Forum: Offtopic Keine AliExpress-Lieferungen nach Deutschland


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von Detlef W. (detlefr)


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Hallo,
seit einigen Tagen habe ich es auf AliExpress, dass vielen Artikel nicht 
mehr nach Deutschland geliefert werden. Von meiner Wunschliste sind es 
über die Hälfte der Artikel. Als Beispiel mal Motoren von Longs-Motor 
https://longsmotor99.aliexpress.com/ die komplett nicht mehr nach 
Deutschland liefern. Wenn ich in meinen Einstellungen das Lieferland auf 
ein anderes setze, USA, Österreich, Frankreich, Niederlande, 
Tschechoslowakei,... habe ich ausprobiert, wären die Artikel lieferbar. 
Zuerst dachte ich, dass es nur "technische" Artikel beträfe und das z.B. 
auf Grund von WEEE wäre, was aber nach Prüfung nicht so ist. Es ist die 
ganze Bandbreite an Artikeln, die auf einmal nicht mehr nach Deutschland 
geliefert werden. Selbst wenn man als Filter "versenden aus" Deutschland 
wählt, ist eine Lieferung nach Deutschland grundsätzlich nicht mehr 
möglich... Weiß jemand was es damit auf sich hat? Ich habe schon einen 
Lieferanten angeschrieben, ob er mir dazu etwas sagen kann, habe aber 
noch keine Antwort erhalten.
Einen schönen Sonntag, Detlef

von Bernd K. (prof7bit)


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Detlef W. schrieb:
> Als Beispiel mal Motoren von Longs-Motor
> https://longsmotor99.aliexpress.com/ die komplett nicht mehr nach
> Deutschland liefern.

Womöglich hatte dieser eine Händler Probleme wiederholt mit deutschen 
Kunden und verzichtet jetzt auf diese. Oder er hat seinen shop falsch 
konfiguriert.

AliExpress ist eine Verkaufsplattform für zigtausende von kleinen 
chinesischen Klitschen wo die ihr Zeug verkaufen können, vorwiegend 
addressiert an den westlichen Endverbrauchermarkt. Jeder dieser Händler 
arbeitet auf eigene Rechnung und entscheidet selbst was er an wen 
verkaufen will.

AliExpress als solches funktioniert für mich weiterhin, eben mal 
getestet mit ein paar Händlern bei denen ich in der Vergangenheit 
bereits Sachen bestellt habe.

: Bearbeitet durch User
von Simon H. (simi)


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Detlef W. schrieb:
> Tschechoslowakei

Dass sie dahin liefern können, wundert mich nun doch extrem... Wenn man 
bedenkt, dass AliExpress und dieses Land nie zur selben Zeit existiert 
haben.

Ich wundere mich eh, dass das mit den Gratislieferungen immernoch 
funktioniert. Zumindest in der Schweiz gibt es offenbar schon länger die 
Bestrebung, dies zu unterbinden.

von Joggel E. (jetztnicht)


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Allenfalls irgendwelche Paragraphenfuerze ? Wenn zB der Deutsche Zoll 
solche Lieferungen beschlagnahmt, und die Kunden dann das Geld zurueck 
wollen, liefert man eben nicht mehr.

Das ist doch kein Problem, einfach eine Loesung. Such dir einen 
Mailempfaenger an der Grenze.

Fuer Produkte aus der EU, die nicht in die Schweiz geliefert werden 
duerfen, habe ich einen Empfaenger an der Grenze, der nimmt die Sendung 
fuer mich an, und ich geh da hin, abholen.
Davon gibt es einige Anbieter und richtige Lagerhaeuser. Lohnt sich 
natuerlich nicht fuer alles.

von Harald W. (wilhelms)


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Zitronen F. schrieb:

> Fuer Produkte aus der EU, die nicht in die Schweiz geliefert werden
> duerfen, habe ich einen Empfaenger an der Grenze, der nimmt die Sendung
> fuer mich an, und ich geh da hin, abholen.

Die Schweiz ist ja auch schön klein. Wer in der
Mitte Deutschlands lebt, ist mit Hin- und Rückweg
dann leicht einen ganzen Tag beschäftigt.

von K. J. (theborg0815) Benutzerseite


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Moin das hab ich auch schon bemerkt hab Wasabi Saatgut hin und wieder in 
China bestellt, da man hier nur Müll bekommt oder was ganz anderes die 
tage musste ich feststellen das Saatgut nicht mehr bestellbar ist, 
vielleicht haben die einige Artikel gesperrt.

Bei Elektronik ist mir bis jetzt nix aufgefallen.

: Bearbeitet durch User
von Detlef W. (detlefr)


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Bei Saatgut habe ich das schon vor längerer Zeit gesehen. Dort wurde 
aber auch klar geschrieben, dass es auf Grund von Einfuhrbestimmungen 
ist.

von Friedrich P. (f_p)


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Detlef W. schrieb:
> seit einigen Tagen habe ich es auf AliExpress, dass vielen Artikel nicht
> mehr nach Deutschland geliefert werden.

Ich sehe bei mir auch viele Artikel,  die plötzlich nicht mehr nach 
Deutschland lieferbar sind.
Z.B.
https://s.click.aliexpress.com/e/cbmmhYKk

Das ist mir aber auch schon vorher bei anderen Artikeln aufgefallen, 
die zwar anscheinend aus Deutschland versendet werden können,  aber eben 
nicht nach Deutschland (DE => DE).

von Joggel E. (jetztnicht)


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>Obiger Artikel :

https://s.click.aliexpress.com/e/cbmmhYKk

kostet 1.88$ plus 0.25$ Versand in die Schweiz.
Lieferzeit allerdings 30-50 Tage.

Ich vermute Deutschland verhaelt sich zur Zeit etwas zickig gegenueber 
China. Indem es zum Beispiel dessen 3.Weltland Status im Postverkehr 
kritisiert.

: Bearbeitet durch User
von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Detlef W. schrieb:
> Selbst wenn man als Filter "versenden aus" Deutschland
> wählt, ist eine Lieferung nach Deutschland grundsätzlich nicht mehr
> möglich...

"Grundsätzlich" nicht, aber bei einigen Lieferanten auf Aliexpress geht 
das schon ein paar Wochen so. Andere liefern weiterhin nach Deutschland.

Zum Beispiel habe (jetzt hatte) ich einen Handy-Lieferanten mit Lagern 
in China, Polen, Spanien, Deutschland, Russland, Frankreich und Italien. 
Egal was ich die letzten Wochen auswähle, es kommt "Kann nicht liefern 
an Germany". Auch nicht, wenn ich Versand aus Deutschland wähle.

Dann kommt dieses Wochenende hinzu, dass entweder die Aliexpress-Server 
kaputt sind, oder dass viele Angebote ausgelistet werden. Ich bekommen 
beim Klicken auf Artikel aus der Suche oder aus meiner Wunschliste 
haufenweise die Meldung

"Diese Seite ist leider nicht verfügbar. Tolle Sachen finden Sie aber 
auch auf unseren anderen Seiten. Schauen Sie dort doch einmal vorbei."

Wenn ich auf die Alternativangebote klicke kommt meist ebenfalls diese 
Fehlermeldung.

Ich suche mir meine Sachen momentan auf anderen Webseiten zusammen. Die 
Suchmaschine https://de.pandacheck.com/ ist dabei hilfreich.

> Weiß jemand was es damit auf sich hat?

Nein. Wie gesagt, das geht schon eine Weile.

> Ich habe schon einen
> Lieferanten angeschrieben, ob er mir dazu etwas sagen kann, habe aber
> noch keine Antwort erhalten.

Ich habe von denen, die ich in den letzten Wochen gefragt habe, 
ebenfalls keine Antwort bekommen.

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Bei mir sieht das etwas anders aus, da ist auf einmal bei manchen 
Artikeln die ganze Seite nicht mehr verfügbar.

von Bernd K. (prof7bit)


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Hannes J. schrieb:
> Ich suche mir meine Sachen momentan auf anderen Webseiten zusammen. Die
> Suchmaschine https://de.pandacheck.com/ ist dabei hilfreich.

Cool, kannte ich noch gar nicht. Der Markt findet immer einen Weg, die 
Angebote wollen zu den Nachfragern, das ist ihr natürlicher Drang.

von Joachim S. (oyo)


Angehängte Dateien:

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Ich habe ebenfalls den starken Eindruck, dass sich da vor kurzem 
irgendetwas gravierendes verändert hat.

Anbei zur Illustration mal ein Screenshot meines Aliexpress-Warenkorbes.

Ich habe in den letzten Wochen nach und nach 6 Artikel zu meinem 
Warenkorb hinzugefügt, aber noch nicht direkt bestellt.
Das Warenkorb-Symbol in der rechten oberen Ecke zeigt auch noch an, dass 
sich 6 Artikel in meinem Warenkorb befinden. Klicke ich dann aber auf 
dieses Symbol, um mir den Warenkorb anzeigen zu lassen, werden mir 
plötzlich nur noch zwei Artikel angezeigt - die restlichen 4 Artikel 
sind wie vom Erdboden verschluckt.

Und die beiden verbleibenden Artikel hatten vorher "free shipping", 
jetzt sind die Versandkosten mal fast so hoch, mal sogar höher als der 
Warenwert.

von Johnny B. (johnnyb)


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Zitronen F. schrieb:
> Ich vermute Deutschland verhaelt sich zur Zeit etwas zickig gegenueber
> China.

Das hat politische Gründe. Deutschland unterstellt sich der USA und die 
USA fahren gerade massive Sanktionen gegen China. Es ist daher nicht 
sehr verwunderlich, dass einige Chinesen nicht mehr nach Deutschland 
liefern.

In der Schweiz sieht es (noch) ein wenig anders aus; sie hat Verträge 
mit China wie z.B. ein Freihandelsabkommen, welches den Warenaustausch 
sehr vereinfacht. Ich nehme aber an, dass die EU den Schweizern dieses 
wegnehmen wird, sollte sich die Schweiz weiter der EU annähern.

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Johnny B. schrieb:
> Ich nehme aber an, dass die EU den Schweizern dieses
> wegnehmen wird, sollte sich die Schweiz weiter der EU annähern.

Du solltest nicht jeden Müll glauben der im Blick steht.

von Uhu U. (uhu)


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Hannes J. schrieb:
> Johnny B. schrieb:
>> Ich nehme aber an, dass die EU den Schweizern dieses
>> wegnehmen wird, sollte sich die Schweiz weiter der EU annähern.
>
> Du solltest nicht jeden Müll glauben der im Blick steht.

Wo sie doch das Bankgeheimnis gegen die USA mit Zähnen und Klauen 
verteidigt haben…

von Winne Z. (rugbywinne)


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Hat mal jemand seinen Händler in China gefragt, wieso er nicht mehr nach 
D liefert ?

von Uhu U. (uhu)


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Zu faul zum lesen?

von Johnny B. (johnnyb)


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Hannes J. schrieb:
> Johnny B. schrieb:
>> Ich nehme aber an, dass die EU den Schweizern dieses
>> wegnehmen wird, sollte sich die Schweiz weiter der EU annähern.
>
> Du solltest nicht jeden Müll glauben der im Blick steht.

Was hat das mit dem Blick zu tun?
Man siehts ja bei den Briten und deren Brexit, mit was für Saktionen die 
EU da droht und zeigt auch Wirkung. Viele Briten haben sogar Angst, dass 
sie nach dem Austritt keinen Zugang mehr haben zu genügend Lebensmitteln 
und Medikamenten. Was natürlich völliger Quatsch ist.

von Bernd K. (prof7bit)


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Uhu U. schrieb:
> Zu faul zum lesen?

Was genau soll er denn lesen (wer eigentlich, und zu welcher Frage)?

von Cyblord -. (cyblord)


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Johnny B. schrieb:
> Man siehts ja bei den Briten und deren Brexit, mit was für Saktionen die
> EU da droht und zeigt auch Wirkung.

Welche Sanktionen wären das denn?
Nach einem Austritt gelten eben die Verträge nicht mehr. Was ja der Sinn 
eines Austritts ist. Aber das allein ist ja schon der Worst-Case für die 
Briten.

> Viele Briten haben sogar Angst, dass
> sie nach dem Austritt keinen Zugang mehr haben zu genügend Lebensmitteln
> und Medikamenten. Was natürlich völliger Quatsch ist.

Klar alles quatsch. Darum geht das mit dem Austritt so fix. Die Briten 
werden sich noch umgucken falls sie wirklich so dumm sind irgendwann 
tatsächlich raus zu gehen.

von Jan L. (ranzcopter)


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Johnny B. schrieb:
> In der Schweiz sieht es (noch) ein wenig anders aus; sie hat Verträge
> mit China wie z.B. ein Freihandelsabkommen, welches den Warenaustausch
> sehr vereinfacht. Ich nehme aber an, dass die EU den Schweizern dieses
> wegnehmen wird, sollte sich die Schweiz weiter der EU annähern.

Jo, klar, ist bestimmt auch der Grund wieso hier ca. 40000 Schweizer 
"virtuell wohnen": http://www.lieferadresse-konstanz.de/

von Winne Z. (rugbywinne)


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Uhu U. schrieb:
> Zu faul zum lesen?

Zu faul um zu schreiben ?

Wen oder was meintest Du ?

: Bearbeitet durch User
von Uhu U. (uhu)


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Bernd K. schrieb:
> Was genau soll er denn lesen (wer eigentlich, und zu welcher Frage)?

Lies den Beitrag über meinem…

von Detlef W. (detlefr)


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Der Händler den ich angeschrieben habe, hat geantwortet dass er nach 
DLand liefern würde. Komisch das man nichts bestellen kann... 
Wahrscheinlich wissen einige nicht was sie tun. Außerdem würde er direkt 
ab DLand versenden, nur mit der Mehrwertsteuer hätte er noch Probleme, 
wenn ich es richtig verstanden habe :-| Ich möchte eigentlich nicht 
wissen, was er damit genau meint...

von Holm T. (Gast)


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Detlef W. schrieb:
> Der Händler den ich angeschrieben habe, hat geantwortet dass er nach
> DLand liefern würde. Komisch das man nichts bestellen kann...
> Wahrscheinlich wissen einige nicht was sie tun. Außerdem würde er direkt
> ab DLand versenden, nur mit der Mehrwertsteuer hätte er noch Probleme,
> wenn ich es richtig verstanden habe :-| Ich möchte eigentlich nicht
> wissen, was er damit genau meint...

Ich kann mich erinnern das da mal von irgend einer "Initiative" 
hinsichtlich der "Steuerehrlichkeit" chinesischer Händler die Rede 
war..möglich das das eine der Auswirkungen ist.
Das habe ich aber nur noch verschwommen im Kopf...

Gruß,

Holm

von Bernd K. (prof7bit)


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Uhu U. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> Was genau soll er denn lesen (wer eigentlich, und zu welcher Frage)?
>
> Lies den Beitrag über meinem…

Das ergibt keinen Sinn. In dem ganzen Thread bisher wird die Frage die 
der Beitrag über Deinem gestellt hat nicht beantwortet, also was 
bitteschön soll er lesen?

von A. K. (prx)


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Johnny B. schrieb:
> Das hat politische Gründe. Deutschland unterstellt sich der USA und die
> USA fahren gerade massive Sanktionen gegen China. Es ist daher nicht
> sehr verwunderlich, dass einige Chinesen nicht mehr nach Deutschland
> liefern.

Das hiesse, dass sich die Chinesen selbst ins Knie schiessen, damit der 
Gegner sich das anschliessende Gejammer anhören muss. Ohne USA und EU (D 
tritt nicht einzeln in Erscheinung) fiele ein Grossteil des chinesischen 
Exportmarkts weg.

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (prof7bit)


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Holm T. schrieb:
> "Initiative"
> hinsichtlich der "Steuerehrlichkeit" chinesischer Händler

Auch der steuerehrlichste Händler der Welt kann Sachen nach Deutschland 
verkaufen und der Käufer in D kann anschließend "vergessen" die 
Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten. Soll der Verkäufer deshalb ein 
schlechtes Gewissen haben, hat er irgendwelche chinesischen Gesetze 
verletzt?

von John D. (drake)


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Bernd K. schrieb:
>
> Auch der steuerehrlichste Händler der Welt kann Sachen nach Deutschland
> verkaufen und der Käufer in D kann anschließend "vergessen" die
> Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten. Soll der Verkäufer deshalb ein
> schlechtes Gewissen haben, hat er irgendwelche chinesischen Gesetze
> verletzt?

Keine Ahnung, ob das chinesische Gesetze verletzt, aber die Beträge auf 
den für die Verzollung notwendigen Proforma-Rechnungen stimmen praktisch 
nie. Selbst bei Waveshare musste ich sehr nachdrücklich fordern, dass 
sie eine korrekte Commercial Invoice beilegen.

von Der I. (derich)


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Bernd K. schrieb:
> Das ergibt keinen Sinn. In dem ganzen Thread bisher wird die Frage die
> der Beitrag über Deinem gestellt hat nicht beantwortet, also was
> bitteschön soll er lesen?


Im ersten Beitrag:

Detlef W. schrieb:
> Weiß jemand was es damit auf sich hat? Ich habe schon einen
> Lieferanten angeschrieben, ob er mir dazu etwas sagen kann, habe aber
> noch keine Antwort erhalten.

Hannes J. schrieb:
> Detlef W. schrieb:
>> Ich habe schon einen
>> Lieferanten angeschrieben, ob er mir dazu etwas sagen kann, habe aber
>> noch keine Antwort erhalten.
>
> Ich habe von denen, die ich in den letzten Wochen gefragt habe,
> ebenfalls keine Antwort bekommen.

Winne Z. schrieb:
> Hat mal jemand seinen Händler in China gefragt, wieso er nicht mehr nach
> D liefert ?

Uhu U. schrieb:
> Zu faul zum lesen?

Erschließt es sich dir nun, daß die Frage schon zwei mal vor ihrer 
Stellung beantwortet wurde?

von Cyblord -. (cyblord)


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John D. schrieb:
> Keine Ahnung, ob das chinesische Gesetze verletzt, aber die Beträge auf
> den für die Verzollung notwendigen Proforma-Rechnungen stimmen praktisch
> nie. Selbst bei Waveshare musste ich sehr nachdrücklich fordern, dass
> sie eine korrekte Commercial Invoice beilegen.

Na und? Es hindert dich niemand die korrekte Rechnung beim Zoll 
vorzulegen und den richtigen Betrag zu bezahlen. Die Chinesen haben mit 
deiner Steuerehrlichkeit nichts zu tun.

von Uhu U. (uhu)


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Bernd K. schrieb:
> Das ergibt keinen Sinn. In dem ganzen Thread bisher wird die Frage die
> der Beitrag über Deinem gestellt hat nicht beantwortet, also was
> bitteschön soll er lesen?

Weiter oben stehen zwei Antworten: keiner hatte auf seine Frage an die 
Anbieter eine Antwort bekommen. Womit bewiesen ist, dass  Winne Z. 
(rugbywinne) nur zu faul zu lesen war - was offenbar auch für dich gilt…

Hast du es jetzt begriffen?

von Bernd K. (prof7bit)


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Uhu U. schrieb:
> Weiter oben stehen zwei Antworten: keiner hatte auf seine Frage an die
> Anbieter eine Antwort bekommen.

"Hat jemand gefragt?" ist im Zusammenhang dieses Threads und auch im 
Hinblick auf die Motivation des Fragestellers gleichzusetzen mit "Hat 
jemand schon gefragt und auch eine Antwort bekommen so daß man diesem 
Thread einen realen Informationsinput hinzufügen kann?", Dein Vorposter 
war also höchstwahrscheinlich vorrangig daran interessiert ob schon 
Informationen erfolgreich erfragt werden konnten und war an genau diesen 
Informationen interessiert und nicht daran ob irgendwem das noch nicht 
gelungen ist und an Deinen blöden Anpflaumungen war vermutlich auch 
niemand interessiert.

: Bearbeitet durch User
von Sven B. (sb2048)


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Ich habe mal direkt bei Aliexpress nachgefragt:

"According to German VAT regulation, AliExpress as a marketplace is 
required to collect relevant German VAT related information from 
sellers. As such, some sellers’ products may be tentatively blocked for 
purchase by a buyer located in Germany until AliExpress receives 
required information."

von Winne Z. (rugbywinne)


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Also ich habe jetzt selbst mal einen meiner Lieferanten gefragt ob er 
nicht mehr nach D liefert.

Seine Artikel waren "verschwunden" so wie es andere hier auch erlebt 
haben.
Auch Artikel die ich schon mal gekauft hatte.

Antwort habe ich erhalten und es gibt von ihm weiterhin Ware ganz ohne 
Probleme.

Seit heute morgen sind Artikel wieder eingestellt.

https://de.aliexpress.com/item/KIFIT-Durable-29V-2A-Electric-Recliner-Chair-Sofa-Extension-Lead-Cable-300cm-2-Pin-to-Transformer/32815917838.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.364e4c4dDfoQjw

Liebe Grüße
Rugbywinne

von Holm T. (Gast)


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Sven B. schrieb:
> Ich habe mal direkt bei Aliexpress nachgefragt:
>
> "According to German VAT regulation, AliExpress as a marketplace is
> required to collect relevant German VAT related information from
> sellers. As such, some sellers’ products may be tentatively blocked for
> purchase by a buyer located in Germany until AliExpress receives
> required information."


Na toll. Das Ergebnis ist klar: Stell Dir vor das deutsche Finanzamt 
möchte Geld und Keiner geht hin".

Das wird wohl diese "Initiative" sein die ich noch im Kopf hatte, bzw. 
deren Auswirkungen. Seltsamerweise kommen Finanzämter anderer Länder 
wohl ohne solchen Mist klar.

Gruß,
Holm

von Bernd K. (prof7bit)


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Sven B. schrieb:
> "According to German VAT regulation, AliExpress as a marketplace is
> required to collect relevant German VAT related information from
> sellers.

