Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 2xLM317 + ATtiny85 + L293D + Getriebemotor: Stottern, Floating sobald Motor angeschlossen wird


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von MaBau (Gast)


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Guten Tag liebes Forum,

ich mache jetzt schon seit ca. 10 Stunden daran herum und komme nicht 
weiter.

Aufgabenstellung:

Es geht um ein Projekt, in dem eine Steuerung einen Messerschlitten auf 
Signal vor und wieder zurück in die Ausgangsstellung bewegt. Die Strecke 
ist durch zwei Endstops begrenzt. Angesteuert wird ein 12V Getriebemotor 
in N20 Baugröße. Seitens der Maschine sind 24V vorhanden.

Realisierung:

1. Zwei LM317 Spannungswandler wandeln die 24V auf je 12V (für den 
Motor) und 5V (für die Logik).
2. Die Endstops schalten je PB3 bzw. PB4 bei Kontakt mit dem Schlitten 
auf GND, dazu wird PB3/PB4 intern mit Pullup versehen.
3. Das Signal für "Schnitt" ist ebenfalls mit einem Pullup versehen. Bei 
Schluss mit GND soll der Schlitten losfahren.

Problem:

Ich habe alles durchgemessen und der ATtiny85 funktioniert tadellos bzw. 
gemäß Erwartung, solange wie der Motor nicht an den L293D angeschlossen 
ist. Sobald dieser angeschlossen ist, stottert er, die Signale am ATtiny 
fließen bzw. fallen und steigen sporadisch an PB1-PB4, bis nach ca. 5 
Sek. alles zum Erliegen kommt. Dann liegen an PB1/PB2 5V an, an PB3 iwas 
mit 2,xxV. Trotz Pullup. Dasselbe Phänomen taucht sehr abgeschwächt auf, 
sobald ich einen 0,47uF Kondensator am L293D zwischen 2Y und GND 
schalte.

Auch interessant: Auf dem Steckbrett funktioniert alles mit Motor an, 
allerdings mit Spannungsversorgung durch das Labornetzteil (je 5 und 
12V, also keine LM317er!). Schließe ich aber ein zu langes Kabel an, 
stottert wieder alles. Außerdem verlängert sich die Dauer des Stotterns, 
wenn ich zwischen PB5(Reset) und GND die Spannung (4,85V) messe.

Im Anhang findet sich der Schaltplan und der Code (Arduino IDE mit 
Programmierung über Arduino UNO als ISP). Ich weiß es ist viel Text, 
hoffe trotzdem jemandem fällt was ein. Es scheint mir nur eine 
Kleinigkeit zu sein, die ich vergessen habe oder nicht weiß.

Danke vorab!
Gruß Marvin
1
int endstopRight = 4;
2
int endstopLeft = 3;
3
int cutSignal = 0;
4
int motorInput1 = 1;
5
int motorInput2 = 2;
6
//int p5 = 5;
7
8
// the setup routine runs once when you press reset:
9
void setup() {                
10
11
  // initialize the digital pin as an output.
12
  pinMode(endstopRight, INPUT_PULLUP);     //endstopRight
13
  pinMode(endstopLeft, INPUT_PULLUP);      //endstopLeft, LED on Model A
14
  //pinMode(p5, INPUT);
15
  pinMode(cutSignal, INPUT_PULLUP);        //cut signal
16
  pinMode(motorInput1, OUTPUT);     //IC 293D input1
17
  pinMode(motorInput2, OUTPUT);     //IC 293D input2
18
  cut();
19
}
20
21
// the loop routine runs over and over again forever:
22
void loop() {
23
   if (digitalRead(cutSignal)){
24
    cut();
25
   }
26
}
27
28
void cut(){
29
    digitalWrite(motorInput1, HIGH);
30
    digitalWrite(motorInput2, LOW);
31
    while (digitalRead(endstopLeft)){
32
    }
33
    digitalWrite(motorInput1, LOW);
34
    digitalWrite(motorInput2, LOW);
35
    delay(100);
36
    digitalWrite(motorInput1, LOW);
37
    digitalWrite(motorInput2, HIGH);
38
    while (digitalRead(endstopRight)){
39
    }
40
    digitalWrite(motorInput1, LOW);
41
    digitalWrite(motorInput2, LOW);
42
    delay(100);
43
}

von Roland E. (roland0815)


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Stützkondensatoren vergessen.

