Forum: Offtopic Stromausfall in Berlin Köpenick über 24h


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von Peter D. (peda)


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Es wurde das Hauptkabel angebohrt und auch das Reservekabel 1m daneben.

Und im Krankenhaus sprang das Notstromaggregat nicht an, die 
Intensivpatienten mußten verlegt werden.

Nun soll ja bald der Strom wieder eingeschaltet werden können.

von Michael B. (laberkopp)


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Peter D. schrieb:
> Es wurde das Hauptkabel angebohrt und auch das Reservekabel 1m daneben.

Es ist immer wieder erschreckend, bei solchen Aktionen mitzubekommen, 
wie unsere Stromanbieter, die Netzentgelte kassieren daß es nur so 
kracht, in Wahrheit gar kein Netz unterhalten, sondern viele Gebiete nur 
an einer Leine hängen haben.

Bei einem Netz sind alle Knoten aus mehreren Richtungen erreichbar, und 
wenn ein Strippe reisst, ist der Knoten immer noch erreichbar. Wenn 
jedoch wie hier ein ganzer Stadtteil oder wie hier 
http://www.spiegel.de/panorama/stromchaos-im-muensterland-25-000-menschen-droht-vierte-nacht-ohne-strom-a-387234.html 
mehrere Ortschaften nur an einer einzigen Versorgungsleitung hängen, 
dann ist es eben nicht mit ein mal schnell umschalten getan, sondern 
dann muss gebaggert udn repariert werden.

Konsequent wäre es, nun Diejenigen wegen Unterschlagung und Veruntreuung 
anzuklagen und einzusperren, die behauptet haben NETZentgelte zu 
benötigen aber nur STRIPPEN gelegt haben.

von Kilo S. (kilo_s)


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Das war (ist noch) einer der gründe das ich hier auf dem Balkon eine 
Kleine Inselanlage betreibe.

Hier gibt es regelmäßig bei starken unwettern Stromausfälle.

Ein paar LED's, Radio und Smartphone kann ich damit für ca. 10 Stunden 
betreiben.
Gekocht wird dann mit dem Campingkocher (Gas) bzw. mit dem Kochgeschirr 
mit Spiritusbrenner.

https://www.amazon.de/Kochgeschirr-Spiritusbrenner-Aluminium-abnehmbarem-Festivals/dp/B00TYBW4QY

Einen Kanister Wasser (20l, Micropur forte für die haltbarkeit drin) hab 
ich auch dunkel und kühl in der Vorratskammer.

Es hat so viele vorteile eine gute Campingausrüstung zu haben.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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@ Mischael B.

Ich muß dir widerprechen. Hier war das Problem etwas anders gelagert. 
Die Schweizer Firma hat ganze Arbeit geleistet und ohne Trassenkenntnis 
2 Treffer an beiden 110 KV Leitungen(je drei Einleiterkoaxialkabel mit 
PE Isolierung) zum Umspannwerk auf einen Streich gelandet. Der Grund 
warum sie so nah bei einander verlaufen ist, dass sie unter der 
Allendebrücke über die Spree geführt wurden. 110 KV Kabel waren damals 
in den späten 70ern als ich im, Wasserwerk Friedrichshagen meine Lehre 
als Eli machte, Neuland in der DDR ich habe dort noch die HV Masten und 
Freileitungen über die Spree in Erinnerung.
Die Gegend war zuvor berüchtigt für Stromausfälle wegen Überlastung des 
UW Seelenbinderstrasse.
Es war eine der Ersten unterirdischen 110KV Trassen in Ostberlin.

Namaste

: Bearbeitet durch User
von Ralf L. (ladesystemtech)


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Ich hatte für solche Fälle jahrelang immer einen Honda Stromerzeuger in 
der Garage. Es kam aber nie ein Stromausfall, deshalb habe ich ihn im 
Bekanntenkreis verschenkt. Vielleicht war es leichtsinnig, wenn sich die 
Stromausfälle demnächst durch marode Netze häufen sollten. Aber zur Not 
könnte ich ihn mir wahrscheinlich zurückleihen.

von Tobias P. (hubertus)


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Winfried J. schrieb:
> Einleiterkoaxialkabel

interessant - warum erfolgt die Stromversorgung über Koax?

von Alex G. (dragongamer)


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Peter D. schrieb:
> Und im Krankenhaus sprang das Notstromaggregat nicht an
Das hab ich irgendwie öfters gehört. Auch in New York damals vor 2-3 
Jahren.
Da frage ich mich, wieso testet man das Anspringen nicht ein mal pro 
Monat oder so?
Oder sind diese Motoren dahingehend speziell dass sie häufiges Anlaufen 
nicht vertragen?

von Tobias P. (hubertus)


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Alex G. schrieb:
> Da frage ich mich, wieso testet man das Anspringen nicht ein mal pro
> Monat oder so?
> Oder sind diese Motoren dahingehend speziell dass sie häufiges Anlaufen
> nicht vertragen?

das würde mich auch interessieren. Und auch, was mit den Patienten 
passierte, die zu der Zeit grade an irgendwelchen lebenserhaltenden 
Maschinen hingen - bei einer Beatmungsmaschine o.ä. ist ein Stromausfall 
vmtl nicht so toll? zwar wurden die Patienten ja verlegt, aber was 
passiert in der Zeit wo der Stromausfall bemerkt wurde, bis die 
Verlegung passierte?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Tobias P. schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> Einleiterkoaxialkabel
>
> interessant - warum erfolgt die Stromversorgung über Koax?

Imho ist das bei Diesen Spannungen noch heute die üblich Kabelbauform 
ich denke es geht um die E-Feldabschirmung. Der Spannungsgradient des 
Kabels reichte sonst zu weit in die Umgebung.

Namaste

von Alex G. (dragongamer)


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Tobias P. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Da frage ich mich, wieso testet man das Anspringen nicht ein mal pro
>> Monat oder so?
>> Oder sind diese Motoren dahingehend speziell dass sie häufiges Anlaufen
>> nicht vertragen?
>
> das würde mich auch interessieren. Und auch, was mit den Patienten
> passierte, die zu der Zeit grade an irgendwelchen lebenserhaltenden
> Maschinen hingen - bei einer Beatmungsmaschine o.ä. ist ein Stromausfall
> vmtl nicht so toll? zwar wurden die Patienten ja verlegt, aber was
> passiert in der Zeit wo der Stromausfall bemerkt wurde, bis die
> Verlegung passierte?
Ich erinnere mich mal gelesen zu haben dass es für Kurz-Zeit, auch 
Akku-Notstromversorgung gibt. Eine USV sozusagen. Ob das hierzulande 
aber üblich ist, ka.
Für die Lebenserhaltenden Geräte macht es wahrscheinlich Sinn sowas 
direkt zu integrieren, schließlich könnte ja jemand auch über ein 
Anschlusskabel stolpern.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ralf L. schrieb:
> Ich hatte für solche Fälle jahrelang immer einen Honda Stromerzeuger in
> der Garage. Es kam aber nie ein Stromausfall, deshalb habe ich ihn im
> Bekanntenkreis verschenkt. Vielleicht war es leichtsinnig, wenn sich die
> Stromausfälle demnächst durch marode Netze häufen sollten. Aber zur Not
> könnte ich ihn mir wahrscheinlich zurückleihen.

man denke auch immer daran frischen Sprit zur Verfügung zu haben.

von Kilo S. (kilo_s)


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Peter D. schrieb:
> Und im Krankenhaus sprang das Notstromaggregat nicht an, die
> Intensivpatienten mußten verlegt werden.

Laut Medien sprang es an, es gab aber Schwankungen bei der 
Stromversorgung daher wurden die Patienten verlegt. Zumindest kam das so 
in den Nachrichten.

Alex G. schrieb:
> Ich erinnere mich mal gelesen zu haben dass es für Kurz-Zeit, auch
> Akku-Notstromversorgung gibt. Eine USV sozusagen.

Zumindest sind einige geräte zusätzlich mit Akkus ausgestattet. Ich hab 
mal einen schwung alter medizingeräte gekauft (Letztes jahr) da waren 
überall akkus drin. Alles Bleisammler mit 6-8V und 2-7Ah. (War ein guter 
Deal, Displays, Akkus und AD wandler on mass in so einem 
überwachungsmonitor, sogar kleine magnetventile und für die 
Blutdruckmanschette sogar kleine Pumpen ;-) ) selbst der "Autoinjektor" 
war mit zwei 6V 2Ah akkus ausgestattet.

von Gerd E. (robberknight)


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Winfried J. schrieb:
> Die Schweizer Firma hat ganze Arbeit geleistet und ohne Trassenkenntnis
> 2 Treffer an beiden 110 KV Leitungen(je drei Einleiterkoaxialkabel mit
> PE Isolierung) zum Umspannwerk auf einen Streich gelandet.

Nun, wenn die Dinger nur wenige Meter auseinander liegen kann das 
passieren.

Daher muss ich laberkopp schon Recht geben, das bietet nicht ausreichend 
Redundanz für so einen ganzen Stadtteil.

> Der Grund
> warum sie so nah bei einander verlaufen ist, dass sie unter der
> Allendebrücke über die Spree geführt wurden.

Und wenn die ganze Brücke zusammenkracht?
Z.B. Gasleitung neben der Elektroleitung explodiert, Schiff fährt 
dagegen, Träger sackt ab etc.

> 110 KV Kabel waren damals in den späten 70ern
[...]
> Neuland in der DDR

Für damals mag das gut gewesen sein, aber das ist kein Grund diesen 
Zustand bis jetzt so beizubehalten und da keine wirklich redundante 
weitere Anbindung zu legen. Seit der Wende wäre da genug Zeit für 
gewesen.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Ist eigentlich jemandem beim Buddeln was passiert?
Ich mein, so eine 110kV-Leitung durchzuknipsen wird ja nicht nur eine 
Kerbe in den Schneider machen...

von Harald W. (wilhelms)


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Tobias P. schrieb:

> Was passiert in der Zeit wo der Stromausfall bemerkt wurde,
> bis die Verlegung passierte?

Da sind die Ärzte ziemlich verlegen oder machen Mund zu Mund BVeatmung.

von Icke ®. (49636b65)


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Jens M. schrieb:
> Ich mein, so eine 110kV-Leitung durchzuknipsen wird ja nicht nur eine
> Kerbe in den Schneider machen...

Die haben es anscheinend nichtmal mitbekommen:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/stromausfall-in-berlin-koepenick-baufirma-soll-grob-regelwidrig-gehandelt-haben/24017228.html

Zitat:
"Um 14.07 Uhr am Dienstag hat eine Baufirma an der 
Salvador-Allende-Brücke bei einer waagerechten Bohrung im Erdreich 
zunächst ein 110.000-Volt-Kabel durchbohrt - und zwar alle drei 
Einzeldrähte, jeder 15 Zentimeter dick. Das fiel zunächst nicht auf, 
sodass die Firma weiterbohrte und um 14.10 Uhr auch die drei Drähte 
eines daneben liegenden Kabels zerstörte."

von Harald W. (wilhelms)


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Peter D. schrieb:

> Stromausfall in Berlin Köpenick über 24h

War da der Hauptmann von Köpenik dran schuld?

von Kai S. (kai1986)


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Hallo,

wichtige medizinische Geräte haben immer Akkus integriert. Das geschieht 
schon rein aus praktischen Gründen für den Krankenhausablauf, da 
Intensivpatienten z.B. mal in den OP oder andere Behandlungsräume 
müssen. Dafür muss die Stromversorgung der Geräte umgesteckt werden. Da 
wäre es höchst hinderlich, wenn die ständig in der Steckdose stecken 
würden, weshalb sie immer zumindest Akkus für Kurzzeitversorgung von 
mindestens einigen Minuten besitzen.
Notstromaggregate, die den Betrieb aufrecht erhalten sollen haben zudem 
immer eine USV auf Batteriebasis, da ein Anlaufen des Diesels typisch 
10-20 Sekunden dauert und meist 30-60 Sekunden vergehen bis er Volllast 
bringt.


Das deutsche Stromnetz bietet auch nicht wirklich eine Ausfallsicherheit 
gegen Störungen. Hier wird die n-1 "Sicherheit" gerne falsch verstanden. 
Dies bedeutet praktisch nämlich nur, das bei Freischaltungen für 
Wartungsarbeiten das Netz ohne Abnehmerabschlatung weiter betrieben 
werden kann. Da über das Netz gesehen ständig Arbeiten durchgeführt 
werden ist oft keine Sicherheit bei einem unplanmäßigen Ausfall 
vorhanden. Meist ist n-1 dadurch realisiert, das an den Mittel- und 
Hochspannungstrassen eine Leitung auf der rechten Mastseite und eine 
zweite Leitung auf der linken Mastseite hängt.

Inwieweit Ringleitungen im Drehstromnetz überhaupt möglich sind, ohne an 
den Knotenpunkten Kraftwerke zu haben, die über die Phasenregelung die 
Stromflussrichtung steuern können kann ich aber nicht sagen.

Gruß Kai

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Es war ja nicht ganz Köpenick vom Netz.
Nördlich der Spree gabs Säft, südlich davon nicht.

Es wurde das 110kV Kabel vor der Salvador Allende Brücke angebohrt 
welches den südlichen Teil versorgt.

Lustigerweise liegen dort 2 Stromkreise, der Haupstromkreis und der 
Ersatz.
Beide nur 1m entfernt.

Der Bohrtrupp hat mit einer Erdrakete alle 6 Adern erwischt.
Da wunderts einen aber doch schon, dass sich der Erdbohrer durch alle 6 
Adern durchbeißen konnte und nicht beim ersten Feindkontakt in eine 
erdnahe Umlaufbahn geschleudert wurde.

Achja und der Bohrtrupp hat sich vorher nicht erkundigt was da in der 
Erde liegt.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ist aber doch interesant wie leicht man da über all ran kommen kann.
Auch diese Trafo-Hütten, oft mit kaum mehr als Plastik-Riegeln
als Schlösser gesichert...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also ich muß hier einigen widersprechen. Diesmal ist der 
Energieversorger wirklich nicht dran schuld. Vielleicht dazu mal meine 
persönlichen Eindrücke und Meinungen, da ich freundlicherweise - und was 
mich sehr gefreut hat - kurz in die Baugrube hineinschauen durfte.

Der Erdkörper der nördlichen Auffahrrampe auf die Brücke sackt schon 
seit Beginn der Bauarbeiten extrem ab. Zwischen den Gehwegsteinen gibt 
es zentimeterbreite Spalten und gerade ist da auch nichts mehr. 
Daraufhin wurde die Brücke für den Verkehr komplett gesperrt und man hat 
versucht, mit Spundwänden weitere Erdbewegungen zu verhindern. Die 
Spundwände wollte man vermutlich mit der Betonwand (die östliche Seite 
der Brückenrampe ist durch eine Betonwand ausgeführt weil direkt daneben 
noch eine kleine Straße verläuft) verspannen oder die Betonwand an den 
Spundwänden sichern. Dafür war soweit ich das einschätzen kann die 
Horizontalbohrung nötig. Leider hat die Bohrfirma diese Bohrungen in den 
Erdkörper vorgenommen, ohne sich im Klaren darüber zu sein, welche 
Versorgungsleitungen da noch überall drinliegen. Die ersten Bohrungen 
gingen noch gut, etwa 20..30 Meter von der Brücke entfernt ging es dann 
nicht mehr so gut. Dort haben sie zielsicher um 14:07 das erste und um 
14:10 das zweite 110kV-Erdkabelsystem durchbohrt und damit das 
Umspannwerk Landjägerstraße komplett vom Netz getrennt. Der 
Maschinenführer hat es wohl erst kurz nach dem zweiten System gemerkt, 
weil seine Spülwasserpumpen nicht mehr liefen. Die beiden 
110kV-Erdkabelsysteme liegen an der Stelle etwa 4 Meter tief im Boden 
und einen Meter voneinander entfernt. Die Bohrung hat präzise alle 6 
Kabel zerstört, Vattenfall hat da auf der Pressekonferenz schöne Bilder 
gezeigt, wie die Verrohrung des Bohrers mitten im Kabelpaket steckt. Sah 
aus, als hätte man auf die Kabel gezielt, wenn man sie hätte treffen 
wollen hätte man es nicht besser machen können.

So, wieso liegen diese Kabel an der Stelle so dicht beieinander? Soweit 
mir bekannt ist, werden den Versorgern von der Stadt Trassenpläne 
vorgeschrieben, wo sie ihre Kabel legen dürfen. Ich denke, daß ihnen 
diese Schwachstelle bekannt war, ob sie nun einfach nichts dagegen getan 
haben oder ob die Stadt es nicht anders wollte, entzieht sich meiner 
Kenntnis. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß Vattenfall mit diesem 
Zustand sonderlich glücklich war. In den Kabelkanälen unter der Brücke 
ist auch nicht viel Platz, die Kabel müssen an der Stelle so dicht 
beieinanderliegen, um sie da unten durch zu bekommen. Dazu kommt, die 
Umspannwerke liegen in dem Bereich ziemlich dicht beieinander, das (vom 
Netz getrennte) UW Landjägerstraße und UW Gelnitzstraße sind beide nur 
jeweils etwa 1,5km von der Brücke entfernt. Selbst wenn das eine 
Freileitung wäre - wenn daran bei Bauarbeiten so ein Mast beschädigt 
wird und umstürzt, liegen auch beide System am Boden und nichts geht 
mehr.

Die Muffen an solchen Kabeln zu setzen ist auch nicht so einfach wie es 
klingt. 110kV und Strom für so ein riesiges Gebiet ist etwas mehr, als 
durch eine Leuchtenklemme geht. Ich habe keine Ahnung, wieviele Lagen 
Material da um die Verbindung gelegt und gewickelt worden sind, auf 
jeden Fall dauert die Montage einer Muffe 6 Stunden und 6 dieser Muffen 
waren nötig, um eines der Systeme wieder funktionsfähig zu machen (es 
müssen so 5..10 Meter Kabel um die Fehlerstelle herausgetrennt und ein 
Stück neues Kabel verlegt werden, um die beiden Enden wieder verbinden 
zu können). Normalerweise macht man da wohl eine deutlich größere und 
beheizte Baugrube, damit die nötige Sorgfalt und Sauberkeit 
gewährleistet werden kann und die Arbeiten dauern eine Woche für so eine 
Verbindung. Ich find das schon klasse, daß die beiden Teams die 
Reparatur des ersten Systems unter diesen Bedingungen in 18 Stunden 
geschafft haben. Ich hoffe die können sich jetzt erst einmal gut 
ausschlafen, haben die sich verdient.

Was ich auch nicht verstehe, wieso sich alle Leute so darüber aufregen. 
Klar ist ein Stromausfall ärgerlich, aber haben die Leute denn 
vorgesorgt? Haben die sich gegen sowas abgesichert, wenn ihnen der Strom 
so wichtig ist? Nöö, die wenigsten haben das. Scheint ihnen also vorher 
ziemlich egal gewesen zu sein, Strom ist ja gar nicht so wichtig. Und 
dann kommen sie nicht mal einen Tag und eine Nacht ohne aus, tja - dumme 
Sache. Ich fände es gut, wenn die Leute sowas für die Zukunft daraus 
lernen.

Zweitens ist so ein Stromausfall in deutschen Netzen wirklich extrem 
selten. In Berlin gab es den letzten wirklich großen Stromausfall im 
Sommer 1996 wenn ich mich korrekt erinnere. Damals kam ein Kran an eine 
220kV Freileitung in Marzahn und hat dadurch die Umspannwerke Marzahn 
und Wuhlheide (ich glaube UW Thyrow auch) vom Netz getrennt, was den 
kompletten Ostteil von Berlin sowie einige Orte im näheren Umland von 
mittags bis in den Abend lahmgelegt hat. Das ist 23 Jahre her, 
dazwischen war gar nichts. Nun passiert sowas nach einem viertel 
Jahrhundert einmal. Ist deswegen der Versorger schlecht? Ist die 
Netzqualität schlecht? Nee, ganz im Gegenteil, sie ist ausgezeichnet 
wenn solche Vorkommnisse so selten sind. Ich verstehe nicht, wieso vor 
allem Privathaushalte da so einen Aufriss machen und auf Schadenersatz 
aus sind. Klar ist's ärgerlich und sehr schade wenn die Tiefkühlware 
verdirbt und möglicherweise entstehen dadurch Schadenersatzansprüche. 
Aber ich finde es ziemlich arm, da nun wegen evtl. 50 Euro im Tiefkühler 
ein riesen Fass aufzumachen, wenn man sich vorher kein bißchen selbst 
abgesichert hat. Da verstehe ich die Leute nicht. Wenns ihnen so wichtig 
ist (oder die Fische im Aquarium, was auch immer) muß ich mir halt einen 
Spannungswandler und 'ne Autobatterie hinstellen, dann halte ich damit 
einen Tag ohne Strom durch. Zur Not kann ich die Batterie im Auto sogar 
wieder selbst aufladen. Das ist Aufwand und Spaß macht sicher was 
anderes, aber man kann sich problemlos selber helfen wenn man denn 
möchte. Ich habe hier eine 3kVA USV und einen 1000W Spannungswandler. 
Ich komme locker einen Tag ohne Strom aus, da kann ich sogar den 
Kühlschrank der Nachbarn mit dranhängen wenns sein muß.