Wenn das offiziell von Deutschland ausgeht muß das doch hierzulande 
irgendwo dokumentiert oder erwähnt und auffindbar sein, irgendjemand 
hier der einen neuen Weg gefunden hat ausländische Händler im Ausland 
vertrauliche Daten abzupressen muß doch seine politischen Federn damit 
schmücken damit er sich seine Schulterklopfer abholen kann!

Es wäre auch interessant zu wissen WAS das für Daten sind die da 
hinten rum dann automatisch zum Finanzamt fließen.

: Bearbeitet durch User
von Sven B. (sb2048)


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von Bernd K. (prof7bit)


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Sven B. schrieb:

"Indirekt zielen sie auf alle privaten und gewerblichen, 
umsatzsteuerpflichtigen Nutzer (Verkäufer) auf diesen Portalen, die 
unabhängig von ihrem (Wohn-)Sitz ihren steuerlichen Erklärungs- und 
Zahlungspflichten nicht nachkommen. "

Welche Pflichten hat ein Chinese in China dem deutschen Finanzamt 
gegenüber?


Und wo wir grad beim Thema sind welche Pflichten hat eigentlich ein 
Deutscher in Deutschland dem chinesischen Finanzamt gegenüber oder dem 
Finanzamt in Timbuktu? Nicht daß irgendwann ein Einsatzkommando von dort 
hergeschickt wird und an meine Tür klopft.

: Bearbeitet durch User
von Johnny B. (johnnyb)


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Jan L. schrieb:
> Johnny B. schrieb:
>> In der Schweiz sieht es (noch) ein wenig anders aus; sie hat Verträge
>> mit China wie z.B. ein Freihandelsabkommen, welches den Warenaustausch
>> sehr vereinfacht. Ich nehme aber an, dass die EU den Schweizern dieses
>> wegnehmen wird, sollte sich die Schweiz weiter der EU annähern.
>
> Jo, klar, ist bestimmt auch der Grund wieso hier ca. 40000 Schweizer
> "virtuell wohnen": http://www.lieferadresse-konstanz.de/

Diese Adressen sind dafür gedacht, Waren aus der EU nach Konstanz zu 
liefern, welche von den Händlern aus diversen Gründen nicht in die 
Schweiz geliefert werden.
Chinesische Shops liefern normalerweise ohne Probleme direkt in die 
Schweiz, dafür brauchen Schweizer keine Adresse in Konstanz.

von Bernd K. (prof7bit)


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Wenn es nun also so sein soll dass neuerdings der Verkäufer in China 
oder das Verkaufsportal der offizielle Schuldner der deutschen 
Einfuhrumsatzsteuer ist und nicht mehr wie bisher der hier ansässige und 
zumindest theoretisch greifbare Importeur wie bisher dann kann ich also 
ab sofort in China kaufen bis der Arzt kommt und muß kein schlechtes 
Gewissen mehr haben wenn ich für 100€ bestellt habe und es rutscht 
unbesehen durch den Zoll, schließlich bin ich nun ganz offiziell nicht 
mehr der säumige Steuerschuldner sondern der böse Chinese wars. Auch 
gut. Jetzt haben wir also den Schmuggel als Dienstleistung auch 
erfolgreich nach Fernost outgesourced, die Chinesen werden jetzt 
natürlich ganz pflichtgemäß mit deutscher Gründlichkeit bei jedem Paket 
das sie verschicken wahrheitsgemäß die deutsche Steuererklärung 
ausfüllen und Steuern abführen, der Endverbraucher ist komplett aus dem 
Schneider und das deutsche Finanzamt kann jetzt in Shenzen und Hongkong 
sein Geld eintreiben oder notfalls einen chinesischen Briefkasten in 
einer deutschen Nebenstraße in Buxtehude pfänden. So gehts wenn man 
versucht seine Jurisdiktion weiter auszudehnen als der exekutive Arm zu 
reichen vermag.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd K. schrieb:
> So gehts wenn man
> versucht seine Jurisdiktion weiter auszudehnen als der exekutive Arm zu
> reichen vermag.

Nein, da muss man nicht in irgendeiner Hinterhofbude pfänden.
Dass das aussichtslos ist, wusste auch der Gesetzgeber.

Der Plattformbetreiber (Amazon, Alibaba, ebay etc.) haftet in den 
Fällen, in denen diese Daten nicht angegeben werden bzw. USt. 
hinterzogen wird.

Aus dem obigen Link:
"Der Betreiber eines elektronischen Marktplatzes haftet für die nicht 
entrichtete Umsatzsteuer aus der Lieferung eines Unternehmers oder 
vermeintlichen Nichtunternehmers, die auf dem von ihm bereitgestellten 
Marktplatz rechtlich begründet worden ist."

Und da die Plattformen Zeitpunkte und Höhe der Umsätze des Händlers 
aufzeichnen und weitergeben müssen, ist es ein Leichtes, diese mit der 
tatsächlich abgeführten USt. des Händlers abzugleichen.

Und die Plattformbetreiber kann man eben sehr wohl packen.

Folglich sieht der sehr flott zu, dass seine Kunden sich auch 
entsprechend verhalten und schmeisst sie ansonsten raus, weil er nicht 
für die die Steuern zahlen möchte.

P.S.: Davon ab dürfte Alibaba auch in China über geeignete juristische 
Mittel verfügen, sich dieses Geld bei seinem chinesischen Händler 
wiederzuholen (mal von der sowieso hohen Strafe abgesehen, dass er von 
der Plattform fliegt).

: Bearbeitet durch Moderator
von Bernd K. (prof7bit)


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Chris D. schrieb:
> Und die Plattformbetreiber kann man eben sehr wohl packen.

Dann entsteht ein Markt für Plattformen die komplett im Ausland sitzen 
oder irgendein rechtliches Konstrukt oder Schlupfloch konstruieren um 
sich dem wirkungsvoll zu entziehen und die man dann eben nicht mehr 
packen kann, die Motivation dazu ist groß.

Interessant an der Sache ist für Konsumenten hierzulande daß sie jetzt 
komplett aus der Steuerpflicht entlassen wurden ganz egal woher man Zeug 
bestellt und dies stattdessen stets dem Verkäufer oder der Plattform 
aufgebürdet wurde, egal ob der nun greifbar ist oder nicht und ob die 
Sendungen alle wahrheitsgemäß deklariert werden oder nicht. Die 
Verkäufer werden einen Weg finden ihr Zeug weiterhin nach D zu verkaufen 
ohne allzuviel deutsche Umsatzsteuer abzudrücken (oder überhaupt 
irgendwelche), davon kannst Du mal getrost ausgehen.

von Bernd K. (prof7bit)


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Chris D. schrieb:
> Aus dem obigen Link:
> "Der Betreiber eines elektronischen Marktplatzes haftet für die nicht
> entrichtete Umsatzsteuer aus der Lieferung eines Unternehmers oder
> vermeintlichen Nichtunternehmers, die auf dem von ihm bereitgestellten
> Marktplatz rechtlich begründet worden ist."

An anderer Stelle aus obigen Link:

"Die Haftung entfällt, wenn der Marktplatzbetreiber seinen 
Aufzeichnungspflichten nach § 22f UStG nachgekommen ist."

Also sobald der Papierkram erledigt ist kann (und muss) sich das 
Finanzamt zwecks Eintreibung etwaiger Schulden direkt an den 
chinesischen Einzelhändler wenden dessen Adresse es ja nun kennt, 
Aliexpress hat mit der Durchreichung des Papierkrams die Pflichten 
erfüllt und ist aus der Haftung entlassen.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd K. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Und die Plattformbetreiber kann man eben sehr wohl packen.
>
> Dann entsteht ein Markt für Plattformen die komplett im Ausland sitzen
> oder irgendein rechtliches Konstrukt oder Schlupfloch konstruieren um
> sich dem wirkungsvoll zu entziehen

Nein, denn der Sitz des Betreibers ist ausdrücklich irrelevant.
Es zählt einzig, dass der Betreiber Kunden hier in Deutschland Ware 
anbietet.

> und die man dann eben nicht mehr
> packen kann, die Motivation dazu ist groß.

Doch, das ist bei den Platzhirschen problemlos möglich und offenbar 
reagiert Alibaba genau darauf.

> Interessant an der Sache ist für Konsumenten hierzulande daß sie jetzt
> komplett aus der Steuerpflicht entlassen wurden ganz egal woher man Zeug
> bestellt und dies stattdessen stets dem Verkäufer oder der Plattform
> aufgebürdet wurde, egal ob der nun greifbar ist oder nicht

Ja, das wird jetzt dem Händler im Inland gleichgestellt.

> und ob die
> Sendungen alle wahrheitsgemäß deklariert werden oder nicht.

Genau. Das war ja bisher praktisch nie der Fall.

> Verkäufer werden einen Weg finden ihr Zeug weiterhin nach D zu verkaufen
> ohne allzuviel deutsche Umsatzsteuer abzudrücken (oder überhaupt
> irgendwelche), davon kannst Du mal getrost ausgehen.

Davon gehe ich getrost nicht aus.

Denn ein chinesischer Händler, der nicht bei Amazon, ebay, Aliexpress 
etc. gelistet ist, ist für 99% der deutschen Konsumenten quasi 
nichtexistent - der Markt bricht ihm also weg. Er hat wenig davon, wenn 
er Umsatzsteuer von nur noch 1% seines Gewinns einsackt.

Bernd K. schrieb:
> Also sobald der Papierkram erledigt ist kann (und muss) sich das
> Finanzamt zwecks Eintreibung etwaiger Schulden direkt an den
> chinesischen Einzelhändler wenden dessen Adresse es ja nun kennt,
> Aliexpress hat mit der Durchreichung des Papierkrams die Pflichten
> erfüllt und ist aus der Haftung entlassen.

Nicht wirklich:

"Ungeachtet dieser Haftungsbedingungen haftet der Betreiber auch dann 
für angelaufene Umsatzsteuerschulden des liefernden Unternehmers, sobald 
das Finanzamt dem Betreiber Pflichtverstöße des Verkäufers mitgeteilt 
hat. Ein Pflichtverstoß kann grundsätzlich bereits eine verspätete 
Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung sein oder ein Steuerrückstand des 
Versandhändlers. Das Gesetz schließt nicht aus, dass auch an zeitlich 
zurückliegende, aber fortwirkende Pflichtverstöße noch Sanktionen 
geknüpft werden können."

D.h. wenn der Chinese seine erste Charge Umsatzsteuer nicht zahlt (also 
nach etwa eineinhalb Monaten nach Registrierung in Berlin), dann haftet 
der Betreiber ab diesem Zeitpunkt.

von Bernd K. (prof7bit)


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Chris D. schrieb:
> Nein, denn der Sitz des Betreibers ist ausdrücklich irrelevant.
> Es zählt einzig, dass der Betreiber Kunden hier in Deutschland Ware
> anbietet.

Du vergisst das kleine aber feine Detail daß die ausländische Plattform 
nicht der deutschen Steuergesetzgebung untersteht. Wenn sie greifbar 
sind dann nur weil sie irgendwie auf andere Weise erpressbar sind und 
dann freiwillig so weit kooperieren wie nötig, nicht etwa weil sie 
rechtlich verpflichtet wären wären, das sind sie nämlich nicht.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd K. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Nein, denn der Sitz des Betreibers ist ausdrücklich irrelevant.
>> Es zählt einzig, dass der Betreiber Kunden hier in Deutschland Ware
>> anbietet.
>
> Du vergisst das kleine aber feine Detail daß die ausländische Plattform
> nicht der deutschen Steuergesetzgebung untersteht. Wenn sie greifbar
> sind dann nur weil sie irgendwie auf andere Weise erpressbar sind und
> dann freiwillig so weit kooperieren wie nötig, nicht etwa weil sie
> rechtlich verpflichtet wären wären, das sind sie nämlich nicht.

Es ist ein Leichtes, die großen Plattformen zu greifen. ebay Deutschland 
bspw. hat seinen Sitz in der EU.

Und spätestens wenn hier Amazon-Gebäude gepfändet werden, dann wird 
Amazon kooperieren ;-)

Ebenso kriegt man auch außer-EU-Plattformen leicht, wenn bspw. Konten 
von Alibaba hier eingefroren werden bzw. die Kreditkartenkonten bei Visa 
etc. gesperrt werden, so dass Kreditkartenumsätze dorthin nicht mehr 
möglich sind.

Dasselbe gilt für die Domänen, die der deutsche Fiskus natürlich auch 
sperren lassen kann.

Und wie man sieht, reagieren die Großen bereits so wie gewünscht.

: Bearbeitet durch Moderator
von Soul E. (souleye)


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Bernd K. schrieb:

> Also sobald der Papierkram erledigt ist kann (und muss) sich das
> Finanzamt zwecks Eintreibung etwaiger Schulden direkt an den
> chinesischen Einzelhändler wenden dessen Adresse es ja nun kennt,
> Aliexpress hat mit der Durchreichung des Papierkrams die Pflichten
> erfüllt und ist aus der Haftung entlassen.

Genau deswegen sperrt Aliexpress ja diejenigen Händler, die den 
durchzureichenden Papierkram noch nicht beigestellt haben. Wer seine 
Hausaufgaben gemacht hat, den findet auch wieder die deutsche 
Suchfunktion.

von Bernd K. (prof7bit)


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Chris D. schrieb:
> Ebenso kriegt man auch außer-EU-Plattformen leicht, wenn bspw. Konten
> von Alibaba hier eingefroren werden bzw. die Kreditkartenkonten bei Visa
> etc. gesperrt werden, so dass Kreditkartenumsätze dorthin nicht mehr
> möglich sind.

Deutschland ist nicht die USA die sich sowas erlauben können weil die 
weltweit jegliche Dollarzahlung unterbinden können. Deutschland müsste 
auch entsprechend beißen können wenn es so laut bellen will wie die USA, 
ansonsten wirkt es lächerlich. Also ein paar deutsche Marineboote vor 
die chinesische Küste entsenden um eine ordentliche Drohgebärde 
aufzubauen und dann mal eben ein paar chinesische Bankkonten bei 
chinesischen Banken einfrieren. Ich weiß nicht so recht...

von Matthias S. (da_user)


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Chris D. schrieb:
> Ebenso kriegt man auch außer-EU-Plattformen leicht, wenn bspw. Konten
> von Alibaba hier eingefroren werden bzw. die Kreditkartenkonten bei Visa
> etc. gesperrt werden, so dass Kreditkartenumsätze dorthin nicht mehr
> möglich sind.

Nicht vergessen darf man, dass Alibaba auch ein Büro in Deutschland 
betreibt. Die sind zwar eher auf den Einkauf fixiert, das dürfte der 
Steuerbehörde aber wohl eher egal sein...

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Hannes J. schrieb:
> Zum Beispiel habe (jetzt hatte) ich einen Handy-Lieferanten mit Lagern
> in China, Polen, Spanien, Deutschland, Russland, Frankreich und Italien.

Nur der Vollständigkeit halber, ich habe von dem Händler nun eine 
Antwort bekommen:

>> due to VAT

Das war die komplette Antwort. Er scheint nicht viel Wert auf zukünftige 
Bestellungen aus Deutschland zu legen.

Von einem anderen Händler bekam ich fast zeitgleich die Antwort, auch 
diese komplett wiedergegeben:

>>> what's wrong?

So groß kann sein Umsatz mit deutschen Kunden nicht sein, wenn er noch 
nicht gemerkt hat, dass er keine Bestellungen mehr aus Deutschland 
bekommt.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> Chris D. schrieb:
>>> Und die Plattformbetreiber kann man eben sehr wohl packen.
>>
>> Dann entsteht ein Markt für Plattformen die komplett im Ausland sitzen
>> oder irgendein rechtliches Konstrukt oder Schlupfloch konstruieren um
>> sich dem wirkungsvoll zu entziehen
>
> Nein, denn der Sitz des Betreibers ist ausdrücklich irrelevant.
> Es zählt einzig, dass der Betreiber Kunden hier in Deutschland Ware
> anbietet.
[..]

Was mir dabei nicht aufgeht ist Folgendes:

Wieso kommt die deutsche Justiz oder besser das Finanzamt zu dem Recht 
einen unter chinesischem Recht hantierenden Handelsplatz zu Irgendwas 
verpflichten zu wollen? Mit dem selben Recht könnte der chinesische 
Handelsplatz vom Deutschen Finanzamt eine monatliche Zahlung von 100 
Millionen Hontucken einfordern. Was soll das?

Irgendwie haben die in D derzeit eine Macke irgendwelche Plattformen für 
Irgendwas verantwortlich machen zu wollen nur weil auf Grund der 
Idiotenpolitik die Knete alle ist.
Es wird damit enden das wir hier auf dem Trockenen sitzen, nicht etwa 
das das Finanzamt Daten kriegt..wäre ja regelrecht hirnverbrannt.

In wie fern sollte es möglich sein Alibaba überhaupt zu greifen? Die 
machen da was in China, da betrifft chinesische Händler. Die 
chinesischen Händler verschiken Pakete..das wars...

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> Chris D. schrieb:
>>> Nein, denn der Sitz des Betreibers ist ausdrücklich irrelevant.
>>> Es zählt einzig, dass der Betreiber Kunden hier in Deutschland Ware
>>> anbietet.
>>
>> Du vergisst das kleine aber feine Detail daß die ausländische Plattform
>> nicht der deutschen Steuergesetzgebung untersteht. Wenn sie greifbar
>> sind dann nur weil sie irgendwie auf andere Weise erpressbar sind und
>> dann freiwillig so weit kooperieren wie nötig, nicht etwa weil sie
>> rechtlich verpflichtet wären wären, das sind sie nämlich nicht.
>
> Es ist ein Leichtes, die großen Plattformen zu greifen. ebay Deutschland
> bspw. hat seinen Sitz in der EU.
>
> Und spätestens wenn hier Amazon-Gebäude gepfändet werden, dann /wird/
> Amazon kooperieren ;-)
>
> Ebenso kriegt man auch außer-EU-Plattformen leicht, wenn bspw. Konten
> von Alibaba hier eingefroren werden bzw. die Kreditkartenkonten bei Visa
> etc. gesperrt werden, so dass Kreditkartenumsätze dorthin nicht mehr
> möglich sind.

Das wäre aber kein Recht sondern einfach kriminelle Erpressung.

Mit einer Firma die hier Niederlassungen betreibt ist das möglich, 
Alibaba hat das IMHO nicht und die muß das auch nicht interessieren wenn 
hier ein Sack Kartoffeln umfällt.

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


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soul e. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>
>> Also sobald der Papierkram erledigt ist kann (und muss) sich das
>> Finanzamt zwecks Eintreibung etwaiger Schulden direkt an den
>> chinesischen Einzelhändler wenden dessen Adresse es ja nun kennt,
>> Aliexpress hat mit der Durchreichung des Papierkrams die Pflichten
>> erfüllt und ist aus der Haftung entlassen.
>
> Genau deswegen sperrt Aliexpress ja diejenigen Händler, die den
> durchzureichenden Papierkram noch nicht beigestellt haben. Wer seine
> Hausaufgaben gemacht hat, den findet auch wieder die deutsche
> Suchfunktion.

Da stellt sich doch eher die Frage ob man "die deutsche Suchfunktion" 
benötigt?
Ich suche nicht selten Waren auf ebay.co.uk oder ebay.com weil "die 
deutsche Suchfunktion" etwa dagegen hat Brauchbares zu finden.

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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Hannes J. schrieb:
> Hannes J. schrieb:
>> Zum Beispiel habe (jetzt hatte) ich einen Handy-Lieferanten mit Lagern
>> in China, Polen, Spanien, Deutschland, Russland, Frankreich und Italien.
>
> Nur der Vollständigkeit halber, ich habe von dem Händler nun eine
> Antwort bekommen:
>
>>> due to VAT
>
> Das war die komplette Antwort. Er scheint nicht viel Wert auf zukünftige
> Bestellungen aus Deutschland zu legen.
>
> Von einem anderen Händler bekam ich fast zeitgleich die Antwort, auch
> diese komplett wiedergegeben:
>
>>>> what's wrong?
>
> So groß kann sein Umsatz mit deutschen Kunden nicht sein, wenn er noch
> nicht gemerkt hat, dass er keine Bestellungen mehr aus Deutschland
> bekommt.

Das ist der selbe Effekt wie beim deutschen Leistungsschutzrecht.
"Stelle Dir vor in Deutschland ist Krieg und Keiner geht hin."

Gruß,
Holm

von A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
> Wieso kommt die deutsche Justiz oder besser das Finanzamt zu dem Recht
> einen unter chinesischem Recht hantierenden Handelsplatz zu Irgendwas
> verpflichten zu wollen?

Das ist einfach: Internationaler Handel ist kein rechtsfreier Raum.

Verstösst eine Seite des Handels gegen dessen Regeln, kann die andere 
Seite handeln. Etwa bei systematischer Falschangabe des Warenwerts, um 
Einfuhrumsatzsteuer zu umgehen.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Wieso kommt die deutsche Justiz oder besser das Finanzamt zu dem Recht
>> einen unter chinesischem Recht hantierenden Handelsplatz zu Irgendwas
>> verpflichten zu wollen?
>
> Das ist einfach: Internationaler Handel ist kein rechtsfreier Raum.

Doch, es ist Blödsinn, die wollen einen Dritten haftbar machen der nur 
ein Vermittler ist.

>
> Verstösst eine Seite des Handels gegen dessen Regeln,

Zeige mir die Regel internationalen Handels die das definiert was hier 
gemacht werden soll.


> kann die andere
> Seite handeln. Etwa bei systematischer Falschangabe des Warenwerts, um
> Einfuhrumsatzsteuer zu umgehen.

Eine Verkäufer und und ein Käufer und die chinesische Zeitung in der der 
Verkäufer annonciert hat das er was verkaufen will und die ich auf dem 
Timesquare im Rinnstein gefunden habe, soll haften?

Lachschlapp.

