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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug TO-5 Gehäuse öffnen


Autor: Markus A. (goldhaube)
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Hallo Forum,

weiß jemand, wie man eine TO-5 Gehäuse öffnen kann. Sägen oder Schleifen 
sind wegen der Verschmutzung nicht erwünscht. Irgendwie wäre es nicht 
schlecht, wenn man den Gehäusekranz mit einer selbstgebauten 
Schneidvorrichtung durchtrennen könnte (siehe Bild TO-5).
Aber vielleicht gibt es da auch bereits erprobte Methoden.

Vielen Dank im Voraus

Mit besten Grüßen
Markus

Autor: oszi40 (Gast)
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Markus A. schrieb:
> TO-5 Gehäuse öffnen

Kommt ganz darauf an, wie schön es werden muß. Seitenschneider?

Autor: Uwhdgtdz (Gast)
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Hallo

vielleicht ein kleiner Rohrschneider der nur sehr vorsichtig immer enger 
gestellt wird?
Habe bei ähnlichen "Rohren" recht gute Erfahrung gemacht - allerdings 
waren die etwas stabiler als man das bei einen TO5 Gehäuse erwarten kann 
- auch ist ein TO5 Gehäuse von der Höhe halt recht gering.
Aber: "Versuch macht klug" und einen kleinen Rohrschneider kann man 
immer wieder gebrauchen.

Uwhdgtdz

Autor: Markus A. (goldhaube)
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Danke für die schnellen Antworten.

Das Problem dabei ist, es dürfen beim öffnen keine Partikel enstehen.
Es besteht der Verdacht, dass die Lieferung im inneren Verunreinigungen 
aufweisen. Deshalb möchte man die Gehäuse im Reinraum öffnen und 
kontrollieren.

Danke
LG
Markus

Autor: MaWin (Gast)
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Markus A. schrieb:
> weiß jemand, wie man eine TO-5 Gehäuse öffnen kann

Mit einem Schneidenseiter so ansetzen und dabei herumdrehen. Selbes 
Prinzip wie beim Rohrschneider aus dem Heizungsbedarf. Da trennt man 
Rohre auch ohne Materialabtrag.

Autor: MaWin (Gast)
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Tja, ich säge sie knapp über dem unteren Kragen mit einer Metallsäge 
rundrum ein, so dass nur der obere Deckel und nicht der Bodenkörper 
durchtrennt wird, aber du willst keinen Staub.

Man kann auch den ganzen Kragen unten von der Seite rundrum abfeilen und 
dann den Deckel abziehen, macht auch Staub.
Obwohl man den Staub natürlich vor dem abziehen entfernen könnte.

Seitlich mit einem Rohrschneider kann ein Problem sein wenn man zu tief 
ansetzt, dann kann man die Kappe trotzdem nicht nach oben abziehen.

Da könnte dein Abtrennwerkzeug besser sein, von unten aber nicht 
schneiden sondern bloss gegenhalten.

TO5 ist nur am unteren Kragen verschweisst.

Autor: Markus A. (goldhaube)
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Danke

LG Markus

Autor: MaWin (Gast)
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Autor: Goldhaube (Gast)
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Perfekt, genau dass brauchen wir.

Danke

Beitrag #5349243 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Der Andere (Gast)
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speedport Gast schrieb im Beitrag #5349243:
> Rubbelschutzpaste

Was ist denn das?

Autor: Widerstand (Gast)
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MaWin schrieb:
> Das wäre was für dich:
>
> https://www.thorlabs.com/newgrouppage9.cfm?objectg...

Sowas lag schon vor Jahren bei meinen Eltern in der Küchenschublade. :)

Autor: georg (Gast)
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Markus A. schrieb:
> Das Problem dabei ist, es dürfen beim öffnen keine Partikel enstehen.
> Es besteht der Verdacht, dass die Lieferung im inneren Verunreinigungen
> aufweisen

Da wird es euch wenig nützen, die Gehäuse selbst zu öffnen, da behauptet 
die Gegenseite selbstverständlich, dadurch wäre der Unrat erst 
reingekommen. Das kann nur eurer eigenen Information dienen, für eine 
Reklamation muss man wohl ein unabhängiges Labor beauftragen.

Georg

Autor: Michael W. (Gast)
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Und? - wie öffnet 'ein unabhängiges Labor' solche Gehäuse derart, daß 
man sicher sein kann, keinerlei 'Verunreinigungen' zu erzeugen? Der 
Lieferant/Hersteller kann sich immer noch hinstellen und sagen: "Das, 
was ihr mir da zeigt, kommt durch das Öffnen des Gehäuses, nicht durch 
die Produktion!" Und denne? Lehnt er sich zurück und wartet ab.

Gibt's da keine anderen Möglichkeiten? Röntgen oder Radar? Irgendwas, 
das zerstörungsfrei den 'Inhalt' so abbildet, daß man eine gesicherte 
Aussage treffen könnte...?

Autor: Andy (Gast)
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Was spricht denn gegen das Dokumentieren des Öffnungsprozesses?
Würde ich genauso wie der TS machen.

