Moinsen! In den den letzten 3 Monaten habe ich es halbwegs geschafft, mich beruflich von Windows/Bascom auf Ubuntu/GCC einzuarbeiten. Allerdings geht es mir als in den letzten 20 Jahren GUI verwöhnter Mensch extrem auf den Senkel ständig zwischen Editor und Terminalfenster nebst Kommandozeileninterpretern und Ellenlangen kryptischen Parametern umherzuspringen um ein einfaches Programm zu kompilieren und auf den AVR zu übertragen. AVR Studio gibt es ja lustigerweise nur für Windows. Was für Alternativen die mehr oder weniger an bekannte integrierte Tools zur Programmierung und Kompilierung von AVRs unter Win heranreichen gibt es, die unter Linux benutzt werden können? Prima - ich bin auch mit CP/M, Cobol, Turbo-Pascal, DOS, ED etc. in den 80er Jahren aufgewachsen und habe mein Geld damit verdient aber mittlerweile sind 30 Jahre vergangen und ein WENIG MEHR an Komfort dürfte man als mittlerweile in Ehren ergrauter Programmierer mit Sehschwäche, Rheuma und Internetbasiertem Altersstarsinn doch erwarten dürfen, wenn man nicht gerade unbedingt an religiös-fanatische Kommandozeilen-Dschihadisten der 90er Jahre Generation gerät ;-) Any hints?
Ellenlange Parameterlisten nehmen einem eigentlich makefile ab. Ansonsten gibt es z.B. Eclipse mit AVR-Plugin. Das kann fast alles besser als die fürchterlichen Studios, nur den vollwertigen Simulator gibt es da nicht. Oliver
Ach ja, ums nicht zu vergessen: wine, oder 'ne virtuelle Maschine mit richtigen Windows drin. Man kann über Windows schimpfen, wie man will, aber ganz ohne ist manchmal auch blöd. Oliver
Oliver S. schrieb: > Ach ja, ums nicht zu vergessen: wine, oder 'ne virtuelle Maschine mit > richtigen Windows drin. Das fühlt sich dann aber schon irgendwie merkwürdig an. Da hat man die ganzen GNU-Tools gcc, make u.s.w., die eigentlich aus dem Linux-Umfeld kommen und führt dann unter Linux eine nach Windows portierte Version davon in einer VM aus... Oliver S. schrieb: > Man kann über Windows schimpfen, wie man will, aber ganz ohne ist > manchmal auch blöd. Gerade deshalb schimpft man ja drüber. Gäbe es nicht ein paar Programme, für die ich es halt brauche, dann hätte ich keinen Kontakt damit, und es gäbe nichts zu schimpfen. ;-)
Ich empfinde »make program« als nicht allzu kompliziert auf der Kommandozeile, zumal ich mit dem passenden Makefile gleich die Optimierungsstufen, Zielsysteme usw. vorlagenartig ablegen kann. Siehe http://www.mikrocontroller.net/articles/Beispiel_Makefile, http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_und_Linux#Makefile resp. http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial/Exkurs_Makefiles Die im AVR-Studio enthaltenen Beispiel-Makefiles kann man auch gut räubern, wenn es um komfortable Listen der Controller geht.
a. b. schrieb: > Was für Alternativen die mehr oder weniger an bekannte integrierte Tools > zur Programmierung und Kompilierung von AVRs unter Win heranreichen gibt > es, die unter Linux benutzt werden können? Also ich benutze VIM (das volle Programm, also schon die Erweiterungen drin!). Und meistens auf der Linux-Konsole (Text/Framebuffer)! Antiquiert? Vielleicht, aber super lesbar, f"ur die schlechter werdenden Augen, immer Vollbild, 170x48 Zeichen mit exzellent lesbarem Font und 10 Konsolen parallel, von denen ich typisch 7 in Benutzung hab. Um mein Program zu compilieren, auf'm uC ins RAM zu schiessen und auszuf"uhren muss ich tippen: <ESC> :make ramloader (was beim 2. Mal sich schon auf <ESC> : <Pfeil nach oben> reduziert). In der Zeit, haben die meisten IDE-Power-User noch nicht mal den Mauszeiger wiedergefunden. (Ich empfehle hier zur Leistungssteigerung ca. 12 xeyes, rings um die IDE anzuordnen) a. b. schrieb: > religiös-fanatische Kommandozeilen-Dschihadisten Ups...erwischt! Nix wie weg hier.... :(
Marc P. schrieb: > Um mein Program zu compilieren, auf'm uC ins RAM zu schiessen und > auszuf"uhren muss ich tippen: > > <ESC> :make ramloader > (was beim 2. Mal sich schon auf <ESC> : <Pfeil nach oben> reduziert). Na ja, in den alleremisten IDE's geht das durch einen einzigen Tastendruck per F<irgendwas>. 1:0 für die IDEs ;) Oliver
Oliver S. schrieb: > Na ja, in den alleremisten IDE's geht das durch einen einzigen > Tastendruck per F<irgendwas>. 1:0 für die IDEs ;) Was ist, wenn du alle Tasten bis F50 dann belegt hast? Davon abgesehen, auch wenn ich Vim nicht so gut kenne, man kann diese Befehlsfolge garantiert auch auf F<irgendwas> zuweisen, wenn man merkt, dass man genau das häufig braucht. Im Emacs habe ich mir zumindest ein paar derartige Funktionen auf F-Tasten gelegt, aber die sind seit Jahrzehnten ziemlich stabil geblieben.