Das erste Bild ist der Innenleiter eines 110kV Erdkabels (etwa 100mm² 
Kupferader). An drei solchen Kabeln (pro Phase eines) hängt im Moment 
ganz Süd-Köpenick dran. Alle drei Leiter in einem einzigen Kabel werden 
nur in Ausnahmefällen gemacht, drei einzelne Kabel sind flexibler, 
leichter zu verlegen und einfacher zu reparieren. Das zweite Bild zeigt 
eine der Schadensstellen, wo der Bohrer sauber durch das Kabel ging 
(Internet-Bild). Auf dem dritten Foto sieht man die Arbeiten an den 
Kabeln und wie groß und aufwendig so eine einzelne Muffe ist 
(Internet-Bild). Das letzte Bild ist das Bohrgerät an der Spundwand, 
welches die Kabel getroffen hat.

So, nun geh ich auch schlafen. Aber hört doch bitte auf, sowas nur durch 
die rosarote Brille eurer persönlichen schönen heilen Welt zu sehen, 
sondern macht euch selbst mal einen Kopf, daß manche Dinge wie Strom, 
Wärme und fließend Wasser eben nicht selbstverständlich sind, auch wenns 
zu 99,99985% der Zeit so aussieht.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Kai S. schrieb:
> Inwieweit Ringleitungen im Drehstromnetz überhaupt möglich sind, ohne an
> den Knotenpunkten Kraftwerke zu haben, die über die Phasenregelung die
> Stromflussrichtung steuern können kann ich aber nicht sagen.

Ringleitungen bei der Stromversorgung sind übliche Technik.
Und zwar von der 10kV Seite bis mindestens in den 110kV Bereich. 
(vermutlich auch wohl 220KV) Und das 400kV Netz ist nicht nur ein Ring, 
es ist sogar ein echtes Maschennetz...
Wie soll das auch sonst einigermaßen zuverlässig gehen?
Wäre die Topologie nicht so, dann müsste man z.B. für Arbeiten an einem 
110kV Mast irgendwo auf der Strecke gleich ganze Städte vom Netz nehmen. 
Teilweise mehrere auf einmal!
Oder für arbeiten an einem Mittelspannungstrafo mehrere Strassenzüge bis 
ganze Ortsteile... (Jetzt mal aus sicht eines eines Ortsteils mit 
überwiegend EFH, einer reihe ZFH und ab und an mal Häusern mit vier 
Parteien) ein Ring auf 400V Seite gibt es auch, aber wohl seltener.
Und das nicht jede 3Haus Ansammlung weitab von allen anderen Wohnstätten 
tatsächlich zweiseitig an 10kV angebunden ist dürfte auch verständlich 
sein.

Blöd ist es natürlich wenn ein solcher Ring dann gleich an mehreren 
Stellen unterbrochen ist. Wie beispielsweise bei den "Münsterländer 
Schneespielen 2005" (Schneechaos Münsterland) der Fall. Große teile des 
Westlichen Münsterlandes werden durch einen einzigen 110kV Ring 
versorgt. Der ist gleich an verschiedenen Stellen unterbrochen worden.

Oder wenn es einen Ring gibt, das (einzige) Umspannwerk einer kleinen 
Gemeinde an diesen Ring auch über zwei Trassen als Stichleitung 
angebunden ist. Der Abstand der beiden Trassen aber nur die Strecke vom 
linken Mastausleger zum rechten Mastausleger ist und der Mast aufgibt. 
(Auch mehr als einmal im November 2005 passiert. Die wohl 
meistverwendeten Bilder aus Laer zeigen z.b. die Stichleitung für Laer)

Um die Stromversorgung wiederherzustellen hat man teilweise schon 
improvisiert. Einen isolierten Teil des Ringes hat man z.b. dadurch 
wieder ans Netz bekommen das man an einer Leitungskreuzung mit einer 
220kv Leitung kurzerhand die 110kV und die 220kV Leitungen provisorisch 
Verbunden hat.
(Die 220kV war natürlich freigeschaltet und wurde dann an anderer Stelle 
mit 110kV bestromt.)

Gruß
Carsten

von Percy N. (vox_bovi)


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Winfried J. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>> Winfried J. schrieb:
>>> Einleiterkoaxialkabel
>>
>> interessant - warum erfolgt die Stromversorgung über Koax?
>
> Imho ist das bei Diesen Spannungen noch heute die üblich Kabelbauform
> ich denke es geht um die E-Feldabschirmung. Der Spannungsgradient des
> Kabels reichte sonst zu weit in die Umgebung.
>
Viel spannender finde ich die Frage, wie man einen einzelnen Leiter 
koaxial aufbaut ...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Der Ausdruck "Koaxialkabel" ist eigentlich ziemlich korrekt. Sieht man 
ja auf meinem Bild vom Innenleiter oben. Da fehlen nur außen die 
Schirmleiter, die liegen direkt außen auf der schwarzen Schicht und dann 
würde noch die äußere Deckschicht kommen. Die Schirmleiter kann man auf 
dem Bild mit den Muffen sehen, die führen normalerweise auch keinen 
Strom. Sieht aus wie ein Antennenkabel, ist nur zwei Nummern größer.

von Percy N. (vox_bovi)


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Im Zen-Buddhismus gibt es für Schüler Aufgaben, die für westlich 
sozialisierte Menschen verwirrend sein können. So geht es zum Beispiel 
darum, sich das Beifallsklatschen eines Auditoriums vorzustellen, dann 
das Klatschen nur eines einzelnen Paares Hände. Es ergibt sich zwingend 
die Frage danach, wie das Händeklatschen einer einzelnen Hand klingen 
müsste.

An dieses Ein-Hand - Klatschen erinnerte mich das Ein-Leiter-Koaxkabel. 
Es ist ein Widerspruch in sich;  und auch Deine Beschreibung belegt, 
dass es zwar koaxial angelegt ist, aber eben mehr als nur einen Leiter 
hat.

von Super G. (sag)


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@Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)

Toll wie Du für die Energieversorger in die Bresche springst.

> Zweitens ist so ein Stromausfall in deutschen Netzen wirklich extrem
> selten.

Da möchte ich wiedersprechen. Ich wohne 40km östlich von HH naher der 
ehem. innerdeutschen Grenze aber noch auf "Westgebiet". Hier kommt es in 
feiner Regelmäßigkeit zu Stromausfällen. 1..2x im Jahr für 1..4 Stunde 
ist normal.
Dabei kommt es auch regelmäßig zu Schäden, z.B. Festplatten die nicht 
mehr anlaufen. Dafür haften tut natürlich auch keiner die ersten 500,- 
sind quasi Eigenanteil. Dadrüber muss man nachweisen dass der Schaden 
auf das Netz zurückzuführen ist. Bei Festplatten quasi unmöglich.

Die Schleswig Holstein Netz AG ist ein dämlicher Beamtenapparat der 
offensichtlich nix auf die Reihe kriegt. Irgendwann ist mir mal gelungen 
zu einem Techniker durchzudringen der mir erklärte, dass die Leitungen 
im Boden ziemlich alt und rott sind und es dadurch zu Kurz- und 
Erdschlüssen kommt. Keine Ahnung ob das mit der Ex-Grenze zu tun hat. 
Die Gegend hier war ja bis '89 ziemlich abgehängt und vergessen.

Kurz gesagt: Es nervt. Erst recht wenn man bedenkt, das wir im Norden 
ziemlich hohe Netzentgelte abdrücken dürfen damit irgendwann der 
Windmühlenstrom zu den Bazis kommt, aber gleichzeitig unsere Netze hier 
vernachlässigt werden.

Mal sehen wie das nach 2022 und erst recht nach 2038 wird. Zur Zeit 
liefern Kernkraft und Kohle zwischen 45..65% des Strombedarfs. Ich werde 
mir wohl irgendwann ein Dieselaggregat zulegen. Das kann ich notfalls 
aus dem Heizöltank befeuern. Da wir keinen Ofen haben, könnte ein 
Stromausfall bei -10° unangenehm werden.
Ich bin kein Prepper, aber man muß den um sich greifenden Irrsinn hier 
im Land scharf beobachten.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Baumaßnahmen in Berlin: Wo nur die Besten der Besten der Besten 
Baufirmen tätig werden ...

von Peter D. (peda)


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Super G. schrieb:
> Dabei kommt es auch regelmäßig zu Schäden, z.B. Festplatten die nicht
> mehr anlaufen.

Festplatten können ausfallen, das sollte sich inzwischen rumgesprochen 
haben. Deshalb legt man ja Backups an.
Der Energieversorger dafür verantwortlich zu machen, ist Quatsch.
Da müßten ja erstmal das Netzteil abgeraucht sein, ehe man eine defekte 
HDD als Folgeschaden reklamieren kann. Aber selbst Überspannung vom 
Netzteil überleben viele HDDs und nur die Transzorb-Diode auf der 
Platine raucht ab.

Nur Laien möchten gerne dem Energieversorger sämtliche Geräteschäden in 
die Schuhe schieben.

von Peter D. (peda)


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@Ben B.
Schöner Bericht, Thumbs Up.

Wenn man dagegen das stundenlange, sinnlose und völlig inhaltslose 
Gelaber in den Medien verfolgt, wird einem nur schlecht.

von Matthias S. (da_user)


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Ben B. schrieb:
> enns ihnen so wichtig
> ist (oder die Fische im Aquarium, was auch immer) muß ich mir halt einen
> Spannungswandler und 'ne Autobatterie hinstellen, dann halte ich damit
> einen Tag ohne Strom durch. Zur Not kann ich die Batterie im Auto sogar
> wieder selbst aufladen.

Ich habe mir während unserem letzten Stromausfall eine Gasplatte 
bestellt (Frau hat über fehlenden Kaffee gejammert und ich wollte schon 
immer mal mit Gas kochen). Aber das ist auch eine sehr gute Idee. Nicht 
komfortabel, aber für den Notfall ausreichend und wohl besser, als sich 
eine normale USV hinzustellen die effektiv dann ausfällt weil man sie 
nie wartet da das Netz einfach zu gut ist.

Auch vielen Dank für deine restlichen Ausführungen. Und auch sehr 
interessante Fotos. Eigentlich gehört sich das ganze irgendwie 
Archiviert.

Ben B. schrieb:
> Die Bohrung hat präzise alle 6
> Kabel zerstört, Vattenfall hat da auf der Pressekonferenz schöne Bilder
> gezeigt, wie die Verrohrung des Bohrers mitten im Kabelpaket steckt. Sah
> aus, als hätte man auf die Kabel gezielt, wenn man sie hätte treffen
> wollen hätte man es nicht besser machen können.

Die Fotos würde ich gerne sehen. Anscheinend hat aber die Homepage von 
Vattenfall aber noch nix von dem Stromausfall mitbekommen.

von Super G. (sag)


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@Peter D. (peda)

> Der Energieversorger dafür verantwortlich zu machen, ist Quatsch.
> Da müßten ja erstmal das Netzteil abgeraucht sein, ehe man eine defekte
> HDD als Folgeschaden reklamieren kann. Aber selbst Überspannung vom
> Netzteil überleben viele HDDs und nur die Transzorb-Diode auf der
> Platine raucht ab.

Von Überspannung war hier garnicht die Rede. Aber schön, dass Du weißt 
wofür eine Supressordiode gedacht ist.
Platten mögen es nicht unbedingt wenn beim Schreibvorgang die Spannung 
wegfällt.

> Nur Laien möchten gerne dem Energieversorger sämtliche Geräteschäden in
> die Schuhe schieben.

Wenn direkt nach einem Stromausfall eine Platte und eine 
Heizungssteuerung nicht mehr funktionieren denkt man natürlich 
automatisch an Zufall. Nur der Laie nicht, der denkt sofort an seinen 
Energieversorger.

von Peter D. (peda)


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Super G. schrieb:
> Platten mögen es nicht unbedingt wenn beim Schreibvorgang die Spannung
> wegfällt.

Die Köpfe fahren dann automatisch in die Parkposition und das OS macht 
beim Einschalten einen Filesystemcheck.
Wenn die Platte nicht mehr anläuft, kann das Lager hinüber sein. Aber 
das wäre dann auch bei einem normalen Ausschalten passiert.

Viele melden eine externe HDD nicht ab, sondern ziehen einfach den 
USB-Stecker. Das entspricht dann auch einem Stromausfall, ohne das die 
Platte Schaden nimmt.

von Frank W. (frank_w)


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vattenfall pressekonferenz

https://www.youtube.com/watch?v=Cwfa4j24VVg

Gruß Frank

Beitrag #5744537 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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@Ben:
Also, ich sehe niemenden hier, der sich über das Unglück aufregt. Zum 
Glück ist niemandem was passiert und die Jungs sind ja so professionell, 
das sie das ganz schnell wieder hinkriegen - meine Hochachtung haben sie 
jedenfalls, zumal es gestern noch ein wenig geregnet hat.

Sorge macht mir nur die mangelnde Wartung der Notstromaggregate. Ich 
habe selbst bei Wind und Wetter vor Jahrzehnten im Schneetreiben 
mehrfach pro Tag einige Kilometer zurückgelegt, um das Notaggregat einer 
Traglufthalle zu überprüfen, damit da ja nichts passiert - und das war 
eben nur eine Traglufthalle.
Im Krankenhaus mit Intensivstation erwarte ich einen solchen Check 
eigentlich alle 2-4 Wochen.
Hat aber nichts mit dem EVU zu tun, sondern eher mit unserem maroden und 
ausschliesslich profitorientierten Gesundheitssystem.

: Bearbeitet durch User
von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Hannes J. schrieb:
> Baumaßnahmen in Berlin: Wo nur die Besten der Besten der Besten
> Baufirmen tätig werden ...

Imho währe die Bauleitung in der Verantwortung gewesen die Unterlagen 
bereitzustellen. Auf der anderen Seite ist es als Bohrfirma nicht zu 
fragen was im Boden liegt.

Namaste

von (prx) A. K. (prx)


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Matthias S. schrieb:
> Also, ich sehe niemenden hier, der sich über das Unglück aufregt.

Wäre allerdings trotzdem so nebenbei interessant, ob das Unternehmen gut 
versichert ist, oder ob da nun das Licht aus-, aber nicht mehr angeht. 
Denn es wird sicherlich nicht jeder den Inhalt seiner Tiefkühltruhe 
einfordern, aber Bissel was an höherem Schadenersatz wird schon 
auflaufen, denke ich. Zu doof um vorher nachzufragen ist eine schlechte 
Ausrede.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Super G. schrieb im Beitrag #5744537:
> Ich muss wohl anerkennen, dass Du ein "Plattenexperte" bist.

Du kannst gerne versuchen, eine HDD beim Energieversorger zu 
reklamieren, wenn der Rest des PCs noch einwandfrei funktioniert. Viel 
Spaß dabei.

Wie gesagt, eine HDD kann jederzeit ausfallen. Aus- und 
Einschaltvorgänge sind ein bevorzugter Auslöser dafür. Ob der Strom 
ausfällt oder jemand über den Stecker stolpert, spielt keine Rolle.

Für industrieelle Anwendungen gibt es spezielle SSDs mit eingebautem 
Pufferkondensator zum geordneten Abschließen aller Schreibvorgänge.

von Holm T. (Gast)


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@Ben: Danke für den Beitrag mit den Fotos und den Hintergrundinfos.
Einziger Kritikpunkt..hättest nicht so viel kritisieren müssen :-)

Gruß,

Holm

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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A. K. schrieb:
> Zu doof um vorher nachzufragen ist eine schlechte
> Ausrede.

Jo, und da hat sicher die Bauleitung der Bagger die Brille auf. Hier hat 
vor einigen Jahren mal ein Bagger den gesamten (kleinen) Strassenzug vom 
Telefonnetz abgetrennt und die Bauleitung hat davon erst erfahren, als 
ich rübergelatscht bin und ihnen meinen Ausfall gemeldet habe. Der 
Bauleiter ging daraufhin rüber zum Baggerfahrer, der dann antwortete: 
"Ach ja, da habe ich vorhin ein paar Kabel aus dem Boden gerissen".
Gemeldet hatte er das nicht, der Doofmann - und zum Glück hatte er keine 
6kV Leitung erwischt.

: Bearbeitet durch User
von Dirk B. (dirkb2)


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Ben B. schrieb:
> Leider hat die Bohrfirma diese Bohrungen in den
> Erdkörper vorgenommen, ohne sich im Klaren darüber zu sein, welche
> Versorgungsleitungen da noch überall drinliegen.

Irgendjemand hat doch dieses Bauvorhaben geplant und berechnet.
Dem scheint auch nicht bewußt gewesen zu sein, dass da wo er das 
Sicherungseil einziehen wollte kein Platz ist.

von Super G. (sag)


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@Peter D. (peda)

Danke für Deine Expertise.

von Cyblord -. (cyblord)


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Peter D. schrieb:
> Es wurde das Hauptkabel angebohrt und auch das Reservekabel 1m daneben.
>
> Und im Krankenhaus sprang das Notstromaggregat nicht an, die
> Intensivpatienten mußten verlegt werden.

Funktioniert eigentlich IRGENDWAS in Berlin? Ich meine natürlich ausser 
dem entgegennehmen des LFA und der flächendeckenden H4 Ausgabe?

von Joachim B. (jar)


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Ben B. schrieb:
> Was ich auch nicht verstehe, wieso sich alle Leute so darüber aufregen.
> Klar ist ein Stromausfall ärgerlich, aber haben die Leute denn
> vorgesorgt?

nun ja, man darf sich schon aufregen das Telefonie auf DASLAM und VOIP 
umgestellt wurde.
Früher ging von jeder VST mit Akkus auch Nottelefonie bei Stromausfall.
Das Argument das im Notfall man ja heute Handy hat zieht auch nicht wenn 
die Handymasten ausfallen.
Dazu noch km weit entfernte Feuer- oder Polizei-wachen.
Das haben wir alles falschen Entscheidungen zu verdanken.
Murphy hat doch recht, was passieren kann passiert!

von Harald W. (wilhelms)


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Ben B. schrieb:

> Leider hat die Bohrfirma diese Bohrungen in den
> Erdkörper vorgenommen, ohne sich im Klaren darüber zu sein, welche
> Versorgungsleitungen da noch überall drinliegen.

Ja, ich denke, das da der Schuldige sitzt. Wenn ich das richtig
verstanden habe, laufen die Kabel ja durch die Brücke, sind also
mit blossen Auge zu sehen. Da ist es Leichtsinn, sich für Erdar-
beiten in nächster Nähe keine Kabelpläne zu besorgen.

> Normalerweise dauern die Arbeiten eine Woche für so eine
> Verbindung. Ich find das schon klasse, daß die beiden Teams die
> Reparatur des ersten Systems unter diesen Bedingungen in 18 Stunden
> geschafft haben.

ACK! Man sollte nicht immer nur meckern, sondern auch solche
aussergewöhnlichen Leistungen eines Reparaturteams würdigen!

> Klar ist's ärgerlich und sehr schade wenn die Tiefkühlware verdirbt

Normalerweise hält Tiefkühlkost durchaus eine 24stündige Strom-
unterbrechung aus, wenn man nicht dauernd die Tür öffnet.
Anschliessend sollte man diese Ware aber zügig verbrauchen.

> Das erste Bild ist der Innenleiter eines 110kV Erdkabels (etwa 100mm²
> Kupferader).

Ich dachte, diese Leitungen werden abgeschirmt (Koaxkabel)?
Gibts da nicht ein kräftiges Streufeld?

von Harald W. (wilhelms)


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Peter D. schrieb:

>> Dabei kommt es auch regelmäßig zu Schäden, z.B. Festplatten die nicht
>> mehr anlaufen.
> Festplatten können ausfallen, das sollte sich inzwischen rumgesprochen
> haben.

Ich dachte, Festplatten sind schon seit mindestens 20 Jahren
gegen Stromausfall gesichert und fahren dann automatisch in
die Parkposition?

von Icke ®. (49636b65)


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Ben B. schrieb:
> Was ich auch nicht verstehe, wieso sich alle Leute so darüber aufregen.
> Klar ist ein Stromausfall ärgerlich, aber haben die Leute denn
> vorgesorgt? Haben die sich gegen sowas abgesichert, wenn ihnen der Strom
> so wichtig ist? Nöö, die wenigsten haben das. Scheint ihnen also vorher
> ziemlich egal gewesen zu sein, Strom ist ja gar nicht so wichtig. Und
> dann kommen sie nicht mal einen Tag und eine Nacht ohne aus, tja - dumme
> Sache. Ich fände es gut, wenn die Leute sowas für die Zukunft daraus
> lernen.

Diese Argumentation könntest du 1:1 den Energiewendern im Bundestag als 
Vorlage zur Verfügung stellen. Wenn die alles Beschlossene wie geplant 
durchziehen, werden sich die Leute nämlich an länger anhaltende 
Stromausfälle gewöhnen müssen.

[VT]
Gerüchten zufolge war der Vorfall gar kein Versehen, sondern eine 
gezielte Übung der Bundesministerien BMWi und BMU
[/VT]

von Peter D. (peda)


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Harald W. schrieb:
> ACK! Man sollte nicht immer nur meckern, sondern auch solche
> aussergewöhnlichen Leistungen eines Reparaturteams würdigen!

Ja, die Verantwortung ist schon hoch und dann noch unter Zeitdruck. Die 
6 Muffen dürfen ja beim Einschalten nicht wieder gleich explodieren.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Harald W. schrieb:
> Peter D. schrieb:
>
>>> Dabei kommt es auch regelmäßig zu Schäden, z.B. Festplatten die nicht
>>> mehr anlaufen.
>> Festplatten können ausfallen, das sollte sich inzwischen rumgesprochen
>> haben.
>
> Ich dachte, Festplatten sind schon seit mindestens 20 Jahren
> gegen Stromausfall gesichert und fahren dann automatisch in
> die Parkposition?

ich hatte vor ca 2 Jahren auf einer 4Jahre alten Platte
einen Voll-Verlust aller Daten.
Das BIOS hatte sich verstellt und liess den Rechner
beim Druck auf den "PWR-BTN" den Rechner hart aus knallen.

