Forum: Projekte & Code Schaltplan EWM TRSQW2 für Merkle Insquare 250W 350W, ESS SquareARC 351 WIG-Schweissgeräte


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von Rote T. (tomate)


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Aufgrund akuellen Anlasses (andere Leute mit totem WIG) und quasi als 
grosser Mittelfinger an EWM, welche sich geweigert haben, mir 
Unterlagen/PAL-Logikgleichungen zu geben, hier mal der Schaltplan für 
das TRSQW2-Board im Merkle Insquare 250W WIG-Schweissgerät. Wurde von 
EWM gebaut und ist soweit mir bekannt auch im Merkle Insquare 350W (gibt 
da glaub 2 Versionen von Platinen) und im ESS Squarearc 351 verbaut. 
Schaltplan als Pdf und als Eagle 7.2 Datei (einfacher zu lesen, da 
interaktiv). Ist nicht ganz vollständig, kann bei Bedarf gerne erweitert 
werden.

Leider hat sich rausgestellt, dass der grosse PAL20L8 gefickt ist. Wenn 
man das blöde Teil mit Pattern-Generator (5x 74HC193 Counter) und 
HP-16500C/16557D brute-forced, bekommt man mit dem 
Espresso-Logikminimierer nur Bullshit. Den kleinen PAL16L8 kann man mit 
der Methode innert ein paar Sekunden knacken.

Schweissgerät funktioniert nur im DC-Modus. AC-Wechselrichter wird vom 
PAL20L8 gesteuert und funktioniert überhaupt nicht (nur HF-Zündfunke, 
kein Strom).

Gammelt bei mir schon seit einer Weile auf der Festplatte rum. Hatte 
gehofft, noch ein 2. billiges Merkle 250W/350W zu bekommen, hab aber 
seither nichts bezahlbares gefunden.
Scheinen eher selten zu sein, die Dinger, daher ist das Projekt schon 
seit einer Weile auf Eis.

Neues Board kostet übrigens 700€, bisschen viel für einen toten PAL und 
in Anbetracht, dass mich das Gerät 360€ gekostet hat (und ich chronisch 
arm bin ;-)

Logikgleichung und Beschreibung, wie man PALs knackt, im nächsten Post

von Rote T. (tomate)


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Mittlerweile ist mir noch ein günstiges Oerlikon ADW 254 C zugelaufen, 
hat auch den EWM-Gammel drin, wie das Merkle, nur eine Version älter. 
Diesmal EWM TRSQW statt TRSQW2.

Die Boards hat es meines Wissens auch im Messer Lincoln Vertig 250 AC/DC 
drin und wahrscheinlich auch in anderen AC/DC Invertern aus den Anfang 
1990ern.

Diesmal mit 2x PAL16L8. Anscheinend ist das Teil auch kaputt, hab es 
aber noch nicht eingeschaltet, sondern erstmal die die beiden PALs 
ausgelesen und zurückgerechnet. Script dazu im Anhang. Logikgleichungen 
mit Beschaltung ebenfalls. Rohdaten zum spielen auch, man muss sich dazu 
eigentlich nur den Espresso-Logikauflöser suchen und runterladen.

Zum Auslesen von den PALs definiert man im HP-16500C/16557D 2Labels, 
eins mit dem Pattern vom Counter und das andere vom Output. Gibt dann 
die beiden Dateien PAT und Out, bzw 1.txt und 2.txt. HP-16500C Listing 
auf HEX stellen, gibt weniger Daten zum auf den Rechner laden, da ewig 
lahm.

Das Script ersetzt als erstes die Newlines vom HP-16500C durch 
Linux/UNIX newlines und macht eine VCD-Datei, die man z.B. zur Kontrolle 
mit GTKwave anschauen kann. Danach werden beide Dateien von HEX auf BIN 
umgerechnet, für den Espresso-Logiksolver, gibt 1nlb.txt und 2nlb.txt. 
awk fügt die beiden Datein dann zu out.txt zusammen.

Nun muss man manuell den Espresso-Header mit den Input/Outputs einfügen 
und kann dann Espresso laufenlassen. Falls die Logik auflösbar ist, 
dauert das normalerweise nur ein paar Sekunden. Die Logikgleichungen 
erhält man im solved.txt. Sollten so eigentlich direkt in z.B. PALASM 
exportierbar sein, sodass man sich neue Chips brennen kann.

Das Merkle ist mittlerweile auch primärseitig abgeraucht (hat Anfangs 
mal DC-only geschweisst, mittlerweile machts gar nix mehr), sodass die 
Sicherung fliegt. Ich hab die Hoffnung, dass ich die Schaltung auf dem 
alten Board einmal soweit verstehe, dass ich mir einen neuen PAL20L8 für 
das neue Board programmieren kann.

Falls doch noch jemand ein funktionierenden TRSQW2-Inverter haben sollte 
und mir die Platine zum Auslesen ausleihen möchte, wäre das natürlich 
noch besser ;-).

Edit, 2.all-solved-printable.txt ist die bessere, bei der 1. hab ich die 
Seriennummer vom Merkle-PAL noch nicht geändert.

: Bearbeitet durch User
von Rote T. (tomate)


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Mittlerweile noch ein weiteres, kaputtes WIG mit EWM TR-SQW bekommen, 
ein L-tec 250i AC/DC, sodass ich zur Diagnose Platinen tauschen konnte.

