Forum: HF, Funk und Felder HF Transistoren testen, Fakes erkennen


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von Siegfried W. (swausd)


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Hallo Leute,

ich brauche mal Eure Unterstützung. Ich arbeite Zurzeit mein altes 
Interessengebiet "Amateurfunk" wieder auf und versuche mich über 
bekanntes Terrain einzuarbeiten. Dazu beschäftige ich mich mit einfachen 
HF Verstärkerschaltungen (1-5 W) mit bipolaren Transistoren, weil ich 
dazu noch Literatur und etwas Erfahrung habe.

Als ersten Versuch habe ich diese 
http://www.phonestack.com/farhan/jbot.html als JBOT benannte Schaltung 
aufgebaut. Das Ergebnis war bei 40m - 20m ganz passabel (ca. 3-5 W), 
aber die Transistoren (2n2218) werden sehr heiß und lassen sich aufgrund 
der Gehäuseform schlecht kühlen. Ich habe die Schaltung dann in der 
Endstufe etwas variiert (keine Parallelschaltung) und Transistoren 
2SC2078 aus fragwürdigen ebay-Quellen benutzt. Zu dem Zeitpunkt war mich 
noch nicht bewusst, dass das irgendwelche Transistoren sind, die nichts 
mit den "antiken" CB-Funkt-Endstufen Transistoren gemein haben. 
Prinzipiell ist das Ergebnis funktionsfähig, die Ausgangsleistung lässt 
bei 14MHz aber deutlich nach (2 W). Darüber hinaus habe ich zurzeit noch 
keine Möglichkeit der Messung.

Nun habe ich von Reichelt - eine „seriöse Quelle“ - die Transistoren 
2SC2078 (CDIL) gekauft, die mit einem fT von 150 MHz angegeben werden 
(auf der WebSite von Reichelt, nicht im Datenblatt von CDIL). Die 
gelieferten Exemplare haben in meiner Testschaltung (siehe Bild) schon 
bei 10MHz nur noch eine Verstärkung von ca. Faktor 1. Andere 
Transistoren z.B. 2N2218 (CDIL) oder BD139 (CDIL) sowie die oben 
benutzten billigst Exemplare 2SC2078 (vom netten Chinesen) zeigen hier 
eine Verstärkung von ca. Faktor 5.

Die Test-Schaltung wird mit dem DipIt von QRPproject als HF-Generator 
mit ca. 1,5 V und einstellbarer Frequenz gespeist. Den Arbeitspunkt des 
Transistors stelle ich mit dem Trimmer auf maximale Ausgangsspannung bei 
geringster Verzerrung (Oszi) an einem 50 Ohm Lastwiderstand ein. 
Kollektorstrom ist dann ca. 150mA.

Ich habe mich daher gegenüber Reichelt dahingehend geäußert, dass die 
Transistoren nicht den Spezifikationen entsprechen und eventuell 
minderwertige, gefälschte Exemplare sind. Als Antwort habe ich bekommen: 
"Es handelt sich nicht um gefälschte Ware, die Ware wird von einem 
autorisierten Lieferanten bezogen. Es handelt sich auch nicht um 
minderwertige Ware. Auch hatten wir bisher keinerlei Reklamationen, zu 
diesem Artikel.“

Nun meine Frage an Euch: Ist mein Ansatz zur Prüfung der Transistoren 
auf HF-Tauglichkeit ungeeignet, mache ich einen grundsätzlichen Fehler? 
Was könnte ich besser machen? Ziel ist eine funktionsfähige 5W PA zu 
bauen. Ob die Transistoren „echt“ sind oder nicht ist mir egal, wenn das 
Ergebnis stimmt.

Bitte hier nicht antworten, dass es bessere und modernere Konzepte und 
Transistoren zur Leistungsverstärkung gibt. Das weiß ich. Mir geht es 
hier um den Test der angegebenen bipolaren Transistoren auf 
HF-tauglichkeit.

Es wäre schön, von Euch eine Rückkopplung zu erhalten.

Gruß

Siegfried

Beitrag #5157344 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hp M. (nachtmix)


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Siegfried W. schrieb:
> Was könnte ich besser machen?

Richtige HF-Transistoren nehmen.

Siegfried W. schrieb:
> Nun habe ich von Reichelt - eine „seriöse Quelle“ - die Transistoren
> 2SC2078 (CDIL) gekauft, die mit einem fT von 150 MHz angegeben werden
> (auf der WebSite von Reichelt, nicht im Datenblatt von CDIL).

D.h. du hast NF-Transistoren gekauft und wunderst dich nun, dass es 
keine HF-Transistoren sind.
Die hohe fT trügt. Das ist kein gemessener, sondern ein aus NF-Messungen 
berechneter Wert, der den tatsächliche Frequenzgang nicht 
berücksichtigt.
NF-Transistoren kommen auf so hohe Werte, weil sie sehr hohe 
Stromverstärkungswerte bei DC haben dann aber fast sofort mit 
10dB/dekade abfallen.
HF Transistoren haben i.d.R. anfangs deutlich geringere 
Stromverstärkungen, aber der Abfall der Verstärkung setzt erst bei viel 
höheren Frequenzen ein.
Aus diesem Grund ist ihr Frequenzgang deutlich flacher.
https://de.wikipedia.org/wiki/Transitfrequenz

von Siegfried W. (swausd)


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Hp M. schrieb:
> Siegfried W. schrieb:
>> Was könnte ich besser machen?
>
> Richtige HF-Transistoren nehmen.

Nun, ich bin - vielleicht etwas naiv - davon ausgegangen, dass ein in 
alten Datenblättern als "high frequency transistor" benanntes Produkt 
bei gleicher Bezeichnung auch heute ein "high frequency transistor" ist. 
Die benannten Transistoren wurden früher zumindest in 27MHz PAs 
verwendet. Richtig ist, dass im CDIL Datenblatt keinerlei Angaben zur 
Nutzung gemacht werden.

Meine Frage "was könnte ich besser machen" bezog sich aber auf die 
Testschaltung zur Ermittlung der HF-Tauglichkeit und nicht auf den 
Einkauf.

Also nochmals: ist die Schaltung zur Ermittlung der HF-Tauglichkeit 
geeignet oder welches Vorgehen wäre besser für die Ermittlung der 
HF-Tauglichkeit irgendwelcher bipolarer Transistoren im Bereich bis 1-10 
W und bis zu 30MHz.

Gruß

Siegfried

von Old P. (Gast)


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Siegfried W. schrieb:
> ...
> Nun habe ich von Reichelt - eine „seriöse Quelle“ - die Transistoren
> 2SC2078 (CDIL) gekauft,

Reichelt - "seriöse Quelle"...Ich hau mich weg! ;-)))

Google mal nach Reihelt fake, Du hat tagslang was zu lesen/staunen.

> die mit einem fT von 150 MHz angegeben werden
> (auf der WebSite von Reichelt, nicht im Datenblatt von CDIL). Die
> gelieferten Exemplare haben in meiner Testschaltung (siehe Bild) schon
> bei 10MHz nur noch eine Verstärkung von ca. Faktor 1. Andere
> Transistoren z.B. 2N2218 (CDIL) oder BD139 (CDIL) sowie die oben
> benutzten billigst Exemplare 2SC2078 (vom netten Chinesen) zeigen hier
> eine Verstärkung von ca. Faktor 5.

Bei ft150MHz sollten sie (wenn es echte sind) bei unter 10MHz noch 
irgendwie verstärken, sinnvoll sind die allerdings nicht. Andererseits 
habe ich früher meine Modellsender (und CB-Funken ;-)) in Ermangelung 
besserer Transistoren mit SF128d (ft>60MHz) gebaut, das ging auch 
irgendwie.

Old-Papa

von oszi40 (Gast)


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Siegfried W. schrieb:
> welches Vorgehen wäre besser

Um die maximale Frequenz herauszukitzeln: z.B. mal das Datenblatt des 
jeweiligen Herstellers gründlich lesen und in den Kurven nachsehen bei 
welchem STrooom diese ft erreicht wurde.

von Hp M. (nachtmix)


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Probier mal aus, ob deine Transistoren mit der hier angegebenen 
Testschaltung funktionieren: 
http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/sanyo/ds_pdf_e/2SC2078.pdf




P.S.:
Siegfried W. schrieb:
> ist die Schaltung zur Ermittlung der HF-Tauglichkeit
> geeignet oder welches Vorgehen wäre besser für die Ermittlung der
> HF-Tauglichkeit irgendwelcher bipolarer Transistoren im Bereich bis 1-10
> W und bis zu 30MHz.

Kaum geeignet.
Du brauchst am Eingang und Ausgang justierbare Anpassnetzwerke, z.B. 
pi-Filter oder L-Netze, wie sie in der Prüfschaltung gezeigt sind.
Tunlichst ohne induktive Kopplung.

: Bearbeitet durch User
von Günter Lenz (Gast)


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Siegfried W. schrieb:
>Mir geht es
>hier um den Test der angegebenen bipolaren Transistoren auf
>HF-tauglichkeit.

Ist der HF-Übertrager den du da verwendest für diese
Frequenz tauglich? Oder einfach mal einen Verstärker,
statt mit Übertrager, mit Arbeitswiderstand so 100 Ohm
aufbauen. Der hat dann zwar einen schlechten Wirkungsgrad,
ist aber frequenzneutral, also breitbandig. Dann damit mal
eine Reihe Transistoren durchprobieren und vergleichen.
Testhalber mal einen benutzen, wo man sicher ist das es
ein HF-Leistungstransistor ist, zum Beispiel diese Dinger
mit den vier Flügeln, die für UKW gedacht sind.
Vielleicht ist Reichelt selber darauf reingefallen.
Ob die Leute haben, die daß nachprüfen glaube ich nicht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Siegfried W. schrieb:
> Die benannten Transistoren wurden früher zumindest in 27MHz PAs
> verwendet.

Die hießen aber auch 2SC2078, nicht "CSC2078".

Ansonsten ist in den alten Datenblättern auch eine jeweilige
Testschaltung drin.  Die könntest du aufbauen und messen.  Wenn sie
damit die Leistung bzw. Verstärkung nicht bringen, kannst du sie
zumindest dahingehend Reichelt um die Ohren hauen, weil sie sie ja
frecherweise als 2SC2078 verkaufen.

von Helmut S. (helmuts)


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> Die könntest du aufbauen und messen.  Wenn sie damit die Leistung bzw. 
Verstärkung nicht bringen, kannst du sie zumindest dahingehend Reichelt um die 
Ohren hauen ...

Wenn man die dort angegebene Testschaltung professionell (mit Layout) 
aufbaut, dann kommt wahrscheinlich auch auf die versprochene Verstärkung 
heraus. Irgend ein wilder Drahtverhau beweist gar nichts.
Die Testschaltung transformiert die 50Ohm des Generators auf den 
niedrigen Eingangswiderstand des Transistors. Genau das fehlt bisher in 
der Schaltung des Fragestellers.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Siegfried W. schrieb:

> Ich habe mich daher gegenüber Reichelt dahingehend geäußert, dass die
> Transistoren nicht den Spezifikationen entsprechen und eventuell
> minderwertige, gefälschte Exemplare sind. Als Antwort habe ich bekommen:
> "Es handelt sich nicht um gefälschte Ware, die Ware wird von einem
> autorisierten Lieferanten bezogen.

Der Hf-Transistor 2SC2078 kommt von Sanyo. Deine sind nicht gefälscht, 
sondern von CDIL. Gefälscht wären sie nur dann, wenn jemand Sanyo 
draufgeschrieben hätte. "2SC2078" ist weder eine geschützte Bezeichnung, 
noch eine Garantie für irgendwelche Eigenschaften. Jeder Chinese darf 
Sand in Blechdosen füllen und "2SC2078" draufschreiben, und Inder dürfen 
das auch.

Merke: Halbleiter kauft man da, wo Hersteller und exakte Typenbezeichung 
angegeben sind.

von michael_ (Gast)


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Mindestens sind aber im Datenblatt 150MHz angegeben, wie auch in dem von 
Sanyo.

von Helmut S. (helmuts)


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Die Testschaltung des Fragestellers taugt nicht zur Begutachtung dieses 
Transistors. Sämtliche Leistungsverstärkerschaltungen für HF haben am 
Eingang und am Ausgang ein an den Transistor angepasstes 
Anpass-Netzwerk-auch die Test-Schaltungen in den Datenblättern. Die 
Testschaltung die hier verwendet wurde kann man vergessen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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soul e. schrieb:
> "2SC2078" ist weder eine geschützte Bezeichnung, noch eine Garantie für
> irgendwelche Eigenschaften.

Stimmt nicht ganz: die Bezeichnung wird meines Wissens von der JEDEC
genormt, und die achten drauf, dass jemand das nur dann unter gleichem
Namen anbietet, wenn er sich auch an die Parameter hält.

Aber: die hier werden ja als „CSC2078“ verkauft.  Der Hersteller wollte
also offenbar Stress mit der JEDEC vermeiden …

von Possetitjel (Gast)


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michael_ schrieb:

> Mindestens sind aber im Datenblatt 150MHz angegeben, wie
> auch in dem von Sanyo.

In dem Datenblatt von CDIL, das mir vorliegt, steht keine
Transitfrequenz.

von Possetitjel (Gast)


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Helmut S. schrieb:

> Die Testschaltung des Fragestellers taugt nicht zur
> Begutachtung dieses Transistors.

Naja. Ich würde die Kirche im Dorf lassen.

Die Testschaltung des TO ist ja nicht völlig abseitig;
ich würde schon erwarten, dass die Transistoren bis
50MHz oder so etwas sinnvolles tun. 10MHz ist zu wenig.

von michael_ (Gast)


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von B e r n d W. (smiley46)


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Hallo Siegfried

bei deiner Schaltung kommt die Simulation auf ca. 100mW Leistung. Wobei 
der Aufbau des Ausgangsübertragers unbekannt ist. Der Widerstand mit 
3Ohm in der Emitterleitung reduziert die Leistung auch erheblich

Der 2SC2078 muss mit niedrigerer Impedanz angesteuert werden. Erst 
müssen die Kapazitäten inclusive Miller-Kapazität überwunden werden, 
erst dann fließt richtig Strom in die BE-Strecke. Ein Ausgangsübertrager 
mit Anzapfung hat einen viel besseren Koppelfaktor. Falls ein Ringkern 
verwendet wurde, sollten die Drähte verdrillt werden, mit einem 
Doppellochkern gehts evtl. auch ohne. So macht die Endstufe (in der 
Simulation) ca. 5,5 Watt.

Gruß, Bernd

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo Leute,

vielen Dank für den reichhaltigen Input. Ich werde mir das heute 
Nachmittag alles mal durch den Kopf gehen lassen. Hier zunächst so viel:

1. Es ging mir um eine relative Abschätzung von Transistoren 
untereinander bezogen auf die HF Tauglichkkeit. Dazu sollte die 
Schaltung möglichst breitbandig sein.

2. Der Ferritkern ist ei. Doppellochkern unbekannter Eigenschaften, der 
mit den angegebenen Windungen 0,5mm Kupferlackdraht bewickelt ist. An 
anderer Stelle haben diese Kerne bei 7-14MHz schonpassabel als 
unabgestimmter Übertrager funktioniert. Siehe oben es geht um eine 
relative Abschätzung nicht um den max. Output.

3. Reichelt bewirbt den Transistor als 2SC2078 mit 150MHz. Daher bin ich 
dacon ausgegangen, dass das Teil sich besser verhält als die 
chinesischen Kopien mit beliebigen Aufdruck.

4. Eine Simulation durchzuführen, hatte ich wegen der fehlenden 
Erfahrung und des Einarbeitungsaufwands zunächst verdrängt. Werde ich 
aber weiter verfolgen. Danke füer den Hinweis.

5. Auch das mit den Eingangs-/Ausgangsnetzwerken werde ich mir näher 
anschauen.

Es ist etwas mühsam, wenn zu dem fehlenden technischen Wissen auch noch 
mit der bisher nicht so feindlich gesehenen Beschaffungslage gekämpft 
werden muss. Für die geringen Mengen an Material, das ich durchsetze, 
wird die Beschaffung aus vielen Quellen schnell sehr mühsam und teuer.