Normal fuhr der sonst immer herunter, lt. Einstellung.

Die Platte konnte ich danach zwar wieder neu einrichten
und die läuft auch jetzt noch aber
da keine wirklich wichtigen Daten drauf waren,
hatte dabei nicht das gesamte Web nach allen Rettungstools durchforstet.

KLACK - AUS - WEG

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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btw
interessant dürfte sein, wie viele Alarmanlagen jetzt neu eingestellt,
Sensoren neu angelernt etc werden müssen.

weil jetzt auffällt, dass die Pufferakkus lulle sind

von Jens M. (schuchkleisser)


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100mm²???
Wie viel Amper ;) gehen da? 150?
Macht was? 200MW?

Die waren 4m in der Erde.
Gibt's da keine Effekte? Schrittspannung? pomf? bzzzzzzt?
Oder hat der Bohrmän einfach nur wahnsinnig Glück gehabt?

von Cyblord -. (cyblord)


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● J-A V. schrieb:
> btw
> interessant dürfte sein, wie viele Alarmanlagen jetzt neu eingestellt,
> Sensoren neu angelernt etc werden müssen.

Ja echt voll interessant .... nicht.

von Jens M. (schuchkleisser)


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● J-A V. schrieb:
> ich hatte vor ca 2 Jahren auf einer 4Jahre alten Platte
> einen Voll-Verlust aller Daten.
> Das BIOS hatte sich verstellt und liess den Rechner
> beim Druck auf den "PWR-BTN" den Rechner hart aus knallen.
>
> Normal fuhr der sonst immer herunter, lt. Einstellung.
>
> Die Platte konnte ich danach zwar wieder neu einrichten
> und die läuft auch jetzt noch aber
> da keine wirklich wichtigen Daten drauf waren,
> hatte dabei nicht das gesamte Web nach allen Rettungstools durchforstet.
>
> KLACK - AUS - WEG

Du verwechselst logischen Ausfall und physikalischen Ausfall.
Bei dir hats einfach die Partitionsstruktur o.ä. zerschrieben, da du ja 
selber schreibst das die Platte nach Neueinrichtung immer noch 
einwandfrei läuft.

Das o.g. Problem wäre ein Headcrash o.ä., und die kommen außer bei 
mechanischer Belastung während des Betriebs eigentlich nicht vor. 
Jedenfalls nicht bei Platten aus den letzten 2 Dekaden und unerwartetem 
Shutdown.
Lagerschaden, ja, das könnte sein, speziell bei 24/7-Laufwerken: Die 
kommen nicht mehr hoch, wenn sie nach 4 Jahren Dauerbetrieb mal stehen 
und auskühlen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Super G. schrieb im Beitrag #5744537:
> @Peter D. (peda)
>
> Ich muss wohl anerkennen, dass Du ein "Plattenexperte" bist.
> Dunning-Kruger läßt schön grüßen.

Dieser Beitrag besticht insbesondere durch korrekte Interpunktion.

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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Joachim B. schrieb:

> Früher ging von jeder VST mit Akkus auch Nottelefonie bei Stromausfall.

Na ja, dann musste Jeder Jeden anrufen, um mitzuteilen,  dass der Strom 
ausgefallen ist "Bei euch auch?". Nach einer halben Stunde dürften die 
Akkus auch platt gewesen sein.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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@Matthias S.
Ich wollte niemanden im Forum hier direkt angreifen, außer vielleicht 
die Knolle, die ganz oben den zweiten Beitrag verfasst hat. Ansonsten 
nur vorbeugen, falls da unzutreffende Meinungen kommen. Du mußt 
bedenken, ich habe oben auf der Brücke gestanden, habe live mitbekommen 
wie sich manche Leute aufregen. Die meisten haben Verständnis wenn man 
ihnen die Lage erklärt, aber manche rufen im Vorbeigehen so Dinge rüber 
wie "ihr sollt arbeiten ihr faulen Säcke!" oder dem Pressesprecher damit 
drohen, daß sie ganze Horden von superbösen Anwälten auf ihn hetzen wenn 
der Strom nicht pünktlich bis 15 Uhr wieder da ist. Oder sie behaupten 
einfach, da hätte nachts gar niemand dran gearbeitet, weil das angeblich 
irgendein Bekannter aus einem 600 Meter weit entfernten Hochhaus gesehen 
hat. Da merkt man wirklich wie dumm die Leute sind und wie solche 
Meinungen entstehen. Ich kann gut verstehen, wenn solche Patienten mal 
aus Versehen gegen eine Baggerschaufel rennen. Oops, Entschuldigung, war 
keine Absicht, aber vielleicht klart die Sicht mal auf.

Als ich mir abends den Schaden anschauen durfte, mussten sie erstmal ein 
Stück Straßenbelag wegreißen, 4..5 Meter tief buddeln, so nahe an den 
Spundwänden und ohne weitere Leitungen zu beschädigen. Die 110kV 
Erdkabel liegen unter einer ganzen Menge anderer Kabel, so daß man die 
Baugrube seitlich von der eigentlichen Trasse ausheben und die Kabel 
nach außen verlegen mußte, wo man Platz zum Arbeiten hat. Als ich 
vormittags noch einmal hineinschauen durfte, waren die Arbeiten an zwei 
Kabeln schon sehr weit fortgeschritten.

Nachdem was ich gesehen habe hat der Pressesprecher wirklich keinen Mist 
erzählt und auch auf der Pressekonferenz waren sie verdammt ehrlich. 
Natürlich beantworten sie keine "kritischen Fragen" oder so Dinge "wie 
konnte denn das nur passieren", was zu dem Zeitpunkt noch niemand weiß. 
Das bekommt die Presse vorher auch mitgeteilt, was von der umstehenden 
Meute gleich wieder als Lügen oder Totschweigenwollen interpretiert 
wird. Ich meine, es ist doch klar, daß ein Pressesprecher, der da zur 
Baugrube geschickt wird und irgendwie die Presse füttern muß, keine 
Fragen zum Warum und Weshalb, über Schuldige oder vielleicht sogar noch 
über die Strompreispolitik beantworten kann.

Was wirklich schäbig ist, ist die Notstromversorgung in einem der 
größten Krankenhäuser Berlins. Da musste am Abend erst das THW mit einem 
Container-Aggregat einspringen, damit das ordentlich funktioniert. Sowas 
geht aus meiner Sicht gar nicht, solche extrem wichtigen Anlagen müssen 
einfach funktionieren oder über doppelte Redundanz verfügen. Allerdings 
hatte das betroffene Krankenhaus schon zu DDR-Zeiten seinen Ruf als 
"eher Schlachthof" weg, daran scheint sich 30 Jahre später nichts 
geändert zu haben. Wenn man mit einer ernsten Erkrankung in dieses 
Krankenhaus eingeliefert wird, sollte man vorher besser sein Testament 
gemacht haben. Gleich dazu: Ich glaube nicht, daß die dort beschäftigten 
Ärzte daran schuld sind. Die können nichts dafür, von Notstrom haben die 
keine Ahnung. Die operieren keine Dieselaggregate. Sowas sind 
Planungsfehler und vernachlässigte Technik, evtl. Kostendruck und 
Kaputtsparerei. Wenn ich so ein großes Krankenhaus versorgen muß, dann 
reicht ein Diesel eben nicht. Da müssen zwei oder drei stehen, von denen 
einer für das wichtigste ausreicht, wenn zwei laufen umso besser, noch 
einer funktionsfähig in Reserve, damit man solche Extremsituationen 
souverän und entspannt meistern kann. So machen es z.B. große 
Rechenzentren und Atomkraftwerke auch.

Ich finde es halt nur ärgerlich, wenn solche Unfälle von manchen Leuten 
derart aufgebauscht werden. 23 Jahre lang passiert nichts, dann einmal 
und gleich ist alles totaaal scheiße, die ganze Welt bricht zusammen 
weil Facebook mal nicht erreichbar ist und nur für einen Tag(!!) das 
Handy ausfällt. Und dann wird überlegt, wie man daraus Profit schlagen 
kann - der böse unfähige Stromanbieter (der vorher 23 Jahre lang 
zuverlässigen Strom geliefert hat) soll mal ordentlich dafür bluten, 
kann ich mir was schönes von kaufen. Einer der Redner auf der 
Pressekonferenz hat das gut ausgedrückt - es wäre erstaunlich wieviel 
Kobe-Rinder da so in den Gefriertruhen liegen. Irgendwie schäme ich mich 
da, Mitglied dieser Gesellschaft zu sein.

Einige Supermärkte im betroffenen Gebiet haben ihr Kühlgut in 
LKW-Kühlauflieger verladen und es damit gerettet. Sowas ist also möglich 
und ich finde gut, daß das gemacht wurde. Die einzigen, die meiner 
Meinung nach wirklich Schadenersatz verdienen, sind die kleinen 
Tante-Emma-Läden, denen kein Kühl-LKW zur Verfügung stand und wo der 
Verlust des Warenbestands schnell existenzbedrohend sein kann. 
Vielleicht noch andere private Betriebe, die an dem Verdienstausfall 
böse zu knabbern haben. Aber da sollten wir uns evtl. auch mal Gedanken 
machen, ob der deutsche Weg mit all dem Vertragswirrwarr, Lieferzeiten 
und Strafen so der richtige ist.

Naja egal. Wie gesagt, mir gehts nicht um eine riesen Diskussion, 
sondern einfach darum, daß man mal selbst über sowas nachdenkt, nicht 
immer nur an seinen eigenen Arsch. Und wie man vielleicht selbst dazu 
beitragen kann, das beste aus solchen Situationen zu machen - für sich 
und für andere auch wenn es die eigenen Resourcen zulassen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Nachtrag zu den neuen Beiträgen, die ich durchs Schreiben noch nicht 
gelesen hatte:

Wer da an eine geplante Übung denkt, der muß doch nicht mehr ganz dicht 
sein. Mit eigenen Augen gesehen, und dann erzählt einer solchen Mist... 
sorry, aber das tut weh und ich kommentiere solche Volksverdummung auch 
nicht weiter.

Wenn man sich die Videos alle genau anschaut, erkennt man an der 
Spundwand grüne Zahlen. Das waren soweit ich das erkennen konnte die 
Markierungen für die einzelnen Horizontalbohrungen. Angefangen hat man 
an der Brücke, diese Bohrungen sind fertig (man sieht das eingebrachte 
Gestänge an diesen Stellen aus der Spundwand herausragen) und bei 
Bohrung Nummer 25 (im Hintergrund der Baustelle) stieß man auf ein 
besonders hohes Vorkommen an Kupfer. Das war nicht geplant, das ist 
einfach nur richtig schlecht gelaufen weil wie immer bei solchen Sachen 
viele ungünstige Faktoren zusammenkommen.

Man muß auch dazu sagen, der halbe Erdkörper war bereits abgetragen (die 
westliche Fahrbahn der Brücke ist als ganzes abgetragen, da wird schon 
an der neuen Brücke gebaut). Es ging wohl nur um die Sicherung der 
verbliebenen Hälfte, damit die nicht noch in die Baustelle einsackt. Ich 
nehme an, die Baufirmen sind davon ausgegangen, daß über eine halb 
abgerissene Brücke keine so wichtigen Leitungen mehr in Betrieb sind. 
Wahrscheinlich hat es der Firma da an Erfahrung gefehlt. Aber das kann 
ich nur vermuten. Eine Genehmigung von Vattenfall bzw. Stromnetz Berlin 
für diese Horizontalbohrungen hatten sie jedenfalls nicht. Es ist auch 
egal ob's Schweizer waren oder nicht, einer deutschen Baufirma hätte das 
genau so passieren können. Im Zuge der Schadenersatzforderungen wird die 
Firma sowieso eingeäschert. Allein die Materialkosten für die 
110kV-Muffen sind soweit ich weiß ein Einfamilienhaus. Dazu die ganzen 
Löhne, die Erdarbeiten, Einsatzkosten der Behörden/THW, Schadenersatz... 
verdammt teurer Spaß.

Die Erdkabelanlagen schalten bei Erdschluss in Hoch- und 
Mittelspannungsnetzen extrem schnell ab (wenige Millisekunden), um den 
Schaden gering zu halten. Ansonsten wäre der Maschinenführer mit seinem 
Bohrer zu Asche zerfallen. Evtl. haben sie auch eine Isolationsmessung 
zwischen Erde um dem Schirmleiter und schalten bereits ab, bevor die 
innere Kupferader getroffen wird.

Die Muffen explodieren auch nicht wenn es da einen Fehler gibt. Das wird 
vorher alles geprüft bevor die Leitung ans Netz geht. Ansonsten hätte 
man nach dem Knall wieder einen so großen Fehler, daß man quasi von 
vorne beginnen könnte.

Die 110kV Leiter sind abgeschirmt, auf meinem Foto fehlt der 
Schirmleiter und die äußere Verkleidung. Das käme beides noch direkt auf 
der schwarzen Schicht außen. Ich habe nur diesen kurzen Abschnitt 
110kV-Kabel, mir war der Innenleiter mit seiner Isolation wichtig.

Wieviel Leistung liegt da drauf... Das Umspannwerk Landjägerstraße hat 
drei Trafos, von denen einer als Reserve bereitgehalten werden muß, also 
so 80..120MW in der Spitze werden es sein.

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Ben B. schrieb:

> Was wirklich schäbig ist, ist die Notstromversorgung in einem der
> größten Krankenhäuser Berlins. Da musste am Abend erst das THW mit einem
> Container-Aggregat einspringen, damit das ordentlich funktioniert.

Immerhin hat es das THW innerhalb einiger Stunden geschafft, ein
Stromaggregat bereitzustellen. In Fukushima hat man das anscheinend
nicht geschafft, wodurch erst die eigentliche Katastrophe verursacht
wurde.

von Percy N. (vox_bovi)


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Harald W. schrieb:
> Ben B. schrieb:
>
>> Was wirklich schäbig ist, ist die Notstromversorgung in einem der
>> größten Krankenhäuser Berlins. Da musste am Abend erst das THW mit einem
>> Container-Aggregat einspringen, damit das ordentlich funktioniert.
>
> Immerhin hat es das THW innerhalb einiger Stunden geschafft, ein
> Stromaggregat bereitzustellen. In Fukushima hat man das anscheinend
> nicht geschafft, wodurch erst die eigentliche Katastrophe verursacht
> wurde.

Das hätte auch erfordert, einzuräumen, dass man ein Problem hat. Da ist 
Seppuku wesentlich attraktiver,  zumindest bei den damals Beteiligten. 
Letztlich hat es aber dafür auch nicht gereicht.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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@Harald

Ich weiß nicht wieso das Notstromaggregat dort ausgefallen ist. Meine 
Vermutung wäre, daß es den ganzen Nachmittag über einwandfrei gelaufen 
ist und die Probleme erst am Abend auftraten. Vielleicht haben sie es 
überlastet, keine Ahnung. Das THW wurde wahrscheinlich auch erst dann in 
Marsch gesetzt als die Probleme auftraten und hat garantiert nicht 
mehrere Stunden gebraucht, um den Generator da hin zu bringen.

Fukushima war auch ein Planungsfehler. Wenn man in einem 
Tsunami-gefährdeten Gebiet die Notstromgeneratoren (die sehr empfindlich 
auf eine Dusche mit Salzwasser reagieren) in den Keller baut... sorry, 
aber dümmer geht's doch gar nicht.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ben B. schrieb:

> Fukushima war auch ein Planungsfehler. Wenn man in einem
> Tsunami-gefährdeten Gebiet die Notstromgeneratoren (die sehr empfindlich
> auf eine Dusche mit Salzwasser reagieren) in den Keller baut... sorry,
> aber dümmer geht's doch gar nicht.

In diesem Kulturkreis stellt bereits die Anforderung, ein 
Notstromaggregat vorzuhalten, eine Zumutung dar. Immerhin wird damit 
unterstellt, es könnte ja mal ein Störfall eintreten. So etwas geht 
gegen sie Ehre, also verschwindet das Schandmal unter der Erde.

von (prx) A. K. (prx)


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Harald W. schrieb:
> Immerhin hat es das THW innerhalb einiger Stunden geschafft, ein
> Stromaggregat bereitzustellen. In Fukushima hat man das anscheinend
> nicht geschafft, wodurch erst die eigentliche Katastrophe verursacht
> wurde.

Bisschen unfair. In Fukushima mussten sie auf dem Weg dorthin erst 
einmal massenhaft Müll wegräumen, nur um dann festzustellen, dass sie 
tauchen müssten, um an die Stromverteiler zu kommen.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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A. K. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Immerhin hat es das THW innerhalb einiger Stunden geschafft, ein
>> Stromaggregat bereitzustellen. In Fukushima hat man das anscheinend
>> nicht geschafft, wodurch erst die eigentliche Katastrophe verursacht
>> wurde.
>
> Bisschen unfair. In Fukushima mussten sie auf dem Weg dorthin erst
> einmal massenhaft Müll wegräumen, nur um dann festzustellen, dass sie
> tauchen müssten, um an die Stromverteiler zu kommen.

Völlig überraschend tritt in diesem Winkel der Erde ein Erdbeben auf. 
Und dann stellt sich auch noch heraus, dass das Meer nass ist.
Nein, so etwas kann man bei Planungen nicht berücksichtigen!

von (prx) A. K. (prx)


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Percy N. schrieb:
> In diesem Kulturkreis stellt bereits die Anforderung, ein
> Notstromaggregat vorzuhalten, eine Zumutung dar.

Das Problem war nicht fehlendes Equipment. Sondern dass zu ziemlich 
alles, was dort war, durch den Tsunami unbrauchbar wurde.

Notstromaggregate waren natürlich da, ausreichend Diesel auch. Aber gut 
gewässert oder gleich ganz weggeschwemmt.

von Harald W. (wilhelms)


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Ben B. schrieb:

> Fukushima war auch ein Planungsfehler. Wenn man in einem
> Tsunami-gefährdeten Gebiet die Notstromgeneratoren (die sehr empfindlich
> auf eine Dusche mit Salzwasser reagieren) in den Keller baut... sorry,
> aber dümmer geht's doch gar nicht.

Immerhin sollte ein hochindustralisiertes Land wie Japan es doch
schaffen, innerhalb einiger Stunden ein neues Stromaggregat per
Hubschrauber aufs Dach zu setzen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Völlig überraschend tritt in diesem Winkel der Erde ein Erdbeben auf.

In Stärke 9 ist das in der Tat überraschend.
Genau so wie der daraus resultierende extreme Tsunami.

Es ist schon ziemlich anmaßend wie sich hier ausgerechnet die größten 
Pappnasen angesichts einer quasi nicht mehr beherrschbaren Situation 
geben.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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von Cyblord -. (cyblord)


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Harald W. schrieb:
> Ben B. schrieb:
>
>> Fukushima war auch ein Planungsfehler. Wenn man in einem
>> Tsunami-gefährdeten Gebiet die Notstromgeneratoren (die sehr empfindlich
>> auf eine Dusche mit Salzwasser reagieren) in den Keller baut... sorry,
>> aber dümmer geht's doch gar nicht.
>
> Immerhin sollte ein hochindustralisiertes Land wie Japan es doch
> schaffen, innerhalb einiger Stunden ein neues Stromaggregat per
> Hubschrauber aufs Dach zu setzen.

Und dann? Wo schließt man das in der überfluteten Ruine an? Und was soll 
damit versorgt werden wenn alle Anlagen unter Wasser stehen und mit 
Quallen verstopft sind?

Warum seid ihr Helden nicht sofort da runter gereist und habt das 
Problem mal kurz gelöst? Keine Zeit gehabt einen nuklearen Super-Gau zu 
verhindern? Termine?

: Bearbeitet durch User
von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Winfried J. schrieb:
> Hannes J. schrieb:
>> Baumaßnahmen in Berlin: Wo nur die Besten der Besten der Besten
>> Baufirmen tätig werden ...
>
> Imho währe die Bauleitung in der Verantwortung gewesen die Unterlagen
> bereitzustellen. Auf der anderen Seite ist es als Bohrfirma nicht zu
> fragen was im Boden liegt.
>
> Namaste

Edit:
 Auf der anderen Seite ist es als Bohrfirma naiv nicht zu fragen was im 
Boden liegt.
....

Oops das wichtigste in diesem Kontext ist wohl runtergefallen

Namaste

von Korax K. (korax)


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von Cyblord -. (cyblord)


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Fra N. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> in der Tat überraschend.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Erdbeben_in_Japan

Ja und? Wieviele Beben mit Stärke >=9 siehst da in deiner Liste du 
Genie?
Ist dir klar was ein Unterschied zwischen 8,0 und 9,0 in der Realität 
bedeutet?

Du musst Anlagen für ein bestimmtes Maximum auslegen. Wo siehst du die 
Grenze? Bis wohin muss es ausgelegt sein? Plus der daraus resultierende 
Tsunami?
Und wenn es dann mal stärker wird? Dann warst du zu Dumm das 
vorherzusehen? Bisschen einfach oder?

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Harald W. schrieb:
> Immerhin sollte ein hochindustralisiertes Land wie Japan es doch
> schaffen, innerhalb einiger Stunden ein neues Stromaggregat per
> Hubschrauber aufs Dach zu setzen.