R2/R4 zu niederohmig. Vor allem R2.

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von OMG (Gast)


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MaBau schrieb:
> Realisierung:

--> voll der Pfusch am Bau.

Vergleiche C1 und C2 mit den Schaltungsvorschlag im Datenblatt!

von Jörg R. (solar77)


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Roland E. schrieb:
> Stützkondensatoren vergessen.
> R2/R4 zu niederohmig. Vor allem R2.

R2 sind wohl 2K2, vom TO vermutlich nur falsch beschifftet. Für 12V 
müsste er etwas kleiner sein sein, ist aber der nächste in der Reihe.

: Bearbeitet durch User
von MaBau (Gast)


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Roland E. schrieb:
> R2/R4 zu niederohmig. Vor allem R2.

Warum? Mit lt. Datenblatt empfohlenen R4 von 240 Ohm komme ich anders 
nicht auf 12V als R2 = 2R2.

Roland E. schrieb:
> Stützkondensatoren vergessen.

Welche? Und warum brauche ich die hier, bei einer derart überschaubaren 
Schaltung ohne hohe Schaltfrequenzen?

OMG schrieb:
> --> voll der Pfusch am Bau.
>
> Vergleiche C1 und C2 mit den Schaltungsvorschlag im Datenblatt!

Oh Mist, ne Null vergessen *pwn".

Aber liegt das wirklich daran und nicht irgendwie am Code bzw. am 
Attiny85? Lt. Datenblatt 
(https://www.st.com/resource/en/datasheet/lm217.pdf) kann man die 
Kondensatoren auch ganz weglassen, wie gesagt, hier schaltet ja nichts 
schnell und hohe Ströme brauchts auch nicht. Der Motor saugt 150mA im 
Betrieb ohne Last.

Ich habe gerade mal nen dicken 100 uF Kondensator an den 5V Ausgang des 
LM317 zu GND gehängt - hat nix gebracht.

von MaBau (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> R2 sind wohl 2K2, vom TO vermutlich nur falsch beschifftet.

*pwn once again...

von Roland E. (roland0815)


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Dann schau dir doch mal mit nem Oszi die Spannungen an. Vor allem die am 
MuC.

von M. K. (sylaina)


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MaBau schrieb:
> Warum? Mit lt. Datenblatt empfohlenen R4 von 240 Ohm komme ich anders
> nicht auf 12V als R2 = 2R2.

Du meinst hier sicher 2k2 und nicht 2R2. Im ersten Fall hätte man 2200 
Ω, im letzeren 2.2 Ω. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du da wirklich 
2.2 Ω eingesetzt hast. Und einen Wert in der Form R240 im Schaltplan 
anzugeben bedeutet, dass der entsprechende Widerstand (z.B. R1) hier 
0.240 Ω haben soll, du meinst hier aber 240 Ω. Beschäftige dich ganz 
dringend mit den Bezeichnungen.

Zu deinem Problem: Wahrscheinlich Überlastung gepaart mit fehlenden 
Stützkondensatoren und Co. 100n Kerkos gehören an jeden IC dicht an 
jeden einzelnen Versorgungspin. Die fehlenden Kondensatoren an deinen 
LM317 wurde ja schon genannt.

Positiv anzumerken ist, dass du keine PWM auf den Enable-Pin des L293 
gibst. Am Attiny hast du aber noch Pins frei, warum nutzt du nicht den 
Attiny zum Steuern des Enable-Pins?

: Bearbeitet durch User
von MaBau (Gast)


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Danke für die Antworten und den Rat, das mit den Bezeichnungen ist 
wirklich verwirrend von mir, sorry dafür - ist schon fast 10 Jahre her 
als ich letztes Mal in der Schule Platinen entworfen habe.