Holm

von A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
>> Das ist einfach: Internationaler Handel ist kein rechtsfreier Raum.
>
> Doch, es ist Blödsinn, die wollen einen Dritten haftbar machen der nur
> ein Vermittler ist.

Ein Unternehmen, dass wissentlich massenhaftem Verstoss Vorschub 
leistet, indem es diesen Händlern eine Plattform bietet, ohne etwas 
dagegen zu unternehmen, darf damit rechnen, über kurz oder lang selber 
ein Problem zu bekommen.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (da_user)


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Holm T. schrieb:
> Eine Verkäufer und und ein Käufer und die chinesische Zeitung in der der
> Verkäufer annonciert hat das er was verkaufen will und die ich auf dem
> Timesquare im Rinnstein gefunden habe, soll haften?

Leider nicht ganz zutreffend der Vergleich:
Bei der Zeitungsanzeige gibt der Verkäufer seine Kontaktdaten an, du 
kaufst also direkt beim Verkäufer. Die Zeitung druckt die Anzeige und 
das wars.

Bei den Plattformen übernimmt die Zeitung die Kommunikation, in gewisser 
Art die Vertragsverhandlungen, hat ein Bewertungssystem und übernimmt 
auch einen Teil der Haftung, bzw. des Kundenservices (z.B. Rückzahlung 
falls der Artikel bei dir nicht eintrifft).
Eigentlich kaufst du hier dein gewünschtes Produkt bei der Zeitung die 
den Händler beauftragt das zu dir zu schicken. Und die Zeitung soll 
jetzt, wenn es für sie ungemütlich wird, einfach auf den Händler zeigen 
können "der wars?".

BTW:
Wie ist den eigentlich das Verfahren, wenn ich die ganzen Einfuhr-, 
Umsatzsteuer- und sonstige Abgaben für meine zwanzig 
Eineurofuffzig-Artikel aus China abgeben will?

von Bernd K. (prof7bit)


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Matthias S. schrieb:
> BTW:
> Wie ist den eigentlich das Verfahren, wenn ich die ganzen Einfuhr-,
> Umsatzsteuer- und sonstige Abgaben für meine zwanzig
> Eineurofuffzig-Artikel aus China abgeben will

Für Kleinkram unter der Freigrenze wird (wurde bisher) nichts erhoben. 
Pro Tag und pro Absender, wobei Du natürlich nicht einfach steuern 
kannst wie viele Pakete am selben Tag beim selben Zollbeamten 
abgefertigt werden und die können das wohl zusammenfassen wenn ein 
ganzer Schwung auf einmal ankommt.

Die Freigrenze wird wohl als nächstes fallen wenn erstmal die Anmeldung 
der ganzen einzelnen Sendungen und deren Zahlungen automatisiert ist.

von Le X. (lex_91)


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Holm T. schrieb:
> Wieso kommt die deutsche Justiz oder besser das Finanzamt zu dem Recht
> einen unter chinesischem Recht hantierenden Handelsplatz zu Irgendwas
> verpflichten zu wollen? Mit dem selben Recht könnte der chinesische
> Handelsplatz vom Deutschen Finanzamt eine monatliche Zahlung von 100
> Millionen Hontucken einfordern. Was soll das?

Wer in Deutschland bzw. im EU-Binnenmarkt handel treiben will muss sich 
an die hier geltende Rechtssprechung halten, unabhängig davon wo er 
seinen Briefkasten stehen hat. Prominentes Beispiel ist z.B. die 
CE-Kennzeichnung.
Tut er das nicht darf er hier (zurecht) nicht mehr handeln.

Jetzt kann man natürlich schlecht juristisch gegen irgendwelche Chinesen 
vorgehen.
Bleibt also nur, sie vom Handel abzuschneiden. Das ist offenbar Strafe 
genug, denn scheinbar reicht diese Drohkulisse aus dass die Plattformen 
zumindest versuchen, die Spielregeln einzuhalten.

Nebenbei: ist dein Verlangen, alles was hier läuft schlechtreden zu 
müssen so groß, ist dein Hass auf unsere Institutionen und Regelungen so 
abgrundtief dass du jetzt sogar Chinesische Kleinkriminelle verteidigen 
musst?

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (prof7bit)


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Le X. schrieb:
> Wer in Deutschland bzw. im EU-Binnenmarkt handel treiben will muss sich
> an die hier geltende Rechtssprechung halten

Sie treiben Handel in China, mit Europa, nicht IN Europa. Das ist ein 
kleiner aber feiner Unterschied. Die müssen sich an deren Gesetze und 
deren Ausfuhrbestimmungen halten und wir uns an unsere Gesetze und 
unsere Einfuhrbestimmungen, so war es bisher und alles war klar 
geregelt.

> Chinesische Kleinkriminelle

Ein Chinese der sich an chinesische Gesetze und Ausfuhrbestimmungen hält 
ist kein Krimineller sondern ein gesetzestreuer Chinese. Deutsche 
Gesetze kann er gar nicht verletzen den an die ist er in keiner Weise 
gebunden.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Le X. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Wieso kommt die deutsche Justiz oder besser das Finanzamt zu dem Recht
>> einen unter chinesischem Recht hantierenden Handelsplatz zu Irgendwas
>> verpflichten zu wollen? Mit dem selben Recht könnte der chinesische
>> Handelsplatz vom Deutschen Finanzamt eine monatliche Zahlung von 100
>> Millionen Hontucken einfordern. Was soll das?
>
> Wer in Deutschland bzw. im EU-Binnenmarkt handel treiben will muss sich
> an die hier geltende Rechtssprechung halten, unabhängig davon wo er
> seinen Briefkasten stehen hat. Prominentes Beispiel ist z.B. die
> CE-Kennzeichnung.
> Tut er das nicht darf er hier (zurecht) nicht mehr handeln.

Genau.

..und wie ist das, wenn es in China gehandelt wird?

IMHO ist Aliexpress kein Händler mit auch nur einer Niederlassung in D 
oder  der EU. Möglicherweise wollen die das mal werden und reagieren 
deswegen überhaupt. Rein handelsrechtlich kann das Finanzamt aber mit 
dem Arsch Fliegen fangen..da kommen die nicht ran.

>
> Jetzt kann man natürlich schlecht juristisch gegen irgendwelche Chinesen
> vorgehen.
> Bleibt also nur, sie vom Handel abzuschneiden. Das ist offenbar Strafe
> genug, denn scheinbar reicht diese Drohkulisse aus dass die Plattformen
> zumindest versuchen, die Spielregeln einzuhalten.
>
> Nebenbei: ist dein Verlangen, alles was hier läuft schlechtreden zu
> müssen so groß, ist dein Hass auf unsere Institutionen und Regelungen so
> abgrundtief dass du jetzt sogar Chinesische Kleinkriminelle verteidigen
> musst?

Das ist eine mittlerweile langweilig wirkende Unterstellung von der ich 
mich distanziere.
Ich sehe nur das "Handeln" im gewerblichen Sinne Jahr für Jahr durch 
sinnlose Vorschriften mehr und mehr verunmöglicht wird. Ich bin sein 12 
Jahren gewerblicher Händler und diese Meinung darfst Du mir deshalb 
ruhig abkaufen.

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


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Bernd K. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> BTW:
>> Wie ist den eigentlich das Verfahren, wenn ich die ganzen Einfuhr-,
>> Umsatzsteuer- und sonstige Abgaben für meine zwanzig
>> Eineurofuffzig-Artikel aus China abgeben will
>
> Für Kleinkram unter der Freigrenze wird (wurde bisher) nichts erhoben.
> Pro Tag und pro Absender, wobei Du natürlich nicht einfach steuern
> kannst wie viele Pakete am selben Tag beim selben Zollbeamten
> abgefertigt werden und die können das wohl zusammenfassen wenn ein
> ganzer Schwung auf einmal ankommt.
>
> Die Freigrenze wird wohl als nächstes fallen wenn erstmal die Anmeldung
> der ganzen einzelnen Sendungen und deren Zahlungen automatisiert ist.

Das Lustige da dran ist, das der "Kleinkram" dann beim Zoll wieder 
hinten runter fallen wird.

Es ist ein paar Jahre her das ich in den USA mal Röhren gekauft hatte 
und beim HZA war um die abzuholen. Es war ein privater Import und ich 
bin da mit der entsprechenden Warengruppennummer (Taric) für 
Elektronenröhren aufgeschlagen um die Sucherei einzukürzen. Davon gibt 
es aber 2, eine Taric für Röhren für Fernseher und Radios und eine für 
Funk- und Meßgeräte.
Für Funk-und Meßgeräte sind die Dinger Zollfrei, für Radio und TV gibts 
eine nZollsatz, hab vergessen wieviel das war.

Dem alten fetten, griesgrämigen Zollbeamten in grauen Filzlatschen 
gefiel nun nicht das die von mir angegebene Taric zollfrei war, ich habe 
1h und 10 Minuten vor seiner Durchreiche gestanden und seelenruhig 
gewartet bis der was Anderes (die 2. Taric) gefunden hatte und meine 
Röhren nach der Nummer klassifiziert hatte. Ganz stolz berechnete er den 
Zollwert und meinte "..heute bezahlen sie mit Ihrem guten Namen". Ich 
häh? "Der Zollbetrag liegt unter 5 Euro, dafür wird aus Kostengründen 
keine Rechnung erstellt".

..aber klar doch. Meine Stunde Arbeitszeit vor dem Klapsladen kostet ja 
auch nix...

Links in de Durchreiche stand der ausgepackte Stapel Röhren, rechts der 
Karton mit den Styrophorflocken. Ich bin da doch versehentlich an den 
Karton gestoßen so das der in die Zollbude fiel.."oh, Entschuldigung, 
war nicht meine Absicht..aber ich brauch den Karton eh nicht 
Wiedersehen.."Hab meine Röhren geschnappt und bin raus.
Ich habe den Typ nie wieder gesehen und Sowas ist mir auch nie wieder 
passiert. Alle Anderen im HAZ Nossen kann ich als freundlich und 
zuvorkommend bezeichnen, nette Leute die Ihren Job machen.

Ergo: Die errechnen dann einen EuST oder Zollwert der wegen zu geringer 
Höhe nicht erhoben werden wird.

Gruß,

Holm

von Felix F. (wiesel8)


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Le X. schrieb:
> Wer in Deutschland bzw. im EU-Binnenmarkt handel treiben will muss sich
> an die hier geltende Rechtssprechung halten, unabhängig davon wo er
> seinen Briefkasten stehen hat. Prominentes Beispiel ist z.B. die
> CE-Kennzeichnung.
> Tut er das nicht darf er hier (zurecht) nicht mehr handeln.
>
> Jetzt kann man natürlich schlecht juristisch gegen irgendwelche Chinesen
> vorgehen.
> Bleibt also nur, sie vom Handel abzuschneiden. Das ist offenbar Strafe
> genug, denn scheinbar reicht diese Drohkulisse aus dass die Plattformen
> zumindest versuchen, die Spielregeln einzuhalten.
Man macht nur das, was ein gewisser Präsident seit langem ankreidet: Die 
unfairen Handelspraktiken der Chinesen bekämpfen. Da dieser Präsident 
aber natürlich nie recht hat und ein ganz böser Bube ist, kann man das 
natürlich nicht so in den ÖRs verkünden und muss weiterhin "framen".

mfg

von Matthias S. (da_user)


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Holm T. schrieb:
> IMHO ist Aliexpress kein Händler mit auch nur einer Niederlassung in D
> oder  der EU.

=>

Matthias S. schrieb:
> Nicht vergessen darf man, dass Alibaba auch ein Büro in Deutschland
> betreibt. Die sind zwar eher auf den Einkauf fixiert, das dürfte der
> Steuerbehörde aber wohl eher egal sein...

von Axel L. (axel_5)


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Le X. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Wieso kommt die deutsche Justiz oder besser das Finanzamt zu dem Recht
>> einen unter chinesischem Recht hantierenden Handelsplatz zu Irgendwas
>> verpflichten zu wollen? Mit dem selben Recht könnte der chinesische
>> Handelsplatz vom Deutschen Finanzamt eine monatliche Zahlung von 100
>> Millionen Hontucken einfordern. Was soll das?
>
> Wer in Deutschland bzw. im EU-Binnenmarkt handel treiben will muss sich
> an die hier geltende Rechtssprechung halten, unabhängig davon wo er
> seinen Briefkasten stehen hat. Prominentes Beispiel ist z.B. die
> CE-Kennzeichnung.
> Tut er das nicht darf er hier (zurecht) nicht mehr handeln.
>
Nun, die Chinesen wollen anscheinend gar nicht unbedingt hier handeln, 
aber ich will mit denen handeln. Manchmal, weil die z. B. Dinge haben, 
die es hier nicht gibt.


> Jetzt kann man natürlich schlecht juristisch gegen irgendwelche Chinesen
> vorgehen.
> Bleibt also nur, sie vom Handel abzuschneiden. Das ist offenbar Strafe
> genug, denn scheinbar reicht diese Drohkulisse aus dass die Plattformen
> zumindest versuchen, die Spielregeln einzuhalten.
>
Ich sehe das eher so, dass die den Handel einfach einstellen. Der 
Geschädigte sind nicht die Chinesen, denen scheint das relativ egal zu 
sein, das sind auch die deutschen Kunde, die keinen Wert auf überteuerte 
Garantieversprechen legen.


> Nebenbei: ist dein Verlangen, alles was hier läuft schlechtreden zu
> müssen so groß, ist dein Hass auf unsere Institutionen und Regelungen so
> abgrundtief dass du jetzt sogar Chinesische Kleinkriminelle verteidigen
> musst?
ich finde es schon abenteuerlich, wen du hier als kriminell bezeichnest. 
Der Chinese schickt die Waren in die EU, weil der deutsche Kunde es 
bestellt hat. Der ist der Importeur, was der Zoll bisher genauso gesehen 
hat. Denn der ist derjenige, der zum Zoll dackeln muss, CE 
Bescheinigungen vorlegen oder die Umsatzsteuer zahlen muss.

Und nur weil der deutsche Staat offensichtlich nicht in der Lage ist, 
seine eigenen Regeln korrekt durchzusetzen, packt man jetzt die 
Chinesen. Natürlich alles zum Schutz der deutschen Händler, die ja 
offensichtlich nicht ausreichend durch eine überbordende Bürokratie 
geschützt werden. Denn denen geht es schon mächtig auf den Sack, dass 
deren Kostenrechnung plötzlich transparent wurde und deutlich wurde, die 
die deutschen Kunden abgezockt wurden. Wobei es natürlich stimmt, dass 
viele deutsche Institutionen und Regelungen einfach krank sind, wie z. 
B. das WEEE. Aber statt hier die Regeln zu ändern, schützt man sie 
lieber.

Gruß
Axel

von Johnny B. (johnnyb)


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Holm T. schrieb:
>> Verstösst eine Seite des Handels gegen dessen Regeln,
>
> Zeige mir die Regel internationalen Handels die das definiert was hier
> gemacht werden soll.

Die WTO (Welthandelsorganisation) kann sich darum kümmern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Welthandelsorganisation

Auch für die Briten wäre das dann die Lösung, wenn sie einen 
"ungeregelten" Austritt aus der EU machen.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> IMHO ist Aliexpress kein Händler mit auch nur einer Niederlassung in D
>> oder  der EU.
>
> =>
>
> Matthias S. schrieb:
>> Nicht vergessen darf man, dass Alibaba auch ein Büro in Deutschland
>> betreibt. Die sind zwar eher auf den Einkauf fixiert, das dürfte der
>> Steuerbehörde aber wohl eher egal sein...

Ok mag sein. Dann klappen die halt Ihr Büro zu. Verglichen am Umsatz von 
Aliexpress ist Deutschland ein Kuhdorf in der Pampei.
Gruß,
Holm

von Johnny B. (johnnyb)


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Axel L. schrieb:
> Und nur weil der deutsche Staat offensichtlich nicht in der Lage ist,
> seine eigenen Regeln korrekt durchzusetzen, packt man jetzt die
> Chinesen.

Dasselbe geschieht ja auch mit den angeprangerten Steuerparadiesen. 
Diese werden diskriminiert, verteufelt und sanktioniert, nur weil z.B. 
die USA oder Deutschland selber nicht fähig ist, mit ihren eigenen 
Steuerverbrechern selber fertig zu werden.

von Holm T. (Gast)


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Axel L. schrieb:
[..]
> Und nur weil der deutsche Staat offensichtlich nicht in der Lage ist,
> seine eigenen Regeln korrekt durchzusetzen, packt man jetzt die
> Chinesen. Natürlich alles zum Schutz der deutschen Händler, die ja
> offensichtlich nicht ausreichend durch eine überbordende Bürokratie
> geschützt werden. Denn denen geht es schon mächtig auf den Sack, dass
> deren Kostenrechnung plötzlich transparent wurde und deutlich wurde, die
> die deutschen Kunden abgezockt wurden. Wobei es natürlich stimmt, dass
> viele deutsche Institutionen und Regelungen einfach krank sind, wie z.
> B. das WEEE. Aber statt hier die Regeln zu ändern, schützt man sie
> lieber.
>
> Gruß
> Axel

Genau so denke ich auch. Ich erinnere mal an die Fernsehwerbung des 
Mediamarktes in Bezug auf Handel im Internet. Den schwammen und 
schwimmen ganz einfach die Felle davon ..und aus genau so einem Loch 
kommt auch der Lobbyismus nun endlich was gegen den freien 
Internethandel, wie er in anderen Ländern üblich ist, tun zu müssen.

Gruß,
Holm

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:
> IMHO ist Aliexpress kein Händler mit auch nur einer Niederlassung in D
> oder  der EU.

Doch, die Alibaba Group hat hier in DE Niederlassungen. Und die haben 
erst kürzlich in Belgien begonnen, ein "etwas größeres" Logistikzentrum 
zu bauen, breiten sich also auch EU-weit aus.

> Möglicherweise wollen die das mal werden und reagieren
> deswegen überhaupt. Rein handelsrechtlich kann das Finanzamt aber mit
> dem Arsch Fliegen fangen..da kommen die nicht ran.

Rein rechtlich besteht erstmal die Forderung des deutschen Fiskus - auch 
gegenüber ausländischen Konzernen. Ob man das eintreiben kann, ist eben 
immer die Frage.

Da aber die Geldströme der deutschen Kundschaft irgendwie über hier 
ansässige bzw. greifbare Dienstleister erfolgen, hat man da schon 
entsprechende Hebel.

Selbstverständlich kann der deutsche Fiskus Alibaba hier in DE auch 
verklagen bzw. Bescheide erstellen. Und dann wird kein 
Zahlungsdienstleister hier mehr Geld einsammeln und dorthin 
transferieren können, weil der Fiskus diese Gelder direkt beschlagnahmt 
und Konten einfriert.

Aber das ist offenbar ja nicht nötig, weil Alibaba recht problemlos 
kooperiert.

Bernd K. schrieb:
> Ein Chinese der sich an chinesische Gesetze und Ausfuhrbestimmungen hält
> ist kein Krimineller sondern ein gesetzestreuer Chinese.

Das wäre er. Ein Chinese, der seine Ausfuhrlieferung nicht korrekt 
deklariert, begeht aber natürlich auch in China einen Gesetzesverstoß. 
Und wenn das mit Absicht geschieht, ist das durchaus als kriminell zu 
bezeichnen.

So wie ich den hier auch begehen würde, wenn ich meine 
Ausfuhrlieferungen nach China nicht korrekt deklarierte.

Das alles und die gefakten Inhaltsangaben spielen aber bald auch keine 
große Rolle mehr, weil der Staat ja nun direkt vom Händler seine 
Umsatzsteuer erhält - oder der Händler aus dem Angebot der Platzhirsche 
fliegt.

: Bearbeitet durch Moderator
von Holm T. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> IMHO ist Aliexpress kein Händler mit auch nur einer Niederlassung in D
>> oder  der EU.
>
> Doch, die Alibaba Group hat hier in DE Niederlassungen. Und die haben
> erst kürzlich in Belgien ein "etwas größeres" Logistikzentrum gebaut,
> breiten sich also auch EU-weit aus.
>
>> Möglicherweise wollen die das mal werden und reagieren
>> deswegen überhaupt. Rein handelsrechtlich kann das Finanzamt aber mit
>> dem Arsch Fliegen fangen..da kommen die nicht ran.
>
> Rein rechtlich besteht erstmal die Forderung des deutschen Fiskus - auch
> gegenüber ausländischen Konzernen. Ob man das eintreiben kann, ist eben
> immer die Frage.
>
> Da aber die Geldströme der deutschen Kundschaft irgendwie über hier
> ansässige bzw. greifbare Dienstleister erfolgen, hat man da schon
> entsprechende Hebel.
>

Ja, die Frage bleibt halt ob man auf Grund der obskuren Vorstellungen 
des deutschen Fiskus überhaupt noch Lust hat mit Deutschen Handel zu 
betreiben.
Aus meiner Sicht sucht eben Dieser ganz einfach unter den merkwürdigsten 
Begründugnen nach Kohle. Dabei kommen solche Gesetze wie dieses heraus:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gelangensbest%C3%A4tigung

..und die Welt lacht sich kaputt über uns.

[..]

> Das alles und die gefakten Inhaltsangaben spielen aber bald auch keine
> große Rolle mehr, weil der Staat ja nun direkt vom Händler seine
> Umsatzsteuer erhält - oder der Händler aus dem Angebot der Platzhirsche
> fliegt.

Mir haben solche Fakes noch nie gefallen weil es immer Kuddelmuddel mit 
der Buchhaltung gibt. Ich hatte sogar mal die telefonische Empfehlung 
eines Zollbeamten bekommen "das so zu lassen wie es ist". Ich habe ne 
Einkaufsrechnung und Ich habe einen Zollbescheid von DHL für andere 
Beträge.. nun hole mal einer vom Finanzamt die EuSt zurück...

