben keine grosse thermische Trägheit.
Damit sind sie begrenzt auf Verstärker unter 68 Watt Ausgangsleistung.
Theoretisch könnte ein IC für so geringe Ausgangsleistungen gute
technische Daten liefern, praktisch sind sie nur in Grössen wie sie als
Kopfhörerverstärker tauglich sind mit sehr guten technischen Daten zu
bekommen.
Im Bereich von 1 bis 68W sind sie nur mit "ausreichenden" Daten zu
bekommen, d.h. diskreter Aufbau ermöglicht bessere technische Daten,
deren Steigerung man vielleicht aber nicht hört.
Vergleichen mit Class AB haben Class D geringere Verluistleistung und
können vom integrierten Chip profitieren, daher gibt es die bis 200W,
allerdings mit den technologischen Einschränkungen die Class D mit sich
bringt, also auch nicht Spitzenqualität sondern eher als Subwoofer-Amp
geeignet.
Auf alle Fälle besser sind die Chips was Schutzschaltungen angeht, quasi
jeder IC ist gegen Überstrom, SOA und Überhitzung geschützt, er braucht
nur noch ein Ausgangsrelais gegen Einschaltplopp und zum
Lautsprecherschutz.
Als Treiber (LM4702) mit externen Ausgangstransistoren sind IC für
höhere Leistungen erhältlich.
MaWin schrieb:> Chips können nur so 25 (TO220) bis 50 (Spezialgehäuse) Watt an> Verlustwärme loswerden und haben keine grosse thermische Trägheit.
Ist mir auch schon aufgefallen. Die ganzen heutigen Verstärker-ICs sind
so winzig. Zumindest früher habe ich gerne diese STK- Module genommen,
aber die sind wahrscheinlich ausgestorben. Zumindest waren sie früher
auch in HiFi- Geräten zu finden.
Hab diese STKs gerne verwendet, paar externe Bauteile und gute Leistung.
Nur waren keine Schutzschaltungen integriert.
Mfg, Wolle
Wolle R. schrieb:> Hab diese STKs gerne verwendet, paar externe Bauteile und gute Leistung.> Nur waren keine Schutzschaltungen integriert.>
reichelt.de
die dinger haben aber auch nur ne quasikomplementäre endstufe.
leistungsstarke pnp transen waren anno dunsemal wohl zu teuer
die hybrid teile sind zudem für 8ohm und rel. hohe spannungen gemacht.
die kühlfläche ist aber wirklich recht groß.
die schutzschaltungen muste man halt noch hinzu fügen.
hab so eine stk bestückte endstufe aus ner grundig kompaktanlage
erbeuten können.
da wird das schützen mit ic und transen erledigt.
das netzteil war allerdings nur mit 2stk. 4700µf/63v bestückt.
nun sind zwei zusätzliche 10000µf/63v und ne 35a metallbrücke verbaut.
das sollte reichen.
also den nachbartest hat die endstufe bestanden.
der war null komma nix auf hundert....
Eine der 1. Version ähnliche Ausführung, aber mit Symmetrischer Endstufe
und Versorgung findet man z.B. hier:
http://sound.westhost.com/project03.htm
Das ist nichts besonderes, sondern halt mehr Standard nach Lehrbuch. Für
Weniger Leistung ggf. einfach weniger Spannung nutzen. Der
Kurzschluss-schutz sollte aber noch dazu, wenn man den Verstärker nicht
gleich in der Box hat.
Bei einem Verstärker kleiner Leistung (bis etwa 40 W) ist das IC die
einfachere Lösung und im Normalfall auch gut. Bei der Schutzschaltung
und der thermischen Stabilität hat das IC sogar Vorteile.
Wenn es darum geht was über Verstärker zu lernen bringt die diskrete
Lösung mehr.
Von der Qualität her sind die Chancen gute, mit einer Aktivbox und
getrennten IC Verstärkern für Hoch,Mitte, Tief deutlich besser zu werden
als es mit einer Passiven Weiche geht.
Also ich habe mir überlegt einfach mal einen TDA 2030 zu benutzen, was
haltet ihr davon?
Er ist nicht so teuer(Schüler 10. Klasse).
