Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug 3D Drucker Prusa I3


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von chris_ (Gast)


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Hallo Zusammen,

ich habe mir einen Prusa I3 3D-Drucker Bausatz gekauft und bin gerade 
dabei, ihn zusammen zu bauen.
Im Anhang mal die ganzen Teile aus dem Karton. Ich poste das Bild in der 
vollen Auflösung, damit man die Teile gut erkennen kann.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Goethe: "Mehr Licht!"

(dann wäre das Bild nicht so verrauscht, und man könnte glatt /noch 
mehr/ erkennen)

von chris_ (Gast)


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Mittlerweile habe ich den Drucker fast fertig. Das Display, den Lüfter 
und die Schrittmotoren habe ich schon angeschlossen.
Weiß jemand, ob ich mit einen Terminal Programm einen ersten Test machen 
kann, ob die Motoren laufen und keine der Achsen klemmt?

von chris_ (Gast)


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>Goethe: "Mehr Licht!"

Ja, Du hast recht. Das Bild hat mir vom Ausschnitt am besten gefallen. 
Vielleicht finde ich im "Repository" noch ein Besseres ...

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Die Software "Repetier Host" hat so eine Art "Handbedienebene", bei der 
man die verschiedenen Achsen separat ansteuern kann (in verschieden 
großen Schritten in beide Richtungen bewegen und auf Null-Position 
fahren).
Auch anderes wie die Heizung(en) und Lüfter lassen sich damit ansteuern.

Daraus erzeugt sie die benötigten G-Codes und sendet sie an den Drucker.

Ich habe damit meinen K8200 recht einfach in Betrieb nehmen können.

Auf dem Controller des K8200 läuft eine Firmware namens "Marlin", 
vielleicht ist das bei Dir (d.h. Deinem Prusa) ja etwas ähnliches.

Viel Erfolg!

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
> Mittlerweile habe ich den Drucker fast fertig. Das Display, den Lüfter
> und die Schrittmotoren habe ich schon angeschlossen.
> Weiß jemand, ob ich mit einen Terminal Programm einen ersten Test machen
> kann, ob die Motoren laufen und keine der Achsen klemmt?

auf dem Ding läuft "Marlin" - einfach per Drehknopf ins Menü, da gibt's 
einen Punkt, mit dem man alle Achsen manuell bewegen kann (natürlich 
immer nur eine)...
Vorher wird noch die gewünschte Schrittweite abgefragt (Verfahrweg je 
Drehknopfimpuls o.ä.), die Z-Achse wird nur bei dem kleineren Wert 
angeboten...

Ein alternatives "Terminalprogramm" wäre Octoprint, das hab' ich mir 
gleich dazu gebaut. Ist etwas mehr als ein "Terminalprogramm", da es 
eine komplette Drucker-Remotesteuerung darstellt. Läuft gut auf einem 
Pi-2...

von chris_ (Gast)


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Danke für eure Antworten.

>auf dem Ding läuft "Marlin" - einfach per Drehknopf ins Menü, da gibt's
>einen Punkt,

Du meinst dieses ?:
http://reprap.org/wiki/Marlin
Ich habe mich mal durch das Menue am Drucker gehangelt. Dort gibt es 
einen Punkt "Motion" in dem man die ganzen Parameter wie Max-V und 
Achsenauflösung einstellen kann. Leider habe ich keine Möglichkeit 
gefunden, die Achsen Manual zu bewegen.

Ich nutze Ubuntu 14.04. Laut Marlin-Wiki soll Baudrate 250kBit betragen. 
Ich habe mal schnell "Minicom" installiert und gestartet:

minicom -D /dev/ttyUSB0 -p 250000

Der Drucker liefert keinen lesbaren Text zurück. Ich nehme also an, dass 
es kein Klartextprotokoll ist.

Also der Versucht, Octoprint zu installieren ...

von bernte (Gast)


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meiner liegt schon ein paar tage rum und wartet auf den zusammenbau
ich faule socke,

für 14h bist du gut vorangekommen wollte meinem im weihnachtsurlaub 
zusammenbasteln damit ich nicht dauernd unterbrochen werde

was hast du für deinen inkl eust, zoll und dhl gebühren gezahlt?

bisher gut gemacht

von chris_ (Gast)


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>was hast du für deinen inkl eust, zoll und dhl gebühren gezahlt?

275€ Ebay + 70€ Zoll.

Meine Erfahrung beim Zusammenbau bis jetzt: Alle Teile nach Nummern 
sortiert auf einen Tisch legen hat sich sehr bewährt.
Die mitgeschickte Anleitung ist nur auf den ersten paar Seiten gut, 
danach wird's chaotisch. Dann hilft nur noch, die Youtube-Videos für den 
Zusammenbau anschauen.
z.B.: 
https://www.youtube.com/watch?v=UL2xfxjRaSw&index=22&list=PLODCkot3GriiNbAxIwO9JCZjQSb92CWN7

von bernte (Gast)


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hättest mal nen preisvorschlg abgegeben
240€ waren ohne zögern drin


werde so vorgehen wie du
alles auf dem tisch ausbreiten und dann malen nach zahlen ;-)

mach es bei einigen teilen evtl sinn die schutzfolie dranzulassen
zb Unterseiten oder Rückseiten?

von chris_ (Gast)


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Weiter mit der Inbetriebnahme:

Ich habe mittlerweile den Menuepunkt im LCD-Display gefunden:

Prepare->Motion

( ist ganz unten versteckt ).

Ich kann die X- und die Y-Achse bewegen. Marlin scheint nur positive 
Richtungen zu können. Was soll das denn ?

Wenn ich versuche die Z-Achse zu bewegen, brummeln die Motoren. Es 
bewegt sich nichts. Da es nur 4 Motortreiber sind, vermute ich das die 
beiden Z-Achsen Motoren parallel an einem Treiber hängen. Wenn ich nur 
einen Motor an den Treiber hänge, bewegt sich die Z-Achse ( natürlich 
nicht weit, weil die Konstruktion dann verkantet ).

Octorprint konnte ich nicht installieren. Dafür habe ich "pronterface" 
entdeckt. Dort gibt es auch ein Python Script "pronsole" mit dem ich 
theoretisch mit dem Befehl "connect" eine Verbindung herstellen könnte, 
wenn ich wüsste, mit welchem Kommando man die voreingestellten 125kBit 
in "pronterface" an die 250kBit des Druckers anpassen kann....

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
> Weiter mit der Inbetriebnahme:
>
> Ich habe mittlerweile den Menuepunkt im LCD-Display gefunden:

...so ein paar Sachen hat sogar Geeetech dokumentiert ;-):
http://www.geeetech.com/wiki/index.php/Acrylic_Prusa_Mendel_I3#How_to_control_on_LCD

>
> Prepare->Motion
>
> ( ist ganz unten versteckt ).
>
> Ich kann die X- und die Y-Achse bewegen. Marlin scheint nur positive
> Richtungen zu können. Was soll das denn ?

Naja, das Ding geht davon aus, dass "Home" der Nullpunkt ist (den kann 
man wiederum setzen). Ab home geht's positiv in alle 3 Richtungen...

>
> Wenn ich versuche die Z-Achse zu bewegen, brummeln die Motoren. Es

Hm, klingt nach "verkehrtrum angeschlossen" - aber die Stecker waren 
glaub' ich doch verpolungssicher...

> bewegt sich nichts. Da es nur 4 Motortreiber sind, vermute ich das die
> beiden Z-Achsen Motoren parallel an einem Treiber hängen. Wenn ich nur
> einen Motor an den Treiber hänge, bewegt sich die Z-Achse ( natürlich
> nicht weit, weil die Konstruktion dann verkantet ).

Geht das mit jeweils beiden Motoren? Also beide lassen sich jeweils 
einzeln ansteuern, aber nicht zusammen?

>
> Octorprint konnte ich nicht installieren. Dafür habe ich "pronterface"

Für den Pi hatte ich ein fertiges Image genommen, das lief Plug&Play 
(http://docstech.net/OctoPiMirror/)

> entdeckt. Dort gibt es auch ein Python Script "pronsole" mit dem ich
> theoretisch mit dem Befehl "connect" eine Verbindung herstellen könnte,
> wenn ich wüsste, mit welchem Kommando man die voreingestellten 125kBit
> in "pronterface" an die 250kBit des Druckers anpassen kann....

Also eigentlich ist die "offiziell" von Geeetech unterstützte 
"Fernsteuerung" (bzw. PC-Anbindung) ja der "Repetierhost":
http://www.repetier.com/download-software/
Da gibt's im Geeetech-Wiki auch eine entsprechende Doku, und sogar 
irgendeine Geeetech-Version davon als Download.

Ich hatte mich allerdings nicht getraut, den Prusa-Controller per USB 
direkt an meinen Laptop anzuschliessen - das olle Ding speist nämlich 
"zurück"; hatte mir dann einen USB-Hub besorgt, der das unterbindet.

von Jan L. (ranzcopter)


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bernte schrieb:
> hättest mal nen preisvorschlg abgegeben
> 240€ waren ohne zögern drin

Jo, das war auch mein Kurs :)
Plus €60 für Steuer, Zoll und DHL-Handling...

>
>
> werde so vorgehen wie du
> alles auf dem tisch ausbreiten und dann malen nach zahlen ;-)
>
> mach es bei einigen teilen evtl sinn die schutzfolie dranzulassen
> zb Unterseiten oder Rückseiten?

würde ich nicht - abgesehen davon, dass das bei den meisten Teilen eh' 
stören würde - das Zeug ging bei mir selbst "frisch" nicht immer 100% 
frickelfrei ab, ich schätze, liesse man das noch ein paar Wochen mehr 
darauf "altern", wäre das spätere Abziehen erst recht eine Pfriemelei. 
Es ist auch keine Folie, sondern eine Art Papier.

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
> minicom -D /dev/ttyUSB0 -p 250000
>
> Der Drucker liefert keinen lesbaren Text zurück. Ich nehme also an, dass
> es kein Klartextprotokoll ist.

Das Ding spricht "G". Probier' mal "M503" einzugeben - im Grunde schon 
"Klartext", aber halt sehr "kompakt"...

von chris_ (Gast)


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>Hm, klingt nach "verkehrtrum angeschlossen" - aber die Stecker waren
>glaub' ich doch verpolungssicher...

Nene, die Schrittmotoren sind schon richtig angeschlossen. Ich habe mal 
ein wenig an dem Poti für die Leistung rumgespielt, damit konnte ich 
dann beide bewegen. Außerdem habe ich noch ein paar Tropfen Öl auf die 
Achsen gemacht.

BTW: mit welchem "Schmiermittel" soll man arbeiten? Öl, Fett, 
Silikonfett?
An den Linearlagern der Z-Achse sind Schmiernippel angebracht.

von chris_ (Gast)


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Beim Programm Pronterface

http://www.pronterface.com/

findet sich das Programm "pronsole.py". Mit dem kann ich Verbindung zum 
Drucker herstellen.

1. pronsole starten
python pronsole.py

2. Verbindung herstellen
connect /dev/ttyUSB0 250000

von chris_ (Gast)


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Jetzt habe ich ein Problem mit der Auto-Home-Funktion:

Der Druckkopf auf der X-Achse fährt nach rechts, der Endschalter ist 
aber links beim Schrittmotor. Damit findet der Drucker die Nullposition 
nicht.

Weiß jemand Rat?

Die Achsen Y und Z funktionieren ...

von Olaf (Gast)


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Vertausch mal zwei Kabel vom Schrittmotor.

Olaf

von Olaf (Gast)


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Mit meinem kleinen Programm kann man unter Linux auch schnell
was testen:

Beitrag "DrillOMat 3D-Drucker als Platinenbohrmaschine"

Unter Test kann man die GCode direkt eingeben und ausfuehren lassen.

Olaf

von chris_ (Gast)


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>Vertausch mal zwei Kabel vom Schrittmotor.

Hmm ... die Kabel sind fest in Steckern. Man kann eigentlich nichts 
falsch machen.

Soll der Druckkopf bei positiver X-Bewegung nach rechts oder nach links 
fahren?

Vielleicht kann man in Marlin die Richtung konfigurieren?

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>>Vertausch mal zwei Kabel vom Schrittmotor.
>
> Hmm ... die Kabel sind fest in Steckern. Man kann eigentlich nichts
> falsch machen.
>
> Soll der Druckkopf bei positiver X-Bewegung nach rechts oder nach links
> fahren?

