Forum: Platinen KiCAD: Standard-DC-Buchse 5.5mm/2.1mm ?


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von TU Student 1. (student0)


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Hallo,

Ich bin neu bei KiCAD - weiss jemand zufällig, wo ich die 
Standard-DC-Buchse 5.5mm/2.1mm in KiCAD finde?

von Bernd B. (bbrand)


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In KiCad 4.0.7 nennt sich das "Barrel_Jack", sowohl im Schaltplan 
(Bibliothek "conn") als auch im Layout (Bibliothek "Connectors").

: Bearbeitet durch User
von TU Student 1. (student0)


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Hallo,

Danke!  Das Schematic Symbol hatte ich gefunden, nur das Footprint 
nicht.

Die CUI-Buchse scheint dünnere Pins zu haben:
http://www.cui.com/product/components/connectors/dc-power/jacks/2.0-mm-center-pin/pj-102ah

Theoretisch müssten dann die Aliexpress-China-Buchsen auch passen, wenn 
man die Pins zurechtschleift?

Gibt es sonstwo ein Symbol mit länglichen Löchern (für die 
China-Buchsen)?

von Thomas T. (knibbel)


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TU S. schrieb:
> Gibt es sonstwo ein Symbol mit länglichen Löchern (für die
> China-Buchsen)?

Ja, bei mir...

Ich habe mal als Anhang an dieses Posting mein Footprint angehängt.

Allerdings rate ich dringend zur Kontrolle, ob es für Deine Buchse auch 
passt. Speziell der Mittelpunkt vom seitlichen Anschluss ist nicht 
überall gleich!

Man kann aber ja auch mein Footprint als Vorlage nehmen und die Position 
der Pads anpassen.

Gruß,
Thomas

Beitrag #5169072 wurde vom Autor gelöscht.
von Bernd B. (bbrand)


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Also bei mir ist in der Footprint-Bibliothek von KiCad 4.0.7 nur ein 
BARREL_JACK verfügbar, und der hat bereits Langlöcher.

Das nervt mich ein wenig an KiCad, dass die Bibliotheken ständig 
mutieren. Ein bisschen mehr Stabilität fände ich besser.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Bernd.

Bernd B. schrieb:

> Also bei mir ist in der Footprint-Bibliothek von KiCad 4.0.7 nur *ein*
> BARREL_JACK verfügbar, und der hat bereits Langlöcher.
>
> Das nervt mich ein wenig an KiCad, dass die Bibliotheken ständig
> mutieren. Ein bisschen mehr Stabilität fände ich besser.

Das ist
1) dem geschuldet, dass die KiCad Bibliothek noch sehr jung ist. Da 
verändert sich halt noch viel.

2) dem geschuldet, dass auch die Hohlstecker ständig anders sind, je 
nachdem aus welchem dunklen Kanal man sie bezieht.

Ich würde also entweder eine relativ teure Buchse aus einer Quelle 
beziehen, die ein Datenblatt mitliefert, und wo ich die Chance habe, in 
einem halben Jahr einen Schwung identischer Buchsen zu beziehen, oder 
aber einen Footprint kreieren, der so tolerant ist, das man fast alles 
darauf löten kann, und dann Verzweifeln, wenn ich feststelle, das mein 
lieferant einen noch kreativeren Hersteller gefunden hat.

Desweiteren ist es vermutlich keine gute Idee, ständig mit den neuen, 
aktuellen Bibliotheken zu arbeiten.
Eigentlich ist es ein klassisches Vorgehen (Orcad, Eagle), sich aus 
bereits erfolgreich verwendeten Teilen eigene Bibliotheken zu erstellen 
(von denen man ja dann weiss was davon zu halten ist), und nur dann auf 
die aktuellen Bibliotheken zurückzugreifen, wenn neue, bisher nicht 
verwendete Bauteile benutzt werden. Bei nur kleinen Änderungen versucht 
man, die schon verwendeten Footprints leicht zu adaptieren, damit es 
wieder passt.

KiCad unterstützt den Aufbau eigener (durch Erfahrung getesteter) 
Bibliotheken dadurch, dass Eeschema eine "Projektname-cache.lib" mit
den im Projekt verwendeten Symbolen anlegt, und in PCBnew können die im 
Projekt verwendeten Footprints in eine Bibliothek exportiert werden.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Thomas.

Thomas T. schrieb:

> Allerdings rate ich dringend zur Kontrolle, ob es für Deine Buchse auch
> passt. Speziell der Mittelpunkt vom seitlichen Anschluss ist nicht
> überall gleich!

Richtig.

>
> Man kann aber ja auch mein Footprint als Vorlage nehmen und die Position
> der Pads anpassen.

Richtig.
Anmerkung: Mann kann sogar die Position des Pads relativ zur Bohrung 
anpassen, falls es mal sein muss.

