Forum: Haus & Smart Home LED Filament-Retrofit Birnen ohne Elko?


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von Beleuchter (Gast)


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Hi,

werden LED Filament-Retrofit Birnen (230V, E14/E27) typischer Weise ohne 
die langsam austrocknende Elkos gebaut, oder ist das eher die Ausnahme?

von hinz (Gast)


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Unterschiedlich.

YouTube "led filament teardown"

von kunz (Gast)


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Wenn das Licht nicht mit x kHz flackert, sonder nur mit 100 Hz könnte 
diese einfache Brückengleichrichter+IC+LED Schaltung sein..

von Guido Körber (Gast)


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In der Regel sind LED-Filamentlampen Stroboskope. Die funktionieren nach 
dem Prinzip der Seoul Acrich: Gleichrichten und Strom begrenzen, wenn 
genug Spannung da ist, blitzt die LED.

von Olaf (Gast)


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> Wenn das Licht nicht mit x kHz flackert, sonder nur mit 100 Hz könnte
> diese einfache Brückengleichrichter+IC+LED Schaltung sein..

In der Regel ist der Kondensator zu klein bemessen, nicht vorhanden oder 
ausgetrocknet. Die flackern dann mit xkHz und zusaetzlich noch 100Hz.

Angesichts des kleinen Bauraums kann man wohl auch nicht mehr verlangen.

Olaf

von MaWin (Gast)


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Beleuchter schrieb:
> werden LED Filament-Retrofit Birnen (230V, E14/E27) typischer Weise ohne
> die langsam austrocknende Elkos gebaut

Ja, billiger, kann als dimmbar beworben werden, und ob es mit 100Hz 
flackert wie Sau interessiert den Hersteller doch nicht.

Merke: Schlechtes Licht muss nicht billig sein, nimm besser eine IRC 
Halogen ES.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Guido Körber schrieb:
> In der Regel sind LED-Filamentlampen Stroboskope.

Ganz so schlimm ist es glücklicherweise nicht. Es gibt "nicht dimmbare", 
bei denen ich kein Flimmern wahrnehmen kann, und ich bin da eher sehr 
empfindlich.

Philips Hue beispielsweise flimmern für mich noch sehr deutlich 
warhnehmbar.

"Dimmbare" Filament-LEDs habe ich bislang aber nur in der 
Flackerausführung gesehen. Wozu sowas gut sein soll, eröffnet sich mir 
nicht.

von Olaf (Gast)


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> bei denen ich kein Flimmern wahrnehmen kann, und ich bin da eher sehr
> empfindlich.

Ja, es gibt auch gute. Ist natuerlich schwierig die erstmal zu finden. 
Aber wie lange soll der arme Elko da drin halten? Die Elektronik wird 
doch locker bei 80-100Grad vor sich hinkochen weil einfach kein Platz 
ist da sie im Sockel selber sitzt.

> "Dimmbare" Filament-LEDs habe ich bislang aber nur in der
> Flackerausführung gesehen.

Ich finde ja die Vorstellung eines Schaltnetzteils fuer geregelten 
Gleichstrom der durch Phasenanschnitt der AC-Spannung gesteuert wird eh 
schon abenteuerlich. Klar, irgendwie bekommt man alles hin. Aber das ist 
doch einfach nur Mist.

Olaf

von hinz (Gast)


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Olaf schrieb:
> Ich finde ja die Vorstellung eines Schaltnetzteils fuer geregelten
> Gleichstrom der durch Phasenanschnitt der AC-Spannung gesteuert wird eh
> schon abenteuerlich. Klar, irgendwie bekommt man alles hin. Aber das ist
> doch einfach nur Mist.

ACK, aber kein großer der Industrie traut sich vor und setzt einen neuen 
Standard. Selbst die Lobbyisten belabern zu dem Thema keine Politiker.

von Ernstl (Gast)


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Ich weiss ja nicht, was ihr für Schrott kauft, aber in den 
Filamentlampen von Osram oder Müller Licht, die ich bisher zwecks 
Gewinnung der Filamente zerlegt habe, waren ordentliche KSQ mit 
Schaltregler drin.

