Forum: Platinen Platine selber ätzten mit Eisen 3 Chlorid. Wo am besten lagern?


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von Felix N. (felix_n888)


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Guten Abend,
Ich hatte vor mir meine eigenen Platinen zu ätzen, da größere 
Schaltungen auf Lochraster aufzulöten teilweise zu komplex wird und wenn 
man nur einzelne PCBs braucht gibt es fast keine Hersteller die das 
anbieten bzw. nur in mindestens Stückzahlen(3, 5 etc...) und je nach 
Größe der Platine wird es dann schon mal schnell etwas teuer.


Daher wollte ich gerne mal das Platinen ätzen testen. Ich habe mich 
dabei für Eisen 3 Chlorid als Ätzmittel entschieden, und für die Direkt 
Toner Methode. Es handelt sich dabei um eine 1 Liter Flasche mit 1,5kg 
Eisen 3 Chlorid in 40% Lösung.


Meine Frage jetzt ich hatte das so vor(Alles natürlich mit alten 
Klamotten, Säurefesten Handschuhen und Schutzbrille) das ich ein 
Plastikbehälter mit Deckel nehme und etwas von der Lösung darein fülle 
so das gerade die Platine bedeckt wird. Da ja später Kupfer in dem Eisen 
3 Chlorid gelöst ist kann ich es ja nicht wieder zurück in die Flasche 
füllen, daher würde ich das ganze dann in dem Behälter "stehen" lassen.

Aber frisst sich das Eisen 3 Chlorid irgendwann dadurch? Ich meine das 
Zeug wird ja auch in einer Plastikflasche geliefert, also ja eig. nicht? 
Und muss ich in den Behälter/Plastikflasche ein Loch in den Deckel 
machen?

Wo lagert Ihr das Zeug? Ich würde es jetzt im Keller lagern, da ich weiß 
das dort keiner dran kommt, da er abgeschlossen ist. Es könnte aber auch 
vorkommen das Ätzmittel länger Zeit dann nur rumsteht, denn ich würde 
jetzt nicht jede Woche eine Platine ätze, wie lange würde das Zeug 
halten?

Des weitern hätte ich zum Ätzen den Keller oder draußen vorgesehen. 
Vorteil im Keller ist da es sich um ein alten Maschinenraum handelt, 
habe ich dort ein kräftiges Gebläse, das ich während des Ätzvorgang 
einschalten würde. Alternativ könnte ich das draußen auf unseren Hof 
durchführen, dort würde ich dann wo ich arbeite den Bereich mit 
Zeitungspapier auslegen.


Kann mir jemand von euch da Erfahrungswerte mitteilen?

Mfg
Felix.

von Nils P. (torus)


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Ich hab meine Eisen 3 Chlorid Lösung jahrelang in einer einfachen 
Plastikflasche für destiliertes Wasser aufbewart. Wenn ich sie 
gelegentlich mal brauchte war sie immer noch gut.

Mittlerweile habe ich die Pampe entsorgt, weil ich eingesehen habe, das 
es einfacher ist mir die Platinen einfach zu bestellen.

Als ich in den frühen 90'ern angefangen habe, da war eine professionelle 
Platinenfertigung so teuer wie ein Kurzurlaub. Daher hat jeder es in der 
Waschküche selbst gemacht. Heute ist es allerdings so günstig, das es 
sich echt nicht mehr lohnt.

Und auf zwei oder vierseitige Platinen möchte ich auch nicht mehr 
verzichten.

von oszi40 (Gast)


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Felix N. schrieb:
> Wo lagert Ihr das Zeug?

Geätzt habe ich früher in kleiner Fotoschale unter der viele dicke 
Zeitungen lagen, da die braune Suppe schöne, dauerhafte Flecken macht. 
Verbrauchte Suppe kommt zurück in eine NICHT-Lebensmittelflasche aus 
Glas (Giftgesetz) und kann mit konzentrierter Salzsäure wieder 
regeneriert werden, wenn sie später zu langsam ätzt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Felix N. schrieb:
> Es könnte aber auch vorkommen das Ätzmittel länger Zeit dann nur
> rumsteht, denn ich würde jetzt nicht jede Woche eine Platine ätze, wie
> lange würde das Zeug halten?

Haltbarkeit ist weniger ein Problem. Es wird vielleicht etwas Wasser 
ausdunsten, aber FeCl3 ist an sich stark hygroskopisch.

Was aber ein ernsthaftes Problem ist, wenn du das Zeug offen rumstehen 
lässt: es dünstet HCl aus, und dies wiederum verziert dir alle blanken 
Stahlteile in der näheren Umgebung binnen kürzester Zeit mit einem 
hübschen, braunen Überzug.

Ich würde mir an deiner Stelle eine zweite (Chemie-)Flasche nehmen und 
es bei Nichtgebrauch zurückfüllen. Irgendeine alte 
Haushaltschemieflasche wird sich doch gelegentlich finden, die man für 
sowas benutzen kann (Spül- oder Reinigungsmittelflaschen).

von Gerhard O. (gerhard_)


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Bei mir lagert das Zeug schon seit über 40 Jahren in der Original 
Plastikflasche. Loch ist nicht notwendig weil das Zeug normalerweise 
kein Gas abgibt. Vorsichtshalber stecke ich solche Flaschen für den Fall 
der Fälle in einen doppelten wasserdichten geschlossenen Plastiksack und 
bewahre die Chemikalien als letzte Instanz in einem hohen 
Plastikbehälter mit dichtem Deckel. Bis jetzt hatte ich allerdings noch 
keine unliebsamen Vorkommnisse mit Auslaufen.

