Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Irgendwie stehe ich auf der Leitung - Finde Fehler im Netzteil nicht


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von Old P. (Gast)


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Hallo Leute,
zunächst mal die besten Wünsche zum neuen Jahr.

Meins beginnt nicht erfreulich! Vor gut 20 Jahren habe ich mir ein 
Labornetzteil gebaut. Dazu habe ich damals einen Bausatz von ELV gekauft 
(nö, sogar 2), dieser schien mir durchaus brauchbar. Das Ding habe ich 
für 30V und 5A ausgelegt und so hat es mir bisher immer gute Dienste 
geleistet.
Bis vorgestern: Ich hatte einen Akku geladen (wie schon hundert mal 
vorher) und später die Spannung zurück geregelt. Dabei war der Akku noch 
dran, hatte ich übersehen. Am Display zur Stromanzeige stand dabei 
irgendwas von etwa -800mA. Soweit auch klar, den Akku habe ich sofort 
abgezogen. Ich bin mir sicher, sowas ist mir früher bestimmt auch mal 
passiert, ohne Folgen ;-) Jetzt aber schon! Wenn ich Strom und Spannung 
auf Null stelle (Ausgang offen) springt die Stromregelung an, am 
Voltdisplay stehen rund -0,050V. Also negativ.
Zunächst hatte ich die Endstufentransistoren im Verdacht, sind ok. Ich 
habe dennoch neue eingesetzt, brachte natürlich nichts.
Dann den OPV getauscht, nix...
Alle Dioden getauscht, nix, der Fehler bleibt!
Die Elkos (außer Ladeelko) getauscht, nix....
Alle Rs nachgemessen, sind ok.
Natürlich habe ich auf Schwingungen getestet, alles stabil!

Irgendwie stehe ich jetzt auf dem Schlauch. den Schaltplan habe ich rauf 
und runter verhirnt, jetzt habe ich einen Knoten im Kopf und muss 
passen!
Ich brauch mal einen Anschieber ;-)

Was kann denn überhaupt passiert sein, wenn die externe Spannung höher 
ist als die eingestellte?

Anbei der Plan.

Old-Papa

von Peter X. (peter_x)


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Old Papa schrieb:
> Dann den OPV getauscht, nix...
> Alle Dioden getauscht, nix, der Fehler bleibt!
> Die Elkos (außer Ladeelko) getauscht, nix....
> Alle Rs nachgemessen, sind ok.

LM324 tauschen.

von Old P. (Gast)


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Peter Xuang schrieb:
> Old Papa schrieb:
>> Dann den OPV getauscht, nix...
>> Alle Dioden getauscht, nix, der Fehler bleibt!
>> Die Elkos (außer Ladeelko) getauscht, nix....
>> Alle Rs nachgemessen, sind ok.
>
> LM324 tauschen.

Aha, und der LM324 ist was? Richtig! Ein OPV.... ;-)

der Neue ist auch drin geblieben.

Old-Papa

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Old Papa schrieb:
> Wenn ich Strom und Spannung
> auf Null stelle (Ausgang offen) springt die Stromregelung an

Das ist bei meinem LNT aber auch so. Viel interessanter ist doch aber, 
was passiert, wenn du eine Last an den Ausgang anschliesst und dann mal 
ein paar dutzend mA da reinschickst.
Lässt sich die Spannung noch regeln? Welche Spannungen hast du wo schon 
mal nachgeprüft? Also z.B. die +/- 5Volt, oder die Hauptspannung am 
Trafo und nach dem GR. Machen die Opamps auch, was sie sollen? Siehe 
Artikel über Opamps:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Operationsverst%C3%A4rker-Grundschaltungen
Beachte dabei, das IC3B und IC3C als Komparatoren geschaltet sind.

: Bearbeitet durch User
von mhh (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Alle Dioden getauscht,

D16 auch?

von Stefan F. (Gast)


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> Am Display zur Stromanzeige stand dabei irgendwas von
> etwa -800mA. Soweit auch klar,

Ja wirklich? Mir ist das keineswegs klar.

Mein Labornetztel hat kein Problem, wenn man Ausgang eine Fremdspannung 
anliegt. Diese Situation ist alltäglich, selbst ein Kondensator im 
angeschlossenen Verbraucher würde dieses Szenario auslösen.

Dabei sollte kein so hoher Strom fließen. Bei weitem nicht. Ich sehe 
auch im Schaltplan keinen Pfad, der die 800mA erklären könnte.

von (prx) A. K. (prx)


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Old Papa schrieb:
> Ich brauch mal einen Anschieber ;-)

Hast du nun eigentlich ein Problem, mal abgesehen von den -50mV? So 
recht steht das nicht drin.

Funktioniert es bei mittlerer Ausgangsspannung mit etwas Last ohne 
Strombegrenzung? Wenn nicht, dann könntest du mal den Plan gründlich mit 
gemessenen Spannungen verzieren, vorzugsweise gegenüber Masse - also 
Vout+ - nicht gegenüber Vout-.

: Bearbeitet durch User
von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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@Old Papa:

Was sprechen denn die beiden Leuchtdioden D12 (Strombegrenzung) und D13 
(Spannungsbegrenzung)?

von Peter X. (peter_x)


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A. K. schrieb:
> Hast du nun eigentlich ein Problem, mal abgesehen von den -50mV? So
> recht steht das nicht drin.

Es wird immer obskurer.

von Marek N. (Gast)


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Hi,

Sind alle Hilfsspannungen OK?
Schau dir mal T1, D9, D10 und die umliegende Schaltung an, sowie D17 und 
T4.
Was passiert, wenn du D17, D12, D13 entfernst? Welches Potenzial ist 
dann an den Basen der Leistungstransistoren (bzgl. ST8)?
Welche Spannung liegt an den Kollektoren an, was fällt über der 
CE-Strecke ab. Eigentlich müssten die Transistoren volle Pulle 
aufsteuern und du müsstest am Ausgang max. Spannung haben, natürlich 
ungeregelt.

An sonsten ist die schaltung nicht so anspruchsvoll, dass sie 
unwiederbringlich kaputt ist. Evtl. auch auf durchgebrannte Leiterbahnen 
checken.

Beste Grüße, Marek

von (prx) A. K. (prx)


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Falls dich die -50mV stören: Die sind nicht weiter erstaunlich, da die 
negative Versorgung der OPVs -5V gegenüber Vout+ beträgt, also ohne 
Ausgangsspannung auch negativ gegenüber Vout- ist.

Wenn einer der U/I OPVs abschaltet besteht ein Strompfad über die 
Emitterwiderstände, R30/31, D9/10 und den betreffenden OPV gegen -5V 
bzgl. Masse/Vout+.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Stefan Us schrieb:
> Dabei sollte kein so hoher Strom fließen. Bei weitem nicht. Ich sehe
> auch im Schaltplan keinen Pfad, der die 800mA erklären könnte.

War auch das erste wonach ich suchte. Und nichts fand. Ausser natürlich 
wenn Vout+ negativ gegenüber Vout- wird. Da Vout- praktisch nirgends in 
der Schaltung auftaucht kann es nur die -5V Versorgung der OPVs gewesen 
sein, die für die -800mA sorgten. Aber wo ist der Strompfad, der 800mA 
aushält ohne dass die halbe Schaltung abgeraucht ist?

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Gast)


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Oha, muss erstmal sortieren ;-)

Also, die beiden Hilfsspannungen stehen 1A
gemessen habe ich natürlich gegen Masse (also +Ausgang)

Das da eine negative Spannung steht ist nervig, vor allem, weil auch ein 
Strom fließt (laut Stromdisplay etwa -600mA) Bei Ausgangsbelastung mit 5 
Ohm, geht der etwas zurück.
Am zweiten Kanal (ist ein Dualnetzteil) ist alles so wie immer! Alles 
auf Null bei Nullstellung.
Die beiden LEDs leuchten korrekt, also je nach Funktion mal Spannung, 
mal Strom. Habe beide auch schon getauscht.
Wenn ich das Strompoti etwas aufregel, springt alles auf Null und steht 
wie immer. Nur in Nullstellung entstehen die Negativwerte.
D16 habe ich auch schon getauscht oder auch weg gelassen, der Fehler 
bleibt.
Einzig D17 könnte ich übersehen haben.
Testweise habe ich auch die beiden DVMs entfernt. Eins liegt mit 
Spannungsteiler über D10/D9 für Strom und eins über R29 für Spannung. 
Spannungsversorgung für die DVMs umgebaut auf +/-5V. Funktioniert ja 
auch seit über 20 Jahren.

Mich irritiert halt, das da überhaupt eine negative Spannung entsteht 
und dadurch der negative Strom fließt.
Ich werde morgen mal die jeweiligen Spannungen eintragen, auch die vom 
intakten Kanal.
Vielleicht löst sich ja heute Nacht noch mein Kopfknoten ;-)

Old-papa

von (prx) A. K. (prx)


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Old Papa schrieb:
> Mich irritiert halt, das da überhaupt eine negative Spannung entsteht
> und dadurch der negative Strom fließt.

Die Spannung irritiert mich nicht. Nochmal: Die negative Hilfsspannung 
ist stets negativ gegenüber Vout+ und diese 600-800mA kann der 7905 
vermutlich auch liefern. Nur wo dieser Strom fliesst ist das Rätsel.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Ich würde übrigens D16 durch eine ersetzen, die 5A verdauen kann. Diese 
Diode kriegt ggf. Arbeit, wenn die Kanäle deines Doppelnetzteils 
irgendwie zusammengeschaltet werden, und muss dann die vollen 5A 
verkraften können.

von Old P. (Gast)


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Oups,
habe zum Strommesser Blödsinn geschrieben! Der liegt vom Knotenpunkt 
R30/31 und D10 nach Masse. Es wird also der Spannungsabfall der 
Emitterwiderstände gemessen.


