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Forum: Offtopic Blutdruckmessgerät für hohe Präzision und Sport entwickeln


Autor: Sportler de Luxe (Gast)
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Ich benötige ein zuverlässiges Blutdruckmessgerät mit hoher Genauigkeit 
und Sporttauglichkeit, d.h. Ich suche ein Blutdruckmessgerät möglichst 
fürs Handgelenk und wenn nicht, dann eben auch für den Oberarm, das 
sporttauglich ist, also Messungen unter Belastung hinbekommt.

Die einschlägigen Geräte, die man in den Apotheken und online bekommt, 
sind vom Messbereich und der Zuverlässigkeit meist unzureichend, da u.a. 
für Ruhemessungen gebaut.

Logisch geht dann der Messbereich bis maximal 300mHg (bei einem für 
Hochdruck sogar nur bis 280!!!), was im Leistungsbereich durchaus 
übertroffen wird.

Ärgerlich ist, dass die Pulsfrequenz meistens von 40-180 rangiert, was 
im Leistungsport definitiv sowohl über-, als auch unterboten wird!

Die Geräte - auch die völlig unterschiedlicher Hersteller - haben 
seltsamerweise komplett dieselben Daten. Scheint mir so, als gebe es da 
irgendeine Minimalnorm oder es gibt einen billigen Chinesen-Chip, den 
alle eingebaut haben.

Vollkommen unverständlich ist mir die Genauigkeit der Messung, die mit 
3mmHg schon nicht sonderlich gut ist, obwohl das besser hinzubekommen 
und beim Puls komplett daneben liegt:

Sage und schreibe 5% Genauigkeit bringen die Geräte hin. Ein Witz, wenn 
man bedenkt, daß es nur um das Erkennen eines einsetzenden Pulses 
(+/-100ms lang) auf wenigstens 40 Schläge geht.

Meines Erachtens kann man das mit billigster Signalverarbeitung auf +/- 
50ms genau triggern und eine Zeitmessung auf Millisekunden genau wird 
das Gerät wohl hinbekommen.

Da Ich selber schon mal an Triggersoftware für Cardio gearbeitet habe, 
weiß Ich, dass das locker genauer geht. Man kann einen Pulsschlag auf 
unter 10ms genau triggern, was bei einer Messperiode von schon 3 
Sekunden unter 1% liegt.

1 digit Fehler lasse Ich mir ja gefallen, aber keine 5%!

Das Problem ist bei den Geräten das Tempo, mit dem der Druck abgelassen 
wird und die mangelnde Fähigkeit, sich mal anhand der vorherigen Messung 
auf einen Zieldruck einzupegeln und um den herum zu messen, gfs auch 
Diastolisch und Systolisch getrennt.

Benötigt wird also ein Gerät, dass genauer misst, als die $50 Viecher 
für die Kranken. Da es das nicht zu geben scheint, möchte Ich das nun 
selber bauen!

Es scheint sogar Blutdrucksensoren zu geben, wobei ein simpler 
kalibierter Drucksensor für Gase sicher ausreichen würde, wenn man ihn 
entsprechend platziert.

Die Pulsmessung müsste kombiniert optisch und per Druck zu machen sein, 
wenn man eine einfache PLL ansetzt.

Arythmien werden angezeigt, gemittelt und nicht einfach verworfen. Das 
Problem ist nämlich, dass man im Leistungssport durchaus mit 
Mangelsystolen rechnen muss, die erst unter Belastung verschwinden.

Hätte einer einen Tipp, der schon einmal was Ähnliches gemacht hat?

Gefunden habe Ich dies hier:
Beitrag "Medizintechnik/Blutdruckmessgerät erweitern"

Beitrag "Sensoren zur Pulsmessung wie im Fitness Studio?"

Aber scheint nicht viel bei rausgekommen zu sein.

: Verschoben durch Moderator
Autor: Horst (Gast)
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Sportler de Luxe schrieb:
> Da es das nicht zu geben scheint, möchte Ich das nun
> selber bauen!

Hast Du schon Erfahrung mit der Entwicklung medizinischer Geräte?
Dein Text steckt voller 'könnte', 'sollte', 'müste',
was hast Du denn schon und wo genau brauchst Du Hilfe?

Autor: Alex Ge (dragongamer)
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Wofür genau brauchst du mehr als 5% Genauigkeit? Ich meine wie würdest 
du dein Training ändern wenn da ein 5% höherer oder niedrigerer Wert 
stünde?

Und <40 Herzschläge? Denkst du dabei an Apnoe Training?

Autor: Harald (Gast)
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Eine Toleranz von 5% bei Messungen per Manschette finde ich schon 
bemerkenswert gut bzw. leicht gewagt. Genauer wird es laut Wikipedia 
(empfehlenswerter Artikel) nur mit invasiver Messung, also Drucksensor 
in der Blutbahn. Aber auch hier gilt: wer schön sein will muss leiden...

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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Na?
Will man wieder kostenlose Foren-Hilfe fürs Gewerbe?

Ich mache gerne einen Beratervertrag mit Dir.

Autor: blorg (Gast)
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Sportler de Luxe schrieb:
> Meines Erachtens kann man das mit billigster Signalverarbeitung auf +/-
> 50ms genau triggern und eine Zeitmessung auf Millisekunden genau wird
> das Gerät wohl hinbekommen.

Wie triggert man denn auf ein Signal mit extrem flachem Verlauf? Hast Du 
Dir den tatsächlichen Signalverlauf der Pulsewelle einmal angeschaut? 
Bitte nicht mit EKG verwechseln.

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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https://www.elotec-medizinprodukte.de/shop-produkt...

Musst halt bei den Profis schauen und nicht bei Amazon etc. Kostet auch 
eine Kleinigkeit mehr :-)

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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Sportler de Luxe schrieb:

> Sage und schreibe 5% Genauigkeit bringen die Geräte hin. Ein Witz, wenn
> man bedenkt, daß es nur um das Erkennen eines einsetzenden Pulses
> (+/-100ms lang) auf wenigstens 40 Schläge geht.
>
> Meines Erachtens kann man das mit billigster Signalverarbeitung auf +/-
> 50ms genau triggern und eine Zeitmessung auf Millisekunden genau wird
> das Gerät wohl hinbekommen.

