Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LiIon bleibt bei 4,19V hängen und wird warm


von Gustav K. (hauwech)


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Hallo,

mal wieder einen "verschlissenen" originalen Notebookakku mit 
Markenzellen geöffnet und bin dabei, die Zellen zu prüfen. Eine Zelle 
bleibt beim Laden bei 4,19V hängen und genehmigt sich konstant 800mA. 
Habe das Laden daraufhin nach ca. 1 Stunde abgebrochen, da sich die 
Zelle deutlich erwärmt hat.

Kenne ich von Lixx so nicht, üblicherweise geht der Ladestrom auf nahezu 
Null zurück, wobei mein Lader das Laden bei 100mA automatisch beendet.

Die Zelle fällt im praktischen Betrieb nicht auf, gehört eher zu den 
gesünderen Zellen, was Innenwiderstand und Restkapazität betrifft.

Hat jemand eine Erklärung, oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Viele Grüße
Gustav

von MaWin (Gast)


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Balancer noch dran ?

von Gustav K. (hauwech)


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Da ist nix dran: Einzelzelle an Konstantspannung von 4.20V, es fließen 
800mA bei 4,19V und die Zelle wird warm. Die Zelle arbeitet wie eine 
Zenerdiode.

von Ralph S. (jjflash)


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Gustav K. schrieb:
> Da ist nix dran: Einzelzelle an Konstantspannung von 4.20V, es
> fließen
> 800mA bei 4,19V und die Zelle wird warm. Die Zelle arbeitet wie eine
> Zenerdiode.

Manche Zellen "wollen" nur 4,10V !!!
Für Li sind 90mV mehr schon wirklich fast zu viel !

von Gustav K. (hauwech)


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Mag sein, aber die hier ausgebauten Zellen "wollen" alle 4.20V.

von m.n. (Gast)


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Ralph S. schrieb:
> Manche Zellen "wollen" nur 4,10V !!!

Einmal das und zum anderen verkürzt das Laden bis auf 100,00% die 
Lebensdauer der Zellen.

Gustav K. schrieb:
> Mag sein, aber die hier ausgebauten Zellen "wollen" alle 4.20V.

Habe sie das gesagt, oder willst Du sie dazu zwingen?
Wie Du siehst, können sie sich auch wehren!

von Daniel B. (daniel_3d)


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Bist Du sicher, dass Dein Ladegerät in Ordnung ist und Du auch die 
richten Einstellungen vorgenommen hast?

Wenn ich mal von max. 2A Ladestrom ausgehe, und mein Ladegerät würde im 
LiPo-Modus bei 4,19V noch versuchen 800mA in den Akku zu pumpen, würde 
ich mal mein Ladegerät überprüfen.

von Gustav K. (hauwech)


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m.n. schrieb:
> Habe sie das gesagt, oder willst Du sie dazu zwingen?

Die Zellen stammen aus einem Notebookakku und wurden über viele Jahre 
nicht nach Ihren Wünschen gefragt. Mund auf und essen (würg) ...

> Wie Du siehst, können sie sich auch wehren!
Aber nur eine einzige, die anderen fünf haben sich frühzeitig ihrem 
Schicksal ergeben.

Die Akkus werden in dem Notebook alle bis 12,6V geladen, ob es den 
Zellen gefällt oder nicht.

m.n. schrieb:
> Einmal das und zum anderen verkürzt das Laden bis auf 100,00% die
> Lebensdauer der Zellen.

Das ist durchaus so gewollt. Was lang hält, bringt kein Geld.

von batman (Gast)


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Zeigen die anderen evt. das gleiche Verhalten bei über 4.2V?

von Nikolai H. (Gast)


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Dieses Verhalten kenne ich von 3,6V Li-Ion Zellen, die man versucht mit 
einem für 3,7V Zellen konzipierten Ladegerät zu laden...

von Ralph S. (jjflash)


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Nikolai H. schrieb:
> Dieses Verhalten kenne ich von 3,6V Li-Ion Zellen, die man versucht mit
> einem für 3,7V Zellen konzipierten Ladegerät zu laden...

