Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Umdenken bei der Reparierbarkeit von Consumerelektronik?


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von römpömp (Gast)


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Timm R. schrieb:
> Bernd, nehmen wir mal 1000 iPhone X Besitzer, was meinst Du, wie viele
> davon möchten gern den Akku selber wechseln? Nenn mal eine Zahl.

Wie brainwashed bist Du denn! Andersrum wird ein Schuh draus: Nenne mir 
nur einen einzigen dieser 1000 iPhone X Besitzer, der zu einem Service 
Techniker gehen würde, wenn der Akku so leicht zu wechseln wäre wie bei 
einer Taschenlampe!

von A. K. (prx)


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Werner S. schrieb:
> Außerdem erklärte er der Akku ist ein Verbrauchsteil und unterliegt
> nicht der Garantie.

Womit er Recht haben kann. Was der Hersteller für eine Garantie gibt, 
ist dessen Sache und darauf hat der Verkäufer keinen Einfluss.

Was die gesetzliche Gewährleistung des Händlers angeht, dürfte es ihm 
bei einem fest eingebauten und vom normalen Kunden nicht wechselbaren 
Akku schwieriger fallen, sich rauszureden. Allerdings muss das nach den 
ersten 6 Monaten nicht viel helfen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Stefanus F. schrieb:

> Aber was nicht sein darf ist nicht wahr, ich verstehe schon. So etwas in
> der Art bekomme ich immer als Antwort, wenn ich eine der zahlreichen
> Horrorgeschichten über Apple wiedergebe. Ich werde regelmäßig als Lügner
> bezeichnet. Die selbe Strategie, die auch Apple anwendet.

Sei froh, dass Du so billig davonkommst. Früher wurden Ketzer verbrannt.

von A. K. (prx)


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Werner S. schrieb:
> Wollte der dass ich den Laptop nicht kaufe ?

Hatte er auch einen anderen Laptop im Angebot, deutlich teurer, für den 
er lobendere Worte fand? ;-)

von A. K. (prx)


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Percy N. schrieb:
> Sei froh, dass Du so billig davonkommst. Früher wurden Ketzer verbrannt.

Früher? Samsung hat das beim Note versucht. ;-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Bernd W. schrieb:

> Übrigens bedeutet auch "mit Statussymbol" rumlaufen nicht, dass man
> wirklich reich ist. ;O)
>
Sicher. Vor längerer Zeit konnte man für beliebig viel Geld Ablassbriefe 
kaufen, unabhängig davon, ob man wirklich gesündigt hatte. Wer wollte, 
konnte sich auf diese Weise einen Ruf als potenter Wüstling aufbauen.

Manches ändert sich nur im Detail ...
;-)

von Percy N. (vox_bovi)


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A. K. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Sei froh, dass Du so billig davonkommst. Früher wurden Ketzer verbrannt.
>
> Früher? Samsung hat das beim Note versucht. ;-)

Bist Du sicher, dass die Akkus von Apple stammten? Das gibt zu denken!

von Percy N. (vox_bovi)


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A. K. schrieb:

> Was die gesetzliche Gewährleistung des Händlers angeht, dürfte es ihm
> bei einem fest eingebauten und vom normalen Kunden nicht wechselbaren
> Akku schwieriger fallen, sich rauszureden. Allerdings muss das nach den
> ersten 6 Monaten nicht viel helfen.

Immerhin sollte leichter zu beweisen sein, dass der Käufer den Akku 
nicht ruiniert haben kann.

von MaierMüllerSchulz (Gast)


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● J-A V. schrieb:
> solange Staaten dies zulassen,
> will ich KEIN Wort über Umweltschutz hören.

FULL ACK !!

Gilt ebenso für den kommerziellen Luftverkehr: Unnötig wie ein Kropf am 
Hals und wird dennoch stetig weiter vorangetrieben, mit 2-stelligen 
Zuwachsraten jährlich. Umweltschutz ist nichts anderes als Heuchelei.

von Upps (Gast)


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Weil ihr gern von Apple schreibt: die haben ein grosses Problem, denn 
laut google-Analyse suchen kaum noch Leute danach nachdem sie ein neues 
Produkt in ihrer Show vorstellen.

von Faulpelz (Gast)


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Thomas M. schrieb:
> Wenn ich könnte, würde ich ein Smartphone kaufen, das auf AA Rundzellen
> läuft. Dass es sowas nicht gibt hat zu solchen völlig hirnverbrannten
> Schildbürgerstreichen wie Powerbanks geführt.
> Powerbanks! Echt mal, geht's noch? Einen Akku beladen mit dem man dann
> Akkus belädt? Das ist technisch wie ergonomisch das Dümmste was man
> erfinden kann!

Ein dickes und damit klobiges Smartphone wird keiner kaufen, wenn 
daneben unzählige schicke und schlanke Flundern liegen. Du musst als 
Hersteller genau das produzieren, was die Leute wollen, sonst bist du 
schnell weg vom Fenster.

Die Masse der Autofahrer will heute auch keine Stoßstange mehr am Auto 
sehen, obwohl dies der größte Schwachsinn aller Zeiten ist. Eine 
Berührung eines Hindernisses (früher ohne Folgen) kostet heute eben mal 
einen 4-stelligen Eurobetrag. Fortschritt und Schwachsinn gehören 
untrennbar zusammen.

Walter S. schrieb:
> Nano schrieb:
>> Wenn ich dir aber alte Elkos in den gerade kaputten TV einbauen würde,
>> dann würdest du das sicher auch nicht gut finden und neue Elkos
>> erwarten.
>
> mit Sicherheit heben sie die alten Platinen nicht wegen der Elkos auf,
> sondern wegen irgenwelcher ICs die nicht mehr hergestellt werden.
> Wenn das IC dann eine sonst noch intakte Maschine wieder in Gang setzt
> dann ist das sicher mehr wert als die 3,50DM die das IC vielleicht mal
> gekostet hat.

100 Punkte, genau so war es von mir gemeint.

von Stephan S. (outsider)


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Mike schrieb:
> Dann noch das nächste
> Problem: wo bekommt man einen brauchbaren Akku her?

Das ist allerdings ein Problem. Ich wollte für mein Samsung Galaxy Note 
3 nach 4 Jahren einen neuen Akku kaufen, weil der alte auf etwa 70 
Prozent runter ging, Tendenz recht schnell fallend. Zum Glück eines der 
letzten Geräte bei denen man noch selbst wechseln kann. Antwort der 
Händler: 4 Jahre altes Gerät? Da haben wir nichts mehr. Ja wie?! Vorher 
hätte ich doch keinen gebraucht, warum hätte ich da einen kaufen 
sollten? Und jetzt wo ich wirklich einen brauche gibt es keinen mehr? 
Und wenn dann nur einen der genauso alt ist wie meiner und genauso 
schlecht? Ich bin auch für eine Standardisierung. Meinetwegen auch nur 
mit 2 Drähten zum anlöten wenn die Gerätegehäuse vernünftig zu öffnen 
sind.

Nano schrieb:
>> Muß keiner, es gibt überaus gute Geräte in der 150 Euro Klasse.
>
> Das ist wahr.
> Momentan scheint die Lösung alle 2 Jahre ein neues Handy für 150 € zu
> kaufen die wirtschaftlichste Variante.

Das sehe ich anders. Ich kaufe dann doch lieber ein neues Topmodell was 
2 Jahre auf dem Markt ist, was man für 2x 150 € bekommt und nutze dieses 
dann mindestens 8 Jahre. Es ist in allen Belangen dem 150 € Gerät 
weitaus überlegen und ich habe sogar 50% gespart. Insbesondere habe ich 
eine wesentlich bessere Kamera.

Außerdem gibt's dafür Alternativsoftware und man kann lange auf dem 
neuesten Stand bleiben, während bei den 150 € Geräten oft kein einziges 
Update kommt.

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von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Wir haben auch noch lange keinen Ressourcenmangel.
Das absolute Gegenteil muss der Fall sein.

Denn sonst würden sich alle Hersteller LÄNGST
auf viel mehr einheitliche Bauformen einigen,
einen einheitlichen Akku (oder besser eine äusserliche Akku-Form).
DANN gäbe es auch noch längere Zeit Ersatz.

was ist dagegen schon der vereinheitlichte Stecker fürs Netzteil...

von Alex G. (dragongamer)


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● J-A V. schrieb:
> Wir haben auch noch lange keinen Ressourcenmangel.
> Das absolute Gegenteil muss der Fall sein.
Das ist richtig. Die Ressourcenbeschaffung ist halt so unglaublich 
billig und das ist selbst unter menschenwürdigen Abbaubedingungen so. 
Denke daher so schnell werden Preise auch nicht anziehen.
Jedenfalls nicht bei den Materialmengen von Kleinkram.
Ein Auto braucht schätzungsweise 5000 mal mehr Resourcen als ein phone.

> was ist dagegen schon der vereinheitlichte Stecker fürs Netzteil...
Das hat auch mehr was mit Komfort zutun. Ich kann ohne Adapterkabel auch 
bei nem Kumpel das Phone laden; oder an Stationen auf Festivals.
Darum ist das auch so gut angekommen.
Beim Akku machen sich logischerweise viel weniger Leute Gedanken, weil 
man damit doch nur alle 3-4 Jahre konfrontiert wird...


Das Beispiel mit dem Note 4 finde ich aber eher schlecht. Man findet 
etliche Ersatzakkus im Netz zwischen 3€ und 25€ direkt von iFixit.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5606892 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Faulpelz (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Leute, hört auf die Zeit zurückdrehen zu wollen.

Wenn im Sommer mal 50°C die Regel sind, wirst du dir nichts sehnlicher 
wünschen, als die Zeit zurückdrehen zu können.

> Das wird nicht klappen!

Stimmt, dann ist krepieren angesagt.

Aber tröste dich, das wird nur deine Kinder betreffen, also kein Grund 
zur Panik und weiter so.

von brokenkey (Gast)


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Ein weiteres Beispiel für schlechte Reparierbarkeit und 
Ersatzteilabzocke worüber ich mich gerade ärgere:

Bei dem abgebildeten Auto-Funkschlüssel ist lediglich das kleine 
Metallteil gebrochen welches den Schlüsselbart hält.

Der Schlüsseldienst konnte mir nicht helfen. Und in der Werkstatt können 
die mir nur einen kompletten neuen Schlüssel bestellen für unglaubliche 
150€ +30€ anlernen. WOW!
Zuhause wollte ich mir dann doch mal die im inneren werkelnde streng 
geheime Elfentechnologie anschauen.
Leider wird das Kunststoffgehäuse von einem Metallstift zusammengehalten 
der nach schließen des Gehäuses seitlich eingepresst wird und bündig mit 
dem Gehäuse abschließt. Dabei hätte man genauso gut statt des Stiftes 
eine Schraube nehmen können oder auf der anderen Seite eine Öffnung 
lassen sodass man den Stift zurückschieben könnte.

Und das alles für ein lächerliches Kleinteil wo sich keiner für bücken 
würde wenn es in der Montagewerktstatt mal vom Tisch fällt.

Gruß

brokenkey

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Alex G. schrieb:
> Beim Akku machen sich logischerweise viel weniger Leute Gedanken, weil
> man damit doch nur alle 3-4 Jahre konfrontiert wird...

Beim Akku mache ich mir schon Gedanken

nämlich "Warum muss ich für diesen Wegwerf-Scheiß so viel Geld 
ausgeben?"

aber ich habe keine Wahl! Praktisch jedes Smartphone hat einen anderen 
Akku. Es ist unmöglich, nach 3 Jahren ein neues Smartphone zu kaufen, wo 
der alte Akku rein passt.

von Alex G. (dragongamer)


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Wie sagt man so schön? Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

Der Akku ist aber doch Verschleissteil Nr.1. Wozu solltest du also den 
Akku deines letzten Handies ins neue bauen? Ausser du hast erst 
kurzfristig getauscht...

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Alex G. schrieb:
> Wie sagt man so schön? Ausnahmen bestätigen die Regel ;)
>
> Der Akku ist aber doch Verschleissteil Nr.1. Wozu solltest du also den
> Akku deines letzten Handies ins neue bauen? Ausser du hast erst
> kurzfristig getauscht...

Eben, genau dann. Ist mir meiner Frau passiert. Erst besorgte sie sich 
einen neuen Wechselakku, zwei Wochen später zerbrach das Display.

von Alex G. (dragongamer)


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Solche Einzelfälle wird die Industrie wohl eher nie berücksichtigen...

von Thomas M. (langhaarrocker)


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Wenn sie wenigstens einen Fall berücksichtigen würde wie:
Akku leer? Kein Problem: Eben schnell Akku wechseln.

So richtig neu ist dieser Use Case eigentlich nicht. Nur wird der 
vermieden, weil er als Seiteneffekt ja die Lebenserwartung des Geräts 
entgegen der Interessen des Herstellers beeinflussen würde.

von Alex G. (dragongamer)


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Und die Designmöglichkeiten einschränken würde.

von Percy N. (vox_bovi)


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Alex G. schrieb:
> Und die Designmöglichkeiten einschränken würde.

Solange zu jedem neuen Handy ein proprietärer Akku entworfen wird, sehe 
ich diese Gefahr nicht. Bei den Druckern gibt es ja den gleichen 
Blödsinn mit den Tonerkartuschen. Seit einigen Jahren macht leider auch 
Brother dabei mit.

von A. K. (prx)


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Thomas M. schrieb:
> Akku leer? Kein Problem: Eben schnell Akku wechseln.

Typisch Wegwerfgesellschaft. Andere Leute würden ihn laden.

von A. K. (prx)


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Percy N. schrieb:
> Solange zu jedem neuen Handy ein proprietärer Akku entworfen wird, sehe
> ich diese Gefahr nicht.

Zumal es kaum einen Handyakku gibt, zu dem du bei den üblichen 
Verdächtigungen keinen "Original" Akku kriegst. Das scheint nicht viel 
schwieriger zu sein, als ein Stück Pappe zurecht zu schneiden. 
Allerdings auch nicht viel besser.

von Joachim B. (jar)


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A. K. schrieb:
> Zumal es kaum einen Handyakku gibt, zu dem du bei den üblichen
> Verdächtigungen keinen "Original" Akku kriegst.

noch schlimmer,
der Hersteller will ja keine Lagerhaltung also gibts mit Auslaufen alter 
Geräte auch bald keine Akkus mher oder wenn doch sind sie vermutlich alt 
aus der ersten Serie und nur zweifelhaft brauchbar.