Positiv = vom End-Schalter weg - der markiert 'Minpos'...

Ich meine mich dunkel zu erinnern - den X-Schlitten musste ich zweimal 
bauen, da es da die seltene Gelegenheit gab, dass Teile genau falschrum 
passten - nicht, dass da bei dir irgendwas spiegelverkehrt ist?

>
> Vielleicht kann man in Marlin die Richtung konfigurieren?

Ja, im Prinzip geht das (INVERT_X_DIR) - aber imo nur über die 
Marlin-Config-Datei, die aber ja von Geeetech eigentlich richtig 
mitgeliefert worden sein sollte.
Genau diese 'Configuration.h' von Marlin müsste man auch anpassen, um 
die Marlin-Version auf dem Controller upzudaten.

von chris_ (Gast)


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>Ich meine mich dunkel zu erinnern - den X-Schlitten musste ich zweimal
>bauen, da es da die seltene Gelegenheit gab, dass Teile genau falschrum
>passten - nicht, dass da bei dir irgendwas spiegelverkehrt ist?

Jetzt wo Du es sagst ... es könnte sein, dass man den Riemen oben statt 
unten befestigen muss. Ich glaube, dann läuft die Achse anders herum.

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>>Ich meine mich dunkel zu erinnern - den X-Schlitten musste ich zweimal
>>bauen, da es da die seltene Gelegenheit gab, dass Teile genau falschrum
>>passten - nicht, dass da bei dir irgendwas spiegelverkehrt ist?
>
> Jetzt wo Du es sagst ... es könnte sein, dass man den Riemen oben statt
> unten befestigen muss. Ich glaube, dann läuft die Achse anders herum.

Genau so ist es - Verbinder muss oben hin!

von Hardy F. (hardyf)


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Olaf schrieb:
> Mit meinem kleinen Programm kann man unter Linux auch schnell
> was testen:
>
> Beitrag "DrillOMat 3D-Drucker als Platinenbohrmaschine"
>
> Unter Test kann man die GCode direkt eingeben und ausfuehren lassen.

Feines kleines Programm, Olaf.
Möchtest du es nicht vielleicht auch für Windows compilieren ?

Gibt sicher viele Dankeschöns dafür.

Nicht alle nutzen Linux

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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> Möchtest du es nicht vielleicht auch für Windows compilieren ?

Ich hab kein Windows.
Ausserdem wuerde ich denken das dies nicht mit einmal Compiler aufrufen 
getan ist. Ich musste mich schon ein bisschen verrenken um fuer
diese #$%@@$! Firmware eine Baudrate von 250000B zu erlauben. Das ist 
sicherlich auch bei Qt nicht Betriebssystem uebergreifend.

Olaf

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Die Windows-Funktionen, die mit seriellen Schnittstellen hantieren, 
reichen direkt den Baudratenwert an den unterliegenden Devicetreiber 
durch. Erst der kümmert sich darum, die Baudrate an die Anforderungen 
der Hardware anzupassen (durch Berechnungen von Baudratenteilern etc.).

Das ist ein bisschen komfortabler als der unter linux & Co. verwendete 
Ansatz.

von Hardy F. (hardyf)


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Olaf schrieb:
> Ich hab kein Windows.

Verstehe...

Schade für die die kein Linux haben.

Vielleicht findet sich jemand mit Windows, dem du helfen kannst, dein 
Programm dorthin zu portieren ?

Im Voraus schon mal Danke

von chris_ (Gast)


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Kennt Ihr das auch: Ihr baut eine Gerät auseinander und danach wieder 
zusammen. Irgendwie sind aber ein Haufen Schrauben übrig ...

Den Drucker habe ich bis auf die Kabelbinder zusammengebaut. Es sind 
aber einige Sachen übrig. Insbesondere viele Unterlagsscheiben ...

Leider scheint auch etwas zu fehlen: Die Glasplatte auf dem Heizbett. 
Eine etwas rauhere Aluminiumplatte, die man auf das Heizbett schraubt 
ist dabei. Aber darauf müsste man wohl noch die Glasplatte klemmen.

Kann man vielleicht auch direkt auf die Aluminiumplatte drucken?

von Olaf (Gast)


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> Die Glasplatte auf dem Heizbett.

Das macht nichts. Man braucht sowieso mehrere.

Bei Ikea gibt es entweder preiswerte kleine Bilderrahmen oder 
Spiegelfliesen. Einmal mit Petroleum (WD40) ueber die Scheibe putzen, 
einmal mit dem Glasschneider einen Strich ziehen, 5s warten, brechen und 
danach einmal kurz mit Schmirgelpapier ueber die Kante. Ist ganz 
einfach, wirklich. :-)

Auf Alu druecken wuerde ich nicht weil das eine andere 
Haftung/Temperaturleitfaehigkeit hat. Damit werden deine Parameter im 
Drucker nicht mehr stimmen.

Olaf

von chris_ (Gast)


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>Bei Ikea gibt es entweder preiswerte kleine Bilderrahmen oder
>Spiegelfliesen.

Vielen Dank.
Wie es der Zufall so will, habe ich noch ein paar Spiegelfliesen von 
IKEA herum liegen, weil ich damit vor einiger Zeit einen Heliostat bauen 
wollte.
Die Fliese ist zwar etwas kleiner, aber man kann sie ja schräg 
aufklemmen.

Hat jemand eine Idee, wie ich meinen ersten Drucktest beginnen soll?
Gibt es irgendwo ein fertiges TestFile für die SD-Karte?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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chris_ schrieb:

> Hat jemand eine Idee, wie ich meinen ersten Drucktest beginnen soll?
> Gibt es irgendwo ein fertiges TestFile für die SD-Karte?

Fertige G-Codes für die SD-Karte wohl eher nicht - dafür sind die 
Drucker und verwendeten Materialien zu unterschiedlich.

Es gibt aber haufenweise Testmodelle, z.B. auf thingiverse.com

Würfel, um die Maßhaltigkeit zu testen, schräge Objekte und Brücken für 
überhängenden Druck usw.

Zumindest im deutschen Reprap-Forum bekannt ist ein kleines Boot:

http://www.thingiverse.com/thing:763622

Das Teil enthält viele Herausforderungen.

Das (STL-)Modell lädst Du dann in Deinen Slicer und erzeugst daraus 
passend für Deinen Drucker den G-Code für die SD-Karte.

: Bearbeitet durch Moderator
von bernte (Gast)


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also ich ging eigentlich davon aus das man auf diese spezielle aluplatte 
drucken soll, wird schon einen grund haben dass die Oberfläche so 
mattiert ist

weiterhin sollten einige Test-Kalibrierobjekte auf der sd karte 
gespeichert sein

von Jan L. (ranzcopter)


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bernte schrieb:
> also ich ging eigentlich davon aus das man auf diese spezielle aluplatte
> drucken soll, wird schon einen grund haben dass die Oberfläche so
> mattiert ist

ja, das hatte mich auch etwas verunsichert; bei dem einfacheren 
Geeetech-Prusa ist ja eine Glasplatte dabei, der Pro-X sollte die 
"bessere" Version mit Aluplatte haben. Wäre wohl etwas sinnlos, 
Hotbed+Alu+Glas zu stapeln, dann doch eher nur "Hotbed+Glas".
Meine Tests laufen jetzt aber erstmal mit "Kaptonband auf Alu"... :)

>
> weiterhin sollten einige Test-Kalibrierobjekte auf der sd karte
> gespeichert sein

von Olaf (Gast)


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Ich drucke auf Glas. Ich hab meine Glasscheibe mit Spruehkleber 
beschichtet. Den Kleber gibt es so 2x im Jahr bei Aldi. Einmal 
beschichten haelt so fuer 10-20Drucke. Meine Teile halten gut, Warpen 
kenn ich nur in seltenen Ausnahmefaellen!

Olaf

von chris_ (Gast)


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>Pro-X sollte die
>"bessere" Version mit Aluplatte haben. Wäre wohl etwas sinnlos,
>Hotbed+Alu+Glas zu stapeln, dann doch eher nur "Hotbed+Glas"

Im Anleitungsvideo von Geetech wird die Glasplatte auf die Aluplatte 
geklemmt ( Minute 7:40 )
https://www.youtube.com/watch?v=Gko_pErdDbc&list=PLODCkot3GriiNbAxIwO9JCZjQSb92CWN7&index=22

>weiterhin sollten einige Test-Kalibrierobjekte auf der sd karte
>gespeichert sein

Ist bei Deinem Bausatz eine SD-Karte dabei? Bei mir habe ich da nichts 
gefunden.

>Ich drucke auf Glas. Ich hab meine Glasscheibe mit Spruehkleber
>beschichtet.

In einem Video wurde behauptet, dass man sehr gut einen Klebestifft 
verwenden kann. Hast Du das schon mal ausprobiert?

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>>Pro-X sollte die
>>"bessere" Version mit Aluplatte haben. Wäre wohl etwas sinnlos,
>>Hotbed+Alu+Glas zu stapeln, dann doch eher nur "Hotbed+Glas"
>
> Im Anleitungsvideo von Geetech wird die Glasplatte auf die Aluplatte
> geklemmt ( Minute 7:40 )
> 
https://www.youtube.com/watch?v=Gko_pErdDbc&list=PLODCkot3GriiNbAxIwO9JCZjQSb92CWN7&index=22

ich weiss, das ist aber wohl ein Fehler - die Glasplatte gehört 
"offiziell" nicht zum Lieferumfang des Pro-X.

>
>>weiterhin sollten einige Test-Kalibrierobjekte auf der sd karte
>>gespeichert sein
>
> Ist bei Deinem Bausatz eine SD-Karte dabei? Bei mir habe ich da nichts
> gefunden.

ja, ein 4GB-Kärtchen war dabei.

>
>>Ich drucke auf Glas. Ich hab meine Glasscheibe mit Spruehkleber
>>beschichtet.
>
> In einem Video wurde behauptet, dass man sehr gut einen Klebestifft
> verwenden kann. Hast Du das schon mal ausprobiert?

naja, da schwört offenbar jeder auf was anderes:
- Sprühkleber
- Haarspray (Marke "extra strong")
- Pritt-Varianten
- Kaptonband
- Bluetape

probieren geht über studieren :)

von chris_ (Gast)


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>ich weiss, das ist aber wohl ein Fehler - die Glasplatte gehört
>"offiziell" nicht zum Lieferumfang des Pro-X.

Ich bin da ein wenig skeptisch. Die Aluplatte ist angeschraubt und die 
Glasplatte ist mit den Klemmen befestigt.

Laut Olaf braucht man im Normalfall viele Glasplatten.

Ich kann mir nur den Grund vorstellen, dass die Glasplatten 
verschmutzen. Dann wäre es sehr nützlich, die verschmutzungsanfälligen 
Platten austauschbar zu gestalten.
Das müsste bei der Aluplatte ja schlimmer sein, da sie rau ist.

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>>ich weiss, das ist aber wohl ein Fehler - die Glasplatte gehört
>>"offiziell" nicht zum Lieferumfang des Pro-X.
>
> Ich bin da ein wenig skeptisch. Die Aluplatte ist angeschraubt und die
> Glasplatte ist mit den Klemmen befestigt.
>
> Laut Olaf braucht man im Normalfall viele Glasplatten.
>
> Ich kann mir nur den Grund vorstellen, dass die Glasplatten
> verschmutzen. Dann wäre es sehr nützlich, die verschmutzungsanfälligen
> Platten austauschbar zu gestalten.
> Das müsste bei der Aluplatte ja schlimmer sein, da sie rau ist.

Stichwort "Dauerdruckplatte" - siehe z.B.
https://www.youtube.com/watch?v=ddRxyg74HFk

Ich weiss allerdings auch nicht, ob "unsere" Aluplatte schon 
PEI-beschichtet ist...

von Ale (Gast)


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Sehr schön sieht die Maschine aus ! Gut gemacht.
Wir sind gespannt, wie gut du es zu drucken kriegst ! Keep the good work 
!

von chris_ (Gast)


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>Sehr schön sieht die Maschine aus ! Gut gemacht.
Danke schön. Hoffentlich komme ich bald zum Drucken. Ich weiß noch 
nicht, auf welchen Abstand zur Platte ich die Z-Achse einstellen muss.

