Labornetzteil (Beha) defekt

OP #6080638
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Ich hab hier ein Labornetzteil Marke: Beha UNIWATT NG304 das hat 
folgendes Problem, wenn ich es einschalte bleibt die Anzeige auf null, 
und der Spannung u. Stromregler reagieren nicht, die Strombegrenzug 
leuchtet andauernd.


Hat da jemand Ahnung von was das sein könnte, oder wo ich anfangen soll 
zum suchen, muss dazu sagen das ich von der Elektronik nur über wenig 
Wissen verfüge. Aber vielleicht kommt mann trotzdem zu einen Ergebnis 
bzw. kennt
jemanden der jemanden kennt der solche Teile reparieren kann.
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #6080785
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Stefan S. schrieb:
> dann sind die doch
> in Ordnung oder?

Messtechnisch ja. Aber das erste Bild ist nicht sehr vielsagend. Die 
Strombegrenzung steht auf 0 und spricht auch an, wie man an der roten 
LED sieht.Man muss schon etwas I aufdrehen, damit überhaupt Spannung am 
Ausgang erscheinen kann. Auch der U Regler (Spannung) sollte nicht auf 0 
stehen.
#6080823
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Meß mal ob überhaupt Spannung am Ausgang ankommt. Wenn die 2N3055 oder 
der Shunt durch sind, dürfte OP01 die LED immer leuchten lassen.

Meß mal ausgeschaltet mit Diodentest die Basis-Emitter und 
Basis-Kollektor-Diodenstrecken von T1, T2, T3

Und vorher schauen ob überhaupt Spannung hinterm FUUUL BRIDGE RECTIFIER 
ankommt.
OP #6080936
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So langsam komme ich mit meinen Elektronikfähigkeiten ans Limit, am 
Ausgang kommt keine Spannung an.
Was ist den ein Shunt ist das der Widerstand bei den 2N3055

Ich habe wo die Kabel an die Platine gelötet sind 45V

Thomas W. schrieb:
> Meß mal ausgeschaltet mit Diodentest die Basis-Emitter und
> Basis-Kollektor-Diodenstrecken von T1, T2, T3

was müssen den da für Werte rauskommen
#6080945
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Stefan S. schrieb:
> So langsam komme ich mit meinen Elektronikfähigkeiten ans Limit, am
> Ausgang kommt keine Spannung an.
> ...
> Thomas W. schrieb:
>> Meß mal ausgeschaltet mit Diodentest die Basis-Emitter und
>> Basis-Kollektor-Diodenstrecken von T1, T2, T3
>
> was müssen den da für Werte rauskommen

Ich glaube, auf Basis deiner hier dokumentierten Elektronikfähigkeiten 
wird es schwer sein, dir auf diesem Weg zur Reparatur zu verhelfen.
Vielleicht findest du in deiner Gegend ein Repair-Cafe oder sonst einen 
Helfer. Apropos: was ist "deine Gegend"?
#6080946
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Da die 3 Opamps bereits auf Sockel sitzen, einfach mal hin/her wechseln 
und schauen, ob sich was ändert, dann ist nämlich zumindest einer davon 
kaputt. Neben kurzen Tantals das Wahrscheinlichste.

Die beiden Chips neben dem Display ist 3-1/2 digit DVM Chipset. Wenn 
Ausgangsspannung ungleich Anzeige, dann ist ev. einer von denen futsch.

Tantals auf Kurzschluss testen, Spannung hinter den Gleichrichtern 
messen.
#6080948
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Dietrich L. schrieb:
> Ich glaube, auf Basis deiner hier dokumentierten Elektronikfähigkeiten
> wird es schwer sein, dir auf diesem Weg zur Reparatur zu verhelfen.
> Vielleicht findest du in deiner Gegend ein Repair-Cafe oder sonst einen
> Helfer. Apropos: was ist "deine Gegend"?

Hat Dietrich warscheinlich recht. Besser du setzt dich mit jemanden aus 
der Nähe zusammen.
Gast #6080949
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Stefan S. schrieb:
> Ich hab hier ein Labornetzteil Marke: Beha UNIWATT NG304 das hat
> folgendes Problem, wenn ich es einschalte bleibt die Anzeige auf null,
> und der Spannung u. Stromregler reagieren nicht, die Strombegrenzug
> leuchtet andauernd.

Und wie hast du dass kaputt gekriegt?
Akku geladen?
Gast #6081097
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Stephan schrieb:
> Und dann braucht man so ein Netzteil?