Bei gewissen Ätzmitteln werden bei der Lagerung Gase abgeben und da muß 
man anders vorgehen. Fe3Cl2 ist da sehr gutmütig. Halt kühl lagern.

Offen lagern ist nicht zu empfehlen weil das verdunstende Zeug 
eisenhaltige Materialien angreifen kann und dann wertvolle Objekte wie 
Werkzeug oft mit Rost überzieht. Flecken im Gewand kann man angeblich 
mit Oxalsäure neutralisieren. Mußte ich aber noch nie tun. Wenn man 
aufpasst kann man damit allen Gerüchten zum Trotz sauber arbeiten. Auch 
ist es in unbenutzter Form bei Berührung nicht Gesundheitsgefährdend. 
Wenn mal Kupfer darin gelöst ist, stimmt das allerdings nicht mehr. 
Natürlich sollte man das Zeug vorschriftsmäßig entsorgen.

Es gibt übrigens im Internet Leute die behaupten, daß die Zugabe von 
Zitronensäure in der richtigen Proportion die Verschlammung unterbinden 
soll und eine Lebensdauerverbesserung bewirken soll. Auch wird von 
günstigen Ergebnissen bei Bierzugabe gesprochen. Inwieweit das 
bodenloses Jägerlatein ist, kann ich mangels Experiment und 
diesbezügliche Erfahrungen nicht wirklich beurteilen.

Was mich betrifft, erziele ich mit Fe3Cl2 bessere Ergebnisse als mit den 
anderen Verdächtigen. Das ist aber Erfahrungs- und vielfach auch 
Glaubenssache. Für mich sind die Ergebnisse aber ausreichend gut. Die 
Persulfatarten lassen sich angeblich bei weitem nicht so lange lagern. 
Die Ansichten über Ätzmittel gehen da weit auseinander.

von Felix N. (felix_n888)


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Nils P. schrieb:
> professionelle
> Platinenfertigung so teuer wie ein Kurzurlaub

Hallo, ja ok. Aber ich meine wenn ich jetzt eine Prototyp Platine 
brauche die 10x8cm misst kostet mich das bei zb. aisler knapp 50 Euro. 
Und dann braucht man ja auch nur 1 und nicht 3.

oszi40 schrieb:
> Verbrauchte Suppe kommt zurück in eine NICHT-Lebensmittelflasche aus
> Glas

Das man sowas nicht in eine Cola Flasche füllt ist mir klar und wäre 
meiner Meinung nach auch leichtsinnig. Was genau meinst du jetzt mit 
"Verbraucht" wenn sie wirklich gesättigt ist oder wenn man mit dem ätzen 
der Platine fertig ist?

Jörg W. schrieb:
> Haltbarkeit ist weniger ein Problem. Es wird vielleicht etwas Wasser
> ausdunsten, aber FeCl3 ist an sich stark hygroskopisch.

Das ist ja schon mal gut, Hmm Hygroskopisch wenn Ich mich nicht irre 
heißt das es Wasser anzieht oder? Also würde die Lösung auf Dauer 
verdünnt werden?

Jörg W. schrieb:
> Was aber ein ernsthaftes Problem ist, wenn du das Zeug offen rumstehen
> lässt: es dünstet HCl aus, und dies wiederum verziert dir alle blanken
> Stahlteile in der näheren Umgebung binnen kürzester Zeit mit einem
> hübschen, braunen Überzug.

Hmm Salzsäure also. Okay das ist wirklich ein Problem, also ungewollte 
Chemische Reaktionen will ich auf jeden Fall nicht haben, verdunstet den 
HCL auch aus der Flasche wo das Eisen Chlorid gelagert ist(Also das noch 
nicht zum ätzten benutzt wurde und somit "rein" ist)?

Jörg W. schrieb:
> Ich würde mir an deiner Stelle eine zweite (Chemie-)Flasche nehmen und
> es bei Nichtgebrauch zurückfüllen. Irgendeine alte
> Haushaltschemieflasche wird sich doch gelegentlich finden, die man für
> sowas benutzen kann (Spül- oder Reinigungsmittelflaschen).

Wir haben massig von diesen Flüssigwaschmittel Flaschen wäre die dafür 
geeignet?

Mfg

von oszi40 (Gast)


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Felix N. schrieb:
> Was genau meinst du jetzt mit
> "Verbraucht" wenn sie wirklich gesättigt ist oder wenn man mit dem ätzen
> der Platine fertig ist?

Eine Flasche für frisches FeCl³ und eine andere mit benutzter Lösung 
passender Größe ca. 200 ml. Möglichst kein Metalle in der Nähe lagern. 
Wie die Kollegen oben schon schrieben, rostet sonst einiges dahin. Bei 
HCl ist auch mal schneller ein Metallverschluss durchgefressen. Also 
regelmäßig mal nachsehen und nicht in die Schrankwand stellen.

von Jackass (Gast)


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Felix N. schrieb:
> Wir haben massig von diesen Flüssigwaschmittel Flaschen wäre die dafür
> geeignet?

Ja, genau diese. Sie sind (meist) aus PP, das ist chemisch beständiger 
als PE.