In der Vergangenheit habe ich mehrfach versucht, beide Kanäle parallel 
zu schalten. das gelang nie wirklich, zumindest im Leerlauf ist immer 
ein Strom von einem in den anderen Kanal geflossen, wenn ich nur ein 
paar Millivolt Spannungsunterschied hatte.
Allerdings ist nie ein Schaden entstanden.

Ich mach morgen weiter, heute sehe ich eh nur noch Nebel ;-)

Old-Papa

D16 ist eine Schottky mit 10A ;-)

von (prx) A. K. (prx)


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Old Papa schrieb:
> habe zum Strommesser Blödsinn geschrieben! Der liegt vom Knotenpunkt
> R30/31 und D10 nach Masse. Es wird also der Spannungsabfall der
> Emitterwiderstände gemessen.

Nicht ganz. ;-)

Du misst nämlich auch die Spannung über R30/31 mit, und dank D9/10 
fliesst der Ableitstrom der OPVs da durch. Den Strom durch D9/10 kriegst 
du immer mit auf die Rechnung, wenn einer der OPVs runterzieht.

Deine -600-800mA sind eine Scheinanzeige, nicht der echte Strom. Weshalb 
die auch sofort verschwindet, wenn beide Regler aufmachen.

von Lutz H. (luhe)


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Mal in der Bauanleitung nachschauen, wie die Ausgangsspannung von 0V 
eingestellt wird, da gibt es ein paar Einstellregler. Kann sein, dass 
der Fehler schon eine Weile vorhanden ist, selten wird eine Spannung von 
0V eingestellt.

von Old P. (Gast)


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Hmmm,
das ich den Ableitstrom mit messe stimmt wohl.... Aber ist erstmal egal, 
am anderen Kanal funktioniert das auch genau so.

Die Einstellregler dienen nur zur Maximaleinstellung. Der Nullpunkt wird 
nirgends eingestellt.
In den Darlingtons liegen noch Dioden von E nach C, und Rs von B nach E 
(ca. 8k) die muss man virtuell noch einzeichnen.

Old-Papa

von (prx) A. K. (prx)


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Muss nicht der U-Regler sein, kann auch der I-Regler sein, 
einschliesslich Offset-Spannung/Strom vom LM324. Kann dazu führen, dass 
in einem deiner Netzteile die beiden OPVs nicht gänzlich abregeln und im 
anderen dank Toleranzen schon.

: Bearbeitet durch User
von Michi (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Wenn ich das Strompoti etwas aufregel, springt alles auf Null und steht
> wie immer.

Dann würde ich mal das Poti überprüfen, nicht das da die Kohleschicht
beschädigt ist.

von (prx) A. K. (prx)


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lutz h. schrieb:
> Mal in der Bauanleitung nachschauen, wie die Ausgangsspannung von 0V
> eingestellt wird, da gibt es ein paar Einstellregler. Kann sein, dass
> der Fehler schon eine Weile vorhanden ist, selten wird eine Spannung von
> 0V eingestellt.

Den I-Regler kannt man mit R7 so einstellen, dass er bei Nennstrom 0 
gerade noch nicht abschaltet. Denn sobald der I-Regler seinen Ausgang 
auf Minimum stellt spinnt die I-Anzeige und die Ausgangsspannung wird 
leicht negativ.

Im U-Regler dürften R8-10 ein ähnliche Rolle spielen => "Siehe Text".

Im ursprünglichen Szenario mit dem Akku lief das ähnlich. Der U-Regler 
hat bestimmungsgemäss seinen Ausgang auf Minimum gezogen und dadurch hat 
die I-Anzeige gesponnen. Der Strom ist nie geflossen und es war danach 
vermutlich noch alles in Ordnung.

Diese -50mV mit spinnerter Stromanzeige bei Einstellung 0/0 waren auf 
dieser Seite des Netzteils möglicherweise vorher schon da. Nur nie 
ausprobiert, aber dieses Mal schon...

: Bearbeitet durch User
von Ulrich H. (lurchi)


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Das beide Regler OPs bis zum neg Anschlag gehen könnte je nach Offset 
der OPs passieren. Der OP vom Stromregler sollte auf den scheinbaren 
negative Strom ansprechen und entsprechend nur begrenzt weit runter 
gehen, vielleicht -1..-10 mA, was halt der OP als Offset hat.

Der OP von der Spannung könnte weiter runter gehen und dürfte dann auch 
den scheinbaren negativen Strom verursachen. Das sollte auch bei einer 
intakten Schaltung passieren.

Man könnte sich einen OP mit passenden Offset aussuchen, so dass die 
eingestellte Spannung nie negativ wird.  Alterantiv könnte man ggf. 
einen Abgleich nachrüsten, etwa als kleiner Widerstand in reihe zu R28. 
Oder man sorgt wie beim Stromregler dafür das der OP nie so weit runter 
geht das D9,D10 leitend werden, ggf. mit 2 oder 3 Diode von - Eingang 
zur LED.

von Old P. (Gast)


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Zwei Korrekturen:
1. Die Ausgangsspannung ist -0,54x Volt, der Strom derzeit "nur noch" 
-4mA. Die -600 bis -800mA waren nach der Akkuorgie, danach habe ich als 
erstes den LM324 getauscht (da Fassung). Der hatte wohl doch einen 
weg....

2. Ich habe jetzt testweise D16 raus genommen (war handwarm) und ohne 
stehen -1,7x Volt am Ausgang (ohne Last) Mit 5 Ohm Last bricht die 
Spannung auf 0,0 zusammen, die -4mA bleiben. Die lassen sich mit dem 
Strompoti auch auf Null wegregeln, wenn ich dieses leicht öffne. Das 
Ding bau ich morgen mal aus. Blöd, weil es in die Frontplatte geklebt 
ist...

Old-Papa

PS: Ich werde die ganze Schaltung mal neu aufzeichnen, da ich die 
Rohspannung mit Verdopplerschaltung (umschaltbar auf einfach oder ab 20V 
Out auf doppelt) erzeuge. Das sollte hier aber zumindest diesen Fehler 
nicht verursachen.

von Old P. (Gast)


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So, die letzte Aktion heute:
Das Strompoti habe ich testweise durch ein externes ersetzt, der Fehler 
bleibt. Hätte mich auch gewundert, ist eins aus der "guten alten Zeit" 
;-)

Old-Papa

von (prx) A. K. (prx)


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Gibts etwas zu R7-R10 beizutragen? Weder stehen Werte dran, noch der 
Text dazu.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Gast)


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Zu den Widerständen gab es eine Tabelle, je nach  gewünschter max. 
Spannung und max. Strom wählt man die aus. Ich trage dann die realen 
Werte ein.

Das mit den -50 mV war halt ein Schreibfehler.... In wirklich halt -0,5x 
Volt. Die -1,7x Volt stehen nur bei ausgelöteter Schutzdiode an.

Warum ich die über -600 mA noch im Kopf hatte, weiß ich nicht richtig, 
bei der ganzen Verhirnerei hatte sich das wohl so festgesetzt ;-)

Wie schon geschrieben, ich zeichne das morgen neu und trage auch die 
sehr unterschiedlichen Spannungen beider Kanäle mal ein.

Old-Papa

von (prx) A. K. (prx)


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Spannungswerte an diversen Punkten bei 0V/0A wären hilfreich:
C10-11
IC3/5-7
IC3/8-10
Basis T2/3

Idealerweise von beiden Kanälen.

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Old-Papa, überschlaf die ganze Sache erst mal.
Und geh das dann mit System ran. Erstmal ohne Strombegrenzung.
Der Effekt kann durch den Fehler eigentlich nicht entstanden sein. Die 
Vorwiderstände des OPV sind doch sehr groß.

ich bedaure aber niemanden, der sein NT zerschießt, weil er einen Akku 
lädt und dazu die interne Strombegrenzung benuzt.
Wenn, dann mit einem fetten Regelwiderstand am Ausgang.

von (prx) A. K. (prx)


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michael_ schrieb:
> Der Effekt kann durch den Fehler eigentlich nicht entstanden sein. Die
> Vorwiderstände des OPV sind doch sehr groß.

Naja, den realen Strom kennen wir nicht. Nur eine Anzeige mit 
eingebauten Messfehler in dieser Situation.

> ich bedaure aber niemanden, der sein NT zerschießt, weil er einen Akku
> lädt und dazu die interne Strombegrenzung benuzt.

Wobei mir an dieser Schaltung nichts auffällt, das sich ernsthaft dran 
stören sollte. Der übliche Kandidat B-E-Strecke passt hier nicht.

Allerdings könnte die nicht gezeigte tatsächliche 
Eingangsspannungs-Schaltung die Situation vielleicht noch ändern.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Old Papa schrieb:
> PS: Ich werde die ganze Schaltung mal neu aufzeichnen, da ich die
> Rohspannung mit Verdopplerschaltung (umschaltbar auf einfach oder ab 20V
> Out auf doppelt) erzeuge.