>Stichwort "Dauerdruckplatte" - siehe z.B.
Aha, ich lerne dazu. Ist ja schon unglaublich, dass die solche Fehler in 
ihren Demo-Videos haben.

>ja, ein 4GB-Kärtchen war dabei.
Kannst Du mal nachsehen, welche Files da drauf sind? In einem Video 
drucken die direkt von der SD-Karte und ich vermute, dass alle Parameter 
dort für den Drucker richtig eingestellt sind.

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>>Sehr schön sieht die Maschine aus ! Gut gemacht.
> Danke schön. Hoffentlich komme ich bald zum Drucken. Ich weiß noch
> nicht, auf welchen Abstand zur Platte ich die Z-Achse einstellen muss.

- die 4 Flügelmuttern der Druckplatte bissel reindrehen, sodass man 
später Spielraum nach oben und unten hat
- Z-Achsen-Endstopschalter so justieren, dass bei 'Autohome' das Hotend 
ungefähr <=1mm über dem Druckbett hängt
- Blatt Papier aud's Druckbett, und Flügelschrauben lockern, sodass sich 
das Papier unter'm Hotend noch locker bewegen lässt
- obiges für alle 4 Ecken und die Mitte checken... :-)

>
>>Stichwort "Dauerdruckplatte" - siehe z.B.
> Aha, ich lerne dazu. Ist ja schon unglaublich, dass die solche Fehler in
> ihren Demo-Videos haben.
>
>>ja, ein 4GB-Kärtchen war dabei.
> Kannst Du mal nachsehen, welche Files da drauf sind? In einem Video
> drucken die direkt von der SD-Karte und ich vermute, dass alle Parameter
> dort für den Drucker richtig eingestellt sind.
Sorry, hatte ich schon mit eigenen (Test-)Dateien überspielt; waren aber 
bloss ein paar STL-Dateien, die hatten sicherlich keine 'Parameter' mit 
drin. Geeetech hat lediglich die Marlin-Version angepasst, die Parameter 
dort lassen sich am LCD ablesen, oder über die gängigen Druckerclients 
auslesen...

von Olaf (Gast)


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> Laut Olaf braucht man im Normalfall viele Glasplatten.

Naja, viele. Sagen wir mal zwei. Ich hab immer eine auf dem Drucker und 
eine steht bereit falls ich mal wechseln will. Und mir ist auch schon 
mal eine runtergefallen.

Wie oft man die Wechseln will haengt von den eigenen Anspruechen ab. Im 
Prinzip kann man eine bespruehte Platte sehr lange nutzen. Ich wuerde 
mal sagen locker 10-20Drucke. Eventuell sogar mehr. Man kann ja seine zu 
druckenden Sachen etwas verteilen. Wenn man aber auf einer frisch 
bespruehten Platte druckt dann ist diese Seite fast spiegelglatt. Druckt 
man auf eine Stelle wo man schon ein paarmal gedruckt hat so sieht man 
das der Flaeche des neuen Teils an. Wenn man das nicht will so muss man 
oefters wechseln.

Olaf

von chris_ (Gast)


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Um den Drucker endlich in Betrieb zu nehmen, muss ich die Software
"slicr3r" konfigurieren.

http://slic3r.org/download

Das Programm fragt nach dem "nozzle diameter". Es gibt auf der Seite von 
Geetech Angaben:

http://www.geeetech.com/wiki/index.php/Acrylic_Prusa_Mendel_I3

Dort scheint der Durchmesser aber variabel:

Nozzle diameter: 0.3mm, 0.35mm, 0.4 mm, 0.5mm

Weiß jemand den richtigen Durchmesser?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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"Miss nach" - wäre die naheliegendste Antwort.

Sofern Du an die Extruderdüse 'rankommst (und damit auch noch nicht 
gedruckt wurde), könntest Du vorsichtig mit einer Druckbleistiftmine 
testen. Die gibt es in 0.5mm und auch 0.3mm Stärke.

Denn: Wenn der Hersteller unterschiedliche Düsen liefert -- woher sollen 
wir wissen, was Dir geliefert wurde?

Auf Deinem Bild ganz oben sieht man auf dem Schrittmotor des Extruders 
einen Aufkleber (dessen Beschriftung allerdings nicht entzifferbar ist). 
Vielleicht steht da ja ein sachdienlicher Hinweis drauf, das ist ja ein 
vormontierter Extruder ....

Ansonsten ist slic3r nicht das geschickteste Programm seiner Art, 
einerseits braucht es für seinen Job ziemlich lange, andererseits 
erzeugt es teilweise sehr erratischen G-Code, bei dem der Drucker wirre 
und unnötige Bewegungen macht.

"Cura" hat in beiden Punkten einen besseren Ruf.

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
> Um den Drucker endlich in Betrieb zu nehmen, muss ich die Software
> "slicr3r" konfigurieren.
>
> http://slic3r.org/download
>
> Das Programm fragt nach dem "nozzle diameter". Es gibt auf der Seite von
> Geetech Angaben:

btw, dein Wiki-Link ist falsch, du hast den X:
http://www.geeetech.com/wiki/index.php/Prusa_I3_X


> Dort scheint der Durchmesser aber variabel:
>
> Nozzle diameter: 0.3mm, 0.35mm, 0.4 mm, 0.5mm
>
> Weiß jemand den richtigen Durchmesser?

bei meinem bin ich von .3 ausgegangen - ein .3er-Bohrer passt, ein .4er 
nicht. Einen 0.35 hatte ich als "eher unwahrscheinlich" ausgeklammert...

von chris_ (Gast)


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Danke für die Antwort.
Im Moment kämpfe ich noch mit der Softwareinstallation.
Nachdem oben erwähnt wurde, dass die Elektronik des Druckers in den 
USB-Port zurückspeist, bin ich vorsichtig und versuche einen alten 
Rechner in betrieb zu nehmen.
Vielleicht probiere ich es mit einen Raspberry Pi. Braucht der dann eine 
extra Stromversorgung, oder reicht der Drucker?

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
> Danke für die Antwort.
> Im Moment kämpfe ich noch mit der Softwareinstallation.
> Nachdem oben erwähnt wurde, dass die Elektronik des Druckers in den
> USB-Port zurückspeist, bin ich vorsichtig und versuche einen alten
> Rechner in betrieb zu nehmen.

Es genügt, einen halbwegs regelkonformen USB-HUB zwischenzuschalten - 
den habe ich inzwischen aber wieder abgelöst durch ein einfaches 
USB-Kabel, dem ich die 5V-Litze unterbrochen habe :) - tut einwand- und 
rückspeisefrei...

> Vielleicht probiere ich es mit einen Raspberry Pi. Braucht der dann eine
> extra Stromversorgung, oder reicht der Drucker?

Der Pi muss extra versorgt werden - der braucht ja schon gut 700mA, das 
liefert der Controller-USB ganz sicher nicht - soll er ja auch nicht, 
denn genau das macht ja die "Rückspeisung" aus. Der USB-Host des Pi 
liefert 5V, und der angeschlossene "USB-Client" (Controller) auch - kann 
gutgehen, muss aber nicht.

Was gehen sollte - aktiver USB-HUB mit Netzteil >=1A, der dann nicht 
nur "Rückspeisung" verhindert, sondern über ein 2. USB-Kabel (neben der 
PI-Host->Hub Verbindung) auch den Micro-USB-Power-Anschluss des Pi 
versorgt.

von Stefan (Gast)


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>Der Pi muss extra versorgt werden - der braucht ja schon gut 700mA, das
>liefert der Controller-USB ganz sicher nicht -

Du hast Recht, ich habe es gerade ausprobiert: Wenn man den RPi an den 
Drucker ohne zusätzliche Versorgung anschließt, leuchten zwar die LEDs 
und zuckeln etwas herum, der RPi läuft aber nicht an.

Mittlerweile habe ich meinen ersten Testdruck.

Ich habe einen einfachen Ring mit "openscad" erzeugt und dann mit slic3r 
"gescliced".

openscad-code:
1
$fn = 50;
2
3
axLength=5;
4
axDiameter=28;
5
axHole=22;
6
7
ring(axLength,axHole,axDiameter);
8
9
module ring(thickness,innerDiameter,outerDiameter)
10
{
11
  difference()
12
  {
13
    cylinder(thickness,outerDiameter/2,outerDiameter/2);
14
    cylinder(thickness,innerDiameter/2,innerDiameter/2);
15
  }  
16
}

von chris_ (Gast)


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Um das Filament in den Extruder zu bekommen, musste ich jedesmal den 
Lüfter abschrauben, damit ich den Düseneinlass sehen konnte. Ist das bei 
euch auch so?
Außerdem habe ich 3mm Filament gekauft, in der Annahme, es passt auf 
jeden Fall in den Extruder. Aber leider nein, es passt nur das 
mitgelieferte 1.75mm Filament.

von chris_ (Gast)


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Hier mal ein paar der ersten Drucke für einen kleine, zweirädrigen 
Roboter.

von chris_ (Gast)


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Hier mal meine vorläufige Zusammenfassung zu dem Drucker:

Es hat Spaß gemacht, den Drucker zusammen zu bauen. Durch den 
Zusammenbau kenne ich jedes Detail und kann alles reparieren.
Wenn man am Zusammenbau von Modellen Spaß hat, ist der Drucker das 
Richtige.

Die Bauanleitung hat einige Fehler, die man mit Hilfe von Videos und 
etwas Nachdenken korrigieren kann ( Siehe z.B. das Bild für das 
Y-Laufrad, in der Anleitung ist es falsch herum ).
Die Halterung der Justierschraube für die Z-Achse ist totaler Murks. Es 
ist eine Kleinigkeit, aber es nerft beim Einstellen ziemlich. Sobald ich 
etwas Muße habe, entwerfe und drucke ich mir das was Besseres ( oder hat 
von euch jemand schon ein Lösung? )
Insgesamt bin ich bis jetzt aber ziemlich begeistert, weil das Drucken 
weniger schwierig ist, als ich es erwartet hätte.


Jetzt brauche ich nur noch ein paar Ideen für Weihnachtsgeschenke zum 
ausdrucken.

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
> Hier mal ein paar der ersten Drucke für einen kleine, zweirädrigen
> Roboter.

Das sieht ja schon ziemlich gut aus! Ich kämpfe noch mit ein paar 
Parametern - was benutzt du bei "Steps/mm" für den Extruder?
Die voreingestellten Werte bei mir waren jedenfalls unbrauchbar...

Und druckst du jetzt direkt auf's Alubett, oder doch auf Glas?

von chris_ (Gast)


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Hallo Jan,

ich benutze den "slice3r". Dort waren die meisten Parameter 
voreingestellt. Allerdings war der Filamentdurchmesser auf 3mm, beim 
Prusa I3 pro sind es aber 1.75mm . Wenn der Durchmesser falsch 
eingestellt ist, dann käme zu viel oder zu wenig Material aus der Düse.
Ich hänge dir mal das Config-File vom "slice3r" an. Dort stehen alle 
Parameter drinnen.

Gruß,
chris_

von chris_ (Gast)


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Wenn Du den "slic3r" nimmst und das Config-File importierst, sollten 
alle Einstellungen stimmen.

http://slic3r.org/

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
> Hallo Jan,
>
> ich benutze den "slice3r". Dort waren die meisten Parameter
> voreingestellt. Allerdings war der Filamentdurchmesser auf 3mm, beim
> Prusa I3 pro sind es aber 1.75mm . Wenn der Durchmesser falsch
> eingestellt ist, dann käme zu viel oder zu wenig Material aus der Düse.

Bei mir war die Firmware auf 90/mm beim Extruder eingestellt, damit kam 
fast garnix. Mit 145/mm hat mein Kubikzentimeter Testdruck jetzt 
zumindest fast einen cm^3... :)

> Ich hänge dir mal das Config-File vom "slice3r" an. Dort stehen alle
> Parameter drinnen.

cool, danke; ja, an die 75Grad Hotbed-Temperatur hatte ich mich auch 
rangerobbt, der Unterschied zwischen Mess- und Alutemperatur ist doch 
erheblich.
Leider enthält die slicer-config nicht die Steps/mm - sind auch eher 
Druckerparameter, kann man auf jeden Fall direkt über's LCD anschauen 
(Motion)...

Ansonsten bin ich derzeit mit Cura unterwegs, ist halt direkt in 
Oktoprint integriert.