Was gar nicht geht, sind diese "Arbeitsschalen". Trotz sehr dickem 
Kunststoffs hatte ich nach Wochen der Lagerung mittig einen winzigen 
Riss drin, da wo die Schale mal gespritzt wurde.

Selbst einige Ätzanlagen halten Eisen3 nicht dauerhaft stand.

von Felix N. (felix_n888)


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Gerhard O. schrieb:
> Offen lagern ist nicht zu empfehlen weil das verdunstende Zeug
> eisenhaltige Materialien angreifen kann und dann wertvolle Objekte wie
> Werkzeug oft mit Rost überzieht.

Jackass schrieb:
> Ja, genau diese. Sie sind (meist) aus PP, das ist chemisch beständiger
> als PE.

Hallo. Also ich würde die Lösung mit den ich die Platinen geätzt habe 
dann wieder zurückfüllen in die Waschmittel Flasche.

Da wo ich lagern wollte ist halt ein Eisen Regal und die ganzen 
Anschlüsse also Hauptwassser, Abwasser, Gas. Vielleicht doch nicht der 
beste Ort? Ich meine wie sieht das ganze den aus wenn ich die gebrauchte 
Suppe in der Flasche dich verschließe, kann dann trotzdem HCL ausdunsten 
durch den Behälter?

Gerhard O. schrieb:
> Halt kühl lagern.

Joa, also wie kalt es genau im Keller ist kann ich nicht sagen aber 
besonderes Warm ist es da nicht.

Gerhard O. schrieb:
> Auch
> ist es in unbenutzter Form bei Berührung nicht Gesundheitsgefährdend.
> Wenn mal Kupfer darin gelöst ist, stimmt das allerdings nicht mehr.
> Natürlich sollte man das Zeug vorschriftsmäßig entsorgen.

Ja das ist klar, ich habe vorbei bei unserer Gemeinde mal nach gefragt 2 
mal im Jahr kommt ein Schadstoffmobil der das Kostenlos entgegen nimmt 
oder man gibt es am Bauhof gegen eine Gebühr ab also das ist kein 
Problem.

Aber wie sieht das denn aus wenn man mit dem Ätzen fertig ist, dann 
bleibt ja etwas Eisen 3 Chlorid an der Platine hängen und man muss sie 
abwaschen. Ich hatte dafür ein 5L Eimer vorgesehen. Wenn ich mit der 
Platine ja ins Wasser gehe wäre das ja eine extrem stark verdünnte 
Lösung vielleicht 1-5ml Eisen 3 Chlorid auf 4L Wasser darf man das denn 
über die Hauskanalisation entsorgen?

oszi40 schrieb:
> Eine Flasche für frisches FeCl³ und eine andere mit benutzter Lösung
> passender Größe ca. 200 ml. Möglichst kein Metalle in der Nähe lagern.

Verdunstet HCL auch aus der frischen Flasche?

Mfg

von bernte (Gast)


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nimm dir eine leere Waschmittel Flasche aus Muttis Bestand
ob Spee oder Weißer Riese ist egal, Hauptsache vorher schön ausspülen

Brille und Handschuhe hab ich bei Fe3Cl immer weggelassen, das behindert 
nur
kleine "Grillzange" aus Kunststoff ist gelegentlich ganz hilfreich um 
die Platine zu wenden oder rauszufischen

von Matthias L. (limbachnet)


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Ich hab' meine Eisen3-Ätzlösung seit anno Tobak in 
Kunststoff-Laborflaschen und da gast nix nennenwert aus, auch die 
Metallteile in der Nähe sind einwandfrei. Da ist CuCl/HCl-Lösung 
deutlich agressiver.

Allerdings habe ich die Fe3-Ätzlösung auch weder mit zusätzlicher Salz- 
noch Zitronensäure gegen Schlammbildung gepimpt.

Die oben erwähnte Zugabe von Bier ist beim Schalen-Ätzen nicht sinnvoll, 
das Bier wirkt als Schaumbildner und ergibt daher eher in 
Schaum-Ätzanlagen Sinn.

Meine Ätzschale ist eine Glas-Auflaufform. Zum Bewegen der Platine nehme 
ich Holzstäbchen

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Felix N. schrieb:
> Verdunstet HCL auch aus der frischen Flasche?

Im Baumarkt neben der Verdünnung sehen die HCl-Flaschen immer noch schön 
aus. Ein Jahr später hast Du oben eine Kruste um den Hals. Deswegen 
gelegentlich nachsehen.

von silsi (Gast)


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Felix N. schrieb:
> Hallo, ja ok. Aber ich meine wenn ich jetzt eine Prototyp Platine
> brauche die 10x8cm misst kostet mich das bei zb. aisler knapp 50 Euro.
> Und dann braucht man ja auch nur 1 und nicht 3.

Wenn dir längere Lieferzeiten nichts ausmachen, kann ich dir (in dieser 
Reihenfolge)
https://jlcpcb.com/
https://oshpark.com/
https://www.seeedstudio.com/fusion_pcb.html

empfehlen. Preis ist super günstig, Qualität ist um Welten besser als 
was ich fähig bin zu erreichen (mit der Präzision habe ich so meine 
Mühe). Nur die lange Lieferzeit von 3-4 Wochen ist etwas mühsam, stört 
mich aber in den seltensten Fällen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Felix N. schrieb:
> Hmm Hygroskopisch wenn Ich mich nicht irre heißt das es Wasser anzieht
> oder? Also würde die Lösung auf Dauer verdünnt werden?