Bis auf ein spinnendes Gasventil beim Ltec (auch mal wieder eine Platine 
am Bedienpanel mit PALs drauf ;-) hab ich beide wieder hinbekommen. Als 
erstes beide PALs auf den TR-SQWs mittels Zähler auf Steckbrett und 
Logikanalyzer verglichen, fast identisch, da andere RevisionsNr von den 
Platinen. TR-SQW ist also OK.

Fehler-LEDs beim Oerlikon waren PRUN und STOER, also irgendwas mit 
Unterspannung auf der Primärseite, genauere Infos findet man nirgends.

Dementsprechend die Spannungen auf der SPW-1 oben gemessen und 
verglichen. Oben rechts sind es 580VDC vom Zwischenkreis, d.h 
gleichgerichtete 380VAC Drehstrom. Oben links am X2 Stecker sind es im 
guten Zustand 280VAC, beim kaputten Oerlikon waren es irgendwas um die 
50VAC. Ist die Spannungsversorgung für die Ansteuerung der 
Schalttransistoren vom Inverter, wird mittels ein paar kleinen Trafos 
galvanisch isoliert, um die Transistoren, die auf dem 
Zwischenkreispotential liegen, anzusteuern.

Unten am X4 Stecker sind im guten Zustand beide Relais geschlossen und 
es hat 0V Differenz zwischen dem untersten Stecker und den beiden 
oberen. Bei einer PRUN-Störung ist eine der beiden Relais offen und man 
kann 5V Differenz zwischen X4(1) oder X4(2) und dem untersten Pin X4(3) 
messen.

Also die SPW-1 Platine abgeschraubt und die DW250 Platine mit den Trafos 
und den Transistortreibern durchgemessen und einige kaputte BYW98-200 
Dioden gefunden. Vermutlich das Opfer von vergammelten 16V/1000uF Elkos 
auf der Ansteuerungsseite, die ebenfalls gewechselt wurden. Danach war 
der Fehler weg und die Maschine läuft wieder.

Also als erstes Kondensatoren und kaputte BYW98-200 Dioden auf der 
Ansteuerungsseite vom Inverter prüfen, wenn man ein defektes TR-SQW 
(Messer Lincoln Vertig 250 AC/DC, Oerlikon ADW 254C oder 254D, Ltec 250i 
AC/DC etc)  in die Finger bekommt.

Bei den Nachfolgemodellen mit TRSQW2 (EWM TIG AC/DC, Merkle Insquare 250 
AC/DC, ESS Squarearc 351 etc) ist die Spannungsversorgung von den 
Schalttransistoren etwas anders, aber das Problem mit den Dioden das 
gleiche, d.h. Dioden durchmessen und Elkos ersetzen.

: Bearbeitet durch User
von Rote T. (tomate)


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Aktueller Status der Bastelei an meinen diversen, als kaputt gekauften 
WIGs:

2x Lorch IT 252GW, mit ACI10 und ACI30, jeweils repariert, ACI10 wurde 
repariert und wird irgendwann noch auf eine kaputte ACI30 
Steuerung/Bedienpanel von ebay umgebaut, die aber noch repariert werden 
muss.
Waren die bis jetzt am reparaturfreundlichsten Geräte. Die als PLD 
verwendete EPROMs muss ich eines Tages noch auslesen und hochladen. Hat 
leider auch einen GAL16V8 drin, der vieleicht noch hart zu knacken ist.

1x Oerlikon Oerlikon ADW 254C, repariert, aber noch nicht 100% getestet 
(wegen Regenwetter). Logikgleichungen für beiden PALs fast fertig.

1x Ltec 250i AC/DC, Problem mit spinndendem Gasventil, Problem ist zu 
99% auf dem Bedienpanel, wo es 2x PAL20L8 draufhat, hoffentlich keine 
kaputten PALs. Falls einer so ein Ding hat und ich mir das Panel mal 
ausleihen könnte, zum PALs auslesen, wäre super.

1x EWM TIG 250 AC/DC mit TRSQW2, noch nicht getestet, als 
Vergleichsobjekt fürs Merkle.

1x Merkle Insquare 250W mit eventuell defekter TRSQW2 und abgerauchte 
Primär-Schalttransistoren. Ziemliches Wrack. Schalttransistor-Module 
haben 8 normale Transistoren drin, die aber in Epoxy eingegossen sind. 
Beide mittlerweile zerlegt, das 1. schichtweise auf der Maho abgefräst. 
Dabei herausgefunden, dass 8+3 normale Transistoren verbaut hat und das 
es eine Platine drin hat.

Das 2. dann mit dem Gasbrenner heissgemacht und von hinten mit dem 
Messer geknackt, danach herausgefunden, dass es sich bei den 
Transistoren um BUP 101 handelt. Werde das Ding jetzt von unten her 
schichtweise thermomechanisch zerlegen, sodass ich hoffentlich eine 
intakte Platine mit Verdrahtung/Schaltplan bekomme.


Angefangene Schaltpläne für TRSQW, TRI-1 sowie für die Lorch ACI10 hats 
auch noch im Anhang. Dürfen gerne ergänzt werden.

