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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug JBC T245 Verbindungstechnisches Rätsel


Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Mir ist aufgefallen, daß JBC beim T310/T245 Lötkolbenanschluß eine 
ungewöhnliche Pin Konvention gewählt hat und die Steckbuchse der 
Lötstation berührbare, ungeschützte Stiftkontakte aufweist. Wenn man 
bedenkt, daß Hirose solche RPC-1 Buchsen und auch die Stecker in beiden 
Geschlechts Optionen anbietet, ist das schon sonderbar. Allerdings habe 
ich den Eindruck von den Hirose Datenblättern her, daß man 
wahrscheinlich mit dem Finger möglicherweise gar nicht die Kontakte gut 
berühren kann. Der Pin Zirkel Radius ist ja sehr klein und sie sind ja 
etwas zurückgesetzt und JBC wird sich dabei hoffentlich schon was 
gedacht haben.

Sicher, der uC ist höchstwahrscheinlich programmiert den Griffelzustand 
zu überwachen und wird vorsorglich keine Heizspannung in diesem Zustand 
einschalten. Mangels Zugang zu einer solchen Station kann ich mich im 
Augenblick nicht selber davon überzeugen.

Soll keine Kritik an den Hersteller sein - Nur etwas Neugier. Im 
Augenblick fällt mir keine plausible Erklärung ein.

Es ist schade, daß es in Kanada nur sehr wenige Händler für JBC 
Werkzeuge gibt. Von den Internet Bildern her, scheinen diese Stationen 
sehr anständig und robust aufgebaut worden sein.

: Bearbeitet durch User
Autor: René H. (Firma: Herr) (hb9frh)
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Und was ist Deine Frage?

Grüsse,
René

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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René H. schrieb:
> Und was ist Deine Frage?
>
> Grüsse,
> René

Hallo René,

Was hat sich JBC dabei höchstwahrscheinlich gedacht? Der Hersteller 
Hirose verkauft ja Stecker und Buchsen in beiden Geschlechtsoptionen.

Stromführende Ausgänge haben in der Regel doch weibliche und 
berührungssichere Kontakttypen. Wenn JBC aus Frankreich kommen würde, 
könnte ich es noch verstehen, daß man es dort anders macht.:-)

Gruß,
Gerhard

Autor: Alexander B. (tecnologic) Benutzerseite
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Moin

die Station schaltet nix ein wenn kein Handstück bzw. keine Lötspitze 
erkannt wurde. Also selbst nur mit Handstück ohne Lötspitze wird auch 
keine Spannung auf die Kontakte gegeben. Die Station überwacht immer ob 
sie ein Themperaturelement sieht oder nicht.

Deshalb ist es auch egal ob Buchse oder Stecker, ESD über die Pins 
sollte auch kein Problem sein, wie du selbst geschrieben hast die die 
Pins sehr weit drin. Ich gehen aber da von aus, dass sie den Stecker 
gewählt haben wegen der Einbaumaße. Ich meine bei meiner Station war das 
dort hinten recht eng.

Gruß

Alex

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hallo Alexander,

Danke. Das klingt plausibel. Es ist halt traditionell etwas 
ungewöhnlich.

Wie fühlt sich eigentlich die Steckverbindung als Solches an? Solide 
oder etwas wackelig? Enge Toleranzen zwischen Buchse und Stecker? 
Qualitätsgefühl?

Gruß,
Gerhard


Alexander B. schrieb:
> Moin
>
> die Station schaltet nix ein wenn kein Handstück bzw. keine Lötspitze
> erkannt wurde. Also selbst nur mit Handstück ohne Lötspitze wird auch
> keine Spannung auf die Kontakte gegeben. Die Station überwacht immer ob
> sie ein Themperaturelement sieht oder nicht.
>
> Deshalb ist es auch egal ob Buchse oder Stecker, ESD über die Pins
> sollte auch kein Problem sein, wie du selbst geschrieben hast die die
> Pins sehr weit drin. Ich gehen aber da von aus, dass sie den Stecker
> gewählt haben wegen der Einbaumaße. Ich meine bei meiner Station war das
> dort hinten recht eng.
>
> Gruß
>
> Alex

: Bearbeitet durch User
Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Es hängt von der Spannung ab, ob es ein Problem ist, hier Stecker 
statt Buchsen zu verwenden.

Solange die Spannung unter 25 V AC / 60 V DC liegt, ist das kein 
relevantes Thema.


Bei manchen Stecker/Buchse-Paarungen verschleißt eines der beiden Teile 
schneller als das andere. Wird damit ein oft zu wechselndes 
Verbrauchsmaterial betrieben, wird der stärker verschleißende Teil der 
Verbrauchsmaterialseite zugeordnet -- was hier die Lötspitzen wären.

Autor: Frank L. (hermastersvoice)
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Das Gefühl ist bei JBC insgesamt sehr hochwertig und da macht diese 
Steckverbindung keine Ausnahme. Das sitzt, passt und wackelt nicht. Ich 
war sehr lange Zeit totaler Fan von Weller-Stationen aber als ich die 
erste JBC in die Hand bekam, rutschten meine Wellers auf Platz 2.

Autor: Kalle S. (kallebmw)
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Kann die Aussage von Frank L. genau so bestätigen.
Habe noch nie so gut gelötet bzw ist eine super Lötstation.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerhard O. schrieb:
> Wie fühlt sich eigentlich die Steckverbindung als Solches an?

Genügend Toleranz, dass das Einstecken des Steckers kein Problem ist,
aber nicht so, dass man das Gefühl eines „programmierten Wackelkontakts“
hat.  Wenn die Arretiernase eingerastet ist, dann sitzt alles bestens.

Meines Wissens arbeitet der Kolben mit 24 V Kleinspannung, sodass
Berührungssicherheit keine Rolle spielen sollte.  Keine Ahnung, ob sie
ihn mit Gleich- oder Wechselspannung heizen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: René H. (Firma: Herr) (hb9frh)
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Kalle S. schrieb:
> Kann die Aussage von Frank L. genau so bestätigen.
> Habe noch nie so gut gelötet bzw ist eine super Lötstation.

Dito!

Grüsse,
René

PS: den Kolben wechselt man ja auch nicht täglich.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hallo,

Gerade aufgewacht und alles Neues gelesen:-)

Danke für alle Eure Kommentare.

Ich habe kürzlich mit der Eigenentwicklung/Planung einer neuen Universal 
Lötstation für den kommenden Winter angefangen und habe intensiv die 
üblichen Verdächtigen abgeklappert. Wenn ich mir jetzt eine neue Station 
kaufen wollte, wäre meine Wahl auch auf jeden Fall JBC. Leider müßte ich 
mir alles bestellen in Kanada. Weller Zubehör kriege ich in einigen 
Geschäften. Für die gröberen, täglichen traditionellen Arbeiten bleibe 
ich auf jeden Fall bei meiner bewährten WESD51. Nur für anspruchsvolle 
SMD und Spezial Arbeiten habe ich vor die Alternativen zu verwenden. 
Auch sind die Weller ET Spitzen bei uns reichlich und billig erhältlich. 
Alles andere ist sehr teuer. Die JBC und Weller Spitzen fangen bei $35 
an und höher.

Meine Eigenbaulösung soll zuerst die Weller WMRP und WMRT Lötpinzette 
nebst JBC T210/245 unterstützen und später WP80 u.ä. Deshalb mein 
Interesse an den Steckverbindungen. Auch lege ich extrem viel Wert auf 
schaltungs- und softwaretechnischen maximalen Schutz der (teuren) 
Lötheizer gegen Überlastung. Diese Niedrigmassenlötspitzen kann man, wie 
ich lese, innerhalb weniger Sekunden zur Rotglut bringen und zerstören. 
Da mußten leider schon viele ihr Lehrgeld zahlen. Deshalb ist meiner 
Ansicht nach hier hinsichtlich ein gewisser Aufwand gerechtfertigt.

Als Kontroller kommt für mich vorläufig der STM32F103 mit einer grünen 
2.42" 12864 OLED Anzeige in Frage. Ich möchte mir selber die Schaltung 
erarbeiten und "das Rad wieder neu erfinden".

Ich habe auch vor gleichzeitig dann einen realistischen Lötspiten 
Simulator zu bauen der das Heizverhalten einiger Spitzentypen dynamisch 
und programmierbar nachbilden kann um beim ersten Testen nicht ein 
unnötiges Risiko mit den empfindlichen Spitzen eingehen zu müssen. Das 
könnte für die PID Tuning der Station dann ganz nützlich aein.

Die bestmögliche Methode der Thermoelement Messung wird auch 
herausfordernd werden. Da wird noch viel Gehirnschmalz reingesteckt 
werden müssen. Ich möchte auf alle Fälle Netzfrequenz abhängig 100 bzw 
120 Messungen pro Sekunde erreichen.

Ich habe auch schon erste online PID Simulationen gemacht um ein Gefühl 
für die Regeldynamik und Einstell Parameter zu bekommen. Bei richtiger 
Konfigurierung kann man da zumindest in der Simulation recht günstige 
(Bilderbuch) Resultate bekommen. Die Praxis wird möglicherweise nicht 
unbedingt so gut aussehen.

Naja, im Herbst und Winter werde ich dann hoffentlich mehr berichten 
können. Jetzt mache ich lieber sommerliche Sachen und Natur. Speziell 
mit unseren kurzen Sommen, soll man schöne Tage nicht vergeuden. Hatte 
leider eine starke Erkältung. Aber das legt sich seit heute endlich 
wieder. Also. auf neue Taten!:-)

Autor: 900ss D. (900ss)
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Gerhard O. schrieb:
> nebst JBC T210/245 unterstützen

Gibt es den Unterlagen, wie man den JBC-Kolben ansteuert bzw. was für 
ein Temperatursensor verbaut ist?
Ich habe mir mal was für den Weller WSP80 gebaut mit Hilfe eines 
Freundes. Funktioniert auch sehr gut aber ein JBC reizt mich auch sehr.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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900ss D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> nebst JBC T210/245 unterstützen
>
> Gibt es den Unterlagen, wie man den JBC-Kolben ansteuert bzw. was für
> ein Temperatursensor verbaut ist?
> Ich habe mir mal was für den Weller WSP80 gebaut mit Hilfe eines
> Freundes. Funktioniert auch sehr gut aber ein JBC reizt mich auch sehr.

Hallo Joachim,

Ich habe schon einiges im Internet gefunden.

Suche mal nach JBC DIY und da finden sich einige Vorschläge mit FW.

Auch Designs für den WMRP sollten prinzipiell verwendbar sein. Die 
Weller brauchen 8-12V und JBC hat nominell 24V.

Die Anschlüße gleichen sich. Nur das Thermoelement ist verschieden.
Eine Kombistation für WMRP/T und JBC sollte leicht machbar sein.

Nett von Dir zu hören,
Grüße, Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Alexander B. (tecnologic) Benutzerseite
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Kennst du das UniSolder Projekt?

Im EeVblog forum gibt es das pinout der kolben und auch des halters. Ist 
recht simpel. Ich hab mir für meine kleine Station den stand der großen 
gekauft und den stecker dafür an der kleinen station nachgerüstet. 
Achtung man braucht n 2. kolben um die Anschlüsse zu löten:). Musste das 
ganze in der Firma machen.

Zur beschaffung: was ist mit weidinger usw. Denn ich habe bisher 2 
stationen in Deutschland auf privat gekauft.

Gruß Alex

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Alexander B. schrieb:
> Zur beschaffung: was ist mit weidinger usw. Denn ich habe bisher 2
> stationen in Deutschland auf privat gekauft.

Gerhard lebt in Kanada.

Autor: Alexander B. (tecnologic) Benutzerseite
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Ok. Jetzt hab ichs gerafft....

Autor: 900ss D. (900ss)
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Gerhard O. schrieb:
> Suche mal nach JBC DIY

Alexander B. schrieb:
> Kennst du das UniSolder Projekt

Danke euch beiden.

