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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug China CNC 2418 Fräse für PCBs - Erste Erfahrungen nicht schlecht!


Autor: Timmo H. (masterfx)
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Ich habe mir aus Spaß mal die CNC 2418 Fräse auch China bestellt für 
~120€ (+60€ Versand + EUSt = ~215€) mit ER11 und 500mW Laser.
Nach meinen ersten Versuchen bin ich eigentlich echt positiv überrascht 
was die Fräse so produziert. Den Laser habe ich jetzt noch nicht 
benutzt, mir ging es in erster Linie darum "mal eben schnell" eine 
Adapterplatine etc. zu machen.
Ohne Autolevel (Heightmap) kann man es eigentlich vergessen, aber mit 
Candle geht es eigentlich ziemlich gut. Man erstellt erst eine Heightmap 
(Platine und Werkzeug an A5 und GND + Probe Prozedur) und wendet diese 
auf den Gcode an, welche man via FlatCAM aus den Gerber-Dateien erzeugt 
hat. So hat man nach 10 Minuten eine fertige Prototyp-Platine. Und das 
geht sogar noch ohne Probleme bis 0603 sowie DFN-x mit 0.8-1.0mm Pitch.
Anbei mal ein paar Bilder meiner ersten Gehversuche. Das Fräsen selbst 
hat nicht länger als 5 Minuten gedauert.
Bild 2 besteht aus einem 1206, 0805 und 0603, sowie SO-IC8. Die 
Leiterbahnen haben 0.5, 0.4, 0.3 und 0.2mm. 0.2mm ist quasi nicht mehr 
vorhanden, aber das geht schon in Ordnung.

Einmal habe ich noch etwas lieblos UV Lötstopp drauf geklatscht, 
allerdings war meine gedruckte Maske wohl nicht lichtdicht genug. Aber 
es hat Potential.

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Autor: Jan L. (ranzcopter)
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...meine Chinafräse heisst anders, sieht aber identisch aus. Wollte sie 
auch für schnelle kleine Prototypen einsetzen - sieht bei dir ja gar 
nicht schlecht aus. Welches Werkzeug/Fräser/Stichel hast du benutzt, 
taugen die mitgelieferten was?

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Jan L. schrieb:
> ...meine Chinafräse heisst anders, sieht aber identisch aus.
> Wollte sie
> auch für schnelle kleine Prototypen einsetzen - sieht bei dir ja gar
> nicht schlecht aus. Welches Werkzeug/Fräser/Stichel hast du benutzt,
> taugen die mitgelieferten was?

Habe die mitgelieferten 0.1mm/20° Gravierstichel. Naja funktionieren 
scheinbar. Ist Wolframstahl. Effektiv bei 0.09mm Einstichtiefe etwa 
0.22mm Breite.

Autor: Jan L. (ranzcopter)
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Timmo H. schrieb:
> Habe die mitgelieferten 0.1mm/20° Gravierstichel. Naja funktionieren
> scheinbar. Ist Wolframstahl. Effektiv bei 0.09mm Einstichtiefe etwa
> 0.22mm Breite.

Danke, ist immer hilfreich, schonmal Richtwerte zu haben. Jetzt muss ich 
das Ding endlich mal zusammenschrauben... :-)

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Jan L. schrieb:
> Timmo H. schrieb:
>> Habe die mitgelieferten 0.1mm/20° Gravierstichel. Naja funktionieren
>> scheinbar. Ist Wolframstahl. Effektiv bei 0.09mm Einstichtiefe etwa
>> 0.22mm Breite.
>
> Danke, ist immer hilfreich, schonmal Richtwerte zu haben. Jetzt muss ich
> das Ding endlich mal zusammenschrauben... :-)

Ja dauert ja nicht lange. Habe 2 Stunden gebraucht

Autor: Timmo H. (masterfx)
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So zweiter Versuch mit UV-Lötstopp... schon besser, aber nicht perfekt. 
Beim nächsten mal Drucke ich die Maske lieber anstatt auf den 
Folienstift zu vertrauen: 
https://drive.google.com/file/d/1NEtxbcTSGCcdXUshv...