Naja zwischen dem Druck im Blutgefäß un dem Drucksensor auf der Haut 
liegt noch einges an druckveränerderlichen Schichten da sind 5% gut.

Warum liegt mir da grad der blöde Spruch von "Entweder Mucki oder Hirn" 
auf der Zunge ...

Autor: Der Andere (Gast)
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Sportler de Luxe schrieb:
> 1 digit Fehler lasse Ich mir ja gefallen, aber keine 5%!

jaja, bei der Blutdruckmessung durch Abschnürung der Adern und das 
ermitteln des Geräusches des durchströmenden Bluts.
Das Messprinzip ist schon ungenau.
Und durch Schlenkern der Arme beim Joggen oder Ändern der Höhe des 
Messgeräts gegenüber dem Herzen beim Bankdrücken, Armschlenkern etc. 
kommt noch mal 10-30% Ungenauigkeit dazu.

Es scheint also was für die Theorie zu sprechen daß exzessiver Sport das 
Hirn schädigt.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Sportler de Luxe schrieb:
> Da es das nicht zu geben scheint, möchte Ich das nun selber bauen!
Gut so. Fang mal an.

> Sage und schreibe 5% Genauigkeit bringen die Geräte hin. Ein Witz
Naja, ob das "ein Witz" ist, kannst du mit deinem Wissen doch gar nicht 
einschätzen. Wenn es technisch mit Bastlermitteln so nebenher von 
Anfängern problemlos machbar wäre, dann würden die Hersteller der Geräte 
sicher 1% garantieren, denn dort wo diese Geräte entwickelt werden, 
arbeiten Ingeniere in Vollzeit seit Jahren laufend an dieser Aufgabe.

> 1 digit Fehler lasse Ich mir ja gefallen, aber keine 5%!
Dann zeige den Blutdruck doch einfach in Zehnerschritten an. Dann hat 
ein Digit genau die +-5%. Aufgabe gelöst...

> Hätte einer einen Tipp, der schon einmal was Ähnliches gemacht hat?
Fang einfach mal an. Kaufe ein paar der Geräte. Mache reverse 
Engineering und finde heraus, warum die so dermaßen schlecht sind. 
Verbessere die Messtechnik und den Aufnehmer. Dann wird das was.

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Autor: Aber aber! Wer wird da gleich... (Gast)
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Sorry aber wenn ich das lese, dann komme ich zu dem Entschluss: Lass die 
Finger davon - Du hast keine Ahnung.

Entschuldigung für die Ausdrucksweise, aber deine Schlüsse strotzen vor 
logischen Fehlern ohne Ende. Man merkt einfach, dass Du nicht verstanden 
hast, warum die Hersteller es so machen, wie sie es machen.

Die sind ja nicht dumm! Die haben sich dabei was gedacht.

1) Die Messung des Pulses über die Manschette ist eine Krücke! Es muss 
ein leichter Druckanstieg gemessen werden, wohingegen Störungen durch 
den Muskeltonus und andere Einflüsse, wie Armbewegungen, ausgeschlossen 
werden müssen, um Fehlmessungen zu verhindern. Wenn man eine genaue 
Messung haben will, schreibt man ein EKG. Nicht umsonst kleben auch im 
Jahr 2017 noch drei Elektroden auf den Brustkorb.

2) Das schnelle Ablassen des Druckes hat einen ganz pragmatischen Grund: 
Den arteriellen und venösen Stau. Je länger die Messung dauert, umso 
falscher wird sie, weil das rückstauende Blut einen Gegendruck bildet, 
der die Messung verfälscht.

3) Aus Punkt 2 folgt die Messungenauigkeit. Wenn die Messung selbst das 
Ergebnis dermaßen verfälscht, dann kann sie nie genau sein. Die 
Messabweichung ist ein hohler Kompromiss.

4) Es gibt medizinisch betrachtet keinen Grund, warum man hier genauer 
messen sollte! Es ist vollkommen egal, ob der Puls jetzt bei 100 oder 
105 liegt. Es ist auch vollkommen unerheblich ob Sys oder Dia 5 mmHg 
höher oder niedriger liegen. Der Mensch ist keine Physik, der Mensch ist 
Biologie. Die dritte Nachkommastelle mag entscheiden, ob eine Sonde auf 
der Mondoberfläche einschlägt, oder im Orbit bleibt, aber im 
menschlichen Körper ist sie vollkommen irrelevant.

Alles, was nur irgendwie genauer wäre, wäre zwar eine tolle technische 
Spielerei für Hipster, aber schlussendlich genauso unnötig wie ein 
Tamagochi.

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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Hier in Dresden an der Uni forschen wir schon seit Jahren an der 
Blutdruckmessung. Glaube nicht das das einfach so mit einem Drucksensor 
abgetan ist. Das geht nur mit invasiver Druckmessung. Das saubere 
erkennen und auswerten der Korotkow-Töne ist nicht so trivial wie man 
denkt. Ein "Chinesen-Chip" funktioniert da nicht so einfach. Die 
kaufbaren Messgeräte funktionieren auch nicht überall. Ein in Europa 
verkauftes Messgerät funktioniert praktisch nicht in Asien. Mal 
abgesehen von der zumeist falschen Manschettengröße. Handgelenkgeräte 
funktionieren praktisch nur wenn das Handgelenk auf Herzhöhe gehalten 
wird.
5% Genauigkeit sind da schon eine gewagte Angabe.

T

Autor: Der Andere (Gast)
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Das ist ein Troll!

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Aber aber! Wer wird da gleich... schrieb:
> Es gibt medizinisch betrachtet keinen Grund, warum man hier genauer
> messen sollte!

Diesen Post unterschreibe ich.

Eine genaue Messung ist sowieso nicht möglich. Eine Armbewegung nach 
oben oder unten verändert den Blutdruck gleich in grossem Bereich....an 
der Messstelle.