Trotzdem wäre interessant, wie hoch die Akkuspannung war und welchen 
Wert du anschliessend eingestellt hast.

von michael_ (Gast)


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A. K. schrieb:
>> ich bedaure aber niemanden, der sein NT zerschießt, weil er einen Akku
>> lädt und dazu die interne Strombegrenzung benuzt.
>
> Wobei mir an dieser Schaltung nichts auffällt, das sich ernsthaft dran
> stören sollte. Der übliche Kandidat B-E-Strecke passt hier nicht.

Manche Sachen macht man eben nicht!
Harmlos ist noch das Zerschießen der Schutzdiode durch die Akkuspannung.
Ich hab aber schon mehrere NT reparieren müssen, wo auch der FET oder 
die Transis dran glauben mußten.
Wenn man einen externen Widerstand benutzt, ist der Rückstrom 
ungefährlich, wenn man das NT abschaltet und der Akku ist noch dran.

von Old P. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Trotzdem wäre interessant, wie hoch die Akkuspannung war und welchen
> Wert du anschliessend eingestellt hast.

Hmmm, Akkuspannung etwa 20 Volt, 900mAh-NiCad. Dieser aber schon halb 
tot, also liefert keine hohen Ströme mehr. Netzteilkanal von 22V auf 
unter 15Volt runter geregelt. Ich wollte eigentlich das "Strompoti" 
regeln. Habe ich immer so gemacht: Strom auf Null um die 
Leerlaufspannung des "geladenen" Akkus zu sehen. Blöd, wenn man das 
falsche Poti erwischt.

Ich stell das Ding erstmal in die Ecke, zeichne den Plan und dann sehen 
wir weiter.

Old-Papa

von michael_ (Gast)


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Richtig!
Und leiste dir auf deine alten Tage noch mal ein Ladegerät!

von Old P. (Gast)


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Oooch, Ladegeräte habe ich ein halbes Dutzend ;-)
Das LNT nehm (nahm) ich nur für halbtote Akkus. Damit habe ich im Laufe 
der Jahre viele wieder zum Leben erweckt. Manche aber nur kurzzeitig... 
;-) Ich hol erstmal meinen 723er Doppelbrocken aus der anderen 
Werkstatt, die jetzige Halbleiche wird weg gestellt.

Old-Papa
(Der mal wieder nicht schlafen konnte. Sowas dreht sich noch im Bette 
durch die Birne...)

von thomas s (Gast)


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Sind die Sekundärwicklungen des Trafos noch vollständig isoliert?

von Old P. (Gast)


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Guten Morgen!

Trafo?
Auf den würde ich zuletzt kommen. Zumindest von der Primärwicklung ganz 
sicher, es sind zwei Kammern. Jeder Kanal hat einen eigenen Trafo, ich 
mess mal nach.... Die Dinger habe ich sekundär selber gewickelt, 
eigentlich war ich damals sehr gründlich.

Ich habe jetzt noch andere Schaltungen von ELV verhirnt und mir ist was 
aufgefallen: Die Schutzdioden D9/10 sind dort immer nach Masse gelegt 
(also Parallel der Emitterwiderstände), hier nach C von T1. Nach Masse 
hat wohl eher Sinn. Ich muss nachher mal sehen, ob die Platinen anders 
als der gezeichnete Plan sind. Damals habe ich das Ding bestückt, etwas 
verändert (Rohspannung...) und gut. Hat alles funktioniert, da überlegt 
man ja nicht tiefgründig ;-)
Jetzt konnte ich mir die Anschaltung an T1 nicht recht erklären....

Old-Papa

von thomas s (Gast)


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Ich hatte mal einen Trafo, bei dem war im Laufe der Jahrtausende die 
Isolation (Lack) zwischen den Sekundärspulen schlechter geworden, 
vielleicht wurden die Lackdrähte auch mal zu warm. Das Gerät verhielt 
sich jedenfalls warm anders als kalt, man konnte sich scheckig suchen.

von Christoph Z. (rayelec)


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Misst Du die Spannungen/Ströme mit einem Multimeter oder liest Du von 
der eingebauten Digitalanzeige ab? Du könntest die ICL7107 zerschossen 
haben. Die vertragen nicht allzu viel!

von Old P. (Gast)


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Hallo,
Ich lese sowohl die eigenen LCD-DVM ab, als auch, dass ich extern messe. 
Beides in der Toleranz gleich. Die ICL7106 habe ich schon getauscht, 
nix. Auch wenn ich beide DVMs komplett abklemme, der Fehler bleibt.

@AK, warum? Die Anzeigen brauchen max 0,199Volt für Vollausschlag. Oder 
wie meinst Du das?

Old-Papa

von (prx) A. K. (prx)


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Old Papa schrieb:
> @AK, warum? Die Anzeigen brauchen max 0,199Volt für Vollausschlag. Oder
> wie meinst Du das?

Nö. Fehler meinerseits.

von TomA (Gast)


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Hallo Old Papa,

zunächst ein gutes neues Jahr.

Ich habe mir den Schaltplan angesehen und ein wenig darüber nachgedacht. 
Als gestresste Bauteile sehe ich C9 und T1. Immer wenn das Netzteil 
abgeschaltet wird, und die 5Volt Hilfsspannung wegfällt während die 
Haupt- oder Ausgangsspannung noch ansteht, fließt ein Rückwärtsstrom 
über R30/31, D9/10 C-B von T1 und durch C9.

Der Strom wird durch die Widerstände R30/31 zwar begrenzt, aber auf 
lange Zeit könnte er die Basis von T1 oder C9 beschädigen.

Ist zwar eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Gruß. Tom

von Ulrich H. (lurchi)


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Genügend Strom in Rückrichtung das die Diode D16 merklich warm wird, 
aber gleichzeitig ein zusammenbrechen der Spannung auf unter 0,1 V mit 5 
Ohm Last (d.h. weniger als 20 mA) passt irgendwie nicht zusammen.
Von daher hätte ich den Verdacht, dass die Schaltung doch schwingt, und 
der 5 Ohm Widerstand schon ausreicht um das zu stoppen. Die Gefahr für 
Schwingungen ist am größten, wenn der Spannungsregler auf 0 steht. Einen 
Einfluss auf die Schwingungsneigung könnten Alterung bei Ausgangs- und 
Lade- Elkos haben.

Wenn man die Schaltung vorher getestet, angefasst, ggf. sogar was 
gelötet hat, kann man sich mit dem Handwarm auch getäuscht haben.

Die Schaltung sollte eigentlich recht robust gegen Spannung vom Akku 
sein:  Der Elko C11 bekommt je nach Werten von R8,R9,R10 eventuell eine 
leicht negative Spannung, aber der ist nicht so wirklich kritisch für 
die Schalung und der Schaden wäre ein anderer. Die LED D12 könnte eine 
grenzwertige Sperrspannung bekommen, mehr als 7 V sollten es aber auch 
nicht werden, eher weniger je nach Ausführung vom LM324. R27 und D15 
dürften deutlich mehr als 20 V Vertragen.

Ein kleiner Strom (vielleicht 0,5 mA) in die falsche Richtung könnte 
ggf. auftreten, über die Ref. Spannungsquelle. Die etwa -0,5 V bzw. -1,7 
V ohne die Diode könnte man damit ganz gut erklären. Ein Offset bei der 
Stromeinstellung verhindert dass die Spannungsregelung nichts gegen die 
negative Spannung tut.

von Old P. (Gast)


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So, heute habe ich die Krücke mal stehen gelassen und stattdessen den 
Plan gezeichnet. Sowas hält dann doch länger auf, als geplant ;-)

Ich habe in grün die Spannungswerte des intakten Kanals und in rot halt 
die vom defekten eingetragen. Gemessen gegen die Plusbuchse mit gutem 
Tischmultimeter (Kontron). Ich hoffe mich nicht vertan zu haben, hab ja 
gestern Nacht per Hand alles eingetragen (da war ich noch konsterniert 
;-)))
Alle Werte bei eingelöteter Schutzdiode (D16, neu D10).
Die beiden Dioden (D9/10 alt, neu D7/8) habe ich nach Masse gezeichnet. 
Ich muss aber noch nachsehen, ob das auch wirklich so ist. Wie schon 
geschrieben, zum T1 erscheinen die mir nicht sinnvoll.
Im gezeichneten Plan sind die BE-Nummern leider auf der Strecke 
geblieben, alles händisch nummerieren wollte ich dann doch nicht.
Die fehlenden R-Werte an den Einstellreglern muss ich erst ausmessen.
Über die Tip142 habe ich die eingebauten Dioden angedeutet, hilft beim 
Schaltungsverstehen ,-)

Old-Papa

von (prx) A. K. (prx)


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Vergleich mal die Spannung an der Basis T2/3 (0,45V) mit der an LED3 
(-3,8V). Demzufolge läuft die LED mit 4,25V!

: Bearbeitet durch User
von RoJoe (Gast)


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A. K. schrieb:
> Demzufolge läuft die LED mit 4,25V!

Folge:
OP4 ist am unteren Anschlag und schafft es wg. der zu hohen 
Durchlass-Spannung von LED3 dennoch nicht,
T2+T4 ausreichend zuzumachen, so dass der Ausgang 0V werden kann.

=> Schalte mal testweise parallel zur LED3 eine weitere LED.

von Anja (Gast)


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Hallo,

für mich ist der "Fehler" im Spannungsregelpfad.
Hat C16/C26 einen Kurzschluß?

Ansonsten: Ich finde es mutig einem TIP142 2,5A bei 30-40V zu betreiben.
Ich hätte da mindestens die doppelte Anzahl TIPs verwendet.