Autor: Guido B. (guido-b)
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Hmmh, Google mag mich nicht. Einstellungen zu restriktiv für
Filmchen? Vllt. solltest du es mal mit Youtube probieren, da
hatte ich so Probleme noch nie.

Autor: Siegfried S. (rieselkalk)
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Hallo, finde ich klasse, das du deine ersten Erfahrungen hier preis 
gibst. Aber vielleicht kannst du alles noch ein wenig besser erklären. 
Es sieht alles wie aus Zauberhand für mich aus. Auch der Film. Ich 
möchte bei mir auch einmal so ein Ergebnis sehen. Habe aber selber noch 
mit keiner Fräse gearbeitet. Auch Lötstopp-Lack kenne ich nicht in der 
Hobby-Praxis. Da man mit so einer Fräse auch noch mehr machen kann, 
würde mich auch interessieren welche Software, welche Materialien, mit 
welchen Arbeitsschritten zur Anwendung kommen. Ich habe zur Zeit gerade 
ein D3 Drucker im Aufbau. Kann man vielleicht auch als Fräse mit 
leichten Anforderungen durch Umrüstung nutzen. Somit suche ich auch zur 
Zeit passende Software. "G-Simple" als Freeware hätte mir sehr gefallen, 
leider kann ich es nicht zum Download finden. Hat da jemand eine 
funktionierende Download Adresse oder kann es aus eigenen Bestand zur 
Verfügung stellen. Wurde mal als Freeware und daher ohne rechtliche 
Probleme angeboten.

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Siegfried S. schrieb:
> Aber vielleicht kannst du alles noch ein wenig besser erklären.
Also eigentlich ist der Workflow recht einfach:

===G-Code Erzeugen===
1. Man erzeugt seine Gerberdaten der Platine mit einem PCB-Layout 
Programm seiner Wahl
2. Dann öffnet man das Gerber-File das man fräsen will in FlatCAM
3. Gerber Markieren, den Reiter selected auf machen und dort unter 
"Isolation Routing" den Durchmesser effektiven des Fräs-Werkzeugs 
eintragen (ich nehme meist einen 0.1mm/20° Stichel und stelle den 
Durchmesser auf 0.22), dann auf "Generate Geometry" klicken
4. Dann wieder in den Reiter "Project" und das generierte File (*_iso) 
markieren
5. Den Reiter "Selected" auswählen und dort bei Cut-Z die Frästiefe 
einstellen (ich nehme 0.09mm für eine 35µ Platine) und bei Travel 1mm. 
Die Feedrate stelle ich auf 60-80mm/min. Dann auf "Generate" klicken
6. Dann wieder auf den Reiter "Project" und das neue File markieren 
(*_iso_cn)
7. In den Reiter "Selected" wechseln und auf "Export G-Code" klicken (am 
besten mit der Endung .nc)

===Fräsen===
1. Candle Öffnen
2. File => Open => das soeben generierte nc File auswählen
3. Heightmap Create Dialog öffnen. Dort bei W und H das Rechteck so groß 
machen dass es die Platine komplett einschließt. Probe Grid je nach 
Platinengröße variieren. 3x3 z.B. bei kleineren Platinen.
4. Fräse über Jog-Control an die gewünschte "0" Position fahren. X/Y 
Home auswählen
5. Zwei Kabel (ein Ende Krokodilklemme, anderes Ende Buchse für 
Stifleiste) an PIN A5 und GND der GRBL Platine anschließen. Eine 
Krokodilklemme an die Platine, die andere ans Fräswerkzeug
6. Via Z-Jog nach Auge relativ dicht zur Platine fahren und dann auf den 
Button "Z-Probe" klicken. Die Z-Achse fährt dann langsam runter und 
stopt sobald eine elektrische Verbindung zwischen Platine und 
Fräswerkzeug herstellt wurde. Anschließen auf "Zero Z" klicken.
7. Z-Achse via Jog ca. 1mm hochfahren
8. Im Heightmap Dialog auf "Probe" klicken und warten bis er alle Punkte 
abgefahren hat.
9. Über den Button "Edit Mode" verlassen auf den Button Open Klicken und 
zunächst die Heightmaß speichern und dann auswählen
8. An die Home Position zurückfahren (G00 X0 Y0)
9. Spindel starten und los gehts