Da der JBC- Kolben scheinbar ein Thermoelement zum Temperatur messen 
nutzt, ist die Anpassung an eine Elektronik für einen WSP80 aber nicht 
so ohne. Der WSP80 nutzt einen "normalen" PTC Widerstand. Also da müsste 
die Messschaltung dann neu gemacht werden.  bei vorhandener Platine ist 
das schwierig.
Muss auch zugeben, dass ich mich mit Thermoelement nicht gut auskenne. 
Weiß nur, dass man eine Kompensation der Kontaktstelle bei verschiedenen 
Metallen machen muss.
Von Maxim gibt es angeblich einen Baustein, an den man das Element 
anschließen kann und der Baustein macht  "alles hübsch".
Aber bei gegebener Platine blöd.

Trotzdem reizt mich derJBC :)

Muss wohl ne neue Station bauen, obwohl die WSP80 schon eine 
Doppelstation ist.
Also der Trend geht zum 3. Lötkolben :)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hallo,

Nur eine kurze Meldung von mir. Muß sofort wieder weiter.

Das mit dem Thermocouple ist nicht so schlimm. Ich habe viel 
Berufserfahrung mit TC Messtechnik. Den Berichten nach sind Weller WMRP 
ähnlich dem Type D und JBC weiß ich noch nicht genau.

Wenn Du es nicht zu eilig hast, würde ich eine kontinentüberspannende 
Zusammenarbeit begrüßen. Im Augenblick bin ich sozusagen am Erstellen 
des "Pflichtenheftes".

Ich habe da schon bestimmte Vorstellungen vom Gerät obwohl das nicht 
bindend ist und man die Geräte individuell gestalten sollte. Solange die 
wichtigen Baugruppen und FW richtig funktionieren.

Aber zur Zeit bin ich zu viel abgelenkt mit Arbeit und auch 
Urlaubsvorbereitungen weil ich anfangs August einen Abstecher nach D und 
OE geplant habe. So für mich ist die Lötstation mein neues, geplante 
Winterprojekt.

Ich habe gestern übrigens die bestellten fünfpoligen Silikonkabel aus 
England bekommen. Fühlen sich super geschmeidig und flexibel an. Muß 
aber trotzdem noch den heißen Lötkolbentest machen um sicher zu sein. 
Die Kabel kosten um BP10 herum und man kriegt sie bei Rapid Electronics. 
Das Kabel brauche ich für den WMRT Halter.

JBC Lötkolbenhalter und Spitze habe ich noch nicht. An sich wäre es 
praktisch ein paar verhunzte, aber noch funktionierende Spitzen zum 
Testen zu finden. Das könnte teures Lehrgeld ersparen. Wie schon erwähnt 
möchte ich ein vernünftiges Sicherheitssystem in die Schaltung 
miteinbeziehen um die üblichen Unfallmöglochkeiten zu reduzieren oder 
unmöglich zu machen. Die teuren Spitzen, glaube ich, verdienen schon 
etwas Schutzmaßnahmen.

Von einigen der integrierten TC Lösungen halte ich insofern nicht zu 
viel wenn sie nicht schnell genug sind. Der MAX6675 ist mir auf alle 
Fälle zu langsam. Für eine gut funktionierende PID Reglung mit den 
schnell reagierenden Spitzen kann man nicht genug Samples haben. Ich 
will auf alle Fälle eine Messung pro Halbwellen Nulldurchgang, also 100 
bzw 120 Messungen pro Sekunde.

Auch möchte ich auf alle Fälle mit Wechselspannungsheizung arbeiten. DC 
mit PWM mag ich im Augenblick nicht sehr. Obendrein muß ich mich erst 
mit möglichen Problemen der kontroversen Elektron Migration klug machen 
von denen ab und zu gesprochen wird. Ob das BS ist oder zu einer 
merkbaren Lebensdauerverkürzung führen kann, kann ich augenblicklich 
nicht abschätzen.

OK. Muß schon wieder weg. War seit Sonntag mit einer starken Erkältung 
zu Hause und nun ist viel liegen geblieben. Zur Zeit willkomme ich jedes 
neue Gesicht nur um aus dem Haus zu kommen.  Schönes Wochenende noch an 
alle.

Grüße,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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900ss D. schrieb:
> Da der JBC- Kolben scheinbar ein Thermoelement zum Temperatur messen
> nutzt...

Hallo Joachim,

Hier wird über das TE gesprochen:

https://www.eevblog.com/forum/projects/what-type-o...

Der Konzensus scheint auf Type-N zu konvergieren.

Autor: Kalle S. (kallebmw)
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Hier werden auch Universal Stationen zum Anschluss verschiedene 
Lötkolben Typen vorgestellt:

erst für Hakko entwickelt, und dann auch für JBC....

http://dangerousprototypes.com/forum/viewtopic.php...
http://dangerousprototypes.com/forum/viewtopic.php...

Dort interessante Einzelheiten über die Lötspitzen etc.

Autor: Manfred (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Für eine gut funktionierende PID Reglung mit den
> schnell reagierenden Spitzen kann man nicht genug Samples haben.

> Ich will auf alle Fälle eine Messung pro Halbwellen Nulldurchgang,
> also 100 bzw 120 Messungen pro Sekunde.

Das Thermoelement ist bei Weller RT nicht von der Heizung getrennt. Das 
Nutzsignal liegt um 5 mV, während des Heizens hatte ich mehrere hundert 
Millivolt. Bekommst Du einen Meßverstärker hin, der aus der der 
Übersteuerung (Heizung ein) heraus schnell genug einschwingt?

Ich bezweifele, dass das klappen wird. Ich halte es auch für eine 
überzogene Forderung, so schnell messen zu wollen, einige 
10ms-Wärmeträgheit hat das System.

Autor: 900ss D. (900ss)
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Gerhard O. schrieb:
> Die Praxis wird möglicherweise nicht
> unbedingt so gut aussehen.

Hmmm... ja,... evtl. Der Weller z.B. arbeitet mit Wechselspannung und 
Vollwellensteuerung und macht damit eine PWM. Damit hast du 50 Schritte 
über den gesamten Bereich zum steuern der Heizleistung. Für eine 
"schnelle" Regelung ist das auch wohl etwas grob. Aber immer noch 
hinreichend gut genug, damit man regeln kann. Wenn man sich ein paar 
Videos ansieht, dann kann man schon beeindruckende Ergebnisse sehen.
Brutal schnelle Aufheizzeit bei JBC z.B. aber kaum Überschwinger bei 
Erreichen der Solltemperatur. Das Verhindern der Überschwinger ist mir 
nicht ganz so gut gelungen. Aber ich mit mit meinem Weller-Eigenbau ganz 
zufrieden.

Edit: Ich bin mir gerade nicht sicher, ich messe die Temperatur nur mit 
100Hz, ich meine bei jedem Nulldurchgang.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Manfred schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Für eine gut funktionierende PID Reglung mit den
>> schnell reagierenden Spitzen kann man nicht genug Samples haben.
>
>> Ich will auf alle Fälle eine Messung pro Halbwellen Nulldurchgang,
>> also 100 bzw 120 Messungen pro Sekunde.
>
> Das Thermoelement ist bei Weller RT nicht von der Heizung getrennt. Das
> Nutzsignal liegt um 5 mV, während des Heizens hatte ich mehrere hundert
> Millivolt. Bekommst Du einen Meßverstärker hin, der aus der der
> Übersteuerung (Heizung ein) heraus schnell genug einschwingt?
Man könnte den Meßverstärker nur während der Nulldurchgänge freigeben um 
dieses Problem zu umgehen.
>
> Ich bezweifele, dass das klappen wird. Ich halte es auch für eine
> überzogene Forderung, so schnell messen zu wollen, einige
> 10ms-Wärmeträgheit hat das System.
Gerade deswegen dachte ich, sind so viele Messungen anzustreben. Beruhen 
Deine Einwände auf eigene Arbeiten bzgl. DIY?

Danke für Deine Hinweise.

Gute Frage. Da wird man ansetzen müssen. Ich dachte vorerst daran die TE 
Spannung synchron mit der Netzfrequenz mit einer S&H Anordnung zu 
"Gaten".

Lieber wäre mir, möglicherweise mit fliegender Kondensator Technik a la 
LTC1043 was anzustellen. Über diese Probleme habe ich mir auch schon 
Gedanken gemacht. Es ist durchaus möglich, daß mittels fliegenden C die 
Heizwechselspannungsanteile die Ladung des Xfr Cs nicht nennenswert 
verfälschen können. Sollte diese Annnahme realistisch sein, könnte man 
dieses OPV Übersteuerungs Problem umgehen. Man wird Untersuchungen 
machen müssen. Ich machte früher viel mit dem LTC1043 und TE.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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900ss D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Die Praxis wird möglicherweise nicht
>> unbedingt so gut aussehen.
>
> Hmmm... ja,... evtl. Der Weller z.B. arbeitet mit Wechselspannung und
> Vollwellensteuerung und macht damit eine PWM. Damit hast du 50 Schritte
> über den gesamten Bereich zum steuern der Heizleistung. Für eine
> "schnelle" Regelung ist das auch wohl etwas grob. Aber immer noch
> hinreichend gut genug, damit man regeln kann. Wenn man sich ein paar
> Videos ansieht, dann kann man schon beeindruckende Ergebnisse sehen.
> Brutal schnelle Aufheizzeit bei JBC z.B. aber kaum Überschwinger bei
> Erreichen der Solltemperatur. Das Verhindern der Überschwinger ist mir
> nicht ganz so gut gelungen. Aber ich mit mit meinem Weller-Eigenbau ganz
> zufrieden.
>
> Edit: Ich bin mir gerade nicht sicher, ich messe die Temperatur nur mit
> 100Hz, ich meine bei jedem Nulldurchgang.
Hallo Joachim,

Wir könne diese Sachen mal später besprechen. Vielleicht lassen sich 
manche Probleme mit FW Änderungen verbessern. Habe aber erst ab Herbst 
Zeit. Im Augenblich widme ich mich auschließlich sommerlichen 
Aktivitäten und dann noch Urlaub im August. Komme gerade von 2 Stunden 
Beeren pflücken zurück. Habe kaum noch Platz in der Gefrierfach.

Gruß,
Gerhard

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Manfred schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Für eine gut funktionierende PID Reglung mit den
>> schnell reagierenden Spitzen kann man nicht genug Samples haben.
>
>> Ich will auf alle Fälle eine Messung pro Halbwellen Nulldurchgang,
>> also 100 bzw 120 Messungen pro Sekunde.
>
> Das Thermoelement ist bei Weller RT nicht von der Heizung getrennt. Das
> Nutzsignal liegt um 5 mV, während des Heizens hatte ich mehrere hundert
> Millivolt. Bekommst Du einen Meßverstärker hin, der aus der der
> Übersteuerung (Heizung ein) heraus schnell genug einschwingt?
>
> Ich bezweifele, dass das klappen wird. Ich halte es auch für eine
> überzogene Forderung, so schnell messen zu wollen, einige
> 10ms-Wärmeträgheit hat das System.

Hallo Manfred,

Danke für Deine Bedenken.

Wie gesagt, ich möchte das TE Meßsignal vom Messverstärker mit einem 
LTC1043 galvanisch isolieren. In den Perioden der Heizeransteuerung 
halte ich den Eingang des Messverstärker mit einer S&H mit dem zweiten 
LTC Teil auf den Wert während die Heizung aus ist. Das dürfte eine 
Sättigung des LT1050 Verstärkers während der Heizungsperioden 
verhindern. Zumindest ist das mein vorläufiger Ansatzpunkt für die 
Messschaltung. Es dürften mindestens einige hundert us für saubere 
Messungen zwischen den Heizintervallen erhältlich sein. Der MCP3302 ist 
schnell genug um während der Heizungspausen viele Messungen machen zu 
können die dann noch digital behandelt werden können. Da der LTC1043 das 
Meßsignal während der Messperioden vom Lötkolben komplett trennt, hat 
der ADC eine Möglichkeit nahezu ideale, saubere Messungen machen zu 
können.

Bis sich durch Untersuchungen das Gegenteil herausstellt, bin ich schon 
überzeugt, durch diese Schaltungsmaßnahmen sehr stabile TE Messungen zu 
bekommen.