Dürft halt nicht immer den Lidl-Scheiß vom Grabbeltisch kaufen.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Olaf schrieb:
> Die Elektronik wird doch locker bei 80-100Grad vor sich hinkochen weil
> einfach kein Platz ist da sie im Sockel selber sitzt.

Ich hatte bei meinen Filamentlampen bislang nicht den Eindruck, daß sie 
so heiß werden. Tatsächlich geben sie ja einiges an Wärme auch über den 
Glaskolben ab (der mit einem wärmeleitenden Gas anstelle simpler Luft 
gefüllt ist). Da dessen Oberfläche relativ groß ist, wird er insgesamt 
nicht besonders warm.

Ich hab' hier jetzt gerade keine Filamentlampe zur Hand, aber wenn man 
sie unmittelbar nach dem Abschalten aus der Fassung schraubt, kann man 
die Temperatur des Metallsockels messen.

von Olaf (Gast)


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> (der mit einem wärmeleitenden Gas anstelle simpler Luft gefüllt ist).

Ich weiss, das ist die Theorie. Aber das ist ja ein nicht unerheblicher 
Aufwand den der Kunde so nicht direkt sieht. Meinst du das ist bei jeder 
der Birnen von jedem Hersteller so? Und wenn ein Hersteller das macht, 
dann aus Spass oder weil er weiss das er sonst niemals aus der Garantie 
kommt?

> Ich hab' hier jetzt gerade keine Filamentlampe zur Hand, aber wenn man
> sie unmittelbar nach dem Abschalten aus der Fassung schraubt, kann man
> die Temperatur des Metallsockels messen.

So schnell kannst du gar nicht schrauben. Man muesste schon einen Sensor 
im inneren haben. Schon gesehen das es fuer solche Birnen extra 
Schaltregler gibt welche die Ausgangsleitung runternehmen wenn sie ueber 
110°C heiss werden? (SM2082)

Ich zitiere mal aus dem Datenblatt:

    High temperature inside the LED lamps will cause serious
    LED light decay, which deduces LED service life.
    Temperature compensation of SM2082 helps to decrease output
    current automatically when the inside temperature is more
    than 110 ºC. Therefore, temperature inside lamps can be reduced.

Olaf

von Nils Z. (nils_z)


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Kann helfen, um vor dem Kauf zu wissen, ob sie flimmert:

https://www.derlichtpeter.de/en/light-flicker/market-tests/

von Beleuchter (Gast)


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Ernstl schrieb:
> aber in den
> Filamentlampen von Osram oder Müller Licht, die ich bisher zwecks
> Gewinnung der Filamente zerlegt habe, waren ordentliche KSQ mit
> Schaltregler drin.

Und, waren da Elkos drin, die wohl die Lebensdauer begrenzen, oder die 
guten MLCCs?

von Ernstl (Gast)


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Beleuchter schrieb:
> waren da Elkos drin, die wohl die Lebensdauer begrenzen,

Was bistn Du für ne Heulboje? Nur weil Du mal irgendwo gehört hast, dass 
diese bösen Elkos kaputtgehen: Das ist bei LED Lampen eher nicht die 
Ausfallursache.

LED Lampen oder Filamente gehen vorzugsweise kaputt, wenn die LED 
überhitzen und sich die Bonddrähte lösen oder wenn die LED bei Lampen 
mit einfachen Kondensatornetzteilen Spannungstransienten und damit 
Überstrom abbekommen.

von Mani W. (e-doc)


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Ernstl schrieb:
> Was bistn Du für ne Heulboje? Nur weil Du mal irgendwo gehört hast, dass
> diese bösen Elkos kaputtgehen: Das ist bei LED Lampen eher nicht die
> Ausfallursache.

Ach!


Wie viele Bilder möchtest Du denn sehen, wo es genau die kleinen
Elkos zerfetzt hat?

Beleuchter schrieb:
> waren ordentliche KSQ mit
>> Schaltregler drin.