Für mein HTClegend bekam ich noch Ersatz vom Fremdanbieter, das 
rauspopeln war schwierig trotz Wechselakku weil der Akku sich nach 8 
Jahren (Bj2010) aufblähte und das Display anhob und er fest klemmte, 
beim HTCone (Bj2012) würde sich vermutlich das öffnen Problem so von 
selbst lösen :)))

von Upps (Gast)


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Wir können beruhigt sein: laut Studie zerstört Kapitalismus die Umwelt 
und nicht der Mensch...

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Wenn wir keine Umwelt mehr haben, können wir unsere Banknoten und 
Aktienpapiere wenigstens noch verbrennen oder aufessen. Was machen wir 
mit Bitcoins?
...
...
Ich hab's: Bis dahin sind wir sicher soweit, alles viel besser Recyceln 
zu können. Dann wandeln wir die Bitcoins wieder in Energie um und mit 
der Energie betreiben wir unsere Replikatoren, die Lecker Essen 
produzieren.

Wie war das noch mit dem Atom-Müll? Aach mennöööööö.

: Bearbeitet durch User
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Stefanus F. schrieb:
> Wie war das noch mit dem Atom-Müll

den kann die Erde auffressen.
Im Marianangraben. Oder vor Südamerika.
da zieht sie sich den Müll dann per Subduktion rein.
-wie im grossen Schredder.

von David Kassen (Gast)


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Auch wenn ich hier nur 20% des Artikels überflogen habe, kann ich euch 
allen nur zustimmen?

Woran liegt das? Ihr seid Menschen, die ihr Hirn einschalten. Dennoch 
machen wir alle einen dramatischen Fehler:

Wir protestieren HIER "still".
Macht eurem Frust öffentlich, egal ob mit oder ohne Partei!
Sprechet alle Sünder, die ihr kennt drauf an und zwar immer und immer 
wieder....

Wer hier resigniert und den Dummen nicht helfen will,  hilft Niemanden.

Grüße David

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> kann ich euch allen nur zustimmen?

Ich hoffe nicht, denn die Meinungen waren kontrovers. Wenn du allen 
zustimmst, hast du einige nicht verstanden.

> Sprechet alle Sünder, die ihr kennt drauf an

Dann gebe mir mal eine Kontaktadresse. Mich interessiert insbesondere 
der Mensch, der beim Samsung Galaxy A3 und bei den aktuell kaufbaren 
"Nachfolgern" den fest eingebauten Akku beschlossen hat.

Alternativ-Vorschlag: Lasst und mit 10 Leuten eine Demo in Berlin 
anmelden. Ich komme aber nicht mit, weil ich 100% sicher weiß, das es 
keine Sau interessieren wird. Außerdem möchte ich nicht in der 
Klapsmühle landen, weil ich lautstark rufe "Lasst die Akkus frei"!

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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David Kassen schrieb:
> Macht eurem Frust öffentlich, egal ob mit oder ohne Partei!

Man könnte natürlich auf die Strasse gehen und gegen fest verbaute Akkus 
protestieren. Oder konsequent Handys mit Wechselakku kaufen. Das ist 
nicht einmal teuer. Aber wohl zu kapitalistisch gedacht.

https://www.heise.de/preisvergleich/?cat=umtsover&xf=10063_8.1~148_Android~3229_2018~3287_wechselbar

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Konsequent? Aber dann müsste ich ja eventuell wirklich ein weniger 
schickes Gerät nehmen. Das wäre ja unbequem, das ist zu viel verlangt.

Umweltschutz ja, aber nur wenn es bequem ist - so läuft es doch in 
Germany.

von Upps (Gast)


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Vielleicht haben die Hersteller geringere Produktions- und 
Entwicklungskosten bei geklebten Akkus. Den Austausch dann einfach auf 
den Kunden abgeben und bezahlen lassen.

von freitag (Gast)


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Upps schrieb:
> Wir können beruhigt sein: laut Studie zerstört Kapitalismus die Umwelt
> und nicht der Mensch...

Oh, da empfehle ich allen, die das sozialistische Bitterfeld seinerzeit 
nicht genießen durften einen Besuch in den heutigen Arbeiter- und 
Bauernparadiesen.
Luft- und Wasserqualität in China soll ja teilweise überwältigend sein.

Und die Fabriken auf Kuba (soweit vorhanden), der ökologische 
Straßenverkehr-einzigartiger Umweltschutz in den dazu gehörenden 
Werkstätten, sowie der Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft... Ich 
wünsche guten Appetit!

von Alex G. (dragongamer)


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Das Problem ist dass die sozialistisch orientierte Wirtschaften bis lang 
praktisch immer am Limit liefen. Entweder weil es sonst noch weniger für 
die Bürger reicht (Sowjetunion) oder absichtlich (China).
Umweltschutz kann man sich nur leisten wenn die Wirtschaft einigermaßen 
gut von selbst läuft.
Deswegen ist die Kombination einer kapitalistischer Marktwirtschaft mit 
einer menschenorientierten Regierung das optimale.
Natürlich geht das auch nicht perfekt weil es Konflikpotential bietet...


Btw. wie kann man sagen kommerzielle Luftfahrt sei so unnötig wie ein 
Kropf?
Sorry aber die ist einer der Grundpfeiler unserer modernen Welt. Bei 
allem Umweltschutz, das signifikant zu reduzieren wird man nicht bevor 
nicht wirklich die Rohstoffe knapp werden.
Davon abgesehen hat sich in dem Bereich auch viel getan, denn die freie 
Marktwirtschaft ist auch dirt relevant. Weniger Kerosinverbrauch gleich 
weniger Kosten.
Im Vergleich zu Autos und LKws ist dad sowieso quatsch. Wie oft fliegt 
man schon mit dem Flugzeug? Im Durchschnitt vieleicht 5 mal im Jahr 
inkl. Rückweg würde ich schätzen und da sind Geschäftsleute schon 
eingerechnet.

Edit: Schätze mal ihr bringt das Argument Luftfahrt nur als Ausrede um 
an anderen Orten nichts ändern zu müssen weil ihr wisst dass die 
Luftfahrt sowieso nicht eingeschränkt werden wird und es somit garkeine 
Änderung gäbe.

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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Upps schrieb:
> Vielleicht haben die Hersteller geringere Produktions- und
> Entwicklungskosten bei geklebten Akkus.

Natürlich. Wechselakku ist möglich, aber in Entwicklung und Produktion 
aufwändiger. Nicht-zerstörende Dichtungen wenn wasserdicht, innere 
Gehäuseschale, etc. Das Gerät wird dadurch auch dicker. Ein eingeklebter 
Akku kann andererseits zur Gehäusestatik beitragen.

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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Alex G. schrieb:
> Das Problem ist dass die sozialistisch orientierte Wirtschaften bis lang
> praktisch immer am Limit liefen.

... und Rücksicht auf Belange der individuellen Bevölkerung aufgrund des 
Kollektivdenkens nicht im Vordergrund stehen. Was stört es, wenn einige 
über die Klinge springen, sofern das Kollektiv gewinnt. Wobei dann am 
Ende oft auch Letzteres verliert.

Die Neigung, andere über die Klinge springen zu lassen, ist vielen 
Systemen gemein. Motive und Opfer sind mitunter verschieden.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Alex G. schrieb:

> Umweltschutz kann man sich nur leisten wenn die Wirtschaft einigermaßen
> gut von selbst läuft.

Das ist denn doch etwas zu pauschal. Die inzwischen längst klassische 
Dreifelderwirtschaft verbesserte die Erträge und schonte zugleich den 
Boden.
Ökonomie und Ökologie müssen nicht gegen einander stehen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Alex G. schrieb:
> Btw. wie kann man sagen kommerzielle Luftfahrt sei so unnötig wie ein
> Kropf?
>> Sorry aber die ist einer der Grundpfeiler unserer modernen Welt

wenn man wirklich Rosen vom Tanganjikasee braucht, mag das wohl so sein.

von A. K. (prx)


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● J-A V. schrieb:
> wenn man wirklich Rosen vom Tanganjikasee braucht, mag das wohl so sein.

Bei solchen Fragen ist es weniger eine Sache des Prinzips, als des 
Preises. Würden alle Nebenkosten in die Rosen fair eingerechnet, wären 
sie teurer genug, um gelegentlich auch mit hiesigen Gewächshausblumen 
oder notfalls Gänseblümchen von der Wiese Vorlieb zu nehmen. Aufgrund 
notorischer Ressourcenknappheit ist letzterer sehr kapitalistischer 
Ansatz Kindern durchaus geläufig.

von Percy N. (vox_bovi)


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A. K. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> wenn man wirklich Rosen vom Tanganjikasee braucht, mag das wohl so sein.
>
> Bei solchen Fragen ist es weniger eine Sache des Prinzips, als des
> Preises. Würden alle Nebenkosten in die Rosen fair eingerechnet, wären
> sie teurer genug, um gelegentlich auch mit hiesigen Gewächshausblumen
> oder notfalls Gänseblümchen von der Wiese Vorlieb zu nehmen. Aufgrund

Aufgrund der anfallenden Mineralölsteuer bezweifele ich, dass sich die 
Blumen billiger per Lkw zB von Eindhoven nach Frankfurt oder Dresden 
schaffen ließen.

> notorischer Ressourcenknappheit ist letzterer sehr kapitalistischer
> Ansatz Kindern durchaus geläufig.

Zum Glück kommen die lieben Kleinen nicht auf die Idee, insoweit ein 
Monopol zu errichten, wodurch die Kapitalismus-Affinität sich etwas 
relativiert.

von Alex G. (dragongamer)


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A. K. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Das Problem ist dass die sozialistisch orientierte Wirtschaften bis lang
>> praktisch immer am Limit liefen.
>
> ... und Rücksicht auf Belange der individuellen Bevölkerung aufgrund des
> Kollektivdenkens nicht im Vordergrund stehen. Was stört es, wenn einige
> über die Klinge springen, sofern das Kollektiv gewinnt. Wobei dann am
> Ende oft auch Letzteres verliert.
Würde man das konsequent durchziehen müsste Umweltschutz doch eigentlich 
sehr hoch auf der Liste stehen, schließlich ist das etwas was doch weite 
Teile der Bürger betrifft. Bzw. am ehesten enziehen können sich ja 
Wohlhabende, was es im Sozialismus wenig/nicht geben sollte.


Percy N. schrieb:
> Das ist denn doch etwas zu pauschal. Die inzwischen längst klassische
> Dreifelderwirtschaft verbesserte die Erträge und schonte zugleich den
> Boden.
> Ökonomie und Ökologie müssen nicht gegen einander stehen.
Es gibt zum Glück solche Ausnahmen, ja, aber andere Bereiche wie 
Filterung/Säuberung von Industrie-Abwasser und -Abluft erzeugen leider 
meist nur Kosten :/
Wobei sich immerhin die Möglichkeit bietet, dadurch Jobs zu schaffen.

: Bearbeitet durch User
von Petitionär (Gast)


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Bei WeAct kann man das Recht auf Reparatur per Petettion einfordern:
https://weact.campact.de/petitions/recht-auf-reparatur?bucket=nl-18-11-05-rera

Beitrag #5611628 wurde von einem Moderator gelöscht.
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> wenn man wirklich Rosen vom Tanganjikasee braucht, mag das wohl so sein.
>
> Würden alle Nebenkosten in die Rosen fair eingerechnet, wären
> sie teurer genug, um gelegentlich auch mit hiesigen Gewächshausblumen
> oder notfalls Gänseblümchen von der Wiese Vorlieb zu nehmen.

Unsere Wirtschaft ist also unfair

Wir werden ja leider nur immer gebetsmühlenartig betrommelt,
dass unsere Wirtschaftsform nur so funktionieren kann.
im Sinne von "alternativlos", alles andere wäre ja Planwirtschaft
und der Staat darf um Himmels Willen nicht eingreifen.
(Banken sind die wohl bepuderte Ausnahme...)

Was anderes darf es ja schon deswegen nicht geben,
weil man sich ja sonst Fehler eingestehen müsste.

von Soul E. (souleye)


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Timm R. schrieb:

> Bernd, nehmen wir mal 1000 iPhone X Besitzer, was meinst Du, wie viele
> davon möchten gern den Akku selber wechseln? Nenn mal eine Zahl.

Gerade Apple ist da ein schlechtes Beispiel. Es ist erklärte 
Firmenpolitik und war seinerzeit Steve Jobs Vision, den Anwender von der 
Technik fernzuhalten. "Computer as an appliance", als Haushaltsgerät. 
Fernseher und Mikrowelle packt man auch aus und benutzt sie. Ohne 
Informatik-Studium, ohne das Lernen komplizierter Programmiersprachen, 
ohne sich in fremde Technik reindenken zu müssen.

Entsprechend ist es im Apple-Universum vorgesehen, dass sämtliche 
Wartungs- und Reparaturarbeiten, egal ob an HW oder SW, vom Fachhändler 
erledigt werden. Typische Apple-Kunden sind keine Techniker.


Bei einem Oneplus mit CyanogenMod oder selbstkompiliertem LineageOS 
sieht die Sache anders aus. Dessen Nutzer können meist löten und wollen 
ihre Reparaturen selber machen und dafür auch Original-Ersatzteile 
kaufen können.

von Percy N. (vox_bovi)


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soul e. schrieb:

> Gerade Apple ist da ein schlechtes Beispiel. Es ist erklärte
> Firmenpolitik und war seinerzeit Steve Jobs Vision, den Anwender von der
> Technik fernzuhalten. "Computer as an appliance", als Haushaltsgerät.

Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und 
vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso 
wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.

> Fernseher und Mikrowelle packt man auch aus und benutzt sie. Ohne
> Informatik-Studium, ohne das Lernen komplizierter Programmiersprachen,
> ohne sich in fremde Technik reindenken zu müssen.
>
Mittlerweile scheint der Trend dahin zu gehen, selbst auf auswechselbare 
(und damit auch verwechselbare) Datenträger zu verzichten. Dem Anwender 
Cloudspace zu vermieten ist ja auch einträglicher. Zusätzliche Kontrolle 
ergibt sich so auch, allerdings nicht für den Anwender.