Das hier genannte Unterfangen ist völliger Unsinn.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Es gibt nicht "den" Blutdruck, sondern an jeder Stelle des Körpers kann 
ein anderer Blutdruck vorherrschen. Dies wird zum einen durch den 
hydrostatischen Druck verursacht, d.h. es gibt einen Druckgradienten 
entlang der Erdbeschleunigung; diesem sind weitere Druckgradienten durch 
die Bewegung bzw. die dabei auftretenden Beschleunigungen überlagert. 
Wenn man z.B. die Arme schnell kreist, spürt man den Blutdruckanstieg in 
den Fingern. Und auch die Skelettmuskelbewegung an sich führt dazu, dass 
die Gefäße "massiert" werden und dadurch räumlich und zeitlich 
veränderliche Druckgradienten auftreten. Und letztendlich versucht die 
glatte Gefäßmuskulatur auch noch, gegen all das Gewackel gegenzuhalten 
und eine bedarfsgerechte, gleichmäßige Durchblutung der versorgten 
Zellen sicherzustellen, d.h. es gibt auf Grund des veränderlichen 
Strömungswiderstandes auch noch nichtlineare Druckgradienten entlang des 
Gefäßes. Folglich ist das ganze ein hochgradig dynamisches System, 
welches nicht "den" Blutdruck aufweist. Außerdem muss man für eine 
halbwegs vollständige Beschreibung der Durchblutung auch die venösen 
Blutdrücke berücksichtigen.

Ggf. könnte man für wissenschaftliche Zwecke sehr viele invasive 
Drucksensoren in die Blutbahn einbringen. Dies wird z.B. auch bei 
Herzkatheteruntersuchungen gemacht, d.h. solch solch ein Sensor besitzt 
mehrere Temperatur- und Drucksensoren. Allerdings ist die Gefahr nicht 
zu unterschätzen, dabei ein Gefäß oder Organ zu perforieren. Mit einem 
solchen Katheter in der Gegend herumzuhopsen wäre lebensgefährlich. 
Lediglich das Fahren auf einem Fahrradergometer in liegender Position 
ist mit invasivem Katheter möglich.

Ich schließe mich den Ausführungen der Vorredner an, dass bereits die 
Blutdruckmessung in Ruhe und wohldefinierter räumlicher Anordnung 
unerwartet genau ist. Eine Erhöhung der Genauigkeit durch genauere 
Drucksensoren in der Blutdruckmanschette wäre technisch unsinnig.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Aber aber! Wer wird da gleich... schrieb:
> 4) Es gibt medizinisch betrachtet keinen Grund, warum man hier genauer
> messen sollte! Es ist vollkommen egal, ob der Puls jetzt bei 100 oder
> 105 liegt. Es ist auch vollkommen unerheblich ob Sys oder Dia 5 mmHg
> höher oder niedriger liegen.

Doch, es gibt viele Gründe für wesentlich genauere und hoher auflösende 
Messungen des Blutdruckverlaufs! Man könnte dadurch eine Vielzahl von 
Erkrankungen wesentlich früher erkennen, z.B. Gefäß- oder 
Herzklappenschäden oder manche Durchblutungsstörungen. Stattdessen muss 
man auf andere Verfahren zurückgreifen, wie z.B. Ultraschall, EKG, 
Angiogramme oder Blutwerte. Gäbe es also den ultimativen Blutdrucksensor 
zum Aufkleben, der zeit- und ortsaufgelöst den Blutdruckverlauf in 
etlichen wichtigen Gefäßen messen könnte, wäre das schon ziemlich toll. 
Aber leider ist man davon (noch?) sehr weit entfernt.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Andreas S. schrieb:
> Doch, es gibt viele Gründe für wesentlich genauere und hoher auflösende
> Messungen des Blutdruckverlaufs! Man könnte dadurch eine Vielzahl von
> Erkrankungen wesentlich früher erkennen...

Wieder so eine unqualifizierte Aussage von diesem Autor!

Die Höhe des Blutdruckes alleine, ist diagnostisch nicht aussagefähig.
Um diagnostisch eine Aussage treffen zu können, bedarf es weiterer 
Parameter.

Hier will jemand nichtinvasiv den Blutdruck erfassen, dazu gibt es schon 
eine grosse Anzahl von Geräten mit hinlänglicher Genauigkeit.

Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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ich will nicht mitkonstruieren, aber bin neugierig geworden: Wie messen 
diese Fitnessarmbänder den Blutdruck?

https://www.banggood.com/A58-Bluetooth-Fitness-Hea...

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Andreas S. schrieb:

> Gäbe es also den ultimativen Blutdrucksensor
> zum Aufkleben, der zeit- und ortsaufgelöst den Blutdruckverlauf in
> etlichen wichtigen Gefäßen messen könnte, wäre das schon ziemlich toll.
> Aber leider ist man davon (noch?) sehr weit entfernt.

Nun, einen implantierten Blutdrucksensor über eine aufgeklebte
Antenne auszulesen wäre wohl schon möglich. Ich glaube allerdings
nicht, das eine solche Konstruktion leistungssportgeeignet wäre.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Lothar M. schrieb:
> Die Höhe des Blutdruckes alleine, ist diagnostisch nicht aussagefähig.

[Mod: Bemerkung gelöscht] Ich habe nicht von einzelnen 
Blutdruckmessungen geschrieben, sondern von Blutdruckverläufen, die 
zeit- und ortsaufgelöst aufgezeichnet werden müssten. Nichts anderes 
wird z.B. bei Herzkatheteruntersuchungen gemacht.

> Um diagnostisch eine Aussage treffen zu können, bedarf es weiterer
> Parameter.

Ja, zur konkreten Diagnose schon. Aber bei der Früherkennung von 
Gefäßerkrankungen sind Blutdruckverläufe sehr interessant, da sie 
Rückschlüsse auf die Elastizität zulassen. Falls es Normabweichungen 
geben sollte, könnte man dann weiterführende Untersuchungen veranlassen. 
Derzeit verbieten sowohl die medizinischen Risiken als auch der 
Personal- und Kostenaufwand die routinemäßige Durchführung von 
katheterbasierten Untersuchungen; außerdem gibt es dabei unschöne 
Narben. Ein nichtinvasives oder durch einen einmaligen Eingriff 
nebenwirkungsfrei implantierbares Blutdruckmesssystem wäre schon eine 
feine Sache.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Rainer U. schrieb:
> ich will nicht mitkonstruieren, aber bin neugierig geworden: Wie messen
> diese Fitnessarmbänder den Blutdruck?
>
> 
https://www.banggood.com/A58-Bluetooth-Fitness-Hea...