So schlimm nun auch wieder nicht.

Das trockene Pulver zieht halt Wasser an, wenn du eine offene Tüte 
rumliegen hast, und eine Lösung wird niemals freiwillig (ohne 
Wärmezufuhr) völlig eindunsten, sondern mindestens eine „Pampe“ bleiben.

Felix N. schrieb:
> Ich meine wie sieht das ganze den aus wenn ich die gebrauchte Suppe in
> der Flasche dich verschließe, kann dann trotzdem HCL ausdunsten durch
> den Behälter?

Kann, aber nur marginal. Würde ich mir keine großen Gedanken machen.

Felix N. schrieb:
> Wenn ich mit der Platine ja ins Wasser gehe wäre das ja eine extrem
> stark verdünnte Lösung vielleicht 1-5ml Eisen 3 Chlorid auf 4L Wasser
> darf man das denn über die Hauskanalisation entsorgen?

Das FeCl3 ist umweltmäßig sowieso kein großes Thema: Eisen- und 
Chloridionen gibt's in der Natur genügend, auch ohne deine Ätzlösung. :) 
Wenn überhaupt, dann wären die darin noch enthaltenen Kupferionen das 
Problem – aber man kann es sicher auch übertreiben. Ein in der Natur vor 
sich hin gammelndes Kupferkabel dürfte da einen größeren Schaden 
anrichten als dein Spülwasser.

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Ich hab festgestellt, man sollte sich Gedanken über den Entwickler 
ebenfalls machen.

Ich hatte ein Jahr lang Entwickler in einer PET-Flasche und irgendwann 
ist mir aufgefallen, dass sich diese aufgelöst und die ganze Brühe 
hinter den Schrank geronnen ist.

Für mein Natrium-Persulfat hatte ich eine Glasflasche (vom Soda-Max) 
verwendet - da passiert natürlich nichts.

von Thomas H. (thoern)


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Hi,



Mampf F. schrieb:
> Ich hab festgestellt, man sollte sich Gedanken über den Entwickler
> ebenfalls machen.
>
> Ich hatte ein Jahr lang Entwickler in einer PET-Flasche und irgendwann
> ist mir aufgefallen, dass sich diese aufgelöst und die ganze Brühe
> hinter den Schrank geronnen ist.

sorry, aber warum hebt man sich Entwicklerlösung auf? NAOH kostet doch 
nichts. 1kg 6,12€. Damit kannst du dein halbes leben entwickeln...
https://www.amazon.de/fischar-Natriumhydroxid-1-Kg-techn/dp/B002IJIHDI/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1EWFQFCIIJSM2&keywords=natriumhydroxid&qid=1553005384&s=gateway&sprefix=natrium%2Caps%2C156&sr=8-2

Beitrag #5776983 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Felix N. (felix_n888)


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bernte schrieb:
> nimm dir eine leere Waschmittel Flasche aus Muttis Bestand
> ob Spee oder Weißer Riese ist egal

Määähh, wir haben immer so massig viele davon gehabt. Dann braucht man 
mal eine Flasche, und zwar werden Sie alle 2 Tage vorher entsorgt xD.

Also ich hatte noch eine Finish(Spülmaschine) Powergel Flasche oder eine 
Lenor 2in1 Color(Waschmaschine) Flasche vorhanden, sollte eigentlich 
beide gehen. Beide fassen 1,5 Liter.

Matthias L. schrieb:
> und da gast nix nennenwert aus, auch die
> Metallteile in der Nähe sind einwandfrei.

Ich kann ja Vorsichtigshalber mal ein Gefrierbeutel drüber stülpen über 
beide Flaschen.

oszi40 schrieb:
> Im Baumarkt neben der Verdünnung sehen die HCl-Flaschen immer noch schön
> aus. Ein Jahr später hast Du oben eine Kruste um den Hals. Deswegen
> gelegentlich nachsehen.

Was genau möchtest du mir damit jetzt sagen das ich die Kruste entfernen 
soll wenn sich welche Bildet? Und 1-2 Mal im Monate im Keller 
nachschauen ob es dort irgendwo Löcher gebildet haben werde ich auch 
wohl noch hin kriegen.

silsi schrieb:
> Wenn dir längere Lieferzeiten nichts ausmachen

Ja leider ist da genau das Problem, Grundsätzlich habe ich ja viel 
Geduld aber wenn ich etwas fertige gebaut habe und dann 3-4 Wochen auf 
meine Platine warten muss um das ganze erstmalig richtig in Betrieb zu 
nehmen dauert mir das zu lange.

silsi schrieb:
> https://jlcpcb.com/

Ich habe einmal was in China Platinenmäßig bestellt, und der mist ist 
beim Zoll liegen geblieben und ich musste den Haar genau erklären Was 
ich damit vorhabe, Warum ich in China bestelle, Was die Schaltung 
gemacht, und noch mehrere Unterlagen vorlegen die Lieferung hat dann 
circa. 2,5 Monate gedauert. Nein Danke.

Jörg W. schrieb:
> Kann, aber nur marginal. Würde ich mir keine großen Gedanken machen.

Ok. Wie geschrieben stülpe noch ein Plastik Beutel drüber.

Jörg W. schrieb:
> Das trockene Pulver zieht halt Wasser an,

Es ist eine fertige Mischung(40%), spielt aber eigentlich ja keine 
Rolle, die Eigenschaft bleibt ja gleich.