... und die Ladespannung einer 3,6V Zelle beträgt 4,1V, die einer 3,7V 
Zelle beträgt 4,2V !

Der TO will es nur einfach nicht wahrhaben.

von m.n. (Gast)


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Ralph S. schrieb:
> ... und die Ladespannung einer 3,6V Zelle beträgt 4,1V, die einer 3,7V
> Zelle beträgt 4,2V !
>
> Der TO will es nur einfach nicht wahrhaben.

Er möchte sie kaputt bekommen, damit er neue kaufen muß und dann auf 
Gott und den Staat zu schimpfen kann, der ihn per Besteuerung kräftig 
melken will: Hauwech die Kache!

von Der Dreckige Dan (Gast)


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Ralph S. schrieb:
> ... und die Ladespannung einer 3,6V Zelle beträgt 4,1V, die einer 3,7V
> Zelle beträgt 4,2V !

Man muss nicht alles glauben...LiIon ist LiIon. 3,7V-Zellen sind 
Marketing, noch vor diesem neuen Trend wurde jede 3,6V Zelle bis 4,2V 
geladen.


batman schrieb:
> Zeigen die anderen evt. das gleiche Verhalten bei über 4.2V?

Wer will das schon austesten?! Die bessere Frage wäre, ob diese Zelle 
nach dem Trennen vom Ladegerät schneller mit der Spannung absinkt, als 
die anderen.
Falls ja, so ist sie einfach reif für die Tonne. Falls nicht, so 
besitzen wahrscheinlich alle Zellen eine interne Verbräterschaltung, die 
bei ca. 4,2V einsetzt. Wobei die Schaltung der einen Zelle wohl etwas zu 
früh anspricht.

von batman (Gast)


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Da ist der Groschen ganz zum Schluß ja doch noch gefallen. :)
Und warum soll er das jetzt nicht ganz einfach austesten.

von Der Dreckige Dan (Gast)


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batman schrieb:
> Und warum soll er das jetzt nicht ganz einfach austesten

Na vielleicht, weil das nicht sicher der Fall ist? Wenn evtl. nur der 
Separator der einen Zelle bei ca. 4,2V durchbrochen wird, kann sich auch 
so ein ähnliches Verhalten wie das einer Zener einstellen.

batman schrieb:
> Da ist der Groschen ganz zum Schluß ja doch noch gefallen. :)

Dauert bei MC.net traditionell etwas...und ich kann ja nicht jeden 
Thread gleich beantworten...;-)

von asd (Gast)


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> Man muss nicht alles glauben...LiIon ist LiIon

Es gibt verschiedene Varianten der Chemie, je nach Hersteller, und es 
gab defintiv Zellen (vor einigen Jahren) die 4,1V als Ladeschlußspannung 
im Datenblatt hatten. Die Spannung ab der die dann wirklich sofort 
kaputt ist je nach Vorsichtigkeit des Herstellers dann nochmal 0,1 bis 
0,2V höher. Aber auch bei der offiziellen Ladeschlußspannung vom 
Datenblatt gilt: Wenn man sie nicht zu 100% ausreizt hält die Zelle 
länger.

von SWL (Gast)


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Hab ich ähnlich bei einer (genau wie du auch, aus einem Notebook akku 
geräubert) der Akkuzellen auch erlebt. Bei mir waren es aber "nur" 
300mA.