Also, was meinst Du dazu? Overkill?

Autor: Mark K. (markkruetzmann)
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Die JBC-Stationen haben meines Wissens nach ein Typ-S-Thermoelement, das 
habe ich aber auch nurirgendwo aufgeschnappt und kann daher nicht sicher 
sein. Vielleicht muss ich mal eine von meinen Lötspitzen in kochendes 
Wasser halten und die Spannung messen.

Eine JBC lohnt sich übrigens definitiv, ob Eigenbau oder Gebrauchtkauf 
ist ja erst mal nicht so wichtig.

Falls es ein Eigenbau wird: Man kann es auch übertreiben. Ist zwar 
irgendwie cool, aber es bleibt ein Lötkolben und keine Atomuhrheizung. 
5K mehr oder weniger jucken da nicht wirklich.

Ein Selbstbau wurde zum Beispiel unternommen von Marco Reps. Er hat es 
mit einer recht einfachen Schaltung umgesetzt: 
Youtube-Video "Part II: Powerful DIY JBC Soldering station finished"
Der Channel lohnt sich übrigens auch sonst.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Mark K. schrieb:
> Die JBC-Stationen haben meines Wissens nach ein
> Typ-S-Thermoelement, das
> habe ich aber auch nurirgendwo aufgeschnappt und kann daher nicht sicher
> sein. Vielleicht muss ich mal eine von meinen Lötspitzen in kochendes
> Wasser halten und die Spannung messen.
Das würde mich auch interessieren.
>
> Eine JBC lohnt sich übrigens definitiv, ob Eigenbau oder Gebrauchtkauf
> ist ja erst mal nicht so wichtig.
Ist wahr.
>
> Falls es ein Eigenbau wird: Man kann es auch übertreiben. Ist zwar
> irgendwie cool, aber es bleibt ein Lötkolben und keine Atomuhrheizung.
> 5K mehr oder weniger jucken da nicht wirklich.
Das ist ein Körnchen Wahrheit dran. Bei meiner geplanten Station würde 
ich wahrscheinlich 5 Grad als Schritte zur Einstellung vorsehen.
>
> Ein Selbstbau wurde zum Beispiel unternommen von Marco Reps. Er hat es
> mit einer recht einfachen Schaltung umgesetzt:
> Youtube-Video "Part II: Powerful DIY JBC Soldering station finished"
> Der Channel lohnt sich übrigens auch sonst.

Danke für Deine Hinweise. Der Video war interessant. Speziell die MOSFET 
Ansteuerung mit Photonic Coupler als effizienter synchroner Schalter. 
Das würde um die 5 Watt an Verlust Hitze in der Station vermeiden.

Mir schwebt eine Station vor die JBC und WMRx kann. Die sind ja ausser 
Betriebsspannung konzeptionell einander sehr ähnlich.

Autor: Richard B. (r71)
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@Gerhard Wie weit bist du schon?

Ich mach dasselbe ;)

Gerhard O. schrieb:
> 2.42" 12864 OLED Anzeige

25-30 EUR sind ganz schön viel.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Richard B. schrieb:
> @Gerhard Wie weit bist du schon?

Bin gerade erst vom Urlaub zurückgekommen. Viel hat sich ausser 
Konzeptdenken noch nicht getan. Hoffe aber mich im Herbst, Winter 
richtig reinknien zu können.
>
> Ich mach dasselbe ;)
Toll. Da müßte ich eigentlich dasselbe fragen, Hi.

Hast Du schon ein konkretes Design ausgearbeitet?
>
> Gerhard O. schrieb:
>> 2.42" 12864 OLED Anzeige
>
> 25-30 EUR sind ganz schön viel.
Das schon. Aber andrerseits besticht die gute Ablesbarkeit der grünen 
Anzeigen. Der Ablesewinkel und Kontrast des Displays ist wesentlich 
besser wie bei einem LCD und man kann das Display auch richtig ablesen 
wenn es z.B. Auf dem Regal über dem Arbeitstisch steht. Ich glaube 
schon, daß sich diese Ausgabe lohnt. Sonst wäre alternativ noch ein LED 
Display von Interesse.

UC wird bei mir mit großer Wahrscheinlichkeit ein STM32F103 werden da 
ich mit dem schon viel gemacht habe und einige Möglichkeiten bietet. 
Auch ist die TrueStudio Umgebung recht angenehm und man kann richtig 
debuggen. Jedenfalls läßt dieser uC kaum Wünsche offen.

Das Graphic Display läßt sich auch bequem zum Tuning der PID Reglung 
heranziehen.

Ich machte im Juli ein paar Experimente mit dem Thermoelement bei der 
WMRP Lötspitze. Da stellte sich wie erwartet heraus, daß einwandfreie 
Erfassung der TE Spannung nur bei Stromlosigkeit des Heizers möglich 
ist. Meine Preferenz zur Entkopplung des TE von der Meßschaltung ist ein 
LTC1043 zur galvanischen Trennung zwischen TE und ADC. Mit dieser 
Technik bekommt man absolut saubere Messungen. ADC Wahl ist noch etwas 
unklar. Er muß schnell genug sein um bei jedem Nulldurchgang der 
Netzfrequenz das TE erfassen zu können. Es ist nicht möglich wirklich 
genaue Messungen zu machen wenn die Heizung eingeschaltet ist. Bei 
DC-Heizung schon gar nicht und auch bei AC geht es nur bei Messung über 
eine volle Periode. Ein Fluke87 DMM mißt die Spannung relativ genau, 
aber nicht schnell genug.

Für das Schalten der Heizspannung möchte ich MOSFETS mit photonic 
couplers verwenden um die Verlustwärme von TRIACs zu vermeiden. Bei 4A 
wird bei TRIACs schon einige Watt an Hitze umgesetzt.

Bautechnisch sollte die Station Anschlüsse für JBC und Weller haben. Die 
JBC Verbinder sind kein Problem. Für den Weller erstand ich mir AMP 
Buchsen die nach leichter Veränderung auch den Weller Stecker 
akzeptieren. (Aufbohrung des Nr.7 Stift und Einsatz eines Kontaktes. Die 
Bestellnummern habe ich, falls von Interesse)

Gehäusemäßig werde ich voraussichtlich ein von eBay billig erstandenes 
Weller PU-120 Gehäuse verwenden. Trafo ein 12/24V 80VA Ringkern Typ. Die 
Anordnung und Winkel der Frontplatte ist da günstig.

Soweit sind bis jetzt meine Überlegungen gediehen und ist so ziemlich 
alles, was ich Dir im Augenblick übermitteln kann.

Es würde mich Näheres über Dein geplantes Konzept interessieren.

Autor: foobar (Gast)
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>>> 2.42" 12864 OLED Anzeige
>>
>> 25-30 EUR sind ganz schön viel.
>
> Das schon. Aber andrerseits besticht die gute Ablesbarkeit der grünen
> Anzeigen. Der Ablesewinkel und Kontrast des Displays ist wesentlich
> besser wie bei einem LCD und man kann das Display auch richtig ablesen

... zumindest am Anfang. So schön diese Displays sind, so schnell altern 
sie auch. MMn, sind die für nen Dauerbetrieb nicht geeignet.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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foobar schrieb:
>>>> 2.42" 12864 OLED Anzeige
>>>
>>> 25-30 EUR sind ganz schön viel.
>>
>> Das schon. Aber andrerseits besticht die gute Ablesbarkeit der grünen
>> Anzeigen. Der Ablesewinkel und Kontrast des Displays ist wesentlich
>> besser wie bei einem LCD und man kann das Display auch richtig ablesen
>
> ... zumindest am Anfang. So schön diese Displays sind, so schnell altern
> sie auch. MMn, sind die für nen Dauerbetrieb nicht geeignet.

Hast recht. Aber ganz so schlimm sehe ich das auch wieder nicht. Im 
Zusammenhang mit einer Lötstationsanwendung möchte ich die folgenden 
Gegenargumente aufstellen:

Die Lötstation wird in der Regel nicht 24/7 eingeschaltet sein. Bei 
50kHr Lebensdauer für 50% Reduzierung und 8 Stunden pro Tag 5x in der 
Woche sind das 24 Jahre bis die 50kHr aufgebraucht sind. Möglicherweise 
halten die Displays altersmäßig weniger lang.

Screensaver Algorithmen können dann noch den Displayverschleiß 
vermindern. Bei Nichtgebrauch kann das Display nach einer nominalen 
Zeitverzögerung (30 Min.) dunkelgesteuert werden um sich erst beim 
Anfassen des Lötgriffels oder der Frontplattenbedienung automatisch 
wieder einzuschalten.

Cristalfontz gibt z.B für ihr 12864 OLED Modul vergleichbarer Größe 
50kHrs für einen 50% Helligkeitsverlust an. Im praktischen Laborbetrieb 
einer Lötstation sollte das ausreichend sein.

https://www.crystalfontz.com/product/cfal12864jy-1...

Ganz vorsichtig möchte ich, bis gegenteilige Erfahrungen vorliegen, 
dickköpfig (wie ich bin;-) ) konstatieren, daß es sich bestimmt lohnt 
mit dieser Displaytechnologie Erfahrungen zu sammeln. Notfalls muß man 
halt auf LCD umsteigen. Sogar Keysight verwendet OLED Displays in 
einigen ihrer Meßgeräte.

Ob die chinesischen Bucht angebotenen Displays auch so gute 
Lebensdauererwartungen wie ein Namebrand Produkt z.B. von Cristalfontz 
aufweist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Was mich betrifft, werde ich das Risiko einer zu kurzen 
Lebensdauerwerwartung hinsichtlich einer besseren Ablesbarkeit, 
eingehen.

Mfg,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: W.S. (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Meine Preferenz zur Entkopplung des TE von der Meßschaltung ist ein
> LTC1043 zur galvanischen Trennung zwischen TE und ADC.

Und warum?
Gibt es dafür irgend einen richtigen Grund?
Also, z.B. bei den Spitzen von JBC liegen TE und Heizer beide an der 
gleichen Masse. Da kannst du eigentlich garnichts machen, außer 
schlichtweg den Heizer während der Messung abzuschalten. Selbst wenn du 
dir ein Spezial-Handstück baust, wo du für das TE eine spezielle 
Kelvin-Leitung mit eigenem Kontakt zum Gehäuse der Lötspitze ziehst, 
hast du moch immer den Spannungsabfall innerhalb der Lötspitze.

Ich sehe es jedenfalls nicht ein, wozu so ein "Kondensator-Übertrager" 
in diesem Falle gut sein soll.

Nochwas:
Der Markt für freundliche 24V/150..200W Ringkerntrafos ist heutzutage 
ziemlich weggeschrumpft. Das Angebot ist dürftig und mittlerweile teuer 
geworden. So um die 50..60 Euro darf man veranschlagen. Das wäre mir 
weitaus zu teuer.

Was es preislich erträglich gibt, sind chinesische Schaltnetzteile für 
24V/6A (und angeblich kurzzeitig bis 9A), die grad so um die 10 Euro 
kosten. Die passen auch ganz nett in ein Stück Alu-Rechteckrohr 100x50x2 
hinein, was eine durchaus solide Lötstation ergeben kann. Und 144 Watt 
sind ja auch keine Kleinigkeit.

Ich hab probehalber meinen Handstück-Eigenbau mit JBC-Kartusche mal ein 
paar Sekunden an ein gewöhnliches 12V/5A-Netzteil gehalten (und ganz 
schnell wieder ausgeschaltet!!!). Innerhalb weniger Sekundne geht das 
damit über 400 Grad hoch. Also, wer keine Gehäuse sondern feineres SMD 
damit löten will, kommt auch mit 60 Watt gut aus.