Ich bin jetzt offizielle Hustensaftschmuggler und der Staat tut Alles 
das ich da auch an anderen Stellen werde.

Gruß,

Holm

von Soul E. (souleye)


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Holm T. schrieb:

> IMHO ist Aliexpress kein Händler mit auch nur einer Niederlassung in D
> oder  der EU. Möglicherweise wollen die das mal werden und reagieren
> deswegen überhaupt. Rein handelsrechtlich kann das Finanzamt aber mit
> dem Arsch Fliegen fangen..da kommen die nicht ran.

Es steht nirgendwo, dass das Finanzamt dies auch nur ansatzweise 
versucht hätte.

Aliexpress hat von sich aus entschieden, Händlern, die in die EU liefern 
wollen, gewisse Bedingungen aufzuerlegen. Das sind die AGB von 
Aliexpress, nicht vom deutschen Finanzamt, nicht von der EU und nicht 
von der WTO. Dass das Ganze sicherlich irgendwie im Hinblick auf 
Kompatibilität zu einer künftigen Expansion in diese Wirtschaftsräume 
hinein passiert dürfte aber naheliegend sein.


Anders sieht es für Amazon aus. Die haben ganz konkret Niederlassungen 
in der EU und unterliegen damit europäischem Recht.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:
> Ja, die Frage bleibt halt ob man auf Grund der obskuren Vorstellungen
> des deutschen Fiskus überhaupt noch Lust hat mit Deutschen Handel zu
> betreiben.

Die Chinesen aber ganz offensichtlich. Wenn ich mir die Angebote alleine 
bei ebay anschaue, die explizit für den versand nach DE gedacht sind, 
dann ist das ein Markt, auf den niemand verzichten möchte.

> Aus meiner Sicht sucht eben Dieser ganz einfach unter den merkwürdigsten
> Begründugnen nach Kohle. Dabei kommen solche Gesetze wie dieses heraus:
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Gelangensbest%C3%A4tigung

Das ist wieder eine andere Baustelle - wobei ich die GBest. gar nicht 
schlecht finde. Vorher war das immer ein riesiges "Jedöhns" mit 
Frachtbriefen usw.
Durch die GBest. ist das sehr vereinfacht worden, insbesondere durch die 
Möglichkeit, sich die elektronisch vom Kunden zu holen.

Das war mal etwas Sinnvolles.

> Mir haben solche Fakes noch nie gefallen weil es immer Kuddelmuddel mit
> der Buchhaltung gibt. Ich hatte sogar mal die telefonische Empfehlung
> eines Zollbeamten bekommen "das so zu lassen wie es ist". Ich habe ne
> Einkaufsrechnung und Ich habe einen Zollbescheid von DHL für andere
> Beträge.. nun hole mal einer vom Finanzamt die EuSt zurück...
>
> Ich bin jetzt offizielle Hustensaftschmuggler und der Staat tut Alles
> das ich da auch an anderen Stellen werde.

Ja klar geht da viel so durch den Zoll - ich denke darüber muss man 
nicht reden. Ich kaufe ja selbst auch viel über AliExpress.

Und natürlich kann der Zoll bei diesen Massen das gar nicht mehr 
leisten. und wird es auch in Zukunft nie wieder leisten können.

Der Zoll hat das mal übernommen, als ein Paket ins Ausland noch Wochen 
unterwegs war, der gute Postbeamte noch mit Leimpinsel die Paketmarken 
aufpinselte und minutenlang in seinem Buch schauen musste, welche 
Aufkleber denn für Pakete in die DDR notwendig waren :-)

Daher finde ich die Idee hinter dem Gesetz durchaus gut: das entlastet 
den Zoll massiv, es ist für die Endkunden deutlich unbürokratischer und 
erzeugt nur wenig Overhead, da praktisch alles elektronisch abläuft.

Die Chinesen müssen sich nur registrieren und die eingenommene USt. 
abführen. Das sollte ihnen zuzumuten sein, wenn sie weiterhin hier 
Handel treiben wollen.

Und nebenbei sorgt es dafür, dass wieder etwas mehr Waffengleichheit 
zwischen ausländischen und inländischen Händlern herrscht, ohne 
inländische Unternehmer bürokratisch zu belasten.

von Holm T. (Gast)


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soul e. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>
>> IMHO ist Aliexpress kein Händler mit auch nur einer Niederlassung in D
>> oder  der EU. Möglicherweise wollen die das mal werden und reagieren
>> deswegen überhaupt. Rein handelsrechtlich kann das Finanzamt aber mit
>> dem Arsch Fliegen fangen..da kommen die nicht ran.
>
> Es steht nirgendwo, dass das Finanzamt dies auch nur ansatzweise
> versucht hätte.
>
> Aliexpress hat von sich aus entschieden, Händlern, die in die EU liefern
> wollen, gewisse Bedingungen aufzuerlegen. Das sind die AGB von
> Aliexpress, nicht vom deutschen Finanzamt, nicht von der EU und nicht
> von der WTO. Dass das Ganze sicherlich irgendwie im Hinblick auf
> Kompatibilität zu einer künftigen Expansion in diese Wirtschaftsräume
> hinein passiert dürfte aber naheliegend sein.
>
>
> Anders sieht es für Amazon aus. Die haben ganz konkret Niederlassungen
> in der EU und unterliegen damit europäischem Recht.

"Aliexpress hat von sich aus entschieden" ..klar doch.

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Ja, die Frage bleibt halt ob man auf Grund der obskuren Vorstellungen
>> des deutschen Fiskus überhaupt noch Lust hat mit Deutschen Handel zu
>> betreiben.
>
> Die Chinesen aber ganz offensichtlich. Wenn ich mir die Angebote alleine
> bei ebay anschaue, die explizit für den versand nach DE gedacht sind,
> dann ist das ein Markt, auf den niemand verzichten möchte.
>
>> Aus meiner Sicht sucht eben Dieser ganz einfach unter den merkwürdigsten
>> Begründugnen nach Kohle. Dabei kommen solche Gesetze wie dieses heraus:
>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Gelangensbest%C3%A4tigung
>
> Das ist wieder eine andere Baustelle - wobei ich die GBest. gar nicht
> schlecht finde. Vorher war das immer ein riesiges "Jedöhns" mit
> Frachtbriefen usw.
> Durch die GBest. ist das sehr vereinfacht worden, insbesondere durch die
> Möglichkeit, sich die elektronisch vom Kunden zu holen.
>
> Das war mal etwas Sinnvolles.
>


Hm. Natürlich. Nicht schlecht.
..Dann hole das mal als Einzelhändler von einem Spanier oder 
Niederländer..
die sind auch Alle so begeistert ..und ich führe die deutsche 
Mehrwertsteuer dann trotzdem noch ab. Das ist nicht nur 1 Mal 
vorgekommen.

>> Mir haben solche Fakes noch nie gefallen weil es immer Kuddelmuddel mit
>> der Buchhaltung gibt. Ich hatte sogar mal die telefonische Empfehlung
>> eines Zollbeamten bekommen "das so zu lassen wie es ist". Ich habe ne
>> Einkaufsrechnung und Ich habe einen Zollbescheid von DHL für andere
>> Beträge.. nun hole mal einer vom Finanzamt die EuSt zurück...
>>
>> Ich bin jetzt offizielle Hustensaftschmuggler und der Staat tut Alles
>> das ich da auch an anderen Stellen werde.
>
> Ja klar geht da viel so durch den Zoll - ich denke darüber muss man
> nicht reden. Ich kaufe ja selbst auch viel über AliExpress.
>
> Und natürlich kann der Zoll bei diesen Massen das gar nicht mehr
> leisten. und wird es auch in Zukunft nie wieder leisten können.

Es ist aber gewünscht das irgend eine Computer das leistet, deswegen muß 
das Alles bescheinigt und überwacht werden.

>
> Der Zoll hat das mal übernommen, als ein Paket ins Ausland noch Wochen
> unterwegs war, der gute Postbeamte noch mit Leimpinsel die Paketmarken
> aufpinselte und minutenlang in seinem Buch schauen musste, welche
> Aufkleber denn für Pakete in die DDR notwendig waren :-)

Es gab auch Ostpakete in den Westen... mit F6 drin.
>
> Daher finde ich die Idee hinter dem Gesetz durchaus gut: das entlastet
> den Zoll massiv, es ist für die Endkunden deutlich unbürokratischer und
> erzeugt nur wenig Overhead, da praktisch alles elektronisch abläuft.

Du hast Ahnung  [ ].
Das mag in einem großen Laden so sein der diese Vorgänge regelmäßig 
abwickelt, eine Einmannbude wie mir brechen solche tollen Ideen 
zunehmend das Genick, nicht weil ich ein Betrüger bin, sondern weil der 
Wust an Vorschriften ganz einfach nicht mehr zu handeln ist.

>
> Die Chinesen müssen sich nur registrieren und die eingenommene USt.
> abführen. Das sollte ihnen zuzumuten sein, wenn sie weiterhin hier
> Handel treiben wollen.

Genau da erleben wir ja gerade. Keine Waren mehr zu finden.
>
> Und nebenbei sorgt es dafür, dass wieder etwas mehr Waffengleichheit
> zwischen ausländischen und inländischen Händlern herrscht, ohne
> inländische Unternehmer bürokratisch zu belasten.

Willst Du mich verarschen oder was?

Gruß,

Holm

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Hat zwar nur indirekt damit zu tun, aber in China selbst wurden vor 
Kurzem ähnliche Gesetze erlassen. Taobao (gehört wie AliExpress auch zur 
Alibaba-Gruppe) haftet nun auch für die Mehrwertsteuerhinterziehung 
ihrer Händler. Bis vor Kurzem musste man dort für Käufe mit "amtlichen 
Rechnungen" noch extra bezahlen.

Auch wenn ich die Steuern hier zu hoch finde, bin ich prinzipiell schon 
für
Steuergerechtigkeit. Und das beinhaltet eben auch, dass es keine 
Schlupflöcher für bestimmte Standorte gibt. Man kann ja weiterhinn 
privat importieren. Aber eben nicht mehr über Plattformen die sich 
gezielt an den deutschen Markt richten. AliExpress ist eindeutig eine 
solche Plattform. Kein Chinese kauft dort ein, es gibt nichtmal 
chinesische Zahlungsmethoden.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:
> Hm. Natürlich. Nicht schlecht.
> ..Dann hole das mal als Einzelhändler von einem Spanier oder
> Niederländer..
> die sind auch Alle so begeistert ..und ich führe die deutsche
> Mehrwertsteuer dann trotzdem noch ab. Das ist nicht nur 1 Mal
> vorgekommen.

Du schickst denen eine E-Mail, in der Du sie bittest, diese als 
Bestätigung der Warenankunft an Dich zurückzusenden.

Das war's. Klappt hier seit vielen Jahren einwandfrei.

>> Und natürlich kann der Zoll bei diesen Massen das gar nicht mehr
>> leisten. und wird es auch in Zukunft nie wieder leisten können.
>
> Es ist aber gewünscht das irgend eine Computer das leistet, deswegen muß
> das Alles bescheinigt und überwacht werden.

Dafür benötigt man aber bedeutend weniger Mitarbeiter beim Zoll bzw. dem 
FA als als die Millionen Pakete händisch zu besteuern.
Das sollte doch einleuchten.

>> Der Zoll hat das mal übernommen, als ein Paket ins Ausland noch Wochen
>> unterwegs war, der gute Postbeamte noch mit Leimpinsel die Paketmarken
>> aufpinselte und minutenlang in seinem Buch schauen musste, welche
>> Aufkleber denn für Pakete in die DDR notwendig waren :-)
>
> Es gab auch Ostpakete in den Westen... mit F6 drin.

K.A. - jedenfalls war zu der Zeit das Paketaufkommen um Größenordnungen 
geringer. Da hatte sogar die Stasi noch Zeit, die Dinger zu öffnen :-)

>> Daher finde ich die Idee hinter dem Gesetz durchaus gut: das entlastet
>> den Zoll massiv, es ist für die Endkunden deutlich unbürokratischer und
>> erzeugt nur wenig Overhead, da praktisch alles elektronisch abläuft.
>
> Du hast Ahnung  [ ].

[X]

> Das mag in einem großen Laden so sein der diese Vorgänge regelmäßig
> abwickelt, eine Einmannbude wie mir brechen solche tollen Ideen
> zunehmend das Genick, nicht weil ich ein Betrüger bin, sondern weil der
> Wust an Vorschriften ganz einfach nicht mehr zu handeln ist.

Du fasst ernsthaft noch Deine USt.-VA etc. händisch an? Ust. und 
Konsorten lassen sich nun wirklich einfachst vollautomatisieren.
Das läuft hier vollkommen automatisiert, ebenso wie die ZMs.
Jedes bessere Programm schmeisst Dir das auf Knopfdruck raus, Du 
übermittelst das an Elster - fertig. Dauert keine 10 Sekunden.

>> Die Chinesen müssen sich nur registrieren und die eingenommene USt.
>> abführen. Das sollte ihnen zuzumuten sein, wenn sie weiterhin hier
>> Handel treiben wollen.
>
> Genau da erleben wir ja gerade. Keine Waren mehr zu finden.

Also ich finde hier auf Aliexpress immer noch reichlich Ware.

>> Und nebenbei sorgt es dafür, dass wieder etwas mehr Waffengleichheit
>> zwischen ausländischen und inländischen Händlern herrscht, ohne
>> inländische Unternehmer bürokratisch zu belasten.
>
> Willst Du mich verarschen oder was?

Nein. Aber Du kannst Dir Deinen Proll-Ton sparen. Zieht bei mir nicht. 
Eher Argumente.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Thorsten M. schrieb:
> Hat zwar nur indirekt damit zu tun, aber in China selbst wurden vor
> Kurzem ähnliche Gesetze erlassen. Taobao (gehört wie AliExpress auch zur
> Alibaba-Gruppe) haftet nun auch für die Mehrwertsteuerhinterziehung
> ihrer Händler. Bis vor Kurzem musste man dort für Käufe mit "amtlichen
> Rechnungen" noch extra bezahlen.

Interessante Info, danke.
Offenbar reagieren auch andere Staaten.

> Auch wenn ich die Steuern hier zu hoch finde, bin ich prinzipiell schon
> für Steuergerechtigkeit. Und das beinhaltet eben auch, dass es keine
> Schlupflöcher für bestimmte Standorte gibt. Man kann ja weiterhinn
> privat importieren. Aber eben nicht mehr über Plattformen die sich
> gezielt an den deutschen Markt richten. AliExpress ist eindeutig eine
> solche Plattform. Kein Chinese kauft dort ein, es gibt nichtmal
> chinesische Zahlungsmethoden.

So ist es. AliExpress steht Chinesen im Inland gar nicht zur Verfügung, 
sie können dort nichts kaufen.

Und die Zeiten ändern sich eben. Der stationäre Handel bricht weg und 
dafür gibt es nun Online-Handel. Selbstverständlich muss da ein Staat 
reagieren, um an seine fälligen Steuern zu kommen und Chancengleichheit 
herzustellen.

von Matthias S. (da_user)


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Holm T. schrieb:
> Ok mag sein. Dann klappen die halt Ihr Büro zu. Verglichen am Umsatz von
> Aliexpress ist Deutschland ein Kuhdorf in der Pampei.

Wie geschrieben:
da geht es nicht um's verkaufen nach Deutschland, sondern um den Import 
von D nach China. Insbesondere in Sachen Drogerieartikel, Babymilch und 
so einen Kram.
Da ist das ganze kein Kuhdorf in der Pampei mehr,...

von A. K. (prx)


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Wenn man Amazon Konkurrenz machen will, dann ist eine Strategie, 
Kleinstaaten wie D beim kleinsten Anlass freiwillig links liegen zu 
lassen, eher kontraproduktiv. Das könnte nämlich Schule machen, nicht 
nur D hat eine Einfuhrumstatzsteuer.

von Holm T. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Hm. Natürlich. Nicht schlecht.
>> ..Dann hole das mal als Einzelhändler von einem Spanier oder
>> Niederländer..
>> die sind auch Alle so begeistert ..und ich führe die deutsche
>> Mehrwertsteuer dann trotzdem noch ab. Das ist nicht nur 1 Mal
>> vorgekommen.
>
> Du schickst denen eine E-Mail, in der Du sie bittest, diese als
> Bestätigung der Warenankunft an Dich zurückzusenden.
>
> Das war's. Klappt hier seit vielen Jahren einwandfrei.
>

Dann kann man die Mail auch einsparen, den ndie paar ASCI Zeichen 
bekommt man ja auch so zusammen, oder?

>>> Und natürlich kann der Zoll bei diesen Massen das gar nicht mehr
>>> leisten. und wird es auch in Zukunft nie wieder leisten können.
>>
>> Es ist aber gewünscht das irgend eine Computer das leistet, deswegen muß
>> das Alles bescheinigt und überwacht werden.
>
> Dafür benötigt man aber bedeutend weniger Mitarbeiter beim Zoll bzw. dem
> FA als als die Millionen Pakete händisch zu besteuern.
> Das sollte doch einleuchten.
>

Ja, man kann die Mitarbeiter beim Zoll der beim Finanzamt einsparen..und 
bewerkstelligt auf diese Weise das die Händler das gleich mit erledigen.
Der Aufwand steigt und steigt und steigt. Kostet ja das Finanzamt 
Nichts.

>>> Der Zoll hat das mal übernommen, als ein Paket ins Ausland noch Wochen
>>> unterwegs war, der gute Postbeamte noch mit Leimpinsel die Paketmarken
>>> aufpinselte und minutenlang in seinem Buch schauen musste, welche
>>> Aufkleber denn für Pakete in die DDR notwendig waren :-)
>>
>> Es gab auch Ostpakete in den Westen... mit F6 drin.
>
> K.A. - jedenfalls war zu der Zeit das Paketaufkommen um Größenordnungen
> geringer. Da hatte sogar die Stasi noch Zeit, die Dinger zu öffnen :-)

Eben, Keine Ahnung, deswegen mußtest Du wahrscheinlich die DDR erwähnen.

>
>>> Daher finde ich die Idee hinter dem Gesetz durchaus gut: das entlastet
>>> den Zoll massiv, es ist für die Endkunden deutlich unbürokratischer und
>>> erzeugt nur wenig Overhead, da praktisch alles elektronisch abläuft.
>>
>> Du hast Ahnung  [ ].
>
> [X]

[ ]

>
>> Das mag in einem großen Laden so sein der diese Vorgänge regelmäßig
>> abwickelt, eine Einmannbude wie mir brechen solche tollen Ideen
>> zunehmend das Genick, nicht weil ich ein Betrüger bin, sondern weil der
>> Wust an Vorschriften ganz einfach nicht mehr zu handeln ist.
>
> Du fasst ernsthaft noch Deine USt.-VA etc. händisch an? Ust. und
> Konsorten lassen sich nun wirklich einfachst vollautomatisieren.
> Das läuft hier vollkommen automatisiert, ebenso wie die ZMs.
> Jedes bessere Programm schmeisst Dir das auf Knopfdruck raus, Du
> übermittelst das an Elster - fertig. Dauert keine 10 Sekunden.

Ja ..alles Easy, Lexware und so..

..und wer hebelt den ganzen Scheiß ein?


>
>>> Die Chinesen müssen sich nur registrieren und die eingenommene USt.
>>> abführen. Das sollte ihnen zuzumuten sein, wenn sie weiterhin hier
>>> Handel treiben wollen.
>>
>> Genau da erleben wir ja gerade. Keine Waren mehr zu finden.
>
> Also ich finde hier auf Aliexpress immer noch reichlich Ware.

Ja Du, aber der TO hier auch? Über was reden wir hier eigentlich? Was 
genau ist das Thema des Threads?

>
>>> Und nebenbei sorgt es dafür, dass wieder etwas mehr Waffengleichheit
>>> zwischen ausländischen und inländischen Händlern herrscht, ohne
>>> inländische Unternehmer bürokratisch zu belasten.
>>
>> Willst Du mich verarschen oder was?
>
> Nein. Aber Du kannst Dir Deinen Proll-Ton sparen. Zieht bei mir nicht.
> Eher Argumente.

Du kannst mir Deine vorgeschobenen Argumente auch nicht plausibel machen 
wenn in Deinem Namen fair und Tux vorkommen, das Alleine reicht nicht.
Im Gegenzug kann ich von Dir einfach mal verlangen das Du Deine Lügerei 
einstellst, oder?

Beispiel:

"ohne inländische Unternehmer bürokratisch zu belasten"

Gute Idee. Aber diese Ausländer die die Arbeit da machen müssen sind 
irgendwo auch Inländer und müssen Ihre Zeit daran setzen. Das traurige 
daran ist, das die das nicht umsonst machen und auf den Einkauspreis 
aufschlagen oder den blöden Deal ganz lassen, ergo bezahlt da der 
inländische Unternehmer mit, wenn er die Ware trotzdem will und dmait 
ist der Aufwand und die Kosten genau da wo Finanzamt und Zoll sie haben 
wollen, beim Importeur.

So weit reichen Deine 10 Sekunden Knopfdruck-Gedankengänge wohl dann 
doch nicht?

Gruß,

Holm

von Alex F. (test432)


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Um in die ganze Diskussion mal wieder etwas "Substanz" rein zu bringen:

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/neues-gesetz-amazon-und-ebay-haften-ab-2019-fuer-die-steuerzahlung-ihrer-haendler/22736420.html?ticket=ST-2156866-YwiwJ4VdNjvXoBICGUxL-ap6

Das dürfte zumindest erklären, warum ein Versand von EU nach DE bei 
einigen Händlern auf Aliexpress blockiert ist, da sie wahrscheinlich 
keine MwSt. abführen. Ich verstehe allerdings nicht, warum davon auch 
Angebote aus China betroffen sind, da hier ja der Endkunde die 
Einfuhrumsatzsteuer entrichten muss und nicht der Händler. Vllt. hat Ali 
erstmal "vorsichtshalber" alle Händler ohne Europ. Steuernumer geblockt, 
weil deren Software nicht nach Absendeland oder so differenzieren 
kann....

