Timm R. schrieb:> Bernd, nehmen wir mal 1000 iPhone X Besitzer, was meinst Du, wie viele> davon möchten gern den Akku selber wechseln? Nenn mal eine Zahl.
Wie brainwashed bist Du denn! Andersrum wird ein Schuh draus: Nenne mir
nur einen einzigen dieser 1000 iPhone X Besitzer, der zu einem Service
Techniker gehen würde, wenn der Akku so leicht zu wechseln wäre wie bei
einer Taschenlampe!
Werner S. schrieb:> Außerdem erklärte er der Akku ist ein Verbrauchsteil und unterliegt> nicht der Garantie.
Womit er Recht haben kann. Was der Hersteller für eine Garantie gibt,
ist dessen Sache und darauf hat der Verkäufer keinen Einfluss.
Was die gesetzliche Gewährleistung des Händlers angeht, dürfte es ihm
bei einem fest eingebauten und vom normalen Kunden nicht wechselbaren
Akku schwieriger fallen, sich rauszureden. Allerdings muss das nach den
ersten 6 Monaten nicht viel helfen.
Stefanus F. schrieb:> Aber was nicht sein darf ist nicht wahr, ich verstehe schon. So etwas in> der Art bekomme ich immer als Antwort, wenn ich eine der zahlreichen> Horrorgeschichten über Apple wiedergebe. Ich werde regelmäßig als Lügner> bezeichnet. Die selbe Strategie, die auch Apple anwendet.
Sei froh, dass Du so billig davonkommst. Früher wurden Ketzer verbrannt.
Werner S. schrieb:> Wollte der dass ich den Laptop nicht kaufe ?
Hatte er auch einen anderen Laptop im Angebot, deutlich teurer, für den
er lobendere Worte fand? ;-)
Bernd W. schrieb:> Übrigens bedeutet auch "mit Statussymbol" rumlaufen nicht, dass man> wirklich reich ist. ;O)>
Sicher. Vor längerer Zeit konnte man für beliebig viel Geld Ablassbriefe
kaufen, unabhängig davon, ob man wirklich gesündigt hatte. Wer wollte,
konnte sich auf diese Weise einen Ruf als potenter Wüstling aufbauen.
Manches ändert sich nur im Detail ...
;-)
A. K. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Sei froh, dass Du so billig davonkommst. Früher wurden Ketzer verbrannt.>> Früher? Samsung hat das beim Note versucht. ;-)
Bist Du sicher, dass die Akkus von Apple stammten? Das gibt zu denken!
A. K. schrieb:> Was die gesetzliche Gewährleistung des Händlers angeht, dürfte es ihm> bei einem fest eingebauten und vom normalen Kunden nicht wechselbaren> Akku schwieriger fallen, sich rauszureden. Allerdings muss das nach den> ersten 6 Monaten nicht viel helfen.
Immerhin sollte leichter zu beweisen sein, dass der Käufer den Akku
nicht ruiniert haben kann.
● J-A V. schrieb:> solange Staaten dies zulassen,> will ich KEIN Wort über Umweltschutz hören.
FULL ACK !!
Gilt ebenso für den kommerziellen Luftverkehr: Unnötig wie ein Kropf am
Hals und wird dennoch stetig weiter vorangetrieben, mit 2-stelligen
Zuwachsraten jährlich. Umweltschutz ist nichts anderes als Heuchelei.
Weil ihr gern von Apple schreibt: die haben ein grosses Problem, denn
laut google-Analyse suchen kaum noch Leute danach nachdem sie ein neues
Produkt in ihrer Show vorstellen.
Thomas M. schrieb:> Wenn ich könnte, würde ich ein Smartphone kaufen, das auf AA Rundzellen> läuft. Dass es sowas nicht gibt hat zu solchen völlig hirnverbrannten> Schildbürgerstreichen wie Powerbanks geführt.> Powerbanks! Echt mal, geht's noch? Einen Akku beladen mit dem man dann> Akkus belädt? Das ist technisch wie ergonomisch das Dümmste was man> erfinden kann!
Ein dickes und damit klobiges Smartphone wird keiner kaufen, wenn
daneben unzählige schicke und schlanke Flundern liegen. Du musst als
Hersteller genau das produzieren, was die Leute wollen, sonst bist du
schnell weg vom Fenster.
Die Masse der Autofahrer will heute auch keine Stoßstange mehr am Auto
sehen, obwohl dies der größte Schwachsinn aller Zeiten ist. Eine
Berührung eines Hindernisses (früher ohne Folgen) kostet heute eben mal
einen 4-stelligen Eurobetrag. Fortschritt und Schwachsinn gehören
untrennbar zusammen.
Walter S. schrieb:> Nano schrieb:>> Wenn ich dir aber alte Elkos in den gerade kaputten TV einbauen würde,>> dann würdest du das sicher auch nicht gut finden und neue Elkos>> erwarten.>> mit Sicherheit heben sie die alten Platinen nicht wegen der Elkos auf,> sondern wegen irgenwelcher ICs die nicht mehr hergestellt werden.> Wenn das IC dann eine sonst noch intakte Maschine wieder in Gang setzt> dann ist das sicher mehr wert als die 3,50DM die das IC vielleicht mal> gekostet hat.
100 Punkte, genau so war es von mir gemeint.
Mike schrieb:> Dann noch das nächste> Problem: wo bekommt man einen brauchbaren Akku her?
Das ist allerdings ein Problem. Ich wollte für mein Samsung Galaxy Note
3 nach 4 Jahren einen neuen Akku kaufen, weil der alte auf etwa 70
Prozent runter ging, Tendenz recht schnell fallend. Zum Glück eines der
letzten Geräte bei denen man noch selbst wechseln kann. Antwort der
Händler: 4 Jahre altes Gerät? Da haben wir nichts mehr. Ja wie?! Vorher
hätte ich doch keinen gebraucht, warum hätte ich da einen kaufen
sollten? Und jetzt wo ich wirklich einen brauche gibt es keinen mehr?
Und wenn dann nur einen der genauso alt ist wie meiner und genauso
schlecht? Ich bin auch für eine Standardisierung. Meinetwegen auch nur
mit 2 Drähten zum anlöten wenn die Gerätegehäuse vernünftig zu öffnen
sind.
Nano schrieb:>> Muß keiner, es gibt überaus gute Geräte in der 150 Euro Klasse.>> Das ist wahr.> Momentan scheint die Lösung alle 2 Jahre ein neues Handy für 150 € zu> kaufen die wirtschaftlichste Variante.
Das sehe ich anders. Ich kaufe dann doch lieber ein neues Topmodell was
2 Jahre auf dem Markt ist, was man für 2x 150 € bekommt und nutze dieses
dann mindestens 8 Jahre. Es ist in allen Belangen dem 150 € Gerät
weitaus überlegen und ich habe sogar 50% gespart. Insbesondere habe ich
eine wesentlich bessere Kamera.
Außerdem gibt's dafür Alternativsoftware und man kann lange auf dem
neuesten Stand bleiben, während bei den 150 € Geräten oft kein einziges
Update kommt.
Wir haben auch noch lange keinen Ressourcenmangel.
Das absolute Gegenteil muss der Fall sein.
Denn sonst würden sich alle Hersteller LÄNGST
auf viel mehr einheitliche Bauformen einigen,
einen einheitlichen Akku (oder besser eine äusserliche Akku-Form).
DANN gäbe es auch noch längere Zeit Ersatz.
was ist dagegen schon der vereinheitlichte Stecker fürs Netzteil...
● J-A V. schrieb:> Wir haben auch noch lange keinen Ressourcenmangel.> Das absolute Gegenteil muss der Fall sein.
Das ist richtig. Die Ressourcenbeschaffung ist halt so unglaublich
billig und das ist selbst unter menschenwürdigen Abbaubedingungen so.
Denke daher so schnell werden Preise auch nicht anziehen.
Jedenfalls nicht bei den Materialmengen von Kleinkram.
Ein Auto braucht schätzungsweise 5000 mal mehr Resourcen als ein phone.
> was ist dagegen schon der vereinheitlichte Stecker fürs Netzteil...
Das hat auch mehr was mit Komfort zutun. Ich kann ohne Adapterkabel auch
bei nem Kumpel das Phone laden; oder an Stationen auf Festivals.
Darum ist das auch so gut angekommen.
Beim Akku machen sich logischerweise viel weniger Leute Gedanken, weil
man damit doch nur alle 3-4 Jahre konfrontiert wird...
Das Beispiel mit dem Note 4 finde ich aber eher schlecht. Man findet
etliche Ersatzakkus im Netz zwischen 3€ und 25€ direkt von iFixit.
Alex G. schrieb:> Leute, hört auf die Zeit zurückdrehen zu wollen.
Wenn im Sommer mal 50°C die Regel sind, wirst du dir nichts sehnlicher
wünschen, als die Zeit zurückdrehen zu können.
> Das wird nicht klappen!
Stimmt, dann ist krepieren angesagt.
Aber tröste dich, das wird nur deine Kinder betreffen, also kein Grund
zur Panik und weiter so.
Ein weiteres Beispiel für schlechte Reparierbarkeit und
Ersatzteilabzocke worüber ich mich gerade ärgere:
Bei dem abgebildeten Auto-Funkschlüssel ist lediglich das kleine
Metallteil gebrochen welches den Schlüsselbart hält.
Der Schlüsseldienst konnte mir nicht helfen. Und in der Werkstatt können
die mir nur einen kompletten neuen Schlüssel bestellen für unglaubliche
150€ +30€ anlernen. WOW!
Zuhause wollte ich mir dann doch mal die im inneren werkelnde streng
geheime Elfentechnologie anschauen.
Leider wird das Kunststoffgehäuse von einem Metallstift zusammengehalten
der nach schließen des Gehäuses seitlich eingepresst wird und bündig mit
dem Gehäuse abschließt. Dabei hätte man genauso gut statt des Stiftes
eine Schraube nehmen können oder auf der anderen Seite eine Öffnung
lassen sodass man den Stift zurückschieben könnte.
Und das alles für ein lächerliches Kleinteil wo sich keiner für bücken
würde wenn es in der Montagewerktstatt mal vom Tisch fällt.
Gruß
brokenkey
Alex G. schrieb:> Beim Akku machen sich logischerweise viel weniger Leute Gedanken, weil> man damit doch nur alle 3-4 Jahre konfrontiert wird...
Beim Akku mache ich mir schon Gedanken
nämlich "Warum muss ich für diesen Wegwerf-Scheiß so viel Geld
ausgeben?"
aber ich habe keine Wahl! Praktisch jedes Smartphone hat einen anderen
Akku. Es ist unmöglich, nach 3 Jahren ein neues Smartphone zu kaufen, wo
der alte Akku rein passt.
Wie sagt man so schön? Ausnahmen bestätigen die Regel ;)
Der Akku ist aber doch Verschleissteil Nr.1. Wozu solltest du also den
Akku deines letzten Handies ins neue bauen? Ausser du hast erst
kurzfristig getauscht...
Alex G. schrieb:> Wie sagt man so schön? Ausnahmen bestätigen die Regel ;)>> Der Akku ist aber doch Verschleissteil Nr.1. Wozu solltest du also den> Akku deines letzten Handies ins neue bauen? Ausser du hast erst> kurzfristig getauscht...
Eben, genau dann. Ist mir meiner Frau passiert. Erst besorgte sie sich
einen neuen Wechselakku, zwei Wochen später zerbrach das Display.
Wenn sie wenigstens einen Fall berücksichtigen würde wie:
Akku leer? Kein Problem: Eben schnell Akku wechseln.
So richtig neu ist dieser Use Case eigentlich nicht. Nur wird der
vermieden, weil er als Seiteneffekt ja die Lebenserwartung des Geräts
entgegen der Interessen des Herstellers beeinflussen würde.
Alex G. schrieb:> Und die Designmöglichkeiten einschränken würde.
Solange zu jedem neuen Handy ein proprietärer Akku entworfen wird, sehe
ich diese Gefahr nicht. Bei den Druckern gibt es ja den gleichen
Blödsinn mit den Tonerkartuschen. Seit einigen Jahren macht leider auch
Brother dabei mit.
Percy N. schrieb:> Solange zu jedem neuen Handy ein proprietärer Akku entworfen wird, sehe> ich diese Gefahr nicht.
Zumal es kaum einen Handyakku gibt, zu dem du bei den üblichen
Verdächtigungen keinen "Original" Akku kriegst. Das scheint nicht viel
schwieriger zu sein, als ein Stück Pappe zurecht zu schneiden.
Allerdings auch nicht viel besser.
A. K. schrieb:> Zumal es kaum einen Handyakku gibt, zu dem du bei den üblichen> Verdächtigungen keinen "Original" Akku kriegst.
noch schlimmer,
der Hersteller will ja keine Lagerhaltung also gibts mit Auslaufen alter
Geräte auch bald keine Akkus mher oder wenn doch sind sie vermutlich alt
aus der ersten Serie und nur zweifelhaft brauchbar.