==Links==
FlatCAM: http://flatcam.org/download
Candle: https://github.com/Denvi/Candle

: Bearbeitet durch User
Autor: Timmo H. (masterfx)
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Bohren hat auch gut geklappt

Autor: Md M. (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)
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Sehe ich da einen ADNS-XXXX oder Ähnliches? Ich bin neugierig: Woran 
bastelst du da?

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Autor: Felix F. (wiesel8)
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Hallo Timmo,

könntest du mir (auch gerne per PM) das Prinzip mit der Heightmap in 
Candle erklären? Ich habe nicht wirklich verstanden, für was die gedacht 
ist und wie man sie verwendet.

mfg

Autor: Dominik S. (dasd) Flattr this
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Felix F. schrieb:
> Hallo Timmo,
>
> könntest du mir (auch gerne per PM) das Prinzip mit der Heightmap in
> Candle erklären? Ich habe nicht wirklich verstanden, für was die gedacht
> ist und wie man sie verwendet.
>
> mfg

Es geht denke ich darum, dass dein Frästisch und die darauf gespannt 
Platine nie zu 100% eben ist.
Wenn man jetzt mit einer Frästiefe von weniger als 1/10mm arbeitet kann 
es schnell passieren dass der Fräser stellenweise gar nicht mehr in die 
Platine eintaucht weil die Platine an der Stelle z.B. leicht 
"durchhängt".

Es wird deshalb vor dem eigentlichen Fräsvorgang die Heightmap ermittelt 
(sozusagen eine Karte die zu "jeder" Position auf der Platine einen 
Höhenoffset definiert). Diese wird auf den GCode angewendet damit später 
an den entsprechenden Stellen gemäß der Unebenheit der Platine mehr oder 
weniger tief gefräst werden kann (aus Sicht der Fräse) und die 
tatsächliche Fräsung nachher überall (ungefähr) gleich tief ist.

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Md M. schrieb:
> Sehe ich da einen ADNS-XXXX oder Ähnliches? Ich bin neugierig:
> Woran
> bastelst du da?
Genau das ist ein ADNS-2051. War ein erster Prototyp für einen optischen 
Filamentsensor für den 3D-Drucker. Hat sich jedoch dann herausgestellt, 
dass dieser Sensor nicht so zuverlässig das Filament erkennt.
Werde jetzt auf Laser umstellen. Problem bei diesen Sensoren ist die 
Beschaffung. Irgendwie kann man die nirgends so wirklich kaufen. Also 
habe ich mir jetzt einen Haufen China-Lasermäuse bestellt und werde die 
mal auseinander rupfen und gucken welche Sensoren davon brauchbar sind 
und auch noch ein SPI-Interface haben und nicht schon das USB-Interface 
integriert haben.