Es grüßt

Der Test

von A. K. (prx)


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Alex F. schrieb:
> Ich verstehe allerdings nicht, warum davon auch
> Angebote aus China betroffen sind, da hier ja der Endkunde die
> Einfuhrumsatzsteuer entrichten muss und nicht der Händler.

Steht doch drin: Weil die Abwicklung der Einfuhrumsatzsteuer nur bei 
korrekter Deklaration des Paketes funktionieren kann. Und weil dies eine 
Aufgabe des Händlers ist.

: Bearbeitet durch User
von Joggel E. (jetztnicht)


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Irgendwie ist nicht ganz klar, wie ein chinesischer Haendler die Steuer 
abfuehren soll ...
Ueber einen Finanzdienstleister, der 10% einkassiert ?

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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Zitronen F. schrieb:
> Irgendwie ist nicht ganz klar, wie ein chinesischer Haendler die Steuer
> abfuehren soll ...

Muss auch nur der Händler wissen, und wie er selbst kassieren kann weiss 
er. Denn diese Richtung des Geldtransfers ist offensichtlich auch bei 
Kleinbeträgen keinerlei Problem.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Plattformen die Händler entsprechend 
informieren.

von Oliver S. (phetty)


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Sollte man jetzt in Panikkäufe verfallen und sich nochmal mit 
Steckerchen usw eindecken?
Was braucht man immer, wird nicht schlecht?

Beitrag #5815358 wurde vom Autor gelöscht.
von Arno H. (arno_h)


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Meinem Verständnis nach sollte das in erster Linie die Händler 
betreffen, die mit Lager in Deutschland werben. In diesem Fall ist der 
Händler der Importeur in die EU und zuständig für die Zollformalitäten 
und das Abführen der USt. Da treten dann offensichtlich Probleme auf.
Wenn ich aber direkt in China bestelle und auch von dort beliefert 
werde, ist Zoll und Einfuhrumsatzsteuer meine Sache.

Arno

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Arno H. schrieb:
> Meinem Verständnis nach sollte das in erster Linie die Händler
> betreffen, die mit Lager in Deutschland werben. In diesem Fall ist der
> Händler der Importeur in die EU und zuständig für die Zollformalitäten
> und das Abführen der USt. Da treten dann offensichtlich Probleme auf.
> Wenn ich aber direkt in China bestelle und auch von dort beliefert
> werde, ist Zoll und Einfuhrumsatzsteuer meine Sache.
Schwierig zu sagen.

In §25e UStG heißt es:
"(1) Der Betreiber eines elektronischen Marktplatzes (Betreiber) haftet 
für die nicht entrichtete Steuer aus der Lieferung eines Unternehmers, 
die auf dem von ihm bereitgestellten Marktplatz rechtlich begründet 
worden ist."
https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__25e.html

"Aus der Lieferung eines Unternehmers" trifft auch auf deinen privaten 
Import zu. Die Plattform (hier AliExpress) richtet sich an deutsche 
Kunden, die Lieferung des Unternehmens ist eindeutig auf dem 
bereitgestellten Marktplatz rechtlich begründet worden. Das Gesetz 
müsste demnach Anwendung finden.

Sicherlich hat der Platformbetreiber bei privatem Import eine geringere 
Kontrollmöglichkeit (Beispiel falsche Rechnung). Aber die Gefahr 
besteht, dass er in Haftung genommen wird.
M.E. müsste er ein System einrichten, das falsche Rechnungs-/Zollangaben 
sanktioniert, um auf der sicheren Seite zu sein. Und das wäre dann im 
Sinne des Gesetzgebers.

von Thomas B. (2b1q)


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Folgende Info dazu habe ich heute von einem meiner Händler bekommen:
"dear friend,we found the reason,the Aliexpress not allowed seller sell 
items to Germany on Aliexoress if seller has no VAT numbers,would you 
like pay by PayPal?"
Meine Interpretation: Die Händler scheinen sich des Problems aktuell 
also (noch) nicht bewusst zu sein, wollen aber weiterhin natürlich 
verkaufen.
Ich denke das wird sich regeln, wahrscheinlich steigen halt die Kosten.
Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass im Shop eines Anbieters 
manche Waren verfügbar sind, andere aber nicht. Und wieso sind andere 
(EU) Staaten nicht betroffen.

von A. K. (prx)


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Thomas B. schrieb:
> Und wieso sind andere (EU) Staaten nicht betroffen.

Die EU hatte sich des Themas bereits angenommen, was hier im Forum dank 
Wegfall der 22€ Grenze für EUSt für Aufregung sorgte. Da aber zum 
Ausgleich das bisherige umständliche Zollverfahren entfällt, wenn die 
Abwicklung der EUSt seitens der Händler über ein EU-Portal erfolgt, 
sollte das letztlich angenehmer sein. Auch wenn man nicht mehr so leicht 
per "$5 gift" bescheissen kann.

Allerdings ist das noch nicht in Kraft, das kommt erst 2021. Die jetzige 
Regelung ist keine EU-Regelung, sondern eine deutsche Regelung, um 
Portalen wie Amazon und Ali Feuer unterm Hintern zu machen.

: Bearbeitet durch User
von Johnny B. (johnnyb)


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A. K. schrieb:
> eine deutsche Regelung, um
> Portalen wie Amazon und Ali Feuer unterm Hintern zu machen.

Der Staat will einfach etwas vom Kuchen abhaben; nix leisten, aber 
trotzdem ordentlich mitverdienen.

von Bernd K. (prof7bit)


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Die Chinesen sind erfinderisch, die werden Wege finden, da mach ich mir 
gar keine Gedanken.

von Thomas B. (2b1q)


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@A.K.
hast Du eine Quelle zu dieser deutschen Regelung?
Du schreibst:
"Die jetzige Regelung ist keine EU-Regelung, sondern eine deutsche 
Regelung, um
Portalen wie Amazon und Ali Feuer unterm Hintern zu machen."

Ich kann dazu im Netz nichts finden. Auch der sehr kritische Artikel in 
der CT07/19 schreibt nichts dazu. Dass die Freigrenze entfallen soll ja, 
aber nichts zu einer Änderung bis dahin.

von Stefan H. (alve89)


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Hallo zusammen,

auch mich betrifft dieses Thema immer mehr. Was ist denn vor allem mit 
bereits getätigten und - bei AliExpress - als "versandt" 
gekennzeichneten Produkten? Kommen die dennoch an oder muss ich damit 
rechnen, dass die irgendwo hängen bleiben?

Grüße
Stefan

von Detlef W. (detlefr)


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Stefan H. schrieb:
> Was ist denn vor allem mit
> bereits getätigten und - bei AliExpress - als "versandt"
> gekennzeichneten Produkten? Kommen die dennoch an oder muss ich damit
> rechnen, dass die irgendwo hängen bleiben?

Die kamen bei mir bisher alle an.

von A. K. (prx)


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: Bearbeitet durch User
von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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von Bernd K. (prof7bit)


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Hannes J. schrieb:
> Wenn man ein bisschen weiter kramt findet man dass die Briten die
> Vorreiter waren, und zwar bereits 2016:

Also ich hab immer gerne nach Zeug mit "Versand aus GB" gesucht und 
bestellt weil sie es dort anscheinend wohl am besten in die EU 
schmuggeln konnten, vorwiegend nach 2016.

von Thomas B. (2b1q)


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Danke für die links, aber, sorry wenn ich so hartnäckig bin,auch dort 
steht nichts davon dass die Freigrenze von 22 Euro bereits heute außer 
Kraft gesetzt wäre.

Mir geht es nicht um teure Artikel ggf. noch billiger deklariert. Ich 
finde keinen Grund warum AlixExpress derzeit kleine Sendungen weiter 
unter der Freigrenze nach Deutschland blockiert. Wenn ein Händler sich 
eine VAT Nummer besorgt sehe ich momentan noch keinen Grund gegen 
Lieferungen unterhalb der Freigrenze ohne die EUSt abzuführen, da 
ausdrücklich auch Sendungen gewerblicher Anbieter an Privatpersonen 
darin eingeschlossen waren bzw. sind.

So auch aktuell nachzulesen auf der Webseite des Zolls:
https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/Zollbefreiungen/Aussertarifliche-Zollbefreiung/Sendungen-mit-geringem-Wert/sendungen-mit-geringem-wert_node.html

Beitrag #5819859 wurde vom Autor gelöscht.
von Martin J. (bluematrix) Benutzerseite


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abo

von Nils P. (ert)


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nervt mich auch tierisch, Artikel gefunden, draufgeklickt --> Sry this 
page is unavailable...

Land geändert (EU Ausland); Dann geht der Link... kann ich aber nicht 
bestellen, da ich ja in De lebe -.-

Ein paar Seller liefern aber immer noch nach DE, grob würde ich sagen: 
bei Ali jeder Zweite

Greez Ert

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich bin verwirrt.

Darf ich (als Privatperson) jetzt für max. 22 Waren bei Alixexpress 
kaufen, oder nicht?

Die Seite vom Zoll sagt eindeutig: ja
Die obige Diskussion sagt: nein

von Bernd K. (prof7bit)


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Stefanus F. schrieb:
> Ich bin verwirrt.
>
> Darf ich (als Privatperson) jetzt für max. 22 Waren bei Alixexpress
> kaufen, oder nicht?
>
> Die Seite vom Zoll sagt eindeutig: ja
> Die obige Diskussion sagt: nein

Nach der neuen Regelung kann es Dir nun völlig egal sein da Du nicht 
mehr der Importeur und Steuerpflichtige bist sondern stattdessen der 
Händler für alles verantwortlich sein soll. Du kannst also bestellen und 
geliefert bekommen bis der Arzt kommt. Wenn es zufällig steuerfrei durch 
den Zoll rutscht kann Dir das egal sein denn Aliexpress ist der 
Importeur und steuerpflichtige.

von Sven B. (sb2048)


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> Nach der neuen Regelung kann es Dir nun völlig egal sein da Du nicht
> mehr der Importeur und Steuerpflichtige bist sondern stattdessen der
> Händler für alles verantwortlich sein soll. Du kannst also bestellen und
> geliefert bekommen bis der Arzt kommt. Wenn es zufällig steuerfrei durch
> den Zoll rutscht kann Dir das egal sein denn Aliexpress ist der
> Importeur und steuerpflichtige.

Dies halte ich immer noch für eine gewagte Aussage.

Zum einen wurde diese Aussage noch durch keine Quelle (Gesetz oder 
Aussage von einem Rechtsanwalt oder ähnliches) bestätigt.

Zum anderen gilt das Gesetz für MwSt. Und sowie ich weiß, nicht für 
Zollabgaben.

Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass mir die Doppelbesteuerung 
(bei Aliexpress) und dann bei dir über den Zoll auch nicht sinnvoll 
erscheint.

von Mini C. (minicomp)


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Ich habe noch die folgenden Nachricht von einem Verkäufer bekommen:
From the EU customs news: Europe currently rigorous investigation of 
parcels sent from China, regardless of the amount may have to impose 
tariffs.

von Holm T. (Gast)


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Mini C. schrieb:
> Ich habe noch die folgenden Nachricht von einem Verkäufer bekommen:
> From the EU customs news: Europe currently rigorous investigation of
> parcels sent from China, regardless of the amount may have to impose
> tariffs.

Ich zitiere mich mal selbst:

>Beispiel:
>
>"ohne inländische Unternehmer bürokratisch zu belasten"
>
>Gute Idee. Aber diese Ausländer die die Arbeit da machen müssen sind
>irgendwo auch Inländer und müssen Ihre Zeit daran setzen. Das traurige
>daran ist, das die das nicht umsonst machen und auf den Einkauspreis
>aufschlagen oder den blöden Deal ganz lassen, ergo bezahlt da der
>inländische Unternehmer mit, wenn er die Ware trotzdem will und dmait
>ist der Aufwand und die Kosten genau da wo Finanzamt und Zoll sie haben
>wollen, beim Importeur.

..ein anderes Posting ist (sicher durch einen Datenbnakfehler der 
automatisch auftritt wenn man einen Mod kritisiert) ja bereits 
rückstandslos verdampft..

Gruß,
Holm

von Bernd K. (prof7bit)


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Sven B. schrieb:
> Dies halte ich immer noch für eine gewagte Aussage.

In allen Links zu Artikeln die bisher gepostet wurden zu dem Thema ist 
immer wie selbstverständlich davon die Rede daß die (ausländischen) 
Händler die Umsatzsteuer schulden.

Ich kannte das zwar auch eigentlich anders, nämlich so daß der Importeur 
der steuerpflichtige ist aber aus irgendeinem Grund soll es jetzt 
plötzlich wie ganz selbstverständlich der chinesische Händler sein, 
manche tun sogar so als sei das schon immer so gewesen! Es ist 
vollkommen schräg und absurd, als ob über Nacht die Realität umdefiniert 
worden sei! Wie soll man sowas sinnvoll interpretieren?

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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Stefanus F. schrieb:
> Die obige Diskussion sagt: nein

Wo? Die deutsche Regelung für Portale ändert nicht die 22€-Grenze für 
Direktimport des Endkunden. Das geschieht erst mit der EU-Regelung 2021.

: Bearbeitet durch User
von Uhu U. (uhu)


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Holm T. schrieb:
> ..ein anderes Posting ist (sicher durch einen Datenbnakfehler der
> automatisch auftritt wenn man einen Mod kritisiert) ja bereits
> rückstandslos verdampft..

Information verdampft niemals rückstandslos - sie wird in Wärme 
umgesetzt.

von A. K. (prx)


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Uhu U. schrieb:
> Information verdampft niemals rückstandslos - sie wird in Wärme
> umgesetzt.

Erklärt dass die globale Erwärmung im Informationszeitalter?

von Holm T. (Gast)


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Uhu U. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> ..ein anderes Posting ist (sicher durch einen Datenbnakfehler der
>> automatisch auftritt wenn man einen Mod kritisiert) ja bereits
>> rückstandslos verdampft..
>
> Information verdampft niemals rückstandslos - sie wird in Wärme
> umgesetzt.

Dann ist es jetzt im Serverraum wärmer.

Gruß,
Holm

von Alex F. (test432)


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Hallo,

mir ist mittlerweile aufgefallen, dass bei einigen Händlern ein Teil der 
Produkte gesperrt ist und ein anderer Teil wiederum nicht. Ich vermute 
daher, dass die Software Angebote nach einem nicht erkennbaren Muster 
filtert bzw. total verbuggt ist.

Gruß

Alex

von Dominik P. (koelner)


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Also ich habe jetzt einfach mal frech mehrere Händler auf aliexpress 
direkt kontaktiert und verrückt gemacht. Es handelt sich um Zeugs, dass 
ich dort bereits im März zur anniversary sale Aktion bestellt habe und 
seit eintreffen der Ware bis jetzt nicht mehr nachbestellen kann.
Die Händler waren sich dem Problem gar nicht bewusst und haben dann 
wiederum fast alle den aliexpress customer service kontaktiert. Dieser 
hat allen geantwortet, dass das Problem innerhalb einer Woche gelöst 
sein soll.

Werde mal schauen, ob ich in den besagten Shops in einer Woche wieder 
bestellen kann oder ob das Problem dann generell gelöst ist.

Ich habe das Problem mit der Umsatzsteuer eigentlich nur so verstanden, 
dass es um Waren geht, die schon in Deutschland gelagert sind und von 
hier versendet werden. Deshalb war Amazon in den letzten Jahren ja auch 
so in der Kritik. Wüsste nicht, dass ausländische Händler für 
Direktimportwaren plötzlich Umsatzsteuer abführen müssen.

von Florian B. (fbrors)


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dieser Händler hat aber nur Sexspielzeug:(

von Dominik P. (koelner)


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Nachtrag: Also die Shops der besagten Händler, welchen der Aliexpress 
Support allesamt eine Lösung in einer Woche zugesagt hat, funktionieren 
immer noch nicht. :(
Vermutlich weiß der normale Aliexpress-Support selber nicht darüber 
bescheid.

: Bearbeitet durch User
von Thomas O. (kosmos)


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stell doch United Kingdom ein und € als Zahlmittel, dann erscheinen doch 
die Angebote, bei Shipping wählst du auch UK, und in den 
Adresseinstellungen läßt du alles ganz normal bei Gemany.

von Bernd K. (prof7bit)


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Thomas O. schrieb:
> stell doch United Kingdom ein und € als Zahlmittel, dann erscheinen doch
> die Angebote, bei Shipping wählst du auch UK, und in den
> Adresseinstellungen läßt du alles ganz normal bei Gemany.

Wir sind nun auf Deinen Bericht gespannt bzgl. Lieferzeit bzw. ob es 
überhaupt ankommt.

von Thomas O. (kosmos)


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man hat doch nicht zu verlieren. Also wenn man es auf der deutschen Seit 
eh nicht vorfindet. Durch das System wird es bestimmt durchgehen, nur 
der letzte der den Aufkleber drauf macht bemerkt es evtl.

von Fred P. (pruckelfred)


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Dominik P. schrieb:
> Vermutlich weiß der normale Aliexpress-Support
> selber nicht darüber bescheid.

Ich denke, beim Ali ist die Datenbank kaputt und sie haben es noch nicht 
bemerkt, an eine gewollte Aktion glaube ich nicht.

Ich würde ja den Ali gerne direkt fragen, aber wo oder wie? Als Support 
kenne ich nur den Chat, der immer nett und freundlich aber selten 
hilfreich ist.

Thomas O. schrieb:
> stell doch United Kingdom ein und € als Zahlmittel, dann erscheinen doch
> die Angebote, bei Shipping wählst du auch UK, und in den
> Adresseinstellungen läßt du alles ganz normal bei Gemany.

Warum stellst Du hier einen dusseligen Vorschlag rein, den Du Dich nicht 
traust, selbst zu probieren?

Ich habe vor ein paar Tagen genau das probiert: Als Zielland Belgien 
gewählt, Artikel in den Warenkorb ... und dann kommt eine Abweisung, 
sinngemäß "oops, das Internet ist kaputt".

Einen Händler habe ich angefragt "Tell me, why I cannot order to 
Germany" und seine Antwort war ein Wort: "why?" :-(

von Achim B. (bobdylan)


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Fred P. schrieb:
> seine Antwort war ein Wort: "why?"

Das "why" ist aber nicht englisch, sondern chinesisch, und heißt "Ente 
süßsauer". Was allerdings auch nicht hilfreicher ist.

von Thomas O. (kosmos)


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wenn ich demnächst einen Artikel benötige, den ich ansonsten nicht finde 
werde ich es ausprobieren. Kein Problem, ruhig Blut.

von Dietmar S. (didi2)


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Gut, dass ich auf diesen Thread gestoßen bin. Hab mich schon über die 
vielen nicht aufrufbaren Artikel bei Aliexpress gewundert.

Was mir allerdings aufgefallen ist: Manche Artikel lassen sich über die 
Google-Suche finden, dann landet man auf den russischsprachigen Seiten. 
Über die Aliexpress-Suche fand ich die Artikel nicht wieder, auch nicht 
mit dem Kopieren der exakten Bezeichnung.

Was ich noch bemerkt habe (vielleicht war es auch nur eine zufällige 
Häufung): Bei Ebay habe ich in den letzten Tagen einige Angebote mit 
vergleichsweise hohen Produkt- Versandkosten entdeckt, obwohl direkt aus 
China geliefert wird.

von Joe F. (easylife)


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Dietmar S. schrieb:
> Was mir allerdings aufgefallen ist: Manche Artikel lassen sich über die
> Google-Suche finden, dann landet man auf den russischsprachigen Seiten.
> Über die Aliexpress-Suche fand ich die Artikel nicht wieder, auch nicht
> mit dem Kopieren der exakten Bezeichnung.

Einfach mal bestellen und Kreditkartennummer eingeben, was soll da schon 
schiefgehen...

heisst die domain "how-crazy.ru"?

: Bearbeitet durch User
von Helwein V. (forgoden)


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Weiss jemand warum die Ware in Frankfurt hängenbleibt?

Chinesische Tracking Information zeigt:

2019-04-26 14:45
Frankfurt, "Frankfurt" overseas import customs retention pending 
inspection



1 Monat vergeht bis es in Frankfurt ist. Jetzt ist wieder 1 Monat 
vergangen. Was machen diese faulen Inspektoren in Frankfurt ???

von Helwein V. (forgoden)


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Immer wieder kommen Waren nicht an und bleiben irgendwo in Frankfurt 
oder sonst wo hängen. Kann es sein dass diese Leute korrupt sind ???

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Helmut V. schrieb:
> Kann es sein dass diese Leute korrupt sind ???

um chinesischen Plunder abzugreifen, oder zurückzuhalten?

Die werden wohl einfach zu viele Container in Frankfurt haben, die sie 
halt noch durchsehen müssen.

von Helwein V. (forgoden)


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LoL diese Zollflaschen sollen Automatismen einbauen. Wieso können die 
das nicht wenn Amazon das kann ?

von Bernd K. (prof7bit)


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Helmut V. schrieb:
> LoL diese Zollflaschen sollen Automatismen einbauen. Wieso können die
> das nicht

Warum sollten sie? Das sind Beamte, die sind an niemandes Umsatz 
beteiligt, daher können die so langsam machen wie sie wollen. Das 
vermeidet Streß und schont die Gesundheit.

Dazu kommt daß der Zoll in seiner ureigensten Eigenschaft nicht dazu 
eingeführt wurde den internationalen Warenverkehr zu beschleunigen und 
möglichst reibungslos alle Päckchen so unkompliziert wie möglich ins 
Land zu schaffen sondern das exakte Gegenteil davon ist der Fall. Die 
Dienstanweisung, das Selbstverständnis und die Lebensaufgabe eines jeden 
einzelnen Zollbeamten, eingeimpft und vorbestimt schon von der Wiege an, 
ist es nach besten Kräften irgendwelche Vorgänge zu verhindern und nicht 
irgendwelche anderen Vorgänge zu ermöglichen oder zu verbessern, sie 
wurden also als das bremsende Element installiert, nicht als das 
treibende, die destruktive Kraft und nicht die konstruktive um im 
Universum die Balance zwischen schnell und langsam, zwischen möglich und 
unmöglich aufrecht zu erhalten, das ist ihr Job, ihr Leben und der Sinn 
ihrer Existenz. Das mußt Du verstehen.