Sie zeigen irgendwelche Phantasiewerte an, die man mittels App o.ä. bei 
Facebook und irgendwelchen Fitnessportalen hochladen kann, um Dritten 
damit zu imponieren, welch ein toller Hecht man ist. Außerdem zeigt man 
allen, dass man sich die teuren Fitnessgimmicks leisten kann.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Rainer U. schrieb:
> ich will nicht mitkonstruieren, aber bin neugierig geworden:
> Wie messen diese Fitnessarmbänder den Blutdruck?
Ungenau.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Nun, einen implantierten Blutdrucksensor über eine aufgeklebte
> Antenne auszulesen wäre wohl schon möglich. Ich glaube allerdings
> nicht, das eine solche Konstruktion leistungssportgeeignet wäre.

Das kann man heute vielleicht bei ganz wenigen implantierbaren Sensoren 
machen. Allerdings geht von den Sensoren auch ein gewisses 
Komplikationsrisiko aus. Die Idealvorstellung wäre hingegen eine Art 
hochaufgelöste Durchblutungskarte, anhand derer man schon frühzeitig 
drohende Durchblutungsstörungen erkennen könnte. Aber wie schon gesagt, 
ist dies technisch (noch?) nicht möglich.

Die Durchblutungskarte würde es auch ermöglichen, eine Optimierung der 
sportlichen Betätigung zu betreiben, je nach Trainingsziel.

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Beitrag #5185677 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Sabberalot W. (jetztnicht)
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> Logisch geht dann der Messbereich bis maximal 300mHg (bei einem für
Hochdruck sogar nur bis 280!!!), was im Leistungsbereich durchaus
übertroffen wird.

Was fuer ein Trollpost. Aber gut geschrieben. ..
Totaler Bloedsinn. Wie hoch soll der Blutdruck denn gehen ? Bis 1 Bar ?

Zumal das Konzept des Blutdruckes schon Bloedsinn ist. Dabei bekommt man 
allenfalls eine Ahnung des rechten Blutkreislaufes. Was der Linke, der 
Lunge und Hirn versorgt, macht, ist nicht dabei.

Welche Information wird dem Blutdruck denn zugeordnet ? Es ist nur der 
Druckabfall. Mit 150kg Schwabbel auf den Hueften kommt man nach 10 
Treppenstufen auf 180 und muss lange Durchatmen fuer die naechsten 10 
Stufen.

Etwas Nitroxid einpfeifen und der Druck faellt. Schoen. Geht's dann 
besser ? Kommt mehr Leistung in den Muskeln an ?

Will man denn mit Hochdruck im aneroben Bereich laufen ? Muessen die 
Muskeln sauer werden fuer das Gefuehl etwas geleistet zu haben ?

: Bearbeitet durch User
Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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Sapperlot W. schrieb:
> Bis 1 Bar ?

:D
bei einer Giraffe vielleicht...

Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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Lothar M. schrieb:
> Ungenau.

:-) Ich meinte doch das Messprinzip..

Andreas S. schrieb:
> Außerdem zeigt man
> allen, dass man sich die teuren Fitnessgimmicks leisten kann.

Also hier, wo ich wohne, kann man mit so einem 25€-Teil kaum jemanden 
beeindrucken .. :-)

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Sapperlot W. schrieb:
> Zumal das Konzept des Blutdruckes schon Bloedsinn ist. Dabei bekommt man
> allenfalls eine Ahnung des rechten Blutkreislaufes. Was der Linke, der
> Lunge und Hirn versorgt, macht, ist nicht dabei.

Wie bitte? Auf welches Lebewesen soll sich solch ein Blutkreislauf 
beziehen?

Beim Menschen und den meisten anderen Säugetieren versorgt die rechte 
Herzkammer die Lunge und die linke Herzkammer den Körperkreislauf. Am 
Aortenbogen entspringen zwei, drei oder vier Arterien, die den Kopf und 
die Arme versorgen, zuzüglich der eins, zwei oder drei Abgänge für die 
Koronararterien, die das Herz versorgen. Die Anzahl der Abgänge ist so 
variabel, weil die Verzweigungen entweder direkt am Aortenbogen erfolgen 
oder eben ein kleines Stück davon entfernt. Der untere Teil des Körpers 
wird durch die Aorta versorgt.

Es gibt aber in der Tat Fehlbildungen, bei denen z.B. eine der 
Pulmonalvenen nicht in den linken Vorhof mündet, sondern in die Vena 
cava ascendens.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Andreas S. schrieb:
> Aortenbogen entspringen zwei, drei oder vier Arterien, die den Kopf und
> die Arme versorgen, zuzüglich der eins, zwei oder drei Abgänge für die
> Koronararterien, die das Herz versorgen. Die Anzahl der Abgänge ist so
> variabel, weil die Verzweigungen entweder direkt am Aortenbogen erfolgen
> oder eben ein kleines Stück davon entfernt. Der untere Teil des Körpers
> wird durch die Aorta versorgt.

[Mod: unsachliche Anmerkung entfernt]

Dem Aortenbogen entspringen 3 Arterien die den Körper versorgen und zwei 
Koronararterien, die rechte und die linke.

Die drei Arterien sind die
1. Körperstammarterie mit den beiden weiteren Abgängen rechte Subclavia 
und rechte Carotis
2. die linke Carotis und
3. die linke Subclavia.

Wie schon erwähnt, direkt an der Aortenwurzel gehen rechte und linke 
Koronararterie ab.

Sapperlot W. schrieb:
> Dabei bekommt man
> allenfalls eine Ahnung des rechten Blutkreislaufes. Was der Linke, der
> Lunge und Hirn versorgt, macht, ist nicht dabei.

[Mod: hier Gelöschtes tut nichts /zur Sache/]

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Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Lothar, sag mal: können wir hier auch einfach mal sachlich und ohne 
gehässige Bemerkungen diskutieren?
Man sollte meinen, du als "32 Jahre lang leitender Kardiotechniker" 
hättest doch solche Angriffe auf deinem Fachgebiet gar nicht nötig 
sondern könntest einfach sachlich darüber diskutieren...