: Bearbeitet durch User
von tommy (Gast)


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@ tomate:

Das hier ist ja immer noch ein Monolg deinerseits.

Ich möchte mal danke sagen, dass du all diese Informationen
veröffentlichst.

LG, Opa Tommy

von Rote T. (tomate)


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Update vom WIG-Gebastel:

Kaputte Lorch ACI-30 Steuerung von ebay repariert (ein paar HEF40106 
sowie 1x LM324 waren kaputt) und damit dann 2. Lorch 252GW von ACI-10 
auf ACI-30 umgebaut.

Fehler war nicht reagierendes Gasventil, d.h. Gas immer an.
Zur Fehlersuche (da kein Schaltplan vorhanden) hab ich die Spannungen 
von allen IC-Pins der guten Steuerung gemessen und anschliessend mit der 
kaputten Steuerung verglichen. Steuerung im 2T WIG, ohne Puls, ohne 
HF-Zündung und alle Potis gegen die Uhr nach links gedreht.

Falls die ACI-30 von einem GW320, GW420 oder ISITIG stammt, muss man an 
ein paar Potis auf der Vorderseite die Ampere neu einstellen. Sind 5 
Potis: 10V Ref (mit Keithley auf 10V eingestellt), 0-Abgleich vom Strom, 
Elektrode Strom, WIG-Strom AC-Rechteck/DC und "Kurve" ist Stromkorrektur 
für AC-Sinus. Elektrode und AC-Sinus sind ca 200A, AC-Rechteck/DC sind 
250A, entsprechend der anderen Steuerung (hab keine Möglichkeit den 
Strom vernünftig zu messen)

Was die Potis TR2,3,4,5,6 auf der Rückseite machen, hab ich leider keine 
Ahnung, würde mich aber noch interessieren. Die beiden EPROMs hab ich 
auch ausgelesen, werden als PLD/Lookup-Table genutzt und sind 
mehrheitlich leer. Und noch ein paar Bilder der Innereien, von wo ich 
das Teil ausgepustet hab, eigentlich nicht viel drin.

Fusspedal hab ich auch eins rangebastelt, entsprechend der Pinbelegung 
im Anhang. Stecker hätte ich noch ein paar, würde ich für 20€ das Stück 
abgeben.

von Rote T. (tomate)


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Und das Update zum EWM-Gammelschrott (der vertickt wird, sobald wieder 
heile):

Die beiden PALs vom TRSQW sind geknackt, die Logikgleichungen/jedecs für 
GAL16V8-Ersatz im Anhang. Wurden mit HP-16500C Logikanalyzer geprüft und 
verglichen, sind zu 99% korrekt.

Das Oerlikon schweisst wieder, aber ziemlich beschissen. Irgendwas 
stimmt bei dem noch nicht. Problem wahrscheinlich irgendwo auf dem SPW-1 
Board oder dem Inverter-Versorgungs-Board. Die beiden dicken MOSFETs auf 
dem SPW-1, die anscheinend noch gerne heftig abbrennen, sind übrigens 
BUZ308.

Beim L-Tec scheint der Fehler mit dem Gasventil auch wieder auf kaputte 
PALs hinzudeuten ;-/
Ansonsten gehen bei den Dingern sehr gerne die BYW98-200 Dioden für die 
Primär-Schalttransistor-Versorgung kaputt.

PALs vom Merkle und vom EWM TIG 250 AC/DC hab ich verglichen, die PALs 
vom Merkle sind definitiv anders als jene aus dem EWM, d.h. die 
Merkle-PALs sind sehr wahrscheinlich futsch, wie vermutet.

Und noch ein PDF mit den TRSQW TRSQW2 Fehlercodes/LEDs. TRSQW ist auch 
in ESAB Aristotig 250 AC/DC verbaut, hab das pdf dort gefunden.

: Bearbeitet durch User
von Rote T. (tomate)


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Und noch das Service-Manual für alle TRSQW WIG-Schweissgeräte

von Martin Etmann (Gast)


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Hallo
Ich bin neu hier und habe das ESAB 250 DTM welches den Inverter Blog von 
ewm drin hat, der Rest von l-Tec und Gehäuse und Bedienung von ESAB.
Fehler wird folgender angezeigt,
Prue
Prun

Also „Inverter Unit Tauschen“
Kann mir da jemand helfen?

von Rote T. (tomate)


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Unter dem SPW-1 ist das Board für die Spannungsversorgung/Basistreiber 
für die Primär-Schalttransistoren. Da brennen noch oft mal die BYW98-200 
Dioden durch.

Würde das als erstes prüfen, das gibt jeweils die PRUN-Störung.
Ansonsten gerne mal vorbeikommen, ich hab da alle Platinen da, zum 
Platinen tauschen und Fehler eingrenzen ;-)
Ggf kann ich dir auch einen Satz guter Platinen schicken, gegen ein 
bisschen Geld.

: Bearbeitet durch User
von Martin Etmann (Gast)


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Rote T. schrieb:
> Unter dem SPW-1 ist das Board für die
> Spannungsversorgung/Basistreiber für die Primär-Schalttransistoren. Da
> brennen noch oft mal die BYW98-200 Dioden durch.
> Würde das als erstes prüfen, das gibt jeweils die PRUN-Störung.
> Ansonsten gerne mal vorbeikommen, ich hab da alle Platinen da, zum
> Platinen tauschen und Fehler eingrenzen ;-)
> Ggf kann ich dir auch einen Satz guter Platinen schicken, gegen ein
> bisschen Geld.

