Hi,
ich bin Elektronikerin und mir sind "einige / die wichtigsten" VDE
Normen bekannt. Und obwohl die Elektronik mein Fachgebiet ist, sollte
die Elektrik in einem Haus keine Probleme darstellen.
Ich möchte gerne ein Haus bauen und bin beim überlegen ob ich selbst
entweder komplett oder teilweise die Elektro-Installation machen kann.
Ich weiß das Energieversorgungsunternehmen verlangt eine Abnahme und der
"Elektronikerschein" reicht dazu vermutlich (ziemlich sicher) nicht aus.
Wie sieht das aus (ich stelle mir das jetzt mal so blauäugig vor), ich
mache die Installation, gehe zu einem "Zertifizierten" Elektriker und
bespreche mit ihm das (vorher nachher zwischendurch) und er macht
dann die Abnahme (Messungen ? und schauen ob die Regeln eingehalten
wurden).
... ich weiß, ganz so einfach ist es nicht. Gibt es hier Erfahrungen wie
man das am schlausten angeht? Es geht hier nicht nur darum viel Geld
einzusparen (klar, das ist der primär Grund), sondern auch um Dinge zu
verwirklichen welche nicht in einem Standard-Paket enthalten sind (z.B.
Zentraler Sicherungskasten welcher nahezu jede Steckdose, jedes Licht
getrennt schalten kann => zukünftig sogar per Handy, im Schritt 1 aber
jetzt erstmal einfach 50-100 Sicherungen)
PS. die Frage ist wirklich erstmal nur basierend auf einer Idee... noch
habe ich nicht mal noch das Grundstück ;) ... also nicht gleich den Kopf
abreißen * lieb guck *
grüße esthi
Gefühlt jede Woche die gleiche Frage. Wer zu blöde ist, eine
Suchfunktion zu benutzen, ist sicher auch zu blöde, sich ins betreffende
Gebiet selbstständig einzuarbeiten.
Esthi schrieb:> Wie sieht das aus (ich stelle mir das jetzt mal so blauäugig vor), ich> mache die Installation, gehe zu einem "Zertifizierten" Elektriker und> bespreche mit ihm das (vorher nachher zwischendurch) und er macht> dann die Abnahme (Messungen ? und schauen ob die Regeln eingehalten> wurden).
Ja.
Hat aber mit der Vorbildung nichts zu tun.
Man kann das auch als Schüler von der Baumschule Ast machen.
Handwerksgeschick ist gefragt.
Esthi schrieb:> Ich möchte gerne ein Haus bauen und bin beim überlegen ob ich selbst> entweder komplett oder teilweise die Elektro-Installation machen kann.
Respekt wenn Frau selber Schlitze kloppt und Kabel verlegt!
Esthi schrieb:> Wie sieht das aus (ich stelle mir das jetzt mal so blauäugig vor), ich> mache die Installation, gehe zu einem "Zertifizierten" Elektriker und> bespreche mit ihm das (vorher nachher zwischendurch) und er macht> dann die Abnahme (Messungen ? und schauen ob die Regeln eingehalten> wurden).
Heute werden Baustellen genügend Leute eingesetzt die keinen
Facharbeiterbrief haben um Schlitze zu kloppen und Kabel zu verlegen.
Warum solltest du es nicht auch dürfen.
Esthi schrieb:> am liebsten wäre mir sogar "selbst" dafür Voll zu haften...
Du bist als Eigentümer nach dem Schaltschrank auf jeden fall voll
Haftbar.
Solange die Vorschriften der EVU und VDE eingehalten werden kannst du
machen was du willst.
Esthi schrieb:> Zentraler Sicherungskasten welcher nahezu jede Steckdose, jedes Licht> getrennt schalten kann
Also bei so einen Projekt wirst du eher einen Keller brauchen mit mehren
Schaltschränken. Instabus wird da teuer.
Darüber hinaus musst du auch darüber nachdenken wie dir Kabelschächte
sein sollen. Der Bau Unternehmer macht Schlitze irgend wann mit Beton
zu.
Viel Spaß dabei!
Praktisch schwierig. Du mußt die Elektrofirma kennen.
Sämtliche Handwerker aller Art haben z.Zt. offensichtlich volle
Auftragsbücher und überhaupt keinen Bock EFHs und anderen Kleinkram
unter 10000 Teuros überhaupt anzunehmen.
Ich denke, die werden dich auslachen, wenn Du für Größenordnung 500
Teuros eine reine Abnahme haben möchtest, für die die Firma dann aber
voll haftet.
Wenn Du so jemanden findest, steht dem Vorhaben natürlich nichts im
Wege.
Andere Idee: Der Energieversorger kann ja eigentlich nicht vorschreiben,
welche Geräte Du an Deine Steckdose(n) anschließt.
Also kommt in den Keller/HAR nur die Zählerkiste und eine 32 A
Drehstromsteckdose. Vorschriftsmäßig vom Elektriker installiert und
abgenommen.
Und an diese Steckdose wird dann mit fetten Gummikabel deine eigene,
selbst gebaute, Unterverteilung angeschlossen, welche dann die Geräte im
Haus versorgt.
Fakt ist natürlich: Du haftest falls jemand kleben bleibt und man dir
einen Fehler nachweisen kann.
Und wenn die Hütte abbrennt, hat die Versicherung vermutlich leichtes
Spiel eine Haftung abzulehnen. Aber das sollte man nicht überbewerten,
die finden auch sonst immer Gründe nicht zu zahlen und deine Beiträge
statt dessen besser ihren Aktionären/Vorständen zuzuleiten.
Ist im Prinzip recht einfach. Die Hauptarbeit ist das Strippenziehen,
noch dazu wenn du alles einzeln zur Verteilung haben willst (da gibts
einige, die das wollen, mir erschliesst sich der Sinn nicht).
Der Anschluss bauseits ist heutzutage eher "idiotensicher", wenn man auf
passende Länge abisoliert.
Bleibt der Rest:
-Verteileraufbau
-Potentialausgleich
-Hausanschluss -> Zähler
Diese Sachen solltest du dem Elektriker überlassen (beim Zähleranschluss
musst du das sowieso), evtl. kann man auch das restliche selber machen,
aber nur in Absprache mit dem Elektriker der dann seinen Wilhelm drunter
setzt oder auch nicht :-), besonders begeistert von
Eigenbau-Hauptverteilungen sind die i.a. nicht.
Bleiben ein paar planungstechnische Einzelheiten:
-Querschnitte der Leitungen (Grossverbraucher wie Herd und
Durchlauferhitzer?), Schleifenwiderstand
-Kleinigkeiten wie Notschalter Heizung beachten
Statt alles einzeln zur Verteilung zu ziehen, würde ich im Fall eines
Neubaus lieber auf ein Bussystem (KNX, EIB) setzen. Spart viel Aufwand
und ist am Ende flexibler. Sinnvoller als 50-100 Sicherungen...