Un nu was meint ihr geht das so in Ordnung, hat der alle benötigten
Schutzschaltungen?
PS: @ulrich:
Wie meinst du das?
Meinst du ich soll eine Frequenzweiche aufbauen und dann jede der drei
zweige einzeln durch einen IC verstärken?
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Neusch
Sebastian N. schrieb:> Also ich habe mir überlegt einfach mal einen TDA 2030 zu benutzen, was> haltet ihr davon?
na ja n oldi aber zäh und billig.
die "a" variante kann +-22v ab -->nehmen
schaltplan und platine hab ich da.
das netzteil muß niederohmig sein.
also nicht zu schwacher trafo und reichlich siebelko kapazität im
netzteil.
die dc schutzschaltung mit einschaltverzögerung ist seperat bereit zu
stellen....
Viel Spaß beim Ausmessen der Transistoren, die in Gegentakt arbeiten,
damit sie komplementär sind.
Kein Mensch baut sowas heute mehr konventionell, dafür gibts für 8 bis
10 EUR (die auch für einen Schüler erschwinglich sind) TDAs, die das
besser können, z.B. TDA1562Q.
Wenn Du gesagt hättest, Du willst das probieren weil lernen und so,
hätte ich Dir das geglaubt, nicht aber wegem der Erschwinglichen.
Das mit dem erschwinglichen hat die Gründe dass dies nur ein kleinerer
Teil eines größereren Projekts ist, also meinst du dass ich den tda 1562
nehmen soll?
Also ich benutze den tda 7294 ich habe mich entschieden. Soll ich nun
die High Efficiency Application Circuit aus dem Datenblatt aufabuen oder
tut es auch die normale?
Die normale tut's auch.
Die HighEfficiency-Variante braucht ja doppelt soviele Spannungsquellen.
Wichtiger ist das Leiterplattenlayout. Da halte Dich am besten an die
Datenblattbeispiele (nicht daß Du denkst, das Ding erstmal in fliegender
Verdrahtung oder Steckbrett aufbauen zu wollen - das geht sowieso
schief).
Achja - großen Kühlkörper nicht vergessen ...
Sebastian N. schrieb:> Soll ich nun die High Efficiency Application Circuit aus dem> Datenblatt aufabuen oder tut es auch die normale?
Hast du das Datenblatt auch gelesen ?
HighEff brauchst du, wenn du den TDA mit mehr als +/-26V versorgt um
mehr als 60W herauszuholen, weil er ohne die HighEff Schaltung sonst zu
heiss wird um die datenblattbelogenen 100W durchhalten zu können.
Woher sollen wir wissen, welchen Lautsprecher du hast und Trafo.
Sebastian N. schrieb:> ich hab 90 W lautsprecher
Dann ist ein TDA etwas dünn, auch ein LM3886.
Und wie man sieht die HighEff Schaltung Unsinn,
da kann man es gleich diskret aus Einzeltransistoren aufbauen.
Man muss natürlich Lautsprecher nicht ganz ausreizen.
Sebastian N. schrieb:> Soll ich nun> die High Efficiency Application Circuit aus dem Datenblatt aufabuen oder> tut es auch die normale?
Also ich habe die high Efficiency Schaltung schonmal nachgebaut. Geht
gut, geht laut, verstärkt und macht was sie soll... aber es ist KEIN
Anfängerprojekt!
Verrätst du uns noch, was du genau mit dem Verstärker vorhast? Boombox,
Schulprojekt, Partykeller oder einfach nur so? Wäre hilfreich.
Mfg, Wolle
Sebastian N. schrieb:> @dolf> platine und schaltplan meinst du jetzt für den tda2030?
ja.
die platine gab´s zu ddr zeiten zum bausatz mit bei.
tda 2040,2050,2051 passen auch.
von den tda´s gibt es eventuell auch ne a version die können mehr
betriebsspannung ab.
http://www.elektroda.pl/rtvforum/topic577357.html
da hast auch n platinenbeispiel.
die schaltung wird mit +- betriebsspannung versorgt.
Sebastian N. schrieb:> @dolf> platine und schaltplan meinst du jetzt für den tda2030?
hab die platine und bestückung eingescannt.
ist rel groß geworden.
mailadresse?