Was würde das kosten?

von Nick M. (muellernick)


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@Tomate

Wow! Toll was du da gemacht hast.
Sind das Geräte aus den 90ern?
Wusste nicht, dass EWM in so vielen anderen Geräten eingebaut wird.
Oder werden die EWM-Sachen wiederum bei Rehm gefertigt? Die scheinen 
eine absurd große Fertigung zu haben.


Nick

von Rote T. (tomate)


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Martin Etmann schrieb:
> Was würde das kosten?

50€ für getestete TR-SQW und die SPW1.
Leihgabe für 1 Monat zur Diagnose, ohne Lizenz zum dran rumbasteln.
Die DW250 Platine mit den Transistor-Treibern bau ich nicht nochmal aus, 
ist mir zu viel Arbeit.

Falls Interesse, schick mir ne mail nach hinzz1 (ät) hotmail punkt com, 
wegen Addrese.

Nick M. schrieb:
> Sind das Geräte aus den 90ern?

Die Lorch und die EWMs sind alle aus den 1990ern.
Oerlikon und L-tec mit TR-SQW sind BJ 1990
Merkle und EWM TIG 250 mit TR-SQW2 sind BJ 1993-1994
Lorch IT 252GW (Eigenentwicklung ohne EWM) irgendwas zwischen 1996-1999.

EWM scheint das Zeug so quasi als Bausatz verkauft zu haben, die 
Inverter-Steuerung sowie der AC-Wechselrichter ist bei allen gleich.

Bei der Frontplatte mit 
Strom-Sequenzer/Pulsfunktion/Schweissstrom-Anzeige etc hat jeder 
Hersteller dann noch seine eigenen Kram mit dazugebastelt. Ist bei 
keinem der Geräte identisch.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6001669 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jan \. (Firma: None) (jan-os)


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Hallo Tomate.
Finde es wirklich top das du dir die Mühe gemacht hast das zu 
dokumentieren.

Hab mal ne Frage an dich:
Habe hier ein Isitig 220 GW mit ACI 10.

Das Gerät zeigt mir an das ich den 230V Adapter angeschlossen habe aber 
400V gewählt habe, oder anders herum.

Hast du zufällig noch die „ausgediente“ ACI 10 Platine?

Ich würde die gerne mal tauschen um zu gucken wo das Problem ist.

Bei mir macht es keinen Unterschied ob die Inverterplatine angeschlossen 
ist oder nicht.

Der Trafo für die Steuerspannungen ist ok und liefert 0-42 0-18 0-8 
0-18V

Vielleicht kannst du mir ja helfen.

Gruß
Jan

: Bearbeitet durch User
von Rote T. (tomate)


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Ja, die "ausgediente" ACI 10 hätte ich noch, die hab ich repariert und 
hat dann zumindest in meinen beiden 252GWs gut funktioniert. Gasventil 
sowie die Brennerknöpfe haben da nicht funktioniert, war ein toter 
CD40106 sowie ein paar LM324, auf Verdacht gewechselt kA ob auch 
wirklich tot.

Oben hat es übrigens 2 Messpunkte MP1 und MP4, die mit 220V und 380V 
beschriftet sind, wahrscheinlich haben die da was mit zu tun.

Kann ich dir auch mal ausleihen, falls Interesse. 25€+Porto?
Schick mir doch mal eine Mail, an die Mail oben, wegen Details.

Die ACI 10, falls kaputt, kann ich dir ggf auch reparieren.

Beim Rest wirds schwierig, unter anderem wegen dem GAL auf der 
Inverterplatine. Und an den beiden 252GWs will ich jetzt nicht mehr 
rumbasteln, da das gerade meine einzigen Wigs sind, die gescheit 
schweissen.

BTW, sieht das Isitig 220 GW von innen gleich aus, wie das 252GW?
Photos des Innenleben vom 320GW und 420GW würden mich noch 
interessieren, unter anderem, ob man sich da einen "Upgrade" basteln 
kann.

: Bearbeitet durch User
von Jan \. (Firma: None) (jan-os)


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Moin.
Habe dir eben eine Nachricht gesendet.
Bilder kann ich heute Abend mal machen.
Besten Dank.

von Rote T. (tomate)


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Und gerade noch das richtige Servicemanual für Lorch IT und ESAB 
Aristotig (auf Lorch basierend) bekommen. Echt cool, was da mit der Zeit 
so alles zusammenkommt ;-)

von Jan \. (Firma: None) (jan-os)


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Bin ja noch ein paar Fotos schuldig.

Das Teil ist dermaßen vollgestopft....

Ich kann mir vorstellen das es hier und da ein paar Übergangswiderstände 
gibt.

