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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Selbstgebaute AVR-Heizungssteuerun: 41% Heizkosten gespart!


Autor: Holger B. (Gast)
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Hallo Leute,

im Winter 2003 habe ich meine alte Heizungsanlage von 1976 mit einer
selbstgebauten AVR-Ctrl-Heizungssteuerung "ubgedated".
Jetzt habe ich mir mal die Mühe gemacht, die Gas-Ersparnis
auszurechnen. Dabei bin ich nun selbst überrascht.

Mein Gasverbrauch war in den Jahren:
2001 : 19.559kWh
2002 : 20.614KWh
2003 : 12.345KWh (in diesem Jahr habe ich die Steuerung eingebaut)
2004 : 11.236kWh

Das bedeuet, dass ich mit der neuen Steuerung über 40% Heizkosten
spare!
In Euro sind das bislang schon über 700,-EUR
Dabei hat die Steuerung vielleicht mal 30-40,-EUR an Material
gekostet!

Dies sind die Features meiner Heizungssteuerung:
- automatische Nachtabsenkung
- Regelung der Kesseltemperatur abhängig von der Aussentemperatur
- 3 Betriebsarten ( Nacht, Tag, Abwesend)
- Für jede Betriebsart frei einstellbare Regel-Kennlinien
- Insgesamt 64 Timer programmierbar (in 2 unabhängigen Gruppen) z.B.
bei Schichtarbeit
- je 4 Timer für Werktags und jeden Wochentag einzeln, also 32 Timer
pro Gruppe
- Wasserpumpe wahlweise abschaltbar für jede Betriebsart ab best.
Kessel-Temperatur
- übersichtliche Menüführung in deutscher Sprache
- Nachlauf der Wasserpumpe, z.B. bei Umschalten in Nachtbetrieb
- Abspeicherung von Tages-Verbrauch (in Prozent) und
Tages-Durchschnittstemperatur für 250 Tage im Ringspeicher
- Anzeige der Verbrauchswerte der letzen 5 Tage im Display
- Download aller gespeicherten Daten per serieller Schnittstelle
- alle Timereinstellungen und Parameter, sowie die Verbrauchswerte
werden im EEPROM gespeichert
- neben 3 Tasten-Menü wird auch ein Inkremental-Drehgeber als
'Ein-Knopf'-Bedienung unterstützt
- manuelle Umschaltung des Betriebsmodus (Nacht, Tag, Abwesend) auch
per Taster
- Leichtes Überbrücken der Steuerung und Betrieb 'wie bisher' möglich
(per Schalter)
- Remote-Display per serieller Schnittstelle (komplett fernbedienbar)
- so könnte sogar auf Display und Tasten verzichtet werden
- Fernsteuerung über das Internet (per Remote-Desktop)
- PC-Programm zum Visualisieren der Kennlinien

Wer den Gasverbrauch bei seiner alten Heizung auch senken will, kann
sich alle Infos und Sourcecode zum Nachbau unter:

http://www.mikrocontroller.com
 --> Projekte -->Heizungssteuerung

herunterladen.
Hier bieten wir auch die Leiterkarte zum selbst Bestücken an.

Bislang hatte ich die Quellen für den veralteten AT90S8535 im
Download-Bereich angeboten.
Weil dieser Prozessor nicht mehr zu bekommen ist, und der
Programmspeicher für Erweiterungen nicht mehr reichte, habe ich nun den
Code auf den ATMEGA32 portiert.

Viel Spass beim Nachbauen,
Holger
PS: Bitte Fragen dazu nicht als eMail, sondern nur hier im Forum, dann
haben alle etwas davon ;-)

Autor: crazy horse (Gast)
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Schön für dich!
Allerdings kommen sicher auch etliche Prozente auf geändertes
Nutzerverhalten, auch wenn du es jetzt vielleicht (noch) nicht einsehen
willst. Fängt man erst mal an, sich damit zu beschäftigen, passiert das
automatisch.
Ähnliches habe ich bei einer Solaranlage bei meinem Schwiegervater
erlebt, stammt noch aus den Zeiten der 1.Ölkrise, also irgendwann aus
den 70gern. War schon stillgelegt, da eigentlich fast gar nichts kam.
Gebrauchten Speicher für kleines Geld und eine selbstgestrickte
Regelung, holla!

Autor: Peter (Gast)
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Ich habe die funk- und timergesteuerten Heizungsregler von Conrad oder
ELV. Man sollte gar denken, wie viel das bringt.
Wir sparen ca 20% im Jahr (Seit 2 Jahren) im Gegensatz zu vorher.

Autor: Manfred (Gast)
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@Holger B.: Ich finde es echt Klasse, daß Ihr euer Kow-How anderen zur
Verfügung stellt.
Manfred

Autor: A. N. (netbandit)
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@Holger:

Ist das ein Eigenheim? Wie sieht es mit der Versicherung aus?
Musstest du ne Abnahme machen?

Übrings: Tolle Idee :)

Autor: Michael Werner (Gast)
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Abo

Autor: The Daz (Gast)
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Holger, sieht echt gut aus. Hab mir sowas auch schon ueberlegt,
allerdings betreibe ich mit Strom (sigh) eine Zentralheizung. Du
schreibst in deiner Anleitung, dass man optional ueber Nacht auch die
Warmwasseraufbereitung abschalten koennte. Das wuerde ich mal lassen,
denn zur Legionellen-Bekaempfung bringt eine Heizung den Boiler nachts
mal kurz auf ueber 70 Grad.

Autor: Anton Wert (antonwert)
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Das mit der Erwärmung machen aber nur moderne anlagen, also denke ich
dass bei alten Modellen eine Abschaltung durchaus sinvoll ist.

Autor: The Daz (Gast)
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Anton,
du hast mit Sicherheit Recht, dass nur moderne Anlagen einen
Legionellen-Killer implementieren. Nichtsdestotrotz wuerde ich
keinesfalls auf sowas verzichten wollen sondern eher die alte Anlage
diesbezueglich aufruesten. Ich haette mein erstes posting aber als
Verbesserungsvorschlag schreiben sollen.

Autor: D. Düsentrieb (Gast)
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Also Aufgrund von 2/3 Jahren Erfahrung kann man noch nicht so genau
sagen wieviel es wirklich gebracht hat.

Das Wetter war ja auch sicher anderes als in anderen Jahren.

Um eine genauere Aussage machen zu können muss man sicher 5 Jahre lang
die Zahlen auswerten.


Gruss

D.D.

Autor: crazy horse (Gast)
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der ganze Legionellen-Kram ist meiner Meinung nach völlig überbewertet.
Mir ist der eine einzige berühmte Fall bekannt (das Hotel, in dem die
alten Legionäre...). Seitdem werden Millionen Liter Wasser täglich
gesiedet.
Konkrete Frage: Kennt irgendwer irgendeinen Fall aus
Verwandtschaft/Bekanntschaft/Kommune? Ich behaupte mal nein.
Das Leben hält durchaus ernstere Gefahren als Legionellen parat.
Auch spricht die hiesige Wasserqualität und die hohe Austauschrate des
Wassers in den Speichern dagegen.

Autor: The Daz (Gast)
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Wer ne Zirkulationsleitung fuers Warmwasser hat, braucht das vermutlich
nicht. Ich hab keine und mir persoenlich das Risiko zu hoch - aber das
muss jeder fuer sich selbst entscheiden. Das Thema wird vermutlich aber
auf die eine oder andere Weise in die kommende Trinkwasserverordnung
einfliessen und es waehre doch Klasse wenn Holgers Heizungsteuerung
zumindest die Option vorsaehe, oder ?

Autor: Peter Z. (Gast)
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Hallo,
wenn ich das ´Richtig gelesen habe senkst du die Kesseltemperatur ab.
Dies kann aber soviel ich weiß bei älteren Kessel durch die
Temperaturschwankungen zu sehr frühzeitigen altern füren. Deshalb
wurden ja auch früher immer Mischer eingesetzt damit man die
Kesseltemperatur nicht absenken muss. Bei der heutigen
Niederbrennwerttechnik (heisst die so? ) sollte das aber kein Problem
sein.
Gruß
Peter

Autor: Martin (Gast)
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Zu den Legionellen:
Viele Häuser haben Kupferrohre. Kupfer ist für
Bakterien extrem giftig.

