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Forum: HF, Funk und Felder RFM12 vs "einfache" 433MHz Module


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Autor: Rainer U. (r-u)
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Liebe alle,

Ich habe ein bischen mit so einfachen 433MHz Modulen (Sender / Empfänger 
separat) gebastelt und mit verschiedenen Antennenformen Tests gemacht 
(draht 17,3cm, mal gerade, mal aufgewickelt, in verschiedene Richtungen 
gehalten usw.) siehe

Beitrag "Antenne 433MHz gerade oder spirale oder egal?"

Der Sender / die Sendeantenne ist dabei in einer 
Elektro-Installations-Klemmdose untergebracht (provisorisches Gehäuse, 
super Tip hier aus dem Forum).

Ich komme damit so auf 5m Reichweite (5V Versorgungsspannung, aufwändig 
zu ändern), bräuchte aber so ca 20m.

Zwischen Sender und Empfänger gibt es als Sicht-Hindernis später noch 
eine (doppelte) Fensterscheibe und eine ca. 1m breite Hecke.

Aus Eurer Erfahrung heraus - sollte ich mit RFM12-Modulen - auch mit 5V 
versorgt - wesentlich bessere oder vergleichbare Ergebnisse erzielen? 
(das würde ich als nächstes ausprobieren)

Autor: Horst S. (Gast)
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Rainer U. schrieb:
> und eine ca. 1m breite Hecke

Wie hoch ist denn diese und aus welcher Höhe sendest Du selbst?

Autor: Rainer U. (r-u)
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Horst S. schrieb:
> Wie hoch ist denn diese und aus welcher Höhe sendest Du selbst?

ca. 2m hoch und ich möchte gerne knapp über dem Boden senden können. 
Signal muss also "durch"..

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

eins der Probleme bei den einfachen Sendern ist es wohl, daß die bis 12V 
geeignet sind und z.B. in üblichen Funkfernbedienungen auch mit 12V 
Batterie betrieben werden.
Die RFM-Module erreichen ihre zugelassene Sendeleistung bei 3,3V bzw. 
5V.

Direkte Werte kann ich nicht anbeiten, meine RFM02 (RFM12) kommen hier 
im Altbau vom Keller in den 1.Stock absolut zuverlässig. Betrieb mit 3V 
Li-Batterie. Aus dem Gefrierfach durch 2 (dünne) Wände über ca. 5m 
ebenfalls. Da ist die "Sendeantenne" zusammengeknautscht irgendwie in 
das Minigehäuse gepackt. Empfangsantenne ist der 16,5cm Draht senkrecht 
stehend.
FSK-Shift 120kHz, baudrate 20kBaud, Paketlänge 32 Byte.
Sendeleistung Keller und Gefrierfach Maximum, sonst -3dB/-6dB um Strom 
zu sparen. ;)

Gruß aus Berlin
Michael

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Autor: Georg M. (g_m)
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Rainer U. schrieb:
> Ich komme damit so auf 5m Reichweite (5V Versorgungsspannung, aufwändig
> zu ändern), bräuchte aber so ca 20m.

Etwas stimmt nicht. Vergleiche z.B. mit dem (3V, bis 150m):

https://www.lidl.de/de/silvercrest-funk-tuerklingel/p272223



Rainer U. schrieb:
> Aus Eurer Erfahrung heraus - sollte ich mit RFM12-Modulen - auch mit 5V
> versorgt - wesentlich bessere oder vergleichbare Ergebnisse erzielen?
> (das würde ich als nächstes ausprobieren)

Einfache 433MHz Module arbeiten mit ASK, die Module von Shenzhen Hope 
Microelectronics können FSK. Außerdem sind die nicht so einfach wie 
einfache Module.

http://www.hoperf.com/rf_transceiver/modules/

Autor: Fred R. (fredylich)
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Hallo Rainer,

Draht 17,3cm gerade für 433MHz ist schon okay.

Habe schon viele Projekte mit RFM12B (868 MHz) erstellt keine Probleme 
bis 200 m wenn sich Antennen „sehen“. In mein Haussteuerung- Projekt ist 
ein Sender im Keller(Stahlbetondecke) Zentraler Empfänger im 
Nebengebäude ca. 25 m.
Ja man muss immer die optimalen Parameter- Einstellungen der Module 
finden. Ist ja von Ort zu Ort nicht immer gleich.
Somit war meine Entscheidung für RFM12B nach vielen Test der 
verschiedene Module wohl die richtige. Da alles mit ATMega's gesteuert 
wird (5 Volt) benötige ich nur 2 Dioden in Reihe zum Modul VCC. Ja, Ja 
das funktioniert auch Zuverlässig.