@wolle r.ich baue mit einem Freund zusammen derzeit einen
Komplettverstärker.
Klangregler ist schon ferti. Funkt auch. Und tolles gehäuse hab
ich.trafos sind wie oben beschreiben in umengen vorhanden.
Und ich bin in sachen verstärker jetzt aich kein anfänger . Ich habe
schon manche etwas kleinere Verstärkerschaltung aufgebaut.
tda7375 ist ein 4 Kanal Verstärker, der nicht so anspruchsvoll an das
Layout ist wie diese TDA 2030 und Konsorten.
4 Kanal heisst:
entweder 2 Kanal als Bridged Konfiguration
oder 2 X 2 wege Box mit aktiv Network
etc. etc.
Wenn du 2x2 Kanal baust, kannst du deinen Schmalz in die aktive
Frequenzweiche stecken und nachher glücklich sein.
wiewiel Watt deine Boxen maximal abkönnen spielt hier keinen besonderen
Walzer. Es sei denn du hast einen sehr massereichen Basslautsprecher mit
grossem Durchmesser drinne. Dann müsste man es überdenken, weil du dann
für den Bass richtig viel Strom zur Verfügung haben solltest damit der
nicht rumblubbert.
Gruss Klaus de Lisson
Die TDA729x sind schon deutlich besser (mehr Leistung, schneller,
weniger Neigung zum Schwingen) als ein TDA2030 oder ähnliches, und auch
nicht so viel teurer. Das größere Gehäuse macht auch die Kühlung
einfacher. Wie so oft, sollte man lieber die volle Leistung (und
Spannung) nicht ausnutzen, das spart bei der Kühlung und erhöht die
Zuverlässigkeit. Sofern man die Lautstärke nicht braucht, darf der
Verstärker auch kleiner sein Boxen.
Die Zusätze als High Efficiency Schaltung muss man nicht haben, es geht
auch ohne. Sofern der Trafo das anbietet wäre auch eine Umschaltung der
Versorgungsspannung von Hand möglich, je nachdem ob man viel Leistung
(z.B. Party) oder lieber weniger (z.B. die Hälfte) Wärmeentwicklung
haben will.
Der "Vorverstärker" ist vor allem so etwas wie die Umschaltung der
Eingänge und Einstellen der Lautstärke, ggf. auch ein Klangregler.
Früher war da auch noch die Verstärkung für den Plattenspieler mit drin
- heute aber eher nicht mehr.
=> eig nur nen klangregler davor, den ich eh wollte und schon habe (bzw
gerade im bau ist)
Umschalten meinst du dann z.B. zwischen 12V und 24V ?
=> dazu: kann ich LM78xx paralell schalten?
Danke an alle.
Eine Umschaltung der Spannung macht nur Sinn, wenn der Trafo auch
zusätzliche Abgriffe bietet. Eine Linearregler verschiebt im
wesentlichen nur die Verluste zwischen Verstärker und Regler. Bei einem
einfachen (nur 2 Windungen für die +- Spannung) Trafo muss die
Umschaltung dann halt entfallen.
Der Leistungsverstärker kommt ohne geregelte Spannung aus, also nur
Trafo, ggf. ein kleine Drossel, Gleichrichter und Elkos. Die Umschaltung
wäre dann über die Abgriffe vom Trafo für z.B. ca. +-20 V und ca. +-40
V.
Also:
Der TDA2030(A) ist nicht sinnvoll, weil nicht genug Leistung - oder?
Der TDA7294 ist eigentlich auch Blödsinn, da er so viel drum herum
benötigt, dass Du schon fast einen diskreten Verstärker aufbauen kannst.
Alleine die Stromversorgung ist ein Knaller.
Der TDA1562 liefert Dir als Brücke an 4Ω 70W, benötigt jedoch 2
Bootstrap-Elkos.
Hast Du Dir den LM3886 schon mal angesehen? Der Aufwand ist ähnlich
lächerlich, wie beim TDA2030, nur mit mehr Leistung und in besserer
Qualität.
Er gibt 68W an 4Ω ab.
Oder als Brücke geschaltet 200W an 8Ω. Dokument hängt an ...
