Forum: Offtopic Dialog übernimmt Atmel [Update: Nein, Microchip übernimmt Atmel]


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Michael J. (jogibaer)


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von A. K. (prx)


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Schwulian Maria Tatütata schrieb im Beitrag #4279834:
> Vieleicht werden die AVRs abgekündigt und Moby muss einen neuen
> Assembler lernen

Leider unwahrscheinlich, da auf den ersten Blick wenig Überschneidung 
der Produktlinien erkennbar ist.

von Lothar (Gast)


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von Jemin K. (jkam)


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An die Kredite kommen sie im Moment ja leicht ran, aber das wird sich in 
Zukunft als Gift erweisen, denn mit der lausigen Umsatzrendite von Atmel 
werden sie das Geld nie reinbekommen. Das wird sich ganz böse auf 
Investitionen und Personalentwicklung auswirken. Gewinnen tun nur die, 
die jetzt Cash auf die Kralle bekommen. Also Aktionäre und Vorstände.

von A. K. (prx)


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Jemin K. schrieb:
> An die Kredite kommen sie im Moment ja leicht ran, aber das wird sich in
> Zukunft als Gift erweisen, denn mit der lausigen Umsatzrendite von Atmel
> werden sie das Geld nie reinbekommen

"Das Tecdax-Unternehmen mit Hauptsitz im englischen Reading bei London 
verspricht sich von der Übernahme jährliche Kosteneinsparungen von 150 
Millionen Dollar.

> Gewinnen tun nur die,
> die jetzt Cash auf die Kralle bekommen. Also Aktionäre und Vorstände.

Über die Hälfte davon nicht in Cash sondern in Dialog-Aktien. Wenns so 
kommt wie du unkst, dann war das für die ein ganz schlechtes Geschäft.

von Jemin K. (jkam)


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A. K. schrieb:
> "Das Tecdax-Unternehmen mit Hauptsitz im englischen Reading bei London
> verspricht sich von der Übernahme jährliche Kosteneinsparungen von 150
> Millionen Dollar.

Na irgendeine Erklärung brauchen sie ja. Aber selbst da,, dauert es über 
10 Jahre bis das Geld wieder rein ist. Und wieviel Geld sie durch die 
Übernahme auch nur in 5 Jahren sparen ist jetzt unabsehbar.

A. K. schrieb:
> Über die Hälfte davon nicht in Cash sondern in Dialog-Aktien. Wenns so
> kommt wie du unkst, dann war das für die ein ganz schlechtes Geschäft.

Wieso? Die Aktien steigen doch. Man muss sie nur dem nächsten Dummen 
andrehen, bevor der Schwindel auffliegt.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Komische Rechnung, versprechen sich 150 Mio per anno Einsparungen (an 
schöngerechneten "Synergieerwartungen" hat sich schon mancher ein blaues 
Auge geholt), wollen aber 4,6Mrd zahlen?? Man denkt wohl langfristig :-)

Ich habe etliche Atmel-Aktien, seit 2005 (für 1,70 gekauft). Kein riesig 
gutes Geschäft, aber ok.

Eigentlich habe ich die nur noch, weil vor Einführung der 
Kapitalertragssteuer erworben und damit Gewinne steuerfrei. Es wird 
interessant, wie das mit den eingetauschten Dialog-Aktien gehandhabt 
wird. Ich denke auch, dass sich Dialog an dem Preis verhebt.

von A. K. (prx)


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Jemin K. schrieb:
> Na irgendeine Erklärung brauchen sie ja.

Atmel wird sich kaum denen angedient haben, mit trauriger Stimme und 
Stories über schwierige Kindheit etc. Soll heissen: Dialog verspricht 
sich wirklich was davon, sonst hätten die das nicht gemacht.

Der Zeitpunkt hat natürlich mit der Kreditfinanzierung zu tun. Es ist 
kein Zufall, dass derzeit viel übernommen und fusioniert wird. Das Geld 
dafür gibts immerhin fast umsonst, Trendwende nicht absehbar (siehe Fed 
Entscheidung grad erst).

Es ist auch nicht jede Übernahme ein schlechtes Geschäft. Aber jene, die 
es sind, sind auffälliger.

> bevor der Schwindel auffliegt.

Bei Facebook ist der bis heute noch nicht aufgeflogen. ;-)

von A. K. (prx)


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H.Joachim S. schrieb:
> Ich habe etliche Atmel-Aktien, seit 2005 (für 1,70 gekauft). Kein riesig
> gutes Geschäft, aber ok.

Kursentwicklung auf circa 600% in 10 Jahren?
Was wäre für dich denn ein wirklich gutes Geschäft?

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Naja, ich nehme erstmal nur die baren 4,65$ (4,10€) als echten Wert, da 
sind es nur 240%. Klingt auch nicht schlecht, aber man darf nicht 
vergessen, dass man ab und zu auch danebengreift. Sei es die Aktie 
selbst, falscher Zeitpunkt des Kaufs, falscher Zeitpunkt des Verkaufs. 
Ist nunmal kein Sparbuch.
Wie die Börse reagiert, wird sich morgen früh zeigen. Ich nehme an, 
Dialog wird in den Keller rauschen. Erstaunlicherweise ist Atmel am 
Freitag um 10% gefallen, da waren wohl wieder Insider am Werk... 
Eigentlich hätte der Wert ja in die Nähe des Übernahmeangebots (um die 
9€) gehen müssen. Aber offensichtlich wird den in Zahlung gegebenen 
Dialog-Aktien nicht so sehr viel zugetraut.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Nun doch wie aus dem Lehrbuch.

von Mark B. (markbrandis)


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Wow, der Einbruch bei Dialog ist echt heftig. :-(

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von H.Joachim S. (crazyhorse)


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von Johannes O. (jojo_2)


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Bin gespannt wohin das führen wird. Hoffentlich gibts keine Einschnitte 
beim Sortiment... Andererseits könnte es auch zu neuen interessanten 
Mikrocontrollern führen, Dialog hat ja einige interessante Dinge...

Aktie von Dialog stürzt grad aber ziemlich ab (-23%)... omg...

von Paul B. (paul_baumann)


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Ich glaube, ich fülle meine Schaltkreiskiste schnell noch mal nach, 
bevor Feierabend ist.

Johannes O. schrieb:
> Aktie von Dialog stürzt grad aber ziemlich ab (-23%)... omg...

Mark B. schrieb:
> ow, der Einbruch bei Dialog ist echt heftig. :-(

Na, ihr habt wohl Aktien davon? Na dann..
Wer mit dem Teufel speisen will, braucht einen langen Löffel.

MfG Paul

von Michael B. (laberkopp)


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Dialog hat gar kein Geld für den Kauf, sondern nimmt Kredit auf.
Die Gesamtfirma muss in Zukunft also die Kreditzinsen bezahlen, das 
verschlechtert die Finanzlage drastisch. Während in wirtschaftlich 
prosperierenden Zeiten eventuell dir Kreditlast gezahlt werden kann, ist 
es in wirtschaftliche mauen Zeiten damit Essig. So ein Unternehmen ist 
dem Untergang geweiht, ebenso wie überschuldete Staaten. Aber seit der 
Finanzkriese wurde NICHTS gelernt, ausser daß die Schuldigen Dummköpfe 
straffrei rauskommen.

von Mark B. (markbrandis)


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Michael B. schrieb:
> Dialog hat gar kein Geld für den Kauf

Falsch.

> sondern nimmt Kredit auf.

Nur halb richtig.

> Die Gesamtfirma muss in Zukunft also die Kreditzinsen bezahlen, das
> verschlechtert die Finanzlage drastisch.

Falsch. Schulden mindern auch die Steuerlast. Zudem sind die Zinsen auf 
einem historisch niedrigen Niveau.

> Während in wirtschaftlich
> prosperierenden Zeiten eventuell dir Kreditlast gezahlt werden kann, ist
> es in wirtschaftliche mauen Zeiten damit Essig. So ein Unternehmen ist
> dem Untergang geweiht, ebenso wie überschuldete Staaten. Aber seit der
> Finanzkriese wurde NICHTS gelernt, ausser daß die Schuldigen Dummköpfe
> straffrei rauskommen.

Wenn man mal dezent übersieht, dass Dialog Semiconductor seit mindestens 
2008 Gewinne erzielt.

http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Dialog_Semiconductor

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von Mark B. (markbrandis)


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Paul B. schrieb:
> Na, ihr habt wohl Aktien davon?

Ja. Die sind jetzt leider nur noch 140 Prozent im Plus. ;-)

Paul B. schrieb:
> Wer mit dem Teufel speisen will, braucht einen langen Löffel.

Es hat nichts mit dem Teufel zu tun, wenn man in Unternehmen investiert. 
Das kapieren viele Deutsche leider nicht. Die Amis sind in dem Punkt 
etwas schlauer.

: Bearbeitet durch User
von Mark B. (markbrandis)


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Mark B. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Dialog hat gar kein Geld für den Kauf
>
> Falsch.
>
>> sondern nimmt Kredit auf.
>
> Nur halb richtig.

Ein Teil des Kaufpreises wird bar auf den Tisch gelegt, der andere Teil 
wird in eigenen Aktien bezahlt.

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Kaufpreis-schreckt-ab-Dialog-Semiconductor-uebernimmt-Atmel-Aktie-bricht-25-ein-4524639

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von Michael K. (Gast)


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Dialog hat schon Sitel gekauft.
Seitdem wird sogar der Versuch wenigstens die Datenblätter zu bekommen 
und sich die Mindermengen selbst zu besorgen abschlägig beschieden, ob 
mit oder ohne NDA.
Nein, kein Kommentar, keine weitere Kommunikation.
Keine 5Mio Stück Abnehmen und dann Datenblätter haben wollen. Pah !
Leider scheint dieses Gebaren recht gewinnträchtig zu sein.

Bin mal gespannt ob die sich mit dem Gedanken anfreunden können das 
Atmel im Hobby Bereich sehr beliebt ist oder ob das denen vollkommen 
schnurz ist.

Michael B. schrieb:
> Dialog hat gar kein Geld für den Kauf

Am schönsten finde ich in so einem Fall die Konstruktion eine Firma auf 
Pump zu kaufen und diese dann den Kredit aufnehmen zu lassen um ihren 
eigenen Kauf zu finanzieren + Fantastillionen für 'Managementgebühren'.
Dann zerteilen, verhökern und den überschuldeten Rest in die Insolvenz 
schicken.
Wer braucht denn heute noch eigenes Geld um was zu kaufen ?

Microsoft hat das nur nicht verstanden.
Die kaufen ständig wahnwitzig teure Unternehmen und machen die dann in 
Windeseile vollkommen wertlos.
Schneller würde das auch nicht gehen wenn man das mutwillig machen 
würde.

von Timm T. (Gast)


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H.Joachim S. schrieb:
> Noch kein Ende in Sicht...

Kann es sein, daß Dialog die Chips produziert, die VW in seinen 
Steuergeräten verbaut? Die Kurven sehen heute so ähnlich aus...

von Paul B. (paul_baumann)


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>> Na, ihr habt wohl Aktien davon?
Mark B. schrieb:
> Ja. Die sind jetzt leider nur noch 140 Prozent im Plus. ;-)

Ach guck an! Deshalb hast Du im Beitrag oben auch das :-( Emoticon 
benutzt, weil Dich der Verlust so wenig schmerzt.


>> Wer mit dem Teufel speisen will, braucht einen langen Löffel.
Mark B. schrieb:
> Es hat nichts mit dem Teufel zu tun, wenn man in Unternehmen investiert.
> Das kapieren viele Deutsche leider nicht. Die Amis sind in dem Punkt
> etwas schlauer.

Du bist ja ein richtiger Fux! (mit X)
Nur leider vergisst Du, daß diese Chose vollkommen unberechenbar ist.
(Siehe aktuell VW)

Mir tut niemand leid, der sich selbst durch so einen Rotz an den 
Bettelstab bringt und dann in diversen Wirtschaftssendungen greint: "Wer 
hätte DAS ahnen können - unsere Altersversorgung ist im Arsch- JAUL!!"

Ist sie. Aber selbst verschuldet!

MfG Paul

von A. K. (prx)


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Paul B. schrieb:
> Nur leider vergisst Du, daß diese Chose vollkommen unberechenbar ist.

Auch andere Anlageformen können sich per Federstrich in Luft auflösen. 
Auch jene, die als sicher gelten. Ist alles eine Frage der Umstände.

Der einzig sichere Weg, kein Geld zu verlieren, ist keines zu haben.

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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Mark B. schrieb:
> Das kapieren viele Deutsche leider nicht.

Auch nicht, dass Unternehmer, die nichts unternehmen, eigentlich hätten 
Beamte werden sollen.

Wenn dann von den Unternehmungen mal was in die Hose geht, dann gehört 
das dazu. Tatsächlich gehen sehr viele Ideen und Aktivitäten in die 
Hose. Die meisten gewerblichen Internet-Sites der letzten 20 Jahre waren 
letztlich ein Fehlschlag. Aber wenn niemand etwas versucht, dann bewegt 
sich nichts.

: Bearbeitet durch User
von Paul B. (paul_baumann)


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A. K. schrieb:
> Auch andere Anlageformen können sich per Federstrich in Luft auflösen.

Sicher. Nur ist das bei Weitem nicht so wahrscheinlich. Aber: Es sind 
die
Habichte, die immer krächzen: "Haben, haben, Rendite haben!" Daß dabei 
die Beschäftigetn der Aktien-Unternehmen die Suppe auslöffeln müssen, 
dami ein paar Gierhälse ihre Dividende erhalten, wird ausgeblendet.
:-((

Wesentlich symphatischer ist mir die "Krautfunding"-Idee. Da sehe ich 
Ideen und teilweise Prototypen vorgestellt, von denen ICH auch annehme, 
daß das ein Renner wird. Auch da kann ich mich täuschen, natürlich. Aber 
ich habe es mit einem, oder zwei Leuten zu tun, nicht mit einer AG, die 
letzten Endes für mich ein grauer Block ist, hinter dessen Fassade ich 
nicht sehen kann und soll.

MfG Paul

von A. K. (prx)


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Paul B. schrieb:
> Sicher. Nur ist das bei Weitem nicht so wahrscheinlich.

Die Bankenkrise schon vergessen? In Island und Zypern war ganz konkret 
ziemlich viel Geld einfach weg. Hätte anderswo auch sein können und 
wurde m.W. auch von einigen hier im Forum eingefordert: Bank pleite, 
Geld weg, Pech gehabt. Hätten die Leut gestreute Aktien statt 
Geldeinlagen gehabt, wär das nicht passiert.

