Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik DIY 5.1 Verstärker


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von Antoli B. (allister)


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Hallo,

ich baue mir zur Zeit einen 5.1 Verstärker selber. Es geht mehr um den 
Bauspaß als um die Kosten die da am Ende entstehen. Auch muss ich das 
ganze nicht in eine Woche fertig haben. Es geht mir lediglich um die 
Bau. Klar könnte ich auch mit Stereo anfangen und das ganze dann 
"erweitern". Ich baue das ganze jedoch so das es "erweiterungsfähig" 
ist. Also einzelne PCBs die durch an / ab stecken erweitert werden 
können. Kommunikation soll über UART und I2C laufen.

Wie das nun immer so ist hänge ich nun an einem Punkt fest und hoffe 
hier auf weitere hilfreiche Informationen um weiter zu kommen.

Fertig habe ich bereits die Spannungsversorgung, den Klangregler und die 
Endstufen selber.

Versorgung:

Versorgt wird das ganze mit einem Ringkerntrafo mit 2 x 18V, 2 x 13,88A.

https://www.reichelt.de/Transformers-toroid/RKT-50018/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=40443&GROUPID=4539&artnr=RKT+50018&SEARCH=%252A

Die Spannung für die Endstufen greife ich direkt nach den Siebelkos ab. 
Ebenfalls erzeuge ich aus der Spannung noch die weiter benötigten 5V und 
3V3.

Klangregler:

Als Klangregler habe ich mich für den PT2322 entschieden. Dieser wird 
über I2C gesteuert. Und bringt direkt alles mit was man so benötigt. 
Hoch- Mittel- und Tiefton können angepasst werden. Ebenso einzelne 
Lautstärken der Kanäle und Master Gain.

Da ich diesen schon da habe und ohnehin einsetzen werde baue ich das 
ganze auch direkt als 5.1 auf.

Endstufen:

Als Entstufen habe ich mich für die TDA7295 entschieden. Sind leicht zu 
beschalten und liefern mit ordentlichen Kühlkörpern ein maximum von 
50Watt RMS.

Hier nehme ich allerdings noch eine Änderung vor. Ich habe Mute und 
Stand-By zusammen gelegt. Dies wird noch geändert so das ich Mute und 
Stand-By einzelnd pro Endstufe schalten kann. Versorgt werden immer 2 
Endstufen auf einer PCB. Ebenfalls bekommen die Endstufen PCBs noch eine 
5V Versorgung sodass hier direkt 5V für aktive Lüfter bereit stehen die 
dann an die Kühlkörper mit montiert werden können.

A2DP:

Als A2DP Modul zur Übertragung von Musik per Bluetooth habe ich das 
BLK-MD-SPK-B Modul entdeckt.

http://www.elecfreaks.com/wiki/index.php?title=BLK-MD-SPK-B

Steuerung:

Die Steuerung des Verstärkers soll über ein TOuchdisplay (4,3Zoll) und 
über Bluetooth erfolgen. Das Display wird über I2C angesteuert. Vielmehr 
macht mir  das HC06 Modul, was ich gerne für die Bluetooth Steuerung 
verwenden würde mehr Probleme.

https://www.amazon.de/Bluetooth-Sendeempfaenger-Modul-drahtlose-serielle/dp/B01DXFA6GQ/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1485339500&sr=8-3&keywords=hc06

Das Modul wird mit 5V betrieben. TxD und RxD jedoch nur mit max. 3V3. 
Hier muss als ein Levelshifter zum Einsatz kommen. Leider habe ich noch 
nie mit einem Levelshifter gearbeitet. Nach einigen Recherchen habe ich 
dann den MAX3232 gefunden. Ist dieser dafür geeignet?

Radiomodul:

Als Radiomodul habe ich mich für das SI4735 entschieden. Ist ein 
vollwertiges Radio, braucht wenig Zusatzbeschaltung und kommt mit einem 
I2C Bus.

http://www.elexs.de/SI4735a.html

Hier haben wir dann das gleichen Problem wie bei dem HC06 Modul. Hier 
benötige ich für die I2C Bus einen Levelshifter. Welcher wäre da zu 
empfehlen? Aufgrund des Displays kann ich den Bus nicht mit 3V3 
betreiben da das Display das ganze nicht erkennt (schon getestet) und 
nur mit einem 5V Bus funktioniert.

UART:

Hier haben wir wieder ein Problem. Ich benötige 2 UARTs, der µC (siehe 
weiter unten) hat zwar 2 UART Schnittstellen jedoch liegt auf einer auch 
der ISP Bus sodass ich hier den UART nicht mit nutzen kann. Gibt es 
Multiplexer für UART? Wenn ja, welchen könnt ihr mir empfehlen?

Steuerung:

Die gesamte Steuerung wird von einem ATMega128 mit 8Mhz Quarz 
übernommen. Dieser soll alles schalten und bedienen.

Eingänge:

Ich habe diverse Eingänge. 3 Stereo Eingänge (Cinch auf der Rückseite) 
einen 6CH Eingang (Cinch auf der Rückseite) sowie den Bluetooth und 
Radio Eingang im Stereo.  Hier stellt sich mir auch schon das nächste 
Problem. Wie schalte ich diese? Ich dachte an Analog Multiplexer. Leider 
finde ich keinen der 6 Ausgänge hat. Gehe ich somit richtig der Annahme 
das ich sechs 8-Channel Multiplexer nehmen muss? Also pro Kanal einen 
Multiplexer? Beschaltung sollte ja klar sein. Welche Multiplexer sind da 
zum empfehlen? Sind die "kaskadier" fähig oder muss ich die Multiplexer 
mit Multiplexer schalten?

Ich würde mich freuen wenn ihr mir hier weiterreichende Informationen 
geben könntet. Hauptproblem sind wie erwähnt die Eingänge und die 
verschiedenen Spannungen auf dem I2C und UART Bus. Ebenfalls die 
"fehlenden" Busse also zuwenige.

: Verschoben durch Moderator
von Karl M. (Gast)


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Hallo,

ich baue eine symmetrische Spannungsversorgung mit zwei 
Voll-Brückengleichrichter auf.
Es fehlen MKP Kondensatoren 100nF über den Dioden von Br1.
Des weiteren fehlen kleine Kondensatoren bei den Dicken C5, C6.

Allg.: Lm78xy als Spannungsregler ist das schlechteste, was man wählen 
kann, wenn diese für Audiosignale verwendet werden sollten.
Besser sind dann schon LM317/ LM337.

Dann fehlen mir C-L-C Filter am Eingang von Br1 und nach den 
Spannungsreglern und jeweils vor den digitalen Schaltungen.

von Karl M. (Gast)


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von Karl M. (Gast)


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von Lars R. (lrs)


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Antoli B. schrieb:
>> A2DP:
>
> Als A2DP Modul zur Übertragung von Musik per Bluetooth habe ich das
> BLK-MD-SPK-B Modul entdeckt.
>
> http://www.elecfreaks.com/wiki/index.php?title=BLK-MD-SPK-B

Falls das vorgesehen ist:
Wie überträgst Du 5.1 synchron über Bluetooth und wie schaut der Treiber 
aus?

von Antoli B. (allister)


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Lars R. schrieb:
> Falls das vorgesehen ist:
> Wie überträgst Du 5.1 synchron über Bluetooth und wie schaut der Treiber
> aus?

Hallo,

ne das habe ich nicht vorgesehen. Einfach nur Musik in Stereo von PC 
oder Handy direkt per Bluetooth an den Verstärker senden.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Antoli B. schrieb:
> Nach einigen Recherchen habe ich
> dann den MAX3232 gefunden. Ist dieser dafür geeignet?

Nein. Der MAX3232 macht aus 3,3V oder 5V UART Pegel die für 'echte' 
RS232 benötigten +/- 10V Pegel und ist damit unbrauchbar.

Aus Erfahrung kann ich sagen, das 3,3V TX Signal an so gut wie jedem 5V 
CMOS RXD Eingang sauber erkannt werden und das es in umgekehrter 
Richtung (5V TX auf 3,3V RX) nur einen Widerstand benötigt (etwa 1 kOhm) 
um den 3,3V Eingang nicht zu überfahren.
Eine 2te UART kann man auch als Software UART realisieren, die lediglich 
einen Timer und einen Interrupt erfordert, das geht auch auf dem 
Mega128.

