Hallo,
ich habe Probleme mit meiner Standheizung. Es geht um eine Webasto
Thermo Top E.
Mein Steuergerät macht leider Mucken.
Problem ist folgendes:
Beim Anschalten läuft die Heizung an, schon vor dem Zünden schaltet sie
aber ab. Durch Auslesen sagt das Steuergert, dass das Brennlufgebläse
einen Kurzschluss hat. (Combustion Fan Circuit short to ground).
Das Brennluftgebläse funktioniert allerdings absolut problemlos.
Der Fehler ist also nicht das Gebläse selbst, sondern dass das
Steuergerät "denkt", dass das Gebläse kaputt ist.
(Fehler kommt selbst ohne angeschossenes Gebläse).
Ich habe nun viele Bauteile rund um die Ansteuerung des Mosfet (BTS132),
dass das Gebläse steuert gecheckt, kann aber einfach keinen Fehler
finden.
Hat hier vielleicht jemand eine Idee?
Danke :)
PS. Das Mosfet ist gerade kurz testweise über Kabel angelötet...
Hallo,
bastler schrieb:> Durch Auslesen sagt das Steuergert, dass das Brennlufgebläse> einen Kurzschluss hat. (Combustion Fan Circuit short to ground).bastler schrieb:> Der Fehler ist also nicht das Gebläse selbst,
Das ist ja auch nicht das was das Steuergerät meldet.
Ursache der Fehlermeldung ist ein "Kurzschluß nach Masse" am Ausgangspin
zum Gebläse.
Real bedeutet dies daß die Spannung am Pin kleiner als ein Schwellwert
ist (meist so um die 2V) obwohl am Gate der Endstufe nicht angesteuert
wird.
Nicht mehr und nicht weniger.
Mögliche Ursachen:
- Der FET ist auch ohne Ansteuerung niederohmig.
- eine Schutdiode am FET ist (z.B. wegen Verpolung) durchlegiert (->
Kurzschluß)
- Die Schaltung zum Rücklesen der Spannung (per ADC) hat einen Fehler.
(zu großer Leckstrom des Tiefpaßkondensators, defekter
Pull-up-Widerstand).
Gruß Anja
Also am Mosfet selbst liegt es nicht. Problem besteht auch bei
ausgebautem Mosfet.
Die Ansteuerung des fet funktioniert ja einwandfrei.
Eine durchlegierte Schutzdiode müsste hier doch auch zu einer
fehlerhaften (oder keiner) Ansteuerung führen, oder?
Hat hier jemand Erfahrung mit der Steuerung oder einen Schaltplan?
Die Platine ist mit einem Schutzlack überzogen, der es leider recht
schwer macht Teile zu tauschen, oder gar den Typ zu erkennen :/
bastler schrieb:> Die Ansteuerung des fet funktioniert ja einwandfrei.> Eine durchlegierte Schutzdiode müsste hier doch auch zu einer> fehlerhaften (oder keiner) Ansteuerung führen, oder?
Die Ansteuerung vielleicht, aber nicht die Überwachung, bzw. die
erzeugt ja einen Fehler. Das was Ladys first aufgezählt hat, sind
"kann"-Möglichkeiten und sicher gibts da noch mehr. Mit einem ADC
umständlich da für Motorschutz zu sorgen, halte ich für unrealistisch.
Tatsächlich sind es nur Mutmaßungen ohne jede Grundlage.
> Hat hier jemand Erfahrung mit der Steuerung oder einen Schaltplan?
Das wirst du wohl knicken können. Da wird der Hersteller wohl seine
Interessen zu wahren wissen. Bleibt dir nur, dass Gerät ein zuschicken,
statt dich mit deinem Halbwissen dran zu versuchen. So bastelst du
das Gerät nur kaputter als es schon ist.
Einschicke ist nicht...
Und ob halb kaputt oder ganz? kaputt ist kaputt, schlimmer wirds nicht.
