Jetzt endlich möglich: AMPER skillen?

#5709924
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Bei der Interpunktion war ich mir tatsächlich nicht sicher. Aber die 
Unterscheidung zwischen ß und ss, wobei der Vokal vor ß gedehnt 
gesprochen und vor ss kurz, finde ich gut. Das ist das einzige was ich 
an der Rechtschreibreform positiv in Erinnerung habe. Bei der 
Richtigkeit der Interpunktion der vorigen Sätze einschließlich diesen, 
bin ich auch nicht sicher.
Persönliche Seite #5709965
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Andreas M. schrieb:
> Aber die Unterscheidung zwischen ß und ss, wobei der Vokal vor ß gedehnt
> gesprochen und vor ss kurz, finde ich gut. Das ist das einzige was ich
> an der Rechtschreibreform positiv in Erinnerung habe.

Dem schließe ich mich an.

Allerdings ist das "das" aussprachetechnisch vom "dass/daß" nicht zu 
unterscheiden, beides wird mit kurzem Vokal ausgesprochen (außer in 
irgendeinem obskuren Dialekt, der "das" mit gedehntem Vokal ausspricht).

Da das auch inkonsistent und unlogisch ist, behalte ich das gute alte 
"daß" bei. Den Rest der sogenannten Rechtschreibreform ignoriere ich 
sowieso, ich bin alt genug, das zu dürfen/zu können und zu wollen.
Beitrag #5710225 wurde von einem Moderator gelöscht.
#5710419
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Übrigens verlinke ich gerne nochmal den Thread, der die ganzen AMPER ins 
Rollen gebracht hat:

Beitrag "Amper hoch skillen?"

eine echte Perle! auf dass uns der Thread noch lange erhalten bleiben 
möge :-)

Uhu U. schrieb:
> So quasi ein Chübeli auf vier Rädern?

ein Chübeli ist ein kleines Bier:
Kübel = 0.5l
Chübeli (kleiner Kübel) = 0.3l
Stange = 0.3l - aber anderes Glas ;-)
#5710502
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Falk B. schrieb:
> Naja, frag mal die Engländer wie die es finden, daß die Amis und der
> Rest der Welt color statt colour, meter statt metre etc. schreiben.

Der "Rest der Welt" ist so riesig nicht. In den meisten 
Commonwealth-Staaten dürften "colour" und "metre" geschrieben werden, 
selbst in Canada. Nur die doofen Krauts müssen den Yankees fast jeden 
Unsinn nachmachen. Das war mal anders, da hieß das hier "couleur", weil 
unsere Altvorderen damals gerne welsch parlierten (oder zumindest so tun 
wollten).

Gleichwohl wäre eine Reform der Schreibung der englischen Sprache 
angebracht, dahingehend, dass man ohne längeres Studium wenigstens 
erahnen kann, wie ein Wort ausgesprochen bzw geschrieben werden soll.
#5712323
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Rufus Τ. F. schrieb:

> Da das auch inkonsistent und unlogisch ist, behalte ich das gute alte
> "daß" bei. Den Rest der sogenannten Rechtschreibreform ignoriere ich
> sowieso, ich bin alt genug, das zu dürfen/zu können und zu wollen.

Bin zwar auch schon über 50 aber noch nicht so arrogant oder betonköpfig 
um aktuelle Regeln vorsätzlich zu ignorieren. Wohlwissend, dass es 
sowohl bei den alten als auch bei den neuen Regeln Inkonsistenzen gibt. 
Ich bin alt genug, um verstanden zu haben, dass Rechtschreibregeln noch 
nie perfekt waren und auch nie perfekt sein werden.
#5712396
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Jens K. schrieb:
> Rufus Τ. F. schrieb:
>
>> Da das auch inkonsistent und unlogisch ist, behalte ich das gute alte
>> "daß" bei. Den Rest der sogenannten Rechtschreibreform ignoriere ich
>> sowieso, ich bin alt genug, das zu dürfen/zu können und zu wollen.
>
> Bin zwar auch schon über 50 aber noch nicht so arrogant oder betonköpfig
> um aktuelle Regeln vorsätzlich zu ignorieren. Wohlwissend, dass es
> sowohl bei den alten als auch bei den neuen Regeln Inkonsistenzen gibt.
> Ich bin alt genug, um verstanden zu haben, dass Rechtschreibregeln noch
> nie perfekt waren und auch nie perfekt sein werden.

Ich denke, der wesentliche Erfolg der Rechtschreibreform ist darin zu 
sehen, dass einer breiten Öffentlichkeit bewusst geworden ist, dass 
Orthographie keineswegs vom Himmel gefallen oder auch nur in Stein 
gemeißelt ist. Interessanter Weise  (zumindest für mich ?) "darf" ich 
jetzt endlich wieder, was der Duden mir seit ~1980 verboten hatte, 
nämlich "in Bezug auf" schreiben, was ich freilich ohnehin immer getan 
habe. Die Veränderung im Bereich ß/ss begrüße ich ebenfalls, "Schloß" 
neben "Schkosser" ist nicht nachvollziehbar. Leider "darf" man immer 
noch nicht "Gefäss" schreiben oder gar sagen, obwohl es von "fassen" 
abstammt.
#5712518
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Percy N. schrieb:
> Leider "darf" man immer
> noch nicht "Gefäss" schreiben oder gar sagen, obwohl es von "fassen"
> abstammt.

Wenn man sich immer überlegen müsste wo jedes Wort herkommt, wäre alles 
noch viel komplizierter. Da ist die aktuelle Regelung, die sich an der 
Aussprache orientiert zwar auch nicht perfekt aber sehr viel besser und 
nicht nur für studierte Germanisten verständlich.
#5712526
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Percy N. schrieb:
> Interessanter Weise  (zumindest für mich ?) "darf" ich
> jetzt endlich wieder, was der Duden mir seit ~1980 verboten hatte,
> nämlich "in Bezug auf" schreiben, was ich freilich ohnehin immer getan
> habe.

Wie hat der Duden das nur angestellt...

Percy N. schrieb:
> Der Duden ist bisher keine anerkannte Rechtsquelle.


Ich hab' mich in jener Zeit gelegentlich mit "bezugnehmend auf" aus der 
Affäre gezogen.
#5713090
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Jens K. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Leider "darf" man immer
>> noch nicht "Gefäss" schreiben oder gar sagen, obwohl es von "fassen"
>> abstammt.
>
> Wenn man sich immer überlegen müsste wo jedes Wort herkommt, wäre alles
> noch viel komplizierter. Da ist die aktuelle Regelung, die sich an der
> Aussprache orientiert zwar auch nicht perfekt aber sehr viel besser und
> nicht nur für studierte Germanisten verständlich.

Dies ist ein freies Land, zumindest insoweit, als dass niemand gezwungen 
wird, überhaupt irgend welche Überlegungen anzustellen. Man braucht noch 
nicht einmal fremde Texte zu lesen, die man nicht versteht.

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