Für mein HTClegend bekam ich noch Ersatz vom Fremdanbieter, das
rauspopeln war schwierig trotz Wechselakku weil der Akku sich nach 8
Jahren (Bj2010) aufblähte und das Display anhob und er fest klemmte,
beim HTCone (Bj2012) würde sich vermutlich das öffnen Problem so von
selbst lösen :)))
Wenn wir keine Umwelt mehr haben, können wir unsere Banknoten und
Aktienpapiere wenigstens noch verbrennen oder aufessen. Was machen wir
mit Bitcoins?
...
...
Ich hab's: Bis dahin sind wir sicher soweit, alles viel besser Recyceln
zu können. Dann wandeln wir die Bitcoins wieder in Energie um und mit
der Energie betreiben wir unsere Replikatoren, die Lecker Essen
produzieren.
Wie war das noch mit dem Atom-Müll? Aach mennöööööö.
Stefanus F. schrieb:> Wie war das noch mit dem Atom-Müll
den kann die Erde auffressen.
Im Marianangraben. Oder vor Südamerika.
da zieht sie sich den Müll dann per Subduktion rein.
-wie im grossen Schredder.
Auch wenn ich hier nur 20% des Artikels überflogen habe, kann ich euch
allen nur zustimmen?
Woran liegt das? Ihr seid Menschen, die ihr Hirn einschalten. Dennoch
machen wir alle einen dramatischen Fehler:
Wir protestieren HIER "still".
Macht eurem Frust öffentlich, egal ob mit oder ohne Partei!
Sprechet alle Sünder, die ihr kennt drauf an und zwar immer und immer
wieder....
Wer hier resigniert und den Dummen nicht helfen will, hilft Niemanden.
Grüße David
> kann ich euch allen nur zustimmen?
Ich hoffe nicht, denn die Meinungen waren kontrovers. Wenn du allen
zustimmst, hast du einige nicht verstanden.
> Sprechet alle Sünder, die ihr kennt drauf an
Dann gebe mir mal eine Kontaktadresse. Mich interessiert insbesondere
der Mensch, der beim Samsung Galaxy A3 und bei den aktuell kaufbaren
"Nachfolgern" den fest eingebauten Akku beschlossen hat.
Alternativ-Vorschlag: Lasst und mit 10 Leuten eine Demo in Berlin
anmelden. Ich komme aber nicht mit, weil ich 100% sicher weiß, das es
keine Sau interessieren wird. Außerdem möchte ich nicht in der
Klapsmühle landen, weil ich lautstark rufe "Lasst die Akkus frei"!
Konsequent? Aber dann müsste ich ja eventuell wirklich ein weniger
schickes Gerät nehmen. Das wäre ja unbequem, das ist zu viel verlangt.
Umweltschutz ja, aber nur wenn es bequem ist - so läuft es doch in
Germany.
Vielleicht haben die Hersteller geringere Produktions- und
Entwicklungskosten bei geklebten Akkus. Den Austausch dann einfach auf
den Kunden abgeben und bezahlen lassen.
Upps schrieb:> Wir können beruhigt sein: laut Studie zerstört Kapitalismus die Umwelt> und nicht der Mensch...
Oh, da empfehle ich allen, die das sozialistische Bitterfeld seinerzeit
nicht genießen durften einen Besuch in den heutigen Arbeiter- und
Bauernparadiesen.
Luft- und Wasserqualität in China soll ja teilweise überwältigend sein.
Und die Fabriken auf Kuba (soweit vorhanden), der ökologische
Straßenverkehr-einzigartiger Umweltschutz in den dazu gehörenden
Werkstätten, sowie der Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft... Ich
wünsche guten Appetit!
Das Problem ist dass die sozialistisch orientierte Wirtschaften bis lang
praktisch immer am Limit liefen. Entweder weil es sonst noch weniger für
die Bürger reicht (Sowjetunion) oder absichtlich (China).
Umweltschutz kann man sich nur leisten wenn die Wirtschaft einigermaßen
gut von selbst läuft.
Deswegen ist die Kombination einer kapitalistischer Marktwirtschaft mit
einer menschenorientierten Regierung das optimale.
Natürlich geht das auch nicht perfekt weil es Konflikpotential bietet...
Btw. wie kann man sagen kommerzielle Luftfahrt sei so unnötig wie ein
Kropf?
Sorry aber die ist einer der Grundpfeiler unserer modernen Welt. Bei
allem Umweltschutz, das signifikant zu reduzieren wird man nicht bevor
nicht wirklich die Rohstoffe knapp werden.
Davon abgesehen hat sich in dem Bereich auch viel getan, denn die freie
Marktwirtschaft ist auch dirt relevant. Weniger Kerosinverbrauch gleich
weniger Kosten.
Im Vergleich zu Autos und LKws ist dad sowieso quatsch. Wie oft fliegt
man schon mit dem Flugzeug? Im Durchschnitt vieleicht 5 mal im Jahr
inkl. Rückweg würde ich schätzen und da sind Geschäftsleute schon
eingerechnet.
Edit: Schätze mal ihr bringt das Argument Luftfahrt nur als Ausrede um
an anderen Orten nichts ändern zu müssen weil ihr wisst dass die
Luftfahrt sowieso nicht eingeschränkt werden wird und es somit garkeine
Änderung gäbe.
Upps schrieb:> Vielleicht haben die Hersteller geringere Produktions- und> Entwicklungskosten bei geklebten Akkus.
Natürlich. Wechselakku ist möglich, aber in Entwicklung und Produktion
aufwändiger. Nicht-zerstörende Dichtungen wenn wasserdicht, innere
Gehäuseschale, etc. Das Gerät wird dadurch auch dicker. Ein eingeklebter
Akku kann andererseits zur Gehäusestatik beitragen.
Alex G. schrieb:> Das Problem ist dass die sozialistisch orientierte Wirtschaften bis lang> praktisch immer am Limit liefen.
... und Rücksicht auf Belange der individuellen Bevölkerung aufgrund des
Kollektivdenkens nicht im Vordergrund stehen. Was stört es, wenn einige
über die Klinge springen, sofern das Kollektiv gewinnt. Wobei dann am
Ende oft auch Letzteres verliert.
Die Neigung, andere über die Klinge springen zu lassen, ist vielen
Systemen gemein. Motive und Opfer sind mitunter verschieden.
Alex G. schrieb:> Umweltschutz kann man sich nur leisten wenn die Wirtschaft einigermaßen> gut von selbst läuft.
Das ist denn doch etwas zu pauschal. Die inzwischen längst klassische
Dreifelderwirtschaft verbesserte die Erträge und schonte zugleich den
Boden.
Ökonomie und Ökologie müssen nicht gegen einander stehen.
Alex G. schrieb:> Btw. wie kann man sagen kommerzielle Luftfahrt sei so unnötig wie ein> Kropf?>> Sorry aber die ist einer der Grundpfeiler unserer modernen Welt
wenn man wirklich Rosen vom Tanganjikasee braucht, mag das wohl so sein.
● J-A V. schrieb:> wenn man wirklich Rosen vom Tanganjikasee braucht, mag das wohl so sein.
Bei solchen Fragen ist es weniger eine Sache des Prinzips, als des
Preises. Würden alle Nebenkosten in die Rosen fair eingerechnet, wären
sie teurer genug, um gelegentlich auch mit hiesigen Gewächshausblumen
oder notfalls Gänseblümchen von der Wiese Vorlieb zu nehmen. Aufgrund
notorischer Ressourcenknappheit ist letzterer sehr kapitalistischer
Ansatz Kindern durchaus geläufig.
A. K. schrieb:> ● J-A V. schrieb:>> wenn man wirklich Rosen vom Tanganjikasee braucht, mag das wohl so sein.>> Bei solchen Fragen ist es weniger eine Sache des Prinzips, als des> Preises. Würden alle Nebenkosten in die Rosen fair eingerechnet, wären> sie teurer genug, um gelegentlich auch mit hiesigen Gewächshausblumen> oder notfalls Gänseblümchen von der Wiese Vorlieb zu nehmen. Aufgrund
Aufgrund der anfallenden Mineralölsteuer bezweifele ich, dass sich die
Blumen billiger per Lkw zB von Eindhoven nach Frankfurt oder Dresden
schaffen ließen.
> notorischer Ressourcenknappheit ist letzterer sehr kapitalistischer> Ansatz Kindern durchaus geläufig.
Zum Glück kommen die lieben Kleinen nicht auf die Idee, insoweit ein
Monopol zu errichten, wodurch die Kapitalismus-Affinität sich etwas
relativiert.
A. K. schrieb:> Alex G. schrieb:>> Das Problem ist dass die sozialistisch orientierte Wirtschaften bis lang>> praktisch immer am Limit liefen.>> ... und Rücksicht auf Belange der individuellen Bevölkerung aufgrund des> Kollektivdenkens nicht im Vordergrund stehen. Was stört es, wenn einige> über die Klinge springen, sofern das Kollektiv gewinnt. Wobei dann am> Ende oft auch Letzteres verliert.
Würde man das konsequent durchziehen müsste Umweltschutz doch eigentlich
sehr hoch auf der Liste stehen, schließlich ist das etwas was doch weite
Teile der Bürger betrifft. Bzw. am ehesten enziehen können sich ja
Wohlhabende, was es im Sozialismus wenig/nicht geben sollte.
Percy N. schrieb:> Das ist denn doch etwas zu pauschal. Die inzwischen längst klassische> Dreifelderwirtschaft verbesserte die Erträge und schonte zugleich den> Boden.> Ökonomie und Ökologie müssen nicht gegen einander stehen.
Es gibt zum Glück solche Ausnahmen, ja, aber andere Bereiche wie
Filterung/Säuberung von Industrie-Abwasser und -Abluft erzeugen leider
meist nur Kosten :/
Wobei sich immerhin die Möglichkeit bietet, dadurch Jobs zu schaffen.
A. K. schrieb:> ● J-A V. schrieb:>> wenn man wirklich Rosen vom Tanganjikasee braucht, mag das wohl so sein.>> Würden alle Nebenkosten in die Rosen fair eingerechnet, wären> sie teurer genug, um gelegentlich auch mit hiesigen Gewächshausblumen> oder notfalls Gänseblümchen von der Wiese Vorlieb zu nehmen.
Unsere Wirtschaft ist also unfair
Wir werden ja leider nur immer gebetsmühlenartig betrommelt,
dass unsere Wirtschaftsform nur so funktionieren kann.
im Sinne von "alternativlos", alles andere wäre ja Planwirtschaft
und der Staat darf um Himmels Willen nicht eingreifen.
(Banken sind die wohl bepuderte Ausnahme...)
Was anderes darf es ja schon deswegen nicht geben,
weil man sich ja sonst Fehler eingestehen müsste.
Timm R. schrieb:> Bernd, nehmen wir mal 1000 iPhone X Besitzer, was meinst Du, wie viele> davon möchten gern den Akku selber wechseln? Nenn mal eine Zahl.
Gerade Apple ist da ein schlechtes Beispiel. Es ist erklärte
Firmenpolitik und war seinerzeit Steve Jobs Vision, den Anwender von der
Technik fernzuhalten. "Computer as an appliance", als Haushaltsgerät.
Fernseher und Mikrowelle packt man auch aus und benutzt sie. Ohne
Informatik-Studium, ohne das Lernen komplizierter Programmiersprachen,
ohne sich in fremde Technik reindenken zu müssen.
Entsprechend ist es im Apple-Universum vorgesehen, dass sämtliche
Wartungs- und Reparaturarbeiten, egal ob an HW oder SW, vom Fachhändler
erledigt werden. Typische Apple-Kunden sind keine Techniker.
Bei einem Oneplus mit CyanogenMod oder selbstkompiliertem LineageOS
sieht die Sache anders aus. Dessen Nutzer können meist löten und wollen
ihre Reparaturen selber machen und dafür auch Original-Ersatzteile
kaufen können.
soul e. schrieb:> Gerade Apple ist da ein schlechtes Beispiel. Es ist erklärte> Firmenpolitik und war seinerzeit Steve Jobs Vision, den Anwender von der> Technik fernzuhalten. "Computer as an appliance", als Haushaltsgerät.
Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und
vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso
wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.
> Fernseher und Mikrowelle packt man auch aus und benutzt sie. Ohne> Informatik-Studium, ohne das Lernen komplizierter Programmiersprachen,> ohne sich in fremde Technik reindenken zu müssen.>
Mittlerweile scheint der Trend dahin zu gehen, selbst auf auswechselbare
(und damit auch verwechselbare) Datenträger zu verzichten. Dem Anwender
Cloudspace zu vermieten ist ja auch einträglicher. Zusätzliche Kontrolle
ergibt sich so auch, allerdings nicht für den Anwender.
> Entsprechend ist es im Apple-Universum vorgesehen, dass sämtliche> Wartungs- und Reparaturarbeiten, egal ob an HW oder SW, vom Fachhändler> erledigt werden. Typische Apple-Kunden sind keine Techniker.>
Wie gut, dass Apple keine Fernseher baut. Die Fernbedienung hätte
vermutlich eine fest verbaute Primärzelle.