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Lothar M. schrieb:
> können wir hier auch einfach mal sachlich und ohne
> gehässige Bemerkungen diskutieren?

Warum wendest du dich an mich?

Ich regierte nur auf eine grobe Beleidigung, aber nicht mit einer 
ebensolchen, sondern mit ganz höflichen Worten.

Warum erwähnst du das nicht?

Meine Wortwahl ist durchaus abgewogen, im Gegensatz zu manch anderen 
Teilnehmern hier, die ihr Recht mit der Brechstange erzwingen wollen.

Du hast einen meiner Posts kommentarlos gelöscht. Dessen Inhalt war in 
keinster Weise anstössig.

Du verhälst dich absolut parteiisch.

Ich wollte eigentlich garnichtmehr auf solche absoluten Falschaussagen 
eines bestimmten Teilnehmers eingehen, aber dann habe ich mir gedacht, 
wenn der Klügere immer nachgibt, dann wird die Welt bald von den Dummen 
regiert.

Deshalb will ich nicht schweigen, wenn hier definitiv hanebüchene 
Falschaussagen gepostet werden.

Ich war sogar 37 Jahre, 32 war ein Tippfehler, von 1975 bis 2012, 
Leitender Kardiotechniker einer Herz- Thorax- und Gefässchirurgie.
Dass sich mir die Fingernägel nach hinten rollen, wenn ich so manche 
Aussage hier lese, kann so Mancher sicher nachempfinden.

In einem anderen Thread habe ich aufgegeben Dinge richtig zu stellen, 
weil es jemanden gab, der mit Brachialgewalt seine falschen Behauptungen 
durchdrücken wollte.
Das werde ich nichtmehr tun, denn wie schon gesagt, wenn der 
Klügere......

Du hast mich hier öffentlich gefragt und ich habe dir öffentlich 
geantwortet.

Ich hoffe, du hast den Schneid meinen Post stehen zu lassen.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Wenn so eine Messung am sportreibenden Menschen gemacht werden soll, ist 
alleine schon die Erkennung von Artefakten ein Problem, das sich 
gewaschen hat. Ich habe vor langer Zeit an der Entwicklung solcher 
Diagnosegeräte für Blut- und Hirndruck mitgearbeitet und weiss, das wir 
für die Artefakterkennung eine erheblichen Softwareaufwand treiben 
mussten. Und diese Patienten lagen im Bett und haben z.B. mal gehustet 
oder so.

Ein Mikrofon aka Aufnehmer für den Puls ist da höchst empfindlich und 
nicht mal eben so korrigiert. Das machen die handelüblichen Geräte schon 
sehr gut, aber keiner verlangt von denen, das sie beim Marathonläufer 
messen sollen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Lothar M. schrieb:
> Dem Aortenbogen entspringen 3 Arterien die den Körper versorgen und zwei
> Koronararterien, die rechte und die linke.

Das ist zwar die Darstellung gemäß Lehrbuch, aber gerade Dir als sog. 
"Fachmann" auf dem Gebiet sollte bekannt sein, dass es sehr viele 
Varietäten bezüglich der aus dem Aortenbogen austretenden Gefäße gibt. 
Es kommt durchaus vor, dass die A. carotis communis dextra/sinistra mit 
der jeweiligen A. subclavia verbunden ist oder eben auch nicht.

Und selbst wenn beim Menschen immer nur drei aszendente Abgänge 
vorlägen, hättest Du durch Dein unvollständiges Zitat meine Aussage 
komplett verkehrt. Schließlich schrieb ich: "Beim Menschen und den 
meisten anderen Säugetieren". Wie eigentlich jeder mit einigermaßen 
passablen Anatomiekenntnissen wissen sollte, haben sehr viele Säugetiere 
eben vier obere (bzw. vordere) Aortenabgänge.

> Wie schon erwähnt, direkt an der Aortenwurzel gehen rechte und linke
> Koronararterie ab.

Wenn Dir als Kardiotechniker nicht bekannt sein sollte, dass es nicht 
wenige Menschen nur mit einem gemeinsamen Abgang aller drei 
Koronararterien gibt, ist das nicht nur eine kleine Wissenslücke, 
sondern für Deine Patienten hochgradig relevant, insbesondere beim 
Bypass- oder Stentoperationen. Glücklicherweise stehen ja noch ein paar 
Ärzte am OP-Tisch, die Deine mangelnden Kenntnisse kompensieren können.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Lothar M. schrieb:
> Ich war sogar 37 Jahre, 32 war ein Tippfehler, von 1975 bis 2012,
> Leitender Kardiotechniker einer Herz- Thorax- und Gefässchirurgie.

Leider sind Deine Anatomiekenntnisse auf dem Stand von 1975 
stehengeblieben. Die meisten bildgebenden Verfahren (CT, MRT, 
Sonografie) wurden ja auch erst später flächendeckend eingeführt, so 
dass es in früheren Zeiten nicht so einfach möglich war, alle Varietäten 
am lebenden Menschen ausgiebig zu studieren.

Das eigenständige Berufsbild des Kardiotechnikers gibt es übrigens erst 
seit Mitte/Ende der 1980er Jahre; vorher wurden HLM von Ärzten bedient.

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Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Lieber Andreas Schweigstill,

Du würdest besser dein Nomen zum Omen machen.

Mit dem dicken Auftragen, magst du ja einige Forumsmitglieder hier 
beeindrucken, aber nicht der, der am lautesten schreit hat recht.

Andreas S. schrieb:
> Das eigenständige Berufsbild des Kardiotechnikers gibt es übrigens erst
> seit Mitte/Ende der 1980er Jahre; vorher wurden HLM von Ärzten bedient.

Normalerweise hasse ich es, persönliche Daten preiszugeben.
Aber Du und deine Mitklatscher provozieren das geradezu.

Ich sag dir was: Ich habe Teile meiner Ausbildung am, von dir of 
zitierten, UKE gemacht, das war im Jahre 1976, damals noch unter 
Professor Rodewald.
Danach habe ich in Berlin bei Prof. Bücherl, dem Pionier für 
Kunstherzen,  mit dem Kunstherz gearbeitet, das war 1978.
In Tübingen habe ich das Handwerk für die Kinderherzchirurgie erlernt, 
damals führende Kinderherzchirurgie in Deutschland.

