Hallo, ich habe eine Frage zu den Leitungslängen beim JTAG programmieren : - ich muss µC auf Leiterplattennutzen programmieren / SEGGER J-Link ICP - ein Nutzen mit 10 Leiterplatten und ein Nutzen mit 14 Leiterplatten - das Ganze erfolgt in einem Prüfadapter mit Hauptadapter und Wechseladapter - die JTAG Schnittstellenleitung sollen/müssen umgeschaltet werden - ich werde durch das Umschalten Leitungslängen von 80..100cm bekommen Geht das überhaupt mit solchen Leitungslängen ???? Das original Flachbandkabel am SEGGER ist 20cm lang. Ich benötige dazu mal ein paar Tips in die richtige Richtung bitte, da ich mit dem Theme noch nichts zu tun hatte. Gruß Lutz
In unserer Fertigung wird der Jtag über das Originalkabel, über zweimal Kontaktnadeln und einzelne Litzen geführt und es funktioniert einwandfrei. Die Gesamtlänge könnte durchaus der von Dir gewünschten entsprechen.
Microchip bietet für seinen RealICE Debugger ein High-Speed Target Interface an, um höhere Geschwindigkeiten und größere Leitungslängen zu ermöglichen. Schau Dir mal das hier an: http://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/51616B.pdf und blättere auf Seite 120 vor. Da siehst Du, wie die es machen. Das hier ist der verwendete LVDS-Treiber/Empfänger: http://www.ti.com/lit/ds/symlink/sn65mlvd207.pdf Mein Vorschlag wäre, direkt am JLink ein Transceiver-Board zu plazieren, dann die differentiellen Signale an alle Targets zu führen und in kürzestmöglichem Abstand zum Taget-Board die jeweiligen Receiver zu plazieren. Die Umschaltung zwischen den einzelnen Targets erfolgt dann durch Ansteuerung der Enable-Pins an den einzelnen Transceiver-Chips. Dann sollte die Geschwindigkeit und die Leitungslänge nicht mehr kritisch sein. fchk
@ Lutz Geis (Firma: KupferKabelbieger GmbH) (lgeis) >- ich werde durch das Umschalten Leitungslängen von 80..100cm bekommen >Geht das überhaupt mit solchen Leitungslängen ???? Es geht, wenn man es richtig macht. Allerdings gibt es bei dem Thema immer wieder Stress. >Ich benötige dazu mal ein paar Tips in die richtige Richtung bitte, Siehe Wellenwiderstand. Bei 1m sollte man möglichst langsame Treiberbausteine einsetzen, welche vielleicht 20-50ns Anstiegszeit haben. Damit vermeidet man Reflektionen, ach ohne Terminierung. Die meisten Treiber sind aber einfach nur sinnlos giftig schnell. Außerdem sollte man gescheite Kabel mit guter Masseführung nutzen. Siehe den Artikel oben. Für so eine Massenprogrammierung muss man ja nicht krampfhaft 2-stellige MHz Takte für JTAG nutzen, 5-10 MHz reichen da auch. Die Begrenzung der Programmiergeschwindigkeit kommt sowieso durch den Flash.
Zum "BeeProg" empfiehlt der Hersteller, nicht mehr als 30cm zu benutzen. Ich hatte schon Probleme mit längeren Flachkabeln, die durch Verkürzen besser wurden oder ganz verschwanden.
Lutz G. schrieb: > - ich werde durch das Umschalten Leitungslängen von 80..100cm bekommen > Geht das überhaupt mit solchen Leitungslängen ???? Detailierte Infos von ARM: http://infocenter.arm.com/help/index.jsp?topic=/com.arm.doc.faqs/ka3595.html Zusammenfassung: mit einfacher Anbindung ohne Zusatzaufwand sollte man 20cm nicht überschreiten. Für Deine Längen brauchst Du schon Treiber und 100-Ohm-Widerstände, dann gehen auch mehrere Meter.
Ein weiteres Problem ist dass die Daten von den ICs deutlich später am Programmer ankommen. Bei manchen Programmern kann man den Abtastzeitpunkt relativ zum Takt verschieben.
Vielen Dank schon mal für die Antworten und Tips. Ich werde erst in ein paar Wochen an die Hardware kommen und dann berichten wie es läuft :-)
Lutz G. schrieb: > - ich werde durch das Umschalten Leitungslängen von 80..100cm bekommen > Geht das überhaupt mit solchen Leitungslängen ???? > Das original Flachbandkabel am SEGGER ist 20cm lang. Hängt von der Taktfrequenz ab.
@Tacco (Gast) >> - ich werde durch das Umschalten Leitungslängen von 80..100cm bekommen >> Geht das überhaupt mit solchen Leitungslängen ???? >> Das original Flachbandkabel am SEGGER ist 20cm lang. >Hängt von der Taktfrequenz ab. Falsch. Von der minimalen Anstiegszeit der Signale, siehe Wellenwiderstand.
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