> Entsprechend ist es im Apple-Universum vorgesehen, dass sämtliche
> Wartungs- und Reparaturarbeiten, egal ob an HW oder SW, vom Fachhändler
> erledigt werden. Typische Apple-Kunden sind keine Techniker.
>
Wie gut, dass Apple keine Fernseher baut. Die Fernbedienung hätte 
vermutlich eine fest verbaute Primärzelle.

Vor Jahrzehnten habe ich staunend zugehört, als ein Fahrradhändler 
erzählte, es kämen auch Kunden vorbei, um einen Schlauch wechseln zu 
lassen. Als ich ungläubig schaute,  meinte er, gegen entsprechende 
Bezahlung würde er Fahrräder auch putzen.

von A. K. (prx)


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Percy N. schrieb:
> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz,

Das wärs doch. Ein iPhone XS als Bausatz, also Leerplatinen plus 
Einzelbauteile. Anleitung wie bei IKEA. ;-)

von A. K. (prx)


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Percy N. schrieb:
> Vor Jahrzehnten habe ich staunend zugehört, als ein Fahrradhändler
> erzählte, es kämen auch Kunden vorbei, um einen Schlauch wechseln zu
> lassen.

Willst du, dass Leute mit den sprichwörtlichen 2 linken Händen unbedingt 
Auto fahren, weil sie am Hinterrad scheitern?

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Vor Jahrzehnten habe ich staunend zugehört, als ein Fahrradhändler
> erzählte, es kämen auch Kunden vorbei, um einen Schlauch wechseln zu
> lassen. Als ich ungläubig schaute,  meinte er, gegen entsprechende
> Bezahlung würde er Fahrräder auch putzen.

Leute die zuviel verdienen
und Leute die das handwerklich nicht
so drauf haben sind ne ziemlich kongruente Gruppe

von A. K. (prx)


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● J-A V. schrieb:
> Leute die zuviel verdienen
> und Leute die das handwerklich nicht
> so drauf haben sind ne ziemlich kongruente Gruppe

Und es heisst doch immer, Handwerk hätte einen goldenen Boden.

von Soul E. (souleye)


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Percy N. schrieb:

> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und
> vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso
> wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.

Das brauchst Du mir nicht zu erzählen, es gibt kaum ein Gerät aus dieser 
Ära das ich nicht in meiner Sammlung habe :-)

Zu Beginn stand Apple mal für das, was wir heute "open source" nennen. 
Schaltplan und Quellcode waren im Handbuch abgedruckt, jeder war 
eingeladen mitzubasteln und seine Ergebnisse der Allgemeinheit zur 
Verfügung zu stellen.

Mit dem Mac hat sich das grundlegend geändert. Die Philosophie hinter 
dem Gerät war "computer as an appliance", und das ist bis heute so 
geblieben. Der open-source-Mann Steve Wozniak hat sich dann andere 
Aufgaben gesucht.


> Mittlerweile scheint der Trend dahin zu gehen, selbst auf auswechselbare
> (und damit auch verwechselbare) Datenträger zu verzichten. Dem Anwender
> Cloudspace zu vermieten ist ja auch einträglicher. Zusätzliche Kontrolle
> ergibt sich so auch, allerdings nicht für den Anwender.

Ein netter Nebeneffekt. Letztendlich geht es aber darum, den Anwender 
von solch lästigen Aufgaben wie Speicherkarte wechseln oder Backups 
erstellen zu entbinden. Die angepeilte Zielgruppe wäre schon mit der 
Frage, ob nun "extFAT" oder "NTFS" besser ist, überfordert. Zumindest 
glaubt man das dort.

Los ging das schon beim Mac (bzw bei der Lisa), wo das Betriebssystem 
die Diskette auswarf und nicht der Anwender. Bei der Lisa hat man sogar 
einen nicht unerheblichen Aufwand getrieben, damit die Kiste beim 
Runterfahren des Betriebssystems von diesem ausgeschaltet werden konnte 
(und bloss kein Anwender im falschen Moment den roten Schalter umlegt).

von Alex G. (dragongamer)


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Percy N. schrieb:
> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und
> vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso
> wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.
Ja und mit der Methode wäre Apple beinahe in die Wand gekracht, als IBM 
ähnliches günstiger bieten konnte!

von Soul E. (souleye)


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Alex G. schrieb:

> Ja und mit der Methode wäre Apple beinahe in die Wand gekracht, als IBM
> ähnliches günstiger bieten konnte!

IBM brauchte man dafür gar nicht. Auf einen in Europa verkauften Apple 
II Europlus kamen 3-4 taiwanesische Nachbauten. Die Dinger hat damals 
jeder Elektonikshop verkauft, als Leerplatine, Bausatz, Mainboard oder 
Komplettgerät.

Der eine Steve freute sich über die Beliebtheit seiner Kreation, der 
andere bekam Schnappatmung ob des entgangenen Gewinns.

von Joachim B. (jar)


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Alex G. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und
>> vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso
>> wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.
> Ja und mit der Methode wäre Apple beinahe in die Wand gekracht, als IBM
> ähnliches günstiger bieten konnte!

meine erste apple Leerplatine war ein 2+
alles selbst bestückt, von TTL über RAM bis Slots ca. 2000 Lötstellen

Das erste apple2 kompatible Diskdrive 600,-DM statt 1200,-DM original

So hatte ich Stück für Stück aufgerüstet bis 8 Steckplätze voll waren 
und weil das nicht reichte noch 2 Karten huckpack, die nötigen CS holte 
ich mir von Slots die sie nicht brauchten.

Floppy, Drucker, Z80, 80Z, RGB, 2x 128k RAM_DISK, RS232, IO-Port 6522 
zusätzlich, Eprommer.

so alle 10 Karten die drin waren.

wo gab es IBM Leerplatinen und wer wollte die?

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Alex G. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und
>> vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso
>> wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.
> Ja und mit der Methode wäre Apple beinahe in die Wand gekracht, als IBM
> ähnliches günstiger bieten konnte!

Für IBM war das eine Revolution: Rechner mit Mikroprozessoren, und dann 
auch noch zum Kaufen! Ohne Wartungsvertrag! Mit selbst installierbarer 
Software!
Hätten die ein wenig besser aufgepasst, dann hätte es auch  die vielen 
"Kompatiblen" nicht gegeben.

Aber Miro$oft hat das Procedere inzwischen optimiert : Jetzt wird 
Software am liebsten vermietet, Windows ist auch im Betrieb gut und vor 
allem schnell verrottbar, und der Anwender erwirbt nur noch an der 
Hardware dauerhaft Eigentum  (und muss daher alle paar Dutzend Wochen 
überlegen, wo er den Fertigmüll lassen soll). Die Daten darf man in der 
Cloud speichern, sollte aber aufpassen, welche Rechte daran man dadurch 
wem einräumt.

Übrigens ist Apple damals mMn nicht wegen IBM in Schieflage geraten, 
sondern wegen der viel zu teuren LISA, die keiner kaufen wollte, nachdem 
der III schon nicht wirklich angenommen wurde. Die Leute wollten halt 
ein Werkzeug mit passendem Gebrauchswert kaufen ind kein Statussymnol.

: Bearbeitet durch User
von Alex G. (dragongamer)


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Joachim B. schrieb:
> wo gab es IBM Leerplatinen und wer wollte die?
Ich meinte eher vergleichbares "Endprodukt".

Ganz ehrlich, die Bastler waren doch ziemlich schnell nicht mehr die 
Hauptkunden!
Geschäftliche Nutzer (die auch Apple anwarb) bastelten nicht selbst an 
ihre Maschinen rum.

Apple 1 und 2 waren Meilensteine ohne Frage und damals machte Apple auch 
ordentlich Umsatz.

von A. K. (prx)


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Joachim B. schrieb:
> wo gab es IBM Leerplatinen und wer wollte die?

Der adressierte Markt war Business, nicht Bastler. Und genau wie beim 
Apple II sprossen bald die Klone wie die Pilze aus dem Boden.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Percy N. schrieb:
> Jetzt wird
> Software am liebsten vermietet,

Ich denke, da müssen alle ganz gewaltig aufpassen. Klingt erstmal oft 
sogar lukrativ, die Daumenschrauben kommen dann später.
Für mich ist Software ein Produkt wie jedes andere auch. Ich möchte die 
Wahl haben zwischen
-kaufen und so benutzen wie es ist
-evtl. einen updateservice dazu kaufen
-oder eben auch mieten/leasen wie auch immer man das nennen will

und sehe da keinen prinzipiellen Unterschied zu materiellen Produkten

Software, die ausschliesslich vermietet wird gegen monatliche Gebühr 
habe ich konsequent vermieden, und das wird auch so bleiben, sowohl 
geschäftlich wie auch privat. Es gibt immer Alternativen, auch ohne 
Raubkopien. Je mehr aber das "Mietmodell" annehmen, umso schwieriger 
wirds auf Dauer.

Beitrag #5613788 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Upps (Gast)


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So langsam kriege ich ein komisches Gefühl wenn ich an Amerika denke 
...Cola, Kippen, Fastfood, Gewaltmedien, Windows, Google, Facebook, 
Apple... kommt von denen überhaupt etwas was uns gut tut ?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Upps schrieb:
> So langsam kriege ich ein komisches Gefühl wenn ich an Amerika denke
> ...Cola, Kippen, Fastfood, Gewaltmedien, Windows, Google, Facebook,
> Apple... kommt von denen überhaupt etwas was uns gut tut ?

Ja, zum Beispiel hat Amerika sich um die Verbrechen von Volkswagen 
gekümmert. Und um Roundup von (jetzt) Bayer.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Dennis schrieb im Beitrag #5613788:
> ● J-A V. schrieb:
>> Christoph B. schrieb:
>> Seitens der Hersteller besteht dabei kaum Interesse
>>
>> solange Staaten dies zulassen, will ich KEIN Wort über Umweltschutz
>> hören.
>> Erst recht, wenn Unternehmen ohne Interesse keine Steuern zahlen.
>
> Was du willst interessiert keinen.

Eben.

Deswegen und wegen etlicher anderer Dinge, die einem zeigen,
dass Naturschutz in diesem Land nicht wirklich ernst gemeint ist,
geht mein Sinn für Umweltschutz in etwa so:

Ich habe grad einiges an Laminat liegen.
Ich teste das nach der Beilsteinprobe, obs Halogene enthält.
wenn nicht, kommt das ins Feuer.
DAS bildet dann die "Grundlage" für frischen Strauchschnitt,
den ich, statt zig Kilometer zur Annahmestelle zu fahren, verbrenne.
sofern ich das nicht auch in den Wald trage.

also nochmal, ich teste auf Halogene,
das ist da noch mein Sinn für Umweltschutz.

von Alex G. (dragongamer)


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Thema Halogene ist nicht Umweltschutz sondern Gesundheitsschutz.
Selbes wie bei den Stickoxiden und bei den Bleiverboten in Elektronik 
Lötzinn (und auch als man Blei in Benzin verboten hat).
Wieso verwechseln die Leute das immer (absichtlich?) um es als Argument 
für ihre seltsamen Ideale zu missbrauchen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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das ist AUCH Umweltschutz oder willst Du das bestreiten?
Ich habe Nachbarn, die zähle ich auch zur Umwelt.

organische Halogene, die sonst bei sowas entstehen,
haben in der Umwelt nichts verloren

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Enthält Laminat nicht jede Menge Plastik? Das stinkt doch sicher 
gewaltig beim Verbrennen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Stefanus F. schrieb:
>  Das stinkt doch sicher gewaltig beim Verbrennen.

nö, nicht mit nem angemessenen Gebläse.
das geht rauchlos.
OK, beim erstmaligen Anzünden,
da dauerts ein Minütchen bis das läuft, aber dann.
Also im Kamin verbrenne ich das nicht.
Auch unlackiertes Pressholz, das geht auch durch die Tonne.

Also meine "Schwelle" des Umweltschutzgedankens
hat sich in den letzten Jahren schon etwas verändert.
Ich war früher auch anders drauf, aber das ist vorbei.
Nachbars Kamin btw stinkt viel schlimmer.

von Thomas M. (langhaarrocker)


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https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Neue-iPhones-pruefen-auf-Fremd-Akku-4216682.html

Apple identifiziert in neuen IPhones Akkus von Fremdherstellern und 
bestraft den User mit Droh-Nachrichten.
Klar was als nächstes kommt, wenn der gemeine User darauf konditioniert 
ist das zu akzeptieren: Fremdakkus werden per Softwareupdate 
abgeschaltet. Zu seinem eigenen besten natürlich. Reparierbarkeit ist 
mit Herstellerraffgier nicht vereinbar. Gegen ein Oligopol wie wir es 
bei Phoneherstellern haben, können Verbraucher nichts ausrichten. 
Verbraucher werden entmündigt, die haben keine Rechte außer zu bezahlen. 
Für was? Das bestimmen Apple/Samsung & co.

von A. K. (prx)


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Thomas M. schrieb:
> Gegen ein Oligopol wie wir es
> bei Phoneherstellern haben, können Verbraucher nichts ausrichten.
> Verbraucher werden entmündigt, die haben keine Rechte außer zu bezahlen.
> Für was? Das bestimmen Apple/Samsung & co.

Das ist die eine Sicht der Dinge. Aus der Sicht von Herstellern und 
deren Services sieht das allerdings anders aus.

Nimm mal an, iPhones würden nicht nur von Experten im Zerlegen von 
iPhones gekauft, sondern auch vor normalen Anwendern. Und nimm mal an, 
der hätte einen Handy-Service mit dem Akkutausch beauftragt. Laut 
Aussage natürlich durch ein Apple-Original.

Ein paar Monate später ist das Gerät tot. Es landet diesmal bei Apple 
und kommt unverrichteter Dinge wieder zurück, mit der frohen Botschaft 
"Fremdakku", möglicherweise plus Rechnung (ich kenne Apples Usancen 
nicht). Ergebnis: Kunde ist stinkig, sowohl auf den Serviceheini als 
auch auf Apple.

So gesehen ist das weniger eine Gier seitens Apple, sondern eine 
Massnahme, diese Probleme frühzeitig anzugehen.

von René F. (therfd)


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Früher oder später wird das auch ausgehebelt, Apple hat doch auch schon 
nicht lizenzierte Lightning Kabel gesperrt und heute haben die Chinesen 
Millionen Kabel auf Lager bei denen das Problem nicht auftaucht.

