Hallo liebe Gemeinde
Ich weis nicht, ob das hier das richtige Forum ist, aber ich versuche
mal mein Glück hier. Ich habe mich ein bisschen mit alter
Computertechnik beschäftigt und bin dabei natürlich auch auf die
Vorinternetzeit gestoßen. Das CCC Modem wäre da ein Beispiel. Ich
überlege mir ebenfalls so ein Teil zu bauen bzw. direkt zwei, da ich
dann zwei Rechner miteinander kommunizieren lassen kann. Mir fehlen
jedoch Unterlagen... Ein Schaltplan wäre von großem Vorteil, sowie ne
Bauteilliste. Das Layout findet man im Netz, aber nicht die erwähnten
Daten. Kann mir da jemand helfen? Würde mich sehr freuen :). Schönen
Restfeiertag noch
Simon
Lass das mal. An aktuellen Telefonanschlüssen funktionieren Modems nur
noch eher schlecht als Recht. Die Zeiten von klassischen Modems sind
vorbei.
Beschäftige Dich lieber mit Ethernet, WLAN und GSM Modulen.
Viel Spass beim besorgen des AM7910. Abgesehen davon wirst Du kein
passendes Telefon mehr finden.
Im grossen und ganzen kein einfaches Unterfangen.
Grüsse,
René
PS: Fidonet gibts nicht mehr :-)
Man könnte die Modems doch direkt miteinander verbinden, wenn es über
die Telefonleitung nicht mehr funktioniert... Obwohl ich da bis auf den
passenden Hörer kein Problem sehe. Ist ja ein Akkustikkoppler, der
natürlich evt. direkt mit der Leitung verbunden werden kann. Hatte ich
aber nich vor... :)
Gruß Simon
Man echt ne gute Idee, danke für den Tip:D Hier sind nur leider keine
hohen Berge :( Ne es geht mir darum ein bisschen mit der alten Technik
zu "spielen". Würde ich hohe Datenraten erreichen wollen, oder eine
dauerhafte Lösung wollen, würde ich mir kein Akkustikkoppler basteln.
Mich interessiert die Datenübermittlung über FSK und das ist ja ne gute
Möglichkeit damit was zu machen.
Gruß Simon
Simon B. schrieb:> Ich> überlege mir ebenfalls so ein Teil zu bauen bzw. direkt zwei, da ich> dann zwei Rechner miteinander kommunizieren lassen kann.
Bau dir nen Nullmodemkabel, brauchts wahrscheinlich usb-seriell adapter
(kaufen) der rest ist simpel.
> Beschäftige Dich lieber mit Ethernet, WLAN und GSM Modulen.
Jajaja, heute schiesst man mit Todesstrahler auf Spatzen , ...
Beitrag "USB RS232 Adapter"Beitrag "Suche: Software/Treiber als Ersatz für Nullmodem-Kabel"
Simon B. schrieb:> Ne es geht mir darum ein bisschen mit der alten Technik> zu "spielen"
Dann mach das doch einfach :-)
Ist im Grunde eine serielle Kommunikation - über einen Ton-Kanal
moduliert.
Wenn der nicht (mehr) zur Verfügung steht -> Nullmodemkabel (->
Rotwang).
Stefan U. schrieb:> An aktuellen Telefonanschlüssen funktionieren Modems nur> noch eher schlecht als Recht.
Stimmt, aber das Datenklo macht sowieso nur 300/1200 bps und das geht
relativ zuverlässig. Höhere Geschwindigkeiten sind schwierig.
René H. schrieb:> PS: Fidonet gibts nicht mehr :-)
Fidonet lebt. Nicht unbedingt viel, aber es ist definitiv noch nicht
tot.
Simon B. schrieb:> Man könnte die Modems doch direkt miteinander verbinden, wenn es über> die Telefonleitung nicht mehr funktioniert...
Das geht nicht, weil normale Telefonmodems ohne Fernspeise-Spannung (um
die 60 V) nicht funktionieren. Die musst du irgendwie injizieren,
Schaltungen gibt's im Netz. Außerdem musst du dem Modem mitteilen, dass
es keinen Verbindungsaufbau gibt (du hast eine Direktverbindung).