Gruß Anja

von (prx) A. K. (prx)


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Anja schrieb:
> Ansonsten: Ich finde es mutig einem TIP142 2,5A bei 30-40V zu betreiben.
> Ich hätte da mindestens die doppelte Anzahl TIPs verwendet.

Ist mit rund 50W pro Transistor an der Grenze, sollte aber noch 
funktionieren. Thermoschutz hat er ja.

Vergiss die Eingangsspannungsumschaltung nicht. In der SOA liegt er auch 
ohne diese Umschaltung noch, 40V/2,5A sind zulässig.

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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Anja schrieb:
> Hat C16/C26 einen Kurzschluß?

Wie kommst du auf C16?
Wenn C26 einen Kurzschluss hätte, dann würde OP4 einfach als 
Spannungsfolger arbeiten, seine Ua wäre dann -0,43V.

von Lutz H. (luhe)


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T1 ist eine Stromquelle die den Basisstrom für T2 und T4 liefert.
Sind die Transistoren i.O.? möglicherweise ist auch eine 
Gleichrichterdiode defekt.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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lutz h. schrieb:
> T1 ist eine Stromquelle die den Basisstrom für T2 und T4 liefert.
> Sind die Transistoren i.O.?

Denke schon, denn die -3,8V sind genau das, was der LM324 laut Datasheet 
bei 10mA als Mindestausgangspannung liefert. Bei höherem Strom würde er 
das nicht mehr schaffen.

Nö, entweder ist LED futsch, oder er hat statt der blauen LED (I-Regler 
anderer Kanal) 2 rote/grüne in Serie drin. Dafür reicht die Spannung 
nicht.

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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A. K. schrieb:
> die -3,8V sind genau das, was der LM324 laut Datasheet
> bei 10mA als Mindestausgangspannung liefert

Du musst aber noch 1V an R37 addieren.

von (prx) A. K. (prx)


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ArnoR schrieb:
> Du musst aber noch 1V an R37 addieren.

Stimmt. Allerdings kriege ich den Eindruck, dass die Schaltung für 
rote/grüne LEDs (~2,1V) dimensioniert wurde und mit blauen LEDs (~3,2V) 
nicht mehr viel Spielraum hat.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Gast)


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Hallo,

es ist in wirklich so, dass ich ursprünglich je 4x TIP142 verbaut hatte. 
Jetzt beim Komplettausch habe ich zunächst nur je 2 verbaut, hatte 
einfach nicht mehr ;-) Kommt aber (wenn ich diesen Drahtverhau nicht 
endgültig beerdige) wieder auf 4x Tip142.

Die beiden Dioden (neu D7/8) gehen auf der Platine tatsächlich an C von 
T1, wie in der Originalschaltung gezeigt. Wat nu?

Alle Anzeige-LEDs sind rot, Blau kommt mir an kein Werkstattgerät!

Alle Kondensatoren hatte ich gestern zumindest auf Kurzschluss getestet, 
sind iO.

Bevor ich weiter mache, muss ich den Drahtverhau mal besser ordnen. Das 
ganze Gerät habe ich damals in einem Bretterverschlag auf meinem 
Dachboden "gezimmert". Ich brauchte dringend ein Netzgerät und wollte 
selber bauen. Dabei habe ich die ELV-Platinen genommen und wie im neuen 
Schaltplan zu sehen, umgebaut. Die Änderungen aber nur skizzenhaft im 
Originalplan aufgepinselt, manchmal war man(n) halt faul. Die ganzen 
Leitungen von DVMs, Potis, LEDs, Netzschalter usw. zur Frontplatte sind 
zwar halbwegs gruppiert, aber relativ lang. Vor allem, damit ich die 
Platinen und die Frontplatte abklappen kann. Dann noch die Leitungen zur 
separat aufgebauten Rohspannung, zu den Relais und zu den 
Endtransistoren, das ergibt zusammen mit dem vorhandenen (engen) Gehäuse 
einen veritablen Drahtigel ;-) Herzeigen unmöglich! ;-)
Heute würde ich dafür je Kanal eine Platine entwerfen. Vorne Potis und 
LEDs, hinten die Transistoren, seitlich die Stromversorgung und die 
Anzeigen separat. Ich würde auch passend ein eigenes Gehäuse fertigen, 
Werzeug und Maschinen sind inzwischen ja da. Inzwischen ist der 
Bretterverschlag auch einem kompletten Dachausbau mit Heizung und 
Gedöhns gewichen. Werkzeug, Messmittel und Kenntnisse sind auch 
gewachsen.

So, ich geh nochmal auf die Suche, schau nachher nochmal rein....

Old-Papa

von Michi (Gast)


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Bei so einer nicht ganz so einfachen Schaltung würde ich einige
Funktionsgruppen abkoppeln, weil man sonst nicht systematisch
suchen kann.
Die Temperaturschutzschaltung würde ich über D11 erst mal abklemmen,
dann die LEDs von der Stromregelung und der Spannungsregelung auch
und dann die Kreise zu den Anzeigen. So das man im Ausschlussverfahren,
versuchen kann, den Fehler besser einzukreisen.
Teile der Schaltung haben rückwirkende Eigenschaften und da ist
es eben nicht so einfach die Funktion nachzuvollziehen.

von (prx) A. K. (prx)


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Old Papa schrieb:
> Alle Anzeige-LEDs sind rot, Blau kommt mir an kein Werkstattgerät!

Beim funktionierenden Kanal gibts -0,6V am einen und -3,8V am anderen 
Ende von LED2. Bisschen viel für eine rote LED.

Miss nochmal direkt an allen LEDs deren Spannung. Wenn da etwas anderes 
rauskommt, dann solltest du mal kontrollieren, ob das nicht zufällig 
eine Playstation-Platine statt der gedachten Netzteil-Platine ist.

Wenn das alles keinen Sinn ergibt, dann schwingt da vielleicht doch was.

: Bearbeitet durch User
von Michi (Gast)


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A. K. schrieb:
> Beim funktionierenden Kanal gibts -0,6V am einen und -3,8V am anderen
> Ende von LED2. Bisschen viel für eine rote LED.

Das werden wohl Spannungen gegen Masse gemessen worden sein.
Welche Spannung(bis zur Flussspg.) an der LED abfällt und
welcher Strom jeweils durch die Dinger fließt ist entscheidend.
Die OP`s liefern dann den LED-Strom und ziehen die Steuerspannung
darüber für die TIP`s runter.

von Old P. (Gast)


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Oha,
Vielleicht habe ich bei den LEDs auch hinter den 100 Ohm gemessen.
Vorhin habe ich nochmal die LM324 getauscht (habe davon noch etliche in 
den Schachteln) und siehe da: Der Kanal tut so, als hätte er nie einen 
Fehler! Ich werde morgen die verdächtigen nochmal zurück stecken, dann 
sollte der Fehler ja wieder da sein. Wenn nicht, dann muss nochwas sein.
Schwingen kann ich zumindest ausschließen, ich habe in allen 
Lastbereichen und an allen möglichen Punkten getestet, da war nichts.

Old-Papa

von (prx) A. K. (prx)


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Old Papa schrieb:
> Vielleicht habe ich bei den LEDs auch hinter den 100 Ohm gemessen.

Das ergibt deutlich mehr Sinn.

von Mani W. (e-doc)


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Old Papa schrieb:
> Wenn ich das Strompoti etwas aufregel, springt alles auf Null und steht
> wie immer. Nur in Nullstellung entstehen die Negativwerte.

Vielleicht hat das Poti genau da keinen Schleiferkontakt, kommt vor...

Gruß
Mani

von Peter X. (peter_x)


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Old Papa schrieb:
> Vorhin habe ich nochmal die LM324 getauscht (habe davon noch etliche in
> den Schachteln) und siehe da: Der Kanal tut so, als hätte er nie einen
> Fehler!

Old Papa schrieb:
> Peter Xuang schrieb:
>> Old Papa schrieb:
>>> Dann den OPV getauscht, nix...
>>> Alle Dioden getauscht, nix, der Fehler bleibt!
>>> Die Elkos (außer Ladeelko) getauscht, nix....
>>> Alle Rs nachgemessen, sind ok.
>>
>> LM324 tauschen.
>
> Aha, und der LM324 ist was? Richtig! Ein OPV.... ;-)
>
> der Neue ist auch drin geblieben.
>
> Old-Papa

Danke für deine Rückmeldung... :-)

von Old P. (Gast)


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So Männers,
nu geht das Monster wieder. So richtig bin ich noch nicht schlauer, aber 
es geht.
Letztlich geht die Kiste wohl nur mit ganz bestimmten OPVs, ich habe 
wahllos welche aus der Schachtel versucht. Den ersten (der Jahre drin 
war) hatte ich vorgestern schon entsorgt. Der unbenutzte, den ich danach 
versuchte, der wollte nicht so richtig. Dann noch einen und noch 
einen.... Dann einer der geht! Ich habe nochmal auf Schwingungen 
getestet (mit Oszi und 1:10-Kopf), nichts! Egal welche Last oder 
Spannung, auch beim Potidrehen, nichts.

