0.5V auf 5V Coaxial Digital zu Toslink

#5551014
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Hallo,

ich möchte mir einen S/PDIF Konverter (Coaxial Digital zu Toslink) 
bauen.
Laut DIN Norm 60958 beträgt die Ausgangsspannung am Coaxial Kabel  +/- 
0.5V +/- 0.1. Um damit eine LED anzusteuern müsste ich das Signal 
natürlich verstärken. 0.4V sind aber leider zu wenig für einen normalen 
Transistor. Habt ihr eine Idee wie ich die Spannung auf 5V bekomme für 
die LED(USB Spannung könnte ich direkt vom Fernseher an dem der Digital 
Out ist abzweigen) ?

Lg
Rolf
#5553194
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@Rolf Z. (Gast)

>Danke für die Antworten. Ich werde es mal mit einem Lm324 probieren

WER hat dir das empfohlen?

>davon habe ich noch einige herumliegen. Sollte doch theoretisch auch
>funktionieren oder?

Weder theoretisch noch praktisch! Das Ding ist viel zu lahm! Was zu 
Geier spricht gegen den Vorschlag von Lötlackl? Das ist eine seit 
JAHRZEHNTEN bewährte Schaltung.
#5555374
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@Rolf Z. (Gast)

>Den lm324 in Kombination mit einer 660nm LED meinte ich eigentlich statt
>dem TX173.

Und warum? Ist dir der 74HC04 zu speziell? Nimm den und sei glücklich!

> Den Rest der schaltung würde ich übernehmen. Falls dies nicht
> geht wäre eine Erklärung super damit ich was lernen kann.

Der LM324 ist ein Operationsverstärker mit 1 MHz 
Verstärkung-Bandbreitenprodukt. Wenn der als Komparator arbeiten soll, 
kommt der vielleicht auf 5us Verzögerungszeit vom Eingang zum Ausgang, 
die Anstiegszeit liegt in der gleichen Größenordnung. Dein S/PDIF 
Datensignal hat ca. 6 Mbit/s Datenrate, d.h. ein Bit ist ca. 150ns 
breit. Dämmert da was?

Dagegen hat ein 74HC04 ca. 20ns Verzögerungszeit vom Eingang zum Ausgang 
mit ca. 5ns Anstiegszeit. Pi mal Dauen hat so ein Logikgatter der 
HC-Serie eine Bandbreite von ca. 70MHz.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/376146/dig-conv2.gif

Das ist der Schaltplan der Wahl. Anstelle des TOTX173 kann man auch eine 
andere LED ala SFH756 direkt anschließen, man muß nur den Vorwiderstand 
von 1k auf irgendwas um die 270-470R ändern. Der 74HC04 kann 20mA 
treiben, auch wenn dann vielleicht keine 100% korrekten Logikpegel 
erreicht werden. Ist hier aber egal.
#5556041
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@ Rolf Z. (Gast)

>Ich meinte den lm324 eigentlich als Differenzverstärker für die LED am
>Ausgang des 74hc04.  Im TX173 ist ja ein Differenzverstärker eingebaut.

Heute mal wieder Bullshit-Bingo-Time?

Mensch Meier, entweder bist du merkbefreit oder ein Troll. Wofür braucht 
eine LED einen Differenzverstärker? Und nein, im TOTO173 steckt KEIN 
Differenzverstärker sondern nur ein Treiber, ggf. sogar nur ein 
einfacher Transistor und eine LED.

Was zu Geier gibt es an so einem einfachen, bewährten Schaltplan 
rumzudiskutieren?
#5556069
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Axel S. schrieb:
>> Rolf Z. schrieb:
>>> Laut DIN Norm 60958 beträgt die Ausgangsspannung am Coaxial Kabel  +/-
>>> 0.5V +/- 0.1
>>
>> d.h. der Hub zwischen 0 und 1 ist dann zwischen 0,8V und 1,2V?
>
> Das sind keine Nullen und Einsen. S/PDIF benutzt eine (differenzielle)
> Manchester-Codierung. "Gerechnet" hast du aber richtig.