Gruß

Siegfried

von Possetitjel (Gast)


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Siegfried W. schrieb:

> 1. Es ging mir um eine relative Abschätzung von
> Transistoren untereinander bezogen auf die
> HF Tauglichkkeit. Dazu sollte die Schaltung möglichst
> breitbandig sein.

Klar.
Ich denke, zum einen würde ich möglichst niederohmig
ansteuern -- also zwischen Kabel und Transistor ein
6dB-Dämpfungsglied und einen Übertrager (3:1 oder so)
verwenden.
Zum anderen kann eine definierte Last im Ausgang nicht
schaden.

Auf die Art bekommst Du eine Aussage über die Steilheits-
grenzfrequenz; die sollte einigermaßen vergleichbar sein.

Unter Umständen lohnt sich auch eine rationmetrische
Messung, d.h. gleichzeitiges Erfassen von Eingangs- und
Ausgangssignal. Das hilft, mancher Überraschung aus dem
Weg zu gehen.

> 2. Der Ferritkern ist ei. Doppellochkern unbekannter
> Eigenschaften, [...]

Das ist schlecht; das würde ich vermeiden.

> 3. Reichelt bewirbt den Transistor als 2SC2078 mit 150MHz.
> Daher bin ich dacon ausgegangen, dass das Teil sich besser
> verhält als die chinesischen Kopien mit beliebigen Aufdruck.

Kannst Du nicht, leider.

> 5. Auch das mit den Eingangs-/Ausgangsnetzwerken werde ich
> mir näher anschauen.

Das wird erst wichtig, wenn Du (absolute) Aussagen über die
Leistungsverstärkung haben willst.

> Es ist etwas mühsam, wenn zu dem fehlenden technischen Wissen
> auch noch mit der bisher nicht so feindlich gesehenen
> Beschaffungslage gekämpft werden muss.

Ja... dazu kann man nicht viel sagen. Die Beschaffungslage
IST feindlich.

Die Kleinsignaltransistoren sind heute, verglichen mit früher,
ausgezeichnet. Man kann auch sehr gute Leistungstransistoren
bauen -- aber was man dann wirklich KAUFEN kann, ist ein anderes
Thema.

Ich habe mich immer bemüht, generell nur Markenware zu kaufen.
Aussagekräftiges Datenblatt ist mich auch wichtig.

Von der Transitfrequenz her ist der 2SC4046 (bzw. KSC3953)
gut; hat aber nur sehr wenig Strom -- man müsste ewig viele
parallelschalten.
Strategisch vielleicht mal über FETs nachdenken; ST und
Mitsubishi bauen da gutes Zeug.

von Schreiber (Gast)


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Possetitjel schrieb:
> Strategisch vielleicht mal über FETs nachdenken; ST und
> Mitsubishi bauen da gutes Zeug.

Von Mitsubishi gibts auch fertige Verstärkermodule für interessante 
Frequenzbänder (2m und 70cm)
Stromversorgung, Kühlung und ein Ausgangsfilter dran und der Verstärker 
läuft.

Possetitjel schrieb:
> aber was man dann wirklich KAUFEN kann, ist ein anderes
> Thema.

Das war früher wesentlich schlimmer. Heute bekommt man sehr vieles (aber 
nicht alles) von Mouser oder Farnell zu erträglichen Konditionen 
geliefert.
Wer da nichts findet, der hat entweder extrem exotische Anforderungen 
oder er sollte nochmal über die Bauteileauswahl nachdenken.

von B e r n d W. (smiley46)


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Eigentlich ist der 2SC2078 schon eine gute Wahl. Eventuell mal einen aus 
einem alten CB-Funkgerät ausschlachten und dann mit den Reichelt-Typen 
vergleichen. Es gibt moch mehr brauchbare Typen, z.B:
2SC2314, 2SC2166, 2SC1307, 2sc1944, 2SC1969 ... Die Liste ist sicher 
nicht vollständig.

> Strategisch vielleicht mal über FETs nachdenken

Der IRF510 wird sehr häufig verwendet, Leistungsbereich 5-15 Watt:
https://www.google.de/search?hl=de&tbm=isch&source=hp&biw=1920&bih=934&q=irf510+qrp&oq=irf510

Wichtig für Klasse-C Betrieb ist eine stabile Gatespannung, bei der 
schon wenige mA Kollektorstrom fließen. Dann läßt er sich auch relativ 
leicht ansteuern.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Gast)


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Schreiber schrieb:
>
> Von Mitsubishi gibts auch fertige Verstärkermodule für interessante
> Frequenzbänder (2m und 70cm)
> Stromversorgung, Kühlung und ein Ausgangsfilter dran und der Verstärker
> läuft.

Den Unterschied zwischen 40m bzw 20m und 2m bzw. O,7m kennst Du?
Nein? Ok, dann versuch es mit diesen Modulen.... Tipp: der vergurkte 
2078 bringt wohl mehr Leistung.

Old-Papa

von Paul B. (paul_baumann)


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Old P. schrieb:
> Den Unterschied zwischen 40m bzw 20m und 2m bzw. O,7m kennst Du?

Ja, man kommt entweder mit 20, 10 oder nur einem Zollstock aus, um die 
Antenne zu dimensionieren.
:)
SCNR
Paul

: Bearbeitet durch User
von Possetitjel (Gast)


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Schreiber schrieb:

> Wer da nichts findet, der hat entweder extrem exotische
> Anforderungen oder er sollte nochmal über die Bauteileauswahl
> nachdenken.

Naja, das ist ja das Problem: Sendetransistoren SIND exotische
Bauteile.

Farnell:
2N3866 -- gibts!
2N4427 -- nicht gefunden
2SC1970 -- nicht gefunden
2SC2078 -- nicht gefunden

Und so viel gibt's da nicht nachzudenken: Wer senden will,
braucht Transistoren, die die Leistung und die Frequenz
schaffen.

von HF Bastler (Gast)


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Von Mitsubishi gibt es doch auch aktuelle verfügbare HF Transistoren für 
mittelmäßig bezahlbares Geld. Ich persönlich würde mir den Kampf mit 
veralteten HF Transistoren die nur noch aus dubiosen Quellen zu bekommen 
sind für Neuentwicklungen / Neubasteleien nicht antun. Das ist so wie 
Pilze braten und Symptome raten.


Tipp : Mitsubishi RD06HHF und konsorten. Die Zeitschrift Fukamateur hat 
doch auch mehrere neue Kleinleistungs Breitbandverstärker als Bausätze 
vorgestellt - deren Bauteile man als Inspiration nehmen kann...

vg

Maik

von Possetitjel (Gast)


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HF Bastler schrieb:

> Von Mitsubishi gibt es doch auch aktuelle verfügbare
> HF Transistoren für mittelmäßig bezahlbares Geld. [...] I
>
> Tipp : Mitsubishi RD06HHF und konsorten.

Klar. Deshalb mein Hinweis auf die FETs.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Possetitjel schrieb:
> 2SC1970 -- nicht gefunden 2SC2078 -- nicht gefunden

Weil die Dinger offenbar einfach nicht mehr (zumindest nicht von den
namhaften Herstellern) produziert werden.

von Schreiber (Gast)


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Possetitjel schrieb:
>> Wer da nichts findet, der hat entweder extrem exotische
>> Anforderungen oder er sollte nochmal über die Bauteileauswahl
>> nachdenken.
> Naja, das ist ja das Problem: Sendetransistoren SIND exotische
> Bauteile.

Dann nimmt man halt FETs oder Mosfets. Gibts beide für den 
entsprechenden Frequenzbereich.
Bis in den Kurzwellenbereich kann man übrigens auch normale Mosfets 
verwenden, die normalerweise eher in Schaltnetzteilen verwendet werden.

von Possetitjel (Gast)


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Schreiber schrieb:

>> Naja, das ist ja das Problem: Sendetransistoren SIND
>> exotische Bauteile.
>
> Dann nimmt man halt FETs oder Mosfets. G

Wofür steht eigentlich das "T" in FET?

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo zusammen,

ich habe aus dieser Diskussion eine Menge gelernt und einige Anregungen 
mitgenommen:

1. Einige von Euch können nicht verstehen, warum ich mir das mit der 
"antiken" Hardware überhaupt antue. Warum erklimmt jemand einen Berg, 
den schon andere vor ihm bezwungen haben? Antwort: weil er es kann ... 
und so auch bei mir, weil ich es kann - oder Dank Eurer Unterstützung 
zukünftig zumindest besser kann als heute. Ich habe für Kleinteile 
bisher mehr Geld ausgegeben, als mich eine fertige Baugruppe von 
Funkamateur.de kosten würde. Aber auch mehr gelernt, als damit im ersten 
Anlauf möglich wäre. Grundlagen Kenntnisse zu erwerben, ist mir wichtig. 
Das Geld ist dabei Nebensache.

2. Ich habe gelernt, dass ich meine Umgebung bei zukünftigen Beiträgen 
noch besser aufzeigen muss. So habe ich natürlich eine 50 Ohm Last 
vorgesehen, die ich in meiner Schaltung nicht angegeben habe (im Text 
aber schon). Mein Emittier-Widerstand ist nicht 30 Ohm sondern 3 Ohm. 
Der Doppelloch-Ferrit mag nicht optimal sein. Ich habe aber verschiedene 
Kerne - auch von Amidon - probiert und im angegebenen Frequenzbereich 
keinen nennenswerten Unterschied gesehen. Mein Aufbau ist kein 
Drahtverhau, sondern in Manhattan-Bauweise mit kurzen Anschlüssen 
aufgebaut usw.

3. Ich nehme mit, meine Schaltung, die ich aus Veröffentlichungen 
namhafter Selbstbauer der "Geschichte" abgeleitet habe, ist  für 
relative Vergleiche vielleicht nicht optimal, aber brauchbar. Hilfreich 
wäre es einen "echten" HF-Leistungstransistor zum Vergleich zu haben. 
Darum werde ich mich kümmern.

4. Für absolute Grenzwert-Ermittlungen werden Anpassnetzwerke am Eingang 
und am Ausgang benötigt. Das gilt es für mich noch zu vertiefen. 
Anpassung ist Grundsätzlich noch ein "Forschungsthema" für mich.

5. Wenn etwas nicht im Datenblatt steht (wie die fehlende fT Angabe im 
Datenblatt von CDIL), dann hat das einen Grund. Auch die Beschriftung 
der Ware hat eine Bedeutung, egal was im begleitenden Text des Händlers 
steht (CSC20278 statt 2SC2027). Andererseits sind z. B. neue Mitsubishi 
Transistoren für kleines Geld mit großer Wahrscheinlichkeit Fakes. Und 
antike Ware gibt es nur von Bastlern mit entsprechendem Risiko zu 
kaufen.

6. Nach Exkursionen in die bipolare Welt, steht als nächstes das 
Aufarbeiten der (MOS)FET-Technik auf meiner ToDo-Liste. Aber auch hier 
ist nicht immer wahr, was im Internet als Erfolgs-Story verkauft wird. 
So habe ich durchaus schon mitbekommen, das der IRF510 im Linearbetrieb 
bei 12V so seine Mucken hat - ist halt kein HF-Teil. Interessant ist es 
dennoch.

7. Simulationen sind ein eigenes Feld, aus dem man Erkenntnisse gewinnen 
kann (z. B. durch Vergleich mit der Realität), aber auch ein Feld, in 
das man Zeit versenken kann.

Da ich kein Ergebnis abliefern muss - der Weg ist das Ziel - habe ich 
Zeit mich hier auszutoben. Ab und zu braucht es halt mal ein 
Erfolgserlebnis, um bei der Sache zu bleiben.

Zunächst vielen Dank für Eure Beiträge und Anregungen!

Gruß

Siegfried

von B e r n d W. (smiley46)


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Als Starthilfe habe ich meine Simulation und eine Lib mit ein paar 
HF-Transistoren dazugepackt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Siegfried W. schrieb:
> Mein Emittier-Widerstand ist nicht 30 Ohm sondern 3 Ohm.

Ist trotzdem viel.  Wenn der Transistor einen Lastwiderstand von
6 Ω sehen möchte (den du dann mit den Trafos auf 50 Ω transformierst),
dann drosselst du mit den 3 Ω in der Emitterleitung die Verstärkung
auf 2.

Falls du den Emitterwiderstand nur für die Stabilisierung des
Gleichstrom-Arbeitspunktes haben willst, dann kannst du ihn
HF-mäßig mit einem Kondensator überbrücken.  Das sollte der Verstärkung
einen mächtigen Schub geben.

Statt unbekannter Doppellochkerne würde ich dir zu den üblichen
Amidon-Ferritringkernen raten.  Die gibt's (u.a.) bei Reichelt.  Nimm
die größeren, auch wenn du sie leistungsmäßig nicht ausreizt: die lassen
sich leichter bewickeln als kleine.

Ich habe inzwischen einige derartige Experimente selbst aufgebaut.  Man
lernt auf jeden Fall etwas dabei.  Ohne Messtechnik ist es aber immer
recht schwierig, insbesondere auch die geforderte Störunterdrückung
nachzuweisen.  Vielleicht findest du ja einen OM in deiner Nähe, der
dir mit Messtechnik zur Seite stehen kann?

Ich habe mit meinen Experimenten teilweise an der "Minimal Art Session"
teilgenommen.  Vielleicht hört man sich ja dort mal. ;-)

72

: Bearbeitet durch Moderator
von Elektrofan (Gast)


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By the way:
Ein BC 239 schwingt problemlos auf 100 MHz, sogar in Schaltungen, die 
gar nicht dafür gedacht sind ...

von Siegfried W. (swausd)


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B e r n d W. schrieb:
> Als Starthilfe habe ich meine Simulation und eine Lib mit ein paar
> HF-Transistoren dazugepackt.

Super! Habe mir es gerade mal mit LTspice angesehen. Damit, insbesondere 
mit der Transistor-Lib, habe ich einen guten Kick-Start. Danke Bernd.


Jörg W. schrieb:
> Siegfried W. schrieb:
>> Mein Emittier-Widerstand ist nicht 30 Ohm sondern 3 Ohm.
>
> Ist trotzdem viel.  Wenn der Transistor einen Lastwiderstand von
> 6 Ω sehen möchte (den du dann mit den Trafos auf 50 Ω transformierst),
> dann drosselst du mit den 3 Ω in der Emitterleitung die Verstärkung
> auf 2.
>
> Falls du den Emitterwiderstand nur für die Stabilisierung des
> Gleichstrom-Arbeitspunktes haben willst, dann kannst du ihn
> HF-mäßig mit einem Kondensator überbrücken.  Das sollte der Verstärkung
> einen mächtigen Schub geben.

Das werde ich mir in der Simulation und in der realen Schaltung mal 
ansehen. Vielen Dank für den Hinweis.


Elektrofan schrieb:
> By the way:
> Ein BC 239 schwingt problemlos auf 100 MHz, sogar in Schaltungen, die
> gar nicht dafür gedacht sind ...

Das habe ich mit dem BC337 auch schon beobachten können ;-) Die 
entnehmbare Leistung ist halt überschaubar. Aber für WSPR mit einem 
Raspi ist es ein guter Start.

Gruß

Siegfried

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Elektrofan schrieb:
> Ein BC 239 schwingt problemlos auf 100 MHz, sogar in Schaltungen, die
> gar nicht dafür gedacht sind ...

Es ist einfacher, einen Transistor zum Schwingen zu bekommen als ihn
davon abzuhalten.