Edit: Dann ist er allerdings nicht mehr billig ...
Gruß
Jobst
> was haltet ihr von dem verstärker, bzw kann man vielleicht einfach noch> die qualität verbessern.> ...> PS: Ich habe gründe solche alte Transen zu verwenden, aus Kostengründen,> die meisten anderen Transen im Audiobereich sind scheissteuer, für nen> Schüler.
was ich nicht verstehe ist, wieso Du das Rad neu erfinden willst ...
außer vielleicht dem Bastelspaß, ok das ist ein Grund.
Aber: Du bekommst auf dem Flohmarkt oder in der Bucht die Verstärker
hinterhergeworfen - die kann notfalls auch noch etwas modden.
Wenn es Dir wirklich um Qualität geht, ist sowieso Röhre angesagt.
In der normalen Beschaltung ist kein großer Unterschied zwischen LM3886
und TDA729x. Gut der TDA729x braucht einen Bootstrap Elko und hat einen
zusätzlichen Eingang für Standby, den man aber wohl mit Mute parallel
schalten kann.
Die komplizierte "Versorgung" kommt erst in der Beispielschaltung für
einen sparsamen Verstärker bis ca. 180 W (ohne Brücke). Ob die Schaltung
und so viel Leistung wirklich sein muss ist was anderes.
Der schwache Punkt bei der Audiowiedergabe ist in der Regel der
Lautsprecher und nur sehr selten (etwa bei einigen Ausführungen mit
Röhren) der Verstärker. Wenn man also da wirklich noch was verbessern
will, dann ist der Ansatz eher bei den Lautsprechern. Insbesondere eine
passive Frequenzweiche ist da eine nicht so gute Lösung: geringe
Dämpfung der Lautsprecher und oft relativ große Toleranzen und nicht
ideales Verhalten der Bauteile (Spulen, Elkos).
Das ist dann aber eine ganz andere Baustelle.
Ich denke das auch. Einfach bauen mit dem was man hat und hören.
Wenn es nicht gefällt, dann den Fehler suchen oder ein neues Konzept
machen.
Es ist doch gerade das schöne am Basteln, das es nie aufhört.
Jobst M. schrieb:> Der TDA2030(A) ist nicht sinnvoll, weil nicht genug Leistung - oder?
Kommt drauf an. Für eine Verdopplung der Lautstärke (nach Gehör) braucht
man die zehnfache(!) Leistung. Ein Faktor von 3 oder 4 bei der Leistung
macht also viel weniger aus als man denkt.
Wenn es besonders laut werden soll, ist es viel sinnvoller, Boxen mit
hohem Wirkungsgrad (aka Kennempfindlichkeit) zu verwenden.
> Der TDA7294 ist eigentlich auch Blödsinn, da er so viel drum herum> benötigt, dass Du schon fast einen diskreten Verstärker aufbauen kannst.
Was hast du denn geraucht? Die Standardschaltung mit dem TDA7294 braucht
im wesentlichen Abblock-Kondensatoren, Bootstrap-Kondensator,
Rückkopplung und eine Minimalbeschaltung an Mute/Standby.
Wenn du die "High-Efficiency" Schaltung aus dem Datenblatt meinst: das
ist ein Applikationsvorschlag nach dem Motto "guck mal, was noch geht".
Kein Mensch braucht, oder will das.
XL
Axel Schwenke schrieb:> Kommt drauf an. Für eine Verdopplung der Lautstärke (nach Gehör) braucht> man die zehnfache(!) Leistung.
Wieso? Eigentlich dachte ich, es ist die vierfache Leistung. Sie geht
doch quadratisch ein. Die 10 passt da überhaupt nicht.
trivial³ schrieb:> Wenn es Dir wirklich um Qualität geht, ist sowieso Röhre angesagt.
ja klar angesagt ist ja angeblich ne ganze menge...
mein opa hatte auch son ding...
und ja die dinger aus dem vorigen jahrhundert sind das non plus ultra...
allein der ünsägliche ausgangsübertrager macht da aber nen strich durch
die rechnung.
ein sauber entwickelter transiverstärker schlägt jede röhrengurke.