Beitrag #5614500 wurde vom Autor gelöscht.
von Thomas M. (langhaarrocker)


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A. K. schrieb:
> Nimm mal an, iPhones würden nicht nur von Experten im Zerlegen von
> iPhones gekauft, sondern auch vor normalen Anwendern. Und nimm mal an,
> der hätte einen Handy-Service mit dem Akkutausch beauftragt.

Meine Güte, da musst Du aber ein gewaltig abstruses Szenario entwickeln. 
Kriegst Du Geld dafür? Es darf überhaupt gar keines Experten benötigen 
einen schnöden Akku zu tauschen!

> Laut Aussage natürlich durch ein Apple-Original.

Der Kunde, der auf ein "Apple-Orginal" Akku besteht ist ja schon 
brainwashed. Als wenn Apple der einzige Hersteller sei, der gute Akkus 
produzieren (lassen!) könnte!

> Ein paar Monate später ist das Gerät tot.

Noch mehr kompliziert konstruiertes Märchen. Wieso sollte ein Gerät 
sterben, weil man den Akku eines Fremdherstellers einsetzt?

> Es landet diesmal bei Apple und kommt unverrichteter Dinge
> wieder zurück, mit der frohen Botschaft "Fremdakku", möglicherweise
> plus Rechnung (ich kenne Apples Usancen
> nicht). Ergebnis: Kunde ist stinkig, sowohl auf den Serviceheini als
> auch auf Apple.

Jetzt kommt auf diese Fantasiegeschichte noch ein Kunde drauf, der den 
Fehler des einen Dienstleisters beim einem anderen einfordern möchte? 
Schreibst du auch Stories für's RTL II Nachmittagsprogramm?

In dem Heise Artikel geht es eher darum, dass Apple argumentiere man 
könne bei Fremdakkus den Ladestand nicht ermitteln. Das ist hanebüchener 
Schwachfug. Apple hat einen riesigen Aufwand betrieben Fremdakkus zu 
detektieren und Bedrohungsszenarien zu designen um den Kunden 
einzuschüchtern. Hätte Apple es gewollt hätten die es mit gleichem 
Aufwand auch hingekriegt bei beliebigem Akku den Ladezustand zu tracken. 
Aber es geht eben darum den Kunden zu drangsalieren das neue iPhone 
wegzuschmeißen und ein noch neueres zu kaufen.

Dass Du so einen Aufwand treibst eine derartig hanebüchene Story zu 
entwicklen hat ein bißchen ein Geschmäckle...

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Das ist doch der gleiche Käse wie bei fremder Tinte im Drucker. Ich bin 
ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass diese technischen 
Verhinderungsmaßnahmen immer noch legal sind.

von Percy N. (vox_bovi)


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Stefanus F. schrieb:
> Das ist doch der gleiche Käse wie bei fremder Tinte im Drucker. Ich bin
> ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass diese technischen
> Verhinderungsmaßnahmen immer noch legal sind.

Möglicherweise bedarf es lediglich eines Gerichtsurteils, wonach diese 
"Abstoßungsreaktion" einen Mangel darstellt, dann hätte der Verkäufer 
ein Problem. Dass dieser Umstand in der Haftungsfrist auftaucht, ist 
allerdings nicht zu erwarten. Wer Geld übrig hat und sein iphone ohnehin 
nicht mag, kann ja ein paar Wochen nach Kauf den Akku tauschen lassen 
und dann zum Kadi rennen.

von A. K. (prx)


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Thomas M. schrieb:
> Dass Du so einen Aufwand treibst eine derartig hanebüchene Story zu
> entwicklen hat ein bißchen ein Geschmäckle...

ich bin zwar wahrlich nicht jener, der viel Anwendern direkt zu tun hat, 
aber dein Elfenbeinturm ist ziemlich hoch.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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@Stefanus F. (stefanus)

>Das ist doch der gleiche Käse wie bei fremder Tinte im Drucker. Ich bin
>ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass diese technischen
>Verhinderungsmaßnahmen immer noch legal sind.

Man könnte ja auch old School einen Drucker zu einem Preis verkaufen, 
der seinen Herstellungskosten + brauchbaren Gewinn entspricht. Lief 
Jahrzehntelang vollkommen normal.

Heute werden selbst Farblaser nur gegen einen minimale Schutzgebühr 
abgegeben und das Geld MUSS man mit den Verschleißteilen machen. Das 
klingt nicht nur ein wenig irre, das ist es. Da haben wohl ein paar 
Leute den Rockefeller-Spruch etwas arg mißverstanden "Die Petroleumlampe 
verschenken, das Öl verkaufen".

Und trotzdem hat sich die Masse der Kunden an das Geschäftsmodell 
gewöhnt und mault rum, wenn ein Drucker plötzlich 1000 Euro kosten 
würde. Also mault man lieber über teure Tintenpatronen ;-)

von Falk B. (falk)


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@A. K. (prx)

>> Dass Du so einen Aufwand treibst eine derartig hanebüchene Story zu
>> entwicklen hat ein bißchen ein Geschmäckle...

>ich bin zwar wahrlich nicht jener, der viel Anwendern direkt zu tun hat,
>aber dein Elfenbeinturm ist ziemlich hoch.

Dafür hat er dann eine nette Sehhilfe namens Teleskop, um den Boden der 
Tatsachen noch erkennen zu können. Leider hat diese ein "etwas" 
eingeschränktes Gesichtsfeld ;-)

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Falk B. schrieb:
> Man könnte ja auch old School einen Drucker zu einem Preis verkaufen,
> der seinen Herstellungskosten + brauchbaren Gewinn entspricht. Lief
> Jahrzehntelang vollkommen normal.

Ach ja, da war doch was. Die arme Firma Apple, wie sollen die bloß Geld 
verdienen, wenn man sich einfach so fremde Akkus holen kann? Wie viel 
müssten die iPhones dann kosten, 2500€?

von A. K. (prx)


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Technisch ist das wie bei Druckertinte. Aber nur technisch.

Tintendrucker fürs Heim sind billig, querfinanziert durch die Tinte. 
Aber auf die Idee, Apple würde seine billigen iPhones durch Akkuersatz 
für überteuerte 49€ querfinanzieren, muss man erst einmal kommen. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Thomas M. (langhaarrocker)


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Falk B. schrieb:
> @A. K. (prx)
>>dein Elfenbeinturm ist ziemlich hoch.
>
> Dafür hat er dann eine nette Sehhilfe namens Teleskop, um den Boden der
> Tatsachen noch erkennen zu können. Leider hat diese ein "etwas"
> eingeschränktes Gesichtsfeld ;-)

Rapuuuunzel! Komm mal her, ich will Bungee jumpen! :D

Stefanus F. schrieb:
> Die arme Firma Apple, wie sollen die bloß Geld
> verdienen, wenn man sich einfach so fremde Akkus holen kann? Wie viel
> müssten die iPhones dann kosten, 2500€?

Ist das nicht faszinierend, wie zwei unterschiedliche Branchen 
unterschiedliche Konzepte entwickeln um das selbe zu erreichen? Der eine 
verschenkt das Grundgerät (Drucker) um dann ein künstliches Monopol beim 
Verbrauchsmaterial (tinte/Toner) kreieren - der andere erfindet mit der 
Brechstange Massnahmen (fest verklebt) um bloß zu unterbinden, dass 
Verschleißteile (Akkus) gewechselt werden.
Aber die Zielsetzung ist identisch: eine Friss-oder-stirb-Situation 
herzustellen. Es kann nun mal nicht angehen, dass der Konsument ein 
Mitspracherecht hat, was er zu welchem Preis von wem kaufen möchte.

Die Druckerhersteller stellen sich dabei aber etwas ungeschickter an. 
Zwar ist es wirtschaftlicher Unsinn Drucker zu reparieren - aber der 
Verkauf ist nicht soo der Reibach.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> Da haben wohl ein paar
> Leute den Rockefeller-Spruch etwas arg mißverstanden "Die Petroleumlampe
> verschenken, das Öl verkaufen".
>
Vor Jahrzehnten kam einmal ein großer Konzern auf die Idee, aus 
selbstverständlich rein altruistischen Erwägungen heraus Tausende von 
jungen Müttern in Indien mit Nuckelflaschen nebst Zubehör sowie einem 
Vier-Wochen-Vorrat Milchpulver auszustatten.
Es kam, wie es kommen musste: nach vier Wochen war nicht nur das 
Milchpulver alle, sondern auch die Mütter trocken. Die Kinder 
verhungerten in den meisten Fällen.
Der wohltätige Konzern musste zur Abwendung eigener Insolvenz davon 
absehen, kostenlos Milchpulver an die Frauen nachzuliefern, die es nicht 
hätten bezahlen können. So blieb der Welt eine 
Multi-Milliarden-Dollar-Pleite erspart.

Etwas später zogen die Untergeben von Herrn Gandhi nächtens  durch die 
Gegend und führten zwangsweise Vasektomien durch.

Ein Zusammenhang ist nicht erkennbar.

von Falk B. (falk)


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@ Percy N. (vox_bovi)

>Es kam, wie es kommen musste: nach vier Wochen war nicht nur das
>Milchpulver alle, sondern auch die Mütter trocken. Die Kinder
>verhungerten in den meisten Fällen.

Wenn das wirklich so stimmt, ist das natürlich ein Skandal^3.

>Etwas später zogen die Untergeben von Herrn Gandhi nächtens  durch die
>Gegend und führten zwangsweise Vasektomien durch.

Hat nur wenig genützt, die Bevölkerungsexplosion hält in Indien nach wie 
vor an. Und nicht nur dort.

von Timm R. (Firma: privatfrickler.de) (treinisch)


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Percy N. schrieb:

> Es kam, wie es kommen musste: nach vier Wochen war nicht nur das
> Milchpulver alle, sondern auch die Mütter trocken. Die Kinder
> verhungerten in den meisten Fällen.

gibt es auch Belege für diese Behauptung?

von A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Wenn das wirklich so stimmt, ist das natürlich ein Skandal^3.

Geht in eine ähnliche Richtung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nestlé_tötet_Babys

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> @ Percy N. (vox_bovi)
>
>>Es kam, wie es kommen musste: nach vier Wochen war nicht nur das
>>Milchpulver alle, sondern auch die Mütter trocken. Die Kinder
>>verhungerten in den meisten Fällen.
>
> Wenn das wirklich so stimmt, ist das natürlich ein Skandal^3.
>
Es ging noch weiter. Ein Student hat damals versucht, die Angelegenheit 
publik zu machen. Der Konzern überzog ihn daraufhin mit Prozessen, in 
denen er nicht unterlag. In den Medien fand der Vorgang kaum Beachtung.

>>Etwas später zogen die Untergeben von Herrn Gandhi nächtens  durch die
>>Gegend und führten zwangsweise Vasektomien durch.
>
> Hat nur wenig genützt, die Bevölkerungsexplosion hält in Indien nach wie
> vor an.

Das könnte immerhin erklären, warum die Milchpulveraktion in Indien 
überhaupt keine juristischen Konsequenzen hatte.

> Und nicht nur dort.

So zynisch es klingt: In Afrika sorgen misereor und Brot für die Welt 
mit Hingabe für die Erzeugung immer neuer Generationen von 
Hungerleidern, denen man dann Wohltaten erweisen kann. Das Konzept 
"Alimentation nur gegen Geburtenkontrolle" scheint ganz furchtbar böse 
zu sein.

von A. K. (prx)


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Ist Milchpulver eigentlich auch als Treibstoff für Handys geeignet, also 
statt Akkus?

von Thomas M. (langhaarrocker)


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https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/T2-im-Mac-Apple-bestaetigt-Reparaturvernagelung-per-Chip-4219472.html

Da geht es darum, dass Apple einen Chip einsetzt um explizit das 
Reparieren zu verhindern. In meinem Moralverständnis fällt das unter 
"kriminelle Energie".

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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wie schon woanders geschrieben,
mein Sinn für Umweltschutz geht gegen null.
Solange es nicht mich selbst und die direkte Nachbarschaft gefährdet.

von A. K. (prx)


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Thomas M. schrieb:
> Da geht es darum, dass Apple einen Chip einsetzt um explizit das
> Reparieren zu verhindern. In meinem Moralverständnis fällt das unter
> "kriminelle Energie".

Sicherheit von Datenklau und freier Zugang zu Hardware und jedweder 
Systemsoftware schliessen sich aus. Wer Komponenten ad libitum 
austauschen kann, kann auch welche einbauen, die ein wenig mitteilsamer 
oder von aussen zugänglicher sind, als der Besitzer des Gerätes es gerne 
hätte. Diesen Streit führt Apple schon ein Weilchen, bisher betraf es 
aber eher die iPhones.

Der Trend geht schon seit vielen Jahren in Richtung besser abgeschottete 
Systeme, nicht nur bei Apple - auch im Interesse vieler Kunden, 
wenngleich nicht ausschliesslich. Auf einem normalen PC belieben Code zu 
booten war auch schon mal leichter als heute. Microsoft wars recht, 
Linux hatte aber anfangs seine liebe Not mit dem signierten UEFI-Boot. 
Das TCM mag auch nicht jeder, es kann aber abgesehen von 
einprogrammierten NSA-Backdoors prinzipiell schon Sinn ergeben.

Man muss diesen Trend nicht mögen. Aber verständlich ist er mir schon. 
Wenn man darauf mit rechtlicher Keule reagieren will, dann könnte das 
beispielsweise in der Forderung bestehen, im Rahmen gängiger 
Einsatzlebensdauer bezahlbaren Herstellersupport zu erhalten, in Hard- 
wie in Software. Wie sieht das denn bei Apple bisher so aus?

: Bearbeitet durch User
von Soul E. (souleye)


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Thomas M. schrieb:

> Da geht es darum, dass Apple einen Chip einsetzt um explizit das
> Reparieren zu verhindern. In meinem Moralverständnis fällt das unter
> "kriminelle Energie".

Das gibts bei Windows-PCs auch, nennt sich "Trusted Platform Module" 
(TPM). Damit kann man über das Bios das Mainboard mit der Festplatte 
oder SSD verdongeln, so dass der Rechner bei einem Austausch derselben 
nicht mehr startet. Das wäre bei Bedarf relativ unproblematisch auf 
CD-ROM, RAM, Akku und alles andere was eine Seriennummer hat 
auszudehnen.