>
> Gruß,
> chris_

von chris_ (Gast)


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>Leider enthält die slicer-config nicht die Steps/mm

Ok, ich lese es mal aus dem Druckerdisplay ab.

Da steht Esteps/mm: +0093.0

Ich würde denken, dass Geetech in jedem Drucker die gleich Firmware 
ausliefert.
Aber man kann ja im Slicer, wie oben schon erwähnt, die Filamentdicke 
einstellen. Wenn man dort 3mm für das Filament stehen hat, aber das 
Filament nur 1.75mm dick ist, dürfte deutlich zu viel Material 
extrudiert werden.
Zum Test könntest Du den Slic3r ja mal ausprobieren, dann sollten die 
gleichen Ergebnisse wie bei mir rauskommen.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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chris_ schrieb:
> Wenn man dort 3mm für das Filament stehen hat, aber das Filament nur
> 1.75mm dick ist, dürfte deutlich zu viel Material extrudiert werden.

Das dürfte eher andersrum sein, oder?

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>>Leider enthält die slicer-config nicht die Steps/mm
>
> Ok, ich lese es mal aus dem Druckerdisplay ab.
>
> Da steht Esteps/mm: +0093.0

Hm, ja, war auch mein Wert; die Sache mit 3mm-Filament könnte aber eine 
Spur sein... :)

> Ich würde denken, dass Geetech in jedem Drucker die gleich Firmware
> ausliefert.

Jo, davon sollte man ausgehen können - wird ja nur Marlin mit einer 
Geeetech-Configuration.h draufgebügelt...

> Aber man kann ja im Slicer, wie oben schon erwähnt, die Filamentdicke
> einstellen. Wenn man dort 3mm für das Filament stehen hat, aber das
> Filament nur 1.75mm dick ist, dürfte deutlich zu viel Material
> extrudiert werden.
> Zum Test könntest Du den Slic3r ja mal ausprobieren, dann sollten die
> gleichen Ergebnisse wie bei mir rauskommen.

von chris_ (Gast)


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>Das dürfte eher andersrum sein, oder?
Hmm, also wenn man das dicke Filament 1mm bewege ist es mehr Volumen als 
wenn man das Dünne Filament 1mm bewegt.
Ist also das dicke Filament eingestellt aber es wird dünnes Filament 
verwendet, kommt zu wenig.

Ich glaube Du hast recht.

von Jan L. (ranzcopter)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> chris_ schrieb:
>> Wenn man dort 3mm für das Filament stehen hat, aber das Filament nur
>> 1.75mm dick ist, dürfte deutlich zu viel Material extrudiert werden.
>
> Das dürfte eher andersrum sein, oder?

genau; würde dann auch zu meinem Fehlerbild - zu wenig Extrusion - 
passen...

von chris_ (Gast)


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Hier noch mein neuester Druck. Der war jetzt von der Fläche her ziemlich 
groß und hat ca. 3,5 Stunden gebraucht.

von chris_ (Gast)


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So sieht das Ganz zusammengebaut aus.

von chris_ (Gast)


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Um den speziellen 28mm Dichtring an den Rädern zu sparen, hier ein 40mm 
Rad mit normalem Hausgummi als Reifen.

von Jan L. (ranzcopter)


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Nicht schlecht - du scheinst auch kein Problem mit Warping zu haben; bei 
mir wölben sich bei grösseren Sachen gerne mal die Ecken hoch. Noch :)

Dafür bin ich mit der Masshaltigkeit schonmal ziemlich zufrieden - der 
gedruckte Autolevel-Sensorhalter passte auf Anhieb perfekt...

von chris_ (Gast)


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>Nicht schlecht - du scheinst auch kein Problem mit Warping zu haben;

Danke ;-)
Ich drucke aber direkt auf die graue Aluplatte. Das könntest du auch mal 
probieren.

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>>Nicht schlecht - du scheinst auch kein Problem mit Warping zu haben;
>
> Danke ;-)
> Ich drucke aber direkt auf die graue Aluplatte. Das könntest du auch mal
> probieren.

Ja, werde ich auf jeden Fall auch machen - gibt noch so viel zu 
testen...:)
PLA geht nun ganz gut mit 78° Druckbett-Temp-Einstellung, Aluplatte 
kommt damit auf ca. 57°.

von chris_ (Gast)


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>PLA geht nun ganz gut mit 78° Druckbett-Temp-Einstellung, Aluplatte
>kommt damit auf ca. 57°.

Bei meinem Drucker ist es so, dass zwischen der Aluplatte und dem 
Heizbett ein Wölbungsspalt ist. Irgend eine der beiden Platten ist nicht 
ganz plan. Dadurch ist der Wärmeübertrag zwischen der Heizung und der 
Platte relativ schlecht. Die Temperaturdifferenz dürfte ähnlich wie bei 
Deinem Drucker sein. Eigentlich müsste man Wärmeleitpaste zwischen die 
beiden Platten schmieren.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nur als Einwurf: Wir haben uns für die Tests ein MK3-Board gekauft 
(20-25€). Das ist im Prinzip eine dicke (3mm) Platine aus Alu mit direkt 
aufgeätzter Heizung. Dort ist die Wärmeverteilung sehr gleichmäßig 
(maximal 1-2K Abweichung) und auch die Messung in der Mitte recht genau 
(auch auf 1-2K genau). Zumindest unsere Platte ist gut plan und wohl auf 
der Rückseite eloxiert (ob PEI-beschichtet, weiss ich nicht). Jedenfalls 
heizen wir die für PLA auf 70°C auf und haben sehr gute Haftung. Nach 
Abkühlung auf etwa 35°C gibt es ein leichtes Knacken und die Teile 
liegen locker auf. Reinigen mussten wir noch gar nicht bzw. reicht es, 
die Reste vom Skirt einfach abzuzuiehen.

Ich kann diese Platten jedenfalls nur empfehlen.

von Olaf (Gast)


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> So sieht das Ganz zusammengebaut aus.

Ich hab so meine Schwierigkeiten zu glauben das eine 2mm Achse das 
notwendige Drehmoment direkt auf ein Gummiband uebertragen kann.

Olaf

von chris_ (Gast)


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>Ich hab so meine Schwierigkeiten zu glauben das eine 2mm Achse das
>notwendige Drehmoment direkt auf ein Gummiband uebertragen kann.

Doch doch, das Drehmoment ist ganz ordentlich und wir haben es schon 
mehrfach ( ohne 3D-Drucker ) gebaut:
http://roboterclub-freiburg.de/projekte/freiBot/index.php
Der Gummi muss eine gute Spannung haben, dann rutscht auch nichts durch.

Das Prinzip haben wir vom Korsel abgeschaut. Hier kann man sehen, wie 
sich so ein Roboter bewegt:
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=S7RD8HhmOQ4

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:

> Bei meinem Drucker ist es so, dass zwischen der Aluplatte und dem
> Heizbett ein Wölbungsspalt ist. Irgend eine der beiden Platten ist nicht
> ganz plan.

Ja, hab' ich auch; das PCB hängt bissel durch, ich meine auch bei 
Zusammenbau bemerkt zu haben, dass das PCB etwas unter Spannung war 
wegen nicht 100%ig ausgerichteter Bohrungen.
Die Temperaturdifferenz selbst finde ich nicht so tragisch, blöd ist 
aber, dass ich dadurch vor'm Drucken etliche Minuten erstmal gut 
'durchbraten' muss, damit die Aluplatte auf Temp. kommt...

Dadurch ist der Wärmeübertrag zwischen der Heizung und der
> Platte relativ schlecht. Die Temperaturdifferenz dürfte ähnlich wie bei
> Deinem Drucker sein. Eigentlich müsste man Wärmeleitpaste zwischen die
> beiden Platten schmieren.

Hm, ich fürchte, dafür ist der Spalt zu gross; überlege aber auch schon 
in Richtung 2k-Kleber, um beides 'endgültig' zu verbinden.

von Jan L. (ranzcopter)


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Chris D. schrieb:
> Nur als Einwurf: Wir haben uns für die Tests ein MK3-Board gekauft
> (20-25€). Das ist im Prinzip eine dicke (3mm) Platine aus Alu mit direkt
> aufgeätzter Heizung. Dort ist die Wärmeverteilung sehr gleichmäßig

ah, gefunden, danke. sieht interessant aus, als Alternative zu den eher 
hochpreisigen Dauerdruckbetten mit Carbon oder gefrästem Alu...
Bei dem Preis bestell' ich mir das auf jeden Fall mal.

> (maximal 1-2K Abweichung) und auch die Messung in der Mitte recht genau
> (auch auf 1-2K genau). Zumindest unsere Platte ist gut plan und wohl auf
> der Rückseite eloxiert (ob PEI-beschichtet, weiss ich nicht). Jedenfalls
> heizen wir die für PLA auf 70°C auf und haben sehr gute Haftung. Nach

Beim aktuellen Druck bin ich jetzt auch mal auf 63° (Alu) gegangen - 
noch gibt's kein Warping. Die 70 werd' ich aber auch mal probieren.


> Abkühlung auf etwa 35°C gibt es ein leichtes Knacken und die Teile
> liegen locker auf. Reinigen mussten wir noch gar nicht bzw. reicht es,
> die Reste vom Skirt einfach abzuzuiehen.
>
> Ich kann diese Platten jedenfalls nur empfehlen.

von qwertzuiopü+ (Gast)


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Jan L. schrieb:
> 2k-Kleber

Da wäre WLP aber definitiv besser - Außer du mischt den Kleber mit 
Aluspänen/Kupferspänen. Das dürfte auch ordentlich halten.

von Jan L. (ranzcopter)


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qwertzuiopü+ schrieb:
> Jan L. schrieb:
>> 2k-Kleber
>
> Da wäre WLP aber definitiv besser - Außer du mischt den Kleber mit

Hm, 2k kriegt man mit 2, WLP hat wohl so 10 (WLK). Dafür müsste 2k nur 
vielleicht so .5mm überbrücken, WLP in diesem Fall sicherlich 2-3mm in 
der Mitte. Liesse sich ausrechnen, ob das tatsächlich 'definitiv' besser 
wäre. Auf jeden Fall müsste man grössere Mengen 'reinquacken', irgendwie 
unschön.


> Aluspänen/Kupferspänen. Das dürfte auch ordentlich halten.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Wenn geklebt ist, ist halt die Frage interessant, wer sich beim Erwärmen 
und Abkühlen mehr verzieht, die Aluplatte oder die drangeklebte 
Heizplatte. Will man das?

von Jan L. (ranzcopter)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Wenn geklebt ist, ist halt die Frage interessant, wer sich beim Erwärmen
> und Abkühlen mehr verzieht, die Aluplatte oder die drangeklebte
> Heizplatte. Will man das?

stimmt auch wieder; tatsächlich scheint's auch so zu sein, dass sich das 
PCB-Ding gerade deshalb auch aufwölbt, weil es sich nicht flach 
ausdehnen kann - die 4 Schrauben sitzen "mehr als spack" an der 
Aluplatte. Da könnte "Bohrung aufweiten" beim PCB vielleicht auch schon 
helfen...

(67° Hotbed, und gerade ein perfektes Gehäuse gedruckt - 
faszinierend...:)

von chris_ (Gast)


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>(67° Hotbed, und gerade ein perfektes Gehäuse gedruckt - faszinierend...:)

Kannste mal n'en Bild posten ? ;-)

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>>(67° Hotbed, und gerade ein perfektes Gehäuse gedruckt - faszinierend...:)
>
> Kannste mal n'en Bild posten ? ;-)

naja, ist bloss ein Kästchen für meinen China-DDS. Aber der Deckel 
rastet perfekt ein, schliesst fast 'wasserdicht' und sogar die 
Druckknopfpinösel tun's.
Bitte nicht fragen, warum das Teil braun ist. Ich wollte eigentlich 
irgendeine Farbe ausser braun... ;)

(Edit: Bild 2x - iOS ist schuld :)

: Bearbeitet durch User
von chris_ (Gast)


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Sieht gut aus :-)
Sogar mit Beschriftung. Hast Du es selbst designed?
Vielleicht könnte man Ninja-Flex für die Tasten verwenden. So als 
gummierte Tastatur.

Weiß jemand, ob man PLA anmalen kann?

von Olaf (Gast)


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> Weiß jemand, ob man PLA anmalen kann?

Ja, kein Problem. Allerdings muesste man es vorher gut 
spachteln/schleifen wenn es schoen werden soll.