Autor: The Daz (Gast)
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Martin, was du meinst ist Kupferoxid (= Gruenspan). Das ist nicht nur
fuer Bakterien extrem giftig. Wenn du Gruenspan in ausreichender Menge
im Trinkwasser hast, sind die Legionellen wirklich nicht mehr dein
Problem #1. Wer sichs leisten kann, verbaut heute Kunststoff-Leitungen.
Da ist das Material zwar teuer, laesst sich aber rasend schnell
verarbeiten und spart damit teure Handwerkerstunden. Ich schweife ab
...

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Aus Kupferleitungen lösen sich immer Kupferionen, aber in harmloser
Menge, wenn man nicht gerade extrem saures Wasser hat. Für Bakterien
sind schon winzige Mengen sehr ungesund, die auf Menschen keine Wirkung
haben.

Autor: Dieter Werner (dds5)
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Echter Grünspan ist Kupferazetat (Kupfer + Essigsäure), und der ist in
der Tat so giftig, dass man die Legionellen dagegen vergessen kann.

Autor: The Daz (Gast)
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Asche auf mein Haupt :( Haette in Chemie doch besser aufpassen sollen.

Autor: Michael (Gast)
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Sicherlich eine sinnvolle Tat, sich mit seiner Heizungssteuerung
auseinanderzusetzen. Aber viele Eigenschaften wie z.B. Nachtabsenkung
sind doch schon seit Jahrzehnten vorhanden (?).
Bei der Beheizung eines Hauses kommen soviele Faktoren zusammen, daß
allein die Steuerung nicht die 'dicken' Prozente bringt. Am meisten
bringt meines Erachtens eine gute Dämmung.

Aber wenn Holger jetzt so seinen Verbrauch erheblich senken konnte:
Glückwunsch.

Autor: A.K. (Gast)
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"wenn ich das ´Richtig gelesen habe senkst du die Kesseltemperatur ab.
Dies kann aber soviel ich weiß bei älteren Kessel durch die
Temperaturschwankungen zu sehr frühzeitigen altern füren"

Ja, hatte man damals (Baujahr ~70) auch erzählt.

Was uns freilich nicht daran hinderte, den Kessel nachts ganz
abzustellen - der Kesselhersteller selbst hatte auf Anfrage keine
Einwände.

Ergebnis: Die meisten Nachbarn der Siedlung haben längst eine neue
Heizung, diese läuft jedoch nach wie vor mit dem alten Kessel, seit gut
30 Jahren mit völliger Nachtabschaltung und seit 25 Jahren im Sommer nur
1-2 mal am Tag für's Warmwasser.

Autor: Uwe (Gast)
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Hallo Holger,
also wenn du jetzt 40% Heizkosten einsparst muss ich dir vorwerfen das
du dich vorher um deine Heizung überhaupt nicht gekümmert hast oder
garkeine Regelung hattest.
Deine "Features", die die Regelung an sich betreffen, werden schon
lange von den billigsten Steuerungen erfüllt. Was vor allem noch fehlt
ist der Raumtemperaturfühler, der kann noch echte %te bringen.
Kessel nachts abschalten. Warum nur Nachts? Bei mir ist der immer aus
wenn die Zimmer warm sind.(Raumtemperaturfühler) Legionellen? Machen
viele nicht, soll aber gesund sein. Nur wennschon, dann bitteschön am
Tage wenn du das Wasser auch verwerten kannst oder kurz vor dem
Aufstehen. Am besten wäre vor dem allgemeinen Duschen.

Nun dann weiterhin viel Erfolg, Uwe

Autor: Holger B. (Gast)
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Hallo,

zum Thema Abnahme:
Ich habe keine Veränderungen an Gas- oder Wasserleiteungen gemacht. Die
Brennerabschaltungen sind noch genauso in Betrieb, wie vorher. Meine
Steuerung kann auch keine höhere Temperatur anfahren, als ich direkt
mit dem eigentlichen Heizungs-Thermostaten einstelle.
Mein Schornsteinfeger hat sich bislang noch nicht beschwert. Nur dass
er immer die Max-Temperatur einstellen will.
Dann kann er auf seinem Wirkungsgrad-Messgerät immer den schlechten
Wert ablesen, den er erwartet :-)

Michael:
Dämmung ist natürlich extrem wichtig bei Häusern. Nur ist eine
nachträgliche Selbstbau-Heizungssteuerung einfacher zu realisieren, als
eine nachträgliche Wand-Isolierung. Die Kombination aus beiden ist wohl
optimal.

A.K.:
Mein robuster Edelstahl-Kessel wird mir das wohl nicht übel nehmen.
Zumal vorher die Temperatur-Regel-Hysterese auch ca. 10 Grad betrug
(ca.75 ausschalten und 65 Grad einschalten).
Bei dieser Witterung (Aussentemparatur ca. 0 Grad) habe ich bei
Tag-Betrieb ca. 55 Grad Kesseltemperatur und bei "Nacht" ca. 40 Grad.
Da ist die Schwankung auch nicht allzu hoch.

Gruss,
Holger

Autor: stift (Gast)
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@All

kennt jemand in diesem Zusammenhang ein Projekt, bei dem die
Umwälzpumpe mit einer Phasenanschnittsteuerung oder ähnlichem gesteuert
wird?

Autor: Thomas (Gast)
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Warum sollte man die UWP mit einer Phasenanschnittsteuerung steuern?

Autor: Wirus! (Gast)
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@stift

Viele Heizungsumwälzpumpen haben einen drei- oder vierstufigen
drehzahlschalter, der die Drehzahl der Pumpe über veränderten Schlupf
an die Heizung anpassen kann. Wenn du den Schalter ausbaust, kannst Du
die Stufen direkt ansteuern.

Willst Du stufenlos regeln, brauchst Du einen Frequenzumformer.

IMO macht das alles keinen Sinn, da es inzwischen sehr gute und
günstige Heizungsumwälzpumpen mit integrierter Regelung auf konstanten
Differenzdruck gibt - meiner Meinung nach fast das Optimum

Autor: Joachim Mardt (Gast)
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schöne Idee, würde gern die mimik nachbauen,
mein problem dabei ist, dass ich einen  mischer-motor ansteuern
muss,der dann letztlich die gewünschte vorlauftemperatur
einstellt.anders
ausgedrückt:
vorlauffühler, aussenfühler und Motor (rechts-linkslauf) müssen
dann miteinander verheiratet werden.
Vieleicht können wir mal tel.
Ansonsten prima artikel, den du ausgearbeitet hast gruss von
der Niederelbe
Joachim

Autor: stift (Gast)
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Der Grund ist die Anpassung der Durchflußmenge an den benötigten
Wärmebedarf im Haus. Die Umwälzpumpen benötigen elektrische Leistung
und diese ist doch relativ beachtlich. 40 W mal 4000 Betriebsstunden
sind auch 160 kWh.

Aktueller Fall bei uns.
Der "Hauptstrang" arbeitet bei 3 Grad Temperaturdifferenz bei 800
Liter pro Stunden in Stufe 45 Watt.
Mein "Nebenstrang" hat eine Temperaturdifferenz von 40 Grad bei
wenigen Litern pro Stunde.
Durch Regelung der Pumpe könnte die obige Temperaturdifferenz locker
auf 10 Grad angehoben werden, bzw. die Pumpe müßte kaum Leistung
aufnehmen.

Frequenzumformung ist sicher das Optimum. Aber der 4 Stufen-Schalter
wird sicher nicht so weit gehen.

Habe in einem anderen Forum gelesen, daß bei Phasenanschnittsteuerung
die Pumpe thermisch überlastet. Dort habe ich auch gelesen, daß die
Solarhersteller eine PWM im Bereich von 4 Hz mit Nullspannungsschalter
machen.

@Wirus!
Mein Vermieter hatte mal eine, aber die hatte auch nicht das ewige
Leben. Ich schätze mal im Bereich von 8 Jahren und soll ziemlich teuer
gewesen sein. Eine elektronische Leistungsregelung sollte länger
halten.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> im Winter 2003 habe ich meine alte Heizungsanlage von 1976

Na gut, das erklärt einiges.

Aber nur mal so eine Warnung am Rande:

Wenn Du einen 30 Jahre (!!!) alten Heizkessel mit einer Regelung nun so
behandelst, wie einen modernen Niedertemparaturkessel oder gar ähnlich
wie einen Brennwertheizkessel, wird Dein gutes (besser schlechtes)
Stück nun endlich dem nötigen Tode entgegen hetzen.