Das sagt aber noch lange nichts über eine Brauchbarkeit als HF-PA
aus.  Ich habe da auch vor längerer Zeit einiges experimentiert und
musste dann leicht resigniert feststellen, dass es schon einen Grund
hat, dass es für PAs eigens konzipierte Transistoren gibt.  Mit denen
ist es zumindest deutlich einfacher, eine benutzbare PA hinzubekommen
als mit einem Feld-, Wald- und Wiesentransistor, auch wenn theoretisch
die Grenzfrequenz weit von der gewünschten Betriebsfrequenz entfernt
ist.

von Hp M. (nachtmix)


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Jörg W. schrieb:
>> Mein Emittier-Widerstand ist nicht 30 Ohm sondern 3 Ohm.
>
> Ist trotzdem viel.  Wenn der Transistor einen Lastwiderstand von
> 6 Ω sehen möchte (den du dann mit den Trafos auf 50 Ω transformierst),
> dann drosselst du mit den 3 Ω in der Emitterleitung die Verstärkung
> auf 2.

Sehr  schlimm ist auch die durch den Widerstand bedingte Verlängerung 
des Emitteranschlusses.
Nach der Faustformel 1nH/mm bringt jedes mm  bei 27MHz  0,17 Ohm 
induktiven Blindwiderstand mit sich.
Ein 3 Ohm Widerstand mit einer Länge von 10mm hat also zusätzliche 1,7 
Ohm Blindwiderstand. Schlimmer noch, wenn er eine gewendelte Schicht 
hat.

Im Linearbetrieb.

Im C-Betrieb ist das erheblich schlimmer, weil der Strom dort in 
Impulsen mit vielen Oberwellen fliesst.
Derartige Blind- und Wirkwiderstände in der Emitterleitung kosten nich 
nur Verstärkung, sondern auch Ausgangsleistung und Bandbreite.

Merke:
Emitteranschlüsse (oder Source) sind so kurz und so breit wie möglich zu 
machen um die schädliche Induktivität zu verringern.

Deshalb findet man bei HF-Power-Transistoren oft auch zwei 
gegenüberliegende parallelgeschaltete Emitteranschlüsse in Form breiter 
Bänder.
Dort noch einen Widerstand reinzubasteln ist Sabotage.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hp M. schrieb:
> Deshalb findet man bei HF-Power-Transistoren oft auch zwei
> gegenüberliegende parallelgeschaltete Emitteranschlüsse in Form breiter
> Bänder.

Das ist allerdings erst ab VHF typisch so.

von Old P. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Hp M. schrieb:
>> Deshalb findet man bei HF-Power-Transistoren oft auch zwei
>> gegenüberliegende parallelgeschaltete Emitteranschlüsse in Form breiter
>> Bänder.
>
> Das ist allerdings erst ab VHF typisch so.

Warum? Das ist je nach Frequenz zwar in der Wirkung unterschiedlich, 
doch im Prinzip immer so.
Oder meintest Du "erst ab VHF-Transistoren typisch..."?

Old-Papa

von Elektrofan (Gast)


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"Breite Bänder" findet man auch in Labors für Hochspannungstechnik, und 
bei denen liegen die Arbeitsfrequenzen i.d.R. unter 100 MHz ...

von Matthias K. (kannichauch)


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Meine Meinung:

HF-Leistungstransistoren gibt es billig und viele Typen, alte und neue 
bei Aliexpress, ebay etc..
Der Wirkungsgrad alter(funktionierender) und neuer Typen ist generell 
nicht so stark unterschiedlich, das es unbedingt ein neuer oder MOS-FET 
Typ sein muss, meine ich.

Die Händler bieten dagegen oft nur neue Typen an.
Dort muss man auch die angegebenen technischen Daten mit Vorsicht 
geniessen. Reichelt gibt meistens einen Download für ein Datenblatt an 
und hat relativ moderne Sachen, was ich loben muss.
Die Transitfrequenz gibt keinen brauchbaren Frequenzbereich an, sie 
bedeutet, das die Verstärkung dort bis auf 1 abgesunken ist, oder so. 
Bitte genauer nachlesen.

Deine "Prüfschaltung": Wie kommst Du darauf, das jeder Typ in 
Emitterschaltung bei HF funktioniert?
Bei HF-Leistungstransistoren wird im Datenblatt oft eine Prüfschaltung 
angegeben. Die ist dann eine Basisschaltung oder manchmal auch eine 
Emitterstufe.
Damit hast Du erstmal Chancen.

Und die Transistoreingangs- und Ausgangsimpedanzen musst Du anpassen.
Es sind also z.B. Versuche erforderlich und grundsätzlich funktioniert 
erstmal überhaupt nichts. Ein fertiger Bausatz, also wo es schon mal 
klappte, ist eine gute Idee.

MfG

von Siegfried W. (swausd)


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Matthias K. schrieb:
> Meine Meinung:
>
> HF-Leistungstransistoren gibt es billig und viele Typen, alte und neue
> bei Aliexpress, ebay etc..

Das habe ich mit den 2SC2078 und ähnlichen schon hinter mir. Was die 
Brauchbarkeit im HF Bereich, angeht kann man keinerlei Prognose machen. 
Der Verkaufspreis ist kein Qualitätskriterium und das Versprechen nur 
Originalware zu verkaufen, kann man getrost ignorieren. Und zum Thema 
Einkauf bei Reichelt hatte ich oben schon einiges geschrieben. Zur 
Ehrenrettung von Reichelt möchte ich aber anführen, dass sie mir den 
Kaufpreis auf Kulanz erstattet habe! Habe jetzt mal 2SC2078 bei 
qrpProject bestellt. Mal sehen, wie die sich verhalten.


> Deine "Prüfschaltung": Wie kommst Du darauf, das jeder Typ in
> Emitterschaltung bei HF funktioniert?

Ich bin nicht davon ausgegangen, dass diese Schaltung immer und für 
alle Transistoren die optimale Testumgebung darstellt. So naiv bin ich 
nicht. Es solle eine Möglichkeit sein, um sich vorzutasten. Die eine 
oder andere Anregung habe ich ja schon erhalten, um Änderungen bzw. 
Verbesserungen vorzunehmen. Und die Testschaltung habe ich analog zu 
Deinem Hinweis aus einer fumktionsfähigen, breitbandigen Schaltung 
extrahiert.

Mit dieser Schaltung habe ich z. B. für mich rausarbeiten können, dass 
die vor einigen Jahren noch gerne für qrp verwendeten BD139 sich je 
Hersteller stark unterscheiden. Nun werden einige Mitleser vielleicht 
sagen "old news". Es folgt dann in der Regel der Hinweis, dass der 
"moderne" BD139 nicht mehr geeignet ist, da das Herstellungsverfahren 
sich geändert hat.
Zumindest habe ich für mich eine brauchbare Variante rausfiltern können: 
Habe hier 4 verschiedene Varianten vorliegen. Eine ca. 30 Jahre bei mir 
gelagert, die anderen aktuell gekauft. Die aktuellen von STM verhalten 
sich "gut" bis 10MHz. Die von CDIL fallen da etwas zurück. Bei 28MHz 
zeigen die CDILs und mein antiker Lagerbestand aber eine 
Leistungsverstärkung, die mir brauchbar erscheint. Bei den STMs ist 
keine Verstärkung nachweisbar. Absolute Angaben kann ich zurzeit keine 
machen, da mein Oszi nur bis ca. 10Mhz geht. Und nochmal der Hinweis: 
ich rede von qrp - also Leistungen bis ca 5 bzw. 10W.

Zwischenzeitlich habe ich auch einen "echten" 2SC1018 aus einem alten CB 
Handfunkgerät. Mit diesem habe ich zumindest erst mal eine Referenz - 
bis ich was Besseres auftreibe...

>
> Und die Transistoreingangs- und Ausgangsimpedanzen musst Du anpassen.
> Es sind also z.B. Versuche erforderlich und grundsätzlich funktioniert
> erstmal überhaupt nichts. Ein fertiger Bausatz, also wo es schon mal
> klappte, ist eine gute Idee.

Bezüglich der Anpassung versuche ich mich etwas einzulesen (Solid State 
Design for the Radio Amateur, von W7ZOI). Falls da jemand weitere 
Literatur mit Praxisbezug empfehlen kann, bin ich an der Info 
interessiert.

Und nochmals vielen Dank für die reichlichen Diskussionsbeiträger - mir 
hilft das weiter.

Gruß

Siegfried

von Helmut S. (helmuts)


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> Zur Ehrenrettung von Reichelt möchte ich aber anführen, dass sie mir den
Kaufpreis auf Kulanz erstattet habe! Habe jetzt mal 2SC2078 bei
qrpProject bestellt.

Ich staune, dass Laien glauben mit falschen Testschaltungen die Qualität 
von Transistoren beurteilen zu können.
Da kann man gut verstehen, dass die Distributoren es ablehnen an 
Privatleute zu verkaufen.

von Siegfried W. (swausd)


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Helmut S. schrieb:
> Ich staune, dass Laien glauben mit falschen Testschaltungen die Qualität
> von Transistoren beurteilen zu können.
> Da kann man gut verstehen, dass die Distributoren es ablehnen an
> Privatleute zu verkaufen.

Warum so abwertend und negativ?

Es interessant, wie Du erkennst, welchen Laien-Status ich habe und 
welche Messwerte ich und die mich unterstützenden OMs zur Beurteilung 
meines Reichelt Kaufs geführt haben. Ich habe schließlich nur einen Teil 
der Geschichte hier wiedergegeben, um eine Beurteilung ohne fremde 
Unterstützung hinzubekommen.

Auch hast Du aus der Ferne erkennen können, dass meine Schaltung als 
Drahtverhau aufgebaut ist - respekt. Deine Glaskugel muss teuer gewesen 
sein.

Ich zumindest kann Deinen Profi-Status aus Deinen bisherigen Äußerungen 
nicht erkennen. Aber vielleicht hast Du ja noch etwas Konstruktives zu 
ergänzen...

Gruß

Siegfried

von Herr B. (herr_barium)


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Matthias K. schrieb:
> Die Transitfrequenz gibt keinen brauchbaren Frequenzbereich an, sie
> bedeutet, das die Verstärkung dort bis auf 1 abgesunken ist, oder so.

Oder so...
Aha.

> Bitte genauer nachlesen.

Eben. Nicht nur Parolen in das Forum speien...

von Possetitjel (Gast)


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Matthias K. schrieb:

> Deine "Prüfschaltung": Wie kommst Du darauf, das
> jeder Typ in Emitterschaltung bei HF funktioniert?

Das ist relativ einfach: Der Transistor selbst "merkt"
nicht, in welcher Schaltung er betrieben wird. Der
Transistor sieht nur Ströme und Spannungen.

Die gewählte Schaltung ist primär für das "Interface",
also die Impedanzverhältnisse wichtig.

> Bei HF-Leistungstransistoren wird im Datenblatt oft
> eine Prüfschaltung angegeben. Die ist dann eine
> Basisschaltung oder manchmal auch eine Emitterstufe.

Basisschaltung ist unzweckmäßig, weil hier die Grenz-
frequenz ziemlich hoch liegt. Man muss also in der
Nähe der Transitfrequenz messen, um Änderungen zu
sehen.

Fischer/Schlegel ("Transistor- und Schaltkreistechnik")
empfehlen Emitterschaltung: Man solle irgendwo auf dem
fallenden Teil (also oberhalb der beta-Grenzfrequenz)
messen und das Ergebniss mit -20dB/Dekade hochrechnen.

von Hp M. (nachtmix)


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Elektrofan schrieb:
> "Breite Bänder" findet man auch in Labors für Hochspannungstechnik, und
> bei denen liegen die Arbeitsfrequenzen i.d.R. unter 100 MHz ...

Ja, und auch am Maibaum.

von Hp M. (nachtmix)


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Jörg W. schrieb:
> Hp M. schrieb:
>> Deshalb findet man bei HF-Power-Transistoren oft auch zwei
>> gegenüberliegende parallelgeschaltete Emitteranschlüsse in Form breiter
>> Bänder.
>
> Das ist allerdings erst ab VHF typisch so.

Oft schon, aber ich habe tatsächlich welche (RF2142 = MRF433), die  mit 
12,5Wpep @12,5V bei nur 30MHz spezifiziert sind und in einem solchen 
Gehäuse kommen.
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/122743/MOTOROLA/MRF433.html
Der schädliche Einfluß der Emitterinduktivität ist ja nicht nur von der 
Frequenz abhängig, sondern wird auch umso gravierender, je höher der 
Emitterwechselstrom ist.
Da dieser Transistor offenbar für SSB-Betrieb gedacht ist, scheint sich 
die Emitterinduktivität auch schädlich auf die Linearität auszuwirken.

von Hp M. (nachtmix)


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Matthias K. schrieb:
> Bei HF-Leistungstransistoren wird im Datenblatt oft eine Prüfschaltung
> angegeben. Die ist dann eine Basisschaltung oder manchmal auch eine
> Emitterstufe.

Sogar die Kollektorschaltung wird verwendet, denn dann kann man das 
Gehäuse und somit den Chip  direkt an Masse legen.
Allerdings bewirkt die Kollektorschaltung eine ziemlich starke Kopplung 
von Eingang und Ausgang, und deshalb verwendet man sie vorzugsweise für 
Schaltungen, die sowieso schwingen: Ozillatoren.
Dann schafft sogar der alte 2N3866 ein halbes Watt oberhalb von 1GHz.

Possetitjel schrieb:
> Basisschaltung ist unzweckmäßig, weil hier die Grenz-
> frequenz ziemlich hoch liegt.

Ja, aber manchmal ging es nicht anders, wenn man bei den höchsten 
machbaren Frequenzen noch Leistung brauchte. Es gab zu diesem Zweck 
sogar Transistoren in speziellen koaxialen Gehäusen, ähnlich wie die 
kleinen Scheibentrioden.
(Irrc war der Preis um 1970 so ab 400 US$ ;-)

: Bearbeitet durch User
von Hp M. (nachtmix)


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Siegfried W. schrieb:
> Zumindest habe ich für mich eine brauchbare Variante rausfiltern können:
> Habe hier 4 verschiedene Varianten vorliegen.

Für den zur Diskussion stehenden SC2078 ist eine detaillierte 
Testschaltung in dem von mir verlinkten Datenblatt angegeben.
Du brauchst sie nur nachzubauen, und wenn der Transistor damit nicht 
spielt, dann wirf ihn weg.

Siegfried W. schrieb:
> Absolute Angaben kann ich zurzeit keine
> machen, da mein Oszi nur bis ca. 10Mhz geht.

Brauchst du auch nicht.
Du brauchst einen belastbaren induktionsfreien 50 Ohm Widerstand aka 
Dummyload, eine gewöhnliche schnelle Si-Diode wie 1N4446 um die 
HF-gleichzurichten, und einen 5nF Siebkondensator.
Dann  kannst du mit einem DVM die gleichgerichte Spannung ablesen, 
schlägst 0,7V drauf für die Durchlassspannung der Diode, und hast den 
Spitzenwert der HF.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Falls von Interesse, Hier sind Links zu klassischer amerikanischer AFU 
QRP Literatur:

https://archive.org/details/RFCircuitDesign2ndEdition

https://ia601604.us.archive.org/27/items/fea_W1FB_QRP_Notebook/W1FB%20QRP%20Notebook.pdf

https://archive.org/details/fea_QRP_Classics_-_The_Best_QRP_Projects_from_QST_and_the_ARRL_Handbook

http://vk3ye.com/

https://archive.org/details/G-qrpClub1983

http://www.qsl.net/va3iul/Homebrew_RF_Circuit_Design_Ideas/Homebrew_RF_Circuit_Design_Ideas.htm

Da finden sich zahlreiche erprobte "Reference Designs" zum realistischen 
Testen von Kleinleistungs HF PA Stufen und Senderschaltungen die einen 
guten Anfangspunkt für eigene Versuche darstellen. Am Anfang lohnt es 
sich bestimmt, erste Erfahrungen mit erprobten Schaltungskonzepten und 
Wahl von kritischen HF-Komponenten zu sammeln bis genügend eigene 
Erfahrungen vorliegen.

: Bearbeitet durch User
von Sven D. (Gast)


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Hp M. schrieb:
> Oft schon, aber ich habe tatsächlich welche (RF2142 = MRF433), die  mit
> 12,5Wpep @12,5V bei nur 30MHz spezifiziert sind und in einem solchen
> Gehäuse kommen.