Ich hab auch mal drei Bilder von einem Gehaeuse angehangen das ist zu 
Testzwecken designt habe. Ich wollte mal ausprobieren wie gut sich 
Buchsen, Schalter und anderes integrieren lassen.

Olaf

von chris_ (Gast)


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>Ich hab auch mal drei Bilder von einem Gehaeuse angehangen

Sieht auch ziemlich gut aus. Hast Du den schwarzen Gehäusekörper auch 
gedruckt?

von Olaf (Gast)


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> Sieht auch ziemlich gut aus. Hast Du den schwarzen Gehäusekörper auch
> gedruckt?

Nein, das auf dem Bild ist noch Original-Alubos. Allerdings mittlerweile 
kann ich den auch drucken. Das ist insofern praktisch weil man das 
gesamte Gehaeuse je nach Anwendung passen skalieren kann bevor man es 
druckt.

Olaf

von IncreasingVoltage .. (increasingvoltage)


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Mal so rein aus Interesse, was soll denn das werden, wenns fertig ist?

von Olaf (Gast)


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> Mal so rein aus Interesse, was soll denn das werden, wenns fertig ist?

Noch garnichts. Die Front war einfach ein Testdruck um zu pruefen ob 
mein Modell zum Alubos-System passt. Man bekommt ja ab und an billig 
Geraete mit diesem Gehaeuse wo schon irgendwas eingebaut war und wo man 
einen neuen Deckel braucht. Und wo ich schonmal dabei war hab ich gleich 
mal geprueft wie man Schalter, Dioden und Steckverbinder in ein Gehaeuse 
integrieren kann. Achte z.B mal darauf das die Cinchbuchse mit Kragen in 
die Platte integriert ist.
Und wo ich schonmal dabei war hab ich dann auch noch das Basisgehaeuse 
gezeichnet. Sieht man oben auf den Bildern ja auch als 10mm Testdruck.

Ich haenge noch mal ein anderes Bild an. Das zeigt ein Gehaeuse fuer 
einen Messverstaerker. Auch hier habe ich wieder die beiden 
Bananenbuchsen, die LED und vor allem den Einschalter in der Mitte, in 
das Gehaeuse integriert.

Sehr interessant ist sowas auch fuer LCD-Glaeser. Ich hab da auch schon 
in eine Gehaeusefront eine Aufnahme mit eingedruckt wo ich das Glas 
direkt von oben einschieben konnte. Habe ich aber gerade kein Bild von.

Gerade bei der Gestaltung von Frontplatten hat man als Bastler 
ploetzlich Moeglichkeiten von denen man frueher nur traeumen konnte.

Nochmal ein anderes Beispiel. Das Bild zeigt eine eigene Rueckwand fuer 
das beruehmt/beruechtigte DS203. Als naechstes koennte man jetzt in die 
Rueckwand noch eigene Stecker oder aehnliches integrieren.

Olaf

von chris_ (Gast)


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Im Moment experimentiere ich gerade mit Zahnrädern.

Dieses Modell hier ist ziemlich gut, die Maße passen für den Prusa:
http://www.thingiverse.com/thing:40410

Legosteine zu drucken ist etwas schwieriger.

von chris_ (Gast)


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Jetzt scheint die Düse des Druckers verstopft zu sein. Es kommt zwar 
noch etwas Material aus der Düse, aber es ist viel dünner als normal.
Üblicherweise konnte ich bei erhitzter Düse das Material auch von Hand 
durchdrücken und es kam vorne der Faden. Da kommt jetzt aber fast nichts 
mehr und es geht ziemlich schwer.

Hatte jemand von euch das Problem schon mal? Was tut man am besten?

von Olaf (Gast)


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> Hatte jemand von euch das Problem schon mal?

Ja, bisher einmal in einem Jahr.

> Was tut man am besten?

Zerlegen und reinigen. Natuerlich im heissen Zustand. Musste ich dreimal 
machen bis alles wieder funktioniert hat. Ich war kurz davor das Teil 
wegzuwerfen und mir einen neuen Extruder zu kaufen. Tapfer bleiben!

Olaf

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
>
> Hatte jemand von euch das Problem schon mal? Was tut man am besten?

Zum Glück nicht bis jetzt - aber ich hatte mir aufgrund eines Tipps 
dafür schonmal 0.3mm Bohrer besorgt gehabt. Im heissen Zustand 
"durchbohren" - soll funktionieren... :)

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Vielleicht ein Tipp:

Wir haben allerdings keinen Prusa und drucken mit E3D-Hotends, aber 
prinzipiell sollte das  bei jedem Hotend funktionieren.

Dort kann man sich das Zerlegen meist sparen, wenn man die Düse soweit 
aufheizt, dass das Filament im Hotend zwar etwas aufweicht, aber noch 
gummiartig ist. Dann kann man es meist mit allen Resten und Pfropfen 
nach oben rausziehen. Das klappt so gut, dass man am Ende sogar den 
kleinen Zylinder aus der Düse selbst (0,4mm) mit herauszieht :-)

Bei unserem Hotend erwärmen wir das PLA dafür auf etwa 150°C.

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert - zerlegen kann man ja immer 
noch.

: Bearbeitet durch Moderator
von chris_ (Gast)


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Danke für den Tipp. Mittlerweile habe ich die Düse auf diese Art und mit 
einer kleinen Drahtbürste gereinigt bekommen.
( Ein stiller Mitleser hatte mir schon einen Tipp auf dieses Youtube 
Video von Makerbot geschickt 
https://ultimaker.com/en/support/149-atomic-method )

Es scheinen also alle Filamentdrucker dieses Problem zu haben.

Ich frage mich aber, ob es vielleicht an dem billigen schwarzen Filament 
liegen könnte, welches ich für 20€/Kg bezogen habe. Falls der Hersteller 
nicht ganz sauber arbeitet könnte es ja sein, dass Verunreinigungen 
schon im Filament drinnen sind.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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chris_ schrieb:
> Es scheinen also alle Filamentdrucker dieses Problem zu haben.

Meiner hatte das bislang nicht. Heizt man den Extruder, läuft der darin 
enthaltene Filamentrest von selbst 'raus. Ich benutze mittlerweile noch 
billigeres Filament (3mm-PLA; < 15 €/kg), vielleicht sind die 
Verunreinigungen ja zu teuer, als daß die da noch beigemengt werden 
könnten ...

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ich kann auch nicht behaupten, dass wir oft Stau hatten.

Bei uns lag es daran, dass ich den Retract nach mm/s anstatt mm/min - 
also viel zu langsam - und später viel zu stark eingestellt hatte und 
dann der Kunststoff in den kälteren Bereichen des Hotends erstarrte.

Seit das behoben ist, gab es keinen Stau mehr.

Wir drucken hier preiswertes Filament (von dasfilament.de, 800g für €15) 
und haben damit keine Probleme.

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es bei Schwarz natürlich besonders 
einfach ist, Kunststoffschrott unterzumischen, weil man die "Brocken" 
einfach nicht sieht und es deswegen bei billigem Schwarz öfter Probleme 
gibt.

Ob das stimmt?

Man kann übrigens auch recht einfach selbst Granulat extrudieren - da 
gibt es witzige Videos von genialen Selbstbauextrudern auf Youtube :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von chris_ (Gast)


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Da die Düse glücklicherweise gereinigt ist, konnte ich weiter drucken.

Hier das neueste Robochasis-Design. Jetzt mit Vierradantrieb.

von chris_ (Gast)


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Hier noch die neuesten Drucke:

1. Ein Batteriehalter mit 1mm dicken senkrechten Wänden. Erstaunlich, 
dass bei so dünnen Wänden noch gerade gedruckt wird.

2. Weil Weihnachten ist: eine Plätzchenausstechform.
( http://www.thingiverse.com/thing:723730 )

von A-Freak (Gast)


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Ich sage einmal groß "DANKE" für diesen Thread mit euren 
Erfahrungsberichten.

Bislang habe ich immer geglaubt so ein Gerät müßte ein paar tausend Euro 
kosten aber was ich auf euren Fotos sehe reicht für meine Ansprüche 
vollkommen aus.

Habt ihr schon einmal ABS oder andere höherbelastbare Kunststoffe damit 
gedruckt, wie gut sind da die Ergebnisse?

von chris_ (Gast)


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>Bislang habe ich immer geglaubt so ein Gerät müßte ein paar tausend Euro
>kosten aber was ich auf euren Fotos sehe reicht für meine Ansprüche
>vollkommen aus.

Ja, so ging es mir auch. Ich war erstaunt, wie schnell man doch zu einem 
brauchbaren Ergebnis kommt und hatte mit deutlich mehr Schwierigkeiten 
gerechnet.
ABS habe ich noch nicht verwendet, will mir aber demnächst eine Rolle 
bestellen.

von Olaf (Gast)


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> Habt ihr schon einmal ABS oder andere höherbelastbare Kunststoffe damit
> gedruckt, wie gut sind da die Ergebnisse?

ABS hab ich noch nicht gedruckt. Halte ich auch erstmal von Abstand weil 
das Zeug beim drucken die Bude vollstinkt.

Ausserdem ist PLA SEHR belastbar. Ich hatte letztens einen Fehldruck 
(falsche Masse) das war ein Stueck Plastikrohr mit 20mm durchmesser und 
2mm Wandstaerke. Ich hab es nicht geschafft das mit den Haenden kaputt 
zu bekommen. PLA ist SEHR stabil. Ausserdem kann man da auch gut Gewinde 
reinschneiden und es laesst sich gut kleben.

Nur eine Sache ist doof, es darf nicht warm werden. Ich habe damit den 
Platinenhalter im Anhang gedruckt. Funktionierte sehr gut bis ich einmal 
versehentlich das Natriumpersulfat zu stark erhitzt habe. Da wurde es zu 
Wackelpudding. Naja, auch Genies haben mal einen schlechten Tag. :-)

Olaf

von Steffen W. (derwarze)


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>PLA ist SEHR stabil. Ausserdem kann man da auch gut Gewinde
>reinschneiden und es laesst sich gut kleben.

Na Ja, da nicht gerade flexibel bricht es leichter als ABS.
Beim Gewindeschneiden immer sehr gut kühlen sonst verschmiert das leicht 
besonders wenn man mit dem Akkuschrauber schneidet, M3 geht eigentlich 
nur noch gut wenn man unter dem Wasserstrahl scheidet.
Mit was klebst Du? Ich war bei bei meinen Klebungen nicht so begeistert 
von der Haltbarkeit.

von Olaf (Gast)


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> Na Ja, da nicht gerade flexibel bricht es leichter als ABS.

Stimmt. PLA ist eher hart. (jedenfalls solange es kalt ist)
Aber es bricht nicht leicht. Jedenfalls nicht bei einem richtigen 
Design. Es ist ja gerade einer der Vorteile beim 3D-Drucken das man 
gerundete "Ecken" haben kann welche die Kraft venuenftig einleitet.

> Beim Gewindeschneiden immer sehr gut kühlen sonst verschmiert das leicht
> besonders wenn man mit dem Akkuschrauber schneidet, M3 geht eigentlich
> nur noch gut wenn man unter dem Wasserstrahl scheidet.

Ich wuesste keinen Grund warum ich sowas banales wie Gewindeschneiden 
mit dem Akkuschrauber machen sollte. Ich bin ja schliesslich keine 
Firma. Ich habe jedenfalls schon alles von M2.5 bis M6 (inkluse 3/8") 
geschnitten.
Groessere Gewinde, so ab M16 kann man auch direkt drucken.
Ich verwende aber auch sehr gerne selbstchneidende Schrauben.

> Mit was klebst Du? Ich war bei bei meinen Klebungen nicht so begeistert
> von der Haltbarkeit.

Entweder Stabilit oder Dichlormethan.

Das einzige negative am 3D-Drucken, es ist nicht unmoeglich aber doch 
sehr problematisch etwas zu drucken das auch lichtdicht, wasserdicht 
oder gar luftdicht ist.

Olaf

von chris_ (Gast)


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> Mit was klebst Du? Ich war bei bei meinen Klebungen nicht so begeistert
> von der Haltbarkeit.

