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Forum: FPGA, VHDL & Co. Schaltplan Tool


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Autor: Carl (Gast)
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Welche FPGA-Entwicklungsumgebungen bieten denn die Möglichkeit, ein 
Design als Schaltplan zu zeichnen?

In ISE war das ja möglich, aber gibt es auch noch andere?

Autor: Lars F. (flemmy)
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Moin Carl,

Vielleicht ist Active HDL was für dich.
https://www.aldec.com/en/products/fpga_simulation/active-hdl

Gruß

Autor: Dike Scarring (Gast)
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Carl schrieb:
> Welche FPGA-Entwicklungsumgebungen bieten denn die Möglichkeit, ein
> Design als Schaltplan zu zeichnen?
Bei Lattice Diamond und Altera/Intel Quartus gibt es auch einen 
Schematic-Editor.
Bei Xilinx Vivado habe ich auf die schnelle keinen gefunden. Dafür gibt 
es dort sogennante Block-Designs.

Aber glaub mir, mit Schematicenty will man wirklich nur allereinfachste 
Sachen machen. Damit lockt man Entwickler, die das vom Simulations- oder 
Layoutprogramm her kennen.
Sobald es nur etwas komplexer wird, ist man mit VHDL oder Verilog 
effektiver, auch wenn die Einarbeitung nicht einfach ist.

Duke

Autor: Carl (Gast)
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>Vielleicht ist Active HDL was für dich.
Hallo Lars,
Du meinst sicherlich den Link hier:
https://www.aldec.com/en/solutions/fpga_design/graphical_text_design_entry
Das wäre ein wahrscheinlich gutes, teueres Tool zum kaufen.

Ich überlege, ob es vielleicht einfach wäre, KiCAD Schalpläne in VHDL 
umzuwandeln.

Es gibt zumindest ein rudimentäres Beispiel für Verilog:
https://github.com/virtualagc/agc_simulation

Autor: Schlumpf (Gast)
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Falls du Student bist, gibt es von Active HDL offebar auch eine 
kostenlose Studentenversion.

Autor: Carl (Gast)
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>Falls du Student bist, gibt es von Active HDL offebar auch eine
>kostenlose Studentenversion.

Im Moment schaue ich mich noch um, was es so gibt.

Hier der Versuch, einen graphischen Verilog Editor in Java-Script zu 
bauen:

https://github.com/FPGAwars/icestudio

Graphisch macht das zumindest was her.

Autor: Berndt (Gast)
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Beitrag "FPGAs grafisch programmieren - eine Analyse"
Beitrag "Grafische Programmiersoftware?"
Beitrag "Verbindung mit Component von Grafikentwurf zum VHDL"

aber ehrlich, kein Entwickler nutzt das. Sobald man etwas kompliziertes 
tun will steht einem die Grafikeingabe im Weg. Viele Dinge lassen sich 
auch 2-dimensional nicht abbilden. Der Aufwand für die Malerei kriegt 
man auch nicht wieder. Lieber ein etwas detaillierteres Blockdiagramm. 
Kostet kaum mehr Zeit bringt aber für die Übersicht wesentlich mehr.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Autor: Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen)
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Berndt schrieb:
> aber ehrlich, kein Entwickler nutzt das. Sobald man etwas kompliziertes
> tun will steht einem die Grafikeingabe im Weg. Viele Dinge lassen sich
> auch 2-dimensional nicht abbilden. Der Aufwand für die Malerei kriegt
> man auch nicht wieder. Lieber ein etwas detaillierteres Blockdiagramm.
> Kostet kaum mehr Zeit bringt aber für die Übersicht wesentlich mehr.

Dazu kommt noch, dass man das Schaltbild nicht vernuenftig versionieren 
kann. Fuer mich persoenlich das absolute Killerargument.

Oft kommt das Argument, dass man zumindest das Toplevel grafisch machen 
sollte. Halte ich auch fuer nicht praktikabel. Wenn man ein Schaltbild 
vom Toplevel moechte muss man nur die richtigen Tools verwenden, z.B. 
Sigasi.

Autor: Blechbieger (Gast)
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Tobias B. schrieb:
> Dazu kommt noch, dass man das Schaltbild nicht vernuenftig versionieren
> kann. Fuer mich persoenlich das absolute Killerargument.

Genau das, insbesondere dass man die Unterschiede zwischen Versionen 
nicht anzeigen kann.

Tobias B. schrieb:
> Oft kommt das Argument, dass man zumindest das Toplevel grafisch machen
> sollte.