Ich gehe mal davon aus, dass du den Akustikkoppler mit einem Modem
verbinden willst. ;-)
S. R. schrieb:> Ich gehe mal davon aus, dass du den Akustikkoppler mit einem Modem> verbinden willst. ;-)
Eine heutzutage besonders interessante Aufgabe. Der Bauform heutiger
Telefone wegen. Braucht man noch das Oma-Telefon zum Koppler. ;-)
Stefan U. schrieb:> Lass das mal. An aktuellen Telefonanschlüssen funktionieren Modems nur> noch eher schlecht als Recht. Die Zeiten von klassischen Modems sind> vorbei.
Prinzipiell richtig, da die Audio-Kompression den Modems Schwierigkeiten
macht.
Auch wenn es wie ein schlechter Witz klingt:
Die Telefonanbieter erkennen wenn ein Faxgerät (also Modem) auf der
Leitung kommunizieren will, und setzen dann die Kompressionsrate runter
(Bandbreite rauf), damit FAX nach wie vor funktioniert.
Joe F. schrieb:> Auch wenn es wie ein schlechter Witz klingt:> Die Telefonanbieter erkennen wenn ein Faxgerät (also Modem) auf der> Leitung kommunizieren will, und setzen dann die Kompressionsrate runter> (Bandbreite rauf), damit FAX nach wie vor funktioniert.
Das mag für ein FAX reichen, für ein 56k-Modem eher nicht.
Joe F. schrieb:> Die Telefonanbieter erkennen wenn ein Faxgerät (also Modem) auf der> Leitung kommunizieren will, und setzen dann die Kompressionsrate runter> (Bandbreite rauf), damit FAX nach wie vor funktioniert.
Wird seitens der Provider zwischendrin umcodiert? Seitens der
Endanwender bzw deren Telefonanlagen/Fritzen ist meist G.711 (ISDN) am
Werk, wobei das innerhalb eines Providers auch besser sein kann, etwa
bei 1&1.
Bei höherer Komprimierung wärs dann freilich besser, wenn die nicht nur
Modems erkennen, sondern auch Wartemusik. Über G.729 ist die ein echter
Rausschmeisser, da bleibt keiner länger in der Schleife.
Simon B. schrieb:> Das ist doch der kaum zu bekommende AM7910, oder?
Ich hatte schon öfter den Eindruck, dass Kessler in den 80ern ein
grösseres IC-Lager aufgetan hat und seither abverkauft. Hab da auch
schon 74HC(T) von damals erhalten.
A. K. schrieb:> G.711 (ISDN) am> Werk, wobei das innerhalb eines Providers auch besser sein kann, etwa> bei 1&1.
Bei VoIP nutzen sie meines Wissens überwiegend G.729 und G.729A, der mit
ca. 10 kbit/s arbeitet und auf Sprache optimiert ist. Und da sieht man
das Dilemma für ein Modem.
G.711 war mit 56-64 kbit/s und PCM im Vergleich ein Traum.
Mich haben sie nur unter mehrfacher Androhung von Abschaltung zum
Umstieg von ISDN auf VoIP zwingen können. ;-)
Joe F. schrieb:> Bei VoIP nutzen sie meines Wissens überwiegend G.729 und G.729A, der mit> ca. 10 kbit/s arbeitet und auf Sprache optimiert ist. Und da sieht man> das Dilemma für ein Modem.
Die Fritzen führen netterweise ein Protokoll über die einzelnen
Gespräche, das man sich per Mail zukommen lassen kann. Und da steht bei
mir seit Kabelnetz immer G.711 drin, früher bei 1&1 auch deren bessere
HD-Telefonie, wenn am anderen Ende auch 1&1 war. Was anderes habe ich da
drin bei öffentlicher Telefonie noch nicht gesehen. Könnte natürlich
zwischendrin umcodiert werden, daher die Frage.
G.729 gibts bei uns innerhalb vom Firmennetz über WAN. Wobei da freilich
auf G.711 umgeschaltet wird wenn der Automat rangeht. Wie gesagt, G.729
und Musik kombiniert man nur dann, wenn man den Anrufer möglichst
schnell wieder los werden will. Bei Sprache ist dieser Codec ok, aber
nur da.
Mobiltelefonie ist eine andere Baustelle.
Simon B. schrieb:> Das CCC Modem wäre da ein Beispiel. Ich> überlege mir ebenfalls so ein Teil zu bauen bzw. direkt zwei, da ich> dann zwei Rechner miteinander kommunizieren lassen kann.
