Wie bringt man einen Triac (o.ä.) dazu, erst nach dem nächsten
Nulldurchgang durchzuschalten? Die Schaltung soll per Netzschalter an
230VAC geschaltet werden. Gibts da einen einfachen Schaltungstrick mit
diskretem Aufbau? ICs also mal erstmal ausgenommen?
batman schrieb:> ICs also mal erstmal ausgenommen?
Das wird schwierig und aufwändig. Bist du sicher, dass du dir das antuen
willst, nur um 35ct zu sparen?
also wenn ich mir die Schaltung so ansehe führt eigentlich kein Weg am
moc3063 vorbei. 12 Bauteile vor einen Optokoppler zu plazieren wenns
einen Optokoppler gibt der das alles schon integriert hat ist
schlichtweg nonsens.
Ja wenn das wirklich so eine komplizierte Schaltung für eine so eine
scheinbar einfache Funktion sein muß, muß das wohl mit dem MOC sein. Das
hätte ich nicht gedacht.
Der paßt aber als Optokoppler nicht unbedingt sehr effizient in eine
230VAC-Schaltung, mit einer IR-LED, die ständige 15mA@1,5V braucht. Wie
sicher der wirklich nur im Nulldurchgang einschaltet, wäre die andere
Frage.
Daher suche ich eine andere Lösung.
batman schrieb:> Daher suche ich eine andere Lösung.
Wie sicher die nur im Nulldurchgang schaltet, das wäre die andere
Frage...
> Der paßt aber als Optokoppler nicht unbedingt sehr effizient in eine> 230VAC-Schaltung, mit einer IR-LED, die ständige 15mA@1,5V braucht.
Warum und wofür suchst du eigentlich so eine diskrete
Nulldurchgangsschaltung?
Nicht, daß ich so einen Schalter jetzt undebingt brauche aber ich könnte
mir damit diverse Verbesserungen vorstellen, z.B.
für Verstärker und Aktivboxen, die beim Einschalten manchmal laut
Knacken und manchmal gar nicht oder
an Kondensatornetzteilen für kleine LED-Beleuchtung, wo man wegen der
sporadisch hohen Einschaltströme Heizwiderstände in Serie schalten
muß...
..aber wenns so einfach wäre, gäbe es das wohl schon nech. :)
batman schrieb:> für Verstärker und Aktivboxen, die beim Einschalten manchmal laut> Knacken und manchmal gar nicht
Was ist die Ursache des Knackens?
Und wenn es ein potenter Ringkerntrafo ist, dann sollte der sogar besser
im Spannungsmaximum eingeschaltet werden, dann schafft er es nicht so
leicht in die Sättigung.
> an Kondensatornetzteilen für kleine LED-Beleuchtung, wo man wegen der> sporadisch hohen Einschaltströme Heizwiderstände in Serie schalten> muß...
Diese Serienwiderstände würde ich tunlichst drin lassen, denn sonst
kommt jede hochfrequente Netzstörung (z.B. Schaltnetzteile,
Solarwechselrichter oder sonstige Schaltvorgänge...) ungebremst auf die
LED und beschert denen ein kurzes Leben.
Kann ein Triac überhaupt eine so steil ansteigende Spannung sperren, wie
sie nach dem Netzschalter auftritt oder ist das von der Physik her schon
das falsche Schaltelement?
Ein normaler Lampendimmer sperrt/leitet auch nur zufällig in der
Einschaltphase?
batman schrieb:> Kann ein Triac überhaupt eine so steil ansteigende Spannung sperren, wie> sie nach dem Netzschalter auftritt
Wenn am Triac die kritische Spannungsanstiegsgeschwindigkeit (-->
Datenblatt) überschritten wird, dann schaltet der ein, weil der über die
Sperrschichtkapazitäten fließende Strom als Zündstrom wirkt.
Jo, also Triac/Thyristor scheidet aus. Was gibts denn da überhaupt,
möglichst kleines, um Netzspannung mit kleinen Strömen zu schalten?
HOT und Primärtransistoren für Schaltnetzteile sind ja immer solche
Brocken.
batman schrieb:> Jo, also Triac/Thyristor scheidet aus.
Nein.
>Was gibts denn da überhaupt,> möglichst kleines, um Netzspannung mit kleinen Strömen zu schalten?
z.B. ein Thyristor mit sehr niedrigem Gate- und Haltestrom.
batman schrieb:> Jo, also Triac/Thyristor scheidet aus. Was gibts denn da überhaupt,> möglichst kleines, um Netzspannung mit kleinen Strömen zu schalten
Ich baute mir mal einen Nulldurchgangsschalter nach Elektor mit
Transistoren und Triac um den Einschaltstromstoß einer großen
Induktivlast zu meiden. Das funktionierte genausogut wie eine
Kabeltrommel dazwischen.
Mir erschließt sich momentan der Sinn der Frage nicht - wozu soll ein
Nulldurchgangsschalter gut sein, wenn nur eine Netzspannung mit kleinen
Strömen geschaltet werden soll?