Bessere Wärmeableitung?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Mit dem 5W 2SC1971 im TO-220 Gehäuse machte ich schon gute Erfahrungen 
im UKW Gebiet:

http://www.eleflow.com/2SC1971%20DATA%20SHEET.pdf

Treiber mit 1W ist dann noch der 2SC1970.

http://rtellason.com/transdata/2sc1970.pdf

Kann man auch über NTE beziehen.

MRF237 (RF-Parts)
2N3553 (Mouser)
2N3866 (Mouser)

Es empfiehlt sich übrigens sich an die HF Datenblatt Testschaltungen und 
Frequenzbereich zu halten um Device Leistung zu verifizieren. Dann 
passen auch die angegebenen Impedanztransformationsglieder.

Es gab früher übrigens ein sehr brauchbares Smith Chart Programm fÜr HF 
Leistungstufen von Motorola (MIMP) mit denen man sehr leicht 
Anpassungsnetzwerke simulieren konnte.

http://www.qsl.net/yo4hfu/Matching_Impendance.html
http://www.qsl.net/yo4hfu/Links.html

Note: Es lohnt sich sehr sich die dort angegebenen Application Notes 
anzusehen und studieren.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hp M. schrieb:
>> Das ist allerdings erst ab VHF typisch so.
>
> Oft schon, aber ich habe tatsächlich welche (RF2142 = MRF433), die  mit
> 12,5Wpep @12,5V bei nur 30MHz spezifiziert sind und in einem solchen
> Gehäuse kommen.

Daher schrieb ich ja auch "typisch" (und ja natürlich, das bezog
sich darauf, wofür die Transistoren ausgelegt sind).

Du hast aber natürlich Recht, bei Transistoren für größere Emitterströme
findet man das auch im Kurzwellenbereich.

von Siegfried W. (swausd)


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Gerhard O. schrieb:
> Falls von Interesse, Hier sind Links zu klassischer amerikanischer AFU
> QRP Literatur:

Vielen Dank Gerhard! Das Intersse ist groß. Die letzten beiden Links 
kenne ich, die anderen nicht. Da habe ich an den langen Winterabenden 
was zu lesen und zu löten.

Auch Deine weiteren Links mit den application notes werde ich mir 
ansehen.

Gruß

Siegfried

: Bearbeitet durch User
von Matthias K. (kannichauch)


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Herr B. schrieb:
> Matthias K. schrieb:
>> Die Transitfrequenz gibt keinen brauchbaren Frequenzbereich an, sie
>> bedeutet, das die Verstärkung dort bis auf 1 abgesunken ist, oder so.
>
> Oder so...
> Aha.
>
>> Bitte genauer nachlesen.
>
> Eben. Nicht nur Parolen in das Forum speien...


Ich liebe "oder so". Was dagegen?
Das bedeutet hier, das ich selbst ohne genaues Nachlesen nicht weiß, wie 
man die Transitfrequenz im Schaltplandesign nutzen kann, ich weiß aber, 
das sie  nicht die letztlich nutzbare Frequenz darstellt. Eine Parole 
ist etwas anderes.
Eine wissenschaftliche Abhandlung ist natürlich auch etwas anderes, hier 
akzeptiere ich persönlich daher die genauere Auskunft, nicht aber 
spiessiges Gemecker.

von Matthias K. (kannichauch)


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Ich habe mal nach einem Datenblatt geschaut, hier von der Firma Sanyo:
http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/sanyo/ds_pdf_e/2SC2078.pdf

Dort ist angegeben, das der Transistor für 27MHz geeignet ist, und auch 
eine geeignete Testschaltung ist dargestellt.

Diese Testschaltung hat eine Anpassung für die Emitterschaltung.
Man findet auch Leistungsangaben im Datenblatt.

MfG und viel Erfolg

von Hp M. (nachtmix)


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Matthias K. schrieb:
> Diese Testschaltung hat eine Anpassung für die Emitterschaltung.
> Man findet auch Leistungsangaben im Datenblatt.

Dieses DB hatte ich schon vor 3 Tagen verlinkt, aber offenbar muß man es 
dem TE auch noch vorlesen:

Hp M. schrieb:
> Probier mal aus, ob deine Transistoren mit der hier angegebenen
> Testschaltung funktionieren:
> http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/sanyo/ds_pdf_e/2SC2078.pdf

von Matthias K. (kannichauch)


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Dann habe ich Dich wohl wiederholt.

von Possetitjel (Gast)


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Hp M. schrieb:

> Matthias K. schrieb:
>> Diese Testschaltung hat eine Anpassung für die
>> Emitterschaltung. Man findet auch Leistungsangaben im
>> Datenblatt.
>
> Dieses DB hatte ich schon vor 3 Tagen verlinkt, aber
> offenbar muß man es dem TE auch noch vorlesen:

Nein, keineswegs.

Zum einen geht es ja gerade NICHT um einen originalen
2SC2078 von Sanyo, sondern um einen CSC2078 von CDIL.
In dessen Datenblatt findet sich nicht nur keine Test-
schaltung, sondern auch keine Transitfrequenz.

Zum anderen finde ich seine Idee, mit ein und derselben
Schaltung verschiedene Transistoren vergleichen zu können,
durchaus legitim.
Dass er seine Schaltung verbessern sollte, steht außer
Frage.

von Siegfried W. (swausd)


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Hp M. schrieb:
> Matthias K. schrieb:
> Dieses DB hatte ich schon vor 3 Tagen verlinkt, aber offenbar muß man es
> dem TE auch noch vorlesen:
>

Hallo Hp M., nein vorlesen musst Du mir das nicht. Ich kann selbere 
lesen und habe das bereits gemacht (das Lesen, meine ich). Aber wenn Du 
eine schöne Sprechstimme hast, höre ich mir Dein Vorlesen gerne an. Ich 
mag Hörbücher ;-)

Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass ich verstanden habe, 
was Ihr mir vermitteln wollt. Aber zuweilen muss ich für mein Geld 
arbeiten und es geht daher hobymäßig etwas langsamer vorwärts.

Ich wage weiterhin die Prognose, dass die aufgewendeten Mühen für einene 
CSC2078 - darum ging es eingangs - verbratene Zeit sind. Daher habe ich 
2SC2078 von qrpProject bestellt und hoffe zusätzlich noch auf ein altes 
CB-Funkgerät von einem Bekannten als Input zum Ausschlachten. Dann werde 
ich einen Vergleich mit der Testschaltung aus dem Datenblatt versuchen

Vielen Dank an Dich Matthias K. für die Mühe des Raussuchens des 
Datenblatts und an Possetitjel für die moralische Unterstützung.

Gruß

Siegfried

von Siegfried W. (swausd)


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Hp. M und Matthias K. haben auf das Datenblatt und die Testschaltung auf 
Seite 2 verwiesen:

http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/sanyo/ds_pdf_e/2SC2078.pdf

Ich versuche mal meine Überlegungen dazu zu formulieren (vielleicht 
hilft das auch zum Nachweis, dass ich mich mit Eurem Input beschäftige) 
und bitte Euch mich zu korrigieren bzw. anzuleiten:

1. Die Schaltung ist für 27MHz und die Ermittlung der (Ausgangs)Leistung 
bzw. der Leistungsverstärkung des Testobjekts gedacht.

2. Im Eingang und Ausgang bildet die Induktivität L1/L2 mit den 
Kondesatoren nach Masse jeweils einen Tiefpass (TP). Wenn ich damit 
richtig liege: welche Resonanzfrequenz muss der TP dann haben? 
Testfrequenz?

3. Der TP am Ausgang hat weniger Kapazität durch externe Kondensatoren, 
weil die Ausgangskapazität des Testobjekts (lt. Datenblatt 45-60pF) zu 
berücksichtigen ist.

4. Die Serien-Kondensatoren am Eingang/Ausgang dienen (nur) der 
Kopplung?

5. Die Schaltung arbeitet als Class C Verstärker und damit nichtlinear.

6. Eingangs-/Ausgangsimpedanz ist wertmäßig nicht spezifiziert. Ich gehe 
davon aus, dass sie zum Anschluss von Stamdardlaborgeräten mit 50 Ohm 
angenommen ist.

7. Wozu ist der "Durchführungskondensator" in der +12V 
Versorgungsleitung gedacht und welchen Einfluss hat das Weglassen? Bei 
einem ersten Testaufbau würde ich auf ein abschirmendes Gehäuse 
verzichten wollen.

8. Um die Schaltung zu nutzen, schließe ich einen Signalgenerator mit 50 
Ohm Ausgangsimpedanz und 27MHz Signal an. An den Ausgamg kommt ein 50 
Ohm Dummyload und eine HF Spannungsmeßvorrichtung.

9.Aber wie stimme ich in welcher Reihenfolge ab? Erst die Schwingkreise 
auf 27MHz z. B. mit einem Dipper und dann Eingang und Ausgamg auf 
maximale Ausgamgsspannung/Leistung?

10. Was ist beim Aufbau zu beachten - außer kurze Leitungen und die 
räumliche Trennung von Ein- und Ausgang?

Es wäre nett, wenn Ihr mich an Eurem Wissen teilhaben lassen würdet.

Gruß

Siegfried

: Bearbeitet durch User
von Siegfried W. (swausd)


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Bei meinen letzten Recherchen bin ich über das "L-Glied" zur Impedanz 
Anpassung aufmerksam geworden. Ich denke jetzt, das ist das richtige 
Stichwort zu meinem Punkt 2. im letzten Posting - oder?

> 2. Im Eingang und Ausgang bildet die Induktivität L1/L2 mit den
> Kondesatoren nach Masse jeweils einen Tiefpass (TP).

Wenn dem so ist, verbleibt aber immer noch die Frage des Vorgehens beim 
Abgleichen...

Gruß

Siegfried

von B e r n d W. (smiley46)


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> 5. Die Schaltung arbeitet als Class C Verstärker und damit nichtlinear.

Ein Transistor verstärkt Strom. Wird dieser also mit einem Basisstrom 
angesteuert, so fließt proportional dazu ein Kollektorstrom. Das 
Verhältnis Hfe = Ic/Ib ist relativ linear. Ich hab hier im Forum auch 
vor einiger Zeit gelernt, dass ein Klasse-C Verstärker eine Halbwelle 
erzeugt und das Filter dahinter die andere.

Außerdem habe ich meinen Schaltungsvorschlag auf Linearität simuliert. 
Bei halber Ansteuerung halbiert sich das Ausgangssignal, ebenso bei 1/4 
usw.
Beitrag "Re: HF Transistoren testen, Fakes erkennen"

IMO wäre der Arbeitspunkt für AM/SSB geeignet. Deshalb auch der geringe 
Ruhestrom ohne Signal(es reichen 2-3mA). Dieser Arbeitspunkt stellt 
sicher, daß selbst kleine Eingangssignale schon proportional verstärkt 
am Ausgang ankommen.

Beitrag #5161150 wurde vom Autor gelöscht.
von Matthias K. (kannichauch)


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Ich hab eben gesehen, es gibt überhaupt keinen eingestellten Ruhestrom.
Das bedeutet, die Schaltung ist wirklich nur ein "27 MHz output power 
test circuit" und nichts anderes. Es produziert Oberwellen ohne Ende.
Nimm ein abgeschirmtes Gehäuse, und stell die Drehkos auf maximale 
Ausgangsleistung ein.
Ich frage mich eher, was die 33 Ohm da sollen.

von B e r n d W. (smiley46)


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> Ich frage mich eher, was die 33 Ohm da sollen.

Bei positiven Halbwellen wird die BE-Diode leitend. Dadurch laden sich 
die Kapazitäten am Eingang negativ auf, bis kein Basisstrom mehr fließt. 
Der Widerstand mit 33 Ohm entlädt die Kapazitäten bei negativen 
Halbwellen.

Eine zweite Funktion könnte die Unterdrückung von Selbsterregung sein. 
Da würde jedoch ein Widerstand in der Basisleitung besser wirken.

Ganz allgemein gilt bei Emitterschaltungen:
Befindet sich entweder an Basis oder/und Kollektor ein Schwingkreis mit 
ausreichender Güte und läßt die Beschaltung an der anderen Elektrode 
diese Schwingung zu, so erhält man einen Huth-Kühn-Oszillator (TPTG).

Dazu reicht z.B. ein Übertrager mit Koppelwicklung an der Basis und 
parallel dazu die BE-Kapazität. Eine typische PA-Schaltung mit Drossel 
vom Kollektor nach Vcc läßt die Schwingung zu. Zur Vermeidung von 
Schwingungen muss oft aktiv bedämpft werden. Diese Schaltung hier kann 
zwar im Ruhezustand nicht schwingen, das ändert sich jedoch mit 
Steuersignal. Bei jeder positiven Halbwelle durchschreitet der 
Arbeitspunkt einen günstigen Bereich bei dem der Verstärker bei 
ungünstigen Verhältnissen auf VHF anschwingen und wieder stoppen könnte.

von Old P. (Gast)


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Mal als Tipp:
Beim Pollin gibt es zurzeit für schmalen Taler SSY20B (ex-DDR) der ist 
vergleichbar mit BSY34 (400MHz).
Bestellnr.: 131077
Damit habe ich früher im 10Meter-Bereich experimentiert. Gingen gut.

Old-Papa

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Old P. schrieb:
> Damit habe ich früher im 10Meter-Bereich experimentiert. Gingen gut.

Naja, als PAs für 5 W oder mehr würde ich sie jedoch nicht in Betracht
ziehen.

Erstens sind es (wie der zweite Buchstabe verrät) Schalttransistoren,
zweitens sind auch die Grenzdaten (Ic / Ptot) nicht so berauschend.

Transistoren, die als PA für Kurzwelle konzipiert sind, sind auf jeden
Fall da deutlich pflegeleichter.

von B e r n d W. (smiley46)


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2.
> die Induktivität L1/L2 jeweils einen Tiefpass (TP).
> welche Resonanzfrequenz muss der TP dann haben? Testfrequenz?

Das sind Glieder zur Resonanzanpassung. Die kann man als Hochpass oder 
als Tiefpass schalten. Bei Resonanz gibt es in der Regel eine 
Überhöhung.

3. & 4.
> weniger Kapazität durch externe Kondensatoren, weil
> die Ausgangskapazität des Testobjekts zu berücksichtigen ist.
> Die Serien-Kondensatoren am Eingang/Ausgang dienen
> (nur) der Kopplung?

Der Unterschied zwischen Eingangs und Ausgangskapazität beträgt 
vermutlich nur ~30pF. Über das Verhältnis der Kapazität nach GND un der 
Eingangs- bzw. Ausgangskapazität läßt sich die Impedanz anpassen. Wird 
die Eingangs- bzw. Ausgangskapazität vergrößert, erhöht sich die 
Kopplung, gleichzeitig verringert sich die Güte der Schwingkreise. Die 
Summe der Kapazitäten bestimmen jeweils die Resonanzfrequenzen.

6.
> Eingangs-/Ausgangsimpedanz ist wertmäßig nicht spezifiziert.
> Ich gehe davon aus, dass sie zum Anschluss von
> Stamdardlaborgeräten mit 50 Ohm angenommen ist.

Höchst wahrscheinlich.

7.
> Wozu ist der "Durchführungskondensator" in der +12V
> Versorgungsleitung .. welchen Einfluss hat das Weglassen?

Der soll einfach die Betriebsspannung besser filtern, vor allem für sehr 
hohe Frequenzen. Prinzipiell sollte die Betriebsspannung jeder Stufe 
ihren eignen Blockkondensator haben und evtl. eine Drossel zur 
Filterung. Funktioniert eine Schaltung, kann man immer noch probieren, 
ob was wegrationalisiert werden kann.

Stell dir vor, du baust einen ZF-Verstärker mit 80dB Verstärkung. Falls 
die letzte Stufe über die Betriebsspannung mit zur ersten Stufe koppelt, 
schwingt das Ganze.

8.
> Um die Schaltung zu nutzen, schließe ich einen Signalgenerator
> mit 50 Ohm Ausgangsimpedanz und 27MHz Signal an. An den Ausgamg
> kommt ein 50 Ohm Dummyload und eine HF Spannungsmeßvorrichtung.