Die zelle landete im Sandeimer auf dem Balkon. Zwei tage später wurde 
sie nochmals ausgebuddelt, gemessen und siehe da, 3,6V.
Jetzt setzte ich sie zum Betrieb meiner Kräuter LED Beleuchtung ein. 
(Ein umgebautes kräutergewächshaus von IKEA)
Eine alte lackdose mit Sand und ein auf 4,1V eingestellter Step Down 
übernehmen die "Sicherungs und Ladefunktion" über ein 5W PV Panel am 
balkon.
Ein DuinoMite Mega übernimmt die restlichen aufgaben. (Zeitsteuerung der 
LED, ladeüberwachung)
Nur kein deckel auf die dose machen, sonst baust du einen Brand/Explosiv 
Geschoss aus der lackdose.
Ist zwar immernoch gefährlich was ich da mache, aber es funktioniert 
seit letztem sommer ganz gut. Jetzt lasse ich sie gemütlich und in ruhe 
in dem setup laufen bis sie nicht mehr will.
Alle anderen Zellen waren noch OK. Die ließen sich sauber auf 4,2V laden 
und das Ladegerät schaltet bei <100mA Ab.

von Gustav K. (hauwech)


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batman schrieb:
> Zeigen die anderen evt. das gleiche Verhalten bei über 4.2V?

Bei den anderen Zellen geht der Ladestrom auf unter 100 mA zurück, so 
dass der Lader automatisch abschaltet. Ich sehe keine Notwendigkeit über 
4,2V zu laden.

m.n. schrieb:
> Er möchte sie kaputt bekommen, damit er neue kaufen muß und dann auf
> Gott und den Staat zu schimpfen kann ...

Liest du eigentlich, was ich schreibe? Es handelt sich hier um einen 
verschlissenen originalen Notebookakku, den jeder normale Verbraucher 
längst im Mülleimer versenkt hätte. Mich interessiert aus bestimmten 
Gründen, in welchem Zustand diese sog. "verbrauchten" Zellen sind.

Der Dreckige Dan schrieb:
> Die bessere Frage wäre, ob diese Zelle
> nach dem Trennen vom Ladegerät schneller mit der Spannung absinkt, als
> die anderen.

Dem ist nicht so. Wie weiter oben schon von mir geschrieben gehört genau 
diese Zelle (eine von sechs) zu denen, die noch in rel. gutem Zustand 
sind, was Innenwiderstand und Restkapazität betrifft. Wenn ich den Lader 
auf 4,15V Ladenendspannung programmiere, dann schaltet der Lader bei der 
Zelle automatisch bei 100 mA ab. Ich habe hier sozusagen eine nahezu 
perfekte Zenerdiode.

Nikolai H. schrieb:
> Dieses Verhalten kenne ich von 3,6V Li-Ion Zellen, die man
> versucht mit
> einem für 3,7V Zellen konzipierten Ladegerät zu laden...

Seit wann läd man LiIon mit 3,6V?

SWL schrieb:
> Hab ich ähnlich bei einer (genau wie du auch, aus einem Notebook akku
> geräubert) der Akkuzellen auch erlebt. Bei mir waren es aber "nur"
> 300mA.

Ok, also bin ich schon mal nicht der Einzige, der solch ein Phänomen bei 
gealterten Zellen beobachtet. Würden sich die LiIon-Zelle ab Werk so 
verhalten, könnte man sich den ganzen Balancerkram sparen und die Zellen 
wie NiCd laden.

von batman (Gast)


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Wo ist denn der Balancerkram verbaut? Im Pack, im Notebook..?

von Gustav K. (hauwech)


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Es gibt bei den Notebookakkus keinen Balancerkram:
Beitrag "Li-Ion ohne Balancer in Werkzeugen?"

Hier gibts Bilder zum fröhlichen Balancer suchen:
Beitrag "Re: Li-Ion - Charger & Balancing"

von Rene K. (Gast)


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einfach den Strom ordentlich erhöhen, dann wird schon irgendwann was 
passieren.

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Gibt es vieleicht ein Datenblatt oder eine Typbezeichnung der Zellen?

von Robert (Gast)


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Li-Ion mit 4,1V Ladespannung sind schon seit sehr langer Zeit nicht mehr 
üblich. Egal ob 3,6 oder 3,7V drauf steht, spätestens seitdem 18650er 
mit 2Ah üblich sind, sind es 4,2V oder mehr.