Aber Schaltnetzteile liefern Gleichspannung. Also muß man eben selber 
per P-Kanal-Fet den Heizer takten. Da kann man dann gleich sich ein 
passendes Regime ausdenken:
- 2..5 ms warten
- TE messen
- 0 .. max. 20 ms Heizer einschalten. Konkrete Dauer aus Berechnung des 
Heizbedarfes.
- dann wieder dasselbe immer wieder
immerhin würden die vollen 144 Watt ausreichen, den Kolben binnen 
weniger Sekunden zur Glühlampe zu machen, also ist es durchaus 
gerechtfertigt, Pausen von bis zu 30% für das Messen vorzusehen und nur 
die restlichen 70% zum Heizen zu verwenden.


Ansonsten sehe ich keinen Grund, einen externen ADC und nicht den 
internen ADC des µC zu nehmen, sofern der 12 Bit breit wandelt. Für den 
erforderlichen OpV gibt es mittlerweile auch gute Teile, die am Eingang 
bis unter die negative Versorgung (aka Masse) arbeiten und zugleich 
keine allzu große Offsetspannung haben.

Ich hab mir auch schon mal Gedanken über eine Ansteuerung des 
Schalt-Transistors für sowas gemacht. Den TC4429/4420 könnte man für 
eine 12V..18V Lötstation direkt so verwenden, aber er ist mit 24V 
überfordert. Man kann ihn in so einem Falle nur schwimmend betreiben, 
also seine VCC an 24V, von dort aus eine Z-Diode mit Vorwiderstand oder 
LM7915 von 12..15V nach unten  und dort dann GND des TC44xx dran. Dessen 
Ansteuerung dann über Kleinleistungstransistoren.

W.S.

Autor: Richard B. (r71)
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Gerhard O. schrieb:
> Hast Du schon ein konkretes Design ausgearbeitet?

Ich habe noch nicht alle BE.

Für den Controller nehme ich den ATmega, STM32F103 und/oder F469.
Der STM32F469 ist für ca. 55 EUR als DISCO Board erhältlich->
mit 4" 800x480 Pixel TFT LCD with capacitive touch screen.

Von der T245 habe ich noch keine Daten (Pinbelegung usw).

Autor: Richard B. (r71)
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W.S. schrieb:
> 24V/150..200W Ringkerntrafos

TME hat da einiges ab 17 EUR (24V/100VA) zu bieten.
Oder zB 200VA ab 3 Stk. 26 EUR Netto.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Richard B. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Hast Du schon ein konkretes Design ausgearbeitet?
>
> Ich habe noch nicht alle BE.
Was ist BE?
>
> Für den Controller nehme ich den ATmega, STM32F103 und/oder F469.
> Der STM32F469 ist für ca. 55 EUR als DISCO Board erhältlich->
> mit 4" 800x480 Pixel TFT LCD with capacitive touch screen.
>
> Von der T245 habe ich noch keine Daten (Pinbelegung usw).

Bin gerade mit Essenszubereitung für die nächste Woche fertig geworden. 
Sonst gibt es nichts zu essen. Habe jede Menge Sachen vom Garten 
abzuarbeiten. Diese mondänen Aktivitäten haben die Eigenschaft andere 
Aktivitäten zu verzögern.:-)

Da bist Du ja Display mäßig wesentlich ambitionierter wie ich. Auch 
würde das Display nicht in mein gewähltes Gehäuse passen. Touch screen 
Bedienung würde das Gerät allerdings sehr modern gestalten.

Für den F103 oder F407 habe ich eine Eigenentwicklung als Proto 
Platform. Möchte zuerst alles so testen.

Von der T245 habe ich schon irgendwo Informationen gefunden. Kann mich 
momentan nicht ans wo erinnern. Ist möglich, daß ich sie im Forum hier 
fand. Den T245 Halter und eine Spitze muß ich mir auch noch besorgen. 
Wäre nützlich eine vergammelte Spitze für die Entwicklung zu haben um 
eine Neue durch Mißgeschick nicht zu verderben. Sind ja wie bei der WMRP 
nur drei Anschlüsse. Der Heizer ist meist an der Spitze. Der 
Zwischenring ist das TE. Aber meine Hand lege ich trotzdem nicht ins 
Feuer. Also nachschauen ist angesagt. Der Widerstand des Heizers dürfte 
einige Ohm größer sein wie der des TE.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerhard O. schrieb:
>> Ich habe noch nicht alle BE.
> Was ist BE?

Broteinheiten?  Vielleicht ja doch eher Bauelemente. :-)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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An W.S.:

Danke für Deine Gedanken und Ansichten.

Bezüglich des LTC1043 habe ich gute Erfahrungen in Firmenprojekten 
gemacht. Damit bekommt man absolut saubere Messungen mit 24-bit ADCs. 
Ohne LTC1043 müßte der Eingangs OPV auf alle Fälle differenziell an der 
TE Anschlußstelle messen. Aber durch die lange Leitung ist das halt 
nicht mehr so günstig wie beim LTC1043 wo der Meßeingang vollkommen 
lokal im inneren Sanktum der Eingangsschaltung gehalten werden kann. Bei 
sachgerechtem Layout bekommt man gute ADC Rauschwerte. 12-bit sehe ich 
eher als unterste Grenze an. 14 bis 16-bit wären mir eigentlich lieber. 
Allerdings könnte man bei dem schnellen F103 ADC noch 1-2 bits durch 
Vielfach Messung herausschinden.

Bezüglich des Netzteils bieten sich die sehr kompakten XBOX360 Netzteile 
an. Die kriegt man hier spottbillig in Gebrauchtwarengeschäfte. Das Teil 
kann 14.5A bei 12V. Sehen auch gut aus. Allerdings wäre das ein Problem 
für die 24V JBC Heizungswicklung. Für ein reines Weller Design würde das 
aber ausreichen. Naja, neue SMPS gibt es ja wie Sand am Meer. Beim 
kombinierten JBC/Weller Design wären 12/24V notwendig. Ja, DC Versorgung 
hätte sicherlich auch Vorteile.

Einen 2x12V R.K. Trafo habe ich schon. Sonst gebe ich Dir kostenmäßig 
recht.

Die WMRP Spitze braucht nur rund 3V um damit Lot schmelzen zu können. Da 
hat man gegen Überheizung wenig Toleranz.

Treiberschaltungsmöglichkeiten gibt es viele.

Ein eigenes Design sollte auch Schutzvorkehrungen miteinbeziehen um eine 
Zerstörung der Heizpatrone durch uC Fehlverhalten nach Möglichkeit zu 
verhindern. Weller steuert den TRIAC in der WESD51 übrigens kapazitiv 
an, so daß ein aufgehängter uC oder sonstige Steueranomalie keinen 
Schaden anrichten kann.

Es gibt übrigens Gerüchte von Metallmigration wenn man mit DC heizt. 
Inwieweit das eine reale Gefahr oder Jägerlatein ist kann ich nicht 
beurteilen. Die meisten kommerziellen Stationen heizen mit 
Wechselspannung.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Jörg W. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>>> Ich habe noch nicht alle BE.
>> Was ist BE?
>
> Broteinheiten?  Vielleicht ja doch eher Bauelemente. :-)

Danke. War auf dem Schlauch. Das kommt davon wenn man ein Bier trinkt:-)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Richard B. schrieb:
> W.S. schrieb:
>> 24V/150..200W Ringkerntrafos
>
> TME hat da einiges ab 17 EUR (24V/100VA) zu bieten.
> Oder zB 200VA ab 3 Stk. 26 EUR Netto.

Das hört sich sehr günstig an. Allerdings würde der Versand nach Kanada 
die Kostenersparniss negieren. Für ein kombiniertes Weller/JBC Design 
wären aber zwei getrennte 12V Wicklungen zu bevorzugen.

Autor: W.S. (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Ohne LTC1043 müßte der Eingangs OPV auf alle Fälle differenziell an der
> TE Anschlußstelle messen.

Das verstehe ich nicht. Man hat ein Thermoelement, was auf der einen 
Seite über eine lange Leitung, wo heftiger Strom drauf liegt auf GND 
liegt. Die andere Seite kommt separat an den Eingang der Meßschaltung.

Was bringt es dir denn, wenn du dort eine Sample&Hold-Stufe 
dazwischensetzt? Sowas braucht man ja nur, wenn man einen langsamen AD 
hat und heizen will während der grad wandelt. Da ist es die einfachere 
Version, mit einem schnelleren SAR-ADC in ausrechend großen Heiz-Lücken 
zu messen. Wir reden hier doch von Temperaturen von 0 bis weniger als 
512 Grad und das auf 1 Grad oder noch mehr, oder? Dafür reichen echte 9 
Bit aus und mit 12 Bit ist man reichlich genug bedient. Da sind die 
Störungen durch miese Kontakte und lange Strippen und Netzbrumm per 
eigenem Trafo viel schlimmere Unannehmlichkeiten.


Gerhard O. schrieb:
> Von der T245 habe ich schon irgendwo Informationen gefunden. Kann mich
> momentan nicht ans wo erinnern. Ist möglich, daß ich sie im Forum hier
> fand. Den T245 Halter und eine Spitze muß ich mir auch noch besorgen.

Dann guck mal da:
Beitrag "Neue Lötstation"

Das Handstück, was ich da gebastelt habe, war eigentlich nur aus reinem 
Mutwillen, quasi aus sportlichem Ehrgeiz entstanden. Jetzt liegt's 
unbenutzt herum und ich bin - angeregt durch diesen Thread - beim 
Überlegen, ob ich dazu auch noch eine Basisstation baue. Ein bissel 
nachgedacht über dieses Thema hab ich ja schon. In der Firma brauch ich 
das Handstück nicht, da hab ich ja das Original und daheim hab ich 
sowohl meinen guten alten Magnastat als auch so eine chinesische 
T12-Lötstation, die es eigentlich ganz gut tut für ein Gerät, was 
inclusive Handstück und 2 Spitzen so etwa 38 Euro gekostet hat. Bei der 
T12 sind übrigens Heizer und TE schlichtweg in Reihe geschaltet, also 
dafür nur 2 Leitungen. Dafür gibt's einen Rüttelkontakt im Handstück als 
Anzeiger, ob man grad lötet oder nicht. Das ist etwas weniger gut, denn 
wenn man nicht mal alle paar Sekunden mit dem Kolben mal kurz 
herumfuchtelt, denkt die Basisstation an's Herunterregeln und piept 
unangenehm laut.

Bei den T245 Kartuschen hat man 3 Anschlüsse:
- das Gehäuse ist GND, wo Heizer und TE angeschlossn sind
- der Kontaktring ist das andere Ende des Heizers
- der Stift am hinteren Ende ist das andere Ende des TE

W.S.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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W.S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Ohne LTC1043 müßte der Eingangs OPV auf alle Fälle differenziell an der
>> TE Anschlußstelle messen.
>
> Das verstehe ich nicht. Man hat ein Thermoelement, was auf der einen
> Seite über eine lange Leitung, wo heftiger Strom drauf liegt auf GND
> liegt. Die andere Seite kommt separat an den Eingang der Meßschaltung.
>
> Was bringt es dir denn, wenn du dort eine Sample&Hold-Stufe
> dazwischensetzt? Sowas braucht man ja nur, wenn man einen langsamen AD
> hat und heizen will während der grad wandelt. Da ist es die einfachere
> Version, mit einem schnelleren SAR-ADC in ausrechend großen Heiz-Lücken
> zu messen. Wir reden hier doch von Temperaturen von 0 bis weniger als
> 512 Grad und das auf 1 Grad oder noch mehr, oder? Dafür reichen echte 9
> Bit aus und mit 12 Bit ist man reichlich genug bedient. Da sind die
> Störungen durch miese Kontakte und lange Strippen und Netzbrumm per
> eigenem Trafo viel schlimmere Unannehmlichkeiten.

Ich gebe Dir im Prinzip schon recht, aber die LTC1043 S&H Methode hat 
aber doch den Vorteil, daß Speicherung und Messen des Wertes galvanisch 
getrennt ablaufen und voneinander isoliert sind und die ADC 
Konvertierung im inneren "Sanktum" der ADC Schaltung vonstatten geht. 
Auch übernimmt der C nur Gleichspannung. Da SAR ADCs alles was ihnen 
angeboten wird konvertieren, bekommt man direkt gewöhnlich deutlich 
umruhigere Werte. Ich habe schon viele Brücken und TE Designs mit S&H 
und 24-bit Konvertern gemacht und die Qualität der Messungen ist bei 
anständigen Aufbau beträchtlich besser. Der nutzbare TE Spannungsbereich 
ist ja nur von 0-6mV.

