Freie FM-Frequenzen nutzen, um Sender zu bauen

Gast #5190758
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Welche Frequenzen stehen im FM-Band (UKW) derzeit zur Verfügung, um 
einen lokalen Sender zu bauen und was benötigt man dafür?  Ich verwende 
einige kommerzielle FM-Sender, um Musik und Sprache in den Garten zu 
übertragen, scheitere aber an der Reichweite und auch der 
Betriebssicherheit. Oft mals kollidieren die Frequenzen z.B: mit 
FM-Sendern von Autoradios. Man merkt es, wenn die vorbeifahren.

Welche Möglichkeiten bestehen, das zu verbessern?

Hier habe ich einen Beitrag gefunden, der mir aber nicht weiterhilft:
Beitrag "Primitiver Sender"
(Firma: Autotronic) #5190779
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Reinhard S. schrieb:
> Hier habe ich einen Beitrag gefunden, der mir aber nicht weiterhilft:

In dem Beitrag 'Phasenregelschleife als Bandpass' vom Oktober 2017 
findest Du sogar einen Schaltplan. Die PLL-Geschichte mit den 3 CMOS 
IC's und die obere BB204 kannst Du weglassen, dann wird der Aufbau etwas 
einfacher und Du kannst den Sender auf eine freie Frequenz verschieben. 
Die Sendefrequenz ist dann aber nicht mehr so temperaturstabil. 
HF-dichtes Gehäuse mit mehreren Kammern verwenden.

Wenn Du in Stereo senden willst, benötigst Du noch einen Stereocoder 
z.B. mit dem IC: BA1404. Für größere Reichweiten als 1km brauchst Du 
auch noch Endstufen ca. 20 - 100 Watt. Die kannst Du dir aus 
UKW-Amateurfunk-Endstufen (144 MHz) selbst umbauen.

Das ist aber alles nicht so einfach und braucht viel Erfahrung und ist 
außerdem absolut verboten. Auch als Amateurfunker darfst Du nicht im 
UKW-Rundfunkbereich (100 MHz) senden. Damit setzt Du Deine Lizenz aufs 
Spiel.
Gast #5190782
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Hallo

und selbst wenn du die recht einfache Amateurfunkprüfung bestehst und 
ein Rufzeichen erhalten hast wird das wegen des Inhalts deiner 
gewünschten Aussendung nichts werden.
Was prinzipiell auch gut so ist.
Andererseits wäre ein (exklusiver) Bereich für "echten" private Sprach- 
und Musikaussendungen bei nennenswerter erlaubter Leistung  (mehrere 
100mW an einer beliebigen Antenne)eine feine Sache.
Leider wird es so etwas nie geben werden - zu stark ist die "Gefahr" das 
es zu einen wirklichen Privaten, Gema- und Werbefreien und in keiner 
Weise (inhaltlich) eingeschränkten Rundfunk kommen kann - und das darf 
ja selbst im
Kabelgebundenen Internet -keinerlei HF Störungen anderer Nutzer möglich- 
nicht sein wenn nicht alles abgesegnet, jemand Verantwortlich gemacht 
werden kann und immer schön Abgaben an die darbenden "Künstler" und 
Urheber gezahlt wird...

Ham
#5190795
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Michael M. schrieb:
> Für größere Reichweiten als 1km brauchst Du
> auch noch Endstufen ca. 20 - 100 Watt. Die kannst Du dir aus
> UKW-Amateurfunk-Endstufen (144 MHz) selbst umbauen.

naja wenn der TO hier schon fragt wie man einen kleinen Sender im 
unteren Miliwattbereich baut, wird er wohl an dem Umbau einer 2m-Band 
Endstufe auf 3m  scheitern. Dazu bedarf es etwas mehr als ein 
Schaltbild.

Mal davon abgesehen wird er bei solchen Leistungen bei den 
vollautomatischen Messstationen der Bundesnetzagentur nicht unentdeckt 
bleiben.
Bleibt dann zu hoffen, das er sich irgendwie mit denen einigen kann. 
Sonst wird es teuer und eventuell ungemütlich.

Es besteht ja nicht nur das Problem das er unwissentlich wichtige 
Funkdienste nachhaltig stört, sondern es gibt ja auch noch 
Landesmediengesetze die in solch einen Falle greifen. Von der Gema mal 
ganz zu schweigen. Mit denen ist nicht gut Kirchen essen.

Ralph Berres
Gast #5190807
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Ich dachte eigentlich mehr an den Erwerb von Hardware, zumindest als 
Modul, als an einen kompletten Neubau. Die Komplexitzät des HF-Designs 
ist mir durchaus bewusst. Ich stelle mir vor, daß man ein Sendemodul 
nimmt und es entsprechend steuern könnte, was Kanalwahl, Quelle etc 
angeht, gfs mit Steuerung der Leistung. Es wären nämlich nach 
derzeitigem Stand noch andere Informationen zu übertragen, als nur 
Sprache und Musik.

Illegal soll es natürlich nicht werden. So war das jetzt nicht zu 
verstehen.
Gast #5190812
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X. X. schrieb:
> Welche Frequenzen stehen im FM-Band (UKW) derzeit zur Verfügung, um
> einen lokalen Sender zu bauen

Gar keine, solange Du kein Rundfunkanbieter mit entsprechender Lizenz 
bist.

> kommerzielle FM-Sender

Da gibt es zwei Varianten: Legale mit max. 50nW Ausgangsleistung (und 
daher mit minimaler Reichweite) und illegale, die Dir schnell mal teure 
juristische Probleme einbringen.

