Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug 3D-Drucker - Stand der Dinge


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von hlm (Gast)


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Hallo,

ich überlege, mir einen 3D-Drucker als Teilesatz zuzulegen.

Er sollte eine möglichst gute Auflösung haben (für kleine bis sehr 
kleine Teile).
Die Grundfläche und Höhe müssen dagegen nicht besonders groß sein 
(jeweils ca. 100mm).

Ein Bekannter hat sich vor einiger Zeit einen solchen Drucker für ca. 
150Euro in China bestellt (als Teilesatz). Der Drucker musste 
entsprechend noch zusammengebaut und kalibriert werden, läuft ansonsten 
prima.

Hat jemand einen Tipp, was aktuell ein empfehlenswertes Modell wäre (wie 
gesagt gerne auch als Teilesatz), wollte auch etwa 150Euro plusminus 
ausgeben.

: Verschoben durch Moderator
von hlm (Gast)


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Ich kann ja mal konkret fragen, ist so etwas hier das Maximum an 
Auflösung für den Preis oder gibt es etwas Empfehlenswerteres?
(für mich ist das völliges Neuland)

Ebay-Artikel Nr. 262890113286

von Kolja L. (kolja82)


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Leg nochmal 50€ drauf und kaufe dir einen Anet A6.
Das ist die Weitereintwicklung des A8 und der fast baugleich mit dem in 
deinem Ebaylink.
Für die 50€ Aufpreis bekommst du eine deutlich bessere Bedienung am 
Gerät selbst und manchmal liegt eine Rolle Filament bei.

Egal wofür du dich entscheiden solltest, schaue dir vor dem Kauf 
mindestens 4h Videos auf Youtube an :-)

von hlm (Gast)


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Danke für die schnelle Antwort!

Den Anet A6 finde ich bei der Bucht leider nur für 330Euro.
Ebay-Artikel Nr. 262942959618


Kolja L. schrieb:
> Egal wofür du dich entscheiden solltest, schaue dir vor dem Kauf
> mindestens 4h Videos auf Youtube an :-)

Lach, auf jeden Fall!!! ;O)

von Christian M. (Gast)


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Den Anet A6 kannst Du direkt bei gearbest bestellen, ab EU-Lager! Aber 
nur nach DE!

Gruss Chregu

von chris_ (Gast)


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>Ebay-Artikel Nr. 262890113286

Den habe ich schon mal gebaut:
Beitrag "3D Drucker Prusa I3"

Funktioniert.
Das größte Problem manchmal: Die Düse verstopft beim schwarzen Filament 
öfter. Ich vermute aber, das liegt am Filament.

von Druckermen (Gast)


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Unter https://www.china-gadgets.de/?s=anet+a6 gibt es ihn im Moment im 
Angebot ab 172Euronen. Bei Gearbest im Versand "Germany Express / 
Priority Line" auswählen, dann kommt auch kein Zoll und so dazu.
Taucht immer mal wieder für den Preis auf.

von BeastyK (Gast)


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Moin,

hab das gerade gelesen und möchte neben der Auflösung, die dem TO 
wichtig war, noch anbringen das die Geschwindigkeit ebenso eine Rolle 
spielt.
Gerade beim Anet A8 und A6 sind da nicht die schnellsten ihrer Art 
vertreten, was bei einem kleinen Druck nicht so wichtig ist aber bei 
größeren Sachen möchte man dann schon zum Strick greifen.
Vielleicht gibs hier jemanden der sich damit detailiert auskennt und 
noch nen Tip hat!

Gruß
dat
Beast

von hlm (Gast)


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Super, vielen herzlichen Dank für die guten Tipps und Hinweise!

BeastyK schrieb:
> Gerade beim Anet A8 und A6 sind da nicht die schnellsten ihrer Art
> vertreten, was bei einem kleinen Druck nicht so wichtig ist

Weil die einen Direkt-Extruder verwenden?


Druckermen schrieb:
> "Germany Express /Priority Line"

Dann kümmert sich der Händler um den Import und versendet im letzten 
Schritt von Deutschland aus an den Endkunden?

von Christian B. (luckyfu)


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hlm schrieb:
> Weil die einen Direkt-Extruder verwenden?

Die Extruderart hat mit der Geschwindigkeit nur untergeordnet zu tun. 
Geschwindigkeit erzielt man durch hohe Beschleunigungen bei den kurzen 
Strecken die für einen Druck notwendig sind. Hohe Beschleunigungen 
benötigen aber entweder große Motoren die viel Kraft aufbringen können 
oder einen leichten und leichtgängigen Aufbau. Bei letzterem kann ein 
Bowdenextruder helfen, da das Hotend allein sehr leicht ist. Allerdings: 
Wenn die restliche Mechanik klobig und schwergängig ist nützt das auch 
nichts. Dann hilft nur stärkere Motoren. Aber die kosten mehr und 
benötigen ggf. auch stärkere Treiber.
Die schnellsten Drucker sind imho CoreXY und Deltatypen.

