Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Elektrotechnik wissen erweitern


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von Damian M. (hackintosh)


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Moin alle zusammen,

besuche das Berufliche Gymnasium & meine Ausbildung als 
Industrieelektriker beginnt im August.


Ich war natürlich im Bereich Elektrotechnik und habe da natürlich jede 
Menge gelernt aber das ist mir nicht genug.
Ich programmiere gerne im meiner Freizeit auf Arduino LVL
und zeichne & ätze eigenen Platinen.

Daher meine Fragen weil ich mein Wissen in dem Bereich erweitern möchte:




-Gibt es irgendwelche Sammlungen von Schaltungen die man kennen muss & 
die oft       gebraucht werden ?

-Gibt es irgendwelche Bücher die mann kennen muss ?
Habe da was von der "Elektronik-Fibel" gehört. Sollte man sich das durch 
lesen?



Studieren kann ich leider aus privaten Gründen nicht, will dennoch nicht 
aufhören dazu zu lernen.



Deswegen nehme ich alles was ich nehmen kann

Mit freundlichen Grüßen

: Verschoben durch Moderator
von Mark (Gast)


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Tietze/Schenk. Allerdings sind viele damit überfordert. Das wirst du 
schon an dem Gejammer sehen, das hier gleich kommt. Noch dazu ist das 
Buch sehr teuer.

von Hans (Gast)


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Mark schrieb:
> Tietze/Schenk. Allerdings sind viele damit überfordert. Das wirst
> du schon an dem Gejammer sehen, das hier gleich kommt. Noch dazu ist das
> Buch sehr teuer.

Soll auch Bibliotheken geben.

Zudem fliegen so Bücher gerne auf Uni Seiten als PDF herum, The Art of 
Electronics findet man z.B bei mehreren amerikanischen Unis. Die werden 
sicherlich die passende Lizenz haben um das verteilen zu dürfen...

von Der C. (derchris)


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Ich würde dir empfehlen, dir irgendein Gebiet der Elektronik auszusuchen 
und dich darin einzuarbeiten. Das Feld ist einfach gigantisch groß 
geworden.

Ich bin mir nicht sicher ob du bei deinem Vorwissen aus dem 
Tietze/Schenk viel ziehen kannst. Es wird eben >1000 Seiten 
"rumgerechnet". Dem einen hilft das für das Verständnis, dem anderen 
nicht. Es ist ein gutes Buch, aber sicher nicht für jeden geeignet.

Art of electronics enthält z.B. eine dermaßene Fülle an Informationen, 
dass man schnell das "überfliegen" anfängt. Wenn man sich aber ein 
Kapitel raussucht und das ein paar Wochen/Monaten durcharbeitet (nicht 
nur durchließt) kann einem das viel bringen.

von Georg M. (g_m)


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> Elektrotechnik wissen erweitern

https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Elektrotechnik

von Damian M. (hackintosh)


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Der C. schrieb:
> Ich würde dir empfehlen, dir irgendein Gebiet der Elektronik auszusuchen
> und dich darin einzuarbeiten. Das Feld ist einfach gigantisch groß
> geworden.


Ich interessiere mich sehr für Computer.
Für‘s programmieren und für das entwickeln von kleinen Apps.
Habe mir dein 3D Drucker gebaut.
Eine eigene Drohne.
Bin grade an einer CNC Fräsw dran.
Und sonst bastel ich halt eher in dieser Richtung.


Also die Platinek layouten ich zum Teil selbst.


Ich hoffe die paar Sachen reichen um von euch in etwa zu erfahren 
welcher Teilgebiet für mich am besten geeignet wäre.

von Harlekin (Gast)


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Motoren (nach einem guten Buch Ausschau halten)
- BLDC Motoren mit BEMF
- BLDC Motoren mit Hallsensoren
- Dreiphasenmotoren
- Frequenzumrichter
- Schrittmotoren
- Servos
- Motorregelschaltungen

Leistungselektronik
https://www.mikrocontroller.net/articles/Leistungselektronik

Spannungsversorgung
- Längsregler
- Schaltnetzteile

Bauelemente
- Grundschaltungen Operationsverstärker
  https://www.mikrocontroller.net/articles/Operationsverst%C3%A4rker-Grundschaltungen
- Transistoren
  https://www.mikrocontroller.net/articles/Transistor
- FET
  https://www.mikrocontroller.net/articles/FET
- Optokoppler
- Kühlkörper
  https://www.mikrocontroller.net/articles/K%C3%BChlk%C3%B6rper

Sensorik
- Näherungssensoren
- Lichtschranken
- Wegmesssysteme

EMV gerechtes Layouten
https://www.mikrocontroller.net/attachment/2813/EMV.pdf
https://www.swisst.net/emv16.html?file=files/swisstnet/de/dokumente/EMV/EMV_2016/Praesentationen/EMV16_Schweitzer.pdf

Wünschenswerte Ausrüstung:
- Multimeter
- Oszilloskop
- Online-Debugger
- Logic Analyzer

von Olaf (Gast)


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> Tietze/Schenk. Allerdings sind viele damit überfordert.