Aber da ist noch etwas zu Bedenken : Du hast für die Langlöcher eine 
Breite von 0,8mm verwendet. Das ist verhältnismässig schmal, wenn auch 
machbar. Aber das kostet halt extra, wie auch überhaupt Langlöcher, wenn 
Du sonst nichts auf der Platine hast, was gefräst werden muss 
(Einrichtkosten)

Langlöcher/Schlitze mit 2mm Breite können noch relativ problemlos 
gefräst werden, eventuell sogar im Stapel. Schmäler geht zwar, aber 
keinesfalls im Stapel und natürlich nur mit reduzierter Geschwindigkeit. 
Bei 0,8mm ist irgendwo eine Grenze, wo viele Hersteller vom Fräsen zum 
"Nibbeln" übergehen, weil die Fräser zu instabil werden und jetzt auch 
das Ausräumen der Frässpäne aus dem Schlitz aufwändig wird, und dieses 
aber beim Nibbeln ein kleineres Problem ist.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd B. (bbrand)


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Bernd W. schrieb:
> Desweiteren ist es vermutlich keine gute Idee, ständig mit den neuen,
> aktuellen Bibliotheken zu arbeiten.
> Eigentlich ist es ein klassisches Vorgehen (Orcad, Eagle), sich aus
> bereits erfolgreich verwendeten Teilen eigene Bibliotheken zu erstellen
> (von denen man ja dann weiss was davon zu halten ist), und nur dann auf
> die aktuellen Bibliotheken zurückzugreifen, wenn neue, bisher nicht
> verwendete Bauteile benutzt werden.

Naja, KiCad zwingt einen ja praktisch zu dieser Vorgehensweise. Wenn 
bestehende Bauteile immer nur verbessert werden würden, wäre gegen 
kontinuierliche Updates ja auch nichts zu sagen. Leider kommt es aber 
auch vor, dass Komponenten, die in der einen Version völlig korrekt 
waren, in der nächsten dann plötzlich fehlerhaft sind. So ist mir z.B. 
aufgefallen, dass die N-JFETs BF244 und BF245 in 4.0.6 noch richtig 
waren und in 4.0.7 ist der BF244 nun plötzlich ein NPN-Bipolartransistor 
und der BF245 ist ein MOSFET.
Da kommt die Qualitätskontrolle ein bisschen zu kurz.

Gruß,
Bernd

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Bernd.

Bernd B. schrieb:

> Naja, KiCad zwingt einen ja praktisch zu dieser Vorgehensweise. Wenn
> bestehende Bauteile immer nur verbessert werden würden, wäre gegen
> kontinuierliche Updates ja auch nichts zu sagen.

Offensichtliche Fehler sind eine Sache. Aber in Bibliotheken sind 
"Verbesserungen" immer "Veränderungen" und als solche anfällig für 
Kollisionen und Probleme, selbst wenn keine Fehler vorhanden sind.

Du willst nicht, dass an einem schon verwendeten Footprint etwas ohne 
Deine Einwilligung geändert wird. Selbst wenn es eine Verbesserung sein 
sollte, weil Dir keiner garantiert, dass nicht in Deinem speziellen 
Falle die Veränderung ein Problem erzeugt.

Und das galt für Orcad, für Eagle und für vermutlicj jedes andere Layout 
Programm auch.


 Leider kommt es aber
> auch vor, dass Komponenten, die in der einen Version völlig korrekt
> waren, in der nächsten dann plötzlich fehlerhaft sind. So ist mir z.B.
> aufgefallen, dass die N-JFETs BF244 und BF245 in 4.0.6 noch richtig
> waren und in 4.0.7 ist der BF244 nun plötzlich ein NPN-Bipolartransistor
> und der BF245 ist ein MOSFET.
> Da kommt die Qualitätskontrolle ein bisschen zu kurz.

Mittlerweile hat sie aber wohl gegriffen: Siehe Anhang 
"BF244-BF245_Symbol_KiCad.png"

aus Application: kicad
Version: (2017-06-16 revision dab73e1)-master, release build
Libraries: wxWidgets 3.0.2
           libcurl/7.38.0 OpenSSL/1.0.1t zlib/1.2.8 libidn/1.29 
libssh2/1.4.3 librtmp/2.3
Platform: Linux 3.16.0-4-686-pae i686, 32 bit, Little endian, wxGTK
- Build Info -
wxWidgets: 3.0.2 (wchar_t,wx containers,compatible with 2.8)
Boost: 1.55.0
Curl: 7.38.0
KiCad - Compiler: GCC 4.9.2 with C++ ABI 1002
        Settings: USE_WX_GRAPHICS_CONTEXT=OFF
                  USE_WX_OVERLAY=OFF
                  KICAD_SCRIPTING=ON
                  KICAD_SCRIPTING_MODULES=ON
                  KICAD_SCRIPTING_WXPYTHON=ON
                  KICAD_SCRIPTING_ACTION_MENU=OFF
                  BUILD_GITHUB_PLUGIN=ON
                  KICAD_USE_OCE=OFF


Allerdings ist der eingetragene Footprint nicht der Originale, weil ich 
dort einen mit extra weit auseinaderstehenden Pinnen und großen Pads 
gewählt habe. Die im Original verwendete Bibliothek habe ich zwar auf 
der Platte, aber nicht im Bibliotheksverzeichnis eingetragen.