Naja. Ich möchte jetzt nicht sagen, daß ich mich nun wirklich am Ende 
auf das S&H Prinzip versteifen will. Es interessiert mich halt inwieweit 
die Meßqualität in der Praxis von den normalen Methoden unterschiedlich 
ist. Kostenmäßig fällt der LTC 1043 für ein Hobbyprojekt nicht zu sehr 
ins Gewicht.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Von der T245 habe ich schon irgendwo Informationen gefunden. Kann mich
>> momentan nicht ans wo erinnern. Ist möglich, daß ich sie im Forum hier
>> fand. Den T245 Halter und eine Spitze muß ich mir auch noch besorgen.
>
> Dann guck mal da:
> Beitrag "Neue Lötstation"
Danke für den Hinweis. Sieht gut aus. Das wäre natürlich eine 
Möglichkeit. Ich glaube aber, daß ich mir trotzdem einen T245 Griffel 
erstehen werde weil die wahrscheinlich doch besser in der Hand liegen.
>
> Das Handstück, was ich da gebastelt habe, war eigentlich nur aus reinem
> Mutwillen, quasi aus sportlichem Ehrgeiz entstanden. Jetzt liegt's
> unbenutzt herum und ich bin - angeregt durch diesen Thread - beim
> Überlegen, ob ich dazu auch noch eine Basisstation baue. Ein bissel
> nachgedacht über dieses Thema hab ich ja schon. In der Firma brauch ich
> das Handstück nicht, da hab ich ja das Original und daheim hab ich
> sowohl meinen guten alten Magnastat als auch so eine chinesische
> T12-Lötstation, die es eigentlich ganz gut tut für ein Gerät, was
> inclusive Handstück und 2 Spitzen so etwa 38 Euro gekostet hat. Bei der
> T12 sind übrigens Heizer und TE schlichtweg in Reihe geschaltet, also
> dafür nur 2 Leitungen. Dafür gibt's einen Rüttelkontakt im Handstück als
> Anzeiger, ob man grad lötet oder nicht. Das ist etwas weniger gut, denn
> wenn man nicht mal alle paar Sekunden mit dem Kolben mal kurz
> herumfuchtelt, denkt die Basisstation an's Herunterregeln und piept
> unangenehm laut.

Das ist interessant zu wissen.

Bei mir habe ich vor einen PIR Sensor einzubauen der die Lötspitze 
überwacht um die Lötgriffel Ablage zu erkennen. Auch im Schlafbetrieb 
wird dann die Spitze um ein paar zehn Grad aufgeheizt um zuverlässig die 
Wegnahme des Griffels zu detektieren. Ob das funktionieren wird, weiß 
ich noch nicht, möchte aber diesbezügliche Untersuchungen anstellen um 
die Nutzbarkeit dieses Konzepts zu ergründen. Um Leitungen von der 
Lötkolbenablage zur Station zu ersparen könnte man möglicherweise einen 
433 Mhz ASK Sender einsetzen.
>
> Bei den T245 Kartuschen hat man 3 Anschlüsse:
> - das Gehäuse ist GND, wo Heizer und TE angeschlossn sind
> - der Kontaktring ist das andere Ende des Heizers
> - der Stift am hinteren Ende ist das andere Ende des TE
>
Dann ist die Anordnung der Anschlüsse umgekehrt wie ich genannt hatte.
> W.S.
Da die Innereihen der WXRP Schaltung nun ausreichend dokumentiert sind, 
ist eine Erweiterung der Station nicht zu unrealistisch. Da gibtbes 
meßtechnisch weniger Probleme da alles Analoge innealb des Griffels 
gehandhabt wird.
...

Autor: Guido B. (guido-b)
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Gerhard O. schrieb:
> Bei mir habe ich vor einen PIR Sensor einzubauen der die Lötspitze
> überwacht um die Lötgriffel Ablage zu erkennen. Auch im Schlafbetrieb
> wird dann die Spitze um ein paar zehn Grad aufgeheizt um zuverlässig die
> Wegnahme des Griffels zu detektieren. Ob das funktionieren wird, weiß
> ich noch nicht, möchte aber diesbezügliche Untersuchungen anstellen um
> die Nutzbarkeit dieses Konzepts zu ergründen. Um Leitungen von der
> Lötkolbenablage zur Station zu ersparen könnte man möglicherweise einen
> 433 Mhz ASK Sender einsetzen.

Huch, so umständlich? Im Original liegen einfach 5 V DC über
Vorwiderstand am Halter und an der Spitzenwechseleinrichtung. Die
schließt der Lötkolben dann wohl kurz zum GND.

Wenn du eine Kartusche zum Probieren brauchst, melde dich per PN.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Guido B. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Bei mir habe ich vor einen PIR Sensor einzubauen der die Lötspitze
>> überwacht um die Lötgriffel Ablage zu erkennen. Auch im Schlafbetrieb
>> wird dann die Spitze um ein paar zehn Grad aufgeheizt um zuverlässig die
>> Wegnahme des Griffels zu detektieren. Ob das funktionieren wird, weiß
>> ich noch nicht, möchte aber diesbezügliche Untersuchungen anstellen um
>> die Nutzbarkeit dieses Konzepts zu ergründen. Um Leitungen von der
>> Lötkolbenablage zur Station zu ersparen könnte man möglicherweise einen
>> 433 Mhz ASK Sender einsetzen.
>
> Huch, so umständlich? Im Original liegen einfach 5 V DC über
> Vorwiderstand am Halter und an der Spitzenwechseleinrichtung. Die
> schließt der Lötkolben dann wohl kurz zum GND.
Ich wollte eine Lösung die ohne Leitungen zur Station auskommt. 
Irgendwie finde ich die thermische Erkennung interessant genug um 
getestet zu werden.
>
> Wenn du eine Kartusche zum Probieren brauchst, melde dich per PN.
Die müßte aber nach Kanada reisen:-)  Trotzdem Danke fürs Angebot. Eine 
vergammelte Spitze wäre natürlich für aktelle Einstellungen der 
Heizungssteuerung sehr nützlich. Unfälle kann es ja immer geben.

Ich dachte mir schon, möglicherweise eine sichere Emulationsspitze mit 
Heizwiderstand ausreichender Leistung und TE selber zu bauen um das 
Risiko einer Spitzenüberlastung zu minimieren. Anfangs kann man 
alternativ aber mit geringer Spannung arbeiten um der Spitze eine 
Überlebenschance zu geben. Ich hoffe jedenfalls, daß das zu bezahlende 
Lehrgeld innerhalb akzeptabler Grenzen bleibt.

Vor einiger Zeit machte ich ein paar Versuche mit einer online PID 
Simulation um Anfangsseinstellungspunkte zu bekommen. Mit vernünftigen 
PID Koeffizienten bekommt man ein sehr sauberes Regelverhalten, 
zumindestens hier:-)

Autor: Guido B. (guido-b)
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Naja, 1.50 € für einen Brief, das könnte ich gerade noch schaffen ;-).

Ich hatte das Projekt auch mal vor mir, dann kam der Hauskauf mit
Umbau und Renovierung dazwischen, jetzt habe ich eine AD2020.

Pläne hatte ich aber auch schon entworfen, bei Interesse kann ich
die gerne zeigen.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Guido B. schrieb:
> Naja, 1.50 € für einen Brief, das könnte ich gerade noch schaffen
> ;-).
Naja, wenn es Dir wirklich nichts ausmacht - verlockend ist Dein Angebot 
schon.
>
> Ich hatte das Projekt auch mal vor mir, dann kam der Hauskauf mit
> Umbau und Renovierung dazwischen, jetzt habe ich eine AD2020.
Was ist ein AD2020 - Google stellt sich momentan dumm.

JBC AD2200 vielleicht?
>
> Pläne hatte ich aber auch schon entworfen, bei Interesse kann ich
> die gerne zeigen.
Ich stehle immer nur von den Besten:-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Guido B. (guido-b)
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Gerhard O. schrieb:
> Guido B. schrieb:
>> Naja, 1.50 € für einen Brief, das könnte ich gerade noch schaffen
>> ;-).
> Naja, wenn es Dir wirklich nichts ausmacht - verlockend ist Dein Angebot
> schon.
>>

Das sollten wir hinkriegen.


>> Ich hatte das Projekt auch mal vor mir, dann kam der Hauskauf mit
>> Umbau und Renovierung dazwischen, jetzt habe ich eine AD2020.
> Was ist ein AD2020 - Google stellt sich momentan dumm.
>
> JBC AD2200 vielleicht?
>>

Natürlich!

>> Pläne hatte ich aber auch schon entworfen, bei Interesse kann ich
>> die gerne zeigen.
> Ich stehle immer nur von den Besten:-)

Ich habe die Pläne gerade noch mal angeschaut und langsam wird wieder
klarer, was ich mir dabei gedacht habe. Ist schon 6 Jahre her. Sogar
die Layouts waren schon fertig. Mit dem damals geplantem Trafo bin
ich aber nicht mehr zufrieden, zu schwach (22,2 V/ 4 A, 50 % ED).

Autor: W.S. (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Ich wollte eine Lösung die ohne Leitungen zur Station auskommt.

Das ist so wohl nicht hinzukriegen.
Als erstes hast du immer die Leitung von der Station zum Kolben, die ist 
wohl aus Leistungsgründen durch nichts anderes zu ersetzen, gelle?

Das Problem ist eigentlich keines. Man muß lediglich wie im Original aus 
der eigentlichen Lötstation und dem Lötkolbenständer eine Baueinheit 
machen.

Dann kann man für die "unbenutzt"-Erkennung verschiedene Wege gehen:
- mechanisch: das Gewicht des eingesteckten Kolbens betätigt nen 
Mikrotaster
- elektrisch: der Kolben als solcher schließt eine schwach an den Halter 
gelegte Spannung gegen Lötkolben-Masse kurz.
- optisch: Lichtschranke im Halter
- sonstige, wie Mini-Radar, Infrarot oder weiß der Geier...

Nochwas:
Der Heizer in den JBC-Spitzen hat so etwa 2.5 Ohm. Das macht bei 24 Volt 
fast 10 Ampere, wenn das Kabel und der Steckverbinder etwas taugt.

Gerhard O. schrieb:
> Vor einiger Zeit machte ich ein paar Versuche mit einer online PID
> Simulation um Anfangsseinstellungspunkte zu bekommen. Mit vernünftigen
> PID Koeffizienten bekommt man ein sehr sauberes Regelverhalten,
> zumindestens hier:-)

Ähem... ja eben - zumindest online. Ich würde mir als allererstes anhand 
der aufzuheizenden Masse der Spitze ausrechnen, wie steil bei 240 Watt 
die Temperatur der Spitze nach oben schnellt. Aus dem Bauch heraus würde 
ich da mal sagen, daß eine 24 V Lötstation für die JBC-Spitzen einfach 
zuviel ist. Wer damit keine Weißblechdosen löten oder Klempnerarbeiten 
tun will, für den wäre so etwa die Hälfte, also 100..120 Watt allemal 
völlig ausreichend und dafür bräuchte man 16..18 V.

Guido B. schrieb:
> Mit dem damals geplantem Trafo bin
> ich aber nicht mehr zufrieden, zu schwach (22,2 V/ 4 A, 50 % ED).

Das ist klar. Der würde so etwa für die chinesischen T12-Spitzen 
ausreichen, aber keineswegs für die JBC-Spitzen.

W.S.

Autor: Richard (Gast)
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Bei der 245 mit einer 2.7mm Lotdepot-Spitze
habe ich ca. 2.7 Ohm gemessen.

24V wirst du schon brauchen, aber mit
Strombgrenzung.

Wie viel schafft so eine 245 Spitze max?
10A sind für eine normale Platine imho zu viel.

Ich plane es mit max 100W zu betreiben.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Guido B. schrieb:
> Das sollten wir hinkriegen.