Ja. Aber probier auch mal einen anderen Arbeitspunkt mit einer positiven 
Basisspannung aus.

9.
> Aber wie stimme ich in welcher Reihenfolge ab? Erst die
> Schwingkreise auf 27MHz z. B. mit einem Dipper und dann
> Eingang und Ausgamg auf maximale Ausgamgsspannung/Leistung?

Einfach alle "Schrauben" auf Maximum. Der Abgleich beeinflußt sich 
gegenseitig und muss daher mehrmals wiederholt werden.

von oszi40 (Gast)


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Old P. schrieb:
> schmalen Taler SSY20B
> Gingen gut

0,25€ und h21e bis 71, 700mW, TO39
Heute würde ich etwas großzügiger dimensionieren.

von Hp M. (nachtmix)


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Siegfried W. schrieb:
> 1. Die Schaltung ist für 27MHz und die Ermittlung der (Ausgangs)Leistung
> bzw. der Leistungsverstärkung des Testobjekts gedacht.

Ja, so steht es geschrieben.

Siegfried W. schrieb:
> 2. Im Eingang und Ausgang bildet die Induktivität L1/L2 mit den
> Kondesatoren nach Masse jeweils einen Tiefpass (TP).

Nein, das ist kein Tiefpass, sondern ein Netzwerk zur 
Leistungsanpassung.
Das hast du ja später auch selbst schon gemerkt.

Siegfried W. schrieb:
> 4. Die Serien-Kondensatoren am Eingang/Ausgang dienen (nur) der
> Kopplung?

Nein. Allein schon die Tatsache, dass dort Drehkos eingezeichnet sind, 
sollte dir sagen, dass diese Kondensatoren Bestandteil der 
Anpassnetzwerke sind.

Siegfried W. schrieb:
> 5. Die Schaltung arbeitet als Class C Verstärker und damit nichtlinear.

Ja, die Halbleiter (und auch Röhren) in HF-Endstufen arbeiten meist als 
Schalter, weil ein idealer Schalter ja keine Verluste hat.
Damit die Verluste möglichst niedrig bleiben, darf die Betriebsgüte des 
Ausgangsfilters nicht zu hoch sein, so dass der Transistor keinen 
Schwingkreis sieht, sondern einen Widerstand.
Das Ausgangsfilter dient also primär der Anpassung, und man 
dimensioniert es in erster Näherung auch wie bei NF d.h. mit dem 
ohmschen Gesetz für Wechselstrom.
Die Oberwellen werden gewöhnlich erst in einem weiteren Filter entfernt. 
Wenn das richtig gemacht ist, wird die in den Oberwellen enthaltene 
Energie nicht verheizt, sondern zum Ausgangstransistor reflektiert, wo 
sie die Leistungsaufnahme aus dem Netzteil reduziert.

Siegfried W. schrieb:
> 6. Eingangs-/Ausgangsimpedanz ist wertmäßig nicht spezifiziert. Ich gehe
> davon aus, dass sie zum Anschluss von Stamdardlaborgeräten mit 50 Ohm
> angenommen ist.

Ja, 50 Ohm sind üblich.
Bei Empfangsanlagen werden vielfach auch 75 Ohm verwendet, weil die 
entsprechenden Koaxkabel eine etwas geringere Dämpfung haben.
Früher wurden in kommerziellen Anlagen auch 60 Ohm verwendet, oft 
erkennbar an den charakteristischen Dezifix-Steckern.

Siegfried W. schrieb:
> 7. Wozu ist der "Durchführungskondensator" in der +12V
> Versorgungsleitung gedacht und welchen Einfluss hat das Weglassen?

Weil die HF auf den Versorgungsleitungen nichts zu suchen hat und z.B zu 
Schwingneigung führt, wenn sie in einer davor liegenden Verstärkerstufe 
auftaucht.
Ausserdem fehlt natürlich die Leistung, die dort entweicht, am Ausgang.


> Bei einem ersten Testaufbau würde ich auf ein
> abschirmendes Gehäuse verzichten wollen.

Nicht schön, weil du so evtl. andere Funkdienste störst, aber möglich 
ist das.
Du brauchst trotzdem eine solide Massefläche, z.B. eine ungeätzte 
Platine.
Du kannst da Koaxkabel für Eingang und Ausgang drauflöten oder -besser- 
Koax-Buchsen einbauen.
Eine Trennwand um die Verkopplung von Eingang und Ausgang zu verringern 
kann man aus dem gleichen Material anfertigen und auflöten.

Siegfried W. schrieb:
> 8. Um die Schaltung zu nutzen, schließe ich einen Signalgenerator mit 50
> Ohm Ausgangsimpedanz und 27MHz Signal an. An den Ausgamg kommt ein 50
> Ohm Dummyload und eine HF Spannungsmeßvorrichtung.

Ja, der Signalgenerator sollte aber schon etwas Leistung haben.
100mW (20 dBm) ist das mindeste, und um diesen Transistor richtig zu 
befeuern, dürfen es auch 500mW (27dBm) sein.
Viele Meßsender schaffen das nicht, sondern sind eher für die definierte 
Abgabe kleiner und kleinster Leistungen ausgelegt.

Siegfried W. schrieb:
> 9.Aber wie stimme ich in welcher Reihenfolge ab? Erst die Schwingkreise
> auf 27MHz z. B. mit einem Dipper und dann Eingang und Ausgamg auf
> maximale Ausgamgsspannung/Leistung?

Die Verwendung des Dippers wird nicht ganz verkehrt sein, aber ich würde 
den 33 Ohm Widerstand an der Basis als Strommeßwiderstand mißbrauchen, 
um über die Gleichrichterwirkung der B-E-Strecke die maximale 
Ansteuerung zu beobachten.
Prinzipiell dort auf Maximumm einstellen und den Kollektorstrom auf 
Stromminimum bei maximaler Ausgangsleistung abgleichen.
Dann wieder von vorn anfangen, denn das beeinflusst sich natürlich alles 
gegenseitig und ist auch von der Ansteuerleistung abhängig.

Anfangs mit wenig Betriebsspannung beginnen, damit der Transistor sich 
nicht wegen eines Fehlabgleichs sofort in Rauch auflöst.
Mit dem Dipper solltest du beobachten, ob am Ausgang die richtige 
Frequenz rauskommt.
Abgesehen von der Möglichkeit parasitärer Schwingungen auf völlig 
fremden Frequenzen, kann man solche Stufen nämlich auch ganz gut auf 
eine Oberwelle abgleichen und sie z.B. als Verdreifacher betreiben...

von Schreiber (Gast)


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oszi40 schrieb:
> 0,25€ und h21e bis 71, 700mW, TO39

Heute ist der BLF188XR ein Mosfet der Wahl für viele Endstufenbastler. 
Sorgt für "ausreichende" Sendeleistung bei minimaler Eingangsleistung 
und ist preislich noch halbwegs erträglich
Ein erprobter Bausatz ist dringend anzuraten.

Old P. schrieb:
> Damit habe ich früher im 10Meter-Bereich experimentiert. Gingen gut.
Ja, als Vorstufe. Als Endstufe nimmt man dann besser den o.g. Mosfet.

von Hp M. (nachtmix)


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oszi40 schrieb:
> 0,25€ und h21e bis 71, 700mW, TO39
> Heute würde ich etwas großzügiger dimensionieren.

Vergoldete Beinchen, vergoldeter Boden...
Wenn der P ein paar Zentner davon hat, und beim Preis noch etwas 
nachgibt, könnte der Schrottwert interessant sein.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Schreiber schrieb:
> Sorgt für "ausreichende" Sendeleistung...

Spaßvogel! 1400W;-)

Ansonsten, ein feines Teil

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
>
> Naja, als PAs für 5 W oder mehr würde ich sie jedoch nicht in Betracht
> ziehen.

Nö, aber 1W gehen damit schon.

> Transistoren, die als PA für Kurzwelle konzipiert sind, sind auf jeden
> Fall da deutlich pflegeleichter.

Natürlich.

Old-Papa

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo Ihr Nachtschwärmer,

kaum gehe ich schlafen, da geht es hier rund. Da komme ich ja kaum mit 
dem Lesen, geschweige denn mit dem Nachvollziehen hinterher.

Ich möcht mich zunächst ganz herzlich für den umfangreichen Input von 
Bernd W. und Hp M. bedanken. Dass Ihr hier Eure Freizeit in diesem 
Umfang reinsteckt, um mir weiterzuhelfen, finde ich einfach 
phantastisch!

Ich kann die Anmerkungen nachvollziehen und muss das Ganze nun zum Leben 
erwecken. Da ich nicht genügen Drehkondensatoren habe, habe ich einige 
Trimmer bestelllt. Ich hoffe, die kommen die Woche. Werde den Testaufbau 
auf einer Leiterplatte mit durchgehender Kupferfläche aufbauen und 
Koaxverbinder am Eingang und Ausgang vorsehen. Da ich das 
wiederverwenden will, werde ich versuchen da eine gewisse Stabilität 
hinzubekommen.

Wie ich das abschirme, bin ich mir noch nicht ganz sicher. Eventuell 
kommen da Wände aus Platinenmaterial drum und ein Deckel drauf. Das ist 
blos etwas lästig, weil man die "Rauchzeichen" erst so spät sieht.

Das mit dem Stören anderer Dienste, ist in dem bei mir dünn besiedeltem 
Umfeld ohne Industrie nicht wahrscheinlich, sollte aber dennoch sicher 
vermieden werden - ich hoffe ja, dass da auch Leistung bei rauskommt.

Werde mich heute Nachmittag und am Tag der Einheit mal dransetzen, um 
das vorzunereiten.

Ich werde über die Ergebnisse berichten.

Parallel dazu bin ich dabei mir die Theorie im "RF Circuit Design" von 
Bowick - das wurde weiter oben verlinkt - anzulesen. Da brauche ich aber 
noch etwas "Anlauf" weil bei mir zwar die Grundlagen der E-Technik 
bekannt sind, aber die theoretischen und praktischen Kenntnisse zur 
HF-Technik doch sehr lückenhaft sind.

Gruß

Siegfried

von Siegfried W. (swausd)


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Old P. schrieb:
> Mal als Tipp:
> Beim Pollin gibt es zurzeit für schmalen Taler SSY20B (ex-DDR) der ist
> vergleichbar mit BSY34 (400MHz).
> Bestellnr.: 131077

Vielen Dank für den Tipp, der kam eine Stunde nachdem ich eine 
Bestellung abschickt habe (1Kg Platinenmaterial, Kabel und 
Steckverbinder für meinen Testaufbau) umd somit dafür zu spät. War 
versandkostenfrei möglich, da habe ich die Gelegenheit genutzt.

Werde mir den Tipp mal vormerken für die nächste Bestellung. Ist ja 
nicht so, dass ich das umgehend benötigen würde. Muss zunächst meine 
andere Baustelle befrieden - siehe oben :-)

Gruß

Siegfried

von Siegfried W. (swausd)


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Schreiber schrieb:
> oszi40 schrieb:
>> 0,25€ und h21e bis 71, 700mW, TO39
>
> Heute ist der BLF188XR ein Mosfet der Wahl für viele Endstufenbastler.
> Sorgt für "ausreichende" Sendeleistung bei minimaler Eingangsleistung
> und ist preislich noch halbwegs erträglich

Ich habe den Eindruck, dass der Transistor bei einem Stückpreis von ca. 
200 EUR doch in einer anderen Liga spielt ;-)

Auch müsste ich mir dann meine Antennenaufhängung und meine BEMFV 
Erklärung nochmal ansehen, damit mir die Rehe und Hasen unter der 
Antenne nicht umfallen.

Gruß

Siegfried

von Old P. (Gast)


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Siegfried W. schrieb:
>
> Vielen Dank für den Tipp, der kam eine Stunde nachdem ich eine
> Bestellung abschickt habe (1Kg Platinenmaterial, Kabel und
> Steckverbinder für meinen Testaufbau) umd somit dafür zu spät. War
> versandkostenfrei möglich, da habe ich die Gelegenheit genutzt.

Anrufen und dazupacken lassen. Habe ich schon gemacht, hatte geklappt. 
Ob das heute auch noch geht? Null Ahnung ;-) Vor Mittwoch geht ja eh 
nichts mehr raus...

Old-Papa

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Siegfried W. schrieb:
> Da ich nicht genügen Drehkondensatoren habe, habe ich einige Trimmer
> bestelllt.

Ist schon dahingehend oft vorteilhaft, weil du bei den meisten Drehkos
einen Pol am Gehäuse hast.  Wenn das im „heißen“ Signalpfad ist, hast
du dort eine hohe parasitäre Kapazität nach Masse und zum Rest der
Schaltung.

von Matthias K. (kannichauch)


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Was meint Ihr?
Muss man bei CDIL davon ausgehe, das die Teile schlechter sind, bzw. 
sich unbedingt vorher die extra CDIL Datenblätter holen muss?

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Zumindest letzteres.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Matthias.

Matthias K. schrieb:

> Was meint Ihr?
> Muss man bei CDIL davon ausgehe, das die Teile schlechter sind,

Ein "CSC2078" ist halt etwas anderes als ein "2SC2078".
Zumal CDIL sie nicht als Ersatz für 2SC2078 kennzeichnet.


> bzw.
> sich unbedingt vorher die extra CDIL Datenblätter holen muss?

Das ist anzuraten. Und im Datenblatt vom CSC2078 steht nichts von einer 
Transitfrequenz oder dass er als Sendetransistor geeignet ist oder 
überhaupt etwas über ein Zeitverhalten.

Also ist es eher Glückssache, wenn es doch funktioniert. Auch wenn 
möglicherweise beabsichtigt ist, ein Produkt anzubieten, das einen 
Ersatz für einen 2SC2078 sein soll, trauen sie sich nicht, es explizit 
irgendwo hinzuschreiben.

Die Verknüpfung der Zeichenkombination SC2078 erfolgt ausschliesslich im 
Kopf des Käufers, und ich nehme hier den Kopf des Einkäufers bei einem 
Händler nicht aus.
Das ist übrigens Standardverfahren bei Varietezauberkünstlern, 
Vertretern, Trickbetrügern, Hochstaplern und Motivatoren.

Allerdings, zur Ehrenrettungcon CDIL: Dieses Vorgehen mit fehlenden 
Angaben zum Frequenzverhalten  war/ist wohl auch bei renomierteren 
Herstellern ein bisschen üblich. Man geht davon aus, dass sie Teile 
maximal bis ein paar 100kHz verwendet werden, und dass können sie dann 
halt auch gut mit viel Reserve, aber eine Garantie gibt es nicht.

Beispiele:
Mir liegt hier ein Philips Datenblatt für BD136/BD138/BD140 von 1999 
vor, indem explizit eine "typische" Transitfrequenz von 160MHz genannt 
ist. Aber es wird kein Minimum erwähnt....Ein Fairchild Datenblatt zu 
den gleichen
BD136/BD138/BD140 von 2015 erwähnt auch nirgendwo eine Transitfrequenz 
oder irgendwas über ein Zeit- und Frequenzverhalten. Ebenso ein 
Datenblatt von ST-Microelectronics zu diesen Transistoren von 2001.
Allerdings ist bei den letzten beiden für einige Messungen in einer 
Fußnote erwähnt. dass sie mit Pulsen einer Pulsdauer von 300us (bzw. 
350us) bei 1,5% (bzw. 2%) duty cycle gemacht wurden. Das lässt indirekt 
ein wenig ahnen, wie schnell die Teile sein könnten. Aber letztlich geht 
es bei diesen Tests nur darum, ob die Transistoren überleben, nicht ob 
noch was sinnvolles an Frequenzverhalten herauskommt. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von B e r n d W. (smiley46)


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> Muss man bei CDIL davon ausgehe, das die Teile schlechter sind

Der BF199 ist IMO besser als das Original. Es handelt sich um einen 
BF199, welcher mit 100mA Kollektorstrom angegeben ist.

von Old P. (Gast)


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B e r n d W. schrieb:
>> Muss man bei CDIL davon ausgehe, das die Teile schlechter sind
>
> Der BF199 ist IMO besser als das Original. Es handelt sich um einen
> BF199, welcher mit 100mA Kollektorstrom angegeben ist.