Esthi schrieb:> ich mache die Installation, gehe zu einem "Zertifizierten" Elektriker> und bespreche mit ihm das (vorher nachher zwischendurch) und er> macht dann die Abnahme
Warum sollte er das machen ?
Ihm gehen 10000 EUR Erstellungseinnahmen durch die Lappen.
Der wird ALLES bemäkeln.
Glücklicherweise gibt es Firmen, die Pakete mit
Elektroinstallationsmaterial für EFH anbieten, bei denen die "Abnahme"
inbegriffen ist. Da hat man Kostensicherheit, z.B.
http://downloads.bauking.de/Elektro-Paket.pdf
Ansonsten steht hier alles wichtige:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#M
Esthi schrieb:> noch habe ich nicht mal noch das Grundstück ;)
also überflüssige Frage, da kommen weitaus mehr Probleme als den Strom.
Ich habe ein älteres Haus gekauft und angefangen, es zu zerlegen. Die
Elektrik war so, dass ich sie für nicht sicher benutzbar eingestuft
habe.
Der Anschluß mit 36A-Wechselstrom war garnicht zeitgemäß, ich will
Drehstrom haben. Mit einem befreundeten Elektriker haben wir einen sehr
großzügigen Zählerschrank gesetzt und mit ein paar
Leitungsschutzschaltern nur die Küche aufgeklemmt.
Der beim Versorger eingetragene Fachbetrieb, ohne geht es im
ordentlichen Deutschland ja nicht, hat den Antrag eingereicht und ich
habe den Zähler bekommen. Ab da habe ich selbst weiter gebaut, es
interessiert niemanden mehr.
Wenn ein konzessionierter Fachbetrieb für eine Installation gerade
stehen soll,dann möchte dieser auch die Installation machen und nicht
nur den Kaiser Wilhelm darunter setzen.
Esthi schrieb:> Wie sieht das aus (ich stelle mir das jetzt mal so blauäugig vor), ich> mache die Installation, gehe zu einem "Zertifizierten" Elektriker und> bespreche mit ihm das (vorher nachher zwischendurch) und er macht dann> die Abnahme (Messungen ? und schauen ob die Regeln eingehalten wurden).
Ich habe einen "Elektrobausatz" gekauft, den verbaut (dazu gab es eine
"Bauanleitung") und die Leitungen zum Zählerschrank geführt. Den hat der
"Bausatzlieferant" verdrahtet und angeschlossen.
Die Planung mitsamt der Telekomverkabelung/Netzwerktechnik habe ich
selber gemacht und den Spezi anbicken lassen...
Sowas findet man mit Google auch:
http://www.ewl-instakit.dehttp://www.elektro-bogner.de/bausatz.htmhttp://www.my-elektroinstallateur.de/bausatz.htmlhttps://dasbausatzhaus.de/leistungen/innenausbau/elektro/http://www.organiska-elektro.de/Elektro-Ausbauset-fuer-das-Einfamlienhaus-komplett-MarkengeraeteBuchhai schrieb:> Wenn ein konzessionierter Fachbetrieb für eine Installation gerade> stehen soll,dann möchte dieser auch die Installation machen und nicht> nur den Kaiser Wilhelm darunter setzen.
Wenn er sich den Kaiser fürstlich entlohnen lässt, dann trotzdem. Denn
das Material muss ich ja trotzdem über ihn einkaufen...
Esthi schrieb:> mir sind "einige / die wichtigsten" VDE> Normen bekannt. Und obwohl die Elektronik mein Fachgebiet ist, sollte> die Elektrik in einem Haus keine Probleme darstellen.
Elektronik ist relativ, Hausinstallation und Schaltschrankbau ebenso...
Esthi schrieb:> Zentraler Sicherungskasten welcher nahezu jede Steckdose, jedes Licht> getrennt schalten kann => zukünftig sogar per Handy, im Schritt 1 aber> jetzt erstmal einfach 50-100 Sicherungen)
Was? So wenig?
Wie groß schätzt Du Deinen Schaltkasten denn, oder willst Du damit
einen Raumteiler gestalten?
Esthi schrieb:> PS. die Frage ist wirklich erstmal nur basierend auf einer Idee... noch> habe ich nicht mal noch das Grundstück ;) ... also nicht gleich den Kopf> abreißen * lieb guck *
Lieb zurück guck *
Mani
Esthi schrieb:> Wie sieht das aus (ich stelle mir das jetzt mal so blauäugig vor), ich> mache die Installation, gehe zu einem "Zertifizierten" Elektriker und> bespreche mit ihm das (vorher nachher zwischendurch) und er macht> dann die Abnahme (Messungen ? und schauen ob die Regeln eingehalten> wurden).>> ... ich weiß, ganz so einfach ist es nicht.
Doch genau so einfach ist es.
Habe vor kurzem ein Altbau gekauft und die Elektroistallation komplett
erneuert. Habe vorher mit einem Fachbetrieb alle Einzelheiten geklärt
was ich machen möchte.
Strippenziehen, UVs gesetzt, UVs verdrahtet etc habe alles ich gemacht.
Das Unternehmen hat jedoch den Zählerschrank gesetzt, einen Erder in den
Boden gerammt und mir die Potentialausgleichsschiene gesetzt.
Die haben danach alles weiter mit dem Netzbetreiber geklärt und für
meine Arbeiten unterschrieben.
Michael B. schrieb:> http://downloads.bauking.de/Elektro-Paket.pdf
Ein kompletter Satz für ein EFH. Wenn ich in die Liste sehe kann ich nur
den Kopf schütteln. EIN FI 40A, wenn der kommt ist das gesamte Haus tot.
Das ist die billigste Art die Mindestanforderungen zu erfüllen. 16
Automaten für das ganze Haus, ein Witz.
Also ich habe im Obergeschoss 2 FIs mit jeweils 8 LS. Untergeschoss hat
3 FIs mit jeweils 8 LS. Keller ist noch provisorisch angeklemmt gehe
auch von 2-3 FIs aus.
Zusätzlich dazu läuft Licht und Steckdosenkreis auf dem Balkon über
einen separaten FI/LS. Gleiche mit der Beleuchtung vor der Haustür.
Stephan schrieb:> Das ist die billigste Art die Mindestanforderungen zu erfüllen.
Natürlich.
Was meinst du, was der Elektriker bei seinem 10000 EUR Angebot macht ?
Gut kostet dann 20000.
Lass bloß keine Elektriker in dein Haus...Es gibt nichts schlimmeres als
unter Zeitdruck stehende Arbeiter. Vor allem wenn es gang und gebe ist
das der Azubi deine Leitungen legt oder Schlitze macht.
Mach so viel selber wie möglich!
