Hallo,
ich überlege, mir einen 3D-Drucker als Teilesatz zuzulegen.
Er sollte eine möglichst gute Auflösung haben (für kleine bis sehr
kleine Teile).
Die Grundfläche und Höhe müssen dagegen nicht besonders groß sein
(jeweils ca. 100mm).
Ein Bekannter hat sich vor einiger Zeit einen solchen Drucker für ca.
150Euro in China bestellt (als Teilesatz). Der Drucker musste
entsprechend noch zusammengebaut und kalibriert werden, läuft ansonsten
prima.
Hat jemand einen Tipp, was aktuell ein empfehlenswertes Modell wäre (wie
gesagt gerne auch als Teilesatz), wollte auch etwa 150Euro plusminus
ausgeben.
Leg nochmal 50€ drauf und kaufe dir einen Anet A6.
Das ist die Weitereintwicklung des A8 und der fast baugleich mit dem in
deinem Ebaylink.
Für die 50€ Aufpreis bekommst du eine deutlich bessere Bedienung am
Gerät selbst und manchmal liegt eine Rolle Filament bei.
Egal wofür du dich entscheiden solltest, schaue dir vor dem Kauf
mindestens 4h Videos auf Youtube an :-)
>Ebay-Artikel Nr. 262890113286
Den habe ich schon mal gebaut:
Beitrag "3D Drucker Prusa I3"
Funktioniert.
Das größte Problem manchmal: Die Düse verstopft beim schwarzen Filament
öfter. Ich vermute aber, das liegt am Filament.
Unter https://www.china-gadgets.de/?s=anet+a6 gibt es ihn im Moment im
Angebot ab 172Euronen. Bei Gearbest im Versand "Germany Express /
Priority Line" auswählen, dann kommt auch kein Zoll und so dazu.
Taucht immer mal wieder für den Preis auf.
Moin,
hab das gerade gelesen und möchte neben der Auflösung, die dem TO
wichtig war, noch anbringen das die Geschwindigkeit ebenso eine Rolle
spielt.
Gerade beim Anet A8 und A6 sind da nicht die schnellsten ihrer Art
vertreten, was bei einem kleinen Druck nicht so wichtig ist aber bei
größeren Sachen möchte man dann schon zum Strick greifen.
Vielleicht gibs hier jemanden der sich damit detailiert auskennt und
noch nen Tip hat!
Gruß
dat
Beast
Super, vielen herzlichen Dank für die guten Tipps und Hinweise!
BeastyK schrieb:> Gerade beim Anet A8 und A6 sind da nicht die schnellsten ihrer Art> vertreten, was bei einem kleinen Druck nicht so wichtig ist
Weil die einen Direkt-Extruder verwenden?
Druckermen schrieb:> "Germany Express /Priority Line"
Dann kümmert sich der Händler um den Import und versendet im letzten
Schritt von Deutschland aus an den Endkunden?
hlm schrieb:> Weil die einen Direkt-Extruder verwenden?
Die Extruderart hat mit der Geschwindigkeit nur untergeordnet zu tun.
Geschwindigkeit erzielt man durch hohe Beschleunigungen bei den kurzen
Strecken die für einen Druck notwendig sind. Hohe Beschleunigungen
benötigen aber entweder große Motoren die viel Kraft aufbringen können
oder einen leichten und leichtgängigen Aufbau. Bei letzterem kann ein
Bowdenextruder helfen, da das Hotend allein sehr leicht ist. Allerdings:
Wenn die restliche Mechanik klobig und schwergängig ist nützt das auch
nichts. Dann hilft nur stärkere Motoren. Aber die kosten mehr und
benötigen ggf. auch stärkere Treiber.
Die schnellsten Drucker sind imho CoreXY und Deltatypen.
Achja: Bei dem kleinen Bauraum spielt die Geschwindigkeit nur eine
untergeordnete Rolle.