Oliver S. schrieb: > Marc P. schrieb: >> Um mein Program zu compilieren, auf'm uC ins RAM zu schiessen und >> auszuf"uhren muss ich tippen: >> >> <ESC> :make ramloader >> (was beim 2. Mal sich schon auf <ESC> : <Pfeil nach oben> reduziert). > > Na ja, in den alleremisten IDE's geht das durch einen einzigen > Tastendruck per F<irgendwas>. 1:0 für die IDEs ;) Das geht in meinem vim auch. Ok, nicht per Default, aber es reicht, sich ein
1 | map <F9> :make<CR> |
in die .vimrc einzutragen.
Nun ja, gut 30 Jahre nach Turbo-Pascal sollte das eigentlich überall möglich sein ;) Oliver
ich verstehe eins nicht, wieso Leute mit Linux arbeiten wollen und über die Shell jammern. Die Shell gehört nun mal zu Linux und die Fähigkeiten der Shell haben zur ausbreitung von Linux enorm beigetragen, oder meint jemand, dass es möglich wäre Linux mit Klicki-Bunti auf einem Router zu installieren. Eben nicht. Ich nutze seit knapp 3 Jahren nur Linux und bin größtenteils mit Klicki-Bunti unterwegs (das geht wirklich), aber ich weiss auch die Shell zu schätzen. Also, reißt euch zusammen und laßt euch auf Linux ein. Ihr werdet merken, wenn die Eingewöhnungsphase vorbei ist (bei mir waren es so ca. 6-8 Wochen), dann will man nichts mehr anders haben.
andy schrieb: > ich verstehe eins nicht, wieso Leute mit Linux arbeiten wollen und über > die Shell jammern. Jetzt echt? Dann sag ich's dir: weil sie 'free beer' kapieren, aber 'free speech' nicht. Sie wollen ein Windows ohne 'licence agreement' mit weniger Fehlern, aber bitte umsonst. Und ohne (mentale) Eigenleistung natuerlich. Daf"ur versteh ich nicht, dass den meisten Leuten nicht klar ist, dass mit dem Gehirn/Verstand das gleiche passiert, wie mit einem Muskel: Nicht benutzen => verkuemmern.
a. b. schrieb: > Allerdings geht es mir als in den letzten 20 Jahren GUI verwöhnter > Mensch extrem auf den Senkel ständig zwischen Editor und Terminalfenster > nebst Kommandozeileninterpretern und Ellenlangen kryptischen Parametern > umherzuspringen um ein einfaches Programm zu kompilieren Ach ja. Ich kann dich ja verstehen, aber warum tust du sowas? Mal abgesehen davon, daß man derzeit Win7 Scheiben nebst Lizenzen für ca. 30 Euro kriegt - ist deutlich billiger als einmal mit der Frau Essen gehen - sollte man sich ja auch unter Linux irgendeinen Text-Editor ausgesucht haben und sowas wie den MC oder Krusader installiert haben. Dann schreibt man sich einmal ne Batchdatei respektive Scriptdatei und braucht fürderhin nur noch mit dem modernen Faustkeil (Maus) draufzuhauen und fertig ist es. Wozu also die Aufregung? W.S. P.S.: Ich hab seit 1994 immer mal wieder mit unterschiedlichsten Distributionen versucht, mir Linux schönzureden, aber es hat bislang IMMER damit geendet, daß ich es frustriert wieder von der Platte geputzt hab. Inzwischen erwartet man auch mehr vom PC als ne dürre Kommandozeile oder stümperhafte GUI's.