Üblicherweise kann man die Bindung über das Bios (nach Eingabe des 
Bios-Passwortes) aufheben und neu setzen. Es wäre aber durchaus denkbar, 
dass Hersteller zukünftig dafür ein eigenes Passwort verwenden, dass dem 
Kunden nicht bekannt ist.

von A. K. (prx)


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soul e. schrieb:
> Das gibts bei Windows-PCs auch, nennt sich "Trusted Platform Module"

Danke, So ists richtig geschrieben. Auch wenn in manchem PC vielleicht 
auch ein wenig Chinesische Medizin steckt. ;-)

von MaierMüllerSchulz (Gast)


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A. K. schrieb:
> ... im Rahmen gängiger Einsatzlebensdauer ...

Sehr fortschrittliche und universelle Formulierung.

> Wie sieht das denn bei Apple bisher so aus?

... "dass Apple seine Hardware nach einigen Jahren als "obsolet" erklärt 
und dann selbst keine Reparaturen mehr anbietet"

https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/T2-im-Mac-Apple-bestaetigt-Reparaturvernagelung-per-Chip-4219472.html

A. K. schrieb:
> ... im Interesse vieler Kunden ...

Genau !

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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soul e. schrieb:
> durchaus denkbar,
> dass Hersteller zukünftig dafür ein eigenes Passwort verwenden,
> dass dem Kunden nicht bekannt ist.

dann gibts entspr. Infos im Web.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo A. K.

A. K. schrieb:

> Sicherheit von Datenklau und freier Zugang zu Hardware und jedweder
> Systemsoftware schliessen sich aus. Wer Komponenten ad libitum
> austauschen kann, kann auch welche einbauen, die ein wenig mitteilsamer
> oder von aussen zugänglicher sind, als der Besitzer des Gerätes es gerne
> hätte.

Richtig. Aber umgekehrt wird auch ein Schuh daraus.....Datenschutz steht 
auch teilweise im Widerspruch zur Datensicherheit.

Datenschutz bedeutet Daten vor fremden unauthorisierten Zugriff zu 
schützen und Datensicherheit bedeutet, Daten so abzulegen, dass man 
immer wieder darauf zugreifen kann und sie nicht zerstört sind.

Wenn ich aber meine Daten mit einer guten Verschlüsselung sehr sicher 
vor fremden Zugriff beware, habe ich selber auch keine Chance mehr, 
darauf zuzugreifen, wenn ich das Password verloren habe.

Wenn ich meine Daten, um sie vor Verlust zu schützen, rendundant an 
mehreren Orten ablege, besteht auch eine erheblich größere Gefahr, dass 
unauthorisierte Personen sich Zugang dazu verschaffen können.

Ein dritter Punkt ist die Autorisierung von Daten: Hierbei kann ich die 
Daten vor Verlust schützen und anderen Zugang dazu gewähren, aber 
sicherstellen, dass sie nicht manipuliert werden oder irgendetwas 
untergeschoben wird.

Das ist alles gegeneinander abzuwägen. Für mich persönlich in meiner 
Situation ist der letzte Punkt der wichtigste.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von A. K. (prx)


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MaierMüllerSchulz schrieb:
>> ... im Rahmen gängiger Einsatzlebensdauer ...
>
> Sehr fortschrittliche und universelle Formulierung.

Dann such dir halt eine bessere. Aber nicht übertreiben. 10 Jahre für 
ein Gerät, dass nach 6 Jahren zu 95% im Schrott endet, wäre vom 
Hersteller zu viel verlangt, also auch eine Umweltsünde im Sinn dieses 
Threads.

Denn das sollten jene beachten, die aus Umweltsicht ihr Gerät 10 Jahre 
betreiben wollen und vom Hersteller für diese 10 Jahre 
Ersatzteilverfügbarkeit fordern: Der muss die nämlich die Ersatzteile 
innerhalb des kurzen Herstellungszeitraums auf Halde fertigen, um ggf. 
die Hälfte davon nach den 10 Jahren in den Müll zu werfen, wenn das Zeug 
zu selten verreckte.

von wutz (Gast)


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Es kann hier nur eine politische Lösung geben. Knallhart per Gesetz.

von A. K. (prx)


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wutz schrieb:
> Knallhart per Gesetz.

Vorschlag?

von wutz (Gast)


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A. K. schrieb:
> wutz schrieb:
>> Knallhart per Gesetz.
>
> Vorschlag?

Akkuformen vereinheitlichen + müssen austauschbar sein. Es dürfen keine 
Maßnahmen ergriffen werden, welche absichtlich die Reparierbarkeit 
verschlechtern."Schickes" Design hat per Gesetz eine niedrigere 
Priorität.
Das Gesetz muss international gelten.

von Thomas M. (langhaarrocker)


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Bernd W. schrieb:
> Datenschutz bedeutet Daten vor fremden unauthorisierten Zugriff zu
> schützen und Datensicherheit bedeutet, Daten so abzulegen, dass man
> immer wieder darauf zugreifen kann und sie nicht zerstört sind.

Das führe ich direkt mal weiter. Der Hersteller stellt sicher, dass Du 
bein 'Deinem' Gerät mit Deinen Daten nicht mal ein Verschleißteil 
wechseln kannst. Damit ist die Datensicherheit für diesen Ablageort 
schon mal im Ar***. Als einzige Lösung forciert Dich der Hersteller 
SEINE Cloud als 'sicheren' Ablageort zu verwenden. Damit entmündigt ... 
äh ... er nimmt Dir die Bürde ab für den Datenschutz zu sorgen. Für 
diese Dienstleistung wird natürllich ein gewisses Daten-Schutzgeld 
fällig ...

Er hat Dich bei den Eiern wie eine italienische Organisation!

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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als erstes dass es möglich sein muss, die Geräte
ohne viel Firlefanz zu öffnen.

von Mathias U. (munter)


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...z.B. indem man keine eigenen Schrauben(-köpfe) für seine Geräte 
entwickelt...

https://en.wikipedia.org/wiki/Pentalobe_security_screw

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ach das' doch noch noch das kleinste Übel.
da feilt man sich nen Schraubendreher zurecht, dann isses offen.

von A. K. (prx)


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wutz schrieb:
> Akkuformen vereinheitlichen + müssen austauschbar sein

Nichts gegen Standardisierung von Akkus. Da könnte man so ein halbes 
Dutzend Bauformen definieren.

Es geht bei der Sache mit dem T2 Chip aber nicht nur um den Akku, 
sondern auch um andere Komponenten - frag mich nicht um welche. Wenn man 
versuchen sollte, die diversen Komponenten von Handys und Laptops 
staatlich vorzuschreiben, werden Veggie-Days für 365 Tage im Jahr ein 
Lufthauch gegenüber der Reaktion, die dich dann erwartet. ;-)

> Das Gesetz muss international gelten.

Wie wärs am Anfang man mit der EU? Weltweite Gesetze gibt nicht so 
viele. Innerhalb der EU müsste das ohnehin über die EU gehen, lokal ging 
nicht.

von A. K. (prx)


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Thomas M. schrieb:
> Das führe ich direkt mal weiter. Der Hersteller stellt sicher, dass Du
> bein 'Deinem' Gerät mit Deinen Daten nicht mal ein Verschleißteil
> wechseln kannst. Damit ist die Datensicherheit für diesen Ablageort
> schon mal im Ar***.

Nicht doch. Daten an die niemand ran kommt, sind die sichersten. ;-)

von A. K. (prx)


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A. K. schrieb:
> Es geht bei der Sache mit dem T2 Chip aber nicht nur um den Akku,
> sondern auch um andere Komponenten - frag mich nicht um welche.

Sowas wie Hauptplatine, Top-Case, Tastatur, Touchpad, Touch-ID-Einheit. 
Laut: https://www.computerbase.de/2018-11/t2-chip-reparatur-macbook-mac/

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo

In diesem Kontext vieleicht interessant:

Auf dem Bundesparteitag der Piraten am 17. Nov. 2018 wurde ein Antrag 
mit dem Antragstitel "Förderung freier Hardware" (GP002) einstimmig 
angenommen.

Der Antrag: 
https://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2018.2/Antragsportal/GP002

Als Antragsbegründung steht dort:
Zitat
In einer Zeit der hardwareseitigen Spionage (etwa in der Intel 
Management Engine) ist es wichtig geworden, dass nicht nur die Software, 
die von öffentlichem Geld finanziert wird, sondern auch die Hardware, 
unter der sie läuft, nicht aufgrund ihrer Beschaffenheit als Blackbox 
von einem einzigen Hersteller abhängt. Wir als Piraten sollten uns 
ebenso für offene Hardware, etwa OpenPOWER-, SPARC- und MIPS-Prozessoren 
statt AMD und Intel, einsetzen. Zudem ist uns eine Präzisierung des 
gemeinschaftlichen Gedankens hinter dem Unterkapitel 4.2.2 wichtig, das 
Wort "kollektiv" erscheint uns dabei nicht passend.
Zitatende

Es machen sich also auch noch andere Leute darum einen Kopf.

Offene Hardware würde u.U. auch Reparaturen und ein Recyceln oder besser 
noch eine Umnutzung erleichtern.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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offene PKW Steuergeräte.
Oder warum kann ich mir für den Preis eines Steuergerätes
3 PCs kaufen, die jeweils mehr Rechenleistung als ein Steuergerät 
bringen?

's reicht ja oft schon,
wenn man die Bezeichnungen von ICs nicht mehr wegdremeln dürfte

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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● J-A V. schrieb:
> Oder warum kann ich mir für den Preis eines Steuergerätes
> 3 PCs kaufen, die jeweils mehr Rechenleistung als ein Steuergerät
> bringen?

Vielleicht wegen der Ersatzteilverfügbarkeit und der höheren 
Testaufwände?

Ich möchte mein Leben nicht an ein DIY Kit von Aliexpress hängen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Stefanus F. schrieb:
> Ich möchte mein Leben nicht an ein DIY Kit von Aliexpress hängen.

wieso glaubst Du dass ich jetzt SOWAS gemeint hatte?

Warum müsst Ihr immer so derartig übertreiben?

: Bearbeitet durch User
von Tobias (Gast)


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Wenn ich Kommentare, wie den erste hier, höre wird mir schlecht:
"solange Staaten dies zulassen,
will ich KEIN Wort über Umweltschutz hören."

Staaten mit einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, also quasi 
alle,werden das immer zulassen (müssen)! Das ist das Prinzip. 
Veränderungen können zumindest in Demokratien, nur von "unten" erfolgen. 
Das erkennen der Probleme und der Wille zur Veränderung erfolgt immer 
von "unten".
Zitat: "..will ich kein Wort über XYZ mehr hören": diese Niveau einer 
nicht Konversation ist einfach unerträglich!
Setzen 6! Thema verfehlt!

von Alex G. (dragongamer)


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Tobias schrieb:
> Wenn ich Kommentare, wie den erste hier, höre wird mir schlecht:
> "solange Staaten dies zulassen,
> will ich KEIN Wort über Umweltschutz hören."
>
> Staaten mit einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, also quasi
> alle,werden das immer zulassen (müssen)! Das ist das Prinzip.
> Veränderungen können zumindest in Demokratien, nur von "unten" erfolgen.
> Das erkennen der Probleme und der Wille zur Veränderung erfolgt immer
> von "unten".
> Zitat: "..will ich kein Wort über XYZ mehr hören": diese Niveau einer
> nicht Konversation ist einfach unerträglich!
> Setzen 6! Thema verfehlt!
Da hast du im Prinzip sicherlich Recht, aber hoffe du deutest damit 
nicht an, dass man nach einem anderen System als Kapitalismus verlangen 
sollte.
Hat man oft genug "von unten" versucht und dann waren recht bald einige 
"von unten", "ganz oben" und wie die Geschichte dann jedes mal geendet 
hat, ist dir sicherlich bekannt.


Mich persönlich regt an dem Spruch da eher auf, dass das gleichbedeutend 
ist mit "Weil WX schlimm ist, sollte YZ sowieso nicht verbessert werden" 
was einfach nur eine Entschuldigung dafür ist, nichts zu tun.

von Percy N. (vox_bovi)


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Tobias schrieb:

> Veränderungen können zumindest in Demokratien, nur von "unten" erfolgen.
> Das erkennen der Probleme und der Wille zur Veränderung erfolgt immer
> von "unten".

... soweit "die da oben" beides zulassen.

Die immer weitere Spreizung der sozialen Schere im wirtschaftlichen 
Bereich ist schon länger öffentliches Thema;  die Ungleichheit der 
Bildungschancen  (die ja Voraussetzung für das Erkennen von Problemen 
sind) ist erst neuerdings etwa einmal pro Jahr auf dem Tapet.

In einem anderen Thread hat sich ein Forist gebrüstet, durch bewusste 
Ernährung können et über 1.500,00 € pro Jahr sparen. Ich habe dies zum 
Anlass genommen, mir einmal den "Warenkorb" der Grundsicherung 
anzusehen. Für Lebensmittel sind dort pro Monat 137,66 £ vorgesehen, was 
etwa, auf das Jahr gerechnet, etwa der Ersparnis unseres Asketen 
entspricht. Also keine fünf Euro pro Tag!
Für Bildung hingegen sind 1,01 € angesetzt - pro Monat!

Die Prioritäten sind hieraus wohl klar ersichtlich. Woher der allseits 
bejammerte Fachkräftemangel rühren könnte, wohl auch.

Aber in diesem Klima gedeiht weder Volksbildung noch informierte 
Entscheidung des angeblichen Souveräns - die Profiteure des status quo 
können beruhigt schlafen!

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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So einfach ist es auch nicht. Neben Bildungsmöglichkeiten gehört auch 
immer noch der Bildungswille hinzu.
Sicher sind die Zustände in Deutschland nicht rosig, aber überlegt mal 
auf welchem Niveau gejammert wird. Es geht dann auch gerne um die 
Sauberkeit der Schulbusse, des Zustandes der Fussböden in den 
Klassenzimmern/Toiletten/Tapeten.