Autor: Maik S. (yellowbird)
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Und danach unterm REM/EDX schauen, aus welchem Material die 
Verunreinigung ist, ggf. die beim Öffnen entstandenen Partikel als 
Vergleich mit aufnehmen.

Autor: Florian R. (Firma: TU Wien) (frist)
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Hi,
vielleicht muss man gar nicht aufmachen. Vielleicht kann man die 
Partikel auf einem Micro-CT Scann sehen. Nur wenn man da dann nichts 
sieht, ist man auch noch nicht weiter, weil man nicht ausschließen kann, 
das sie zu klein, oder zu 'durchsichtig' sind.

Grüße
Flo

Autor: Markus A. (goldhaube)
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Hallo,

die TO-Einheit besteht ja aus einem Sockel und einer Kappe. Wie werden 
die beiden Komponenten fertigungstechnisch zusammengefügt. Wird das 
mittels
Press-, Klebe- oder Schweißverfahren realisiert?


Zufällig bin ich, bezüglich ionischen Verunreinigungen, auf einen 
interessanten Artikel gestoßen. Wen es interessiert, hier der Link:
http://www.all-electronics.de/auswirkungen-von-ionischen-verunreinigungen/


Mit besten Grüßen
Markus

Autor: oszi40 (Gast)
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Florian R. schrieb:
> vielleicht muss man gar nicht aufmachen.

Frag mal einen Zahnarzt. Evtl. könnte er es röntgen?
In manchen alten Transistoren purzelte eine Perle zur Deaktivierung. 
Diese meinst Du nicht zufällig? Es wäre interessant WARUM Markus das 
Gehäuse öffnen möchte.
-Ist das Kristall zu klein?
-Gehäuse undicht?
-Brauchst Du behelfsweise einen Fototransistor???

Autor: oszi40 (Gast)
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Markus A. schrieb:
> Es besteht der Verdacht, dass die Lieferung im inneren Verunreinigungen
> aufweisen. Deshalb möchte man die Gehäuse im Reinraum öffnen und
> kontrollieren.

Sorry hatte ich überlesen. Früher gab man der Putzfrau einige Expemplare 
zum Abkochen im Sieb. Später wurden diese ausgemessen ob sie ihre Daten 
behalten haben oder das Gehäuse undicht war.

Autor: Markus A. (goldhaube)
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Die Produktions-Chargen sollen stichprobenartig überprüft werden.
Effekt: Fehlerprophylaxe und ein zusätzlicher Kontrollgewinn bezüglich 
der
angelieferten Bauelement, die dann bei uns weiterverarbeitet werden.

Gruß Markus

Autor: oszi40 (Gast)
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Es ist erfreulich, daß es noch Qualitätsanalysen gibt.
Markus A. schrieb:
> Produktions-Chargen sollen stichprobenartig überprüft

Dann sprich mit einem Werkzeugmacher. Er hat bestimmt eine Idee für ein 
schönes Tool ähnlich Büchsenöffner. Ein altes Sprichwort sagt leider "Wo 
gehobelt wird, da fallen Späne". So gesehn wird Reinstraum wohl etwas 
optimistisch sein? Allerdings besteht schon Hoffnung, daß man mit dem 
PC-Mikroskop einiges vermessen UND DOKUMENTIEREN könnte wie z.B. die 
Chipgröße und die Bonddrähte. Bei der optischen 2N3055-Diagnose sind 
dabei ja auch schon zahlreiche Fake-Typen entdeckt worden.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Markus A. schrieb:
> Das Problem dabei ist, es dürfen beim öffnen keine Partikel enstehen.
> Es besteht der Verdacht, dass die Lieferung im inneren Verunreinigungen
> aufweisen.

Koks? Heroin?

Autor: Mani W. (e-doc)
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Eines verstehe ich ganz und gar nicht:

Was ist so wichtig unter der TO-5 Kappe, dass man nachsehen muss,
ob es mit rechten Dingen da drinnen vorgeht?

Markus A. schrieb:
> Es besteht der Verdacht, dass die Lieferung im inneren Verunreinigungen
> aufweisen. Deshalb möchte man die Gehäuse im Reinraum öffnen und
> kontrollieren.

Wer zerlegt einen 3 Beiner mit der Absicht, Verunreinigungen 
nachzuweisen?

Bitte um Beantwortung!

Autor: John D. (drake)
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Mani W. schrieb:
> Eines verstehe ich ganz und gar nicht:
>
> Was ist so wichtig unter der TO-5 Kappe, dass man nachsehen muss,
> ob es mit rechten Dingen da drinnen vorgeht?

Du glaubst gar nicht, was es alles gibt. Wir hatten einmal schlecht 
gesägte Chips in TO46-Packages. Teilweise war die aktive Fläche der 
Chips angesägt!

Verunreinigungen (Sägeschlamm), schlechte oder falsche Bondungen, 
Kurzschlüsse verursacht durch zu viel leitfähigen Kleber,...

Wie auch immer: die korrekte Antwort auf die Fraage des TO kam bereits 
von MaWin.