Michael B. schrieb:> Was meinst du, was der Elektriker bei seinem 10000 EUR Angebot macht ?
Darf er nicht mehr, es sind 2 FI vorgeschrieben... Der Laberkopp erzählt
mal wieder Käse.
Hi,
okay erstmal vielen Dank für die vielen Infos. Grundsätzlich hab ich das
schon erwartet. Niemand traut ne klare aussage zu machen (mal abgesehen
von den Anwälten hier) ^^ ...
letztendlich gilt es also einen Elektriker zu finden, der meine
Installation abnimmt :) ... und genau das kann ich ja bereits vorher
absprechen
> letzten Endes ist auch eine Abgenommene Installation "instant" dahin wenn man
auch eine kleine Änderung vornimmt...
Und die Schwarzmalerei mit verletzten, Versicherung / Brandschäden...
naja, dumm bin ich nicht und nen 1kV Isolationstester hab ich auch :)
bzw. sogar ein VDE-Prüfgerät ;)
ich komme aus der Branche des Messgeräte-Baus mit VDE701/702 Messgeräten
aber auch 544, 0113 und und und...
Ein Fachbetrieb der die Installation oder Material verkaufen will um die
Abnahme machen zu können, macht bei mir gar nichts... entweder macht
jemand die Abnahme und bekommt für "wenig Arbeit" trotzdem gutes Geld
oder er verliert nen Kunden. Bei mir in der Region gibt es auf einem
Schlag 50-80 Elektriker (je nach Entfernung) müssen die selbst wissen,
ob sie n bisschen was wollen oder nichts :P
> Das Material bekomme ich im Großhandel viel zu günstig, das würde ich nicht mal
machen, wenn ich die Installation fremd vergebe ^^
ein Mädl das selbst Schlitze schlägt? naja, darauf freu ich mich am
wenigsten :D :D ... aber mit Schlitz-Fräse geht das schon ;) aber
"männchen" muss schon auch mit ran
KNX und Bustechnik ist Grundsätzlich spannend, aber selbst wenn ich das
mache tendiere ich immer noch dazu die Kabel alle Zentral zu führen ...
schon alleine weil ich dann "Standard-Technik" mit alter Technik
verknüpfen kann und vor allem wie ich es plane in 2 Schritten (also
erstmal eine Standard-Installation und später ein voll gesteuertes
Smarthome mit allen Steckdosen, Jalousien und Lichter schaltbar und vor
allem auch messbar wann wie viel Strom verbraucht wird :)
1000 dank an alle hier :)
Theo schrieb:> Sämtliche Handwerker aller Art haben z.Zt. offensichtlich volle> Auftragsbücher und überhaupt keinen Bock EFHs und anderen Kleinkram> unter 10000 Teuros überhaupt anzunehmen.> Ich denke, die werden dich auslachen, wenn Du für Größenordnung 500> Teuros eine reine Abnahme haben möchtest, für die die Firma dann aber> voll haftet.
Geben und Nehmen, wie überall. Nimmst Du vom Elektriker-Meister einen
guten Teil des Materials ab (an welchem er natürlich verdient) ist er
guten Willens, Deine Installation für X Euro abzunehmen.
Theo schrieb:> Ich denke, die werden dich auslachen, wenn Du für Größenordnung 500> Teuros eine reine Abnahme haben möchtest, für die die Firma dann aber> voll haftet.
So wie der TÜV beim Auto haftet...
"Klar, unterschreibe ich", sagte der Innungsmeister;-)
"Aber Du kaufst das Material bei mir! Schau schon mal hier in den
Katalog von Jung oder Busch&Jäger!"
"Die Preisliste au dem Katalog gebe ich Dir auch, da kannst Du sehen,
dass ich Dir nichts überteuert verkaufe!"
;-)
Walter K. schrieb:> "Klar, unterschreibe ich", sagte der Innungsmeister;-)> "Aber Du kaufst das Material bei mir! Schau schon mal hier in den> Katalog von Jung oder Busch&Jäger!"> "Die Preisliste au dem Katalog gebe ich Dir auch, da kannst Du sehen,> dass ich Dir nichts überteuert verkaufe!">> ;-)
Hast Du etwas zu verschenken? Ich nur selten und an gute
Freunde/Bekannte :-)
Esthi schrieb:> letztendlich gilt es also einen Elektriker zu finden, der meine> Installation abnimmt
Mal ehrlich, hier wird wieder mal schwarz gemalt.
Ich hab damals den Elektriker ausm Nachbarort gefragt, ob er die
Elektrik macht. Er hatte keine Lust, weil Holzhaus und mit Bohrungen in
Wänden. Letztlich hat er mir gesagt, was ich für nen Zählerkasten kaufen
soll. Ich hab dann mit Strom vom Nachbarn - richtiger Baustrom ist
sauteuer - die Installation gemacht. Er hat sichs angeschaut, die 5
Leitungen vom Zähler zum Hausanschluss geklemmt, der Typ vom
Netzbetreiber hat die Leitung am Mast und am Hausanschluss
eingangsseitig geklemmt, die NH-Sicherungen gesetzt und den Zähler
verplombt. Die meiste Zeit haben sie sich über alte Zeiten unterhalten
und am Ende hat er mir eine halbe Arbeitsstunde in Rechnung gestellt.
Kann also auch ganz locker laufen.
Esthi schrieb:> nicht in einem Standard-Paket enthalten sind (z.B. Zentraler> Sicherungskasten welcher nahezu jede Steckdose, jedes Licht getrennt> schalten kann => zukünftig sogar per Handy, im Schritt 1 aber jetzt> erstmal einfach 50-100 Sicherungen)
Du könntest dann eine Aufputz Installation mit Stapa Rohr machen - dann
bekommst Du direkt einen exklusiven Loft-Charakter und vielleicht einen
Architekturpreis
So will auch mal was sagen...
Zentral zu fahren ist sicher nicht die schlechteste Idee, aber pro Etage
einen Verteiler, das erleichtert die Installation enorm.
Wenn Du aus einer Firma kommst, die die Messgeräte baut, dann sind die
Normen ja bekannt und sicherlich gibt es da auch jemand der fachlich aus
der Ecke kommt?
Die Hersteller machen es sich einfach, da kommen mittlerweile bunte
Bildchen für Deppen mit dem Material mit und irgendwo der kleine (meiner
Meinung nach nicht ernst gemeinte) Hinweis: nur durch den Fachmann
zuinstallieren.
Jetzt zu den Firmen wegen Abnahme...
Klar wollen sich das viele nicht antun, Arbeit ist genug da, warum
sollte man da so etwas annehmen. Viele haben da halt schon so ihre
Erfahrungen gemacht, wo der Kunde die große Klappe hatte und am Ende war
alles Essig. Dann sieht man bei einer UP-Installation ja auch nicht, was
sich so alles in der Wand befindet und jeden Schalter will der Prüfer am
Ende auch nicht ausbauen.