Ich habe jetzt alle 3 Kinder durch die Schulzeit hindurch und möchte 
behaupten, dass es nicht prinzipiell an den Möglichkeiten liegt, auch 
mangelndes Engagement der Lehrer/Schule war eher die Ausnahme als die 
Regel.
Die einen wollen, die anderen nicht. Da hilft es auch nicht Millionen 
und Milliarden "in Bildung investieren".

von A. K. (prx)


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Das Leben an den Extremen scheint einfacher zu sein als mittendrin. Ist 
alles erlaubt, kann man sich zwar beklagen, die Nutzlosigkeit ist aber 
zu offensichtlich. Ist andererseits nichts erlaubt, dann auch nicht die 
Klage. Nur mittendrin hat man überreichlich Gelegenheit, sich heute über 
zu viel Vorschriften zu beklagen, und morgen über zu wenige.

: Bearbeitet durch User
von c-hater (Gast)


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H.Joachim S. schrieb:

> So einfach ist es auch nicht. Neben Bildungsmöglichkeiten gehört auch
> immer noch der Bildungswille hinzu.
[...]
> Die einen wollen, die anderen nicht. Da hilft es auch nicht Millionen
> und Milliarden "in Bildung investieren".

Die Fakten belegen deine Meinung ganz eindeutig. Ich wünschte, es wäre 
nicht so, aber es ist ganz offensichtlich so...

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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H.Joachim S. schrieb:
> Es geht dann auch gerne um die
> Sauberkeit der Schulbusse, des Zustandes der Fussböden in den
> Klassenzimmern/Toiletten/Tapeten.

Kein Wunder, wenn die Lehrer Vorschriften machen, was in der 
Butterbrot-Dose drin sein darf und von welcher Öko Marke die 
Schreibhefte und Buntstifte sein müssen.

Da schüttle ich als Vater dann den Kopf. Schuster, bleib bei deinen 
Leisten.

von Percy N. (vox_bovi)


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H.Joachim S. schrieb:
> So einfach ist es auch nicht. Neben Bildungsmöglichkeiten gehört auch
> immer noch der Bildungswille hinzu.

Ja sicher, aber reicht denn der Wille allein?

> [...]
> Ich habe jetzt alle 3 Kinder durch die Schulzeit hindurch und möchte
> behaupten, dass es nicht prinzipiell an den Möglichkeiten liegt, auch
> mangelndes Engagement der Lehrer/Schule war eher die Ausnahme als die
> Regel.

Da hatten Deine Kinder Glück. Sowohl mit dem Elternhaus wie auch mit der 
Schule.

> Die einen wollen, die anderen nicht. Da hilft es auch nicht Millionen
> und Milliarden "in Bildung investieren".

Oh, diejenigen, die nicht wollen, kosten zunächst überhaupt kein Geld; 
später stellt sich vielleicht heraus, dass Knast die noch teurere 
Alternative ist.

Das hilft aber denen nicht, die wollen, die man aber nicht lässt. Die 
kosten zunächst auch kein Geld,  wie oben.

Die BRD hat vor ein paar Jahren den Ländern Unsummen zur Verfügung 
gestellt,  um Kinder und Jugendliche zu fördern. Das meiste Geld ging 
zurück; nicht etwa, weil man es nicht hätte haben wollen, sondern weil 
die Verwendung viel zu restriktiv beschränkt war. So hätte man zwar ein 
Grundstück für eine Kita kaufen dürfen oder eine Schule bauen, aber das 
wäre es dann schon gewesen.  Personal? Ist keine Investition, sondern 
laufende Kosten: nicht förderfähig. Ausstattung?  Klar, Tafel muss wohl 
sein, aber die Kreide kauft mal schöb selbst.  Reparatur bestehender 
baufälliger Schulen und Kitas? Woher denn ...

Und hinterher hat sich der Bund erdreistet zu behaupten, man habe den 
Ländern großzügig Geld zur Verfügung gestellt,  die hätten es aber nicht 
haben wollen.

Fast so schön wie die ein-Euro-Handys.

von Percy N. (vox_bovi)


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Stefanus F. schrieb:
> H.Joachim S. schrieb:
>> Es geht dann auch gerne um die
>> Sauberkeit der Schulbusse, des Zustandes der Fussböden in den
>> Klassenzimmern/Toiletten/Tapeten.
>
> Kein Wunder, wenn die Lehrer Vorschriften machen, was in der
> Butterbrot-Dose drin sein darf und von welcher Öko Marke die
> Schreibhefte und Buntstifte sein müssen.
>
Nimm es mir bitte nicht übel, aber mein Bildungsstand ermöglicht mir 
leider nicht, diesen Zusammenhang nachzuvollziehen. Magst Du ihn 
vielleicht so weit elaborieren, dass auch ich ihn verstehe?

> Da schüttle ich als Vater dann den Kopf. Schuster, bleib bei deinen
> Leisten.

Das ist ein Problem, das sich monetär vermutlich nicht lösen lassen 
wird.

Aber es ist interessant, wie hier sofort Lehrer-bashing erfolgt, ohne 
auf die Frage einzugehen, wem diese flächendeckende Verblödung nun 
schadet beziehungsweise nützt. Denn mein offen erklärtes Anliegen war 
die Thematisierung der Perpetuierung des status quo durch 
menschenrechtswidrige Vorenthaltung von Bildungschancen und 
Informationsmöglichkeiten.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Stefanus F. schrieb:
> Kein Wunder, wenn die Lehrer Vorschriften machen, was in der
> Butterbrot-Dose drin sein darf und von welcher Öko Marke die
> Schreibhefte und Buntstifte sein müssen.
>
> Da schüttle ich als Vater dann den Kopf.

Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Walldorfschule? Da muss 
man wohl dem Hörensagen nach mit solchen Sachen leben. Ansonsten: 
schüttele nicht den Kopf im Kämmerlein sondern bringe den Quark aufs 
Tablett. Nicht hier, sondern dort wo es was bewirken kann - in der 
betreffenden Schule.

Hier im Gymnasium sind wir schier verzweifelt an der allgemeinen 
Interessenlosigkeit, was auf die Beine zu bringen. Theater-AG lief als 
einziges erstaunlich gut, aber das war nicht mein Metier. Alles andere 
ist immer in kurzer Zeit versandet. Es ist viel cooler, sich für nichts 
zu interessieren, chillen, zocken, kiffen, saufen und follower für 
Schwachsinn zu sammeln. Und das in einer Kleinstadt - möchte gar nicht 
wissen wie es in Grossstädten aussieht. Wie man alles besser macht weiss 
ich auch nicht. Aber es ist keine Frage des Geldes, welches zusätzlich 
gestreut wird.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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H.Joachim S. schrieb:
> Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Walldorfschule?

Da würde es mich nicht wundern. Leider handelt es sich um eine ganz 
normale Städtische Grundschule.

> möchte gar nicht wissen wie es in Grossstädten aussieht.

In meinem Fall: Düsseldorf "Gurkenland", da wo fast jeder ein Eigenheim 
hat und die Kids etwa 1500 Meter mit dem BMW zur Schule kutschiert, weil 
Fahrradfahren der Schulleitung zu gefährlich ist.

Die Vorgabe zu den Heften und Stiften haben wir auch ignoriert. In den 
Geschäften diese Standteils gibt es unlackierte Buntstifte und Hefte aus 
Recycling Papier. Das muss reichen, ich gebe doch nicht den 4-Fachen 
Preis aus, nur weil da die Lieblingsmarke des Lehrers drauf steht!

Aber dass auf dem Pausenbrot nichts fettes und nichts süsses drauf sein 
darf, das geht nicht. Ebensowenig die Vorgabe, dass als Getränk nur 
Wasser, Milch und Tee erlaubt sind. Die spinnen doch!

Sollen diese Lehrer erst einmal auf ihren Kaffee verzichten, und die 
grosse Schüssel im Lehrerzimmer, voller Kekse und Marzipan.

Ich war dort einmal beim Elternsprechtag (normalerweise macht das meine 
Frau). Da wurde ich mit dem Spruch begrüsst "Sie wissen, dass ihre 
Kleidung von unterbezahlten Kindern in Indonesien gefertigt wurde, 
oder?". Ja schön, ich kann mir Peek&Cloppenburg eben nicht leisten! Da 
war ich ganz kurz davor, wieder nach Hause zu fahren.

Die Alternative wäre eine Schule gewesen, wo dem Hörensagen nach alle 
Schüler anschliessend nur für die Hauptschule taugen und Kampfkunst 
wichtiger ist, als Gehirn.

> Wie man alles besser macht weiss ich auch nicht.
> Aber es ist keine Frage des Geldes, welches zusätzlich
> gestreut wird.

Das sehe ich auch so.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5676111 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Lehrer Lämpel schrieb im Beitrag #5676111:
> Percy N. schrieb:
>> Denn mein offen erklärtes Anliegen war
>> die Thematisierung der Perpetuierung des status quo durch
>> menschenrechtswidrige Vorenthaltung von Bildungschancen und
>> Informationsmöglichkeiten.
>
> Bist Du sicher, nicht ganz schwer Einen an der Waffel zu haben?

Endlich mal jemand, der Deutsch kann. In letzter Zeit liest man fast nur 
noch das völlig hirnverbrannte "an der Klatsche". Dein korrekter Umgang 
mit der Terminologie verrät persönliche Nähe zur Materie.

> Es reicht nicht, nur wirre Gedanken zu haben -man muß auch noch unfähig
> sein, diese verständlich zu formulieren.
>
Gerade beim Thema Bildung darf man anscheinend beim Gesprächspartner 
nicht allzuviel voraussetzen.

> SCNR
>
me too

> Zum Thema: Es fehlen Lehrer. Warum, das kann man nach kurzer Zeit
> herausfinden. Ein dummes Volk läßt sich leicht steuern.

Schau an, Du hast mich ja doch verstanden, Du kleiner Schlingel!

Aber mit ein paar Lehrern, die in seit Jahren völlig baufälligen 
Behelfsbauten die plötzlich und überraschend das Schulalter erreicht 
habenden Kinderscharen unterrichten, wird es wohl nicht getan sein. Aber 
immerhin scheint man inzwischen die Digitalisierung des 
Sportunterrichtes ins Auge zu fassen, das wurde ja auch Zeit ;)))

Beitrag #5676178 wurde von einem Moderator gelöscht.
von glücklicher Weihnachtsmann (Gast)


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Percy N. schrieb:

> Die BRD hat vor ein paar Jahren den Ländern Unsummen zur Verfügung
> gestellt,  um Kinder und Jugendliche zu fördern. Das meiste Geld ging
> zurück; nicht etwa, weil man es nicht hätte haben wollen, sondern weil
> die Verwendung viel zu restriktiv beschränkt war. So hätte man zwar ein
> Grundstück für eine Kita kaufen dürfen oder eine Schule bauen, aber das
> wäre es dann schon gewesen.  Personal? Ist keine Investition, sondern
> laufende Kosten: nicht förderfähig. Ausstattung?  Klar, Tafel muss wohl
> sein, aber die Kreide kauft mal schöb selbst.

> Und hinterher hat sich der Bund erdreistet zu behaupten, man habe den
> Ländern großzügig Geld zur Verfügung gestellt,  die hätten es aber nicht
> haben wollen.


Genau, das ganze Geld muß vom Bund kommen. Die müssen gefälligst alles 
bezahlen!
Wo kommen wir denn da, hin wenn Bundesländer jetzt schon selbst die 
Kreide kaufen müssen.
Eigentlich müsste sowieso Geld an Bäumen wachsen oder vom Himmel 
regnen...

Man­no­mann, wenn man einige geistige Ergüsse hier so liest, kann man 
nur zu einem Ergebnis kommen: Wenn das Bildungssystem versagt hat, dann 
schon vor einigen Jahren. Und zwar damals, als viele der Schreiberlinge 
hier selbst die Schulbank gedrückt haben.
So doof und realitätsfern kann man doch überhaupt nicht sein.

Wie wäre es denn wenn ihr mit eurem degenerierten Nachwuchs, für dessen 
Bildung sich die Eltern wohl nur als aller letzte zuständig fühlen, in 
ein Land emigriert, in dem die paradiesischen Zustände herrschen, die 
ihr herbeiwünscht. Schwer zu finden ? Ach was.

Wenn es nach mir ginge dürften zur Abwechslung mal die Eltern selbst 
Kreide bezahlen! Und 100 Euro Schulgeld/Monat noch dazu.
Als Instandhaltungspauschale für die vom lieben Nachwuchs selbst 
herbeigeführte Sachschäden. Nein liebe Erziehungsberechtigte, auch wenn 
ihr  es kaum glauben könnt, aber Klodeckel beispielsweise, entzünden 
sich nur selten von selbst...

von Anton M. (antonm)


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Naja, ganz so einfach ist das alles nicht.
Hinsichtlich Obsoleszenz und Reparierbarkeit gibt es einen lesenswerten 
Artikel in der neuen Elektor 1/2/19 von einem Entwickler für 
Mobiltelefone.
Fazit: Reparatur-Schwierigkeiten gehen nicht auf böse Absichten der 
Hersteller sondern auf die Forderung der Verbraucher nach schönen und 
günstigen Geräten zurück sowie hohe Schadenersatzansprüche an Hersteller 
bei missglückten Reparaturversuchen.

von Percy N. (vox_bovi)


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glücklicher Weihnachtsmann schrieb:
> Percy N. schrieb:
>
>> Die BRD hat vor ein paar Jahren den Ländern Unsummen zur Verfügung
>> gestellt,  um Kinder und Jugendliche zu fördern. Das meiste Geld ging
>> zurück; nicht etwa, weil man es nicht hätte haben wollen, sondern weil
>> die Verwendung viel zu restriktiv beschränkt war. So hätte man zwar ein
>> Grundstück für eine Kita kaufen dürfen oder eine Schule bauen, aber das
>> wäre es dann schon gewesen.  Personal? Ist keine Investition, sondern
>> laufende Kosten: nicht förderfähig. Ausstattung?  Klar, Tafel muss wohl
>> sein, aber die Kreide kauft mal schöb selbst.
>
>> Und hinterher hat sich der Bund erdreistet zu behaupten, man habe den
>> Ländern großzügig Geld zur Verfügung gestellt,  die hätten es aber nicht
>> haben wollen.
>
>
> Genau, das ganze Geld muß vom Bund kommen. Die müssen gefälligst alles
> bezahlen!
> Wo kommen wir denn da, hin wenn Bundesländer jetzt schon selbst die
> Kreide kaufen müssen.
> Eigentlich müsste sowieso Geld an Bäumen wachsen oder vom Himmel
> regnen...
>
Noch schöner kann man das Thema eigentlich kaum verfehlen. Es ging 
keineswegs darum, den Ländern ein paar Zentner Kreide zu stiften, 
sondern darum, dass der Bund sich wahrheitswidrig berühmt, den Ländern 
riesige Finanzmittel angeboten zu haben, die diese angeblich abgelehnt 
hätten

> Man­no­mann, wenn man einige geistige Ergüsse hier so liest, kann man
> nur zu einem Ergebnis kommen: Wenn das Bildungssystem versagt hat, dann
> schon vor einigen Jahren. Und zwar damals, als viele der Schreiberlinge
> hier selbst die Schulbank gedrückt haben.
> So doof und realitätsfern kann man doch überhaupt nicht sein.
>
Leider doch, das beweist schon Dein verständnislos Geschreibsel.