Wenn du dich entschliessen kannst, die Familie zu wechseln, wäre auch 
das STM32F429 Discovery Board was für dich, da hier ein FarbTFT mit 
Touchscreen schon fertig drauf ist - und UARTs/SPIs hat die Kiste bis 
Donnerstag.

von Pete K. (pete77)


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IC2, IC4, einer davon ist überflüssig. Und bist Du sicher, dass der 7805 
mit 25V beschaltet werden kann und auch 4700µF am Eingang braucht?

Du könntest den 20mF auch noch einen Widerstand zum Entladen spendieren.

: Bearbeitet durch User
von Antoli B. (allister)


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IC2 macht mir für den ATMega, Display usw die benötigten 5V. Und ja der 
kann max. 35V Eingangspannung ab.

IC4 macht mir die benötigten 3V3 jedoch funktioniert der nicht wenn ich 
den direkt an die 25V hänge, also regel ich erst auf 5V runter und dann 
auf 3V3. Das funktioniert komischerweise tadellos.

Ähm, ne, der braucht 330nF am Eingang und 100nF am Ausgang. Mit den 
4700uF Buffer ich lediglich die Eingangsspannung falls es mal zu 
"schwankungen" kommt.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Pete K. schrieb:
> Und bist Du sicher, dass der 7805
> mit 25V beschaltet werden kann

Bis 35V max. am Eingang vertragen 7805-7818. Der 7824 bis 40V.

von Harald W. (wilhelms)


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Antoli B. schrieb:

> Ebenfalls erzeuge ich aus der Spannung noch die weiter benötigten 5V und
> 3V3.

Dafür würde ich eher einen zusätzlichen Kleintrafo mit ca. 7V AC
verwenden. Oder eine selbst angebrachte Zusatzwicklung auf dem
grossen RKT.

von Michael B. (laberkopp)


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Antoli B. schrieb:
> Das Modul wird mit 5V betrieben. TxD und RxD jedoch nur mit max. 3V3.
> Hier muss als ein Levelshifter zum Einsatz kommen. Leider habe ich noch
> nie mit einem Levelshifter gearbeitet. Nach einigen Recherchen habe ich
> dann den MAX3232 gefunden. Ist dieser dafür geeignet?

Nein.

Den 3.3V Ausgang des HC06 kannst du direkt in einen Eingang des uC 
stecken, der schaltet üblicherweise bei 2.5V.

Den 5V Ausgang des uC kannst du über einen Widerstans.-Spannungsteiler 
aus

uC --220R--+-- HC06
           |
          330R
           |
          GND

schicken, das ist für 115kB schnell genug.

Die FErtigmodule taugen eher nichts:
Ebay-Artikel Nr. 172158487838

Besser wäre TXB0104 als professionelle Lösung.

Das TOOGOO it ja besonders frech:
Ein eigentlich fertiges HC06 Modul auf einer sinnlosen Platine
die nur einen 3.3V Spannungsregler und Taster enthält, um es einem dann 
durch die nicht-Zugänglichkeit der intern erzeugten 3.3V schwer zu 
machen, die Pegelwandler zu versorgen.

Wer kauft so einen Mist ?

Zudem fallen Amazon Angebote immer durch Fehlen jeglicher Infomationen 
und Datenblätter auf. Wer kauft in so einem Saftladen in dem einem 
offenbar keinerlei Eigenschaften eines Produkts zugesichert werden ?

von Harald W. (wilhelms)


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Michael B. schrieb:

> Wer kauft in so einem Saftladen

Da verwechselst Du was. Das ist kein Saftladen,

http://www.peterseil-fresh.at/images/img4133.jpg

sondern ein Buchladen. Deshalb würde ich dort
auch z.B. keinen Saft, sondern nur Bücher kaufen.
:-)

von Antoli B. (allister)


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So, ich habe mich mal an den Audioumschalter gemacht. Hier mein 
Ergebnis.

Ich habe einfach 6 Analog Multiplexer genommen und diese so miteinander 
verbunden das alle immer gleich schalten. Und dann einfach die 
Verbindungen angeschlossen. So sollte es ja funktionieren, oder?

Naja, das BLK Modul (A2DP) habe ich mir schon als Bauteil erstellt. Wo 
kriege ich denn das HC06 Modul so wie es das z.b. bei dem BTM-222 gibt? 
Also so,

http://stefanfrings.de/btm222/

oder soll ich direkt das BTM-222 Modul nehmen? Auf der Seite ist das mit 
dem Spannungsteiler auch beschrieben, da wird der µC ja mit 5V 
betrieben, korrekt? Bzw. ist da einfach nur ein 2,7k widerstand in der 
Leitung und das war es dann auch schon, klappt das wirklich so? Welches 
soll ich nun nehmen? HC06 oder doch BTM-222?

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Pin7 der Analogschalter auf +5V bewirkt sicher nicht das, was du gerne 
willst.
Bevor du da ganze Monster-Layouts machst, bau doch sowas einfach mal 1-2 
kanalig auf Lochraster auf und guck' dir an, obs funktioniert. Da 
versenkst du viel weniger Geld auf einmal.
Mal durchrechnen, wo welche Audiopegel anliegen muessen, koennte auch 
nicht schaden.

Gruss
WK

von Antoli B. (allister)


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Laut Datenblatt kommt an die PINs "supply Voltage" also 
Versorgungsspannung.

Einen kleineren TDA habe ich schon aufgebaut, auch die 7295 habe ich 
schon auf Steckbrett getestet. Vielmehr der krams drum herum macht mir 
sorgen.

Das Display habe ich auch schon in Betrieb. eDIPTFT43-ATP

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Antoli B. schrieb:
> Laut Datenblatt kommt an die PINs "supply Voltage" also
> Versorgungsspannung.

Ja, aber die negative Versorgungsspannung, so du eine hast. Wen du keine 
hast, dann GND. Wenn du keine neg. Versorgungsspannung hast, koennte es 
dann "plopp" beim Umschalten machen?
Genau wegen solchen Sachen und auch der Tatsache, dass da auf dem Board 
kein einziger 100nF Kondensator verbaut ist, solltest du dir Gedanken 
machen, lange bevor du loslayoutest.

Gruss
WK

von Masse (Gast)


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Der Aufbau der Netzteilplantine ist nicht so günstig. Die Masseverlegung 
ist nicht gut.

Weiter könnte die asymetrische Belastung beim ausschalten zu 
Störgeräuschen im Lautsprecher führen (je nach dem wie du das mit dem 
Mute realisierts).

von Antoli B. (allister)


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Masse schrieb:
> Der Aufbau der Netzteilplantine ist nicht so günstig. Die Masseverlegung
> ist nicht gut.

Ja wo du es sagst sehe ich es auch gerade das werde ich abändern.

> Weiter könnte die asymetrische Belastung beim ausschalten zu
> Störgeräuschen im Lautsprecher führen (je nach dem wie du das mit dem
> Mute realisierts).

Mute und Stand-By wird mittels 10k auf GND gezogen. (On) Mit einem PNP 
schalte ich dann Mute und Stand-By ab.

Dergute W. schrieb:
> Ja, aber die negative Versorgungsspannung, so du eine hast. Wen du keine
> hast, dann GND.

Danke. Werde ich nochmal überarbeiten.

von voltwide (Gast)


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Karl M. schrieb:
> Allg.: Lm78xy als Spannungsregler ist das schlechteste, was man wählen
> kann, wenn diese für Audiosignale verwendet werden sollten.
> Besser sind dann schon LM317/ LM337.

Wieso?

von Masse (Gast)


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Nachtrag zum Netzteilplatine.

Wie viele Stereoplatinen willst du an dem Netzteil betreiben? Der 
Gleichrichter sieht viel zu klein aus.



voltwide schrieb:
> Karl M. schrieb:
>> Allg.: Lm78xy als Spannungsregler ist das schlechteste, was man wählen
>> kann, wenn diese für Audiosignale verwendet werden sollten.
>> Besser sind dann schon LM317/ LM337.
>
> Wieso?