Mfg

von Wolle G. (wolleg)


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Noch einen Vorschlag für Aufbewahrungsbehältnisse
(NaOH-lsg. FeIIIchlorid -lsg.):  Plasteflaschen für Spiritus.
Diese Flaschen sind rel dickwandig und haben einen dicht schließenden 
Verschluss.

von Felix N. (felix_n888)


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wolle g. schrieb:
> Plasteflaschen für Spiritus

Hmm, diesen Vorschlag finde Ich gar nicht so schlecht. Also die Flaschen 
die man bei uns im Supermarkt bekommt, da sitzt der Deckel ordentlich 
fest drauf.

Ich glaube das könnte mein Behälter der Wahl werden(Sofern sich der 
dafür eignet)

Mfg

von Felix N. (felix_n888)


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Jackass schrieb:
> Felix N. schrieb:
>> Wir haben massig von diesen Flüssigwaschmittel Flaschen wäre die dafür
>> geeignet?
>
> Ja, genau diese. Sie sind (meist) aus PP, das ist chemisch beständiger
> als PE.

Hallo nochmal,
Ich hatte da nochmal eine Frage, ich habe hier eine Spiritusflasche bei 
uns noch gefunden da ist nicht mehr viel drin. Woran erkenne ich den das 
die Flasche aus PP Material ist und nicht aus PE?

Die Flasche die ich hier habe ist eine grüne mit roten Verschluss von 
Gut und Günstig. Auf dem Flaschenboden kann ich wohl ein PU erkennen ist 
das auch eine Materialkennzeichnung?

Recyclezeichen 1 unter dem steht "PET"

Mfg

: Bearbeitet durch User
von Klaus (Gast)


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Felix N. schrieb:
> Ja leider ist da genau das Problem, Grundsätzlich habe ich ja viel
> Geduld aber wenn ich etwas fertige gebaut habe und dann 3-4 Wochen auf
> meine Platine warten muss um das ganze erstmalig richtig in Betrieb zu
> nehmen dauert mir das zu lange.

Das kann ich so nicht nachvollziehen. Ich bestelle regelmäßig bei 
elecrow. Die Lieferzeit beträgt nach deutscher Rechnung typisch 12AT 
(hab ne Weile Buch geführt). Das sind praktisch zweieinhalb Wochen. Es 
hängt ein wenig davon ab, wie die Uhrzeit in China zum Zeitpunkt der 
Bestellung ist. Sachen, die man am Sonntag bis 22 Uhr noch fertig 
bekommt, werden am Montag gleich bearbeitet.

Ich lasse immer mit Registered Mail liefern. Das ist am billigsten, die 
Ware wird mir von der Post einfach in den Briefkasten gesteckt 
(Einwurfeinschreiben). Selbst wenn der Gesamtpreis bei zwei (eher drei) 
Platinen mal etwas über den 22€ lag, hat sich der Zoll nie dafür 
interessiert. Und das, obwohl der "ehrliche" Preis aufgedruckt wird.

Selbst wenn ich schneller ätzen könnte, würde ich nicht auf Lötstoplack, 
Durchkontaktierungen und Wunschfarbe verzichten wollen. Außerdem ist das 
ganze billiger als das Verbrauchsmaterial beim Selberätzen, vom Preis 
für das Equipment ganz zu schweigen. Und ich hab lieber ne Flasche guten 
Grappa als eine mit chem. reinem NaOH im Haus;)

MfG Klaus

von Teo D. (teoderix)


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Klaus schrieb:
> Selbst wenn der Gesamtpreis bei zwei (eher drei)
> Platinen mal etwas über den 22€ lag, hat sich der Zoll nie dafür
> interessiert.

Alles unter 5€ Zollgebühren, wird wegen Geringfügigkeit nicht erhoben.

von Jackass (Gast)


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Spiritusflaschen sind aus PE, aber das geht auch in Ordnung. Der Beitrag 
weiter oben sollte nur verdeutlichen, daß diese Waschmittelflaschen 
ideal sind. Wegen dem PP, aber auch wegen dem kraftschlüssig 
schließenden Deckel ohne irgendwelche unbekannten Dichtungen.

von Felix N. (felix_n888)


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Teo D. schrieb:
> Alles unter 5€ Zollgebühren, wird wegen Geringfügigkeit nicht erhoben.

Kann ich nicht bestätigen war glaubig mit Bestellung + Versand irgendwo 
bei 27 Euro. Ich weiß gerade nicht mehr wie hoch die Bearbeitungsgebühr 
war die ich bezahlen musste.

Jackass schrieb:
> Spiritusflaschen sind aus PE, aber das geht auch in Ordnung. Der Beitrag
> weiter oben sollte nur verdeutlichen, daß diese Waschmittelflaschen
> ideal sind. Wegen dem PP, aber auch wegen dem kraftschlüssig
> schließenden Deckel ohne irgendwelche unbekannten Dichtungen.

Hallo achso. Also ich habe nochmal unter die Waschmittelflasche geschaut 
dort steht das Recycling Zeichen 2(HDPE) drunter. Laut Google steht das 
HD für Hohe Dichte.

Also was meint ihr ist nun wirklich besser? Die Waschmittelflasche 
scheint vom Material her dicker zu sein(Und damit auch resistenter?), 
die Spiritusflasche hat dafür halt ein super Deckel.