Vor Jahrzehnten habe ich staunend zugehört, als ein Fahrradhändler
erzählte, es kämen auch Kunden vorbei, um einen Schlauch wechseln zu
lassen. Als ich ungläubig schaute, meinte er, gegen entsprechende
Bezahlung würde er Fahrräder auch putzen.
Percy N. schrieb:> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz,
Das wärs doch. Ein iPhone XS als Bausatz, also Leerplatinen plus
Einzelbauteile. Anleitung wie bei IKEA. ;-)
Percy N. schrieb:> Vor Jahrzehnten habe ich staunend zugehört, als ein Fahrradhändler> erzählte, es kämen auch Kunden vorbei, um einen Schlauch wechseln zu> lassen.
Willst du, dass Leute mit den sprichwörtlichen 2 linken Händen unbedingt
Auto fahren, weil sie am Hinterrad scheitern?
Percy N. schrieb:> Vor Jahrzehnten habe ich staunend zugehört, als ein Fahrradhändler> erzählte, es kämen auch Kunden vorbei, um einen Schlauch wechseln zu> lassen. Als ich ungläubig schaute, meinte er, gegen entsprechende> Bezahlung würde er Fahrräder auch putzen.
Leute die zuviel verdienen
und Leute die das handwerklich nicht
so drauf haben sind ne ziemlich kongruente Gruppe
● J-A V. schrieb:> Leute die zuviel verdienen> und Leute die das handwerklich nicht> so drauf haben sind ne ziemlich kongruente Gruppe
Und es heisst doch immer, Handwerk hätte einen goldenen Boden.
Percy N. schrieb:> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und> vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso> wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.
Das brauchst Du mir nicht zu erzählen, es gibt kaum ein Gerät aus dieser
Ära das ich nicht in meiner Sammlung habe :-)
Zu Beginn stand Apple mal für das, was wir heute "open source" nennen.
Schaltplan und Quellcode waren im Handbuch abgedruckt, jeder war
eingeladen mitzubasteln und seine Ergebnisse der Allgemeinheit zur
Verfügung zu stellen.
Mit dem Mac hat sich das grundlegend geändert. Die Philosophie hinter
dem Gerät war "computer as an appliance", und das ist bis heute so
geblieben. Der open-source-Mann Steve Wozniak hat sich dann andere
Aufgaben gesucht.
> Mittlerweile scheint der Trend dahin zu gehen, selbst auf auswechselbare> (und damit auch verwechselbare) Datenträger zu verzichten. Dem Anwender> Cloudspace zu vermieten ist ja auch einträglicher. Zusätzliche Kontrolle> ergibt sich so auch, allerdings nicht für den Anwender.
Ein netter Nebeneffekt. Letztendlich geht es aber darum, den Anwender
von solch lästigen Aufgaben wie Speicherkarte wechseln oder Backups
erstellen zu entbinden. Die angepeilte Zielgruppe wäre schon mit der
Frage, ob nun "extFAT" oder "NTFS" besser ist, überfordert. Zumindest
glaubt man das dort.
Los ging das schon beim Mac (bzw bei der Lisa), wo das Betriebssystem
die Diskette auswarf und nicht der Anwender. Bei der Lisa hat man sogar
einen nicht unerheblichen Aufwand getrieben, damit die Kiste beim
Runterfahren des Betriebssystems von diesem ausgeschaltet werden konnte
(und bloss kein Anwender im falschen Moment den roten Schalter umlegt).
Percy N. schrieb:> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und> vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso> wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.
Ja und mit der Methode wäre Apple beinahe in die Wand gekracht, als IBM
ähnliches günstiger bieten konnte!
Alex G. schrieb:> Ja und mit der Methode wäre Apple beinahe in die Wand gekracht, als IBM> ähnliches günstiger bieten konnte!
IBM brauchte man dafür gar nicht. Auf einen in Europa verkauften Apple
II Europlus kamen 3-4 taiwanesische Nachbauten. Die Dinger hat damals
jeder Elektonikshop verkauft, als Leerplatine, Bausatz, Mainboard oder
Komplettgerät.
Der eine Steve freute sich über die Beliebtheit seiner Kreation, der
andere bekam Schnappatmung ob des entgangenen Gewinns.
Alex G. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und>> vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso>> wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.> Ja und mit der Methode wäre Apple beinahe in die Wand gekracht, als IBM> ähnliches günstiger bieten konnte!
meine erste apple Leerplatine war ein 2+
alles selbst bestückt, von TTL über RAM bis Slots ca. 2000 Lötstellen
Das erste apple2 kompatible Diskdrive 600,-DM statt 1200,-DM original
So hatte ich Stück für Stück aufgerüstet bis 8 Steckplätze voll waren
und weil das nicht reichte noch 2 Karten huckpack, die nötigen CS holte
ich mir von Slots die sie nicht brauchten.
Floppy, Drucker, Z80, 80Z, RGB, 2x 128k RAM_DISK, RS232, IO-Port 6522
zusätzlich, Eprommer.
so alle 10 Karten die drin waren.
wo gab es IBM Leerplatinen und wer wollte die?
Alex G. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Das war keineswegs immer so, die ersten Apples gab es als Bausatz, und>> vor dem Mac war es selbstverständlich, die Speichererweiterung ebenso>> wie die 80Z-Karte selbst zu installieren.> Ja und mit der Methode wäre Apple beinahe in die Wand gekracht, als IBM> ähnliches günstiger bieten konnte!
Für IBM war das eine Revolution: Rechner mit Mikroprozessoren, und dann
auch noch zum Kaufen! Ohne Wartungsvertrag! Mit selbst installierbarer
Software!
Hätten die ein wenig besser aufgepasst, dann hätte es auch die vielen
"Kompatiblen" nicht gegeben.
Aber Miro$oft hat das Procedere inzwischen optimiert : Jetzt wird
Software am liebsten vermietet, Windows ist auch im Betrieb gut und vor
allem schnell verrottbar, und der Anwender erwirbt nur noch an der
Hardware dauerhaft Eigentum (und muss daher alle paar Dutzend Wochen
überlegen, wo er den Fertigmüll lassen soll). Die Daten darf man in der
Cloud speichern, sollte aber aufpassen, welche Rechte daran man dadurch
wem einräumt.
Übrigens ist Apple damals mMn nicht wegen IBM in Schieflage geraten,
sondern wegen der viel zu teuren LISA, die keiner kaufen wollte, nachdem
der III schon nicht wirklich angenommen wurde. Die Leute wollten halt
ein Werkzeug mit passendem Gebrauchswert kaufen ind kein Statussymnol.
Joachim B. schrieb:> wo gab es IBM Leerplatinen und wer wollte die?
Ich meinte eher vergleichbares "Endprodukt".
Ganz ehrlich, die Bastler waren doch ziemlich schnell nicht mehr die
Hauptkunden!
Geschäftliche Nutzer (die auch Apple anwarb) bastelten nicht selbst an
ihre Maschinen rum.
Apple 1 und 2 waren Meilensteine ohne Frage und damals machte Apple auch
ordentlich Umsatz.
Joachim B. schrieb:> wo gab es IBM Leerplatinen und wer wollte die?
Der adressierte Markt war Business, nicht Bastler. Und genau wie beim
Apple II sprossen bald die Klone wie die Pilze aus dem Boden.
Percy N. schrieb:> Jetzt wird> Software am liebsten vermietet,
Ich denke, da müssen alle ganz gewaltig aufpassen. Klingt erstmal oft
sogar lukrativ, die Daumenschrauben kommen dann später.
Für mich ist Software ein Produkt wie jedes andere auch. Ich möchte die
Wahl haben zwischen
-kaufen und so benutzen wie es ist
-evtl. einen updateservice dazu kaufen
-oder eben auch mieten/leasen wie auch immer man das nennen will
und sehe da keinen prinzipiellen Unterschied zu materiellen Produkten
Software, die ausschliesslich vermietet wird gegen monatliche Gebühr
habe ich konsequent vermieden, und das wird auch so bleiben, sowohl
geschäftlich wie auch privat. Es gibt immer Alternativen, auch ohne
Raubkopien. Je mehr aber das "Mietmodell" annehmen, umso schwieriger
wirds auf Dauer.
So langsam kriege ich ein komisches Gefühl wenn ich an Amerika denke
...Cola, Kippen, Fastfood, Gewaltmedien, Windows, Google, Facebook,
Apple... kommt von denen überhaupt etwas was uns gut tut ?
Upps schrieb:> So langsam kriege ich ein komisches Gefühl wenn ich an Amerika denke> ...Cola, Kippen, Fastfood, Gewaltmedien, Windows, Google, Facebook,> Apple... kommt von denen überhaupt etwas was uns gut tut ?
Ja, zum Beispiel hat Amerika sich um die Verbrechen von Volkswagen
gekümmert. Und um Roundup von (jetzt) Bayer.
Dennis schrieb im Beitrag #5613788:
> ● J-A V. schrieb:>> Christoph B. schrieb:>> Seitens der Hersteller besteht dabei kaum Interesse>>>> solange Staaten dies zulassen, will ich KEIN Wort über Umweltschutz>> hören.>> Erst recht, wenn Unternehmen ohne Interesse keine Steuern zahlen.>> Was du willst interessiert keinen.
Eben.
Deswegen und wegen etlicher anderer Dinge, die einem zeigen,
dass Naturschutz in diesem Land nicht wirklich ernst gemeint ist,
geht mein Sinn für Umweltschutz in etwa so:
Ich habe grad einiges an Laminat liegen.
Ich teste das nach der Beilsteinprobe, obs Halogene enthält.
wenn nicht, kommt das ins Feuer.
DAS bildet dann die "Grundlage" für frischen Strauchschnitt,
den ich, statt zig Kilometer zur Annahmestelle zu fahren, verbrenne.
sofern ich das nicht auch in den Wald trage.
also nochmal, ich teste auf Halogene,
das ist da noch mein Sinn für Umweltschutz.
Thema Halogene ist nicht Umweltschutz sondern Gesundheitsschutz.
Selbes wie bei den Stickoxiden und bei den Bleiverboten in Elektronik
Lötzinn (und auch als man Blei in Benzin verboten hat).
Wieso verwechseln die Leute das immer (absichtlich?) um es als Argument
für ihre seltsamen Ideale zu missbrauchen.
das ist AUCH Umweltschutz oder willst Du das bestreiten?
Ich habe Nachbarn, die zähle ich auch zur Umwelt.
organische Halogene, die sonst bei sowas entstehen,
haben in der Umwelt nichts verloren
Stefanus F. schrieb:> Das stinkt doch sicher gewaltig beim Verbrennen.
nö, nicht mit nem angemessenen Gebläse.
das geht rauchlos.
OK, beim erstmaligen Anzünden,
da dauerts ein Minütchen bis das läuft, aber dann.
Also im Kamin verbrenne ich das nicht.
Auch unlackiertes Pressholz, das geht auch durch die Tonne.
Also meine "Schwelle" des Umweltschutzgedankens
hat sich in den letzten Jahren schon etwas verändert.
Ich war früher auch anders drauf, aber das ist vorbei.
Nachbars Kamin btw stinkt viel schlimmer.
https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Neue-iPhones-pruefen-auf-Fremd-Akku-4216682.html
Apple identifiziert in neuen IPhones Akkus von Fremdherstellern und
bestraft den User mit Droh-Nachrichten.
Klar was als nächstes kommt, wenn der gemeine User darauf konditioniert
ist das zu akzeptieren: Fremdakkus werden per Softwareupdate
abgeschaltet. Zu seinem eigenen besten natürlich. Reparierbarkeit ist
mit Herstellerraffgier nicht vereinbar. Gegen ein Oligopol wie wir es
bei Phoneherstellern haben, können Verbraucher nichts ausrichten.
Verbraucher werden entmündigt, die haben keine Rechte außer zu bezahlen.
Für was? Das bestimmen Apple/Samsung & co.
Thomas M. schrieb:> Gegen ein Oligopol wie wir es> bei Phoneherstellern haben, können Verbraucher nichts ausrichten.> Verbraucher werden entmündigt, die haben keine Rechte außer zu bezahlen.> Für was? Das bestimmen Apple/Samsung & co.
Das ist die eine Sicht der Dinge. Aus der Sicht von Herstellern und
deren Services sieht das allerdings anders aus.
Nimm mal an, iPhones würden nicht nur von Experten im Zerlegen von
iPhones gekauft, sondern auch vor normalen Anwendern. Und nimm mal an,
der hätte einen Handy-Service mit dem Akkutausch beauftragt. Laut
Aussage natürlich durch ein Apple-Original.
Ein paar Monate später ist das Gerät tot. Es landet diesmal bei Apple
und kommt unverrichteter Dinge wieder zurück, mit der frohen Botschaft
"Fremdakku", möglicherweise plus Rechnung (ich kenne Apples Usancen
nicht). Ergebnis: Kunde ist stinkig, sowohl auf den Serviceheini als
auch auf Apple.