Axel Schwenke schrieb:> Für eine Verdopplung der Lautstärke (nach Gehör) braucht> man die zehnfache(!) Leistung.
Das ist mir bekannt. Trotzdem ist es schön, ein paar Watt Reserve zu
haben.
Axel Schwenke schrieb:> Was hast du denn geraucht?
Vor 30 Jahren habe ich mal eine zu Sylvester geraucht, um Böller
anzuzünden - aber sonst nicht! :-)
> Wenn du die "High-Efficiency" Schaltung aus dem Datenblatt meinst: das
Die wollte er doch wohl bauen!? ... ich sehe gerade, dass er nur danach
gefragt hat - da habe ich nicht richtig aufgepasst - aber ja, die meinte
ich.
Michael_ schrieb:> Wieso? Eigentlich dachte ich, es ist die vierfache Leistung. Sie geht> doch quadratisch ein. Die 10 passt da überhaupt nicht.
Es geht hier nicht um Spannung, sondern um gehörte Lautstärke. Und da
ist 10-fache Leistung die doppelte Lautstärke.
Gruß
Jobst
dolf schrieb:> trivial³ schrieb:>> Wenn es Dir wirklich um Qualität geht, ist sowieso Röhre angesagt.>> ja klar angesagt ist ja angeblich ne ganze menge...> mein opa hatte auch son ding...
Diese Diskussion ist völlig unnötig. Der TE hat zwar was von vielen
Trafos gesagt, die er noch rumstehen hat, aber da sind vermutlich weder
Ausgangstrafos noch Anodenspannungsteile bei. Das man für zuhause
Halbleiter nimmt ist also völlig legitim und berechtigt. Immerhin gibt
es keinen einzigen 5.1 Dekoder auf Röhrenbasis :-)
Und ja, ich baue noch mit Röhren, das ist aber für was ganz anderes.
@TE: Falls du zu viele BD130/2N3055 hast, kann ich dir gerne mal eine
Schaltung des Beomaster 3000 von 1970 raussuchen. Die ähnelt sehr deinem
Ausgangsposting, hat aber die von den Fachleuten kritisierten Probleme
nicht und läuft in meinem Gerät seit nun über 40 Jahren. Frecherweise
musste ich allerdings vor ein paar Jahren ein/zwei Elkos wechseln.
Und ja, die Schaltung ist in einem Briefumschlag in den Deckel geheftet
- das nenne ich Service.
Ulrich schrieb:> In der normalen Beschaltung ist kein großer Unterschied zwischen LM3886> und TDA729x. Gut der TDA729x braucht einen Bootstrap Elko und hat einen> zusätzlichen Eingang für Standby, den man aber wohl mit Mute parallel> schalten kann.>> Die komplizierte "Versorgung" kommt erst in der Beispielschaltung für> einen sparsamen Verstärker bis ca. 180 W (ohne Brücke). Ob die Schaltung> und so viel Leistung wirklich sein muss ist was anderes.
Ja ich nehme den TDA7294 nur, da ich keine Lust habe mir den zu
bestellen(LM3886), ich werde ihn mir im Mükra kaufen(TDA7294).
Und wenn ich unbendige lust besitze mal noch n bisschen modden.
Matthias Sch. schrieb:> @TE: Falls du zu viele BD130/2N3055 hast, kann ich dir gerne mal eine> Schaltung des Beomaster 3000 von 1970 raussuchen. Die ähnelt sehr deinem> Ausgangsposting, hat aber die von den Fachleuten kritisierten Probleme> nicht und läuft in meinem Gerät seit nun über 40 Jahren. Frecherweise> musste ich allerdings vor ein paar Jahren ein/zwei Elkos wechseln.> Und ja, die Schaltung ist in einem Briefumschlag in den Deckel geheftet> - das nenne ich Service.
Könntest du mir die Schaltung vielleicht per E-Mail zusenden?
Das waäre schon toll, da ich diesen Verstärker nur wegen dem Verstärker
bauen wollte, aber demnächst noch einen um zu verstehen wie das ganze
funktioniert, und da wäre ein Transistorverstärker nicht schlecht.