Jetzt erstmal Maske auf und durchpusten.

von Jan \. (Firma: None) (jan-os)


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Das Esab manual kann auch hier angewendet werden.
Dem „kleinen“ fehlen dann die zusätzlichen primär und sekundär 
Leistungsstufen.
So wie ich das sehe sind es aber immer identische Steuerplatinen.
Über die entsprechenden Jumper könnte eventuell die Maschine eingestellt 
werden.

von mb700 (Gast)


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Hallo,
wie hast du die vergammelten 16V/1000uF Elkos
auf der Ansteuerungsseite entdeckt?  War das optisch, also durch Beschau 
zu sehen?

von Rote T. (tomate)


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mb700 schrieb:
> wie hast du die vergammelten 16V/1000uF Elkos
> auf der Ansteuerungsseite entdeckt?  War das optisch, also durch Beschau
> zu sehen?

Erfahrung und LCR Meter. Mir ist bekannt, dass diese gelben Elkos öfters 
gammlig werden, wenn alt. Daher einen ausgelötet und mit dem LCR-Meter 
gemessen. Hatten so irgendwas mit 3-5x vom ESR eines neuen 1000uF Elkos.

Kapazität war nur leicht weniger als 1000uF, ESR wird meistens als 
erstes schlechter.

: Bearbeitet durch User
von Jan \. (Firma: None) (jan-os)


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So.
Kurze Rückmeldung ohne das Thema kapern zu wollen.

Daumen hoch an die Leute von Lorch.
Es ist alles sehr übersichtlich, und mit dem passenden Manual 
nachvollziehbar.

Bei mir war sehr viel defekt:
Anlaufrelais
Sicherungswiderstand
PWM Regler vom internen Netzteil
2 Potis
2x OP
Und noch 4 Transistoren der Überträger der Primärseite.
Und noch mehr.
Scheinbar Überspannung.

Danke nochmal an Tomate.

Jetzt läuft das Teil wieder.

von sunesz (Gast)


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bye! ich habe eine ess square 456 tig maschine und möchte wissen, wo der 
aktuelle durchflusswert mit einem zusätzlichen meter in der maschine 
eingestellt werden kann, da der 20% fallende stromwert für viele 
manchmal inox und so gut wäre, ihn komplett laufen zu lassen Grund bis 5 
Ampere?

von Piotr (Gast)


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hallo ich habe so einen pal20L8 von meinem merkle tig 200 ac / dc, auf 
dem er basiert, weil 1pin kaputt ist, aber du kannst ihn lesen und einen 
neuen programmieren.

von Piotr (Gast)


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Hallo allerseits, ich möchte noch einmal hinzufügen, dass wenn jemand 
eine merkle me-tig-2.2-Steuerplatine hat und diese nicht benötigt, ich 
sie kaufen werde. Effektiv oder ineffizient, egal.
Bitte kontaktieren Sie mich:
cywinski_piotr@wp.pl

von Rote T. (tomate)


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Das LTec 250i AC/DC das Problem mit Schutzgasventil hatte, ist auch 
repariert.

War wie vermutet der PAL20L10. Schätzungsweise hatte Schutzdiode an 
Pin16 Kurzen gegen GND, daher Optokoppler zum Triac Schutzgasventil 
immer an.

Zum Glück war der Rest vom PAL noch heile und es war nur die Schutzdiode 
hinüber. Somit konnte man am halbtoten Pin noch die Reste vom Signal 
messen, was aber wegen der durchgebrannten Schutzdiode nur noch zwischen 
0 und ca 400mV waren.

Vorgang war dann entsprechend wie oben, mit Counter auf Steckbrett 
durchprobiert (mit moderaten 100kHz) und das Signal am halbtoten Pin 
mittels LM393 auf TTL Level hochverstärkt. Dann mit GTKWave angeschaut, 
mit GHDL nachsimuliert und am Schluss den geclonten Chip Pin für Pin mit 
Originalteil verglichen, mit Tek 7A13 Differenzialverstärker, Linie wenn 
gleich, 5V Digitalsignal wenn verschieden.

PAL20L10 hat glücklicherweise nur 4x OR-Stages für jeden Pin, machte die 
Sache einfacher. Wurde durch GAL22V10 ersetzt, der hat viele OR-Stages 
pro Pin, d.h. man musste die Logikgleichungen nicht wirklich optimieren. 
LTEC-250-PAL20L10.txt sollte sich mit WinCUPL problemlos in ein Jedec 
für einen entsprechenden GAL verwandeln lassen.

Platine mit neuem Chip hab ich gerade getestet, Gasventil und der Rest 
von der Kiste funktioniert wieder wie sie soll :-). Diverse Potis muss 
ich aber nochmal neu einstellen.

Jedec vom PAL20L8 nebendran ist auch noch im Anhang, hab ich neulich mal 
von jemandem bekommen, der auch so ein Teil hatte, aber nur PAL20L8 und 
keine PAL20L10 lesen konnte, anscheinend noch selten der PAL20L10.

von Rote T. (tomate)


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Und noch in lesbarer Form, WinCupl speichert die Textdateien irgendwie 
in unlesbarer Form.

von Jan H. (jan_h734)


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Hallo zusammen!

Vorab erstmal vielen Dank an tomate für die ganze arbeit die du dir 
gemacht hast.

Ich habe zuhause ein Defektes Lorch IT 250 GW welches anläuft aber sich 
kein Lichtbogen erzeugen lässt. Es wird auf der TR-SQW Platine der 
Fehler PRUN PRUE und STOER angezeigt.

