Hallo, mal wieder einen "verschlissenen" originalen Notebookakku mit Markenzellen geöffnet und bin dabei, die Zellen zu prüfen. Eine Zelle bleibt beim Laden bei 4,19V hängen und genehmigt sich konstant 800mA. Habe das Laden daraufhin nach ca. 1 Stunde abgebrochen, da sich die Zelle deutlich erwärmt hat. Kenne ich von Lixx so nicht, üblicherweise geht der Ladestrom auf nahezu Null zurück, wobei mein Lader das Laden bei 100mA automatisch beendet. Die Zelle fällt im praktischen Betrieb nicht auf, gehört eher zu den gesünderen Zellen, was Innenwiderstand und Restkapazität betrifft. Hat jemand eine Erklärung, oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht ? Viele Grüße Gustav
Da ist nix dran: Einzelzelle an Konstantspannung von 4.20V, es fließen 800mA bei 4,19V und die Zelle wird warm. Die Zelle arbeitet wie eine Zenerdiode.
Gustav K. schrieb: > Da ist nix dran: Einzelzelle an Konstantspannung von 4.20V, es > fließen > 800mA bei 4,19V und die Zelle wird warm. Die Zelle arbeitet wie eine > Zenerdiode. Manche Zellen "wollen" nur 4,10V !!! Für Li sind 90mV mehr schon wirklich fast zu viel !
Mag sein, aber die hier ausgebauten Zellen "wollen" alle 4.20V.
Ralph S. schrieb: > Manche Zellen "wollen" nur 4,10V !!! Einmal das und zum anderen verkürzt das Laden bis auf 100,00% die Lebensdauer der Zellen. Gustav K. schrieb: > Mag sein, aber die hier ausgebauten Zellen "wollen" alle 4.20V. Habe sie das gesagt, oder willst Du sie dazu zwingen? Wie Du siehst, können sie sich auch wehren!
Bist Du sicher, dass Dein Ladegerät in Ordnung ist und Du auch die richten Einstellungen vorgenommen hast? Wenn ich mal von max. 2A Ladestrom ausgehe, und mein Ladegerät würde im LiPo-Modus bei 4,19V noch versuchen 800mA in den Akku zu pumpen, würde ich mal mein Ladegerät überprüfen.
m.n. schrieb: > Habe sie das gesagt, oder willst Du sie dazu zwingen? Die Zellen stammen aus einem Notebookakku und wurden über viele Jahre nicht nach Ihren Wünschen gefragt. Mund auf und essen (würg) ... > Wie Du siehst, können sie sich auch wehren! Aber nur eine einzige, die anderen fünf haben sich frühzeitig ihrem Schicksal ergeben. Die Akkus werden in dem Notebook alle bis 12,6V geladen, ob es den Zellen gefällt oder nicht. m.n. schrieb: > Einmal das und zum anderen verkürzt das Laden bis auf 100,00% die > Lebensdauer der Zellen. Das ist durchaus so gewollt. Was lang hält, bringt kein Geld.
Zeigen die anderen evt. das gleiche Verhalten bei über 4.2V?
Dieses Verhalten kenne ich von 3,6V Li-Ion Zellen, die man versucht mit einem für 3,7V Zellen konzipierten Ladegerät zu laden...
Nikolai H. schrieb: > Dieses Verhalten kenne ich von 3,6V Li-Ion Zellen, die man versucht mit > einem für 3,7V Zellen konzipierten Ladegerät zu laden... ... und die Ladespannung einer 3,6V Zelle beträgt 4,1V, die einer 3,7V Zelle beträgt 4,2V ! Der TO will es nur einfach nicht wahrhaben.
Ralph S. schrieb: > ... und die Ladespannung einer 3,6V Zelle beträgt 4,1V, die einer 3,7V > Zelle beträgt 4,2V ! > > Der TO will es nur einfach nicht wahrhaben. Er möchte sie kaputt bekommen, damit er neue kaufen muß und dann auf Gott und den Staat zu schimpfen kann, der ihn per Besteuerung kräftig melken will: Hauwech die Kache!
Ralph S. schrieb: > ... und die Ladespannung einer 3,6V Zelle beträgt 4,1V, die einer 3,7V > Zelle beträgt 4,2V ! Man muss nicht alles glauben...LiIon ist LiIon. 3,7V-Zellen sind Marketing, noch vor diesem neuen Trend wurde jede 3,6V Zelle bis 4,2V geladen. batman schrieb: > Zeigen die anderen evt. das gleiche Verhalten bei über 4.2V? Wer will das schon austesten?! Die bessere Frage wäre, ob diese Zelle nach dem Trennen vom Ladegerät schneller mit der Spannung absinkt, als die anderen. Falls ja, so ist sie einfach reif für die Tonne. Falls nicht, so besitzen wahrscheinlich alle Zellen eine interne Verbräterschaltung, die bei ca. 4,2V einsetzt. Wobei die Schaltung der einen Zelle wohl etwas zu früh anspricht.