Strom und Wasser sind natürliche Gegner. Es ist egal, ob du ein Aggregat 
hast oder keines, wenn der Anschlusspunkt unter Wasser steht.

Mit Strom hätten sie in den ersten Stunden nichts anfangen können. Wohl 
aber mit Pumpen und Notanschlüssen, um mit hohem Druck von aussen eine 
Notkühlung herzustellen. Normales THW-Equipment tuts da nicht.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Völlig überraschend tritt in diesem Winkel der Erde ein Erdbeben auf.
>
> In Stärke 9 ist das in der Tat überraschend.

Ungewohnt, ja. Und auch eher selten. Beides trifft auch auf den eigenen 
Tod zu. Willst Du Dich darauf verlassen, unsterblich zu sein? Würdest Du 
es für überraschend halten, dass Du einmal sterben könntest?
Ja, in den Nachrichten heißt die Richter-Skala nicht mehr mit Vornamen 
"nach oben offen". Das sagt allerdings lediglich über journalistische 
Moden etwas aus.

> Genau so wie der daraus resultierende extreme Tsunami.
>

> Es ist schon ziemlich anmaßend wie sich hier ausgerechnet die größten
> Pappnasen angesichts einer quasi nicht mehr beherrschbaren Situation
> geben.

Gut, dass es hier Spezialisten gibt, die die Tektonik zumindest 
zeitweilig beherrschen. Die brauchen dann natürlich ebenfalls keinerlei 
Vorsorge zu treffen.

Ernst gemeinte Notstromversorgungen sind sicher aufgestellt und laufen 
24/7 im Leerlauf durch. Dafür liefern die in weniger als zwei Sekunden 
volle Leistung, manche auch noch schneller.

von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Ernst gemeinte Notstromversorgungen sind sicher aufgestellt und laufen
> 24/7 im Leerlauf durch. Dafür liefern die in weniger als zwei Sekunden
> volle Leistung, manche auch noch schneller.

Hast du mal ein Beispiel von einer solchen realen Anlage die so sicher 
aufgestellt ist, dass sie ein Beben der Stärke 9 und eine Überflutung in 
Höhe von Fukushima übersteht?

von (prx) A. K. (prx)


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Percy N. schrieb:
> Ernst gemeinte Notstromversorgungen sind sicher aufgestellt

Yep. Das waren sie nicht. Die Hybris der 60er/70er hatte das nicht auf 
der Rechnung. Nicht nur in Japan, sondern so ziemlich überall.

> und laufen 24/7 im Leerlauf durch.

Kennst du welche in dieser Leistungsklasse, bei denen das der Fall ist?

von (prx) A. K. (prx)


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A. K. schrieb:
> Mit Strom hätten sie in den ersten Stunden nichts anfangen können.

PS: Ausser für Ventile und Sensoren. Die hätten aber wenig verhindert, 
man hätte nur besser Bescheid gewusst.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Grundlastreserven brauchen schon wenig Zeit, 2 sec ist wohl selbst bei 
denen etwas eng und ob mitlaufende Pumpspeicherweke in 2 sec eine 
Vollastübernahme realisieren?

Aber 120 MW aus dem Akku???

Namaste

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Ernst gemeinte Notstromversorgungen sind sicher aufgestellt und laufen
> 24/7 im Leerlauf durch. Dafür liefern die in weniger als zwei Sekunden
> volle Leistung, manche auch noch schneller.

Kann es sein dass hier einige Ironiedetektoren überlastet werden, wie 
meiner gerade.
Namaste

von Axel L. (axel_5)


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A. K. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Ernst gemeinte Notstromversorgungen sind sicher aufgestellt
>
> Yep. Das waren sie nicht. Die Hybris der 60er/70er hatte das nicht auf
> der Rechnung. Nicht nur in Japan, sondern so ziemlich überall.
>

Jepp.

In deutschen AKW standen drei redundanten Notstromaggregate in der 
gleichen Halle und waren der gleiche Typ.

Das sollte übrigens dann geändert werden, weil dann doch irgendwem 
mulmig wurde, scheiterte dann aber an der Baugenehmigung für die zweite 
Halle und sehr begrenztem Interesse des Betreibers.

Gruß
Axel

von Percy N. (vox_bovi)


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A. K. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Ernst gemeinte Notstromversorgungen sind sicher aufgestellt
>
> Yep. Das waren sie nicht. Die Hybris der 60er/70er hatte das nicht auf
> der Rechnung. Nicht nur in Japan, sondern so ziemlich überall.
>
>> und laufen 24/7 im Leerlauf durch.
>
> Kennst du welche in dieser Leistungsklasse, bei denen das der Fall ist?

Ich hatte vor langen Jahren mit welchen zu tun. Die lieferten zwar 
jeweils nur dreistellige kW, dafür aber hatten wir einen ganzen Park 
davon.
Als Antrieb für die Kühlung eines Akw hätten die wohl nicht gereicht, 
aber jedenfalls für die Steuerung.

von Korax K. (korax)


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Cyblord -. schrieb:
> Ja und? Wieviele Beben mit Stärke >=9 siehst da in deiner Liste du
> Genie?

Mindestens eins (1960) und etliche >8.

Cyblord -. schrieb:
> Wo siehst du die
> Grenze? Bis wohin muss es ausgelegt sein?

Auf alle Fälle auf das größte vorgekommene plus Reserve. Und Tsunamis 
rollen da auch regelmäßig an.

Cyblord -. schrieb:
> Bisschen einfach oder?

Das Ding steht am falschen Ort.

von Cyblord -. (cyblord)


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Axel L. schrieb:
> In deutschen AKW standen drei redundanten Notstromaggregate in der
> gleichen Halle und waren der gleiche Typ.

Siehe das Fast-Unglück in Forsmark: 4 Notstromeinheiten (immerhin auf 
dem Gelände verteilt) aber nur durch Zufall liefen zwei davon an.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Percy N. schrieb:
>>> Ernst gemeinte Notstromversorgungen sind sicher aufgestellt
>>
>> Yep. Das waren sie nicht. Die Hybris der 60er/70er hatte das nicht auf
>> der Rechnung. Nicht nur in Japan, sondern so ziemlich überall.
>>
>>> und laufen 24/7 im Leerlauf durch.
>>
>> Kennst du welche in dieser Leistungsklasse, bei denen das der Fall ist?
>
> Ich hatte vor langen Jahren mit welchen zu tun. Die lieferten zwar
> jeweils nur dreistellige kW, dafür aber hatten wir einen ganzen Park
> davon.
> Als Antrieb für die Kühlung eines Akw hätten die wohl nicht gereicht,
> aber jedenfalls für die Steuerung.

Das Problem dahinter, wie organisiert und plant man dezentrale Redundanz 
in einem zentralgeführten System und wie stellt man die Konvergenz der 
Abläufe solcher autarken Systeme sicher.

Wer dafür praktikable ökonomische Lösungen hat, kann sich bei Jedem 
Ministerium als Thinktankspezialist bewerben.

Namaste

von Le X. (lex_91)


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Hinterher können die "Experten" natürlich immer bequem aufzählen was man 
alles hätte machen müssen und wer wann wo was verkackt hat.
Das ist aber allzu billig.

Es gibt einfach gewisse Ereignisse, gegen die kann man sich nicht 
absichern, genauso wie es oft keinen eindeutigen Schuldigen gibt (auch 
wenn man diesen gerne hätte, siehe Loveparade).
Das sollte man so akzeptieren.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Thomas G. schrieb:
> Na ja, dann musste Jeder Jeden anrufen, um mitzuteilen,  dass der Strom
> ausgefallen ist "Bei euch auch?". Nach einer halben Stunde dürften die
> Akkus auch platt gewesen sein.

Zweistufig.
Erstmal Akkubetrieb für jeden, durchaus für etliche Stunden, für länger 
gabs Unimogs mit Generatorpopo die man außen angesteckt hat.
Wenn's ganz hart kam, wurde der Stecker gezogen und schwupps nur noch 
wichtige Anschlüsse im Betrieb.
Also Ärzte, Amt, Polizei usw. gingen rein und raus, Privatleute nur noch 
rein.
Da gings durchaus tagelang auf Batterie.

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Ernst gemeinte Notstromversorgungen sind sicher aufgestellt und laufen
>> 24/7 im Leerlauf durch. Dafür liefern die in weniger als zwei Sekunden
>> volle Leistung, manche auch noch schneller.
>
> Hast du mal ein Beispiel von einer solchen realen Anlage die so sicher
> aufgestellt ist, dass sie ein Beben der Stärke 9 und eine Überflutung in
> Höhe von Fukushima übersteht?

Du beschreibst ein Paradoxon wie bei der Zeitreise. Hätte jemand diese 
sehr aufwendige Anlage errichtet, dann sinnvoller Weise eben dort. Warum 
aber sollten wir uns dann jetzt darüber unterhalten?

von Joachim B. (jar)


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Le X. schrieb:
> Hinterher können die "Experten" natürlich immer bequem aufzählen was man
> alles hätte machen müssen

ach was, das ist altes Wissen das ohne Strom Telekommunikation (Notruf, 
Polizei) nicht funktioniert, was wussten schon unsere Vorväter vor 100 
Jahren.
Heute ist es ja nicht vergessen nur eben nicht gemacht worden weil 
Stromausfälle ja nie vorkommen.

: Bearbeitet durch User
von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Du beschreibst ein Paradoxon wie bei der Zeitreise.

Jetzt klingelt hier aber langsam meine Erdschlusswarnung.
Beim nächsten mal wird mein Ironiedetektor vom netz getrennt.
Dann gibt es nur noch eine automatische Wiedereinschaltung.

Namaste

: Bearbeitet durch User
von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Joachim B. schrieb:
> Le X. schrieb:
>> Hinterher können die "Experten" natürlich immer bequem aufzählen was man
>> alles hätte machen müssen
>
> ach was, das ist altes Wissen das ohne Strom Telekommunikation (Notruf,
> Polizei) nicht funktioniert, was wussten schon unsere Vorväter vor 100
> Jahren.
> Heute ist es ja nicht vergessen nur eben nicht gemacht worden weil
> Stromausfälle ja nie vorkommen.

Wohl eher der Kosteneffizienz wegen.
Namaste

von Alex G. (dragongamer)


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Winfried J. schrieb:
> Grundlastreserven brauchen schon wenig Zeit, 2 sec ist wohl selbst bei
> denen etwas eng und ob mitlaufende Pumpspeicherweke in 2 sec eine
> Vollastübernahme realisieren?
>
> Aber 120 MW aus dem Akku???
>
> Namaste
100 MW geht: 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Teslas-Riesenakku-in-Australien-macht-sich-bezahlt-4259373.html

von Mario H. (rf-messkopf) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> Notstromaggregate waren natürlich da, ausreichend Diesel auch. Aber gut
> gewässert oder gleich ganz weggeschwemmt.

Nach europäischen und selbst amerikanischen Maßstäben war die 
Notstromversorgung der Anlage relativ dünn. In der ursprünglichen 
Auslegung ein Diesel pro Block, mit einem weiteren zwischen den Blöcken, 
der jeweils auf den einen oder anderen geschaltet werden konnte. Nicht 
allzu lange vor dem Unfall wurde auf zwei Dieselaggregate pro Block 
nachgerüstet (das ist der US-Standard bei Altanlagen). Nicht umsonst 
wird in probabilistischen Sicherheitsanalysen bei amerikanischen SWR 
ähnlicher Bauart die Kernschadenshäufigkeit durch den sog. Station 
Blackout dominiert.

Nur zum Vergleich: In deutschen DWR-Anlagen gibt es zwei Notstromnetze: 
Das D1-Netz mit vier Dieselaggregaten, ausgelegt u.a. gegen das 
Bemessungshochwasser. Daneben gibt es das D2-Netz mit weiteren vier 
Dieselaggregaten, das sich in einem verbunkerten und gegen 
Flugzeugabsturz ausgelegten Gebäude ("Notstandsgebäude") befinden. Die 
Diesel treiben nicht nur einen Generator, sondern auch direkt eine 
Notspeisepumpe für die Dampferzeuger, und können auch zum Abfahren und 
zur Nachkühlung ("Notnachkühlsystem") eingesetzt werden. Das 
Notstandsgebäude ist völlig autark und braucht z.B. kein Nebenkühlwasser 
von außen zur Kühlung der Diesel. Also insgesamt acht Diesel. Darüber 
hinaus steht ein mobiler Diesel auf dem Anlagengelände; Anschlusspunkte 
sind vorbereitet. Wenn alles versagt, ist die sekundärseitige 
Einspeisung mit einer Feuerlöschpumpe vorbereitet.

Problem bei Fukushima war insbesondere, dass die Dieselgeneratoren 
effektiv nur durch den seeseitigen Deich gegen Überflutung geschützt 
waren, und die Gebäude nur wenig Schutz boten: Wellblechbauten, etwas 
überspitzt gesagt. Dadurch handelt man sich einen sog. Cliff-Edge-Effekt 
ein: sobald der Deich überspült ist, verliert man sofort alles. Ein 
solches Verhalten widerspricht jedem Sicherheitsdenken. Das zu vermeiden 
ist seit langem bekannter Standard und Gegenstand einschlägiger 
nationaler und internationaler Regelwerke und Empfehlungen. Mir ist bis 
heute schleiherhaft, warum die Anlage in dem Zustand über 40 Jahre 
betrieben werden konnte, und dazu noch an einer Küste. In Deutschland 
wäre das nicht einmal vor 50 Jahren im Binnenland genehmigungsfähig 
gewesen, vermutlich genauso wenig in den meisten anderen europäischen 
Ländern.

von Alex G. (dragongamer)


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Mario H. schrieb:
> In Deutschland
> wäre das nicht einmal vor 50 Jahren im Binnenland genehmigungsfähig
> gewesen, vermutlich genauso wenig in den meisten anderen europäischen
> Ländern.
In Japan war Atomkraft nicht etwas was erst durch massive Förderung 
durch den Staat überhaupt schmackhaft für Unternehmen gemacht werden 
musste.
Das Land hat keine eigene Kohle oder sonstiges brennbares Zeug und somit 
damals, als es kaum Solar und Windkraft gab, wenig Möglichkeiten Strom 
zu erzeugen. Atomkraft war sozusagen eine notwendige Lösung um das 
Wirtschaftswachstum nicht zu bremsen und leider ist es so, dass wenn 
etwas "notwendig" ist, Risiken gerne außer acht gelassen werden...
Doppelt blöd ist wenn es dann scheinbar für Jahrzehnte problemlos 
funktioniert, denn dann denkt kaum einer dran, Sicherheitsvorschriften 
nachträglich zu verschärfen.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Notstromsysteme funktionieren in mehreren Ebenen.

Wenn ich wirklich 100% Verfügbarkeit sicherstellen muß, dann ist die 
erste Ebene eine Akku-gepufferte (und redundante) USV, die ihre Akkus 
entweder aus dem normalen Netzstrom oder eben aus Notstromaggregaten 
versorgt. Hinter der USV merkt man von einem Stromausfall erst was, wenn 
die Akkus erschöpft sind, und das gilt es zu verhindern. Z.B. 
Operationsräume oder der Serverraum von Rechenzentren sind auf diese 
Weise versorgt.

Eine zweite Möglichkeit sind Notstromgeneratoren mit Schwungradspeicher, 
die ständig auf Nenndrehzahl laufen. Bei Stromausfall wird sofort die 
Kurbelwelle des (vorgeheizten) Dieselmotors an das Schwungrad 
angekuppelt und auf Nenndrehzahl gebracht, der Diesel übernimmt dann 
unterbrechungsfrei die Versorgung. Allerdings sind diese Anlagen 
gegenüber USV-Anlagen unterlegen. Wenn der Diesel aus irgendwelchen 
Gründen nicht startet oder die recht hoch belastete Kupplung versagt, 
können sie nur sehr kurze Zeit Notstrom liefern. Eine Akku-USV kann das 
bei entsprechender Auslegung über Stunden und ist dank moderner 
Leistungselektronik auch mit einigen Megawatt Leistung verfügbar.

Wenn ich mit einer kurzzeitigen Unterbrechung (Sekunden bis eine Minute) 
leben kann, dann laufen die Notstromgeneratoren nicht ständig mit. Bei 
Stromausfall starten die Dieselmotoren und können evtl. kurz warmlaufen 
(wobei aber meistens Abwärme zur Verfügung steht, mit der die Motoren 
vorgewärmt werden), danach wird auf Nenndrehzahl hochgefahren und die zu 
versorgende Anlage draufgeschaltet. Das macht man z.B. mit allen Teilen 
eines Rechenzentrums, die nicht Server- und Netzwerktechnik sind. Wenn 
die Klimaanlage für eine Minute ausfällt, passiert da nicht viel, 
ähnlich ist das mit Kühlwasserpumpen in Kernkraftwerken. Da fliegt auch 
nicht sofort der Deckel weg.

Pumpspeicherkraftwerke sind aus meiner Sicht keine Notstromanlagen. Die 
dienen der Netzstabilisierung und dem Ausgleich der tageszeitabhängigen 
Schwankung des Verbrauchs. Die meisten Anlagen erreichen Nennleistung in 
wenigen Minuten. Manche können ihre Turbinen ohne Wasser netzsynchron im 
Leerlauf drehen lassen, dadurch entfällt die Hochlaufzeit und 
Netzsynchronisierung. Solche Anlagen erreichen von Null weg ihre volle 
Nennleistung in wenigen Sekunden. Also diese Technik funktioniert sehr 
gut und ist derzeit die einzige Methode um Strom in groß-industriellem 
Maßstab speichern zu können. Wir brauchen davon nur mehr, um 
Angebotsschwankungen nicht nur über einen Tag ausgleichen zu können, 
sondern auch über mehrere Tage hinweg.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ben B. schrieb:
> Fukushima war auch ein Planungsfehler.

AKW's sind allesamt Planungsfehler

von Alex G. (dragongamer)


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● J-A V. schrieb:
> Ben B. schrieb:
>> Fukushima war auch ein Planungsfehler.
>
> AKW's sind allesamt Planungsfehler
Darüber kann man bekanntlich vortrefflich streiten.
Heute neue zu bauen stimme ich 100% zu. Vor 40 Jahren war es eine 
sinnvolle Option.

von Percy N. (vox_bovi)


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Alex G. schrieb:

> In Japan war Atomkraft nicht etwas was erst durch massive Förderung
> durch den Staat überhaupt schmackhaft für Unternehmen gemacht werden
> musste.

Hmm. Wimre war der sorglose Umgang mit der Technik Leitmotiv eines 
ganzen Filmgenres, insbesondere Godzilla. Da diese offene Kritik für 
Japan insbesondere in der damaligen Zeit höchst ungewöhnlich war, muss 
man wohl von breiter Ablehnung in der Bevölkerung ausgehen.
Inwieweit die Konnotation mit Hiroshima und Nagasaki eine Rolle gespielt 
haben könnte, mag ich nicht einschätzen

> Das Land hat keine eigene Kohle oder sonstiges brennbares Zeug und somit
> damals, als es kaum Solar und Windkraft gab, wenig Möglichkeiten Strom
> zu erzeugen.

Das hat die Leute aber nicht daran gehindert, sich in der ersten Hälfte 
des 20. Jh ganz Südostasien zu unterwerfen. Wo hatten die bloß all den 
Stahl her?

> Atomkraft war sozusagen eine notwendige Lösung um das
> Wirtschaftswachstum nicht zu bremsen und leider ist es so, dass wenn
> etwas "notwendig" ist, Risiken gerne außer acht gelassen werden...

Das ist leider nur zu wahr!

> Doppelt blöd ist wenn es dann scheinbar für Jahrzehnte problemlos
> funktioniert, denn dann denkt kaum einer dran, Sicherheitsvorschriften
> nachträglich zu verschärfen.

Man muss ja bald froh sein, wenn sie nicht gelockert werden. Wenn Du vom 
Hochhaus springst und auf Höhe des fünften Stockwerks merkst, dass 
überhaupt nichts passiert, ist es an der Zeit, den Helm abzulegen ...

von Dirk B. (dirkb2)


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Alex G. schrieb:
>> AKW's sind allesamt Planungsfehler
> Darüber kann man bekanntlich vortrefflich streiten.
> Heute neue zu bauen stimme ich 100% zu. Vor 40 Jahren war es eine
> sinnvolle Option.

Das Problem ist vor allem der Müll.
Und der wurde auch schon vor 40 Jahre produziert.

von Axel L. (axel_5)


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Mario H. schrieb:

> Nur zum Vergleich: In deutschen DWR-Anlagen gibt es zwei Notstromnetze:
> Das D1-Netz mit vier Dieselaggregaten, ausgelegt u.a. gegen das
> Bemessungshochwasser. Daneben gibt es das D2-Netz mit weiteren vier
> Dieselaggregaten, das sich in einem verbunkerten und gegen
> Flugzeugabsturz ausgelegten Gebäude ("Notstandsgebäude") befinden. Die
> Diesel treiben nicht nur einen Generator, sondern auch direkt eine
> Notspeisepumpe für die Dampferzeuger, und können auch zum Abfahren und
> zur Nachkühlung ("Notnachkühlsystem") eingesetzt werden. Das
> Notstandsgebäude ist völlig autark und braucht z.B. kein Nebenkühlwasser
> von außen zur Kühlung der Diesel. Also insgesamt acht Diesel. Darüber
> hinaus steht ein mobiler Diesel auf dem Anlagengelände; Anschlusspunkte
> sind vorbereitet.
Naja, das Problem ist, dass die Diesel in EINEM Gebäude stehen. Ich 
frage mich, wie man sowas machen kann.