Bisher dachte ich immer, größere Werte als angegeben sind bei 
Kondensatoren kein Problem - getreu dem Motto je mehr desto besser. Aber 
dem scheint nicht so.

Ich werde die Schaltung jetzt nochmal neu aufbauen, diesmal nach 
Empfehlung des Datenblatts seitens des LM317 mit genau den angegebenen 
Dioden und Stützkondensatoren, außerdem erhöhe ich die Spannung auf 
rechnerisch 5,16V statt 4,79V, indem ich statt 680 nun 750 Ohm einbaue.

Nach M. K. (sylaina) mache ich an die Versorgungen der ICs noch 100n 
Keramikkondensatoren. Ich habe am ATtiny85 eigentlich nur noch einen 
freien Pin und der ist doch mit Reset belegt, wenn ich Fuse xy nicht 
umsetze - dann kann ich ohne vorigen HV-Programmer-Einsatz aber nicht 
mehr per ISP programmieren. Kann ich den Pin auch so nutzen? Im 
Datenblatt war etwas von "schwachem IO" die Rede - heißt das IO zwischen 
3 und 5 Volt oder so?

@Roland E. (roland0815) leider habe ich keinen Oszi - aber es hätte sich 
schon mehrmals jetzt gelohnt, einen zu haben. Ich überlege, mir einen 
anzuschaffen, wenn ich was günstiges finde.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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": Auf dem Steckbrett funktioniert alles mit Motor an, allerdings mit 
Spannungsversorgung durch das Labornetzteil (je 5 und 12V, also 
keine LM317er!). Schließe ich aber ein zu langes Kabel an, stottert 
wieder alles"

Hallo,

ohne Elkos wird die Schaltung nicht funktionieren. Mach vorne einen 
dicken Elko rein, nach den Spannungsreglern zwei kleinere und an jedes 
IC die brühmten 100 nF keramik. Für Plus und Minus sollte die 
Verdrahtung ausreichend dick sein.

MfG

von MaBau (Gast)


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Die berühmten 100nF Keramik waren mir tatsächlich nicht bekannt. Anbei 
der aktualisierte Schaltplan. Passt so oder? Verbesserungsvorschläge 
willkommen, bevor ich ans Fertigen gehe.

Danke soweit! Wenn ich mich an den Thread erinnere wenn es fertig ist 
poste ich das Ergebnis bei Erfolg oder Misserfolg.

von Christian M. (Gast)


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C5 und C6 als Tantal: ganz schlecht! Hohe Pulsströme und so. Und Tantal 
als Metall ist ja auch zumindest fragwürdig...

Gruss Chregu

von Falk B. (falk)


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MaBau schrieb:
> Die berühmten 100nF Keramik waren mir tatsächlich nicht bekannt. Anbei
> der aktualisierte Schaltplan. Passt so oder?

Viel akademischer SchnickSchnack drin.

D1 ind D2 braucht man nur, wenn am AUSGANG der Regler GROßE Elkos hängen 
UND der Eingang kurzgeschlossen werden könnte. Das ist seltenst der 
Fall.

D2, D4, C3, C4 sind ebenso überflüssig. Die minimale Standardschaltung 
reicht hier dicke.

VCC2 deines Treibers könnte einen Elko vertragen, je nach Strom und 
Anwendung vielleicht 100-1000uF.

https://www.mikrocontroller.net/articles/Kondensator#Entkoppelkondensator

Wenn man einen Motor damit betreiben will, sollte man

a) einen nehmen, der direkt mit den 24V klar kommt oder
b) den Treiber direkt mit 24V versorgen und per PWM die Spannung 
runtersetzen, damit der Motor seine Nennspannung bekommt.
c) einen Spannungsregler mit ausreichend großem Kühlkörper 
verwenden.

Ich empfehle hier b), denn das spart U1 und viel Verlustwärme. Dazu mußt 
du aber die Treiber an PB0 und PB1 anschließen, denn nur dort hast du 
die PWM-Ausgänge von Timer 0 drauf.

An Reset von U3 gehören 100nF gegen GND zur Entstörung.