Davon abgesehen, vermute ich dass Dein Schornstein in ähnlich alter
Bauweise sein wird. D.h. Du kannst dich schonmal auf einen versottenen
Schornstein freuen mit Schäden am Mauerwerk. Dann kannst Du die
angrenzenden Zimmer endlich mal renovieren.

Kleiner Tip von mir: Wenn Du nun glaubst, dass eine moderne Regelung
immense Kosten spart, ruf den Heizungsbauer Deines Vertrauens an und
lass Dir einen aktuellen Brennwertheizkessel einbauen mit
gleichzeitiger Schornstein- bzw. Abgassanierung.

Das würde dann übrigens wieder den geltenenen Wärmeschutzverordnung
entsprechen.

Kleine Frage am Rande: Ist der Bezirksschornsteinfeger besoffen, wenn
er bei Dir den Wirkungsgrad misst oder kommst Du der korrupten Bande
entsprechend entgegen?

Autor: Holger D. (Gast)
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Hallo,

ich will dazu auch mal was sagen:
Die Behauptung, dass durch eine neue Heizungssteuerung über 40% an
Heizkosten eingespart worden sind ist ja wohl etwas reißerisch. Erstens
steigt der Gaspreis kontiunierlich und zweitens ist der Verbrauch
erheblich von der Witterung und auch der klimatischen Lage abhängig.
Im Jahre 2002 lagen die Mitteltemperatur im Bereich westliches
Ostfriesland in den Monaten Oktober bis Dezember unter dem langjährigen
Klimamittel. Zwar war der Jahreanfang 2003 auch kühler, dafür war aber
der Sommer besonders warm und die Mitteltemperatur ist bis auf dem
Monat Oktober immer höher als das Klimamittel. Ähnliches war es 2004.
Die Monate Mai bis Juli waren kühler, der Rest des Jahres war aber
wärmer als das Klimamittel.

Um nun eine Aussage über die Gasmengeneinsparung machen zu können muss
man dann auch schon ähnliche Jahre miteinander vergleichen. Und eine
Periode von fünf Jahren ist dafür viel zu kurz. In der Klimatologie
werden 30 Jahre für Mittelwertbildungen verwendet.


mfg
Holger

Autor: Holger B. (Gast)
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Hallo

"Unbekannter":
Schön, dass Du Dich so um meine Heizung und meinen Schornstein sorgst.
Mit meinem Schornsteinfeger habe ich das Thema aber erst kürzlich
ausreichend diskutiert. Mein Vaillant-Heizkessel wird es mir sicherlich
nicht übel nehmen, dass sein Wasserkreislauf etwas kühler ist und im
Laufe des Tages schwankt.

Zum Schornstein:
In den 70ern wurden auch schon Plewa-Keramikrohre in den Schornsteinen
eingesetzt. Die lassen kein Wasser zum Gestein durch. Ausserdem beträgt
die Abgastemperatur beim Heizen immer noch über 100Grad. Da kann man
nicht davon sprechen, dass ich den Kessel wie einen
"Niedertemperaturofen" betreibe, bei dem die Abgastemperatur auf fast
Aussentemperatur aubgekühlt wird.

Holger D.:
Das Klima hat natürlich einen grossen Einfluss auf die Heizkosten.
Es ist wissenschaftlich natürlich nicht richtig, zu behaupten, dass
allein die Heizungssteuerung die Ersparnis gebracht hat.
Es wird wohl die Kombination aus den Faktoren: Wetter, Heizverhalten
und Heizungssteuerung sein.
Aber sicherlich stimmst Du mir zu, dass das Ansteigen des Gaspreises
den finanziellen Aspekt einer Heizungssteuerung noch weiter betont.
Auch wenn der Gewinn allein durch die Heizungssteuerung nur 10-20%
wäre.

Nur so eine Idee zum Stromverbrauch der Heizungspumpe:
Man könnte die Spannung an der Pumpe senken, indem man einen
Kondensator als kapazitiven Blindwiederstand in Reihe schaltet. (Der
Energieversorger ist immer dankbar für Kapazitäten am Netz.)
Vielleicht könnte man die Kondensatoren dann per Relais schalten, um
Mehrpunkt-Drehazhlregelungen zu realisieren.
Ein Spar-Tafo (nicht-potenzialfreier Trafo) würde das Problem noch
eleganter lösen.

Gruss,
Holger

Autor: Holger D. (Gast)
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Moin Holger,
ja klar. Jegliche Ersparnis mit minimalen Aufwand ist sinnvoll. Schon
aus ökologischer Sicht!

Gruß
Holger D.

Autor: mthomas (Gast)
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Vielleicht ein paar Anmerkungen, die mir beim Lesen des Threads
eingefallen sind:

Legionellen:
Es ist nicht erforderlich, die Warmwasserbereitung stetig aktiviert zu
lassen. Die 50-60 Grad WW-Temperatur bringen in Sachen
"Legionellebekaempfung" wenig. Moderne professionelle Regelungen
bieten eine sogen. "thermischen Desinfektion", dabei wird einmal
woechentlich oder einmal taeglich das Warmwasser im Speicher auf 70-80
Grad aufgeheizt (nicht "gesiedet"). Dies sollte nachts geschehen, da
dann die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, das jemand Warmwasser
"zapft" und sich dabei am ungewohnt heissen Wasser verbrueht.
Welchen
Vorteil eine WW-Zirkulation in Sachen Legionellenbekaempfung bringen
soll, ist mir im Moment nicht klar. Einerlei: ist sicher nicht
kompliziert, die "thermische Desinfektion" in der Selbstbauregelung
nachzuruesten.

Kesseltemperatur:
Es wurde bereits geschrieben, dass man alte Kessel nicht bei beliebig
geringer Temperatur betreiben soll. Im Testobjekt ist das scheinbar
unkritisch, beim Nachbau aber schon zu beachten. Es gibt auch fuer
viele alte Kessel "Datenblaetter", in denen der Temperaturbereich
angegeben ist. Unter Anderem kann Kondenstation ("schwitzen") die
Lebensdauer des Kessels deutlich verringern. Das hat weniger mit
"komplett Abschalten" zu tun, sondern mit dem Temperaturgradienten
zwischen Kessel und Umgebung ("Heizraum").

Raumregelung:
Neben der eigentlichen Regelung durch die Kesselsteuerung mittels
Heizukreispumpe(n) oder die Mischermotoren gibt es immer noch
Heizkoerperthermostate als Regelorgane. Raumfuehler bringt
moeglicherweise keine grosse Einsparung, man kann jedoch z.B. die
Pumpen bei erreichen der Raumtemperatur abschalten Es gibt noch weiter
Regelungsansaetze ohne Raumthermostat (Regelung ueber
Temperaturdifferenzen, Errechnen das momentanen "Wärmebedarfs").

Brennerschaltung:
Wichtig ist, dass die ergaenzte Steuerung/Regelung die vorhandene
Regelung nicht brueckt (Parallelschaltung) sondern nur erweitert
(Reihenschaltung). Dies ist im beschreibenen Projekt wohl so gemacht,
sollte in der Projektbeschreibung vielleicht noch deutlicher
hervorgehoben werden da sicherheitrelevant. Der
Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB, sogen.
"Uebertemperatursicherung") sollte auf jeden Fall bei ca. 90 Grad
sicher abschalten.  Auch das alte Kesselthermostat sollte noch aktiv
sein, als weitere obere Begrenzung (STB muss manuell zurueckgestellt
werden).

Schornstein:
Der Brenner/Kessel wird auch weiterhin die gleiche Abgastemperatur
verursachen. Am eigentlichen Waermeerzeuger wurde laut Beschreibung
nichts veraendert. Das Problem mit feuchten ("versotten")
Schornsteinen tritt vor allem dann auf, wenn die Abgastemperatur gering
ist.

Schornsteinfeger:
Ueblicherweise ist der Brenner grade aus, wenn der Schornsteinfeger
kommt, da der Kessel "auf Temperatur". Er dreht das Kesselthermostat
wahrscheinlich nur deswegen auf, damit der Brenner anspringt und er
messen Abgase kann, da er nichts von der nachgeruesteten Regelung weiss
oder deren Bedienung nicht kennt. Einfach an die  Selbstbauregelung
einen Taster (alternativ Schalter) mit den ueblichen Symbolen
(Schornsteinweger-Icon oder Leiter) einbauen, wie bei den
professionellen Steuerungen. Wenn der Taster gedrueckt wird, fuer ca.
15 Minuten alle Pumpen an und Kesselsolltemperatur auf 70 oder etwas
mehr Grad. Gemessen wird der feuerungstechnische Wirkungsgrad nicht die
tatsaechlichen Verluste "durch den Kamin". (OT: Ja, das ist nicht
wirklich geschickt und auch ein Kritikpunkt an der Vorgehensweise)

Mischerregelung:
Statt Regelung der Vorlauftemperatur ueber die Kesseltemperatur, einen
"kleinen" Regelkreis fuer jeden Mischermotor erweitern. Sollwert:
Vorlauftemperatur aus "Heizkurve", Istwert: Temperatur am
Anlegefuehler im Vorlauf "ueber" dem Mischer. Regelung ueber zwei
Relais "Mischer laeuft auf" und "Mischer laeuft zu".