Einer meiner Vorgänger hat das bis zu drei Ebenen tief gemacht. Wenn ich 
so ein Design anfassen muss konvertiere ich das erst nach VHDL. Quartus 
produziert dabei Code der relativ wenig nachbearbeitet werden muss.

Autor: Holger (Gast)
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Carl schrieb:
> In ISE war das ja möglich, aber gibt es auch noch andere?

https://www.quicklogic.com/products/fpga/fpga-development-tools/


Gruss Holger.

Autor: Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen)
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Blechbieger schrieb:
> Einer meiner Vorgänger hat das bis zu drei Ebenen tief gemacht. Wenn ich
> so ein Design anfassen muss konvertiere ich das erst nach VHDL. Quartus
> produziert dabei Code der relativ wenig nachbearbeitet werden muss.

Mir wollte mal jemand erklaeren, es sei "Industrie Standard" das 
Toplevel via Schematic zu erstellen. Immer wieder herrlich wie Dinge zum 
Standard erklaert werden, damit sein eigenes Weltbild nicht zusammen 
bricht. ;-)

Autor: Markus F. (mfro)
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Tobias B. schrieb:
> Mir wollte mal jemand erklaeren, es sei "Industrie Standard"...

"Industriestandard" ist ja allgemein die Abkürzung für "ja, war ein 
grober Fehler, ist aber schon zu oft im Feld, als dass wir noch was dran 
ändern könnten".

Insofern passt das doch gut.

Autor: Carl (Gast)
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Mittlerweile habe ich ein wenig mit dem ISE-Grahpiktool experimentiert.
Es funktioniert einigermaßen gut, auch wenn der Editor manchmal die 
Anschllüsse nicht gleich findet.
Soweit ich weiß, gibt es bei Quartus auch eines, was gut funktioniert, 
das von Lattice ist aber unbrauchbar.

Autor: Johannes K. (krjdev)
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Von National Instruments gibt es auch ein FPGA Modul für LabVIEW.
Damit kann man in LabVIEW einen FPGA grafisch programmieren.

http://www.ni.com/de-at/shop/electronic-test-instrumentation/add-ons-for-electronic-test-and-instrumentation/what-is-labview-fpga-module.html

Habe ich aber noch nicht ausprobiert. Liegt auch daran, dass es soweit 
ich weiß für LabVIEW keine freie Lizenz gibt und ich nicht mehr bei 
dieser Firma arbeite, wo wir LabVIEW verwendet haben. Gut, war 
hauptsächlich für externe Kunden. Intern haben wir einfach nur 
Measurement Studio in verbindung mit C# für den Test 
(Funktionstest/Burn-In etc.) von elektronischen Baugruppen verwendet.

Autor: Duke Scarring (Gast)
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Johannes K. schrieb:
> Damit kann man in LabVIEW einen FPGA grafisch programmieren.
Ja. Aber dafür brauchst Du nicht nur die LabView-Lizenz, sondern auch 
noch die FPGA-Hardware von NI...

Duke

Autor: Johannes K. (krjdev)
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Duke Scarring schrieb:
> Johannes K. schrieb:
>> Damit kann man in LabVIEW einen FPGA grafisch programmieren.
> Ja. Aber dafür brauchst Du nicht nur die LabView-Lizenz, sondern auch
> noch die FPGA-Hardware von NI...
>
> Duke
Nicht nur das, gerade mit meinem NI Account nachgeschaut LabVIEW FPGA 
Module: Stolze 3000€ für eine Lizenz. Boah!

Und die Hardware...auch ein Schnäppchen
PXI-FPGA-Modul Hardware ab 5000€ bis über 10000€. Dafür mit Virtex bis 
Kintex.

Tja, war vielleicht keine gute Idee hier LabVIEW zu erwähnen. Für den 
Hobbyentwickler einfach nicht leistbar. :)

Autor: Strubi (Gast)
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Tobias B. schrieb:
> Dazu kommt noch, dass man das Schaltbild nicht vernuenftig versionieren
> kann. Fuer mich persoenlich das absolute Killerargument.

Oder hol' das Design nach 10 Jahren noch mal raus, und versuch' es, zum 
Laufen zu bringen. Wenn die generierte HDL nicht auch mit ins Repo 
eingecheckt wurde, geht der Spass los.

Schematic-Entry ist typischerweise, wie auch LabVIEW-Ansätze, eine 
"write-only"-Sache, die bei der Wartung oder Fehlersuche echt 
Kopfschmerzen macht.

Höchstens könnte man noch kactus2 erwähnen, welches immerhin IP-XACT 
verwendet. Aber mit der Tool-Unterstützung sieht's dann mau aus, mir 
fällt nur Vivado in der "Holzklasse" ein.

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