Dein Enstop und CUT Eingänge könnte etwas Filterung und Schutz 
vertragen, siehe

https://www.mikrocontroller.net/articles/Entprellung#Einfacher_Taster

Außerdem sollte man die Logik der Endkontakte so definieren daß beim 
Kabelbruch bzw. Vergessen vom Anstecken der Taster die Motorlogik stehen 
bleibt. D.h. hier, es müssen Öffnerkontakte sein. Sonst kann es dir 
passieren, daß du endlos gegen den blockierten Motor fährst. Ein Timeout 
in der Software wäre auch nicht schlecht.

Und last but not least brauchen Leistungsendstufen eine gescheite, 
sprich, sternförmige Masseführung, damit dir die Pulsströme der Motoren 
nicht in die Signale des Controllers spucken. Der oben genannte 1000uF 
Elko ist ein guter Sternpunkt.

> Verbesserungsvorschläge
> willkommen, bevor ich ans Fertigen gehe.

Außerdem könnte dein Schaltplan etwas Aufräumen und Lesbarkeit 
vertragen. Man zeichnet keine Bauteile über Beschriftungen und 
umgekehrt.

Schaltplan richtig zeichnen

Die Bauteilwerte von U1 und U2 sind LM317, auch wenn die in der 
Schaltung unterschiedliche Spannungen erzeugen. Am Bauteiltyp ändert das 
nix.

von Falk B. (falk)


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Christian M. schrieb:
> C5 und C6 als Tantal: ganz schlecht! Hohe Pulsströme und so. Und Tantal
> als Metall ist ja auch zumindest fragwürdig...

Mein Gott, schon wieder ein Reichsbedenkenträger. Erstens liefert der 
LM317 kaum soviel Pulsstrom, als daß es den Kondensator schädigen oder 
gar abfackeln könnte und 2. ist das Gejammer um Tantal als böses 
"Konfliktmaterial" lächerlich. Da kannst du auch gleich auf Erdöl 
verzichten, viel Spaß.

von Falk B. (falk)


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Naja, PB1 und PB2 gehen auch, wenn man PB2 nur zur Richtungsumkehr nutzt 
und nur mit PB1 die PWM generiert.

von OMG (Gast)


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Falk B. schrieb:
> D2, D4, C3, C4 sind ebenso überflüssig.

C3, C4 sind nicht nur überflüssig sondern sie verhindern auch
dass die Regler das tun was sie sollen.

von Falk B. (falk)


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OMG schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> D2, D4, C3, C4 sind ebenso überflüssig.
>
> C3, C4 sind nicht nur überflüssig sondern sie verhindern auch
> dass die Regler das tun was sie sollen.

Nein, die Kondensatoren an ADJ sind laut Datenblatt korrekt, wenn man 
die PSRR erhöhen will. Braucht hier aber keiner, schon gar nicht bei 
24VDC am Eingang.

von MaBau (Gast)


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An dieser Stelle nochmal vielen Dank für die vielen hilfreichen 
Informationen!

Ich habe versucht, alles zu beachten und dabei ist nun folgendes 
herausgekommen (s. Anhang). Wenn nichts weiter dagegen spricht und nicht 
noch ein weiterer der vielen ausgemerzten groben Designfehler auftaucht, 
werde ich in den nächsten Tagen mal einen Prototyp machen.

von Falk B. (falk)


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MaBau schrieb:

> Ich habe versucht, alles zu beachten

Naja.

> und dabei ist nun folgendes
> herausgekommen (s. Anhang).

Da fehlt noch einiges.

Keine Schutzbeschaltung/Filterung der Signaleingänge!
Die Eingänge 10, 15 und 9 von U3 sind offen, das macht man nicht! 
Eingänge NIE offen lassen.
C3, C5, C6 und C7 stehen "auf dem Kopf". Man sollte die positiven 
Versorgungsspannungen immer nach oben zeichnen und die negativen nach 
unten. Das ist deutlich besser lesbar und sieht besser aus.
An U3 und C4 laufen noch Leitungen durch die Beschriftung, das ist 
schlecht.

von Christian M. (Gast)


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Den L293D speist Du schoen dick ein, aber zum Motor gehste mit so 
duennen Draehtle und noch zwischen den Anschluessen hindurch!?