Allgemein:
Die Verluste durch schlechte Waermedaemmung des Kessels und des
Warmwasserspeichers kann man mit einer modernen Regelung nur
reduzieren. Einen schlechte Umsetzung der Energie des Brennstoffs in
Waerme ist auch mit viel Regelungselektronik nicht zu verbessern, da
hilft nur moderne Brenner-/Kesseltechnik (fuer "konventionelle"
Heizung mit fossilen Brennstoffen ist das Stichwort Brennwert bereits
gefallen). Regelungen mit vergleichbaren Funktionen gibt es fuer ein
paar hundert Euro zu kaufen, auch zum Nachruesten. Spart viel Zeit.

Aber selbstgebaut ist natuerlich netter. Wuensche weiterhin Erfolg
damit.

Martin Thomas

Autor: Holger B. (Gast)
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Hallo

die Schornsteinfeger-Funktion mache ich mit einem kleinen Schalter, der
die Relais ausschaltet. Und weil das Öffner-Kontakte sind, ist die
Heizung dann wieder wie immer in Betrieb.

Allerdngs habe ich noch nicht ganz geblickt, was es mit einer
Mischer-Funktion auf sich hat. (Gibt es bei mir nicht)
Ist das für Brauchwasser?

Gruss,
Holger

Autor: kern helmut (Gast)
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eine frage holger  könnte mann  auch eine dcf 77 uhr einbaun
anfals das ding mal ausfält dan stimt die uhrzeit nicht mehr
und wie kann ich einen mischer ansteurn der dan auf zu fährt
bei richtiger vorlauf temberatur ? bitte um info
helmut danke

Autor: Peter Loster (Gast)
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@holger
Glückwunsch zum Projekt und zur Durchführung. 40% sind m.E. durchaus
drin, oder hast Du heimlich noch Heizkörper Thermostaten angebracht?
:)
Macht mich mutig, meine sterbende Steuerung ebenfalls auf diesem Wege
in den Griff zu bekommen - und sie endlich mal bequem vom PC aus
einstellen zu können.

@mthomas
Danke für die kompetenten Beiträge. Wo bekommt man für ein paar hundert
EUR eine Ersatzsteuerung die man am PC anschließen kann? Antwort ggf.
per email direkt. Danke.

@alle
Mischventil Ansteuerung
Mischventil ist einfach anzusteuern: Einstellbarer Parameter Laufzeit
von Anfang bis Ende (typ. 60 bis 120 sec je nach Hersteller) und ein
Faktor, der so  gewählt werden muss, dass sich keine Schwingungen
ergeben. Vorlauftemperatur (soll-ist) * Faktor = Stellzeit. Motor
(Stellzeit)-lange in die richtige Richtung laufen lassen. Warten (1-2
Minuten). Dann wiederholen. Das System bildet einen P-I Regler, der
sich immer auf den Wert nachstellt. Die Motoren des Mischventils gehen
nicht kaputt wenn man sie auf den Endanschlag fährt, daher sind keine
weiteren Maßnahmen nötig (wenigstens bei den üblichen Produkten).

Halbleiter Relais(HLR)
sind ggf. praktischer als mechanische Relais. Sie werden optisch über
eine eingebaute LED angesteuert, die mit ca. 10-20mA direkt über einen
Widerstand vom µC angesteuert werden können. Man sollte nur Typen mit
einer Einschaltung im Nullpunkt der Wechselspannung wählen.
Überspannungsschutz mit Varistoren / RC Glied wie bei Triacs üblich,
falls im HLR keine Schutzbeschaltung enthalten ist.

PWM für Pumpen
mit ca. 4Hz und obigem Schalter. Pumpen laufen erst ab einer bestimmten
mindest- Pulsbreite (->Systemparameter) an, z. B. 15%. Mit HLR (s.o.)
ansteueren. Eine Pumpe läuft seit 11 Jahren problemlos (senkrecht
eingebaut), meine waagerecht eingebaute Pumpe wurde alle 5 Jahre
ersetzt (liegt mE am Einbau und nicht an PWM).

Entstörung:
PCB auf abgeschirmter Fläche montieren, viele Kondensatoren an allen
Eingängen, Relais- und andere Spulen mit Feilaufdiode versehen,
Watchdog im Prozessor unbedingt aktivieren. Ausgänge bei jedem
Durchlauf (z.B. alle sec) erneut nach den errechneten Werten setzen.
(Nicht: Pumpe einmal einschalten und dann nie mehr bis sie wieder
ausgeschaltet wird).

el. Sicherhiet:
Abstände zur 220V Seite 3mm oder mehr, breite Leiterbahnen,
Schutzleiter über Klemmleiste damit er hohe Ströme aufnehmen kann. Am
besten Isoliergehäuse mit isolierten Bedienelementen. Anschluss an PC
läßt sich nur schlecht entkoppeln, daher Abstände siehe oben. Gibt es
irgendwo im Netz genauere Hinweise dazu?

Grüße


Peter

Autor: Werner Kurz (Gast)
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Wo kann die Heizundssteuerung bekommen und was kostet Sie.


W.Kurz

Autor: Peter Loster (Gast)
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@ W.Kurz
Ich bin zufällig auf diesen Thread gestoßen. Da ich selbst ein Problem
mit meiner Heizungssteuerung habe und der Winter lang und kalt war habe
ich (vom Zorn gelenkt) beschlossen, (irgendwann :) eine eigene Steuerung
zu entwickeln (was ich beruflich für andere Anwendungen ohnehin tue).
Nun ist leider die Arbeit zur Zeit so dicht, dass ich bisher nicht
beginnen konnte. Insbesondere die Anforderung, die Steuerung möglichst
über Ethernet an den PC anzubinden ist mit kleinen Prozessoren etwas
ehrgeizig.
Der Beitrag von Holger hat mich dazu ermutigt, in meinem Fall reicht
seine Lösung leider nicht ganz aus.
Im Internet habe ich kein weiteres Projekt oder eine meinen
Vorstellungen entsprechende fertige Steuerung gefunden. Wenn ich weiter
komme, werde ich mich an dieser Stelle wieder melden. Es wäre
interessant, einen Anforderungskatalog aufzustellen und zu
diskutieren.

Grüße, Peter

Autor: Dieter (Gast)
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Hallo

Ist es möglich mit dieser Steuerung einen Mischermotor oder Ventil
anzusteuern?
Ich benötige für meine selbstgebaute Wärmepumpe eine Mischer oder
Ventilsteuerung die temperaturabhängig zwischen Temp x und y
bei steigender Temperatur den Wasserdurchlauf drosselt.


Grüße
Dieter

Autor: Reiner (Gast)
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Hallo,


Wie macht ihr das mit dem Brauchwassererwärmung?

Gibts da schon ein Stück Software dazu?


Gruss   Reiner

Autor: Holger B. (holgerb)
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Hallo Reiner,

eine Mischersteuerung hat diese Heizungssteuerung noch nicht.
In der nächsten Zeit werde ich die Steuerung auf meine neue Hardware
(SPS-Ctrl) portieren. Die hat dann eine Echtzeituhr mit Batterie-Backup
usw.
Die werde ich dann grafisch per MicroSPS-Funktionsplan programmieren.
Das ist dann so einfach, dass das jeder ohne Compiler und ohne
Programmiersprache an seine Bedürfnisse anpassen kann. Die Demo-Version
von EAGLE reicht da...
Alle Infos zur MicroSPS unter:
http://www.microsps.com

Gruss,
Holger

Autor: Profi (Gast)
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@Peter Loster
Datum: 25.04.2006 10:24

und
@ W.Kurz

http://heller.no-ip.org/~heller/heizung/index.html

ist eine kommerzielle Steuerung mit allen denkbaren Finessen.
Der Anbieter ist Dr.Phys. und weiß, wovon er spricht.
Auf Wunsch wird die Steuerung genau an die Gegebenheiten der
vorhandenen Anlage angepasst (Holzfeuerung, Solar, ...)