Hallo Guido,

ich habe Dir gestern Abend eine PN geschickt.

Gruß,
Gerhard

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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W.S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Ich wollte eine Lösung die ohne Leitungen zur Station auskommt.
>
> Das ist so wohl nicht hinzukriegen.
> Als erstes hast du immer die Leitung von der Station zum Kolben, die ist
> wohl aus Leistungsgründen durch nichts anderes zu ersetzen, gelle?
>
> Das Problem ist eigentlich keines. Man muß lediglich wie im Original aus
> der eigentlichen Lötstation und dem Lötkolbenständer eine Baueinheit
> machen.
Diese Tatsache gefällt mir bei den JBC Station aus einigen Gründen 
weniger:

- Man kann die Station nicht auf ein Regal wegstellen und bequem 
betreiben.
- Es besteht die Gefahr, dass beim Rücklegen des Griffels, wenn man 
nicht aufpasst, mit dem Griffel versehentlich Plastikteile der Station 
trifft.
- Letztlich, finde ich es platzsparender nur die Ablage auf dem Tisch zu 
haben. Aber das sind wahrscheinlich sehr subjektive Einwände.
- Auch ist die Ablage sozusagen der "schmutzige" Teil der Station.
>
> Dann kann man für die "unbenutzt"-Erkennung verschiedene Wege gehen:
> - mechanisch: das Gewicht des eingesteckten Kolbens betätigt nen
> Mikrotaster
> - elektrisch: der Kolben als solcher schließt eine schwach an den Halter
> gelegte Spannung gegen Lötkolben-Masse kurz.
> - optisch: Lichtschranke im Halter
> - sonstige, wie Mini-Radar, Infrarot oder weiß der Geier...
Die Möglichkeit der Gewichtserkennung finde ich interessant. Naja, 
irgendeine befriedigende, möglicherweise originelle,  Lösung wird sich 
mit der Zeit sicherlich finden lassen.

Man könnte inne im Halter Loch eine reflektierende Lichtschranke 
einbauen die bei Ablage des Griffels den Lichtpfad unterbricht. Schalter 
und Kontakte sind mir zu unzuverlässig. Allerdings ist eine eigene 
Kabelverbindung von der Ablage zur Station auch nicht gerade sehr 
attraktiv. Irgendwas geniales wird mir mit der Zeit schon einfallen.

Die magnetische Lösung von Weller finde ich weniger gut weil man diesen 
unbequemen, immer im Wege liegenden Magnet Ableger braucht. In 
Rüttelschaltersensoren habe ich langfristig auch wenig Vertrauen. Die 
werden mit der Zeit bestimmt unzuverlässig. Eine Version des  WXRP 
Griffel hat dafür anstelle des Ballsensors ein  Accelerometer IC 
eingebaut.
>
> Nochwas:
> Der Heizer in den JBC-Spitzen hat so etwa 2.5 Ohm. Das macht bei 24 Volt
> fast 10 Ampere, wenn das Kabel und der Steckverbinder etwas taugt.
Man kann bestimmt mit niedrigeren Spannungen arbeiten oder geringeren 
Einschalt-Zeiten. Eigentlich bedeutet das, dass ein JBC 245er Spitze 
wahrscheinlich auf Kosten einer etwas längeren Aufwärmzeit auch mit 
12-15V noch gut funktionieren könnte. Da müsste man ansetzen.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Vor einiger Zeit machte ich ein paar Versuche mit einer online PID
>> Simulation um Anfangsseinstellungspunkte zu bekommen. Mit vernünftigen
>> PID Koeffizienten bekommt man ein sehr sauberes Regelverhalten,
>> zumindestens hier:-)
>
> Ähem... ja eben - zumindest online. Ich würde mir als allererstes anhand
> der aufzuheizenden Masse der Spitze ausrechnen, wie steil bei 240 Watt
> die Temperatur der Spitze nach oben schnellt. Aus dem Bauch heraus würde
> ich da mal sagen, daß eine 24 V Lötstation für die JBC-Spitzen einfach
> zuviel ist. Wer damit keine Weißblechdosen löten oder Klempnerarbeiten
> tun will, für den wäre so etwa die Hälfte, also 100..120 Watt allemal
> völlig ausreichend und dafür bräuchte man 16..18 V.
Das ist bestimmt realistisch. Wie ich in Literatur von JBC gesehen habe, 
weisen deren Stationen ein sehr sauberen Regelverhalten auf. Das ist für 
mich ein hohes Ziel. Deshalb will ich der FW eine Oszi Funktion 
verpassen die das Regelverhalten graphisch wie bei einigen JBC Stationen 
verfolgen lässt. Das ist dann auch beim Tunen der PID recht nützlich. 
Deshalb lege ich auch viel Wert für eine einwandfreie, kompromisslose TE 
Messwert Erfassung.

Jedenfalls, vielen Dank für Deine Gedanken dazu. Es gibt da als 
"Projekt" noch viel zu überlegen wenn der Weg das Ziel sein soll wie 
sich für ein Hobby Projekt gebührt.
>
> Guido B. schrieb:
>> Mit dem damals geplantem Trafo bin
>> ich aber nicht mehr zufrieden, zu schwach (22,2 V/ 4 A, 50 % ED).
>
> Das ist klar. Der würde so etwa für die chinesischen T12-Spitzen
> ausreichen, aber keineswegs für die JBC-Spitzen.
>
> W.S.

Gerhard

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerhard O. schrieb:
> Es besteht die Gefahr, dass beim Rücklegen des Griffels, wenn man nicht
> aufpasst, mit dem Griffel versehentlich Plastikteile der Station trifft.

Da kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das praktisch nicht 
passiert. In dem Bereich, wo man den Kolben ablegt, ist ein Blech, die 
Plastikteile sind weit genug weg (und vermutlich auch aus einem 
Material, in das man nicht gleich ein Loch reinbrennt – aber das habe 
ich noch nicht getestet ;-).

Klar kann es Sinn haben, Station und Ablage abgesetzt zu betreiben, dann 
müsste man beim originalen JBC-Konzept halt noch die Ablage mit einem 
Draht an die Station anschließen, damit sie das Ablegen des Kolbens 
erkennen kann.

Die Aufheizleistung wird bei JBC übrigens mit 140 W angegeben. Anhand 
der gemessenen Widerstandswerte hier heißt das, dass sie die 24 V da 
offensichtlich auch in der Aufheizphase nicht dauerhaft anlegen. Wenn 
ich mal lange Weile habe, könnte ich das natürlich mal oszillografieren, 
was sie da machen. ;)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Jörg W. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Es besteht die Gefahr, dass beim Rücklegen des Griffels, wenn man nicht
>> aufpasst, mit dem Griffel versehentlich Plastikteile der Station trifft.
>
> Da kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das praktisch nicht
> passiert. In dem Bereich, wo man den Kolben ablegt, ist ein Blech, die
> Plastikteile sind weit genug weg (und vermutlich auch aus einem
> Material, in das man nicht gleich ein Loch reinbrennt – aber das habe
> ich noch nicht getestet ;-).
Ich glaube schon, das ich es schaffen würde irgendwann versehentlich das 
Stationsgehaeuse zu berühren:-)
>
> Klar kann es Sinn haben, Station und Ablage abgesetzt zu betreiben, dann
> müsste man beim originalen JBC-Konzept halt noch die Ablage mit einem
> Draht an die Station anschließen, damit sie das Ablegen des Kolbens
> erkennen kann.
Wenn man es geschickt anstellt ließe sich es auch drahtlos mit Funk 
verwirklichen. Vielleicht könnte man irgendein passives UHF 
Transponderprinzip realisieren. Oder normale RFID Methoden. Ich bin 
sicher, dass sich dieses Problem erfolgreich lösen lässt. Ich habe nur 
keine praktische Erfahrungen mit RFID/Transponder weil mich das bis 
jetzt nie interessiert hatte. Ein Batterie betriebener drahtloser 
Ablagesensor wäre auch nicht das Ende der Welt wenn man es geschickt 
anstellt.
>
> Die Aufheizleistung wird bei JBC übrigens mit 140 W angegeben. Anhand
> der gemessenen Widerstandswerte hier heißt das, dass sie die 24 V da
> offensichtlich auch in der Aufheizphase nicht dauerhaft anlegen. Wenn
> ich mal lange Weile habe, könnte ich das natürlich mal oszillografieren,
> was sie da machen. ;)
Das wäre bestimmt sehr nützlich und würde mich sehr interessieren..

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerhard O. schrieb:
> in Batterie betriebener drahtloser Ablagesensor wäre auch nicht das Ende
> der Welt wenn man es geschickt anstellt.

Wäre natürlich eine Variante. Die Station kann ja einen Emfänger 
dauerhaft betreiben, denn sie hat Versorgung aus dem Netz. Die Ablage 
sendet nur bei Änderung des Status kurz ein paarmal den Status. 
Erkennung der Änderung geht über Pinchange-Interrupt, da kann der 
Controller den Rest der Zeit schlafen (und das Radio sowieso).

Ich würde für sowas wohl einen ATmega128RFA1 benutzen, allerdings bin 
ich dahingehend vorgeschädigt. ;-)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Jörg W. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> in Batterie betriebener drahtloser Ablagesensor wäre auch nicht das Ende
>> der Welt wenn man es geschickt anstellt.
>
> Wäre natürlich eine Variante. Die Station kann ja einen Emfänger
> dauerhaft betreiben, denn sie hat Versorgung aus dem Netz. Die Ablage
> sendet nur bei Änderung des Status kurz ein paarmal den Status.
> Erkennung der Änderung geht über Pinchange-Interrupt, da kann der
> Controller den Rest der Zeit schlafen (und das Radio sowieso).
>
> Ich würde für sowas wohl einen ATmega128RFA1 benutzen, allerdings bin
> ich dahingehend vorgeschädigt. ;-)

Vielleicht sollte ich Dich dann für diesen Teil des Projektes 
aufzäumen:-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Richard B. (r71)
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Jörg W. schrieb:
> Wenn ich mal lange Weile habe, könnte ich das
> natürlich mal oszillografieren, was sie da machen. ;)

Bei 66% DC sind wir bei ca. 144W.

Ich würde auch gerne wissen, wie sie das genau machen.

Autor: Hermann M. (hoppppla)
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Hallo,

nachdem ich auch gerade dabei bin, ein neues Innenleben für meine alte 
AD2940 mit defekter Elektronik zu entwickeln, verfolge ich das Projekt 
hier auch mit großem Interesse.
Trafo und Gehäuse der Station würde ich gerne weiterverwenden, in den 
Displayausschnitt passen ziemlich genau zwei dieser günstigen 
1,3"-China-OLED-Displays.
Im erste Anlauf hätte ich mich mal an diesem Projekt
http://dangerousprototypes.com/forum/viewtopic.php...
orientiert, zumindest was den Verstärker angeht.
Was mich mal interessieren würde: wie steuert JBC die Heizleistung? Per 
Phasenanschnitt, oder geht das auch mit Vollwellen? Hat jemand eine 
funktionierende JBC-Station und mal Lust und Zeit mit dem Oszi 
nachzuschauen?

Viele Grüße,
Hermann

Autor: Richard B. (r71)
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Geht hier nichts mehr weiter?

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Richard B. schrieb:
> Geht hier nichts mehr weiter?

Bald. War auf Urlaub und ich mach voraussichtlich bald wieder am Projekt 
weiter. Leider bin ich berufsmäßig sehr engagiert und man muß sonst auch 
noch etwas anderes tun:-) Warte übrigens auch noch auf eine JBC 
Lötspitze.

Arbeitest/Denkst Du auch an einen Selbstbau? Oder nur generelles Projekt 
Interesse?

Autor: Richard B. (r71)
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Gerhard O. schrieb:
> Arbeitest/Denkst Du auch an einen Selbstbau?

Klar.

Autor: Richard B. (r71)
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Wie ist es zB mit ESD Sicherheit?
Wie wird der Kolben gesichert?

Beitrag "Netzspannungslötkolben ESD safe?"

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Richard B. schrieb:
> Wie wird der Kolben gesichert?