Achja: Bei dem kleinen Bauraum spielt die Geschwindigkeit nur eine 
untergeordnete Rolle.

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (prof7bit)


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BeastyK schrieb:
> Gerade beim Anet A8 und A6 sind da nicht die schnellsten ihrer Art

Der A6 Rahmen schert ja allein schon beim bloßen Betrachten des Bildes 
schon seitlich 5 Zentimeter hin und her, das Ding muss ja wackeln wie 
ein Kuhschwanz mit keinerlei diagonalen Verstrebungen, allein von zwei 
dünnen lapprigen Acrylplatten getragen die sich ungehindert nach links 
und rechts neigen können wie zwei einsame Pappeln im Wind. Wer 
konstruiert sowas?

: Bearbeitet durch User
von Heinz (Gast)


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Ich habe mir vor 2 Jahren einen Drucker für 500€ gekauft
Habe damit rumgespielt, auch einige faszinierende Ausdrucke gemacht, 4 
Teile sogar produktiv eingesetzt

Musste dann aber lernen dass das Ganze mehr ein Hobby als eine Maschine 
ist.
Von einer Maschine erwarte ich, das sie einsatzbereit ist, wenn ich sie 
brauche, auch nach einem Jahr Pause.

Beim Drucker ist es aber so, man muss Justieren, dann neues Filament 
wieder andere Werte,, wieder mit den Einstellungen rumspielen, 
testen,....

Gehts nicht richtig, ist wohl das Filament zu feucht, oder die 
Raumtemperatur stimmt nicht, oder oder oder
Und eigentlich wollte ich doch nur kurz das Teil ausdrucken....

Leider steht das Ding jetzt nur noch rum, ich glaube das Thema 3D-Druck 
ist momentan nur was für jemand, der sich jeden Tag damit beschäftigen 
will

von Hätte (Gast)


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Ich hätte gerne eine Siemens Schatulle h42 die zumindest auf UKW noch 
spielt ausgedruckt bekommen. Geht das?

von hlm (Gast)


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Warum ist die Grundplatte vom Anet eigentlich auf vier Federn gelagert 
(also die Platte, auf der das Werkstück erzeugt wird)?

von Kolja L. (kolja82)


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Damit wird die Platte gegen die Justierschrauben gedrückt.

von Florian F. (flof3000)


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hlm schrieb:
> Warum ist die Grundplatte vom Anet eigentlich auf vier Federn gelagert
> (also die Platte, auf der das Werkstück erzeugt wird)?

Weil die sich so weg drückt wenn doch Mal ein Plastikklumpen​ irgendwo 
im Weg liegt, ohne das gleich der Motor Schritte verliert/die Mechanik 
Schäden nimmt. Das konvertiert einen Totalausfall eines Druckes 
(verschoben Layer) zu nem Schönheitsfehler ( ein wenig Plastik wo keins 
sein sollte).

von Dieter F. (Gast)


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Heinz schrieb:
> Musste dann aber lernen dass das Ganze mehr ein Hobby als eine Maschine
> ist.
> Von einer Maschine erwarte ich, das sie einsatzbereit ist, wenn ich sie
> brauche, auch nach einem Jahr Pause.
>
> Beim Drucker ist es aber so, man muss Justieren, dann neues Filament
> wieder andere Werte,, wieder mit den Einstellungen rumspielen,
> testen,....
>
> Gehts nicht richtig, ist wohl das Filament zu feucht, oder die
> Raumtemperatur stimmt nicht, oder oder oder
> Und eigentlich wollte ich doch nur kurz das Teil ausdrucken....
>
> Leider steht das Ding jetzt nur noch rum, ich glaube das Thema 3D-Druck
> ist momentan nur was für jemand, der sich jeden Tag damit beschäftigen
> wil

Nö, das Teil steht bei mir immer wieder mal einige Zeit rum. Halt auf 
einer sehr stabilen Platte (ist drauf geschraubt) und immer wieder genau 
so einsetzbar. Wenn man das Filament trocken und Staubfrei hält gibt es 
da (bei normaler Raumtemperatur / Luftfeuchte) auch kein Problem.

Das Teil ist halt unhandlich - aber das sind z.B. Farblaserdrucker auch 
:-)

von Christian B. (luckyfu)


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Wer sich einen 3D Drucker als Produktionsmaschine kaufen will muss halt 
mehr als 500€ ausgeben, wenn er permanente Zuverlässigkeit erwartet. 
Dennoch ist jedes neue Filament auch erstmal zu testen. Selbst Filament 
gleichen Materials und gleichen Herstellers aber mit anderer Farbe hat 
z.T. andere Druckeigenschaften. Bei Wald und Wiesen Herstellern gibt es 
auch chargenbezogene Unterschiede.
Und wer nur 150€ Ausgeben will, der kann halt kein High - End Gerät 
erwarten. Ich hab mir nen CoreXY selbst gebaut, das hat mich summa 
summarum 350€ gekostet. Es würde auch für 280 gehen, wenn man statt des 
Original E3D Hotends einen Clone einsetzt. Fazit: Nach 3 Wochen 
Zusammenbau und Justierung erreicht er qualitativ vergleichbare 
Ergebnisse wie der Ultimaker2, den wir auf Arbeit haben. Nur das der 
2000€ gekostet hat. Der Rahmen ist bei meinem aber absolut ausreichend 
stabil, da bewegt sich nichts. An der Schnelligkeit arbeite ich noch, da 
bin ich noch nicht am Optimum angekommen. Prinzipiell kann man aber als 
Faustformel sagen: die Ausdrucke werden besser, je langsamer man druckt.

von hlm (Gast)


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Habe noch eine Frage zum Thema Anet A8 und A6.

