Hallo, Ich bräuchte da mal ein paar Tipps von euch. Ich plane Grade an einem Projekt mit einem Schrittmotor und einem dem Raspberry Pi ähnelnden Mikroprozessorbord. Der Mikroprozessor ist ja kein Echtzeitsystem und somit ist die Ansteuerung des Motor wohl nicht so einfach. Ich suche daher einen Controller der die Ansteuerung für mich übernimmt. Lieder bin ich bis heute noch nicht dazu gekommen mich mit Schrittmotoren näher zu beschäftigen und weiß daher nicht so genau was da im Detail passiert. Daher wollte ich fragen ob mir da jemand ein Paar hilfreiche Tipps geben kann. zu den Anforderungen: Der Motor steht schon fest, der liegt schon auf meinem Tisch. es ist der 8-2030-4-050 Im Datenblatt auf Seite 15 stehen folgende Angaben I=0.5A U=2,5V R=5Ohm L=1,2mH s=0,003mm/step ziel: Ich habe zwei Lagenendschalter und möchte erst die beiden Endpositionen anfahren um meine relative Position zu bestimmen. Danach möchte ich gezielt die Mitte oder jede andere Position zwischen den beiden Endschaltern anfahren können. Dabei ist eine hohe Auflösung notwendig. 8 Mikrosteps/Step, Außerdem möchte ich mit bis zu 9500 Mikrosteps/Seck fahren können. Die hohe Auflösung bitte nicht überbewerten. Ich möchte nicht exakt an genau eine Mikrometer genaue Position fahren. Wenn hier ein paar Mikrosteps verschluckt werden ist das nicht so schlimm. Ich möchte einen Sensor hin und her fahren und dann während er fährt mit konstanter Frequenz Messwerte abtasten. Wichtig ist daher, dass der Motor mit einer möglichst konstanten Geschwindigkeit, aber nicht all zu langsam, fährt und dass von Punkt a zu Punkt b. Als Schnittstelle käme mir i2C sehr gelegen. zu den Fragen: Was brauche ich alles?(Treiberstufe Controller ...) Welche Bauteile würdet ihr empfehle? Gibt es was fertiges was man kaufen kann?
als plug & Play mit treiber kann ich dir Nanotec SMCI12 oder 33 empfehlen entweder mit USb oder mit RS485. die Kommunikationsbeschreibung findest du online. http://de.nanotec.com/produkte/1023-smci12-schrittmotorsteuerung/ Überleg dir aber auch, mit welchen Ungenauigkeiten du leben kannst. Die Positionsmeldung muss ja immer mit dem sensor synchronisiert werden. vll ist ein schrittbetrieb besser geeignet. sg
Joachim J. schrieb: > I=0.5A U=2,5V R=5Ohm L=1,2mH s=0,003mm/step Also richtig schlecht. Hohe Spannung, hohe Induktivität, hoher Widerstand. Joachim J. schrieb: > Ich habe zwei Lagenendschalter und möchte erst die beiden Endpositionen > anfahren um meine relative Position zu bestimmen. Danach möchte ich > gezielt die Mitte oder jede andere Position zwischen den beiden > Endschaltern anfahren können. Dabei ist eine hohe Auflösung notwendig. > 8 Mikrosteps/Step, Außerdem möchte ich mit bis zu 9500 Mikrosteps/Seck > fahren können. Solche Chips bietet Trinamic an, ich glaube, schon der kleinste http://www.trinamic.com/products/integrated-circuits/integrated-motion-controller-stepper-driver/tmc222 erfüllt deine Anforderungen.
zoggl schrieb: > vll ist ein schrittbetrieb besser geeignet. ein Kollege hat an einem ähnlichen Projekt mitgearbeitet. anderer Motor aber der selbe Sensor. Damals wurde die Steuerung von irgend einer Uni entwickelt. Habe aber leider Keinen Kontakt zu dehnen. Mein Kollege meint die haben versucht den Motor um eine feste Schrittweite zu verfahren, haben dann angehalten und den Messwert aufgenommen. Die das aber haben nicht hingekommen. Die einzige Lösung war damals wohl die, den Motor kontinuierlich fahren zu lassen und mit fester Abtastrate abzutasten. damit der Motor möglichst ruckel frei fährt ist die hohe Auflösung wohl schon wichtig (aussage meines Kollegen)
nö, nicht unbedingt. ein Motor mit geringem Rastmoment und vll noch einem Dämpfer bringt wahrscheinlich bessere Ergebnisse, als ein schlechter Motor mit wahnsinniger Mikroschrittauflösung. Joachim J. schrieb: > Mein Kollege > meint die haben versucht den Motor um eine feste Schrittweite zu > verfahren, haben dann angehalten und den Messwert aufgenommen. Die das > aber haben nicht hingekommen. Die einzige Lösung war damals wohl die, > den Motor kontinuierlich fahren zu lassen und mit fester Abtastrate > abzutasten. da es keine Angaben zu den Messzeiten oder der abtastrate gibt, ist diese aussage per Definition richtig. sg
MaWin schrieb: > Joachim J. schrieb: >> I=0.5A U=2,5V R=5Ohm L=1,2mH s=0,003mm/step > > Also richtig schlecht. Hohe Spannung, hohe Induktivität, hoher > Widerstand. Blödsinn, der Motor ist in Ordnung. Joachim J. schrieb: > Was brauche ich alles?(Treiberstufe Controller ...) > Welche Bauteile würdet ihr empfehle? > Gibt es was fertiges was man kaufen kann? Beitrag "Schrittmotoransteuerung mit A4982 und ATmega328"
MaWin schrieb: >Solche Chips bietet Trinamic an, ich glaube, schon der kleinste >http://www.trinamic.com/products/integrated-circuits/integrated-motion-controller-stepper-driver/tmc222 >erfüllt deine Anforderungen. Ich habe das Datenblatt mal Grade überflogen und ich glaube das schaut mal schon echt gut aus. sogar der Preis ist gut. super Tipp danke.