W.S. schrieb: > hab. Inzwischen erwartet man auch mehr vom PC als ne dürre Kommandozeile > oder stümperhafte GUI's. Das ist hart, aber mit den stümperhafte GUI's muss ich dir wirklich recht geben. Ich hab ca. vor 'nem halben Jahr auf einem Laptop Ubuntu installiert und der Desktop ist so ein Produktivit"atskiller. Unglaublich! Man kommt nie mit einem Klick oder einem Tastendruck dahin wo man will. NIEMALS. Und das nervt! Framebuffer-Konsole kann's auch nicht vern"unftig und die Prozessliste ist voller Schrott, von dem ich keine Ahnung hab, was der Schund soll, ausser 4GHz Rechenleistung in W"arme und sonst nix umzuwandeln. Nachdem man mit unn"utzen Prozessen die Leistung nicht weit genug gesenkt bekam, musste man auch am GUI feilen, damit sich auch die Benutzereingabe verlangsamt. Ich sch"atze, in 5 Jahren ist die Tastatur auch noch weg. Leider kann man eigentlich keine g"angige Distri mehr empfehlen. Gentoo ist das beste was ich kenn, aber das ist leider echt Hardcore, wenn man einsteigt. Daf"ur kommt am Ende ein System raus mit dem man tatsaechlich arbeiten kann. Aber ein Tag reicht da nicht f"ur ein komplett neues System mit (wieder) allen Features, die der Programmierer braucht: C,C++,Java,Haskell,Perl,Subversion,PostScript,LateX,Octave,Doku,Cross-Co mpiler,Eagle,Systemwerkzeuge (Drucker, strace, mtrace, lsof, netstat, wireshark, ).
W.S. schrieb: > Inzwischen erwartet man auch mehr vom PC als ne dürre Kommandozeile > oder stümperhafte GUI's. Genau das denke ich mir immer, wenn ich Windows benutze. Die Kommandozeile dort ist sehr dürr im Vergleich zu der von Linux. Ich nutze die Kommandozeile gerne, weil ich bei einigen Sachen dort schneller bin als mit einer GUI. Und genau die Dinge tue ich dann eben auch dort, was aber unter Windows leider kaum sinnvoll möglich ist. Und bei der GUI fühle ich mich unter Windows immer, als ob ich mit angezogener Handbremse fahre. Es ist dabei nicht das eine große Feature, was mir fehlt, sondern viele Kleinigkeiten, die ich täglich nutze und die mir die Bedienung erleichtern. Das sind so Sachen wie virtuelle Desktops, oder daß ich im KDE einfach Alt+F2 drücken kann, dann gg:Blafasel tippe und Return drücke, und es öffnet sich ein Browser-Fenster mit dem Ergebnis der Google-Suche nach Blafasel, u.s.w. Marc P. schrieb: > Ich hab ca. vor 'nem halben Jahr auf einem Laptop Ubuntu > installiert und der Desktop ist so ein Produktivit"atskiller. Nun, dieser komische Unity-Desktop ist nicht jedermanns Sache. Marc P. schrieb: > Framebuffer-Konsole kann's auch nicht vern"unftig Damit hatte ich bisher nur Probleme, wenn ich den proprietären NVidia-Treiber installiert hab. Der ist zwar stabilitäts- und funktionsmäßig sehr gut, fügt sich aber nicht so 100%ig ins System ein. > und die Prozessliste ist voller Schrott, von dem ich keine Ahnung hab, > was der Schund soll, Ein großer Teil davon sind Kernelthreads und Systemprozese. Da stehen halt auch so Sachen dabei, wie der Thread, der regelmäßig den Filecache auf die Platte synct oder den (einmal pro Kern benötigten) Thread, der sich um die lastabhängige Migration von Prozessen zwischen den Kernen kümmert. Sowas gibt's unter Windows sicherlich auch, nur sind die da halt vor dem Benutzer versteckt. > ausser 4GHz Rechenleistung in W"arme und sonst nix umzuwandeln. Hmm, dann stimmt da bei dir irgendwas nicht. Ich habe im Idle-Betrieb eine gesamte Auslastung von weit unter 1% von einem meiner 8 virtuellen Kerne. Von den aktuell insgesamt 267 Tasks auf dem System, von dem aus ich das poste, schlafen 264 fast immer. Die restlichen drei sind top sowie die Konsole und der X-Server, die die Ausgabe von top anzeigen müssen. Die "load average" ist 0,01%. Und ich habe 10 Konsolen, 30 Browsertabs, Mail und noch diverses anderes offen.
