P3596 welche Werte für Cin, Co und L1

OP #3739992
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Hallo Leute!

Habe mir heute mal den o.g. Schaltregler zu Gemüte geführt.
War allerdings sehr erschrocken. Da geht die Spannung rauf oder runter 
wie sie will.
Das Datenblatt und gefühlte 100 Beiträge gelesen, aber gibt es 
verlässliche Werte für die Kondensatoren und die Spule?
Unter Last oder ohne Last, das Teil ist sehr abhängig von der 
Außenbeschaltung.
3 Ampere hatte ich jetzt nicht dran, aber wenn man den FB auf Gnd legt, 
dann geht der fast bis Eingangsspannung hoch.
Hatte jetzt mal ein Lämpchen mit ca 200mA dran hängen und man kriegt ihn 
dann schon auf die ca. 5 Volt.
Alles sehr komisch. Vielleicht bin ich heute nur zu blind und sehe die 
Werte nicht, aber ich habe nichts im Datenblatt gefunden.

Vielen Dank!
OP #3740355
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A.K., vielen Dank!

Du bist ja auch schon lange hier und sicher hast du das eine oder andere 
von mir gelesen. So ewig mache ich das noch nicht und lerne noch. Daher 
probiere ich neue Bauteile gern erstmal aus. Deshalb probiere ich das 
gern erstmal auf dem Steckbrett.
#3740361
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F. Fo schrieb:
> Deshalb probiere ich das gern erstmal auf dem Steckbrett.

Verstehe ich schon. Aber es gibt Schaltungen, die mit einem 
Steckbrettaufbau nicht sonderlich gut harmonieren. Es kann sein, dass 
deine Probleme eine direkte Folge davon sind.

Da ist ein freifliegender Luftaufbau oder Lochraster entsprechen der für 
Switcher üblichen Layoutregeln und kurzen Verbindungen u.U. besser.

F. Fo schrieb:
> aber wenn man den FB auf Gnd legt,
> dann geht der fast bis Eingangsspannung hoch.

Das ist jetzt nicht wirklich erstaunlich. Was hätte denn deiner Ansicht 
nach passieren sollen?
OP #3740415
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A. K. schrieb:
> Das ist jetzt nicht wirklich erstaunlich. Was hätte denn deiner Ansicht
> nach passieren sollen?

Ich meinte die Ausgangsspannung. Habe mich verschrieben.

Mit Schaltreglern habe ich bis jetzt noch nicht gearbeitet. Immer nur 
mit Linearreglern und das auch ohne mich besonders mit deren Innenleben 
auseinander gesetzt zu haben.
Wenn die Ausgangsspannung so hoch geht (war ja unbelastet), dann mache 
ich mir schon Sorgen um die Schaltung.
Werde das gleich mal beim Kaffee auf Lochraster löten und mit den 
entsprechenden Werten versehen.
Bei 3A soll aber nichts mehr dran gebaut werden.
2.No diode, inductor or capacitor connected to output pin.
 3.Feedback pin removed from output and connected to0V to force the 
output transistor switch ON.

Da geht die Ausgangsspannung aber rauf.

Ehrlich gesagt verstehe ich das noch nicht.
Dann muss, wenn er denn stabil regelt, immer diese Last dran hängen und 
damit ist er doch nur für eine solche Last zu gebrauchen.
#3740433
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F. Fo schrieb:
> Werde das gleich mal beim Kaffee auf Lochraster löten und mit den
> entsprechenden Werten versehen.

Vorsorglich: Was für Elkos/Spulen verwendest du?

> Bei 3A soll aber nichts mehr dran gebaut werden.

???

> 2.No diode, inductor or capacitor connected to output pin.
> 3.Feedback pin removed from output and connected to0V to force the
> output transistor switch ON.

Diese Fussnoten sind keine Schaltungsempfehlungen, sondern Testszenarien 
fürs Grenzverhalten. Der Regler wird so nicht funktionieren.

> Da geht die Ausgangsspannung aber rauf.

Klar, was auch sonst. Bei Linearreglern wie dem LM2941 wärs nicht 
anders.

Beide Regler regeln so, dass der FB Pin den gleichen Wert wie die 
interne Referenzspannung hat. Mit FB=0V fährt er also so weit hoch wie 
möglich und regelt effektiv nicht meht.

> Dann muss, wenn er denn stabil regelt, immer diese Last dran hängen und
> damit ist er doch nur für eine solche Last zu gebrauchen.

Ich wess zwar nicht was du damit sagen willst, aber eine kleine 
Mindeslast wäre kein Fehler, z.B. eine LED (mit R).
Gast #3740437
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F. Fo schrieb:
> Bei 3A soll aber nichts mehr dran gebaut werden.
> 2.No diode, inductor or capacitor connected to output pin.
>  3.Feedback pin removed from output and connected to0V to force the
> output transistor switch ON.

Das sind Notizen für die Messbedingungen in der Electrical 
Characteristics Tabelle. Das beschreibt den Testmessaufbau mit dem die 
Werte ermittelt wurden. Relevanz für dich ??? Nö.

Das Problem liegt mit 99% an deinem Layout. Schaltregler sind nicht 
tauglich für Lochraster- oder Steckbrettaufbau. Ohne vernünftige 
Massefläche und Masseanbindung kann man das vergessen. Es gibt fertige 
Schaltreglermodule zu kaufen. Da ist das gut gemacht. Ein 
Schaltreglerlayout schüttelt man nicht aus dem Ärmel wie eine 
Spannungsversorgung mit Linearreglern.  Nur mal so eine Einführung 
http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/40-Layout-Schaltregler

Für Werte versuch mal Cin = 100uF, Cout=300uF und L=330uH. Die Diode 
muss was vernünftiges flottes sein, keine 1N4148 oder sonstige 0-8-15 
lahme Standartverdächtige!
OP #3740468
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Vielen Dank an euch alle, die ihr euch so viel Mühe gemacht habt.