dann ist die Signalsymetrie ja schon ein bisschen wichtig, oder?
denn wenn man nur die positive Halbperiode auswertet sind die Einsen des 
Leitungskodes kürzer als die Nullen. Kann sein, dass dder 
Leitungsdekoder (oder was auch immer danach im Signalpfad geschaltet 
ist) damit zurechtkommt, gerade noch, muss aber nicht.
#5556087
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@Konstantin G. (kogo)

>> Laut DIN Norm 60958 beträgt die Ausgangsspannung am Coaxial Kabel  +/-
>> 0.5V +/- 0.1

>d.h. der Hub zwischen 0 und 1 ist dann zwischen 0,8V und 1,2V?

Mit welcher Unlogik kommt man zu dieser Aussage?

S/PDIF auf Koaxialkabel ist ein gleichspannungsfreies Signal mit 
Manchesterkodierung, mit 0,5V Amplitude. Ist das sooo schwer zu 
interpretieren?
Also + 0,5V oder -0,5V, sonst nix.
#5556090
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@ Konstantin G. (kogo)

>> Das sind keine Nullen und Einsen. S/PDIF benutzt eine (differenzielle)

Doch, sind es.

>> Manchester-Codierung.

Auch die hat Null und Eins.

> "Gerechnet" hast du aber richtig.

Wie meinen?

>dann ist die Signalsymetrie ja schon ein bisschen wichtig, oder?

Die ist bei reiner AC-Kopplung immer da.

>denn wenn man nur die positive Halbperiode auswertet

Das macht keiner.

> sind die Einsen des
>Leitungskodes kürzer als die Nullen.

Ich beobachte vor allem in dieser Diskussion eine Häufung an Nullen, 
weniger bei S/PDIF.

> Kann sein, dass dder
>Leitungsdekoder (oder was auch immer danach im Signalpfad geschaltet
>ist) damit zurechtkommt, gerade noch, muss aber nicht.

Hauptsache geschwätzt, was?
Gast #5556566
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Ah ok ich dachte die Ausgangsspannung vom 74hc04 ist gleich dem Pegel 
der Eingangsspannung. Hab das Datenblatt zum 74hc04 falsch gelesen.

Dann ist der  nachgrschaltete Lm324 natürlich völliger Blödsinn. Sry für 
die Verwirrung und danke für die Antworten.
Beitrag #5556583 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5556596 wurde von einem Moderator gelöscht.
#5556660
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Eine Frage hätte ich noch.

Laut Datenblatt vom TOTX173 ( http://www.jitter.de/pdfextern/TOTX173.pdf 
) ist ein Differenzverstärker in dem Modul eingebaut ( Differential 
circuit). Input Voltage sind laut Datenblatt -0.5V bis +0.5V . Kümmert 
sich da nicht schon das TOTX173 Transmitter Modul um die Umwandlung ? 
D.h -0.5V => LOW => LED aus und +0.5V => HIGH => LED an. Oder wie sind 
die +/- 0.5V Input Voltage vom TOTX173 sonst gemeint?
#5556690
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@Rolf Z. (rolfzueber)

>Laut Datenblatt vom TOTX173 ( http://www.jitter.de/pdfextern/TOTX173.pdf
>) ist ein Differenzverstärker in dem Modul eingebaut ( Differential
>circuit).

Nö.

"LED is driven by differential circuit."

Das würde ich mal unter Marketing gesülze abhaken.

> Input Voltage sind laut Datenblatt -0.5V bis +0.5V .

Nö.

Lies mal richtig!

Maximum ratings!

"Input Voltage VIN −0.5 to VCC + 0.5 V"

Also 0,5V unter GND und 0,5V ÜBER VCC, sprich Versorgungsspannung.

> Kümmert
>sich da nicht schon das TOTX173 Transmitter Modul um die Umwandlung ?
>D.h -0.5V => LOW => LED aus und +0.5V => HIGH => LED an.

Nein. Das Ding will ein ordentlichen TTL oder 5V CMOS-Signal am Eingang 
haben.

> Oder wie sind
> die +/- 0.5V Input Voltage vom TOTX173 sonst gemeint?