> Wenn alles versagt, ist die sekundärseitige
> Einspeisung mit einer Feuerlöschpumpe vorbereitet.
>
Ja, und dann sind alle vier Diesel abgesoffen.

> Problem bei Fukushima war insbesondere, dass die Dieselgeneratoren
> effektiv nur durch den seeseitigen Deich gegen Überflutung geschützt
> waren, und die Gebäude nur wenig Schutz boten: Wellblechbauten, etwas
> überspitzt gesagt. Dadurch handelt man sich einen sog. Cliff-Edge-Effekt
> ein: sobald der Deich überspült ist, verliert man sofort alles. Ein
> solches Verhalten widerspricht jedem Sicherheitsdenken. Das zu vermeiden
> ist seit langem bekannter Standard und Gegenstand einschlägiger
> nationaler und internationaler Regelwerke und Empfehlungen. Mir ist bis
> heute schleiherhaft, warum die Anlage in dem Zustand über 40 Jahre
> betrieben werden konnte, und dazu noch an einer Küste. In Deutschland
> wäre das nicht einmal vor 50 Jahren im Binnenland genehmigungsfähig
> gewesen, vermutlich genauso wenig in den meisten anderen europäischen
> Ländern.
Machen wir uns nichts vor, Deutschland hat nur Glück gehabt, dass die 
Natur uns nicht gezeigt hat, dass solche Dinge auch bei uns passieren 
können.

Erdbeben gab es auch schon in Deutschland und nachher wäre auch jedem 
klar gewesen, dass Annahmen über Erdbeben geschönt waren.

Ich habe mir nach Fukuschima einiges an Literatur zu den hier verbauten 
AKW durchgelesen. Ich war ziemlich erstaunt, was an Murks in den 
ursprünglichen Anlagen drin war. Das sieht man vor allem, wenn man sich 
ansieht, was an Sicherheitstechnik nachgerüstet oder nachgeplant wurde. 
Dafür nimmt man ja nur Geld in die Hand, wenn man sich davon was 
verspricht, es bedeutet aber auch, dass der spezielle Fall ursprünglich 
nicht berücksichtigt wurde und man schlicht Glück hatte, dass das nicht 
relevant wurde. Interessant fand ich aber auch, was an 
Sicherheitstechnik aus Kostengründen, oder weil sich das AKW im 
weitesten Sinne dem Lebensdauerende zuneigte, nicht verbaut wurde.

Die gerne getroffene Aussage, dass die deustche AKW die sichersten der 
Welt waren, lässt eigentlich lediglich Schlimmes für die anderen 
befürchten.

Gruß
Axel

von Percy N. (vox_bovi)


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Dirk B. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>>> AKW's sind allesamt Planungsfehler
>> Darüber kann man bekanntlich vortrefflich streiten.
>> Heute neue zu bauen stimme ich 100% zu. Vor 40 Jahren war es eine
>> sinnvolle Option.
>
> Das Problem ist vor allem der Müll.
> Und der wurde auch schon vor 40 Jahre produziert.

Das kann man nicht stark genug betonen. Im Prinzip war insoweit der Zug 
abgefahren, nachdem die erste nukleartechnische Anlage errichtet worden 
war. Danach kam es nicht mehr so darauf an; es war ein reines 
Mengenproblem.
Der involvierten Industrie war das selbstverständlich von vornherein 
klar.
Etwa so, wie beim Anbau von genmodifiziertem Wasauchimmer: einmal in der 
Welt, kriegst Du es nicht mehr eingefangen. Wie doch die Abläufe 
einander ähneln!

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Thomas G. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>
>> Früher ging von jeder VST mit Akkus auch Nottelefonie bei Stromausfall.
>
> Na ja, dann musste Jeder Jeden anrufen, um mitzuteilen,  dass der Strom
> ausgefallen ist "Bei euch auch?". Nach einer halben Stunde dürften die
> Akkus auch platt gewesen sein.

In der verbunkerten Vermittlungsstelle stand ein Notstromdiesel mit 
Vorrat für 1 (oder 2?) Wochen. Ebenso in Bahnstellwerken. Bei der 
Bundesbahn gabs dort auch Löcher in der Wand, um zusätzliche Generatoren 
außerhalb des Gebäudes aufzufahren (durch THW, Bundeswehr usw.). Ich 
nehme an, daß die Bundespost ähnliches plante.

Es war kalter Krieg und viele aktive Infrastruktur-Planer hatten selbst 
noch den heißen Krieg miterlebt. Das ist ein Wissen, das mit 70 Jahren 
Frieden verlorenging.

Gibt es eigentlich Literatur über die Kalte-Kriegs-Planungen? Verstreut 
gibt es viele Webseiten mit hochinteressanten Details, aber so ein 
richtiger Überblick, was man für nötig hielt und was verwirklicht wurde, 
fehlt mir.

Improvisationsvermögen kennt auch keiner mehr, bzw. wird es wohl durch 
Vorschriften selbst im Notfall abgewürgt. Beispielsweise sollte es in 
Berlin und Umland doch genug Generatoren geben, um die 
Straßenbeleuchtung in einigen Straßenzügen wiederherzustellen. 500 
Lampen 0,5 MW? NH-Sicherungen raus, Krokoklemmen drauf. Bei 30 Stunden 
reicht die Zeit sogar für Kabelschuhe und eine ordentliche Verbindung.

Wenn irgendwo eine Demo im Wald ist, werden aus der ganzen Republik 
Dutzende Lichtmasten angekarrt, um ein paar Baumhäuser taghell 
auszuleuchten. Sowas sollte man in der Bundeshauptstadt doch auch 
hinbekommen.

von Dirk B. (dirkb2)


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Percy N. schrieb:
> Der involvierten Industrie war das selbstverständlich von vornherein
> klar.

Ich habe ja das Gefühl, das die Industrie der Regierung immer so was 
erzählt hat wie "Unsere AKW sind so sicher wie in Japan und da gibt es 
Erdbeben".

Jetzt weiß ich nicht, ob das an den Physikern in der Regierung lag, aber 
nach Fukushima war es auch mit den AKW in Deutschland vorbei.

von Reinhard S. (rezz)


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Joachim B. schrieb:
> Früher ging von jeder VST mit Akkus auch Nottelefonie bei Stromausfall.

Geht heute immer noch. Darfst nur nicht den Fehler machen, einen 
Anschluss mit DSL zu buchen. Oder das (in dem Falle) Pech, die Glasfaser 
bereits bis ins Haus zu haben.

Wobei mich die Pufferungszeiten der Akkus da auch interessieren, die 
wenigsten VSt haben, zumindest hier in Bayern, Notstromer. Könnte 
natürlich in Berlin anders aussehen, da die VSt dort sicher per se etwas 
größer sind.

> Murphy hat doch recht, was passieren kann passiert!

Das war schon immer so.

von Michael B. (laberkopp)


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Gerd E. schrieb:
> Daher muss ich laberkopp schon Recht geben, das bietet nicht ausreichend
> Redundanz für so einen ganzen Stadtteil.

Vorsicht, das gibt sofort ein Minus.

Du darfst hier nicht den Firmen die Schuld geben die dich abzocken, 
sondern musst ein braver Bürger sein der alles erträgt und nie klagt.

Warum in einem technischen Forum niemand versteht was ein Netz ist 
erschliesst sich mir nicht, man muss wohl in ein Fischereiforum gehen, 
dort sitzen klügere Leute.

Jedenfalls gab es kein Netz, wenn ein Stadtteil nach dem Trennen zweier 
nebeneinanderliegender Leitungen ohne Strom ist.

Aber wir haben für ein Netz bezahlt. Das ist nicht nur in einem 
Juraforum nichts anderes als Betrug.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> man muss wohl in ein Fischereiforum gehen, dort sitzen klügere Leute.
Nöö, dafür gibts sofort Dein Minus. Herzlichen Glückwunsch!

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Ben B. schrieb:
> Notstromsysteme funktionieren in mehreren Ebenen.
>
> Wenn ich wirklich 100% Verfügbarkeit sicherstellen muß, dann ist die
> erste Ebene eine Akku-gepufferte (und redundante) USV, die ihre Akkus
> entweder aus dem normalen Netzstrom oder eben aus Notstromaggregaten
> versorgt. Hinter der USV merkt man von einem Stromausfall erst was, wenn
> die Akkus erschöpft sind, und das gilt es zu verhindern. Z.B.
> Operationsräume oder der Serverraum von Rechenzentren sind auf diese
> Weise versorgt.

In einem Krankenhaus der 60er war der Baustand beim Abriß in den 
2010ern: Zwei Groß-USV von der Sorte, die immer mitläuft und 
stimmgabelklaren Sinus liefert, mit Batterieraum (eher -Halle, hüfthohe 
Einzelzellen mit 2V und 1000 Ah, auf irgendwas um die 250V). Die eine 
USV ca. Mitte 80er, die andere Mitte 90er. Solider Siemens-Kram, 
Thyristor- bzw. IGBT-Steuerung, fette Lemo- und in der neueren schlanke 
ABB-Stromwandler (hübsch, so ein Wandler für 500A DC, 1500A max. Kann 
man endlich mal den Startstrom beim Auto messen.) Unbekannt, was damit 
versorgt wurde, ich vermute OP-Strom für alles und die (schwache) 
Fluchtweg/Notbeleuchtung für das ganze Haus. Ein neuer OP-Anbau hatte 
ein sehr modernes isoliertes Netz mit einem halben Dutzend 
5kW-Trenntrafos (weiß die Abkürzung gerade nicht, wo man bei Erdschluß 
einer Phase noch weitermachen kann.)

Im Keller zwei Notstromdiesel, vermutlich direkt aus U96 "Das Boot" 
ausgebaut. Fast 50 Jahre alt und um die 500 Stunden auf der Uhr 
(genauer: Die Steuerung inkl. Betriebsstundenzähler war in den 80ern 
modernisiert worden, mit Filzstift waren daneben die Stunden des alten 
Zählers notiert.)

Die beiden Diesel hatten eine Synchronisationseinrichtung. Und es gab 
eine 20-stufige Lastzuschaltung, automatisch und manuell. Ich nehme an, 
Stufe 1-5 waren OPs und Intensivstation, 6 die Kaffeemaschine des 
Direktors und der Rest unwichtiger Kleinkram wie die Aufzüge.

So ähnlich wird es bei dem Berliner Krankenhaus wohl auch gebaut sein, 
daher auf dem einen Foto die Kabelbündel aus dem THW-Generatorwagen, die 
dann jeweils an einer Verbrauchergruppe angehängt wurden (oder sie haben 
wirklich die NH-Sicherungen gezogen und was gebastelt.)

Ein Ministeriumsbau hatte eine geschätzt aus den 90ern stammende 
Katrastrophenertüchtigung für den Strom im Lagebau: Getrennte 
Steigleitungen in zwei Treppenhäusern vorne/hinten, und auf jedem Stock 
manuelle Umschaltmöglichkeiten. Also selbst bei einem zerstörten 
Treppenhaus plus einem ausgebrannten Stockwerk hätte man noch einen 
Strompfad für den überlebenden Gebäudeteil gehabt.

Eigentlich hätte sich vor dem Abriß des Krankenhauses ein 
Katastrophenstab, Feuerwehr, THW etc. die Finger danach lecken müssen, 
den Notbetrieb einmal live und ohne Gefährdung von Patienten testen zu 
können. Die Übungen die ich kenne, beschränken sich meist darauf, 
irgendwo ein paar Türen einzutreten und sandgefüllte Puppen zu retten.

Die beiden Diesel wurden dann noch verkauft, mit 500 Stunden sind die ja 
nichtmal richtig eingelaufen, und die nötigen Ersatzteile kann jeder 
Metallbauer aus dem Vollen herstellen.


> Eine zweite Möglichkeit sind Notstromgeneratoren mit Schwungradspeicher,
> die ständig auf Nenndrehzahl laufen. Bei Stromausfall wird sofort die
> Kurbelwelle des (vorgeheizten) Dieselmotors an das Schwungrad
> angekuppelt und auf Nenndrehzahl gebracht, der Diesel übernimmt dann
> unterbrechungsfrei die Versorgung.

So hat(te) es die Bahn auf ihren Relaisstellwerken, das ich kenne hatte 
einen Planungsstand Ende der 70er. Bei bestimmten Bauformen liefen 
mechanische Generatoren für verschiedene Spannungen und Frequenzen 
ohnehin mit gemeinsamer Achse an einem Motor.

Beim regelmäßigen Notstromtest um Mitternacht hat dennoch immer wieder 
mal eine S-Bahn erwischt, die gerade bei der Umschaltung über den Magnet 
des kurz ausgefallenen Signals rauschte und eine Zwangsbremsung bekam. 
So jedenfalls die Erzählungen der Eisenbahner am Lagerfeuer aus 
Kabelschälmaterial.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> weiß die Abkürzung gerade nicht, wo man bei Erdschluß
> einer Phase noch weitermachen kann.
IT-Netz.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Dirk B. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>>> AKW's sind allesamt Planungsfehler
>> Darüber kann man bekanntlich vortrefflich streiten.
>> Heute neue zu bauen stimme ich 100% zu. Vor 40 Jahren war es eine
>> sinnvolle Option.
>
> Das Problem ist vor allem der Müll.
> Und der wurde auch schon vor 40 Jahre produziert.

call timeslip

Namaste

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
einmal in der
> Welt, kriegst Du es nicht mehr eingefangen. Wie doch die Abläufe
> einander ähneln!
Das kannten schon die alten Griechen mit ihrer "Büchse der Pandora".
Namaste

von Holm T. (Gast)


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Dirk B. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Der involvierten Industrie war das selbstverständlich von vornherein
>> klar.
>
> Ich habe ja das Gefühl, das die Industrie der Regierung immer so was
> erzählt hat wie "Unsere AKW sind so sicher wie in Japan und da gibt es
> Erdbeben".
>
> Jetzt weiß ich nicht, ob das an den Physikern in der Regierung lag, aber
> nach Fukushima war es auch mit den AKW in Deutschland vorbei.

Es lag an den Physikern, genauer den Kernphysikern. Noch genauer nicht 
an den Kernphysikern, sondern dem Kernphysiker..um exakt zu werden nicht 
an dem Kernphysiker sondern an der Kernphysikerin, die Kernphysikerin 
die immer genau das Gegenteil von dem tut, was sie vorher behauptete tun 
zu wollen und von der man nach der Wahl auch nicht verlangen kann das 
nach der Wahl gilt, was vor der Wahl gesagt wurde.

Gruß,

Holm

von Alex G. (dragongamer)


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Holm T. schrieb:
> Dirk B. schrieb:
>> Percy N. schrieb:
>>> Der involvierten Industrie war das selbstverständlich von vornherein
>>> klar.
>>
>> Ich habe ja das Gefühl, das die Industrie der Regierung immer so was
>> erzählt hat wie "Unsere AKW sind so sicher wie in Japan und da gibt es
>> Erdbeben".
>>
>> Jetzt weiß ich nicht, ob das an den Physikern in der Regierung lag, aber
>> nach Fukushima war es auch mit den AKW in Deutschland vorbei.
>
> Es lag an den Physikern, genauer den Kernphysikern. Noch genauer nicht
> an den Kernphysikern, sondern dem Kernphysiker..um exakt zu werden nicht
> an dem Kernphysiker sondern an der Kernphysikerin, die Kernphysikerin
> die immer genau das Gegenteil von dem tut, was sie vorher behauptete tun
> zu wollen und von der man nach der Wahl auch nicht verlangen kann das
> nach der Wahl gilt, was vor der Wahl gesagt wurde.
>
> Gruß,
>
> Holm
Du willst ihr allen ernstes daraus einen Strick drehen dass sie auf das 
Volk gehört hat?!
Nach der Fukushima Katastrophe waren die Umfragewerte der Grünen in die 
Höhe geschossen!
Ja, ein(e) Politiker(in) muss ehrlich sein, aber muss, bei sich 
ändernder Faktenlage, auch flexibel sein.

Wohin sture Politik führt sehen wir grade wunderbar in den USA!

In wirklich persönlichen Punkten (also die nicht-wissenschaftlichen) wie 
der soziale Bereich inkl. humanitäre Hilfe und der "Flüchtlingsfrage" 
ist Merkel ihrer Linie mehr als ein Jahrzehnt treu geblieben.
Dafür verdient sie Respekt.

von Holm T. (Gast)


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Alex G. schrieb:

> Du willst ihr allen ernstes daraus einen Strick drehen dass sie auf das
> Volk gehört hat?!

Nein, daraus das sie Ihr Fähnchen nur noch in den Wind hängt und 
Machterhalt um jeden Preis Ihr einziges Ziel ist.

> Nach der Fukushima Katastrophe waren die Umfragewerte der Grünen in die
> Höhe geschossen!

Nach der Energiekatastrophe der nächsten Jahre gibt sich das wieder.

> Ja, ein(e) Politiker(in) muss ehrlich sein, aber muss, bei sich
> ändernder Faktenlage, auch flexibel sein.
>

Ja, sie ist sehr flexibel was die Wahrheit betrifft und die Faktenlagen 
ändert sie nach Gusto ständig.


> Wohin sture Politik führt sehen wir grade wunderbar in den USA!

Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit 
denen?

>
> In wirklich persönlichen Punkten (also die nicht-wissenschaftlichen) wie
> der soziale Bereich inkl. humanitäre Hilfe und der "Flüchtlingsfrage"
> ist Merkel ihrer Linie mehr als ein Jahrzehnt treu geblieben.
> Dafür verdient sie Respekt.

Nunja, Sozialabbau, Bildungsmisere, Altersarmut, Verfall der 
Infrastruktur,  kontinuierlicher Abbau der Bürgerrechte, prekäre Lage 
des Gesundheitssystems, Steuererhöhungen sowie totaler Verfall der 
Bundeswehr und Abschießen der vorher brauchbaren Beziehungen zu Rußland. 
Eine gewisse Kontinuität läßt sich da schon herauslesen, Andere nennen 
das Totalversagen.

Ich sehe nicht den geringsten Grund dieses Miststück zu respektieren..

Gruß,
Holm

von Alex G. (dragongamer)


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Holm T. schrieb:
> Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit
> denen?
Lol. Ich muss nicht mal an die Staatsmitarbeiter die beim, von Trump 
absichtlich verursachten (und nun wieder drohenden) Shutdown mehrere 
Wochen auf ihr gehalten warten mussten, denken, um laut zu lachen.
Damit erübrigt sich auch jede Diskusion mit dir... Wie immer eigentlich, 
aber den unfairen Seitenhieb da konnte ich nicht stehen lassen.

von Matthias S. (da_user)


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Mal kurz zum Notstrom:
In meiner alten Firma gab es auch so einen alten richtig dicken Diesel. 
12 Zylinder, davon wird die eine Hälfte erstmal für den Start über 30bar 
Druckluft gebraucht.
Testbetrieb Monatlich eine Stunde mit einer Generatorleistung von 1MW. 
Aber, und das dürfte das große Problem sein: mit laufendem Netz!
Ich kann mir vorstellen, dass es so manche Fehler gibt, die am Netz 
nicht auffallen, weil der, einmal synchronisiert, einfach vom Netz 
"mitgezogen" wird. Und im Inselbetrieb sieht die Geschichte schonmal 
wieder anders aus.

Dann zu Fukushima:
Da war eine dicke Flutwelle die u.A. ein Dorf ins Meer getrieben hat. 
Ich glaube, selbst wenn die Betreiber hier ordentlich Alarm gegeben 
hätten, es hätte nicht genügend Kapazitäten gegeben um das AKW zu 
sichern.

BTW: bei meiner jetzigen "Firma" gibt es in der Hauptverteilung ein 
Kellerfenster und einen Anschluss für eine Noteinspeisung. Warum wir im 
Betrieb sein müssen, wenn das Stadtviertel Stromlos ist, entzieht sich 
meiner Kenntnis. Ich bezweifel auch, dass wir über diesen Anschluss 
"rückwärts" einspeisen können (Trafo und Verteilung für den Straßenzug 
sind ein bis zwei Räume weiter).

Und dann hätte ich noch eine kurze Rückfrage zwecks den Notstrom:
Wie ist das, wenn der Strom wieder kommt? Theoretisch müsste ja für ein 
Unterbrechungsfreies Umschalten ja der Notstrom erst wieder auf das Netz 
synchronisieren. Oder schaltet man da mit Unterbrechung um, weil man die 
ja in diesem Fall planen kann?

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit
>> denen?
> Lol. Ich muss nicht mal an die Staatsmitarbeiter die beim, von Trump
> absichtlich verursachten (und nun wieder drohenden) Shutdown mehrere
> Wochen auf ihr gehalten warten mussten, denken, um laut zu lachen.

Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie leid mir die armen 
Staatsangestellten jetzt tun, evtl. als Vergleich so leid wie unsere 
Bundestagsabgeordneten, die fressen ja auch bereits den Kitt aus dem 
Fenster..

> Damit erübrigt sich auch jede Diskusion mit dir... Wie immer eigentlich,
> aber den unfairen Seitenhieb da konnte ich nicht stehen lassen.

Das mußt Du nicht erwähnen, wie Du bereits wußtest beruht unsere dahin 
gehende Ansicht auf Gegenseitigkeit, Du kannst das also immer als 
gegeben ansetzen.
Du solltest Dich allerdings nicht wundern wenn Du auf eine Frage an mich 
eine (ok, meist für Dich unangenehme) Antwort erhältst, das liegt aber 
an der Art Deiner Argumentation, auf meinen Post fiel Dir ja leider 
nichts anderes als die armen Amis ein...