Apropos unwahrscheinlich. Das VW-Debakel galt bisher aber auch als 
unwahrscheinlich. Auch derjenige, der die 280k€ versiebt hat konnte 
einen grossen Verlust mit Recht als sehr unwahrscheinlich ansehen. Das 
ist so lange unwahrscheinlich bis es passiert.

> Wesentlich symphatischer ist mir die "Krautfunding"-Idee. Da sehe ich
> Ideen und teilweise Prototypen vorgestellt, von denen ICH auch annehme,
> daß das ein Renner wird.

Versuch das beispielsweise mal bei Versicherungspolicen statt 
irgendeinem Hardwarekram. Die sind nämlich auch ein Produkt. Bei vielen 
Produkten ist "Krautfunding" (extra für Deutsche??) nicht realistisch 
machbar.

von Timm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Hätten die Leut gestreute Aktien statt
> Geldeinlagen gehabt, wär das nicht passiert.

Ach halt doch die... Ich hatte gestreute Aktien in einem angeblich nicht 
riskanten Fonds mit mäßiger Rendite von 4% oder so. Als sich das 
abzeichnete, meinte der Bank"berater", ich soll das mal noch nicht 
auflösen, das erholt sich schnell, obwohl er wußte, daß ich das Geld 
demnächst brauchen würde.

Ich habs nicht komplett verloren, aber ich hätte es die 8 Jahre vorher 
auch gut unters Kopfkissen legen können, da hätte ich mehr von gehabt. 
Leider hab ich auf die Verbrecher von wegen "ja, was Anderes bekommen 
Sie ja nicht" und "es ist ja sicher" gehört. Seitdem kann ich über "wir 
müssen das Vertrauen der Banken zurückgewinnen" nur abwechselnd lachen 
und kotzen.

von A. K. (prx)


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Timm T. schrieb:
> Ach halt doch die...

Das war nicht als Anlageberatung gemeint. ;-)

Wollte damit nur ausdrücken, dass es mal diese und mal jene erwischt. 
Und man leider immer erst hinterher weiss, was man vorher hätte tun 
sollen.

Beim Aktiencrash heisst es dann "hättest du mal in Immobilien". Wenn 
dann die Immobilienblase platzt hörst "hättest du mal in ..." usw. 
Besonders gut bedient sich dann jene, die systematisch von einem 
"goldenen" Weg in den nächsten stolpern. Also beispielsweise erst den 
Aktiencrash mitmachen und danach den Rest des Geldes in bestimmen 
Immobilienfonds versenken. Von dem was dann übrig bleibt kaufen sie 
Gold, was prompt in den Keller geht...

von Johannes O. (jojo_2)


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Paul B. schrieb:
> Na, ihr habt wohl Aktien davon? Na dann..
> Wer mit dem Teufel speisen will, braucht einen langen Löffel.

Nein hab überhaupt keine Aktien.


Aber da fürchte ich mich eher vor den Auswirkungen auf ATMEL, wenn das 
weiter so bergab geht (ok ist jetzt wohl der erste Schock, das dürfte 
schon wieder werden).


Ansonsten hoffe ich, dass uns die Datenblätter erhalten bleiben. Atmel 
ist da meist recht gut. Bei Dialog sieht da anders aus...

von Michael K. (Gast)


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Viel Rendite = viel Risiko.
Kaufen was die Bank einem sagt = maximales Risiko
Nichts machen = permanente Entwertung

'Frag den Friseur nicht ob du einen Haarschnitt brauchst'
(Warren Buffet)

Zurück zum Thema:
Dialog kauft strategisch dazu um alles aus einer Hand anzubieten.
Atmel passt da sehr gut rein weil die schon Erfahrung mit (Funk)SoCs 
haben und viel MCU know how.
Wenn man sich nur mal zwischen all den unterschiedlichen Familien 
entscheiden würde statt alles in voller Breite mitzuschleppen.

Atmel hat sich die letzten Jahre verzettelt.
Die produzieren immer noch Kram den ausser Bastler keinen mehr kümmert.
Irgendwie eiern die hin und her und alleine von den Arduinos können die 
auch nicht leben.
Die Chips haben ein miserables Preis / Leistungsverhältniss und trotzdem 
machen die keine Gewinne.
Die AVRs sind gut, erprobt und grottenalt, den Xmega habe die selbst 
durch Blödheit ermordet und der SAM reisst mich jetzt auch nicht so vom 
Hocker.
Ein weiterer ARM in einem Meer von guten und günstgen ARMs.

Dialog wäre nicht eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen wenn 
die nach den Zukauf nicht was ändern würden.

Eine Million Bastler macht einfach nicht halb soviel Umsatz wie ein 
großer Automobilhersteller, dafür aber ein vielfaches an Arbeit.

von A. K. (prx)


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Johannes O. schrieb:
> Aber da fürchte ich mich eher vor den Auswirkungen auf ATMEL, wenn das
> weiter so bergab geht

Keine Sorge, einen ATmega8 wirst du sicherlich auch in Zukunft noch 
kriegen. Wenns schlimm kommt wechselt wieder das Logo, aber bestehende 
Produkte werden noch lange bleiben. Von den einstmals populären 8-Bit 
Controllerfamilien fallen mir grad kaum welche ein, die komplett 
abgesoffen wären. Eigentlich nur der Fairchild F8, immerhin einstmals 
Marktführer.

von Johannes O. (jojo_2)


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Michael K. schrieb:
> Atmel hat sich die letzten Jahre verzettelt.

> den Xmega habe die selbst
> durch Blödheit ermordet

Kannst du das genauer erklären? Was wurde beim XMega falsch gemacht?

von Michael K. (Gast)


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Johannes O. schrieb:
> Kannst du das genauer erklären? Was wurde beim XMega falsch gemacht?

Er kam viel zu spät und als er dann kam war der buggy ohne ende.
Ich habe selber Blut und Wasser geschwitzt um trotz des völlig kaputten 
AD Wandlers ohne Hardwareänderung das Projekt fertig zu bekommen.
Ich hatte einen Chip (D Serie) für den es noch nicht mal eine Errata 
gab, da durfte ich selber suchen was denn geht und was nicht.
Manche Register liessen bestimmte Werte nicht zu, warum habe ich nie 
rausgefunden.
Dabei war ich nicht der erste der den gekauft hat, der wurde einfach 
ewig und drei Tage so gebaut.

Der AVR ONE, ein geiles Flaggschiff von Debugger hat einfach merkwürdige 
Aussetzer. Bestimmte Breakpoints werden nie oder selten getriggert 
obwohl das Programm das nachweislich durchläuft.
Ich kann damit für 300€ Dinge machen die ich mit einem STlink für 5€ 
auch machen kann, nur das der STlink immer funktioniert.

Als der Xmega kam war 8bit schon nicht mehr 'in'.
Von unten macht der alte AVR Konkurrrenz und von oben der SAM.
Promotet wird der SAM und selbst beim AVR gibt es noch neue Typen 
anstatt den in Würde sterben zu lassen.

Das AVR Studio 6 ist selbst für Narkoleptiker eine Zumutung, 
unübersichtlich, überfrachtet und will viel mehr sein als es je geworden 
ist.

Da dachte ich, ich schau mir mal den SAM an, aber was beim Xmega 
vorbildlich gelöst wurde war beim SAM dann wieder so wie im letzten 
Jahrtausend. Details habe ich vergessen, aber PWM und Timer waren extrem 
besch.. gelöst im Vergleich zu Xmega.

Wenn ich mich über Datenblätter, Tools und Chips ärgern will kann ich 
das für weniger Geld bei Microchip haben.

Das Konzept des Xmegas ist genial und ich frage mich warum man das nicht 
gleich so gemacht hat. Ich verwende den nur kaum noch weil der entweder 
zu groß und teuer für die Anwendung ist, oder zu klein für die großen 
Anwendungen.

von ATZ (Gast)


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An "Dialog", nie was von gehört: 
http://www.eetimes.com/document.asp?doc_id=1327749&;

von Johannes O. (jojo_2)


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Danke für deine ausführliche Antwort! Ja das Problem mit den Erratas 
hatte ich ebenfalls schon. Gibt immer noch Fehler aus dieser Zeit, die 
sie wohl noch mitschleppen: Irgendein Bug mit den Brown-Out Detector 
Levels haben sie noch im AVR Studio, wo die Spannungen falsch angezeigt 
werden (bei der alten Chiprevision). Da suchst du dann lange, warum der 
Controller nicht mehr läuft... Soll demnächst gefixed werden.

Insgesamt finde ich die Datenblätter aber recht gut. Hab schon mit 
schlimmerem gearbeitet.
Ansonsten setze ich die Atxmegas im Hobbybereich und 
Experimentier/Prototypbereich im Job recht gern ein. Die Rechenpower 
reicht mir aus, AD-Zeugs mach ich mittlerweile eh extern. Da sind 
jeweils die Kosten nicht entscheidend. Langfristig? Würd gern auf was 
umsteigen, wo ich keine Windows VM zum (anständigen) Entwickeln brauche.
Der Weg hin zu Visual Studio überzeugt mich gar nicht. Irgendwo noch 
besser als Eclipse, ansonsten aber extrem träge teils auch buggy.

von Mark B. (markbrandis)


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ATZ schrieb:
> An "Dialog", nie was von gehört:
> http://www.eetimes.com/document.asp?doc_id=1327749&;

Ach je. Jetzt hat ein Moderator diesen Post, mit dem ursprünglich ein 
eigener Thread gestartet worden war, hier drangehängt. Welchen Sinn soll 
das nun bitte haben? Passt vorne und hinten nicht.

von Michael K. (Gast)


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Johannes O. schrieb:
> Soll demnächst gefixed werden.
Höre ich seid wie vielen Jahren ?

> Insgesamt finde ich die Datenblätter aber recht gut. Hab schon mit
> schlimmerem gearbeitet.
Stimmt, aber für Atmel Verhältnisse eine echte Verschlechterung.

> Visual Studio überzeugt mich gar nicht
Ich kenne niemanden der das anders sieht.

Es ist einfach jammerschade, aber nach den AVRs ist da einfach die Luft 
raus gewesen und keine klare Linie mehr zu erkennen.
Jetzt ist es einfach zu spät, da hilft nur noch die nicht laufenden 
Linien radikal zusammenzustreichen.
Dialog wird sich anschauen wer die großen Kunden sind und was die 
wollen, der Rest wird wohl verschwinden.

von Stefan K. (stefan64)


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>> Visual Studio überzeugt mich gar nicht
>Ich kenne niemanden der das anders sieht.

Das Schlimme daran ist, daß das AvrStudio einmal richtig gut war. 
Irgendwann kam dann der Schwenk zu Visual Studio und damit das Chaos.

Gruß, Stefan

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Stefan K. schrieb:
> Das Schlimme daran ist, daß das AvrStudio einmal richtig gut war.

Hmm, naja.  Windows-only zu sein, war schon immer seine hauptsächliche
Stärke ;), der selbst gestrickte Debugger war mittelmäßig bis grottig.
Schieb ihm ja nicht das DWARF eines neueren Compilers unter, darauf
ist er nicht gefasst, dann crasht er – weil man offenbar nicht nach
der DWARF-Spec entwickelt hat, sondern per trial&error.

Aber das wäre wohl Thema für einen separaten Thread …

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Stefan K. schrieb:
> Das Schlimme daran ist, daß das AvrStudio einmal richtig gut war.

Gut? Sagen wir so, es war benutzbar wenn man auf Windows arbeitete.

> Irgendwann kam dann der Schwenk zu Visual Studio und damit das Chaos.

Ja. Irgendwann hat da eine Kindergartentruppe das Sagen bekommen. Das 
völlig vermurkste ASF. Ein von Java nach C++ portiertes 
Komponenten-Framework um den Debugger anzubinden. Nicht zuletzt 
natürlich Visual Studio als Basis.

Ganz typisch, wenn man ein paar Microsoft-Fanboy Jungbullen von der Uni 
holt, die zwar keine praktische Erfahrung, aber ein Gamer-Hirn voll 
Schlagwörtern haben und glauben sie wüssten wie der Hase läuft.

Wenn es keinen Erwachsenen gibt der die beaufsichtigt bauen die sowas 
wie Studio 5 und Nachfolger und das ASF. Natürlich mit einer um zwei 
oder drei Jahren verspäteten ersten Release, voller Bugs, einem Haufen 
gebrochener Versprechen, fehlender Kompatibilität, Anfangs incl. Verstoß 
gegen die GPL und der (soweit ich mich erinnere) 100-fachen Größe und 
Resourceverbrauch des Vorgängerprodukts bei 50% der Funktion.

Natürlich ohne sich einer Schuld bewusst zu sein.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hannes J. schrieb:
> Ganz typisch, wenn man ein paar Microsoft-Fanboy Jungbullen von der Uni
> holt

Könnte man denken.  Wenn man nicht wüsste, dass einer der
hauptsächlichen Entscheidungsträger zum Zeitpunkt dieser Entscheidung
die 50 wohl schon deutlich überschritten gehabt haben dürfte.  Aber
„Microsoft-Fanboy“ dürfte gut zutreffend sein.

von Rudolph R. (rudolph)


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http://www.atmel.com/images/Atmel-Letter-to-Customers.pdf

Was auch immer "Dialog Semicondutor plc" sein soll...

von Falk B. (falk)


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Klingt nach einer Siliziumheuschrecke . . .

Nö.

Aber

"We expect the transaction to close by the end of the first calendar 
quarter of 2016, subject to customary closing conditions and regulatory 
approvals in various jurisdictions, as well as the approval of both 
Dialog and Atmel stockholders."

Der Deal ist noch nicht durch, das KANN auch noch platzen. So wie der 
Deal von Intel und Altera.

Bitte Objektivität wahren, die ist in der heutigen Zeit arg Mangelware.