> Welche Möglichkeiten bestehen, das zu verbessern?

Bluetooth (A2DP) oder Streaming via WLAN.
#5190815
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X. X. schrieb:
> Ich dachte eigentlich mehr an den Erwerb von Hardware, zumindest als
> Modul, als an einen kompletten Neubau.

Es gibt betriebsfertige UKW Sender in diesem Leistungsbereich zu kaufen.

Sie sind allerdings für spezielle Bedarfsträger wie Rundfunkanstalten 
gedacht. Diese dürfen so ein Sender aber auch nicht einfach auf einer 
beliebigen Frequenz in Betrieb nehmen.

Dazu bedarf es erst mal einer Frequenzzuteilung der Bundesnetzagentur, 
welche eine Sendegenehmigung unter Auflagen ausstellt. Diese ist z.B. an 
eine bestimmte Veranstaltung als auch zeitlich gebunden. Die genaue 
Sendefrequenz wird von der Bundesnetzagentur kordiniert. Das heist Sie 
prüft ob es zu Kollisonen mit anderen Sendern auf der gleiche Frequenz 
kommt.

Nach der Koordinierung bekommt dann der Bedarfsträger eine Frequenz mit 
einer bestimmten maximalen Leistung und Bandbreite zugeteilt.

Ob jetzt Rundfunkanstalten alleine eine Sendegenehmigung für solch eine 
Srecke bekommt, oder auch Veranstaltungsfirmen weis ich nicht.

Ralph Berres
#5190818
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Es bleibt einfach illegal, du darfst Sender bauen aber du darfst nicht 
einfach irgendwo Senden lassen. Werden im UKW Bereich noch im KW etc. 
die AFUs haben auch ihre Frequenzen wo Sie Senden dürfen und das nur mit 
Lizenz. Und wie oben schon gesagt wird, wird schnell die BnetzA bei dir 
stehen wenn Ihr Automatisches Messsystem alarm schlägt.
#5190838
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X. X. schrieb:
> Wie machen das eigentlich die lokalen Radiostationen? Wir haben hier in
> der Stadt gleich zwei, die Stadweit zu empfangen sind. Mieten die sich
> da einen FM-slot?

Die müssen sich gleich um mehrere Genehmigungen kümmern.

Einmal müssen sie nach dem Landesmediengesetz erst mal eine Genehmigung 
bekommen, das sie einen Rundfunksender betreiben dürfen. Sprich also 
Inhalte aussenden dürfen.

Als nächstes wird die Gema sich melden und für jedes Gema-angemeldestes 
Liedgut Gemagebühren verlangen.

Der eigentliches Sender gibt es zwei Möglichkeiten.

entweder man mietet einen Sender bei einen Betreiber. Früher konnte man 
das bei der Post mieten. Ob das die Bundesnetzagentur auch noch anbietet 
weis ich nicht.

oder man beantragt eine Sendefrequenz, welche dann einen von der 
Bundesnetzagentur zugeteilt wird,

Wenn man den Sender auf einen Funkturm installieren will , kommt noch 
die Miete des Funkturmbetreibers hinzu. Bei der Bundesnetzagentur ist 
das jetzt die Funkturm-GmbH.

Die Installation der Sende und Antennenanlage muss man selbst bezahlen 
und ist an strenge Auflagen gebunden.

Hat man alle Hürden geschafft, dann darf man loslegen, wobei die 
Bestimmungen des Landesmediengesetzes eingehalten werden muss. Da sind 
z.B. regelmäßiges ausstrahlen von Nachrichten. Für den Inhalt darf man 
natürlich bei den Nachrichtenagenturen auch noch zahlen.

Ralph Berres
Gast #5190843
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"Illegal soll es natürlich nicht werden. So war das jetzt nicht zu
verstehen."

Und genau das ist das Totschlagargument - es gibt leider keinen wirklich 
brauchbaren allgemein zugelassenen Bereich für deine Anwendung.
Entweder ist die Sendezeit begrenzt, es gibt zu viele verschiedene 
Anwendungen im jeweiligen Bereich (ISM-Bereiche), die zulässige 
abgestrahlte Leistung sind lächerlich gering (Legale FM Transmitter im 
Rundfunkbereich), die Bandbreite ist auf reine Sprachaussendungen 
ausgelegt und noch einige Einschränkungen mehr.

Es gibt allerdings für professionelle Drahtlose Mikrofone (also durchaus 
Musik tauglich) einige Frequenzen, welche aber Personenbezogen sind und 
einzeln beantragt werden und zugewiesen (oder auch nicht...)werden, ob 
du als Privatmann da überhaupt eine Chance hast ist mir nicht bekannt, 
es kann durchaus sein das man eine Zuweisung nur als "Profi" 
(Veranstaltungstechnik, Rundfunkorganisationen...) bekommen kann.
Auf jeden Fall werden Gebühren und Regelmäßige Abgaben fällig, und die 
Mikrotonsysteme in diesen Segment sind sehr teuer.
Allgemein zugewiesene Frequenzen in den  preiswerte Kabellose Kopfhörer 
oder Mikrofone arbeiten sind leider nicht exklusiv und überbelegt, 
Störungen muss man hinnehmen.
Ein Ausweg wäre eventuell ein Digitales System in diesen Frequenzbereich 
- aber diese spielen dann wieder in einer ganz anderen Preisliga...