Die Leute schimpfen halt gerne über die 78xx/79xx Teile und empfehlen 
stattdessen LM317/LM337 ... wenn man die Datenblätter vergleicht ist das 
aber nicht der richtige Ratschlag.
Besser wäre man nimmt zwei 78xx oder zwei LM317 und baut einzelne 
Netzteilezweige auf und schaltet diese dann zur symetrischen 
Spannungsversorgung zusammen.
Die "negativen" 79xx und LM337 sind im Vergleich zur postiven Variante 
deutlich schlechter. Der Wechsel von 78xx/79xx zu LM317/LM337 bringt 
nicht so viel wie zwei mal 78xx zu nehmen oder gleich "highendig" zwei 
mal LM317.
Vorteil ist das beim Ändern der Parameter sich die Spannungsregler 
symetrischer verhalten und sowohl positiver wie auch negativer Zweig 
sich gleichmäsig verhalten... ob man das Gras damit wachsen hört muss 
natürlich jeder selbst erfahren :)

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Von bei diesem Projekt aehnlich ernormer Wichtigkeit waere sicher auch 
die Frage, ob nicht aeltere, verbleite 7[89]xx auch noch anders/besser 
klingen als die heutigen bleifreien - war ja nicht alles schlecht 
damals.

SCNR,
WK

von Philipp M. (pm_siggi)


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Hi,

Sehr interessant, ich habe ein ähnliches Projekt bereits hinter mir.

Verstärker waren dabei TDA7293, ingesamt 5 Kanäle.
Als Audio-Matrizen habe ich den TEA6420 verwendet.

Gesteuert wurde das ganze mittels Raspberry PI. Radio hatte ich mit 
einem RDA5807 realisiert.

Mit den TEA6420 habe ich zwischen 5.1 Ausgang des Raspberry und einem 
Stereo Eingang gewechselt. Für den Surround und die Center Kanäle habe 
ich jeweils noch die Signale Differenziert / Addiert mittels Opamps. 
Damit konnte etwas "Effektgehasche" bei Stereoeingängen erreicht werden. 
Differenzieren für die Surround Lautsprecher ist mMn. nicht unbedingt 
notwendig. Addieren für Center ist simpel und daher eigentlich keine 
Frage.

Als Lautstärkeregelung bin ich ebenfalls mit dem PT2322 gefahren, was 
gut funktioniert hat. Bitte beachte:

Der PT2322 regelt Hoch-, Mitten- und Tiefton nur für die zwei Front 
Kanäle. Steht auch so im Datenblatt.

von Andreas M. (amesser)


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Ich habe vor ~20 Jahren in meiner Jugend mit ähnlichen ICs mal was 
gebastelt. (TDA7294) Allerdings nur zwei Kanäle. Der Krach hat im 
Talkessel bis ins Stadtzentrum gereicht. :-) Du brauchst unbedingt ein 
Relais am Ausgang jeder Endstufe mit dem die Lautsprecher abgetrennt 
werden bis die Betriebsspannung stabil ist. Der ganze Anti-Plopp, Mute 
oder sonst was Kram der Schaltkreise funktioniert nicht zuverlässig, 
entweder fliegen Dir beim An/Aus die Ohren Weg oder deine Boxen leben 
nicht lange. Außerdem braucht du eine Einschaltstrombegrenzung. Denke 
daran dass bei 18V Trafospannung im Leerlauf nach Gleichrichtern 
durchaus +-30V anliegen können - das merkt man beim Anfassen... Ich habe 
damals 63V Siebkondensatoren benutzt, die waren zu groß für die Platine. 
Entladewiderstände dafür ist ein guter Tipp.

von Philipp M. (pm_siggi)


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Andreas M. schrieb:
> Der ganze Anti-Plopp, Mute
> oder sonst was Kram der Schaltkreise funktioniert nicht zuverlässig

Das mit den Relais kann man machen, dann würde ich gleich noch ein DC 
Schutz mit implementieren. Wenn doch mal etwas schief geht, überlebt das 
wenigstens der Spaß, der hinten dran hängt ;)

Ansonsten hat bei mir die im Datenblatt angegebene Mutebeschaltung, bei 
der Standby und Mute zusammen verschaltet werden, einwandfrei 
funktioniert. Ohne Ploppen oder irgendwas.

Grüße

von Jobst M. (jobstens-de)


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Generell scheint mir die Masseführung nicht durchdacht. - der LS kommt 
an (zwischen) die Ladeelkos!

Vielleicht machst Du einfach mal ein Bild mit den Platinen und wie sie 
verdrahtet werden sollen.

Für die 5V/3.3V würde ich unbedingt einen eigenen, kleinen Trafo 
spendieren.


Gruß

Jobst

von Philipp M. (pm_siggi)


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Was mir gerade noch auffällt:

Warum willst du den PT2322 nicht mit 9V oder gar 12V versorgen? Die 
Daten des IC sind für 12V definiert. Mit den 5V bist du sehr nach an der 
unteren Grenze.

I²C devices sind in der Regel open Collector, also brauchst du dir keine 
Gedanken um den Pegel machen. Dein Master gibt hier mit seinen Pullups 
den Ton an. Wichtig ist natürlich, dass der HIGH Pegel nicht die 
Versorgungsspannung deiner Slaves übersteigt.

Grüße

von Jobst M. (jobstens-de)


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Jobst M. schrieb:
> Generell scheint mir die Masseführung nicht durchdacht. - der LS kommt
> an (zwischen) die Ladeelkos!

Nachtrag: Und keine Elkos auf dem Verstärkerboard

von Philipp M. (pm_siggi)


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Nachtrag von mir: Ich empfehle dir einfach die Standardbeschaltung für 
Mute und Standby zu nehmen. Dafür fehlt dir noch die Diode aus der 
Application Note.

Die Layouts sind definitiv überarbeitungswürdig und können simpler 
werden.
Masseführung wurde ja bereits angesprochen.

EDIT:

Beim TDA müssen C19, C20, C23, C24 nicht 10nF betragen, sondern 100nF. 
Siehe Datenblatt.

: Bearbeitet durch User
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Philipp M. schrieb:

> I²C devices sind in der Regel open Collector, also brauchst du dir keine
> Gedanken um den Pegel machen. Dein Master gibt hier mit seinen Pullups
> den Ton an. Wichtig ist natürlich, dass der HIGH Pegel nicht die
> Versorgungsspannung deiner Slaves übersteigt.

Doch, man sollte sich Gedanken um I2C Pegel machen. Und um alle 
moeglichen anderen Pegel, zulaessige Pegelbereiche und Offsetspannungen 
auch...
Genau fuer solche Fragen (und ca. 1000 andere Fragen) gibts 
Datenblaetter. Und in denen steht z.b. drinnen, welche Spannungen noch 
als Low und welche Spannungen als High am I2C Bus vom jeweiligen Chip 
erkannt werden koenen.

Das ist aber alles muehsam und es fallen keine bunten Bildchen hinten 
raus, ganz im Gegensatz dazu, wenn man voellig planlos loslayoutet.


> Masseführung wurde ja bereits angesprochen.

Mehrfach. Und nicht nur hier.

Gruss
WK

von Philipp M. (pm_siggi)


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Dergute W. schrieb:
> Genau fuer solche Fragen (und ca. 1000 andere Fragen) gibts
> Datenblaetter. Und in denen steht z.b. drinnen, welche Spannungen noch
> als Low und welche Spannungen als High am I2C Bus vom jeweiligen Chip
> erkannt werden koenen.

Moin,

nicht falsch verstehen. Worauf ich hinaus wollte ist, dass der TO 
scheinbar den PT2322 aus den falschen Gründen mit 5V Speisen möchte. Der 
Einwand bezüglich HIGH- und LOW-Pegel der einzelnen Slaves ist natürlich 
korrekt.
Wie er ja schon gemerkt hat, scheint sein Display mit einem I²C der sein 
HIGH bei 3,3V hat nicht klarzukommen.
Wenn er jetzt alles Slaves mal zusammenwirft, wird er in den 
Datenblättern sehen, was möglich ist.