Gruß,

Holm

von Alex G. (dragongamer)


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Anmerkung, weil ich den letzten Beitrag leider nicht mehr editieren 
kann.

Was ich sagte heisst natürlich nicht dass ich die USA generell für 
schlecht halte. Im Gegenteil, ich will unbedingt mal dort hin reisen. 
Sie haben schon einiges was wir nicht haben. Aber allgemein zu sagen es 
ginge den Menschen dort besser als hier... ist wirklich Unfug. Erst 
recht wenn man dann gleich vom Sozialwesen und Bildungswesen (der 
einfachen Leute) redet. Da ist die USA doch der Schandfleck der 
westlichen Welt, mal schalopp gesagt.

Das einzige was man dem amerikanische Politiksystem lassen muss, ist 
dass es für extrem lange geschafft hat, keine Diktatur zuzu lassen.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Hier gings gerade noch um eine Kernphysikerin.. nun wohl nicht mehr? 
Argumente alle?

Du kannst halten von den USA was Du möchtest, im Gegensatz zu Dir möchte 
ich da nicht hin, auch wenn mir das aus verschiedenen Gründen leid tut, 
aber ich möchte mich bei der Einreise nicht wie ein Schwerverbrecher 
behandeln lassen müssen. Nach 9/11 und den Änderungen der Formalitäten 
hat sich das mit der Reise für mich erledigt. Ich verstehe aber auch 
Leute die trotzdem hin wollen, also auch Dich.

Zu den Zuständen da sage ich im Unterschied zu Dir aber so lange nichts, 
wie ich das nicht selbst gesehen habe.

Wie soll ich Deinen letzten Satz verstehen?

Gruß,
Holm

von Alex G. (dragongamer)


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Holm T. schrieb:
> aber ich möchte mich bei der Einreise nicht wie ein Schwerverbrecher
> behandeln lassen müssen. Nach 9/11 und den Änderungen der Formalitäten
Das ist doch eine Spur übertrieben, wenn du mich fragst, bzw. die 
Amerikaner setzten nur noch eine kleine Schippe auf dem drauf was 
inzwischen in den meisten Ländern üblich ist.

> Zu den Zuständen da sage ich im Unterschied zu Dir aber so lange nichts,
> wie ich das nicht selbst gesehen habe.
Für solch eine Einstellung redest du aber hier im Forum äußerst gern 
über Dinge die du nur mal gelesen hast und nicht selbst kennst ;)

Ich kenne einige Amerikaner mehr oder weniger Persönlich über diverse 
Chat foren schon seit Jahren. Denke einen gewissen Eindruck kann ich mir 
machen.

> Wie soll ich Deinen letzten Satz verstehen?
Das amerikanische System wird sowohl intern auch als auch im Ausland 
bekanntlich häufig kritisiert. Nicht zu letzt weil es die Politik 
gewollt steif macht und prinzipiell wegen dem "First past the pole" 
Grundsatz welcher zwangsläufig dazu führt dass es zu 2 verfeindeten 
Parteien kommt: https://www.youtube.com/watch?v=s7tWHJfhiyo
Trotz dieser Kiritk muss man aber anerkennen dass das System erfolgreich 
verhindert hat, dass es in über zwei jahrhundert bzw. seit der Gründung, 
zu keiner Diktatur gekommen ist. Das können generell nur wenige Länder 
behaupten und wohl garkeines mit solch einer Größe/Wirtschaftskraft 
(Deutschland, Russland, China, Japan usw. hatten schon allein im letzten 
Jahrhundert mindestens eine Diktatur).
Die Amerikaner selbst würden wohl sagen das liegt an ihnen, nicht (nur) 
an ihrer Verfassung, aber das glaube ich nicht so ganz. Auch dort gibt 
es ohne zweifel Menschen die gern die Allmacht hätten und auch geschickt 
darin sind, die Massen zu manipulieren.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> aber ich möchte mich bei der Einreise nicht wie ein Schwerverbrecher
>> behandeln lassen müssen. Nach 9/11 und den Änderungen der Formalitäten
> Das ist doch eine Spur übertrieben, wenn du mich fragst, bzw. die
> Amerikaner setzten nur noch eine kleine Schippe auf dem drauf was
> inzwischen in den meisten Ländern üblich ist.

Die können mit ihrer Schippe tun und lassen was sie wollen, aber ich muß 
meine Touristenkohle nicht da abladen, wenn es mir eine Schippe zu viel 
ist.

>
>> Zu den Zuständen da sage ich im Unterschied zu Dir aber so lange nichts,
>> wie ich das nicht selbst gesehen habe.
> Für solch eine Einstellung redest du aber hier im Forum äußerst gern
> über Dinge die du nur mal gelesen hast und nicht selbst kennst ;)
>
> Ich kenne einige Amerikaner mehr oder weniger Persönlich über diverse
> Chat foren schon seit Jahren. Denke einen gewissen Eindruck kann ich mir
> machen.

Solche Leute kenne ich auch und auch schon seit Jahren.
Quintessenz: die begreifen Alle zusammen nicht was in Deutschland 
abgeht, weder mit Autos noch mit Flüchtlingen noch mit der Politik.

>
>> Wie soll ich Deinen letzten Satz verstehen?
> Das amerikanische System wird sowohl intern auch als auch im Ausland
> bekanntlich häufig kritisiert. Nicht zu letzt weil es die Politik
> gewollt steif macht und prinzipiell wegen dem "First past the pole"
> Grundsatz welcher zwangsläufig dazu führt dass es zu 2 verfeindeten
> Parteien kommt: https://www.youtube.com/watch?v=s7tWHJfhiyo
> Trotz dieser Kiritk muss man aber anerkennen dass das System erfolgreich
> verhindert hat, dass es in über zwei jahrhundert bzw. seit der Gründung,
> zu keiner Diktatur gekommen ist. Das können generell nur wenige Länder
> behaupten und wohl garkeines mit solch einer Größe/Wirtschaftskraft
> (Deutschland, Russland, China, Japan usw. hatten schon allein im letzten
> Jahrhundert mindestens eine Diktatur).

Es war früher immer meine Theorie abwechselnd in jeder Legislaturperiode 
SPD oder CDU zu wählen, einzig und allein aus dem Zweck heraus, dass 
sich die Politiker mit ihren Seilschaften nicht Verfilzen können, also 
die Zeit nicht ausreichend ist und in der nächsten Legislatur eventuelle 
Fehler korrigiert werden können. Das hat leider nicht funktioniert und 
nun hast Du in D die hübscheste Diktatur die Du Dir vorstellen kannst. 
Ein politischer Filz den es nur um Machterhalt um jeden Preis geht. Im 
Grundgesetz ist nicht von Fraktionszwang zu lesen, genauer das ist 
eigentlich verboten.
Trotzdem wird der praktiziert, Politik und damit auch Demokratie finden 
nicht statt.

Zusammenfassend: Nach dem was Du schreibst geht es den Leuten da gut..

Gruß,
Holm

von Oliver P. (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Warum in einem technischen Forum niemand versteht was ein Netz ist
> erschliesst sich mir nicht, man muss wohl in ein Fischereiforum gehen,
> dort sitzen klügere Leute.

Du bist hier der einzige, der 'was nicht kapiert. Wie stellst du dir 
denn Redundanz vor?

Dich will ich sehen, wenn hier statt einem 380kV Mast mit 4 Systemen 
plötzlich 4 Masten mit einem System stehen. Und wegen der Sicherheit 
müssten dann auch alle Umspannanlagen verdoppelt, räumlich getrennt und 
die Leitungen auf der Mittelspannungsseite vielfach hin und her 
geschleift werden, da man sonst die Trafos nicht mehr warten kann. Ja, 
das wäre sicherer...

Sorry, aber von diesem Thema hast du KEINE Ahnung.

PS: https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnsterl%C3%A4nder_Schneechaos

Wie willst du sowas verhindern?!

von Reinhard S. (rezz)


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Holm T. schrieb:
> Zu den Zuständen da sage ich im Unterschied zu Dir aber so lange nichts,
> wie ich das nicht selbst gesehen habe.

Holm T. schrieb:
> Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit
> denen?

von Matthias L. (limbachnet)


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Reinhard S. schrieb:
> Geht heute immer noch. Darfst nur nicht den Fehler machen, einen
> Anschluss mit DSL zu buchen. Oder das (in dem Falle) Pech, die Glasfaser
> bereits bis ins Haus zu haben.
>
> Wobei mich die Pufferungszeiten der Akkus da auch interessieren, die
> wenigsten VSt haben, zumindest hier in Bayern, Notstromer. Könnte
> natürlich in Berlin anders aussehen, da die VSt dort sicher per se etwas
> größer sind.

Mittlerweile gibt es in vielen Gegenden gar keine (PSTN/ISDN-)VSt mehr 
und 2020 sollen die letzten verschwinden. Auch wer dann noch meint, 
einen Anschluss ohne DSL zu haben, der irrt. Der "Router" steht dann 
bloß nicht zu Hause, sondern da, wo auch die regionalen DSLAM beheimatet 
sind.

IIRC waren die Akku-Pufferungszeiten zuletzt auf mind. 45 Minuten, 
maximal wenige Stunden ausgelegt - in dieser Zeit sollte bei Bedarf eine 
mobile Netzersatzanlage herbeigekarrt werden. Die Standorte mit fest 
installiertem Diesel-Generator hatten sogar kürzere Akkulaufzeiten.

von Holm T. (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Zu den Zuständen da sage ich im Unterschied zu Dir aber so lange nichts,
>> wie ich das nicht selbst gesehen habe.
>
> Holm T. schrieb:
>> Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit
>> denen?

Ich weiß schon was ich schreibe.. weißt Du Irgendwas, das mich 
widerlegt?
..oder wolltest Du nur mal fix etwas stänkern?

Gruß,
Holm

von Alex G. (dragongamer)


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Holm T. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Holm T. schrieb:
>>> Zu den Zuständen da sage ich im Unterschied zu Dir aber so lange nichts,
>>> wie ich das nicht selbst gesehen habe.
>>
>> Holm T. schrieb:
>>> Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit
>>> denen?
>
> Ich weiß schon was ich schreibe.. weißt Du Irgendwas, das mich
> widerlegt?
> ..oder wolltest Du nur mal fix etwas stänkern?
>
> Gruß,
> Holm
Man man, du begreifst echt garnichts oder stellst dich unglaublich dumm.
Er hat dir aufgezeigt wie du dir selbst widersprichst.
Dann mal für ganz doofe: Erstes Zitat sagt aus, du würdest nichts zu den 
Zuständen sagen, solange du sie noch nicht selbst gesehen hast.
In einem anderen Zitat sagst du aber etwas zu den Zuständen da die du ja 
noch nicht selbst gesehen hast.
;)

Das Forum braucht echt eine Ignore Funktion. Am besten eine automatische 
für Beiträge mit Bewertung von -2 oder schlechter.

von Percy N. (vox_bovi)


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Winfried J. schrieb:
> Percy N. schrieb:
> einmal in der
>> Welt, kriegst Du es nicht mehr eingefangen. Wie doch die Abläufe
>> einander ähneln!
> Das kannten schon die alten Griechen mit ihrer "Büchse der Pandora".

Wer stirbt noch mal zuletzt?

;-)

von Holm T. (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Reinhard S. schrieb:
>>> Holm T. schrieb:
>>>> Zu den Zuständen da sage ich im Unterschied zu Dir aber so lange nichts,
>>>> wie ich das nicht selbst gesehen habe.
>>>
>>> Holm T. schrieb:
>>>> Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit
>>>> denen?
>>
>> Ich weiß schon was ich schreibe.. weißt Du Irgendwas, das mich
>> widerlegt?
>> ..oder wolltest Du nur mal fix etwas stänkern?
>>
>> Gruß,
>> Holm
> Man man, du begreifst echt garnichts oder stellst dich unglaublich dumm.
> Er hat dir aufgezeigt wie du dir selbst widersprichst.

Für die Leute wie Dich die nicht beim ersten Mal sinnerfassend lesen 
können:

>Ich weiß schon was ich schreibe..


> Dann mal für ganz doofe: Erstes Zitat sagt aus, du würdest nichts zu den
> Zuständen sagen, solange du sie noch nicht selbst gesehen hast.
> In einem anderen Zitat sagst du aber etwas zu den Zuständen da die du ja
> noch nicht selbst gesehen hast.
> ;)
>

Ja, ist lustig, oder?
Ist Dir irgend Etwas bekannt was die Aussage "Denen geht es doch im 
Vergleich zu uns gut?" begründet in Zweifel ziehen würde?
Nein? Warum nimmst Du dann also an das das was ich schrieb sich 
gegenseitig ausschließen würde? Du kannst in den Satz:
"Zu den Zuständen da sage ich im Unterschied zu Dir aber so lange 
nichts, wie ich das nicht selbst gesehen habe."

Probehalber hinter "nichts" "Gutes" oder auch "Schlechtes" einfügen und 
Dir die Bedeutung jeweils noch einmal durch den Kopf gehen lassen, evtl. 
machts dann Klick.


> Das Forum braucht echt eine Ignore Funktion. Am besten eine automatische
> für Beiträge mit Bewertung von -2 oder schlechter.

Ist Recht, einfach "Alex G." (wirklich G-Punkt?) eintragen wäre auch 
völlig ausreichend.
Gruß,

Holm

von Percy N. (vox_bovi)


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Alex G. schrieb:

> Man man, du begreifst echt garnichts oder stellst dich unglaublich dumm.
> Er hat dir aufgezeigt wie du dir selbst widersprichst.

Das hat bei ihm noch nie geholfen.

> Dann mal für ganz doofe: Erstes Zitat sagt aus, du würdest nichts zu den
> Zuständen sagen, solange du sie noch nicht selbst gesehen hast.
> In einem anderen Zitat sagst du aber etwas zu den Zuständen da die du ja
> noch nicht selbst gesehen hast.
> ;)
>

Na und? Inzwischen gibt's ein neues Spielchen: Er schmeißt irgend einen 
blöden link in die Runde, um sich darauf zu stützen, und wenn Du 
inhaltlich unter wörtlichem Zitat daraus darauf antwortest, wurst Du 
gefragt, wo Du den Schmarrn her hast.

> Das Forum braucht echt eine Ignore Funktion. Am besten eine automatische
> für Beiträge mit Bewertung von -2 oder schlechter.

Das macht auch nichts besser.
Sinnvoller wäre ein individuelles Killfile, wie im guten alten usenet.

von Holm T. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>
>> Man man, du begreifst echt garnichts oder stellst dich unglaublich dumm.
>> Er hat dir aufgezeigt wie du dir selbst widersprichst.
>
> Das hat bei ihm noch nie geholfen.

Ich wüßte aber auch nicht was bei Dir noch helfen könnte, ist wohl schon 
pathologisch..
>
>> Dann mal für ganz doofe: Erstes Zitat sagt aus, du würdest nichts zu den
>> Zuständen sagen, solange du sie noch nicht selbst gesehen hast.
>> In einem anderen Zitat sagst du aber etwas zu den Zuständen da die du ja
>> noch nicht selbst gesehen hast.
>> ;)
>>
>
> Na und? Inzwischen gibt's ein neues Spielchen: Er schmeißt irgend einen
> blöden link in die Runde, um sich darauf zu stützen, und wenn Du
> inhaltlich unter wörtlichem Zitat daraus darauf antwortest, wurst Du
> gefragt, wo Du den Schmarrn her hast.

Ja Wurst, Hans Wurst, Concita Wurst.. paßt zu Percy.
Wird sich im Wahrheitsgehalt Deiner Behauptung nicht viel nehmen, macht 
abe r Spaß.

>
>> Das Forum braucht echt eine Ignore Funktion. Am besten eine automatische
>> für Beiträge mit Bewertung von -2 oder schlechter.
>
> Das macht auch nichts besser.
> Sinnvoller wäre ein individuelles Killfile, wie im guten alten usenet.

Du meinst eine Datei in die man "Percy" einträgt und 3 Tage später ist 
der tot?  muß mal drüber nachdenken...

Gruß,

Holm

von Percy N. (vox_bovi)


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Dirk B. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Der involvierten Industrie war das selbstverständlich von vornherein
>> klar.
>
> Ich habe ja das Gefühl, das die Industrie der Regierung immer so was
> erzählt hat wie "Unsere AKW sind so sicher wie in Japan und da gibt es
> Erdbeben".
>
> Jetzt weiß ich nicht, ob das an den Physikern in der Regierung lag, aber
> nach Fukushima war es auch mit den AKW in Deutschland vorbei.

Nun ja:

Sellafield/Windscale - due Tomnies haben noch nie was zum Laufen 
bekommen (Babbage eh nicht, und den schwulen Turing übergehen wir mal)

Three Mile Island - Typisch Amis, dass die den Laden von Primaten 
bedienen lassen

Tschernobyl - diese kommunistischen Reaktoren taugen ja eh nichts

Fukushima - Oh, wenn unsere Waffenbrüder das auch nicht gebacken 
bekommen, dann ist das wohl vielleicht gefährlich

Oder man hat dich gesagt, dass die lieben EVU im Zweifel ihr Buch 
dadurch aufrunden, dass sie exorbitanten entgangenen Gewinn einfordern. 
Zugleich sind die neokonservativen Grünen glücklich.

Bisher scheint es zu klappen.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Mensch Holmi, alter Pöbler. Irgendwie komisch, seitdem deine Frau wieder 
da ist, hängst du wieder hier im Forum ab.

Frustbewältigung, weil du dann nicht mehr basteln darfst?!

von Percy N. (vox_bovi)


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Michael B. schrieb:

> Jedenfalls gab es kein Netz, wenn ein Stadtteil nach dem Trennen zweier
> nebeneinanderliegender Leitungen ohne Strom ist.
>
> Aber wir haben für ein Netz bezahlt. Das ist nicht nur in einem
> Juraforum nichts anderes als Betrug.

Wie schön, dass Du Dich so gut auskennst!

von Uhu U. (uhu)


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Cyblord -. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Völlig überraschend tritt in diesem Winkel der Erde ein Erdbeben auf.
>
> In Stärke 9 ist das in der Tat überraschend.

Nein, ist es nicht.

> Genau so wie der daraus resultierende extreme Tsunami.

An Berghängen in Küstennähe findet man dort noch Spuren von wesentlich 
stärkeren Tsunamis - das Wissen war da, nur der "Optimismus" hat mal 
wieder gesiegt…

von Holm T. (Gast)


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Kara B. schrieb:
> Mensch Holmi, alter Pöbler. Irgendwie komisch, seitdem deine Frau wieder
> da ist, hängst du wieder hier im Forum ab.
>
> Frustbewältigung, weil du dann nicht mehr basteln darfst?!

Grüß Dich altes Gehäuse, hast Du Dir fürs Wochenende schon eine Frau 
bestellt oder bist Du diesmal wieder alleine und must Dirs selber 
machen?

Gruß,

Holm

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> Percy N. schrieb:
>> einmal in der
>>> Welt, kriegst Du es nicht mehr eingefangen. Wie doch die Abläufe
>>> einander ähneln!
>> Das kannten schon die alten Griechen mit ihrer "Büchse der Pandora".
>
> Wer stirbt noch mal zuletzt?
>
> ;-)

Nein, sie stirbt nicht zuletzt, sondern nie, denn darin besteht ihr 
Übel, sie sorgt für das ewige Ertragen der anderen Übel durch die 
Menschen und verhindert damit das die Menschen sich durch den Tod aus 
dem Elend und den Qualen aller anderen Übel befreien können.

Die Hoffnung hält sie am Leben im Elend und potenziert so ihre Qualen.

Lies deinen Nietzsche richtig ;)

Namaste

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Uhu U. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Percy N. schrieb:
>>> Völlig überraschend tritt in diesem Winkel der Erde ein Erdbeben auf.
>>
>> In Stärke 9 ist das in der Tat überraschend.
>
> Nein, ist es nicht.
>
>> Genau so wie der daraus resultierende extreme Tsunami.
>
> An Berghängen in Küstennähe findet man dort noch Spuren von wesentlich
> stärkeren Tsunamis - das Wissen war da, nur der "Optimismus" hat mal
> wieder gesiegt…

... und Warnungen der Vorfahren.

Treffen sich ein Optimist und ein Pessimist.
Der Pessimist:"Schlimmer kann es nicht mehr werden."
Optimist:"Doch"

Namaste

von Uhu U. (uhu)


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Percy N. schrieb:
> Wenn Du vom
> Hochhaus springst und auf Höhe des fünften Stockwerks merkst, dass
> überhaupt nichts passiert, ist es an der Zeit, den Helm abzulegen ...

Aber bitte nur, wenn die zuständige Hutablage mit von der Partie ist. 
Ordnung muss sein…

von Percy N. (vox_bovi)


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Winfried J. schrieb:

> Lies deinen Nietzsche richtig ;)
>
Dafür habe ich zZ zu gute Laune.

Ich könnt's ja mal mit Bloch versuchen ...

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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„Freude ist ein Mangel an Information“ Nico Semsrott

Namaste

von G. K. (zumsel)


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Percy N. schrieb:

> Völlig überraschend tritt in diesem Winkel der Erde ein Erdbeben auf.
> Und dann stellt sich auch noch heraus, dass das Meer nass ist.
> Nein, so etwas kann man bei Planungen nicht berücksichtigen!