Die BW50 ist der Vorgänger.
In dem anderen Thread war ja auch "nur" das Mosfet defekt, was ich bei
mir ausschließen kann.
bastler schrieb:> Und ob halb kaputt oder ganz? kaputt ist kaputt, schlimmer wirds nicht.
Jetzt kanns noch ne Kleinigkeit sein, später mehr.
> Die BW50 ist der Vorgänger.
Ohne Doku vergebliche Liebesmüh.
> In dem anderen Thread war ja auch "nur" das Mosfet defekt, was ich bei> mir ausschließen kann.
Du tönst ganz schön rum, für einen Laien. Ein Profi würde hier
nämlich nicht fragen. Ob du überhaupt ausreichend Grundkenntnisse
hast, sowohl in Bauteilkunde, wie auch in Messtechnik, ist nicht
einschätzbar. Nur mit ein paar Begriffe zu schwadronieren,
überzeugt du nicht.
bastler schrieb:> Das Mosfet ist gerade kurz testweise über Kabel angelötet...
Es heißt übrigens: DER Metall-Oxyd-Semiconductor-Feldeffekt-Transistor.
Ich hab mal deine Steuerung mit der BW50 verglichen und außer einem
zusätzlichem Transistor, der bei dir nicht bestückt ist, neben ein
paar anderen Unterschieden, fehlen da noch ein paar fette Elkos.
Die dürften doch für irgend was nötig sein, oder?
Links ist ein Printstecker 4 pol. (mit dem Metallbügel) der irgendwie
so nach Brandschaden aussieht. Eine verkohlte Platine kann eine Menge
Kurzschlüsse haben.
Das die Platine von Hella ist, wird eine Reparatur kaum einfacher
machen.
oszi40 schrieb:> Hochohmige Bauteile mögen weder Schmutz noch Feuchtigkeit.
Das sind nur die Reste vom Silikon mit dem die beiden ausgelöteten Elkos
gesichert waren.
Die Elkos sind auf dem Bild ausgelötet.
(macht das durchchecken der Bauteile etwas einfacher und zum Testen der
Elkos selbst)
Der Dreck ist wie schon erwähnt nur Silikon.
Ich habe sogar zwei funktionierende Steuergeräte der BW50 hier liegen,
was mir aber nicht groß hilft, da die Software anders ist und daher mit
der "Hardware" meiner Standheizung nicht funktioniert.
Die Platine war nun über 10 Jahre in einem Auto verbaut, natürlich geht
das nicht ganz ohne Spuren an ihr vorbei, schließlich hat das Gehäuse
auf der die Platine direkt montiert ist die Wassertemperatur des Autos.
Wird also auch mal gut warm.
@Cyborg:
Die alternative zum Reparaturversuch ist die Mülltonne. Also warum nicht
versuchen, was habe ich zu verlieren?
Webasto repariert nicht, eine neue kann ich immernoch kaufen, wenn diese
endgültig kaputt ist, oder sich nicht reparieren lässt.
Weshalb soll ich hier mit Fachbegriffen angeben etc? Verstehe dein
Problem nicht ganz.
Oben steht schon geschrieben, dass ich DEN Mosfet getestet habe und als
Fehlerquelle ausschließen kann.
In dem Forum http://www.e39-forum.de gibt es einen Benutzer Heko850. Der
kennt sich wohl sehr gut mit den Webasto Heizungen aus und repariert
diese auch regelmäßig.
Vielleicht kann er Dir helfen ,oder das Teil sogar reparieren.
Melde Dich doch dort im Forum an und schreibe Ihm eine Mail.
Gruß Thomas
bastler schrieb:> Weshalb soll ich hier mit Fachbegriffen angeben etc? Verstehe dein> Problem nicht ganz.
Weil du dich, wie viele hier, hinter Fachbegriffen versteckst, aber
nicht wirklich verstehst, wie die Teile wirklich funktionieren.