Dergute W. schrieb:
> Mehrfach. Und nicht nur hier.

Ich habe mir die anderen Threads ebenfalls angesehen. Das Thema dreht ja 
nun wirklich schon eine Weile eine Runde.

Dergute W. schrieb:
> as ist aber alles muehsam und es fallen keine bunten Bildchen hinten
> raus, ganz im Gegensatz dazu, wenn man voellig planlos loslayoutet.

Ja, mit einem vernünftig und auf Know-How basierendem Entwurf, der auf 
dem Papier vernünftig gezeichnet ist, scheint man heute keinen mehr zu 
begeistern. Ohne 3D Rendering der Platine geht's heute ja schon gar 
nicht mehr. Und vor lauter Optik verhunzt das eigentliche: Die Schaltung 
die da entwickelt wird.

Aber naja.. ich hab da schon fast aufgegeben.


@TO / TOPIC:

Auf den ersten Blick wird die Schaltung mit den Multiplexern nicht 
funktionieren, da die Audiosignale charakteristisch eine positive und 
negative Spannung aufweisen können. Wenn die Multiplexer nur an +5V und 
GND hängen, wird der negative Anteil des Signals "weggebügelt". autsch

Wurde aber bereits von anderen Leuten hier erwähnt.

Wegen der gesamten Stromversorgungsproblematik würde ich über den Daumen 
zu folgendem Raten:

Ringkern mit ausreichend(!) dimensionierter Gleichrichterstufe und dazu 
passenden Siebelkos für die Endstufe. Was ausreichend ist, bezüglich 
Kapazität, kann man berechnen oder sich an bestehenden - erprobten - 
Aufbauten orientieren, wenn das Lernen zu aufwendig ist.
Bei den Gleichrichtern auf den Maximal(dauer)strom achten und - sofern 
im Datenblatt angegeben - auf die maximale Siebkapazität.

Für alle zusätzlichen Spannungen wie die 5V oder 3,3V einen weiteren 
Trafo mit 9V AC o.ä. sekundär verwenden. Das hält die Verlustleistung 
einigermaßen im Rahmen und vor allem, vermeidet eventuell auftretende 
Masseschleifen.

Für das Audioprocessing mittels MUX und PT2322 kann man ebenfalls einen 
zusätzlichen kleinen Trafo verwenden und daraus dann z.B. die 
Notwendigen +5V/-5V für die MUXE und +9V für den PT2322 gewinnen.

Ja, dann bist du am Ende bei 3 Trafos, hast aber die einzelnen Parts von 
einander getrennt.
Alles auf Teufel komm raus aus dem Ringerntrafo zu ziehen, ist meiner 
Meinung nach unnötiger Aufwand.

Mache dir einen Plan, wie die einzelnen Kompenenten miteinander 
verbunden werden, wo die Massen auf einander treffen.

von Bastler (Gast)


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Das sieht in der Theorie alles schön aus, aber es ist ein ziehmlich 
komplexes Projekt und du wirst dafür ein grosses Programm schreiben 
müssen um das alles anzusteuern. Denkst du, dass du das kannst? Mit 
Software gibt's gewöhnlich die meisten Probleme.

von Antoli B. (allister)


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Masse schrieb:
> Nachtrag zum Netzteilplatine.
>
> Wie viele Stereoplatinen willst du an dem Netzteil betreiben? Der
> Gleichrichter sieht viel zu klein aus.

Also am Ende muss ich auf 6 TDAs kommen, macht 3 Platinen bei 2 TDAs pro 
Platine.

In einem anderen Beitrag wurde mir folgendes errechnet:

Michael B. schrieb:
> Aha. Audio. Ein TDA7295 verbrät maximal 50 Watt und liefert dabei
> maximal ca. 65 Watt an die Last, die bei der hohen Spannung mindestens 8
> Ohm haben muss. Alle anderen Leistungsangaben des Chips sind kurzzeitig
> gemeint, so kurzzeitig, daß der Trafo das gar nicht wahrnimmt.
>
> Mehr als 690 Watt (plus die Verluste vom Gleichrichter, ca. 27 Watt)
> muss dein Trafo als nie liefern können. Das wären bei 2x25V~ also 14.34A
> pro Wicklung, ein 720VA Ringkern.

Quelle: Beitrag "Re: suche digitales Poti mit I2C, Rindkerntrafo und Brückengleichrichter"

Jobst M. schrieb:
> Generell scheint mir die Masseführung nicht durchdacht. - der LS kommt
> an (zwischen) die Ladeelkos!
>
> Vielleicht machst Du einfach mal ein Bild mit den Platinen und wie sie
> verdrahtet werden sollen.

Werde ich mal machen und dann posten.

> Für die 5V/3.3V würde ich unbedingt einen eigenen, kleinen Trafo
> spendieren.

So wie hier:

http://mosfetkiller.de/?s=tda7293endstufe

?

War ja schon weiter oben auch erläutert. Er hat dort auch noch 100nF 
Folienkondensatoren verbaut. Wieso? Sind die "wichtig"?

Philipp M. schrieb:
> Warum willst du den PT2322 nicht mit 9V oder gar 12V versorgen? Die
> Daten des IC sind für 12V definiert. Mit den 5V bist du sehr nach an der
> unteren Grenze.

Nunja, er läuft laut Datenblatt ja auch mit 5V. Anfangs wollte ich noch 
NE5532 als Vorverstärker einsetzen da hatte ich pos. und neg. 9V 
erzeugt. Diese erwiesen sich allerdings in einem anderen Beitrag sodann 
als überflüssig. Da der PT2322 auch mit 5V läuft entfernte ich die 
Versorgung von +-9V komplett und habe ihn an die 5V Versorgung gehangen. 
Habe ich durch mehr Versorgungsspannung vorteile?

Philipp M. schrieb:
> EDIT:
>
> Beim TDA müssen C19, C20, C23, C24 nicht 10nF betragen, sondern 100nF.
> Siehe Datenblatt.

http://oddwires.blogspot.de/2012/07/using-arduino-pt2322-library-for-audio.html

Zweites Bild. Dort habe ich die Beschaltung her.

Philipp M. schrieb:
> Wie er ja schon gemerkt hat, scheint sein Display mit einem I²C der sein
> HIGH bei 3,3V hat nicht klarzukommen.

Richtig. Das Display ist ein eDIPTFT43-ATP von Electronic Assembly. Nach 
einem Telefonat mit EA hieß es "es kann die 3V3 erkennen da ja auch ein 
ATMega eingetzt wird, muss es aber nicht". Im Test erkannte es 
fehlerhaft, also nur jede 2-3 kommunikation auf einem 3V3 Bus in 100k, 
im 400k Fast-Mode schon garnichts mehr. Auf dem 5V Bus im 100k und 400k 
Modus keinerlei probleme. Also erkennt es sicher nur auf dem 5V Bus 
alles. Auch ein ändern der Pull-Ups brachte keinen Erfolg bei 3V3.

Philipp M. schrieb:
> Ich habe mir die anderen Threads ebenfalls angesehen. Das Thema dreht ja
> nun wirklich schon eine Weile eine Runde.

Genau, deswegen habe ich jetzt einen "gesamt" Thread eröffnet.

Philipp M. schrieb:
> Für alle zusätzlichen Spannungen wie die 5V oder 3,3V einen weiteren
> Trafo mit 9V AC o.ä. sekundär verwenden. Das hält die Verlustleistung
> einigermaßen im Rahmen und vor allem, vermeidet eventuell auftretende
> Masseschleifen.

Ich habe noch nicht erkannt woran der unterschied liegt ausser in der 
Verlustleistung. Also wenn der Ringkern doch entsprechend groß ist 
sollte dieser doch genug Leistung bringen alles zu Versorgen. Dies würde 
mir auch Platz im Gehäuse sparen.

Philipp M. schrieb:
> Mache dir einen Plan, wie die einzelnen Kompenenten miteinander
> verbunden werden, wo die Massen auf einander treffen.