Und die 1100MHz ft schafft der auch? Kollektorstrom ist ja nicht alles.

Old-Papa

von hinz (Gast)


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Bernd W. schrieb:
> Ein "CSC2078" ist halt etwas anderes als ein "2SC2078".

Leider funktioniert das manchmal doch nicht: KSD/KTD998 und 2SD998 oder 
KSC/KTC778 und 2SC778 sind nicht dasselbe. Ersatztyp für KTD998/KTC778 
ist 2SC4387/2SA1672 oder mit Isolierscheiben TIP33C/TIP34C oder 
BD245/246. Mit H beginnen manche Hitachi Consumer-Transistoren. H945 ist 
also ein schlechterer 2SC945, HA42 ist MPSA42, H548 ist BC548, H9012 ist 
C9012. Wobei C9012 ein Consumer-Transistor von Motorola ist, nicht ein 
2SC9012 oder gar BC9012, die gibt's nämlich nicht und D44C/D45C sind 
keine 2SD44C/BD44C sondern heissen wirklich SavantIC D44/D45.


(Aus den dse-FAQ)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd W. schrieb:
> Allerdings, zur Ehrenrettungcon CDIL: Dieses Vorgehen mit fehlenden
> Angaben zum Frequenzverhalten  war/ist wohl auch bei renomierteren
> Herstellern ein bisschen üblich.

Aber nicht bei HF-PA-Transistoren, wie der 2SC2078 einer ist. ;-)

von Elektrofan (Gast)


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> Beispiele:
> Mir liegt hier ein Philips Datenblatt für BD136/BD138/BD140
> von 1999 vor, indem explizit eine "typische" Transitfrequenz
> von 160MHz genannt ist.

Ich habe ein älteres (ca. 1980 ?) von Telefunken, da sind 50 MHz als 
Minimum spezifiziert, bei 5Volt Kollektorspannung und 50 mA 
Kollektorstrom.

-
Ein einfaches Längsregler-Netzteil mit einem BD135, das ich mal 
aufbaute, sendete ohne Abblockung auf/bis UKW.

von Elektrofan (Gast)


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von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Elektrofan.

Elektrofan schrieb:

>> Beispiele:
>> Mir liegt hier ein Philips Datenblatt für BD136/BD138/BD140
>> von 1999 vor, indem explizit eine "typische" Transitfrequenz
>> von 160MHz genannt ist.
>
> Ich habe ein älteres (ca. 1980 ?) von Telefunken, da sind 50 MHz als
> Minimum spezifiziert, bei 5Volt Kollektorspannung und 50 mA
> Kollektorstrom.

Danke für den Tipp.

Wenn Du das von der Semicon Seite hast: 
http://www.semicon-data.com/transistor/tc/bd/BD135@1.html
mit dieser Downloadadresse: 
http://www.semicon-data.com/pdf/Tf/BD/BD135.pdf
dann steht in auf der Seite 50MHz, aber im Download 30MHz.

Ein original Datenbuch von Telefunken habe ich vermutlich irgendwo, aber 
z.Z. nicht zugänglich, weil eingelagert.

> Ein einfaches Längsregler-Netzteil mit einem BD135, das ich mal
> aufbaute, sendete ohne Abblockung auf/bis UKW.

Darum sind ja auch nicht nur minimale und typische, sondern auch 
maximale Werte für eine Transitfrequenz interessant. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Nachtrag:

Bernd W. schrieb:

> Wenn Du das von der Semicon Seite hast:
> http://www.semicon-data.com/transistor/tc/bd/BD135@1.html
> mit dieser Downloadadresse:
> http://www.semicon-data.com/pdf/Tf/BD/BD135.pdf
> dann steht in auf der Seite 50MHz, aber im Download 30MHz.

Fehler von mir: Die Messfrequenz ist 30MHz, der Wert für die 
Transitfrequenz dann auch 50MHz.

> Ein original Datenbuch von Telefunken habe ich vermutlich irgendwo, aber
> z.Z. nicht zugänglich, weil eingelagert.

Findet sich aber von 1978 hier: 
https://ia601602.us.archive.org/12/items/PowerTransistors1977-78/AegTelefunken-PowerTransistors1977-78.pdf

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Hp M. (nachtmix)


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Elektrofan schrieb:
> Ein einfaches Längsregler-Netzteil mit einem BD135, das ich mal
> aufbaute, sendete ohne Abblockung auf/bis UKW.

Aber wahrscheinlich war die Frequenz der Schwingung geringer, und du 
hast nur eine Oberwelle beobachtet.

von Ingo D. (ingo2011)


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Hallo zusammen,

mal eine ganz andere Frage. Habe hier noch das Buch
Koch, Transistorsender, da wird ganz gut Beschrieben wie man die 
Anpassungsnetzwerke für den Eingang/Ausgang in Abhängigkeit von 
Frequenz,Transistor und Leistung usw. Berechnet. Das klappt auch gut 
wenn man alle Parameter des Transistors hat, ist aber trotzdem immer 
eine aufwändige Sache gewesen. Das macht man doch heute aber nicht mehr 
zu Fuß, denke ich mal.. Bin da schon seit Ewigkeiten raus aus diesem 
Thema.
Wer kennt denn eine Webseite/App die das macht ? Am Besten natürlich 
auch mit einer entsprechenden Lib der Parameter von Transistoren ...

Gruß Ingo

von Matthias K. (kannichauch)


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Was hältst Du davon, mit einem Antenna Analyzer auf den unangepassten 
Verstärkereingang zu gehen?
Müsste bei Endstufeneingängen klappen.
Und bei der Ausgangsimpedanz erst einmal von den eingestellten, bzw. 
geplanten Gleichstrom-
und Spannungswerten ausgehen?

von Ingo D. (ingo2011)


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Hi Matthias,
na, mir ging es ja in erster Linie um "berechnen lassen" , da spielen 
eine ganze Menge "Formeln" eine Rolle und natürlich die 
Transistorparameter.
Wie gesagt, alles sehr Aufwendig und natürlich kann mit mit LTSpice auch 
simulieren, aber halt auch nur wenn man den Transistor in einer Lib hat.
Mir geht es eigentlich eher um den theoretischen Ansatz die Netzwerke zu 
Berechnen..

Gruß Ingo


Matthias K. schrieb:
> Was hältst Du davon, mit einem Antenna Analyzer auf den unangepassten
> Verstärkereingang zu gehen?
> Müsste bei Endstufeneingängen klappen.
> Und bei der Ausgangsimpedanz erst einmal von den eingestellten, bzw.
> geplanten Gleichstrom-
> und Spannungswerten ausgehen?

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo zusammen,

ich habe in den letzten Tagen einiges über Anpassungen gelesen, 
teilweise verstanden und nun die Testschaltung aus dem Sanyo Datenblatt
http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/sanyo/ds...
aufgebaut. Da ich keinen Testgenerator habe, der 200mW erzeugen kann, 
habe ich einen einstufigen linearen Verstärker mit einem BD135 aufgebaut 
mit einer Anapssung analog zur Sanyo Schaltung. Angepasst auf meinen 
Dipit als Signalgenerator am Eingang und einen 50 Ohm Dummyload am 
Ausgang. Den Arbeitspunkt habe ich so eingestellt, dass ca. 200mW an 50 
Ohm abgegeben werden.

Diesen Treiber habe ich dann an die Sanyo Testschaltung angekoppelt und 
am Ausgang den Dummyload angeschlossen sowie die Testschaltung auf max. 
Leistung am Dummy abgestimmt. Gemessen habe ich mit einem HF- 
Diodentastkopf nach diesem Beispiel (ohne den 470nF Kondensator)
http://www.qrpproject.de/hf_tastkopf.htm
und einem Mutlimeter. Am Ausgang wurde also kein LPF angeschlossen.

Die Vorstufe war auf 80mA C-Strom eingestellt.
Die Gesamtschaltung hat eine Stromaufnahme von 220mA (mit dem CDIL 
2SC2078 von Reichelt) bis zu 380mA bei bei einem BD139.
Der Signalgenerator liefert 28,100 MHz, damit ich im 10m Band lande.

Hier die Ergebnisse:

Alles 2SC2078:
3,4W von einem ebay Anbieter aus D
3,2W von einem billigst ebay Anbieter aus China
2,4W von qrpProject
0,7W von Reichelt (siehe mein Eingangsposting)

Hier noch einige andere Transistoren, die zur Hand waren
2,0W 2SC1173
1,1W 2SC1971 Fake von billigst Anbieter aus China
2,0W 2SC5171
2,9W 2SC2690

Und auch diverse BD139 die ich hier noch habe
2,4W - 3,4W je nach Hersteller und Verstärkung

Leider kann ich die Signalform nicht prüfen und bin daher nicht sicher, 
ob ich die Ergebnisse des HF Tastkopfes richtig interpretiere. Mit 
meinem 10MHz Oszi ist in dem Frequenzbereich alles sinusförmig... Den 
Oszillieren hatte ich bei den Messungen natürlich nicht angeschlossen.

Im "Zulauf sind noch 2SC2078 von Eleflow.

So, dass ist mein aktueller Kenntnisstand.

Gruß

Siegfried

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Siegfried W. schrieb:
> Alles 2SC2078:

… bis auf den von Reichelt, das ist ein CSC2078. ;-)  Das bestärkt
die Annahme, dass das Dingens einfach mal nicht für HF taugt.  Nun,
das Datenblatt verspricht es ja auch nicht, aber Reichelt muss sich
vorwerfen lassen, dass Teil als 2SC2078 verkauft zu haben, was es
ganz offensichtlich nicht ist.

von Kai Lorenz (Gast)


Angehängte Dateien:

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HF-Transistorprüfer aus "Elektronisches Jahrbuch 1986"

von Holm T. (Gast)


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Kann ich Euch evtl. mit ein paar KT904 und KT907 helfen?

Gruß,

Holm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ich glaube, die gehen nur bis ca. 1 W.  Wenn man 5 W anpeilt (das
möchte der TE gern, vermutlich, weil es die übliche Grenze für die
Bezeichnung "QRP" ist), dann dürften die zu knapp sein.

von Kai Lorenz (Gast)


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Ich hatte selber vor Jahren mal versucht, eine HF-Endstufe für KW mit 
einem BiPo aufzubauen.

Erstes Problem war den Bipo davon abzuhalten, wild zu schwingen.

Zweites Problem war wenn er nicht mehr wild geschwungen hat, noch 
ordentlich Leistung aus ihm rauszuholen.


Nicht umsonst sind Röhrenendstufen heute noch häufig in Gebrauch, die 
sind einfach gutmütiger.


Für kleine Leistungen nehme ich mittlerweile gerne invertierende 
Bustreiber wie 74HCT240.
Sollen es ein paar Watt sein, kommt ein IRF510 hintendran. Der benötigt 
aber je nach Frequenz mind. 12V Uds und eine ordentliche Drain-Spule!
http://www.normanfield.com/diary72.htm
Außerdem gibt es da auch Exemplarstreuungen, man muss also vorher 
ausmessen oder etwas Glück haben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kai Lorenz schrieb:

> Erstes Problem war den Bipo davon abzuhalten, wild zu schwingen.

Ordentlicher Aufbau hilft da.

Eventuell noch eine Ferritperle in die Basisleitung.

> Zweites Problem war wenn er nicht mehr wild geschwungen hat, noch
> ordentlich Leistung aus ihm rauszuholen.

Ist mit den dafür konzipierten Transistoren wirklich kein Problem.

> Nicht umsonst sind Röhrenendstufen heute noch häufig in Gebrauch, die
> sind einfach gutmütiger.

Tendenz ist aber auch da deutlich abnehmend.  Hantieren mit einigen
Kilovolt Anodenspannung verlagert die Probleme nur auf einen anderen
Bereich.

> Für kleine Leistungen nehme ich mittlerweile gerne invertierende
> Bustreiber wie 74HCT240.

Das ist aber kaum die Liga, um die es hier geht.

> Sollen es ein paar Watt sein, kommt ein IRF510 hintendran.

Ist ein nettes Experiment, aber bei deren Gatekapazitäten eben auch
keine ganz triviale Aufgaben.

von Holm T. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Ich glaube, die gehen nur bis ca. 1 W.  Wenn man 5 W anpeilt (das
> möchte der TE gern, vermutlich, weil es die übliche Grenze für die
> Bezeichnung "QRP" ist), dann dürften die zu knapp sein.

Seit wann bist Du gläubig Jörg? So kenne ich Dich doch gar nicht..

http://ok1ike.c-a-v.com/soubory/pakv5w/pakv5w.htm

8W sollten drin sein, 15 mit 2 Stück.

Des Weiteren sollten die Ossis die Tesla KU601 und KU611 nicht vergessen
deren ft typisch bei 30 Mhz liegt...je nach dem ob die damit machbaren 
KW Bänder reichen, Tesla hat die Dinger immer als HF Transistoren 
bezeichnet.

Gemeinsam ist dem Kram wohl das er billig zu haben und garantiert keine 
chinesische Nachahmung ist.

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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Jörg Du hast ein SEG15? Guckmal Ebay 252401053438

Noch mal ne Anmerkung zu Reichelt:

Ich kaufe da wenn irgend möglich keine Halbleiter mehr.
Als ich Ersatz für den DDR Typ SF245 besorgen wollte habe ich da BF240 
oder BF244 bestellt (Keine Ahnung jetzt), es kamen als BF240 bedruckte 
SF245 was man am Gehäuse sehr einfach erkennen kann, das ist etwa 3 
Jahre her.
Selbst wenn das von Mühlhausen als BF240 gelabelte Exportversionen waren 
liegen die seit der Wende im Regal. Das stelle ich mir aber bei einer 
Bestellung nicht so vor..meine Euros liegen auch nicht seit so vielen 
Jahren.

LM317 in SOT223 als TI gelabelt die von Reichelt geliefert wurden 
explodierten reproduzierbar bei 30V Eingangsspannung, auch ohne Last.
Uemax für LM317 beträgt aber lt. Datenblatt 40V. Wahrscheinlich waren 
das umgelabelte 1117 oder Sowas. Reichelt hat das Problem nicht 
interessiert, TI aber schon.

Ergo: Reichelt verkauft irgendwas von dem sie denken das es das ist was 
man möchte (Siehe auch 2SC2078 vs. CDC2078, den hat niemand bestellt!)
Das die dann "kulant sind" interessiert einen alten Scheißdreck, denn im 
Falle der Spannungsregler wären da pro explodierter Platine noch ein 
Schrittmotortreiber und ein Atmega16 zu bezahlen, nebst Arbeit.
Wer sich auf solchen Mist einläßt ist selber schuld. Reichelt war mal 
gut als Angelika den Laden noch führte..

Ich empfehle dringend TME.

Gruß,

Holm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:
> Seit wann bist Du gläubig Jörg?

War zu faul nachzusehen. :) OK, KT907 wäre damit in der Tat eine Option.

> Des Weiteren sollten die Ossis die Tesla KU601 und KU611 nicht vergessen

Naja, Transitfrequenz ist nicht alles.  Für 80-m-Sender wurden die
Dinger tatsächlich benutzt, aber das ist 'ne Größenordnung kleiner.

Holm T. schrieb:
> Jörg Du hast ein SEG15?

Nö, hatte nur mal eins geliehen gehabt, ist aber lange her.  Das heißt
aber, dass sie mit 4 x KT907 ihre 15 W gemacht haben, vermutlich mit
ausreichend Sicherheitsreserve.

von Schreiber (Gast)


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Jörg W. schrieb:
>> Nicht umsonst sind Röhrenendstufen heute noch häufig in Gebrauch, die
>> sind einfach gutmütiger.
>
> Tendenz ist aber auch da deutlich abnehmend.  Hantieren mit einigen
> Kilovolt Anodenspannung verlagert die Probleme nur auf einen anderen
> Bereich.