Guckst Du:

Beitrag "Led-Lampe 8W/800Lm/3000K Elko geplatzt"


Gruß

von Ernstl (Gast)


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Mani W. schrieb:
> wo es genau die kleinen
> Elkos zerfetzt hat?

Jaja, viele Bilder, von genau einem Elko.

Und?

von Mani W. (e-doc)


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Ernstl schrieb:
> Jaja, viele Bilder, von genau einem Elko.
>
> Und?

Es gab auch andere Tote, beschrieben als "Und die Nächste"...

Der selbe Elko bezog sich auf die Kapazität, andere Lampen habe ich
nicht mehr zerlegt und die weiteren defekten LED-Lampen habe ich
nicht mehr eingestellt, sollte das aber nachholen...


Es ist eben so, dass die eingebauten SNT frühzeitig sterben...

Da kommen wir auf 30.000 oder 50.000 Stunden dann nicht hin...

von Olaf (Gast)


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> Und, waren da Elkos drin, die wohl die Lebensdauer begrenzen, oder die
> guten MLCCs?

Sowas wirst du in solchen Lampen nicht finden weil sie eine zu geringe 
Kapazitaet haben. Dann muessten die Hersteller da schon Schaltnetzteile 
mit deutlich hoeherer Schaltfrequenz einbauen. Das kostet dann wieder 
mehr.
Ausserdem haben die Teile ja jetzt gerne das Potential alles auf 
Mittelwelle und Kurzwelle mit Stoerungen voll zu machen. Wenn da Regler 
mit 1-2Mhz drin waeren dann wuerde wohl in Deutschland der UKW-Empfang 
ausfallen. :-)

Es ist einfach ganz grosser Mist ein komplett anderes 
Leuchtmittelkonzept in alte Gehaeuse zu verbauen. Was fehlt ist ein 
neuer Standard fuer Leuchtmittel wo LEDs und Netzteil getrennt sind und 
der Kunde einfach die LEDs austauschen kann. Dann waere das Netzteil 
kalt und wuerde viel laenger halten, man koennte es billig in guter 
Qualitaet bauen weil man nicht mehr so extremen Platzmangel haette und 
bei einem defekt der LEDs wuerde man sie einfach austauschen. Es gibt 
sogar so einen Hersteller uebergreifenden Standard, hat sich aber bei 
Privatleuten bisher noch nicht durchgesetzt.

Olaf

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Olaf schrieb:
> Ich weiss, das ist die Theorie. Aber das ist ja ein nicht unerheblicher
> Aufwand den der Kunde so nicht direkt sieht. Meinst du das ist bei jeder
> der Birnen von jedem Hersteller so?

Ja, sonst würden die Filament-LEDs verrecken. Die müssen ihre Abwärme 
loswerden. Dazu reiche simple Luft nicht aus.

> So schnell kannst du gar nicht schrauben.

Der Sockel hat eine gewisse Masse, so schnell kühlt der nicht ab.

von Ernstl (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Der Sockel hat eine gewisse Masse, so schnell kühlt der nicht ab.

Das ist eh müßig. Wo soll die Wärme herkommen?

Die Dinger haben zwischen 4 und 7 Watt. Die einfachen Filamente laufen 
mit 80V und 12mA, ergo 1W. Die doppelten Filamente haben 1.5W. Wenn 
davon 4 Stück in der Lampe sind, bleiben bestenfalls 0.5-1W für die 
Elektronik, mit der sie den Sockel heizt. 1W führt die Fassung locker 
ab.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Ja, sonst würden die Filament-LEDs verrecken.

Ich knacke die Lampen und betreibe die Filamente direkt an Luft. Die 1W 
pro Filament kühlen die locker weg, und die Wärmebildkamera sagt: unter 
60°C.

von Olaf (Gast)


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> Ich knacke die Lampen und betreibe die Filamente direkt an Luft. Die 1W
> pro Filament kühlen die locker weg, und die Wärmebildkamera sagt: unter
> 60°C.

Da hast du dann aber auch konvektion. Kann man wohl kaum vergleichen.

