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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Gehäuse-Ideen gesucht


Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Hallo,
ich habe hier eine kleine Elektronik (Bluetooth SWD-Debugger), der ich 
der Robustheit, der Optik und der elektrischen Isolierung wegen gerne 
mit einem "Gehäuse" versehen würde.

Die Maße der Platine sind 5mm x 15mm. Die Höhe inkl. Bauteile ist ca. 
3mm. Z.z. ist auf der Rückseite eine LED, die soll aber mit dem nächsten 
Los auf die Vorderseite. Das blaue Bauteil ist die Antenne.

Der Stecker ist ein Cortex-Debug-Stecker 10-Pin 
(http://infocenter.arm.com/help/topic/com.arm.doc.f...) 
und von Hand angelötet und die Position hat damit recht viel Tolleranz.

Der "Clue" des Ganzen ist die Kompaktheit, die ich gerne weiter 
beibehalten möchte.

Da sich das ganze im wesentlichen über die darauf befindliche Software 
finanziert und wir von eher kleineren Stückzahlen ausgehen (50-1000 pro 
Jahr) spielt der Preis keine übergeordnete Rolle. Im Gegenteil, es wäre 
sogar gewünscht, dass das Geräte mit Gehäuse etwas „edler" aussieht.

Zusammenfassung:
- Gehäuseidee-Gesucht
- Masse: 5x15x3mm
- Stecker, Antenne und LED müssen berücksichtigt sein
- Kleine Stückzahlen, Kosten nicht besonders wichtig

Schönen Dank für eure Ideen im Vorraus und einen schönen Abend 
wünschend,

Torsten

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Segger traut sich, die einfache Ausführung ihres JTAG-Adapter in 
Schrumpfschlauch zu verpacken:

https://www.segger.com/products/debug-probes/j-lin...

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Segger traut sich, die einfache Ausführung ihres JTAG-Adapter in
> Schrumpfschlauch zu verpacken:

Ja, das wäre auf jeden Fall eine super einfache Lösung! Danke! :-)

Autor: nnn (Gast)
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Kann man das vielleicht in Kunstharz eingießen? Ich weis nicht, wie 
Epoxyd/Polyesterharz auf die Eigenschaften der Antenne auswirken, aber 
man sieht es ja auch oft bei kommerziellen Produkten.

Autor: Johannes S. (jojos)
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3D-Druck bietet sich da doch auch an, bei den kleinen Teilen bekommt 
sicher 10 Gehäuse pro Durchgang gedruckt.
Edler aber teurer wären die Drucke aus transparentem Harz mit SLA 
Drucker.

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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nnn schrieb:
> Kann man das vielleicht in Kunstharz eingießen? Ich weis nicht, wie
> Epoxyd/Polyesterharz auf die Eigenschaften der Antenne auswirken, aber
> man sieht es ja auch oft bei kommerziellen Produkten.

Ja, damit experimentieren wir auch gerade herum. Das scheint aber nicht 
ganz so einfach zu sein, weil der Stecker halt viel Spiel hat, muss die 
Gussform relativ großzügig ausfallen (siehe Foto). Wenn das optimal um 
die Platine herum liegen würde und nur wenige Millimeter auftragen 
würde, würde das auf jeden Fall ziemlich "edel" aussehen.

Danke!

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Johannes S. schrieb:
> 3D-Druck bietet sich da doch auch an, bei den kleinen Teilen bekommt
> sicher 10 Gehäuse pro Durchgang gedruckt.
> Edler aber teurer wären die Drucke aus transparentem Harz mit SLA
> Drucker.

Was würdest Du machen? Zwei Halbschalen, die z.B. verklebt werden?

Autor: nur zufällig hier (Gast)
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Wieso hat der Stecker viel Spiel? Man kann sich doch eine einfache 
Vorrichtung bauen die Stecker und Platine zum verlöten hält. Dann hat 
der Stecker immer die selbe Position.

Autor: Johannes S. (jojos)
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Torsten R. schrieb:
> Was würdest Du machen? Zwei Halbschalen, die z.B. verklebt werden?

wenn man es nicht wieder öffnen muss können auch einrastende Federn 
halten, nur beim Öffnen wird PLA/PETG brechen. ABS könnte auch gehen, 
damit habe ich aber noch keine Erfahrung.
Bei einem etwas grösseren Gehäuse habe ich Mini Blechschrauben in einem 
Plexiglasdeckel benutzt.

Komplett vergiessen verstimmt die Antenne wg. anderer Dielektrizidingens 
Konstante, das wird die Reichweite beeinflussen.