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich habe vor 10 Wochen etwa 10 Sachen bestellt. Die kamen alle relativ 
schnell innerhalb von 4 Wochen an, nur einen Brief vermisse ich noch. 
Die Tracking Info sagt "Destination country arrived".

Passiert halt, man muss geduldig sein.

von Helwein V. (forgoden)


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Ja, das kann ich schon verstehen. Aber trotzdem haben die in meinem 
Warenverkehr nichts zu suchen. Auch ist es zu meiner Lebensaufgabe 
geworden, den Zollbehörden mal kräftig in den Hintern zu treten. Das 
beugt der Sinnestäuschung vor.

Meine Aufgabe ist es, den Warenverkehr extremst zu beschleunigen. Wie 
kann man die Waren noch schneller aus China holen? Kann ich rein 
theorisch nach China fliegen, das ganze Zeug vor Ort bestellen und dann 
mit mehreren Koffern nach Deutschland per Flugzeug zurückreisen? Oder 
gibt es da Ärger ? Also nur Elektronikmodule, Stecksysteme und 
Mini-Audioequipments, Quadrocopter und so'n Zeug?

Wie lange dauert der Versand von Chongqing nach Shenzhen?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Helmut V. schrieb:
> Kann ich rein theorisch nach China fliegen, das ganze Zeug
> vor Ort bestellen und dann
> mit mehreren Koffern nach Deutschland per Flugzeug zurückreisen?

Vermutlich geht das in Ordnung, wenn du dein Gepäck ordentlich 
deklarierst und durch den Zoll bringst. Vergiss nicht, dafür ein 
Hotelzimmer zu buchen, könnte länger dauern :-)

von Matthias S. (da_user)


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Helmut V. schrieb:
> Kann ich rein
> theorisch nach China fliegen, das ganze Zeug vor Ort bestellen und dann
> mit mehreren Koffern nach Deutschland per Flugzeug zurückreisen? Oder
> gibt es da Ärger ? Also nur Elektronikmodule, Stecksysteme und
> Mini-Audioequipments, Quadrocopter und so'n Zeug?

Natürlich.
M.W. wird das für wirklich wichtige Waren auch so gemacht. Schimpft sich 
dann Kurierdienst.
Ändert prinzipiell aber nichts an den Zollformalitäten für sich. 
Allerdings bist du dabei, kannst Rückfragen sofort beantworten und das 
ganze wird wohl eher Zeitnah bearbeitet und bleibt nicht erst 3 Tage am 
Schreibtisch des Zollbeamten liegen.

Übrigens: die Zollbeamten sind auch nur Menschen. Wenn du die 
Zollformalitäten ordentlich vorbereitest, die relevanten Papiere gleich 
zu Griff hast & Co, wird der Zeitbedarf des Zollbeamtens wohl ein 
anderer sein, als wie wenn er sich mit dir Ärgern muss.

von Dominik P. (koelner)


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Kurze, schlechte Rückmeldung: Ich kann in den Shops immer noch nicht 
bestellen. Und nicht nur das. Immer weniger Shops funktionieren mit 
Lieferung nach Deutschland. Nutzt man die Aliexpress Bildersuche per 
App, dann funktionieren gefühlt 90% der günstigen(!) Artikel nicht mehr. 
Es kommt nur die Meldung "Oops" beim Aufruf, wenn Lieferung nach 
Deutschland eingestellt ist. Die Artikel, die funktionieren sind dann so 
teuer - z.T. selbst mit Aktionscoupons, dass ich sie in ~90% der Fälle 
über eBay günstiger bekomme.

Damit ist Aliexpress für mich langsam gestorben. Schade habe 640 Artikel 
in den letzten 6 Jahren dort bestellt.

von Helwein V. (forgoden)


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Inzwischen ist es auch bekannt, dass bei der Post oft neu entstandene 
Bandenkriminelle mitarbeiten. Das erklärt warum immer mehr bestellte 
Waren aus China und auch normale Briefverkehr innerhalb Deutschland gar 
nicht ankommen. Es sind also nicht die Zollbeamten schuld, sondern die 
kriminalisierten Postboten selbst.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-post-beschwerden-ueber-briefzustellungen-schiessen-in-die-hoehe-a-1277070.html


Ich habe auch weit über 1000 Artikel in insgesamt von 6 Jahren auf 
aliexpress bestellt. Früher sind 99,5% aller Waren angekommen. Heute 
kommen nur noch 90% - 95% an.

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (prof7bit)


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Helmut V. schrieb:
> 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-post-beschwerden-ueber-briefzustellungen-schiessen-in-die-hoehe-a-1277070.html

"und die Bundesregierung hat nichts Besseres zu tun, als für drastische 
Portoerhöhungen zu sorgen"

Die Bundesregierung setzt das Briefporto fest? Ich dachte die Post sei 
mittlerweile privatisiert?

von Uhu U. (uhu)


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Bernd K. schrieb:
> Die Bundesregierung setzt das Briefporto fest? Ich dachte die Post sei
> mittlerweile privatisiert?

Sie muss sich Preiserhöhungen genehmigen lassen.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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ist denn jetzt eigentlich die Ursache identifiziert, warum immer mehr 
shops beim Aliexpress nicht mehr nach Deutschland liefern (wollen), wohl 
aber in andere europäische Länder?

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Dominik P. schrieb:
> Damit ist Aliexpress für mich langsam gestorben.

Siehe https://de.pandacheck.com/ für Alternativen.

Helmut V. schrieb:
> Inzwischen ist es auch bekannt, dass bei der Post oft neu entstandene
> Bandenkriminelle mitarbeiten.

Ich habe schon lange die Vermutung, dass der Großteil der Lieferungen, 
die bei mir verloren gehen, "auf der letzten Meile" verschwinden.

> Es sind also nicht die Zollbeamten schuld,

Diese Ausrede ("der Zoll braucht so lange") habe ich nie geglaubt. Warum 
soll der Zoll sich angeblich Arbeit für langweilige Tage aufheben? Die 
sind permanent überlastet. Es gibt keine langweiligen, ruhigen Tage, an 
denen man sich extra für solche Tage aufgehobene Lieferungen ansieht. 
Was rein kommt muss so schnell wie möglich weiter, sonst ersticken die 
in Ware.

> Ich habe auch weit über 1000 Artikel in insgesamt von 6 Jahren auf
> aliexpress bestellt. Früher sind 99,5% aller Waren angekommen. Heute
> kommen nur noch 90% - 95% an.

10% ist in etwa auch meine Verlustquote.

Wegstaben V. schrieb:
> ist denn jetzt eigentlich die Ursache identifiziert, warum immer mehr
> shops beim Aliexpress nicht mehr nach Deutschland liefern (wollen), wohl
> aber in andere europäische Länder?

Die momentane Arbeitshypothese ist, dass man bei Aliexpress überreagiert 
hat und haufenweise Shops, auch solche die von angeblich neuen 
Steuerregelungen nicht betroffen wären, auf eine schwarze Liste für 
Deutschland gesetzt hat. Denn bei keiner anderen Verkaufsplattform gibt 
es das Problem.

Die Hypothese ist weiter, dass viele Händler nicht mitbekommen haben, 
dass sie auf einer schwarzen Liste für Deutschland stehen, sie es nicht 
interessiert, bzw. der Umsatz mit deutschen Kunden nicht interessiert, 
sie nicht wissen was Aliexpress von ihnen will oder sie glauben was 
Aliexpress ihnen erzählt.

Als dritter Punkt scheint dann noch Aliexpress ihr System nicht im Griff 
zu haben und es nicht schaffen Shops wieder zu whitelisten. Was 
ebenfalls gar nicht funktioniert sind die Alternativen, die jeweils 
unter dem "Oops" aufgeführt werden. Die scheinen bevorzugt selber aus 
der schwarzen Liste zu kommen, so dass man sich im Kreis dreht. Ich 
bekomme bessere Ergebnisse wenn ich über die normale Suche gehe.

Meinem persönlichen Gefühl nach nimmt das Problem aber nicht zu. Mein 
Eindruck ist es bleibt etwa gleich.

von Helwein V. (forgoden)


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Wegstaben V. schrieb:
> ist denn jetzt eigentlich die Ursache identifiziert, warum immer
> mehr
> shops beim Aliexpress nicht mehr nach Deutschland liefern (wollen), wohl
> aber in andere europäische Länder?

Diese Seite ist von Deutschland aus nicht auffindbar:
https://www.aliexpress.com/item/32948634269.html

Wenn ich jetzt über US-Proxy versuche:

https://us1.proxysite.com/process.php?d=uu8dwBbglinjOYNiMZwlH1%2B48ICh4K8Pen9E0WzSPwbp3rZ1qvOC70lvMmw%3D&b=1&f=norefer

dann kann ich diese Seite besuchen. Wähle ich aber "Versand nach 
Deutschland" aus, kommt dann die Meldung: This Supplier/Shipping Company 
does not deliver to your selected Country/Region.


Wähle ich Versand nach Frankreich, Polen, Österreich oder Schweiz, dann 
zeigt er Versandpreis an. Dahin wird es wohl geliefert.

: Bearbeitet durch User
von Helwein V. (forgoden)


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Hmm, man kann auch ohne Proxy einfach "versand nach Österreich" 
auswählen, die Artikel sind dann zwar wieder sichtbar, aber ich kann 
nichts kaufen. Da kommt dann "Ihr Warenkorb ist leer" obwohl ich auf 
Artikel kaufen klicke

Füge ich diesen Artikel in den Warenkorb, dann zeigt er zwar in der 
Warenkorb-Liste an. Klicke ich auf "alle von diesem Verkäufer kaufen" 
kommt dann die Meldung "Oh nein! Das Internet funktioniert nicht."

von Atmega8 A. (atmega8) Benutzerseite


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K. J. schrieb:
> die tage musste ich feststellen das Saatgut nicht mehr bestellbar ist,
Bei eBay kann man dieses Wasabi-Satgut aber noch aus China bestellen.
Ebay-Artikel Nr. 333147580122

von Michael W. (blitzschutz)


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Erstmal guten Tag an alle!

Also ich habe im Mai 2019 fünf verschiedene Posten bestellt. Davon kam 
bis heute keine einzige Sendung bei mir an. Entweder steht im Status 
"... zugestellt..." oder die Sendungsnummer ist nicht auffindbar oder 
die Sendung ist irgendwo zwischen China und Deutschland im Nirrwana 
verschwunden. Für mich war das der erste und letzte Versuch dort 
irgendwas zu ordern. Leider gibt es den Schaltkreis, dessenwegen ich 
überhaupt dort gelandet bin, nur dort (JH8200). Alternative konnte ich 
keine finden. Aber vielleicht weiß ja einer von euch eine Alternative.

von Atmega8 A. (atmega8) Benutzerseite


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Michael W. schrieb:
> dessenwegen ich
> überhaupt dort gelandet bin, nur dort (JH8200). Alternative konnte ich
> keine finden. Aber vielleicht weiß ja einer von euch eine Alternative.

Das ist so ein Power-Mamagement-IC ? Oder für deinen DVD-Player?

: Bearbeitet durch User
von Michael W. (blitzschutz)


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Atmega8 A. schrieb im Beitrag #5911486:
> Das ist so ein Power-Mamagement-IC ? Oder für deinen DVD-Player?

Genau!
Ist in der Stromversorgung eines AEG Car-DVD-Systems (zwei Displays, 
wobei das zweite vom ersten, in dem auch die DVD-Einheit verbaut ist, 
mitgespeist wird). Bei den Chinas heißt das Ding " Mobile DVD EVD Power 
Management IC"

von silvi s. (silvi)


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Michael W. schrieb:
> Erstmal guten Tag an alle!
>
> Also ich habe im Mai 2019 fünf verschiedene Posten bestellt. Davon kam
> bis heute keine einzige Sendung bei mir an. Entweder steht im Status
> "... zugestellt..." oder die Sendungsnummer ist nicht auffindbar oder
> die Sendung ist irgendwo zwischen China und Deutschland im Nirrwana
> verschwunden. Für mich war das der erste und letzte Versuch dort
> irgendwas zu ordern. Leider gibt es den Schaltkreis, dessenwegen ich
> überhaupt dort gelandet bin, nur dort (JH8200). Alternative konnte ich
> keine finden. Aber vielleicht weiß ja einer von euch eine Alternative.

Der Zoll ist das Problem.
Alle Sendungen hängen beim Zoll monatelang und dann verschwinden aus dem 
System.
Ob es paar Schalter, fertige Module, ein T-Shirt oder eine Badehose, 
mittlerweile kommt nichts mehr an.

von Thomas O. (kosmos)


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Melde das bei der Bundesnetzagentur. Weiterhin sollktest du bei der Post 
druck machen, kann auch an einem Langfinger liegen der Sendungen ohne 
Sendungsnachweis rausfischt.

von silvi s. (silvi)


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Bei der Post habe ich bereits 10 Beschwerden, diese Antworten 
mittlerweile auch nicht mehr.
Es sind 10 Einschreibesendungen flöten gegangen.
Alle Sendungen hängten Monate beim Zoll...danach waren sie verschunden.
Der Zoll ist das Problem.

Und was keine Lieferung nach DE angeht, da geht es um die MwST.

https://www.xgadget.de/news/aliexpress-mit-versandeinschraenkungen-nach-deutschland/

https://forum.open4me.de/viewtopic.php?t=64


https://www.open4me.de/index.php/2019/04/aliexpress-keine-lieferung-nach-deutschland/

https://www.sellerforum.de/weitere-marktplaetze-verkaufsplattformen-f42/aliexpress-keine-lieferung-nach-deutschland-t54314.html


Weiß jemand, wer e-Packet mittlerweile in De zustellt?
Früher war mal der DPD. Wer  macht es heute???

: Bearbeitet durch User
von Einhart P. (einhart)


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Ich kann das Problem nicht bestätigen. In den letzten 3 Wochen sind ca. 
10 Aliexpress Sendungen angekommen. Verluste gab es keine.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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silvi s. schrieb:
> mittlerweile kommt nichts mehr an.

Mein Sohn hat gerade T-Shirts und Handyhüllen bekommen. Ich habe 
Mikrochips bekommen.

Von unseren >20 Bestellungen innerhalb dieses Jahres sind alle 
angekommen. Teilweise hat es aber mehr als 8 Wochen gedauert.

Hab' Geduld!

: Bearbeitet durch User
von Thomas F. (igel)


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Seit Mitte Juli 5 mal bei Aliexpress bestellt.

Alle Bestellungen sind innerhalb 20 Tagen angekommen.

Von allen meinen Bestellungen sind bisher alle angekommen.

von Stefan P. (form)


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silvi s. schrieb:
> Weiß jemand, wer e-Packet mittlerweile in De zustellt?
> Früher war mal der DPD. Wer  macht es heute???

Also vor ein paar Monaten habe ich ein e-Paket per DHL bekommen. Das 
ließ sich sogar dank der Ankündigungs-Mail auf eine Packstation 
umleiten.

von Holm T. (Gast)


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Bei mir sind auch bisher alle Bestellungen angekommen, es sind zwar noch 
ein paar offen, die haben aber noch Zeit.., sind vom 10.09..

Gruß,

Holm

von Bernd K. (prof7bit)


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silvi s. schrieb:
> Bei der Post habe ich bereits 10 Beschwerden, diese Antworten
> mittlerweile auch nicht mehr.
> Es sind 10 Einschreibesendungen flöten gegangen.
> Alle Sendungen hängten Monate beim Zoll...danach waren sie verschunden.
> Der Zoll ist das Problem.

Bestell auf nen anderen Namen an ne andere Adresse. Du bist anscheinend 
Gegenstand einer polizeilichen Ermittlung geworden und jeden Moment 
könnte man Dir die Tür eintreten. Ich würde sicherheitshalber da 
verschwinden und komplett untertauchen. Was war die erste Bestellung die 
verschwunden ist? War Konterbande in dem Paket?

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Es kommt auch immer aufs Zollamt an.
Frankfurt -> Vollkatastrophe
Leipzig -> richtig schnell
(also wenns per Luftpost kommt)

von Mike J. (linuxmint_user)


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> auf AliExpress, dass vielen Artikel nicht
> mehr nach Deutschland geliefert werden.

An die obigen Leute: Es geht hier doch um die Artikel welche einfach 
nicht mehr nach Deutschland geliefert werden.

Ich habe auch so ein Problem. Die Überlegung ist jetzt, dass man sich 
die Ware zum Beispiel nach Polen schicken lässt, da gibt es Postboxen 
...
Ich weiß aber nicht ob die Chinesen ihre Sendung zu so eine 
Packetstation schicken und wenn man das Paket abholen möchte, dann geht 
das scheinbar nur mit einer polnischen Telefonnummer. :-/

Das mit der polnischen SIM-Karte lässt sich sicher lösen.
Weiß jemand ob das mit der polnischen Paketstation mit Aliexpress 
funktioniert?

von silvi s. (silvi)


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Bernd K. schrieb:
>
> Bestell auf nen anderen Namen an ne andere Adresse. Du bist anscheinend
> Gegenstand einer polizeilichen Ermittlung geworden und jeden Moment
> könnte man Dir die Tür eintreten. Ich würde sicherheitshalber da
> verschwinden und komplett untertauchen. Was war die erste Bestellung die
> verschwunden ist? War Konterbande in dem Paket?


waren nur klamotten und kleinteile, beträge zwischen 2 und 8 euro 
....werde garantiert weder verschwinden noch untertauchen LOL

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Bis vor einigen Wochen gab es in unserer Nähe einen chinesischen Händler 
mit einem winzig kleinen Shop in der Größe einer Gästetoilette, den er 
"Großhandel" nannte. Er hatte im Fenster ein kleines Schild, dass er auf 
Bestellung auch weitere Ware importieren würde, die er nicht im laden 
hat.

Als ich diesen Dienst zum ersten mal ausprobieren wollte, war er leider 
schon wieder weg.

von Percy N. (vox_bovi)


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Stefanus F. schrieb:

> Als ich diesen Dienst zum ersten mal ausprobieren wollte, war er leider
> schon wieder weg.

Hatte er vorher wenigstens zwei Jahre lang das Schild "Neueröffnung" im 
Fenster?

von K. J. (theborg0815) Benutzerseite


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Stefanus F. schrieb:
> Bis vor einigen Wochen gab es in unserer Nähe einen chinesischen Händler
> mit einem winzig kleinen Shop in der Größe einer Gästetoilette, den er
> "Großhandel" nannte. Er hatte im Fenster ein kleines Schild, dass er auf
> Bestellung auch weitere Ware importieren würde, die er nicht im laden
> hat.
>
> Als ich diesen Dienst zum ersten mal ausprobieren wollte, war er leider
> schon wieder weg.

Gab es bei uns auch kurzzeitig mal, mit Gewerbe ist der Import einfacher 
allerdings dürfte der Verkauf der Importe Rechtlich etwas Wackelig 
sein:-(

von Helwein V. (forgoden)


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Dieses seltsame Problem hat seine Ursache in der gierigen deutschen (und 
anscheinend NUR deutschen) Mehrwertsteuer/Zollerzwingung: Nach einem 
langen Gespräch mit AliExpress-Kundenvertretern erklärten sie mir die 
Details: Jeder Händler bei Ali MUSS sich beim deutschen 
Umsatzsteuersystem anmelden (damit die Deutschen ihre 19%ige 
Umsatzsteuer plus Tarife einziehen können) und dies AliExpress gegenüber 
nachweisen. Wenn der Händler diese Registrierung nicht vornehmen kann, 
wird Ali ihm den Umgang mit deutschen Kunden verbieten. Daher die 
"blockierende" Seite, die nur Deutsche (keine Schweizer, keine 
Österreicher usw.) sehen werden. Sieht so aus, als würde sich Jack Ma 
freiwillig bücken, als der gierige deutsche Finanzminister auf seiner 
Plattform herangetreten ist....

Es erklärt auch, warum dies vor allem GUTE Angebote, billige Angebote 
betrifft. Händler, die gezwungen sind, 19% ihrer chinesischen Produkte 
an die deutsche Regierung abzutreten, müssen dies zum Endpreis 
hinzufügen. Deshalb kann man in der Regel nur die teureren Angebote 
sehen, sei es Batterien, Spielzeug oder anderes.

Wie immer: Was die deutschen Behörden tun, tun sie gründlich, brutal, 
mit voller Kraft und Präzision. Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern oder 
den USA erwürgen sie überall ihr eigenes Volk finanziell, jetzt auch die 
Importe aus AliExpress. Habt ihr das jetzt verstanden?

Willkomen in Orwell 1984

von Peter K. (peter_k838)


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Das was Helwein geschrieben hat, ist leider völlig richtig.

Ich habe gute Kontakte nach China, die so weit gehen, weil ich ehemals 
dort ein Teilhaber einer Produktionsfabrik war.

Dem anzufügen ist, dass nicht das Finanzamt an AliExpress herangetreten 
ist, sondern dies von den deutschen Online-Händlerschaft forciert wurde.

Den deutschen Onlinehändlern hat es missfallen, dass die chinesen bei 
Amazon und Ebay in Konkurrenz zu den deutschen treten und damit auch 
noch erfolgreich sind, weil sie deutlich billiger sind, wie die 
Deutschen.

Das deutsche Geschäftsmodell billig in China einzukaufen und teuer an 
den Deutschen zu verkaufen funktioniert nun Mal nicht, wenn der Chinese 
auch auf z.B. Ebay direkt an den Deutschen verkaufen kann.