: Bearbeitet durch User
von Rudolph R. (rudolph)


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Wenn ich mir die Webseite von Dialog so ansehe bin ich sehr skeptisch, 
dass da was raus kommt dem ich was positives abgewinnen kann.
Mist.

von Mac G. (macgyver0815)


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Rudolph R. schrieb:
> Wenn ich mir die Webseite von Dialog so ansehe bin ich sehr skeptisch,


Ja lauter Bilder von lachenden Menschen - aber keine Spur von echten 
Infos wie Datenblättern.
Ob Dialog wohl auch Dialoge mit kleineren Künden führt?
;-)

von Georg A. (georga)


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Dialog scheint wohl recht viel Geschäft mit Apple zu machen. Wenn sich 
Apple da mal anders entscheidet, könnte das ziemliche Nachbeben 
verursachen...

von Michael K. (Gast)


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Mac G. schrieb:
> Ob Dialog wohl auch Dialoge mit kleineren Künden führt?
Ja, es wird Dir über einen Distributor mitgeteilt das Du kein Datasheet 
bekommst. Kein warum, keine Möglichkeit das wie auch immer zu regeln. 
Nein und Ende.
Damit ist Dialog geradezu geschwätzig gegenüber z.B. Realtek, die 
einfach nicht reagieren.
Das völlige ignorieren von Anfragen gehört zum guten Ton bei Herstellern 
und Distributoren.

Es gibt Datasheets von Dialog und Lagerdistris für einige Chips.
Die kann man problemlos kaufen und verwenden, die anderen eben nicht.

Dialog hat schon wirklich gute Chips und Module, von einer Silicon 
Heuschrecke kann also nicht gesprochen werden.
Es ist nur extrem frustrierend vor gefüllten Töpfen zu verhungern weil 
Deine Stückzahlen für Dialog einfach uninteressant sind.
Nach so einer Erfahrung bleibt man natürlich anderen Herstellern treu 
auch wenn die Stückzahlen größer werden, aber das ist Dialog ziemlich 
egal und die Zahlen geben ihnen recht.

von Mark B. (markbrandis)


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Rudolph R. schrieb:
> http://www.atmel.com/images/Atmel-Letter-to-Customers.pdf
>
> Was auch immer "Dialog Semicondutor plc" sein soll...

Den Namen sollte man schon mal gehört haben. Deren Chips stecken in sehr 
vielen Smartphones.

Georg A. schrieb:
> Dialog scheint wohl recht viel Geschäft mit Apple zu machen. Wenn sich
> Apple da mal anders entscheidet, könnte das ziemliche Nachbeben
> verursachen...

Genau aus dem Grund kauft Dialog ja Atmel: Um sich stärker zu 
diversifizieren und die Abhängigkeit von Apple zu verringern.

von Rudolph R. (rudolph)


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Mark B. schrieb:
> Den Namen sollte man schon mal gehört haben. Deren Chips stecken in sehr
> vielen Smartphones.

Na und? Ich baue keine Smartphones.
Das Zeug scheint man nirgendwo kaufen zu können und der Name ist auch 
vergleichsweise dämlich gewählt.

Aber so es aussieht reagieren die Investoren nicht so positiv auf den 
geplanten Kauf, ich drück mir mal die Daumen, dass das noch abgesagt 
wird.

Ansonsten wird es wohl Zeit noch einen Satz Controller zu kaufen.

Und verstärkt nach einer Controller-Familie Ausschau zu halten um die 
AVR zu ersetzen.
Das hat sich nur inzwischen als nicht so einfach erwiesen, gerade das 
kostenlose Atmel-Studio findet man woanders gar nicht erst.
Dazu kommt, dass ich Controller brauche die es auch in Automotive 
Varianten gibt, mit CAN und/oder LIN.

von Markus M. (mmvisual)


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Schon vor einigen Jahren wollte Atmel verkauft werden, wer da schon 
nicht unsicher wurde ist selbst schuld.

Rudolph R. schrieb:
> Und verstärkt nach einer Controller-Familie Ausschau

Ich empfehle Dir auf den wachsenden Markt der Cortexe auf zu springen. 
Dafür gibt es viele kostenlose Studios. Viele Hersteller, und sicher 
auch einige die was für Deine Anforderungen/Wünsche bieten.
Wer µC mit Cortex Kern nutzt ist von der Entwicklungsumgebung her nicht 
Herstellerabhängig.
Ja, sogar Atmel bietet µC mit Cortex-Kern an ;-)

von Rudolph R. (rudolph)


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Markus M. schrieb:
> Ich empfehle Dir auf den wachsenden Markt der Cortexe auf zu springen.

Der Kern an sich ist nicht mehr so mein Haupt-Kriterium, das 
Gesamt-Paket muss passen.

> Dafür gibt es viele kostenlose Studios.

Hmm? Beispiele?
An Java basierterten Frickel-Lösungen auf Eclipse-Basis die nicht 
gepflegt werden und bei denen man sich mehr mit dem Tool als dem 
Controller rumärgert bin ich nicht wirklich interessiert.
Der Support bei Atmel ist da echt gut soweit, auch wenn bei neueren 
Controllern die Tendenz da ist die Anwender durch das AFS schicken zu 
wollen - und das können die gerne behalten.

> Viele Hersteller, und sicher
> auch einige die was für Deine Anforderungen/Wünsche bieten.
> Wer µC mit Cortex Kern nutzt ist von der Entwicklungsumgebung her nicht
> Herstellerabhängig.

Das ist keine Abhängigkeit vom Atmel-Studio, das ginge auch ohne.
Aber eben lange nicht so gut.

> Ja, sogar Atmel bietet µC mit Cortex-Kern an ;-)

Jain, was ich noch vergessen habe aufzuzählen ist das ich was suche mit 
wenig Pins, ein Derivat mit 64 Pins sollte dabei sein, oder gar 48, dazu 
mindestens zwei CANs damit sich der Umstieg lohnt.
Da hat Atmel jetzt die SAM E70/V70 im Sortiment - die sind nur noch ganz 
neu.
Interessant finde ich auch die SAM C21.
Nur einerseits überzeugt mich die Performance der Cortex M0 für 
Steuer-Aufgaben bisher nicht so und andererseits sind die nicht für 
Automotive.
Und ebenso noch sehr neu.

von Markus M. (mmvisual)


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Rudolph R. schrieb:
> Hmm? Beispiele?

Hier um einige zu zeigen:
https://www.mikrocontroller.net/articles/STM32#Programmierung

Die meisten sind nicht auf den STM32 begrenzt.

Und es gibt einige Hersteller die Cortex µC mit Temperaturbereich 
-40..+105°C herstellen. Damit sollte der µC auch tauglich für Automotive 
sein.

: Bearbeitet durch User
von Korbi G. (Firma: Möhrchenzucht) (korbinian_g53)


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Kann es sein, dass da schon die ersten Konsequenzen gezogen wurden?
Ich hatte für den ATmega8-16PU mal 1,60 im Kopf. Mittlerweile 2,45..?

von Moby A. (moby-project) Benutzerseite


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Den neuen Mega88PB gibts 1+ bei Mouser ab 1,44. Da ist an der Preisfront 
noch nix in Bewegung...

von A. K. (prx)


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Korbinian G. schrieb:
> Kann es sein, dass da schon die ersten Konsequenzen gezogen wurden?
> Ich hatte für den ATmega8-16PU mal 1,60 im Kopf. Mittlerweile 2,45..?

Anfänger. Ein richtiger Kapitalist verlangt 750€.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Markus M. schrieb:
> Schon vor einigen Jahren wollte Atmel verkauft werden

Wollte?

Das, was damals im Gespräch war, war eher eine feindliche Übernahme
durch den Konkurrenten Microchip – bei dem, im Gegensatz zu Dialog,
nun nicht nur von „5 % Überdeckung“ im Produktportfolio die Rede
gewesen sein kann.

Korbinian G. schrieb:
> Kann es sein, dass da schon die ersten Konsequenzen gezogen wurden?

Diese Konsequenz ist schon lange gezogen worden: du sollst bitte
nicht mehr den ollen ATmega8 kaufen, dessen altmodische
Fertigungslinie einfach zu teuer ist, und stattdessen die “die shrink”
Variante ATmega8A kaufen.  Dessen QFP-Version bekommst du selbst bei
Reichelt schon für einen Euro, für die DIL-Version musst du etwa so
viel berappen wie seinerzeit für den ATmega8.

Diesen Trend drückt man den Kunden aber schon seit der Einführung
der A-Derivate auf, mit Dialog hat das nun nichts zu tun (zumal, wie
schon jemand anmerkte, der Deal ja noch nicht einmal in Sack und Tüten
ist).  Man will halt lieber die Teile verkaufen, die sich effizienter
produzieren lassen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Rudolph R. (rudolph)


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Markus M. schrieb:
> https://www.mikrocontroller.net/articles/STM32#Programmierung
>
> Die meisten sind nicht auf den STM32 begrenzt.

Naja, zwei von fünf, emIDE und Em::Blocks.
Codesourcery fällt raus und der Rest ist nur für STM32.
Em::Blocks sieht interessant aus, spontan finde ich nur keine Auflistung 
der unterstützen Controller.

Und welcher Cortex M4 (M7) mit 64 Pins, zwei CANs wäre von Em::Blocks 
unterstützt und auch als Automotive Version verfügbar?

von Rudolph R. (rudolph)


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Markus M. schrieb:
> Und es gibt einige Hersteller die Cortex µC mit Temperaturbereich
> -40..+105°C herstellen. Damit sollte der µC auch tauglich für Automotive
> sein.

Nein, der Temperatur-Bereich war früher mal, AECQ ist heute wichtig.
Der Unterschied ist da im wesentlichen wie die Teile getestet werden.
Dazu kommt noch verbessertes Tracking.

von Markus M. (mmvisual)


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NXP und Freescale stellen uC für Automotive her. ST bietet 64 Pinner mit 
2 CAN. Welche Typen nun im Detail die Automotive Anforderungen erfüllen 
kann ich nicht beantwortet, ich habe mich nicht damit Beschäftigt. Da 
kann dir sicher dein Distributor weiterhelfen.

von Mark B. (markbrandis)


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Korbinian G. schrieb:
> Kann es sein, dass da schon die ersten Konsequenzen gezogen wurden?
> Ich hatte für den ATmega8-16PU mal 1,60 im Kopf. Mittlerweile 2,45..?

Wohl kaum, da der Verkauf ja noch nicht abgeschlossen ist.

von Mark B. (markbrandis)


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Rudolph R. schrieb:
> Mark B. schrieb:
>> Den Namen sollte man schon mal gehört haben. Deren Chips stecken in sehr
>> vielen Smartphones.
>
> Na und? Ich baue keine Smartphones.

Ich produziere auch keine Lebensmittel und weiß trotzdem wer Nestlé, 
Unilever und General Mills sind.

> Das Zeug scheint man nirgendwo kaufen zu können und der Name ist auch
> vergleichsweise dämlich gewählt.

Wenigstens kann man sich unter "Dialog Semiconductor" etwas vorstellen. 
Die völlig naheliegende Assoziation ist Halbleiter-Bauteile für die 
Kommunikationstechnik. Was so ungefähr auch auch hinkommt.

Was bitte soll man sich unter "Atmel" vorstellen? :-)

von A. K. (prx)


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Mark B. schrieb:
> Was bitte soll man sich unter "Atmel" vorstellen? :-)

Medizintechnik oder Tauchgeräte? ;-)

von Mark B. (markbrandis)


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Atme l wie Luft? :-D

von Rudolph R. (rudolph)


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Markus M. schrieb:
> NXP und Freescale stellen uC für Automotive her.

Ach? Echt jetzt?
Und für die gibt es eine kostenlose Entwicklungsumgebung?

> ST bietet 64 Pinner mit 2 CAN.

Ja, PowerPC, aber keine STM32.
SPC56xx oder so, nett aber nicht einfach zu bekommen und ich wüsste 
spotnan nicht einmal wo ich nur nen Compiler dafür her nehmen sollte.

Atmel bietet da einfach das beste Gesamt-Paket, eine riesige Auswahl, 
dazu Derivate für Automotive und eine kostenlose Entwicklungs-Umgebung.

Microchip versucht das ja auch, liefert aber nur kastrierte Compiler und 
eine IDE die mir nicht gefällt.

Die Entwicklungs-Umgebung von NXP habe ich mir mal als Evaluation 
Version für den LPC11C24 oder so angesehen.
Und kurze Zeit später wieder gelöscht, irgendwas von CodeRed.

> Welche Typen nun im Detail die Automotive Anforderungen erfüllen
> kann ich nicht beantwortet, ich habe mich nicht damit Beschäftigt.

Na dann vielen Dank für den konstruktiven Beitrag.

> Da kann dir sicher dein Distributor weiterhelfen.

Nein, normalerweise ist das nicht so.


Mark B. schrieb:
> Ich produziere auch keine Lebensmittel und weiß trotzdem wer Nestlé,
> Unilever und General Mills sind.

Hust, zumindest Nestlé und Unilever sind aber ganz grosse Player von 
denen man zwar mal gehört hat, deren komplette Produkt-Palette aber gar 
nicht kennen kann, weil die so gross ist.
Das wäre eher sowas wie TI oder Analog Devices.

Dialog Semi wäre in dem Bild dann eher eine der Molkereien welche die 
billige Milch an Real oder Rewe liefert.
Vielleicht steht der Hersteller sogar drauf, kümmert nur niemanden.
In etwa so wie "hergestellt für die Lidl Stiftung".

Produkt greif, "Refresco Deutschland GmbH" - die passen vielleicht 
besser zum Bild und Dialog Semi.
Deren Webseite auf jeden Fall, das konkrete Produkt finde ich da nicht 
einmal...

Mark B. schrieb:
> Was bitte soll man sich unter "Atmel" vorstellen?

Darum ging es doch gar nicht, "Atmel" ist wenigstens ein Begriff mit dem 
man Google füttern kann.
"Dialog" ist da genau so wenig griffig wie "CAN" oder andere Begriffe 
die einfach keine Namen sind, sondern stumpf aus dem Wörterbuch.

von Jens M. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Keine Sorge, einen ATmega8 wirst du sicherlich auch in Zukunft noch
> kriegen. Wenns schlimm kommt wechselt wieder das Logo, aber bestehende
> Produkte werden noch lange bleiben.

Was ja sein kann aber (zumindest so) nicht sein muss. Wie es aussieht 
ist Dialog ein Zulieferer für Smartphones im Bereich Power Management. 
Nicht gerade Schlüsseltechnologie mit Alleinstellungsmerkmalen.

Eventuell haben Sie Atmel gekauft um günstig an die Fabs zu kommen. Über 
Aktientausch / Bareinlagen und Kreditaufnahme, geht das ja kaum 
günstiger. Jetzt haben Sie das sagen und ihre Interessen. Controller und 
Community werden ihnen herzlich egal sein. Das geht in die Denke eines 
Zulieferers für Massenkonsumgüter über und wird evtl. Umsatzbringer 
reduziert.