Wenn ich an der SW1 Platine mal messe habe ich an der Klemme X1 und auch 
an der Klemme X2 im eingeschalteten zustand 0V. Dann habe ich mal weiter 
zurück gemessen und an der 2DW250 Platine gemessen aber da lag an 
ZWK/minus zu ZWK/PLUS auch 0V an. Diese Kabel kommen direkt aus dem 
inneren der Schweißanlage, ich denke mal direkt vom Gleichrichter?

Nun wäre meine Frage, kommt davor (vor den ZWK anschlüssen) noch etwas 
an Schaltelektronik oder kommt das direkt vom Gleichrichter? Ist der 
dann ggf. defekt??

Habt ihr eine Idee was ich als nächstes mal testen sollte?

Würde mich über hilfe sehr freuen!

Danke und Gruß
Jan H.

von Rote T. (tomate)


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Hab meine beiden TRSQWs bereits vertickt, kann daher nix mehr messen. 
Interessant, dass das 250GW Lorch auch den EWM-Kram drin hat.

Zur Fehlersuche, nimm mal SPW-1 Platine runter, 4 Plastikmuttern, und 
miss die BYW98-200 Dioden auf dem 2DW250 Board durch, ob die alle den 
0.4-0.7V PN Übergangsabfall haben oder ob die durchlegiert sind. Bei 
meinen beiden waren da jeweils immer Dioden kaputt, Dioden ersetzt und 
die Dinger taten jeweils wieder.

Ev. sitzt vor dem ZWK Zwischenkreis noch ein Tyristor, der erst 
freigeschaltet wird, wenn die Steuerung die Freigabe erteilt. Ist 
zumindest beim TR-SQW2 so.
Update: Beim TRSQW ists glaub ein Relais, gemäs dem Schaltplan vom ESAB 
TRSQW.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6267888 wurde vom Autor gelöscht.
von Jan H. (jan_h734)


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So ich habe heute mal ein bisschen gemessen.

Rote T. schrieb:
> Zur Fehlersuche, nimm mal SPW-1 Platine runter, 4 Plastikmuttern, und
> miss die BYW98-200 Dioden auf dem 2DW250 Board durch, ob die alle den
> 0.4-0.7V PN Übergangsabfall haben oder ob die durchlegiert sind. Bei
> meinen beiden waren da jeweils immer Dioden kaputt, Dioden ersetzt und
> die Dinger taten jeweils wieder.

Auf der TRI2 Platine waren alle BYW98-200 und BYW100-200 Dioden 
kaputt(Rot makiert auf dem Bild). Da sitzen jetzt jeweils noch 4 
Schottky(grün makiert) Dioden drauf da bin ich mir aber nicht sicher was 
ich da für Messwerte rauskriegen sollte.. Ich messe in Sperrichtung "OL" 
und in Durchlassrichtung so knapp 0,16V.

Auf der 2DW250 Platine waren ebenfalls 2x BYW100-200 Dioden kaputt.

Bei der SPW-1 Platine das selbe spiel, hier waren auch 2 x BYW100-200 
Dioden defekt.

Ich werde morgen mal versuchen alle defekten Dioden zu tauschen und dann 
das gerät mal testen.

Nun noch eine letzte Frage zu meinem Bild "Gleichrichtermodule".. Was 
genau sind das für Module?? Welche funktion haben diese? Kann da jemand 
weiter helfen?

Gruß Jan H.

von Rote T. (tomate)


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Das scheint eine lustige Mischung aus TR-SQW und TR-SQW2 Teilen zu sein.
Die "Gleichrichtermodule" sind die Primärschalttransistoren, glaub die 
gleichen wie die, welche es bei meinem Merkle durchgebraten hat (siehe 
Bilder oben). Vermutlich thermisch durchgegangen, da kein 
emitterseitiger Widerstand vorhanden, welches das Wegschmelzen durch 
Reduktion des Basisstroms verhindern würde.

Schau mal im pdf auf S13..., da ist nochmals beschrieben, was das für 
Dingers sind.

: Bearbeitet durch User
von Jan H. (jan_h734)


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So ich habe nun alle defekten Dioden (14x BYW 100 200 und 8x BYW 98 200) 
getausch, ebenfalls habe ich die die 16V 1000uF Elko vorsichtshalber 
getauscht gegen 50V Elko's.

Trozdem will der Inverter immer noch nicht richtig schweißen, daher habe 
ich mal die Primärseite hinter der SPW-1 Platine geöffnet und da ist mir 
direkt ein Bauteil aufgefallen was mir nicht bekannt ist welches aber 
wohl durchgebrannt ist. Das Teil hat einen Keramik kern,ist mit draht 
ummantelt und hat zwei Anschlüsse. Ist das vielleicht einfach ein 
Leistungswiderstand? Oder was könnte das sein?

Des weiteren kommt an der 2DW250 Platine keine Spannung an vom ZWK. Es 
wird direkt auf der abgebildeten Platine eingespeist mit 400V Drehstrom, 
dann wird vermutlich gleichgerichtet und dann geht es über eine Spule 
direkt zu der 2DW250 Platine. Die Spule habe ich auf durchgang geprüft, 
da war alles ok und äußerlich sieht die auch noch gut aus. Woran könnte 
ich noch tüftel?

Gruß Jan

von Ingo (Gast)


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Hallo tomate,

ich habe hier einen Messer Lincoln Vertig 250 Schweißinverter von 1992.