UHU-Allplast ( http://www.uhu.com/produkte/modellbauklebestoffe.html )
Damit halten die Klebestellen zwischen PLA "gefühlt" so wie das Material 
selbst.

von Jan H. (jan_m_h)


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Ich fände es echt toll, wenn du auch in einer Weile berichten könntest, 
wie das PLA sich hält bezüglich Bruchfestigkeit. Ich hör immer es bricht 
leichter als ABS, aber auch da gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht.
Ich bin echt fasziniert von der Technik, aber das ABS schreckt mich 
etwas ab bezüglich Geruch und Anforderungen beim Druck. Wie man an der 
Frage erkennt hab ich (noch) keinen Drucker :-)

von Steffen W. (derwarze)


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> oder Dichlormethan.
Bei PLA? glaub ich nicht, für ABS schon.
Hatte das mal ausprobiert aber kein Erfolg, das Zeug macht das PLA zwar 
weich aber löst es nicht an (ähnlich wie Aceton).

Na ja, das ideale Design für beste Bruchfestigkeit kann man sich nicht 
immer aussuchen.
Wasserdicht Drucken geht schon, sofern der Drucker ordentlich arbeitet 
und die Einstellungen stimmen. Mit ABS läst sich durch 
'Oberflächenfinish' mit Acetondampf noch einiges an Dichtheit rausholen.

von Olaf (Gast)


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> > oder Dichlormethan.
> Bei PLA? glaub ich nicht, für ABS schon.

ICh hab damit PLA verklebt und es war danach ein Stueck. Allerdings mit 
der Einschraenkung das es ja SEHR schnell verdunstet und dafuer Drucke 
von der Oberlaechenbeschaffenheit nicht perfekt sind weil Dichlormethan 
nicht spaltfuellend ist.

> Na ja, das ideale Design für beste Bruchfestigkeit kann man sich nicht
> immer aussuchen.

Das verstehe nicht. Wenn ich etwas designe dann beruecksichte ich dabei 
auch das es stabil genug ist. Jetzt mache ich vorher zwar keine 
FEM-Analyse, sondern benutze Bauchgefuehl und gewisse Sicherheitsmargen, 
aber bisher hatte ich kein Problem mit der Bruchfestigkeit.

> Wasserdicht Drucken geht schon, sofern der Drucker ordentlich arbeitet
> und die Einstellungen stimmen.

Mit anderen Worten es geht schlecht. Genau was ich gesagt habe. Es ist 
nicht unmoeglich, es kann funktionieren, aber du kannst dir vor dem 
Drucken nicht sicher sein das es was wird. Das Verfahren kommt da an 
Grenzen.

Olaf

von Klaus W. (mfgkw)


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Man kann ja immer noch eine Nut in eine oder beide Seiten drucken und 
einen Gummiring einlegen.
Technik des letzten Jahrtausends :-)

von Richard B. (r71)


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Olaf schrieb:
> Mit anderen Worten es geht schlecht.

Bei uns werden ständig Bauteile welche Wasserdicht seien müssen 
gedruckt.
Wo liegen deine Probleme?

LG,
Richard

von Olaf (Gast)


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> Man kann ja immer noch eine Nut in eine oder beide Seiten drucken und
> einen Gummiring einlegen.

Ich weiss zwar nicht worauf du dich genau beziehst, aber meinst du nicht 
das die Rauhheit der Oberflaeche bei der gedruckten Teilen zu schlecht 
um sicherzustellen das ein O-Ring korrekt abdichtet? Ich hab das zwar 
auch schon gemacht, aber es bleibt zweifelhaft.


> Wo liegen deine Probleme?

Wie erklaert man Undichtigkeit noch besser?

Oh..und beachte bitte, ich habe nicht gesagt das alle Teile immer wie 
eine Giesskanne aussehen. Ich habe etwas anderes gesagt.

Olaf

von Richard B. (r71)


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Olaf schrieb:
> Wie erklaert man Undichtigkeit noch besser?

Ich müsste ein Sample sehen um sagen zu können wo deine Probleme liegen.

Du druckst vielleicht zu schnell und erzeugst dadurch
diese 80%-ige Materialdichte.

Da hilft auch die "Aceton Vapor" Methode nicht.

von Jan L. (ranzcopter)


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Da hier ja ein paar Leute mit dem Geeetech unterwegs sind - ich habe auf 
Thingiverse eine Halterung für einen 12mm-Standard-Sensor gefunden, der 
Plug&Play an den Geeetech-X-Schlitten passt.
Ich zumindest musste doch recht häufig an den 4 Flügelmuttern des 
Hotbeds herumstellen - mit Autolevel gehört das inzwischen der 
Vergangenheit an.

Ich habe diese Sensor-Halterung jetzt etwas "erweitert" - und noch 2 
LED-"Fassungen" drankonstruiert. Mit 2 x 8mm_LEDs (je 0.5W) ist das 
Druckbett damit "taghell" beleuchtet... :)

Die nächste Version bekommt dann noch eine Aufnahme für den 
DCDC-Konverter (hängt an den 12V).

von chris_ (Gast)


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Danke für das Posting.
Das mit den Leds hatte ich mir auch schon überlegt, weil die Beleuchtung 
an der Düse meistens nicht so gut ist.
Wie funktioniert eigentlich Dein Auto-Level-Sensor? An den Flügelmuttern 
sind ja keine Motoren, die das Bett nivelieren könnten.

von Jan L. (ranzcopter)


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chris_ schrieb:
> Wie funktioniert eigentlich Dein Auto-Level-Sensor? An den Flügelmuttern
> sind ja keine Motoren, die das Bett nivelieren könnten.

...dafür aber an der Z-Achse! ;-)
Bei aktiviertem Autoleveling misst der Druckkopf vor dem Druck das 
Druckbett sozusagen aus, d.h. mit Hilfe des am Druckkopf befestigten 
Näherungsschalters (bei "unserem" Alubett tut's ein induktiver Schalter) 
zählt die Software für verschiedene (einstellbare) Positionen auf dem 
Druckbett die Schritte (= die Entfernung) bis zum Ansprechen des 
Sensors.
Aus diesen Entfernungsangaben berechnet Marlin dann die "schiefe Ebene" 
des Druckbetts, und korrigiert damit beim nachfolgenden Drucken ständig 
per Z-Achse die Abweichung des Hotbeds von der "Idealen".

Ist hier sehr schön erläutert: 
https://www.youtube.com/watch?v=EcGFLwj0pnA

Wichtig ist eigentlich nur, dass der Sensor (natürlich) mechanisch 
oberhalb der Nozzle sitzt, aber bereits auslöst, bevor die Nozzle das 
Druckbett rammt. Sind bei den billigen induktiven so ca. 4mm Abstand zum 
Alubett.

Das einzige, was immernoch bleibt, ist die Korrektur des Z-Offsets 
zwischen "Nozzle" und Sensorschaltpunkt. Bei mir "wandert" der leider 
auch etwas, je nachdem wie "heiss" der Drucker ist. Das ist aber jeweils 
nur eine winzige Korrektur im "Prä-Print-GCode" vom Slicer, und bleibt 
im Laufe einer "Drucksitzung" dann irgendwann auch konstant.

von chris_ (Gast)


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>Bei meinem Drucker ist es so, dass zwischen der Aluplatte und dem
>Heizbett ein Wölbungsspalt ist. Irgend eine der beiden Platten ist nicht
>ganz plan. Dadurch ist der Wärmeübertrag zwischen der Heizung und der
>Platte relativ schlecht. Die Temperaturdifferenz dürfte ähnlich wie bei
>Deinem Drucker sein. Eigentlich müsste man Wärmeleitpaste zwischen die
>beiden Platten schmieren.

Es scheint einen Schaumstoff zu geben, der die Temperatur der Heizplatte 
aushält, wie man auf diesem Bild sehen kann:

https://farm9.staticflickr.com/8564/16287149809_29034b4870_b.jpg

Hat jemand eine Ahnung, wo man so was bekommt?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Da das Druckbett nicht sonderlich heiß wird -- deutlich unter 100 °C -- 
reicht beispielsweise der Schaumstoff aus, der z.B. zur Isolation von 
Warmwasserleitungen verwendet wird.

Welcher Schaumstoff bekommt denn bei 50 °C (das ist z.B. die Temperatur, 
die mein Drucker gerne verwendet) schon Probleme?


Der Schaumstoff löst aber nicht das von Dir zitierte Problem des 
Zwischenraums zwischen Aluplatte und Heizung.

Das bekommt man mit einem anderen Druckbett besser in den Griff - das 
"MK3"-Druckbett ist eine direkt beheizte Aluminiumplatte und daher eine 
lohnende Investition.

von chris_ (Gast)


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>Der Schaumstoff löst aber nicht das von Dir zitierte Problem des
>Zwischenraums zwischen Aluplatte und Heizung.

Mein Gedanke dabei ist: eigentlich müsste man sich durch die Isolierung 
einiges an Energie sparen können und das Druckerbett sollte schneller 
heizen.

>Das bekommt man mit einem anderen Druckbett besser in den Griff - das
>"MK3"-Druckbett ist eine direkt beheizte Aluminiumplatte und daher eine
>lohnende Investition.

Ja, ich sollte es mal bestellen. Wenn das jetzige aufgebraucht ist, 
werde ich das wohl tun.

BTW: gibt es eigentlich irgendwo eine Auflistung typischer Fehlerbilder, 
wenn was am Drucker falsch eingestellt ist ( z.B. falscher 
Filamentvorschub, zu schnelles fahren, falsche Kalibrierung etc. )

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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chris_ schrieb:
>>Das bekommt man mit einem anderen Druckbett besser in den Griff - das
>>"MK3"-Druckbett ist eine direkt beheizte Aluminiumplatte und daher eine
>>lohnende Investition.
>
> Ja, ich sollte es mal bestellen. Wenn das jetzige aufgebraucht ist,
> werde ich das wohl tun.

Ja, das MK3 kann ich empfehlen. PLA haftet dort bei warmem Bett sehr gut 
ganz ohne Zusätze/Kleber. Nach Abkühlung liegt das Teil locker auf dem 
Bett. Reinigung war bisher nicht nötig, Filamentreste lassen sich 
problemlos abziehen.

> BTW: gibt es eigentlich irgendwo eine Auflistung typischer Fehlerbilder,
> wenn was am Drucker falsch eingestellt ist ( z.B. falscher
> Filamentvorschub, zu schnelles fahren, falsche Kalibrierung etc. )

Klar - zum Beispiel hier:

https://www.simplify3d.com/support/print-quality-troubleshooting/

http://reprap.org/wiki/Print_Troubleshooting_Pictorial_Guide

http://support.3dverkstan.se/article/23-a-visual-ultimaker-troubleshooting-guide

Echte Katastrophen (da muss man schon schmunzeln):
http://gizmodo.com/11-spectacular-3d-printer-failures-511092085

von Jan L. (ranzcopter)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Das bekommt man mit einem anderen Druckbett besser in den Griff - das
> "MK3"-Druckbett ist eine direkt beheizte Aluminiumplatte und daher eine
> lohnende Investition.

ist bei mir gerade eingetroffen - im Prinzip sieht's gut aus (3mm und 
plan) - hat allerdings keine versenkten Schraublöcher, und selbige 
liegen ziemlich dicht am Rand; "unversenkt" geht eher nicht, denn da 
rutschen ja durchaus mal Nozzle oder Z-Sensor drüber...
Ausserdem hat das Alubett ein Loch in der Mitte - naja, wird sich 
irgendwie verstopfen lassen... :)
Der Thermistor lag auch nur lose dabei - hätte ich besser das nackte 
Bett ohne Verkabelung genommen, da hätte ich dann zumindest einen 
SMD-Thermistor bestücken können; jetzt muss halt ein 
"Standard-Thermistor" irgendwie drangepappt werden.
Aber Ok - über Ali gibt's die Teile wirklich sehr günstig.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Jan L. schrieb:
> ist bei mir gerade eingetroffen - im Prinzip sieht's gut aus (3mm und
> plan) - hat allerdings keine versenkten Schraublöcher, und selbige
> liegen ziemlich dicht am Rand; "unversenkt" geht eher nicht, denn da
> rutschen ja durchaus mal Nozzle oder Z-Sensor drüber...

Ja, das ist ein bisschen blöd. Man kann die vorsichtig nachträglich 
ansenken, oder man klebt mit 2K-Epoxyd Schrauben/Muttern unten drunter 
(zum Aushärten einfach das Bett aufheizen ;-)
Durch die Muttern kommen dann M3-Madenschrauben.