BeastyK schrieb:> Gerade beim Anet A8 und A6 sind da nicht die schnellsten ihrer Art
Der A6 Rahmen schert ja allein schon beim bloßen Betrachten des Bildes
schon seitlich 5 Zentimeter hin und her, das Ding muss ja wackeln wie
ein Kuhschwanz mit keinerlei diagonalen Verstrebungen, allein von zwei
dünnen lapprigen Acrylplatten getragen die sich ungehindert nach links
und rechts neigen können wie zwei einsame Pappeln im Wind. Wer
konstruiert sowas?
Ich habe mir vor 2 Jahren einen Drucker für 500€ gekauft
Habe damit rumgespielt, auch einige faszinierende Ausdrucke gemacht, 4
Teile sogar produktiv eingesetzt
Musste dann aber lernen dass das Ganze mehr ein Hobby als eine Maschine
ist.
Von einer Maschine erwarte ich, das sie einsatzbereit ist, wenn ich sie
brauche, auch nach einem Jahr Pause.
Beim Drucker ist es aber so, man muss Justieren, dann neues Filament
wieder andere Werte,, wieder mit den Einstellungen rumspielen,
testen,....
Gehts nicht richtig, ist wohl das Filament zu feucht, oder die
Raumtemperatur stimmt nicht, oder oder oder
Und eigentlich wollte ich doch nur kurz das Teil ausdrucken....
Leider steht das Ding jetzt nur noch rum, ich glaube das Thema 3D-Druck
ist momentan nur was für jemand, der sich jeden Tag damit beschäftigen
will
hlm schrieb:> Warum ist die Grundplatte vom Anet eigentlich auf vier Federn gelagert> (also die Platte, auf der das Werkstück erzeugt wird)?
Weil die sich so weg drückt wenn doch Mal ein Plastikklumpen irgendwo
im Weg liegt, ohne das gleich der Motor Schritte verliert/die Mechanik
Schäden nimmt. Das konvertiert einen Totalausfall eines Druckes
(verschoben Layer) zu nem Schönheitsfehler ( ein wenig Plastik wo keins
sein sollte).
Heinz schrieb:> Musste dann aber lernen dass das Ganze mehr ein Hobby als eine Maschine> ist.> Von einer Maschine erwarte ich, das sie einsatzbereit ist, wenn ich sie> brauche, auch nach einem Jahr Pause.>> Beim Drucker ist es aber so, man muss Justieren, dann neues Filament> wieder andere Werte,, wieder mit den Einstellungen rumspielen,> testen,....>> Gehts nicht richtig, ist wohl das Filament zu feucht, oder die> Raumtemperatur stimmt nicht, oder oder oder> Und eigentlich wollte ich doch nur kurz das Teil ausdrucken....>> Leider steht das Ding jetzt nur noch rum, ich glaube das Thema 3D-Druck> ist momentan nur was für jemand, der sich jeden Tag damit beschäftigen> wil
Nö, das Teil steht bei mir immer wieder mal einige Zeit rum. Halt auf
einer sehr stabilen Platte (ist drauf geschraubt) und immer wieder genau
so einsetzbar. Wenn man das Filament trocken und Staubfrei hält gibt es
da (bei normaler Raumtemperatur / Luftfeuchte) auch kein Problem.
Das Teil ist halt unhandlich - aber das sind z.B. Farblaserdrucker auch
:-)
Wer sich einen 3D Drucker als Produktionsmaschine kaufen will muss halt
mehr als 500€ ausgeben, wenn er permanente Zuverlässigkeit erwartet.
Dennoch ist jedes neue Filament auch erstmal zu testen. Selbst Filament
gleichen Materials und gleichen Herstellers aber mit anderer Farbe hat
z.T. andere Druckeigenschaften. Bei Wald und Wiesen Herstellern gibt es
auch chargenbezogene Unterschiede.
Und wer nur 150€ Ausgeben will, der kann halt kein High - End Gerät
erwarten. Ich hab mir nen CoreXY selbst gebaut, das hat mich summa
summarum 350€ gekostet. Es würde auch für 280 gehen, wenn man statt des
Original E3D Hotends einen Clone einsetzt. Fazit: Nach 3 Wochen
Zusammenbau und Justierung erreicht er qualitativ vergleichbare
Ergebnisse wie der Ultimaker2, den wir auf Arbeit haben. Nur das der
2000€ gekostet hat. Der Rahmen ist bei meinem aber absolut ausreichend
stabil, da bewegt sich nichts. An der Schnelligkeit arbeite ich noch, da
bin ich noch nicht am Optimum angekommen. Prinzipiell kann man aber als
Faustformel sagen: die Ausdrucke werden besser, je langsamer man druckt.