Ja, das muss ich so oder so noch da hier ja AGND und DGND aufeinander 
treffen.

Bastler schrieb:
> Das sieht in der Theorie alles schön aus, aber es ist ein ziehmlich
> komplexes Projekt und du wirst dafür ein grosses Programm schreiben
> müssen um das alles anzusteuern. Denkst du, dass du das kannst? Mit
> Software gibt's gewöhnlich die meisten Probleme.

Schon mehrere libs und software geschrieben. Bin schon einige Jahre 
dabei, zwar immer nur kleine Codes, also einen µC für das Display, mehr 
hat der dann nicht gemacht, oder eine lib für WS2812 usw. aber immer war 
der µC dann nur für diese eine Sache da. Einzig alleine das "neue" was 
nun dazu kommt ist das ein µC jetzt mehreres macht. Also der Code wird 
nur länger und verstrickter. Sollte aber klappen.

von Antoli B. (allister)


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Ich habe die Spannungsversorgung mal überarbeitet. Jetzt sollte Masse 
passen.

von Philipp M. (pm_siggi)


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Antoli B. schrieb:
> Nunja, er läuft laut Datenblatt ja auch mit 5V. Anfangs wollte ich noch
> NE5532 als Vorverstärker einsetzen da hatte ich pos. und neg. 9V
> erzeugt. Diese erwiesen sich allerdings in einem anderen Beitrag sodann
> als überflüssig. Da der PT2322 auch mit 5V läuft entfernte ich die
> Versorgung von +-9V komplett und habe ihn an die 5V Versorgung gehangen.
> Habe ich durch mehr Versorgungsspannung vorteile?

Je nach dem, was du an Audio-Pegeln hast, bist du bei 5V 
Versorgungspannung möglicherweise schnell am Clippen. Wir reden hier von 
maximalen Hub von +2,5V und -2,5V.

Antoli B. schrieb:
> Ich habe noch nicht erkannt woran der unterschied liegt ausser in der
> Verlustleistung. Also wenn der Ringkern doch entsprechend groß ist
> sollte dieser doch genug Leistung bringen alles zu Versorgen. Dies würde
> mir auch Platz im Gehäuse sparen.

Verlustleistung != Ausgangsleistung des Trafos.
Gehen wir mal davon aus, dass du an die 5V auch noch Lüfter etc. 
anschließen möchtest, wie du ja oben geschrieben hast.

Wenn wir mal eine Worst-Case Prognose mit 3 Lüftern a 5V - 0,15A 
aufstellen, bist du hier allein schon bei 0,45A Ausgangsstrom, den du 
benötigst. Dazu kommt noch dein Display mit 0,18A (siehe Datenblatt). 
Damit bist du schon bei 0,63A.

Die Verlustleistung ist nun das, was der lineare Spannungsregler (in 
deinem Fall LM7805) an Leistung in Wärme umwandeln muss, um die Spannung 
klein zu bekommen.

Bei deinem Ringkern können wir von folgendem Szenario ausgehen (Einfache 
Beispielrechnung):

Im Leerlauf sagt das Datenblatt des Trafos etwa 1V mehr als Nennspannung 
aus, also sagen wir 19V AC.

Das macht dann ohne Nennlast (500VA) folgendes:

19V AC * 1,4141 = 26,87V DC

Abzüglich der Spannung für den Gleichrichter:

26,87V - 0,7V (Diodenabfall, positiver Zweig deines Netzteils) = 26,17V 
DC.

Gehen wir also von 26V DC aus.

Die Differenz für deine 5V Ausgangsspannung sind dann:

26V - 5V = 21V Spannungsabfall über dem Spannungsregler

Nach P = U * I und mit unseren Werten von U = 21V und I = 0,63A erhalten 
wir:

P = 21V * 0,63A = 13,23W

Diese 13W musst du ersteinmal vom 7805 weggekühlt bekommen. Das ist mit 
einem kleinen Aufsteckkühlkörper in der Regel nicht getan.

===================
Machen wir den Gegenversuch mit einer gesonderten Versorgung aus sagen 
wir 8V AC:

https://www.reichelt.de/Printtrafos-10-16VA/4808-1/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=2496&GROUPID=4535&artnr=4808-1&SEARCH=%252A

8V AC * 1,4141 = 11,31V DC

Abzüglich der Spannung für den Gleichrichter:

11,31V - 1,4V (Diodenabfall, Gleichrichterbrücke) = 9,91V DC.

Gehen wir also von 10V DC aus.

Die Differenz für deine 5V Ausgangsspannung sind dann:

10V - 5V = 5V Spannungsabfall über dem Spannungsregler

Nach P = U * I und mit unseren Werten von U = 5V und I = 0,63A erhalten 
wir:

P = 5V * 0,63A = 3,15W

Was wesentlich vertretbarer ist.

Antoli B. schrieb:
> Ja, das muss ich so oder so noch da hier ja AGND und DGND aufeinander
> treffen.

Bei deinem derzeitigen Konzept sind AGND und DGNG physisch bereits im 
Netzteil verbunden, da diese beide aus der selben Spannung gewonnen 
werden. Deine 5V sowie die Betriebsspannung der Verstärker entspringen 
alle aus einer Quelle.

Auch deswegen bietet sich eine getrennte Versorgung an.

Antoli B. schrieb:
> Ich habe die Spannungsversorgung mal überarbeitet. Jetzt sollte Masse
> passen.

Vor dem wilden Layouten würde ich wirklich anraten, das Grundkonzept der 
Versorgung zu klären. Das spart doppelten Aufwand.


Grüße

EDIT:

Antoli B. schrieb:
> http://oddwires.blogspot.de/2012/07/using-arduino-pt2322-library-for-audio.html
>
> Zweites Bild. Dort habe ich die Beschaltung her.

Und die ist aus dem Datenblatt. Das ändert aber nicht daran, dass in 
deinem abgezeichneten Schaltplan die Werte nicht korrekt sind.
Im Original werden für die genannten Kondensatoren 100nF verwendet. Du 
hast nur 10nF.

: Bearbeitet durch User
von Antoli B. (allister)


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Ok, also anbei mal ein Bild "wie" ich das ganze zum jetzigen Stand 
verdrahten würde. Dies ist ja nun wohlmöglich hinfällig da ich wohl doch 
auf einen weiteren Trafo zurück greifen muss.

von Antoli B. (allister)


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Philipp M. schrieb:
> Auch deswegen bietet sich eine getrennte Versorgung an.

Ok, also muss ich den Teil mit den Spannungsreglern von der 
Versorgungsplatine entfernen. Diese dient dann alleine den TDAs, 
korrekt?

Dann baue ich eine zweite Platine mit einem kleinen Printtrafo und baue 
da dann die anderen Versorgungen auf. Hier könnte ich ja dann, wie schon 
oben erwähnt, einen mit 12V nehmen und dann auch direkt 9V pos. und neg. 
für den PT2322 erzeugen. Eventuell dann noch die Versorgung für die 
Analog Multiplexer.

Also zwei Versorgungspatinen. Eine alleine für die TDAs und eine mit 
einem Printtrafo für den Rest. (9V, 5V, 3V3)

von Philipp M. (pm_siggi)


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Bezüglich der Verstärker Boards kannst du übrigens noch einiges an Platz 
sparen.

http://sound.whsites.net/project127.htm

Zeigt beispielsweise, wie kompakt sich diese Verstärker aufbauen lassen. 
Der 7293er ist von der Beschaltung minimal anders als deine 95er, aber 
als Inspiration ist das mMn. ganz gut.


Grüße!

Phil

von Jobst M. (jobstens-de)


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Antoli B. schrieb:
> So wie hier:
>
> http://mosfetkiller.de/?s=tda7293endstufe
>
> ?
>
> War ja schon weiter oben auch erläutert. Er hat dort auch noch 100nF
> Folienkondensatoren verbaut. Wieso? Sind die "wichtig"?

Für den 7805? Ja, die sind dem wichtig. Schau in's Datenblatt!


Antoli B. schrieb:
> Zweites Bild. Dort habe ich die Beschaltung her.