> Ausserdem hat das Alubett ein Loch in der Mitte - naja, wird sich
> irgendwie verstopfen lassen... :)

Dort haben wir den Thermistor mit Gießharz eingesetzt, also über die 
Druckseite Tesafilm und dann von unten Thermistor und Harz rein. Hält 
wunderbar und gibt eine genauere Temperaturmesseung, da man ja meist 
mittig druckt. Am Boden der gedruckten Teile ist nur mit wirklich sehr 
genauem Hinsehen der kreisförmige Abdruck erkennbar.

Das Kabel haben wir dann mit Kapton druntergeklebt und zur Seite 
rausgeführt.

> Der Thermistor lag auch nur lose dabei - hätte ich besser das nackte
> Bett ohne Verkabelung genommen, da hätte ich dann zumindest einen
> SMD-Thermistor bestücken können; jetzt muss halt ein
> "Standard-Thermistor" irgendwie drangepappt werden.
> Aber Ok - über Ali gibt's die Teile wirklich sehr günstig.

Noch ein Tipp: beim Anlöten der Stromversorgung das Bett einfach vorher 
sich selbst auf 100°C aufheizen lassen, dann geht das auch mit einer 
WECP-20 und 50W problemlos :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Jan L. (ranzcopter)


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Chris D. schrieb:
>> Ausserdem hat das Alubett ein Loch in der Mitte - naja, wird sich
>> irgendwie verstopfen lassen... :)
>
> Dort haben wir den Thermistor mit Gießharz eingesetzt, also über die
> Druckseite Tesafilm und dann von unten Thermistor und Harz rein. Hält

Das klingt nach einer prima Idee, vielen Dank! Wieso bin ich da nicht 
selber drauf gekommen... o_O
Wird's ja sicher auch mit UHU Endfest tun.

>
> Noch ein Tipp: beim Anlöten der Stromversorgung das Bett einfach vorher

Ich hatte extra - um eben keinen SMD-Thermistor noch beschaffen zu 
müssen (gab's nicht beim selben Händler) - die Version mit bereits 
angelöteten Kabeln und bestückten LEDs genommen, in der Annahme, der 
Thermistor sei da auch bereits fertig dran. Ich hätte mir vorher die 
"Produktfotos" einfach genauer anschauen sollen...
D.h. aber, zumindest die Stromversorgung ist "fertig". :)

> sich selbst auf 100°C aufheizen lassen, dann geht das auch mit einer
> WECP-20 und 50W problemlos :-)

von chris (Gast)


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Kennt jemand für den diesen Drucker ein gutes Filamentkühlerdesign?

Die neueren Drucker wie der Creality scheinen sowas zu haben.

Beitrag "Re: Formgenauigkeit von 3D-Drucken"

Beitrag #5355821 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5355822 wurde von einem Moderator gelöscht.
von r.f. (Gast)


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Hallo,

Ich habe Probleme beim Drucken, weiß einer woran es liegt, bin der 
Meinung das es an der Temperatur liegt, ich habe kein Lüfter für 
Filament.

Filamentkühlung fehlt mir aktuell.


Drucker ist Geeetech 3D Printer Aluminum I3 Kit.
https://www.amazon.de/gp/product/B01MTOC9F6/ref=oh_aui_detailpage_o01_s00?ie=UTF8&psc=1

Nozzle 0.3mm, Layer height 0.3mm, 0.2mm habe ich auch getestet, geht 
genauso schlecht, nur feiner die Auflösung.

PLA Temperatur, von 180-240 °C versucht, ohne Erfolg.

Extrusion Multiplier: von 0.8 - 1.2, auch ohne Erfolg.

Anbei Bilder.

Jemand eine Idee?

von Timmo H. (masterfx)


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Sieht mir nach Kühlungsproblem aus. Rüste das erstmal nach und dann 
schau mal. Wenn der Top layer passt, dann ist der Extrusion Multiplier 
auch nicht total daneben. Bei Sowas wie einem Benchy in PLA muss man 
schon nen Partcooler haben

: Bearbeitet durch User
von r.f. (Gast)


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Okay, danke.
Ich besorg mir so ein klein Lüfter, und versuche noch einmal.

von Dirk D. (dicky_d)


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Für mich sieht das auch nach zu kalt UND zu warm aus.
Die layer schmelzen nicht ordentlich zusammen, das sieht nach zu kaltem 
druck aus.

Alles sackt ab, das sieht nach fehlender Kühlung aus.

Für den anfang reicht wirklich PC-Lüfter der quer übers Bett bläst, 
gerne auch nen großen, 120mm oder mehr, das macht die Sache auch leiser.

Extrution-multiplier würde ich erst anfassen wenn der rest stimmt, und 
dann auch nicht zwingend mit nem benchy, dafür druckst du am besten nen 
Quader, so 20-30mm für x und y und 2-3mm für z, achte darauf das die 
höhe glatt durch deine Layerhöhe teilbar ist. Drucke das auf nem Raft 
damit ein schiefes, krummes oder Dreckiges bett das ergebniss nicht 
verfälscht.

Drucke das ganze mit 100% Füllung und schau dir dann die Oberfläche an.

Wenn du da Fugen hast muss der EM hoch, wenn du die oberfläche wellig 
hast dann muss er runter.
Aber sie erst mal zu das du deine beiden Temperaturen ordentlich setze 
und die Kühlung hin bekommst.

Wie Warm ist dein Bett?

von r.f. (Gast)


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Dirk D. schrieb:
> Wie Warm ist dein Bett?

Dieser Druck war glaube ich mit 75ºС. Habe aber von 60-85ºC getestet. 
Kein Unterschied gemerkt.

Ich will mir Lüfter besorgen und noch einmal testen.

Hat dieser Marlin/Arduino noch ein regelbaren Lüfter Ausgang, bei Slicer 
kann ich ja Lüfter für ersten und restlichen Layer separat einstellen.

von Dirk D. (dicky_d)


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r.f. schrieb:
> Hat dieser Marlin/Arduino noch ein regelbaren Lüfter Ausgang

Hast du das GT2560 Board?
Da ist 1 3 pin pwm steckplatz für einen Lüfter, siehe: 
http://www.geeetech.com/wiki/images/5/5c/GT2560.jpg
In der Marlin config für das board ist da zumindest der pin schon mal 
gesetzt, also sollte das out of the box funktionieren.

von Timmo H. (masterfx)


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Dirk D. schrieb:
> Hast du das GT2560 Board?
r.f. hat einen Geeetech 3D Aluminum I3.
Die haben ein recht unverbreitetes Board. Da müssten aber Anschlüsse für 
Lüfter sein. Sieht für mich aber so aus, als wenn die direkt an 12V 
liegen und nicht über einen Mosfet geschaltet werden

r.f. schrieb:
> Dieser Druck war glaube ich mit 75ºС. Habe aber von 60-85ºC getestet.
> Kein Unterschied gemerkt.
>60°C ist für PLA eigentlich schon zu viel. Ist aber denke ich nicht dein Problem 
an dieser Stelle.

: Bearbeitet durch User
von Dirk D. (dicky_d)


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Timmo H. schrieb:
> Dirk D. schrieb:
>> Hast du das GT2560 Board?
> r.f. hat einen Geeetech 3D Aluminum I3.
> Die haben ein recht unverbreitetes Board.

Spannend wäre der Name vom Board, da scheint ja jetzt scho Marlin drauf 
zu sein,
dann könnte man da mal in der Config nachschauen ob da ein Steuerbarer 
Lüfter konfiguriert ist...

Wenn ich das richtig sehe ist das ein SanguiLoLu.
Dafür gibt es ein adaper der nen LCD mit Drehgeber und 2 Lüfter 
anschlüsse mitbringt: https://reprap.org/wiki/Panelolu2

: Bearbeitet durch User
von Timmo H. (masterfx)


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Ja genau das ist das Sanguinololu. Würde ich mir mal gleich ein MKS 
Gen-L für 15€ kaufen. Die Stepper Treiber kann man ja vom alten Board 
nehmen.

von r.f. (Gast)


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Timmo H. schrieb:
> Dirk D. schrieb:
>> Hast du das GT2560 Board?
> r.f. hat einen Geeetech 3D Aluminum I3.
> Die haben ein recht unverbreitetes Board. Da müssten aber Anschlüsse für
> Lüfter sein. Sieht für mich aber so aus, als wenn die direkt an 12V
> liegen und nicht über einen Mosfet geschaltet werden

Ja genau, so ein Board habe ich, 1:1 wie auf deinem Bild.
rechter Pfeil, da ist noch ein Stecker frei, also kann ich 12 V Lüfter 
nehmen und per Slicer einfach ein bzw wieder ausschalten?

von r.f. (Gast)


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Timmo H. schrieb:
> Ja genau das ist das Sanguinololu. Würde ich mir mal gleich ein MKS
> Gen-L für 15€ kaufen. Die Stepper Treiber kann man ja vom alten Board
> nehmen.

Das ist anderes Board, hat aber ähnlich Funktionen?  kann ochne Probleme 
umstecken, oder brauche noch was?

von Timmo H. (masterfx)


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r.f. schrieb:
> Timmo H. schrieb:
>> Ja genau das ist das Sanguinololu. Würde ich mir mal gleich ein MKS
>> Gen-L für 15€ kaufen. Die Stepper Treiber kann man ja vom alten Board
>> nehmen.
>
> Das ist anderes Board, hat aber ähnlich Funktionen?  kann ochne Probleme
> umstecken, oder brauche noch was?
Das ist ein anderes Board. Die Stecker sind aber fast alle identisch. 
Hat aber nen größeren AVR drauf (256kb Flash anstatt 128) und eben auch 
einige Pins mehr, sowie die Option einen 5. Stepper (für Extruder oder 
Z-Achse) anzuschließen.
Ist eigentlich nur ein RAMPS auf einer Platine (anstatt Arduino Mega + 
RAMPS). Kannst auch MKS Gen 1.4 nehmen.
https://www.aliexpress.com/item/Mayitr-1pc-3D-Printer-Controller-Board-Professional-Integrated-Controller-Motherboard-Cable-For-Ramps1-4-MKS-Gen/32864308954.html
https://www.amazon.de/MKS-GEN-L-Control-Board-Drucker/dp/B07CCGJ9YQ/ref=sr_1_1?rps=1&ie=UTF8&qid=1529269019&sr=8-1

: Bearbeitet durch User
von r.f. (Gast)


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Mit Lüfter hat besser funktioniert, ich hab einfach ein hingestellt und 
ein "blasen lassen". :-)

Es gibt jetzt aber noch ein Problem, dieser Drucker druckt zu kurz.
ich habe jetzt ein Teil gedruckt 120x160mm, und ich hab mich gewundert 
warum die Löcher nicht gepasst haben.

Bei 120mm soll -> wurden 117,6mm gedruckt = Faktor 1,02
bei 160mm soll -> wurden 156.5mm gedruckt = Faktor 1,02

Faktor ist gleich, vielleicht ist die Z Achse auch betroffen, wo kann 
ich das korrigieren im Drucker selber? Oder in der Software/Slicer?

 Geeetech 3D Printer Aluminum I3

Schrittverluste gab es keine, sonnst hätte am Teil gehen.

von Flo (Gast)


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In der Firmware gibt es die Parameter "steps per mm". Müsste sich über 
den M-Code 92 an den Drucker schicken lassen. Hier ein Online Rechner, 
wie man die steps/mm berechnet:

https://www.prusaprinters.org/calculator/

lg Flo

von r.f. (Gast)


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Flo schrieb:
> In der Firmware gibt es die Parameter "steps per mm". Müsste sich
> über
> den M-Code 92 an den Drucker schicken lassen. Hier ein Online Rechner,
> wie man die steps/mm berechnet:
>
> https://www.prusaprinters.org/calculator/
>
> lg Flo
Danke,

Menü mit den Einstellungen habe ich gefunden, aktuell stehen folgende 
Einstellungen:
Xsteps/mm: +078.74
Ysteps/mm: +078.74
Zsteps/mm: +400.00
Esteps/mm: +095.00

Dann sollte doch das hier stehen, mal 1.02
Xsteps/mm: +080.31
Ysteps/mm: +080.31

Oder habe ich ein Denkfehler?

von Timmo H. (masterfx)


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r.f. schrieb:
> Xsteps/mm: +078.74
> Ysteps/mm: +078.74
> Zsteps/mm: +400.00
> Esteps/mm: +095.00
>
> Dann sollte doch das hier stehen, mal 1.02
> Xsteps/mm: +080.31
> Ysteps/mm: +080.31
>
> Oder habe ich ein Denkfehler?
Ja er druckt zu klein und darum müsste er mehr steps/mm machen. Aber 
eigentlich ist 80.00 der rechnerisch richtige Wert für 20 Zahn Pulleys 
(200*16 steps /(20*2mm)=80 Steps/mm).
Ich habe bei meinen Druckern auch nie was anderes eingetragen und sie 
drucken alle maßhaltig.