Korrekt. Mit Mosfets kommt man für weniger Geld zu mehr Sendeleistung.
Ein erprobter Bausatz oder ein Fertiggerät hilft Probleme zu vermeiden.

Davon abgesehen werden Röhren und Röhrenzubehör (Trafos, Fassungen, ...) 
auch immer teurer und die Surplusbestände kleiner. Dazu kommt noch der 
relativ komplizierte Aufbau, da ist nichts mehr mit Platine bestücken, 
Kühlkörper dran und fertig. Zudem müssen Röhrenverstärker abgestimmt 
werden, das erfordert spannungsfeste Drehkos (teuer), viele 
Spulen(lästig) und spannungsfeste Schalter (teuer)
Bei Verstärkern auf Halbleiterbasis nimmt man ein paar Tiefpässe, die 
mit Relais geschaltet werden. Ist einfacher und budgetschonender. Dazu 
eine schnelle Abschaltung bei Fehlanpassung oder Zirkulator+Dummyload.

von B e r n d W. (smiley46)


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Da muss ich eine Lanze für Röhren brechen.

> Davon abgesehen werden Röhren und Röhrenzubehör auch immer teurer

Für 5-10 Euro bekommt man immer noch Röhren, die locker 5 Watt machen. 
Man darf nur keine verwenden, die bei den Audiophiles beliebt ist.

> Bei Verstärkern auf Halbleiterbasis nimmt man ein paar Tiefpässe, die
> mit Relais geschaltet werden. Ist einfacher und budgetschonender

Beim Röhrenverstärker reicht eine Luftspule mit ein paar Anzapfungen und 
einem Schalter. Eine Luftspule sättigt nicht.
Die Halbleitervariante mit Relais endet regelmäßig in einem 
Ringkerngrab.

> das erfordert spannungsfeste Drehkos

Für 5 Watt reicht ein normaler Drehko, es funktionieren sogar die kleine 
Polyesterdrehkos aus den Taschenradios.

IMO lassen sich Röhren leichter ansteuern, manchmal reichen schon 
10-15Vss am Gitter. Nachteile sind die hohen Betriebsspannungen und das 
Geraffel für den Mobileinsatz.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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B e r n d W. schrieb:
> Nachteile sind die hohen Betriebsspannungen und das Geraffel für den
> Mobileinsatz.

Gerade bei letzterem auch der bescheidene Wirkungsgrad wegen der
Heizleistung.

von Holm T. (Gast)


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Ok, für Mobile wird ne RöhrenPA nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sein, 
aber
andererseits ist es gerade bei Mobile hübsch wenn nur die Anode rote 
Backen bekommt und nicht der Transistor durchlegiert wenn die Antenne 
ein Scheißding ist..

Gruß,

Holm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Naja, Holm, auch die transistorisierten Transceiver bekommen das nun
seit mehreren Jahrzehnten problemlos gebacken. Die messen einfach das
SWV am Ausgang und drehen die Ansteuerung zurück, wenn es zu schlecht
wird.

Bei der hier gewünschten 5-W-PA geht's auch noch ohne sowas, sofern
der Transistor halt ausreichend Reserve hat, um die reflektierte
Leistung ggf. verheizen zu können.  Ich habe mir bislang bei meinen
Spielereien jedenfalls noch keinen dieser Transis nur durch
Fehlanpassung geschossen.

von Holm T. (Gast)


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Ja, ich weiß :-)

Rate mal woher ich den 2SC2078 so gut kenne ...vom Wechseln :-) wegen
fehlangepaßter/defekter CB Antennen..


Theoretisch hast Du Recht, praktisch ist das zu mindest im 
Consumersegment wohl zu teuer.

Gruß,

Holm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kann natürlich sein, dass man bei den CB-Möhren da gespart hatte.

von Holm T. (Gast)


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Freilich. Einerseits waren das Doppelsuper mit gar nicht so schlechten 
Werten, andererseits waren die Mikros billichst und die Endstufen auch..

Anhang: Inhalt irgend so einer Schraubenschachtel, im Lager liegt noch 
ein Karton mit KT907A..


BTW: Bernd hast Du mal was mit der Sheet Beam Tube gemacht?

Gruß,

Holm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Vielleicht machst du ja doch nochmal eine Klasse A, dann kannst du
damit auch selbst was aufbauen. :)

von Holm T. (Gast)


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Hmm. hast Recht, einen Vortreiber evtl...

grin


Gruß,

Holm

Addendum: Amateurfunk macht hier ohne Gittermasten nicht viel Laune,
Die Steuerung der Elektrokessel der angrenzenden Alugießerei versauen
Alles was der EKD500 aus dem Draht fischt, von LW bis 30Mhz.
Den Rest machen einige PV Anlagen in der Umgebung platt und was die 
nicht schaffen ökologische Latichten, PFC und PLC.

Was solls also?
Zumindest könnte ich bewerkstelligen das mich mein Gegenüber hört, die 
GU81 (RS384, SRS502) ist nicht die Einzige ihrer Art hier. Ich habe 
notfalls auch noch ne SRS302 oder 2 Kartons GU50.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen, hallo Holm.

Ich beneide dich um deine Schatullen :-)
So ähnlich sieht es bei mir auch aus.
Wenn ich etwas suche, finde ich das mit Sicherheit nicht sondern
eher das, was ich vor einigen Wochen gesucht habe.
Dabei stolpere ich über soviel Dinge,... 'ach das hast du auch noch..'
Zum Wegwerfen zu schade, zum Gebrauch ist es leider nicht gekommen;
und so dümpelt es (u.U. seit mehreren Jahrzehnten) vor sich hin.
Unsere Restlebenszeit wird nicht reichen, den Haufen deutlich!
kleiner zu machen.
Ich erfreue mich seit vielen Jahren an meinen vollgefüllten
Schatullen.
Ein guter Funkamateur hat 2 Dinge auf dem Tisch und 10 in Kopf.
Für diese 10 werden dann schon mal die Teile gehortet. Wenn dann
von diesen 10 2 verwirklicht werden, hat es prima geklappt. Der
Rest der übrigen 8 füllt Kisten und Kästen.
'Tel Aviv', so ist das Leben.
Das war jetzt etwas 'Offtopic', aber ich denke, das wird einigen
genau so gehen

73
Wilhelm

: Bearbeitet durch User
von Jens G. (jensig)


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Wilhelm Schürings (wilhelmdk4tj) schrieb:

>Das war jetzt etwas 'Offtopic', aber ich denke, das wird einigen
>genau so gehen

Jo - hier genau so ...

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo zusammen,

wenn ich so lese, was Ihr offensichtlich seit Jahren für schönes 
Material angehäuft habt, werde ich richtig neidisch. Die von Holm 
gezeigte Schraubenkiste gefällt mir besonders :-)

Ich habe das Thema die letzten 35 Jahre aus den Augen verloren und die 
günstige Zeit für das Sammeln verpasst. Jetzt, wo ich mich wieder dafür 
interessiere, kann man bei den Angeboten am Markt nicht sicher sein, ob 
es sich um einen Transistor oder eine vergoldete Schraube mit 
Keramik-Kappe für über 20 EUR handelt. Wenn man dann mit schlechtem 
Material arbeitet, zweifelt man bei ausbleibendem Erfolg immer am sich 
selbst. Da macht das Ganze nicht sonderlich viel Spaß.

Ja, ich könnte nur aktuelles Material beim Distributor kaufen. Wie oben 
bereits gesagt, geht es mir aber nicht um die fertige Gerätschaft, 
sondern um den Weg dahin. Da macht es schon Spaß aus dem "Schrott" den 
andere entsorgen, funktionsfähige Gerätschafen zu bauen. Früher musste 
ich das mangels finanzieller Möglichkeiten so machen. Heute ist es 
Herausforderung - so wie eben mit geringer Leistung (qrp) gehört zu 
werden.

Wenn der Verstärker fertig ist, kommt einfach das nächst der 10 Vorhaben 
dran - ganz so, wie Wilhelm Schüring das oben geschrieben hat.

Zumindest habe ich mir das mit den Röhren bisher nicht angetan. Sonst 
müsste ich dafür jetzt auch noch eine Ecke frei räumen ;-)

Das Leben ist einfach zu kurz - zum Arbeiten habe ich eigentlich keine 
Zeit. Aber irgenwo muss das Geld zum Spielen ja herkommen.

Um die Kurve zum Ausgamgsthema zu bekommen: Zurzeit versuche ich 
sicherzustellen, ob das was ich zu messen geglaubt habe auch plausibel 
ist. Leider fehlt mir dazu noch die geeignete Messtechnik.

Gruß

Siegfried

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Ich denke mal das wird uns Allen so gehen, egal ob Funkamateur oder 
nicht.
Ich mache noch mit alten Rechnern rum..was glaubt Ihr was sich da so an 
Material stapelt.

Siegfried brauchst Du nun ein paar Transistoren oder ist Dein Bedarf 
gedeckt?
Jörg hilft Dir ggf. das Datenblatt zu übersetzen, der hat das noch 
deutlich besser drauf als ich.

https://alltransistors.com/ru/transistor.php?transistor=39515

http://www.eandc.ru/catalog/detail.php?ID=10684
http://rudatasheet.ru/transistors/kt907/

KT904, KT914 (PNP) als Treiber hätte ich auch noch, oder auch KT606.

https://alltransistors.com/ru/transistor.php?transistor=39513
https://alltransistors.com/ru/transistor.php?transistor=39563
https://alltransistors.com/ru/transistor.php?transistor=38917

Gruß,

Holm

von Siegfried W. (swausd)


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Holm T. schrieb:
>
> Siegfried brauchst Du nun ein paar Transistoren oder ist Dein Bedarf
> gedeckt?

Hallo Holm,

wenn Du mir ein Angebot machen kannst, dass ich nicht ablehnen kann, 
würde ich mich gerne etwas aus der Deckung wagen.

Ohne Eure Einschätzung, welche Transistoren benötigt werden - Vorstufe 
und Endstufe - macht es zurzeit aber keinen Sinn. Ich stecke noch nicht 
so tief im Thema. Auch habe ich gelesen, dass die russischen 
Transistoren sich schnell überlastet zeigen und man schon genau wissen 
muss, was man tut. Das ist bei mir halt noch nicht sicher gestellt.

Mit Eurer Unterstützung würde ich das Thema gerne als 11. Projekt in die 
oben skizzierte Warteliste aufnehmen. Zur Not kann das dann ja mein 
Junior übernehmen/erben ;-)

Gruß

Siegfried

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen,

jetzt scheint es aber auszuarten. ;-)
Bin ja froh, dass ich unter all den Spinnern nicht alleine bin!

Allgemeine Frage in die Runde:
Wer braucht.., wer hat.. wer kann.. ?
Jeder von uns in dieser Runde wird bei der entsprechenden Frage
'Ja, ich' rufen.
Das! ist auch Amateurleben. Ich habe das immer als das 'Problem der
multiblen Bastelkisten' bezeichnet. Nach rechts und nach links wird
getauscht und gehudelt, und solange niemand das Gefühl hat,
übervorteilt zu werden, ist die Welt doch in Ordnung.


73
Wilhelm

von Siegfried W. (swausd)


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Spinner? Wo sind hier Spinner unterwegs? Höchstens Bastler, Jäger und 
Sammler.

Andererseit, etwas spinnen tu ich vielleicht doch ... meine Frau sagt 
immer, ich soll machen was notwendig ist. Ich soll nur sicherstellen, 
dass mein Elektroschrott entsorgt ist, bevor ich den Löffel abgebe.

In diesem Sinne

Siegfried

von Holm T. (Gast)


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Kein Grund ein Geheimnis draus zu machen, ich würde Dir 3 KT904, 3 
KT907A, 3 KT914 und einen 2 KT606 in einen Briefumschlag stecken..10 
Euro?

Das mit dem Überlastet halte ich für Unfug weil:
Die militärischen Versionen der Transistoren heißen nicht KT907 sondern 
2T907
(Beispiel) und sind höher spezifiziert. Wenn Du Dich also ans Datenblatt 
mit der Belastung hältst, hast Du zur "eigentlichen" Spezifikation noch 
Luft.

Diese Transistoren (Standardversion) waren in kommerziellen und 
militärischen DDR Funkgeräten im Einsatz..
Du solltest natürlich beachten das diese Schrauben für 400Mhz ausgelegt 
sind, jedes Stückchen Draht ist da ne Spule und man möchte nicht das der 
Laden schwingt.

Tippe mal auf der Webseite translit.ru KT907 ein, der Text der da 
erscheint ist kyrillisch, nimm den in die Maus und suche bei Google.ru 
danach, Bildersuche empfohlen. Die kippen Dich mit Schaltungen zu...

Gruß,

Holm

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo Holm,

vielen Dank für Dein großzügiges Angebot. Das nehme ich gerne an. Ich 
schicke Dir meine Adresse per pm - ich hoffe ich bekomme das hin.

Gruß

Siegfried

von Possetitjel (Gast)


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Holm T. schrieb:

> das Datenblatt zu übersetzen,

Danke, Holm. DANKE!

Du hast mir eine echte Freude gemacht. Endlich weiss ich,
wozu ich beim Studium die Sprachkundigenprüfung Russisch
machen musste... :)

Nette Lektüre.

von Holm T. (Gast)


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@Possetitjel:

Da könntest du doch gleich mal die Gelegenheit nutzen und die Dbs 
übersetzen..ist ja nur ne Possibilität :-)
(Ich komme auch so klar, bei mir geht russich zwar mittlerweile sehr 
holprig, aber Datenblätter kann ich noch lesen ..)

@Siegfried: Ok.

Gruß,

Holm

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo zusammen,

um das Bild etwas abzurunden, hier meine Ergebnisse zu den gerade bei 
mir eingetroffenen "original Eleflow 2SC2078". Die liegen vom Preis im 
oberen Drittel und zeigen die bisher "besten" Ergebnisse: 4,4W out bei 
5,5W in. Als einziger Transistor neigt dieser zum Schwingen - das werte 
ich mal als positives Zeichen.

Gruß

Siegfried

von Holm T. (Gast)


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..da wirst Du wohl mal "echte" erwischt haben, Deine Ergebnisse decken 
sich mit dem was üblicherweise aus CB Funken bei 28Mhz so raus kam..
Ich schicke morgen die Transistoren los.

Versuche mal bitte auf den anderen Typen mit einem in Acton getränkten 
Lappen auf der Bezeichnung herumzuwischen, bei diversen Ics habe ich da 
schon Kulleraugen bekommen und nehme neuerdings auch einen Meßschieber 
um die Gehäusedicke festzustellen..

Gruß,

Holm

von B e r n d W. (smiley46)


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Hallo Holm

> Bernd hast Du mal was mit der Sheet Beam Tube gemacht?

Nein, noch nicht. Wie siehts bei dir aus mit den NE612?

Ich versuche mich gerade an sowas ähnlichem:
http://www.geocities.ws/gvernucci/105.gif

Die Signale aus einem VFO und einem Quarzoszillator werden hochgemischt. 
Nach der 2. Röhre hätte ich gerne ein gefiltertes Signal mit ausreichen 
Amplitude, um eine 5-10 Watt PA zu treiben. Momentan verwende ich eine 
ECC81 für die beiden Oszillatoren und eine EF184 für den 
Mischer/Treiber. Mir ist das Ausgangssignal momentan noch etwas zu klein 
und nicht sauber genug gefiltert. Da könnte ein single balanced Mixer 
möglicherweise weiterhelfen.

Achso, "HF Transistoren testen..." ich bin Offtopic!

von Holm T. (Gast)


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Naja, die NE612 habe ich haben wollen um davon welche in der Schachtel 
zu haben  :-) die sind ja in Amateurschaltungen alles Andere als selten.

Ich habe mal so eine Empfängerplatine mit 3 KVG Quarzfiltern aus Israel 
gekauft, ich scheitere schon daran diese mal in Betrieb zu nehmen, 
obwohl ein Kumpel im Krankenhaus aus Langer Weile die Schaltung reverse 
engeneered hatte..

Ich hoffe auf lange Winterabende...