Da ist der Groschen ganz zum Schluß ja doch noch gefallen. :) Und warum soll er das jetzt nicht ganz einfach austesten.
batman schrieb: > Und warum soll er das jetzt nicht ganz einfach austesten Na vielleicht, weil das nicht sicher der Fall ist? Wenn evtl. nur der Separator der einen Zelle bei ca. 4,2V durchbrochen wird, kann sich auch so ein ähnliches Verhalten wie das einer Zener einstellen. batman schrieb: > Da ist der Groschen ganz zum Schluß ja doch noch gefallen. :) Dauert bei MC.net traditionell etwas...und ich kann ja nicht jeden Thread gleich beantworten...;-)
> Man muss nicht alles glauben...LiIon ist LiIon
Es gibt verschiedene Varianten der Chemie, je nach Hersteller, und es
gab defintiv Zellen (vor einigen Jahren) die 4,1V als Ladeschlußspannung
im Datenblatt hatten. Die Spannung ab der die dann wirklich sofort
kaputt ist je nach Vorsichtigkeit des Herstellers dann nochmal 0,1 bis
0,2V höher. Aber auch bei der offiziellen Ladeschlußspannung vom
Datenblatt gilt: Wenn man sie nicht zu 100% ausreizt hält die Zelle
länger.
Hab ich ähnlich bei einer (genau wie du auch, aus einem Notebook akku geräubert) der Akkuzellen auch erlebt. Bei mir waren es aber "nur" 300mA. Die zelle landete im Sandeimer auf dem Balkon. Zwei tage später wurde sie nochmals ausgebuddelt, gemessen und siehe da, 3,6V. Jetzt setzte ich sie zum Betrieb meiner Kräuter LED Beleuchtung ein. (Ein umgebautes kräutergewächshaus von IKEA) Eine alte lackdose mit Sand und ein auf 4,1V eingestellter Step Down übernehmen die "Sicherungs und Ladefunktion" über ein 5W PV Panel am balkon. Ein DuinoMite Mega übernimmt die restlichen aufgaben. (Zeitsteuerung der LED, ladeüberwachung) Nur kein deckel auf die dose machen, sonst baust du einen Brand/Explosiv Geschoss aus der lackdose. Ist zwar immernoch gefährlich was ich da mache, aber es funktioniert seit letztem sommer ganz gut. Jetzt lasse ich sie gemütlich und in ruhe in dem setup laufen bis sie nicht mehr will. Alle anderen Zellen waren noch OK. Die ließen sich sauber auf 4,2V laden und das Ladegerät schaltet bei <100mA Ab.
batman schrieb: > Zeigen die anderen evt. das gleiche Verhalten bei über 4.2V? Bei den anderen Zellen geht der Ladestrom auf unter 100 mA zurück, so dass der Lader automatisch abschaltet. Ich sehe keine Notwendigkeit über 4,2V zu laden. m.n. schrieb: > Er möchte sie kaputt bekommen, damit er neue kaufen muß und dann auf > Gott und den Staat zu schimpfen kann ... Liest du eigentlich, was ich schreibe? Es handelt sich hier um einen verschlissenen originalen Notebookakku, den jeder normale Verbraucher längst im Mülleimer versenkt hätte. Mich interessiert aus bestimmten Gründen, in welchem Zustand diese sog. "verbrauchten" Zellen sind. Der Dreckige Dan schrieb: > Die bessere Frage wäre, ob diese Zelle > nach dem Trennen vom Ladegerät schneller mit der Spannung absinkt, als > die anderen. Dem ist nicht so. Wie weiter oben schon von mir geschrieben gehört genau diese Zelle (eine von sechs) zu denen, die noch in rel. gutem Zustand sind, was Innenwiderstand und Restkapazität betrifft. Wenn ich den Lader auf 4,15V Ladenendspannung programmiere, dann schaltet der Lader bei der Zelle automatisch bei 100 mA ab. Ich habe hier sozusagen eine nahezu perfekte Zenerdiode. Nikolai H. schrieb: > Dieses Verhalten kenne ich von 3,6V Li-Ion Zellen, die man > versucht mit > einem für 3,7V Zellen konzipierten Ladegerät zu laden... Seit wann läd man LiIon mit 3,6V? SWL schrieb: > Hab ich ähnlich bei einer (genau wie du auch, aus einem Notebook akku > geräubert) der Akkuzellen auch erlebt. Bei mir waren es aber "nur" > 300mA. Ok, also bin ich schon mal nicht der Einzige, der solch ein Phänomen bei gealterten Zellen beobachtet. Würden sich die LiIon-Zelle ab Werk so verhalten, könnte man sich den ganzen Balancerkram sparen und die Zellen wie NiCd laden.