> Philipp M. schrieb:
> Siehe Datenblatt.

Egal was für Schaltungen Du im Netz findest, bindend sind die Angaben im 
Datenblatt. Im Zweifelsfall hatte der Ersteller der Schaltung aus dem 
Netz weniger Erfahrung als Du.


Antoli B. schrieb:
> Also wenn der Ringkern doch entsprechend groß ist
> sollte dieser doch genug Leistung bringen alles zu Versorgen. Dies würde
> mir auch Platz im Gehäuse sparen.

Die benötigten Kühlkorper holen diesen Vorteil bei weitem wieder ein.
Wurde oben von Philipp M. ja schon vorgerechnet.
Die Probleme mit Störungen wurden Dir auch schon genannt.


Antoli B. schrieb:
> Ich habe die Spannungsversorgung mal überarbeitet. Jetzt sollte Masse
> passen.

NEIN! EINE Masseverbindung, am besten in der Mitte.


Philipp M. schrieb:
> Je nach dem, was du an Audio-Pegeln hast, bist du bei 5V
> Versorgungspannung möglicherweise schnell am Clippen. Wir reden hier von
> maximalen Hub von +2,5V und -2,5V.

Da kann mein CD-Player drüber - und alle anderen Hifi-Geräte auch..
Wenn Du den Pfusch beibehalten möchtest, packst Du Spannungsteiler an 
die Eingänge .... **duck und weg*


Gruß

Jobst

von Jobst M. (jobstens-de)


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Antoli B. schrieb:
> Ok, also anbei mal ein Bild "wie" ich das ganze zum jetzigen Stand
> verdrahten würde.

Cool, ohne Lautsprecher kann eigentlich nichts schief gehen.
Alles Weitere spare ich mir bis zur vollständigen Version.
Eingänge sind ja auch nicht dran.


Im übrigen war auch dies kein Witz:
Jobst M. schrieb:
> Nachtrag: Und keine Elkos auf dem Verstärkerboard

Wenn Du den kompletten Plan abgeliefert hast, erkläre ich, warum.


Gruß

Jobst

von Jobst M. (jobstens-de)


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... Steuercontroller, Bluetooth und Radio fehlen auch mindestens noch 
...

von Philipp M. (pm_siggi)


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Antoli B. schrieb:
> Ok, also muss ich den Teil mit den Spannungsreglern von der
> Versorgungsplatine entfernen. Diese dient dann alleine den TDAs,
> korrekt?

Korrekt. Überprüfe gleich noch, ob der Gleichrichter für deinen 
Anwendungsfall ausreichend Dimensioniert ist (Datenblatt konsultieren)

Antoli B. schrieb:
> Dann baue ich eine zweite Platine mit einem kleinen Printtrafo und baue
> da dann die anderen Versorgungen auf. Hier könnte ich ja dann, wie schon
> oben erwähnt, einen mit 12V nehmen und dann auch direkt 9V pos. und neg.
> für den PT2322 erzeugen. Eventuell dann noch die Versorgung für die
> Analog Multiplexer.

Das klingt schon besser.

Für den PT2322 benötigst du eine positive Spannung bei rund 9V und 35mA 
Belastbarkeit.

Deine Muxe benötigen kaum Strom, dafür aber +5V und -5V um korrekt zu 
funktionieren. Der Grund dafür steht bereits weiter oben.

Dann natürlich +5V für deine restliche Technik wie Atmega etc.

Für die negative Spannung kannst du entweder einen kleinen Trick 
anwenden oder nimmst einen Trafo mit zwei Wicklungen. Letztere Variante 
ist natürlich deutlich eleganter.

Trick siehe 
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.0

Abschnitt beginnend mit "Wenn jedoch eine negative Spannung mit nur 
wenigen mA benötigt wird, geht es mit einer zusätzlichen 
Villard-Schaltung"

Jobst M. schrieb:
> Da kann mein CD-Player drüber - und alle anderen Hifi-Geräte auch..
> Wenn Du den Pfusch beibehalten möchtest, packst Du Spannungsteiler an
> die Eingänge .... **duck und weg*

Bloß nicht. Da lieber in 9V investieren ;)

Grüße

von Harald W. (wilhelms)


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Philipp M. schrieb:

> Ringkern mit ausreichend(!) dimensionierter Gleichrichterstufe und dazu
> passenden Siebelkos für die Endstufe.

Ich würde dafür auch eine Extraplatine mit Vierpolanschluss der
Elkos verwenden. Damit meine ich, das eine Leitung vom Gleich-
richter zum Elkoanschluss geht und eine weitere von diesem
Anschluss zum Verstärker.

> Für alle zusätzlichen Spannungen wie die 5V oder 3,3V einen weiteren
> Trafo mit 9V AC o.ä. sekundär verwenden.

Manche Tipps muss man wohl mehrfach schreiben, bis der TE sie
endlich liest. :-)

> Ja, dann bist du am Ende bei 3 Trafos, hast aber die einzelnen Parts von
> einander getrennt.
> Alles auf Teufel komm raus aus dem Ringerntrafo zu ziehen, ist meiner
> Meinung nach unnötiger Aufwand.

Man kann natürlich auch Extrawicklungen auf dem RKT anbringen.
Was einfacher ist, muss jeder selbst entscheiden.

von Antoli B. (allister)


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So, ich habe die Versorgungen dann mal getrennt. Bei der "Versorgung" 
habe ich noch keinen Trafo eingesetzt. Hier stellte sich mir nochmal die 
Frage welchen ich nun nehmen soll? Da ich ja 9V benötige und auch -5V 
also neg. Spannung nehme ich einen Trafo mit Mittelanzapfung also zwei 
sek. Spulen.

Welchen nehme ich hier nun am besten?
Einen mit 2 x 12V oder einen mit 2 x 9V?

Durch die Gleichrichtung von 9V dürften etwa 13.5V DC entstehen. Dies 
sollte reichen um den 7909 zu Versorgung. Also sollte doch ein 9V Trafo 
reichen, oder?

von Jobst M. (jobstens-de)


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Antoli B. schrieb:
> So, ich habe die Versorgungen dann mal getrennt.

Und den selben Fehler wie vorher auf dem "TDA_Versorgung_Layout.png" 
beibehalten. Die Masse der Kondensatoren gehört zusammen (zum 3. Mal ..)


Gruß

Jobst

von Masse (Gast)


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Versorgung_3D.png

... welche bzw. wie willst dort Kühlkörper anbringen?
Target hat schon welche dabei ... sonst wirst Du nicht lange Spass dran 
haben.

von Masse (Gast)


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Bild vergessen gehabt.

von Joachim B. (jar)


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ich würde ja noch einen

2 pcs. PT2258 PTC 6-kanaliger elektronischer Lautstärkeregler DIP20 NOS

vorsehen um die 6 Kanäle richtig einpegeln zu können.

leider sind nicht alle Filme perfekt gemischt und nur mit Endstufe kann 
man ja nicht einpegeln (ggflls. noch den Sub auf die anderen Kanäle 
mischen, denn manche haben die Tiefen aus den Center, front und back 
genommen).

von Philipp M. (pm_siggi)


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Joachim B. schrieb:
> PT2258 PTC 6-kanaliger elektronischer Lautstärkeregler DIP20 NOS
>
> vorsehen um die 6 Kanäle richtig einpegeln zu können.

Der PT2322 hat bereits die Möglichkeit der Pegelanpassung für jeden 
Kanal integriert.

von Joachim B. (jar)


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Philipp M. schrieb:
> PT2322

hat er das?
OK dann ist mein Posting entbehrlich

ich muss mir das selber bauen weil ich keinen Zugriff auf die einzel 
Känäle habe

: Bearbeitet durch User
von Philipp M. (pm_siggi)


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Joachim B. schrieb:
> hat er das?
> OK dann ist mein Posting entbehrlich
>
> ich muss mir das selber bauen weil ich keinen Zugriff auf die einzel
> Känäle habe

Japp, 15dB Trimming für die einzelnen Kanäle. Allgemein ist der Chip 
eigentlich na ganz schicke geschichte.

von Antoli B. (allister)


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Jobst M. schrieb:
> Die Masse der Kondensatoren gehört zusammen (zum 3. Mal ..)

