Hallo
mal eine Frage zur Einrichtung im Bastelraum.
Ich sammle seit einigen Jahren Messtechnik von hp.
Bisher war das kein Problem, weil ich in der Nähe meiner Eltern gewohnt
habe und die ein grosses Haus besitzen mit mehr als genug Platz. Wenn
ich also basteln wollte, bin ich dort hin gefahren.
Nun habe ich aber schon länger einen neuen Job und bin endlich
umgezogen, habe nun eine Wohnung mit 4 Zimmern und eines davon habe ich
mir als Bastelraum und Büro eingerichtet. Aber leider Platzmässig halt
nicht so komfortabel wie früher, aber es ist einfach noch viel
unzumutbarer, immer so weit fahren zu müssen, wenn man was basteln will.
So, nun habe ich eine kleine Lista Werkbank geerbt, incl.
Schubladenstock. Länge der Werkbank 170cm und tiefe ca. 80cm. Plus noch
ein Schreibtisch wo ich meinen PC hab, Breite ca. 150cm und tiefe auch
80cm.
Aber ich krieg meine Messgeräte nicht zufriedenstellend unter! Der eine
Signalgenerator 8340B ist ca. 65cm tief. Wenn ich den auf die Werkbank
stelle, dann ist die schon fast gefüllt. :-(
Ich habs jetzt mal so gelöst, dass ich die Plastikfüsse, die unten immer
dran sind, weggenommen habe, sodass der Generator auf der kompletten
Bodenabdeckung steht. Dann kann man ihn nach hinten rutschen, sodass er
ca. 30cm über die Hinterkante der Werkbank ragt. So gewinnt man einiges
an Platz. Wie macht ihr das? kein Mensch hat doch ein Tischblatt das 2m
tief ist?!
theoretisch würde man ja eine 10m lange Werkbank brauchen, wenn man ein
paar Geräte hat. Das kann doch nicht wahr sein. So viel hab ich nämlich
nun auch wieder nicht, nur 3 VNA für verschiedene Bereiche, 2 Speci, 2
Signalgeneratoren, 1 Osci und 1 Counter sowie 2 Netzteile (die aber nur
halb so breit sind wie alle anderen Geräte).
Wie bringt ihr die ganzen "boat anchors" unter?
Ich hab mir auch schon überlegt, sie im Keller weg zu stellen und nur
nach Bedarf hervor zu holen, aber das ist auch nicht akzeptabel, da sie
zu schwer sind. Einen der Specis habe ich momentan auf einem kleinen
Wägelchen, das ist ganz OK aber die Effizienz der Platzausnutzung ist
minimal.
Meine Werktische sind 1,2m tief, die Regalbretter 50cm tief und haben
5cm Abstand von der Wand.
65cm tief ist bei mir glaube ich kein Gerät aber 50cm kann schon
hinkommen.
http://df6wu.de/meine%20Werkstatt/2016/Labor_006.jpg
Ralph Berres
Bei den Ankern kommt man nicht um einen tiefen Tisch drumherum. Oder
Schwerlastregal hinter dem Tisch für Sachen die Du oft brauchst, ggf.
zusätzlich Lagerregal an anderer Wand für die seltener am Tisch
benötigten oder durchlaufende Geräte, so wie hier auf den Seiten 9 und
10.
http://www.leapsecond.com/ptti2003/amateur-timekeeping-ppt.pdf
Rufus Τ. F. schrieb:> Ich würde Messgeräte nicht auf den Tisch stellen, sondern auf ein> darüber angebrachtes Regalbrett. Und man kann Messgeräte auch stapeln.
Ich staple sie im Moment. Der Stapel ist circa 50cm hoch. Das ist gerade
so hoch, dass man im Sitzen das höchste Messgerät gerade noch erreichen
kann.
Ralph B. schrieb:> Meine Werktische sind 1,2m tief, die Regalbretter 50cm tief und> haben> 5cm Abstand von der Wand.>> 65cm tief ist bei mir glaube ich kein Gerät aber 50cm kann schon> hinkommen.>> http://df6wu.de/meine%20Werkstatt/2016/Labor_006.jpg>> Ralph Berres
Ralph,
ich habe nicht ganz so viele Geräte wie du. Aber mit meinem "Trick", die
Geräte hinten bei der Tischkante überstehen zu lassen (was mir
eigentlich nicht gefällt...) habe ich vorne an der Gerätefront etwa
gleich viel Platz wie du, nur dass mein Tisch nicht so lang ist.
Das mit den Aluprofilen ist eigentlich eine gute Idee. Wenn das unterste
Messgerät wenigstens ca. 20..30cm über dem Tisch wäre, dann wäre der
Tisch dort trotzdem noch als Ablage nutzbar. Ich werd mal in der 4ma
schauen, ob ich ein paar solche Aluprofile besorgen kann. Manchmal
findet man die dort im "Alteisen"container.
Dann kann man getrost die kleineren Geräte auch unten haben!
Ohh - noch ein HP Bastler und Sammler. Toll.
Hier 8753A/C, 8510 A/B und 3577A und diverses weitere.. Angefangen hat
das Elend zum Studiumsende.