So gesehen ist das weniger eine Gier seitens Apple, sondern eine
Massnahme, diese Probleme frühzeitig anzugehen.
Früher oder später wird das auch ausgehebelt, Apple hat doch auch schon
nicht lizenzierte Lightning Kabel gesperrt und heute haben die Chinesen
Millionen Kabel auf Lager bei denen das Problem nicht auftaucht.
A. K. schrieb:> Nimm mal an, iPhones würden nicht nur von Experten im Zerlegen von> iPhones gekauft, sondern auch vor normalen Anwendern. Und nimm mal an,> der hätte einen Handy-Service mit dem Akkutausch beauftragt.
Meine Güte, da musst Du aber ein gewaltig abstruses Szenario entwickeln.
Kriegst Du Geld dafür? Es darf überhaupt gar keines Experten benötigen
einen schnöden Akku zu tauschen!
> Laut Aussage natürlich durch ein Apple-Original.
Der Kunde, der auf ein "Apple-Orginal" Akku besteht ist ja schon
brainwashed. Als wenn Apple der einzige Hersteller sei, der gute Akkus
produzieren (lassen!) könnte!
> Ein paar Monate später ist das Gerät tot.
Noch mehr kompliziert konstruiertes Märchen. Wieso sollte ein Gerät
sterben, weil man den Akku eines Fremdherstellers einsetzt?
> Es landet diesmal bei Apple und kommt unverrichteter Dinge> wieder zurück, mit der frohen Botschaft "Fremdakku", möglicherweise> plus Rechnung (ich kenne Apples Usancen> nicht). Ergebnis: Kunde ist stinkig, sowohl auf den Serviceheini als> auch auf Apple.
Jetzt kommt auf diese Fantasiegeschichte noch ein Kunde drauf, der den
Fehler des einen Dienstleisters beim einem anderen einfordern möchte?
Schreibst du auch Stories für's RTL II Nachmittagsprogramm?
In dem Heise Artikel geht es eher darum, dass Apple argumentiere man
könne bei Fremdakkus den Ladestand nicht ermitteln. Das ist hanebüchener
Schwachfug. Apple hat einen riesigen Aufwand betrieben Fremdakkus zu
detektieren und Bedrohungsszenarien zu designen um den Kunden
einzuschüchtern. Hätte Apple es gewollt hätten die es mit gleichem
Aufwand auch hingekriegt bei beliebigem Akku den Ladezustand zu tracken.
Aber es geht eben darum den Kunden zu drangsalieren das neue iPhone
wegzuschmeißen und ein noch neueres zu kaufen.
Dass Du so einen Aufwand treibst eine derartig hanebüchene Story zu
entwicklen hat ein bißchen ein Geschmäckle...
Das ist doch der gleiche Käse wie bei fremder Tinte im Drucker. Ich bin
ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass diese technischen
Verhinderungsmaßnahmen immer noch legal sind.
Stefanus F. schrieb:> Das ist doch der gleiche Käse wie bei fremder Tinte im Drucker. Ich bin> ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass diese technischen> Verhinderungsmaßnahmen immer noch legal sind.
Möglicherweise bedarf es lediglich eines Gerichtsurteils, wonach diese
"Abstoßungsreaktion" einen Mangel darstellt, dann hätte der Verkäufer
ein Problem. Dass dieser Umstand in der Haftungsfrist auftaucht, ist
allerdings nicht zu erwarten. Wer Geld übrig hat und sein iphone ohnehin
nicht mag, kann ja ein paar Wochen nach Kauf den Akku tauschen lassen
und dann zum Kadi rennen.
Thomas M. schrieb:> Dass Du so einen Aufwand treibst eine derartig hanebüchene Story zu> entwicklen hat ein bißchen ein Geschmäckle...
ich bin zwar wahrlich nicht jener, der viel Anwendern direkt zu tun hat,
aber dein Elfenbeinturm ist ziemlich hoch.
@Stefanus F. (stefanus)
>Das ist doch der gleiche Käse wie bei fremder Tinte im Drucker. Ich bin>ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass diese technischen>Verhinderungsmaßnahmen immer noch legal sind.
Man könnte ja auch old School einen Drucker zu einem Preis verkaufen,
der seinen Herstellungskosten + brauchbaren Gewinn entspricht. Lief
Jahrzehntelang vollkommen normal.
Heute werden selbst Farblaser nur gegen einen minimale Schutzgebühr
abgegeben und das Geld MUSS man mit den Verschleißteilen machen. Das
klingt nicht nur ein wenig irre, das ist es. Da haben wohl ein paar
Leute den Rockefeller-Spruch etwas arg mißverstanden "Die Petroleumlampe
verschenken, das Öl verkaufen".
Und trotzdem hat sich die Masse der Kunden an das Geschäftsmodell
gewöhnt und mault rum, wenn ein Drucker plötzlich 1000 Euro kosten
würde. Also mault man lieber über teure Tintenpatronen ;-)
@A. K. (prx)
>> Dass Du so einen Aufwand treibst eine derartig hanebüchene Story zu>> entwicklen hat ein bißchen ein Geschmäckle...>ich bin zwar wahrlich nicht jener, der viel Anwendern direkt zu tun hat,>aber dein Elfenbeinturm ist ziemlich hoch.
Dafür hat er dann eine nette Sehhilfe namens Teleskop, um den Boden der
Tatsachen noch erkennen zu können. Leider hat diese ein "etwas"
eingeschränktes Gesichtsfeld ;-)
Falk B. schrieb:> Man könnte ja auch old School einen Drucker zu einem Preis verkaufen,> der seinen Herstellungskosten + brauchbaren Gewinn entspricht. Lief> Jahrzehntelang vollkommen normal.
Ach ja, da war doch was. Die arme Firma Apple, wie sollen die bloß Geld
verdienen, wenn man sich einfach so fremde Akkus holen kann? Wie viel
müssten die iPhones dann kosten, 2500€?
Technisch ist das wie bei Druckertinte. Aber nur technisch.
Tintendrucker fürs Heim sind billig, querfinanziert durch die Tinte.
Aber auf die Idee, Apple würde seine billigen iPhones durch Akkuersatz
für überteuerte 49€ querfinanzieren, muss man erst einmal kommen. ;-)
Falk B. schrieb:> @A. K. (prx)>>dein Elfenbeinturm ist ziemlich hoch.>> Dafür hat er dann eine nette Sehhilfe namens Teleskop, um den Boden der> Tatsachen noch erkennen zu können. Leider hat diese ein "etwas"> eingeschränktes Gesichtsfeld ;-)
Rapuuuunzel! Komm mal her, ich will Bungee jumpen! :D
Stefanus F. schrieb:> Die arme Firma Apple, wie sollen die bloß Geld> verdienen, wenn man sich einfach so fremde Akkus holen kann? Wie viel> müssten die iPhones dann kosten, 2500€?
Ist das nicht faszinierend, wie zwei unterschiedliche Branchen
unterschiedliche Konzepte entwickeln um das selbe zu erreichen? Der eine
verschenkt das Grundgerät (Drucker) um dann ein künstliches Monopol beim
Verbrauchsmaterial (tinte/Toner) kreieren - der andere erfindet mit der
Brechstange Massnahmen (fest verklebt) um bloß zu unterbinden, dass
Verschleißteile (Akkus) gewechselt werden.
Aber die Zielsetzung ist identisch: eine Friss-oder-stirb-Situation
herzustellen. Es kann nun mal nicht angehen, dass der Konsument ein
Mitspracherecht hat, was er zu welchem Preis von wem kaufen möchte.
Die Druckerhersteller stellen sich dabei aber etwas ungeschickter an.
Zwar ist es wirtschaftlicher Unsinn Drucker zu reparieren - aber der
Verkauf ist nicht soo der Reibach.
Falk B. schrieb:> Da haben wohl ein paar> Leute den Rockefeller-Spruch etwas arg mißverstanden "Die Petroleumlampe> verschenken, das Öl verkaufen".>
Vor Jahrzehnten kam einmal ein großer Konzern auf die Idee, aus
selbstverständlich rein altruistischen Erwägungen heraus Tausende von
jungen Müttern in Indien mit Nuckelflaschen nebst Zubehör sowie einem
Vier-Wochen-Vorrat Milchpulver auszustatten.
Es kam, wie es kommen musste: nach vier Wochen war nicht nur das
Milchpulver alle, sondern auch die Mütter trocken. Die Kinder
verhungerten in den meisten Fällen.
Der wohltätige Konzern musste zur Abwendung eigener Insolvenz davon
absehen, kostenlos Milchpulver an die Frauen nachzuliefern, die es nicht
hätten bezahlen können. So blieb der Welt eine
Multi-Milliarden-Dollar-Pleite erspart.
Etwas später zogen die Untergeben von Herrn Gandhi nächtens durch die
Gegend und führten zwangsweise Vasektomien durch.
Ein Zusammenhang ist nicht erkennbar.
@ Percy N. (vox_bovi)
>Es kam, wie es kommen musste: nach vier Wochen war nicht nur das>Milchpulver alle, sondern auch die Mütter trocken. Die Kinder>verhungerten in den meisten Fällen.
Wenn das wirklich so stimmt, ist das natürlich ein Skandal^3.
>Etwas später zogen die Untergeben von Herrn Gandhi nächtens durch die>Gegend und führten zwangsweise Vasektomien durch.
Hat nur wenig genützt, die Bevölkerungsexplosion hält in Indien nach wie
vor an. Und nicht nur dort.
Percy N. schrieb:> Es kam, wie es kommen musste: nach vier Wochen war nicht nur das> Milchpulver alle, sondern auch die Mütter trocken. Die Kinder> verhungerten in den meisten Fällen.
gibt es auch Belege für diese Behauptung?
Falk B. schrieb:> @ Percy N. (vox_bovi)>>>Es kam, wie es kommen musste: nach vier Wochen war nicht nur das>>Milchpulver alle, sondern auch die Mütter trocken. Die Kinder>>verhungerten in den meisten Fällen.>> Wenn das wirklich so stimmt, ist das natürlich ein Skandal^3.>
Es ging noch weiter. Ein Student hat damals versucht, die Angelegenheit
publik zu machen. Der Konzern überzog ihn daraufhin mit Prozessen, in
denen er nicht unterlag. In den Medien fand der Vorgang kaum Beachtung.
>>Etwas später zogen die Untergeben von Herrn Gandhi nächtens durch die>>Gegend und führten zwangsweise Vasektomien durch.>> Hat nur wenig genützt, die Bevölkerungsexplosion hält in Indien nach wie> vor an.
Das könnte immerhin erklären, warum die Milchpulveraktion in Indien
überhaupt keine juristischen Konsequenzen hatte.
> Und nicht nur dort.
So zynisch es klingt: In Afrika sorgen misereor und Brot für die Welt
mit Hingabe für die Erzeugung immer neuer Generationen von
Hungerleidern, denen man dann Wohltaten erweisen kann. Das Konzept
"Alimentation nur gegen Geburtenkontrolle" scheint ganz furchtbar böse
zu sein.
Thomas M. schrieb:> Da geht es darum, dass Apple einen Chip einsetzt um explizit das> Reparieren zu verhindern. In meinem Moralverständnis fällt das unter> "kriminelle Energie".
Sicherheit von Datenklau und freier Zugang zu Hardware und jedweder
Systemsoftware schliessen sich aus. Wer Komponenten ad libitum
austauschen kann, kann auch welche einbauen, die ein wenig mitteilsamer
oder von aussen zugänglicher sind, als der Besitzer des Gerätes es gerne
hätte. Diesen Streit führt Apple schon ein Weilchen, bisher betraf es
aber eher die iPhones.
Der Trend geht schon seit vielen Jahren in Richtung besser abgeschottete
Systeme, nicht nur bei Apple - auch im Interesse vieler Kunden,
wenngleich nicht ausschliesslich. Auf einem normalen PC belieben Code zu
booten war auch schon mal leichter als heute. Microsoft wars recht,
Linux hatte aber anfangs seine liebe Not mit dem signierten UEFI-Boot.
Das TCM mag auch nicht jeder, es kann aber abgesehen von
einprogrammierten NSA-Backdoors prinzipiell schon Sinn ergeben.
Man muss diesen Trend nicht mögen. Aber verständlich ist er mir schon.
Wenn man darauf mit rechtlicher Keule reagieren will, dann könnte das
beispielsweise in der Forderung bestehen, im Rahmen gängiger
Einsatzlebensdauer bezahlbaren Herstellersupport zu erhalten, in Hard-
wie in Software. Wie sieht das denn bei Apple bisher so aus?
Thomas M. schrieb:> Da geht es darum, dass Apple einen Chip einsetzt um explizit das> Reparieren zu verhindern. In meinem Moralverständnis fällt das unter> "kriminelle Energie".
Das gibts bei Windows-PCs auch, nennt sich "Trusted Platform Module"
(TPM). Damit kann man über das Bios das Mainboard mit der Festplatte
oder SSD verdongeln, so dass der Rechner bei einem Austausch derselben
nicht mehr startet. Das wäre bei Bedarf relativ unproblematisch auf
CD-ROM, RAM, Akku und alles andere was eine Seriennummer hat
auszudehnen.