Was mir noch einfällt wäre eine WLAN Nutzung (Datenstrom) aber auch das 
wird nicht ganz so Preiswert werden und ist sicherlich nicht einfach zu 
konfigurieren und man ist zwangsläufig zusätzlich auf geeignete Software 
angewiesen - die bei einen Digitalen Datenstrom (Encodierung und 
Decodierung + Fehlerkorrektur) sich zwangsläufig ergebende Verzögerung 
kann je nach Anwendung verwirrend , störend (Abspielen von 
Musikkonserven) bis absolut Ungeeignet (Mikrotonnutzung für Livemusik, 
Reden usw.) sein .
Da ergeben sich sehr "lustige" Echoeffekte die jeden Praktischen Einsatz 
unmöglich machen...

Ham
#5190850
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Naja er will Musik und Sprache in seinen Garten übertragen. Als 
Empfänger will er vermutlich ganz stinknormale UKW-Rundfunkempfänger 
nutzen.

Ich weis zwar nicht wie groß sein Garten ist. Aber 100Watt benötigt er 
sicherlich nicht. Selbt in Stereo dürften 100mW ausreichen.

Ralph Berres
Moderator Persönliche Seite #5190853
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Ralph B. schrieb:
> Selbt in Stereo dürften 100mW ausreichen.

Sicher sogar noch weniger.  Die „Auto-Kino-Klausel“ im 
Frequenznutzungsplan sieht Sender bis 50 mW vor, damit kann man also 
schon eine nicht ganz kleine Fläche abdecken.  Im Gegensatz zu den 
allgemein zugeteilten 50-nW-Senderchen benötigt man für deren Nutzung 
allerdings eine explizite (und kostenpflichtige) Frequenzzuteilung der 
BNetzA.
#5190856
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X. X. schrieb:
> um Musik und Sprache in den Garten zu
> übertragen, scheitere aber an der Reichweite und auch der
> Betriebssicherheit.

Wie groß ist der Garten? Bluetooth Class 1 schafft 100 m und es gibt mit 
„Advanced Audio Distribution Profile“ die Möglichkeit, Stereosignale 
relativ unverfälscht (für den Garten sollte es reichen, durch 
Blätterrauschen und Vogel„geschrei“ ist SNR sicherlich eingeschränk) zu 
übertragen.

Ciao, Martin
Gast #5190860
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> Als Empfänger will er vermutlich ganz stinknormale UKW-Rundfunkempfänger
> nutzen.

Warum so kompliziert? WLAN oder Blauzahn reichen locker um

> [..] Musik und Sprache in den Garten zu übertragen

Bei ersterem kann man ggf. auch noch einen Repeater dazwischenhängen für 
die Reichweite. Wesentlich einfacher, problemloser, billiger und von der 
erreichbaren Qualität besser als FM über UKW.
(Firma: Autotronic) #5190869
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Ralph B. schrieb:
> Naja er will Musik und Sprache in seinen Garten übertragen. Als
> Empfänger will er vermutlich ganz stinknormale UKW-Rundfunkempfänger
> nutzen.

Für den Garten könnte die Ein-Transistorlösung schon ausreichend sein (1 
Transistor der alles kann). Die Versorgungsspannung wird über einen 
Festspannungsregler stabilisiert, Preemphasis für den korrekten Klang, 
ist auch schon drin (1n und 47K). Nur die Antenne darf er nicht 
anfassen, weil sich die Trägerfrequenz dann total verstimmt. Mit ein 
bisschen Glück bleibt er damit von einem Hausbesuch der BNetzA 
verschont. Sendeleistung max. 10mW.
Angehängte Dateien:
Gast #5190915
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Felix U. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Welche Frequenzen stehen im FM-Band (UKW) derzeit zur Verfügung, um
>> einen lokalen Sender zu bauen
>
> Gar keine. Selbst gebaute Sender darfst du nur als Amateurfunker in den
> entsprechenden Amateurfunkbändern betreiben.

Stimmt doch gar nicht.
Du mussst lediglich die EMV-Normen für die Abstrahlung einhalten. Wenn 
dein Sender unterhalb der Grenzwerte nach EN55022B liegt, ist das legal. 
Unabhängig von der Frequenz. Egal was du sendest.

Weit kommt man damit natürlich nicht, und du müsstest das schon 
nachmessen, sicherheitshalber.
#5190968
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Als Sechzehnjährige in den späten 60er Jahren bastelten mein Freund und 
ich UKW-Gegentaktsenderchen mit ECC85 um 104 MHz und ca 1W Leistung, 
moduliert von einem Horniphon/Philips Tonbandgerät in der Anode und 
einem AM/FM Gemisch, an einen 300 Ohm Faltdipol überm Dach. Mit einem 
UKW Kofferradio bewaffnet auf unseren Fahrrädern konnten wir 
erschreckenderweise (und sehr beeindruckt) das Senderchen in der ganzen 
Stadt rauschfrei aufnehmen. Man macht sich keinen Begriff wie weit UKW 
Wellen oft ausgestrahlt werden. Ein Amateurfunkfreund schimpfte uns dann 
später zusammen als wir ihm von unserem "Erfolg" erzählten, von wegen 
Schwarzsenden, wie unverantwortlich es wäre und daß die Post regelmäßig 
mit den Funkwägen rumfahren würden und wir eine Mords Geldstrafe neben 
Einziehung der Geräte blühen würde wenn wir erwischt werden. Er meinte 
es natürlich gut und bald danach arbeiteten wir auch daran die AFU 
Lizenz zu bekommen. Ich kann nur hoffen, daß sich unsere "Jugendsünden" 
mittlerweile verjährt haben...