Mfg

von Teo D. (teoderix)


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Felix N. schrieb:
> Teo D. schrieb:
>> Alles unter 5€ Zollgebühren, wird wegen Geringfügigkeit nicht erhoben.
>
> Kann ich nicht bestätigen war glaubig mit Bestellung + Versand irgendwo
> bei 27 Euro.

Bis 150€ ist nur die MwSt zu entrichten, also 19%. Das macht Summa 
Summarum 26.32€, an effektivem Freibetrag. .-/

von Jackass (Gast)


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Zeig doch am besten mal die Flaschen. Da wo ich herkomme, sind 
Flüssigwaschmittel alle in PP-Flaschen, mit solch einem Deckel, der zur 
Dosierung dient. Die schließen durch ihre Form immer sauber ab, was 
Besseres gibt's gar nicht.

Der Spiritus ist in so rechteckigen PE-Flaschen mit kindersicherem 
Deckel. Da drin ist aber so ein Schaum als Dichtung, dem würde ich 
weniger vertrauen...

von Felix N. (felix_n888)


Angehängte Dateien:

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Jackass schrieb:
> Zeig doch am besten mal die Flaschen.

Alles klar. Die grüne ist die/das Spiritus. Die weiße das Waschmittel.

Mfg

von Teo D. (teoderix)


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Diese Art Spiritusflaschen wären mir zu labbrig. Da waren sicher die 
runden, dickwanstigen gemeint.

Etwas mehr Standfläche wär gut....

von Jackass (Gast)


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Felix N. schrieb:
> Die grüne ist die/das Spiritus. Die weiße das Waschmittel.

Ja danke, das hätte man sonst kaum erkannt ;-)

Die Spiritusflasche ist aus PET, das ist einer der chemisch vielleicht 
unbeständigsten Kunststoffe überhaupt. Außerdem ist die Flasche nicht 
mehr dicht, wenn du diese Spritzdüse raus nimmst. Aber mit wäre es ja 
grottig, wie will man da das Eisen3 wieder einfüllen...

Das Lenor ginge.

von Teo D. (teoderix)


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Jackass schrieb:
> Aber mit wäre es ja
> grottig, wie will man da das Eisen3 wieder einfüllen...

Trichter?!
Sehr selten aber ich hät grad einen für nen Fufi über. ;)

von Jackass (Gast)


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Teo D. schrieb:
> Trichter?!

Das müsste aber einer aus der Puppenstube sein...

von Teo D. (teoderix)


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Jackass schrieb:
> Das müsste aber einer aus der Puppenstube sein...

Nö is aus der Pafenggerei.

Egal, bei diesen Spiritusflaschen hab ich immer das Gefühl die platzen 
(brechen) gleich, wenn man da draufdrückt. :)

von Felix N. (felix_n888)


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Jackass schrieb:
> Ja danke, das hätte man sonst kaum erkannt ;-)

Sorry, war nicht böse gemeint.

Jackass schrieb:
> Das Lenor ginge.

Gut die ist so gut wie leer vielleicht noch 1 oder 2 Wäschen. Werde mich 
auf jeden Fall bemühen die sehr gut auszuspülen. Auf irgend welche 
Reaktion zu Chlorwasserstoff auf Grund von Rückständen vom Waschmittel 
hmm naja lieber nicht

Jackass schrieb:
> Aber mit wäre es ja
> grottig, wie will man da das Eisen3 wieder einfüllen...

Könnte sich auf jeden Fall zu einer Herausforderung rausstellen.

Werde wahrscheinlich so am Wochenende meine erste Platine herstellen, 
dann werde ich hier mal berichten wie das alles so geklappt hat.


Habe auf der Arbeit auch nochmal ein Kollegen gefragt, der hatte auch 
vor ca. 20 Jahren so Platinen hergestellt. Er hat damals die Suppe auch 
in einer Waschmittel gelagert, bei ihm sei nie etwas passiert bezüglich 
hübschen Überzügen oder angegriffen Materialen.


Er meinte auch es sei Ratsam das Eisen 3 Chlorid auf ca. 50 Grad zu 
erwärmen und mit Hilfe einer Aquarium Luftpumpe in Bewegung zuhalten, 
ich kenne dieses Vorgehen nur von Ätzgeräten die Natriumpersulfat 
nutzten, sollte man das bei Fe3Cl auch machen?

Mfg

von Wolle G. (wolleg)


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Felix N. schrieb:
> Er meinte auch es sei Ratsam das Eisen 3 Chlorid auf ca. 50 Grad zu
> erwärmen und mit Hilfe einer Aquarium Luftpumpe in Bewegung zuhalten,

Richtig.
Dazu gibt es hier im Forum schon zig Beiträge.

von Dramatiker (Gast)


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Ein Drama!

Eine flache Lebensmittelaufbewahrungsdose mit dicht schließendem Deckel 
und 1 Liter Fassungsvermögen löst alle "Probleme"!

Deckel ab, Platine auf die Oberfläche gelegt (Ja, bleibt durch die 
Oberflächenspannung drauf liegen!) ätzen lassen und das war's.

Da kann man nur "Elsterglanz" zitieren: " Mach doch nich' immer so'n 
Offwand, Junge! Wir könn' doch einfach mal 'n paar Eier braten!"

https://www.youtube.com/watch?v=jovdJ5dSRK4#t=1m57s

von Jackass (Gast)


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Dramatiker schrieb:
> Eine flache Lebensmittelaufbewahrungsdose mit dicht schließendem Deckel
> und 1 Liter Fassungsvermögen löst alle "Probleme"!