zoggl schrieb: > nö, nicht unbedingt. > > ein Motor mit geringem Rastmoment und vll noch einem Dämpfer bringt > wahrscheinlich bessere Ergebnisse, als ein schlechter Motor mit > wahnsinniger Mikroschrittauflösung. also der Motor steht ja schon fest und ob jetzt Vollschritte reichen oder Mikroschritte nötig sind ist nicht absolut sicher. Ich werde daher am besten erst mal auf Mikroschritte setzen und einen Controller verwenden der auch mit Vollschritten fahren kann. Wenn ich das feststelle das Vollschritten reichen kann ich ja in einer Nächsten Version runter skalieren.
>I=0.5A U=2,5V R=5Ohm L=1,2mH s=0,003mm/step Wenn's ein wenig genauer gehen soll: http://www.dr-henschke.de/RAPS128.html Dieser Treier schafft auch 1/128 Mikrostepping und Einstellung der Decay-Modi. Jedenfalls brauchst Du eine Stromversorgung für die Treiber, dessen Spannung im Bereich von vier - bis zwölffachen Wert der Nennspannung des Motors liegt. In Deinem Fall wäre es von 10 bis 30 VDC. Natürlich, darf die maximale Betriebsspannung des Treibers nicht überschritten werden.
Maxim M. schrieb: >>I=0.5A U=2,5V R=5Ohm L=1,2mH s=0,003mm/step > > Wenn's ein wenig genauer gehen soll: > http://www.dr-henschke.de/RAPS128.html Dieser Treier schafft auch 1/128 > Mikrostepping und Einstellung der Decay-Modi. > > Jedenfalls brauchst Du eine Stromversorgung für die Treiber, dessen > Spannung im Bereich von vier - bis zwölffachen Wert der Nennspannung des > Motors liegt. In Deinem Fall wäre es von 10 bis 30 VDC. Natürlich, darf > die maximale Betriebsspannung des Treibers nicht überschritten werden. Jo, das habe ich. Ich verwende ein Netzteil mit 24V. Das brauche ich auch für den Sensor.
Joachim J. schrieb: > I=0.5A U=2,5V R=5 Ohm Naja, geht doch. Da kommst du vielleicht sogar schon mit 12 Volt für den Motortreiber aus, wenn du nicht schnell fahren willst. Ansonsten ziele mal 24 Volt an. Ansonsten laß dir gesagt sein, daß du solche Motoren nicht einfach mit konstanter Geschwindigkeit fahren darfst, denn da verschluckt sich der recht leicht. Also mußt du ab Start auframpen, dann mit deiner versorgungsabhängigen Vmax fahren und dann bei Annäherung an dein Ziel wieder abrampen. (Du mußt vorher wissen, wo dein zweiter Endlagenschalter sein wird...) Tja, und das kostet einiges an Interrupts, die so ein Raspberry nicht bieten kann, obendrein ist das Beobachten deiner Endlagenschalter nebst geeigneter Reaktion auf selbige vonnöten. Also ist eigentlich ein völlig separater µC nebst EEPROM für etwaige Kalibrierdaten das Mittel der Wahl. Ach ja, und im Stillstand den Motorstrom geeignet absenken, sonst werden die Dinger nur heiß. W.S.
Maxim M. schrieb: > Dieser Treier schafft auch 1/128 Mikrostepping Was bei einem Motor nichts nützt, der ein stärkeres Rastmoment hat, weil er dann viele Mikroschritte Richtung Rastung zieht. Der Schrittmotor, der zufällig vor mir liegt, macht z.B. 5% Winkelfehler im Mikroschritt, eben genau deswegen. Da nützen 0.78% elektrische Auslösung auch nichts mehr (die ich nicht habe, sondern 1:16).
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