Die Firmen die das machen, in Verbindung mit Bausätzen etc. mutig mutig.
Woher weiß man am Ende, das der Bauherr nicht die Leitungen unter der
Duschwanne oder in der Wand der Dusche verlegt hat.
Jeder meint heute, das weil er in der Schule mal ein Lämpchen zum
leuchten gebracht hat, der berufene Elektriker ist. Mit einem Auto kann
ich 120 fahren, aber wenn die Bremse nicht funktioniert, dann ist das
schlecht, beim Strom ist es ähnlich.
Vor Strom hat keiner mehr Angst, weils "nur" funkt, beim Gas ist der
Respekt irgendwie noch größer.
Dazu kommt noch Geiz ist geil und Material aus unbekannter Quelle, dafür
will man als unbeteiligter nicht unterschreiben.
Für die Arbeit eines anderen zu unterschreiben, das hat auch immer etwas
mit Vertrauen zu tun.
> Respekt wenn Frau selber Schlitze kloppt
Die Herausforderung ist, mit möglichst wenigen Schlitzen auszukommen.
Z.B. Kabel in der Türzarge verlegen und Bohren statt Schlitzen.
Was auch so eine Erfahrung ist:
Wenn was passiert, dann sagt der Kunde nicht, ich hab es selbst gemacht
und ich bin Hobbyelektriker, dann heisst es viel mehr: Ihr seit die
Fachleute und ich wollte es richtig haben, ich bin ja nur Laie. Von Geiz
ist geil usw. keine Spur mehr.
Karl K. schrieb:> Z.B. Kabel in der Türzarge verlegen und Bohren statt Schlitzen.
Kommt mit auf meine Liste der bescheuerten Idee... Also echt mal, und
der Handwerker der irgendwann neue Türen einsetzt zappelt dann? Nicht
umsonst gibt es Verlegezonen.
nix weis aber viel schrieb:> Respekt wenn Frau selber Schlitze kloppt und Kabel verlegt!
Das Problem ist ja eher zu wissen, wo man schlitzen darf. Heutzutage
sind Porenbetonsteine so pingelig, die versauen Dir die Statik schon,
wenn Du sie nur falschrum einbaust.
Karl schrieb:> Nicht> umsonst gibt es Verlegezonen.
Das scheint mehr ne "grosszügig interpretierte Empfehlung" zu sein
:-).....
Ich habe schon so oft Kabel gefunden, wo eigentlich keine sein sollten.
Und immer wars der Elektriker, der die verlegt haben soll. Oder eben
Unbekannt. der Heimwerker wars nach eigenem Bekunden noch nie :-)
Karl K. schrieb:> Respekt wenn Frau selber Schlitze kloppt>> Die Herausforderung ist, mit möglichst wenigen Schlitzen auszukommen.> Z.B. Kabel in der Türzarge verlegen und Bohren statt Schlitzen.
Das Problem ist wirklich... wenn hier Interessierte mitlesen - und dann
glauben, dass solche Tipps von Fachleuten kommen!
Kabel in der Türzarge verlegen ist wirlich selten dämlich!
Und was soll jetzt Bohren für eine Alternative zum Schlitz sein?
Das ist doch kompletter Blödsinn!
omg...
zerfetzt euch doch nicht
Selbstverständlich gibt es Normen wo die Leitungen liegen und sogar WIE
die Leitungen liegen... sogar die Tiefe ist nicht unrelevant und auch
WELCHES Material.
Kann man alles nachlesen! Natürlich sollte die Quelle mit bedacht
gewählt werden...
Wer ein neues Haus baut, fängt nicht mit Pfuschen an.
Hier geht es nicht nur darum Geld zu sparen sondern auch Lösungen zu
erreichen die kein Elektriker erreicht. Und was ich niemanden
unterstellen wollte, mein Qualitätsniveau ist für mich als Perfektionist
vermutlich höher als das vieler Elektriker! Besonders wenn der Azubi die
Leitungen legen darf ^^
... aber darum geht es nicht... Hier werden Tipps umher geworfen und
teilweise sogar noch ne Tüte Hass <- warum auch immer.
Ich wollte wissen welche Möglichkeit ich habe evtl. auch welche Rechte
ich habe eine Installation abnehmen zu lassen und die Antwort war: "gut
will vom nächsten ggf. übernächsten Elektriker!"
> Somit ist die Frage geklärt.
In welcher Qualität ich arbeite, welchen Pfusch ich oder andere am Bau
betreiben ist hier nicht Gegenstand! Niemand hier kennt mich, nicht mein
Alter, meine Erfahrung und meine Art und weise Probleme zu Lösen. Aber
viele hier sind gefühlt etwas zu "großkotzig" um zu schreiben: "Hey
Esthi, pass auf, das und das muss beachtet werden, hier und hier sind
Fallstricke" ... es wird immer gleich alles ins Lächerliche, Großkotzige
oder Besserwisserische gezogen.
schon der erste Kommentar: "mimimi, diese Information gibt es bereits im
Internet" ... oh hey, ich beantrage die Löschung von mikrocontroller.net
denn hier auf der Seite gibt es keine "wesentliche" Information welche
nicht sonstwo im Netz gefunden wird.
> Wir sind Menschen, d.h. wir sind bequem, suchen wegen des geringsten
Widerstandes und versuchen größtmöglichen Profit für uns zu erzielen... Aber fangt
endlich mal an euer EGO zu hinterfragen.
... Ich habe mich schon im letzten Kommentar bedankt, weil zwischen den
"doofen" Kommentaren, war eine echte Bereicherung dabei, Menschen die
sich Gedanken gemacht haben und mir ECHT weitergeholfen haben. Ich würde
euch äußerst gern zum Bierchen einladen, vom ganzen Herzen! Leider hilft
die Anonymität nur um andere Hass und Mittelfinger aufzudücken... ein
liebes Danke geht unter :(
liebe grüße
Esthi schrieb:> Hier werden Tipps umher geworfen und> teilweise sogar noch ne Tüte Hass <- warum auch immer.
Du bist im µC Forum. Gewöhn Dich besser ganz schnell dran. Hier sammeln
sich die ganzen alten Grantler und jungen Asberger, die woanders
rausgeflogen sind.
Bauexperten-Forum ist ganz brauchbar. Da musst Du nur aufpassen, da sind
die "Experten" und die wollen keine "Laien". Also die Fragen so stellen,
als hättest Du selbst Ahnung und müsstest nur mal rückfragen, oder es
geht um eine Meinungsverschiedenheit unter Kollegen.
Walter K. schrieb:> Und was soll jetzt Bohren für eine Alternative zum Schlitz sein?
Lach nicht, es gab schon Firmen, die fanden es eine gute Idee, die
E-Leitungen durch die Außenwand zu führen und außen unter der
Styropordämmung zu verlegen.