Also die beiden Kondensatoren so rum drehen das die Massepins zueinander 
zeigen?

Masse schrieb:
> ... welche bzw. wie willst dort Kühlkörper anbringen?

Die paar mA die ich da ziehe. Kühlkörper?

von Philipp M. (pm_siggi)


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Antoli B. schrieb:
> Die paar mA die ich da ziehe. Kühlkörper?

Wir haben doch oben die Verlustleistungen beispielhaft gerechnet.

Machen wir doch mal folgendes, fülle doch mal die folgende Tabelle aus:

Belastung 5V: x mA
Belastung -5V: x mA
Belastung 3,3V: x mA
Belastung 9V: x mA

Führe das einmal aus mit deinen Verbrauchern. Also suche raus, was du 
anschließt an welche der Spannungen.

Wenn du weißt wie viel Leistung du pro Kanal brauchst. Die 
Verlustleistung kannst du dann im Anschluss berechnen. Da wirst du dann 
sehen, dass du, je nach benötigter Ausgangsleistung, immernoch 
Kühlkörper benötigst.

Grüße

von Jobst M. (jobstens-de)


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Antoli B. schrieb:
> Also die beiden Kondensatoren so rum drehen das die Massepins zueinander
> zeigen?

Ultrakorrekt.
Und Sieh schon mal mehr Anschlussklemmen für Masse vor ;-)


Gruß

Jobst

von Antoli B. (allister)


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Jobst M. schrieb:
> Antoli B. schrieb:
>> Also die beiden Kondensatoren so rum drehen das die Massepins zueinander
>> zeigen?
>
> Ultrakorrekt.
> Und Sieh schon mal mehr Anschlussklemmen für Masse vor ;-)

Ok, würdest mir auch verraten warum das so besser ist? Also zumindestens 
auf dem Steckbrett hat das so funktioniert, also mit einem TDA. Was 
verhält sich denn anders/was ist so besser?

Philipp M. schrieb:
> Machen wir doch mal folgendes, fülle doch mal die folgende Tabelle aus:
>
> Belastung 5V: x mA
> Belastung -5V: x mA
> Belastung 3,3V: x mA
> Belastung 9V: x mA
>
> Führe das einmal aus mit deinen Verbrauchern. Also suche raus, was du
> anschließt an welche der Spannungen.

Werde ich machen. Welche Werte nehme ich denn da? Die maximal Werte aus 
den Datenblättern oder soll ich das genau ausrechnen? Also LED 18mA, 
ATMega Y mA usw?

von Jobst M. (jobstens-de)


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Antoli B. schrieb:
> Was
> verhält sich denn anders/was ist so besser?

Halte die Stromwege möglichst kurz. Je kürzer sie sind, desto weniger 
Spannung fällt daran ab. Wenig Spannung ist wichtig, da sich dadurch die 
Bezugspunkte verändern.
Das betrifft ganz besonders die Verdrahtung der Baugruppen 
untereinander.
Wenn sich der Massebezug durch Strom auf der Masseleitung zu einem 
Verstärkermodul ändert, verändert sich das Eingangssignal -> Störung.
Deshalb gehören die Masseleitungen der Lautsprecher ebenfalls an diese 
Elkos.
Und: Weil der Strom über die Versorgungsleitungen zu den 
Verstärkermodulen ebenfalls Spannung auf den Leitungen erzeugt, stören 
die Elkos auf den Verstärkermodulen, weil diese die 
Spannungsschwankungen auf GND übertragen.

So. Und mit diesen Erkenntnissen machst Du nun nochmal einen neuen 
Gesamtplan und neue Platinen.


Gruß

Jobst

von Antoli B. (allister)


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so, ich werde das dann mal errechnen. Anbei nochmal eine neue 
Leiterplatte.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Antoli B. schrieb:
> Anbei nochmal eine neue Leiterplatte.

Moin!

Jetzt musst Du nur noch die Masse vom Trafo kurz verbinden.
Tip: Anschlussbuchsen hinter den Gleichrichter. (Aber den Gleichrichter 
dann nicht im Weg haben ...)


Gruß

Jobst

von Michael B. (laberkopp)


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Jobst M. schrieb:
> Jetzt musst Du nur noch die Masse vom Trafo kurz verbinden.

Kurz ist eigentlich nicht nötig.

Sein Sternpunkt ist K9.

Von K9 zu C1 und C2 ist es kurz.

Von K9 zum Trafo ist es weit aussenrum und auch noch ringförmig, also 
eine Leiterschleife wie bei einem kurzgeschlossenen Trafo. Das ist 
natürlich superblöd und das Ergebnis von "erst mal alle Verbindungen 
machen, dann Masse reinschütten, wird schon irgendwie klappen" an statt 
daß man die wichtigste Verbindung, eben Masse, zuerst legt.

Aber das machen die Kinder ja heute so, Faulheit pflegen dank 
CAD-Automatismen.

Aber wie weit nun die Leitung von K9 bis zum Trafo ist, ist letztlich 
gleichgültig, die Kabellänge des Kupferdrahtes im Trafo ist noch 
erheblich länger da machen die paar Zentimeter auf der Platine aussenrum 
nichts mehr aus.

Für störungsfreie Wiedergabe wäre es besser, daß K9 auch die einzige 
Verbindung zwischen all den Masseanschlüssen ist, also beispielsweise 
Masse an K1 und K2 nicht verbunden sind sondern beide erst mal getrennt 
bis zu K9 laufen.

Aber dafür müsste man den Masseleitungen einzeln Aufmerksamkeit 
schenken. Soe wie Verstärkerhersteller die alle Leitungen einzeln zum 
roten Punkt führen und nicht einfach die Platine mit Masse fluten.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Antoli B. schrieb:
> Anbei nochmal eine neue Leiterplatte.

Die Masseführung ist immer noch maximal ungeschickt. Schau dir doch 
einfach mal an, auf welchem Weg der Strom auf der GND Leitung fließt.

Wie ich dir bereits in einem der Vorgängerthreads gesagt habe, ist es 
geraten, kein gemeinsames Netzteil für deine 6 Endstufen zu bauen, 
sondern besser 3 separate Netzteile: eins für jede Doppelendstufe. Das 
erleichtert die Masseführung ungemein, insbesondere kannst du so jede 
Verkopplung der Endstufen untereinander sicher vermeiden.

Noch was: wenn das ein 5.1 Verstärker werden soll, dann sind 6 gleiche 
Endstufen eine schlechte Wahl. Denn der Leistungsbedarf auf den 6 
Kanälen ist nicht gleich. Der Baßkanal braucht z.B. deutlich mehr als 
die anderen. Und die beiden Surround-Kanäle deutlich weniger. Mit 6 
gleichen Kanälen hast du die Wahl ob du einen klirrenden Baßkanal haben 
willst und nur die Surround-Kanäle vor sich hin dümpeln. Oder ob alle 
Kanäle außer dem Baß Däumchen drehen.

Eine gängige Dimensionierung sieht für Links, Rechts und Center die 
gleiche Leistung vor. Für den Baß das Doppelte. Und für die beiden 
Surround-Kanäle die Hälfte.

von Homo Habilis (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Noch was: 6 gleiche Endstufen (...+ nur 1 Netzteil ...)
> (ist) eine schlechte Wahl. (...)
> Eine gängige Dimensionierung sieht für Links, Rechts und Center die
> gleiche Leistung vor. Für den Baß das Doppelte. Und für die beiden
> Surround-Kanäle die Hälfte.

Halte ich für eine vernünftige Lösung. Ich will mir auch bald ein 
anständiges Setup zulegen. Ein Bekannter hat das bis auf eine Ausnahme 
ähnlich gemacht:

Für den Baßkanal (Class D) steht (umschaltbar) die 4- bis 8-fache 
Leistung zur Verfügung, wie für die Fronts und den Center. (Die 
Surrounds erhalten auch nur die Hälfte.)

von Homo Habilis (Gast)


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Vergessen: Der hat 1 separates Schaltnetzteil für den Woofer, 3 
getrennte Trafonetzteile für Fronts und Center, und eines für die 
Surrounds (gerade wird eine Aufrüstung auf noch mehr Kanäle diskutiert).