> Wie wäre es denn wenn ihr mit eurem degenerierten Nachwuchs, für dessen
> Bildung sich die Eltern wohl nur als aller letzte zuständig fühlen, in
> ein Land emigriert, in dem die paradiesischen Zustände herrschen, die
> ihr herbeiwünscht. Schwer zu finden ? Ach was.
>
Du verwechselt da etwas. Der degenerierende Nachwuchs wird mit dem SUV 
durch die Gegend gefahren, jeden Tag zur Schule und auch wieder zurück 
sowie einmal die Woche zum Reiten und einmal zum Ballett oder Schwimmen, 
denn das Kind braucht ja Bewegung. Bereits degeneriert sind die 
dazugehörigen Eltern.

Genau diese Leute bräuchten gewiss keine finanzielle Unterstützung, aber 
dafür möglicherweise intensive Betreuung durch das Jugendamt, und zwar 
von Amts wegen!

Was Du völlig übersiehst, sind die Kinder, die von ihren Eltern trotz 
Begabung keine Unterstützung erhalten können, weil diesen ebenfalls 
jedwede Bildungschance vorenthalten wurde. Im Gegensatz zu den 
Helikopter-Eltern mut dem SUV haben diese nämlich nicht die Möglichkeit, 
ihr Kind in eine teure Nachhilfeschule zu stecken, die vom Geld ihrer 
Eltern so ausgerüstet wurde, wie es jede Schule aus Steuermitteln sein 
sollte.

> Wenn es nach mir ginge dürften zur Abwechslung mal die Eltern selbst
> Kreide bezahlen! Und 100 Euro Schulgeld/Monat noch dazu.

Haben Deine Eltern das für Dich bezahlt?  Nein? Dann zahle Du das jetzt 
nicht nur für Deine Kinder, sondern auch für jeweils eine Mitschüler aus 
weiger lestusfähiger Familie.

> Als Instandhaltungspauschale für die vom lieben Nachwuchs selbst
> herbeigeführte Sachschäden. Nein liebe Erziehungsberechtigte, auch wenn

Meinst Du Sorgebrechtigte?

> ihr  es kaum glauben könnt, aber Klodeckel beispielsweise, entzünden
> sich nur selten von selbst...

Nein, sowas: Du hast es tatsächlich geschafft, doch noch eine wahre 
Aussage unterzubringen.

Das passt Dir alles nicht? Oh weh!
Hier wende sich der Gast mit Grausen!

von Percy N. (vox_bovi)


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Anton M. schrieb:

> Fazit: Reparatur-Schwierigkeiten gehen nicht auf böse Absichten der
> Hersteller sondern auf die Forderung der Verbraucher nach schönen und
> günstigen Geräten zurück sowie hohe Schadenersatzansprüche an Hersteller
> bei missglückten Reparaturversuchen.

Du möchtest hoffentlich nicht erreichen, dass jetzt alle glauben, aus 
diesem Grund müsse ein zerbrochener Drehteller den wirtschaftlichen 
Totalschaden eines Mikrowellenherdes bedeuten.

von Anton M. (antonm)


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Percy N. schrieb:
> Du möchtest hoffentlich nicht erreichen, dass jetzt alle glauben, aus
> diesem Grund müsse ein zerbrochener Drehteller den wirtschaftlichen
> Totalschaden eines Mikrowellenherdes bedeuten.

Sorry für den Show-Stopper in der Filterblase böse Hersteller, böser 
Staat.
Wer die Schlagfrequenz neuer Produkte verfolgt wird kaum erwarten dass 
Hersteller eine teure, immer längere Ersatzteilhistorie pflegen.
Letztlich entscheidet die Masse an Kunden mit ihren Kaufentscheidungen.
Ja, manchmal läuft das auch auf Wahnsinn hinaus.
Meine Mikrowelle hält aber nun schon fast 10 Jahre und mit dem 
Drehteller bin ich immer pfleglich umgegangen :)

von Lehrer Lämpel (Gast)


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glücklicher Weihnachtsmann schrieb:

> Wie wäre es denn wenn ihr mit eurem degenerierten Nachwuchs, für dessen
> Bildung sich die Eltern wohl nur als aller letzte zuständig fühlen, in
> ein Land emigriert, in dem die paradiesischen Zustände herrschen, die
> ihr herbeiwünscht. Schwer zu finden ? Ach was.
>
Da hast Du Recht, so ein Land ist wirklich nicht schwer zu finden:

China, dicht gefolgt von Finnland, Südkorea, Kanada und Japan.

Zitat von hier:
https://www.bildungsxperten.net/wissen/der-deutsche-bildungsstand-im-internationalen-vergleich/

Einen weiteren Vergleichsindikator für den Bereich der Schulbildung 
stellt der Prozentsatz der 20-24-jährigen dar, die einen Sekundarstufe 
II Schulabschluss vorweisen können – also einen Hauptschulabschluss oder 
höher. Hier hinkte Deutschland 2005 mit 71% knapp dem EU-Durchschnitt 
von 77% hinterher. Zu den Spitzenreitern in dieser Kategorie gehören zum 
Beispiel die Slowakei, Slowenien und Tschechien, die jeweils eine Quote 
von mehr als 90% vorweisen können.

Ende der Sendung.

von A. K. (prx)


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Statistiken über Abschlüsse wunschgemäss zu tunen ist einfach. Man 
schraubt etwas an den Anforderungen und schon sehen die Zahlen ganz 
anders aus.

Wobei ich niemandem etwas in die Schuhe schieben will. Nur traue ich 
deshalb solchen Vergleichen nicht. Egal ob sie in die Erwartungshaltung 
passen oder nicht.

von Alex G. (dragongamer)


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Eigenartig. Wer wohl diese 29% ohne Abschluss sind?
Ich kenne z.B. keinen einzigen.
Auf alle Leute >15 gerechnet haben allerdings 92% einen Abschluss: 
http://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/01%20Bildungsstand.pdf

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Anton M. schrieb:

> Sorry für den Show-Stopper in der Filterblase böse Hersteller, böser
> Staat.

Wenn ich jetzt Deine Blase "der Markt erzwingt Unvernunft" angestochen 
haben sollte, tut mir das kein bisschen leid, aber darauf mag ich nicht 
hoffen.

> Wer die Schlagfrequenz neuer Produkte verfolgt wird kaum erwarten dass
> Hersteller eine teure, immer längere Ersatzteilhistorie pflegen.

Das ist eine Frage des Einzelfalles. Ein BC 547 ist seit Jahrzehnten an 
jeder zweiten Straßenecke verfügbar.  Das Headset eines Galaxy S3 
unterscheidet sich nicht von dem eines S7. Sennheiser hat Jahrzehnte 
Ersatzteile für seine Kopfhörer geliefert, zuletzt sind die für den HD 
414 etwas teuer geworden. Nach 50 Jahren!

> Letztlich entscheidet die Masse an Kunden mit ihren Kaufentscheidungen.
> Ja, manchmal läuft das auch auf Wahnsinn hinaus.

Warum jeder Mikrowellenherd mit 30 Liter Garraum seinen eigens designten 
Drehteller brauchen sollte, ist kaum darstellbar. Btw: Bei Ford konnte 
man recht lange die Motore ebenso wie zB die Bremsanlage oder die Sessel 
problemlos zwischen den Modellreihen tauschen, bei der Kardanwelle 
konnte es schwierig werden.

> Meine Mikrowelle hält aber nun schon fast 10 Jahre und mit dem
> Drehteller bin ich immer pfleglich umgegangen :)

Ja, ich auch. Meine Umzugsleute leider nicht. Und da ich auch deren 
Haftpflichtversicherung bezahlen darf, trifft mich hinten herum auch der 
Versicherungsschaden.

von void (Gast)


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Lehrer Lämpel schrieb:
> Prozentsatz der 20-24-jährigen dar,
> die einen Sekundarstufe II Schulabschluss vorweisen können
> – also einen Hauptschulabschluss oder höher.

Ist das nicht falsch? Einen Abschluss der Sekundarstufe II ist die 
Jahrgangsstufe der weiterführenden Bildung (Level 3 der ISCED)
 - die gymnasiale Oberstufe
 - die berufsbildenden Schulen
 - die Weiterbildungsschulen für Erwachsene (Abendschulen und Kollegs)
siehe 
https://de.wikipedia.org/wiki/Sekundarstufe_II#/media/File:Deutsches_Bildungssystem-quer.svg


Einen Abschluss der Sekundarstufe I - Hauptschule nach 10. Klasse oder 
höher
mit evtl. Qualifikation zur Sekundarstufe II wurde hier wohl 
verwechselt. Das würde auch unterschiedliche erreichte Quoten erklären.

von Alex G. (dragongamer)


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void schrieb:
> Lehrer Lämpel schrieb:
>> Prozentsatz der 20-24-jährigen dar,
>> die einen Sekundarstufe II Schulabschluss vorweisen können
>> – also einen Hauptschulabschluss oder höher.
>
> Ist das nicht falsch? Einen Abschluss der Sekundarstufe II ist die
> Jahrgangsstufe der weiterführenden Bildung (Level 3 der ISCED)
>  - die gymnasiale Oberstufe
>  - die berufsbildenden Schulen
>  - die Weiterbildungsschulen für Erwachsene (Abendschulen und Kollegs)
> siehe
> 
https://de.wikipedia.org/wiki/Sekundarstufe_II#/media/File:Deutsches_Bildungssystem-quer.svg
>
>
> Einen Abschluss der Sekundarstufe I - Hauptschule nach 10. Klasse oder
> höher
> mit evtl. Qualifikation zur Sekundarstufe II wurde hier wohl
> verwechselt. Das würde auch unterschiedliche erreichte Quoten erklären.
Das passt dann exakt zu meienr Quelle und zeigt dass es wohl in der 
ganzen Generation konstant geblieben ist.
Berufsabschluss oder höher liegt da bei 72%.

In Slovenien und Co. gibt es wahrscheinlich keine allgemeinbildende 
Hauptschule wie bei uns, sondern es ist gleich eine Berufsausbildung in 
irgendeine Richtung.
Eine Berufsausbildung gesetzlich verpflichtend zu machen (nicht nur 
besagte allgemeine Bildung wie hierzulande) ist allerdings durchaus eine 
Überlegung wert. Nur müssen dafür Ausbildungsplätze her die der 
Betreffende nicht aus eigener Tasche zahlen muss wie es häufig der Fall 
ist...

: Bearbeitet durch User
von Anton M. (antonm)


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Christoph B. schrieb:
> Elektronik im Consumerbereich wird schnelllebiger. Besonders bei
> Smartphones geht der Trend immer mehr zu Neukauf statt Reparatur.

Nicht nur bei Smartphones. Nachdem Elektronik generell immer kleiner und 
billiger wird macht auch die Reparatur gegenüber dem einfachen Austausch 
immer weniger Sinn. Meist ist Neuware beim Fortschritt dieser Tage auch 
technisch besser und leistungsfähiger. Viel wichtiger wird dagegen die 
Frage des ordnungsgemäßen Recycling. Wo man günstig reparieren kann 
sollte man das natürlich tun- wer darauf Wert legt sollte auch vor dem 
Kauf ein Auge drauf haben und den ein oder anderen Euro mehr 
investieren.  Hinterher aber von hoher moralischer Warte ohne jedes 
Gefühl der Eigenverantwortung für seine (günstige) Kaufentscheidung 
herumzujammern ist schon ziemlich wohlfeil und mit dem Anspruch,  es 
dürfe ja nichts kaputtgehen und alles easy reparierbar sein, reichlich 
vermessen und praxisfern.

von Käsebier (Gast)


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Weshalb sollte jeder Depp gebildet werden? Das kostet nur Geld, das wird 
woanders gebraucht. Das System ist nicht für die breite Volksmasse 
errichtet worden.

von Alex G. (dragongamer)


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Käsebier schrieb:
> Weshalb sollte jeder Depp gebildet werden? Das kostet nur Geld, das wird
> woanders gebraucht. Das System ist nicht für die breite Volksmasse
> errichtet worden.
Um es in deinem gleichen kursichtigen Tonfall zu sagen: Weil die 
ungebildeten dann dem Steuerzahler auf der Tasche liegen...

Oder willst du das Sozialsystem auch abschaffen?

von Käsebier (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Um es in deinem gleichen kursichtigen Tonfall zu sagen:
     Das war beabsichtigt.

> Oder willst du das Sozialsystem auch abschaffen?
     Schau dich um, das ist längst im Niedergang begriffen.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Käsebier schrieb:
> Schau dich um, das ist längst im Niedergang begriffen.

Nicht nur das, es liegt sogar in den letzten Zügen, schau dich bei 
unseren Nachbarn um, die sind schon ein Stück weiter.
Imm Moment profitieren wir noch von einem erstaunlich stabilen 
Wirtschaftslage, das wird aber nicht so bleiben. Ich sehe keinen Grund 
mehr, warum Deutschland weiterhin eine rel. weit vorn stehende 
Industrienation bleiben sollte. Der Technologieausverkauf hat längst 
beängstigende Züge angenommen, neue Technologien finden woanders statt.
Ausser Anspruchsdenken sehe ich nicht mehr viel. Rechte statt Pflichten, 
Bürokratie und Kontrolle ohne Ende, ein Brückenbau braucht 15 Jahre 
Genehmigungsverfahren und wird am Ende durch eine einmal gesichtete 
(oder ausgesetzte) Fledermaus vom Tisch gewischt, von Bahnhöfen oder 
Flugplätzen will ich gar nicht reden. Europa funktioniert nicht, weil 
immer noch nationale Bedenken/vermutete Nachteile  blockieren. 
Stromtrassen lassen sich nicht bauen.
Kurz: wir sind eigentlich im Arsch, die meisten wissen es aber noch 
nicht.
Früher nannte man so ein Verhalten Dekadenz.

von Alex G. (dragongamer)


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Sind wir also mal wieder beim Thema "Deutschland ist scheisse und/oder 
dem Untergagng geweit" angekommen?