Üblicherweise kann man die Bindung über das Bios (nach Eingabe des
Bios-Passwortes) aufheben und neu setzen. Es wäre aber durchaus denkbar,
dass Hersteller zukünftig dafür ein eigenes Passwort verwenden, dass dem
Kunden nicht bekannt ist.
soul e. schrieb:> Das gibts bei Windows-PCs auch, nennt sich "Trusted Platform Module"
Danke, So ists richtig geschrieben. Auch wenn in manchem PC vielleicht
auch ein wenig Chinesische Medizin steckt. ;-)
soul e. schrieb:> durchaus denkbar,> dass Hersteller zukünftig dafür ein eigenes Passwort verwenden,> dass dem Kunden nicht bekannt ist.
dann gibts entspr. Infos im Web.
Hallo A. K.
A. K. schrieb:> Sicherheit von Datenklau und freier Zugang zu Hardware und jedweder> Systemsoftware schliessen sich aus. Wer Komponenten ad libitum> austauschen kann, kann auch welche einbauen, die ein wenig mitteilsamer> oder von aussen zugänglicher sind, als der Besitzer des Gerätes es gerne> hätte.
Richtig. Aber umgekehrt wird auch ein Schuh daraus.....Datenschutz steht
auch teilweise im Widerspruch zur Datensicherheit.
Datenschutz bedeutet Daten vor fremden unauthorisierten Zugriff zu
schützen und Datensicherheit bedeutet, Daten so abzulegen, dass man
immer wieder darauf zugreifen kann und sie nicht zerstört sind.
Wenn ich aber meine Daten mit einer guten Verschlüsselung sehr sicher
vor fremden Zugriff beware, habe ich selber auch keine Chance mehr,
darauf zuzugreifen, wenn ich das Password verloren habe.
Wenn ich meine Daten, um sie vor Verlust zu schützen, rendundant an
mehreren Orten ablege, besteht auch eine erheblich größere Gefahr, dass
unauthorisierte Personen sich Zugang dazu verschaffen können.
Ein dritter Punkt ist die Autorisierung von Daten: Hierbei kann ich die
Daten vor Verlust schützen und anderen Zugang dazu gewähren, aber
sicherstellen, dass sie nicht manipuliert werden oder irgendetwas
untergeschoben wird.
Das ist alles gegeneinander abzuwägen. Für mich persönlich in meiner
Situation ist der letzte Punkt der wichtigste.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
MaierMüllerSchulz schrieb:>> ... im Rahmen gängiger Einsatzlebensdauer ...>> Sehr fortschrittliche und universelle Formulierung.
Dann such dir halt eine bessere. Aber nicht übertreiben. 10 Jahre für
ein Gerät, dass nach 6 Jahren zu 95% im Schrott endet, wäre vom
Hersteller zu viel verlangt, also auch eine Umweltsünde im Sinn dieses
Threads.
Denn das sollten jene beachten, die aus Umweltsicht ihr Gerät 10 Jahre
betreiben wollen und vom Hersteller für diese 10 Jahre
Ersatzteilverfügbarkeit fordern: Der muss die nämlich die Ersatzteile
innerhalb des kurzen Herstellungszeitraums auf Halde fertigen, um ggf.
die Hälfte davon nach den 10 Jahren in den Müll zu werfen, wenn das Zeug
zu selten verreckte.
A. K. schrieb:> wutz schrieb:>> Knallhart per Gesetz.>> Vorschlag?
Akkuformen vereinheitlichen + müssen austauschbar sein. Es dürfen keine
Maßnahmen ergriffen werden, welche absichtlich die Reparierbarkeit
verschlechtern."Schickes" Design hat per Gesetz eine niedrigere
Priorität.
Das Gesetz muss international gelten.
Bernd W. schrieb:> Datenschutz bedeutet Daten vor fremden unauthorisierten Zugriff zu> schützen und Datensicherheit bedeutet, Daten so abzulegen, dass man> immer wieder darauf zugreifen kann und sie nicht zerstört sind.
Das führe ich direkt mal weiter. Der Hersteller stellt sicher, dass Du
bein 'Deinem' Gerät mit Deinen Daten nicht mal ein Verschleißteil
wechseln kannst. Damit ist die Datensicherheit für diesen Ablageort
schon mal im Ar***. Als einzige Lösung forciert Dich der Hersteller
SEINE Cloud als 'sicheren' Ablageort zu verwenden. Damit entmündigt ...
äh ... er nimmt Dir die Bürde ab für den Datenschutz zu sorgen. Für
diese Dienstleistung wird natürllich ein gewisses Daten-Schutzgeld
fällig ...
Er hat Dich bei den Eiern wie eine italienische Organisation!
wutz schrieb:> Akkuformen vereinheitlichen + müssen austauschbar sein
Nichts gegen Standardisierung von Akkus. Da könnte man so ein halbes
Dutzend Bauformen definieren.
Es geht bei der Sache mit dem T2 Chip aber nicht nur um den Akku,
sondern auch um andere Komponenten - frag mich nicht um welche. Wenn man
versuchen sollte, die diversen Komponenten von Handys und Laptops
staatlich vorzuschreiben, werden Veggie-Days für 365 Tage im Jahr ein
Lufthauch gegenüber der Reaktion, die dich dann erwartet. ;-)
> Das Gesetz muss international gelten.
Wie wärs am Anfang man mit der EU? Weltweite Gesetze gibt nicht so
viele. Innerhalb der EU müsste das ohnehin über die EU gehen, lokal ging
nicht.
Thomas M. schrieb:> Das führe ich direkt mal weiter. Der Hersteller stellt sicher, dass Du> bein 'Deinem' Gerät mit Deinen Daten nicht mal ein Verschleißteil> wechseln kannst. Damit ist die Datensicherheit für diesen Ablageort> schon mal im Ar***.
Nicht doch. Daten an die niemand ran kommt, sind die sichersten. ;-)
Hallo
In diesem Kontext vieleicht interessant:
Auf dem Bundesparteitag der Piraten am 17. Nov. 2018 wurde ein Antrag
mit dem Antragstitel "Förderung freier Hardware" (GP002) einstimmig
angenommen.
Der Antrag:
https://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2018.2/Antragsportal/GP002
Als Antragsbegründung steht dort:
Zitat
In einer Zeit der hardwareseitigen Spionage (etwa in der Intel
Management Engine) ist es wichtig geworden, dass nicht nur die Software,
die von öffentlichem Geld finanziert wird, sondern auch die Hardware,
unter der sie läuft, nicht aufgrund ihrer Beschaffenheit als Blackbox
von einem einzigen Hersteller abhängt. Wir als Piraten sollten uns
ebenso für offene Hardware, etwa OpenPOWER-, SPARC- und MIPS-Prozessoren
statt AMD und Intel, einsetzen. Zudem ist uns eine Präzisierung des
gemeinschaftlichen Gedankens hinter dem Unterkapitel 4.2.2 wichtig, das
Wort "kollektiv" erscheint uns dabei nicht passend.
Zitatende
Es machen sich also auch noch andere Leute darum einen Kopf.
Offene Hardware würde u.U. auch Reparaturen und ein Recyceln oder besser
noch eine Umnutzung erleichtern.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
offene PKW Steuergeräte.
Oder warum kann ich mir für den Preis eines Steuergerätes
3 PCs kaufen, die jeweils mehr Rechenleistung als ein Steuergerät
bringen?
's reicht ja oft schon,
wenn man die Bezeichnungen von ICs nicht mehr wegdremeln dürfte
● J-A V. schrieb:> Oder warum kann ich mir für den Preis eines Steuergerätes> 3 PCs kaufen, die jeweils mehr Rechenleistung als ein Steuergerät> bringen?
Vielleicht wegen der Ersatzteilverfügbarkeit und der höheren
Testaufwände?
Ich möchte mein Leben nicht an ein DIY Kit von Aliexpress hängen.
Stefanus F. schrieb:> Ich möchte mein Leben nicht an ein DIY Kit von Aliexpress hängen.
wieso glaubst Du dass ich jetzt SOWAS gemeint hatte?
Warum müsst Ihr immer so derartig übertreiben?
Wenn ich Kommentare, wie den erste hier, höre wird mir schlecht:
"solange Staaten dies zulassen,
will ich KEIN Wort über Umweltschutz hören."
Staaten mit einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, also quasi
alle,werden das immer zulassen (müssen)! Das ist das Prinzip.
Veränderungen können zumindest in Demokratien, nur von "unten" erfolgen.
Das erkennen der Probleme und der Wille zur Veränderung erfolgt immer
von "unten".
Zitat: "..will ich kein Wort über XYZ mehr hören": diese Niveau einer
nicht Konversation ist einfach unerträglich!
Setzen 6! Thema verfehlt!
Tobias schrieb:> Wenn ich Kommentare, wie den erste hier, höre wird mir schlecht:> "solange Staaten dies zulassen,> will ich KEIN Wort über Umweltschutz hören.">> Staaten mit einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, also quasi> alle,werden das immer zulassen (müssen)! Das ist das Prinzip.> Veränderungen können zumindest in Demokratien, nur von "unten" erfolgen.> Das erkennen der Probleme und der Wille zur Veränderung erfolgt immer> von "unten".> Zitat: "..will ich kein Wort über XYZ mehr hören": diese Niveau einer> nicht Konversation ist einfach unerträglich!> Setzen 6! Thema verfehlt!
Da hast du im Prinzip sicherlich Recht, aber hoffe du deutest damit
nicht an, dass man nach einem anderen System als Kapitalismus verlangen
sollte.
Hat man oft genug "von unten" versucht und dann waren recht bald einige
"von unten", "ganz oben" und wie die Geschichte dann jedes mal geendet
hat, ist dir sicherlich bekannt.
Mich persönlich regt an dem Spruch da eher auf, dass das gleichbedeutend
ist mit "Weil WX schlimm ist, sollte YZ sowieso nicht verbessert werden"
was einfach nur eine Entschuldigung dafür ist, nichts zu tun.
Tobias schrieb:> Veränderungen können zumindest in Demokratien, nur von "unten" erfolgen.> Das erkennen der Probleme und der Wille zur Veränderung erfolgt immer> von "unten".
... soweit "die da oben" beides zulassen.
Die immer weitere Spreizung der sozialen Schere im wirtschaftlichen
Bereich ist schon länger öffentliches Thema; die Ungleichheit der
Bildungschancen (die ja Voraussetzung für das Erkennen von Problemen
sind) ist erst neuerdings etwa einmal pro Jahr auf dem Tapet.
In einem anderen Thread hat sich ein Forist gebrüstet, durch bewusste
Ernährung können et über 1.500,00 € pro Jahr sparen. Ich habe dies zum
Anlass genommen, mir einmal den "Warenkorb" der Grundsicherung
anzusehen. Für Lebensmittel sind dort pro Monat 137,66 £ vorgesehen, was
etwa, auf das Jahr gerechnet, etwa der Ersparnis unseres Asketen
entspricht. Also keine fünf Euro pro Tag!
Für Bildung hingegen sind 1,01 € angesetzt - pro Monat!
Die Prioritäten sind hieraus wohl klar ersichtlich. Woher der allseits
bejammerte Fachkräftemangel rühren könnte, wohl auch.
Aber in diesem Klima gedeiht weder Volksbildung noch informierte
Entscheidung des angeblichen Souveräns - die Profiteure des status quo
können beruhigt schlafen!
So einfach ist es auch nicht. Neben Bildungsmöglichkeiten gehört auch
immer noch der Bildungswille hinzu.
Sicher sind die Zustände in Deutschland nicht rosig, aber überlegt mal
auf welchem Niveau gejammert wird. Es geht dann auch gerne um die
Sauberkeit der Schulbusse, des Zustandes der Fussböden in den
Klassenzimmern/Toiletten/Tapeten.
Ich habe jetzt alle 3 Kinder durch die Schulzeit hindurch und möchte
behaupten, dass es nicht prinzipiell an den Möglichkeiten liegt, auch
mangelndes Engagement der Lehrer/Schule war eher die Ausnahme als die
Regel.
Die einen wollen, die anderen nicht. Da hilft es auch nicht Millionen
und Milliarden "in Bildung investieren".
Das Leben an den Extremen scheint einfacher zu sein als mittendrin. Ist
alles erlaubt, kann man sich zwar beklagen, die Nutzlosigkeit ist aber
zu offensichtlich. Ist andererseits nichts erlaubt, dann auch nicht die
Klage. Nur mittendrin hat man überreichlich Gelegenheit, sich heute über
zu viel Vorschriften zu beklagen, und morgen über zu wenige.
H.Joachim S. schrieb:> So einfach ist es auch nicht. Neben Bildungsmöglichkeiten gehört auch> immer noch der Bildungswille hinzu.
[...]
> Die einen wollen, die anderen nicht. Da hilft es auch nicht Millionen> und Milliarden "in Bildung investieren".