Im Umkehrschluss haben sich das Atmel Besitzer und Management ja von 
ihrem Eigentum verabschiedet. Sicher nicht grundlos.

Aktieninhaber werden durch eine Kapitalerhöhung im übrigen teilweise 
enteignet. Auch das hat das Management hingenommen. Das bei einer Aktie 
die keine Dividende abwirft.


>Von den einstmals populären 8-Bit
> Controllerfamilien fallen mir grad kaum welche ein, die komplett
> abgesoffen wären.

Schau dir z.B. mal komplette Controllerfamilien von Motorola (nennt sich 
vermutlich jetzt noch Freescale) an. Da ist obiges Szenario eingetreten.

von Timm T. (Gast)


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Mark B. schrieb:
> und General Mills sind

Echt jetzt? Who the fuck ist General Mills und in welcher Schlacht ist 
er gefallen?

von A. K. (prx)


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Jens M. schrieb:
> Schau dir z.B. mal komplette Controllerfamilien von Motorola (nennt sich
> vermutlich jetzt noch Freescale) an. Da ist obiges Szenario eingetreten.

Konkret welche?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Jens M. schrieb:
> Eventuell haben Sie Atmel gekauft um günstig an die Fabs zu kommen.

An die eine, die Atmel noch hat?

Ganz sicher alles, aber nicht das.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Ich dachte immer, Atmel wäre komplett fabless?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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H.Joachim S. schrieb:
> Ich dachte immer, Atmel wäre komplett fabless?

Nö, ihre alte Fab in Colorado Springs haben sie noch behalten.  Da
fahren sie Prozesse, für die es offenbar sich lohnt, sie nach wie
vor in einer eigenen Fab zu fahren (trotz des Aufwandes) statt sie
zu TSMC oder UMC zu transferieren.

von Gerd E. (robberknight)


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Jörg W. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Eventuell haben Sie Atmel gekauft um günstig an die Fabs zu kommen.
>
> Ganz sicher alles, aber nicht das.

Sehe ich auch so.

Die will keiner: Es sitzt wohl ein mächtiger Fluch auf den Fabs von 
Atmel: jeder, der die nach Atmel besitzt, geht Pleite. Siehe z.B. das 
Debakel mit Rousset (LFoundry) und der Fab in Heilbronn (Tejas).

: Bearbeitet durch User
von Jens M. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> An die eine, die Atmel noch hat?
>
> Ganz sicher alles, aber nicht das.

Sorry, das wusste ich nicht. Hab die Infos hier im thread mit einigen 
Pressemeldungen kombiniert, offensichtlich ein Fehlschluss.

von Moby A. (moby-project) Benutzerseite


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von leider nein (Gast)


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von leider nein (Gast)


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von Frank T. (unwichtig)


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leider nein schrieb:
> Sorry, dieser Link funktioniert:
>
> 
http://www.edn-europe.com/en/microchip-in-late-entry-bid-for-atmel.html?cmp_id=7&news_id=10007855

War das nicht schon länger ein Thema das Atmel verschebelt wird? Der 
letzte Stand war definitiv nicht an Microchip, sonder einen anderen 
Hersteller.

von Waltraud B. (Gast)


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Frank T. schrieb:
> War das nicht schon länger ein Thema das Atmel verschebelt wird? Der
> letzte Stand war definitiv nicht an Microchip, sonder einen anderen
> Hersteller.

Warum soll Atmel denn verscherbelt werden? Ich habe schon mal bei denen 
was gekauft bei nem Distributor dann.

von leider nein (Gast)


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Dialog versucht schon eine Weile Atmel zu übernehmen. Jetzt scheint 
Microchip sie mit einem höheren Gebot auszustechen.

von X4U (Gast)


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leider nein schrieb:
> Neeeeeeeiiiiin!!

Warum? MCP hat sich doch immer korrekt verhalten. Auch gegen SOHO 
Firmen.

Außerdem sind Sie vom Fach. Dialog Semi ist für die Atmel Hobbyisten 
imho ein viel größeres Risiko.

Interessanter ist für mich warum Atmel überhaupt verkauft wird.

von Rudolph R. (rudolph)


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Irgendwie finde ich Microchip in letzter Zeit ja interessanter, so vom 
Sortiment her.
Wenn nur nicht diese IDE wäre, die kastrierten Compiler und die 
Datenblätter.

Bei den AVR passiert nicht mehr viel, den ATMega324PB finde ich mal 
interessant. Drei 16-Bit Timer hat was.
Noch interessanter würde ich den allerdings mit 48 MHz Takt per PLL und 
CAN finden.
Nen SAM C21 Xplained Pro liegt hier schon, als Bit-Schubser dem bei 
mitgelieferten Libraries immer etwas unwohl ist sind mir die ARM aber 
noch etwas zu komplex. Naja, ernsthaft mal benutzen könnte das ändern.

Ich könnte mir schon denken, das Microchip zu was grösserem werden 
könnte mit der Übernahme von Atmel.
Aber das Sortiment ist einfach zu ähnlich, da muss einfach ein grosses 
Stück von wegfallen damit das rentabel bleibt.
Das könnte gut den Tod von AVR und Microchip-MIPS besiegeln.

Ähnlich muss sich ja auch noch zeigen, was von Freescale nach der 
Übernahme durch NXP übrig bleiben wird.

von Marc H. (marchorby)


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Waltraud B. schrieb:
> Warum soll Atmel denn verscherbelt werden? Ich habe schon mal bei denen
> was gekauft bei nem Distributor dann.

Nur weil du dort schon mal etwas gekauft hast bedeutet es nicht das die 
Firma unverkäuflich ist!

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Frank T. schrieb:
> War das nicht schon länger ein Thema das Atmel verschebelt wird?

Ja, ich habe das mal an den zugehörigen Thread gehängt.

Naja, Microchip hatte ja schon mal eine feindliche Übernahme versucht
vor vielen Jahren, bei denen sie sich mit Freescal reinteilen wollten.
Freescale war dann aber abgesprungen, und allein konnten sie's dann
nicht stemmen.

Könnte natürlich sein, dass ihnen nun der Seifensieder aufgegangen
ist, dass man mit MIPS-only schwer dagegen anstinken kann, dass der
Rest der Welt allesamt ARM macht.

von Mark B. (markbrandis)


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X4U schrieb:
> Interessanter ist für mich warum Atmel überhaupt verkauft wird.

Jede Firma kann verkauft werden. Es braucht nur jemand den Besitzern ein 
gutes Angebot zu machen.

von Mark B. (markbrandis)


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So wie es aussieht, kommt nun Microchip zum Zug anstatt Dialog 
Semiconductor.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Naja, die Messen sind da immer erst gesungen, wenn die Aktionäre dem
auch zugestimmt haben.

von Mark B. (markbrandis)


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Jörg W. schrieb:
> Naja, die Messen sind da immer erst gesungen, wenn die Aktionäre dem
> auch zugestimmt haben.

Das stimmt natürlich. Sicher ist schon mal, dass Dialog Semiconductor 
raus ist aus der Sache.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Bei denen sieht es ja gerade auch etwas mau aus in der Kriegskasse. 
Apple lässt grüssen :-)

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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von Christoph Z. (rayelec)


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Es sieht nun wirklich danach aus, als komme der Deal mit Dialog 
Semiconductor nicht zu stande.
Microchip hat ein besseres Angebot gemacht!

http://www.dialog-semiconductor.com/sites/default/files/dialog-response-atmel-14.01.16_0.pdf

Es wird echt interessant!!

von Mac G. (macgyver0815)


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Oh no - dann bekommen ja die AVRs das Microchip Logo - welch Frevel ;-P 
;-)

von Mark B. (markbrandis)


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Mac G. schrieb:
> Oh no - dann bekommen ja die AVRs das Microchip Logo - welch Frevel ;-P
> ;-)

Oder aber Microchip ist clever und lässt Atmel als eigenständige Marke 
bestehen, falls diese Marke einen größeren Wert besitzt als den, den sie 
nach einer Umbenennung hätte.

Ist Microchip clever? ;-)

von Mac G. (macgyver0815)


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Mark B. schrieb:
> Ist Microchip clever? ;-)


Man weiss es nicht.
NXP hat jedenfalls die Marke Freescale aufgegeben wie es scheint.
(obwohl das Freescale Logo und der Name viel schöner und vermutlich auch 
bekannter waren ;-) )

von A. K. (prx)


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Diese Namen ändern sich sowieso viel zu schnell. Freescale hiess mal 
Motorola, NXP hiess mal Philips, Renesas hiess mal Hitachi, Mitsubishi 
und NEC...

Lohnt doch kaum, sich das zu merken. Ändert sich morgen ja doch wieder.

: Bearbeitet durch User
von Paul B. (paul_baumann)


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"Raider" heißt seit geraumer Zeit "Twix"...

MfG Paul

von Clemens L. (c_l)


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Mark B. schrieb:
> Ist Microchip clever? ;-)

Wenn du in der Microchip-Marketingabteilung sitzt, würdest du auf jedem 
Arduino einen PICmega328 haben wollen? ;-)

von Mac G. (macgyver0815)


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Clemens L. schrieb:
> PICmega328

Einen BIGmega von MicP (Microchip) bitte ;-)

von A. K. (prx)


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Clemens L. schrieb:
> Wenn du in der Microchip-Marketingabteilung sitzt, würdest du auf jedem
> Arduino einen PICmega328 haben wollen? ;-)

Nö. Einen AVR8JX567099FC13.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> "Raider" heißt seit geraumer Zeit "Twix"...
>
> MfG Paul

..weshalb ich mich gewundert habe im Netto Nord (Der 
Macheten-Supermarkt) letztens Raider gesehen zu haben. Gekauft habe ich 
den Fraß freilich nicht..

Gruß,

Holm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> Einen AVR8JX567099FC13.

Grmpf.  Du wirst recht haben. :/

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Mac G. schrieb:
> Einen BIGmega

Da ist's nicht mehr weit zum BIGmeg.

Mahlzeit!

von TU Student 1. (student0)


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Milliardenfusion unter Chipherstellern: Microchip will Atmel
Nach dem Ausstieg des Chipherstellers Dialog Semiconductor aus dem 
Bieterstreit um den US-Rivalen Atmel ist der Konkurrent Microchip 
Technology nun zum Zuge gekommen. Wie beide Unternehmen gestern Abend 
mitteilten, haben sich die Manager von Microchip und Atmel auf die 
Übernahme zu einem Preis von rund 3,56 Milliarden US-Dollar geeinigt.

Synergien von rund 170 Mio. US-Dollar
Demnach zahlt Microchip 8,15 US-Dollar je Atmel-Aktie, wobei sieben 
Dollar in bar und 1,15 Dollar in eigenen Aktien fällig werden. Stimmen 
die Atmel-Aktionäre und Behörden zu, dann soll im zweiten Quartal alles 
unter Dach und Fach sein. Neben einem höheren Umsatz verspricht sich 
Microchip von der Übernahme mittelfristig Synergien in Höhe von rund 170 
Millionen US-Dollar.

Die im TecDax notierte Dialog Semiconductor war in der vergangenen Woche 
aus dem Wettrennen um Atmel ausgestiegen. Da sich Microchip mit dem 
Versprechen eines höheren Angebots erst aus der Deckung gewagt hatte, 
als Dialog bereits vertragseinig mit Atmel war, musste Atmel an Dialog 
eine Art Strafgebühr von 137,3 Millionen US-Dollar zahlen.

Quelle: orf.at


___________

Ob die Aktionäre das kippen werden? Letztes Mal hat es ja auch nur knapp 
nicht geklappt.

Früherer Beitrag zu einem Versuch aus 2008:
Beitrag "Microchip und ON Semi wollen ATMEL kaufen -- AVRs in Gefahr??"

von Michael H. (morph1)


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http://www.microchip.com/investor/Pressrelease/Atmel%20Acquisition%20Investor%20Presentation.011916.pdf

Interessanter ist eher obs was wird, weil außer Ankündigungen wie anno 
dazu mal les ich bislang immernoch nix :)

von Paul B. (paul_baumann)


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Johann L. schrieb:
> Da ist's nicht mehr weit zum BIGmeg.

Mit extra viel RAM und 16-Bit Timern zur Garnierung.
mfG Paul

von Christoph Z. (rayelec)


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von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Christoph Z. schrieb:
> Nun ist es offiziell:
> 
http://www.microchip.com/pagehandler/en-us/aboutus/acquisitions/atmel-acquisition.html

Viele 404s, wie peinlich …

Aber ansonsten:

The transaction has been approved by the Board of Directors of each
company and is expected to close in the second quarter of calendar year
2016, subject to approval by Atmel's stockholders, regulatory approvals
and other customary closing conditions.

Erst, wenn diese Genehmigungen alle durch sind, ist es wirklich
erledigt.

von Paul B. (paul_baumann)


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Sollte man sich jetzt einen Schwung
-Attiny85
-Attiny84
-Atmega328
-Atmega644

kaufen, bevor es nur noch PIC gibt?

(Zitter, Bange, Grübel)
Paul

von Christoph Z. (rayelec)


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> Atmega kaufen, bevor es nur noch PIC gibt?

Ich denke nicht, Microchip hat bis jetzt bei keinen seiner Zukäufe ganze 
Produktlinien eingestampft. Solange die Produkte gefragt sind werden sie 
auch gefertigt werden. Langfristig allerdings werden sie sich 
entscheiden müssen, zwei 8-Bit Produktlinien zu pflegen oder eine davon 
aufzugeben.

von Mark B. (markbrandis)


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Christoph Z. schrieb:
> Langfristig allerdings werden sie sich
> entscheiden müssen, zwei 8-Bit Produktlinien zu pflegen oder eine davon
> aufzugeben.

Dann sollten sie die Besseren behalten. Also die AVRs :-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Christoph Z. schrieb:
> Langfristig allerdings werden sie sich entscheiden müssen, zwei 8-Bit
> Produktlinien zu pflegen oder eine davon aufzugeben.

Oder beide. :)

von Operator S. (smkr)


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Christoph Z. schrieb:
> Langfristig allerdings werden sie sich
> entscheiden müssen, zwei 8-Bit Produktlinien zu pflegen oder eine davon
> aufzugeben.

Das frage ich mich auch schon bei NXP/ Freescale mit deren Cortex-M 
Controllern.
Was kaum passieren wird, ist das eine Linie eingestampft wird und nicht 
mehr verfügbar ist. Viel eher kommen einfach keine neuen Modelle dazu, 
aber die bisherigen wird es noch für ein paar Jahre geben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Operator S. schrieb:
> Viel eher kommen einfach keine neuen Modelle dazu, aber die bisherigen
> wird es noch für ein paar Jahre geben.