Mfg
Sebastian Neusch
Jobst M. schrieb:> Der TDA2030(A) ist nicht sinnvoll,
Ich benutzte z.Z einen Fertigverstärker mit dem 2030, den ich mir
mal als Ersatz für einen defekten Uralt-Verstärker gekauft habe.
Da meine Canton-Boxen einen recht guten Wirkungsgrad haben, reichen
mir 20...30W auch völlig aus. Da der 2030 inzwischen wohl wirklich
veraltet ist, würde ich ihn gern gegen ein klangmäßig besseres IC
tauschen. Das Netzteil mit 2x12V~ wollte ich beibehalten. Welches
der hier vorgeschlagenen ICs ist eigentlich unter diesen Voraus-
setzungen das Beste? Wie gesagt, mehr Leistung brauche ich nicht.
Gruss
Harald
Sebastian N. schrieb:> Das waäre schon toll, da ich diesen Verstärker nur wegen dem Verstärker> bauen wollte, aber demnächst noch einen um zu verstehen wie das ganze> funktioniert, und da wäre ein Transistorverstärker nicht schlecht.
Jo, ich werde mal zusehen, das ich das in den nächsten Tage hinkriege.
Da ich nur einen Einzugscanner habe und ich den B&O aufschrauben muss,
lass mir ein wenig Zeit.
Das schöne bei dem Plan sind die vielen eingezeichneten Spannungen und
Messpunkte.
Übrigens sieht die Schaltung dieser hier ähnlich:
http://www.electroschematics.com/269/audio-power-amplifier-60w-with-2n3055/
Diese Schaltung tritt dutzende mal im Netz auf, schade ist eigentlich
nur, das sie auf die klassische Differenzstufe verzichten und die
Gegenkopplung über den Emitter des BC212 ziehen - B&O nimmt den echten
Differenzverstärker vorne, wenn ich mich recht erinnere.
Wenn du auf der Seite runterscrollst, sieht du noch 2 andere, davon
einer mit einem OpAmp in der Vorstufe und 2955 als Komplementär zum
3055.
Matthias Sch. schrieb:> Da ich nur einen Einzugscanner habe und ich den B&O aufschrauben muss,> lass mir ein wenig Zeit.
Brauchst Du nicht, ich hab den Plan hier. Eine ähnliche Schaltung
verwendet auch der DUAL CV40, dessen Schaltbild ist im Netz frei
verfügbar, einfach googlen. Die Transistoren TJ2499 sind nichts anderes
als 2N3055.
Mfg, Wolle
Matthias Sch. schrieb:> @TE: Falls du zu viele BD130/2N3055 hast, kann ich dir gerne mal eine> Schaltung des Beomaster 3000 von 1970 raussuchen. Die ähnelt sehr deinem> Ausgangsposting, hat aber die von den Fachleuten kritisierten Probleme> nicht und läuft in meinem Gerät seit nun über 40 Jahren. Frecherweise> musste ich allerdings vor ein paar Jahren ein/zwei Elkos wechseln.> Und ja, die Schaltung ist in einem Briefumschlag in den Deckel geheftet> - das nenne ich Service.Matthias Sch. schrieb:> Jo, ich werde mal zusehen, das ich das in den nächsten Tage hinkriege.> Da ich nur einen Einzugscanner habe und ich den B&O aufschrauben muss,> lass mir ein wenig Zeit.> Das schöne bei dem Plan sind die vielen eingezeichneten Spannungen und> Messpunkte.
Lohnt sich die Arbeit den Schaltplan einzuscannen? Die Internetsuche
nach "Beomaster 3000 Schaltplan" liefert einige Ergebnisse, z.B. bei
http://elektrotanya.com/http://beophile.com/?page_id=8253http://hifigoteborg.se/bo-manuals_nagon/ -> 98
Das sind übrigens alle die gleichen - mit extrem schlechter Qualität
gescannt und (muss man leider mal sagen) ohne Sinn und Verstand
aufgeteilt. Ich tu mir das nicht an - ist aber einfach gesagt, weil ich
ja das Original hier habe.
Der Dual CV40 unterscheidet sich zwar deutlich, ist aber viel schöner
lesbar:
http://elektrotanya.com/dual_cv40.zip/download.html