Mehr will ich jezt garnicht preisgeben und wieder zu sachlichen Themen 
zurück kommen.

Also, Blutdruckmessung ist eine Momentaufnahme im Leben.
Eine einmalige Messung sagt überhauptnichts aus.
Um dem Blutdruck überhaupt eine Aussage entnehmen zu können, muss eine 
Langzeitmessung durchgeführt werden.
Man kann mehrere Messungen hintereinander durchführen und jedes Ergebnis 
fällt anders aus.
Deshalb ist es völlig unsinnig, ein Gerät entwickeln zu wollen, das eine 
geringe Messtoleranz hat.

Eine von aussen, dur Druck auf das Gewebe durchgeführte Messung ist per 
se ungenau.
Je nach Dichte des Gewebes ist der Fehler riesengross, besonders gross 
am Handgelenk, weniger gross durch Manschette am Oberarm.

Wenn man es ganz genau haben will geht das nur invasiv.

Aber wer braucht schon "genaue" Blutdruckwerte?

Autor: 1N 4148 (1n4148)
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T-Stück in die Halsarterie, G 1/8" Abgang, Drucksensor dran. Aber bitte 
aus V4A, nicht die billigen Temperguß.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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1N 4. schrieb:
> T-Stück in die Halsarterie, G 1/8" Abgang, Drucksensor dran. Aber bitte
> aus V4A, nicht die billigen Temperguß.

Super Idee ;)
Der Raum sollte aber gefliest sein.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Delikatesse:
...aller drei Koronararterien...mit einem gemeinsamen Abgang....

Andreas S. schrieb:
> Wenn Dir als Kardiotechniker nicht bekannt sein sollte, dass es nicht
> wenige Menschen nur mit einem gemeinsamen Abgang aller drei
> Koronararterien gibt, ist das nicht nur eine kleine Wissenslücke,
> sondern für Deine Patienten hochgradig relevant, insbesondere beim
> Bypass- oder Stentoperationen.

Ich sag jetz mal nichtsmehr dazu...

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Interessant, die Fachleute hier. Mein Hausarzt meinte einmal, die 
Aussage des gemessenen Blutdruckes sei nahezu verschwindend klein. Der 
Blutdruck in der Lunge ist zB nicht messbar.
Im Falle von Wasser auf der Lunge ist der Druck zu hoch. Seltsamerweise 
nicht messbar. Vielleicht interessiert's auch niemanden.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Zwölf M. schrieb:
> Mein Hausarzt meinte einmal, die
> Aussage des gemessenen Blutdruckes sei nahezu verschwindend klein. Der
> Blutdruck in der Lunge ist zB nicht messbar.

Entweder hat dein Hausarzt keine Ahnung, oder du hast nicht richtig 
zugehört.

Ich nenne dir jetzt einmal ein paar Normalwerte in mmHg:

li. Vorhof 5-9 mmHg, li. Ventrikel 120/0-2, Aorta 120/80, re. Vorhof 
4-8, re. Ventrikel 28/0-2, A.Pulmonalis 28/18.

Der Lungendruck ist damit gleich dem Pulmonaldruck 28/18.

Wie gesagt, Normalwerte. Es gibt eine Reihe Erkrankungen die diese Werte 
erheblich verschieben können.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Zwölf M. schrieb:
> Interessant, die Fachleute hier. Mein Hausarzt meinte einmal, die
> Aussage des gemessenen Blutdruckes sei nahezu verschwindend klein.

Genau, solch eine Einzelmessung per Blutdruckmanschette ist nicht allzu 
aussagekräftig. Daher werden ja im Zweifelsfall Langzeituntersuchungen 
durchgeführt, wobei auch diese mit erheblichen Messunsicherheiten 
verbunden sind.

Der mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten realisierbare 
Idealzustand wäre aber eben eine Art "Durchblutungskarte". Aber davon 
sind wir sehr, sehr weit entfernt.

> Der Blutdruck in der Lunge ist zB nicht messbar.

Jein. Invasive Messungen des Blutdrucks in den Lungenarterien sind 
mittels Rechtsherzkatheter möglich; wie schon geschrieben, macht man so 
etwas aber nicht ohne zwingenden Grund, zumal hierbei der Katheter durch 
das rechte Herz hindurchgefädelt werden muss. Dabei kann der Katheter 
natürlich auch die Dichtigkeit der Pulmonalklappe beeinflussen. 
Umgekehrt wird der Blutdruck in den Lungenvenen mittels 
Linksherzkatheter gemessen, d.h. er wird gegen den Blutstrom durch das 
linke Herz geschoben.

Bei bestehender pulmonalarterieller Hypertonie (Lungenhochdruck) tritt 
recht zügig eine Veränderung des Herzens auf, d.h. ein Muskelwachstum 
der rechten Herzkammer. Ebenso werden die Pulmonal- und die 
Tricuspidalklappe undicht. Anhand der Verwirbelungen an diesen 
Herzklappen kann man tatsächlich sonografisch den pulmonalenarteriellen 
Druck abschätzen, z.B. um die Wirkung verabreichter Medikamente zu 
testen. Ebenfalls sonografisch kann man den Querschnitt der 
Pulmonalarterien abschätzen. Sind diese vergrößert, liegt eine PH vor.

Die Ungenauigkeiten bzw. der hohe technische Aufwand erlauben es derzeit 
leider nicht, eine langsam entstehende PH frühzeitig zu erkennen. Sobald 
die ersten Veränderungen im EKG (sog. Cor pulmonale) oder in den 
Größenverhältnissen des Herzens sichtbar werden, ist es für die Lunge 
eigentlich schon zu spät, d.h. das sog. Remodeling der Kapillargefäße 
hat stattgefunden. Nur ganz wenige Patienten reagieren durch die Gabe 
von Amlodipin auch mit einer Normalisierung des pulmonalarteriellen 
Drucks, was eine kostengünstige und nebenwirkungsarme Therapie 
darstellt.