Ohne Tsunami und ohne Erdbeben: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Forsmark#St%C3%B6rfall_Juli_2006

von Thomas S. (doschi_)


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Alex G. schrieb:
> Das Forum braucht echt eine Ignore Funktion.

Percy N. schrieb:
> Sinnvoller wäre ein individuelles Killfile, wie im guten alten usenet.

Hallo ihr beiden,
schaut euch dazu mal diesen Beitrag an: 
Beitrag "4) FF - Beiträge bestimmter Nutzer ausblenden"
Bei Bedarf gerne die erforderlichen IDs :-) per PN.
Es ist erstaunlich, wie "entspannt" sich seither bei mir das Forum 
liest.
Vor allem, wenn ich dabei grinsen muss, wie sich die Herrschaften 
unsichtbar die Köpfe an diversen Wänden einrennen.

: Bearbeitet durch User
von Frank W. (frank_w)


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wie wurde denn das Stromnetz wieder in Betrieb genommen?

Alles auf einmal einschalten geht ja nicht wegen der zu großen Last.

Gruß Frank

von (prx) A. K. (prx)


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Frank W. schrieb:
> wie wurde denn das Stromnetz wieder in Betrieb genommen?

Da dein klein Häusschen sicherlich nicht direkt an der 110kV Leitung 
hängt, darf man davon ausgehen, dass es dazwischen Umspannwerke gibt. 
Und man dort Strang für Strang aktivieren kann.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5745868 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Wollvieh W. (wollvieh)


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Matthias S. schrieb:
>
> Und dann hätte ich noch eine kurze Rückfrage zwecks den Notstrom:
> Wie ist das, wenn der Strom wieder kommt? Theoretisch müsste ja für ein
> Unterbrechungsfreies Umschalten ja der Notstrom erst wieder auf das Netz
> synchronisieren. Oder schaltet man da mit Unterbrechung um, weil man die
> ja in diesem Fall planen kann?

Gute Frage, die hier komischerweise etwas unterging...

Ich vermute mal, alle 10 Jahre gab es andere technische Möglichkeiten 
und damit andere Lösungen. Heute mit dem ganzen Inverterkram für Wind 
und Sonne sollte eine "Rückwärtssynchronisation" doch einfacher sein als 
zu Zeiten der Fliehkraftregler auf der Dampfmaschine. Andererseit ist 
ein Diesel auch heute noch immer fast dasselbe wie eine Dampfmaschine 
(bei VW sogar mit derselben Rußentwicklung). ;)

Es scheint auch Verbote bzw. Probleme mit der Rückspeisung bei 
Netzparallelbetrieb zu geben.

Also hier
https://www.hensel-electric.de/media/downloads/de/produktinformationen/mi/04-1-Mi-Netzumschaltergehaeuse.pdf

hats zufällig ein paar Schaltergehäuse mit Schaltplan. Da gibts als 
Schaltpositionen nur "Netz - 0 - Generator". Die Ausfallzeit hängt also 
vom Arm des Hausmeisters ab. :)

Spannend finde ich bei dem einen Foto die 4 identischen gelben 
Einzeladern, die direkt vom Generator vor der Tür auf die Phasen 
geklemmt sind. Der Drehsinn mendelt sich dann von selber aus, im 
schlimmsten Fall muß man halt im Aufzug "2. UG" drücken, wenn man ins 
zweite OG will. :)

: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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Auf die Idee, das die Adern evtl. markiert/bedruckt oder vielleicht auch 
einfach nur geshopt sind, kommst du nicht?

Und nein, man könnte ganz einfach wieder synchronisieren und umschalten, 
aber man weiß ja nicht wann die Sache wieder stabil wird.
Es wird im Regelfall also erst auf manuelle Anforderung mit kurzer 
Unterbrechung zurückgeschaltet.
Teure Anlagen synchen, schalten aber trotzdem erst auf Tastendruck um.

von Harald W. (wilhelms)


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Wollvieh W. schrieb:

> Ich vermute mal, alle 10 Jahre gab es andere technische Möglichkeiten
> und damit andere Lösungen.

Ja, die Zeit der "Phasenlampen" dürfte wohl vorbei sein.

von Jörg H. (zwischenfrequenz)


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Matthias S. schrieb:
> Und dann hätte ich noch eine kurze Rückfrage zwecks den Notstrom:
> Wie ist das, wenn der Strom wieder kommt? Theoretisch müsste ja für ein
> Unterbrechungsfreies Umschalten ja der Notstrom erst wieder auf das Netz
> synchronisieren. Oder schaltet man da mit Unterbrechung um, weil man die
> ja in diesem Fall planen kann?

Gibt beides. Entweder wird mit Unterbrechung sicher getrennt und 
geschaltet oder https://de.wikipedia.org/wiki/Synchronoskop

Im letzten Fall wird bei Wiederkehr des öffentliches Netzes der lokale 
Generator zunächst synchron gebracht, dann das öffentlich Netz wieder 
zugeschaltet, dann der Generator getrennt. Früher wurden statt des 
Synchronoskops drei Glühlampen in Dunkel- bzw. Hellschaltung betrieben.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Hier macht jetzt das Gerücht die Runde, das dieser Vorfall vermutlich 
das Ende der Baufirma bedeutet, da der Schadenersatz die Mittel der 
Firma weit übersteigt.
Vattenfall sagt auch, das eine Trassenauskunft nicht angefordert und 
daher grob regelwidrig gehandelt worden ist:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/stromausfall-in-berlin-koepenick-baufirma-soll-grob-regelwidrig-gehandelt-haben/24017228.html
https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/stromausfall--wer-ist-schuld---die-haben-gebohrt--ohne-zu-wissen--wo-sie-bohren--32072886

Schon eine der gesetzten neuen Muffen koste etwa soviel wie ein 
Häuschen....

: Bearbeitet durch User
von Achim B. (bobdylan)


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Matthias S. schrieb:
> eine Trassenauskunft

Von Schwiegervattern (war bis zur Rente Baggerfahrer in einer Baufirma, 
und hat deshalb auch schon ein paar Strippen persönlich kennengelernt) 
weiß ich, dass zumindest hier bei uns nicht das beauftragte Unternehmen 
um Trassenauskunft bitten muss, sondern der Auftraggeber.

von Icke ®. (49636b65)


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Matthias S. schrieb:
> Hier macht jetzt das Gerücht die Runde, das dieser Vorfall vermutlich
> das Ende der Baufirma bedeutet, da der Schadenersatz die Mittel der
> Firma weit übersteigt.

Aber nur, falls die Firma keine Haftpflichtversicherung hat.

von Harald W. (wilhelms)


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Icke ®. schrieb:

>> Hier macht jetzt das Gerücht die Runde, das dieser Vorfall vermutlich
>> das Ende der Baufirma bedeutet, da der Schadenersatz die Mittel der
>> Firma weit übersteigt.
>
> Aber nur, falls die Firma keine Haftpflichtversicherung hat.

Bei grober Fahrlässigkeit braucht die nicht zu bezahlen.

von (prx) A. K. (prx)


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Harald W. schrieb:
> Bei grober Fahrlässigkeit braucht die nicht zu bezahlen.

Ist es nicht eher so, dass sie zahlen muss, dann aber Forderungen an 
Versicherten stellen darf?

von Percy N. (vox_bovi)


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A. K. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Bei grober Fahrlässigkeit braucht die nicht zu bezahlen.
>
> Ist es nicht eher so, dass sie zahlen muss, dann aber Forderungen an
> Versicherten stellen darf?

Das ist typisch für Pflichtversicherungen, zB für Kfz.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Achim B. schrieb:
> dass zumindest hier bei uns nicht das beauftragte Unternehmen
> um Trassenauskunft bitten muss, sondern der Auftraggeber.

Das kann ja dann noch ein lustiges Hin und Her geben, was die Schuld- 
und Schadensregulierungsfrage betrifft. Aber da haben die Berliner ja 
Erfahrung drin.

von Percy N. (vox_bovi)


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Achim B. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> eine Trassenauskunft
>
> Von Schwiegervattern (war bis zur Rente Baggerfahrer in einer Baufirma,
> und hat deshalb auch schon ein paar Strippen persönlich kennengelernt)
> weiß ich, dass zumindest hier bei uns nicht das beauftragte Unternehmen
> um Trassenauskunft bitten muss, sondern der Auftraggeber.

Das erklärt aber nicht, wieso der Maschinenführer einfach "planlos" zu 
bohren anfängt.

von Dirk B. (dirkb2)


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Percy N. schrieb:
> Das erklärt aber nicht, wieso der Maschinenführer einfach "planlos" zu
> bohren anfängt.

Ist der Maschinenführer dafür zuständig?

Wer hat ihm gesagt „Bohr da ein Loch“?

Wer ist auf die Idee gekommen, dass da ein Loch hin soll?

von (prx) A. K. (prx)


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Jo, wenns gut läuft, werden sich in den nächsten Jahren ein paar Anwälte 
darüber Gedanken machen und zwecks Unterhaltung der Berliner 
Öffentlichkeit die wildesten davon ausgiebig anpreisen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Dirk B. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Das erklärt aber nicht, wieso der Maschinenführer einfach "planlos" zu
>> bohren anfängt.
>
> Ist der Maschinenführer dafür zuständig?
>
> Wer hat ihm gesagt „Bohr da ein Loch“?
>
> Wer ist auf die Idee gekommen, dass da ein Loch hin soll?

Tust Du immer alles, was jemand Dir sagt?

Falls das zutreffen sollte, haben es Teile Deiner Umwelt vermutlich 
recht leicht.

von Alex G. (dragongamer)


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Percy N. schrieb:
> Dirk B. schrieb:
>> Percy N. schrieb:
>>> Das erklärt aber nicht, wieso der Maschinenführer einfach "planlos" zu
>>> bohren anfängt.
>>
>> Ist der Maschinenführer dafür zuständig?
>>
>> Wer hat ihm gesagt „Bohr da ein Loch“?
>>
>> Wer ist auf die Idee gekommen, dass da ein Loch hin soll?
>
> Tust Du immer alles, was jemand Dir sagt?
>
> Falls das zutreffen sollte, haben es Teile Deiner Umwelt vermutlich
> recht leicht.
Und falls du immer eigene Recherchen anstellst bevor du das tust was dir 
dein Vorgesetzter sagt, hast du es im Job vermutlich nicht leicht...

Jedenfalls liegt es nicht am Bediener des Bohrers sich eigenmächtig 
Trassenpläne zu besorgen.

Wie es scheint wurde ja eine gannze Reihe von horizontalen Löchern, 
vertikal von oben nach unten gebohrt. Da ist man also schon bei der 
Planungsphase klar davon ausgegangen dass da nichts im Boden liegt. Wie 
dieser Irrtum geschehen ist, werden wohl Gerichte klären müssen.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Alex G. schrieb:
> Wie es scheint wurde ja eine gannze Reihe von horizontalen Löchern,
> vertikal von oben nach unten gebohrt.

Wie macht man das?

von Percy N. (vox_bovi)


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A. K. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Wie es scheint wurde ja eine gannze Reihe von horizontalen Löchern,
>> vertikal von oben nach unten gebohrt.
>
> Wie macht man das?

Meint er vielleicht eine vertikal gestaffelte Schar horizontaler 
Bohrungen?

Alex G. schrieb:

> Und falls du immer eigene Recherchen anstellst bevor du das tust was dir
> dein Vorgesetzter sagt, hast du es im Job vermutlich nicht leicht...
>
Vermutlich war es genau so ein Befehlsempfänger wie Du, der dieser Tage 
erst wieder einen Lkw unter eine Eisenbahnbrücke geklemmt hat.

> Jedenfalls liegt es nicht am Bediener des Bohrers sich eigenmächtig
> Trassenpläne zu besorgen.
>
Hat bisher soweit ersichtlich auch niemand verlangt.

von Matthias S. (da_user)


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Percy N. schrieb:
> Das erklärt aber nicht, wieso der Maschinenführer einfach "planlos" zu
> bohren anfängt.

Woher weißt du das?
Evtl. hat er sich ja beim Vorarbeiter schon kundig gemacht und die 
Aussage bekommen: "passt schon"?

von Alex G. (dragongamer)


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Percy N. schrieb:
> Meint er vielleicht eine vertikal gestaffelte Schar horizontaler
> Bohrungen?
Ja genau. Das so aus zu drücken ist mir nicht eingefallen.

Jemand weiter oben hat erzählt was genau gebort wurde.

> Vermutlich war es genau so ein Befehlsempfänger wie Du, der dieser Tage
> erst wieder einen Lkw unter eine Eisenbahnbrücke geklemmt hat.
Etwas was man mehr oder weniger klar sehen kann (sofern da Schilder etc. 
da waren) ist ja wohl kaum mit, im Boden vergrabenen Kabeln 
vergleichbar.

> Hat bisher soweit ersichtlich auch niemand verlangt.
Was genau hast du denn dann damit gemeint?
Percy N. schrieb:
> Tust Du immer alles, was jemand Dir sagt?

Btw "Befehlsempfänger"... Kann es sein dass du so ein Möchtegern-Rebell 
bist? ;)
Werd erwachsen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Alex G. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Vermutlich war es genau so ein Befehlsempfänger wie Du, der dieser Tage
>> erst wieder einen Lkw unter eine Eisenbahnbrücke geklemmt hat.
> Etwas was man mehr oder weniger klar sehen kann (sofern da Schilder etc.
> da waren) ist ja wohl kaum mit, im Boden vergrabenen Kabeln
> vergleichbar.
>
Das kommt darauf an. Der Unfall letzte Woche geschah in einer 
Unterführung, die eine Eisenbahnbrücke kreuzt. Ausgeschildert ist eine 
Durchfahrtshöhe von 3,60 m. An der Einfahrt stehen locker knapp vier 
Meter zur Verfügung; leider gibt es ausgangs der Unterführung eine 
Steigung ...  scratch!!!

>> Hat bisher soweit ersichtlich auch niemand verlangt.
> Was genau hast du denn dann damit gemeint?

Dass er sich auf der Baustelle kundig machen soll.

> Percy N. schrieb:
>> Tust Du immer alles, was jemand Dir sagt?
>
> Btw "Befehlsempfänger"... Kann es sein dass du so ein Möchtegern-Rebell
> bist? ;)

Meine Gegenvorstellungen waren jeweils - selten genug - ausgesprochen 
willkommen, und jawohl, auch auf dem Bau.

> Werd erwachsen.

Nö, das haben (oder hatten?) andere nötiger. Einmal wollte einer von 
meinen -nur zu berechtigten - Bedenken nichts wissen. Ich habe dann halt 
seine Anweisungen wortwörtlich befolgt. Über die erzieherische Wirkung 
kann ich nichts berichten, ich war da schon nicht mehr dabei...

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Diese Horizontalbohrer wurschteln in jeder größeren Baugrube vor sich 
hin. Da hats dann an der Spundwand oder am Berliner Verbau (muß einen 
Grund geben, warum das so heißt;) Dutzende numerierte bunte X 
aufgesprüht und Luigi (oder eher Slobodan) setzt seine Großhilti auf 
Kettenlafette an und bohrt.

In der Stadt geht das eigentlich immer weit unters Nachbargebäude, oder 
auf die Straße mit der Ubahntrasse. Als Nachbar würde ich mich da 
bedanken, wenn mir einer die Einmachgläser im Keller anbohrt. Oder auch 
nur Stahlseile mit Zement unter meinen Kellerboden versenkt, so daß ich 
dann z.B. bei Kanalisationsbauten, neuer Pumpensumpf oder so, Probleme 
bekomme.

Ich vermute zwar stark, daß man da "meistens" in die Pläne schaut, aber 
ein großes Stück weit ist da auch Prinzip Hoffung dabei, daß man in der 
Tiefe nichts trifft. Diese Erdanker sind typischerweise um 10m lang. 
Blindgängersuche unter einem Nachbargebäude geht nicht. Bzw. macht man 
nicht, die Kampfmittelsondierer sehe ich immer nur Vertikalbohrungen 
machen. Man hofft halt, daß da keiner liegt. Und Kabel hats dann bei den 
tieferen Bohrungen ab 5m auch nicht mehr, meistens. Außer die Leitungen 
im S-Bahn-Tunnel.

Der Bauarbeiter in der Baugrube kommt, im Unterschied zum Baggerfahrer 
auf dem Gehweg, wohl gar nicht auf die Idee, daß er beim Nachbarn was 
kaputtmachen könnte. Ist schließlich seine Baugrube. So wie ich bei 
einem Wandloch auch nur nach meinen Kabeln suche und, bisher jedenfalls, 
nicht im geringsten daran gedacht habe, was der Nachbar dort in der Wand 
liegen hat.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Ben B. schrieb:
> Klar ist ein Stromausfall ärgerlich, aber haben die Leute denn
> vorgesorgt? Haben die sich gegen sowas abgesichert, wenn ihnen der Strom
> so wichtig ist? Nöö, die wenigsten haben das.

Es gibt da so ein Video von einem sächsischen Ministerium, da werden die 
Leute aufgefordert sich einen Vorrat anzulegen damit der Staat etwas 
Zeit hat um auf das plötzliche Ereignis reagieren zu können.

Man soll sich so ausstatten dass man es eine Woche ohne alles aushält 
und der Staat die notwendigen Schritte einleiten kann. Bei einem 
Hochwasser, Stromausfall, eingeschneiten Gebieten, Versorgungsengpässen 
oder irgend einer anderen Unwägbarkeit hat man eben erst mal sich selbst 
eine Weile lang zu versorgen.


Hier in der Nähe war mal ein Ort durch Hochwasser zwar nicht überflutet, 
aber er wurde eben vom Rest der Zivilisation sehr gut abgeschnitten. 
Meist sind dann eben einige Dörfer oder Städte betroffen und es kann 
sein dass das eigene Dort nun mal keine so hohe Priorität hat.

Im Notfall habe ich hier Wasser, ein paar Tüten Haferflocken, Zucker 
aber auch Konserven und durch die gute Isolierung meines Hauses kann ich 
auch nicht erfrieren.
Ich war auch mal hier am Fließ und habe überlegt ob man das im Notfall 
trinken könnte ... könnte man bestimmt, aber ich stelle mir hier lieber 
ein paar der 5L Kanister abgedeckt hin und schmeiße dann vielleicht noch 
eine der Chlortabletten rein die ich noch vom Bund (waren immer in den 
EPA-Packs drin) habe.

von Cyblord -. (cyblord)


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Mike J. schrieb:
> Ich war auch mal hier am Fließ und habe überlegt ob man das im Notfall
> trinken könnte ... könnte man bestimmt, aber ich stelle mir hier lieber
> ein paar der 5L Kanister abgedeckt hin und schmeiße dann vielleicht noch
> eine der Chlortabletten rein die ich noch vom Bund (waren immer in den
> EPA-Packs drin) habe.

Erstaunlich. Machst einen auf Prepper aber für eine neue Packung 
Chlortabletten oder Silberiodid reichts dann nicht mehr?
Im Zweifel würde ich lieber frisches Flusswasser damit behandeln als 
jahrelang abgestandes Wasser aus dem Kanister.

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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Nun ja, das Wasser könnte man genau so wie die anderen Lebensmittel in 
gewissen Abständen austauschen....

von Uhu U. (uhu)


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Mike J. schrieb:
> Im Notfall habe ich hier Wasser, ein paar Tüten Haferflocken, Zucker
> aber auch Konserven und durch die gute Isolierung meines Hauses kann ich
> auch nicht erfrieren.

Und woher kommt eine Woche lang der Strom?

von Alex G. (dragongamer)


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Uhu U. schrieb:
> Mike J. schrieb:
>> Im Notfall habe ich hier Wasser, ein paar Tüten Haferflocken, Zucker
>> aber auch Konserven und durch die gute Isolierung meines Hauses kann ich
>> auch nicht erfrieren.
>
> Und woher kommt eine Woche lang der Strom?
Gas Kocher...

von Uhu U. (uhu)


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Alex G. schrieb:
> Gas Kocher...

Kommt da Strom raus?

von Harald W. (wilhelms)


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Uhu U. schrieb:

>> Gas Kocher...
>
> Kommt da Strom raus?

Ja, ein Strom von Abgasen...

von Alex G. (dragongamer)


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Uhu U. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Gas Kocher...
>
> Kommt da Strom raus?

Stell dich doch nicht absichtlich doof.
Um das zu verwenden was du von Mike J. zitiert hast (Haferflocken, 
Konserven etc.) reicht nunmal ein Gaskocher.

Ich würd das aber in der tat noch einen großen Bleiakku dazu packen 
(50Ah sollten für 25-30 Volladungen reichen), plus Smartphone 
Auto-Ladegerät. Mit etwas Glück steht das Funknetz früher als der 
Hausstrom und als Taschenlampe fungiert das auch.

von Uhu U. (uhu)


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Alex G. schrieb:
> Stell dich doch nicht absichtlich doof.

Dann lies doch einfach mal den Thread-Titel…

von (prx) A. K. (prx)


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Anlässlich der Ölkrisen der 70er Jahre fiel manchem auf, dass damalige 
(und erst recht heutige) Haushalte ohne Strom nicht funktionieren. Nicht 
zuletzt deshalb, weil in dieser Ära viele noch die Kriegszeit kannten 
und daher wussten, dass Strom nicht einfach so aus der Steckdose kommt.

Eine Konsequenz daraus war der in den folgenden Jahren verstärkte Bau 
von Öfen. Ich habe diese Überlegungen damals selbst erlebt. Richtig 
gemacht wird dadurch nicht nur ein Raum warm, sondern ggf auch Wasser. 
Versorgung mit Wasser ist im Krisenfall leichter sicherzustellen, als 
mit Strom.