Hier etwas Lesestoff zum Thema: Wie kann man eine sternförmige,
vielseitig nutzbare Verkabelung für ein Smart Home machen und nutzen.
Beitrag "Re: SmartHome wenn Wohnung neu verkabelt wird"
Vielleicht helfen dir meine Überlegungen und Entscheidungen weiter.
Wolfgang R. schrieb:> Hier etwas Lesestoff zum Thema: Wie kann man eine sternförmige,> vielseitig nutzbare Verkabelung für ein Smart Home machen und nutzen.>>> Beitrag "Re: SmartHome wenn Wohnung neu verkabelt wird">> Vielleicht helfen dir meine Überlegungen und Entscheidungen weiter.
Was ich mich schon immer gewundert habe...Wie machen das die Leute die
alles Sternförmig verdrahtet haben...
Ab 18m Leitungsweg ist ja schon nix mehr mit 16A über 1,5mm². Sogar ich
habe schon Leitungswege bis knapp 18m. Und das mit einer UV auf der
selben Etage.
Michael W. schrieb:> Was ich mich schon immer gewundert habe...Wie machen das die Leute die> alles Sternförmig verdrahtet haben...>> Ab 18m Leitungsweg ist ja schon nix mehr mit 16A über 1,5mm². Sogar ich> habe schon Leitungswege bis knapp 18m. Und das mit einer UV auf der> selben Etage.
2,5qmm ist erfunden.
hinz schrieb:> 2,5qmm ist erfunden.Michael W. schrieb:> Ach echt?>> Schon mal 120+ Steckdosen mit 2,5mm² verdrahtet? Dich will ich danach> sehen.
Volltreffer.
Der bringt nur solche Sprüche, braucht aber wahrscheinlich für das
Absetzen des Kabels pro Steckdose schon je 1/2h.
Michael W. schrieb:> Ach echt?>> Schon mal 120+ Steckdosen mit 2,5mm² verdrahtet? Dich will ich danach> sehen.
In welchem Haushalt gibts 120+ Steckdosen an langen Stromkreisen?
Nordischer Kombinierer schrieb:> hinz schrieb:>> 2,5qmm ist erfunden.>> Michael W. schrieb:>> Ach echt?>>>> Schon mal 120+ Steckdosen mit 2,5mm² verdrahtet? Dich will ich danach>> sehen.>> Volltreffer.>> Der bringt nur solche Sprüche, braucht aber wahrscheinlich für das> Absetzen des Kabels pro Steckdose schon je 1/2h.
Ah, der Psychopath ist auch wieder da.
hinz schrieb:> Ah, der Psychopath ist auch wieder da.
Ja, das haben die Leser auch so schon gemerkt, ohne daß Du Dich noch
einmal explizit anmelden mußt. Um gleich vorzubeugen: Schütte Deine
Froschpillen in den nächsten Blumentopf, dann machen die Gummibäume
Hockstrecksprünge.
Naja...mal angenommen man verdrahtet alles Sternförmig. Hierzu braucht
man eh schonmal ein etwas größeren Zählerschrank. Vor allem wenn in
Zukunft noch eine Steuerung hinzukommen soll. So ein Zählerschrank wird
wohl kaum im Flur eingebaut sein. Gehen wir mal vom Keller aus.
Dementsprechend sind so ziemlich fast alle Steckdosen mehr als 18m
entfernt.
Also...
Verdrahte du mal schön alles in 2,5mm². Man erkennt das du in deinem
Leben noch nie was mit der Praxis zu tun hattest!
Michael W. schrieb:> Verdrahte du mal schön alles in 2,5mm². Man erkennt das du in deinem> Leben noch nie was mit der Praxis zu tun hattest!
Deine Glaskugel ist aber sehr matt...
Michael W. schrieb:> Ab 18m Leitungsweg ist ja schon nix mehr mit 16A über 1,5mm².
10A und 13A LS sind erfunden.
Mal echt, an wievielen Steckdosen im Haushalt ziehst Du 16A?
Ich hab - da wie oben erwähnt Holzhaus - die meisten Zimmer mit 1,5²
angefahren und mit 10A abgesichert, Küchenleiste 2 Stellen mit 1,5² und
13A - da können auch Wasserkocher, Toaster und Mikrowelle gleichzeitig
laufen - und GS und WaMa mit 2,5² und 16A. Auch der PC im Arbeitszimmer
kommt mit 10A LS gut klar.
Jaja, ich weiss, die 16A LS sind halt die billigsten...
Meine Erfahrungen aus der Installation:
1. Nicht an FI sparen. 2 FI sind Vorschrift, damit nicht das ganze Haus
tot ist, wenn einer kommt.
Ich hab:
1 mal 4-fach FI für Drehstrom Herd, Elektrische Notheizung,
Aussensteckdose Kraftsrom.
1 mal 2-fach FI für jede Phase, dabei sind die Phasen so gemischt, dass
auf jeder Etage noch Strom ist, wenn ein FI kommt und dass jeder Raum 2
Phasen hat.
1 mal 2-fach FI für Aussensteckdosen: Zisternenpumpe, SBR, Carport.
2. Jeden Raum 2x anfahren.
Einmal Lichtstromkreis für alle Räume ausser Flur, dazu je eine
Steckdose unterm Lichtschalter (unten) für Staubsauger, oder mal ne
Bohrmaschine anschließen.
Einmal Steckdosenstromkreis für alle Steckdosen ausser der unterm
Lichtschalter.
Flurlicht auf eigenem Stromkreis und anderen FI als das Raumlicht.
Damit ist gewährleistet, dass in den Räumen Licht bleibt, wenn ein Gerät
den LS oder FI des Steckdosenkreises wirft. Und dass in der Etage Licht
bleibt, wenn das Raumlicht rumzickt.
3. GS und WaMa einzeln und von anderen Kreisen getrennt absichern.
4. Den Kühlschrank mit ans Küchenlicht. Oft wird ja vorgeschlagen, den
Kühlschrank einzeln und gar mit eigenem FI abzusichern. Halte ich für
Quatsch, mit ans Küchenlicht und man merkt morgens schon, das was nicht
stimmt.
5. Mehrfachsteckdosen setzen. Zumindest da, wo man mehrere Geräte
erwartet. Ich hab reichlich Mehrfachsteckdosen vorgesehen, und trottzdem
liegen noch Verteilerleisten rum. Aber man kann das Übel wenigsten
lindern.
Einige der Kreise muss man sicher nochmal aufteilen, wenn man zerntrale
Homeautomation machen will. Aber wirklich jede Steckdose einzeln
anzufahren - das wäre mir zu viel Aufwand. Wieviele Geräte muss man denn
wirklich schalten, und tut es dann eine Funklösung nicht auch?