Olaf

von MaWin (Gast)


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Ernstl schrieb:
> Was bistn Du für ne Heulboje? Nur weil Du mal irgendwo gehört hast, dass
> diese bösen Elkos kaputtgehen: Das ist bei LED Lampen eher nicht die
> Ausfallursache.

Mal wieder jemand der keine Ahnung hat.

Elkos sind in LED Lampen ein häufiger Ausfallgrund, weil die 
Betriebsdauer einer LED Lampe eher lang ist nud Elkos eher kurzlebig 
sind.

Daher haben Elkohersteller extra Serien aufgelegt für die Verwendung 
innerhalb einer LED Lampe, in der es auc recht warm für den Elko zugeht.

Allen voran 
http://www.rubycon.co.jp/en/catalog/e_pdfs/aluminum/e_lle.pdf
Nicht ohne Grund steht dort "For LED Lighting" dabei.

Olaf schrieb:
> Was fehlt ist ein
> neuer Standard fuer Leuchtmittel wo LEDs und Netzteil getrennt sind und
> der Kunde einfach die LEDs austauschen kann.

Na ja, gibt es, wird viel in neu designten Lampen für LEDs gemacht, ein 
Konstantstromnetzteil das 350 oder 700mA liefert und die passenden LEDs. 
Allerdings muss man meist die Nezteile wechseln, nicht die LEDs.

Olaf schrieb:
> Ich finde ja die Vorstellung eines Schaltnetzteils fuer geregelten
> Gleichstrom der durch Phasenanschnitt der AC-Spannung gesteuert wird eh
> schon abenteuerlich.

hinz schrieb:
> ACK, aber kein großer der Industrie traut sich vor und setzt einen neuen
> Standard

Maxim kann es
http://www.symmetron.ru/suppliers/lighting/files/lighting/power_supply/dc-dc-led-drivers/dc-dc-controllers/Maxim/MAX16841.pdf

Wird aber in kaum einer dimmbaren LED drin sein, single source und 10 
cent weniger Gewinn für den Lampenhersteller.

von Ernstl (Gast)


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MaWin schrieb:
> Mal wieder jemand der keine Ahnung hat.

Jemand, der ständig nur rumjammert, wie schlecht LED sind und dass man 
doch lieber Heizungen zur Beleuchtung nehmen soll, will mir erzählen, 
ich hätte keine Ahnung von LED...

Polier Du mal Deine Glühlampensammlung, alter Mann.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Hört auf Euch anzumotzen. Der Ton macht die Musik und für Hickhack ist 
das Thema zu interessant.

MaWin schrieb:
> Olaf schrieb:
>> Ich finde ja die Vorstellung eines Schaltnetzteils fuer geregelten
>> Gleichstrom der durch Phasenanschnitt der AC-Spannung gesteuert wird eh
>> schon abenteuerlich.
>
> hinz schrieb:
>> ACK, aber kein großer der Industrie traut sich vor und setzt einen neuen
>> Standard
>
> Maxim kann es
> 
http://www.symmetron.ru/suppliers/lighting/files/lighting/power_supply/dc-dc-led-drivers/dc-dc-controllers/Maxim/MAX16841.pdf
>
> Wird aber in kaum einer dimmbaren LED drin sein, single source und 10
> cent weniger Gewinn für den Lampenhersteller.

Naja:

"This product can be used without electrolytic capacitors, thus 
maximizing the lamp lifetime; in this case, the LED current is a 
rectified sinusoid, with a frequency that is twice the AC line 
frequency."

Das Problem der alternden Elkos löst man nicht wirklich, indem man sie 
einfach weglässt und damit dann das Problem hat, zu dessen Lösung die 
Elkos drin waren ;-)

Außerdem kennst Du ja auch Maxim - die haben immer sehr schöne Chips 
vorgestellt, von denen dann später vielleicht 0,1% käuflich erwerbbar 
sind.

Leider.

Maxim ist deswegen hier schon lange ausgelistet.

Ernstl schrieb:
> Ich knacke die Lampen und betreibe die Filamente direkt an Luft. Die 1W
> pro Filament kühlen die locker weg, und die Wärmebildkamera sagt: unter
> 60°C.