Es gibt also zwei Strategien für Krisenvorbereitung: Fehlenden Strom per 
Eigenproduktion zu ersetzen, oder zu versuchen, ohne Strom auszukommen. 
Zwar läuft die Kaffeemaschine auch mit Generator und Eimer, aber bis man 
die Zentralheizung so weit hat... Einfachere Technik ist dann 
nachhaltiger als der Versuch, komplexe Technik über die Runden zu 
retten.

Je nach Umständen kann man da auch die Gesamtlage von Familien und 
Freunden einrechnen. Wenn sich die nicht allzu weiträumig verteilen, 
kann man sich eine Zeitlang enger auf die Pelle rücken als gewöhnlich. 
Es muss nicht unbedingt jeder Kleinhaushalt krisenfest gemacht werden.

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)


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Cyblord -. schrieb:
> Im Zweifel würde ich lieber frisches Flusswasser damit behandeln als
> jahrelang abgestandes Wasser aus dem Kanister.

Nach der Behandlung mot den Tabletten solltest du trotzdem drauf achten 
alle 6 Monate das wasser zu wechseln.

Schmeckt nicht mehr sonst, auch und erst recht nicht wenn man nochmal 
tabletten rein wirft.

von Uhu U. (uhu)


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Kilo S. schrieb:
> Nach der Behandlung mot den Tabletten solltest du trotzdem drauf achten
> alle 6 Monate das wasser zu wechseln.

Und vor allem auch den Bakterienrasen an den Behälterwänden…

von Matthias L. (limbachnet)


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Den kann man wechseln? ;-)

von Cyblord -. (cyblord)


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Kilo S. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Im Zweifel würde ich lieber frisches Flusswasser damit behandeln als
>> jahrelang abgestandes Wasser aus dem Kanister.
>
> Nach der Behandlung mot den Tabletten solltest du trotzdem drauf achten
> alle 6 Monate das wasser zu wechseln.

Irgendwas hast du nicht verstanden. Ich will das Wasser ja gerade NICHT 
so lange aufheben. Darum "frisches" Flusswasser, also direkt geholt bei 
Bedarf und dann filtern + Tablette oder halt abkochen.

: Bearbeitet durch User
von Johnny B. (johnnyb)


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Alex G. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit
>> denen?
> Lol. Ich muss nicht mal an die Staatsmitarbeiter die beim, von Trump
> absichtlich verursachten (und nun wieder drohenden) Shutdown mehrere
> Wochen auf ihr gehalten warten mussten, denken, um laut zu lachen.
> Damit erübrigt sich auch jede Diskusion mit dir... Wie immer eigentlich,
> aber den unfairen Seitenhieb da konnte ich nicht stehen lassen.

Naja, der Shutdown war eher durch die Demokraten verursacht worden. 
Diese respektieren bis heute nicht, dass der Präsident demokratisch 
gewählt wurde und er den Wählern im Wahlkampf versprochen hatte, diese 
Mauer zu bauen. Die Demokraten sind halt auch nur da demokratisch, wo es 
ihnen gerade passt.
Genauso bei uns mit den Grünen oder aktuell bei den Jugendlichen die 
sich die Freitage nun immer frei machen um gegen den Klimawandel zu 
demonstireren lol, dann aber doch zu jeder Gelegenheit eine 
Städtereise mit dem Flugeug antreten, für Sprachaufenthalte über den 
halben Globus fliegen, etc.

von (prx) A. K. (prx)


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Hatten die USA letzthin einen grossen Stromausfall, oder von welchem 
Shutdown ist hier passenderweise die Rede?

von Percy N. (vox_bovi)


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Johnny B. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Holm T. schrieb:
>>> Denen geht es doch im Vergleich zu uns gut? Was willst Du denn mit
>>> denen?
>> Lol. Ich muss nicht mal an die Staatsmitarbeiter die beim, von Trump
>> absichtlich verursachten (und nun wieder drohenden) Shutdown mehrere
>> Wochen auf ihr gehalten warten mussten, denken, um laut zu lachen.
>> Damit erübrigt sich auch jede Diskusion mit dir... Wie immer eigentlich,
>> aber den unfairen Seitenhieb da konnte ich nicht stehen lassen.
>
> Naja, der Shutdown war eher durch die Demokraten verursacht worden.
> Diese respektieren bis heute nicht, dass der Präsident demokratisch
> gewählt wurde und er den Wählern im Wahlkampf versprochen hatte, diese
> Mauer zu bauen. Die Demokraten sind halt auch nur da demokratisch, wo es
> ihnen gerade passt.

Offenbar scheint es ihnen zu passen, Herrn Trump an sein Versprechen zu 
erinnern, die Mauer würde keinen Cent Steuergelder kosten.

> Genauso bei uns mit den Grünen oder aktuell bei den Jugendlichen die
> sich die Freitage nun immer frei machen um gegen den Klimawandel zu
> demonstireren lol, dann aber doch zu jeder Gelegenheit eine
> Städtereise mit dem Flugeug antreten, für Sprachaufenthalte über den
> halben Globus fliegen, etc.

Ich kenne Jugendliche, die freitags demonstrieren, und solche, die gern 
Flugreisen unternehmen.Die Schnittmenge scheint nicht sehr mächtig zu 
sein.

Aber immerhin konntest Du ein paar Gemeinplätze unterbringen. Irgend wer 
wird sie schon an das Thema anlehnen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Naja Prepper. So würde ich das nicht nennen, wenn man sich drauf 
vorbereitet, 1..2 Wochen alleine durchhalten zu können. Als Prepper 
würde ich jene bezeichnen, die das krankhaft übertreiben und meinen, sie 
könnten damit einen Atomkrieg überleben.

Egal was man sich zur Vorsorge hinstellt, 2..3 Liter Wasser pro Tag oder 
Konserven und Gaskocher (die drei Dinge reichen zum Überleben von 1..2 
Wochen wenn man dicke Kleidung hat sogar ohne Heizung), man muß das 
abhängig von der Haltbarkeitsdauert durchtauschen, so daß man dort nie 
überlagerte Dinge hat, mit denen man bei Bedarf nichts mehr anfangen 
kann.

Problematisch bei Häusern mit Zentralheizung ist, daß die einfriert wenn 
es sehr kalt ist und dadurch alle Bestandteile beschädigt werden. Also 
wenn ich ein eigenes Haus habe, würde ich mir da schon Gedanken machen, 
wo man da im Ernstfall den Generator anklemmt. Vielleicht würde ich 
sogar probieren, einen kleinen Generator mit Wasserkühlung zu bekommen, 
so daß man dessen Abwärme über einen Wärmetauscher für die Heizung 
nutzen kann. Dann kann ich die Heizung sogar vor Zerstörung schützen, 
wenn die Brennstoffversorgung ebenfalls unterbrochen ist. Da haben 
Ölheizungen einen kleinen Vorteil, die lagern ihren Brennstoff vor Ort 
und brauchen nur so 200..300W Strom für den Betrieb. Das ginge zur Not 
auch kurzzeitig über Akku und Inverter.

Bei den Generatoren muß man ebenfalls auf Einsatzbereitschaft achten. 
Der Treibstoff muß sauber und nicht überlagert sein und auch Generatoren 
(außer Zweitakt-Brüllwürfel, die niemand haben will) brauchen ihren 
regelmäßigen Ölwechsel. Es sollte auch kein China-Billigschrott sein, 
denn sowas reißt bekanntlich immer dann den Arsch hoch, wenn man es am 
dringendsten braucht. Das müssen Geräte sein, auf die man sich verlassen 
kann.

Der Atomschutzbunker im Hintergarten, um sich gegen den direkten Treffer 
seines Dörfchens durch eine 10Mt-Kernwaffe oder mit der abgesägten 
Schrotflinte gegen die Zombie-Apokalypse wehren zu können, ist natürlich 
Blödsinn. Diesen Stoff sollte man im Kino lassen.

von (prx) A. K. (prx)


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Ben B. schrieb:
> wenn ich ein eigenes Haus habe, würde ich mir da schon Gedanken machen,
> wo man da im Ernstfall den Generator anklemmt.

... oder wie man das Wasser aus der Heizung ablässt. Das eine normale 
Tätigkeit bei Wartungsarbeiten oder längerer Abwesenheit.

: Bearbeitet durch User
von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> ... oder wie man das Wasser aus der Heizung ablässt.

Als Trinkwasser ist die Brühe aber weniger geeignet ;-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Ben B. schrieb:

> Der Atomschutzbunker im Hintergarten, um sich gegen den direkten Treffer
> seines Dörfchens durch eine 10Mt-Kernwaffe oder mit der abgesägten
> Schrotflinte gegen die Zombie-Apokalypse wehren zu können, ist natürlich
> Blödsinn. Diesen Stoff sollte man im Kino lassen.

Der Bunker hilft aber prima so lange gegen die Echsen , bis die 
Meteoritenschauer kommen! Die Magnetstürme bleiben natürlich 
problematisch ...

von Peter D. (peda)


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Mike J. schrieb:
> Es gibt da so ein Video von einem sächsischen Ministerium, da werden die
> Leute aufgefordert sich einen Vorrat anzulegen

Wayne interessierts.
In der Stadt hat man gar nicht die Möglichkeit, seine halbe Wohnung mit 
Vorräten zuzumüllen. Und die müssen dann ja auch regelmäßig 
weggeschmissen und neu gekauft werden.
Feinstaubschleudern (Kerzen) kommen mir eh nicht in die Wohnung.

Interessant wird ein längerer Stromausfall bei Minusgraden, ob es dann 
die Hausverwaltung rechtzeitig schafft, die Heizungen und Wasserrohre 
abzulassen.

von Richard H. (richard_h27)


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Ben B. schrieb:
> Als Prepper
> würde ich jene bezeichnen, die das krankhaft übertreiben und meinen, sie
> könnten damit einen Atomkrieg überleben.

Schon morgens beim Aufstehen fangen die mit dem Überleben an.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Richard H. schrieb:
> Schon morgens beim Aufstehen fangen die mit dem Überleben an.

Das mache ich auch... jeden Werktag...

von Uhu U. (uhu)


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Wolfgang R. schrieb:
> Richard H. schrieb:
>> Schon morgens beim Aufstehen fangen die mit dem Überleben an.
>
> Das mache ich auch... jeden Werktag...

Und am Sonntag wird dann gestorben?

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Uhu U. schrieb:
> Und am Sonntag wird dann gestorben?

Ja, aber nur la petite mort... ;-)

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Uhu U. schrieb:
> Wolfgang R. schrieb:
>> Richard H. schrieb:
>>> Schon morgens beim Aufstehen fangen die mit dem Überleben an.
>>
>> Das mache ich auch... jeden Werktag...
>
> Und am Sonntag wird dann gestorben?

Man schläft bis Mittag?

von Mike J. (linuxmint_user)


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Alex G. schrieb:
>> Kommt da Strom raus?
>
> Stell dich doch nicht absichtlich doof.
> Um das zu verwenden was du von Mike J. zitiert hast (Haferflocken,
> Konserven etc.) reicht nunmal ein Gaskocher.

Ich schütte frühs als erstes die Haferflocken mit der Milch oder Saft 
einfach zusammen, waschen, rasieren, dann nach 15-20 Minuten sind die so 
weit gequollen dass sie verzehrbereit sind.

Damals als die Haferflocken noch nicht mit Hitze bearbeitet worden sind 
gab es das Problem mit den Bakterien oder Pilzen die in den Früchten 
teilweise vorhanden sind. Das ist aber nicht mehr der Fall und man muss 
da auch nichts mehr kochen, für mich ist das einfach Müsli ... ein 
bessers Frühstück als Kornflakes.

Die Haferflocken haben massig Inhaltsstoffe, geben die Energie im Darm 
langsam ab, so dass ich früh um 4:30 Uhr etwas esse und dann erst um 
16:30 Uhr wieder Hunger habe. Meiner Ansicht nach das genialste was die 
Natur entwickelt hat.

> Ich würd das aber in der tat noch einen großen Bleiakku dazu packen
> (50Ah sollten für 25-30 Volladungen reichen), plus Smartphone
> Auto-Ladegerät. Mit etwas Glück steht das Funknetz früher als der
> Hausstrom und als Taschenlampe fungiert das auch.

Ich habe einen LiIon-Akku, der hängt an meiner 12V Haus-Versorgung. 
Damit betreibe ich kleine Lichter in den Fluren (mit Bewegungsmelder) 
und in den Zimmern. Außerdem ist da die Katzen-Schiebetür dran, 
Radiowecker, Handyladegerät (12V->5V) usw. also alles was wichtig ist um 
bei einem Stromausfall trotzdem noch geweckt zu werden, sich zurecht zu 
machen und ohne Verzögerung auf der Arbeit aufzuschlagen.

Der Akku ist recht fett und besteht aus alten, günstigen Laptop-Zellen 
... die ich mir damals bei eBay besorgt habe. 2/3 davon waren okay, der 
Rest hatte einen Leckstrom (Spannungsabfall mit der Zeit) oder hat keine 
Energie mehr angenommen.
Die Arbeit (öffnen, testen) mache ich mir aber kein zweites mal mehr, da 
kaufe ich einfach neue.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Peter D. schrieb:
> Wayne interessierts.
> In der Stadt hat man gar nicht die Möglichkeit, seine halbe Wohnung mit
> Vorräten zuzumüllen. Und die müssen dann ja auch regelmäßig
> weggeschmissen und neu gekauft werden.

Ich habe hier einen durchsichtige Plastik-Vorratsbehälter in dem ich zum 
Beispiel die Haferflockentüten hintereinander rein staple. Die vorderen 
werden zum normalen Verbrauch genommen und die hinteren sind die ganz 
frischen. Das Zeug hält sich aber auch ewig, das ist quasi wie besseres 
Mehl.
Das ist quasi wie ein Ringbuffer, nur dass da nichts überschrieben wird 
wenn er zu voll ist. ;-)

Bei meinem Verbrauch halten die paar (ist nicht so viel) Reservetüten 
etwa 1 Woche wenn ich kein Brot zur Verfügung habe.

Jetzt braucht man aber natürlich Milch oder Saft, aber davon stehen dann 
eben jeweils zwei Kartons im Vorratsraum, so dass ich im schlechtesten 
Fall mindestens einen Karton Milch, einen mit Multivitaminsaft oder 
Apfelsaft und einen mit Orangensaft habe.

Das nimmt nicht viel Platz weg.
Meine zwei alten Drucker die ich hier weitgehend sinnlos rumzustehen 
habe nehmen mehr Platz weg.


> Feinstaubschleudern (Kerzen) kommen mir eh nicht in die Wohnung.
Ja, davon halt ich auch nichts. Die produzieren zwar Wärme und Licht, 
aber dafür fressen sie den ganzen Sauerstoff im Raum auf und das nicht 
zu knapp, so dass man dann eh wieder lüften muss und die Kälte rein 
lässt.

LED-Licht mit LiIon-Akkus hält auch einfach sehr lange, das dauert eine 
Weile bis die wieder aufgeladen werden müssen.


Off-Topic:
Der Feinstaub einer Kerze ist aber harmlos. Das ultra-feine Zeug was mit 
Giftstoffen vermischt aus den PKWs raus kommt oder aus den 
Industrieanlagen, darüber sollte man sich Sorgen machen.

CO2 ist auch kein Problem, nur der ganze gefährliche Rest, über den 
niemand redet weil man nicht weiß wie man das Zeug stoppen kann ohne die 
Industrie und Verkehr lahm zu legen, über diesen Rest könnte man mal 
diskutieren. Stichwort Allergien und Krebsfördernd, weil diese 
Giftstoffe das Immunsystem der Menschen (und auch Pflanzen und Insekten) 
schwächen.

Wir hatten hier einen Apfel-Baum der hatte Krebs, alles war voller 
Wucherungen. Diese Varroma-Milben hätten bei den Bienen auch nicht 
plötzlich so ein leichtes Spiel wenn sie keinem Gift (Monsantos 
Supergift welches im Glyphosat als Hauptbestandteil drin ist) 
ausgesetzt worden wären.

von Alex G. (dragongamer)


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Leute ihr zählt grade das auf was auch das Bundesamt empfiehlt:
https://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/Pers-Notfallvorsorge/Lebensmittel/lebensmittel_node.html
Inkl. dem "Ringbuffer" ;)

von Matthias L. (limbachnet)


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Mike J. schrieb:
> Diese Varroma-Milben hätten bei den Bienen auch nicht
> plötzlich so ein leichtes Spiel wenn sie keinem Gift (Monsantos
> Supergift welches im Glyphosat als Hauptbestandteil drin ist)
> ausgesetzt worden wären.

Also, selbst der BUND schreibt zwar von diversen Schädlichkeiten von 
Glyphosat auf Pflanzen (logisch) und einige Wasserlebewesen und erwähnt 
auch die Möglichkeit, dass das Zeug beim Menschen Krebs erzeugen könnte, 
aber von einer Wirkung auf Bienen oder andere Insekten hab' ich bisher 
noch nix gehört oder gelesen - gibt's da irgendwelche nachvollziehbaren 
Erkenntnisse oder ist das eine eigene Idee?

von Mike J. (linuxmint_user)


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Matthias L. schrieb:
> gibt's da irgendwelche nachvollziehbaren
> Erkenntnisse oder ist das eine eigene Idee?

Das habe ich letztes Jahr im Radio gehört, da gibt es jetzt auch mal 
eine Studie die nicht von Monsanto/Bayer-Unterstützung durchgeführt 
wurde.

https://www.scinexx.de/news/biowissen/glyphosat-schaedigt-darmflora-von-bienen/

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2018/glyphosat-schaedigt-bienen.html

In Kurzform:
Die Tierchen nehmen das Gift auf, es wandert in den Darm und zerstört 
dort die Darmflora. Das ist genau wie beim Menschen, wenn man kein 
ordentlich funktionierendes Darmsystem mehr hat, dann schwächt das unser 
Immunsystem, man wird krank.

Wenn die Bienen auf dem Feld oder am Rand des Feldes keine 
Blütenpflanzen mehr finden, dann ist das auch nicht günstig. Deutschland 
von oben gesehen besteht weitestgehend nur aus Ackerfläche, Städte, 
Dörfer.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Uhu U. schrieb:
> An Berghängen in Küstennähe findet man dort noch Spuren von wesentlich
> stärkeren Tsunamis - das Wissen war da, nur der "Optimismus" hat mal
> wieder gesiegt…

Ha ha ... jaaaa ...

Das hatten wir ja auch an der Oder, die ganzen Auenwälder und die 
Überschwemmungsgebiete hat man innerhalb weniger Jahrzehnte "vor dem 
Fluss geschützt" und den Weg des selbigen starr vorgegeben.

Es wurde dann auch in den Überschwemmungsgebieten gebaut und als dann 
die Flut kam musste man die Häuser schützen, aber dann trat der Fluss 
ganz einfach wo anders über die Ufer.

Das geht bestimmt schon seit einigen Jahrtausenden so, aber der Mensch 
wollte man wieder schlauer sein.

Ist natürlich doof wenn man davon ausgeht dass sich Dinge nicht ändern 
und alles vermeintlich konstant weiter läuft.

Vor 12000 Jahren war hier wo ich gerade wohne ein 300m dicker Eispanzer 
über dem Boden, der bleib auch nicht ewig. Genau so ist es mit dem CO2, 
manchmal ist eben mehr in der Luft und dann wachsen die Pflanzen besser 
und manchmal ist es eben weniger CO2.

In der Erdgeschichte war ein geringer CO2 Gehalt in der Luft immer 
ungünstig und ging mit einem dramatischen CO2 Anstieg einher.
Wir hatten nie weniger CO2 in der Luft als in den letzten Jahrhunderten.

Das mit den regenerativen Energien und den E-Autos ist gut und wichtig, 
nur braucht man nicht unbedingt davon ausgehen dass man damit wesentlich 
auf das Weltgeschehen einwirken kann.

von Karl K. (karl2go)


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Peter D. schrieb:
> In der Stadt hat man gar nicht die Möglichkeit, seine halbe Wohnung mit
> Vorräten zuzumüllen. Und die müssen dann ja auch regelmäßig
> weggeschmissen und neu gekauft werden.

Häh? Wie doof ist das denn?

Natürlich stellt man sich Sachen hin, die man sonst auch essen würde. 
Und die kann man dann immer mal wegessen und neu kaufen.

Bei Kindern reichen Spaghetti und genug Ketchup.

von Karl K. (karl2go)


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Mike J. schrieb:
> Genau so ist es mit dem CO2,
> manchmal ist eben mehr in der Luft und dann wachsen die Pflanzen besser

Diese UL stirbt wohl auch nicht mehr aus.

Nein, die Pflanzen wachsen mit mehr CO2 nicht besser, da ihr Wachstum 
durch andere limitierende Faktoren wie Wasserangebot, Licht, Nährstoffe 
begrenzt ist.

Verstärktes Wachstum bei Zugabe von CO2 funktioniert nur in Treibhäusern 
mit künstlicher Beleuchtung oder im Aquarium mit optimalem 
Nährstoffangebot.

von Percy N. (vox_bovi)


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Karl K. schrieb:

> Bei Kindern reichen Spaghetti und genug Ketchup.

Dafür muss man allerdings reichlich zusätzliches Wasser bunkern. Und das 
braucht Platz und sollte frisch gehalten werden. Kinder können recht 
wählerisch sein ...

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