Wie soll da eine Hilfe zielführend sein?
> Oben steht schon geschrieben, dass ich DEN Mosfet getestet habe und als> Fehlerquelle ausschließen kann.
Allerdings kann keiner beurteilen, was du da getestet hast. Selbst
in der Netiquette steht drin, das Laien nicht solche Aussagen machen
sollten, weil das überhaupt keine Wertung zulässt. Wer in dem Beruf
ausgebildet ist, der weiß worum es geht, aber sicher nicht ein Laie.
Daher solltest du da keine allgemeinen Aussagen machen, sondern
konkret beschreiben was du gemacht hast und was du daraus Schluss-
folgerst oder du überlässt die Schlussfolgerung den Profis.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Netiquette#Klare_Beschreibung_des_Problemsbastler schrieb:> Die alternative zum Reparaturversuch ist die Mülltonne. Also warum nicht> versuchen, was habe ich zu verlieren?
Nur, was kostet ein Reparaturversuch im Vergleich zu einem Neugerät?
Cyborg schrieb:> Nur, was kostet ein Reparaturversuch im Vergleich zu einem Neugerät?Cyborg schrieb:> Wer in dem Beruf> ausgebildet ist, der weiß worum es geht, aber sicher nicht ein Laie.
Der Reparaturversuch kostet nichts. Ein Neugerät über 100€.
Schön, dass du mich als Laie einstufst.
Wenn ich sage der Mosfet ist in Ordnung, was ist das Problem mir das zu
glauben ?!
Er ist es Punkt!
Sagt mein Komponententester, die Tatsache, dass das Gebläse selbst noch
korrekt angesteuert wird, die Tatsache, dass sich mit einem anderen
Mosfet nichts ändert, die Tatsache, dass der Fehler ohne eingebautem
Mosfet bestehen bleibt, reicht das?
Wenn ich das hier als gegeben beschreibe, wieso soll ich dann erklären
warum das so ist. Blöd bin ich nicht und auch, wenn ich womöglich nicht
Entwickler davon bin, sicherlich auch kein Laie, der noch nie einen
Lötkolben in der Hand hatte, oder nicht die Funktionsweise eines Mosfet
kennt.
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Ja, die Diode ist auch in Ordnung. (bzw. ringsum alle sind in Ordnung)
Elkos sind auch in Ordnung, wurden testweise auch schon getaucht.
Habe mittlerweile sämtliche Dioden durchgemessen (die kleinen SMD
3-Beiner auf der Unterseite, die wie Transistoren aussehen sind auch nur
Dioden (BAS21WS)) sind aber alle in Ordnung.
Ebenso die Kondensatoren und Widerstände unterhalb des roten Klebers auf
dem ersten Bild.
Ich kenne ein ziemlich ähnliches Problem von einer ThermoTop C, das
Steuergerät sieht allerdings etwas anders aus.
Da gab es einen Wackler an einem der MELF-Widerstände, über den die
Versorgungsspannung für die Ladungspumpe der MOSFET-Ansteuerung läuft.
Meldung war auch immer "Kurzschluss Brennluftgebläse", obwohl das in
Ordnung war. Angesteuert wurde es aber auch nur sporadisch.
Mit einer Glühlampe statt Gebläse und etwas verbiegen der Platine war es
dann aber gut zu finden.
Vielleicht findest du ja in die Richtung was.
Grüße
Das Gebläse wird beim starten der Heizung vom Steuergerät folgender
Maßen geprüft:
Gebläse ansteuern, für ein Bruchteil wieder ausschalten und dabei die
von dem Motor induzierte Spannung messen. Wenn die nicht passt weil das
Gebläse z.b. zu schwer dreht wird dann der Fehler gesetzt.
Wenn ich es richtig im Kopf habe muss das Gebläse bei 8V 11000
Umdrehungen pro Minute haben.
Angaben ohne Gewähr.
Gruß Alex.