Jedenfalls sind mehrere Netzteile sinnvoll, und den Baß mit etwas mehr 
Leistungsfähigkeit zu bedenken, auch.

von Neugier (Gast)


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Hi,

An und Ausschalten geht dann am Gerät?
Oder gibt es noch eine Fernbedienung?

von Homo Habilis (Gast)


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Wen meinst Du?

von steckersammler (Gast)


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Noch eins: Willst du die Platinen selber ätzen, oder fertigen lassen?

Wenn du sie fertigen lassen willst, dann benutz doch auch für die 
Netzteil-Platine(n) alle beiden Layer, um unnötige Umwege zu vermeiden.
Kostet auch nicht mehr in der Fertigung.

Ich würde es auch so machen wie vorgeschlagen, und je Stereo-Einheit ein 
eigenes Netzteil verwenden.
Und vielleicht für jede Spannung (positive und negative) einen eigenen 
Brückengleichrichter, das würde die Masseanbindung in einem Sternpunkt 
noch mehr vereinfachen.

Aber ich würde die Surround-Kanäle gleich auslegen wie Front und Center, 
nicht schwächer.
Denn bei immer mehr Produktionen werden die Surround-Kanäle stärker 
benutzt als früher, darum werden auch immer öfter hinten die gleichen 
Lautsprecher wie vorne empfohlen.

Wäre es für die Verstärker-Platinen nicht praktischer, sie nur Mono 
auszulegen anstatt Stereo?
Erstens bleibt der zweite Kanal bei der Center-Platine leer (für einen 
Subwoofer ist die Leistung zu gering), und zweitens bekommt man 
China-Platinen meist in 5er oder 10er Staffel.
Man könnte 5 Platinen also optimal ausnutzen für Center, Front und Rear.

von Antoli B. (allister)


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So, bin habe nun nach intensiverer Arbeitszeiten endlich wieder Luft 
fürs Hobby.

Jobst M. schrieb:
> Jetzt musst Du nur noch die Masse vom Trafo kurz verbinden.
> Tip: Anschlussbuchsen hinter den Gleichrichter. (Aber den Gleichrichter
> dann nicht im Weg haben ...)

Das mit dem Kurz verstehe ich nicht so ganz.

Michael B. schrieb:
> Das ist
> natürlich superblöd und das Ergebnis von "erst mal alle Verbindungen
> machen, dann Masse reinschütten, wird schon irgendwie klappen" an statt
> daß man die wichtigste Verbindung, eben Masse, zuerst legt.
>
>...
>
> Aber dafür müsste man den Masseleitungen einzeln Aufmerksamkeit
> schenken.

Als ich mit dem ganzen anfing und auch die ersten Leiterplatten 
erstellte wurden mir immer wieder "Masseflächen" als gut und sehr zu 
empfehlen angepriesen. Bislang bin ich mit Masseflächen auch immer gut 
klar gekommen. Was ist den an Masseflächen besser / schlechter?
Wo ist der Unterschied?

Axel S. schrieb:
> Eine gängige Dimensionierung sieht für Links, Rechts und Center die
> gleiche Leistung vor. Für den Baß das Doppelte. Und für die beiden
> Surround-Kanäle die Hälfte.

Jetzt wo du es erwähnst ist leuchtet es mir auch und ist sinnig. Dies 
werde ich nochmal überdenken. Wäre es den auch möglich, verschiede ICs 
einzusetzen? Also z.b. die TDA7295 für die Lautsprecher und zwei 
TDA7293, die ja auch so mehr Leistung haben zusammen zu schalten? Oder 
sollte man schon alles gleiche Bausteine verwenden?

steckersammler schrieb:
> Aber ich würde die Surround-Kanäle gleich auslegen wie Front und Center,
> nicht schwächer.
> Denn bei immer mehr Produktionen werden die Surround-Kanäle stärker
> benutzt als früher, darum werden auch immer öfter hinten die gleichen
> Lautsprecher wie vorne empfohlen.

Ja, das denke ich auch. Zumal man ja bei konventionellen Verstärker auf 
5CH Stereo schalten kann sodass eben alle 5 Lautsprecher eingeschaltet 
sind. Da bietet sich auch für alle 5 Kanäle die gleiche Leistung an.

Neugier schrieb:
> An und Ausschalten geht dann am Gerät?
> Oder gibt es noch eine Fernbedienung?

Also An- / Ausschalten soll einmal am Gerät mit einem Taster und per 
Bluetooth übers Tablet / Handy möglich sein.

Eine DUO-Led (rot = aus, grün = an) zeigt den An/Aus Status an.

steckersammler schrieb:
> Willst du die Platinen selber ätzen, oder fertigen lassen?

Ja, ich habe mal selber geätzt aber da ich hier Doppelseitig und 
durchkontaktierte sowie auf anderen Platinen noch ziemlich feine 
Leiterbahnen brauche lasse ich diese nun fertigen.

steckersammler schrieb:
> Wäre es für die Verstärker-Platinen nicht praktischer, sie nur Mono
> auszulegen anstatt Stereo?

Stimmt, wenn man dem Sub mehr Leistung gibt durch Dual z.b. dann 
benötigt man eine Mono Platine für den Center Kanal.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Antoli B. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Eine gängige Dimensionierung sieht für Links, Rechts und Center die
>> gleiche Leistung vor. Für den Baß das Doppelte. Und für die beiden
>> Surround-Kanäle die Hälfte.
>
> Jetzt wo du es erwähnst ist leuchtet es mir auch und ist sinnig. Dies
> werde ich nochmal überdenken. Wäre es den auch möglich, verschiede ICs
> einzusetzen?

Wenn du es selber baust, kannst du alles mischen wie du lustig bist. Bei 
den TDA7294/5/6 hast du sogar noch den Vorteil, daß du trotzdem die 
gleiche Platine verwenden kannst.

Ich habe hier z.B. 4 gleiche Endstufen (diskret) aufgebaut, von denen 
zwei die Front-Kanäle befeuern (4R Boxen) und die beiden anderen in 
Brücken-Schaltung die Baßbox (8R). Macht genau die doppelte Leistung für 
den Baß. Was je nach Material sogar etwas knapp sein kann. Ich höre 
allerdings mehr Musik als daß ich mir Filme mit Baß-Spektakel reinziehe.

Für die beiden Sourround-Kanäle habe ich die gleiche Endstufe in einer 
früheren Inkarnation (damals brauchte ich nur Stereo). Und demnächst 
will ich den Krempel nochmal umbauen. Dann kommt ein echter Center- 
Speaker dazu. Der bekommt aber wirklich nur einen TDA7294 als Endstufe. 
Vielleicht gar nur einen 7296.

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Antoli B. schrieb:
> steckersammler schrieb:
>> Aber ich würde die Surround-Kanäle gleich auslegen wie Front und Center,
>> nicht schwächer.
>> Denn bei immer mehr Produktionen werden die Surround-Kanäle stärker
>> benutzt als früher, darum werden auch immer öfter hinten die gleichen
>> Lautsprecher wie vorne empfohlen.
>
> Ja, das denke ich auch. Zumal man ja bei konventionellen Verstärker auf
> 5CH Stereo schalten kann sodass eben alle 5 Lautsprecher eingeschaltet
> sind. Da bietet sich auch für alle 5 Kanäle die gleiche Leistung an.

ich würde auch alle Kanäle gleich auslegen, denn es gab mal eine 
Empfehlung gleiche Lautsprecher zu verwenden um nicht verschiedenste 
Klangcharakteristika zu bekommen.

Dummerweise mischen manche Tonverwurschteler keine Tiefen mehr in die 
NICHT SUB Kanäle, da würde ich evtl. an Zumischung alternativ denken, 
dann braucht man u.U. keinen SUB

Ich verweigere den SUB weil meine 5 Aktivboxen gut runter kommen so die 
Tiefen nicht weggemischt wurden.

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