Nicht unbedingt nur kleine Ströme aber brauch für den Anfang erstmal
keine Riesenlasten. Die Schaltung soll sich ggf. auch klein realisieren
lassen, z.B. für LED-Gehäuse oder Schaltsteckdose.
Also mit Triac gehts doch irgendwie hmm, in meiner Simulation nie. Es
sei denn mit irgendwelchen zusätzlichen Hilfsspannungsquellen o.ä.
Tricks. Noch irgendwelche Tipps?
hier ist die diskrete Fuseprotector-Elektorschaltung für große Trafos.
Ich hab die Schaltung ohne Platine "wild" in ein kleines Plastikgehäuse
mit versenkter Schukodose eingebaut. Vorsicht Netzspannung - "wild" ist
Übungssache und nichts für Anfänger.
Andrew T. schrieb:> z.B. ein Thyristor mit sehr niedrigem Gate- und Haltestrom.
Vorsicht: Ich habe mich letztes Jahr mit einer Steuerung für eine
induktive Last befasst und erstmal Bruch erlitten. Weil gerade
vorhanden, hatte ich einen BTA08-700TW mit nur 5 mA Gatestrom und auch
relativ geringem Haltestrom verwendet. Leider hat der Kamerad zur
unpassenden Zeit von selbst gezündet, bei dieser Art scheint du/dt
generell recht niedrig zu liegen.
Wer es nachlesen will:
Beitrag "Leitungsschutzschalter kommt beim Abschalten"batman schrieb:> Noch irgendwelche Tipps?
Datenblatt vom MOC3063 oder 3083 nehmen, Beispielschaltung nachbauen und
Mund halten. Jede andere Lösung mit diskreten Bauelementen kann nur
aufwendiger werden.
Sa R. schrieb:> Ich baute mir mal einen Nulldurchgangsschalter nach Elektor mit> Transistoren und Triac um den Einschaltstromstoß einer großen> Induktivlast zu meiden.
Leider ist das Schalten im Nulldurchgang kein Allheilmittel, denn:
1. eine reine induktive Last schaltet man am besten im Spannungsmaximum
2. eine reine kapazitive Last schaltet man am besten im Nulldurchgang
3. dummerweise sind übliche Trafonetzteile beides: der Trafo ist
induktiv, der Gleichrichter mit Siebelko ist kapazitiv.
Also was tun im Fall 3.?
Da hilft eigentlich nur eine Einschaltstrombegrenzung, z.B.
Vorwiderstand, der nach einigen zig Millisekunden mit einem Relais
überbrückt wird.
Sa R. schrieb:> hier ist die diskrete Fuseprotector-Elektorschaltung für große> Trafos.
Danke fürs Ausgraben! Werde ich gleich mal in den Simulator spannen.
Muß man die erst ans Netz und dann an die Last schalten oder ist das
egal?
Dietrich L. schrieb:> Also was tun im Fall 3.?> Da hilft eigentlich nur eine Einschaltstrombegrenzung, z.B.> Vorwiderstand, der nach einigen zig Millisekunden mit einem Relais> überbrückt wird.
gerne warte ich der Ø - 0815-Michl, Meier oder Otto N-Verbraucher auf
Deine Lösung - wie viele ms bitte und wie in der Schaltungspraxis?
Falls damit nicht keine Hawkins-(Stephen) Krankheit gemeint war,
Schaltungsvorschlag bitte - [Getrölle hab ich hier genug gesehen - genau
wie Kommentare ohne Beleg, Sorry!]
Wolfgang schrieb:> Das wird schwierig und aufwändig.
Nur wenn man so rein gar keine Ahnung von Elektronikbauteilen und deren
Grundschaltungen hat.
Warum antwortet man dann aber hier überhaupt ?
Zwei Transistoren (oder ein kleiner TRIAC) reichen schon.
batman schrieb:> Kann ein Triac überhaupt eine so steil ansteigende Spannung sperren, wie> sie nach dem Netzschalter auftritt oder ist das von der Physik her schon> das falsche Schaltelement
Snubber helfen.
Ja, nur wird durch den Snubber-Einsatz u.U. die eigentliche Funktion der
Schaltung verhindert (z.B. indem der Einschaltstrom einfach um den Triac
rumgeleitet wird). Das müßte man sich schon mal etwas genauer angucken.
batman schrieb:> Ja, nur wird durch den Snubber-Einsatz u.U. die eigentliche Funktion der> Schaltung verhindert (z.B. indem der Einschaltstrom einfach um den Triac> rumgeleitet wird). Das müßte man sich schon mal etwas genauer angucken.
Man kann einen Gateableitwiderstand einbauen, um die dU/dt-Festigkeit zu
erhöhen. Allerdings braucht man dann auch entsprechend mehr Zündstrom.
ArnoR schrieb:> Man kann einen Gateableitwiderstand einbauen, um die dU/dt-Festigkeit zu> erhöhen. Allerdings braucht man dann auch entsprechend mehr Zündstrom.
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