Anbei noch ein paar Fotos, ich zeige sogar den Drahtverhau ;-))) Sieht 
schlimmer aus als es in wirklich ist. Zwei M102B-Trafos, die 8x 10.000µ 
Elkos und die beiden Graetzbrücken nehmen gut die Hälfte an Platz ein. 
Auf der Frontplatte ist auch alles eng, eine Beschriftung hat die nie 
bekommen ;-)

Das Ganze bringt mich wohl dazu, mir Gedanken über einen kompletten 
Neubau zu machen. Wollte ich eh irgendwann (weil das Teil doch arg 
verbastelt ist), doch solange was geht... ;-)

Das Thema LNT ist ja hier im Forum schon sehr kontrovers diskutiert 
worden. Die ultimative Lösung habe ich nicht herauslesen können ;-)
Ich will:
Keine Schaltnetzteillösung!
2x 30Volt bei max. 2x 2-3A.
Spannung und Strom möglichst stabil und HF-fest.
Displayanzeige ist selbstverständlich, LCD- und LED-Lösungen hätte ich 
dutzendweise hier.
Baugröße minimal, vor allem Tiefe ist knapp im Regal.

Habt ihr Tipps?

Gruß und Dank für die Denkanstöße

Old-Papa

Update.
hier nochmal der plan, ich hatte in Gedanken Strom- und Spannungspoti 
vertauscht.

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Old Papa schrieb:
> Gemessen gegen die Plusbuchse mit gutem Tischmultimeter (Kontron).

Mmmh... klingt nach einer Kiste aus den 80er/90ern mit 7segment LED 
Displays... DAS waren noch Zeiten ;)

(Habe damals bei Kontron meine Ausbildung genießen dürfen)

Wärst Du evtl. so nett ein Foto des (Tisch-)Multimeters zu posten?

von Anja (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Habt ihr Tipps?

2 * KA3005 bei Reichelt?

Gruß Anja

von Old P. (Gast)


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Hallo,
das Kontron ist nichts besonderes, halt ein DMM-4020. Fotos davon gibt 
es dutzendfach im Netz ;-)
Hier meins und mein Prema 6000. Das ist sozusagen mein Werkstattnormal.

Old-Papa

von Old P. (Gast)


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Anja schrieb:
> Old Papa schrieb:
>> Habt ihr Tipps?
>
> 2 * KA3005 bei Reichelt?
>
> Gruß Anja

Ach nööö... Ich wollte mal wieder selber bauen ;-)

Old-Papa

von Anja (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Ach nööö... Ich wollte mal wieder selber bauen ;-)

Lohnt sich wahrscheinlich nur wenn Du die Trafos und das Gehäuse bereits 
hast.

Gruß Anja

von Michi (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Habt ihr Tipps?

Na, mit Mikrokontroller würde ich mal sagen. Man muss sich nur Gedanken
darüber machen, was der machen soll.

von Schmunzler (Gast)


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Michi schrieb:
> Na, mit Mikrokontroller würde ich mal sagen. Man muss sich nur Gedanken
> darüber machen, was der machen soll.

Längsregelung?
;-D

von Ulrich H. (lurchi)


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Vom Aufbau her würde ich heute die Umschaltung der Trafospannung eher 
Elektronisch machen, nicht mehr per Relais, das erlaubt auch den 
Überlang über die Stufe ohne Störungen. Ein Versorgung in 2 Stufen ist 
schon eine gute Idee, weil man damit Kühlkörper spart. Man braucht nicht 
einmal unbedingt mehr Transistoren, weil die Spannung je Transistor 
kleiner wird. Es ist also eher die Frage 2 in Reihe oder 2 parallel.

Vom Schaltungstyp hat man die Wahl:
So wie beim alten Gerät mit Hilfsspannung und fliegendem Regler: Das ist 
im Prinzip eine low Drop Schaltung und damit etwas schwieriger von der 
Stabilität, bzw. weniger gut von der Regelung wenn man sich nicht 
anstrengt. Dafür ist die Schaltung sehr flexibel, auch für hohe 
Spannungen.

Die mehr klassische Schaltungvariante mit Emitterfolger und ggf. 
negativer Hilfsspannung ist weniger flexibel, bis gut 30 V reichen die 
normalen OPs aber noch aus. Deutlich darüber wird es schwieriger. Eine 
negative Hilfsspannung ist ggf. hilfreich. Dafür ist auch bei einer 
recht langsamen Regelschaltung die Ausregelung noch akzeptabel. Bei sehr 
schneller Regelung könnten die Vorteile abnehmen. Die Stromregelung ist 
ggf. etwas schlechter / schwieriger als bei der Low drop Variante, wenn 
man den Shunt auf der high side haben will.

Auf alle Fälle sollte man einen Drahtverhau vermeiden. Eine schneller 
Regelschalung reagiert ggf. auf die Induktivitäten der Zuleitungen zu 
den Elkos und Endstufen-Transistoren.

von Old P. (Gast)


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@Anja,
Trafos habe ich noch in allen Leistungsklassen (max 1500W) Auch 
Ringkerne, die würde ich bevorzugt einsetzen. Ich habe da 2 Stück mit 
2x18V/6A also fast ideal ;-) Anzeigemodule mit bis zu 4,5 Stellen 
gammeln hier auch noch im Rudel im Schrank, die müssen verbaut werden! 
;-) Gehäuse ist überhaupt kein Problem das würde ich eh passend zur 
Tiefe des Regals bauen (also nicht sehr tief). Wozu hat man(n) denn 
Tafelschere, Abkantbank und Punktschweißgerät? und die ganze 
Mechanikerwerkstatt? Hatte ich alles vor 20 Jahren noch nicht, da wurde 
halt improvisiert.

@Michi,
MC fällt definitiv aus! Was soll der denn bringen? Das ich mit 
Tipptasten oder Enkoder die Werte eingeben kann? Macht ein gutes Poti 
auch und vor allem absolut intuitiv. Wenn ich versehentlich eine 
Spannung zu hoch habe, genügt ein Griff und alles ist iO. Keine Böcke 
dann auf den Tasten rumzuklöppeln ;-) Ja, moderne Teile haben eine 
Paniktaste (Out-Off)....
Ich hatte vor Jahren mal ein Projekt mit MC angefangen (aus den Weiten 
des Netzes) doch bei 10Bit waren minimal 30mV Schrittweite möglich, das 
hat mich irretiert. Letztlich hatte das Ding nur die Werte digital 
vorgegeben, aber nicht selbst geregelt.

@lurchi,
Diese Relaisumschaltung hat sich absolut bewährt. Bisher hatte ich noch 
keinen Anwendungsfall, wo das gestört hätte. Wie würde denn eine 
elektronische Variante aussehen? Triacschaltung?
Bis auf die Macke der letzten Tage war ich eigentlich mit dem 
Schaltungskonzept zufrieden. 30-40Volt wären die angestrebte Obergrenze.
Dieses "Low-Drop-Geraffel" habe ich zumindest halbwegs verstanden, bei 
anderen Konzepten muss ich neu verhirnen ;-) Das mach ich natürlich 
auch, wenn ich Vorteile davon habe. Stabilität und HF-Festigkeit sollten 
schon ordentlich sein. Mein Drahtverhau ist erstaunlich stabil, HF-Fest 
aber fast gar nicht! Das liegt garantiert (auch) am Drahtverhau ;-)
Die wichtigen Leitungen sind aber schon kurz und knapp gehalten. Die 
ganzen Steuerleitungen, die zu den vier Anzeigen, zu den Potis und den 
LEDs machen den Hauptsalat aus.
Auf jeden Fall würde ich alles auf ein bis 2 Platinen layouten, separate 
Leitungen wären fast auf Null.

Na mal sehen, erst müssen noch andere Projekte zuende gebracht werden 
(Ein halbfertiger Wohnwagen steht auch noch auf dem Hof und zwei 
Drehbänke warten seit Jahren auf Restauration...)
Rentner müsste man sein;-)

Old-Papa

von michael_ (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Dieses "Low-Drop-Geraffel" habe ich zumindest halbwegs verstanden, bei
> anderen Konzepten muss ich neu verhirnen ;-)

Quatsch! Bei so einem NT braucht man nie ein Low Drop.
Ob da 15V oder 15,5V verheizt werden, interessiert niemanden.

Old Papa schrieb:
> Rentner müsste man sein;-)

Ich dachte du bist das :-)

von Old P. (Gast)


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michael_ schrieb:
> Quatsch! Bei so einem NT braucht man nie ein Low Drop.
> Ob da 15V oder 15,5V verheizt werden, interessiert niemanden.
>
Das ist wohl war ;-)

> Old Papa schrieb:
>> Rentner müsste man sein;-)
>
> Ich dachte du bist das :-)

Nö, nur wenn ich (endlich) auf meinen Doc höre, dann vielleicht :(

Old-Papa

von Thomas D. (thomasderbastler)


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@old-Papa
Das  Bild vom Innenleben, gefällt mir, zeigt echte Kreativität
Super..

Kannst vielleicht noch deine Werkstatt zeigen..also paar Bilder machen ?

: Bearbeitet durch User
von Anja (Gast)


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Old Papa schrieb:
> HF-Festigkeit sollten
> schon ordentlich sein.

Wenn Du sowieso ein Metallgehäuse hast würde ich an jede Ausgangsklemme 
einen Kondensator 4,7-100nF kurz! ans Gehäuse anschließen. Dadurch 
kommen die Störungen erst gar nicht ins Gerät sondern nehmen den 
"Highway" zum Netzfilter hinten.

Notfalls noch ein paar Angstkondensatoren an den LM324-Eingängen 
vorsehen.
Einen etwas größeren vom positiven Eingang (Setpoint) nach negativer 
Versorgung und einen etwas kleineren (auch kleiner als der 
Feedback-Kondensator vom Ausgang nach negativem Eingang) zwischen 
positivem und negativem Eingang.