Die restlichen Patienten haben Pech gehabt. Es gibt nur wenige sehr 
teure Medikamente, mit denen sich der pulmonale Blutdruck gezielt senken 
lässt; in vielen Fällen ist heutzutage Sildenafil (Vi*gra bzw. Revatio) 
das Medikament der Wahl. Ggf. kommen noch Bosentan oder Riociguat hinzu. 
Im sehr fortgeschrittenen Stadium erfolgt zunächst die Inhalation mit 
Prostazyklinantagonisten, später zusätzlich die Dauerinfusion. Letztere 
ist äußerst schmerzhaft. In seltenen Fällen kann eine Umkehrung des 
Remodelings erfolgen, und zwar durch Ausnutzung der Nebenwirkungen 
einiger Krebsmedikamente. Es wird vermutet, dass es sich bei einigen 
Formen der PH um eine Art Gefäßkrebs handeln könnte.

> Im Falle von Wasser auf der Lunge ist der Druck zu hoch. Seltsamerweise
> nicht messbar. Vielleicht interessiert's auch niemanden.

Doch, der Druck interessiert schon, zumal sich bei einer Früherkennung 
sicherlich viele okklusive Lungenerkrankungen wesentlich besser 
behandeln ließen. Aber welcher vermeintlich Gesunde lässt sich schon 
jährlich mit dem Herzkatheter herumprokeln.

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Zwölf M. schrieb:
> Interessant, die Fachleute hier.

Alte Binsenweisheit: 3 Ärzte, 5 Meinungen.

Medizin ist keine exakte Wissenschaft!

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Zwölf M. schrieb:
> Interessant, die Fachleute hier.

Ich sehe hier keinen Plural.

Ich sehe hier jemanden der seine Amateurerfahrungen als medizinisches 
Wissen verkaufen will.
Der obige Beitrag strotzt nurso von Fehlern und zeigt damit, dass der 
Verfasser nicht im Entferntesten etwas mit beruflicher Medizin zu tun 
hat.

Auch lautes Schreien und mit Beleidigungen umsich schmeissen, steigert 
nicht die angemasste Kompetenz.

Autor: H. S. (Gast)
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Zwölf M. schrieb:
> Interessant, die Fachleute hier. Mein Hausarzt meinte einmal, die
> Aussage des gemessenen Blutdruckes sei nahezu verschwindend klein. Der
> Blutdruck in der Lunge ist zB nicht messbar.

2 Paar Schuhe!

Ob etwas medizinisch für bestimmte Zwecke nicht aussagefähig ist, 
bedeutet nicht, daß es nicht messbar wäre, zudem ist der Blutdruck sehr 
wohl aussagefähig!

Und:

Dass der Blutdruck in der Lunge nicht oder nur schwer messbar ist, 
heisst nicht, dass er dort nicht existiert und zweitens nicht, dass er 
nicht von Interesse wäre.

Spätestens beim Schnorcheln in mehr als 50cm Tiefe ist der Blutdruck in 
der Lunge von allergrösstem Interesse. Da entscheiden wenige mBar, ob Du 
unbemerkt weitertauchst oder Dir die Lunge kaputtgeht -> "Blaukommen"!

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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H. S. schrieb:
> Spätestens beim Schnorcheln in mehr als 50cm Tiefe ist der Blutdruck in
> der Lunge von allergrösstem Interesse. Da entscheiden wenige mBar, ob Du
> unbemerkt weitertauchst oder Dir die Lunge kaputtgeht -> "Blaukommen"!

Kann es sein, dass Du da etwas verwechselst? :-)

Autor: H. S. (Gast)
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Ich denke, nicht. Es ging um den angeblich nicht messbaren Blutdruck und 
dass dieser nicht von Belang sein. Tatsächlich ist es aber eine minimale 
Blutdruckdrifferenz, die die Alveolen zum Platzen bringen kann. Man 
atmet beim Schnorcheln Atmosphärendruck unterliegt aber selber dem 
Wasserdruck, dem sich der eigene Blutdruck aufaddiert. Ist die Differenz 
zu gross, plätzen Alveolen und vanöses Blut stömt in die Lunge. Dieses 
venöse Blut ist "blau", daher der Name. An sowas sind schon Leute 
erstickt.

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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H. S. schrieb:
> Ich denke, nicht. Es ging um den angeblich nicht messbaren Blutdruck und
> dass dieser nicht von Belang sein. Tatsächlich ist es aber eine minimale
> Blutdruckdrifferenz, die die Alveolen zum Platzen bringen kann. Man
> atmet beim Schnorcheln Atmosphärendruck unterliegt aber selber dem
> Wasserdruck, dem sich der eigene Blutdruck aufaddiert. Ist die Differenz
> zu gross, plätzen Alveolen und vanöses Blut stömt in die Lunge. Dieses
> venöse Blut ist "blau", daher der Name. An sowas sind schon Leute
> erstickt

Quackes!

http://www.taucher.de/lexikoneintrag/blaukommen

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal F... halten.
Im Gegensatz zu Dir (hoffentlich) bin ich Taucher.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Dieter F. schrieb:
> Quackes!
>
> http://www.taucher.de/lexikoneintrag/blaukommen
>
> Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal F... halten.

Ich bin zwar kein Tauchexperte, aber wenn ich das, was in deinem Link 
steht, mit dem vergleiche, was H.S. im 
Beitrag "Re: Blutdruckmessgerät für hohe Präzision und Sport entwickeln" geschrieben hat, 
muss ich feststellen, dass er den Mechanismus hinter dem "Blaukommen" 
korrekt beschrieben hat.

Kann es sein, dass du Schwierigkeiten mit dem Textverständnis hast? Oder 
ist es nur einfache Gehässigkeit?

> Im Gegensatz zu Dir (hoffentlich) bin ich Taucher.

Dann solltest du in eigenem Interesse der Ursache für dein 
Nicht-Verständnis auf den Grund gehen.

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Uhu U. schrieb:
> Kann es sein, dass du Schwierigkeiten mit dem Textverständnis hast? Oder
> ist es nur einfache Gehässigkeit?

Nö, man muss einfach nur lesen können - hast Du damit Probleme?
Ja, O.K. - man muss den Text auch verstehen - das hatte ich unterstellt.