Heute würde ich das auch nicht mehr machen. Aber wenn man jung ist, sind 
solche Experimente einfach unwiderstehlich. Das muß man einfach einmal 
gemacht haben.

Naja, die einschlägigen Gesetze sind ziemlich klar. Das sollte 
eigentlich ausschlaggebend sein, erklärte der Hypokrit:-)

Vielleicht könnte man für Gartenaustrahlung mit starken IR Austrahlungen 
weit genug arbeiten. Sennheiser hatte mal solche Sachen im Vertrieb. 
Oder Bluetooth. Ich habe ein Paar BT TX/RX und es funktioniert ziemlich 
weit. Da würde man halt kein Risiko eingehen. Es gibt ja auch diese Bose 
BT Lautsprecher fix und fertig, z.B.
Moderator Persönliche Seite #5191022
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Michael M. schrieb:
> Für den Garten könnte die Ein-Transistorlösung schon ausreichend sein (1
> Transistor der alles kann).

Nein, bitte nicht schon wieder!

Die Unzulänglichkeiten derartiger Krücken sind doch nun wirklich schon
ad nauseum diskutiert worden.  Das sind Oberwellenschleudern bis in
den Gigahertzbereich, die Frequenzstabilität ist sowas von unter aller
sau, dass moderne PLL-gesteuerte Radios vermutlich alle pupslang
nachgestimmt werden müssen.

Wenn es denn unbedingt sein muss, dann sollte man sich so 'ne
50-nW-Gurke „aufbohren“, wenngleich man selbst dabei die Oberwellen
gut im Blick behalten muss.
#5191028
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Jörg W. schrieb:
> Michael M. schrieb:
>> Für den Garten könnte die Ein-Transistorlösung schon ausreichend sein (1
>> Transistor der alles kann).
>
> Nein, bitte nicht schon wieder!
>
> Die Unzulänglichkeiten derartiger Krücken sind doch nun wirklich schon
> ad nauseum diskutiert worden.  Das sind Oberwellenschleudern bis in
> den Gigahertzbereich, die Frequenzstabilität ist sowas von unter aller
> sau, dass moderne PLL-gesteuerte Radios vermutlich alle pupslang
> nachgestimmt werden müssen.
>
> Wenn es denn unbedingt sein muss, dann sollte man sich so 'ne
> 50-nW-Gurke „aufbohren“, wenngleich man selbst dabei die Oberwellen
> gut im Blick behalten muss.

Das kann ich bestätige. Speziell mit UHF Transistorwn wie BFR9x und fT 
von 4.5 GHz. Das sind wirklich Oberwellen Generatoren bis in den GHz 
Bereich hinauf. Auch der MPS H10 und H81 sind furchtbar 
oberwellenhaltig. Mit einem 2N3904 oder BC107 ist das wie zu erwarten 
viel besser.

In der Bucht gibt es dutzende PLL UKW Stereo Sender von 0.5W aufwärts 
an. Mit einem Abschwächer (Pad) kann man natürlich die ERP auf ein 
Minimum begrenzen. Ein mW und darunter sollte für die erwähnte 
Entfernung ausreichend sein.

Rohm hat auch einige interessante PLL UKW Stereo Schaltkreise.

Vor Jahren experimentierten wir auf 144Mhz über 10km Entfernung.

Mit einer Schaltbaren Eichleitung waren wir imstande gerade noch mit 
30uW zu kommunzieren. Auf beiden Seiten waren 10dBd Yagies als Antennen 
eingesetzt.
#5191040
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Hmmm schrieb:
> Heute macht das Media Broadcast (ehemalige T-Systems-Tochter),
> alternativ gibt es z.B. noch UPLINK Networks.

MB macht das noch.

Die UKW-Verbreitung geben sie langsam auf, d.h. die Verträge werden 
nicht verlängert. "Langsam" nur da, wo sie noch gutes Geld verdienen, 
"schnell", wo das nicht so ist. Uplink und Divicon übernehmen das, 
solange UKW noch nicht abgeschaltet wird (Jehova...).

Anekdote #1: Das spassige daran ist, dass mit der Konkurrenz in das 
jahrelang quasi monopolistisch und gerade von den Privaten viel 
kritisierte eingefrorene MB-Preisgefüge Bewegung kommt. Und zwar ganz 
massiv nach oben, weil MB noch "gute" Verträge mit der Deutschen 
Funkturm & Co hat, die neuen aber nicht. Damit wird sich die 
UKW-Verbreitung gerade für die Privaten, die keine eigenen Standorte 
haben, heftig verteuern. Könnte zu einer beschleunigten UKW-Abschaltung 
führen (Jehova^2).

Anekdote #2: In Bayern (wo es juristisch gesehen keinen Privatfunk gibt) 
ist es explizit nicht erwünscht, dass die Privaten die Sender selbst 
betreiben, da die BLM einen "legalen" Ausschaltknopf haben will. 
Deswegen werden die UKW-Sender der MB jetzt von einer 
Tochtergesellschaft der BLM übernommen.
Gast #5191053
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Autor: Ralph Berres (rberres)
Datum: 29.10.2017 17:19

" Von der Gema mal ganz zu schweigen. Mit denen ist nicht gut Kirchen 
essen."

Nein, natürlich nicht. Geweihte Gebäude sind echt schwer verdaulich.
:-)

(Sorry... ich weiß, daß es nur ein Tippfehler ist... ich finde es nur 
köstlich...)
Gast #5191220
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Wenn man nicht von den Bundesnetzfunkbummies in der Mittagspause
enttarnt werden will, hilft ein normgerechtes Signal.