Gruß Anja

von Ulrich H. (lurchi)


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Bei der Frage Low Drop oder nicht, geht es nicht um den 
Spannungsverlust, sondern mehr mehr um die Archtitektur der Schaltung. 
Eigentlich also um die Frage ob die Ausgangsstufe als Emitterschaltung 
(so wie in der Schalung hier) oder in Kollektorschaltung arbeitet. Die 
Kollektorschaltung (= Emitterfolger) hat den Vorteil, dass die Endstufe 
schon eine gewisse Regelung übernimmt. Auch wenn die Regelung um den OP 
extrem langsam ist, bleiben die Fehler im Rahmen. Wenn man sowieso sehr 
schnell nachregelt, macht es nicht mehr viel Unterschied. Da kann man 
dann auch bei dem Schaltungskonzept bleiben.

von (prx) A. K. (prx)


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Ulrich H. schrieb:
> Kollektorschaltung (= Emitterfolger) hat den Vorteil, dass die Endstufe
> schon eine gewisse Regelung übernimmt.

Und es ist deutlich einfacher, die Schaltung stabil zu kriegen. 
Insbesondere wenn man - wie in Labornetzteilen - keine Einschränkungen 
in Bezug auf die Art der Last haben will.

von Udo S. (urschmitt)


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Anja schrieb:
> Old Papa schrieb:
>> Habt ihr Tipps?
>
> 2 * KA3005 bei Reichelt?

Ist das rückstromfest?
Ihr wisst ja, Old Papa will wieder Akkus quälen äh laden :-)

von (prx) A. K. (prx)


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Udo Schmitt schrieb:
>> 2 * KA3005 bei Reichelt?
>
> Ihr wisst ja, Old Papa will wieder Akkus quälen äh laden :-)

Ist das nicht jenes Teil, bei dem der skurrile Australier in seinem 
Videoblog schier überschnappte?

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Udo Schmitt schrieb:
> Ist das rückstromfest?

Hat mittlerweile jemand rausgefunden, was genau an seinem bisherigen 
Netzteil nicht rückstromfest ist? Ich finde da nämlich nichts.

von Old P. (Gast)


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Hallo,
Akkus quälen ist ein Hobby von mir ;-)
Warum auch nicht mit LNT laden? Zumindest auffrischen geht in Ordnung. 
Und wenn richtig böse kommt, brenn ich mit meinem Punktschweißer 
(Kondensatorbank) auch mal interne Schlüsse weg. Ist aber ein anderes 
Thema.
Diesen "verückten Australier" hatte ich bisher in Amerika verortet... 
Egal, ich finde seine Videos genial, werden ja auch fleißig von 
Nachahmern kopiert. Dennoch unerreicht, auch wenn ich absolut nix davon 
verstehe. Irgendwie bekommt man schon mit was er meint.
In seinem Video ist ja der mickrige Trafo schön zu sehen, der soll 
30V/5A machen? Ich habe je einen M102B verbaut, der ist knapp doppelt so 
groß.
Diese Teile gibt es ja unter anderen Namen deutlich preiswerter im Netz, 
kauf ich dennoch nicht.

Old-Papa

von Anja (Gast)


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Udo Schmitt schrieb:
> Ist das rückstromfest?

Habe ich noch nicht getestet. Ich verwende immer eine P600D (gibts auch 
bei Reichelt) zum Laden von Akkus.

A. K. schrieb:
> Ist das nicht jenes Teil, bei dem der skurrile Australier in seinem
> Videoblog schier überschnappte?

Klar da gibt es auch einen langen Thread dazu, inzwischen wohl mit 
verstärkten Endstufentransistoren.
http://www.eevblog.com/forum/blog/eevblog-315-korad-ka3005p-reviewfail/msg129787/#msg129787

Der einzig wirkliche Nachteil ist meiner Meinung nach der deutlich 
hörbare Lüfter. Aber das ist wohl der Preis für den kleinen Bauraum.

Wobei ich behaupte: mit entsprechender (taktender) Last kriege ich jedes 
Netzteil mit Eingangsspannungsumschaltung in einem bestimmten 
Betriebspunkt kaputt. Das Einsparen an Kühlkörper/Endstufentransistoren 
rächt sich irgendwo.


Gruß Anja

von (prx) A. K. (prx)


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Old Papa schrieb:
> Diesen "verückten Australier" hatte ich bisher in Amerika verortet...

"David L. Jones is an electronics design engineer based in Sydney 
Australia." http://www.eevblog.com/about/

Und ich habe ihn nicht als "verrückt" bezeichnet, sondern als "skurril". 
Das ist schon ein Unterschied.

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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A. K. schrieb:
> Und es ist deutlich einfacher, die Schaltung stabil zu kriegen.
> Insbesondere wenn man - wie in Labornetzteilen - keine Einschränkungen
> in Bezug auf die Art der Last haben will.

Da wär ich aber mal gespannt wie das funktionieren soll. Man hat in der 
Regelschleife, unabhängig von der Schaltungsart, nämlich mindestens 2 
relevante Pole.

Zum einen den Regel-OPV selbst, mit einem eigenen natürlichen Pol bei 
einigen Hz, der idR durch einen Integrationskondensator weiter 
verringert wird. Dieser Pol ist unbedingt nötig, um die 
Schleifenverstärkung auf <1 zu bringen, bevor die gesamte Phasendrehung 
in der Rückkoppelschleife zu groß wird.

Und zum anderen den durch die Lastkapazität und Ausgangswiderstand 
gebildeten Ausgangspol, der im wesentlichen unbekannt ist, weil er von 
der beliebigen Last bestimmt wird.

Die Schaltung wäre mit 2 Polen zwar gerade noch "stabil", allerdings ist 
eine Phasenreserve von --> 0 für Netzteile nicht praktikabel, weil das 
Überschwingen einfach viel zu groß ist. Außerdem wäre das der 
idealisierte Fall, praktisch treten weitere Pole auf, die durch die 
Schaltung und die eingesetzten Bauteile gegeben sind.

Ob der Leistungstransistor als Emitterfolger oder Emitterschaltung 
arbeitet, beeinflusst die Schleifenverstärkung und die Anzahl und Lage 
der Pole in der Regelschleife. Emitterschaltungen führen zu höheren 
Verstärkungen und haben (je nach Dimensionierung) einen zusätzlichen 
relevanten Pol. Sie sind daher tatsächlich schwieriger zu stabilisieren 
als Emitterfolger.

Aber letztlich ist mit diesen Schaltungen immer nur ein Kompromiss aus 
Regelgeschwindigkeit und Stabilität in einem rel. kleinen Bereich der 
Lastkapazität möglich.

von Stefan F. (Gast)


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Schau Dir mal den Abstand zwischen dem dicken Elko und dem 230V 
Anschluss des Transformators (links oben) an. Auf dem Foto sieht es so 
aus, als ob da weniger als 8mm Luft zwischen sind.

Wenn ich recht habe, ist das eine gefährliche Stellle. Isoliere das mal 
ordenlicher. Notfalls mit einer Plastik-Folie dazwischen.

von oldeurope O. (Gast)


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Old Papa schrieb:
> So Männers,
> nu geht das Monster wieder. So richtig bin ich noch nicht schlauer, aber
> es geht.
> Letztlich geht die Kiste wohl nur mit ganz bestimmten OPVs, ich habe
> wahllos welche aus der Schachtel versucht. ...
> Habt ihr Tipps?
>
> Gruß und Dank für die Denkanstöße
>
> Old-Papa


Die Stromquelle mit T1 ist aber ok?
Nicht, dass die OPs gegen den 220R arbeiten müssen und nur
manche das schaffen.

LG

oldeurope

von Ulrich H. (lurchi)


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Bei der alten Schaltung konnte ich auch keinen Teil finden der nicht 
unbedingt Rückstromfest ist. So wie ich es sehe war es wohl eine Frage 
des Offsets am OP - das unschöne Verhalten ohne Last und Stromregelung 
bis 0 ist ggf. sonst nur nicht aufgefallen.

Die Stabilität der Netzteilschaltungen ist unabhängig von der 
Schaltungsart nicht trivial. Kritisch ist vor allem ein großer 
Kondensator (einige mF) mit geringem tan Delta und sehr geringem ESR im 
mOhm Bereich und drunter. Allerdings sind solche Kondensatoren selten 
bis kaum zu realisieren.

Die klassische Bauart mit Emitterfolger ist etwas einfacher, aber das 
Prinzipielle Problem ist ähnlich. Die Einfachere Regelschleife hilft 
auch nur bei nicht so extremer Last oder nicht so hohen Ansprüchen. 
Dafür muss man gesondert auf so etwas wie Rückspeisung achten.

von oldeurope O. (Gast)


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Ulrich H. schrieb:
> Die Stabilität der Netzteilschaltungen ist unabhängig von der
> Schaltungsart nicht trivial. Kritisch ist vor allem ein großer
> Kondensator (einige mF) mit geringem tan Delta und sehr geringem ESR im
> mOhm Bereich und drunter. Allerdings sind solche Kondensatoren selten
> bis kaum zu realisieren.

Dann bräuchte man ja C22 nicht. Ein grosser Kondensator am Ausgang
macht die Sache eigentlich einfacher.
Die hohe Kunst des Labornetzteilbaus besteht ja darin ohne
einen Ausgangskondensator auszukommen und ohne das dabei etwas schwingt.

Dann kannst Du auch in Stellung 30V Z-Dioden geringerer Spannung testen, 
ohne dass sie nach der Prüfung "geänderte technische Daten" haben.