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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nur zufällig hier schrieb:
> Wieso hat der Stecker viel Spiel? Man kann sich doch eine einfache
> Vorrichtung bauen die Stecker und Platine zum verlöten hält. Dann hat
> der Stecker immer die selbe Position.

Der bissherige Plan ist, die Stecker vom Bestücker im Nutzen (von Hand) 
anlöten zu lassen (siehe Foto). Ich glaube, selbst mit einer irgend wie 
gearteten Halterung bekommen wir die Stecker (zumindest so) nicht sehr 
genau auf die Platine. Ich würde bei meiner Planung erst einmal weiter 
davon ausgehen, dass der Stecker nicht super exakt plaziert ist.

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Johannes S. schrieb:

> wenn man es nicht wieder öffnen muss können auch einrastende Federn
> halten, nur beim Öffnen wird PLA/PETG brechen. ABS könnte auch gehen,
> damit habe ich aber noch keine Erfahrung.

Ne, dass muss nie wieder geöffnet werden. Einweg wäre völlig ok. 
Einrastfedern bräuchten sicher auch ihren Platz.

> Komplett vergiessen verstimmt die Antenne wg. anderer Dielektrizidingens
> Konstante, das wird die Reichweite beeinflussen.

Meinst Du, dass ist reproduzierbar und damit ausgleichbar?

Autor: Johannes S. (jojos)
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Torsten R. schrieb:
> Meinst Du, dass ist reproduzierbar und damit ausgleichbar?

ich bin kein Funkexperte, die Frage nach eingiessen von Funkmodulen gab 
es hier im Forum aber schonmal.
Edit:
Beitrag "Funkmodul mit Antenne vergiessen"

Die Druckauflösung der Harzdrucker ist schon toll, sogar im Hobbybereich 
sind 50 µ machbar, Beispiele: 
http://drucktipps3d.de/ersteindruck-wanhao-duplicator-d7/
Was das bei einem Dienstleister kostet weiss ich nicht. Aus dem 3D 
Modell der Platine kann man jedenfalls ein sehr Massgeschneidertes 
Gehäuse konstruieren.

: Bearbeitet durch User
Autor: Tom (Gast)
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Drei gestapelte gelaserte Acrylglas-Stücke für Boden, Rand, Deckel finde 
ich recht elegant: 
https://www.diamex.de/dxshop/USB-ISP-Programmer-fu... Für 
deine Ameisentechnik ist das evtl. zu grob.

Autor: JueB. (Gast)
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Stecker nach oben (Halterung für mehrere bauen), eintauchen in 
transparentes Flüssiggummi.
LED ist sichtbar und das Teil ist gekapselt, griffig und es trägt kaum 
auf.
(Die Version mit dem durchsichtigen Schrumpfschlauch ist in der oben 
dargestellten Ausführung sinnvoll, da ein zweiter Stecker, was bei euch 
nicht der Fall ist.)
PS: Cool wäre es einen Hauch Färbemittel mit einzurühren, der der 
Transparenz nicht schadet.

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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JueB. schrieb:
> Stecker nach oben (Halterung für mehrere bauen), eintauchen in
> transparentes Flüssiggummi.

Hast Du 'ne Quelle oder mehr Details?

Autor: JueB. (Gast)
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a) ich kann den Stecker nicht sehen.
b) der muss doch ein Gegenstück haben (dann bei den einschlägigen 
Versendern bestellen).
c) oder zwischen zwei Leisten und ausreichend Wäscheklammern oder 
Klammern aus dem Hobbybereich (oder halt einzeln tunken).
d) Quelle: man nennt es Internet, Stichwort: flüssiges Gummi + 
transparent.
e) Details: ? ? ?

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Takachi macht auch Gehäuse nach Maß:
www.takachi-enclosure.com
(nein, ich arbeite nicht dort ;-) )

Autor: Epoxyd Harzkleber (fr4)
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Selbst schon gemacht: Einbetten der Elektronik in Technomelt von Henkel.

Demovideo hier: Youtube-Video "Henkel Technomelt optically clear low pressure molding demo"

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Epoxyd H. schrieb:
> Selbst schon gemacht: Einbetten der Elektronik in Technomelt von Henkel.
>
> Demovideo hier: Youtube-Video "Henkel Technomelt optically clear low pressure molding demo"

Das sieht interessant aus. Das scheint aber besondere Maschinen zu 
erfordern und Formen, in die man die Elektronik dann relativ passgenau 
einsetzen kann. Kennst Du einen Fertiger, der soetwas anbietet? Kannst 
Du was zu Kosten sagen?