Das Gerät hatte anfangs keinen Schweißstrom, weder DC noch AC, die 
Zündung funktionierte jedoch.
Nachdem ich darauf alle 8 Stck. 1000µF/16V Kondensatoren auf der DW250/1 
Platine getauscht hatte funktionierte das Gerät wieder (1.Versuch).

Allerdings nur solange bis ich (im AC-Modus) das Balance-Poti von -40 
auf + 40 verdreht hatte. Dann knackte etwas (durchgebrannt) und es stand 
dauerhaft die Sammelstörung an, die man durch Hpt-Schlt.-AUS nicht mehr 
zurückstellen konnte.

Daraufhin habe ich alle BYW 98/200, BYW 100/200 sowie alle 1N5822 auf 
der DW250-Platine getauscht sowie den R40 auf der SPW-1-Platine, da 
dieser auch durchgebrannt war (kein Widerstandswert) und offensichtlich 
auch die Ursache für das Knack-Geräusch beim ersten Versuch war.
Der Widerstandswert von R40 müßte 2,2 Ohm betragen (Fragmente der 
Farbringe am verbrannten Metallschicht-Widerstand).

2. Versuch: direkt nach dem Einschalten brannte wieder der R40 durch und 
es kam natürlich die Sammelstörung.
Alle Dioden auf der SPW-1-Platine scheinen i.O. (Spann.abfall zw. 0,4 
und 0,6 V), Kondensator C5 (1000µF/25V) i.O. (Allerdings keine 
ESR-Prüfung durchgeführt), 580-618 V an X1 noch nicht gemessen.

Fragen: Ist der Wert für R40 2,2 Ohm richtig und, da
offensichtlich ein Folgefehler: Woran kann es noch liegen?

von Rote T. (tomate)


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Hallo Ingo

Im Bild oben ist R40 auf dem SPW1: rot, rot, schwarz, silber, braun: 
2.2Ohm, 1%.
Nehme schon an, das 2.2Ohm da richtig sind.

Wo geht der Widerstand den hin, ev. zum BUZ308 daneben auf SPW1? Wäre 
dann der Schalt-MOSFET für den Inverter, der die Stromversorung für die 
Basistreiber vom Hauptinverter macht, Basistreiber sind galvanisch 
isoliert und hängen auf +/- vom (gleichgerichtetem) Drehstrom-DC-Bus, 
also 0V und ca. 600V oder +/-300V, je wie man misst.

Wenn der BUZ308 futsch wäre, dann ist klar, wieso das Ding nicht 
funktioniert, da der Inverter kein Basisstrom zum schalten hat. Das 
wären die 280V 55kHz AC am Stecker X2 oben links.
Wäre auf alle Fälle vorsichtig damit nicht die Haupt-Schalttransistoren 
kaputtgehen, die sind unersetzlich, bzw gibt grössere/teurere 
Bastelaktion, die durch normale Transistoren zu ersetzen (eher 
wirtschaftlicher Totalschaden).

Hab meine beiden EWM TRSQW Gurken verkauft und durch 2x Lorch 320/420GW 
Bastelgeräte (Preis hat jeweils gepasst) ersetzt.Kann daher nix mehr 
messen.
Das 320GW Lorch wird gerade zum 420GW hochgeskillt, das 420GW hat einige 
ISOTOP Mosfets mehr auf primär/sekundärseite, sowie ein paar mehr 
Gleichrichterdioden sekundärseitig, der Trafo ist aber der gleiche.
Ausserdem gibts noch neue Stromschinen sekundärseitig, da die originalen 
etwas sehr dünn waren und teils schon leicht angebraten waren.

Die beiden TRSQW2 stehen noch halbtot in der Ecke, die bau ich vieleicht 
mal auf primärseitig IGBT um, oder versuchs zumindest ;-)

: Bearbeitet durch User
von Rote T. (tomate)


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von ingo (Gast)


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Hallo tomate, vielen Dank für die Tipps.

Ich habe jetzt mal die beiden BUZ308 auf der SPW-1 geprüft:
Ist natürlich einer kaputt. Den habe ich dann gleich bei 
hinkel-Elektronik bestellt (conrad hat die Dinger ja leider nicht...).

Außerdem habe ich noch einen verbrannten Widerstand, R15 auf der SPW-1 
enddeckt. Leider kann ich die Farben wieder nicht erkennen, da er radial 
in der Mitte verbrannt ist.
Auf dem Foto von der SPW-1 kann ich aber auch mit Vergrößerung die 
Farben der Ringe nicht erkennen.
Aber trotzdem hat der Widerstand noch einen meßbaren Wert: 27 kOhm.
Wenn Du noch eine SPW-1 hast, kannst Du bitte mal nachsehen, ob das sein 
kann: rot, violett(blau), orange?

Meinst Du mit "vorsichtig, damit nicht die Haupt-Schalttransistoren
kaputtgehen" die beiden N1 und N2 mit den großen Kühlkörpern auf der 
TR-SQW-Platine?
Mehr als defekte Teile tauschen kann ich ja erst mal nicht und auf der
TR-SQW bin ich ja noch nicht gewesen.
Oder kann es da Rückwirkungen geben?