Das war ja bei Atmels AVRs praktisch auch bislang schon so. ;-)

von A. K. (prx)


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Renesas hat dieses Problem als Zusammenschluss ursprünglich zweier 
konkurrierender Halbleitersparten schon seid Anbeginn der Existenz.

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Gibt es jetzt dann noch einen nennenswerten Hersteller von µC ohne ARM? 
Microchip war da meines Wissens nach der letzte.

Matthias

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Deshalb wird ihnen ja Atmel so verdammt viel Geld wert gewesen sein.

von Christoph Z. (rayelec)


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> Gibt es jetzt dann noch einen nennenswerten Hersteller von µC ohne ARM?

-ilicon Labs ist mit $620M Umsatz auch nicht gerade klein. (Atmel war um 
$1000M). Silabs' 8051-Derivate sind ziemlich beliebt.

-ST mit der ST8 Familie

-Es gibt auch noch Hersteller von Controllern für Jubelelektronik (z.B. 
Holtek aus Hongkong). Deren Stückzahlen dürften auch recht gross sein.

Und sonst...ist das Angebot ziemlich dünn geworden

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Christoph Z. schrieb:
> -Silicon Labs ist mit $620M Umsatz auch nicht gerade klein.

Dennoch haben sie sich rechtzeitig Energy Micro einverleibt, ganz
offensichtlich, um sich ARM zu erschließen.

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Christoph Z. schrieb:
>> Gibt es jetzt dann noch einen nennenswerten Hersteller von µC ohne ARM?
>
> -ilicon Labs ist mit $620M Umsatz auch nicht gerade klein. (Atmel war um
> $1000M). Silabs' 8051-Derivate sind ziemlich beliebt.

EFM32

> -ST mit der ST8 Familie

STM32

> -Es gibt auch noch Hersteller von Controllern für Jubelelektronik (z.B.
> Holtek aus Hongkong). Deren Stückzahlen dürften auch recht gross sein.

http://www.holtek.com.tw/english/products/32bit_flashmcu.htm

Es geht nicht darum ob es außer ARM noch was anderes gibt sondern darum 
ob es noch Hersteller gibt die keine Controller ohne ARM-Kern anbieten.

Jörg W. schrieb:
> Deshalb wird ihnen ja Atmel so verdammt viel Geld wert gewesen sein.

Das seh ich auch so. So kommt Microchip an ARM basierte Controller ohne 
direkt das MIPS-Experiment als gescheitert zu erklären.

Matthias

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von Clemens L. (c_l)


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Μαtthias W. schrieb:
> Gibt es jetzt dann noch einen nennenswerten Hersteller von µC ohne ARM?

Wenn man das "nennenswert" auf "Hersteller" und nicht "µC" bezieht: 
Intel.

von Georg A. (georga)


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> Wenn man das "nennenswert" auf "Hersteller" und nicht "µC" bezieht:
> Intel.

Intel ist schon wieder drüber hinweg. Mit Strongarm (von DEC übernommen) 
und Xscale hatten die schon ARMs, bevor der Rest sich drauf 
eingeschossen hat.

von A. K. (prx)


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Georg A. schrieb:
> Intel ist schon wieder drüber hinweg. Mit Strongarm (von DEC übernommen)
> und Xscale hatten die schon ARMs, bevor der Rest sich drauf
> eingeschossen hat.

Doch, andere hatten auch. Nur hatte DEC die schnelleren.

Aber das waren reine Prozessoren, keine integrierten Microcontroller.

von Arc N. (arc)


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Jetzt wohl doch. Dialog scheint nicht zum Zug gekommen zu sein

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Weniger-Halbleiterhersteller-Microchip-kauft-Atmel-3078864.html

Da tun sich zwei zusammen...
Wollte schon vor ein paar Tagen über die Datenblätter und Pinbelegungen 
von Atmel (SAM E/S/V 7), Microchip (PIC32MZ EF) und ST (ST32F7) 
ranten...
Wer kommt auf solch verwürfelte Pinbelegungen (Atmel, Microchip und ST) 
und sortiert, wie Atmel, die Pinbelegung im Datenblatt nach dem 
Port-Namen?
Wie sowas geht zeigen Renesas (RX-Reihe oder die neuen Synergy mit 
Cortex Mx-Kern) und div. "Newcomer" Allwinner, Rockchip

: Bearbeitet durch User
von Christoph Z. (rayelec)


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von Andreas A. (elw-2)


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von Dirk (Gast)


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Ich freue mich schon auf die neuen PICMega ...

von Olaf (Gast)


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> Da bin ich mal gespannt,was daraus wird...

PICs und AVR verschwinden beide und keiner merkt es weil sowieso alle 
nur noch ARM nutzen.

Olaf

von Olaf (Gast)


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Oh...und ehe ich es vergesse. Als naechstes programmiert einer eine AVR 
Emulation die auf ARM laeuft und kein Arduinonutzer merkt das es kein 
AVR mehr gibt. :-)

Olaf

von S. Landolt (Gast)


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Microship? Segelt den Rinnstein entlang und verschwindet beim nächsten 
Gullydeckel.

von c-hater (Gast)


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Olaf schrieb:

> PICs und AVR verschwinden beide und keiner merkt es weil sowieso alle
> nur noch ARM nutzen.

Genau. Da gibt jemand Milliarden Dollar aus, die er eigentlich garnicht 
haben könnte, um eine Firma zu übernehmen, die ebenfalls einen Umsatz 
von praktisch Null haben sollte. Genau das wäre nämlich die Situation, 
wenn du Recht hättest...

Deutlicher konntest du eigentlich nicht ausdrücken, dass du absolut 
keine Ahnung von der Realität hast...

von Rudolph R. (rudolph)


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Argh.

Ich habe erhebliche Zweifel, dass mir das Ergebnis der Aktion gefallen 
wird.

von Carl D. (jcw2)


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Holm T. schrieb:
> Paul B. schrieb:
>> "Raider" heißt seit geraumer Zeit "Twix"...
>>
>> MfG Paul
>
> ..weshalb ich mich gewundert habe im Netto Nord (Der
> Macheten-Supermarkt) letztens Raider gesehen zu haben. Gekauft habe ich
> den Fraß freilich nicht..
>
> Gruß,
>
> Holm

Markenrecht. Nutzbenutzung kann zur Löschung der Marke führen.
Deshalb gibt es manchmal Sonderposten Raider beim Discounter oder im 
Lufthansa-Board-Sortiment.

von Gerd E. (robberknight)


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Paul B. schrieb:
> Sollte man sich jetzt einen Schwung
> -Attiny85
> -Attiny84
> -Atmega328
> -Atmega644
>
> kaufen, bevor es nur noch PIC gibt?

von den Atmega328 solltest Du Dir ganz unabhängig davon welche auf Lager 
legen:

Beitrag "ATMEL verändert einige Dinge im ATMega"

Wegen dem wegfallenden Full-swing-Oszillator ist da bald der Betrieb mit 
20 MHz nur noch mit deutlich erhöhtem Aufwand möglich.

von Christian R. (supachris)


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Solange die Atmels jetzt nicht die gruselige Bankumschaltung verpasst 
bekommen, mags ja gehen.

von Lothar (Gast)


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Das hat sich dann wohl gelohnt:

Da sich Microchip mit dem Versprechen eines höheren Angebots erst aus 
der Deckung gewagt hatte, als Dialog bereits vertragseinig mit Atmel 
war, musste Atmel an Dialog eine Art Strafgebühr von 137,3 Millionen 
US-Dollar zahlen.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/microchip-technology-uebernimmt-atmel-naechste-milliardenfusion-in-chipbranche-steht/12854458.html

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Peanuts...

von holger (Gast)


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Ja, und was jetzt? Wen interessiert das?

von ??? (Gast)


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Denke mal das bezieht sich darauf:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Weniger-Halbleiterhersteller-Microchip-kauft-Atmel-3078864.html
Wenn dann ATMEL aufgelöst wird, wo bekommt man noch RISC µCs mit 
Harvardarchitektur ?
Aber aktuell ist man ja eh ARM dran ;-)
Schade wär's trotzdem vor allem wegen den kleinen Käfern mit PLL ...

von !!! (Gast)


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??? schrieb:
> wo bekommt man noch RISC µCs mit
> Harvardarchitektur

Wo ist der Vorteil gegenüber den Neumännern?

von ??? (Gast)


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!!! schrieb:
> ??? schrieb:
>> wo bekommt man noch RISC µCs mit
>> Harvardarchitektur
>
> Wo ist der Vorteil gegenüber den Neumännern?

Überlege mal was der Unterschied ist.
OK progmem&Co. ist eigentlich eine Krücke, aber ...
Der mußte jetzt sein ;-)

von Mike (Gast)


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>Wenn dann ATMEL aufgelöst wird, wo bekommt man noch RISC µCs mit
Harvardarchitektur ?

Von Microchip natürlich. Die PICs haben doch auch Harvard-Architektur!?

von Lothar (Gast)


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▶ J-A von der H. schrieb:
> Peanuts...

Die Strafgebühr entspricht dem gesamten Q4/2015 Gewinn von Atmel...

von Mike (Gast)


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Ich frage mich, was Microchip an Atmel so sehr interessiert. Die 
Hobbybastler werden wohl kaum nenenswerten Umsatz generieren.  Ich 
vermute, dass sie in den FPGA-Markt einsteigen möchten und eventuell 
auch demnächst ARMs anbieten wollen.

von ??? (Gast)


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Mike schrieb:
>>Wenn dann ATMEL aufgelöst wird, wo bekommt man noch RISC µCs mit
> Harvardarchitektur ?
>
> Von Microchip natürlich. Die PICs haben doch auch Harvard-Architektur!?

PICS sind Harvard, seit wann wo wie ?
Klärt mich mal auf und kommt nicht mit haben ja auch Flash :-P

von ??? (Gast)


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Mike schrieb:
> Ich frage mich, was Microchip an Atmel so sehr interessiert. Die
> Hobbybastler werden wohl kaum nenenswerten Umsatz generieren.  Ich
> vermute, dass sie in den FPGA-Markt einsteigen möchten und eventuell
> auch demnächst ARMs anbieten wollen.

Automotive&Co. so mal als Schnellschuß.
Stellt sich halt die Frage ob die weiterentwickelt werden oder es 
zusammengelegt wird.
FPGA&ARM hat ja erstmal nix mit ATMEL µC zu tun ...

von Speckmann (Gast)


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??? schrieb:
> PICS sind Harvard, seit wann wo wie ?
> Klärt mich mal auf und kommt nicht mit haben ja auch Flash :-P

https://de.wikipedia.org/wiki/PICmicro#Speicheraufteilung

von Georg A. (georga)


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> PICS sind Harvard, seit wann wo wie ?

RISC auf jeden Fall. Kaum Befehle und die wenigen können fast nix ;)

von A. K. (prx)


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??? schrieb:
> PICS sind Harvard, seit wann wo wie ?

Seit 1975.

von ??? (Gast)


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Speckmann schrieb:
> ??? schrieb:
>> PICS sind Harvard, seit wann wo wie ?
>> Klärt mich mal auf und kommt nicht mit haben ja auch Flash :-P
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/PICmicro#Speicheraufteilung

Da sieht man mal wie lange ich nix mehr mit PICS zu tun hatte ;-)
Ich kenne die noch als fast 8080 Clones mit Neumänner und Pages statt 
linearer Zugriff ;-)
Aber man lernt ja nie aus.
Trotzdem fände ich es schade wenn die ATMELS austerben sollten ...
Na mal sehen was demnächst so im Centbereich vorhanden sein wird.
Danke für die Info ;-)

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Mike schrieb:
> Ich frage mich, was Microchip an Atmel so sehr interessiert. Die
> Hobbybastler werden wohl kaum nenenswerten Umsatz generieren.  Ich
> vermute, dass sie in den FPGA-Markt einsteigen möchten und eventuell
> auch demnächst ARMs anbieten wollen.

Das ist Betriebswirtschaft.

Da wird durch den Kauf und ggf Weiterverkauf von Teilen Umsatz 
generiert.
Die Gehälter/Boni der Verantwortungsträger sind sicherlich auch hier 
Umsatzorientiert.
Heute spricht keiner mehr von Heuschrecken...

und über noch weitere Beteiligungen gehört das ganze dann 
möglichwerweise zu Uni|_ever oder der Mafia, wer blickt das heute 
eigentlich noch?

von Tim  . (cpldcpu)


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Mike schrieb:
> Ich frage mich, was Microchip an Atmel so sehr interessiert. Die
> Hobbybastler werden wohl kaum nenenswerten Umsatz generieren.

Marktzugang, Support-Struktur, Toolchains. Der technische firlefanz ist 
da relativ egal.

von Axel L. (axel_5)


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▶ J-A von der H. schrieb:
> Mike schrieb:
>> Ich frage mich, was Microchip an Atmel so sehr interessiert. Die
>> Hobbybastler werden wohl kaum nenenswerten Umsatz generieren.  Ich
>> vermute, dass sie in den FPGA-Markt einsteigen möchten und eventuell
>> auch demnächst ARMs anbieten wollen.
>
> Das ist Betriebswirtschaft.
>
> Da wird durch den Kauf und ggf Weiterverkauf von Teilen Umsatz
> generiert.
> Die Gehälter/Boni der Verantwortungsträger sind sicherlich auch hier
> Umsatzorientiert.
> Heute spricht keiner mehr von Heuschrecken...
>
> und über noch weitere Beteiligungen gehört das ganze dann
> möglichwerweise zu Uni|_ever oder der Mafia, wer blickt das heute
> eigentlich noch?

Also, wenn die ARM haben wollten, könnten sie den auch bei ARM 
lizensieren. Das wäre deutlich billiger gewesen und so ein ARM Core ist 
kein Hexenwerk.

Man sollte bei sowas nicht vergessen, dass die meisten Merger nicht eben 
erfolgreich sind, und man sich als Aussenstehender oft fragt, was das 
ganze sollte. Entsprechend sollte man die Ansprüche an die Gründe für so 
eine Übernahme nicht allzuhoch hängen.