Interessant wäre mal ein Wärmebild bei intaktem Glaskörper. Wie Olaf 
schon schrieb: mit freier Konvektion hat man natürlich ein ganz anderes 
Wärmeverhalten.

von Bernd K. (prof7bit)


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Olaf schrieb:
> Wenn da Regler
> mit 1-2Mhz drin waeren dann wuerde wohl in Deutschland der UKW-Empfang
> ausfallen. :-)

Soll ja auch abgeschaltet werden aus dem Grund.

von Ernstl (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Interessant wäre mal ein Wärmebild bei intaktem Glaskörper.

Das stimmt. Leider hat die Physik was dagegen.

Allerdings hast Du erstens auch innerhalb der Lampe Konvektion und 
zweitens ist die Konvektion in meiner Anwendung auch nicht so dolle.

Wenn ich die Lampen knacke, tue ich das in einer Plastetüte, wegen der 
Glassplitter. Wenn ich die Tüte dicht um die Lampe ziehe, hab ich das 
Gas dann in der Tüte. Muss ich mal meine Verbindungen zur FH aktivieren, 
ob die das analysieren können.

Wird wohl Stickstoff sein...

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ernstl schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Interessant wäre mal ein Wärmebild bei intaktem Glaskörper.
>
> Das stimmt. Leider hat die Physik was dagegen.
>
> Allerdings hast Du erstens auch innerhalb der Lampe Konvektion

Das ja - aber der Platz ist schon sehr begrenzt und die Abwärme gelangt 
so
natürlich auch recht schnell zum Lampensockel und an die Elektronik

> Wenn ich die Lampen knacke, tue ich das in einer Plastetüte, wegen der
> Glassplitter. Wenn ich die Tüte dicht um die Lampe ziehe, hab ich das
> Gas dann in der Tüte. Muss ich mal meine Verbindungen zur FH aktivieren,
> ob die das analysieren können.
>
> Wird wohl Stickstoff sein...

Bisher war immer von Helium aufgrund der (für ein Gas) sehr guten 
Wärmeleitung die Rede.

Aber, ja, eine Analyse wäre mal interessant. Ich könnte mir durchaus 
vorstellen, dass auch da gerne gespart wird nach dem Motto ("Merkt bzw. 
honoriert der Verbraucher eh nicht").

von Ernstl (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Bisher war immer von Helium

Das glaube ich eher nicht, aber ich kann ja mal aus der Tüte atmen.

von Olaf (Gast)


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> Bisher war immer von Helium aufgrund der (für ein Gas) sehr guten
> Wärmeleitung die Rede.

Wenn da offiziell Helium drin sein soll dann wird das bei preiswerten 
Produkten bestimmt substituiert. Helium ist doch total teuer.

Olaf

von MaWin (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Das Problem der alternden Elkos löst man nicht wirklich, indem man sie
> einfach weglässt

Auch Maxim weiss, was Kunden wünschen, also LED-Lampen-Hersteller als 
Kunden, nicht der Endverbraucher.

Aber der Chip kann, was gefragt war: Trotz Phasenanschnittdimmer ein 
kontinuierlich gedimmtes Licht liefern. Natürlich nur wenn man einen der 
langlebigen (aus Herstelersicht: teuren) Elkos spendiert.

Ernstl schrieb:
> Polier Du mal Deine Glühlampensammlung, alter Mann.

Ich bin doch nicht blöd, ich mattiere sie
Beitrag "Re: LED Filament "Windstoß" Leuchtmittel mattieren?"

Schliesslich gibt es immer noch keine LED mit kontinuierlichem Spektrum.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Olaf schrieb:
>> Bisher war immer von Helium aufgrund der (für ein Gas) sehr guten
>> Wärmeleitung die Rede.
>
> Wenn da offiziell Helium drin sein soll dann wird das bei preiswerten
> Produkten bestimmt substituiert. Helium ist doch total teuer.

Naja, soooo teuer ist das auch nicht. Wieviel Volumen hat eine 
Standard-E27-Glühbirne? 200ml? Selbst bei Endkunden(!)preisen von 35€/m³ 
sind das nicht einmal 1ct/Lampe.