Anbei die Teilerfaktoren für das MMR70-Modul mit einem
maximalem Fehler von 500 Hz:

2713      88899584            -416
2742      89849856            -144
2771      90800128             128
2800      91750400             400
2890      94699520            -480
2919      95649792            -208
2948      96600064              64
2977      97550336             336
3096     101449728            -272
3125     102400000               0
3154     103350272             272
3273     107249664            -336

Kommerzielle Sender liegen bis zu 700 Hz ab...
#5191228
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Um die 100m Reichweite zu bekommen reicht es oft die Antenne am Sender 
zu verbessern.
Bei den zugelassenen FM Transmitter scheitert es einfach an der zu 
kurzen Antenne.
Falls überhaupt eine angeschlossen ist.

Auch mit 50nW kann man genug Reichweite erzeugen wenn der Sender auf 
eine wirklich Freie Frequenz eingestellt wird.

Viele der FM Transmitter lassen sich auf 87,5MHz oder auf 108,0MHz 
abstimmen.
Und diese beiden Frequenzen sind hier in Deutschland recht Frei.

Wo bei im Originalzustand die 50nW Sender fast unbrauchbar sind.

Da haben undichte Kabelnetze eine deutlich größere Reichweite. ;-)

Auch bei Bluetoothmodule kann man mit Passenden 2,4GHz W-Lan Antennen 
die Reichweite Enorm erweitern.

Besser von der Reichweite sind Analoge 868MHz Funkkopfhörer.
Diese haben von Haus aus 10mW und eine halbwegs Abgestimmte Antenne im 
Sender.
Nur auf der Empfängerseite muss man die Antenne verbessern.
Diese liegt oft ungünstig im Kopfhörergehäuse so das der Empfang auf 
größere Entfernung leidet.
Gast #5191270
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eloka schrieb:
> Es gibt Bastler, die schon seit Jahrzehnten weitgehend unbehelligt
> ihre privaten Programme auf UKW abstrahlen.

Und es gibt Bastler die seit Jahren ihre Schulden bei der 
RegTP/Bundesnetzargentur abzahlen, die für den Messeinsatz aufgelaufen 
sind, weil sie eben doch gestört haben.

Ich hab so eine Messung begleiten dürfen und da war es nur ein offener 
PC der den Taxifunk auf der anderen Straßenseite gestört hat.
Chef hatte bei der Rechnung Tränen in den Augen.
#5191359
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Michael M. schrieb:
> Viele der FM Transmitter lassen sich auf 87,5MHz oder auf 108,0MHz
> abstimmen.

Man sollte sich aber um mindestens der halben belegten Bandbreite von 
den Bandgrenzen fernhalten.

eloka schrieb:
> Da richten auch Sendeleistungen in der Grössen-
> ordnung von 5-10W kaum Schaden an.

Würdest du das als Empfehlung an den TO auslegen wollen?
In diesem Falle solltest du dem TO deine ladungsfähige Adresse 
mitteilen, damit er sich gegebfalls an ihn schadlos halten kann, wenn er 
denn doch erwischt wird.

Ich halte solche Aussagen , man kann bewust gegen Gesetze verstoßen, es 
interessiert bzw merkt ja keiner, für extrem problematisch. Insbesonders 
wenn Vorsatz dahinter steht.

Horst schrieb:
> Ich hab so eine Messung begleiten dürfen und da war es nur ein offener
> PC der den Taxifunk auf der anderen Straßenseite gestört hat.
> Chef hatte bei der Rechnung Tränen in den Augen.

Normalerweise verzichtet die Bundesnetzagentur auf Bußgelder oder 
Begleichung der entstandenen Kosten durch den Messeinsatz, wenn der 
Verursacher nachweislich nichts von der Aussendung wusste, wie es wohl 
in diesem Fall war, und sich der Zusammenarbeit mit der 
Bundesnetzagentur nicht verschließt. Er bekommt dann die Auflage Abhilfe 
zu schaffen und gut ist.

Anders sieht es aus wenn man ihm nachweisen kann, das er zumindest von 
einer Ausstrahlung wusste. Dann wird man ihm Vorsatz vorwerfen. Dann 
wird es in der Tat teuer.

Ralph Berres
#5191365
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--- schrieb:
> Wenn man nicht von den Bundesnetzfunkbummies in der Mittagspause
> enttarnt werden will, hilft ein normgerechtes Signal.

Bei geringen Leistungen im Miliwattbereich mag das vielleicht zutreffen.

Aber sie betreiben vollautomatische Messstellen. Die mit 
Sendegenehmigungen ausgestatten Frequenzen in der Gegend werden 
abgespeichert. Sollte eine Aussendung auftauchen , zu welcher keine 
Sendegenehmigung abgespeichert wurde , schlägt das System automatisch 
Alarm. Ab diesen Zeitpunkt wird die betroffene Frequenz genauer 
analysiert, bzw abgehört.

Bei Leistungen im 10W oder gar 100W Bereich ist es ziemlich 
warscheinlich das man in kurzer Zeit auffällt.

Ralph Berres
Gast #5191394
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Ah, ein schönes Thema...

Ich empfehle dazu gern die Bücherserie von Günther Wahl, "Minispione", 
dürften noch im Antiquariat zu finden sein, oder auch gescannt 
vorliegen.