Wenn die Zelle nicht voll werden will und warm wird, dann ist die 
kaputt. War halt mal tiefentladen und hat dadurch Kupfer-Nadeln bekommen 
und ist in einem "leicht" instabilen Zustand, aus dem die sich auch mal 
selbstständig und etwas effektvoller entladen kann.
Sowas entlädt man zügig und wirft es zeitnah weg.
Ist so und so unbrauchbar, weil sehr hohe Selbstentladung. Bei 2,5Eur 
für eine neue, hochwertige 2,6Ah Zelle kein großer Verlust.

von Philipp G. (geiserp01)


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Mein Super Duper Hyperion Duo Lipo Charger lädt wie folgt (er kennt die 
Zellen, die Chemie und die Kapazität):

Bis 90% Ladung mit Constant Current 16A
Ab 91% dann mit CV 4.2V
Ab 4.16 V geht er in den Balancer Mode. Falls eine Zelle über 4.20 
'drüberschwappt' verbrät er deren Strom mit 80mA, bis alle Zellen eine 
Ladeschlussspannung von 4.20 aufweisen.

Das Vorgehen ist im Modellbausektor so üblich.

von Ryven (Gast)


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Ich hab etwa 2000 Notebook Akkus zerlegt und vermessen.
Was warm wird, weg. Ganz einfach.
Der Rest ist wenn er die Spannung hält gut.

von SWL (Gast)


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Robert schrieb:
> Sowas entlädt man zügig und wirft es zeitnah weg.
> Ist so und so unbrauchbar, weil sehr hohe Selbstentladung. Bei 2,5Eur
> für eine neue, hochwertige 2,6Ah Zelle kein großer Verlust.

Naja, die selbstentladung hält sich bei meiner in grenzen.
Also ganz reif für die tonne ist sie noch nicht. Für die paar LED die 
ich damit betreibe reicht es.
Aber trotz allem gefährliche sache solche zellen erneut zu laden.
Daher auch die blechdose mit sand in der die zelle ihr leben fristet.
Ich hoffe ja insgeheim das sie leise und ohne feuer stirbt. lach

Gustav K. schrieb:
> Ok, also bin ich schon mal nicht der Einzige, der solch ein Phänomen bei
> gealterten Zellen beobachtet.

Und nicht nur bei Akkus aus Notebooks.
16340 Zellen zb. Aus E-Zigaretten, Taschenlampen und Laserpointer.
Haben ja meist keine Überwachung der Akkus, sind die ratz fatz mal auf 
0V entladen.

von Gustav K. (hauwech)


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Robert schrieb:
> War halt mal tiefentladen ...
War sie sicher nicht, sonst hätte die im Akku verbaute Elektronik den 
Akku durch Schmelzen der Sicherung abgeschaltet.

Robert schrieb:
> Ist so und so unbrauchbar, weil sehr hohe Selbstentladung.
Auch das ist nicht richtig, die Zelle hält die Spannung perfekt.

Fred F. schrieb:
> Gibt es vieleicht ein Datenblatt oder eine Typbezeichnung der Zellen?
Sanyo, mehr kann ich nicht bieten

SWL schrieb:
> Naja, die selbstentladung hält sich bei meiner in grenzen.
> Also ganz reif für die tonne ist sie noch nicht.
Verhält sich hier ebenso.

von SWL (Gast)


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Gustav K. schrieb:
> War sie sicher nicht, sonst hätte die im Akku verbaute Elektronik den
> Akku durch Schmelzen der Sicherung abgeschaltet.

Das klingt logisch.

Gustav K. schrieb:
> Sanyo, mehr kann ich nicht bieten
>
> SWL schrieb:
>> Naja, die selbstentladung hält sich bei meiner in grenzen.
>> Also ganz reif für die tonne ist sie noch nicht.
> Verhält sich hier ebenso.

Bei mir auch Sanyo! Die Panasonic die ich aus einer Taschenlampe hatte 
war jedenfalls schneller hinüber.

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