Der originale JBC hat den Kolben auf PE. Hat mir nicht gefallen, ich 
habe das Teil umgebaut, sodass er jetzt nur noch mit 1 MΩ mit PE 
verbunden ist. Das ist immer noch ESD-sicher, aber es killt nicht gleich 
die Schaltung, wenn man am Aufbau herumlötet und versehentlich dabei 
noch der Oszi dranklemmt, der GND auf PE liegen hat.

Der innere Aufbau der JBC-Station ist sauber genug, als dass das Teil 
tauglich für Schutzklasse 2 sein sollte, man den PE also nicht als 
solchen benötigt.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: W.S. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> ich habe das Teil umgebaut,

Und hast du eine Veränderung im Regelverhalten bemerkt? Schließlich ist 
das Thermoelement ja direkt am Gehäuse der Kartusche und mir kommen da 
leise Bedenken wegen Störeinstreuungen, die sich dann kapazitiv in der 
Regelung bemerkbar machen könnten.

Ich hab da ein billiges Beispiel: Diese 38€ China-T12-Station, die ich 
mir neulich für's Basteln daheim zugelegt habe, hatte den Kolben auch 
hart auf Schutzleiter gelegt. Ich war da etwas zögerlicher als du, hab 
den Kolben nur per 22k Widerstand auf Schutzleiter gelegt, was ja für 
das Allergröbste erstmal ausreichen sollte. Aber bei dieser Beschaltung 
spielte die Regelung verrückt. Also kam parallel zum 22k noch ein 100nF 
MKT dazu, was das Verrücktspielen der Regelung weitgehend (aber nicht 
ganz) beseitigt hatte. Ich tippe dabei eher nicht auf Netzbrumm, sondern 
auf Störungen aus dem eingebauten Openframe-SNT der Lötstation.

Fazit: Station ist benutzbar, aber so recht zufrieden bin ich im 
Innersten damit noch nicht.

W.S.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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W.S. schrieb:
>> ich habe das Teil umgebaut,
>
> Und hast du eine Veränderung im Regelverhalten bemerkt?

Nö.

Allerdings hat meine Station auch kein Schaltnetzteil, sondern einen 
klassischen Trafo. Insofern schon mal eine Störquelle weniger.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: W.S. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Nö.

Hmm.. naja, da werde ich dem Chinateil nochmal zu Leibe rücken.

Allerdings hab ich so den Eindruck, daß dieses Thema durchaus für 
Nachbau-Gelüste eine Rolle spielen wird. Immerhin ist die Variante mit 
einem klassischen Netztrafo heutzutage schwieriger als noch vor 10 
Jahren, da diese am Markt immer seltener werden. Andererseits ist es 
durchaus verlockend, die 150 Watt als SNT in einem eher zierlichen 
Gehäuse unterbringen zu können.

Ich hab für sowas an ein Konstrukt aus Alu-Rechteckrohr 50x100x2 in 
150..180 mm Länge gedacht, Front und Rückseite aus Aluplatte gefräst. 
Die vorhandene China-T12-Station ist ein wenig kleiner, ich glaub so 
etwa 40x90x(muß nachgucken). Oben drauf hab ich nen Lötkolben-Köcher 
montiert, so daß quasi der Lötkolbenständer die ganze Station ist. Klein 
und zierlich und leicht im Vergleich zu meinem Magnastat. Sowas kriegt 
man per Ringkerntrafo eben nicht wirklich hin.

Bin mal gespannt, was hier an Konstruktionen noch kommen wird.

W.S.

Autor: 900ss D. (900ss)
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W.S. schrieb:
> Oben drauf hab ich nen Lötkolben-Köcher
> montiert, so daß quasi der Lötkolbenständer die ganze Station ist.

Ich finde das unpraktisch. Die Station steht bei mir recht weit hinten 
auf dem Tisch und wenn ich den Lötkolben immer erst dahinten ablegen 
könnte, würde es mich stören.
Die einzelnen Ständer wie z.B. Weller sieht hat, kann man direkt "neben 
sich" stellen und da dann schnell den Lötkolben ablegen. Ist aber sicher 
"Geschmackssache".

Siehe hier:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/61623/L...

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Nur ganz kurz. Als Sneak Preview ein Bild mit Frontplatten Designer was 
mir im Augenblick gestaltungsweise für meine Version der Station 
vorschwebt. Als Stationsgehäuse verwende ich ein billiges Weller PU120T 
Gehäuse welches in der Bucht für $20 erstand.

Display ist ein 2.41" grüner OLED 12864 Typ. Drucktaster sind von MEC.

Es ist allerdings nur ein Konzept...

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerhard O. schrieb:
>> Wenn
>> ich mal lange Weile habe, könnte ich das natürlich mal oszillografieren,
>> was sie da machen. ;)
> Das wäre bestimmt sehr nützlich und würde mich sehr interessieren..

Hab's mal geschafft.

Interessant: Pin 1 der DIN-Buchse geht an PE (bei mir halt über 1,8 MΩ) 
und ist der äußere Anschluss der Kartusche – wird aber beim 
Thermoelement als Messspannungseingang genutzt, darüber fließt also 
nicht der Heizstrom. Pin 2 ist die (interne) Masseleitung, Pin 5 die 
Spannungszuführung für die Kartusche.

Beim Einschalten geht offenbar tatsächlich für einige Zeit volle 
Leistung da drauf.  Wird dann schnell runtergeregelt.  Die 
Einschaltphase habe ich mal mit grober und mal mit feiner zeitlicher 
Auflösung oszillografiert. Beim Oszillogramm im aufgeheizten Zustand 
kann man gut erkennen, dass in den ausgeschalteten Phasen eine negative 
Thermospannung von ca. 8 mV anliegt.

Wenn man den Kolben an den Ablagekontakt hält, geht die Heizung komplett 
aus. Auch beim Abkühlen mit Wasser wird er nicht wieder eingeschaltet.

Leistungsmesser meint 164 W beim Anheizen, pegelt sich dann auf unter 20 
W ein, wenn die Kartusche heiß ist. Spitze auf ein stark 
wärmeabführendes Stück Kuper gehalten (Ende einer alten Heatpipe aus 
einem Laptop), dann steigt die Leistung bis 70 W und verbleibt dort. 
Standby-Leistungsaufnahme ist 3,5 W.

Alle Messungen erfolgten in Einstellung 350 °C.

Die Fotos zeigen paar Details des Innenlebens. Das Platinenfoto habe ich 
extra mal in voller (Handy-)Schönheit belassen, damit man die Details 
erkennen kann.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Richard B. (r71)
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Danke, sehr informativ.
Pin 5 war klar...

Autor: W.S. (Gast)
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900ss D. schrieb:
> Ich finde das unpraktisch. Die Station steht bei mir recht weit hinten
> auf dem Tisch..

Das mag bei deiner Ausrüstung ja OK sein, aber bei der chinesischen 
Station sieht das ganz anders aus, siehe Bilder. Die Station ist winzig. 
Mal eben ca. 4x9x13 cm klein. Das sperrigste am Ganzen ist das 
Netzkabel.

Ich hab übrigens gestern mal den Oszi drangehalten. Der Widerstand ist 
egal, ob nun 22k oder 470k nimmt sich nix. Aber der Kondensator ist 
wichtig. Ohne hat man das Choppernoise aus dem SNT mit ca. 20V Amplitude 
auf dem Kolben, mit 100 nF sind es noch etwas mehr als 1V Amplitude. Ist 
eben ne kapazitive Einstreuung auf die Sekundärseite des SNT.

W.S.

Autor: W.S. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Interessant: Pin 1 der DIN-Buchse geht an PE (bei mir halt über 1,8 MΩ)
> und ist der äußere Anschluss der Kartusche – wird aber beim
> Thermoelement als Messspannungseingang genutzt,

Der äußere Anschluß?
Sag's doch bitte präziser: du meinst doch vermutlich den Stiftkontakt am 
hinteren Ende der Kartusche - oder?

W.S.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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W.S. schrieb:
> Der äußere Anschluß?
> Sag's doch bitte präziser: du meinst doch vermutlich den Stiftkontakt am
> hinteren Ende der Kartusche - oder?

Nein, den vorderen Ring. Den, der mit der Lötspitze selbst verbunden 
ist. Habe dreimal nachgemessen, aber der geht bei der JBC an den Opamp, 
der die Thermospannung misst (und im Original auch an PE, bei mir nur 
hochohmig). Habe die entsprechenden Leiterzüge mal umrahmt.

Die Stromzuführung für die Heizung erfolgt über die fetten Leiterbahnen 
und die beiden TPC8048 unterhalb des Flachbandkabels.

Autor: 900ss D. (900ss)
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W.S. schrieb:
> Die Station ist winzig

Stimmt.
Da ist die Ablage meines Lötkolbens genauso groß (oder klein) :-)

Autor: Matthias K. (matthias_k33)
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meine kleine Projekt  vor  anderhalbe Jahr.

 Ich habe  es mit Gleichspannung geheizt ( P-MOSFET und Transistor) und 
Thermospannung wird per  ADS1115 (I2C ADC mit  PGA)
Regelung ist simple  2-Punktregelung  ohne weitere Besondersheit.
( Temp_ist < Temp_soll = eine Heizpuls für 20ms)

Ja !   ADS1115 misst direkt   Thermospannung und Kaltstellentemperatur 
wurde mit fixe Temperatur von 20C°  festgelegt.

Es ist Lötstation und keine Brutschrank, daher ist mir egal, ob es 5C° 
daneben ist und es funktioniert zu meine Zufriedenheit und 
Lötkolbenhalter ist Provosium und es hält bekanntmass lang. (bis heute)

Grüss
Matt

BTW: Ich habe orginelle Idee mit Gehause gehabt.
Rate mal, was war Gehause in vorherige Leben ?

Autor: W.S. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Nein, den vorderen Ring. Den, der mit der Lötspitze selbst verbunden
> ist.

Ring? Also das verwirrt mich.
Verstehe im Moment nur Bahnhof.
Siehe das angehängte Bild von der "Dangerous.." Seite.

Der gesamte Vorderteil von der Lötspitze an bis zum ersten schwarzen 
Plastikring ist das Gehäuse der Kartusche und dort liegen beide 
Innereien an: der Heizwiderstand und das Thermoelement.

Dahinter kommt der zweite Anschluß vom Heizwiderstand.

Ganz hinten ist der Stiftkontakt, der den zweiten Anschluß des 
Thermoelements darstellt.

Also bei deiner Station liegt das Gehäuse der Kartusche auf Schutzleiter 
und es geht per 100k Widerstand an den OpV. Richtig ?

Wenn das so ist, dann ist das ja noch kein Problem, es kommt dann ja nur 
drauf an, wohin der Stiftkontakt am hinteren Ende der Kartusche hin 
geht. Ich vermute mal, auch an den OpV. Ist wohl ein OP07 mit geringer 
Offsetspannung.

W.S.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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W.S. schrieb:

> Siehe das angehängte Bild von der "Dangerous.." Seite.

Das scheint mir nach der Analyse der JBC-Station falsch zu sein.

> Also bei deiner Station liegt das Gehäuse der Kartusche auf Schutzleiter
> und es geht per 100k Widerstand an den OpV. Richtig ?

Der 100-kΩ-Widerstand ist nur ein Parallelwiderstand auf Masse. Zum 
Messverstärker geht es unterhalb der Durchkontaktierung weiter.

> Wenn das so ist, dann ist das ja noch kein Problem, es kommt dann ja nur
> drauf an, wohin der Stiftkontakt am hinteren Ende der Kartusche hin
> geht. Ich vermute mal, auch an den OpV.

Nein, der geht an die beiden FETs, die die Heizspannung zuschalten, und 
Masse der JBC-Schaltung liegt an der mittleren Elektrode. Dort schlägt 
sowohl die Gegenseite der 24 V~ auf als auch das „kalte“ Ende des 
Messverstärkers.

Mich hatte das (auch angesichts der Lage des Schutzleiteranschlusses) 
ziemlich verwirrt, daher habe ich auch dreimal hingeguckt und 
nachgemessen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: W.S. (Gast)
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Ich glaub, ich krieg ne Krise...