Natürlich, alles verboten-shmerboten. Ich kann nur sagen, trotz diversen 
Störaktionen der benachbarten Radios auf dem Zeltplatz oder 
Funkübertragung eines Bilds unseren Aquariums mit einer 
PAL-Konrad-Kamera habe ich nie einen Peilwagen gesehen. Einfach keine 
Frequenzen stören, die gemonitort werden.
Wer mag, kann sich auch mal die Relay-Tricks von Radio24 (Schweiz) in 
den 80ern ansehen. Das solargepowerte Relay in den Alpen konnte nie 
geortet werden, der Muttersender war wegen fehlender Konzessionen in 
Italien.
Aber als Bastler würde ich es einfach beim proof of concept belassen und 
bei 10 mW aufhören.
Gast #5193020
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Tricks sollten es eigentlich keine sein. War durchaus legal gedacht. 
Wenn es aber so problematisch ist, muss eine andere Lösung her. Ich 
brauche es zwar nicht abhörsicher - aber störsicher.
Moderator Persönliche Seite #5193037
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Hi-Tech-Progger S. schrieb:
> War durchaus legal gedacht.

Dann solltest du dich auf WiFi, Bluetooth oder eine Audioübertragung
auf 868 MHz konzentrieren.

Mit den 50 nW, die im VHF-Rundfunkband hierzulande zulässig sind,
schaffst du die gewünschte Entfernung nicht.  Die niedrige
Leistungsgrenze hat man wohl vorsätzlich so gewählt, dass man damit
halt nur ein wenige Meter entferntes Radio „bespielen“ kann, mehr aber
nicht.
Gast #5193046
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Wenn man illegal senden möchte, sollte man auf Mittelwelle senden. Dort 
ist die Audioqualität schlecht, aber das Risiko Flugfunk oder BOS-Funk 
zu stören ist deutlich geringer. Die Wahrscheinlichkeit dass man 
auffliegt, ist viel geringer.
Besonders wenn man nicht viel Ahnung von Hochfrequenz hat, hat man bei 
niedrigen Frequenzen schneller ein Erfolgserlebnis.
Ich habe sogar auf dem Steckbrett einige Sender aufgebaut, das wäre bei 
UKW nie möglich gewesen.

Es ist natürlich klar, dass man solche Experimente besser nicht machen 
sollte.
Es gibt aber Leute wie mich, die können es einfach nicht lassen und 
bauen ohne viel Wissen einfach drauf los, bis es funktioniert.
Die bauen dann die ein-Transistor-Schaltung zusammen. Ich hab das auch 
gemacht. Die verstimmt bei jeder Bewegung in der Nähe.
Im Gegensatz dazu ist es relativ einfach einen Mittelwellensender zu 
bauen, der stabil funktioniert. Die Wahrscheinlichkeit dass man entdeckt 
wird ist auch geringer. Mit etwas Glück kann man sich im websdr hören.

Es ist eine spannende Sache. Ich kann mir die Stimmung auf 
niederländischen Piratensender Veranstaltungen gut vorstellen und wäre 
auch gerne mal dabei.

Wenn man legal senden möchte, dann sollte man so ein 864Mhz System 
benutzen, wie sie in Funkkopfhörern verwendet werden.
Gast #5193069
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Mir fällt dazu gerade folgendes ein:

Wir betreiben an unseren Fernsehern Funk-Kopfhörer im 868 MHz Bereich.
Der Ton läuft sogar Stereo.
Da meine Frau und ich unterschiedliche Lautstärken bevorzugen (ich bin 
schon ein bisschen taub), tragen wir beide Kopfhörer, wenn wir uns TV 
reinziehen.

Mit diesn Dingern auf dem Kopf, laufe ich in unserem Garten herum und 
habe überall sehr guten Empfang. Der Garten ist 545 m² gross und ich 
habe guten Empfang bis in die hinterste Ecke.

Es wäre ein Leichtes, an so einem Kopfhörer das Signal abzugreifen und 
einer  Wiedergabeeinheit zuzuführen.

Damit wärest du auf der legalen Seite.

whattayathinkabout?

aaaahhh....da ist mir einer zuvorgekommen.
Gast #5193079
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Ja, aber das ist Consumertechnik, nicht getestet, nicht validierbar und 
nicht redundant ausgelegt.

Ich denke über drei Sender nach, die zeitverzögert mit einigen ms senden 
und hinten ein Modul mit drei Empfängern, das alles wieder zusammenbaut.
#5193093
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Das hört sich alles mittlerweile irgendwie an als würde hier nach einer 
Lösung für den professionellen Einsatz gesucht. Nur kosten darf es 
nichts.

Sennheiser z.B. bietet mit Sicherheit auch Lösungen an, die deinen 
Anforderungen genügen.

Hier ist man dann auf der sicheren Seite was zulassungsfähigkeit 
betrifft.

Ralph Berres
Gast #5193115
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Ja, die Gartenübertragung ist jetzt nur proof of concept. Es soll am 
Ende gfs was "Professionelles" werden, aber nicht nur für Audio. Daher 
bin Ich skeptisch ob eine Mikrofonfirma da was Richtiges hat.

Weil:

Die wireless-Mikros müssen in Echtzeit arbeiten, können sich keine große 
Verzögerung leisten. Daher vermute Ich, dass nicht viel codiert oder 
redundant gemacht werden kann. Wie auch?

Das wohl größte Problem laut gestriger Diskussion ist auch die 
Sicherstellung der Funktion. Ich brauche also zertifizierte Module oder 
muss die Sache in Eigenregie prüfen / prüfen lassen. Das betrifft dann 
wahrscheinlich auch die Software / Firmware.
#5193122
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Hi-Tech-Progger S. schrieb:
> Ich verwende
> einige kommerzielle FM-Sender, um Musik und Sprache in den Garten zu
> übertragen, scheitere aber an der Reichweite und auch der
> Betriebssicherheit. Oft mals kollidieren die Frequenzen z.B: mit
> FM-Sendern von Autoradios. Man merkt es, wenn die vorbeifahren.
>
> Welche Möglichkeiten bestehen, das zu verbessern?