Dort löst das entstehende Chlor gern mal die Dichtungen auf, weil die 
aus Werweißdasschon bestehen. Habe das selbst gehabt, allerdings war da 
stark verdünnte Salzsäure drin, kein Eisen3.

Dramatiker schrieb:
> Deckel ab, Platine auf die Oberfläche gelegt (Ja, bleibt durch die
> Oberflächenspannung drauf liegen!) ätzen lassen und das war's.

Nein, das funktioniert eben nicht. Von maximaler Unterätzung mal 
abgesehen, bleiben dort immer einzelne Sprenkel, die gar nicht geätzt 
wurden.
Hier scheiden sich allerdings die Geister. Es liegt wohl daran, welche 
Strukturgrößen man braucht, und welche optischen Ansprüche man an die 
Platine hat.
Es ist auf jeden Fall weitverbreiteter Murks, weil es eben so schön 
einfach scheint...
Wenn das so gut ginge, könnte die Industrie auf Sprühätzen verzichten, 
und die Platinen einfach an Saugnäpfen in die Ätze hängen (um kein Heer 
an "Platinenauflegern" beschäftigen zu müssen).

von Bernd B. (bbrand)


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Jackass schrieb:
> Nein, das funktioniert eben nicht.

Also bei mir funktioniert das einwandfrei.

> Von maximaler Unterätzung mal abgesehen,

Das lässt sich verhindern, indem man die Platine nicht länger als nötig 
in der Ätzlösung lässt.

> bleiben dort immer einzelne Sprenkel, die gar nicht geätzt
> wurden.

Dann hat man vermutlich Lufteinschlüsse, also kleine Luftbläschen, unter 
der Platine. Das lässt sich vermeiden, indem man die Platine auf das 
Ätzbad auflegt und dann nochmal herausnimmt und kurz senkrecht hält, 
damit die Flüssigkeit abläuft und einen durchgehenden Film bildet. Dann 
wieder auflegen.

> Es ist auf jeden Fall weitverbreiteter Murks, weil es eben so schön
> einfach scheint...

Es ist einfach...

> Wenn das so gut ginge, könnte die Industrie auf Sprühätzen verzichten,
> und die Platinen einfach an Saugnäpfen in die Ätze hängen (um kein Heer
> an "Platinenauflegern" beschäftigen zu müssen).

Dass Sprühätzanlagen besser sind, wird niemand ernsthaft bezweifeln. 
Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch ohne eine solche gute 
Ergebnisse erzielen kann.

Gruß,
Bernd

von Jackass (Gast)


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Bernd B. schrieb:
> Das lässt sich verhindern, indem man die Platine nicht länger als nötig
> in der Ätzlösung lässt.

Nein, es lässt sich nicht verhindern. Das etwas schwerere, verbrauchte 
Ätzmittel sinkt langsam von der Platine herab. Dazu entscheidet es sich 
für einen/mehrere Wege. Überall gleichzeitig geht nicht, da ja auch neue 
Ätzlösung nachströmen muss. An den Stellen wo es absinkt, dauert der 
Ätzvorgang mit Glück doppelt so lang, als woanders. Dort, wo es erst an 
der Platine entlangströmt, um zum Absinkort zu gelangen, wird doppelt 
schnell abgetragen. Das bedeutet ordentlich Unterätzung, und die ist 
bekannt, wurde hier schon mehrfach besprochen. Es bilden sich teils 
richtige Strömungsmuster auf dem abgeätzten Kupfer aus, wenn man die 
Platine mal kurz vor Ende aus der Ätze hebt.
Bei z.B. Tonertransfer ist dieses Unterätzen in ansonsten gar nicht 
störenden, winzigen Fehlstellen maximal. Dort sieht man es am besten. 
Ein Platine wird damit grottig, während die gleiche Charge mit anderer 
Ätzung gut aussieht.


Die Sprenkel sind ne andere Baustelle, und werden eben nicht durch 
Luftblasen verursacht (die erkennt man sofort, vergleichsweise riesige, 
runde, ungeätzte Stellen).
Was es genau ist, keine Ahnung. Auf jeden Fall sind schlecht geätzte 
Bereiche von jeher bei unbewegten Ätzlösungen bekannt. Evtl. findet dort 
eine Passivierung des Kupfers statt? Oder es sind chemisch schon 
unsaubere Bereiche im Kupfer vorhanden. Könnten sogar elektrische 
Effekte sein.
Beim Ätzen fast aller Metalle muss die Ätzlösung stark bewegt werden, um 
genau sowas zu vermeiden.

von michael_ (Gast)


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Jackass schrieb:
> Dramatiker schrieb:
>> Deckel ab, Platine auf die Oberfläche gelegt (Ja, bleibt durch die
>> Oberflächenspannung drauf liegen!) ätzen lassen und das war's.
>
> Nein, das funktioniert eben nicht. Von maximaler Unterätzung mal
> abgesehen, bleiben dort immer einzelne Sprenkel, die gar nicht geätzt
> wurden.

Bewegen muß man schon ab und zu! Und es sind Luftblasen.
Luftsprudel braucht man auch nicht. Der Aufwand und die Sauerei 
gerechtfertigen das nicht.
Hier nochmal ein Link zu meiner Patent-Plasteklammer.