Esthi schrieb:> sondern auch um Dinge zu> verwirklichen welche nicht in einem Standard-Paket enthalten sind (z.B.> Zentraler Sicherungskasten welcher nahezu jede Steckdose, jedes Licht> getrennt schalten kann => zukünftig sogar per Handy, im Schritt 1 aber> jetzt erstmal einfach 50-100 Sicherungen)
Der Thread mit der (typischen) Freitagsfrage?
Um mal etwas Erdung" reinzubringen: Ein Einfamlienhaus in einfacher
Ausstattung kommt hier seit mehr als 10 Jahren mit
ca. 18 LSS und 2 RCD bestückt.
Bisher hat sich im Stadtteil (ca. 2004 hochgezogen mit mehr als 110
Häusern) noch keine Familie über zu wenig Funktionalität und Absicherung
beschwert.
Eher über hohe Energiekosten, aber DAs liegt nicht an den Sicherungen
.-)
@Mod: Diesen trollthread schließen, bitte.
My-Knx bietet übrigens eine Planungsdienstleistung an für den
Verteilerschrank.
Da kannst Du dann angeben, wieviele Steckdosen/Zimmer/Stromkreise etc.
Da kriegst dann als Output einen Stromlaufplan, mit allen erfoderlichen
Stromkreisen.
Ich hab es planen lassen, und selber darauf aufbauend dann einen Schrank
gebaut, weil ich zu dem Zeitpunkt nich genau wusste was ich will.
Die 250€ waren super angelegt. Mein Elektriker hat's mir abgenommen.
H.Joachim S. schrieb:> Diese Sachen solltest du dem Elektriker überlassen (beim Zähleranschluss> musst du das sowieso), evtl. kann man auch das restliche selber machen,> aber nur in Absprache mit dem Elektriker der dann seinen Wilhelm drunter> setzt oder auch nicht :-), besonders begeistert von> Eigenbau-Hauptverteilungen sind die i.a. nicht.
So habe ich das auch gemacht. Hausanschluss hat der Netzbetreiber
gesetzt, der Elektriker dann den Zählerkasten daneben. Die restlichen
Verteiler habe ich dann in Eigenleistung gebaut. Natürlich mit
Rücksprache beim Elektriker.
Da muss man allerdings schon einen kennen der das mitmacht. Auf
Sonderwünsche haben die im Moment alle keinen Hunger.
Michael W. schrieb:> Ab 18m Leitungsweg ist ja schon nix mehr mit 16A über 1,5mm². Sogar ich> habe schon Leitungswege bis knapp 18m. Und das mit einer UV auf der> selben Etage.
Wenn man den Verteiler recht mittig Platziert bekommt werden die
Leitungen eigentlich kürzer. Bei der klassischen Verdrahtung (in jedem
Raum von einer zur nächsten Steckdose springen) kommen da viel größere
Längen zusammen.
Hatte das auch mit dem Elektriker besprochen. Allerdings musste ich
feststellen, dass selbst die sich da keinen Kopf drüber machen.
Bad U. schrieb:> Bei der klassischen Verdrahtung (in jedem> Raum von einer zur nächsten Steckdose springen)
Bedenke, daß Du älter wirst. Dann schaffst Du das vielleicht nicht
mehr...
Bad U. schrieb:> Auf> Sonderwünsche haben die im Moment alle keinen Hunger.
Andererseits scheinen die Handwerker momentan so gut ausgelastet zu
sein, dass sie da eher mitmachen könnten.
Meinst Du? Wie kommst Du drauf?
Nach meiner Erfahrung haben die keine Zeit und keine Lust sich da in was
reinzudenken. Selbst wenn man denen die Zeit bezahlt.
H.Joachim S. schrieb:> Ich habe schon so oft Kabel gefunden, wo eigentlich keine sein sollten.
Ich auch, und zwar schräg von links unten nach rechts oben in einer
Linie, auch eingegipste Blockklemmen etc...
Karl schrieb:> Du bist im µC Forum. Gewöhn Dich besser ganz schnell dran. Hier sammeln> sich die ganzen alten Grantler und jungen Asberger, die woanders> rausgeflogen sind.
SCHWAMMERL!
Stephan schrieb:> ... 16 Automaten für das ganze Haus, ein Witz.
Man fragt sich, wie die Menschheit das vorige Jahrhundert überlebt hat.
Was hast du denn für wackelige Verbraucher?
Wenn alle Jahr mal ein Automat auslöst, bringt es real betrachtet
relativ wenig Vorteile, möglichst viele Automaten in der ZV zu haben.
Viel Aufwand ohne großen Nutzen.
Esthi schrieb:> In welcher Qualität ich arbeite, welchen Pfusch ich oder andere am Bau> betreiben ist hier nicht Gegenstand!
du arbeitet mit Sicherheit, sauberer, verantwortungsvvoller weil es DEIN
Haus ist!
Beitrag "Re: Verkabelung beim Neubau selber machen"
Bei meinem Freund war ich nicht zur Stelle und verfügbar, hatte der
hiesige vor Ort Fachbetrieb gemacht, 1 Jahr später Wackelkontakt im
Carport, Licht geht, geht nicht.....
wir verfolgten die Leitungen bis zum Anschlußkasten alle Schrauben lose,
die hatten auch schon Anlaßfarben angenommen.
Sowas will man nicht im eigenen Haus.
Wolfgang schrieb:> Man fragt sich, wie die Menschheit das vorige Jahrhundert überlebt hat.
Meine Omma hatte genau 2 Sicherungen in der Wohnung. Ging ja auch. Wenn
die Waschmaschine lief, musste der Boiler in der Küche aus sein. Ach ja,
eine war ein Automat, musste man halt immer mal draufdrücken.
Bei uns war mal in der Einbauküche die Spülmaschine parallel zu einer
Herdphase angeschlossen. Ging auch, wenn die Spülmschine lief durfte man
auf einer Platte nicht kochen, sonst wurde das Essen nicht fertig.
Ach überhaupt, wer braucht schon elektrisch Strom. Ging früher auch
ohne...
Joachim B. schrieb:> Bei meinem Freund war ich nicht zur Stelle und verfügbar, hatte der> hiesige vor Ort Fachbetrieb gemacht, 1 Jahr später Wackelkontakt im> Carport, Licht geht, geht nicht.....>> wir verfolgten die Leitungen bis zum Anschlußkasten alle Schrauben lose,> die hatten auch schon Anlaßfarben angenommen.
Ja, das ist ganz schlimm. Die Elektriker setzen erst mal nur die Adern
ab und stellen die Leiter dann an die nächste Abzweigdose und tun dort
das Gleiche. Dann fangen sie an der 1. Dose wieder an und stecken nur
die Adern in die Klemmsteine. Ich meine -sowas wie WAGO-Klemmen benutzt
doch keiner.