: Bearbeitet durch User
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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H.Joachim S. schrieb:
> ein Brückenbau braucht 15 Jahre Genehmigungsverfahren

jaja Infrastruktur...

Ich kam grad aus Dänemark wieder.
selbst die kleinsten Strassen sind in bestem Zustand.
Es fühlt sich dort so an, als könnte man
einen gut gefüllten Kaffeebecher in den Halter stellen,
und wenn ich von Hanstholm nach Rudbøl(keine Autobahn) fahre,
schwappt der nicht einmal über.

Kaum ist man wieder über die Grenze nach D zurückgekommen,
sind die Strassen nur noch ein einziges Gerumpel.
bisweilen nur noch Krümel.

Man kann mittlerweile schauen wohin man will:
Deutschland hinkt hinterher.

von Leichenbitter (Gast)


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● J-A V. schrieb:
> Ich kam grad aus Dänemark wieder.
> selbst die kleinsten Strassen sind in bestem Zustand.

> Kaum ist man wieder über die Grenze nach D zurückgekommen,
> sind die Strassen nur noch ein einziges Gerumpel.

Ist mal jemandem in den Sinn gekommen, dass sich die fette Überschrift 
über solchen Zuständen UNTERSCHLAGUNG nennt? Ich sehe es so, dass die 
Steuern zwar erhoben, aber nicht an die Kostenstellen weitergegeben 
werden. Das ist definitiv Betrug am Steuerzahler. Nur leider ist weder 
Kläger noch gewillter Richter da. Hätte Deutschland das Geld, dass seine 
Steuerbürger erwirtschaften, wäre Deutschland nicht eins der ärmsten, 
sondern reichsten Länder der Welt.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Anton M. schrieb:
> Meist ist Neuware beim Fortschritt dieser Tage auch
> technisch besser und leistungsfähiger.

Das mag auf Smartphones/Computer zutreffen.

Aber bei Haushaltsgeräten ist es ganz sicher umgekehrt. Da sehe ich in 
den letzten 20 Jahren keinen nennenswerten Fortschritt. Leider werden 
auch diese Geräte nur noch für kurze Nutzungsdauer gestaltet.

von A. K. (prx)


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Alex G. schrieb:
> Sind wir also mal wieder beim Thema "Deutschland ist scheisse und/oder
> dem Untergagng geweit" angekommen?

Sobald Wechselakkus vorgeschrieben werden wird alles besser. ;-)

Aber was will man machen. Elektroniker sind halt anfällig für bipolare 
Störungen.

: Bearbeitet durch User
von Leichenbitter (Gast)


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H.Joachim S. schrieb:
> Europa funktioniert nicht, weil immer noch nationale
> Bedenken/vermutete Nachteile blockieren.
> Früher nannte man so ein Verhalten Dekadenz.

O je, diese Träume. Kunstworte wie "nationale Bedenken" sind bösartigste 
Auswüchse eristischer Dialektik, geschaffen von linksgrünen 
Bürgerbetrügern, um jahrhundertealte, solide soziale und wirtschaftliche 
Standards aus der Laune raus vollkotzen zu dürfen.

Europa funktioniert deswegen nicht, weil fast alle Obrigen in die eigene 
Tasche arbeiten, bzw. die ihrer Shareholder. Mit Dekadenz hat das noch 
nichts zu tun. Dekadenz kommt erst dann, wenn den Bauernfängern in 
Berlin und Brüssel bewusst wird, was sie getan haben. Aber dann kommt es 
ganz dick: Dann wird ein ganzer Kontinent ohne Führung sein.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Leichenbitter schrieb:
> UNTERSCHLAGUNG nennt? Ich sehe es so, dass die
> Steuern zwar erhoben, aber nicht an die Kostenstellen weitergegeben
> werden. Das ist definitiv Betrug am Steuerzahler.

es werden schon noch Strassen gebaut.
Aber eher bestehende AUSgebaut.
Dort mus man ja keine Umweltschäden befürchten.
Fledermäuse findet man dort ja eh nicht.

Mit diesen Ausbauten brüstet man sich dann, wat man geleistet hat

von Leichenbitter (Gast)


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● J-A V. schrieb:
> es werden schon noch Strassen gebaut.

Nicht verstanden? Der Tatbestand ist, dass Geld für angebliche Kosten 
kassiert wird, die nicht beglichen werden. Egal wohin das Geld 
letztendlich abwandert bzw. abgegriffen wird. Das Prinzip, in großem 
Stil, macht jede Privatisierung gleich 2x zum Betrug am Steuerbürger.
1. werden für ein Objekt, das längst privat finanziert wird, weiterhin 
öffentliche Steuern kassiert
2. wird öffentliches (Steuerbürger)Eigentum an privat verkauft, ohne die 
Eigentümer (die Gesamtheit des Staats, also die Bürger) zu fragen.

Der Deal ist viel dicker, als man je vermuten würde. Aktuell werden 
Billionen öffentlicher Gelder vor unseren Augen in die Taschen einiger 
weniger Privatmenschen verschoben. Nix EU! Geld abgreifen, soviel wie 
möglich, lautet die Agenda 20xx.

von Leichenbitter (Gast)


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> 2. wird öffentliches (Steuerbürger)Eigentum an privat verkauft, ohne die
> Eigentümer (die Gesamtheit des Staats, also die Bürger) zu fragen.

3. wird das privatisierte Objekt dann (wissent- und willentlich) vor die 
Wand gefahren, so dass der Steuerbürger doch wieder die Kosten trägt. Da 
er die aber sowieso trägt (Punkt 1), trägt er sie nach dem Chrash also 
2x. Und zwar ohne dass durch die Steuern der Sanierungsstau behoben 
wäre. Das ist dann die 3. Zahlung für dieselbe Sache (Beispiele? A1 
Hamburg-Bremen ... Deutsche Bahn ...)

von Percy N. (vox_bovi)


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Leichenbitter schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> es werden schon noch Strassen gebaut.
>
> Nicht verstanden? Der Tatbestand ist, dass Geld für angebliche Kosten
> kassiert wird, die nicht beglichen werden. Egal wohin das Geld
> letztendlich abwandert bzw. abgegriffen wird. Das Prinzip, in großem
> Stil, macht jede Privatisierung gleich 2x zum Betrug am Steuerbürger.
> 1. werden für ein Objekt, das längst privat finanziert wird, weiterhin
> öffentliche Steuern kassiert

Da der private Financier sich sein Engagement gern fürstlich entlohnen 
lässt, ist das nun wahrlich keine Überraschung.

Aber es stimmt schon: PPP bedeutet nicht nur public private partnership, 
sondern auch pissed poor planning.

von Leichenbitter (Gast)


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Da die Privaten ihre Kosten über die LKW-Maut abrechnen, müssten die 
Steuern für die privatisierten Autobahnen frei werden, oder die 
Steuerlast sinken. Hat davon schon jemand gehört? Ich nicht.

Es sind übrigens nicht nur zwei..drei..Autobahnen, NEIN!

In großem Stil,
der Ausverkauf Deutschlands

https://de.wikipedia.org/wiki/Privatautobahn

von Martin K. (mkmannheim) Benutzerseite


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Um auf die Smartphones zurückzukommen:

Man darf ruhig sein PHone 5 Jahre verwenden. Meines ist von 2014 und 
funktioniert noch prima. Einmal Akku getauscht.

Auch PCs muss man nicht alle 2 Jahre tauschen:
Beitrag "passende 2018er PC-Hardware unter Windows XP"

von Leichenbitter (Gast)


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Martin K. schrieb:
> Um auf die Smartphones zurückzukommen:

Ja genau. Neben TV u. Fußball das Lebenselexier des Bürgers. Die erste 
Etage steht in Flammen, na und! Geht uns nix an, wir wohnen doch 
schließlich im III. OG. Und jetzt bitte auf die Smartphones zurückkommen

von A. K. (prx)


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Martin K. schrieb:
> Auch PCs muss man nicht alle 2 Jahre tauschen:

Wenn man nicht zu den Hardcore-Gamern zählt, gibt es dafür schon lange 
keinen Grund. Wobei ein Zyklus von 2 Jahren noch nie zutraf.

von A. K. (prx)


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Leichenbitter schrieb:
> Ja genau. Neben TV u. Fußball das Lebenselexier des Bürgers. Die erste
> Etage steht in Flammen, na und! Geht uns nix an, wir wohnen doch
> schließlich im III. OG. Und jetzt bitte auf die Smartphones zurückkommen

Ich nehme am, du brüllst auch beim Einkaufen im Supermarkt permanent 
deinen Frost an der Welt raus.

von Leichenbitter (Gast)


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A. K. schrieb:

> Ich nehme am, du brüllst auch beim Einkaufen im Supermarkt permanent
> deinen Frost an der Welt raus.

Dir kommts noch! Verlass dich drauf, Herr Oberlehrer.

von A. K. (prx)


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Leichenbitter schrieb:
>> Ich nehme am, du brüllst auch beim Einkaufen im Supermarkt permanent
>> deinen Frost an der Welt raus.
>
> Dir kommts noch! Verlass dich drauf, Herr Oberlehrer.

Ist das eine Drohung?

von Leichenbitter (Gast)


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A. K. schrieb:
> Ist das eine Drohung?

Wieso, den Knall hast du doch wohl schon. Lies deinen Kommi nochmal 
gaaanz langsam durch ...

von Alex G. (dragongamer)


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Leichenbitter schrieb:
> Da die Privaten ihre Kosten über die LKW-Maut abrechnen, müssten die
> Steuern für die privatisierten Autobahnen frei werden, oder die
> Steuerlast sinken. Hat davon schon jemand gehört? Ich nicht.
Hast du die letzten Jahre gepennt? Kann zwar nicht sagen ob das an 
Autobahnen liegt, aber der Staatshaushalt ist endlich aus den Miesen 
raus gekommen!
Das ist etwas was nicht viele Rechtsstaaten (und kaum eins mit gutem 
Sozialsystem) behaupten können.

Also einiges wird auf alle Fälle richtig gemacht.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Alex G. schrieb:

> Hast du die letzten Jahre gepennt? Kann zwar nicht sagen ob das an
> Autobahnen liegt, aber der Staatshaushalt ist endlich aus den Miesen
> raus gekommen!

Das ist wahrlich kein Kunststück, wenn notwendige Instandhaltungen 
einfach nicht durchgeführt werden. Ich warte zB darauf, dass das 
Transportgeschwader der Bundeswehr einen Schnellkurs im Hitch-Hiking 
verpasst bekommt. Zu diesem Themenkomplex könnte man sich zudem fragen, 
zu welchem Zweck die Bundeswehr Fuhrpark GmbH gegründet werden musste. 
Wer hier auf die Umgehung haushaltsrechtlicher Vorschriften tippt, liegt 
vermutlich nicht völlig daneben.
Zudem hat Tom die Misere in der Vergangenheit Unsummen einfach vergeigt, 
ohne dass sich jemand groß darüber aufregen durfte.
Zur Deutschen Bank als erstklassige Geldsenke muss wohl auch nicht viel 
erzählt werden, außer vielleicht, dass Mehdorn seinen Job exakt nach den 
Vorgaben der Eigentümerin gemacht haben dürfte. Dass es trotzdem nicht 
zu einer extrem aufgeblasenen Emission zu Phantasiepreisen gekommen ist, 
dürfte schwerlich an den Herren Gottschalk oder Krug gelegen haben.

> Das ist etwas was nicht viele Rechtsstaaten (und kaum eins mit gutem
> Sozialsystem) behaupten können.
>
Warte, warte nur ein Weilchen ...

> Also einiges wird auf alle Fälle richtig gemacht.

Vermutlich, zumal hierfür die Zweckerreichung das Kriterium sein dürfte. 
Nur kennen wir den Zweck nicht zuverlässig. Ein ausgeglichener Haushalt 
als alles überragender Selbstzweck ist nicht wirklich überzeugend.

von Leichenbitter (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Hast du die letzten Jahre gepennt? Kann zwar nicht sagen ob das an
> Autobahnen liegt, aber der Staatshaushalt ist endlich aus den Miesen
> raus gekommen!
OMG

Ähhh...d das muss ander Vvollbeschäftigung liegen oder ....

***

Ich will das jetzt mal den echten Pennern erklären, das Schnarchen ist 
ja nicht auszuhalten ;) Nicht dass das vorher anders war, aber seit der 
Wende werden die Bilanzen richtig gefälscht. Kasse, Bank und 
Fremdkapital stehen auf der selben Seite der Bilanz. Langfristiges 
Fremdkapital gilt als Eigenkapital. Der EZB Anleihen"kauf" brachte und 
bringt dem Land (besser: der Regierung) Milliarden und Abermilliarden an 
liquiden Mitteln erster Güte (Bar- und Bankgeld). In derselben Höhe 
wächst das Gegenkonto: Langfristige Verbindlichkeiten (50 J. und mehr). 
gegenüber d. EZB bzw. deren Eigentümer; und wem das Wort nicht passt: 
Shareholdern.

Und jetzt meinetwegen weiterschlafen. Das Wachwerden wird für manche 
leider bitter. Vor allem für die, die sich was gespart, oder Immobilien 
haben. Die müssen schon sehr bald für den "ausgeglichenen Haushalt" 
blechen.

von A. K. (prx)


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Leichenbitter schrieb:
> Vor allem für die, die sich was gespart, oder Immobilien
> haben. Die müssen schon sehr bald für den "ausgeglichenen Haushalt"
> blechen.

Was wäre denn zu tun um das zu vermeiden?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nachdem das Thema "Umdenken bei der Reparierbarkeit von 
Consumerelektronik?" offenbar ausdiskutiert wurde, können wir den Thread 
hier schließen.

Weiteres gehört in die entsprechenden Politikforen.

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