Wie weit stehen die Rechner voneinander entfernt ?
Wenn deine Vision funktionieren würde, könntest du nur Textdateien
oder Miniatur-Bildchen übertragen, ansonsten wartest du ewig auf das
Ende der Datenübertragung einer Datei.
Gru0
A. K. schrieb:> Die Fritzen führen netterweise ein Protokoll über die einzelnen> Gespräche, das man sich per Mail zukommen lassen kann. Und da steht bei> mir seit Kabelnetz immer G.711 drin, früher bei 1&1 auch deren bessere> HD-Telefonie, wenn am anderen Ende auch 1&1 war. Was anderes habe ich da> drin bei öffentlicher Telefonie noch nicht gesehen.
Tja, da macht halt jeder was er will.
Die Telekom nutzt wohl HD Voice (G.722):
https://www.telekom.de/hilfe/festnetz-internet-tv/ip-basierter-anschluss/hd-voice?samChecked=true
Das wäre dann "immerhin" noch ISDN Sprachqualität.
Lustig wird es dann, wenn von Provider zu Provider das Format einmal
oder mehrmals umcodiert wird.
Dss hrrt sihhh dnnn ehhht sheisse an.
Das ist mit bewusst... Habe ja auch erwähnt, dass ich das mache, weil es
mich interessiert und nicht weil es so unglaublich schnell ist.:) Und zu
der Fax-Erkennung: Erkennt der Anbieter das Fax, oder die bspw.
Fritz!Box ? Diese stellt dann die Nachbearbeitung ab etc.?
Gruß Simon
Simon B. schrieb:> Und zu> der Fax-Erkennung: Erkennt der Anbieter das Fax, oder die bspw.> Fritz!Box ? Diese stellt dann die Nachbearbeitung ab etc.?
Kommt drauf an...
Schon etwas älter (2009), aber sehr informativ:
https://www.heise.de/ct/artikel/Fax-trotz-VoIP-821491.html
Ich meine, so als Spaßprojekt mal zwei selbstgebaute Akkustikkoppler zu
bauen und mit sehr geringer Baudrate (<100 baud) über eine VoIP Leitung
quatschen zu lassen geht heute bestimmt immer noch.
Könnte mir auch vorstellen, dass diese Sprachcodecs ein wenig für DTMF
Frequenzen optimiert wurden. Vielleicht sollte man für ein
Selbstbaumodem genau diese Frequenzen nutzen.
Mal weitergesponnen: DTMF Generator und Decoder gibts (noch) als ICs.
HT9200A
HT9170, MT8870D, LM567CN
Einfacher kann man das "Modem" glaube ich kaum bauen.
Pro Ton bekommt man 4 bit gleichzeitig über die Leitung.
Angenommen, der Decoder benötigt 20-40ms den Ton zu erkennen, dann wären
das 1/0.04 * 4 = 100 baud.
Wie schon vorher angemerkt wurde, funktionieren auch im
Zeitalter nach Analog und ISDN und mittlerweile IP-basierter
Telefonie noch alle altmodischen Faxgeräte zwischen den
beiden Polarkreisen!!!
Die Unken können sich wieder hinlegen. ;-)
Simple FSK mit 300Bd sollte im heutigen Telefonnetz NULL
Probleme machen. Selbst 48K-Modems dudeln nicht schlechter,
als (wie lange ist das her?) vor DSL.
Das einzige Problem heutzutage - wenn man nicht in's Telefon
eingreifen will: Wie klemmt man das an den Akustikkoppler???
Genial war die Mikrofonfixierung per Briefmarkenbefeuchter-
Schwammhalter!
Die Elektronik ist noch gut mit passend altmodischen Bauteilen
(damals SCHWEINETEUER) nach-machbar:
NE555, oder XR2206 (sinus!!!) für die FSK-Sendung
und
NE567, oder Filter-OpAmps mit Komparator für den Empfang...
War damals richtig aufregend!!!
Was ist da los?
Analoge Modems werden auf Ebay für 314,90€ angeboten. Hatte vor Jahren
mal 1€ ausgegeben und dann gemerkt - selbst 3G Tethering ist schneller.
Wer kauft so etwas noch?