Wenn sie damit durch sind, fangen sie von vorne wieder an, die
Klemmstellen anzuziehen. Eine andere Arbeitsweise würde das Verfahren
nämlich zu rationell machen und dann wären sie ja zu schnell fertig.
Morgen gibt es dann eine neues Märchen -entweder von mir oder von
Joachim.
:))
Extrembergsteiger schrieb:> Ich meine -sowas wie WAGO-Klemmen benutzt> doch keiner.>> Morgen gibt es dann eine neues Märchen -entweder von mir oder von> Joachim.
ja ist ne Weile her als ich Sicherungsautomaten gesetzt hatte,
Das Haus wurde 1995 erbaut, zumindest damals gab es die Automaten mit
Schraubanschlüsse.
Gibt es die jetzt schraubenlos von Wago?
aber du erzählt uns ja morgen neue Märchen :)
Joachim B. schrieb:> Das Haus wurde 1995 erbaut, zumindest damals gab es die Automaten mit> Schraubanschlüsse.> Gibt es die jetzt schraubenlos von Wago?
Gibts IHMO auch von ABB. Hatte die damals auch gesehen. Sind aber
teuerer und ich seh da keine großen Vorteile. Hab die ganzen Schrauben
erst mit dem Akkuschrauber vorgespannt und dann mit einem SL/PZ2
Schraubendreher festgezogen. Geht schnell und hält Bombe.
Extrem geil sind die Steckanschlüsse bei heutigen Steckdosen,
Lichtschaltern und Leuchtenklemmen. Das geht echt ratz-fatz.
Bad U. schrieb:> Gibts IHMO auch von ABB. Hatte die damals auch gesehen. Sind aber> teuerer und ich seh da keine großen Vorteile. Hab die ganzen Schrauben> erst mit dem Akkuschrauber vorgespannt und dann mit einem SL/PZ2> Schraubendreher festgezogen. Geht schnell und hält Bombe.
So ist es. Ich wollte mit meinem Beitrag weiter oben eigentlich nur
zeigen, wie mir dieses Elektriker-Bashing auf den Sack geht.
Jeden Tag eine neue Geschichte, was die bösen Elektriker alles falsch
bzw. gar nicht gemacht haben -und dann kam der heroische Ingenieur, sah
und siegte.
Extrembergsteiger schrieb:> Jeden Tag eine neue Geschichte, was die bösen Elektriker alles falsch> bzw. gar nicht gemacht haben -und dann kam der heroische Ingenieur, sah> und siegte.
Klar das muss nicht sein. Aber ich hab beim Bau halt auch gesehen, dass
Elektriker halt in erster Linie Handwerker sind, die eine schnelle und
pragmatische Lösung vorziehen (müssen) und sich da nicht soooo den Kopf
um Vorschriften und Normen machen.
Extrembergsteiger schrieb:> eigentlich nur zeigen, wie mir dieses Elektriker-Bashing auf den Sack> geht.
Du musst Elektriker sein.
Extrembergsteiger schrieb:> Jeden Tag eine neue Geschichte, was die bösen Elektriker alles falsch> bzw. gar nicht gemacht haben -und dann kam der heroische Ingenieur, sah> und siegte.
Ich befürchte, das sind die Geschichten die das Leben schreibt, jeden
Tag.
Pfusch ist nunmal das Hauptwort beim Handwerker.
Beim Sportler, Buchautoren, Lehrer, Beamte, Filmschauspieler gibt es das
Wort pfuschen nicht.
MaWin schrieb:> Pfusch ist nunmal das Hauptwort beim Handwerker.
leider!
Zimmer vom Malermeister tapezieren lassen (2k€ mit spachteln), ich sah
öfter das er sehr flott und sparsam mit Kleber war, 3 Monate später löst
sich die Tapete ab.
Ich habe leider zu oft Handwerkerpfusch gesehen, daran ändert auch die
gekränkte Eitelkeit vom Extrembergsteiger oder hinz&kunz nichts
MaWin schrieb:> Pfusch ist nunmal das Hauptwort beim Handwerker.
Das kann ich aus meiner Erfahrung so nicht stehen lassen. Auch wenn die
gerne mal 5e grade sein lassen.
Meine Handwerker haben konzentriert und sauber gearbeitet. Was mich mehr
gewundert hat, dass Handwerksmeister eigentlich auch nur
Gesellenarbeiten ausführen und von Planung garnichts halten, so wie ich
es eigentlich vermutet habe.
Ich habe nach der Lektüre der Heizungs-BA mal den Sani auf die
Möglichkeiten der Regelung angesprochen. Der hat mich angeschaut wie ein
Auto. Der bekommt vom Großhändler eine Liste mit Parametern die
einzustellen sind. Das macht er dann und hat vom Rest so überhaupt
keinen Plan.
Bad U. schrieb:> eine Liste mit Parametern die> einzustellen sind. Das macht er dann und hat vom Rest so überhaupt keinen Plan.
Dach neu eindecken mit Aufsparren-Dämmsystem: Ich habe vom
Dachdeckermeister die zugehörige Statik eingefordert ... ihm fiel nichts
weiter ein, als den Systemlieferanten anzurufen und sich diese zufaxen
zu lassen.
Während meiner Leerzeit im Handwerk haben die Elektrikerkollegen
Nachtspeicherheizungen gebaut: Gebäudeskizze zu Siemens geschickt, von
dort die Planung bekommen und danach aufgebaut - verstanden haben sie es
ganz sicher nicht.
Was Theorie angeht, haben die Elektriker-Lehrlinge im dritten Jahr den
Meister über den Tisch gezogen, traurig.
Ich kenne einen Elektromeister, der im Fachwissen sattelfest ist - nun
ja, Vorsitz in der Meisterprüfungskommission.
Ich persönlich habe Handwerk so erlebt, dass man eben _mit der Hand
arbeitet_ , aber nicht wirklich versteht, was man so tut - war mein
Grund, direkt nach der Gesellenprüfung aus selbigem zu verschwinden.
Jetzt gucken wir mal auf die Ursprungsfrage: Ich habe kein Problem, drei
Phasen plus Null richtig anzuklemmen. Ich bin aber nicht in der Lage,
dieses handwerklich korrekt auszuführen - da war dann doch die Beratung
oder Einweisung durch einen erfahrenen Elektriker notwendig und
sinnvoll!
Joachim B. schrieb:> Bei meinem Freund war ich nicht zur Stelle und verfügbar, hatte der> hiesige vor Ort Fachbetrieb gemacht, 1 Jahr später Wackelkontakt im> Carport, Licht geht, geht nicht.....>> wir verfolgten die Leitungen bis zum Anschlußkasten alle Schrauben lose,> die hatten auch schon Anlaßfarben angenommen.>> Sowas will man nicht im eigenen Haus.
Na und?
Wer wirft den ersten Stein?
Menschen sind nun mal Menschen, die auch Fehler machen.