LG

old.

von ArnoR (Gast)


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Ulrich H. schrieb:
> Kritisch ist vor allem ein großer
> Kondensator (einige mF) mit geringem tan Delta und sehr geringem ESR im
> mOhm Bereich und drunter. Allerdings sind solche Kondensatoren selten
> bis kaum zu realisieren.

Ja, die Nullstelle, die sich durch den ESR ergibt, stabilisiert den 
Regler.

D a r i u s M. schrieb:
> Ein grosser Kondensator am Ausgang
> macht die Sache eigentlich einfacher.

Wie kommst du denn darauf? Ohne den Kondensator hätte man einen Pol 
weniger in der Regelschleife, das wäre einfacher.

> Die hohe Kunst des Labornetzteilbaus besteht ja darin ohne
> einen Ausgangskondensator auszukommen und ohne das dabei etwas schwingt.

Das ist nur die halbe Wahrheit. Das eigentliche Problem ist nicht, ohne 
einen Ausgangskondensator auszukommen, sondern gleichzeitig mit üblichen 
Lastkapazitäten stabil zu sein.

von (prx) A. K. (prx)


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ArnoR schrieb:
> Wie kommst du denn darauf? Ohne den Kondensator hätte man einen Pol
> weniger in der Regelschleife, das wäre einfacher.

Vielleicht, weil bei LDOs (Emitterschaltung) ein Ausgangskondensator 
unverzichtbar zu sein scheint? Die Situation scheint abhängig von der 
Schaltungsart zu sein, denn die ursprünglichen 78xx (Kollektorschaltung) 
kommen ohne aus.

Aber Polarforscher bin ich nicht.

: Bearbeitet durch User
von oldeurope O. (Gast)


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ArnoR schrieb:
> Wie kommst du denn darauf?

Praktische Erfahrung.

Habe ja erst neulich mein Labornetzteil befummelt.
Demnächt kommt mein 0...24V Netzteil nochmal dran.
Ich habe jetzt einen Trick gefunden der das ermöglicht.

Die Spannungsregler ICs brauchen auch einen Kondensator
am Ausgang, sonnst schwingen sie.
OK, beim 7812 kann man Glück haben, der low drop LM341T+5.0
schwingt garantiert ohne Kondensator.
Da es hier keine reaktionsschnelle Strombegrenzung gibt,
stört der Kondensator aber auch nicht weiter.

In LTS funktionieren Regelschaltungen die real schwingen.

LG

old.

von (prx) A. K. (prx)


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D a r i u s M. schrieb:
> OK, beim 7812 kann man glück haben, der low drop LM341T+5.0
> schwingt garantiert ohne Kondensator.

LM341=78Mxx. Seit wann ist der low drop?

Beim Original (NS/TI) steht auch dort der berühmte Satz: "Optional for 
improved transient response."

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Gast)


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Stefan Us schrieb:
> Schau Dir mal den Abstand zwischen dem dicken Elko und dem 230V
> Anschluss des Transformators (links oben) an. Auf dem Foto sieht es so
> aus, als ob da weniger als 8mm Luft zwischen sind.

Hallo Stefan, das täuscht!
1. Der Elko liegt ca. 15mm tiefer
2. Da ich die (meist) 230Volt AC nach so vielen Jahren recht persönlich 
kenne (die geben immer kribbelne Grüße), habe ich die Netzanschlüsse an 
den Trafos mit Heißkleber verpappt. Nicht unbedingt VDE-Fest, aber hilft 
gegen berühren ;-) Da der Trafo an der Stelle nie warm wurde, hat das 
auch gut 20 Jahre überstanden. Ausgerechnet den von Dir genannten 
Anschluss hatte ich "die Tage" freigelegt und abgelötet, ich habe den 
Wicklungswiderstand gemessen.

Old-Papa

von ArnoR (Gast)


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A. K. schrieb:
> Vielleicht, weil bei LDOs (Emitterschaltung) ein Ausgangskondensator
> unverzichtbar zu sein scheint? Die Situation scheint abhängig von der
> Schaltungsart zu sein, denn die ursprünglichen 78xx (Kollektorschaltung)
> kommen ohne aus.

Ja so ist das. Ich hatte es oben schon angesprochen:

ArnoR schrieb:
> Ob der Leistungstransistor als Emitterfolger oder Emitterschaltung
> arbeitet, beeinflusst die Schleifenverstärkung und die Anzahl und Lage
> der Pole in der Regelschleife. Emitterschaltungen führen zu höheren
> Verstärkungen und haben (je nach Dimensionierung) einen zusätzlichen
> relevanten Pol. Sie sind daher tatsächlich schwieriger zu stabilisieren
> als Emitterfolger.

Man nutzt bei LDOs bewusst den Ausgangspol, um die hohe Verstärkung mit 
größerer Steilheit über die Frequenz abzusenken. Der ESR hebt den Pol 
wieder auf, bevor die Phase zu groß wird (deshalb ist der unbedingt 
nötig, bei zu kleinem ESR schwingt die Schaltung). Dadurch kann der 
erste Pol bei höherer Frequenz liegen und der Regler wird nicht sehr 
viel langsamer als die Emitterfolger-Regler.

von Ulrich H. (lurchi)


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Die 7805 können mit einem kleinen Kondensator so um 100pF am Ausgang 
auch zu schwingen anfangen. Das muss nicht bei jedem Exemplar so sein, 
aber man muss damit rechnen. Deshalb ist es schon besser 100nF oder so 
als Kapazität dran zu haben. Ein Low ESR Kondensator am Ausgang hilft 
auch etwas gegen HF Einkopplung und stabilisiert die Spannung bei 
schnellen Stromänderungen.

Die Low drop Regler ICs sind wirklich wählerisch dagegen. Da muss nicht 
nur die Kapazität stimmen auch beim ESR muss man in erlaubten Grenzen 
bleiben.

Von einem Netzteil sollte man verlangen, dass sie mit jedem externen 
Kondensator (oder anderer passiver Schaltung) stabil ist, und das kann 
auch erreicht werden. Bei ungünstiger, extremer Last ist halt die 
Dämpfung gering, aber immer noch vorhanden.

Eine LED oder Zenerdiode mit kleinem Konstantstrom zu testen ist so ein 
großes Labornetzteil aber sowieso nicht das richtige. Im Zweifelsfalls 
sieht man für so etwas 2 extra Buchsen vor: eine mit 1 K als 
Vorwiderstand und eine mit Diode zum Akku laden.

von oldeurope O. (Gast)


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A. K. schrieb:
> D a r i u s M. schrieb:
>> OK, beim 7812 kann man glück haben, der low drop LM341T+5.0
>> schwingt garantiert ohne Kondensator.
>
> LM341=78Mxx. Seit wann ist der low drop?

Sorry, meinte LM2940T.

LG

old.

von oldeurope O. (Gast)


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Ulrich H. schrieb:
> Im Zweifelsfalls
> sieht man für so etwas 2 extra Buchsen vor: eine mit 1 K als
> Vorwiderstand und eine mit Diode zum Akku laden.

Wenn man es nicht ohne Kondensator schafft und die Strombegrenzung
zu träge reagiert, muss man das leider so machen.

LG

old.

von Old P. (Gast)


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Hallo,

ich habe den neu gezeichneten Schaltplan nochmal überarbeitet (und 
hoffentlich keine neuen Fehler verbockt).
Eingefügt habe ich (theoretisch) noch eine Rückstromdiode (D14). Geht 
das so überhaupt an dieser Stelle?
Zumindest geht das Teil seit dem Wechsel auf den x-ten LM324 wieder wie 
gewohnt. Ein Neubau ist aber sehr wahrscheinlich, nur welches Konzept 
ist noch immer nicht klar. Auch hier wurden ja wieder Vor und Nachteile 
diskutiert, wobei das immer sehr schnell ins sehr Theoretische gleitet. 
;-)
Außer von Ralph Berres habe ich noch keinen wirklich realisierten Aufbau 
gefunden. Vielfach wird auf das legendäre ELO-NT verwiesen, aber im 
nächsten Beitrag gleich wieder verrissen..... :-(

Old-Papa

von oldeurope O. (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Eingefügt habe ich (theoretisch) noch eine Rückstromdiode (D14). Geht
> das so überhaupt an dieser Stelle?

Ich glaube nicht. Da ist ja eigentlich GND und P2 zieht den auf +5V.

Wenn ich das richtig blicke, muss die Diode in die Leitung zwischen
R15 und C31 mit der Anode richtung C31.

Kann das Jemand so bestätigen?

LG

old.

von Old P. (Gast)


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Hmmm, Mist! Also würden (im Leerlauf) bei Ua immer +5V anliegen....?
Die Diode hinter P2 würde also gehen, der Spannungsabfall würde aber 
nicht berücksichtigt?
Also Schnapsidee :-(

Old-papa

von oldeurope O. (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Hmmm,

Siehe Anhang.

LG

old.

von Anja (Gast)


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Ich fürchte Du hast das Schaltungsprinzip noch nicht verstanden: Wenn 
dann gehört die Verpolschutzdiode in den negativen Zweig. P7 natürlich 
an die Ausgangsklemme.

Gruß Anja

von Ulrich H. (lurchi)


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Die Diode gegen Rückstrom sollte eigentlich bei der Schaltung nicht 
nötig sein, denn an sich sollte die Schaltung eine Fremdspannung am 
Eingang vertragen. In der Position von Darius wäre die Diode weniger 
störend - der Vorteil wäre aber auch eher da wenn dauerhaft eine 
Spannung in falscher Richtung anliegt, und das Netzteil aus ist. Die 
extra Diode sollte man sich lieber sparen. D10 sollte aber größer 
werden.