Felix F. schrieb:
> Hallo Timmo,
>
> könntest du mir (auch gerne per PM) das Prinzip mit der Heightmap in
> Candle erklären? Ich habe nicht wirklich verstanden, für was die gedacht
> ist und wie man sie verwendet.
>
> mfg
Dominik hat es ziemlich genau beschrieben. Bei dem dritten Bild vom 
Ausgangspost siehst du links neben dem 2 Cent Stück wie die Fräsung ohne 
Heightmap aussieht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Md M. (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)
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Timmo H. schrieb:
> Problem bei diesen Sensoren ist die
> Beschaffung. Irgendwie kann man die nirgends so wirklich kaufen

Ich habe auch zuerst haufenweise Mäuse geschlachtet. Habe zum Glück in 
einer Firma gearbeitet, wo die massenhaft angefallen sind. Mir haben 
dann die Optiken nicht mehr ausgereicht, ich bin dann auf fertige 
China-Module umgestiegen. Ca. 10 Euro, nicht billig, dafür aber mit 
wirklich guter Optik. Für deine Anwendung sind die wahrscheinlich nicht 
besonders gut geeignet, aber bei Interesse such z.B. nach CJMCU-110. Da 
steckt der ADNS-3080 drin. Ansonsten kann ich SPI für den ADNS-2610 
bestätigen. Ich könnte auch die Maus-Typen raussuchen, aus denen ich den 
hab.

: Bearbeitet durch User
Autor: Timmo H. (masterfx)
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Habe gerade mal mein ER11 Bohrfutter auf den Motor gemacht. War doch 
nicht so einfach wie ich dachte. Hab das Bohrfutter auf 400°C 
aufgeheizt... ging aber nicht auf die Motorachse. Also habe ich den 
Motor für 30 Minuten bei -18°C ins Tiefkühlfach gelegt, das Bohrfutter 
parallel auf 400°C aufgeheizt und dann gings. Auf jeden Fall sind die 
Kochtopf-Handschuhe nicht für 400°C gemacht LOL

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Autor: Cihan S. (cihan_s)
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Gibt es noch andere Erfahrungen zu dem Teil?
Habe auch interesse als Einstieg in CNC.

Autor: Hans (Gast)
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hmm habe eine 3020 mit kugelumlaufspindel.

Mit dem 400W motor ist mir dauernd die spitze des Stichel abgebrochen. 
daher habe ich das mit dem isolationsfräsen verworfen.

Dass das mit der Spindel überhaupt funktioniert... bin erstaunt!

Habe jetzt einen China Spindel die wesentlich weniger "Schlag" hat. Das 
hört man beim Fräsen ziemlich deutlich...

Würde dem Ganzen auch noch eine Chance geben. Könntest du preisgeben 
welche Daten du für den Vorschub und die Drehzahl gegeben hast???

73

Autor: 123 (Gast)
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Timmo H. schrieb:
> Habe gerade mal mein ER11 Bohrfutter auf den Motor gemacht.

Ganz ohne Lagerung (außer den Motorlager) die vermutlich axial nur 
homöopatische Dosen Kraft aufnehmen dürfen?

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Hans schrieb:
> Könntest du preisgeben
> welche Daten du für den Vorschub und die Drehzahl gegeben hast???
Hatte ich ja geschrieben...
Timmo H. schrieb:
> 5. Den Reiter "Selected" auswählen und dort bei Cut-Z die Frästiefe
> einstellen (ich nehme 0.09mm für eine 35µ Platine) und bei Travel 1mm.
> Die Feedrate stelle ich auf 60-80mm/min. Dann auf "Generate" klicken

Drehzahl... kein Plan. Das was der Motor halt bei 24V so her gibt. Laut 
Hersteller: 7000 U/min @ 24V

123 schrieb:
> Ganz ohne Lagerung (außer den Motorlager) die vermutlich axial nur
> homöopatische Dosen Kraft aufnehmen dürfen?
Selbstverständlich. Funktioniert ja... ich will damit ja kein Alu oder 
gar Stahl fräsen

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Autor: Soilentgreenday (Gast)
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Ich habe ebenfalls ein ER11 Bohrfutter nachgerüstet.
Allerdings habe ich das weniger wissenschaftlich gemacht, und einfach 
mit dem Schraubstock aufgepresst.
Geht auch.
Die passende Spannhülse für die mitgelieferten Stichel ist übrigens 
1/8".