Hast du noch nie Fehler gemacht?
Manfred schrieb:> Jetzt gucken wir mal auf die Ursprungsfrage: Ich habe kein Problem, drei> Phasen plus Null richtig anzuklemmen. Ich bin aber nicht in der Lage,> dieses handwerklich korrekt auszuführen - da war dann doch die Beratung> oder Einweisung durch einen erfahrenen Elektriker notwendig und> sinnvoll!
Ging mir auch so. Und ich war froh einen Fachmann zu haben den ich
fragen kann. Leider hatte der nie Zeit und auch keine Lust sich in
fremde Ideen reinzudenken. Auch wenn Bezahlung nach Aufwand ausgemacht
war. Wenn der sich zu Hause reindenkt hätte er für die Zeit einfach nur
ne Rechnung stellen müssen.
War denn halt hart, aber hat geklappt.
BTW: falls die TO mit GÜ oder GU baut ist auch die zeitliche Schiene zu
bedenken. Wenn man mit der Eigenleistung nicht rechtzeitig fertig wird
und das nächste Gewerk ran will kann das Probleme geben. Der GU ist dann
fein raus wenns um weitere Verzögerungen geht.
michael_ schrieb:> Menschen sind nun mal Menschen, die auch Fehler machen.> Hast du noch nie Fehler gemacht?
klar, aber es gibt Checklisten, 4 Augenprinzip und ich habe eher langsam
und gründlich gearbeitet (mochte nicht jeder Chaf) war aber mit Bedacht
netto immer so schnell wie die Kollegen die mit dem Hintern eingerissen
haben was sie mit den Händen aufgebaut hatten.
Wie lautet der Spruch: "man hat keine Zeit es richtig zu machen aber
jede Menge Zeit es 2x zu machen."
Joachim B. schrieb:> Wie lautet der Spruch: "man hat keine Zeit es richtig zu machen aber> jede Menge Zeit es 2x zu machen."
Das hab ich mich auch schon gefragt. Gab 2-3 Firmen auf dem Bau die ich
im Leben nie mehr beauftragen würde. Eine hatte generell die Häfte vom
Material nicht dabei. Machen wir nächstes Mal. Fahrzeit scheint die
Firma wohl nichts zu kosten...
Manfred schrieb:> Was Theorie angeht, haben die Elektriker-Lehrlinge im dritten Jahr den> Meister über den Tisch gezogen, traurig.> Ich persönlich habe Handwerk so erlebt, dass man eben _mit der Hand> arbeitet_ , aber nicht wirklich versteht, was man so tut - war mein> Grund, direkt nach der Gesellenprüfung aus selbigem zu verschwinden.
Ja, das kenne ich, wobei der Anteil, der bedeutungsvolles Theoriewissen
aufweisen kann, mittlerweile im einstelligen Prozentbereich angelangt
ist.
Das was an Elektrikern neu kommt, wird nicht besser. Der Notenschnitt
meines Jahrgangs lag stabil bei 4, die Durchfallquote der vorherigen
Prüfung bei über 50 % (besonders beliebt: CEE Wandgerätestecker falsch
angeschlossen).
Das ist meine Erfahrung aus SH, falls das in anderen Bundesländern
anders ist, würde ich gerne davon hören!
Zumindest ich will in Zukunft nicht mehr mit diesem Beruf assoziiert
werden.
Jemand schrieb:> Das was an Elektrikern neu kommt, wird nicht besser
es mag ja überall Abweichungen nach gut oder schlecht geben.
Ich erinnere mich noch an die Diskusion mit meinem Cousin
Elektrikergeselle vor 30 Jahren.
Ich wollte meine Rollläden an 2 Schaltstellen auf/ab on/off steuern.
Er meinte das geht nicht, er kannte wohl nur die rastenden
Knebelschalter, keine Ahnung.
Er mag in seinem Gebiet ja besser sein als ich, habe ihn nie auf
Baustellen erlebt, auf meinen Baustellen hat er immer gekniffen, das
durfte ich schön alleine machen, dabei bin ich sicher er ist/war mit der
Gipsmulle geübter und heute legt er Kabelstränge für Industrieroboter,
ein heftiger Job >=5-6m hoch unterm Flachdach auch bei hohen
Temperaturen, da würde ich sterben.
Jedenfalls löste ich das so das ich 2 Eltakos Stromstoßschalter 1xUM und
1xEin verschaltete. Somit konnte ich diese von 2 Schaltstellen mit
Doppelwippentaster bedienen. Es ist schlicht egal welcher Taster die
Eltakos triggert, ob an der Tür oder an der anderen Wand. Zugleich wäre
mir das eh nie möglich gewesen mangels 5m Armspannweite.
Das soll kein Elektrikerbashing sein, nur im eigenen Haus fühle ich mich
halt besser wenn ich es kann und ausführe und wenn ich es nicht selber
ausführe und fremde Dienstleistungen bezahle dann schaue ich schon mal
hin.
Ich bin einfach zu alt und habe deswegen viel erlebt und bin leider
nicht dumm genug das ich mehr übersehe was mich weniger Kritik äussern
liesse.
Mit Elektrikern ist es wie mit allen anderen Zünften, es gibt Gute und
Schlechte, es zu verallgemeinern wäre nicht richtig.
Schaut doch in die eigenen Reihen und überlegt mal ob in den Berufen,
die Ihr ausübt, es nicht auch schwarze Schafe gibt? Vielleicht hat ja
von Euch auch schonmal einer richtig Scheiße gebaut?
Karl schrieb:> und der Handwerker der irgendwann neue Türen einsetzt zappelt dann?
Das musst du mal vormachen, wie beim Ausbau der Türzarge
dahinterliegende Leitungen beschädigt werden können. Die Türzarge ist
der Ort, wo am wenigsten Dübel und Nägel zu erwarten sind.
"Für durch Putz verdeckte Leitungen sowie für Schalter und Steckdosen
sind innerhalb von Gebäuden bestimmte Installationszonen
vorgeschrieben."
Leitungen unterhalb der Zarge liegen weder unter Putz noch außerhalb
einer Installationszone. Statt 1,15m fräsen 2x 20cm Bohren. Ist
einfacher, schneller und macht weniger Dreck.
Karl K. schrieb:> Das musst du mal vormachen, wie beim Ausbau der Türzarge> dahinterliegende Leitungen beschädigt werden können.
Indem der Demonteur einfach die Zarge oben und unten einsägt und dann
stückweise rausbricht.
Es ist zwar schon einige Jahre her, also genaugenommen war es im letzten
Jahrhundert, dass ich als Ferienjob genau sowas gemacht habe. Aber ich
versichere Dir, die Handwerker gehen hier nach der Methode vor: Es muss
krach machen und es muss Dreck machen. Der Kunde will was sehen für sein
Geld.