Autor: Axel (Gast)
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Sehr gute Tips gibt es auch hier:

http://martin-havenith.de/home.html

Zu den Legionellen: Das wird vor allem bei grossen Speichern
problematisch, wo nicht genügend Wasser durchläuft (also z. B.
Solaranlage etc). Davon abgesehen ist diese Aufheizgeschichte schon von
daher etwas problematisch, weil die Leitungen davon nicht betroffen
sind. Wenn man das also nicht macht, ist es wohl nicht so furchtbar
kritisch. Ich würde es aus Sicherheitsgründen (einfach damit man sich
nicht mal was vorwerfen muss) wenn sehr alte oder sehr junge Personen
im Haus wohnen.

Was den Kessel angeht: Einfach regelmässig den Kessel kontrollieren,
man sieht ja dann, ob er anfängt zu rosten. Das Gleiche gilt für den
Schornstein.  100°C Abgastemperatur scheint mir aber sehr wenig zu sein
für so einen alten Kessel.

Ansonsten kann man mit so einer Regelung wirklich eine Menge sparen,
wobei bei mir auch die Raumtemperaturerfassung das Meiste gebracht hat.
Dadurch kann der Kessel wesentlich häufiger komplett aus bleiben. Gerade
in der Übergangszeit läuft der teilweise nur eine Stunde morgends (für
Warmwasser und Aufheizen) und bleibt dann den ganzen Tag aus, weil
Sonne, Kochen etc. die Bude warm genug halten. Gerade der Einfluss der
Sonne, aber auch von Besuch (bis zu 4 Erwachsene plus 4-6 Kinder) ist
extrem und ist mit einer simplen aussentemperaturgeführten Steuerung
nicht zu erfassen.

Gruss
Axel

Autor: Martin Thomas (Gast)
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Warmwasserererwärmung wird bei kommerziellen Regelungen meist ueber eine
Vorrangschaltung geregelt. Im einfachsten Fall mittels
Zweipunktregelung. Gegeben: Solltemperatur +/- "Hysterese" z.B.
Ausschalttemperatur 57°C, Einschalttemp. 53°C.
- Temperatur im WW-Speicher ermitteln
- Temperatur ueber Ausschalttemperatur
 -> warm genug, nichts zu tun
- Temperatur unter Einschalttemperatur
 -> Zustand Warmwasserbereitung
 -> Heizkreispumpe aus
 -> Speicherladepumpe ein
 -> Kesseltemperaturregelung "hoch" (z.b. 80°C bei konventionellen
    Waermeerzeugern)
 -> "laufen lassen" bis Speichertemperatur ueber Ausschalttemperatur
 -> wechsel zu Zustand Heizbetrieb/Sommerbetrieb
Bei einigen Regelungen ist zu beobachten, dass die Speicherladepumpe
bei abgeschaltetem Waermeerzeuger noch ein paar Minuten weiter laeuft.
Grund dafuer ist moeglicherweise, dass man bei Waermeerzeugern mit
"traegem" Verhalten (z.B. "Gusskessel") die Ueberhitzung des
Kessels und damit das Ansprechen des STBs verhindern will. Ist vor
allem im Sommerbetrieb vorteilhaft, da keine weitere Waermeanforderung
besteht und die Heizukreispumpe(n) nach der WW-Bereitung nicht
eingeschaltet werden. Kenne nur Regelungen, die mit Waermeerzeugern
geliefert werden und ein paar von Centra und Siemens/L&G. Nie selbst
"angefasst" aber moeglicherweise von Interesse http://www.ta.co.at/

Autor: Axel (Gast)
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" -> "laufen lassen" bis Speichertemperatur ueber
Ausschalttemperatur
 -> wechsel zu Zustand Heizbetrieb/Sommerbetrieb"

Ja, das waren schon zwei Stellen, wo man ein solche Regelung optimieren
kann. Denn da läuft der Brenner länger als nötig.

Bei mir wird der Brenner abgeschaltet, wenn die Kesseltemperatur einen
gewissen Wert über der Wasserabschalttemperatur ist. Dann läuft die
Warmwasserpüumpe noch so lange weiter, bis die Temperaturen beide
gleich sind. Ansonsten liefe der Kessel nämlich bis an den Anschlag.

Ich lasse morgends parallel zur Warmwasserpumpe die Heizpumpe laufen.
Durch die höhere Vorlauftemperatur wird die Bude schneller wieder warm
(oder ich kann den Kessel umgekehrt länger aus lassen) und der Brenner
läuft schön lange komplett durch, wodurch die Anfahrverluste reduziert
werden. Ausserdem trocknet der Kessel und der Schornstein ab.

Gruss
Axel

Autor: Unbekannt Unbekannt (unbekannter)
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> Das wird vor allem bei grossen Speichern
> problematisch, wo nicht genügend Wasser durchläuft (also z. B.
> Solaranlage etc).

Zum einem sind Legionellen völlig überbewertet; in normalen Ein- und
Mehrfamilienhäuser gibt es seit Jahrzehnten in Deutschland keine
Probleme damit. Und das, obwohl bei jeder kommerziellen Regelung, sei
es Buderus, Viessmann oder Vailant, die Legionellen-Schutzschaltung
werkseitig deaktiviert ist und in 99,99% der Fälle auch nicht beim
Kunden aktiviert wird.

Zum anderem ist ein Solarspeicher überhaupt kein Problem, ganz im
Gegenteil, jeder vernüftige Solarspeicher hat einen separater
Brauchwasser Wärmetauscher eingebaut, so dass die Menge des
Trinkwassers im Solarspeicher weit unter 100 Liter beträgt, bei guten
(und teuren) Speichern beträgt die Brauchwassermenge oft unter 20
Liter!


> Ich lasse morgends parallel zur Warmwasserpumpe die
> Heizpumpe laufen.

Richtig, das ist sehr sinnvoll. Das können praktisch alle Buderus oder
Viessmann Regelungen auch.

Nur ist diese Funktion werksseitig im Normalfall deaktiviert. Diese
Funktion nenn sich "Brauchwasservorrang".

Diese Funktion ist aus verschiedenen Gründen deaktiviert: Bei vielen
Kleinanlagen wird auf einen Mischer verzichtet, bei ausgeschaltetem
Brauchwasservorrang besteht die Gefahr dass sich die Kesseltemperatur
zu lange im Taupunkt-Bereich aufhält, und dass die
Brauchwassererwärmung länger dauert und ausserdem noch von der
Witterung abhängig wird.

Wenn der Eigentümmer aber technisches Verständniss hat, kann man den
Brauchwasservorrang deaktivieren.


> Bei einigen Regelungen ist zu beobachten, dass die Speicherladepumpe
> bei abgeschaltetem Waermeerzeuger noch ein paar Minuten weiter
> laeuft.  Grund dafuer ist moeglicherweise, dass man bei
> Waermeerzeugern mit "traegem" Verhalten (z.B. "Gusskessel") die
> Ueberhitzung des Kessels und damit das Ansprechen des STBs
> verhindern will.

Richtig. Ausserdem soll die Restwärme im Heizkessel nicht zum Kamin
raus, sondern noch ins Brauchwasser rein.

Zumindest bei Buderus-Regelungen kann man die Nachladezeit auch
konfigurieren. Aber natürlich nicht über die normale Bedienebene,
sondern über die "Service-Ebene" oder wie sie das nun nennen. Früher
gab's dafür DIP-Schalter auf den Regelungsmodulen. Bei den heutigen
digitalen geht das auch übers Menu.

Aber auch hier gilt: Man muss sich schon etwas mit der Materie
beschäftigen und wissen was man tut. Die werkseitigen Einstellungen der
Regelungen hat einen bestimmten Grund, die Hersteller wissen da sehr
genau, aus der täglichen Praxis, was für 95% der Kunden der beste
Komprommis ist.

Autor: Holger B. (Gast)
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Hallo,

ich habe mal die Funktion der  Heizungssteuerung als grafischen
Funktionsplan angehängt.
Hier habe ich nun auch die Warmwassererwärmung mit Vorrangschaltung und
Nachlaufzeit realisiert.
Ausserdem ist eine Partytaste dazu gekommen.