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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JueB. schrieb:
> d) Quelle: man nennt es Internet, Stichwort: flüssiges Gummi +
> transparent.

Ich habe ein Produkt namens Plasti Dip gefunden und das mal bestellt.

> e) Details: ? ? ?

Naja, z.B. Verarbeitung, eigene Erfahrungen etc.

Autor: René F. (therfd)
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Torsten R. schrieb:
> Ich habe ein Produkt namens Plasti Dip gefunden und das mal bestellt.

Fraglich ob Plasti dip den gewünschten Effekt erzielt, kenne ich 
eigentlich nur zur Oberflächen Beschichtung und lässt sich abziehen wie 
eine Klebefolie.

Autor: Torsten Robitzki (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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René F. schrieb:
> Torsten R. schrieb:
>> Ich habe ein Produkt namens Plasti Dip gefunden und das mal bestellt.
>
> Fraglich ob Plasti dip den gewünschten Effekt erzielt, kenne ich
> eigentlich nur zur Oberflächen Beschichtung und lässt sich abziehen wie
> eine Klebefolie.

Ich probiere das einfach mal aus und werde berichten.

Autor: Achim S. (achs)
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Ggf. die LED bedrahtet nach hinten raus.

Als Gehäuse dann eine Kappe von Rundsteckern, also ein Rohr mit 
einseitigem Verschluss, 5-6mm Innendurchmesser. in den Deckel ein Loch, 
Tropfen Silikon von innen und Platine reinschieben, dann verpotten (egal 
wo mit.
    ###    
    ###
   | P |
   | C | 
  || B ||
  ||_ _||    
  |  U  |
  |__ __|


Autor: Gerd E. (robberknight)
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Torsten R. schrieb:
> Der bissherige Plan ist, die Stecker vom Bestücker im Nutzen (von Hand)
> anlöten zu lassen (siehe Foto). Ich glaube, selbst mit einer irgend wie
> gearteten Halterung bekommen wir die Stecker (zumindest so) nicht sehr
> genau auf die Platine.

Der Platz für die anzulötenden Stecker ist bei dieser Nutzenaufteilung 
zu eng für eine Halterung.

Ich könnte mir das so vorstellen:
- Du vergrößerst bei Deinem Nutzen die Ausfräsungen für die Stecker
- Du lässt eine Halterungsplatine als Lötvorrichtung fertigen
- Auf der Halterungsplatine sind die SWD-Buchsen (die Gegenstücke zu 
Deinen Steckern) draufgelötet
- Auf der Halterungsplatine sind Stifte die in Löcher im Nutzen 
einrasten

Bestücken geht dann so:
1. Der Bestücker steckt die Stecker in die Halterungsplatine
2. Er stülpt den Nutzen über die Halterungsplatine
3. Die Stifte rasten in den Nutzen ein, die Position ist fix
4. Er verlötet die Stecker auf der einen Seite
5. Er nimmt den Nutzen aus der Halterungsplatine und verlötet die 
Stecker auf der anderen Seite

Autor: JueB. (Gast)
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Keine eigenen Erfahrungen damit.
Ggf. mehrmals, zwischendurch trocknen lassen.
Das sind ja auch einfache Pfostenstecker, da lässt sich mit den 
entsprechenden Gegenstücken schnell mal ein kleines Hilfsmittel für das 
Synchrontauchen bauen. Spart Zeit, zwischendurch halt zum Abtropfen und 
Trocknen aufhängen.
Es darf nur nicht "plumps" machen. 8-)

Autor: Fr4 (Gast)
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Torsten R. schrieb:
> Epoxyd H. schrieb:
> Selbst schon gemacht: Einbetten der Elektronik in Technomelt von Henkel.
> Demovideo hier: Youtube-Video "Henkel Technomelt optically clear low
> pressure molding demo"
>
> Das sieht interessant aus. Das scheint aber besondere Maschinen zu
> erfordern und Formen, in die man die Elektronik dann relativ passgenau
> einsetzen kann. Kennst Du einen Fertiger, der soetwas anbietet? Kannst
> Du was zu Kosten sagen?

Ja für eine Serie benötigt man Formen. Die Kosten dann halt gleich 
einiges.
Für eine Kleinserie hatten wir eine Form aus Metall ausdrucken lassen. 
Zum Befüllen kann man soneine Art Heißklebepistole kaufen (ca. 200€) in 
die man das Technomelt in Granulatform einfüllt.

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