Aber grundsätzlich gibt es das Problem, dass neue Technologien extrem 
teuer sind, immer teurer werden und sich nur bei hohen Stückzahlen 
rechnen. Das führt dazu, dass die Firmen, die noch auf hohem Niveau 
Wafer fertigen, immer weniger werden und sich auf die Apples und Nvidias 
dieser Welt fokussieren. Da ist so ein kleiner Microchip der erste, der 
höhere Preise und schlechtere Konditionen bekommt, mit dem doppelten 
Umsatz nach der Aquisition von Atmel sieht das schon anders aus. Bei 
eigener Fertigung gilt das natürlich genauso.

Gruss
Axel

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Axel L. schrieb:
> Das wäre deutlich billiger gewesen

aber mit weniger Umsatz im entsprechenden Jahr.

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Axel L. schrieb:
> Also, wenn die ARM haben wollten, könnten sie den auch bei ARM
> lizensieren. Das wäre deutlich billiger gewesen und so ein ARM Core ist
> kein Hexenwerk.

Aber man hätte eine neue Linie einführen müssen. Und Kunden erklären 
warum jetzt auch noch ARM neben den MIPS. So ein Schlingerkurs macht 
kein gutes Bild bei Industriekunden die gerne bei einem verlässlichen 
Hersteller einkaufen der seine Chips lange liefert.

Matthias

von Paul B. (paul_baumann)


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Vielleicht findet sich jemand Anderes, der die AVR weiter herstellen 
würde, wenn der neue Besitzer diese Herstellungslinie aufgeben sollte.

Käufer für die AVR-Kontroller sind ja da und werden weiter da sein. 
Schließlich müßten etliche Firmen ihre Apparate und Geräte sonst 
vollkommen technisch verändern. Das kostet Kraft, Nerven und Geld.

MfG Paul

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Axel L. schrieb:
> Also, wenn die ARM haben wollten, könnten sie den auch bei ARM
> lizensieren.

Von da bis wirklich welche auf dem Markt anbieten können vergehen
locker mal wenigstens drei Jahre.  Nur, dass du ein Gefühl für die
Halbleiterei bekommst: so ein Fertigungslos ist schnell mal 20 oder
25 Wochen (also knapp ein halbes Jahr lang!) in der Fab unterwegs.
Bis man aber überhaupt erstmal an diesem Punkt ist, dass man es vorn
in die Fab reinschieben kann, muss man ein Design machen, simulieren,
Fehler korrigieren, etc. pp.  Wenn man eine komplett neue Technologie
beginnt, wird man auch kaum ein “first time right” hinlegen, d. h.
es dreht dann noch einige Runden vom ersten Silizium bis zu dem Punkt,
wo es ausreichend wenige Bugs hat, dass man es zumindest mal den
ersten Kunden als Engineering Samples in die Hand drücken kann.

Wenn man nun merkt, dass man gerade dabei ist, den Zug abfahren zu
sehen, dann ist es besser, sich den nächsten Zug zu schnappen, der
schon fährt, statt sich erst selbst einen zu bauen, mit dem man
den anderen dann hinterherfahren kann …

von Soul E. (souleye)


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Paul B. schrieb:

> "Raider" heißt seit geraumer Zeit "Twix"...

In Deutschland. Das ist auch eine Folge der Globalisierung. Im 
englischsprachigen Raum hiess das Ding schon immer so. "Raider" bedeutet 
im Englischen "Plünderer" -- sowas gibt man seinen Kindern nicht.

Der Mitsubishi Pajero soll sich im spanisch-sprachigen Raum auch nicht 
so gut verkauft haben :-). "Pajero = persona que se masturba con 
frecuencia."

von Axel L. (axel_5)


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Μαtthias W. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Also, wenn die ARM haben wollten, könnten sie den auch bei ARM
>> lizensieren. Das wäre deutlich billiger gewesen und so ein ARM Core ist
>> kein Hexenwerk.
>
> Aber man hätte eine neue Linie einführen müssen. Und Kunden erklären
> warum jetzt auch noch ARM neben den MIPS. So ein Schlingerkurs macht
> kein gutes Bild bei Industriekunden die gerne bei einem verlässlichen
> Hersteller einkaufen der seine Chips lange liefert.
>
> Matthias

Für solche Kunden ist eine Übernahme aber noch viel schlimmer, weil die 
sich alles mögliche ausrechnen, was passieren könnte.

Im Prinzip stehen jetzt sämtliche Produkte von Atmel und Microchip bei 
den Kunden auf der schwarzen Liste für neue Projekte, weil niemand weis, 
wie es  weiter geht und jeder erwartet, dass die Linien jetzt bereinigt 
werden. Das sieht man ja schon an den Beiträgen hier im Forum.

Gruss
Axel

von Axel L. (axel_5)


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Jörg W. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Also, wenn die ARM haben wollten, könnten sie den auch bei ARM
>> lizensieren.
>
> Von da bis wirklich welche auf dem Markt anbieten können vergehen
> locker mal wenigstens drei Jahre.  Nur, dass du ein Gefühl für die
> Halbleiterei bekommst: so ein Fertigungslos ist schnell mal 20 oder
> 25 Wochen (also knapp ein halbes Jahr lang!) in der Fab unterwegs.
> Bis man aber überhaupt erstmal an diesem Punkt ist, dass man es vorn
> in die Fab reinschieben kann, muss man ein Design machen, simulieren,
> Fehler korrigieren, etc. pp.  Wenn man eine komplett neue Technologie
> beginnt, wird man auch kaum ein “first time right” hinlegen, d. h.
> es dreht dann noch einige Runden vom ersten Silizium bis zu dem Punkt,
> wo es ausreichend wenige Bugs hat, dass man es zumindest mal den
> ersten Kunden als Engineering Samples in die Hand drücken kann.
>
> Wenn man nun merkt, dass man gerade dabei ist, den Zug abfahren zu
> sehen, dann ist es besser, sich den nächsten Zug zu schnappen, der
> schon fährt, statt sich erst selbst einen zu bauen, mit dem man
> den anderen dann hinterherfahren kann …

Ja, aber alleine die 137 Mio, die sie an Dialog an Strafe bezahlt haben, 
hätten die Kosten für diese Entwicklung gedeckt.

Und ob die Welt wirklich so dringend auf noch einen ARM Hersteller 
gewartet hat ?

Wobei es schon sein mag, dass die ARM Linie der Grund war. Ich habe ja 
schon geschrioeben, dass die meisten Übernahmen nicht funktionieren und 
die Gründe nicht unbedingt logisch sind. Bei vielen habe ich den 
Eindruck, dass das Management nur seine Existenz rechtfertigen wollte.

Gruss
Axel

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Axel L. schrieb:
> Ja, aber alleine die 137 Mio, die sie an Dialog an Strafe bezahlt haben,
> hätten die Kosten für diese Entwicklung gedeckt.

Davon allein hast du aber eben keine drei Jahre Rückstand aufgeholt.

(Davon abgesehen denke ich, dass eine Eigenentwicklung einer kompletten
Produktlinie teurer ist.)

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Mike schrieb:
> Ich frage mich, was Microchip an Atmel so sehr interessiert. Die
> Hobbybastler werden wohl kaum nenenswerten Umsatz generieren.  Ich
> vermute, dass sie in den FPGA-Markt einsteigen möchten und eventuell
> auch demnächst ARMs anbieten wollen.

siehe Kalibergbau Deutschland 1990 f.f.

Es geht hier neben allen taktischen vor allem um strategische 
Entscheidungen, wie Konkurenzausschaltung.
Zugleich kommt man "billig"er an die "ARM"Lizenzen und andere nutzbare 
Rechte, welche bereits in Atmel besitzt als wenn man diese gesondert 
erwerben oder selbst entwicken müsste. Solche Übernahmen sollen auch 
verhindern das ein potentieller Konkurent wie Dialog seine Marktchancen 
verbessrn kann.

Namaste

: Bearbeitet durch User
von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Ach ja, die 137 Mio sind eine risikofrei kalkulierbare Summe mit 
bekanntem Ergebnis. Inklusive gesicherter Rechte und Märkte ... Das ist 
wie eine Lizenz zum Gelddrucken. wenn ich soetwas kreditlos aus dem 
laufenden Gewinn finanzieren könnte würde ich keine sekunde zögern zu 
investieren.

Namaste

von Axel L. (axel_5)


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Jörg W. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Ja, aber alleine die 137 Mio, die sie an Dialog an Strafe bezahlt haben,
>> hätten die Kosten für diese Entwicklung gedeckt.
>
> Davon allein hast du aber eben keine drei Jahre Rückstand aufgeholt.
>
> (Davon abgesehen denke ich, dass eine Eigenentwicklung einer kompletten
> Produktlinie teurer ist.)

Wieso Rückstand ?

In drei Jahren werden die Karten sowieso neu gemischt, da gibt es keinen 
Rückstand. Man kann dann heute schon für modernste Technologien etc. 
entwickeln, die es erst in drei Jahren gibt. 10nm ist eben doch deutlich 
sparsamer und schneller. Bei den Schnittstellen wird es dann eben die 
aktuellen Varianten von USB, Ethernet etc.
Was die heute an Know-How bei Atmel eingekauft haben, ist in drei Jahren 
praktisch wertlos, da hätte man auch ein paar Entwickler abwerben können 
oder ein Design Haus übernehmen. Eine Ausnahme wären evtl. wenn Atmel 
spezielle Patente hätte, aber ich denke, da hätte Microchip genügend in 
der eigenen Patentliste, um das zu kontern.

Und 137 Mio. sind schon eine Menge Geld. Für eine Produktfamilie 
zugegeben knapp, aber das ist ja auch nur die Strafe an Dialog, die 
haben ja noch einiges dazu bezahlt.

Gruss
Axel

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Rückstand weil Microchip diese drei Jahre dann keinen ARM anzubieten 
hat. Und in den drei Jahren eben der ein oder andere Kunde der bisher 
auf PIC gesetzt hat auf den sich abzeichnenden Industriestandard 
wechselt. Wenn Microchip dann in drei Jahren mit dem eigenen ARM kommt 
sind diese Firmen dann eben mehr an ST/NXP/... gebunden.

von Korbi G. (Firma: Möhrchenzucht) (korbinian_g53)


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Das heißt dann wohl, dass entweder die PICs oder die ATmegaXY 
eingestampft werden, oder?
Wäre ja sinnfrei, wenn man zwei Produktfamilien mit demselben 
Einsatzzweck, demselben Preisniveau und annähernd denselben Funktionen 
anbieten würde. Da macht man sich im Haus Konkurrenz.

von A. K. (prx)


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Korbinian G. schrieb:
> Das heißt dann wohl, dass entweder die PICs oder die ATmegaXY
> eingestampft werden, oder?

Nein. Zumindest nicht kurzfristig. Neuentwicklungen könnten im Laufe der 
Zeit aus einer Linie entschwinden.

von Soul E. (souleye)


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Eingestampft im Sinne von nicht weiterentwickelt, ja.

Aber Du wirst die bestehenden Derivate weiter kaufen können. Genauso wie 
es im Zeitalter des Renesas RL78 immer noch NEC 78K0 und Mitsubishi M16C 
gibt. Die sind halt nur "not recommended for new designs".

von Axel L. (axel_5)


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Μαtthias W. schrieb:
> Rückstand weil Microchip diese drei Jahre dann keinen ARM anzubieten
> hat. Und in den drei Jahren eben der ein oder andere Kunde der bisher
> auf PIC gesetzt hat auf den sich abzeichnenden Industriestandard
> wechselt. Wenn Microchip dann in drei Jahren mit dem eigenen ARM kommt
> sind diese Firmen dann eben mehr an ST/NXP/... gebunden.

Ja, nur wie ich schon schrieb, wie viele Kunden verlieren die, weil die 
Strategie für die nächsten jahre unklar ist ? Und das zieht sich, bis 
das alles juristisch durch ist und die Firmen tatsächlich konstruktiv 
zusammenarbeiten, werden sicher auch zwei Jahre ins Land gehen.

Und da ist es völlig egal, was es für Verlautbarungen gibt, das glaubt 
kein Mensch. Das Risiko, daß AVR oder PICs doch irgendwann abgekündigt 
werden, will sich keiner ins Haus holen.

Und schlecht steht Microchip ja nicht da. Die hätten auch noch weiter 
8-Bitter machen können um dann in drei Jahren mit einem Paukenschlag 
eine moderne ARM-Familie zu präsentieren.

Aber gut, ich mag ja unrecht haben. Das sehen wir in drei Jahren.

Gruss
Axel

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Korbinian G. schrieb:
> Da macht man sich im Haus Konkurrenz.

Solange man damit Gewinn einfährt, interessiert das kein Schwein.

Neuentwicklungen bei 8-Bittern gab es ja nun auch bei Atmel schon eine
Weile kaum noch bis gar nicht mehr, nur noch minimale Weiterentwicklung
(wie die ATmega*8PB).

von Jens M. (Gast)


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Korbinian G. schrieb:
> Das heißt dann wohl, dass entweder die PICs oder die ATmegaXY
> eingestampft werden, oder?

Warum? Die sind sich so ähnlich das man sich über die Unterschiede ewig 
streiten kann. Ohne jedes Ergebnis ;-). Vom Prinzip her können Sie die 
Fabs jetzt besser nutzen, TI verkauft BB Chips ja auch noch. In Sachen 
Verlässlichkeit ist MCP bei mir immer die Nr. 1 im Markt gewesen, nicht 
nur wg der ehrlichen errata sheets.

MCP wird Atmel wohl wegen der eingeführten ARM Produktlinie gekauft 
haben. Das schwächt die PIC32/MIPS Schiene mehr aber auch nicht.

Von der Marktkapitalisierung und der Bilanz her hat da ein knapp 3x 
größerer Konkurrent einen kleineren geschluckt. Mehr nicht.

Vom Umsatz her sind Sie übrigens fast gleich groß, MCP wird da jetzt 
fast 100% "wachsen". Warum ATM so viel weniger Gewinn als MCP macht kam 
mir schon immer merkwürdig vor. Das bei sehr ähnlichen Produkten und 
Markterfolg. Vermutlich wird sich das jetzt ändern.

Axel L. schrieb:
> Das Risiko, daß AVR oder PICs doch irgendwann abgekündigt
> werden, will sich keiner ins Haus holen.