Mit freundlichen Grüßen
fredred

Autor: Rainer U. (r-u)
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Danke für die Erfahrungen - Ihr seid super! Dann werde ich mich mal mit 
den RFM12's bschäftigen.

Autor: Joachim B. (jar)
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Fred R. schrieb:
> Habe schon viele Projekte mit RFM12B (868 MHz) erstellt keine Probleme
> bis 200 m wenn sich Antennen „sehen“. In mein Haussteuerung- Projekt ist
> ein Sender im Keller(Stahlbetondecke) Zentraler Empfänger im
> Nebengebäude ca. 25 m.
> Ja man muss immer die optimalen Parameter- Einstellungen der Module
> finden. Ist ja von Ort zu Ort nicht immer gleich.

ich habe nachgebaut und dann aufgegeben, kam nicht mal einen Raum weiter 
mit
Beitrag "Beispielprogramm für RFM12 433MHz Funk-Module"
https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_RFM12

innerhalb eines Raum klappte das bis 9600 Bd

: Bearbeitet durch User
Autor: Helmut L. (helmi1)
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Autor: Johannes S. (jojos)
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Mit den RFM69 / 868 MHz komme ich auch vom Gewächshaus im Garten bis ins 
Haus, etwa 30 m. Das ist noch nicht optimiert und es gehen auch Pakete 
verloren, bei einer Temperaturmessung aber kein Problem. Als Antenne ist 
am Gateway im Haus ein gerades Stück Draht, der Sensor im Gewächshaus 
hat eine Spiralantenne. Die gibts billig bei AliExpress für 433 oder 868 
MHz.

Autor: Rainer U. (r-u)
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Johannes S. schrieb:
> Mit den RFM69 / 868 MHz

Ah das ist interessant - über die bin ich auch gestolpert:

Ebay-Artikel Nr. 272526179443

Sind die denn auch Software-kompatibel mit RFM12b ? Dann könnte ich - 
bequem wie ich bin - auf fertige Bibliotheken und Beispiele 
zurückgreifen (ich habe nur jede Stunde ein paar Byte zu übertragen..)

Autor: Fred R. (fredylich)
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Rainer U. schrieb:
> ind die denn auch Software-kompatibel mit RFM12b ? Dann könnte ich -
> bequem wie ich bin - auf fertige Bibliotheken und Beispiele
> zurückgreifen (ich habe nur jede Stunde ein paar Byte zu übertragen..)

Nein.

Das Hauptproblem ist immer “auf fertige Bibliotheken“ zusetzen. Ist dir 
bekannt viele Einstellungen so ein Modul hat?
z.B  Kanal 1 ist Standarteinstellung der vielen Module (Spielzeuge oder 
Funksteckdosen usw.). Habe es auch schon erlebt. Fehler wahr 
Übersteuerung.
Wenn in deinem Umfeld nicht extreme Störungen im (868 MHz) sind kann ich 
RFM12B Module empfehlen.
Könnte mein Projekt hier im Forum einstellen. Software ist in Bascom 
geschrieben.

Mit freundlichen Grüßen

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Grundsätzlich gilt, das je geringer die Baudrate und je schmaler die 
Bandbreite des Empfängers ist, umso weiter kommt man.
Ich habe mit RFM01/02 auf 868Mhz und 4800 Bit/s auch schon 200m mit 
Lambda/4 Stäbchen überbrückt, wobei ich im Empfänger die Bandbreite 
soweit reduziert hatte, das die Daten gerade gut durchkommen. Man muss 
die Bandbreite erhöhen, je mehr Bits/s übertragen werden, es ist also 
immer ein Kompromiss.

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Autor: Rainer U. (r-u)
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Fred R. schrieb:
> Das Hauptproblem ist immer “auf fertige Bibliotheken“ zusetzen.

Naja ich gucke schon in die Libs rein, um zu sehen, was da passiert. 
Wenns funktioniert - warum soll das ein Problem sein? Dann kann ich die 
anpassen und muss nicht das Fahrrad neu erfinden.