Marc P. schrieb: > und die Prozessliste ist voller Schrott Ach, das ist bei anderen Systemen anders? Wenn man einen aufgeblasenen Fensterladen betreiben will, egal ob nun Unity, Windows 7 oder OSX Aqua, dann werkelt da zwangsläufig ein Haufen Prozesse. Schließlich muss es ja jemanden geben, der dir die ganze Zeit hinterherschnüffelt, damit er auch weiß, was du besonders gern tust, um dir das beim nächsten Mal möglichst weit oben im Ranking darstellen zu können. Kann sein, dass es bei Windows ein paar weniger sind. Mit Prozessen haben die sich schon immer schwer getan, stattdessen stehen sie dort halt mehr auf Threads. Unter unixoiden Systemen sind Threads und Prozesse dagegen praktisch dasselbe (laufen intern im Kernel über das gleiche zentrale API), damit ist das oft wurscht, welchen von beiden man dann nimmt. Wenn man das nicht will, kann man sich aber unter unixoiden Systemen eine leichtgewichtigere GUI installieren. Die braucht dann weniger Ressourcen, aber man fummelt mehr mit der Hand herum. Wird gerade einen Windows-Umsteiger eher nicht begeistern. Rolf Magnus schrieb: > Und bei der GUI fühle ich mich unter Windows immer, als ob ich mit > angezogener Handbremse fahre. Geht mir auch so. :)
Jörg Wunsch schrieb: > Wenn man das nicht will, kann man sich aber unter unixoiden Systemen > eine leichtgewichtigere GUI installieren. Die braucht dann weniger > Ressourcen, aber man fummelt mehr mit der Hand herum. Wird gerade > einen Windows-Umsteiger eher nicht begeistern. Eben. Mein Laptop von 2005, der allerdings schon damals nicht der Leistungsstärkste war, läuft hier hervorragend mit XUbuntu (GUI XFCE). Windows 7 kannste damit vergessen (sehr schwache SiS Grafik) und Windows XP ist heute, wie ich finde, ungenießbar, von der Sicherheit ganz zu schweigen. Vorallem wenn der Support eingestellt wird, wird XP zu einem kritischen Sicherheitsrisiko. Also ist Windows nicht mal eine Alternative. Klar Linux/Unix ist nicht perfekt. Der WLAN-Treiber hat zunächst auch seinen Dienst verweigert, sowie der SiS Treiber. Im Internet recherchiert, Probleme gelöst und wenn Linux erst mal läuft, dann läufts und das auch noch ziemlich schnell.
Ha, da hab ich paar herausgefordert, hehe. Hier mal die Prozessliste von der Gentoo-Buechse. Schlank genug? Leider hab ich keinen Zugriff auf die Ubuntu-Maschine, aber man muss ja auch nicht jeden Tag schreckliche Dinge sehen, nicht wahr? Rolf Magnus schrieb: > Hmm, dann stimmt da bei dir irgendwas nicht. Ich habe im Idle-Betrieb... Ja, ist natuerlich uebertrieben gewesen. Sobald der Plunder gestartet ist, nimmt der nur Platz vom Swapspace oder von den File-Caches weg.
Oder wie waers mit: netstat -l ? DAS muesst ihr euch mal unter Windows reinziehen, aber ich glaub man braucht einen anderen Buchstaben als Option - es geht um die Server-Sockets, auf die von aussen verbunden werden kann. Danach werdet ihr nie wieder Homebanking machen.... .-)
Hi andreb, habe mich auch zu WIN-freier Zone entschlossen nachdem der Update-Dienst vom XP letztes Jahr innerhalb von 3 Monaten 3* den Dienst versagt hatte... :-( Kann mich auch nicht beklagen, mein "alter" läuft auch Super unter Opensuse. Toolchain ist AVR-GCC + Eclipse Plugin. Mit der Toolchain gab's bei der Installation etwas trouble kann aber auch vor dem Bildschirm gesessen haben bzw. an alten / doppelt installierten AVR Tools aus den RPMs gelegen haben, aber seitedem läuft das alles. Nur Mut, das wird schon ... //hufnala
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