Wenn man an der Schaltung noch was kleines verbessern will, dann eher 4 
kleine Dioden in Reihe von der Basis der Ausgangstransistoren, bzw. 
hinter den LEDs nach GND. Damit wird zusätzlich der Strom noch einmal 
begrenzt und kann auch kurzzeitig nicht viel zu groß werden.

von oldeurope O. (Gast)


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Ulrich H. schrieb:
> Die Diode gegen Rückstrom sollte eigentlich bei der Schaltung nicht
> nötig sein,

Und wenn die Spannung an den Ladekondensatoren kleiner als die
Rückspannung ist?
Ausgeschalteter Zustand, niedriger Spannungsmodus.

LG

old.

von Old P. (Gast)


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Anja schrieb:
> Ich fürchte Du hast das Schaltungsprinzip noch nicht verstanden:
> Gruß Anja

Das fürchte ich inzwischen auch ;-) Aber bin lernfähig.

Die Lösung von old ist fast doppelt gemoppelt, da die Dioden bereits in 
den Darlingtons enthalten sind.
Bisher bin ich ja auch ohne ausgekommen, Rückstrom hatte es ja bei jeder 
Parallelschaltung gegeben. Zumindest wurde was im Leerlauf angezeigt. 
Das wird aber an der Anordnung der DVMs liegen. Bisher ist ja nie ein 
Defekt aufgetreten. Blöd, dass ich den ursprünglichen LM324 weggeworfen 
hatte, den hätte ich jetzt gerne mal genauer nachgesehen.
Im Moment tendiere ich dazu, eine vergleichbare Schaltung erneut zu 
verwenden, allerdings mit einzelnen OPVs. Da ist man flexlibler in der 
BE-Wahl und könnte sogar noch mögliche Ofsets wegbügeln.

Old-Papa

von oldeurope O. (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Die Lösung von old ist fast doppelt gemoppelt, da die Dioden bereits in
> den Darlingtons enthalten sind.

???

LG

old.

von Old P. (Gast)


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D a r i u s M. schrieb:
>
> ???
>
> LG
>
> old.

Dein Vorschlag legt die Dioden vor die Emitterwiderstände nach C, hinter 
diesen gibt es aber schon welche ;-)

Die hatte ich in rot ja angedeutet. Ich seh aber ein: D14 ist ne 
Schnapsidee ;-)

old-Papa

von oldeurope O. (Gast)


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Jetzt stehe ich wohl auf der Leitung.
Wir sprechen von diesem Bild?

http://www.mikrocontroller.net/attachment/243071/oldpapa_Plan-30V-5A_4_.gif

LG

old.

von Tany (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Außer von Ralph Berres habe ich noch keinen wirklich realisierten Aufbau
> gefunden. Vielfach wird auf das legendäre ELO-NT verwiesen, aber im
> nächsten Beitrag gleich wieder verrissen..... :-(

Ich hatte vor 15 Jahre (fast)gleiche Gerät wie du gebaut und noch kurzem 
noch benutzt. Auf dieses Schaltungsprinzip habe ich nun optimiert, 
erweitert mit LEDs Anzeige und MC:

- 0...36V , 10mV schrittweise  über Encode einstellbar
- 0...4A geteilt über 2 Bereiche: 0...400mA und 0...4A. Umschaltung mit
  MOFET. Einstellung 100µA(1mA) /Schritt ebenfalls über Encode.
- Umschaltung der Trafowicklung mit Relais (Parallel /seriell)
- Ein einzige MOSFET
- Netzteil über Taster abschaltbar (Spannung und Strom auf 0)
- Abmessung ohne Front und Trafo ca. 170x170x110 mm

Das Gerät ist fast fertig. Nun kann ich endlich meine Fräsmaschine 
weiterbauen :-)

Gruß

von oldeurope O. (Gast)


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Old Papa schrieb:
> Die hatte ich in rot ja angedeutet. Ich seh aber ein: D14 ist ne
> Schnapsidee ;-)

Kann es sein, dass Du die D14 in ihrer neuen Position im Bild
noch nicht entdeckt hast? Das wäre eine Erklärung.

D a r i u s M. schrieb:
> Wenn ich das richtig blicke, muss die Diode in die Leitung zwischen
> R15 und C31 mit der Anode richtung C31.

LG

old.

von Old P. (Gast)


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D a r i u s M. schrieb:
> Jetzt stehe ich wohl auf der Leitung.
> Wir sprechen von diesem Bild?
>
> http://www.mikrocontroller.net/attachment/243071/oldpapa_Plan-30V-5A_4_.gif
>
> LG
>
> old.

Jou ;-) Da hast Du ja fix die roten Dioden ausradiert, im Wirklich wird 
das schwer fallen. ;-)

@Tany,
LED Anzeigen plus Dotmatix warum? Ist der MC auch für die Regelung 
zuständig oder fragt er nur Encoder ab und füttert die Anzeigen?

Old-Papa

von oldeurope O. (Gast)


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Schau mal links neben dem W von den blauen Text:
weitere TIP142

Jetzt gesehen?

LG

old.

von Tany (Gast)


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Old Papa schrieb:
> LED Anzeigen plus Dotmatix warum? Ist der MC auch für die Regelung
> zuständig oder fragt er nur Encoder ab und füttert die Anzeigen?
>
> Old-Papa
Nein, der MC überträgt nur der Sollwert über DAC an NT. Er regelt nicht.

von Ulrich H. (lurchi)


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Auch im ausgeschalteten Zustand wäre eine Frendspannung nicht so 
dramatisch: Über die Dioden in den Transistoren und die Shunts werden 
die Ladeelkos geladen - nicht weiter dramatisch bis etwa 40 V oder was 
die Elkos / Transistoren aushalten.

Über R25 würde C13 eine negative Spannung sehen - da könnt man ggf. 
einen Diode parallel spendieren um die Spannung auf -0,6 V zu begrenzen, 
ggf. auch weniger wenn man R25 noch aufteilt. Das ist zwar nicht gut für 
den Elko, aber auch kein Drama, so lange es nicht wochenlang anliegt.

Über R28 (OP für Relais) fließt ggf. etwas Strom zur -5 V Versorgung und 
würde die leicht negativ machen. Bei 82 K ist das aber nicht viel Strom, 
und auch da könnte eine Diode vom OP Eingang nach GND noch viel davon 
abfangen. Der Poti P2 mit 1 K sollte schon für genügend Grundlast an den 
5 V sorgen, dass da keine nennenswert negative Spannung anliegt.

Die anders eingezeichnete Diode würde auch bei keinem der beiden kleinen 
Schwachstellen weiterhelfen, nur die Lade-elkos blieben leer. Wenn man 
sich also mit Dioden schützen will, dann je eine 1N4148 oder ähnlich 
parallel zu C13 und vom Pin 13 des OPs (Kathode) nach GND.

von oldeurope O. (Gast)


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Jetzt aber ...

LG

old.

von matze (Gast)


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hallo old-papa,

hast du von dem nt noch das layout der lp oder die bauanleitung von 
elv???
wenn ja könnte ich es bekommen? scan?

vielen dank!

von Old P. (Gast)


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Tany schrieb:
>
> Nein, der MC überträgt nur der Sollwert über DAC an NT. Er regelt nicht.

Hatte ich befürchtet ;-) Der macht also das Gleiche wie ein(zwei) 
Potis....

@old, ich glaube, wir reden aneinander vorbei ;-)

Old-Papa

von oldeurope O. (Gast)


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Ulrich H. schrieb:
> nicht weiter dramatisch bis etwa 40 V oder was
> die Elkos / Transistoren aushalten.

Haut vielleicht einen Shunt weg oder ein Stück Metall an der Buchse.
[ironie]Ist ja nicht weiter dramatisch.[/ironie]

Old Papa schrieb:
> @old, ich glaube, wir reden aneinander vorbei ;-)

Kein Problem, passiert mir öfters.

LG

old.

von Tany (Gast)


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Ulrich H. schrieb:
> Auch im ausgeschalteten Zustand wäre eine Frendspannung nicht so
> dramatisch: Über die Dioden in den Transistoren und die Shunts werden
> die Ladeelkos geladen - nicht weiter dramatisch bis etwa 40 V oder was
> die Elkos / Transistoren aushalten.

das hat damit nicht zu tun, vielmehr möchte man bei Versuchsaufbau das 
ständige Ausziehen/ Reinstecken bzw. kompl. Abschaltung des Netzteil 
ersparen.

von Old P. (Gast)


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matze schrieb:
> hallo old-papa,
>
> hast du von dem nt noch das layout der lp oder die bauanleitung von
> elv???
> wenn ja könnte ich es bekommen? scan?
>
> vielen dank!

Möchte mich ja nicht unbeliebt machen (bei ELV...) ;-)
Die PDF kursiert aber vielfach jm Netz, einfach nach 
Universalnetzteilplatine ELV suchen (oder so...). Ist mir gelegentlich 
unter gekommen. Allerdings kann man das Platinenlayout nur ahnen. Wie 
auch auf meinem "Original" von ELV...  Mein Papier ist inzwischen so 
bemalt, das kann ich eh nicht mehr vorzeigen ;-)

@old, aha... ;-)

Old-Papa

Update:

Sehe gerade, bei ELV kannst Du diesen uralten Bausatz noch immer kaufen, 
für rund 25 Ocken hast Du alles zusammen. Preiswerter geht ja fast 
nicht. Ich staune, dass es das Ding noch gibt.

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