Hallo zusammen, also ich habe folgendes Problem, ich möchte einen ADC
benutzen und zwar den PCM1803 der hat einen Eingangsbereich von +-1,5V
um die Centerspannung von 2,5V. Der Eingangsbereich soll aber +-5V
betragen.
(Es sollen AC und DC mit bis zu 48kHz und 24bit gemessen werden. Daher
der PCM 1803... der ist gesetzt)
Wie macht man das nun? Differenzverstärker hat man schonmal aus
Stichwort bei mir fallen lassen, aber ich hab von Analogtechnik einfach
zu wenig Erfahrung.
Bitte um Hilfe.
Danke
Nico160381 schrieb:> ich möchte einen ADC> benutzen und zwar den PCM1803 der hat einen Eingangsbereich von +-1,5V> um die Centerspannung von 2,5V. Der Eingangsbereich soll aber +-5V> betragen.
Also, Du hast ein Eingangssignal +5V ... GND ... -5V.
Der ADC hat eine Mittel- oder Centerspannung von +2,5V und +/-1,5V
Amplitude.
D.h., +4,0V ... +2,5V ... +1,0V.
Es wird eine Verstärkung von 3,0V/10V = 0,3 benötigt, also eine
Verringerung der Eingangsamplitude. Ferner muß das Ausgangssignal um
+2,5V angehoben werden.
Es wäre hilfreich wenn Dir dabei die Referenzspannung des ADC, die +2,5V
zur Verfügung stehen würden. Eigentlich benötigt man nur einen OPV.
Wie hochohmig muß der Eingang sein?
Unter Umständen werden dann zwei OPV nötig sein.
mfg Klaus
Hallo Klaus,
danke für die schnelle Antwort.
Ja, an die Refernzspannung kommt man ran, da man einen externen
Kondensator beschalten muss. das wäre also kein Problem...
die Hochohmigkeit spielt erstmal ein zweite Rolle...
Wie müsste ich die Schaltung denn aufbauen? Hab da euch noch keinen
Plan...
Könntest du mir weiter helfen? evtl. eine Handskizze oder was schnell
geht für dich?
Tausend dank!
VG,
Nico
Hallo Nico,
ich habe mal auf die Schnelle etwas passendes mit LTspice entworfen.
Der erste OPV mindert das Signal (+5V ... -5V, 1kHz) um den Faktor 3,3.
Input : +5V ... -5V
Output: +4V ... +1V
Im Diagramm siehst Du die rote Kurve mit dem Inputsignal.
Die grüne Kurve gibt den Output wieder.
Als OPV kannst Du den TL072 nehmen, ein Doppel-OPV.
https://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=21556;SEARCH=tl072
Der Vorteil ist, er ist (relativ) rauscharm und hat sehr hohe
Eingangswiderstände. Kostet bei Reichelt 0,23 €.
Da Du +/-5V verarbeiten möchtest muß die Versorgungsspannung des OPV
entsprechend groß sein. +/- 5V wären zuwenig. Es sollten schon +/- 7.5V
sein. 7,0V täten es bestimmt auch noch, mehr als +/-12V braucht man
nicht vorsehen.
Das Verhältnis von R1 und R2 ist für die Minderung des Signals wichtig.
Den 3k Widerstand gibt es auch bei Reichelt.
https://www.reichelt.de/0-6W-1-1-00-k-Ohm-9-76-k-Ohm/2/index.html?ACTION=2&LA=2&GROUPID=3078;SID=15VuFRrawQATcAAMHEr1Ue524fa420d038b9d73d93337e1b7c141
Eigentlich sind 10K und 3,3K häufige Werte.
R3, R4, R5 und R6 kannst Du auch als 3,0K Widerstand einsetzen.
Soll die Bandbreite der Schaltung begrenzt werden?
mfg Klaus
Danke Klaus,
Bandbreite soll von DC bis 5kHz sein...
Wenn ich noch Rauschärmer werden möchte, dann müsste ich vermutlich
bessere OPs nehmen?
Das ist wirklich ein toller "service" von Dir, nochmals : Danke!
VG Nico
Danke Klaus,
ich werd's trotzdem mit deiner Schaltung versuchen die du mir vorher
geschickt hattest, da ich nicht genau versprechen kann dass beim
DCDC-Wandler noch 5V ankommen oder nur 4,5V? (Kabellängen zwischen
Quelle und Senke)) Das ist doch ein Eagle file bei dir, oder? Ich
arbeite auchmit Eagle, ich bau es mal nach...
Kann man solch "Komplexe" Schaltungen auch mit LTSpice Simulieren?
Welchen OPV kannst du empfehlen? Er soll Rauscharm sein, Kosten sind
nicht wichtig...
Besten Dank und besten Gruß,
Nico