Der Vorteil am Funktionsplan ist, dass auch jemand ohne
Programmierkenntnisse schnell die Funktion überblicken kann und auch
die Steuerung an seine Bedürfnisse anpassen kann (mit EAGLE).
Der Funktionsplan wird dann in eine MicroSPS geladen (z.B. eine
AVR-Ctrl, wie in der hier beschriebenen Steuerung) oder in eine
SPS-Ctrl.
Mehr Infos zur MicroSPS:
http://www.microsps.com

Gruss,
Holger

Autor: Tommy (Gast)
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Hallo Holger,

ich habe mir mal das Microsps-Projekt näher angeschaut ...
Aber wie soll die Heizungssteuerung auf einer AVR-CTRL laufen? Die
scheint ja in letzter Zeit eher nicht für das Projekt weiterentwickelt
worden zu sein, oder sehe ich das falsch?
Die Funktionen für deine Heizungssteuerung gibt es für eine AVR CTRL
doch gar nicht

Ansonsten sieht das mit EAGLE ja ganz nett aus, wenn man aber C
programmeiren kann, wird man das wohl kaum verwenden.

Autor: Axel (Gast)
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Holger,

wenn Du die Raumtemperatur nicht mit nutzt, ist das Ganze für die
Tonne.  Denn diese Regelung macht nichts anderes als die billigste
Standardregelung.

Gruss
Axel

Autor: Holger B. (Gast)
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Hallo

@Tommy
Es wird demnächst auch wieder eine aktuelle Version für die AVR-Ctrl
geben.
Ich würde nicht pauschal sagen, dass jemand, der C programmieren kann,
auch C hier nutzen muss oder sollte. Mit dem Funktionsplan hat man auf
jeden Fall mehr Übersicht und kann Änderungen schneller durchführen.
Ausserdem entwickeln wir einen Web-Schnittstelle für die MicroSPS, mit
der die Bedienung über Ethernet und Internet dann möglich sein wird.

@Axel
Welchen Raum hättest Du denn gerne für Deine Regelung erfasst?
Flur, Küche, Heizraum, Kleiderschrank?
Die einzelnen Räume werden doch schon durch die Heizungsthermostate
geregelt.
Mache doch mal einen konstruktiven Vorschlag, ansonsten ist Dein
Beitrag zu diesem Thema auch "für die Tonne"

Gruss,
Holger

Autor: Uwe (Gast)
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ist ja schon eine Weile her, daß hier geposted wurde...

Gibts was neues?

Übrigends - Statt Raumtemperatur wäre auch die Rücklauftemperatur bzw. 
Delta Vorlauf/Rücklauf ein gutes Indiz, wie viel Wärme benötigt wird...

(erfasst auch Fremdwärem (Holzofen/Sonneninstrahlung)

Uwe

Autor: Tubie (Gast)
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> Übrigends - Statt Raumtemperatur wäre auch die Rücklauftemperatur bzw.
> Delta Vorlauf/Rücklauf ein gutes Indiz, wie viel Wärme benötigt wird...


Wie soll denn das Funktionieren? Ich habe in Meiner Steuerung noch den 
Volumenstrom mit hinzugenommen. Ohne den geht es sicherlich nicht, den 
Wärmebedarf abzulesen.

Gruß,
Tubie

Autor: Tubie (Gast)
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Tausche Wärmebedarf gegen Wärmelast

Autor: Olsche (Gast)
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hallo

ich habe meinen kaminofen ins heizungsystem eingebunden und benötige nun 
etwas hilfe was die sachen elektronik und steuerung angeht. wer kann mir 
helfen???

grobe richtung : es geht darum das wenn mein kaminofen an ist sich die 
therme ausstellt und ein dreiwegeventil (welches sich in der therme 
befindet) so gestellt wird als solle die therme brauchwasser erwärmen. 
wenn der kaminofen aus ist sol die heizung wider an gehen und das 
3wegeventil wieder auf heizkreis umschalten

wer kann mir helfen ic

Autor: Olsche (Gast)
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weiter infos oder kontakt unter olschewskifrank@web.de


danke

Autor: Nitram L. (nitram)
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Olsche schrieb:
> hallo
>
> ich habe meinen kaminofen ins heizungsystem eingebunden und benötige nun
> etwas hilfe was die sachen elektronik und steuerung angeht. wer kann mir
> helfen???
>
> grobe richtung : es geht darum das wenn mein kaminofen an ist sich die
> therme ausstellt und ein dreiwegeventil (welches sich in der therme
> befindet) so gestellt wird als solle die therme brauchwasser erwärmen.
> wenn der kaminofen aus ist sol die heizung wider an gehen und das
> 3wegeventil wieder auf heizkreis umschalten
>
> wer kann mir helfen ic

In Zeiten der Kriese wird nicht nur an der Groß-/Kleinschreibung 
gespart, sondern auch noch an den Satzzeichen...

Wo soll das noch hinführen?

nitraM

Autor: Olsche (Gast)
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tach

wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten!!!
:-)))

Autor: oszi40 (Gast)
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1.Rechtschreibfehler erzeugen wenig Wärme. Deshalb kein Bedarf.

> wenn der kaminofen aus ist sol die heizung wider an gehen und das
> 3wegeventil wieder auf heizkreis umschalten...

2.Dann unterbrich den Strom zur rechten Zeit am rechten Ort.
3.Wieviel Geld spart Deine Shift-Taste ?

Autor: Olsche (Gast)
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hallo

ok dann denke ich bekomme ich das hin das die therme den heizkreis 
abschaltet.
kann mir denn irgend jemand noch einen tipp geben wie ich es schaffe das 
sich dann das  3 wegeventil umstellt auf brauchwassererwärmung???

mfg
olschewski

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Das Dreiwegeventil schaltet auf Verbindung A-AB, wenn Spannung anliegt 
(braucht 6 Sekunden dafür). Fällt die Spannung weg, wird wieder auf B-AB 
umgeschaltet (6 Sekunden). ACHTUNG A-AB/B-AB kann auch umgekehrt sein!

Du willst also folgendes:

Kamin ein -> Therme aus / Ventil auf Brauchwassererwärmung.
Kamin aus -> Therme ein / Ventil auf Heizkreis

Dein Kamin müsste jetzt ein Steuersignal liefern, welches diese 
Schaltvorgänge auslöst, also im einfachsten Fall ein Relais schaltet.

Kamin "ein" sollte also die Stromzufuhr für die Therme ausschalten.
Versorgst Du parallel dazu auch das Dreiwegeventil, so müsste die 
Ventilstellung B-AB (stromlos) die Stellung für die 
Brauchwassererwärmung sein; A-AB die Stellung für den Heizkreis.

Zum Theme Energieersparnis:
Was ist der häufigste Schaltzustand? Sprich, welche Stellung des Ventils 
herrscht zeitlich vor? Dies sollte auch die stromlose Ventilstellung 
sein.
Denn das Ventil verbrät 6W solange es in Stellung A-AB (siehe oben) 
steht.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Ich sehe gerade, dass das Ventil zwei Versorgungsspannungen hat. Eine 
für das Aufdrehen und eine für das Zudrehen (es darf nur eine zur Zeit 
anliegen).
Es schaltet den Motor aus, wenn es seine Endstellung erreicht hat.

Autor: Calogero Digangi (Firma: swissgrd.va) (cdg)
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Martin L. schrieb:

> In Zeiten der Kriese wird nicht nur an der Groß-/Kleinschreibung
> gespart, sondern auch noch an den Satzzeichen...
>
> Wo soll das noch hinführen?
>
> nitraM

Ja Martin, an die eigene Nase fassen.
Wird die Krise größer wenn man die mit ie schreibt ?

cdg

Autor: Griesenbekämpfer (Gast)
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Größer wird sie nicht, aber länger.

Autor: Olsche (Gast)
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allo
alternativ möchte ich gerne eure meinung hören:
wie gasagt das system funktioniert ja recht gut und ziel ist es ja das 
die therme so wenig wie möglich anspringt um gas zu sparen.
ich habe jezt die ganze sache paralel zum normalen heizbetrieb laufen
das heißt: die therme läuft ganz normal als wäre sie alleine 
verantwortlich für die erwärmung der heizkörper. wenn ich dann meinen 
kaminofen anfeuere und der auch gut am glühen ist springt eine weitere 
pumpe die temperatugesteuert ist an bei erreichen von 45grad im 
wärmetauscher. sie entzieht aus dem rücklauf der therme und speist in 
den vorlauf der therme ein. da aber die pumpe in der therme ständig 
läuft (drehzahlgesteuert mal langsamer mal schneller) vermischt sich das 
erweärmte wasser aus dem tauscher mit dem heizungswasser
was meint ihr reicht das vieleicht schon aus um gas zu sparen?? die 
erzeugte wärme wird ja ins system eingespeist und alles was die pumpe 
aus dem normalen heizkreis rauszieht muss die therme ja nicht erwärmen.
allerdings wenn ich es schaffe die oben genannte steuerung hin zu 
bekommen dann bin ich gewiss das nur der kaminofen meine heizkörper 
erwärmt.
was meint ihr????

mfg

Autor: Route_66 (Gast)
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@Olsche
Wer nicht richtig schreiben kann, soll frieren!