Dafür hat es aber wirklich deutlich bessere Werte bzgl. Wärmekapazität 
und -leitfähigkeit gegenüber Luft (jeweils mindestens 5-fach besser).

Die Frage ist, wie stark sich das dann in der Praxis auswirkt. Man 
müsste also mal eine Birne mit normaler Raumluft und eine mit Helium 
thermografisch beobachten.

von Karl (Gast)


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MaWin schrieb:
> Schliesslich gibt es immer noch keine LED mit kontinuierlichem Spektrum.

JEDE LED hat ein kontinuierliches Spektrum. Selbst eine rote, grüne, 
blaue LED hat ein kontinuierliches Spektrum.

https://www.duden.de/rechtschreibung/kontinuierlich

Kontinuierlich heisst nur, dass das Spektrum zusammenhängen ist und 
nicht diskrete Spektrallinien wie bei einer Gasentladungslampe oder 
monochromatisches Licht wie bei einem Laser bildet. Und das erfüllt jede 
LED, auch wenn in dem Spektrum mehrere Maxima sein können.

Was Du meinst, ist ein Schwarzkörperspektrum. Was aber auch wieder 
sinnlos wäre, denn dann wäre eine LED genauso ineffizient wie eine 
Glühlampe.

Also entweder läßt Du ganz schön nach, oder hier gibt sich wieder mal 
jemand für MaWin aus. Dem alten MaWin wär das nicht passiert.

von hinz (Gast)


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Chris D. schrieb:

>> Helium ist doch total teuer.
>
> Naja, soooo teuer ist das auch nicht. Wieviel Volumen hat eine
> Standard-E27-Glühbirne? 200ml? Selbst bei Endkunden(!)preisen von 35€/m³
> sind das nicht einmal 1ct/Lampe.
>
> Dafür hat es aber wirklich deutlich bessere Werte bzgl. Wärmekapazität
> und -leitfähigkeit gegenüber Luft (jeweils mindestens 5-fach besser).
>
> Die Frage ist, wie stark sich das dann in der Praxis auswirkt. Man
> müsste also mal eine Birne mit normaler Raumluft und eine mit Helium
> thermografisch beobachten.

Wasserstoff hat eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Helium, aber das 
meiste wird wohl eh durch Konvektion übertragen.

von Karl (Gast)


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hinz schrieb:
> Wasserstoff hat eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Helium

Mit Wasserstoff ein Volumen füllen, welches zerbrechlich ist und in dem 
160V anliegen klingt mal nach einer richtig guten Idee.

Davon abgesehen würde Wasserstoff nach einiger Zeit durch die Wandung 
abhauen.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Karl schrieb:
> Was Du meinst, ist ein Schwarzkörperspektrum. Was aber auch wieder
> sinnlos wäre, denn dann wäre eine LED genauso ineffizient wie eine
> Glühlampe.
>
> Also entweder läßt Du ganz schön nach, oder hier gibt sich wieder mal
> jemand für MaWin aus. Dem alten MaWin wär das nicht passiert.

MaWin (es ist übrigens der "echte") meint damit sicherlich das 
kontinuierliche Spektrum wie bei einer Glühbirne im Sichtbaren. 
Außerhalb sollte die LED idealerweise gar nichts abstrahlen. Damit wäre 
diese sehr effizient, da die Glühbirne die allermeiste Energie im 
Infraroten (Wärmestrahlung) abgibt.

Die Forderung ist also durchaus sinnvoll.

Wie weit ist man eigentlich damit, dieses Spektrum möglichst 
gleichförmig nachzubilden?

Karl schrieb:
> Davon abgesehen würde Wasserstoff nach einiger Zeit durch die Wandung
> abhauen.

Jepp, das ist der Hauptgrund, warum Wasserstoff keine gute Idee ist.

von hinz (Gast)


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Karl schrieb:
> Mit Wasserstoff ein Volumen füllen, welches zerbrechlich ist und in dem
> 160V anliegen klingt mal nach einer richtig guten Idee.