Also, lesen soll ja helfen, aber gucken noch mehr.
Ich hatte ne Z-Diode erwischt. Sind ja auch so klein, diese Dinger.
Habe das mit dem was ich hatte aufgebaut. Cin 470µF, Cout 100µF, L1 47µH

Regelt nun wunderbar und bleibt bei 4,9789 Volt, egal wie ich die 
Spannung verstelle.

Ach ja und noch was, aber auch richtiges lesen hilft. Die Fußnoten 
beziehen sich auf den UTC P3596-ADJ.
Vielleicht hilft auch mal schlafen und noch ne stärkere Brille beim 
basteln.

Also, nochmal vielen Dank an euch und Asche auf mein Haupt.
OP #3740529
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Sehr schön!
Er soll grundsätzlich Ersatz für den 7805 bei mir werden.
Werde mal ein wenig damit rum spielen und sehen was da so geht. Das 
heißt, ich werde mal schauen was die "absolute minimum ratings"sind.

132 schrieb:
> Für Werte versuch mal Cin = 100uF, Cout=300uF und L=330uH. Die Diode
> muss was vernünftiges flottes sein, keine 1N4148 oder sonstige 0-8-15
> lahme Standartverdächtige!

Cout größer als Cin? Auch mit der Diode bin ich nicht ganz klar. Eine 
Wald und Wiesen 1N400x kann doch ein Mhz und der Regler, wenn man unter 
UTC P3596-ADJ schaut, macht doch höchstens 173 kHz.
Denke Cin richtet sich stark nach der Eingangsspannung, wie stabil und 
sauber die ist. Cout werde ich dann auch mal schauen. Muss mir die 
nächsten Tage mal ne eigene Testschaltung aufbauen und sehen wie das 
unter verschiedenen Belastungen ist und ob Cout nicht noch etwas kleiner 
sein sollte.
#3740553
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F. Fo schrieb:
> Wald und Wiesen 1N400x kann doch ein Mhz

Diese Dinger sind für 50Hz Gleichrichtung. Ok, 60Hz dürfen auch sein. 
Aber mit einer reverse recovery time von bis zu 200µs sind die sind nie 
und nimmer für Schaltregler geeignet.

> Denke Cin richtet sich stark nach der Eingangsspannung, wie stabil und
> sauber die ist.

Nö. Es macht nämlich einen gewaltigen Unterschied, ob ein low-ESR Elko 
2cm daneben sitzt, oder ein 08/15-Elko 2m weg.

Versuch einfach, dich an das Datasheet vom LM2596 zu halten. NatSemi, 
die das Ding erfunden und das Datasheet geschrieben haben, gehör(t)en in 
der Hinsicht zu den besten der Branche.
#3740556
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F. Fo schrieb:
> Was ist das für ein Transistor(?)

Da ist keiner.

> und das Schwarze ist, so nehme ich an, die Diode?

Falls Du das Ding rechts meinst, mit Coilcraft drauf, das ist die 
Drossel. Der Käfer mittendrin ist ein LM2594, der darunter eine 
Schottky-Diode. Die übrigen Werte stehen lesbar drauf.

Die beiden schwarzen DIP8 Käfer im Schaumstoff darunter sind nur zum 
Grössenvergleich.

> Kannst du mir deinen Schaltplan schicken?

Datasheet LM2594.
#3740751
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F. Fo schrieb:
> Riesige Drossel, aber muss ja, bei 3A.

Riesig?

Der LM2594 (hier im SO-8 SMD Gehäuse) ist die 0,5A Version des LM2596. 
Und der Spulenkörper ist nicht grösser als das DIP8 IC darunter. Die 
Platine hat 1,27mm Raster, nicht wie sonst üblich 2,54mm.

Die Grundlage der Dimensionierung und die Strombelastbarkeit hab ich 
grad nicht parat, muss nicht perfekt gewesen sein.

PS: Mach mal ein Bild von deinem Aufbau.
OP #3741180
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Aber davon abgesehen, daraus wird mal mein Standard Netzteil entstehen.
Sowohl AC als auch DC wird das dann können.
Die nächste Zeit (wenn ich etwas Zeit habe) werde ich mich da genau mit 
auseinander setzten und mir verschiedene Konzepte zusammen bauen. Für 
wenig Strom nehme ich immer den KY5050 und dieser hier wird dann für die 
etwas hungrigeren Sachen etwas werden.
#3741187
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F. Fo schrieb:
> Ich muss gestehen, bis jetzt habe ich von diesem Datenblatt nur kurz die
> Daten für die Kondensatoren geschaut.

Lies das mal komplett durch. Bessere Datasheets sind selten. Und doch, 
die Erkenntnisse davon kannst du auf den P3596 anwenden. Der ist 
vielleicht nicht exakt identisch, aber gleiches Verfahren bei gleicher 
Frequenz hat gleiche Folgen.
OP #3741685
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Habe mal heute nach Drosseln geschaut (da habe ich noch gar keine Ahnung 
von, nur halt das was man eh so weiß), da wird die Luft aber dünn bei 
3A. Je höher der Wert desto weniger Auswahl. Und ganz schöne Wummer sind 
das dann auch.

Frag ich mal so in den Raum, muss die unbedingt 33µH haben?

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