Gruß, Ingo

Beitrag #6335527 wurde vom Autor gelöscht.
von Rote T. (tomate)


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Hab noch ein Bild von der SPW1 gefunden, wo man R15 erkennt. Ist soweit
ich das sehe 1kOhm, 1% ( braun, schwarz, schwarz, braun, braun)
https://www.digikey.com/en/resources/conversion-calculators/conversion-calculator-resistor-color-code-5-band
27kOhm ist glaub ziemlich daneben.

Was ich mit den Haupt-Schalttransistoren kaputtgehen meine: Schauen das
möglichst alle Fehler wie tote Kondensatoren/Dioden/Transistoren... auf
der DW1 Platine beseitigt sind, sodass die Schalttranistoren auch sicher
ausschalten. Falls da ein High/Lowside Paar wegen wegen z.B
durchgebranntem Treibertansistor permanent an bleibt, dann fetzts die
Sicherung und der vergossene Klotz mit den Schalttranistoren drin (unter
der DW1 Platine) ist danach sehr wahrscheinlich permanent
leitend/durchlegiert und das Ding wirtschaftlicher Totalschaden.

: Bearbeitet durch User
von Rote T. (tomate)


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Platinen von der Lorch DCI-30 und ACI-30 sind übrigens identisch, 
abgesehen davon das bei der DCI-30 die beiden Potis für 
AC-Frequenz/Balance fehlen. Man kann daher ohne grossen Aufwand eine 
DCI-30 auf ACI-30 umbauen, indem man die beiden Potis reinlötet.

Allerdings haben die Lorch xxx-G DC Geräte andere Hauptplatine und die 
MOSFETs+Kühlkörper für den AC-Wechselrichter fehlen natürlich auch. 
Falls man aber noch eine GW Hauptplatine rumliegen hat, ist es glaub 
kein grosses Problem, ein DC-Gerät auf AC-DC umzubauen ;-) Kühlkörper 
und Mosfets sind relativ einfach zu organisieren.

Lorch 252 und 320/420 haben unterschiedliche Trafos verbaut. Lorch 
320/420 haben gleichen Trafo, beim 320 hats allerdings weniger 
MOSFETs/Gleichrichterdioden auf Primär und Wechselrichterseite. D.h. man 
kann ein 320G/GW mit ein paar MOSFETs und Gleichrichterdioden relativ 
einfach zum 420G/GW pimpen.

MOSFETs Primärseite STE26NA90, Freilaufdiode: BYT230PIV1000
Gleichrichter Sekundärseite: BYV255V200 oder BYV255V400, 
AC-Wechselrichter STE110NA20

Lorch 252GW: 6/8x STE26NA90, 2x BYT230PIV1000, 3x BYV255V400, 14x 
STE110NA20, 5x Kühlkörper
Lorch 320GW: 8x STE26NA90, 4x BYT230PIV1000, 4x BYV255V400, 20x 
STE110NA20 8x Kühlkörper
Lorch 420: 16x STE26NA90, 4x BYT230PIV1000, 8x BYV255V200, 28x 
STE110NA20 8x Kühlkörper

: Bearbeitet durch User
von Jan \. (Firma: None) (jan-os)


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Hier für die ACI10
Wie das bei der 30er ist kann ich nicht beurteilen.
Jedoch kann man die 10er auch umbauen.
Da fehlt jedoch einiges mehr.
Was mir so spontan auffällt sind einige Spulen, Dioden und Widerstände.
Vom Layout ist das aber soweit bei der 10er genau das gleiche.

von Ingo (Gast)


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Hallo tomate,

nachdem ich nun auf der DW1/2 und der SPW1 Platine noch die meisten 
Dioden, MosFets und BJTs (einer der BUZ308 war tatsächlich defekt, die 
anderen habe ich vorbeugend getauscht) sowie die beiden Widerstände R15 
und R40 und den großen C5 auf der SPW1 gewechselt habe, würde ich gerne 
mal die von Dir erwähnten (hier 4 Stück) Schalttransistoren (vermutlich 
die IGBTs) unterhalb der DW1/2-Platine mit einem Komponenten- oder 
Diodentester prüfen.

Es kommen/gehen jeweils 6 Leitungen, 2 "dicke" und 4 dünnere von der 
DW1/2 zu jedem einzelnen der 4 Schalttransistoren der vergossenen Blöcke
(siehe Foto).

Leider haben die Anschlüsse aber keine technischen Bezeichnungen auf dem 
EWM-Kunststoff-Gehäuse, sondern nur Zahlen an den Klemmen.
Ohne Schaltplan ist das nicht sehr aufschlußreich.
Die "dicken" Anschlusse sind sicher Kollektor und Emitter.
Aber welche der 4 anderen kann man als Gate anschließen und damit den 
IGBT mit einem Komponententester prüfen?

von Rote T. (tomate)


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S.13-14 im Dokument da hats so etwa das Schaltplan-Equivalent, was in 
den Dingern drin ist, zusammen mit was man zu messen hat, sofern es die 
Version mit BJTs ist, irgendwann haben die auf IGBT umgestellt, daber da 
ist die Treiberplatine auch anderst:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/458430/EWM-TRSQW2-de.pdf

Die Anschlüsse sind wahrscheinlich am gleichen Ort, halt ohne 
Bezeichnung.

: Bearbeitet durch User

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