Das Risiko hast du immer und bei jedem. MCP war da aber sehr viel 
verlässlicher wie andere Anbieter.

von Michael E. (Firma: irgendeine) (nodalek)


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Seht euch doch mal an, was beide noch an andren Produkten außer MCUs 
haben.
Zuerst einmal wird es darum gehen, einen Konkurenten weniger zu haben 
und die eigene Marktdurchdringung zu erhöhen, und das Produktangebot 
abzurunden.
Das da noch die ARM-Architektur dazukommt wird ein schöner Nebeneffekt 
sein.
Und wahrscheinlich werden noch einige MCU-Perepheriemodule sich 
gegenseitig ergänzen und auf mehreren Architekturen zu finden sein (ARM, 
Mips, Pic, Avr... ).
So kann dann ein genzes System mit Produkten von nur einem Anbieter 
konstruiert werden, und man braucht sich nur mit einem Ansprechpartner 
auseinanderzusetzen.

: Bearbeitet durch User
von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Michael M. schrieb:
> So kann dann ein genzes System mit Produkten von nur einem Anbieter
> konstruiert werden, und man braucht sich nur mit einem Ansprechpartner
> auseinanderzusetzen.

Der dann ein Quasimonopol besitzt und Dialog als Konkurent vom Markt 
fernhalten kann.

Namaste

von Mark B. (markbrandis)


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Lothar schrieb:
> Das hat sich dann wohl gelohnt:
>
> Da sich Microchip mit dem Versprechen eines höheren Angebots erst aus
> der Deckung gewagt hatte, als Dialog bereits vertragseinig mit Atmel
> war, musste Atmel an Dialog eine Art Strafgebühr von 137,3 Millionen
> US-Dollar zahlen.

Nein, hat es sich nicht. Man hat ja das eigentliche Ziel nicht erreicht. 
Das war, sich zu diversifizieren. Dialog Semiconductor macht bisher 
einen Großteil seines Umsatzes mit genau einem Kunden (Apple).

Lothar schrieb:
> ▶ J-A von der H. schrieb:
>> Peanuts...
>
> Die Strafgebühr entspricht dem gesamten Q4/2015 Gewinn von Atmel...

Und weiter? Das ist immer noch nicht viel. Vor allem nicht für ein 
Unternehmen, das seit vielen Quartalen Gewinne verbucht.

von Jens M. (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Vor allem nicht für ein
> Unternehmen, das seit vielen Quartalen Gewinne verbucht.

Was aber nichts besagt. In Zeiten von Übernahmen machen Sie alle 
Gewinne. Das hat mit Bilanzkosmetik mehr zu tun als mit Bilanztechnik.

von Korbi G. (Firma: Möhrchenzucht) (korbinian_g53)


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Jörg W. schrieb:

> Solange man damit Gewinn einfährt, interessiert das kein Schwein.

Doch, sobald nämlich ein BWLer herausfindet, dass man mehr Gewinn macht, 
wenn man eine der Sparten verhungern lässt.

von Mark B. (markbrandis)


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Jens M. schrieb:
> Was aber nichts besagt.

Doch.

> In Zeiten von Übernahmen machen Sie alle Gewinne.

Was ist an der Aussage "sie machen seit vielen Quartalen Gewinne" 
unklar?

von Fred F. (feuerstein7)


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Endlich eine Antwort auf wenigstens eine der Quälensten Fragen im 
Universum.
Frage1: Welcher µC ist besser AVR oder PIC?
Frage2: Welches ist die beste Programmiersprache? (ist noch offen)

von Michael K. (Gast)


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Korbinian G. schrieb:
> Doch, sobald nämlich ein BWLer herausfindet, dass man mehr Gewinn macht,
> wenn man eine der Sparten verhungern lässt.

Was bist Du garstig.
Das nennt man doch 'auf die Kernkompetenzen besinnen' und 
'Synergieeffekte nutzen'. Hört sich doch gleich freundlich und 
vernünftig an.

Mit dem Erwerb wird Microchip vollens zum MCU Gemischtwarenhöker.
8051, AVR, Xmega, ARM, MIPS, dsPIC + das bunte MC 8bit Sammelsurium.

Nostalgie ist eine schöne Sache, aber da muß ganz bestimmt aufgeräumt 
werden um Wettbewerbsfähig zu bleiben.
Ich habe genug mit Dialog zu tun gehabt um ganz froh zu sein das die 
Atmel nicht bekommen haben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael K. schrieb:
> Ich habe genug mit Dialog zu tun gehabt um ganz froh zu sein das die
> Atmel nicht bekommen haben.

Naja, das wäre vermutlich ein Fall geworden, wo sich auch der (formale)
Erwerber hätte massiv verändern müssen, insofern wäre es vielleicht
gar nicht so verkehrt gewesen.

von Mark B. (markbrandis)


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Michael K. schrieb:
> Ich habe genug mit Dialog zu tun gehabt um ganz froh zu sein das /die/
> Atmel nicht bekommen haben.

Haben sie Dir etwas Böses getan?

von Michael K. (Gast)


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Ja das wäre was.
Dialog Semi öffnet sich dem kleinen Kunden.

Der Dialog besteht bei denen darin nach der Stückzahl zu fragen, NEIN 
zu sagen und ab da jede Kommunikation zu verweigern.

Das macht für die sicher Sinn und ich will denen auch garnichts böses 
aber der Strukturwandel müsste da schon apokalyptische Formen annehmen 
um auf 50% der Atmel Kleinkundennähe zu kommen.

von Mark B. (markbrandis)


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Michael K. schrieb:
> Der Dialog besteht bei denen darin nach der Stückzahl zu fragen, NEIN
> zu sagen und ab da jede Kommunikation zu verweigern.
>
> Das macht für die sicher Sinn und ich will denen auch garnichts böses
> aber der Strukturwandel müsste da schon apokalyptische Formen annehmen
> um auf 50% der Atmel Kleinkundennähe zu kommen.

Ich verstehe das Problem nicht so recht. Jeder Halbleiter-Hersteller hat 
Distributoren. Da ist Dialog keine Ausnahme:

http://www.dialog-semiconductor.com/contact/distributors-representatives

Oder kaufen alle hier im Forum ihre Mikrocontroller direkt bei Atmel?

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Michael M. schrieb:
> Das da noch die ARM-Architektur dazukommt wird ein schöner Nebeneffekt
> sein.

JA, genau das!
Ein netter Nebeneffekt... Und sicher NICHT mehr!
Auch wenn die ganzen ARM Fanboys davon träumen...

Denn es gibt mittlerweile MASSIG Hersteller von µC mit ARM Kernen.
Atmel ist dabei im ARM Bereich jetzt auch nicht der Platzhirsch 
schlechthin.
Von den Firmen deren Kauf/Übernahme noch gerade so stemmbar für 
Microchip sind aber definitiv der allerdickste Brocken.

Wenn es also nur um die ARM Linie ginge, dann hätte sich Microchip 
sicher einfach einen der Kleineren HErsteller ganz ohne irgendeine 
Kraftanstrengung einverleiben können...
Oder halb selbst entwickeln. ISt nicht ganz so schnell, aber da gute 
ausgetestete Peripherie die gleich auf mehreren Architekturen eingesetzt 
wird bereits vorhandenen ist und der Core als solches ja beim 
Lizenzerwerb mitgeliefert wird auch alles andere als eine Entwicklung 
"from Scratch".

Und das dies Microchip Anwender irgendwie verunsichern würde das da nun 
auch noch ARM Controller produziert werden ist auch Schwachsinn. Diesen 
Glaubenskrieg gibt es doch nur bei den Fanboys unter den Hobbyisten.

Microchip Anwender sind es ja gerade gewohnt (und vor allem schätzen die 
es meistens) das es gerade die verschiedensten Cores mit vergleichbarer 
Peripherie und (teilweise) selben Pinning gibt. Die zudem auch noch sehr 
weitgehend C-Code Kompatibel sind (zumindest zwischen 16 & 32 Bit)
Wenn Microchip jetzt einen ARM anbieten würde der aber vom Pinning und 
der Peripherie kompatibel zu den PIC32 ist, so das es eine PIC32M* (mit 
MIPS) und eine PIC32A* (mit ARM) Familie gibt würden das wohl nur die 
allerwenigsten professionellen Anwender negativ bewerten.
Insbesondere da Microchip -ausser einem dicken Patzer just bei der 
Ausgründung- sich als sehr Lieferzuverlässig erwiesen hat und selbst 
alte µC immer noch VErfügbar sind oder es voll kompatible Nachfolgetypen 
gibt.

BTW: Microchip ist seit JAhren auf einem massiven Einkaufskurs.
Und macht dabei immer noch noch dicke Gewinne.
Atmel ist in der Vergangenheit aber starkt am verkaufen gewesen - und 
steht trotzdem schlechter da.
Da scheint also was an der "Microchip hat was verpennt" Theorie nicht 
ganz schlüssig zu sein. Aber mal schauen was die jetzt aus dem ATMEL 
Kuchen machen. Bisher waren die ja zu den aufgekauften Firmen und deren 
Kunden recht "freundlich". Auch sehe ich keinen Grund warum die 
Produkte, die sich weiterhin vernünftig verkaufen, einstellen sollten. 
Das wird so sicher nicht kommen.
Allerhöchstens wird die Entwicklung bei den AVR auf ein Mindestmaß 
heruntergefahren. Aber das ist die ja jetzt schon...

Aber vielleicht kommt es auch ganz anders: Microchip ist sehr stark im 
8Bit MArkt und weiß sehr wohl das es ausserhalb der Hobbyistenszene noch 
einen großen Bedarf an 8Bit µC gibt. Denn 32Bit ist nicht bei allem 
besser... Die werden jetzt auch Überlegen: Es gibt Sounsoviele 
industrielle AVR Anwender. Ein paar werden in der nächsten Zeit sowieso 
von AVR weggehen weil die mehr Leistung brauchen. Aber der Rest wird 
ebenfalls wechseln wenn wir jetzt da nichts mehr machen...
Ein paar gehen vielleicht auf PIC, aber ein Teil auch nicht. Wie groß 
wird dieser Teil wohl sein?

Und je nachdem wie diese Überlegungen ausfallen kann ich mir durchaus 
vorstellen das die auch beim AVR noch einmal nachlegen werden...


Gruß
Carsten

von Michael K. (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Ich verstehe das Problem nicht so recht. Jeder Halbleiter-Hersteller hat
> Distributoren. Da ist Dialog keine Ausnahme:

Schlaukopf !
Da stehen tolle Telekomunikations ICs auf der Dialog Seite. Sind 
wirklich 'state of the art' und genau das was ich suche.
Die 2seitige Veraufsbroschüre ist nicht sehr aussagekräftig also frag 
ich natürlich nach dem Datenblatt und nach einer Bezugsquelle weil 
niemand diesen Baustein führt obwohl der schon Jahre auf dem Markt ist 
und in einigen professionellen Geräten verbaut.
Auch auf den graue Markt ist der über Restpostenhöker zu bekommen.

Ich habe irgendwann quasi darum gebettelt doch einfach nur das 
Datenblatt zu bekommen ohne je wieder irgendwas mehr von denen zu 
wollen.
NDA wäre garkein Thema gewesen.

Wenigstens die Stückzahl ab der ich ein Datenblatt bekommen könnte mögen 
die mir sagen.

Ich habe genau eine einzige Rückmeldung von Dialog enthalten.
NEIN

Sorry, aber mir kommt überhaupt nichts mehr von dem Laden ins Design 
weil ich einfach damit rechnen muß das jede Art Problem das ich jemals 
mit den Teilen haben sollte zu einer ebenso liebevoll formulierten 
Anteilnahme führt.

Das ändert sich erst wenn das Schicksal mich in eine Position bringt in 
der ich mich nur frage wer denn soviel zuverlässig liefern kann.
Da ist Dialog dann bestimmt ein bevorzuger Hersteller.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Mark B. schrieb:
> Michael K. schrieb:
>> Der Dialog besteht bei denen darin nach der Stückzahl zu fragen, NEIN
>> zu sagen und ab da jede Kommunikation zu verweigern.
>>
>> Das macht für die sicher Sinn und ich will denen auch garnichts böses
>> aber der Strukturwandel müsste da schon apokalyptische Formen annehmen
>> um auf 50% der Atmel Kleinkundennähe zu kommen.
>
> Ich verstehe das Problem nicht so recht. Jeder Halbleiter-Hersteller hat
> Distributoren. Da ist Dialog keine Ausnahme:
>
> http://www.dialog-semiconductor.com/contact/distributors-representatives
>
> Oder kaufen alle hier im Forum ihre Mikrocontroller direkt bei Atmel?

Und, hast du dir mal angeschaut wie groß das über diese Distributoren 
verfügbare Produktspektrum ist, im Vergleich zum Gesamtprogramm von 
DIALOG?

Nein, natürlich NICHT!
ALs Hinweis: Mouser hat INSGESAMT 10 verschiedene Halbleiter von DIALOG 
im Vertrieb. Unterschiedliche Gehäusevarianten sind dabei einzeln 
gezählt (real also weniger verschiedene Typen) Ausschließlich BT-Smart 
SOC.

Digikey hat ganze 3 ! Halbleitertypen von DIALOG im Programm.

KAuf über Distributoren geht also nur für einen ganz kleinen TEil des 
Produktspektrums...

Mal ganz davon abgesehen das KAuf nicht alles ist. Support ist ein sehr 
wichtiges Thema. Und wenn ein HErsteller schon bei vier- oder gar fünf 
bis sechsstelligen stückzahlen  nicht verkaufen will weil er sich mit so 
Kleinkrämern nicht abgeben will, dann braucht man Support wohl erst gar 
nicht zu fragen, oder?

Gruß
Carsten

von Mark B. (markbrandis)


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Carsten S. schrieb:
> Mal ganz davon abgesehen das KAuf nicht alles ist. Support ist ein sehr
> wichtiges Thema. Und wenn ein HErsteller schon bei vier- oder gar fünf
> bis sechsstelligen stückzahlen  nicht verkaufen will weil er sich mit so
> Kleinkrämern nicht abgeben will, dann braucht man Support wohl erst gar
> nicht zu fragen, oder?

Meines Wissens nach hat hier niemand konkrete Stückzahlen genannt.

Okay, wenn Dialog so kundenunfreundlich ist, dann gehen sie ja sicher 
bald Pleite... ach nein, komischerweise steigern sie jedes Jahr Umsatz 
und Gewinn. Im Gegensatz zu Atmel, die nun wohl als eigenständige Firma 
vom Markt verschwinden werden.

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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Mark B. schrieb:
> Meines Wissens nach hat hier niemand konkrete Stückzahlen genannt.
Aber an anderen Stellen wurden schon Stückzahlen genannt...
Ausserdem gibt es soetwas wie eigene Erfahrungen.