Autor: Peter Roth (gelb)
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Ab und zu ein Komma im Text könnte auch nicht schaden. Ich habe nach 2 
Sätzen aufgehört zu lesen. Wer so unleserlich schreibt, will keine 
Unterstützung.

Grüße, Peter

Autor: Olsche (Gast)
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man man man was ist das nur für ein verhalten von euch???
ich bin der deutschen sprache/rechtsreibung nicht mächtig was macht das 
denn aus?

ich suche mir dann woanders hilfe.
dumm ist der der dummes tut/sagt/schreibt

Autor: Thilo M. (Gast)
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Du solltest in den Heizkreisrücklauf (vor der Therme) einen 
Plattenwärmetauscher setzen, dessen Primärseite vom Kaminofen gespeist 
wird.
Ist der Rücklauf (zur Therme) warm, dann wird sie nicht mehr anspringen.
Du musst nur dafür sorgen, dass die Pumpe der Therme weiterläuft.
Damit hast du auch ohne weitere Eingriffe die Brauchwassererwärmung per 
Kaminofen sichergestellt.

Und denk' an die Sicherheitsvorschriften bei Wärmetauschern in 
Kaminöfen!
;)

Autor: Olsche (Gast)
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hallo


ok das wäre eine möglichkeit aber dann habe ich das problem das ich 
quasi ein eigenes heizsystem habe und ich sämtliche 
sicherheitsrelevanten sachen doppelt benötige (ausdehnungsgefäß ect.)
so wie ich es nun angeschlossen habe nutze ich ja alle sicherheitssytem 
der therme automatisch mit.

ich werde es mir aber einmal genauer betrachten und nochmal überdenken

danke

ich entschuldige mich son einmal im vorraus über die rechtschreibfehler

Autor: Mark (Gast)
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Hallo zusammen.

auch ich bin begeistert von dem Projekt und habe eine Steuerung gebaut. 
Ein Bild ist in der Anlage. Da ich ein bisschen Strom im Blut habe ;-) 
konnte ich die Hardware ganz gut umsetzen. Jetzt wo ich die Steuerung 
seit ~ Oktober 2009 im Einsatz habe, sind mir 2 Punkte bei der Software 
aufgefallen. Ich haben den ATMEGA32 eingesetzt und die bereits 
kompilierte Datei aufgespielt. Wie man in der Anlage sieht, werden 
negative Temperaturen als 0 aufgezeichnet. Ich meine auch zu erkennen, 
dass der Verbrauch über 30% nicht korrekt dargestellt wird. (Am 
kältesten Zeitpunkt war es bei uns in der Eifel -20°!)  Es ist nicht 
lebenswichtig, würde es aber noch etwas schöner machen :-) Das 
I-Tüpfelchen wäre noch ein Referenzraum besser gesagt dessen Temperatur.

Also, vielleicht könnte einer der Softwarefüchse einmal danach sehen 
oder hat dies bereits getan?

Ich wäre auch bereit mich mit einer Hardware zu beteiligen. ;-)

Schönen Abend noch.

Mark

Autor: Ausrufer (Gast)
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Beachtlich, was es 1899 schon gab!

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Ausrufer schrieb:
> Beachtlich, was es 1899 schon gab!

Die TSG Hoffenheim!;-)

Autor: Heizer (Gast)
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Ehrlich gesagt, sagt mir die Status.jpg nichts Genaues, die roten und 
grünen Linien sind an manchen Stellen zu widersprüchlich.

Mit welchen weiteren Angaben errechnet sich die Kiste den Verbrauch, 
100% ist die Heizleistung vom Typenschild?
Wenn die Minus-Temperaturen genullt abgebildet werden, erwartete ich 
auch eine falsche Berechnung, tut sie aber nicht, wie die grüne Kurve 
rechts im Dezember zeigt.

Autor: martin (Gast)
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Hallo Leute,
hab die steuerung vor 2 jahren gebaut und an meinen pelletsbrenner 
angeschlossen, der leider  nur die kesseltemperatur halten konnte.
einsparung ca. 20%

will jetzt die software und hardware erweitern.
grösseres display.
mehr sensoren.
handy-alarm.

wer von euch hat schon erfolgreich die sofware verändert?
der ursprüngliche compiler kostet 150,-
hat schon jemand die sourcen auf einen freien compiler angepasst?

Autor: Peter Elsen (Gast)
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Sehr geehrte Damen und Herren,

beigefügt finden Sie u.a eine von der Laufpause (Außentemperatur) einer 
Heizquelle geführte Taktung einer Heizkreispumpe. Dabei ist die 
Zeitdauer bis zum "Erstlaufpuls" gleich der Zeit der vorangegangenen 
Pause. Meine Wärmepumüpe (Heiznennleistung 8,50kW)wurde 2011 erfolgreich 
nachgerüstet. Die Schaltlogik babe ich selbst entwickelt und an einen 
Standard Logikbaustein (4TE) übertragen. Der Einsatz in einer 
Ölheizungsanlage ist vorgesehen.

Viele Grüße

Peter Elsen, Elektroingenieur

Autor: Flühlingslolle (Gast)
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@Peter
Schöne Beschreibung.

Und weiter....?

Gluß Flühlingslolle

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Peter Elsen schrieb:
> Sehr geehrte Damen und Herren,
>
> beigefügt finden Sie u.a eine von der Laufpause (Außentemperatur) einer
> Heizquelle geführte Taktung einer Heizkreispumpe. Dabei ist die
> Zeitdauer bis zum "Erstlaufpuls" gleich der Zeit der vorangegangenen
> Pause. Meine Wärmepumüpe (Heiznennleistung 8,50kW)wurde 2011 erfolgreich
> nachgerüstet. Die Schaltlogik babe ich selbst entwickelt und an einen
> Standard Logikbaustein (4TE) übertragen. Der Einsatz in einer
> Ölheizungsanlage ist vorgesehen.
>
> Viele Grüße
>
> Peter Elsen, Elektroingenieur

"In den Laufpausen der Heizquelle ist die Heizkreispumpe zwecks 
Energieeinsparung abgeschaltet."

Das ist aber ziemlicher Quatsch, wenn man die Zahl der Schaltzyklen 
verringern will.

Das zusätzliche Wasser im Heizkreislauf verlängert die Brennerdauer 
nämlich erheblich.

Gruss
Axel

Autor: Michael L. (michaelx)
Datum:

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Peter Elsen schrieb:
> Sehr geehrte Damen und Herren,
>
> beigefügt finden Sie u.a eine von der Laufpause (Außentemperatur) einer
> Heizquelle geführte Taktung einer Heizkreispumpe.

Hab ich zig mal gelesen, aber es ergibt irgendwie keinen Sinn. Die 
Außentemperatur hat eine Laufpause oder sie ist die Laufpause oder was?

> Dabei ist die
> Zeitdauer bis zum "Erstlaufpuls" gleich der Zeit der vorangegangenen
> Pause. Meine Wärmepumüpe (Heiznennleistung 8,50kW)wurde 2011 erfolgreich
> nachgerüstet.

Aha. Ja ... ???? ... schön, dass das Nachrüsten erfolgreich war. Hatte 
es auch irgendein Ergebnis?

> Die Schaltlogik babe ich selbst entwickelt und an einen
> Standard Logikbaustein (4TE) übertragen.

Hm. Ein Standard-Logikbaustein wäre für mich z.B. ein 47HC00, und 4TE 
die Breite einer Baugruppe in einem Elektroverteiler oder 
Baugruppenträger. Irgendwie fehlt da der logische Zusammenhang.

> Der Einsatz in einer
> Ölheizungsanlage ist vorgesehen.
>
> Viele Grüße
>
> Peter Elsen, Elektroingenieur

Sorry, aber ich finde, dass was schreibst ist zeimliches Geschwurbel, 
nicht sehr ingenieursmäßig. Dazu noch eine DOCX-Datei statt eines PDF 
anzubieten, verbessert den lausigen "Beitrag" auch nicht gerade, im 
Gegenteil.