Die Fakten belegen deine Meinung ganz eindeutig. Ich wünschte, es wäre
nicht so, aber es ist ganz offensichtlich so...
H.Joachim S. schrieb:> Es geht dann auch gerne um die> Sauberkeit der Schulbusse, des Zustandes der Fussböden in den> Klassenzimmern/Toiletten/Tapeten.
Kein Wunder, wenn die Lehrer Vorschriften machen, was in der
Butterbrot-Dose drin sein darf und von welcher Öko Marke die
Schreibhefte und Buntstifte sein müssen.
Da schüttle ich als Vater dann den Kopf. Schuster, bleib bei deinen
Leisten.
H.Joachim S. schrieb:> So einfach ist es auch nicht. Neben Bildungsmöglichkeiten gehört auch> immer noch der Bildungswille hinzu.
Ja sicher, aber reicht denn der Wille allein?
> [...]> Ich habe jetzt alle 3 Kinder durch die Schulzeit hindurch und möchte> behaupten, dass es nicht prinzipiell an den Möglichkeiten liegt, auch> mangelndes Engagement der Lehrer/Schule war eher die Ausnahme als die> Regel.
Da hatten Deine Kinder Glück. Sowohl mit dem Elternhaus wie auch mit der
Schule.
> Die einen wollen, die anderen nicht. Da hilft es auch nicht Millionen> und Milliarden "in Bildung investieren".
Oh, diejenigen, die nicht wollen, kosten zunächst überhaupt kein Geld;
später stellt sich vielleicht heraus, dass Knast die noch teurere
Alternative ist.
Das hilft aber denen nicht, die wollen, die man aber nicht lässt. Die
kosten zunächst auch kein Geld, wie oben.
Die BRD hat vor ein paar Jahren den Ländern Unsummen zur Verfügung
gestellt, um Kinder und Jugendliche zu fördern. Das meiste Geld ging
zurück; nicht etwa, weil man es nicht hätte haben wollen, sondern weil
die Verwendung viel zu restriktiv beschränkt war. So hätte man zwar ein
Grundstück für eine Kita kaufen dürfen oder eine Schule bauen, aber das
wäre es dann schon gewesen. Personal? Ist keine Investition, sondern
laufende Kosten: nicht förderfähig. Ausstattung? Klar, Tafel muss wohl
sein, aber die Kreide kauft mal schöb selbst. Reparatur bestehender
baufälliger Schulen und Kitas? Woher denn ...
Und hinterher hat sich der Bund erdreistet zu behaupten, man habe den
Ländern großzügig Geld zur Verfügung gestellt, die hätten es aber nicht
haben wollen.
Fast so schön wie die ein-Euro-Handys.
Stefanus F. schrieb:> H.Joachim S. schrieb:>> Es geht dann auch gerne um die>> Sauberkeit der Schulbusse, des Zustandes der Fussböden in den>> Klassenzimmern/Toiletten/Tapeten.>> Kein Wunder, wenn die Lehrer Vorschriften machen, was in der> Butterbrot-Dose drin sein darf und von welcher Öko Marke die> Schreibhefte und Buntstifte sein müssen.>
Nimm es mir bitte nicht übel, aber mein Bildungsstand ermöglicht mir
leider nicht, diesen Zusammenhang nachzuvollziehen. Magst Du ihn
vielleicht so weit elaborieren, dass auch ich ihn verstehe?
> Da schüttle ich als Vater dann den Kopf. Schuster, bleib bei deinen> Leisten.
Das ist ein Problem, das sich monetär vermutlich nicht lösen lassen
wird.
Aber es ist interessant, wie hier sofort Lehrer-bashing erfolgt, ohne
auf die Frage einzugehen, wem diese flächendeckende Verblödung nun
schadet beziehungsweise nützt. Denn mein offen erklärtes Anliegen war
die Thematisierung der Perpetuierung des status quo durch
menschenrechtswidrige Vorenthaltung von Bildungschancen und
Informationsmöglichkeiten.
Stefanus F. schrieb:> Kein Wunder, wenn die Lehrer Vorschriften machen, was in der> Butterbrot-Dose drin sein darf und von welcher Öko Marke die> Schreibhefte und Buntstifte sein müssen.>> Da schüttle ich als Vater dann den Kopf.
Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Walldorfschule? Da muss
man wohl dem Hörensagen nach mit solchen Sachen leben. Ansonsten:
schüttele nicht den Kopf im Kämmerlein sondern bringe den Quark aufs
Tablett. Nicht hier, sondern dort wo es was bewirken kann - in der
betreffenden Schule.
Hier im Gymnasium sind wir schier verzweifelt an der allgemeinen
Interessenlosigkeit, was auf die Beine zu bringen. Theater-AG lief als
einziges erstaunlich gut, aber das war nicht mein Metier. Alles andere
ist immer in kurzer Zeit versandet. Es ist viel cooler, sich für nichts
zu interessieren, chillen, zocken, kiffen, saufen und follower für
Schwachsinn zu sammeln. Und das in einer Kleinstadt - möchte gar nicht
wissen wie es in Grossstädten aussieht. Wie man alles besser macht weiss
ich auch nicht. Aber es ist keine Frage des Geldes, welches zusätzlich
gestreut wird.
H.Joachim S. schrieb:> Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Walldorfschule?
Da würde es mich nicht wundern. Leider handelt es sich um eine ganz
normale Städtische Grundschule.
> möchte gar nicht wissen wie es in Grossstädten aussieht.
In meinem Fall: Düsseldorf "Gurkenland", da wo fast jeder ein Eigenheim
hat und die Kids etwa 1500 Meter mit dem BMW zur Schule kutschiert, weil
Fahrradfahren der Schulleitung zu gefährlich ist.
Die Vorgabe zu den Heften und Stiften haben wir auch ignoriert. In den
Geschäften diese Standteils gibt es unlackierte Buntstifte und Hefte aus
Recycling Papier. Das muss reichen, ich gebe doch nicht den 4-Fachen
Preis aus, nur weil da die Lieblingsmarke des Lehrers drauf steht!
Aber dass auf dem Pausenbrot nichts fettes und nichts süsses drauf sein
darf, das geht nicht. Ebensowenig die Vorgabe, dass als Getränk nur
Wasser, Milch und Tee erlaubt sind. Die spinnen doch!
Sollen diese Lehrer erst einmal auf ihren Kaffee verzichten, und die
grosse Schüssel im Lehrerzimmer, voller Kekse und Marzipan.
Ich war dort einmal beim Elternsprechtag (normalerweise macht das meine
Frau). Da wurde ich mit dem Spruch begrüsst "Sie wissen, dass ihre
Kleidung von unterbezahlten Kindern in Indonesien gefertigt wurde,
oder?". Ja schön, ich kann mir Peek&Cloppenburg eben nicht leisten! Da
war ich ganz kurz davor, wieder nach Hause zu fahren.
Die Alternative wäre eine Schule gewesen, wo dem Hörensagen nach alle
Schüler anschliessend nur für die Hauptschule taugen und Kampfkunst
wichtiger ist, als Gehirn.
> Wie man alles besser macht weiss ich auch nicht.> Aber es ist keine Frage des Geldes, welches zusätzlich> gestreut wird.
Das sehe ich auch so.
Lehrer Lämpel schrieb im Beitrag #5676111:
> Percy N. schrieb:>> Denn mein offen erklärtes Anliegen war>> die Thematisierung der Perpetuierung des status quo durch>> menschenrechtswidrige Vorenthaltung von Bildungschancen und>> Informationsmöglichkeiten.>> Bist Du sicher, nicht ganz schwer Einen an der Waffel zu haben?
Endlich mal jemand, der Deutsch kann. In letzter Zeit liest man fast nur
noch das völlig hirnverbrannte "an der Klatsche". Dein korrekter Umgang
mit der Terminologie verrät persönliche Nähe zur Materie.
> Es reicht nicht, nur wirre Gedanken zu haben -man muß auch noch unfähig> sein, diese verständlich zu formulieren.>
Gerade beim Thema Bildung darf man anscheinend beim Gesprächspartner
nicht allzuviel voraussetzen.
> SCNR>
me too
> Zum Thema: Es fehlen Lehrer. Warum, das kann man nach kurzer Zeit> herausfinden. Ein dummes Volk läßt sich leicht steuern.
Schau an, Du hast mich ja doch verstanden, Du kleiner Schlingel!
Aber mit ein paar Lehrern, die in seit Jahren völlig baufälligen
Behelfsbauten die plötzlich und überraschend das Schulalter erreicht
habenden Kinderscharen unterrichten, wird es wohl nicht getan sein. Aber
immerhin scheint man inzwischen die Digitalisierung des
Sportunterrichtes ins Auge zu fassen, das wurde ja auch Zeit ;)))
Percy N. schrieb:> Die BRD hat vor ein paar Jahren den Ländern Unsummen zur Verfügung> gestellt, um Kinder und Jugendliche zu fördern. Das meiste Geld ging> zurück; nicht etwa, weil man es nicht hätte haben wollen, sondern weil> die Verwendung viel zu restriktiv beschränkt war. So hätte man zwar ein> Grundstück für eine Kita kaufen dürfen oder eine Schule bauen, aber das> wäre es dann schon gewesen. Personal? Ist keine Investition, sondern> laufende Kosten: nicht förderfähig. Ausstattung? Klar, Tafel muss wohl> sein, aber die Kreide kauft mal schöb selbst.> Und hinterher hat sich der Bund erdreistet zu behaupten, man habe den> Ländern großzügig Geld zur Verfügung gestellt, die hätten es aber nicht> haben wollen.
Genau, das ganze Geld muß vom Bund kommen. Die müssen gefälligst alles
bezahlen!
Wo kommen wir denn da, hin wenn Bundesländer jetzt schon selbst die
Kreide kaufen müssen.
Eigentlich müsste sowieso Geld an Bäumen wachsen oder vom Himmel
regnen...
Mannomann, wenn man einige geistige Ergüsse hier so liest, kann man
nur zu einem Ergebnis kommen: Wenn das Bildungssystem versagt hat, dann
schon vor einigen Jahren. Und zwar damals, als viele der Schreiberlinge
hier selbst die Schulbank gedrückt haben.
So doof und realitätsfern kann man doch überhaupt nicht sein.
Wie wäre es denn wenn ihr mit eurem degenerierten Nachwuchs, für dessen
Bildung sich die Eltern wohl nur als aller letzte zuständig fühlen, in
ein Land emigriert, in dem die paradiesischen Zustände herrschen, die
ihr herbeiwünscht. Schwer zu finden ? Ach was.
Wenn es nach mir ginge dürften zur Abwechslung mal die Eltern selbst
Kreide bezahlen! Und 100 Euro Schulgeld/Monat noch dazu.
Als Instandhaltungspauschale für die vom lieben Nachwuchs selbst
herbeigeführte Sachschäden. Nein liebe Erziehungsberechtigte, auch wenn
ihr es kaum glauben könnt, aber Klodeckel beispielsweise, entzünden
sich nur selten von selbst...
Naja, ganz so einfach ist das alles nicht.
Hinsichtlich Obsoleszenz und Reparierbarkeit gibt es einen lesenswerten
Artikel in der neuen Elektor 1/2/19 von einem Entwickler für
Mobiltelefone.
Fazit: Reparatur-Schwierigkeiten gehen nicht auf böse Absichten der
Hersteller sondern auf die Forderung der Verbraucher nach schönen und
günstigen Geräten zurück sowie hohe Schadenersatzansprüche an Hersteller
bei missglückten Reparaturversuchen.
glücklicher Weihnachtsmann schrieb:> Percy N. schrieb:>>> Die BRD hat vor ein paar Jahren den Ländern Unsummen zur Verfügung>> gestellt, um Kinder und Jugendliche zu fördern. Das meiste Geld ging>> zurück; nicht etwa, weil man es nicht hätte haben wollen, sondern weil>> die Verwendung viel zu restriktiv beschränkt war. So hätte man zwar ein>> Grundstück für eine Kita kaufen dürfen oder eine Schule bauen, aber das>> wäre es dann schon gewesen. Personal? Ist keine Investition, sondern>> laufende Kosten: nicht förderfähig. Ausstattung? Klar, Tafel muss wohl>> sein, aber die Kreide kauft mal schöb selbst.>>> Und hinterher hat sich der Bund erdreistet zu behaupten, man habe den>> Ländern großzügig Geld zur Verfügung gestellt, die hätten es aber nicht>> haben wollen.>>> Genau, das ganze Geld muß vom Bund kommen. Die müssen gefälligst alles> bezahlen!> Wo kommen wir denn da, hin wenn Bundesländer jetzt schon selbst die> Kreide kaufen müssen.> Eigentlich müsste sowieso Geld an Bäumen wachsen oder vom Himmel> regnen...>
Noch schöner kann man das Thema eigentlich kaum verfehlen. Es ging
keineswegs darum, den Ländern ein paar Zentner Kreide zu stiften,
sondern darum, dass der Bund sich wahrheitswidrig berühmt, den Ländern
riesige Finanzmittel angeboten zu haben, die diese angeblich abgelehnt
hätten
> Mannomann, wenn man einige geistige Ergüsse hier so liest, kann man> nur zu einem Ergebnis kommen: Wenn das Bildungssystem versagt hat, dann> schon vor einigen Jahren. Und zwar damals, als viele der Schreiberlinge> hier selbst die Schulbank gedrückt haben.> So doof und realitätsfern kann man doch überhaupt nicht sein.>
Leider doch, das beweist schon Dein verständnislos Geschreibsel.