Schau dir mal die Recommended Operating Conditions an.
Persönliche Seite #5556844
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Falk B. schrieb:
> S/PDIF auf Koaxialkabel ist ein gleichspannungsfreies Signal mit
> Manchesterkodierung,
Nicht ganz. Es ist BMC und das ist "verschobenes" Manchester. 
Geographisch gesehen in etwa Birmingham.

Axel S. schrieb:
> Das sind keine Nullen und Einsen. S/PDIF benutzt eine (differenzielle)
> Manchester-Codierung. "Gerechnet" hast du aber richtig.
Die eingehenden Daten sind schon Nullen und Einsen und diese muss man 
auch konkret ansehen und nicht etwa nur die dahinter verborgenen echten 
0 und 1 der jeweils 32 Bit-Daten. Man hat faktisch für jedes Datenbit 
zwei Leitungsbits und diese muss man auch einlesen, um die 
Start-Codierungen erkennen zu können.
Gast #5557171
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Schon klar wie man auf das richtige Ergebnis kommt.
Hatte aber zuvor nie getestet ob zwei Minuszeichen hintereinander 
richtig interpretiert werden. Und bin erstaunt daß das nur bei einem 
Rechner der Fall ist.
#5557195
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rechnerkaputt schrieb:
> Hatte aber zuvor nie getestet ob zwei Minuszeichen hintereinander
> richtig interpretiert werden. Und bin erstaunt daß das nur bei einem
> Rechner der Fall ist.

Bei meinem casio und auch windoof Rechner geht nur mit Vorzeichen. 
Einfach zwei mal minus geht nicht.
Ist auch klar, wenn man falschen Operator getippt hat, kann man den 
einfach mit dem tippen des richtigen Operator überschreiben. Z.b. Wollte 
man "mal" drücken hat aber minus gedrückt, kann man einfach ein mal 
"mal" drücken,  und der vorige minus wird nicht behalten.
Persönliche Seite #5557484
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Axel S. schrieb:
> Konstantin G. schrieb:
>> Jürgen S. schrieb:
>>> Es ist BMC und das ist "verschobenes" Manchester.
>>
>> Was ist das, etwas genauer? Bitte
>
> Ist Wikipedia kaputt? Oder bist du leseschwach? Einfach nur faul?

Das hätte man auch etwas galanter formulieren können. Unter BMC findet 
man in google nicht sofort etwas, wenn man es "roh" eingibt. Meine 
primäre Assoziation wäre auch derzeit das Radsport-Team gewesen, wenn 
mir der Begriff nicht vorher schon unter "Elektronik" geläufig gewesen 
wäre. Manchmal denkt man beim Erklären nicht daran, dass der andere 
weniger weiß.

Das Forum kennt das Thema allerdings auch:
Beitrag "Fragen zum S/PDIF Protokoll"
Beitrag "S/PDIF Daten interpretieren"
Beitrag "S/P-DIF Mixer - lohnt sich selbst bauen?"
Beitrag "SPDIF an externer DJ Soundcard nachrüsten."
Beitrag "SP/DIF Audioübertragung"
#5557601
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Jürgen S. schrieb:
> Das hätte man auch etwas galanter formulieren können.

Du sagst es.

Axel S. schrieb:
> Einfach nur faul?

Ja, bin ich.  Sind wir doch alle, ein bißchen, oder? Deswegen wollen wir 
doch alles optimieren, vereinfachen, usw.

Jürgen S. schrieb:
> Unter BMC findet man in google nicht sofort etwas, wenn man es "roh"
> eingibt.

Auch mit Verfeinerung mit dem Wort "leitungskode" nicht. Ich hab 
samstags auch viel wichtigere Sachen zu tun, wollte das aber nicht im 
Sande verlaufen lassen. Deswegen die Rückfrage. Interessant ist es schon 
für mich.

Jürgen S. schrieb:
> Erklären nicht daran, dass der andere weniger weiß.
>
> Das Forum kennt das Thema allerdings auch:

Vielen Dank für diese Zusammenstellung.

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