Gruss Chregu

von Stephan (Gast)


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Was wurde aus den Freilaufdioden im Datenblatt ? Ist der Motor entstört 
?

von MaBau (Gast)


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Hi!,

Christian M. schrieb:
> Den L293D speist Du schoen dick ein, aber zum Motor gehste mit so
> duennen Draehtle und noch zwischen den Anschluessen hindurch!?

Ja, das hat andere Beweggründe. Ich ätze mit der Tonertransfermethode 
und da ist es gut so wenig dünne Leiterbahnen wie möglich zu haben. Der 
Motor braucht bei Blockage 600 mA, im Normalfall so 200-300mA. Die 0,4mm 
Bahnen reichen bei meiner 0,35mm Kupferplatine aus.

Falk B. schrieb:
> Keine Schutzbeschaltung/Filterung der Signaleingänge!
> Die Eingänge 10, 15 und 9 von U3 sind offen, das macht man nicht!
> Eingänge NIE offen lassen.
> C3, C5, C6 und C7 stehen "auf dem Kopf". Man sollte die positiven
> Versorgungsspannungen immer nach oben zeichnen und die negativen nach
> unten. Das ist deutlich besser lesbar und sieht besser aus.
> An U3 und C4 laufen noch Leitungen durch die Beschriftung, das ist
> schlecht.

ich passe den Schaltplan nochmal an und werde die offenen Eingänge 
direkt an GND schließen.

Stephan schrieb:
> Was wurde aus den Freilaufdioden im Datenblatt ?

Lasse ich weg, Kurzschlusswsl. zu gering, nicht viel Ladung hinter LM317 
in Elkos.

Stephan schrieb:
> Ist der Motor entstört
> ?

Ja, die Kondensatoren dafür sind direkt am Motor.

von MaBau (Gast)


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Nachtrag:
Der 470nF Kondensator ist im Bild falschrum, falsches Bild hochgeladen.

von Stephan (Gast)


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MaBau schrieb:
> Der 470nF Kondensator

µF

von MaBau (Gast)


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Hi, erstmal nochmal vielen Dank für die Tipps, sie haben mich sehr 
weitergebracht. Ich bin aber noch nicht am Ziel: Ich melde mich zwecks 
Feedback und weiterem Anliegen:

Ich habe die oben dank und mit der Gemeinschaft hier entwickelte 
Steuerung weiter angepasst und aus Platz- und Gewichtsgründen auf das 
Wesentliche reduziert. Der LM317 für die 5V ist ganz gewichen, weil ich 
nun (doch) die 5V Logik-Versorgung der übergeordneten Maschine nutzen 
kann.

Im Einsatz verhält sich der Motorschlitten allerdings "komisch": Während 
ca. 90% aller Aktionen (1 Aktion = Einmal erwartungsgemäß VOR und 
ZURÜCK) erfolgreich verlaufen, gibt es bei etwa 1 von 10 Aktionen eine 
der folgenden Veerhaltensweisen:

- Der Schlitten bleibt abrupt stehen und fährt nach <1s wieder an (als 
ob der ATtiny85 resettet wird).
- Der Schlitten fährt nur einen Teil VOR und ganz ZURÜCK, als ob der 
Endstop(VOR) ohne Berührung schaltet.
- Der Schlitten fährt nur einen Teil ZURÜCK und bleibt dann stehen, als 
ob der Endstop(ZURÜCK) ohne Berührung schaltet.
- Der Schlitten fährt VOR und immer weiter VOR soweit er kann, als ob 
der Endstop(VOR) nicht existiert.
- Der Schlitten bleibt stehen und ohne RESET funktioniert keine weitere 
Aktion mehr.

Klang für mich als ob der Motor nicht ausreichend entstört ist... . Doch 
ich habe alles mir erdenkliche dafür getan, siehe Schaltplan. Die 
Schaltung mit dem ATtiny sitzt praktisch direkt neben dem Motor, der 
ATtiny selbst ist ca. 2 cm davon weg, der L293D 5mm. Die Zuleitungen zum 
Motor sind ca. 4 cm lang.