> Wie wäre es denn wenn ihr mit eurem degenerierten Nachwuchs, für dessen> Bildung sich die Eltern wohl nur als aller letzte zuständig fühlen, in> ein Land emigriert, in dem die paradiesischen Zustände herrschen, die> ihr herbeiwünscht. Schwer zu finden ? Ach was.>
Du verwechselt da etwas. Der degenerierende Nachwuchs wird mit dem SUV
durch die Gegend gefahren, jeden Tag zur Schule und auch wieder zurück
sowie einmal die Woche zum Reiten und einmal zum Ballett oder Schwimmen,
denn das Kind braucht ja Bewegung. Bereits degeneriert sind die
dazugehörigen Eltern.
Genau diese Leute bräuchten gewiss keine finanzielle Unterstützung, aber
dafür möglicherweise intensive Betreuung durch das Jugendamt, und zwar
von Amts wegen!
Was Du völlig übersiehst, sind die Kinder, die von ihren Eltern trotz
Begabung keine Unterstützung erhalten können, weil diesen ebenfalls
jedwede Bildungschance vorenthalten wurde. Im Gegensatz zu den
Helikopter-Eltern mut dem SUV haben diese nämlich nicht die Möglichkeit,
ihr Kind in eine teure Nachhilfeschule zu stecken, die vom Geld ihrer
Eltern so ausgerüstet wurde, wie es jede Schule aus Steuermitteln sein
sollte.
> Wenn es nach mir ginge dürften zur Abwechslung mal die Eltern selbst> Kreide bezahlen! Und 100 Euro Schulgeld/Monat noch dazu.
Haben Deine Eltern das für Dich bezahlt? Nein? Dann zahle Du das jetzt
nicht nur für Deine Kinder, sondern auch für jeweils eine Mitschüler aus
weiger lestusfähiger Familie.
> Als Instandhaltungspauschale für die vom lieben Nachwuchs selbst> herbeigeführte Sachschäden. Nein liebe Erziehungsberechtigte, auch wenn
Meinst Du Sorgebrechtigte?
> ihr es kaum glauben könnt, aber Klodeckel beispielsweise, entzünden> sich nur selten von selbst...
Nein, sowas: Du hast es tatsächlich geschafft, doch noch eine wahre
Aussage unterzubringen.
Das passt Dir alles nicht? Oh weh!
Hier wende sich der Gast mit Grausen!
Anton M. schrieb:> Fazit: Reparatur-Schwierigkeiten gehen nicht auf böse Absichten der> Hersteller sondern auf die Forderung der Verbraucher nach schönen und> günstigen Geräten zurück sowie hohe Schadenersatzansprüche an Hersteller> bei missglückten Reparaturversuchen.
Du möchtest hoffentlich nicht erreichen, dass jetzt alle glauben, aus
diesem Grund müsse ein zerbrochener Drehteller den wirtschaftlichen
Totalschaden eines Mikrowellenherdes bedeuten.
Percy N. schrieb:> Du möchtest hoffentlich nicht erreichen, dass jetzt alle glauben, aus> diesem Grund müsse ein zerbrochener Drehteller den wirtschaftlichen> Totalschaden eines Mikrowellenherdes bedeuten.
Sorry für den Show-Stopper in der Filterblase böse Hersteller, böser
Staat.
Wer die Schlagfrequenz neuer Produkte verfolgt wird kaum erwarten dass
Hersteller eine teure, immer längere Ersatzteilhistorie pflegen.
Letztlich entscheidet die Masse an Kunden mit ihren Kaufentscheidungen.
Ja, manchmal läuft das auch auf Wahnsinn hinaus.
Meine Mikrowelle hält aber nun schon fast 10 Jahre und mit dem
Drehteller bin ich immer pfleglich umgegangen :)
glücklicher Weihnachtsmann schrieb:> Wie wäre es denn wenn ihr mit eurem degenerierten Nachwuchs, für dessen> Bildung sich die Eltern wohl nur als aller letzte zuständig fühlen, in> ein Land emigriert, in dem die paradiesischen Zustände herrschen, die> ihr herbeiwünscht. Schwer zu finden ? Ach was.>
Da hast Du Recht, so ein Land ist wirklich nicht schwer zu finden:
China, dicht gefolgt von Finnland, Südkorea, Kanada und Japan.
Zitat von hier:
https://www.bildungsxperten.net/wissen/der-deutsche-bildungsstand-im-internationalen-vergleich/
Einen weiteren Vergleichsindikator für den Bereich der Schulbildung
stellt der Prozentsatz der 20-24-jährigen dar, die einen Sekundarstufe
II Schulabschluss vorweisen können – also einen Hauptschulabschluss oder
höher. Hier hinkte Deutschland 2005 mit 71% knapp dem EU-Durchschnitt
von 77% hinterher. Zu den Spitzenreitern in dieser Kategorie gehören zum
Beispiel die Slowakei, Slowenien und Tschechien, die jeweils eine Quote
von mehr als 90% vorweisen können.
Ende der Sendung.
Statistiken über Abschlüsse wunschgemäss zu tunen ist einfach. Man
schraubt etwas an den Anforderungen und schon sehen die Zahlen ganz
anders aus.
Wobei ich niemandem etwas in die Schuhe schieben will. Nur traue ich
deshalb solchen Vergleichen nicht. Egal ob sie in die Erwartungshaltung
passen oder nicht.
Anton M. schrieb:> Sorry für den Show-Stopper in der Filterblase böse Hersteller, böser> Staat.
Wenn ich jetzt Deine Blase "der Markt erzwingt Unvernunft" angestochen
haben sollte, tut mir das kein bisschen leid, aber darauf mag ich nicht
hoffen.
> Wer die Schlagfrequenz neuer Produkte verfolgt wird kaum erwarten dass> Hersteller eine teure, immer längere Ersatzteilhistorie pflegen.
Das ist eine Frage des Einzelfalles. Ein BC 547 ist seit Jahrzehnten an
jeder zweiten Straßenecke verfügbar. Das Headset eines Galaxy S3
unterscheidet sich nicht von dem eines S7. Sennheiser hat Jahrzehnte
Ersatzteile für seine Kopfhörer geliefert, zuletzt sind die für den HD
414 etwas teuer geworden. Nach 50 Jahren!
> Letztlich entscheidet die Masse an Kunden mit ihren Kaufentscheidungen.> Ja, manchmal läuft das auch auf Wahnsinn hinaus.
Warum jeder Mikrowellenherd mit 30 Liter Garraum seinen eigens designten
Drehteller brauchen sollte, ist kaum darstellbar. Btw: Bei Ford konnte
man recht lange die Motore ebenso wie zB die Bremsanlage oder die Sessel
problemlos zwischen den Modellreihen tauschen, bei der Kardanwelle
konnte es schwierig werden.
> Meine Mikrowelle hält aber nun schon fast 10 Jahre und mit dem> Drehteller bin ich immer pfleglich umgegangen :)
Ja, ich auch. Meine Umzugsleute leider nicht. Und da ich auch deren
Haftpflichtversicherung bezahlen darf, trifft mich hinten herum auch der
Versicherungsschaden.
Lehrer Lämpel schrieb:> Prozentsatz der 20-24-jährigen dar,> die einen Sekundarstufe II Schulabschluss vorweisen können> – also einen Hauptschulabschluss oder höher.
Ist das nicht falsch? Einen Abschluss der Sekundarstufe II ist die
Jahrgangsstufe der weiterführenden Bildung (Level 3 der ISCED)
- die gymnasiale Oberstufe
- die berufsbildenden Schulen
- die Weiterbildungsschulen für Erwachsene (Abendschulen und Kollegs)
siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Sekundarstufe_II#/media/File:Deutsches_Bildungssystem-quer.svg
Einen Abschluss der Sekundarstufe I - Hauptschule nach 10. Klasse oder
höher
mit evtl. Qualifikation zur Sekundarstufe II wurde hier wohl
verwechselt. Das würde auch unterschiedliche erreichte Quoten erklären.
void schrieb:> Lehrer Lämpel schrieb:>> Prozentsatz der 20-24-jährigen dar,>> die einen Sekundarstufe II Schulabschluss vorweisen können>> – also einen Hauptschulabschluss oder höher.>> Ist das nicht falsch? Einen Abschluss der Sekundarstufe II ist die> Jahrgangsstufe der weiterführenden Bildung (Level 3 der ISCED)> - die gymnasiale Oberstufe> - die berufsbildenden Schulen> - die Weiterbildungsschulen für Erwachsene (Abendschulen und Kollegs)> siehe> https://de.wikipedia.org/wiki/Sekundarstufe_II#/media/File:Deutsches_Bildungssystem-quer.svg>>> Einen Abschluss der Sekundarstufe I - Hauptschule nach 10. Klasse oder> höher> mit evtl. Qualifikation zur Sekundarstufe II wurde hier wohl> verwechselt. Das würde auch unterschiedliche erreichte Quoten erklären.
Das passt dann exakt zu meienr Quelle und zeigt dass es wohl in der
ganzen Generation konstant geblieben ist.
Berufsabschluss oder höher liegt da bei 72%.
In Slovenien und Co. gibt es wahrscheinlich keine allgemeinbildende
Hauptschule wie bei uns, sondern es ist gleich eine Berufsausbildung in
irgendeine Richtung.
Eine Berufsausbildung gesetzlich verpflichtend zu machen (nicht nur
besagte allgemeine Bildung wie hierzulande) ist allerdings durchaus eine
Überlegung wert. Nur müssen dafür Ausbildungsplätze her die der
Betreffende nicht aus eigener Tasche zahlen muss wie es häufig der Fall
ist...
Christoph B. schrieb:> Elektronik im Consumerbereich wird schnelllebiger. Besonders bei> Smartphones geht der Trend immer mehr zu Neukauf statt Reparatur.
Nicht nur bei Smartphones. Nachdem Elektronik generell immer kleiner und
billiger wird macht auch die Reparatur gegenüber dem einfachen Austausch
immer weniger Sinn. Meist ist Neuware beim Fortschritt dieser Tage auch
technisch besser und leistungsfähiger. Viel wichtiger wird dagegen die
Frage des ordnungsgemäßen Recycling. Wo man günstig reparieren kann
sollte man das natürlich tun- wer darauf Wert legt sollte auch vor dem
Kauf ein Auge drauf haben und den ein oder anderen Euro mehr
investieren. Hinterher aber von hoher moralischer Warte ohne jedes
Gefühl der Eigenverantwortung für seine (günstige) Kaufentscheidung
herumzujammern ist schon ziemlich wohlfeil und mit dem Anspruch, es
dürfe ja nichts kaputtgehen und alles easy reparierbar sein, reichlich
vermessen und praxisfern.
Weshalb sollte jeder Depp gebildet werden? Das kostet nur Geld, das wird
woanders gebraucht. Das System ist nicht für die breite Volksmasse
errichtet worden.
Käsebier schrieb:> Weshalb sollte jeder Depp gebildet werden? Das kostet nur Geld, das wird> woanders gebraucht. Das System ist nicht für die breite Volksmasse> errichtet worden.
Um es in deinem gleichen kursichtigen Tonfall zu sagen: Weil die
ungebildeten dann dem Steuerzahler auf der Tasche liegen...
Oder willst du das Sozialsystem auch abschaffen?
Alex G. schrieb:
> Um es in deinem gleichen kursichtigen Tonfall zu sagen:
Das war beabsichtigt.
> Oder willst du das Sozialsystem auch abschaffen?
Schau dich um, das ist längst im Niedergang begriffen.
Käsebier schrieb:> Schau dich um, das ist längst im Niedergang begriffen.
Nicht nur das, es liegt sogar in den letzten Zügen, schau dich bei
unseren Nachbarn um, die sind schon ein Stück weiter.
Imm Moment profitieren wir noch von einem erstaunlich stabilen
Wirtschaftslage, das wird aber nicht so bleiben. Ich sehe keinen Grund
mehr, warum Deutschland weiterhin eine rel. weit vorn stehende
Industrienation bleiben sollte. Der Technologieausverkauf hat längst
beängstigende Züge angenommen, neue Technologien finden woanders statt.
Ausser Anspruchsdenken sehe ich nicht mehr viel. Rechte statt Pflichten,
Bürokratie und Kontrolle ohne Ende, ein Brückenbau braucht 15 Jahre
Genehmigungsverfahren und wird am Ende durch eine einmal gesichtete
(oder ausgesetzte) Fledermaus vom Tisch gewischt, von Bahnhöfen oder
Flugplätzen will ich gar nicht reden. Europa funktioniert nicht, weil
immer noch nationale Bedenken/vermutete Nachteile blockieren.