> Okay, wenn Dialog so kundenunfreundlich ist, dann gehen sie ja sicher
> bald Pleite... ach nein, komischerweise steigern sie jedes Jahr Umsatz
> und Gewinn. Im Gegensatz zu Atmel, die nun wohl als eigenständige Firma
> vom Markt verschwinden werden.
Blödsinnsargument...
Sie sind ja nicht zu allen Kunden so unfreundlich. Nur zu den 
"kleineren".
So lange es aber genug große Kunden gibt -es reicht ja schon EIN 
Einziger sehr großer- kann man trotzdem gute Gewinne machen so lange man 
sich verträgt...

Blöd ist daran nur das wenn ein derart wichtiger Kunde nur einen kleinen 
Schnupfen bekommt, die ganze Firma Zulieferer ganz schnell mit schwerer 
Grippe im Bett liegt...
Auf gut deutsch: Man ist auf gedeih und verderb dem Kunden ausgeliefert!

Das hat man bei DIALOG ja schon erkannt und genau das als Argument für 
den ATMEL Kauf herausgehauen...

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Tim  . (cpldcpu)


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Hier eine sehr interessante Präsentation von Microchip zur 
Micrel-Übernahme:

http://www.sec.gov/Archives/edgar/data/932111/000095010315003773/dp56103_425.htm

Und hier zur Atmel Übernahme:

http://www.microchip.com/pdf/Atmel_Acquisition_Investor_Presentation_FINAL.pdf

Auf Folie 5 ist das angedachte Finanzmodell mit den erhofften Synergien 
dargestellt.

Atmel scheint wirklich zu bluten, da man bei R&D und SG&A weit über 
Branchenschnitt liegt. (SGA: https://en.wikipedia.org/wiki/SG%26A)
Der gute Support von Atmel wird also teuer bezahlt. Hier lässt sich 
leicht ablesen wo zuerst angesetzt wird. Hier ist nix mit Synergien in 
der Fertigung - es wird massiv an indirekten Kosten gespart werden 
müssen.

von Michael K. (Gast)


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Tim  . schrieb:
> Hier lässt sich
> leicht ablesen wo zuerst angesetzt wird. Hier ist nix mit Synergien in
> der Fertigung - es wird massiv an indirekten Kosten gespart werden
> müssen.

Das R&D beider Firmen an den gleichen Dingen arbeitet und das zwei 
Firmen zusammen weniger R&D brauchen als eine mit der halben 
Produktpalette glaubt ein Banker bei der Finanzierung bestimmt.
Als Power Point Präsentation eine Zierde ihrer Art mit der Aussagekraft 
und Seriösität die nunmal die einer Power Point Präsentation ist.

Power Pointen orieniert sich an dem Ergebniss das ich bei einem 
Entscheidungsträger mit geringer Aufmerksamkeitsspanne erzielen will und 
meist nicht an den tatsächlichen Prognosen.
SG&A wird sicher deutlich fallen, Produktionskosten auch, aber die R&D 
Position sehe ich nicht es sei denn man verordnet sich ein wenig 
Trägheit weil die Konkurenz kleiner geworden ist.
Die guten R&D Leute gehen dann aber zur Konkurenz wenn sie eingespart 
werden.

Erstmal gibt es eine Menge Risiken plötzlich doppelt zu sein in allen 
Strukturen. Das hängt jetzt davon ab wie clever die das machen oder ob 
nach Gutsherrenart durch Atmel gepoltert wird.
Ich halte den Kauf trotzdem für richtig weil ein Dialog Semiconductor 
mit Atmel Palette ein angsteinflössender Konkurent gewesen wäre.

von Dennis S. (dspo)


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Bislang kein Sterbenswörtchen auf der Atmel- Homepage. Wie albern ist 
das denn?

von Tim  . (cpldcpu)


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Dennis S. schrieb:
> Bislang kein Sterbenswörtchen auf der Atmel- Homepage. Wie albern ist
> das denn?

Bei mir taucht ein kaum zu übersehender Banner auf.

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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H.Joachim S. schrieb:
> Ich habe etliche Atmel-Aktien, seit 2005 (für 1,70 gekauft). Kein riesig
> gutes Geschäft, aber ok.
>
> Eigentlich habe ich die nur noch, weil vor Einführung der
> Kapitalertragssteuer erworben und damit Gewinne steuerfrei. Es wird
> interessant, wie das mit den eingetauschten Dialog-Aktien gehandhabt
> wird.

Und es kam, wie es kommen musste...Und ich kann jetzt sehen, wie ich 
irgendwie wieder an mein Geld komme....

Also eigentlich müsste das gesamte Paket kapitalertragssteuerfrei sein, 
aber von wegen...
Bekommen habe ich 7$=6,14€ in bar und für je 44 Atmel-Aktien 1 
Microchip-Aktie (im Moment um die 44€/Stk)

Rechnen wir mal mit 1000Stk:
Gekauft für 1700€, hat jetzt gebracht 6140€ Bares und 22 
Microchip-Aktien.
Jetzt kommt der Witz: der gesamte Baranteil wurde als Dividende verbucht 
und damit Kapitalertragspflichtig. KAPST+SOLZ rund 30%, und das sogar 
auf meinen ursprünglichen Kaufpreis (Kapitalertragssteuer wird nur auf 
den Gewinn erhoben).

Depotbank sagt nur: wir machen nur, was uns gemeldet wurde (Betrag ist 
eine Dividende)
Finanzamt: kennt sich damit nicht aus
Steuerberater: damit kenne ich mich nicht aus

Mal eben 1600€ völlig ungerechtfertigt einkassiert :-(, und es wird 
schwierig, da wieder ran zu kommen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Wer mit Aktien Lotto spielt Kann gewinnen und zugleich verlieren.

Sei froh, denn unterm Strich bist du im Plus, ohne einen Finger gekrümmt 
zu haben. Wenn du gierig bist wird auch das zerrinnen.

Namaste

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Schlaukopf. Auf solche Antworten kann ich getrost verzichten.

Es geht nicht nicht um das für und wieder im allgemeinen, es geht um 
diesen einen konkreten Fall.

Natürlich kann man gewinnen und verlieren. Und da das Verlieren auch 
dazu gehört, sind die Gewinne i.a. auch höher als auf dem Sparbuch.

von A. K. (prx)


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Winfried J. schrieb:
> Wer mit Aktien Lotto spielt Kann gewinnen und zugleich verlieren.

Als langfristige Anlage funktionieren sie besser, wenn man kein Profi 
ist. Breit gestreut kaufen, 10 oder 20 Jahre liegen lassen, und in 
dieser Zeit nicht auf die Kurse starren.

: Bearbeitet durch User
von G. C. (_agp_)


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Wieder mal typisch, dass ausgerechnet MEIN Posting gelöscht wurde.

Toll gemacht!

von Georg A. (georga)


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Das ist ein kniffliges Thema. Sowas ähnliches gab es bei Google, die 
ihre Aktien 1:2 aufgesplittet haben, Preis halbiert pro Stück. Die 
zweite war zwar eine stimmrechtslose "C"-Aktie, aber aus €-Sicht 
effektiv erstmal alles ohne Wertverlust oder Gewinn. Leider haben alle 
Banken den Zwangserwerb der neuen C-Aktie in voreilendem FA-Gehorsam als 
Dividendenausschüttung verbucht und dann gleich mal 25% einkassiert 
(ohne Vorwarnung). Die Begründung allgemein ist, dass eine Ausschüttung 
in Aktien (z.B. bei Abspaltung von Firmenteilen ala 
Siemens/Infineon/etc) eben auch nur eine andersartige Dividende ist. Im 
Google-Fall wurde aber der Kontext völlig ignoriert. Es war kein 
Wertgewinn und die Aktien gehören zur selben Firma. Google Deutschland 
wurde von der Regelung wohl auch überrascht.

Es gab unzählige Einsprüche und viele Monate später wurde dieses 
seltsame Verständnis revidiert und alles rückabgewickelt.

Das Problem im Atmel-Fall ist, dass Dividenden unabhängig vom 
Kaufzeitpunkt versteuert werden müssen. Durch den Dividendenabschlag 
sinkt der Aktienpreis ja genau um den Anteil der Dividende. Damit 
verlieren alten Aktien genausoviel an Wert wie neue. Diese Gleichheit 
unabhängig vom Kaufzeitpunkt gibts schon lange, also juristisch wohl 
nicht angreifbar.

Und die Barausschüttung ist halt eine Dividende, selbst wenn du sie 
nicht wolltest.

Wo zieht man die Grenze zwischen "normaler" Dividendenausschüttung mit 
Versteuerung und "anormaler" ohne Versteuerung weil vor der KESt 
gekauft? Mal fiktiv auf die Spitze getrieben: Atmel löst sich 
vollständig auf und schüttet den gesamten Aktienwert als Dividende aus, 
der Aktienwert wird danach mit 0 festgelegt.

Aber ein Anwalt für einen Einspruch findet sich sicher ;)

@Winfried J:

Es kommen immer so tolle Sprüche von dir. Aber Aktien sind auch nix 
anderes als "Ich habe eine tolle Idee und brauche Geld um sie zu 
verwirklichen. Im Gegenzug bekommst du was vom Gewinn, wenns geht. Falls 
nicht, bist du dein Geld los." An dem Modell sehe ich an sich nichts 
Verwerfliches, mit Zufall (Lotto) hat das nichts zu tun, eher mit 
Vertrauen auf das Prinzip bzw. die Firma *). Dass sich dann daraus ein 
ziemlicher Rattenschwanz von parasitären Strukturen entwickelt hat, 
müssen wir nicht diskutieren. Das ist Lotterie bzw. eher 
Glitch-Roulette...

*) Ich habe zB. Aktien von Aixtron zu einem Zeitpunkt (2009/10) gekauft, 
wo LEDs als echte Beleuchtung gerade erst aufgetaucht sind.  Damit habe 
ich also (minimal, aber trotzdem) diese Entwicklung mitfinanziert. Hätte 
auch in die Hose gehen können, ich war mir aber ziemlich sicher, dass 
das was wird ("Augenöffner" war übrigens die LED-Halle bei einem 
electronica-Besuch, aus heutiger Sicht alles Funzeln...). Und wenn man 
weiss, dass "Verbindungshalbleiter" das Material von LEDs sind und man 
für die Materialherstellung besondere Maschinen braucht, dann weiss man 
auch, welche Firmen noch vor dem Boom des Produkts gut laufen müssen ;) 
Ergebnis: ~600% Gewinn. Mit einem LED-Hersteller (Cree) lief es ähnlich, 
zu einer Zeit, wo noch jeder über das flaue LED-Licht gemosert hat...

Aber natürlich muss man sich mit dem Kram beschäftigen. Und wenn es 
schiefgeht, muss man sich auch an die eigene Nase fassen (können). 
Abschieben der Schuld auf andere (schlechte Beratung blablubb) ist 
leider in unserem Vollkasko-Staat sehr beliebt...

von Michael K. (Gast)


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Georg A. schrieb:
> *) Ich habe zB. Aktien von Aixtron zu einem Zeitpunkt (2009/10) gekauft,

> Ergebnis: ~600% Gewinn.

Ich habe Aixtron gekauft als die gerade auf 9€ gefallen waren.
Derzeit bei ~4€ weil der große Asienauftrag wegen unlösbarer technischer 
Probleme storniert wurde und Oled auch nicht in die Puschen kommt.
Wenn der Osram Auftrag nicht kommt fallen die weiter.

Da bleibt nur abwarten, in ein paar Jahren mal vorsichtig schauen oder 
abstoßen und wenigstens Steuern sparen wenn man gerade ein anderes Paket 
mit Gewinn veräußert.

von Mark B. (markbrandis)


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Winfried J. schrieb:
> Wer mit Aktien Lotto spielt Kann gewinnen und zugleich verlieren.

Die Aussage ist Quatsch. Es geht hier um die steuerliche Behandlung. Die 
hat mit Lotto spielen absolut gar nichts zu tun.

Dass die steuerlichen Regelungen in Deutschland zu kompliziert sind, 
wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen. Deswegen redet man ja 
auch seit Jahrzehnten darüber, sie zu vereinfachen. Leider passiert 
weitgehend das Gegenteil. :-(

: Bearbeitet durch User
von Mark B. (markbrandis)


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Michael K. schrieb:
> Da bleibt nur abwarten, in ein paar Jahren mal vorsichtig schauen oder
> abstoßen und wenigstens Steuern sparen wenn man gerade ein anderes Paket
> mit Gewinn veräußert.

Oder jetzt verkaufen. Man muss sich von der Vorstellung lösen, dass man 
seinen Einstandskurs irgendwann bestimmt wiedersehen wird. Denn es gibt 
keine Garantie, dass dies jemals geschehen wird. Auch nicht wenn man 
jahrelang darauf wartet.

: Bearbeitet durch User
von Paul B. (paul_baumann)


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G. C. schrieb:
> Wieder mal typisch, dass ausgerechnet MEIN Posting gelöscht wurde.
>
> Toll gemacht!

Reg Dich nicht auf -Du bist nicht allein. Mir wurden auch schon mehr als 
genug Beiträge gelöscht. Vor Allem dann, wenn sie die Realität 
widerspiegelten oder ich mit der Nadel die rosa Wölkchen vom Himmel 
holte.

Da schüttelt man den Kopf, grinst und wendet sich anderen Tätigkeiten 
zu.

MfG Paul

von Michael K. (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Oder jetzt verkaufen. Man muss sich von der Vorstellung lösen, dass man
> seinen Einstandskurs irgendwann bestimmt wiedersehen wird. Denn es gibt
> keine Garantie, dass dies jemals geschehen wird. Auch nicht wenn man
> jahrelang darauf wartet.

Ich brauche das Geld jetzt aber nicht und es gibt auch keine andere 
Anlage die mich jetzt reizen würde.

Nach meiner Einschätzung ist Aixtron ein leistungsstarkes Unternehmen 
mit solidem Geschäftsmodell das gerade eine schwierige Phase durchmacht.
Die Chance auf Kurssteigerung bewerte ich höher als das Risiko eines 
weiteren, dauerhaften Kursverlustes.

Wenn die z.B. die Oled Probleme lösen können die sie noch haben geht der 
Kurs wie eine Rakete ab, denn wer kann schon Oled Flächen in der Größe 
eines Doppelbettes beschichten.

Mit Oled habe sie auch das zweite Standbein, nur das halt gerade beide 
kränkeln. An sich sind das aber Spezialmaschinenbauer mit 
Dünnschichtbeschichtungs Know how. Heute Led, morgen Oled, übermorgen ?
Die packen das schon noch.

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