: Bearbeitet durch User
von r.f. (Gast)


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Timmo H. schrieb:
> r.f. schrieb:
>> Xsteps/mm: +078.74
>> Ysteps/mm: +078.74
>> Zsteps/mm: +400.00
>> Esteps/mm: +095.00
>>
>> Dann sollte doch das hier stehen, mal 1.02
>> Xsteps/mm: +080.31
>> Ysteps/mm: +080.31
>>
>> Oder habe ich ein Denkfehler?
> Ja er druckt zu klein und darum müsste er mehr steps/mm machen. Aber
> eigentlich ist 80.00 der rechnerisch richtige Wert für 20 Zahn Pulleys
> (200*16 steps /(20*2mm)=80 Steps/mm).
> Ich habe bei meinen Druckern auch nie was anderes eingetragen und sie
> drucken alle maßhaltig.

Ich habe jetzt beide auf +080.31 eingestellt, es passte genaue, mit 
Messschieber kontrolliert. Ich lass das jetzt erst mal so stehen.

Anders Problem:
Heute ist die SD-Karte 8Gb gekommen, wollte jetzt testen, geht nicht !!!

Woran liegt es, die ist FAT32 formatiert, die gcode-Datei direkt über 
Repetier-Host erstellt und auf die SD-Karte kopiert.
in Drucker rein gesteckt, Initialisierung gedruckt, passiert nicht.

Sieht die Dateien und die Karte nicht?!

Was soll das jetzt?

von Timmo H. (masterfx)


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r.f. schrieb:
> Initialisierung gedruckt, passiert nicht.
Ich verstehe den "Satz" nicht.

: Bearbeitet durch User
von r.f. (Gast)


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Am Drucker kann ich ein Menü auswählen, dieser nennt sich "Init 
SD-Card".  Wenn ich da drauf drücke bekomme ich immer noch "No Card" 
angezeigt, die Gcode-Datei am Drucker wird nicg angezeigt.

Die Datei ist aber auf der Karte drauf, und die Karte ist Fat32 
formatiert!

von Timmo H. (masterfx)


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Und eine andere (kleinere?) SD-Karte geht?

von r.f. (Gast)


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Timmo H. schrieb:
> Und eine andere (kleinere?) SD-Karte geht?

Meinst du so eine mini-SD oder mikro-SD Karte mit Adapter, ich habe hier 
eine mini-SD Karte, die wird leider nicht mal am Rechner erkannt.

Das Problem ist aber bekannt:
http://www.geeetech.com/forum/viewtopic.php?t=18735

Dieser "SD Card Formatter" funktioniert bei mir leider auch nicht :-(

von c.m. (Gast)


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r.f. schrieb:
> Oder habe ich ein Denkfehler?

ist das "nicht maßhaltige drucken" vielleicht ein thermischer effekt? 
beheiztes druckbett, und bei auskühlung zieht sich das plastik zusammen?

dann noch was, vielleicht ein wenig off topic, aber auch im 
themenbereich "maßhaltigkeit":
die gedruckdten würste ziehen sich bei erhöhter temperatur gerne wieder 
zusammen und werden dabei dicker - siehe:

https://www.youtube.com/watch?v=CZX8eHC7fws

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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r.f. schrieb:
> Meinst du so eine mini-SD oder mikro-SD Karte mit Adapter, ich habe hier
> eine mini-SD Karte, die wird leider nicht mal am Rechner erkannt.

Nein, das Problem wird daran liegen, daß Deine 8-GB-Karte eine 
SDHC-Karte ist. Die aber werden (etwas) anders angesteuert als 
SD(SC)-Karten, die bis zu 2 GB groß sein dürfen. Obendrein werden 
SD(SC)-Karten mit FAT16 formatiert, nicht mit FAT32. FAT32 ist mit einem 
µC komplizierter auszuwerten als FAT16, vielleicht weiß die 
Controllerfirmware gar nicht damit umzugehen.

Probier's mit einer Karte, die maximal 2 GB groß ist.

von r.f. (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Nein, das Problem wird daran liegen, daß Deine 8-GB-Karte eine
> SDHC-Karte ist. Die aber werden (etwas) anders angesteuert als
> SD(SC)-Karten, die bis zu 2 GB groß sein dürfen. Obendrein werden
> SD(SC)-Karten mit FAT16 formatiert, nicht mit FAT32. FAT32 ist mit einem
> µC komplizierter auszuwerten als FAT16, vielleicht weiß die
> Controllerfirmware gar nicht damit umzugehen.

Hier schreibt ja jeder was anderes, Zb.:
"32 Gb SDHC with high transfer speed worked perfectly! 8-)"

Du meinst normale SD, Zb die hier:
Ebay-Artikel Nr. 162753605204
???

von r.f. (Gast)


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von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Nun, wie ist denn die Firmware spezifiziert? Steht da was von 
SDHC-Unterstützung?

r.f. schrieb:
> Du meinst normale SD

Ja, was ursprünglich "SD" hieß, wird jetzt "SD(SC)" genannt - SC für 
"standard capacity". Das, um vom Gummibegriff "SD-Karte" differenzieren 
zu können, schließlich sind auch SDXC-Karten "SD-Karten".

SD(SC)-Karten sind halt der "kleinste gemeinsame Nenner", und dürften 
für diese Anwendung --GCode für 3d-Drucker transportieren-- auch 
tatsächlich ausreichend groß sein.

Wenn es glaubhafte Aussagen gibt, daß dieser Drucker/Controller auch mit 
SDHC-Karten funktioniert, dann könnte natürlich auch ein Defekt 
vorliegen, d.h. der SD-Karten-Sockel nicht richtig verlötet sein oder 
irgendein Bauteil (Level-Shifter?) zwischen Sockel und µC ein Problem 
haben.

von Jan L. (ranzcopter)


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wenn ich mich richtig erinnere, war bei meinem Geeetech-Prusa sogar eine 
4GB-SD-Card dabei. Das wäre dann sicherlich keine SD(SC) mehr...

Es gibt aber diverse Berichte, dass einfach unter Windows-XY formatierte 
Karten Probleme machen - Abhilfe in diesen Fällen kann ein dedizierter 
Formatierer sein, z.b. dieser hier:
https://www.sdcard.org/downloads/formatter_4/

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Jan L. schrieb:
> Das wäre dann sicherlich keine SD(SC) mehr...

Sollte nicht der Fall sein, wobei eine Zeit lang 4-GB-Karten verkauft 
wurden, die keine SDHC-Karten waren, sondern nur eine mutige 
Extrapolation des SD(SC)-Standards. Die "Marken"hersteller haben da 
nicht mitgemischt, aber die üblichen 3rd-Party-Assemblierer schon.

> Es gibt aber diverse Berichte, dass einfach unter Windows-XY formatierte
> Karten Probleme machen

SD-Karten sollten entweder vom Gerät, das sie verwenden soll (Kamera 
etc.) oder aber dem von Dir verlinkten Formatierungsprogramm formatiert 
werden, aber nicht mit Bordmitteln irgendwelcher Betriebssysteme. Die 
SD-Karten-Spezifikation ist hier recht eindeutig, die schreibt auch die 
zu verwendenden Dateisysteme vor.

Natürlich kann man auch anderes verwenden, nur darf man sich dann bei 
Kompatibilitäterätä-Problemen nicht wundern.

von r.f. (Gast)


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r.f. schrieb:
> Dieser "SD Card Formatter" funktioniert bei mir leider auch nicht :-(

Jan L. schrieb:
> https://www.sdcard.org/downloads/formatter_4/

geht leider nicht, hab schon paar mal getestet.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Wenn es glaubhafte Aussagen gibt, daß dieser Drucker/Controller auch mit
> SDHC-Karten funktioniert, dann könnte natürlich auch ein Defekt
> vorliegen, d.h. der SD-Karten-Sockel nicht richtig verlötet sein oder
> irgendein Bauteil (Level-Shifter?) zwischen Sockel und µC ein Problem
> haben.

Bin ich auch der Meinung, das da was nicht funktioniert.

von Timmo H. (masterfx)


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SDHC ist für Marlin ebenso kein Problem wie FAT32, nutze auch 4-32 GB 
formatiert in FAT32 unter Windows 7/10. Der Level-Shifter sitzt in der 
Regel auf dem LCD wo der SD-Slot ist, vielleicht haben die auch einfach 
nur ein paar Pullups vergessen... das SD-Interface mag sowas nicht so 
gerne https://www.mikrocontroller.net/articles/MMC-_und_SD-Karten

: Bearbeitet durch User
von r.f. (Gast)


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Timmo H. schrieb:
> SDHC ist für Marlin ebenso kein Problem wie FAT32, nutze auch 4-32 GB
> formatiert in FAT32 unter Windows 7/10. Der Level-Shifter sitzt in der
> Regel auf dem LCD wo der SD-Slot ist, vielleicht haben die auch einfach
> nur ein paar Pullups vergessen... das SD-Interface mag sowas nicht so
> gerne https://www.mikrocontroller.net/articles/MMC-_und_SD-Karten

Level-Shifter habe ich auf der LCD Platine nicht gesehen, Lötstellen 
sind nicht perfekt, aber vorhanden.

Was mich wunder sind die langen Flachbandkabel ca 50cm, ist das nicht zu 
viel für SD-Interface -> SPI?
Ach so und beide Flachbandkabel habe ich testweise unter einander 
getauscht, ohne Erfolg. LCD <-> SD-Interface Liegt also nicht an Kabel.

Ich reklamiere das  jetzt mal bei Amazon.

Es gab schon Probleme, mir würden 4 "Stepper Motor Driver"  geliefert, 
davon waren 2 defekt, Fehler war an diesen defekten 10kR SMD Potis, 
waren einfach 15MR. Hab das selber getauscht.

von Karl (Gast)


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r.f. schrieb:
> Was mich wunder sind die langen Flachbandkabel ca 50cm, ist das nicht zu
> viel für SD-Interface -> SPI?

Nö, SPI kann das ab. Was bei SDs eher ein Problem ist, sind die 
Spannungsverluste. SD-Karten können hohe Stromspitzen ziehen, wenn dann 
nicht ordentlich gepuffert wird, gibts Fehler.

Auf meiner Displayplatine sitzen ein AMS1117 als 3.3V Spannungsregler 
und ein HC4050 als Levelshifter drauf.

von spess53 (Gast)


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Hi

>Auf meiner Displayplatine sitzen ein AMS1117 als 3.3V Spannungsregler
>und ein HC4050 als Levelshifter drauf.

Kann von den Display gelesen werden?

MfG Spess

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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r.f. schrieb:
> Level-Shifter habe ich auf der LCD Platine nicht gesehen,

Nun, das könnte natürlich auch einer der schwarzen Kleckse sein.

von r.f. (Gast)


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r.f. schrieb:
> Ich reklamiere das  jetzt mal bei Amazon.

Ich habe reklamiert, die Chinese meinte ich soll mir eine 32GB SD Karte 
kaufen mit Adapter und testen:
Could you buy it in your local?
SD card format:32 GB micro sd with adaptor
Small card + adapter
Or 32 Gb SDHC,
You can tell us the amount you purchased and we will refund you.


Ich glaub nicht, dass es funktionieren wird! Meine 8Gb SD-Karte ist 
SDHC:
https://www.amazon.de/gp/product/B003VNKNEG/ref=oh_aui_detailpage_o01_s00?ie=UTF8&psc=1

Und die geht im Drucker nicht.

Ich werd mir eine normale SD-Karte 2 Gb zulegen und noch einmal 
versuchen.

von r.f. (Gast)


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Ich habe jetzt noch ein mikroSD Noname Karte gefunden 4GB wird als SDHC 
erkannt. Und diese Karte geht, wurde auch vom mir nicht formatiert, ist 
aber FAT32!

Und warum geht immer noch die Transcend SD-Karte 8Gb nicht? verstehe ich 
jetzt nicht, die ist auch SDHC...

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