Auch wenn das Thema hier schon gelegentlich auftrat, aber die letzten
Beiträge sind schon Jahre her. Wer kann mir einen - möglichst freien
oder nicht allzu teuren - Schaltplaneditor empfehlen, mit dem sich
professionell aussehende Grafiken erstellen lassen?
Es soll ein reiner Editor sein, PCB-Design oder ähnliches brauche ich
nicht. Zweck soll die Erstellung von Schaltplänen für einen
Zeitschriftenartikel sein. Bisher habe ich den integrierten Editor von
Eagle genutzt, der Grafikexport ist jedoch alles andere als
professionell: zu grob gepixelt, keine einstellbare Strichstärken.
Außerdem sind die Symbole nicht immer IEC-normgerecht, wie z.B. beim
Zeichen für Induktivität.
Ideal wäre es, wenn europäische, internationale und US-amerikanische
Symbole auswählbar wären.
Experimentiert habe ich mit VisualParadigm, das seit kurzen auch einen
Schaltplaneditor enthält. Leider unbrauchbar, da ich u.a. es nicht
geschafft habe, Abzweigungen zu zeichen. Es gibt nur eine rudimentäre
Anleitung.
Ein zweiter Versuch war Kisscad. Die Pläne sehen zwar richtig gut aus,
aber die Bedienung ist alles andere als intuitiv.
Empfohlen wurde mir SPlan von adacom. Kostet wohl knapp 50€. Lohnt sich
die Investition? Die Demoversion kann leider nicht drucken oder
exportieren, so dass sich die Qualität nicht beurteilen läßt.
Mike schrieb:> Empfohlen wurde mir SPlan von adacom. Kostet wohl knapp 50€. Lohnt sich> die Investition? Die Demoversion kann leider nicht drucken oder> exportieren, so dass sich die Qualität nicht beurteilen läßt.
Ja, lohnt sich. Macht alles, was du verlangst.
Es geht auch mit dem Geier!
Exportiere einfach den Kram im Dxf-Format.
Da kannst Du auf Layer-Ebene die Strichstärke beeinflussen.
Notfalls für die dicke Berta einen gleichnamigen Layer anlegen und
markieren bzw. verschieben.
Hallo Mike.
Mike schrieb:> Es soll ein reiner Editor sein, PCB-Design oder ähnliches brauche ich> nicht. Zweck soll die Erstellung von Schaltplänen für einen> Zeitschriftenartikel sein.
Es kommt Dir also eher auf die Optik an? Dann würde ich Dir weniger zu
einem Schaltplaneditor als zu einem Vektorgrafikprogramm raten. Meine
Wahl dazu wäre dann Inkscape. Format wäre dann SVG.
https://de.wikipedia.org/wiki/Inkscape> Ideal wäre es, wenn europäische, internationale und US-amerikanische> Symbole auswählbar wären.>
Spezielle Vektorgrafiksymbole für Schaltpläne kenne ich so aus dem Ärmel
nicht. Müsstest Du nach suchen bzw. anfertigen.
> Bisher habe ich den integrierten Editor von> Eagle genutzt, der Grafikexport ist jedoch alles andere als> professionell: zu grob gepixelt, keine einstellbare Strichstärken.> Außerdem sind die Symbole nicht immer IEC-normgerecht, wie z.B. beim> Zeichen für Induktivität.
Meine persönliche Empfehlung:
KiCad ist auch open Source und hat einen guten SVG-Export für
Vektorgrafik.
Sowohl für einzelne Symbole als auch für komplette Schaltpläne.
Die offiziellen Symbole sind zwar meist international/amerikanisch, aber
hier
https://www.mikrocontroller.net/articles/KiCad-Bibliotheken#Hier_in_Mikrocontroller.net_selber
finden sich auch europäische.
Vermutlich kommst Du mit Standardsymbolen aus. Spezielle musst Du Dir
wohl oder übel in einem gewissen Umfange selber anfertigen. Wenn Du
spezielle Anforderungen bezüglich Ästhetik hast, sowieso.
KiCad hier im Wiki: https://www.mikrocontroller.net/articles/KiCad> Die Pläne sehen zwar richtig gut aus,> aber die Bedienung ist alles andere als intuitiv.
Zum Thema intuitiv siehe:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltplaneditoren#Handlichkeit.
Ok, gilt so etwas mehr für Layouts als für Schaltpläne, trifft aber im
grossen und ganzen trozdem zu. ;O)
Die Wikiseite enthält auch eine Zusammenfassung über Schaltplaneditoren.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Mike schrieb:> Es soll ein reiner Editor sein,
Dann nimm irgend eine Version von Eagle, z.B. eine 5.x, 6.x oder 7.x
Version. Da hast du den Vorteil gegenüber irgendwelchen
Grafikprogrammen, daß du bereits sinnvolle Bauteile und deren Symbole in
den Libs hast und daß du deine Schaltung bequem editieren kannst, was
bei anderen Programmen eher Streß ist.