Da man einfach nicht Amazon und Ebay darum bitten konnte die Chinesen 
von den Marktplätzen zu verbannen, damit der Deutsche Händler ungestört 
zu 10fachen Preis verkaufen kann, überlegten sich die Deutschen Händler 
eine Strategie.

Sie fanden raus, dass der Chinese keine USt zahlt, sie fanden heraus, 
dass der Chinese CE-Zeichen fälscht, sowie weitere Vorschriften die in 
der EU im Onlinehandel herrschen nicht erfüllt.

Also begann der Krieg gegen den Chinesischen Händler under dem Vorwand 
der Steuerhinterziehung und der Produktsicherheit (an den elektrischen 
Geräten der Chinesen ohne oder mit gefälschtem CE-Zeichen könnten ja 
Deutsche KINDER sterben). Letztlich das gleiche Spiel, wie unter dem 
Vorwand der Terrorbekämpfung dem deutschen Volk ständig die Grundrechte 
Stück für Stück beschnitten werden.

Dann fanden sich paar Lobbyisten, die bei der Politik damit hausieren 
gingen und ein paar Helfeshelfer (z.B. ein gewisser Herr Mark Steier, 
der in der Facebook-Gruppe "Wortfilter" agiert, sowie die Webseite 
www.wortfilter.de betreibt). Er trat oft im öffentlich rechtlichen 
Fernsehen auf und gab auch Interviews an die Schreibmedien, in denen 
erklärt wurde, wie böse der Chinese den deutschen Steuerzahler schädigt 
und wie sehr er die deutschen Verbraucher gefährdet.

So kam es dazu, dass ein Gesetz herausgebracht wurde, das die 
Marktplätze dazu zwingt für die Steuer der Chinesen zu haften. 
Allerdings hat die EU inzwischen bemerkt, dass diese Fremdhaftung für 
Umsatzsteuer wohl EU-Rechtswirdrig ist.

Aliexpress kapiert die Rechtslage eigentlich falsch. Denn wenn Ware aus 
China verschickt wird, was bei AliEx der Fall ist, fallen für den 
deutschen Fiskus ohnehin keine Steuern an. Es muss sich auch kein 
Chinesischer Händler, der auf AliEx handelt und nach DE versendet, beim 
deutschen Finanzamt registrieren. Das müssen nur Händler die entweder 
bei Ebay.de oder Amazon.de handeln oder ihre Waren aus einem EU-Lager 
versenden.

Trotzdem seht ihr die Auswirkungen.

Aber da ja der deutschen Gründlichkeit nicht Genüge getan worden wäre, 
um auch diesen Schlupfweg zu verdichten, wird ab 2021 eine Änderung der 
Zollgesetze herbeigeführt werden, die dafür sorgt, dass ab 2021 die 
Zollfreigrenzen fallen.

Das bedeutet ab 2021, dass man vermutlich für jeden Artikel ab 1 Cent 
zum Zoll rennen muss und diesen verzollen muss. Genau so wird der Zoll 
die Möglichkeit bekommen bei jedem Artikel ab 1 Cent die Konformitäten 
zu prüfen. D.h. es kann sein, dass man Artikel wegen der fehlenden oder 
angezweifelten Konformitäten nicht bekommen wird.

So will man den deutschen Verbraucher dazu zwingen, möglichst nur noch 
die Chinaware über deutsche Händler zum völlig überteuerten Preis zu 
kaufen, da die Latte für den dierekten Kauf in China so hoch gelegt 
wird.

Das ist Protektionismus pur.

Es wird viele Hobbyisten und Maker richtig hart treffen. So hart, dass 
sie ihr Hobby aufgeben werden. Vielleicht ist es doch das Schicksal des 
Deutschen besoffen oder bekifft in der Ecke auf Hartz IV zu liegen, 
statt sich mit Dingen wie Elektronik zu beschäftigen. Jedenfalls wollen 
das wohl unsere Machthaber so. Scheinbar ist ein dämliches und 
ungebildetes Volk leichter zu regieren. Durch Entzug der Mittel die zur 
Bildung führen, lässt sich so ein Ziel schneller erreichen.

Wenn ich jedenfals an solchen Beispielen sehe, wie wir von unseren 
jetzigen Machthabern entrechtet werden, machen mir die rechten Parteien 
auch nicht mehr Angst, als die welche jetzt für Unfug sorgen... sorry, 
aber das muss mal so ausgesprochen werden.

Es wird zwar nach 2021 auch Möglichkeiten geben an günstige China-Ware 
ohne Stress zu kommen. Allerdings werden dann z.B. Shops in Polen den 
Import auch China übernehmen müssen, wo wir Deutschen dann bestellen, um 
so um die deutschen Regeln herum zu kaufen. Allerdings ist es schlimm 
genug, dass es so weit kommt.

Andere Möglichkeit ist noch über einen sog. Agent in China zu kaufen und 
von ihm die Ware gebündelt z.B. per FedEx oder UPS schicken zu lassen. 
Das kann sich immer noch sehr lohnen, wenn die Mengen stimmen. Der Zoll 
am Flughafen Köln/Bonn wo das dann durchgeht ist nicht dafür bekannt, 
all zu sehr problematisch zu sein. Dort geht der ganze Gewerbekram 
Flugcontainerweise durch und muss verzollt werden. Wenn dann mal ein 50 
kg Paket Elektronik aus China für einen Privaten dazwischen ist, wird 
das in der Regel nicht mal geprüft.

So viel zum Thema. Hoffe meine Ausführungen können dem Einen oder 
Anderen helfen, wenn wir im Jahr 2021 angekommen sind. Man sollte 
jedenfall darauf vorbereitet sein.

von Helwein V. (forgoden)


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Ich habe das Gefühl dass die Rezession und Depression auch in 2021 
geplant wird. Da soll eine Semmel 5 euro kosten. Und zwar erst dann, 
sobald der Protektionismus beginnt. Deutschland wird zum 
Billiglohnsektor für die Reichen aus anderen Ländern. Denn weil China 
nicht mehr für die USA billig produzieren will, braucht die USA ein 
anderes Land als Billiglohnsektor. Und die ganzen Industrien stehen nun 
mal nicht in Afrika. Afrika kooperiert lieber mit China. Also wird 
Deutschland zur Zielscheibe.

Es ist mir schon länger aufgefallen dass Makerszenen und Startups hier 
in Deutschland anders als in China und USA überhaupt keine finanzielle 
Unterstützung bekommen. Schaut man sich das Bildungssystem an und die 
Fähigkeiten der jungen Menschen hier an, so ist Dummheit züchten 
offensichtlich gewollt.

von Peter K. (peter_k838)


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Da sprichst Du was an, Helwein.

Die Maker Faire.

Schau Dir mal im Netz die Videos zur Maker Faire Rome 2019 an.

Oder direkt hier: 
https://www.facebook.com/artur.kawa.3304/posts/168330594364708?__tn__=-R

Und vergleiche das dort mal mit einer beliebigen Maker Faire, die in 
Deutschland statt fand.

Man könnte sich als Deutscher in Grund und Boden schämen.

von Thomas O. (kosmos)


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was soll ab 2021 fallen die 150€ Zoll Freigrenze oder die 22€ MwSt. 
Freigrenze?

Auf jedenfall bekommt der Zoll dann sehr viel zu tun, würde dann mal an 
einem Tag 100 Einzel-LEDs bestellen. Damit denen ja nicht die Arbeit 
ausgeht.

von A. K. (prx)


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Helwein V. schrieb:
> Da soll eine Semmel 5 euro kosten.

Peter K. schrieb:
> Die Maker Faire.

Oder die Faker Mare.

: Bearbeitet durch User
von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Thomas O. schrieb:

> Auf jedenfall bekommt der Zoll dann sehr viel zu tun, würde dann mal an
> einem Tag 100 Einzel-LEDs bestellen.

Der örtliche Handlingpartner des Chinesen darf dann Zoll & MWSt. bei dir 
eintreiben und hierfür ein Endgeld anrechnen.
1 ct MWSt. + 12,50 Gebühr * 100 sind ein Streitwert beim dem man dann 
das Inkasso bemüht.
Glaub man nicht dass die Briefpost sich da veräppeln lässt.

von Peter K. (peter_k838)


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Thomas O. schrieb:
> was soll ab 2021 fallen die 150€ Zoll Freigrenze oder die 22€ MwSt.
> Freigrenze?

Beides. Das ist das Problem.

Im Norden Europas hat man das Problem wie folgt gelöst (weiß nicht mehr 
ob das Dänemark oder eines der drei Skandinavischen Länder waren):

1. Der Privatkäufer / Verbraucher darf nicht mehr persönlich beim Zoll 
verzollen, sondern nur noch über den Transporteur (also Post / DHL). So 
entlastet man den Zoll und muss keine neuen Beamten einstellen.

2. Der Transporteur (Post / DHL) haben eine Bearbeitungsgebühr von ca. 
30-50 EUR pro Sendung pro Verzollung festgelegt.

D.h. kauft Jemand eine halbe Tonne Elektronik, dann verzollt das der 
Transporteur und berechnet 30-50 EUR Bearbeitungsgebühr drauf.

Kauft Jemand einen Widerstand für 1 Cent inkl. Versand, verzollt die 
Post auch diesen symbolischen Cent Warenwert und berechnet zusätzlich 
30-50 EUR drauf.

Richtig asoziales Vorgehen voll gegen das eigene Volk gerichtet, mit dem 
Kopf im Arsch der Wirtschaft steckend.

Ich glaube auch nicht, dass das EU-Rechtskonform ist. Aber würdest Du 
auf Deine Kosten dagegen bis vor den EUGH klagen, um in 5-10 Jahren zu 
gewinnen?

Ich war früher selbst Onlinehändler, wäre jedoch nie auf solche Ideen 
gekommen. Wenn mir die Chinesen schon zur Gefahr geworden wären, würde 
ich sagen, dass mit meinem Geschäftsmodell was nicht stimmt. Aber die 
heutigen Händler fordern vom Staat eben Protektionismus, damit der 
Verbraucher nur noch die Wahl hat bei ihnen zu kaufen oder gar nicht zu 
kaufen.

Für den Onlinehandel hat die EU seit dem Jahr 2000 so viele Vorschriften 
und neue Verpflichtungen gebacken, dass es sich heute nicht mehr lohnt 
ein Onlinehändler zu sein. Vor 20 Jahren konnte man den Onlinehandel aus 
der Garage starten. Heute brauchst Du einen Mitarbeiter für die 
Bürokratie, damit Du dich selbst um das eigentliche Business kümmern 
kannst. WEEE, REACH, CE-Konformitäten, DSGVO - googelt mal die Begriffe. 
Alle kosten richtig Zeit und Geld, auch wenn man nicht nicht mal einen 
Cent verdient hat. Und das beste: Verkaufst Du in andere EU-Länder als 
nur DE, musst Du mit jedem Finanzamt des Ziellandes extra abrechnen. Die 
Umsatzsteuer. Wenn Du pech hast, für jedes Land, in das Du lieferst 
einen eigenen Steuerberater zahlen. Viele haben aber nur kleine Gewerbe 
laufen. Es gibt nur sehr wenige große Onlinehändler auf dem Markt.

Siehe auch ganz aktuell, wie die deutschen Internet-Service-Provider 
wieder versuchen den Routerzwang durchzusetzen. Die Argumente, die da 
vorgelegt werden, können nicht noch Fadenscheiniger sein. (Link: 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Provider-gegen-Kunden-Wiederbelebung-des-Routerzwangs-droht-4583031.html)

Die EU hat nur Vorteile für die großen Konzerne. Für den Bürger ist 
nichts dabei gewesen. Der darf sogar seine Zigaretten und Alkohol 
versteuern, wenn er eine Inner-Eurpäische-Grenze übertritt. Ein einziger 
Witz das Ganze.

Hier das Lieblings-Zitat von Jean-Claude Juncker, dem EU-Politiker 
schlechthin. Es zeigt wessen Geistes Kind die EU ist und was unsere 
Herrscher von uns halten:

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige 
Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine 
Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen 
wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück 
mehr gibt." (J.-C. Juncker Dez 1999)

Vieleicht hätte man damals besser zwischen den Zeilen lesen bzw. einfach 
nur zuhören sollen, um das zu verhindern, was uns heute auf die Füße 
fällt.

Aber die Meisten waren damals damit begnügt, dass sie künftig die D-Mark 
beim Italien-Urlaub nicht mehr tauschen müssen. Eine Horde dummer 
Lemminge.

von Achim B. (bobdylan)


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Peter K. schrieb:
> Schau Dir mal im Netz die Videos zur Maker Faire Rome 2019 an.

> Und vergleiche das dort mal mit einer beliebigen Maker Faire, die in
> Deutschland statt fand.

Wir sind der Zeit halt weit voraus. In 6 bis 8 Jahren sind den 
Italienern diese Maker Faires genau so schnulli wie jetzt den Deutschen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Achim B. schrieb:
> Peter K. schrieb:
>> Schau Dir mal im Netz die Videos zur Maker Faire Rome 2019 an.
>
>> Und vergleiche das dort mal mit einer beliebigen Maker Faire, die in
>> Deutschland statt fand.
>
> Wir sind der Zeit halt weit voraus. In 6 bis 8 Jahren sind den
> Italienern diese Maker Faires genau so schnulli wie jetzt den Deutschen.

Mit dem geeigneten Kulturprogramm zur Begleitung liefe das wohl auch 
hier  -  Finkwarder Speeldeel wär mal ein Anfang, dazu ein Spielmannszug 
und eine Jägerzaunausstellung ...

von Thomas B. (thomas_321)


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Peter K. schrieb:
> wird ab 2021 eine Änderung der
> Zollgesetze herbeigeführt werden, die dafür sorgt, dass ab 2021 die
> Zollfreigrenzen fallen.

Weiß jemand, wie das mit dem Briefporto von China nach DE ausschaut, 
fallen die Subventionen schon 2020 komplett weg?
Dann hat sich das ja eh erledigt.

Erläuterung:
https://t3n.de/news/versand-guenstig-china-haendlern-864871/
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/weltpostverein-usa-genf-1.4611811
https://www.welt.de/wirtschaft/article200873828/Weltpostverein-USA-wollen-hoehere-Preise-von-China-verlangen.html

Es ist logisch, dass man jetzt das Schlupfloch stofpen muss, wo die 
Warensendungen aus China keine Randerscheinung mehr sind.

von Helwein V. (forgoden)


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Thomas B. schrieb:
> Peter K. schrieb:
>> wird ab 2021 eine Änderung der
>> Zollgesetze herbeigeführt werden, die dafür sorgt, dass ab 2021 die
>> Zollfreigrenzen fallen.
>
> Weiß jemand, wie das mit dem Briefporto von China nach DE ausschaut,
> fallen die Subventionen schon 2020 komplett weg?
> Dann hat sich das ja eh erledigt.
>
>
> Es ist logisch, dass man jetzt das Schlupfloch stofpen muss, wo die
> Warensendungen aus China keine Randerscheinung mehr sind.

Das kann aber sehr fatal sein. Denn für neue Erfindungen, 
Prototypenentwicklung braucht man sehr viele verschiedene individuelle 
Einzelteile und Bausteine die es so nicht zu kaufen gibt. Für Erfinder, 
Maker, Unternehmer mit sehr kleinem Kapital werden dann so nicht 
hocharbeiten können.

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Thomas B. schrieb:
> Weiß jemand, wie das mit dem Briefporto von China nach DE ausschaut,
> fallen die Subventionen schon 2020 komplett weg?
> Dann hat sich das ja eh erledigt.
Der Versand von Waren per Brief ist doch bereits unterbunden. Die Post 
bietet (nach China) sehr guenstige Warenpost an, das hat wohl mit dem 
Weltpostverein nichts mehr zu tun. Und genauso wird es in umgekehrter 
Richtung gehen oder schon gemacht. Wird sich also von den Versandkosten 
eher marginal aendern.

Wenn ich als Privater ein Packet innerhalb Deutschlands verschick, 
kostet das 7 EUR. Amazon zahlt fuer das gleiche 1-2 EUR, liefert aber in 
grosser Menge ein.
Und so ist es halt beim Chinageschaeft auch, keine Post will das 
verlieren.

von Thomas B. (thomas_321)


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Thorsten M. schrieb:
> kostet das 7 EUR. Amazon zahlt fuer das gleiche 1-2 EUR, liefert aber in
> grosser Menge ein.
> Und so ist es halt beim Chinageschaeft auch, keine Post will das
> verlieren.

Du hast die links offenbar nicht mal quergelesen, auch Amazon kann keine 
Pakete für 1-2€ verschicken und DHL muss bisher, aber will zukünftig 
nicht mehr die China Tüten für 30ct per Flugpost zustellen.

von Bernd K. (prof7bit)


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Helwein V. schrieb:
> braucht man sehr viele verschiedene individuelle
> Einzelteile und Bausteine die es so nicht zu kaufen gibt. Für Erfinder,
> Maker, Unternehmer mit sehr kleinem Kapital werden dann so nicht
> hocharbeiten können.

Ja, Maker werden Probleme bekommen. Die werden wieder lernen müssen 
Platinen zu ätzen wie es früher üblich war. Und Käufer von billigem 
Consumer-Geraffel die dann das 3-fache für das identische Produkt bei 
einem deutschen Importeur bezahlen müssen.

Jedoch Unternehmen die sowieso schon Hardware bauen haben bereits heute 
schon Zugriff auf alles Nötige um eigene Platinen zu entwerfen und zu 
produzieren, brauchen sich also keine fertigen Trivial-Module mit je 1 
IC und 3 bis 8 Hühnerfutter aus China schicken lassen um etwas zuwege zu 
bringen.

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Thomas B. schrieb:
> Thorsten M. schrieb:
>> kostet das 7 EUR. Amazon zahlt fuer das gleiche 1-2 EUR, liefert aber in
>> grosser Menge ein.
>> Und so ist es halt beim Chinageschaeft auch, keine Post will das
>> verlieren.
> Du hast die links offenbar nicht mal quergelesen,
Du hast  d e i n e  Links offensichtlich nicht gelesen. Der eine ist von 
2017, also für
  Thomas B. schrieb:
  > Briefporto
gar nicht mehr relevant, da die deutsche Post seit diesem Jahr keine 
Briefe von außerhalb der EU mehr zustellt, welche Waren/Gegenstände 
beinhalten.

Sogar in deinem Link (Süddeutsche) heißt es:
"Dort schicken Online-Händler Abermillionen kleine Sendungen in die 
Welt, Handys, Elektronik-Teile, PC-Zubehör. Bisher geschieht das formal 
oft in Form eines Briefes, für den sie nur winzige Beträge oder gar 
nichts bezahlen.
Das hat die UPU zwar nun untersagt. Künftig muss es mindestens ein 
Päckchen sein. Trotzdem entstehen der Post in den USA und anderen 
Ländern hohe Kosten, die ihnen nur zum kleinen Teil ersetzt werden."

Bei der Welt heißt es:
"Die Schweizer Post beispielsweise möchte die Versandzahlen hoch halten. 
Auch wenn die Entschädigungen für die Sendungen aus Asien noch niedrig 
seien, lohne sich das Geschäft für die Post, weil es sich dabei um ein 
Mengengeschäft handele, heißt es im Geschäftsbericht."
Natürlich wollen/können die Postgesellschaften die Waren nicht umsonst 
befördern, aber ob die Bestellung aus China nun versandkostenfrei ist, 
oder ob 1 EUR erhoben wird, ist für den Bastler hier eigentlich egal.

Auf jeden Fall sind solche Aussagen Quatsch:
Bernd K. schrieb:
> Ja, Maker werden Probleme bekommen. Die werden wieder lernen müssen
> Platinen zu ätzen wie es früher üblich war.

Im Gegenteil ist es gut möglich, dass durch den Wegfall der 
subventionierten Beförderung schnellere Lieferzeiten entstehen.

von Helwein V. (forgoden)


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Bernd K. schrieb:
> Helwein V. schrieb:
>> braucht man sehr viele verschiedene individuelle
>> Einzelteile und Bausteine die es so nicht zu kaufen gibt. Für Erfinder,
>> Maker, Unternehmer mit sehr kleinem Kapital werden dann so nicht
>> hocharbeiten können.
>
> Ja, Maker werden Probleme bekommen. Die werden wieder lernen müssen
> Platinen zu ätzen wie es früher üblich war. Und Käufer von billigem
> Consumer-Geraffel die dann das 3-fache für das identische Produkt bei
> einem deutschen Importeur bezahlen müssen.
>
> Jedoch Unternehmen die sowieso schon Hardware bauen haben bereits heute
> schon Zugriff auf alles Nötige um eigene Platinen zu entwerfen und zu
> produzieren, brauchen sich also keine fertigen Trivial-Module mit je 1
> IC und 3 bis 8 Hühnerfutter aus China schicken lassen um etwas zuwege zu
> bringen.

Ja, statt Word-Editor wieder zurück zum Papier und Handschrift, statt 
Auto wieder zurück zu den Pferdekutschen. Alles wie es früher üblich 
war.

Möchte man Roboter bauen, so hat man keine Zeit für Platinen ätzen.

von Fred P. (pruckelfred)


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Thorsten M. schrieb:
> Der Versand von Waren per Brief ist doch bereits unterbunden.
Und was sagt uns das? Auf meinen Ali-Lieferungen steht seit Jahren 
"Small Packet by Air", vereinzelt auch mal "Small Packet by surface" - 
also nix Brief, das ist als Päckchen deklariert.

> Wenn ich als Privater ein Packet innerhalb Deutschlands verschick,

In Deutschland verschickt man Pakete, keine Packets. Daddeln die Kiddis 
nur noch auf dem Smartphone anstatt dem Unterricht zu folgen?