Was kann ich da noch machen? Den ATtiny abschirmen? Den Motor 
abschirmen? Mit regelmäßiger Programmfortlauf- und Speicherüberprüfung 
usw. programmieren? Fehlt vielleicht irgendwo noch ein Kerko? Langsam 
fallen mir die Haare aus... . Wäre toll wenn jemand noch einen Tipp für 
mich hat, danke!

Gruß und schönes WE

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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MaBau schrieb:
> Doch
> ich habe alles mir erdenkliche dafür getan, siehe Schaltplan

Naja, 140nH (wo bekommt man so kleine Spulen, wenns nicht für einen UKW 
Tuner ist?) sind viel zu klein, um auch nur leichtes Bürstenfeuer zu 
verrunden. Nimm da mal 100-470µH Drosseln, die den Motorstrom vertragen.
Übrigens, wenn die eine Hälfte des L293 einfach brachliegt, kannst du 
die Endstufen auch parallel schalten. Mit fehlt noch da eine 
Überstromabfrage für einen blockierenden Motor. Sparsamkeit ist ja gut 
und schön, aber ein Tiny mit ein paar Pins mehr hätte es schon sein 
können.
LC Glied in der 24V Versorgung zum Motor kann auch nicht schaden.

: Bearbeitet durch User
von OMG (Gast)


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MaBau schrieb:
> Was kann ich da noch machen?

Warum machst du erst ein Layout fertig und fällst wieder rein?
Du kannst doch deinen Schaltplan und Layout hier diskutieren
lassen und ->dann<- erst ans "Machen" gehen.

Ich kenne die Stromaufnahmen deines Motors nicht aber du
brauchst sicherlich für einen Motor einfach einen dicken
Elko zum Abblocken. Aber ob das die Schaltung so rettet
- ich weiss es nicht.

Bei dieser meiner Kopfschüttelei fällt es mir schwer auf
weitere Details zu achten, aber so sollte z.B. der Reset
einen niederohmigen Pullup haben sodass dier ISP noch
funktioniert aber kein "zufälliger" Reset ausgelöst werden
kann.

Und ein Lüfter der mit der gleichen Spannung versorgt wird
wie dein Controller wird dir mächtige Störspannungen erzeugen.

von MaBau (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Nimm da mal 100-470µH Drosseln, die den Motorstrom vertragen.
> Übrigens, wenn die eine Hälfte des L293 einfach brachliegt, kannst du
> die Endstufen auch parallel schalten.

Danke, wird umgesetzt!

Matthias S. schrieb:
> LC Glied in der 24V Versorgung zum Motor kann auch nicht schaden

Kommt zur Liste für weitere Möglichkeiten.

OMG schrieb:
> Warum machst du erst ein Layout fertig und fällst wieder rein?
> Du kannst doch deinen Schaltplan und Layout hier diskutieren
> lassen und ->dann<- erst ans "Machen" gehen.

Ich lerne durch Machen am besten, es macht mir Spaß mit KiCad zu 
arbeiten also kein Problem. Außerdem diskutiere ich hier und erst durch 
den ersten Prototyp im Einsatz ist das mit der Störung aufgefallen. Ich 
habe mir sagen lassen, dass man EMF eh nur ansatzweise simulieren kann 
und Praxistest braucht.

OMG schrieb:
> Ich kenne die Stromaufnahmen deines Motors nicht

Sehr guter Einwand: Der Motor braucht 12V ca. 40mA (reiner Fahrvorgang), 
unter Last ca. 80 - 120 mA (Schneidvorgang) und bei Blockage zieht er 
300 mA.

OMG schrieb:
> einfach einen dicken
> Elko zum Abblocken.