Habe noch eine Frage zum Thema Anet A8 und A6.
Ist der A6 besser als der A8 oder sind beide von der
Druckleistung/Auflösung/Geschwindigkeit von Hause aus gleich?
Mein Bekannter hat den A8 und er meine, dass der A8 besser wäre und es
wesentlich mehr Support für dieses Modell gäbe, weil er schon viel
länger auf dem Markt wäre.
Wie würdet ihr die aktuelle Situation hierzu bewerten?
hlm schrieb:> dass der A8 besser wäre und es> wesentlich mehr Support für dieses Modell gäbe, weil er schon viel> länger auf dem Markt wäre.https://www.youtube.com/watch?v=iOz8TJ4vTts
Welcher war früher auf dem Markt? In welchen sind mehr Erfahrungen
eingeflossen?
Hallo,
denke selbst daran, mir einen Drucker zu kaufen und ich denke, wenn man
eh nacharbeiten muß, dann sollte es das billigste - preiswerteste -
Teil sein, das man eben auftreiben kann!
Mich hat bisher immer gestört, dass alle Anbieter von 3d-Drucker-Teilen
eine Kreditkarte verlangen, auch wenn der Standort in D ist.
Warum???
Egal, Gruß Rainer
Rainer V. schrieb:> Mich hat bisher immer gestört, dass alle Anbieter von 3d-Drucker-Teilen> eine Kreditkarte verlangen, auch wenn der Standort in D ist.> Warum???
Weil die Zahlungsmoral so schlecht ist?
Dieter F. schrieb:> Weil die Zahlungsmoral so schlecht ist?
Jau, wenn ich per Überweisung zahle, dann ist doch wohl alles paletti!?
Was für ein Beitrag...Hi Dieter, weißt du eigentlich, warum niemand
destotrotz?
Gruß Rainer
BeastyK schrieb:> Gerade beim Anet A8 und A6 sind da nicht die schnellsten ihrer Art> vertreten,
Also mein A8 druckt auch noch problemlos mit 120mm/s:
Beitrag "Re: Prusa I3 3D Drucker" . Das schafft mein
4 Jahre alter CTC Makerbot Clone nicht (obwohl ich den den zweiten
Extruder Schon demontiert habe)
Rainer V. schrieb:> dann sollte es das billigste - preiswerteste -> Teil sein, das man eben auftreiben kann!
Ich weiß nicht, ob das die richtige Einstellung ist. Wenn du so
herangehst kannst du auch gleich komplett selbst bauen. Bei den Billigen
Teilen ist der Preisunterschied nicht in den zu druckenden Teilen zu
finden, welche man einfach austauschen könnte. Es sind die Führungen, es
ist die Rahmenkonstruktion, es sind die Spindeln und das Hotend. Alles
Teile die man hochwertig oder billig oder in beliebigen
Zwischenschritten haben kann.
Generell würde ich von Konstruktionen, welche statt Trapezspindeln
schnöde Gewindestangen verwenden schonmal Abstand halten. Wenn dann die
Achsen zueinander nur lose befestigt sind und klappern können, wird das
den Gesamteindruck sicher nicht ins positive ziehen.
Eins vorweg: Die Druckergebnisse liegen zum Großteil in den
Druckeinstellungen begründet (Von eklatanten Mängeln wie krummen
Spindeln oder ähnlichem abgesehen). Man erspart sich halt viel Ärger,
wenn man hochwertige Teile an den kritischen Punkten verwendet. Nichts
ist ärgerlicher, als bei einem 26h Druck 30min vor Schluss eine
verstopfte Düse zu haben.
Ich stimme voll zu! Aber genau deshalb - ein "Defizit" des users
unterstellt - könnten die Druckergebnisses doch sehr viel besser sein,
als gemeinhin erzählt!
Gruß Rainer