FSK-Modems gibts auch wieder von Maxim und AD, eigentlich als HART-Modem
gedacht, sollte aber auch über die Telefonleitung funktionieren. Ich
wüsste aber nicht, warum man sich damit beschäftigen sollte. Nur weil es
geht? Und was ist eigentlich aus packet radio geworden? Da gabs doch
auch brauchbare Modemchips?
Hallo,
ich habe mein erstes selbstgebautes 300Bit/s Modem AM7910 mit
Akustikkoppler noch im Keller liegen.
In gedenken an die alten Zeiten bei der Uni, ohne ohne globales
Internet.
> Das mag für ein FAX reichen, für ein 56k-Modem eher nicht.
Fidonet mit 56k ist aber auch was für Warmduscher und Schattenparker.
Ich habe noch ein paar USRobotics 14k4, 16k8 und 33k und ZyXel 16k8 und
19k2 im Keller. Und ISA-Karten 2400 Baud.
Der VoIP-Codec ist bei Modemverbindungen nicht das Problem, da
56k-Modems notfalls bis zu 300 bps runter verhandeln (im Gegensatz zu
Fax, soweit ich weiß). Ein schlechter Codec ist im Prinzip nichts
anderes als eine schlechte Telefonleitung.
Die Modemprotokolle sind zwar mehr oder weniger robust gegenüber
Störungen und hohen Latenzen, aber sie kommen nicht gut mit variablen
Latenzen und Aussetzern klar, die durch Kompression und
Internetübertragung entstehen. Das führt zu schlechten Connects und
Verbindungsabbrüchen - oder beim Fax zu schwarzen Blöcken.
Klassische FSK nach Bell-Standard gibt es wieder, in IoT-Anwendungen.
Das iPhone sendet Konfigurationsdaten mit 300bps an den Dash-Button und
wartet, bis der sich per WLAN meldet... ganz verkehrt ist es nicht, sich
damit mal zu befassen.
Ich hab letztes Jahr auch noch SLIP über eine serielle
Debug-Schnittstelle gefahren, weil das Netzwerk von dem Gerät nicht ging
und SSH einfach komfortabler ist als screen und zmodem. Die Technik ist
noch immer da und funktioniert.
René H. schrieb:> Viel Spass beim besorgen des AM7910. Abgesehen davon wirst Du kein> passendes Telefon mehr finden.> Im grossen und ganzen kein einfaches Unterfangen.>> Grüsse,> René>> PS: Fidonet gibts nicht mehr :-)
Warum?
Quest components und Rochester haben ihn lagernd.
Wobei Rochester und Quest schon Indikatoren für das Alter der Bauteile
sind.
Kuckst du hier:
https://www.findchips.com/search/AM7910
Übrigens kann ich die genannten Lieferanten sehr für Leute empfehlen,
die öfter ältere Geräte reparieren müssen.
PS:
Das Modem wäre ein interessantes Projekt für den Einstieg in das Thema
DSP. Ein PIC32 + DAC könnte als Modem herhalten. Man könnte dann alles
in Software lösen. Wäre sicher lehrreich.
Stefan U. schrieb:> Lass das mal. An aktuellen Telefonanschlüssen funktionieren Modems nur> noch eher schlecht als Recht. Die Zeiten von klassischen Modems sind> vorbei.
Dann installiert man sich halt eine kleine Vermittlungsstelle.
Ausgediente Analog-TK-Anlagen bekommt man doch nachgeschmissen. Da ein
paar W611 dran, fertig.
So können zwei Rechner in verschiedenen Räumen des Museums miteinander
kommunizieren.
Die Akustikkoppler waren ein Relikt aus den Zeiten des Postmonopols. Das
Telefon war Eigentum der Post und jeder Anschluß anderer Geräte war
strengstens verboten.
Augenblick mal - Die Post hat erzählt, jeder Anschluß anderer Geräte
wäre
verboten.
Bis einer wegen 50DM Strafe durch alle Instanzen klagte und schliesslich
vor dem Verfassungsgericht Recht bekam. In der BRD galt, keine Strafe
ohne Gesetz. Und es gab kein Gesetz, nach denen die Post Strafen
verhängen konnte.
Noch einer schrieb:> Und es gab kein Gesetz, nach denen die Post Strafen> verhängen konnte.
Der Richter konnte, Paragraph 15 Fernmeldeanlagengesetz. Bis zu 5 Jahre
Haft.