Also, hab heute Zeit, hab mich also über besagte JBC-Kartusche nochmal 
etwas gründlicher hergemacht. Wozu hat man denn ein Milliohm-Meter und 
ein Voltmeter mit 10 mV-Bereich?

So, hier die Ergebnisse:

Zuerst habe ich die Widerstände bei Raumtemperatur gemessen, natürlich 
mit Kelvin-Anschlüssen und jeweils zweimal, also mit Pluspol und 
Minuspol beim zweiten mal getauscht, um den Effekt von Thermospannungen 
zu sehen.

Widerstand von der Lötspitze (=Kartuschengehäuse) gegen den mittleren 
Kontaktring: 2.15 Ohm in beiden Richtungen.

Widerstand von der Lötspitze gegen den Stiftkontakt am Ende: 0.14 Ohm 
und 0.000 Ohm (Anschlag des Ohmmeters bei negativem Input) mit 
getauschten Meßanschlüssen.

Widerstand vom mittleren Kontaktring zum Stiftkontakt: 2.59 Ohm und 1.99 
Ohm

So, dann hab ich die Lötspitze angewärmt und zwar mit meinem ollen 
Magnastat und Spitze #7 und dabei die Spannungen gemessen: vom 
Kartuschengehäuse (Minuspol) gegen den mittleren Kontaktring +0.16mV und 
vom Kartuschengehäuse (Minuspol) gegen den Stiftkontakt am hinteren Ende 
ca. +7.25mV und das immer noch leicht steigend, schließlich habe ich die 
Wärme per Lötzinn an der verzinnten Spitze der Kartusche zugeführt und 
die Wärme muß folglich erstmal von dort in das Heizvolumen hinein 
fließen.

Zuletzt hab ich zwischen Kartuschengehäuse und mittleren Kontaktring mal 
3 Volt angelegt und die Spannung zwischen Kartuschengrhäuse und 
Stiftkontakt gemessen: unter 0.01 Volt.

Fazit: Das Bild weiter oben ist richtig. Der Heizer befindet sich 
tatsächlich zwischen Kartuschengehäuse und mittlerem Kontaktring und das 
Thermoelement befindet sich zwischen Kartuschengehäuse und hinterem 
Kontaktstift.

Damit wäre das final geklärt. Jetzt bleibt nur noch herauszufinden, wie 
die JBC-Leute sich das mit der Elektronik denn so gedacht haben.

W.S.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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W.S. schrieb:
> Fazit: Das Bild weiter oben ist richtig. Der Heizer befindet sich
> tatsächlich zwischen Kartuschengehäuse und mittlerem Kontaktring und das
> Thermoelement befindet sich zwischen Kartuschengehäuse und hinterem
> Kontaktstift.

Dann ist nicht wirklich klar, warum die JBC-Station genau so aufgebaut 
ist, wie sie ist.

Autor: W.S. (Gast)
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Tja, das ist in der Tat verwirrend, aber was soll man machen?

Entweder deren Gedankengänge nachvollziehen (Schaltung aufnehmen) oder 
sich seine eigenen Gedanken machen.

Mir kommt da die chinesische T12-Kartusche in den Sinn: dort ist das 
Gehäuse der Kartusche vom Heizer und TE isoliert, man mißt dort nur ca. 
110pF dazwischen. Heizer (ca. 8 Ohm) und TE sind schlichtweg in Reihe 
geschaltet und damit Basta. Mag ja sein, daß JBC so ähnlich denkt und 
den Heizstrom einfach durch das TE hindurchbrät.

W.S.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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W.S. schrieb:

> Entweder deren Gedankengänge nachvollziehen (Schaltung aufnehmen) oder
> sich seine eigenen Gedanken machen.

Wenn ich nochmal Muße habe, kann ich das ja mal tun.

Die anderen Pins am DIN-Stecker sind übrigens auch beschaltet. Dürfte 
für andere Kolben als T245 gedacht sein.

> Mag ja sein, daß JBC so ähnlich denkt und
> den Heizstrom einfach durch das TE hindurchbrät.

Das wäre ja dann die logische Schlussfolgerung aus dem Aufbau der 
Station und deinen Messungen.

Autor: W.S. (Gast)
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Manchmal gibt es schon ausgesprochen bescheuerte Zufälle: Grad gestern 
abend ist mir die Heizpatrone meines guten alten Magnastats 
durchgebrannt. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich dafür nochmal Geld 
ausgebe oder ob ich zu dem mutwillig gebastelten JBC-Handstück eine 
Station dazubaue.

W.S.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Wenn du schon einen 24-V-Trafo hast, wäre das natürlich naheliegend …

Achso, 50 VA, das ist wohl doch bisschen dünn für den T245.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: juergen (Gast)
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W.S. schrieb:
> Manchmal gibt es schon ausgesprochen bescheuerte Zufälle: Grad
> gestern
> abend ist mir die Heizpatrone meines guten alten Magnastats
> durchgebrannt.

Zufall? Glaube ich eher nicht.
Ich denke, du hast den alten Lötkolben auseinandergebaut und dabei die 
Anschlußbeinchen der Heizpatrone bewegt. Den Lötkolben einer alten 
Magnastatstation sollte man besser nicht auseinanderbauen und dran 
rumbiegen, wie ich selber vor einiger Zeit leidvoll dazugelernt habe.

Autor: W.S. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Wenn ich nochmal Muße habe, kann ich das ja mal tun.

Ist nicht mehr so wichtig.

Ich hatte ja das zusammengebastelte Handstück so herumliegen. Das tat 
es, bis mir der Gedanke kam, daraus etwas Benutzbares zu machen. Das 
Ergebnis ist beigefügt.

Ich gehe mal davon aus, daß all diejenigen, die sich so etwas selber 
bauen wollen, ihre eigenen Vorstellungen haben darüber, wie das Ganze 
denn so aussehen soll und was es neben dem eigentlichen Löten sonst noch 
so können soll. Deshalb hier kein fertiges Projekt mit sch+brd+quellen, 
sondern nur die von mir gewählte Schaltung.

Ursprünglich wollte ich dafür einen Freescale MKE benutzen, der 
eigentlich dank gröberen Pitches auch für Grobmotoriker bestens 
geeignet ist, aber nachdem ich das Layout schon fertig hatte, hab ich 
mich nach Lesen der zum µC gehörigen PDF's um-entschieden, die Doku von 
Freescale ist wirklich zum Grausen. Ich bin ja durchaus bereit, auch mal 
anderen Chips ne Chance zu geben, aber bei dieser Doku ist selbst 
meine Geduld am Ende.

Also ist ein M0516LAN draus geworden, ist ein etwas älterer Cortex M0, 
von dem ich noch ne Handvoll da habe. Die neueren davon sind dann 
M0516LDN, liegen einzeln bei etwa $1.70.

Die Steuerung kann man an Schaltnetzteilen von 12V bis 24V betreiben. 
Bei 12V heizt der Kolben von Raumtemperatur bis 220°C binnen ca. 7..8 
Sekunden auf und ist bei dieser geringen Versorgungsspannung eigentlich 
bereits benutzbar.

Ich hab die Regelung so aufgebaut, daß ich mit einem PWM im 
Einzel-Impuls arbeite. Alle 1 ms gibt's aus der Systemuhr ein 
Startereignis, woraufhin der ADC angeworfen wird und nacheinander die 
Analogkanäle 0..3 durchmißt. Die restlichen Kanäle sind vorsorglich für 
einen Auflege-Kontakt o.ä. vorgesehen. Aus Ist- und Sollwert wird der 
Duty-Wert des PWM berechnet und der PWM im "single-shot" gestartet. Der 
Maximalwert liegt bei etwa 0.5 ms - je nach der Höhe der 
Versorgungsspannung. Die Kartusche soll ja nicht ermordet werden.

Die Drossel im Ausgang dient also NICHT als Teil eines Buck-Reglers, 
sondern soll nur die Schaltflanken, die über's Kabel gehen, abmildern. 
Immerhin wird der FET ja recht schnell geschaltet und ohne dieses hätte 
man einen eigenen "woodpecker" auf der Kurzwelle. Ja, das Kabel ist in 
meinem Falle geschirmt, aber trotzdem...

W.S.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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W.S. schrieb:
> Deshalb hier kein fertiges Projekt mit sch+brd+quellen, sondern nur die
> von mir gewählte Schaltung.

Ich denke, zumindest die gemessene Thermospannung vs. Temperatur und 
eventuell die Parameter deiner Regelung (sofern du damit zufrieden bist 
:) könnten für andere noch interessant sein, meinst du nicht?

Autor: W.S. (Gast)
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Ja, sehe ich durchaus auch so.

Momentan ist das Ganze jedoch noch nicht wirklich fertig. SNT und 
Regelung sind derzeit noch lose Baugruppen auf dem Basteltisch.

Also erstens: der OpV ist gut und die Messung ist stabil. Wenn der 
Kolben thermisch eingeschwungen ist (so etwa nach 2..3 Sekunden, je 
nachdem ob und was man grad lötet) steht die Temperaturanzeige bis auf's 
Grad. Damit bin ich sehr zufrieden. Der OpV zeigt auch eine angenehm 
geringe Offsetspannung, die temperaturmäßig nicht ins Gewicht fällt. Das 
ist auch sehr angenehm, schließlich hat man das nur selten bei OpV's, 
die mit einseitiger Versorgung auskommen. Aber der OpV ist RRIO und 
kommt bei Eingangsspannung null (Lötbrücke, ohne Thermoelement) auf 
effektive 6..7 angezeigte Kelvin - und das bei einem Wertebereich bis 
angezeigte 660 Grad etwa. Find ich auch völlig OK.

Zweitens:
Der verwendete µC hat angeblich auch einen eingebauten Temperatursensor 
auf Analogkanal 7. Auf den wollte ich für die Temperaturmessung als 
Kaltkompensation aufsetzen. Allerdings scheint genau dieses Detail bei 
dem verwendeten µC nicht wirklich zu funktionieren, weswegen ich 
momentan noch ohne Kalt-Kompensation arbeite. Ich bin gerade dabei, mich 
zu einer Ansicht darüber durchzuringen. Entweder ich verwende einen der 
herausgeführten Analogkanäle für einen externen Sensor oder ich 
ignoriere die Kaltkompensation und veranschlage pauschal 20°C oder so. 
Das weiß ich noch nicht.

Drittens:
Der Regel-Algorithmus ist primitiv, aber mMn ausreichend. Er wird 
schlicht in long gerechnet und der ADC hat 12 Bit:
T, L, Diff : long;
T:= ADC * Kalibrieranstieg;
IstTemperaturAnzeige:= T >> 10;
L:= Solltemperatur << 10;
Diff:= (L - T) >> 7;  // macht Steilheit mal 8
// Begrenzung von Diff
If Diff < 0 then Diff:= 0;
If Diff > 100 then Diff:= 100;
Periode:= 200;      // macht 1 ms aus
Duty:= 200 - Diff;  // Puls soll am Anfang kommen
und...Go!
Der Puls kommt sofort und ist höchstens halb so lang wie die Periode. 
Deshalb ist sein Einfluß auf den Meßkreis am Beginn eines neuen 
Regel-Ereignisses bereits abgeklungen. Die Abklingzeit liegt nach meinen 
Messungen bei etwa 60..80µs, ist aber von der C-Beschaltung am Eingang 
und Ausgang der Meßschaltung abhängig. Immerhin gibt's am Puls-Ende auch 
ein Durchschwingen bis zur Flußspannung der Diode.

Soweit ich das bisher habe sehen können, reicht das aus. Momentan läuft 
das synchron zum SysTick, aber denkbar wäre auch, es nur durch den 
Ende-Interrupt des PWM-Timers zu steuern - wenn man das Ganze auf einem 
Nicht-Cortex betreibt.

Ach ja, die gezeigte LP ist 94x44 mm groß. Geplant ist, das Ganze in ein 
Alu-Rechteckprofil 100x50x2 zu setzen.

W.S.

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