Autor: Mani W. (e-doc)
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John D. schrieb:
> Du glaubst gar nicht, was es alles gibt. Wir hatten einmal schlecht
> gesägte Chips in TO46-Packages. Teilweise war die aktive Fläche der
> Chips angesägt!

Dann muss es vorher (vor der Öffnung) doch Probleme gegeben haben, die
einen veranlassen, in das Innere sehen zu wollen!

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Michael W. schrieb:
> Und? - wie öffnet 'ein unabhängiges Labor' solche Gehäuse derart, daß
> man sicher sein kann, keinerlei 'Verunreinigungen' zu erzeugen?

z.B. durch Aufätzen mit Salpetersäure. Kopfüber hängend. Die 
Konzentration muß man so wählen, das noch ein akzeptabler Abtrag 
stattfindet, anderseits die Lösung nicht anfängt mit kochen, denn sonst 
werden innenliegende Partikel, die man ja nachweisen will, u.U. mit 
aufgelöst, je nachdem, woraus sie bestehen.

Autor: John D. (drake)
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Mani W. schrieb:
>
> Dann muss es vorher (vor der Öffnung) doch Probleme gegeben haben, die
> einen veranlassen, in das Innere sehen zu wollen!

Vielleicht weil man einen 8D-Report erstellen muss? Oder für eine 
formlosere Art der Ursachenforschung? Ja selbst die Ingenieuren - 
hoffentlich - eigene Neugierigkeit sollte ein ausreichender Grund sein.

Autor: Mani W. (e-doc)
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John D. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>>
>> Dann muss es vorher (vor der Öffnung) doch Probleme gegeben haben, die
>> einen veranlassen, in das Innere sehen zu wollen!
>
> Vielleicht weil man einen 8D-Report erstellen muss? Oder für eine
> formlosere Art der Ursachenforschung? Ja selbst die Ingenieuren -
> hoffentlich - eigene Neugierigkeit sollte ein ausreichender Grund sein.

Zitat aus dem Report:

Im 8D Report werden die Art der Beanstandung, Verantwortlichkeiten und 
Maßnahmen zum Beheben des Mangels festgeschrieben.

Ich hatte gefragt, ob es Probleme gegeben hat...


Und in jungen Jahren hatte ich auch mal einen 2N3055 aufgesägt oder
einen 2N2219 oder einen OC abgeschabt, einfach um mal hinein sehen
zu können oder diese Bauelemente als Lichtsensor zu verwenden,
aber niemals, weil ich Dreck im Inneren vermutete...

Macht man das heute so ohne Grund?

Autor: Michael W. (Gast)
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Mani W. schrieb:
> Macht man das heute so ohne Grund?

Der TO wird sicherlich (s)einen Grund haben...

Markus A. schrieb:
> Es besteht der Verdacht, dass die Lieferung im inneren Verunreinigungen
> aufweisen.

Daher vermute ich, daß es mit Geräten/Baugruppen, in denen das zu 
untersuchende Bauteil eingesetzt wird/ist, zu Problemen kam hinsichtlich 
einer korrekten Funktion. Und es diese Probleme vorher bzw. mit einem 
anderen Hersteller nicht gab. Also versucht man, der Ursache (= 
Vermutung:im inneren Verunreinigungen) auf den Grund zu gehen und ggfs. 
dem Hersteller dieses Bauteils, falls möglich, 'die Hammelbeine 
langzuziehen' und ihn in Regress zu nehmen.

Just my 2 cent...

Autor: oszi40 (Gast)
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Michael W. schrieb:
> zu Problemen kam hinsichtlich einer korrekten Funktion.

Nennt sich Qualitätsprüfung und kann viel Geld sparen wenn man 
rechtzeitig Fake-Transistorenen erkennt. Siehe alte Beiträge z.B.
Beitrag "Reichelt Fake Ware ?"
Beitrag "Re: ### Gefälschte Transistoren !"

Man darf nicht immer NUR die 3 Cent Transitorpreis sehen. Wenn das Ding 
nicht funktioniert und eine Garantieleistung am Ende der Welt hinzukommt 
kosten schon Flug und Hotel einige Euros mehr...

Autor: Markus A. (goldhaube)
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Hallo,

wir haben mit der speziellen Zange von der Firma thorlabs das TO-5 
Gehäuse geöffnet. Funktioniert, bis auf die ungenaue manuelle 
Andruckkraft, perfekt.
Eventuell werden wir diese manuelle Öffnungsmethode mit einer halb 
automatisierten Vorrichtung perfektionieren und damit ein präzises 
Öffnen erreichen.

Eine meiner Fragestellungen lautete:
"die TO-Einheit besteht ja aus einem Sockel und einer Kappe. Wie werden
die beiden Komponenten fertigungstechnisch zusammengefügt. Wird das
mittels Press-, Klebe- oder Schweißverfahren realisiert? "

Wir haben herausgefunden, dass die beiden Teile mittels Schweißverfahren 
zusammengefügt werden. Also, hätte das mit dem Abschneiden des Kragens, 
so wie wir anfangs dachten, nicht funktioniert.

Gruß Markus

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