Was wolltest du uns eigentlich mitteilen? Oder wolltest du hier nur 
bissel Werbung für "was auch immer" machen?

:-/

PS: Da war ja der unsägliche Marko Kusch noch besser, der mit 
Zeta-Potential und depolatisiertem Strom Wasser aus Kellerwänden 
vertreiben wollte.

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter Elsen (Gast)
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Hallo Axel Laufenberg,

die laufpausengeführte,bedarfsorientierte Taktung der Heizkreispumpe,
senkt den Bedarf an Elektroenergie etwa um die Hälfte, verhindert den 
Wärmerücktransport zum Kessel und die Auskühlung des Heizwassers durch 
den "Kamineffekt".Die ebenfalls laufpausengeführte dynamische 
Schalthysterese,in Verbindung mit der größeren Masse an Heizkreiswasser, 
vermindert die Anzahl an Schaltzyklen entscheident. Näheres bitte der 
erstellten "Kurzfassung" entnehmen.

Peter Elsen, Elektroingenieur

Autor: wolle g. (wolleg)
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@ Elektroingenieur Peter Elsen
Einen tieferen Sinn kann man in dem beigefügten Artikel schwer erkennen.
Das Wichtigste wären  konkrete Zahlen zum Energieverbrauch gewesen.
Peter Elsen schrieb:
> bedarfsorientierte Taktung der Heizkreispumpe,
> senkt den Bedarf an Elektroenergie
Das mag schon sein, aber in der Regel wird auch elektrische Energie 
letztendlich in Wärme umgewandelt, die in der Gebäudehülle verbleiben 
sollte. (Elektroenergie ist allerdings teurer als Gas, …)
Die entscheidenden Stellschrauben bei einer Betrachtung des 
Energieverbrauchs sind vor allem der Wirkungsgrad des Wärmeerzeugers und 
die nicht nutzbaren Wärmeverluste, wenn man mal das Nutzerverhalten 
außen vor lässt.

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
Datum:

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Peter Elsen schrieb:
> Hallo Axel Laufenberg,
>
> die laufpausengeführte,bedarfsorientierte Taktung der Heizkreispumpe,
> senkt den Bedarf an Elektroenergie etwa um die Hälfte,
Naja, wenn man so unwichtige Beiträg wie Ölvorwärmung und Gebläse 
vernachlässigt, mag das sein. Man wird damit allenfalls den Verbrauch an 
Strom für die Umwälzpumpe reduzieren, aber auch nicht um die Hälfte.

> verhindert den
> Wärmerücktransport zum Kessel
Und wozu soll das gut sein ?

> und die Auskühlung des Heizwassers durch
> den "Kamineffekt".
Nun ja, dafür gibt es Klappen. Ansonsten führt diese Steuerung zu 
verkürzten Brennerlaufzeiten und vermehrtem Takten. Gerade bei kleinen 
Kesseln ist das ziemlicher Quatsch, weil die sehr schnell aufheizen.

> Die ebenfalls laufpausengeführte dynamische
> Schalthysterese,in Verbindung mit der größeren Masse an Heizkreiswasser,
> vermindert die Anzahl an Schaltzyklen entscheident.
Welche grössere Masse an Heizkreiswasser ? Durch das Abschalten der 
Pumpe beim Brennerlauf reduziert man die Menge an wirksamem 
Heizkreiswasser erheblich.

> Näheres bitte der
> erstellten "Kurzfassung" entnehmen.
>
> Peter Elsen, Elektroingenieur

Sorry, da muss ich mich den Vorpostern anschliessen, ein übles 
unverständliches Geschwurbel in einem unüblichen Format.

Gruss
Axel

Autor: Peter Elsen (Gast)
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Hallo Axel Laufenberg,
ich bin kein Schriftgelehrter, möglicherweise kam ich deshalb nicht 
richtig rüber. In einer KURZFASSUNG ist es wegen der notwendigen 
Verdichtung auch schwierig. Achten Sie weniger auf das "FORMAT" als auf 
die Substanz. Also noch e i n m a l:

 Wenn die Lauf- und Pausenzeiten (Schaltzyklen) einer nichtmodulierenden 
Heizquelle bei unterschiedlichen Außentemperaturen minimiert werden 
sollen, kann dies nur mit Hilfe einer "dynamischen Schalthysterese" 
erfolgen. Hierzu ist die Spreizung z. B. an die Außentemperatur, 
Heizenergieverluste oder Auskühlungsdauer des Heizwassers zu koppeln. 
Kennen Sie eine alternative Option?
 Wenn die mit zunehmender Außentemperatur zunehmende Leerlaufzeit der 
Heizkreispumpe verhindert werden soll, ist die Zeitdauer bis zum 
"Erstlaufpuls" an die Heizkreispumpe ebenfalls zu dynamisieren. Hierzu 
ist die Zeitdauer der jeweils vorangegangenen Stillstandszeit der 
Heizquelle (Auskühlungsdauer des Heizkreiswassers)besonders geeignet.
Zur Problemlösung habe ich am PC eine Schaltlogik entwickelt, an einen 
Standard Logikbaustein übertragen und diesen in meine Wärmepumpe 
(Heiznennleistung 8,50 kW, Baujahr 1998) eingebaut. Die Stromeinsparung 
in der nachfolgenden Heizperiode betrug 834 kWh (nachprüfbar bei SWT 
TRIER.
Diese Schaltlogik habe ich erweitert und beabsichtige den Einbau in eine 
geeignete Ölheizung (Gastherme?).
Vor dem Hintergrund, das viele Ölheizungen in der Nachbarschaft bei +5 
bis +6 °C alle 10 bis 15 Minuten takten (Rauchfahnen über dem Kamin), 
sehe ich ein großes Energieeinspar- und Schadstoffminderungspotential. 
Zur Erinnerung: Bei jedem Kaltstart liegt der mittlere Wirkungsgrad nur 
bei etwa 35% und der Schadstoffausstoß ist extrem hoch. Also runter mit 
der Anzahl an Starts! Befindet sich Ihre Heizkreispumpe im Dauerlauf? 
Beschreiben Sie doch mal Ihre Problemlösung.
Statt Häme,würde ich z i e lführende Anregungen schätzen.

Gruß

Peter Elsen, Elektroingenieur

PS: Natürlich ist die Heizkreispumpe stets synchron mit der Heizquelle 
zu betreiben (pulsierende Wärmeabfuhr), siehe Kurzfassung.
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen (Gruss! Axel).

Autor: Frank (Gast)
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der Sromverbrauch sollten ebenfalls ganz erheblich gesungen sein, durch 
die NAchtabschaltung der therme oder kontrolliertes einschalten am 
Tage..
Es kann sogar sinnvoll sein, die therme für 30 minuten ausgehen zu 
lassen und dann dafür länger wieder am Stück aufheizen zu lassen mit 
möglichst niedriger Vorlauftemperatur natürlich.
Nichts anderes machen moderne Thermen heutzutage,a ußer das die noch die 
Abwärme besser nutzen und so kleinigkeiten

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Eine Wärmepumpe ist was ganz anderes als ein Ölkessel. Meine Wärmepumpe 
hat einen Wasserinhalt von max. einem Liter, dazu kommt, dass die 
Heizkreispumpe wesentlich stärker sein muss, um die Spreizung zu 
reduzieren. Hier macht es durchaus Sinn, die Heizkreispumpe 
abzuschalten, das Wiedereinschalten mache ich über die Raumtemperatur.

Mein Ölkessel hat einen Wasserinhalt von 90l zuzüglich ca. 100 Kg Stahl. 
Ausserdem läuft die Heizkreispumpe mit wesentlich weniger Leistung. Hier 
in Brennerpausen die Heizkreispumpe abzuschalten führt im Extremfall 
dazu, dass man die im Kessel gespeicherte Wärme in den Keller abgibt 
statt in die Wohnung.

Gruss
Axel

Autor: Udo Schmitt (urschmitt)
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Warum muss man eigentlich die Netiquette völlig ignorieren und:
Einen völlig anderen uralten Thread kapern
DOCX Dokumente statt pdf oder text benutzen.

Wenn der Inhalt genauso gut wie das Verhalten hier im Forum ist, dann 
ist es gut, dass ich es nicht gelesen habe!

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