> Achso, "HF Transistoren testen..." ich bin Offtopic!

Nuja, Siegfried wird nichts Neues posten bis er meine Schrauben hat,
wir sind also hier nur Pausenclowns .. :-)

Gruß,

Holm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:
> Nuja, Siegfried wird nichts Neues posten bis er meine Schrauben hat

Hoffentlich killt er sie nicht gleich, dafür wären sie zu schade. ;-)

Die KT904 gab's dazumals mal so billig, dass ich sie als Feld-, Wald-
und Wiesen-Leistungstransistoren benutzt habe. :-o  Dabei ist dann
wohl auch dieser und jener mal gestorben.  Schade drum.

von Holm T. (Gast)


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Hmm..wilde Schwingungen unter voller Ub sollten nicht auftreten...
Wichtig ist evtl. noch das bei den russischen Transistoren im Gegensatz
zu 2N3623 oder 2N3775 das Gehäuse mit irgend einem Pin verbunden und 
damit nicht potentialfrei ist..

Ich habe übrigens russische NF-Verstärker Schaltungen mit KT904 und 
KT914 im Gegentakt gefunden, das ist also nicht unbedingt Deine 
Erfindung Jörg..

Gruß,
Holm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:
> das Gehäuse mit irgend einem Pin verbunden

War mir so nicht mehr bewusst. Wenn, dann dürfte es aber der Emitter
sein, also eigentlich kein Beinbruch. Emitterwiderstand geht dann
jedoch nicht, wenn man den Kühlkörper auf GND haben möchte.

von Holm T. (Gast)


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Ich meine den 2N3632 nicht den 3623 ..

Das Isoliermaterial (Glimmer) für diverse Dioden mit Einschaubgehäuse 
sollte passen, Sowas hab ich auch noch..

Gruß,
Holm

von Elektrofan (Gast)


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Siegfried W. schrieb:
> ...
> Andererseit, etwas spinnen tu ich vielleicht doch ... meine Frau
> sagt immer, ich soll machen was notwendig ist. Ich soll nur
> sicherstellen, dass mein Elektroschrott entsorgt ist, bevor ich
> den Löffel abgebe.
> In diesem Sinne

> Siegfried

YMMD

von Bernhard S. (gmb)


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Jörg W. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> das Gehäuse mit irgend einem Pin verbunden
>
> War mir so nicht mehr bewusst. Wenn, dann dürfte es aber der Emitter
> sein, also eigentlich kein Beinbruch. Emitterwiderstand geht dann
> jedoch nicht, wenn man den Kühlkörper auf GND haben möchte.

Bei allen Transistoren die ich kenne ist es aber der Kollektor bzw. das 
Drain, welches auf Gehäusepotential liegt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernhard S. schrieb:
> Bei allen Transistoren die ich kenne ist es aber der Kollektor bzw. das
> Drain, welches auf Gehäusepotential liegt.

Dann kennst du ganz offensichtlich zu wenige. :-)

Das hätte bei Transistoren für diesen Frequenzbereich keinerlei
Sinn.

von Bernhard S. (gmb)


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Jörg W. schrieb:
> Dann kennst du ganz offensichtlich zu wenige. :-)
>
> Das hätte bei Transistoren für diesen Frequenzbereich keinerlei
> Sinn.

OK bei fast allen wenn ich genauer drüber nachdenke, aber zumindest die 
"normalen" aus der Bastelkiste haben alle den Kollektor am Gehäuse. Bei 
speziellen RF Transistoren ist das dann anders.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernhard S. schrieb:
> Bei speziellen RF Transistoren ist das dann anders.

So ist es. Da wird intern durchaus Aufwand getrieben, damit man das
dort „anders“ machen kann, bis hin halt zum berühmt-berüchtigten
BeO als Isolationsmaterial.

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo zusammen,

habe gerade die "Goldstücke" von Holm ausgepackt. Die sehen im Original 
ja noch beeindruckender aus, als auf diversen Fotos - richtige kleine 
Schmuckstücke sind das.

Jörg W. schrieb:
> Hoffentlich killt er sie nicht gleich, dafür wären sie zu schade. ;-)

Da werde ich wohl sorgfältig(er) vorgehen müssen. Nachdem ich gestern - 
vermutlich durch wilde Schwingungen - meinen ersten ansonsten brauchbar 
erscheinenden HF-Transistor aus der Eleflow Serie geschlachtet habe, 
verstehe ich, was ihr meint. Nunja, im Gegensatz zu den chinesichen 
Plastik Imitaten, wären die "Goldstücke" zumindest noch als Steam-Punk 
Anhänger zu gebrauchen. Aber Schade wäre ein solcher Abgang schon. Mit 
Erkenntnisgewinn sind zuweilen auch Verluste verbunden, die man dann mit 
Fassung tragen muss.

Nun möchte ich mich hier an dieser Stelle nochmals bei Holm bedanken! 
Ich bin regelrecht beschämt durch die Bereitschaft hier über dieses 
Forum nicht nur Wissen und Erfahrungen, sondern auch Material weiter zu 
geben. Das ist wirklich beeindruckend.

Für die weitere Verwendung muss ich zunächst etwas in mich gehen und die 
Datenlage sortieren. Schaltungsanregungen gibt es ja, wie oben bereits 
aufgeführt, einige. Mal sehen, ob ich die "neuen" Transistoren in meiner 
Testschaltung zum Einsatz bringen kann. Die Leitungslängen muss ich 
jedoch zuvor nochmal optimieren.

Gruß

Siegfried

: Bearbeitet durch User
von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen,

> ..sondern auch Material weiter zu geben. Das ist wirklich
> beeindruckend.
Nö, ist es nicht! Ich denke, Holm sieht das genau so.
Für Leute ohne spinnerte Ideen ist es kein Problem,
von aussen nicht nur theoretische sondern auch praktische
(materielle) Hilfe zu bekommen. Natürlich alles im Rahmen.
Wie ich oben schon schrieb..
'Das Problem (System) der multiblen Bastelkisten.'
Der eine hat, der 2. kann und der 3. weiss.
Nimm es mit Freude zur Kenntnis.

73
Wilhelm

von Holm T. (Gast)


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...mach er. Erstens ist mir auch schon nett geholfen worden und zweitens 
hat das letzte Hemd keine Taschen.

Gruß,

Holm

BTW: Morgen ist in Dresden Amateurfunkflohmarkt (Areb), sicher werde ich 
wieder Zeug kaufen das ich nicht brauche..

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo Holm

> BTW: Morgen ist in Dresden Amateurfunkflohmarkt (Areb), sicher werde ich
> wieder Zeug kaufen das ich nicht brauche..

Ja , so muss das sein; es füllen sich Kisten und Kästen, damit man
auch im 'Sytem der multiblen Bastelkisten' nur ja genügend
Tauschware hat.. ;-)
Happy shopping..., beizeiten findet man ja auch mal ein Rosinchen.

73
Wilhelm

von Kai Lorenz (Gast)


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von Jens G. (jensig)


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Kai Lorenz (Gast) schrieb:

>HF-Transistors & Fets:

>http://kitsandparts.com/transistors.php

Dort steht nichts von HF.
Auserdem sauteuer.

von apollo2mond (Gast)


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hi,
euer Thread gefällt mir, weil ich alles nachfüllen kann im Sinne von 
Elektroschrotthalde wächst, als Mann kauft man immer wieder weitere 
tolle Bauteile, die aber nie zum Einsatz kommen, weil es auch schon 
wieder was besseres/interessantes gibt und irgenwie bleiben wir immer am 
Ball oder sammeln/jagen weiter nach Briefmarken -äh Bauteilen für den 
Fall aller Fälle ... besonders hat mir gefallen, dass man sich immer 
wieder neu freuen kann über die Wiederentdeckungen von Teilen, die man 
schon vergessen hatte. Euch zu zuhören gibt mir hier ein heimisches 
Gefüll. Danke!

von Holm T. (Gast)


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Jens G. schrieb:
> Kai Lorenz (Gast) schrieb:
>
>>HF-Transistors & Fets:
>
>>http://kitsandparts.com/transistors.php
>
> Dort steht nichts von HF.
> Auserdem sauteuer.

Ist nicht sauteuer, das sind mehrere Stück, allerdings sitzt der wohl in 
den USA..da wird der Versand sauteuer...

Sauteuer ist Reichelt, da kann man manchmal Zeug kaufen und gleich 
wegschmeißen..siehe oben.

Auch wenn da nichts von HF (RF!!) steht helfen Einem doch die 
Datenblätter weiter...

Gruß,

Holm

von Old P. (Gast)


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Holm T. schrieb:
>
> BTW: Morgen ist in Dresden Amateurfunkflohmarkt (Areb), sicher werde ich
> wieder Zeug kaufen das ich nicht brauche..

Oha.... Hätte ich beinahe verpennt!
Vielleicht sehen wir uns ja...

Gruß
Old-Papa

von Jens G. (jensig)


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Holm Tiffe (holm) schrieb:

>Ist nicht sauteuer, das sind mehrere Stück, allerdings sitzt der wohl in
>den USA..da wird der Versand sauteuer...

Stimmt, sind mehrere - ist mir gar nict aufgefallen.
Trotzdem ist das keine spezielle HF-Liste, sondern bunt gemischt.

von Holm T. (Gast)


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Old P. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>>
>> BTW: Morgen ist in Dresden Amateurfunkflohmarkt (Areb), sicher werde ich
>> wieder Zeug kaufen das ich nicht brauche..
>
> Oha.... Hätte ich beinahe verpennt!
> Vielleicht sehen wir uns ja...
>
> Gruß
> Old-Papa

Aha, noch Einer nach dem ich Ausschau halten muß :-)
Wir trinken einen Kaffee zusammen, ok?
Findest Du meine Mailadresse? Dann schicke mal Deine Mobilnummer,
meine steht unter jeder Mail von mir..

Gruß,

holm

von Kai Lorenz (Gast)


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Jens G. schrieb:
> Trotzdem ist das keine spezielle HF-Liste, sondern bunt gemischt.

Stimmt, aber es sind ein paar typische KW-HFlinge dabei, besonders für 
QRP.

Der PN2222A ist z.B. super als Treiber-Transistor für Kleinendstufen.

Der J310 ist gut für Rx-Schaltungen geeignet.

Die anderen wie IRF510 wurden ja teilweise schon genannt.

von Old P. (Gast)


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Holm T. schrieb:

> Aha, noch Einer nach dem ich Ausschau halten muß :-)
> Wir trinken einen Kaffee zusammen, ok?
> Findest Du meine Mailadresse? Dann schicke mal Deine Mobilnummer,
> meine steht unter jeder Mail von mir..

Hast gerade eine SMS bekommen ;-)
(wenn ich ne aktuelle Nummer habe...)

Old-Papa

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Siegfried W. schrieb:
> Nachdem ich gestern - vermutlich durch wilde Schwingungen - meinen
> ersten ansonsten brauchbar erscheinenden HF-Transistor aus der Eleflow
> Serie geschlachtet habe, verstehe ich, was ihr meint.

Es ist halt immer noch leichter, einen Transistor zum Schwingen zu
bekommen als ihn davon abzuhalten.

Ein gutes Labornetzteil mit Strombegrenzung hilft für einen Test mit
kleiner Last, dass die Schaltung sich nicht gleich durch irgendeine
wilde Schwingung in magischen Rauch auflöst.  Bei voller Last hilft
das natürlich nicht.

Eine vorsichtshalber angebrachte Ferritperle in der Basisleitung kann
auch manchmal Wunder bewirken.

von Siegfried W. (swausd)


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Jörg W. schrieb:
>
> Ein gutes Labornetzteil mit Strombegrenzung hilft für einen Test mit
> kleiner Last, dass die Schaltung sich nicht gleich durch irgendeine
> wilde Schwingung in magischen Rauch auflöst.  Bei voller Last hilft
> das natürlich nicht.
>
> Eine vorsichtshalber angebrachte Ferritperle in der Basisleitung kann
> auch manchmal Wunder bewirken.

Dummerweise habe ich beides da (Netzgerät mit Strombegrenzun und 
Ferritperle). Man muss es aber eben auch zielgerichtet verwenden.

In der hier diskutierten Sache bin ich leider noch nicht weiter 
gekommen. Gestern musste ich mich bei dem schönen Wetter mit längeren 
Wellen und größeren Leistungen befassen. War den ganzen Tag mit der 
Kreissäge im Einsatz...

Gruß

Siegfried

von Siegfried W. (swausd)


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Hallo zusammen,

habe heute mal die russischen HF Transistoren von Holm Riffe in meine 
Testschaltung eingebracht. Das Ergebnis ist vielversprechend. Ich habe 
sie jeweils nur sehr kurz belastet - diesmal auch mit aktivierter 
Strombegrenzung. Schwingen konnte ich nicht beobachten.

Je nach Verstärkungsfaktor (je nach Exemplar streuen die zwischen ca. 
25-50) liegt das Ergebnis bei den Transistoren zwischen 2,5 - 6W. Die 
pnp Varianten kann ich in meiner Schaltung zurzeit nicht vermessen.

Also kann ich zunächst festhalten, dass diese Erzeugnisse - insbesondere 
die Leistungstransistoren - nicht nur besser aussehen, sondern auch 
bessere Ergebnisse als die chinesischen Plagiaten liefern. Die 
Schraubverbindung suggeriert auch besser Kühlmöglichkeiten.

Bevor ich nun einen "richtigen" Verstärker für den praktischen Einsatz 
aufbaue, muss ich meine Messtechnik noch etwas ausbauen. Der Abgleich 
der  selbstgestrickten Tiefpassfilter mittels RTLSDR Scanner-Software 
und Rauschquelle ist noch unbefriedigend. Und ich will meine Umwelt 
nicht unnötig mit ungewollter HF verseuchen.

Nochmals vielen Dank an alle, für Eure Beiträge zum Thema.

Gruß

Siegfried

von Holm T. (Gast)


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Freut mich Siegfried das Du brauchbare Ergebnisse erzielst, besser als 
wenn die Dinger bei mir in der Schachtel liegen. :-)

Kann es sein das Du nicht ausreichend Steuerleistung für die niedriger 
verstärkenden Transistoren bereit stellst? Die 5-6W sollten sich 
eigentlich
mit Jedem (bis auf die KT606) erzeugen lassen.

Gruß,

Holm

Ps: Mein Nachname ist "Tiffe".

von Siegfried W. (swausd)


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Holm T. schrieb:

> Kann es sein das Du nicht ausreichend Steuerleistung für die niedriger
> verstärkenden Transistoren bereit stellst? Die 5-6W sollten sich
> eigentlich
> mit Jedem (bis auf die KT606) erzeugen lassen.

Ja, die Leistung ist entsprechend der Sanyo-Vorgaben im Datenblatt auf 
200mW eingeschränkt. Mit mehr habe ich es noch nicht ausprobiert. Ich 
habe auch nicht jeden Transistor probiert. Lediglich vom KT907 habe ich 
zwei Exemplare ausprobiert, nachdem das erste im Transistortester "nur" 
eine Verstärkung von 25 gezeigt hatte. Um diese Bauform in meine 
Schaltung einzubringen, musste ich zunächst kurze Anschlussdrähte 
anlöten. Ich war zu bequem das bei allen zu machen.

Ich habe mit meinen Test zunächst versucht bei gleichen 
Ausgangsbedingungen vergleichbare Ergebnisse zu erzeugen. Interessant 
ist hier zu sehen, dass "echte" HF Transistoren mit geringer Verstärkung 
bei hohen Frequenzen punkten, wo die "falschen" trotz nominal hoher 
Verstärkung schon lange schlapp machen. Weiter oben hatten einige 
Beitragende dazu ja die Hintergründe erläutert, die mir bis dahin nicht 
so präsent waren.

Außerdem muss ich mir die Daten der Transistoren noch etwas genauer 
ansehen. Die Datenblätter sind ja halbwegs nachvollziehbar.

> Ps: Mein Nachname ist "Tiffe".

Sorry, Holm, das war ein Tipfehler.

Gruß

Siegfried

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