Ist der A6 besser als der A8 oder sind beide von der 
Druckleistung/Auflösung/Geschwindigkeit von Hause aus gleich?
Mein Bekannter hat den A8 und er meine, dass der A8 besser wäre und es 
wesentlich mehr Support für dieses Modell gäbe, weil er schon viel 
länger auf dem Markt wäre.

Wie würdet ihr die aktuelle Situation hierzu bewerten?

von Dieter F. (Gast)


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hlm schrieb:
> dass der A8 besser wäre und es
> wesentlich mehr Support für dieses Modell gäbe, weil er schon viel
> länger auf dem Markt wäre.

https://www.youtube.com/watch?v=iOz8TJ4vTts

Welcher war früher auf dem Markt? In welchen sind mehr Erfahrungen 
eingeflossen?

von Rainer V. (Gast)


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Hallo,
denke selbst daran, mir einen Drucker zu kaufen und ich denke, wenn man 
eh nacharbeiten muß, dann sollte es das billigste - preiswerteste  - 
Teil sein, das man eben auftreiben kann!
Mich hat bisher immer gestört, dass alle Anbieter von 3d-Drucker-Teilen 
eine Kreditkarte verlangen, auch wenn der Standort in D ist.
Warum???
Egal, Gruß Rainer

von Dieter F. (Gast)


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Rainer V. schrieb:
> Mich hat bisher immer gestört, dass alle Anbieter von 3d-Drucker-Teilen
> eine Kreditkarte verlangen, auch wenn der Standort in D ist.
> Warum???

Weil die Zahlungsmoral so schlecht ist?

von Rainer V. (Gast)


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Dieter F. schrieb:
> Weil die Zahlungsmoral so schlecht ist?

Jau, wenn ich per Überweisung zahle, dann ist doch wohl alles paletti!?
Was für ein Beitrag...Hi Dieter, weißt du eigentlich, warum niemand 
destotrotz?
Gruß Rainer

von hlm (Gast)


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Für den Anet A8 gibt es im Netz ganz viele Druckvorlagen und für den A6 
nicht??? Oder habe ich etwas falsch verstanden?

von Timmo H. (masterfx)


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BeastyK schrieb:
> Gerade beim Anet A8 und A6 sind da nicht die schnellsten ihrer Art
> vertreten,
Also mein A8 druckt auch noch problemlos mit 120mm/s: 
Beitrag "Re: Prusa I3 3D Drucker" . Das schafft mein 
4 Jahre alter CTC Makerbot Clone nicht (obwohl ich den den zweiten 
Extruder Schon demontiert habe)

von Christian B. (luckyfu)


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Rainer V. schrieb:
> dann sollte es das billigste - preiswerteste  -
> Teil sein, das man eben auftreiben kann!

Ich weiß nicht, ob das die richtige Einstellung ist. Wenn du so 
herangehst kannst du auch gleich komplett selbst bauen. Bei den Billigen 
Teilen ist der Preisunterschied nicht in den zu druckenden Teilen zu 
finden, welche man einfach austauschen könnte. Es sind die Führungen, es 
ist die Rahmenkonstruktion, es sind die Spindeln und das Hotend. Alles 
Teile die man hochwertig oder billig oder in beliebigen 
Zwischenschritten haben kann.

Generell würde ich von Konstruktionen, welche statt Trapezspindeln 
schnöde Gewindestangen verwenden schonmal Abstand halten. Wenn dann die 
Achsen zueinander nur lose befestigt sind und klappern können, wird das 
den Gesamteindruck sicher nicht ins positive ziehen.

Eins vorweg: Die Druckergebnisse liegen zum Großteil in den 
Druckeinstellungen begründet (Von eklatanten Mängeln wie krummen 
Spindeln oder ähnlichem abgesehen). Man erspart sich halt viel Ärger, 
wenn man hochwertige Teile an den kritischen Punkten verwendet. Nichts 
ist ärgerlicher, als bei einem 26h Druck 30min vor Schluss eine 
verstopfte Düse zu haben.

von Rainer V. (Gast)


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Ich stimme voll zu! Aber genau deshalb - ein "Defizit" des users 
unterstellt - könnten die Druckergebnisses doch sehr viel besser sein, 
als gemeinhin erzählt!
Gruß Rainer

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