Der Motor wird bidirektional betrieben, ein Elko geht da leider nicht, 
ich hab ja Kerkos dran, die sollten nach Lektüre div. Beiträge zum Thema 
DC Motorentstörung eigentlich reichen, bei PWM-Betrieb habe ich mir 
sagen lassen, wären kleinere (ca 1 nF) sogar besser 
(https://www.langer-emv.com/de/page/newsletter/51/03-entstoerung-eines-mit-pwm-betriebenen-gleichstrommotors/34#marker0)

OMG schrieb:
> Reset
> einen niederohmigen Pullup haben sodass dier ISP noch
> funktioniert

Wird auch umgesetzt, danke!

OMG schrieb:
> Und ein Lüfter der mit der gleichen Spannung versorgt wird
> wie dein Controller wird dir mächtige Störspannungen erzeugen.

Ja, das dachte ich auch, allerdings zeigt der Schlitten/Motor dasselbe 
Verhalten, wenn der Lüfter nicht angeschlossen ist. Der Lüfter ist auch 
weiter weg, so ca. 10 cm, hinter Stahl und Alu.

von spess53 (Gast)


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HI

>Der Motor wird bidirektional betrieben, ein Elko geht da leider nicht, ...

Wieso kannst du an VCC2 keinen Elko anschließen?

MfG Spess

von MaBau (Gast)


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spess53 schrieb:
> Wieso kannst du an VCC2 keinen Elko anschließen?

Ach so ist das gemeint, klar, das geht, LC an VCC2 steht ja auf der 
Liste für weitere Möglichkeiten.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Irgendwie sind mir da noch immer ein, zwei Dinge nicht klar.
* Wofür ist denn der R2 Pulldown an SCK? Das wird ein Spass beim 
Programmieren.
* Ich würde den Tiny so umkonfigurieren, das der ISP Verbinder 
gleichzeitig als Kontakt für die Endschalter dient, und zwar nicht, um 
ein Pfostenfeld zu sparen, sondern, um während der Programmierung den 
Motor in Ruhe zu lassen.

* Speise den Lüfter nicht von der VCC des Controllers - wurde aber oben 
schon gesagt. Nimm da die 24V und einen billigen Stepdown - oder besser, 
gleich einen Lüfter für 24V.

von MaBau (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Wofür ist denn der R2 Pulldown an SCK? Das wird ein Spass beim
> Programmieren.

Die Steuerung gibt das Signal für einen Schnitt durch HIGH über PB2. Ich 
hatte das Phänomen, dass bei mancher Aktivität der übergeordneten 
Maschine ein Schnitt ausgelöst wird. Soweit ich das verstanden habe, hat 
weder die Steuerung noch der Tiny einen internen Pulldown wenn ich sage 
LOW - nur Pullups wenn ich sage HIGH, richtig? Deshalb habe ich einen 
Pulldown dazugemacht, damit auch sicher LOW anliegt, wenn die Steuerung 
kein HIGH ausgibt.
Meinst du mit Spass am Programmieren das Programmieren in der IDE, wo 
man auf den externen Pulldown achten muss, oder dass es Probleme mit dem 
ICSP gibt? Letzteres habe ich nämlich noch nicht über das Prototyp-Board 
versucht.

Matthias S. schrieb:
> Ich würde den Tiny so umkonfigurieren, das der ISP Verbinder
> gleichzeitig als Kontakt für die Endschalter dient, und zwar nicht, um
> ein Pfostenfeld zu sparen, sondern, um während der Programmierung den
> Motor in Ruhe zu lassen.

Das würde ich auch gerne, allerdings könnte ich nur SCK bzw. PB2 mit PB3 
oder PB4 tauschen. PB1 und PB2 müssen zum Motortreiber/Motor, weil der 
Tiny nur da PWM hat, zumindest ohne noch Register setzen zu müssen. 
Selbst wenn, bekäme ich aber nur einen weiteren PWM-Pin dazu, einer der 
beiden Motoranschlüsse müsste also immernoch bleiben.

Matthias S. schrieb:
> Speise den Lüfter nicht von der VCC des Controllers - wurde aber oben
> schon gesagt. Nimm da die 24V und einen billigen Stepdown - oder besser,
> gleich einen Lüfter für 24V.

Ok, ein 24V Lüfter ist kein Problem, 5V hatte ich gerade da. Wird 
geändert!

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