Fred R. schrieb:
> Könnte mein Projekt hier im Forum einstellen. Software ist in Bascom
> geschrieben.

Mach doch mal. Ich hab früher auch Sachen mit Bascom gemacht.

Matthias S. schrieb:
> Man muss
> die Bandbreite erhöhen, je mehr Bits/s übertragen werden,

Mir würden auch 200 bits/Sekunde ausreichen - völlig unkritisch.

: Bearbeitet durch User
Autor: Fred R. (fredylich)
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Rainer U. schrieb:
> Fred R. schrieb:
>> Das Hauptproblem ist immer “auf fertige Bibliotheken“ zusetzen.
>
> Naja ich gucke schon in die Libs rein, um zu sehen, was da passiert.
> Wenns funktioniert - warum soll das ein Problem sein? Dann kann ich die
> anpassen und muss nicht das Fahrrad neu erfinden.

Nein musst das Fahrrad nicht neu erfinden. Habe mich wohl falsch 
ausgedrückt mit dem Hinweis das es wichtig ist alles auf die örtlichen 
Gegebenheiten anzupassen.
Entschuldigung.

Tschüß

Autor: Johannes S. (jojos)
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Rainer U. schrieb:
> Sind die denn auch Software-kompatibel mit RFM12b ? Dann könnte ich -
> bequem wie ich bin - auf fertige Bibliotheken und Beispiele
> zurückgreifen (ich habe nur jede Stunde ein paar Byte zu übertragen..)

Die sind neuer als die RFM12 und besser was Empfindlichkeit und Features 
angeht. Z.B. grösserer Fifo (66 Byte), Encryption eingebaut, IO Pins mit 
verschiedenen Funktion u.a.
Eine Gegenüberstellung gibt es auch hier: 
https://www.mikrocontroller.net/articles/RFM69
Von der Grösse her gibt es eine Pinkompatible Version (C) oder eine 
andere mit besserer Pinbelegung. Und noch eine mit mehr Sendepower (H).
Als Lib verwende ich eine modifizierte Version von low Power Labs, 
https://github.com/LowPowerLab/RFM69. Mofifiziert weil ich mbed mit LPCs 
von NXP verwende.
Die Init Parameter stehen da aufgeräumt und kommentiert in einer 
Tabelle, es ist nicht schwierig da etwas zu ändern.
Ein grosser Vorteil ist noch das digitale RSSI Signal, damit sieht man 
wie gut das Sendesignal beim Empfänger ankommt. Auf 868 MHz habe ich in 
meinem Umfelde kaum Störungen, da gibt es ja ein Sendezeitlimit und 
nicht so Dauersender wie auf 433 MHz. Das ist aber auch schon sauberer 
geworden als früher, so mein Eindruck. Die Frequenzbereiche lassen sich 
auch mit einem SDR Stick gut beobachten wenn man meint Störsender in der 
Nähe zu haben.

Hier ist noch eine beliebte Lib:
https://github.com/jcw/jeelib

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Autor: Rainer U. (r-u)
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Johannes S. schrieb:
> Eine Gegenüberstellung gibt es auch hier:
> https://www.mikrocontroller.net/articles/RFM69

Danke, ein prima Artikel.

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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"Sind die denn auch Software-kompatibel mit RFM12b ?"

Nein, die RFM69 sind viel komplizierter. Sie haben deutlich mehr 
Register.

MfG

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Eine der wichtigsten Massnahmen, um bei RFMxx die Reichweite zu 
maximieren, ist die Entstörung der Versorgungsspannung beim Empfangen - 
bei Transceivermodulen also generell eine gut abgeblockte und 
verdrosselte Versorgung. Es hat wenig Sinn, zwar eine gute Antenne 
vorzusehen, das Modul aber direkt mit der Spannung zu versorgen, die der 
angeschlossene MC bereits versproddelt hat.
Also PI Filter in VCC, und vorzugsweise noch kleine Dämpfungswiderstände 
(33-100 Ohm) in die Datenleitungen.
Eine einfache Verdrosselung mit 100µH in VCC und 10nF direkt auf dem RFM 
Platinchen gegen Masse brachte mir eine Steigerung von etwa 40m auf die 
o.a. 200m.

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