"Die Ursachen für das Blaukommen waren unterschiedlich. So konnte es 
passieren, dass der Luftschlauch riss oder defekt war, oder der Taucher 
zu schnell wieder an die Wasseroberfläche gekommen war, sodass der 
Druckausgleich nicht mehr funktionierte. In beiden Fällen wurde der 
Körper des Tauchers vom Wasserdruck zusammengepresst, in schweren Fällen 
wurde dann das Blut in den Kopf gequetscht, was für die 
charakteristische Blaufärbung des Gesichts und des Halses sorgte. Auch 
beim Tauchen im Trockenanzug kann es zu blauen Flecken und Quetschungen 
kommen."

Das hat überhaupt nichts damit zu tun:

H. S. schrieb:
> Ist die Differenz
> zu gross, plätzen Alveolen und vanöses Blut stömt in die Lunge. Dieses
> venöse Blut ist "blau", daher der Name.

Lesen bildet!

: Bearbeitet durch User
Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Leute ... eure Art mit Mitmenschen umzugehen ist einfach nur noch 
scheiße!

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Martin S. schrieb:
> Leute ... eure Art mit Mitmenschen umzugehen ist einfach nur noch
> scheiße!

Trink noch einen Schluck und bleib cool :-)

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Dieter F. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> Leute ... eure Art mit Mitmenschen umzugehen ist einfach nur noch
>> scheiße!
>
> Trink noch einen Schluck und bleib cool :-)

Hab jetzt viele Schlücke getrunken. Ich finde den Umgangston, der hier 
inzwischen herrscht, trotzdem noch ziemlich asozial.

Irgendjemand sagt eine Sache, ein anderer ist nicht der gleichen Meinung 
-> Totaleskalation!

So würde sich im realen Leben doch niemand verhalten!

Autor: H. S. (Gast)
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Dieter F. schrieb:
> Das hat überhaupt nichts damit zu tun:

Dach Dieter, das genau ist der Grund. Durch den Druck allein, wird 
nämlich kein Taucherkopf "blau". Und wie Martin schon korrekt 
geschlussfolgert hat, ist meine Erklärung genau die medizinisch 
richtige.

> Lesen bildet!
Denken bildet und das Lesen medizinischer Fachliteratur, lieber Dieter!

Denn "tauchen.de" ist nur etwas für Laien und es wundert nicht, daß dort 
nur uzureichend genau beschrieben ist, was passiert.

Daher sind wir ja auch gegen die Publikation medizinscher Fachthemen auf 
solchen Selfmade Seiten.

Genau, weil Dann Leute wie du falsch informiert sind und ihr Halbwissen 
durch die Gegend tragen.

Martin S. schrieb:
> Irgendjemand sagt eine Sache, ein anderer ist nicht der gleichen Meinung
> -> Totaleskalation!

Es ist ja noch schlechter: Die Eskalastion, die er vollzieht, 
disqualifiziert ihn primär selbst. Allerdings sind es solche 
Unbelehrbaren, die andere mit falschem Wissen versorgen.

Ich habe ganz nüchtern und sachlich den Effekt erklärt, der eigentlich 
unter Medizinern als Blaukommen bezeichnet wird, nämlich das Eindringen 
venösen Blutes in die Lunge infolge der Druckdifferenz. Das passt zum 
Thema Blutdruck und hielt Ich für erwähnenswert.

Dass es noch andere Mechanismen gibt, die Menschen blau anlaufen lassen 
und es daneben noch weitere Taucherkrankheiten gibt, ändert daran 
nichts.

Man sollte eben nur nicht alles in einen (Achtung Wortspiel) "Blautopf" 
werfen.

@Dieter: Du bist mit absoluter Sicherheit nicht der einzige Taucher hier 
im Forum.

Autor: H. S. (Gast)
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● J-A V. schrieb:
> :D
> bei einer Giraffe vielleicht...

Giraffen haben spezielle Venenklappen, die den Druckunterschied 
ausgleichen. Dasselbe vermutet man im Übrigen bei den Brachiosauriern.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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H. S. schrieb:
> Ist die Differenz
> zu gross, plätzen Alveolen und vanöses Blut stömt in die Lunge. Dieses
> venöse Blut ist "blau", daher der Name. An sowas sind schon Leute
> erstickt.

Erstmal, der Lungenkreislauf enthält nur venöses Blut. Dafür ist ja die 
Lunge da, um venöses Blut aufzusättigen. Erst hinter der Lunge ist das 
Blut gesättigt! Die Lunge ist immer voll mit venösem Blut!

Die Arteria Pulmonalis, das ist die Arterie die die Lunge versorgt, ist 
die einzige Arterie des Körpers die venöses Blut transportiert.

H. S. schrieb:
> Giraffen haben spezielle Venenklappen, die den Druckunterschied
> ausgleichen. Dasselbe vermutet man im Übrigen bei den Brachiosauriern.

Der Venendruck hat nur bedingt etwas mit dem arteriellen Druck zu tun, 
das sind zwei Paar Stiefel.

Wenn von Blutdruck die Rede ist, ist im Allgemeinen der arterielle 
Blutdruck gemeint. Der ist naturgemaäss bei Giraffen am höchsten. Da 
spielen Venenklappen erstmal keine Rolle.

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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H. S. schrieb:
> Denken bildet und das Lesen medizinischer Fachliteratur, lieber Dieter!

Na, dann zeig uns doch bitte mal entsprechende Publikationen - lieber 
"multiprogger".

Ansonsten kannst Du auch gerne z.B. mal hier reinschauen:

https://www.gtuem.org/content/977/112/tauchmedizin...

https://books.google.de/books?id=VXYpDwAAQBAJ&pg=P...

https://www.ifm.uni-hamburg.de/de/education/diver/...

etc.

Der Begriff kommt vom "(äußeren) Blaukommen" und wird schon recht früh 
medizinisch abgehandelt:

https://link.springer.com/article/10.1007/BF00664088

Wenn Du schon so gut informiert bist solltest Du zwischen innerem und 
äußerem Blaukommen unterscheiden können und auch beides benennen. Wie 
geschrieben - der Ausdruck kommt vom (heute sogenannten) "äußeren 
Blaukommen".

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