Denk an Geiz ist geil.


> Davon abgesehen würde Wasserstoff nach einiger Zeit durch die Wandung
> abhauen.

Helium noch viel besser.

von Mani W. (e-doc)


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Ernstl schrieb:
> Polier Du mal Deine Glühlampensammlung, alter Mann.

Du bist respektlos, junger Mann!

von Karl (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Du bist respektlos

Respekt muss man sich verdienen.

von Olaf (Gast)


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> Mit Wasserstoff ein Volumen füllen, welches zerbrechlich ist und in dem
> 160V anliegen klingt mal nach einer richtig guten Idee.

Ach was. Das ist hoechstens so gefaehrlich wie Elektromotoren in 
Benzintanks zu betreiben. Macht ja auch keiner. .-)

Olaf

von Einhart P. (einhart)


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Chris D. schrieb:
> Karl schrieb:
>> Davon abgesehen würde Wasserstoff nach einiger Zeit durch die Wandung
>> abhauen.
>
> Jepp, das ist der Hauptgrund, warum Wasserstoff keine gute Idee ist.

Aus diesem Grund besteht der Lampenkolben aus echtem Glas. Da geht bei 
der Temperatur und ohne Druckunterschied kaum was durch.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Einhart P. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Karl schrieb:
>>> Davon abgesehen würde Wasserstoff nach einiger Zeit durch die Wandung
>>> abhauen.
>>
>> Jepp, das ist der Hauptgrund, warum Wasserstoff keine gute Idee ist.
>
> Aus diesem Grund besteht der Lampenkolben aus echtem Glas. Da geht bei
> der Temperatur und ohne Druckunterschied kaum was durch.

Jetzt bleibt nur die Frage, was denn nun wirklich drin ist :-)

von Harald W. (wilhelms)


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Olaf schrieb:

> Ach was. Das ist hoechstens so gefaehrlich wie Elektromotoren in
> Benzintanks zu betreiben. Macht ja auch keiner. .-)

Sicher? Als sog. Benzinpumpe durchaus möglich. Und (Gross-)
Generatoren werden üblicherweise mit Wasserstoff gekühlt.

von hinz (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Und (Gross-)
> Generatoren werden üblicherweise mit Wasserstoff gekühlt.

An denen fummelt kein Laie rum.

von Mani W. (e-doc)


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Olaf schrieb:
> Ausserdem haben die Teile ja jetzt gerne das Potential alles auf
> Mittelwelle und Kurzwelle mit Stoerungen voll zu machen.

Darum schalte Led-Lampen aus, wenn Du noch alte Radios reparierst...

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Mani W. schrieb:

>> Ausserdem haben die Teile ja jetzt gerne das Potential alles auf
>> Mittelwelle und Kurzwelle mit Stoerungen voll zu machen.
>
> Darum schalte Led-Lampen aus, wenn Du noch alte Radios reparierst...

Wieso? Solche Lampen sind doch geeignete Messsender für diesen
Bereich, seit es dort keine "offiziellen" Sender mehr gibt. :-)

von hinz (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>
>>> Ausserdem haben die Teile ja jetzt gerne das Potential alles auf
>>> Mittelwelle und Kurzwelle mit Stoerungen voll zu machen.
>>
>> Darum schalte Led-Lampen aus, wenn Du noch alte Radios reparierst...
>
> Wieso? Solche Lampen sind doch geeignete Messsender für diesen
> Bereich, seit es dort keine "offiziellen" Sender mehr gibt. :-)

Und wenn man dimmbare mit 0-10V Steuerung nimmt, dann kann man da die 
Musik anschließen.

von Mani W. (e-doc)


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Harald W. schrieb:
> Wieso? Solche Lampen sind doch geeignete Messsender für diesen
> Bereich, seit es dort keine "offiziellen" Sender mehr gibt. :-)

Na klar!


Zuerst bei LED-Licht abstimmen, dann LED ausschalten, und wenn dann
Stille im Radio herrscht, dann wurde es erfolgreich repariert...


;-)

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