Hi-Tech-Progger S. schrieb:
> Ja, die Gartenübertragung ist jetzt nur proof of concept. Es soll am
> Ende gfs was "Professionelles" werden, aber nicht nur für Audio. Daher
> bin Ich skeptisch ob eine Mikrofonfirma da was Richtiges hat.
> ...
> Ich brauche also zertifizierte Module oder
> muss die Sache in Eigenregie prüfen / prüfen lassen. Das betrifft dann
> wahrscheinlich auch die Software / Firmware.

Perfekt - ein Beispiel eines Mikrocontroller-Threads wie aus dem 
Bilderbuch. Nach knapp 60 Beiträgen kriegt der TO die Kurve von „ich 
will Helene Fischer und Bundesliga im Garten hören“ zu „helft mir, mein 
Business-Modell zum Fliegen zu bringen“.
#5193144
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Abdul K. schrieb:
> Dann aber langweilig. Der obige Amateurfunker ist auch ulkig. Wie kam
> der durch die Prüfung?

Ganz einfach:
Die Fragen und nur die korrekten Antworten auswendig lernen. das 
ankreuzen was man kennt. 0 Fehlerpunkte. Der AFU ist sicher keine 
Insigne der Rechtschaffenheit. Nur ein popeliges Hobby mit 
elektromagnetischer Strahlung!
Die Gefahr ist sogar geringer als bei Modellflugzeuge. Man muss sich 
daher nichts einbilden wenn man die Lizenz hat ;-)
Gast #5193439
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> Wenn man illegal senden möchte, sollte man auf Mittelwelle senden.
> Dort ist die Audioqualität schlecht

Die schlechte Tonqualität des Mittelwellen-Rundfunks beruht haupt-
sächlich auf dem stark eingeschränkten NF-Übertragungsbereich, der
meist bei 4,5kHz endet. Dies ist halt dem engen Kanalraster von
nur 9kHz geschuldet.

Theoretisch sind aber auf MW weitaus bessere Übertragungsqualitäten
möglich, etwa wie im UKW-Rundfunk. Anderswo sendet man auf der Mittel-
welle sogar in Stereo:

https://de.wikipedia.org/wiki/C-QUAM
Gast #5193446
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> Er wollte doch sogar schon mit einem Ein-Transistor-Sender senden.

Ja, ja, das heisst dann "proof of concept". :-D  Auf mich wirkt
er mittlerweile wie ein ziemlich durchgeknallter Wichtigtuer,
und ich frage mich, ob der vielleicht einen an der Waffel hat.
Gast #5193615
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Hi-Tech-Progger S. schrieb:
> Oft mals kollidieren die Frequenzen z.B: mit
> FM-Sendern von Autoradios. Man merkt es, wenn die vorbeifahren.

hä???
Sender in vorbeifahrenden Autos?

Hi-Tech-Progger S. schrieb:
> Es gibt halt Themen, wo man nicht so gleich mit dem , was man vorhat
> offen daherkommen möchte:

Das nennt man dann "fröhliches Ratespiel" oder Verarsche der Community
Gast #5194460
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Jörg W. schrieb:
> Ohne Worte:
> Benutzer:Rs1972
2 verschiedene Leute?

Einmal als Gast und einmal registriert?
Beitrag "Anschluss, Bezugsquelle und Auswertung großer touch displays"

Ham schrieb:
> und selbst wenn du die recht einfache Amateurfunkprüfung bestehst und
> ein Rufzeichen erhalten hast wird das wegen des Inhalts deiner
> gewünschten Aussendung nichts werden.

Seit wann braucht es für diesen Fall eine Amateurfunklizenz?
Habe Ich da etwas verpasst?
Beitrag #5198986 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5199014 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5199031 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5199036 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5199039 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5199044 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5199056 wurde von einem Moderator gelöscht.
#5201064
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Heute kann ich das zeigen, weil 20 Jahre ins Land gegangen sind und ich 
laut BNetzA bereits nach 10 Jahren nicht mehr dafür bestraft werden 
kann, wenn kein Menschenleben dadurch gefährdet wurde. Ich habe mich vor 
10 Jahren mit den damaligen RegTP Leuten zusammengesetzt 
(Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) und die haben mir 
das so gesagt. Vor 20 Jahren hießen die noch BAPT (Bundesamt für Post 
und Telekommunikation). Wenn die uns in flagranti erwischt hätten, wäre 
es richtig schlimm für uns geworden. Der Zeitungsartikel dient als 
abschreckendes Beispiel.
Angehängte Dateien:
#5201253
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Tom B. schrieb:
> Da wurde monatelang sicher mit einigen Watt gesendet

Ja, damals (1996) kam gerade der Transistor MRF245 auf den Markt, der 
macht bei 100MHz eine Leistung von 80 bis 100Watt im C-Betrieb. Die 
Oberwellen haben wir mit einem PI-Filter unterdrückt.

1988 hatten wir noch direkt mit 20Watt aus einem VW-Bus gesendet 
(Fotos).
Angehängte Dateien:
#5201311
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Da uns das direkte Senden zu gefährlich erschien, haben wir ab 1993 per 
Richtfunk aus einem Versteck mit einer Yagi-Antenne auf 178 MHz im 
VHF-Bereich zu einem 700 Meter entfernten Frequenzumsetzer gesendet. Der 
dann unser Musiksignal auf 106MHz ausstrahlte.