Das Problem vom TS ist nicht unbedingt die Ueberforderung sondern das es 
sich eher an Studenten widmet. Also mit der Intention: "Lern das jetzt 
oder du faellst durch die Klausur und wirst Strassenfeger" Es ist nicht 
gerade das Buch das man aus Spass liesst. Da ist The Art of Elektroniks 
von Winfried Hill sicher deutlich lesenwerter.

Olaf

von Der C. (derchris)


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Damian M. schrieb:
> Ich hoffe die paar Sachen reichen um von euch in etwa zu erfahren
> welcher Teilgebiet für mich am besten geeignet wäre.

Es ist trotzdem schwierig einzuschätzen wie du das gemacht hast. Was war 
denn der Ausgangspunkt für Drohne und 3d-Drucker? Gab es schon ein 
mechanisches Set (ich vermute ja, frage aber trotzdem)? Hattest du die 
Schaltung selber entwickelt oder aus dem Internet übernommen? Hast du 
die Programmierung komplett oder teilweise selbst gemacht?

Ich kann momentan gar nicht die Vorkenntnisse einschätzen. Aber ich 
antworte mal basierend auf dem was ich vermute.

- Ich würde als Anfänger versuchen die Grundbestandteile von Schaltungen 
auf höherer Ebene zu verstehen. Z.B. sollte man wissen wie man 
Schaltungsteile zusammenschaltet ohne, dass sie sich beeinflussen 
(erstes Kapitel Art of electronics erklärt das sehr schön wie ich 
finde). Man sollte wissen, dass man Linearregler für ein paar Cent 
kaufen kann und wie sie sich verhalten. Ein paar einfache OpAmp 
Schaltungen. 3-4 einfache Filter, die sich leicht berechnen lassen, ... 
Aufzählung unvollständig.

- Die Details wie die Chiphersteller diese Grundbestandteile aufbauen 
wäre m.E. erst der zweite Schritt (wenn überhaupt). Man kann am Anfang 
Wochen verbringen irgendwelche Transistorschaltungstricks nicht zu 
kapieren, aber das hilft einem als Hobbyisten nicht weiter.

- Transistoren würde ich mir erstmal nur als Schalter anschauen und sie 
in dem Zusammenhang wirklich zu verstehen versuchen.

- Solange man nichts mit HF macht fallen viele Probleme schonmal weg 
(z.B. zu langsame OpAmp) und man kann bei der Bauteilauswahl nicht so 
viel falsch machen.

- Wenns für irgendwas ein 5Cent IC gibt, würde ich das immer nehmen 
anstatt es wochenlang selber zu machen und doch nicht so gut 
hinzukriegen --> da sind wir aber am Anfang...du brauchst einen 
Überblick was es gibt.

--> Wenn du des englischen mächtig bist, würde ich mir Arts of 
electronics holen, aber immer nur abschnittsweise lesen, sonst erschlägt 
es dich mit der Informationsfülle.

von oszi40 (Gast)


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Damian M. schrieb:
> besuche das Berufliche Gymnasium

Man kann viel lernen. Besser ist natürlich, wenn man schon ein Ziel hat 
und durch ein PRAKTIKUM weiß, in welche Richtung es später laufen soll. 
Die Einen wollen Lokomotiven konstruieren, andere finden Lasertechnik 
toll. Grundlagen und Netzteile werden überall gebraucht. Manches lernt 
man nie aus Büchern, sondern praktisch an "Organspendern" vom Schrott.

von Der Andere (Gast)


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Arbeite das hier durch:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm
dann bist du 300% schlauer als vorher. Mindestens!

von Jürgen Wissenwasser (Gast)


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Wenn Dir Englisch nichts ausmacht und Du bereit bist etwas zu stöbern, 
dann sieh' Dir die Design-Supports und Tutorials von 
Halbleiterherstellern an. Beispiele

http://www.analog.com/en/education/education-library.html
https://www.maximintegrated.com/en/design/technical-training.html
http://www.microchip.com/training/
https://training.ti.com


Die behandeln die Themen natürlich unter Nutzung ihrer eigenen ICs und 
etliche Tutorials sind High-End (no na - da steckt ja deren geballtes 
Wissen drin und die Mitarbeiter der Firmen sollen das wohl auch direkt 
nutzen).

Also: Tietze-Schenk als Warm-up durchblättern, dann aber die obigen 
Tutorials -die können Dir auch bei praktischen Projektarbeiten 
weiterhelfen. Zukünftige Arbeitgeber werden es wohlwollend aufnehmen, 
daß Du nicht bei "Elektronik-Fibeln" aus den späten 80ern 
hängengeblieben bist - mit den diskreten Aufbauten sind die heillos 
veraltet.

von Wühlhase (Gast)


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Naja, ich hab auch schon Appnotes von Herstellern gesehen wo es mir 
fürchterlich gegraust hat.

Eine Appnote gibt dir in der Regel nur Ratschläge, wie du etwas machen 
kannst. Da steht nicht ob man es so machen muß, oder gar warum. Zum 
Nachbauen OK, zum Lernen (im Sinne von klüger und fähiger zu werden) 
halte ich das für schlecht.

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