Wo ist denn der Balancerkram verbaut? Im Pack, im Notebook..?
Es gibt bei den Notebookakkus keinen Balancerkram: Beitrag "Li-Ion ohne Balancer in Werkzeugen?" Hier gibts Bilder zum fröhlichen Balancer suchen: Beitrag "Re: Li-Ion - Charger & Balancing"
einfach den Strom ordentlich erhöhen, dann wird schon irgendwann was passieren.
Gibt es vieleicht ein Datenblatt oder eine Typbezeichnung der Zellen?
Li-Ion mit 4,1V Ladespannung sind schon seit sehr langer Zeit nicht mehr üblich. Egal ob 3,6 oder 3,7V drauf steht, spätestens seitdem 18650er mit 2Ah üblich sind, sind es 4,2V oder mehr. Wenn die Zelle nicht voll werden will und warm wird, dann ist die kaputt. War halt mal tiefentladen und hat dadurch Kupfer-Nadeln bekommen und ist in einem "leicht" instabilen Zustand, aus dem die sich auch mal selbstständig und etwas effektvoller entladen kann. Sowas entlädt man zügig und wirft es zeitnah weg. Ist so und so unbrauchbar, weil sehr hohe Selbstentladung. Bei 2,5Eur für eine neue, hochwertige 2,6Ah Zelle kein großer Verlust.
Mein Super Duper Hyperion Duo Lipo Charger lädt wie folgt (er kennt die Zellen, die Chemie und die Kapazität): Bis 90% Ladung mit Constant Current 16A Ab 91% dann mit CV 4.2V Ab 4.16 V geht er in den Balancer Mode. Falls eine Zelle über 4.20 'drüberschwappt' verbrät er deren Strom mit 80mA, bis alle Zellen eine Ladeschlussspannung von 4.20 aufweisen. Das Vorgehen ist im Modellbausektor so üblich.
Ich hab etwa 2000 Notebook Akkus zerlegt und vermessen. Was warm wird, weg. Ganz einfach. Der Rest ist wenn er die Spannung hält gut.
Robert schrieb: > Sowas entlädt man zügig und wirft es zeitnah weg. > Ist so und so unbrauchbar, weil sehr hohe Selbstentladung. Bei 2,5Eur > für eine neue, hochwertige 2,6Ah Zelle kein großer Verlust. Naja, die selbstentladung hält sich bei meiner in grenzen. Also ganz reif für die tonne ist sie noch nicht. Für die paar LED die ich damit betreibe reicht es. Aber trotz allem gefährliche sache solche zellen erneut zu laden. Daher auch die blechdose mit sand in der die zelle ihr leben fristet. Ich hoffe ja insgeheim das sie leise und ohne feuer stirbt. lach Gustav K. schrieb: > Ok, also bin ich schon mal nicht der Einzige, der solch ein Phänomen bei > gealterten Zellen beobachtet. Und nicht nur bei Akkus aus Notebooks. 16340 Zellen zb. Aus E-Zigaretten, Taschenlampen und Laserpointer. Haben ja meist keine Überwachung der Akkus, sind die ratz fatz mal auf 0V entladen.
Robert schrieb: > War halt mal tiefentladen ... War sie sicher nicht, sonst hätte die im Akku verbaute Elektronik den Akku durch Schmelzen der Sicherung abgeschaltet. Robert schrieb: > Ist so und so unbrauchbar, weil sehr hohe Selbstentladung. Auch das ist nicht richtig, die Zelle hält die Spannung perfekt. Fred F. schrieb: > Gibt es vieleicht ein Datenblatt oder eine Typbezeichnung der Zellen? Sanyo, mehr kann ich nicht bieten SWL schrieb: > Naja, die selbstentladung hält sich bei meiner in grenzen. > Also ganz reif für die tonne ist sie noch nicht. Verhält sich hier ebenso.
Gustav K. schrieb: > War sie sicher nicht, sonst hätte die im Akku verbaute Elektronik den > Akku durch Schmelzen der Sicherung abgeschaltet. Das klingt logisch. Gustav K. schrieb: > Sanyo, mehr kann ich nicht bieten > > SWL schrieb: >> Naja, die selbstentladung hält sich bei meiner in grenzen. >> Also ganz reif für die tonne ist sie noch nicht. > Verhält sich hier ebenso. Bei mir auch Sanyo! Die Panasonic die ich aus einer Taschenlampe hatte war jedenfalls schneller hinüber.
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