Auf dem Foto sieht man auch die beiden Steuersender mit Modulator, 
Oszillator und Treiberstufen in den einzelnen HF-Kammern untergebracht 
und mit Styroflexkondensatoren im Oszillatorschwingkreis einigermaßen 
temperaturstabilisiert. Der untere Steuersender erzeugt 106MHz mit einer 
Leistung von 750mW der direkt an die Endstufe angeschlossen werden 
konnte. Der obere erzeugt 178MHz / 500mW, der dann an die 
VHF-Yagi-Antenne angeschlossen werden konnte (für 700 Meter Luftlinie 
ist diese Leistung mehr als ausreichend).
Angehängte Dateien:
Gast #5202896
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Ralf L. schrieb:
> Heute kann ich das zeigen, weil 20 Jahre ins Land gegangen sind ...

Darf ich fragen was euch dazu motiviert hat? Mit dem Wissen war die 
Afu-Prüfung nicht schwer (wenn ich es richtig deute hast du ein 
Rufzeichen welches ungefähr in den 1990ern in DO ausgegeben wurde), und 
z.B. ein 2m Kontest hätte euch mit noch viel mehr selbstgebauter 
Leistung legal bestimmt mehr Spaß machen können. Mehr Spaß, weil es da 
direkt eine Rückmeldung gibt wo und von wem man gehört wird. Diese 
Rückmeldung hatte euer Piratenradio doch sicher nur eingeschränkt.
Gast #5202975
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Manfred M. schrieb:
> Das hat doch nichts miteinander zu tun, da das Ziel ein anderes ist.
Darum geht es mir: Was war das Ziel? Andere über den eigenen 
Musikgeschmack zu informieren?

> Im
> Afu sind z.B. Rundfunk ähnliche Aussendungen nicht erlaubt, und
> Aussendungen in dem Frequenzbereich schon gar nicht.
Ist bekannt.
#5203348
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ZF schrieb:
> Darf ich fragen was euch dazu motiviert hat?

Ja.

ZF schrieb:
> Mit dem Wissen war die
> Afu-Prüfung nicht schwer

Nein. Das war ein Kindergeburtstag  :-)

ZF schrieb:
> wenn ich es richtig deute hast du ein
> Rufzeichen welches ungefähr in den 1990ern in DO ausgegeben wurde

Ja 1992 (DG5DCY).

ZF schrieb:
> ein 2m Kontest hätte euch mit noch viel mehr selbstgebauter
> Leistung legal bestimmt mehr Spaß machen können.

Nein.

ZF schrieb:
> Mehr Spaß, weil es da
> direkt eine Rückmeldung gibt wo und von wem man gehört wird.

Wir hatten ein Postfach (postlagernd), dadurch konnten uns die 
Rundfunkteilnehmer Briefe und Postkarten schreiben, wenn wir zum 
Beispiel Rätselaufgaben gestellt haben.

Zusätzlich konnten uns die Zuhörer auch direkt im VW-Bus anrufen! Dafür 
haben wir ein Modem für eine anrufbare Telefonzelle gebastelt und über 
CB-Funk den Anrufer zum mobilen Studio übertragen. Deswegen auch die 
CB-Funk-Groundplane Antenne mit Magnetfuß auf dem Busdach.
#5203373
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Jörg W. schrieb:
> Habt ihr eigentlich die seinerzeit beschlagnahmte Technik dann
> wiederbekommen?

Die Technik auf den Fotos ist noch vorhanden, aber die Technik die in 
dem Zeitungsartikel abgebildet ist, haben wir nie wiederbekommen. Das 
untere Gerät ist der Sender und das obere Gerät ist ein 
HiFi-Stereo-Videorecorder mit 8 Stunden Longplay-Funktion den wir für 
das Abspielen einer vorproduzierten 8-Stunden-Sendung zweckentfremdet 
haben. Diese Technik haben wir erst ab 1996 eingesetzt und hat auch 
nicht mehr soviel Spaß gemacht, weil wir keine Talkrunden mit 
Telefonanrufern in Echtzeit mehr einspielen konnten.
#5203402
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ZF schrieb:
> Was war das Ziel? Andere über den eigenen
> Musikgeschmack zu informieren?

Nein. Die Musik war nur ein positiver Nebeneffekt. Wenn die Hörer uns 
Samstagabend im Radio gehört haben, kamen die Fans direkt zum Sendeplatz 
und haben CDs, Kassetten, Essen und Trinken, gute Laune und viele 
kreative Anregungen mitgebracht. Es war wie eine Party.

Telefonanrufer die Rätsel gelöst haben, bekamen Preise wie CD,s oder 
Freikarten für Veranstaltungen per Post oder freie Getränke.
#5203657
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Ralph B. schrieb:
> Ich würde das aber trotzdem nicht zur Nachahmung empfehlen.

Ralph B. schrieb:
> Damals waren vollautomatische Messstationen noch nicht so
> verbreitet. Heute sieht das anders aus.

Richtig, zumal es heute nur noch wenige begeisterungsfähige 
Radio-Zuhörer gibt. Damals war ein Piratensender in der Stadt, in der 
man selber wohnt, eine Sensation. Heute schwenkt das junge Publikum 
verständlicher Weise lieber auf Smartphone oder YouTube um. Das ist 
deutlich spannender (Bild und Ton) und dazu auch noch legal.
Beitrag #6116990 wurde von einem Moderator gelöscht.

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