Autor: Hans (Gast)
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Hallo,

hast Du schon Erfahrungen mit dem Laser?

Geht das mit dem Laser evt. die Kupferschicht wegzubrennen?

Bin sehr an deinen weiteren Erfahrungen interesseriert.

Ciao Hans

Autor: mail@froesel.de (Gast)
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Servus,

ich habe das baugleiche Chinamodell und auch einen extra 
China-Lasercutter... der hat nen 2 Watt Laser - für Holz brennt das 
schon ganz gut (blau), aber für Metall noch um einiges zu schwach. Hab 
erstmal Abstand vom Laser genommen, war mir nach nem Loch im Fußboden 
dann doch zu heikel ohne Gehäuse.

Lg Flo

Autor: Stephan (Gast)
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Timmo H. schrieb:
> Selbstverständlich. Funktioniert ja... ich will damit ja kein Alu oder
> gar Stahl fräsen

Na da werden sich die Sinterlager aber freuen. Spielklram. Da hält ja 
die Proxxon noch mehr aus.

Autor: Michael K. (tschoeatsch)
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Beim Proxxon (Langhals BohrSchleifer) gehen halt die Motor-Gleitlager 
hopps. Hält leider auch nicht lange durch. Ersatzmotor kostet ca. 30€.

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Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Beim proxxon gibt's immerhin zwei Lager - vorne ein Kugellager und 
hinten das Motor-Sintergleitlager. Drei wären besser, keine Frage.

Aber bei Timmo gibt's überhaupt nur eines, nämlich das Motorlager.

Autor: Paul H. (powl)
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So, ich habe heute auch mein 2418 Exemplar mal angetestet. Vor einigen 
Wochen hatte ich mir schon eine von einem Kumpel geliehen, die hatte 
keine ER11 Aufnahme sondern nur so einen starren Wellenkoppler, erzielte 
damit aber eine erstaunlich perfekte Rundlaufgenauigkeit. Habs nicht 
gemessen aber mit dem Auge war keinerlei Taumeln an der Spitze der 
0,1mm-Gravierstichel zu erkennen. Im Gegensatz zur ER11-Variante bei 
mir. Hier taumelt der Stichel mit bloßem Auge sichtbar recht deutlich. 
Direkt unterhalb der Spannzange am Schaft des Fräsers habe ich 0,06mm 
Rundlauffehler gemessen. Das ist mehr als die hälfte der 
Gravierstichelspitzenbreite. Damit fang ich gar nicht erst an zu 
gravieren. Im Innenkegel der ER11-Aufnahme habe ich ein Rundlauffehler 
von 0,03mm gemessen. Es kann gut sein, dass hier schon der Hund begraben 
liegt aber eventuell fügt auch die Spannzange selbst noch weitere 
Ungenauigkeiten hinzu.

Ich habe jetzt mal einen Ersatzmotor + starren Wellenkoppler bestellt, 
mal schauen was ich damit für Resultate erzielen kann.

Da ich nicht so lange warten kann werde ich mal versuchen, den 
Innenkegel der ER11-Aufnahme auszuschleifen wie es hier zu sehen ist: 
Youtube-Video "Fixing runout on Chinese spindle"

Indessen habe ich aber mal ein paar Fräsversuche in Plexiglas und Holz 
unternommen. Wenn man sich an die richtigen Parameter rantastet geht das 
ganz gut, allerdings haben diese beiden Teile jeweils schon 20 Minuten 
gebraucht. Große Fräsvolumina gehen da also nicht. Mal schauen auch, wie 
lange das die Sinterlager des Motors mitmachen.

Autor: MaierMüllerSchulz (Gast)
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Paul H. schrieb:
> Da ich nicht so lange warten kann werde ich mal versuchen, den
> Innenkegel der ER11-Aufnahme auszuschleifen wie es hier zu sehen ist:
> Youtube-Video "Fixing runout on Chinese spindle"

Wenn die Autos mal aus China kommen, wirst du auch erst mal die 
klemmenden Kolben ausbauen und rund schleifen. Käme mir nicht in den 
Sinn, als Privatmann ein neues, industriell gefertigtes Produkt 
nachzuarbeiten.