Beitrag "Re: Platine mit Natriumpersulfat ätzen"

Und keine Wissenschaft daraus machen!
Es ist nicht komplizierter als einen Topf mit Wasser kochen.

von Felix N. (felix_n888)


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bernte schrieb:
> Hauptsache vorher schön ausspülen

Hallo nochmal,

Also die Flasche ist heute leer geworden. Habe sie nun so gut es geht 
ausgespült, also wenn ich Wasser rein laufen lasse und das Wasser wieder 
raus laufen lasse dann kommt es klar wieder raus. Allerdings riecht sie 
noch nach Waschmittel wenn man direkt an der Flasche riecht.

Ich glaube das ich die Flasche auch nicht Geruchsfrei bekomme. Ist das 
schlimm wenn die Flasche noch nach Waschmittel riecht?

Mfg

von Teo D. (teoderix)


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Felix N. schrieb:
> Ich glaube das ich die Flasche auch nicht Geruchsfrei bekomme.

Da kann ich nur Eisen(III)-chlorid empfehlen.....

Man(n), Andre schütten Bier rein, damits gut schäumt.

von michael_ (Gast)


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Felix N. schrieb:
> Also die Flasche ist heute leer geworden. Habe sie nun so gut es geht
> ausgespült,

Du mußt sie auswässern, also mehrere Tage unter Wasser.
Immer mal wechseln.

Felix N. schrieb:
> Ist das
> schlimm wenn die Flasche noch nach Waschmittel riecht?

Nur wenn es dich beim trinken des Eisen-3-Chlorid stört :-)

von B. P. (skorpionx)


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Wenn Toner Methode dann nur Natriumpersulfat zum Ätzen.
Beim Fotolacken war Eisen 3 Chlorid O.K. aber  Toner Methoden
und Eisen 3 Chlorid führten bei mir zu keinem Erfolg.
Als Ätzgerät  schlage ich vor:
Beitrag "Ätzgerät mit flach liegende Platine."
So kannst du auch Natriumpersulfat sparen.

von Felix N. (felix_n888)


Angehängte Dateien:

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Hallo nochmal!

Ich habe heute meine erste Platine hergestellt. Ich habe mal zwei Bilder 
von der Platine angehängt.


Mit dem Übertragen des Toner hat es am Anfang nicht so wirklich 
geklappt, ich glaube erst nach dem 4 Versuch hatte ich dann ein 
brauchbares Ergebnis. Zum Glück lasst sich der Toner leicht wieder mit 
Nagellackentferner entfernen :)

Aber später hatte ich dann ein mehr oder weniger gutes Ergebnis, ich 
habe ein paar Korrekturen mit einem Edding und Feinleiner vorgenommen. 
Der Fineliner eignete sich nicht dafür. Der Edding schon.

Nach ca. 8 Minuten bei Kellertemperatur(~15°C) war die Platine fertig 
geätzt. Ich habe später noch ein Beschriftungsdruck aufgebügelt.

Im allen bin ich sehr zufrieden mit meinem ersten Versuch.


Habe erstmal nur mit einer Einseitigen Platine angefangen um ein paar 
Erfahrungen zusammeln. Die meisten werden die Schaltung mit Sicherheit 
kenne die ich dort hergestellt habe, ist ja irgendwie ein Klassiker.

B. P. schrieb:
> Eisen 3 Chlorid führten bei mir zu keinem Erfolg

Kann ich nicht bestätigen. Siehe Fotos.


Ich möchte mich bei allen Bedanken die mir hier geholfen haben! VIELEN 
DANK!

Mfg

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Felix N. schrieb:
> Zum Glück lasst sich der Toner leicht wieder mit Nagellackentferner
> entfernen

Kauf dir einen Liter Aceton im Baumarkt, das ist viel billiger als 
Nagellackentferner.  (Falls du eine Tochter hast, "verdunstet" das Zeug 
allerdings dann schneller als erwartet, denn Papas Aceton ist natürlich 
auch für sie "kostengünstiger". :)

von Teo D. (teoderix)


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Mit der Toner-Methode wird das Ergebnis immer variieren und ab und an 
2-3 Anläufe benötigen. Als nich (ver)zweifeln, runter mit dem Dreck und 
noch mal von vorne. ;)
Das mit dem elenden Bohren, wird mit der Zeit (300-500 Löcher) 
wesentlich besser. Da bohrt man dann schon mehr nach Gefühl und trifft 
(fast) immer die Mitte. :)

Ich bin nach ~1J auf Photoresist vom Chinamann umgestiegen. Die Rolle 
~0,4mx30m für keine 10€, für den Profi nicht zu gebrauchen aber fürs 
Hobby mehr als ausreichen. Ist auch noch ein Negativfilm, heißt meine 
Masseflächen auf der Vorlage sind BLANK. :)
(Als Lötstoplack könnte es auch funktionieren. Wirtlich getestet hab 
ichs aber noch nicht.)
Das Blasenfrei aufbringen, funst auch einfacher/sicherer als das auf 
bügeln.
Einen Kühlschrank zur Aufbewahrung brauchsts halt (WAF!).


PS: Apropos Bohren: SMD SMD SMD :)))

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Teo D. schrieb:
> PS: Apropos Bohren: SMD SMD SMD :)))

Da bohrst du dann für die Vias. :)

Aber ja, es wird damit in der Tat besser.

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