Thorsten M. schrieb:
> Bei der Welt heißt es:
> "Die Schweizer Post beispielsweise möchte die Versandzahlen hoch halten.
> Auch wenn die Entschädigungen für die Sendungen aus Asien noch niedrig
> seien, lohne sich das Geschäft für die Post, weil es sich dabei um ein
> Mengengeschäft handele, heißt es im Geschäftsbericht."

Die Schweizer lieben ihrer Fränklis und können rechnen, speziell 
letzteres ist der Grund, sich von der EU fern zu halten.

>> Ja, Maker werden Probleme bekommen. Die werden wieder lernen müssen
>> Platinen zu ätzen wie es früher üblich war.
>
> Im Gegenteil ist es gut möglich, dass durch den Wegfall der
> subventionierten Beförderung schnellere Lieferzeiten entstehen.

Hier gehen zwei Dinge durcheinander: Die unendliche Gier der 
Steuerverschwender kann nicht damit leben, dass Kleinbeträge steuerfrei 
eingeführt werden können.

Optimale Einkünfte bekommt man, wenn gewerbliche Händler importieren, 
dafür Zoll zahlen und den Plunder anschließend zum fünffachen Preis plus 
Mehrwersteuer an den Endkunden verkaufen - und nur da liegt das Ziel.

Der Max aus P. importiert Elektronik für 35ct und zahlt darauf 10ct 
Zoll, weil er ja gewerblich und viele hundert Stück kauft. Die verkauft 
er an mich als Endkunde für 1,95€ - darin sind 31ct MWSt. enthalten, die 
an mir hängen bleiben.

Macht also 41 cent für die Nichtsnutze in Berlin und Brüssel, bei 10 
Stück rund 4 Euro.

Beziehe ich den Kram direkt vom Ali, zahle ich irgendwas um 4 Euro für 
alle 10 Stück - das kann doch nicht sein, wie sollen denn der BER oder 
sonstwas finanziert werden?

Ich selbst bin 2015 auf Aliexpress gestoßen, weil ich Bauteile gesucht 
habe, die mir Max und Angelika nicht anbieten wollen. Wenn das 
verhindert wird, tut mir das echt weh.

von Mathias M. (matjes)


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Jetzt macht aber mal halblang. Wenn aus Deutschland Pakete Versand 
werden, dann ist dafür nunmal USt fällig und es muss das normale Porto 
bezahlt werden. Da kann nicht einer den Hafenarbeiter Ware im Container 
zwischenlagern, erst nach Bestellung den Versandaufkleber draufbatschen 
und behaupten das wäre eine Lieferung aus China mit 3 Tagen Lieferzeit.

Aber auch der Versand direkt aus China... klar hab ich das gerne 
mitgenommen, Zeug mit 20ct Porto zu bestellen, aber wer da meint 
Anspruch drauf zu haben, sollte nen kleinen realitäts Check machen.

Was ich OK finde:
- Realistisches Porto
- USt ab dem ersten Euro

Was ich nicht OK finde:
- Kapitalbereitstellungsprovision
- (immer) zum Zoll fahren zu müssen

Lieber Zoll: Gebt uns eine einfache Importverzollung, gerne auch in 
Kooperation mit ausländischen Handelsplätzen und keiner kann sich 
beschweren. Leider wird das sicherlich nichts...

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Fred P. schrieb:
> Wenn das verhindert wird, tut mir das echt weh.
Was ist denn das für eine billige polemische Jammerei über die Steuern? 
Mit Steuern wird u.A. die gesamte Infrastruktur und die Meinungsfreiheit 
(die gibts nicht umsonst) und sonst noch einiges mehr finanziert, das 
dich im täglichen Leben direkt betrifft.

Wenn du nach Afrika gehst, dann bekommst du die Ali-Lieferung weiterhin 
billig. Du stehst aber auf der schlagdurchlöcherten Sandpiste, wenn du 
dein Haus verlässt. Deine Bude wird mangels Feuerwehr halt einfach 
abbrennen, wenn mal der Grill ausser Kontrolle gerät und wenn du mal 
einen Herzkasper oder einen Blinddarmdruchbruch hast, brauchst du nicht 
auf einen Krankenwagen zu warten. Und das tut dann echt weh.

Aber du hast wenigstens 4 Euro gespart bei der letzten Ali-Lieferung.

: Bearbeitet durch Moderator
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Lothar M. schrieb:
> Mit Steuern wird u.A. die gesamte Infrastruktur ... finanziert

Dafür würde ich gerne +10 geben. Um mich herum vergessen das immer mehr 
Menschen. Nicht nur manche, sondern fast alle sind stolz darauf, wenn 
die einen Weg finden, weniger Steuern zahlen zu müssen, als ihre 
Mitmenschen. Das ist hochgradig asozial, aber was dieses Wort bedeutet, 
verstehen diese Leute wohl auch nicht.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ich verstehe die Jammerei auch nicht wirklich.

Natürlich ist es toll, wenn man sich zwei Bauteile für 2 Euro liefern 
lassen kann - aber keiner kann ernsthaft behaupten, dass das für die 
hiesige Post kostendeckend ist, insbesondere nicht bei Einschreiben.

Die alten Postverträge beruhen darauf, dass die Anzahl der Sendungen in 
beide Richtungen halbwegs ausgeglichen ist.

Dass das zwischen China und DE längst nicht mehr so ist, wird doch schon 
klar, wenn man sich überlegt, wann man das letzte Mal einen Brief nach 
China verschickt hat ...

Das Porto muss und wird also deutlich ansteigen, aber auch nicht 
dramatisch. Die Post hier verschickt ja Waren bis 500g weltweit für 
€3,70 - und da passt schon einiges rein.

Wenn also vielleicht 2-3 Euro pro Sendung an Porto drauf kommen, 
eventuell noch etwas Umsatzsteuer - davon wird kein Maker sterben, denn 
das wird immer noch sehr, sehr günstig sein.

Dann kosten die Platinen anstatt 5€ dann unfassbar böse 10€.

Wer das dann nicht mehr stemmen kann, kann gerne bei den örtlichen 
Tafeln um eine Ausnahme anklopfen - ich helfe auch gerne weiter, wenn es 
da Probleme geben sollte.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Chris D. schrieb:
> Ich verstehe die Jammerei auch nicht wirklich.

Ich finde diesen billigen Versand auch unfair.

Man muss es aber mal so sehen:
- Der Transport von China nach Deutschland, der wird doch bestimmt nicht 
von deutschen DHL-Frachtmaschinen ausgeführt. Die Wahre wird doch erst 
in Deutschland an die entsprechenden Transporteure übergeben.

- Aktuell funktioniert der Transport für wenige Cent.
Das liegt vielleicht damit zusammen dass die Postautos eh jeden Tag 
durch die Städte und Dörfer fahren und ob die jetzt nur etwas Werbung, 
Zeitungen, Briefe oder auch ein paar dieser Tütchen aus China mit dabei 
haben, das macht nicht so viel Unterschied.

Das ist so etwa wie beim Fernsehen, ob da jetzt 100 Leute zuschauen oder 
die ganze Welt, das macht vom Aufwand um die Sendungen herzustellen 
keinen Unterschied.

- Für viele sieht es eher so aus als ob die Lobby sich darum kümmert 
dass die Deutschen die Globalisierung nicht so nutzen können wie es die 
großen Firmen aktuell selbst tun.
Die großen Firmen gehen ins Ausland, produzieren dort weil die 
Umweltauflagen nicht vorhanden sind und die Arbeit nichts kostet.

Große Firmen zahlen auch keine Steuern, die tricksen da etwas rum (mit 
Hilfe von Steuerschlupflöchern, die von der Politik extra dafür 
geschaffen worden sind)

Selbst Politiker machen alles um keine Steuern zu zahlen. Sie lassen ihr 
Geld in "Stiftungen" fließen, dadurch zahlen sie keine Steuern, machen 
ab und zu mal eine kleine Wohltat und bezahlen alle ihre Ausgaben 
natürlich aus dem Geld der Stiftung.
(Das selbe Verhalten hatte ein Dialyse-Arzt, er wollte auch einen 
Garagenplatz von mir abkaufen und das dann über seine Stiftung bezahlen 
... hab da nicht mitgespielt ... und er meinte dann: "Ja ja, du musst 
noch viel lernen." Was für ein geldgieriges Ars*h.)

Der kleine Bürger bekommt das irgend wann mit und fragt sich: "Wenn die 
ganzen Reichen und Mächtigen betrügen, warum soll ich dann der Dumme 
sein?"
Der kleine Bürger ist für die Erbringung eines Großteils der Steuerlast 
verantwortlich ... und das ist eben auch sehr unfair, nur scheren sich 
die reichen Menschen und die Politiker nicht darum, denn genau so wollen 
sie es ja haben.

Die Reichen und Mächtigen haben die Gesetze nach ihren Anforderungen 
verbogen, der kleine Mann kann das nicht.

: Bearbeitet durch User
von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Lothar M. schrieb:
> Mit Steuern wird u.A. die gesamte Infrastruktur und die Meinungsfreiheit
> (die gibts nicht umsonst) und sonst noch einiges mehr finanziert, das
> dich im täglichen Leben direkt betrifft.

Das scheint ja nicht mehr wirklich zu funzen.
Bei den ganzen maroden Brücken und die Bahn fährt auch wien Sack Nüsse.

Dann doch lieber Äthopien, das Land boomt grade so richtig.

von A. K. (prx)


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Mw E. schrieb:

> Dann doch lieber Äthopien, das Land boomt grade so richtig.

Aufwärts geht eindrucksvoller, wenn sehr viel Luft nach oben ist. Wir 
leben statt dessen von der Substanz, also langsam von oben runter, aber 
dazu muss erst einmal eine da sein.

: Bearbeitet durch User
von Helwein V. (forgoden)


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Was Deutschland wirtschaftlich enorm ausbremst, das sind die Gesetze, 
Vorschriften und Bürokratie. Während die Bürosesselfurzer wieder mal ein 
Gesetz verabschiedet haben dass ein Windkraftwerk 10km von Wohnhäusern 
entfernt stehen müssen und deshalb keine neuen dazukommen, entstehen in 
Drittweltländer Wolkenkratzer. Muss ein Chinese auf RoHS, CE und Patente 
achten? Nein, deswegen kann da alles billig produziert werden. Das gilt 
auch für Äthopien. Deshalb boomen diese Länder. Während Graupner ein 
Patent eingereicht hat, haben die Chinesen die gleiche Technologie schon 
auf dem Markt billig geworfen und Graupner geht plötzlich Pleite. Der 
Bürosesselpupser im Bürohaus versteht die Zusammenhänge nicht und meint: 
"Ja moi, das liegt an den Fachkräftemängel".

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Auf der anderen Seite bewahren und genau diese Gesetze vor skrupellosen 
Herstellern, die keinerlei Rücksicht auf unsere Gesundheit oder gar 
unser Leben nehmen.

Wir dürfen in Deutschland zu Recht davon ausgehen, dass alle 
Lebensmittel im handel essbar sind und man alle Sportgeräte anfassen 
darf. Wir dürfen auch davon ausgehen, dass Akkus nicht einfach so in der 
Hosentasche oder im Ohr explodieren.

Sobald unsere Regierung mal ihre Fürsorgepflicht vernachlässigt (siehe 
Wilke Wurst), fordern die betroffenen Bürger, dass Köpfe rollen. Es ist 
also gewollt.

Wenn du lieber in China produzieren oder konsumieren möchtest - bitte. 
Niemand hält dich auf, du lebst hier in einem freien Land.

: Bearbeitet durch User
von Axel L. (axel_5)


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Stefan F. schrieb:
> Auf der anderen Seite bewahren und genau diese Gesetze vor skrupellosen
> Herstellern, die keinerlei Rücksicht auf unsere Gesundheit oder gar
> unser Leben nehmen.
>
> Wir dürfen in Deutschland zu Recht davon ausgehen, dass alle
> Lebensmittel im handel essbar sind und man alle Sportgeräte anfassen
> darf. Wir dürfen auch davon ausgehen, dass Akkus nicht einfach so in der
> Hosentasche oder im Ohr explodieren.
>
> Sobald unsere Regierung mal ihre Fürsorgepflicht vernachlässigt (siehe
> Wilke Wurst), fordern die betroffenen Bürger, dass Köpfe rollen. Es ist
> also gewollt.
>

Wenn ich das aber gar nicht will ?

Das Problem ist doch, dass im Moment die Unterscheidung die ist, dass 
ich entweder in China bestelle und dann eben auch um die Risiken weis, 
oder in Europa, wo mich die Nanny an die Hand nimmt, mir dafür mehr Geld 
abnimmt, und alle die Dinge, die die Nanny für gefährlich hält, von mir 
fern hält.

Wenn ich andere Kriterien haben will, z. B. Bio, nützt mir die Nanny 
wiederum gar nichts, da muss ich auf irgendwelche freiwilligen Label 
zurückgreifen.

Und jetzt hat die Nanny beschlossen, dass meine Wahl, die risikolosen 
Arduinos aus China zu kaufen, für mich zu gefährlich ist, und dass ich 
dafür lieber (die gleichen) teuer aus Europa kaufen muss.

> Wenn du lieber in China produzieren oder konsumieren möchtest - bitte.
> Niemand hält dich auf, du lebst hier in einem freien Land.

Ist es eben nicht.
Und vielleicht will ich ja getrocknete, vergammelte Hühneraugen aus 
China kaufen ?

Wobei, mein Fehler, die verkaufen wir ja alle ins Ausland. Da gilt die 
Fürsorgepflicht ja nicht.

Gruß
Axel

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Axel L. schrieb:
> Wenn ich das aber gar nicht will ?

Steht es Dir wie gesagt frei, auszuwandern. Oder andere Parteien zu 
wählen, die deinen Wünschen entsprechen. Oder eine eigene Partei 
gründen. Das bringt aber nichts, solange du mit deiner Sichtweise 
alleine bist.

> Und jetzt hat die Nanny beschlossen, dass meine Wahl, die
> risikolosen Arduinos aus China zu kaufen, für mich zu gefährlich
> ist, und dass ich dafür lieber (die gleichen) teuer aus Europa
> kaufen muss.

Das stimmt doch gar nicht. Niemand verbietet Dir, Ware aus China zu 
beziehen.

> vielleicht will ich ja getrocknete, vergammelte
> Hühneraugen aus China kaufen ?

Auch das ist nicht verboten. Bereits jetzt wird sehr viel Fleisch und 
Fisch aus Asien importiert. Du darfst es nur nicht im persönlichen 
Gepäck im Flugzeug mitnehmen - aus gutem Grund. Da geht es um 
Seuchenschutz.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Axel L. schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>> Auf der anderen Seite bewahren und genau diese Gesetze vor skrupellosen
>> Herstellern, die keinerlei Rücksicht auf unsere Gesundheit oder gar
>> unser Leben nehmen.
>>
>> Wir dürfen in Deutschland zu Recht davon ausgehen, dass alle
>> Lebensmittel im handel essbar sind und man alle Sportgeräte anfassen
>> darf. Wir dürfen auch davon ausgehen, dass Akkus nicht einfach so in der
>> Hosentasche oder im Ohr explodieren.
>>
>> Sobald unsere Regierung mal ihre Fürsorgepflicht vernachlässigt (siehe
>> Wilke Wurst), fordern die betroffenen Bürger, dass Köpfe rollen. Es ist
>> also gewollt.
>>
>
> Wenn ich das aber gar nicht will ?

Dann musst Du auswandern oder versuchen, eine Mehrheit zu finden und das 
ändern.

> Das Problem ist doch, dass im Moment die Unterscheidung die ist, dass
> ich entweder in China bestelle und dann eben auch um die Risiken weis,
> oder in Europa, wo mich die Nanny an die Hand nimmt, mir dafür mehr Geld
> abnimmt, und alle die Dinge, die die Nanny für gefährlich hält, von mir
> fern hält.
>
> Wenn ich andere Kriterien haben will, z. B. Bio, nützt mir die Nanny
> wiederum gar nichts, da muss ich auf irgendwelche freiwilligen Label
> zurückgreifen.
>
> Und jetzt hat die Nanny beschlossen, dass meine Wahl, die risikolosen
> Arduinos aus China zu kaufen, für mich zu gefährlich ist, und dass ich
> dafür lieber (die gleichen) teuer aus Europa kaufen muss.

Die Nanny hat auch beschlossen, dass Elektroschrott nicht in den 
Hausmüll gehört und getrennt gesammelt werden soll und der Hersteller 
dafür zahlt.

Dazu kommt: warum sollte er für Deinen aus China importierten Arduino 
später mitbezahlen? Denn genau das tut er zur Zeit für Privatimporte.
Und das ist nicht in Ordnung.

>> Wenn du lieber in China produzieren oder konsumieren möchtest - bitte.
>> Niemand hält dich auf, du lebst hier in einem freien Land.
>
> Ist es eben nicht.
> Und vielleicht will ich ja getrocknete, vergammelte Hühneraugen aus
> China kaufen ?

Kannst Du - dann musst Du die eben für die EU zertifizieren lassen.

Aber vielleicht sollte man einfach mal die Chinesen fragen, warum sie 
immer mehr Lebensmittel direkt aus DE importieren und den locker 
regulierten und in größter unternehmerischer Freiheit produzierten 
chinesischen nicht mehr über den Weg trauen.

> Wobei, mein Fehler, die verkaufen wir ja alle ins Ausland. Da gilt die
> Fürsorgepflicht ja nicht.

Richtig - weil das nicht mehr Teil des Binnenmarktes ist und dort andere 
Richtlinien gelten.

Wenn man in einem Binnenmarkt Produkte verkaufen möchte, dann muss man 
sich eben auf einen Mindeststandard einigen. Für Produkte sind das nun 
einmal die CE-Richtlinien. Nur deshalb kann man europaweit verkaufen.

Und wenn fremde Güter in diesen Binnenmarkt gelangen, dann muss man 
sicherstellen, dass auch diese die Anforderungen erfüllen. Sonst kann 
man es direkt lassen, auch nur irgendeinen Mindeststandard anzusetzen.

Dass die Kontrollen aber nur unzureichend geschehen, weiss auch jeder.

: Bearbeitet durch Moderator
von Axel L. (axel_5)


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Chris D. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Stefan F. schrieb:
>>> Auf der anderen Seite bewahren und genau diese Gesetze vor skrupellosen
>>> Herstellern, die keinerlei Rücksicht auf unsere Gesundheit oder gar
>>> unser Leben nehmen.
>>>
>>> Wir dürfen in Deutschland zu Recht davon ausgehen, dass alle
>>> Lebensmittel im handel essbar sind und man alle Sportgeräte anfassen
>>> darf. Wir dürfen auch davon ausgehen, dass Akkus nicht einfach so in der
>>> Hosentasche oder im Ohr explodieren.
>>>
>>> Sobald unsere Regierung mal ihre Fürsorgepflicht vernachlässigt (siehe
>>> Wilke Wurst), fordern die betroffenen Bürger, dass Köpfe rollen. Es ist
>>> also gewollt.
>>>
>>
>> Wenn ich das aber gar nicht will ?
>
> Dann musst Du auswandern ...

Je öfter ich in den USA bin, um so mehr sehe ich das auch so.

Gruß
Axel

von Le X. (lex_91)


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Axel L. schrieb:
> Je öfter ich in den USA bin, um so mehr sehe ich das auch so.

Versteh ich nicht, dort gelten für Unternehmer und Produzenten ganz 
andere Vorschriften.
Das Weglassen eines Warnhinweises zum korrekten Gebrauch kann da schon 
mal in die Millionen gehen.
Inwiefern ist das besser für den Hersteller?

Axel L. schrieb:
> und dass ich dafür lieber (die gleichen) teuer aus Europa kaufen muss

Deine Armut kotzt mich an.

von Oliver S. (phetty)


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Mw E. schrieb:
> Dann doch lieber Äthopien, das Land boomt grade so richtig.

Die Fernost-Versender werden Wege finden, genau solche Länder als 
Absender zu deklarieren.
Dann geht das eben erstmal im Container in ein 3t-Land und wird der 
dortigen Post übergeben.

von Helwein V. (forgoden)


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Was in den Magen reinkommt, Babynahrung, davon sind Babys in China 
schlecht geworden. Versteht sich ja.

Aber von einem Arduino ohne CE und RohS ist bis jetzt auch keiner 
gestorben? Und warum soll sie in den Müll landen? Sie sind modular und 
überall einsetzbar. Und wer glaubt eine Platine mit RohS sei 
umweltfreundlicher wenn man sie anzünde, der glaubt auch an 
Weihnachtsmann? Refurbed geht nur mit Bleizinn wunderbar. Ich musste 
einen ganzen Smartphone wegschmeissen, weil die Pins vom defekten Taster 
nicht relötbar war. Dank RohS.

von Helwein V. (forgoden)


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Und ich hege sogar den Verdacht dass mit RohS damit genau andersrum 
abgezielt wird. Und zwar zum umweltschädlicheren und warum? Weil mit 
RoHS damit verhindert wird, dass elektronische Bauteile sich refurben 
lassen. Man möchte nicht dass Fernost und Afrika die alten entlöteten 
Bauteile wieder auf dem Markt werfen. Also verhindert man mit RohS, 
damit Bauteile möglichst auf die Platine bleiben. Eher sollen die 
Bauteile zuerst abfackeln bevor sie entlötet werden. Hauptsache es 
werden wieder mehr ICs verkauft. Die Verkaufszahlen müssen klingeln. 
Einen Baum auf das Logo RoHS zu setzen, heuchlerischer gehts ja nimmer!

Jetzt mal ganz ehrlich: Glaubt ihr wirklich dass die USA und EU eine 
Interesse daran haben, die elektronischen Bauteile in Afrika 
umweltfreundlicher abfackeln zu lassen?

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Helwein V. schrieb:
> Und ich hege sogar den Verdacht dass mit RohS damit genau andersrum
> abgezielt wird. Und zwar zum umweltschädlicheren und warum?

Weil es momentan in gewissen Kreisen als schick gilt, überall 
Verschwörungen zu sehen?

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