Autor: MaierMüllerSchulz (Gast)
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Nachtrag: Wobei man den Langnasen gerne den Ausschuss andreht.
Paar Euro billiger und die Augen glänzen.

Autor: Paul H. (powl)
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MaierMüllerSchulz schrieb:
> Käme mir nicht in den
> Sinn, als Privatmann ein neues, industriell gefertigtes Produkt
> nachzuarbeiten.

Naja als Privatmann kannst du dich aber durchaus entscheiden, ob du 200€ 
für eine China-Fräse ausgibst oder 500€-1000€ für ein Qualitätsprodukt. 
Dass bei der China-Fräse eventuell ein wenig Nacharbeit erforderlich ist 
sollte jedem schon vorher klar sein.

Ich habe mich lediglich darüber gewundert, dass die technisch überlegene 
ER11-Aufnahme mehr Ungenauigkeit ins System bringt als der simple starre 
Wellenkoppler. Was aber eigentlich auch nicht verwunderlich ist denn die 
Fertigung der ER11-Aufnahme ist ja auch wesentlich komplexer.

Übrigens scheint der Motor zumindest unten doch ein Kugellager zu haben: 
Ebay-Artikel Nr. 292772487982

Autor: Paul H. (powl)
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So, heute habe ich mir mal ein Stündchen Zeit genommen und mit einem 
Kreuztisch und dem Proxxon IBS, die ich noch rumliegen hatte, eine 
Schleifvorrichtung für den Innenkegel der ER11-Aufnahme gemacht. 
Rundlaufgenauigkeit dadurch von 30µ auf >5µ verbessert (erstaunlich 
eigentlich dass es nicht 0µ sind denn sowohl Spindelmotor als auch 
Schleifscheibe drehten sich ja beim Schleifen mit mehreren tausend rpm). 
Subjektiv hat das eine deutliche Verbesserung gebracht denn die 
Gravierstichel taumeln jetzt wesentlich weniger herum. Wenn ich jedoch 
einen langen Fräser einspanne hat der immer noch 50µ Rundlauffehler am 
Schaft an der Spannzange.

Die Spannzange kann ich leider nicht verbessern. Weiß jemand, wo man 
gescheite ER11-Spannzangen zu nicht-mondpreisen kriegt? China: 1€, 
Deutschland: 20€. Wenn es die 20€ eben sein müssen dann soll es so sein 
aber ich würde mich ärgern wenn es irgendwo gescheite Spannzangen für 
ein paar Euro gibt und ich mich hier in DE armkaufe.

Autor: Jannik (Gast)
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Hey,

Vielen Dank, dasa du deine Erfahrungen hier so ausgiebig teilst. Jetzt 
bin ich auch neugierig geworden und sehe mir das mal genauer an.

Mich würde noch interessieren, ob man mit der Fräse auch die Löcher 
bohren kann und die Ausschnitte in der Platine machen kann?

Danke schön.

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Jannik schrieb:
> Mich würde noch interessieren, ob man mit der Fräse auch die Löcher
> bohren kann und die Ausschnitte in der Platine machen kann?
Klar, alle Bohrungen und PCB outline sind damit gemacht worden
Beitrag "Re: China CNC 2418 Fräse für PCBs - Erste Erfahrungen nicht schlecht!"

Autor: Paul H. (powl)
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Timmo H. schrieb:
> Klar, alle Bohrungen und PCB outline sind damit gemacht worden
> Beitrag "Re: China CNC 2418 Fräse für PCBs - Erste Erfahrungen nicht
> schlecht!"

na das geht mit den richtigen Fräsparametern aber auch noch schöner :-P

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