Stromtrassen lassen sich nicht bauen.
Kurz: wir sind eigentlich im Arsch, die meisten wissen es aber noch
nicht.
Früher nannte man so ein Verhalten Dekadenz.
H.Joachim S. schrieb:> ein Brückenbau braucht 15 Jahre Genehmigungsverfahren
jaja Infrastruktur...
Ich kam grad aus Dänemark wieder.
selbst die kleinsten Strassen sind in bestem Zustand.
Es fühlt sich dort so an, als könnte man
einen gut gefüllten Kaffeebecher in den Halter stellen,
und wenn ich von Hanstholm nach Rudbøl(keine Autobahn) fahre,
schwappt der nicht einmal über.
Kaum ist man wieder über die Grenze nach D zurückgekommen,
sind die Strassen nur noch ein einziges Gerumpel.
bisweilen nur noch Krümel.
Man kann mittlerweile schauen wohin man will:
Deutschland hinkt hinterher.
● J-A V. schrieb:> Ich kam grad aus Dänemark wieder.> selbst die kleinsten Strassen sind in bestem Zustand.> Kaum ist man wieder über die Grenze nach D zurückgekommen,> sind die Strassen nur noch ein einziges Gerumpel.
Ist mal jemandem in den Sinn gekommen, dass sich die fette Überschrift
über solchen Zuständen UNTERSCHLAGUNG nennt? Ich sehe es so, dass die
Steuern zwar erhoben, aber nicht an die Kostenstellen weitergegeben
werden. Das ist definitiv Betrug am Steuerzahler. Nur leider ist weder
Kläger noch gewillter Richter da. Hätte Deutschland das Geld, dass seine
Steuerbürger erwirtschaften, wäre Deutschland nicht eins der ärmsten,
sondern reichsten Länder der Welt.
Anton M. schrieb:> Meist ist Neuware beim Fortschritt dieser Tage auch> technisch besser und leistungsfähiger.
Das mag auf Smartphones/Computer zutreffen.
Aber bei Haushaltsgeräten ist es ganz sicher umgekehrt. Da sehe ich in
den letzten 20 Jahren keinen nennenswerten Fortschritt. Leider werden
auch diese Geräte nur noch für kurze Nutzungsdauer gestaltet.
Alex G. schrieb:> Sind wir also mal wieder beim Thema "Deutschland ist scheisse und/oder> dem Untergagng geweit" angekommen?
Sobald Wechselakkus vorgeschrieben werden wird alles besser. ;-)
Aber was will man machen. Elektroniker sind halt anfällig für bipolare
Störungen.
H.Joachim S. schrieb:> Europa funktioniert nicht, weil immer noch nationale> Bedenken/vermutete Nachteile blockieren.> Früher nannte man so ein Verhalten Dekadenz.
O je, diese Träume. Kunstworte wie "nationale Bedenken" sind bösartigste
Auswüchse eristischer Dialektik, geschaffen von linksgrünen
Bürgerbetrügern, um jahrhundertealte, solide soziale und wirtschaftliche
Standards aus der Laune raus vollkotzen zu dürfen.
Europa funktioniert deswegen nicht, weil fast alle Obrigen in die eigene
Tasche arbeiten, bzw. die ihrer Shareholder. Mit Dekadenz hat das noch
nichts zu tun. Dekadenz kommt erst dann, wenn den Bauernfängern in
Berlin und Brüssel bewusst wird, was sie getan haben. Aber dann kommt es
ganz dick: Dann wird ein ganzer Kontinent ohne Führung sein.
Leichenbitter schrieb:> UNTERSCHLAGUNG nennt? Ich sehe es so, dass die> Steuern zwar erhoben, aber nicht an die Kostenstellen weitergegeben> werden. Das ist definitiv Betrug am Steuerzahler.
es werden schon noch Strassen gebaut.
Aber eher bestehende AUSgebaut.
Dort mus man ja keine Umweltschäden befürchten.
Fledermäuse findet man dort ja eh nicht.
Mit diesen Ausbauten brüstet man sich dann, wat man geleistet hat
● J-A V. schrieb:> es werden schon noch Strassen gebaut.
Nicht verstanden? Der Tatbestand ist, dass Geld für angebliche Kosten
kassiert wird, die nicht beglichen werden. Egal wohin das Geld
letztendlich abwandert bzw. abgegriffen wird. Das Prinzip, in großem
Stil, macht jede Privatisierung gleich 2x zum Betrug am Steuerbürger.
1. werden für ein Objekt, das längst privat finanziert wird, weiterhin
öffentliche Steuern kassiert
2. wird öffentliches (Steuerbürger)Eigentum an privat verkauft, ohne die
Eigentümer (die Gesamtheit des Staats, also die Bürger) zu fragen.
Der Deal ist viel dicker, als man je vermuten würde. Aktuell werden
Billionen öffentlicher Gelder vor unseren Augen in die Taschen einiger
weniger Privatmenschen verschoben. Nix EU! Geld abgreifen, soviel wie
möglich, lautet die Agenda 20xx.
> 2. wird öffentliches (Steuerbürger)Eigentum an privat verkauft, ohne die> Eigentümer (die Gesamtheit des Staats, also die Bürger) zu fragen.
3. wird das privatisierte Objekt dann (wissent- und willentlich) vor die
Wand gefahren, so dass der Steuerbürger doch wieder die Kosten trägt. Da
er die aber sowieso trägt (Punkt 1), trägt er sie nach dem Chrash also
2x. Und zwar ohne dass durch die Steuern der Sanierungsstau behoben
wäre. Das ist dann die 3. Zahlung für dieselbe Sache (Beispiele? A1
Hamburg-Bremen ... Deutsche Bahn ...)
Leichenbitter schrieb:> ● J-A V. schrieb:>> es werden schon noch Strassen gebaut.>> Nicht verstanden? Der Tatbestand ist, dass Geld für angebliche Kosten> kassiert wird, die nicht beglichen werden. Egal wohin das Geld> letztendlich abwandert bzw. abgegriffen wird. Das Prinzip, in großem> Stil, macht jede Privatisierung gleich 2x zum Betrug am Steuerbürger.> 1. werden für ein Objekt, das längst privat finanziert wird, weiterhin> öffentliche Steuern kassiert
Da der private Financier sich sein Engagement gern fürstlich entlohnen
lässt, ist das nun wahrlich keine Überraschung.
Aber es stimmt schon: PPP bedeutet nicht nur public private partnership,
sondern auch pissed poor planning.
Da die Privaten ihre Kosten über die LKW-Maut abrechnen, müssten die
Steuern für die privatisierten Autobahnen frei werden, oder die
Steuerlast sinken. Hat davon schon jemand gehört? Ich nicht.
Es sind übrigens nicht nur zwei..drei..Autobahnen, NEIN!
In großem Stil,
der Ausverkauf Deutschlands
https://de.wikipedia.org/wiki/Privatautobahn
Um auf die Smartphones zurückzukommen:
Man darf ruhig sein PHone 5 Jahre verwenden. Meines ist von 2014 und
funktioniert noch prima. Einmal Akku getauscht.
Auch PCs muss man nicht alle 2 Jahre tauschen:
Beitrag "passende 2018er PC-Hardware unter Windows XP"
Martin K. schrieb:> Um auf die Smartphones zurückzukommen:
Ja genau. Neben TV u. Fußball das Lebenselexier des Bürgers. Die erste
Etage steht in Flammen, na und! Geht uns nix an, wir wohnen doch
schließlich im III. OG. Und jetzt bitte auf die Smartphones zurückkommen
Martin K. schrieb:> Auch PCs muss man nicht alle 2 Jahre tauschen:
Wenn man nicht zu den Hardcore-Gamern zählt, gibt es dafür schon lange
keinen Grund. Wobei ein Zyklus von 2 Jahren noch nie zutraf.
Leichenbitter schrieb:> Ja genau. Neben TV u. Fußball das Lebenselexier des Bürgers. Die erste> Etage steht in Flammen, na und! Geht uns nix an, wir wohnen doch> schließlich im III. OG. Und jetzt bitte auf die Smartphones zurückkommen
Ich nehme am, du brüllst auch beim Einkaufen im Supermarkt permanent
deinen Frost an der Welt raus.
A. K. schrieb:> Ich nehme am, du brüllst auch beim Einkaufen im Supermarkt permanent> deinen Frost an der Welt raus.
Dir kommts noch! Verlass dich drauf, Herr Oberlehrer.
Leichenbitter schrieb:>> Ich nehme am, du brüllst auch beim Einkaufen im Supermarkt permanent>> deinen Frost an der Welt raus.>> Dir kommts noch! Verlass dich drauf, Herr Oberlehrer.
Ist das eine Drohung?
Leichenbitter schrieb:> Da die Privaten ihre Kosten über die LKW-Maut abrechnen, müssten die> Steuern für die privatisierten Autobahnen frei werden, oder die> Steuerlast sinken. Hat davon schon jemand gehört? Ich nicht.
Hast du die letzten Jahre gepennt? Kann zwar nicht sagen ob das an
Autobahnen liegt, aber der Staatshaushalt ist endlich aus den Miesen
raus gekommen!
Das ist etwas was nicht viele Rechtsstaaten (und kaum eins mit gutem
Sozialsystem) behaupten können.
Also einiges wird auf alle Fälle richtig gemacht.
Alex G. schrieb:> Hast du die letzten Jahre gepennt? Kann zwar nicht sagen ob das an> Autobahnen liegt, aber der Staatshaushalt ist endlich aus den Miesen> raus gekommen!
Das ist wahrlich kein Kunststück, wenn notwendige Instandhaltungen
einfach nicht durchgeführt werden. Ich warte zB darauf, dass das
Transportgeschwader der Bundeswehr einen Schnellkurs im Hitch-Hiking
verpasst bekommt. Zu diesem Themenkomplex könnte man sich zudem fragen,
zu welchem Zweck die Bundeswehr Fuhrpark GmbH gegründet werden musste.
Wer hier auf die Umgehung haushaltsrechtlicher Vorschriften tippt, liegt
vermutlich nicht völlig daneben.
Zudem hat Tom die Misere in der Vergangenheit Unsummen einfach vergeigt,
ohne dass sich jemand groß darüber aufregen durfte.
Zur Deutschen Bank als erstklassige Geldsenke muss wohl auch nicht viel
erzählt werden, außer vielleicht, dass Mehdorn seinen Job exakt nach den
Vorgaben der Eigentümerin gemacht haben dürfte. Dass es trotzdem nicht
zu einer extrem aufgeblasenen Emission zu Phantasiepreisen gekommen ist,
dürfte schwerlich an den Herren Gottschalk oder Krug gelegen haben.
> Das ist etwas was nicht viele Rechtsstaaten (und kaum eins mit gutem> Sozialsystem) behaupten können.>
Warte, warte nur ein Weilchen ...
> Also einiges wird auf alle Fälle richtig gemacht.
Vermutlich, zumal hierfür die Zweckerreichung das Kriterium sein dürfte.
Nur kennen wir den Zweck nicht zuverlässig. Ein ausgeglichener Haushalt
als alles überragender Selbstzweck ist nicht wirklich überzeugend.
Alex G. schrieb:> Hast du die letzten Jahre gepennt? Kann zwar nicht sagen ob das an> Autobahnen liegt, aber der Staatshaushalt ist endlich aus den Miesen> raus gekommen!
OMG
Ähhh...d das muss ander Vvollbeschäftigung liegen oder ....
***
Ich will das jetzt mal den echten Pennern erklären, das Schnarchen ist
ja nicht auszuhalten ;) Nicht dass das vorher anders war, aber seit der
Wende werden die Bilanzen richtig gefälscht. Kasse, Bank und
Fremdkapital stehen auf der selben Seite der Bilanz. Langfristiges
Fremdkapital gilt als Eigenkapital. Der EZB Anleihen"kauf" brachte und
bringt dem Land (besser: der Regierung) Milliarden und Abermilliarden an
liquiden Mitteln erster Güte (Bar- und Bankgeld). In derselben Höhe
wächst das Gegenkonto: Langfristige Verbindlichkeiten (50 J. und mehr).
gegenüber d. EZB bzw. deren Eigentümer; und wem das Wort nicht passt:
Shareholdern.
Und jetzt meinetwegen weiterschlafen. Das Wachwerden wird für manche
leider bitter. Vor allem für die, die sich was gespart, oder Immobilien
haben. Die müssen schon sehr bald für den "ausgeglichenen Haushalt"
blechen.
Leichenbitter schrieb:> Vor allem für die, die sich was gespart, oder Immobilien> haben. Die müssen schon sehr bald für den "ausgeglichenen Haushalt"> blechen.
Was wäre denn zu tun um das zu vermeiden?
Nachdem das Thema "Umdenken bei der Reparierbarkeit von
Consumerelektronik?" offenbar ausdiskutiert wurde, können wir den Thread
hier schließen.
Weiteres gehört in die entsprechenden Politikforen.