BF244 ist dort auch wieder ein FET.

Fehler passieren immer. Darum ist es ja auch so wichtig, sich von den 
laufenden Bibliotheksänderungen abzukoppeln. Das Begrenzt die 
Auswirkungen der Fehler.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Thomas T. (knibbel)


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Bernd W. schrieb:
> Aber da ist noch etwas zu Bedenken : Du hast für die Langlöcher eine
> Breite von 0,8mm verwendet. Das ist verhältnismässig schmal, wenn auch
> machbar. Aber das kostet halt extra, wie auch überhaupt Langlöcher, wenn
> Du sonst nichts auf der Platine hast, was gefräst werden muss
> (Einrichtkosten)

Hallo Bernd,

ich möchte Dir hier höflich widersprechen:

Da kostet nichts extra.

Ich kann sogar meine Micro-USB-Buchsen mit einem 0,6mm breitem Langloch 
versehen und Elecrow fertig ohne Probleme, Rückfragen oder Mehrkosten.

Ein Langloch hat bei KiCAD nichts mit einer Fräsung zu tun. Das Langloch 
findet sich als G85-Befehl im Drill-File wieder.

Ich hatte im Sommer 2016 schonmal in einem Parallelthread diesbezüglich 
diskutiert.
Nämlich hier: Beitrag "Re: Erfahrungen mit Platinen von www.elecrow.com" sowie 
die dort folgenden Postings...
So fünf Postings weiter kommt das dann mit dem G85-Befehl...

Gruß,
Thomas

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Thomas.

Thomas T. schrieb:

> Ich kann sogar meine Micro-USB-Buchsen mit einem 0,6mm breitem Langloch
> versehen und Elecrow fertig ohne Probleme, Rückfragen oder Mehrkosten.

Ah, dann lassen die das in einer Mischkalkulation untergehen.
Wenn Du eine größere Anzahl von Platinen bestellst, so dass sich eine 
eigene Kalkulation dafür lohnt, wird das vermutlich aber doch wieder zur 
einer Nummer.

> Ein Langloch hat bei KiCAD nichts mit einer Fräsung zu tun. Das Langloch
> findet sich als G85-Befehl im Drill-File wieder.

Richtig, "G85" ist in Excellon die Kennzeichnung für einen Schlitz, der 
nach G85 Definition durch nebeneinanderliegende Bohrungen hergestellt 
wird.

> Ich hatte im Sommer 2016 schonmal in einem Parallelthread diesbezüglich
> diskutiert.
> Nämlich hier: Beitrag "Re: Erfahrungen mit Platinen von www.elecrow.com" sowie
> die dort folgenden Postings...
> So fünf Postings weiter kommt das dann mit dem G85-Befehl...

Ich sehe.....Mmmmh. Wenn die aber die Bohrungen so nebeneinander setzen, 
das sie sich überlappen, wird der Bohrer aber mit einer Kraft quer zu 
seiner Achse belastet. Dann ist das Verfahren für so dünne Löcher aber 
entweder relativ ungenau oder aber langsam. Ersteres ist indirekt auch 
wieder langsam, da damit eine Stapelverarbeitung kaum machbar ist.

Derjenige, der in der Fabrik den CAM Input macht, wird seine Regeln 
haben, wie und wann er Bohrt, Fräst oder Nibbelt. Letztlich ist durch 
die Toolabmessungen und die Endpunkte beim G85 Befehl indirekt 
festgelegt, welche Abmessungen das Langloch haben soll. Entsprechend 
können andere Fertigungsverfahren darauf angepasst werden. Du bekommst 
ja nur das Endergebnis in die Hand.

Die Vorgehensweise hätte den Charm, ohne zusätzliche Arbeitschritt für 
das Fräsen auszukommen, auch wenn es vermutlich langsamer als Fräsen 
ist.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Mark W. (kram) Benutzerseite


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Hier sind auch noch zwei Barrel Jacks dabei, neben einem Haufen anderen 
Bauteilen.
Da hat sich jemand richtig viel Muehe gemacht, speziell alles in 3D zu 
designen.
http://smisioto.no-ip.org/elettronica/kicad/kicad-en.htm

von TU Student 1. (student0)


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Danke.

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