Und zum Schluß exportierst du dein Schaltbild per ULP als WMF und kannst
es damit in jeder heutigen Textverarbeitung importieren und dort auch
skalieren, ohne daß es unleserlich wird.
W.S.
Ich kann dir SPlan auch sehr empfehlen. Es ist sehr einfach zu
beherrschen, auch mechanische Zeichnungen kann man damit sehr gut
machen.
Ich hab alle Schaltbilder in meiner Bachelorarbeit damit gemacht.
Bernd W. schrieb:> Es kommt Dir also eher auf die Optik an? Dann würde ich Dir weniger zu> einem Schaltplaneditor als zu einem Vektorgrafikprogramm raten. Meine> Wahl dazu wäre dann Inkscape. Format wäre dann SVG.
Diese Empfehlung teile ich. Und damit man nicht jedes Bauelement selbst
malen muss, nimmt man die Bibliothek von Wiki-Commons:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Electrical_symbols_library.svg
Die Datei in Inkscape öffnen. Schauen, dass das Dokument mit 1mm
arbeitet. Ein 1mm Grid anlegen. Snap-On-Grid aktivieren. Und NIEMALS
irgendwas skalieren. Dann kommt man recht schnell zu schönen
Schaltplänen.
Hallo Elias.
Elias K. schrieb:> Diese Empfehlung teile ich. Und damit man nicht jedes Bauelement selbst> malen muss, nimmt man die Bibliothek von Wiki-Commons:> https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Electrical_symbols_library.svg
Danke für den Tipp!
> Die Datei in Inkscape öffnen. Schauen, dass das Dokument mit 1mm> arbeitet. Ein 1mm Grid anlegen. Snap-On-Grid aktivieren. Und NIEMALS> irgendwas skalieren. Dann kommt man recht schnell zu schönen> Schaltplänen.
Wenn der Schaltplan komplett fertig ist, kann der gesammte Schaltplan
aber schon skaliert werden?
Das vermeiden von Skalieren ist ja nur, um die Größenverhältnisse in und
zwischen den Symbolen wärend der Erstellung des Schaltplanes nicht zu
stören.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Vor Jahren habe ich dafür EAGLE mit einem angepassten (Strichstörken,
Schrift etc.) eagle2svg.ulp benutzt. Das sah dann aus wie im Anhang (aus
Inkscape als PNG gespeichert).
Mike schrieb:> Editor von Eagle genutzt, der Grafikexport ist jedoch alles andere als> professionell: zu grob gepixelt, keine einstellbare Strichstärken.> Außerdem sind die Symbole nicht immer IEC-normgerecht, wie z.B. beim> Zeichen für Induktivität.
Die Auflösung lässt sich doch unter export/ Image einstellen.
Strichstärke verstellen - okay da verstehe ich die notwendigen nicht.
Aber im Zweifelsfall kannst du doch die Stärke der wire Linien einfach
ändern. Change with. Natürlich auch in derlibary.
Wie die Symbole aussehen ist doch Dir selbst überlassen, stell dir eine
libary nach deinen Wünschen zusammen. Und dann auch gleich mit deinen
Linienstärken.
Bernd W. schrieb:> Wenn der Schaltplan komplett fertig ist, kann der gesammte Schaltplan> aber schon skaliert werden?
Ja, kein Problem. Wird während dem Zeichnen skaliert, passt meist nichts
mehr ins Raster, Linienstärken sind Teil falsch, usw. Und man kommt
nicht ohne weiteres ins Raster zurück. Wie immer gilt: wer weiß,was er
tut, darf es auch. Allen anderen empfehle ich in Inkscape die Finger vom
skalieren zu lassen. :-)
Mike schrieb:> Bisher habe ich den integrierten Editor von> Eagle genutzt, der Grafikexport ist jedoch alles andere als> professionell: zu grob gepixelt, keine einstellbare Strichstärken.
Gegen die groben Pixel lässt sich etwas tun:
Stelle beim Exportieren des Bildes einfach eine höhere Auflösung ein.
Die Default-Einstellung mit 150 dpi ist in der Tat etwas arg sparsam.
@TO
Natürlich kann man in Eagle Schaltplaneditor die Strichstärke von
Verbindungsleitungen einstellen. Einfach auf das Symbol mit dem
Schraubenschlüssel (Objekteigenschaften) klicken und Width wählen.
Gewünschte Strichstärke wählen und alle Linien anklicken die die neue
Strichstärke bekommen sollen.
Es geht auch per Rechtsklick auf das Objekt der Begierde und dann im
Popupmenü Eigenschaften wählen.
Wenn Dir die vorgefertigten Symbole nicht gefallen, dann mußt Du Dir
halt eigene erstellen, was mit dem Symboleditor nun wirklich kein
Problem ist.