Hier hat es Familientradition hinter der Werkbank einfach ein tiefes
Schwerlastregal wandfüllend aufzubauen.
Ich empfehle da Metalsistem aus Italien. Da gibt es verschiedene
Tragfähigkeitsklassen - nicht die leichte Variante (1) für mehr als 1,2m
Spannweite nehmen. Das biegt mit nem 8510, 8753 und ein paar Generatoren
sonst beängstigend durch. Bei der Tiefe wird die 60cm Variante für die
großen NWAs und Generatoren mit der hinteren Verkabeung auch schon
knapp. Ggfs. von der Wand abrücken.
Wichtig und ernstgemeint - mach Dir gedanken zur zulässigen Flächenlast
Deines Fußbodens. Lastverteilung, Wandbefestigung...
Aus welcher Ecke kommst Du denn?
vg
Auch ich ziehe bald um und habe vorgeplant, aber bis das erstmal gemacht
wird kommen erst die wichtigeren Räume. :(
Die 'Platte' sollte eine Lochplatte sein für Werkzeug oder anderes. Die
sollte hin und herfahren mit Rollen auf U-Schienen.
Nur finde ich es unpraktisch, wenn Sachen im unterem Regal am Tisch
sind, aber da könnte man den unteren Regalboden rausnehmen und
Rollbretter benutzen. Um das ganze rauszuschieben.
Ich finde das Ordnung wichtig ist, weil man nicht ein ganzes Projekt an
einem Tag erledigt wird und ich nur einen Raum für mich habe(Freundin).
hp Freund schrieb:> theoretisch würde man ja eine 10m lange Werkbank brauchen
Man sollte die vorhandene Last und Durchbiegung der Regalteile nicht
unterschätzen. Dicke Küchenarbeitsplatten sind manchmal auch eine
schnelle Lösung? Vorteil ist, daß sie bereits eine saubere, relativ
kratzfeste Oberfläche haben.
Um den Arbeitsplatz herum diese Lochschienen
(https://plaza2.krapp.de/tradepro/shop/artikel/gross/00067417_0.jpg)
anbringen. Die dazugehörigen Konsolen gibt es für verschieden tiefe
Regalbretter.
Die unterste Messgerätereihe geht so bei 25-30cm los. Auf einer Seite
stehen größere Geräte, die habe ich einfach über einander gestapelt.
Ansonsten kommen noch 2 Regalböden (alle mit ca.25-30cm) Abstand. Da
kommt man gerade noch so im Sitzen ran.
Zwischen dem untersten Boden und Arbeitstisch habe ich noch mal ein
schmale Bord eingebaut. Da kann man verschiedenen Kram, halbfertige
Leiterplatten etc. ablegen.
Hat sich bei mir bestens bewährt. Wichtig ist, das man die Schienen mit
nicht mehr als 50cm Abstand anbringt, eher etwas weniger. So ist man
flexibel und kann bei Bedarf auch mal kleinere Boards einfügen.
hp Freund schrieb:> Ich staple sie im Moment. Der Stapel ist circa 50cm hoch. Das ist gerade> so hoch, dass man im Sitzen das höchste Messgerät gerade noch erreichen> kann.
Foto?
Zeno schrieb:> (https://plaza2.krapp.de/tradepro/shop/artikel/gross/00067417_0.jpg)
Die gibt es auch als Doppellochschiene. Diese sind wesentlich stärker
belastbar.
Zeno schrieb:> Hat sich bei mir bestens bewährt. Wichtig ist, das man die Schienen mit> nicht mehr als 50cm Abstand anbringt, eher etwas weniger. So ist man> flexibel und kann bei Bedarf auch mal kleinere Boards einfügen.
Der Abstand sollte wenigstens so groß sein das 19Zoll Geräte dazwischen
passen. Also eher 55-60cm Abstand.
Bei einen 80cm tiefen Tisch würde ich die Wandschienen hinter dem Tisch
runtereichen lassen und diese so montieren, das ein daruf befestigtes
Regalbrett von 30-40cm Breite den Tisch hinten verlängern könnte.
Ralph Berres
Ralph B. schrieb:> Meine Werktische sind 1,2m tief, die Regalbretter 50cm tief und haben> 5cm Abstand von der Wand.
So ähnlich würde ich das auch machen. Ich habe hier nur 65cm + 5cm Luft
zur Wand. Die 5cm habe ich mit Bürstenleisten verkleidet damit so
schnell nichts herunterfällt. Kabel lassen sich so schön durchführen und
die Geräte sauber auf Dauer anschließen. Dafür sind unterhalb der
Werkbank schaltbare Steckdosen. Dazu kommt ein Brüstungskanal für die
Geräte, die nur kurzzeitig angeschlossen sind. Ebenfalls schaltbar, über
extra RCD (Typ B) und einzelne B2 bzw. B6 Automaten (hat mir ein
Installateur geschenkt, hier passend weil keine großen Lasten).
Aber die 65cm sind einfach zu knapp. Wenn da ein Oszi (Analog) oder ein
Netzteil steht, reicht der Platz davor nicht mehr um ordentlich zu
arbeiten. Ich hätte gerne mehr Platz.