Der Gedanke kam mir auch, aber er ist nicht richtig: Was brauche ich, um 
mit Elektronikbasteln anzufangen? Richtig, ein Netzgerät!

Woran bin ich als Anfänger gescheitert?
Am Selbstbau eines vernünftigen Netzteils :-)

Wenn jemand stefan66 hilft, das Teil zu reparieren, hat er eine gute 
Basis für weitere Basteleien. Ich werde es nicht sein, wohne deutlich zu 
weit weg.

Thomas B. schrieb:
>>> Und wie hast du dass kaputt gekriegt?
>> Plus und Minus lagen für längere Zeit aneinander, also Kurzschluss.
> Sollte das Gerät eigentlich aushalten können.
> Ich bin überrascht,

Ich nicht. Der Kühlkörper ist nicht so riesig, dass er rund 110 Watt 
über längere Zeit sauber abführen kann.

Nach dieser Aussage wäre mein erster Verdächtiger der Endstufentreiber 
T3 BD135.

Thomas W. schrieb:
> http://www.pewa.de/DATENBLATT/DBL_BEHA_NG304_MANUAL_DEUTSCH.PDF

Das ist ja mal eine richtig gute Anleitung, damit kann man das wieder in 
Gang bekommen, solange der Trafo noch lebt. Ich wusste garnicht, dass 
BEHA Bausätze angeboten hat.
Gast #6081114
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Manfred schrieb:
> Ich nicht. Der Kühlkörper ist nicht so riesig, dass er rund 110 Watt
> über längere Zeit sauber abführen kann.
>
> Nach dieser Aussage wäre mein erster Verdächtiger der Endstufentreiber
> T3 BD135.

Die Fehlerbeschreibung im Anfangsposting klingt aber nicht nach 
durchlegiertem Längstransistor.
#6081124
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Vielleicht fangen wir am Besten nochmals von vorne an. Auch wenn ich 
mich etwas wiederhole ist es ratsam schrittweise vorzugehen.

Zuerst sollte man bei ausgeschalteten Gerät die wichtigen Halbleiter auf 
Kurzschlüsse überprüfen. Das geht auch bei eingebauten Teilen. Es 
empfiehlt sich auch die Transistorstrecken gegen offene Strecken zu 
überprüfen. Das geht am besten mit dem DMM in Dioden Modus. In 
Durchlassrichtung sollte ungefähr 0.7V angezeigt werden. In der 
entgegengesetzten Richtung irgend etwas höher als 1V je nach 
Beschallung. Bei NPN Transistoren positive Teststrippe an Basis und in 
beiden Richtungen (BE und BC) sollten rund 0.6-0.8V messbar sein, je 
nach Meßstrom.

Mit dem Ohmmeter in Halbleiter Testmodus checke in der Reihenfolge:

D12/13 am Ausgang
T1-5

Dann bei eingeschalteten Gerät:

Gegen Pluspol am Ausgang checke die Hilfspannungen von +/-12V und die 
Referenzspannung um 5-6V herum.

Checke T5 Basis. Diese Spannung sollte fast Null sein damit T5 den T4 
nicht abwürgt.

Die rund 45V am Hauptgleichrichter.
Dann an der Basis von T3 gegen Pluspol des Ausgangs, notiere diese 
Spannung. Je nach Ansteuerung ist sie entweder Positiv oder etwas 
negativ. Die Spannung am Emitter von T3 muß rund 0.7V weniger sein. 
Dasselbe gilt für die Ausgangstransistoren T1/2. zwischen T3 und T1/2 
Emitter sollte rund 1.4V Unterschied sein.

Generell gilt, daß bei Transistorstromfluß die Emitterspamnungen gegen 
die Basis immer rund 0.7V geringer sein muß.

Dann checke die OPV Ausgänge. Der OPV für die Spannungsreglung wird hart 
nach positiv gehen wenn die Ausgangsspannung kleiner wie die 
Vorgabespannung ist.

Das gleiche gilt für den OPV für den Stromvergleich. Ohne Laststrom wird 
der OPV auch hochziehen.

Sollten beide OPVs steckbar sein, ziehe beide heraus oder löte die 
Ausgangsdioden einseitig ab. Die Asgangsspannung sollte in diesen Fall 
auf fast die volle Eingangspannung von 45V hochschnellen wenn T1-5 in 
Ordnung sind weil T4 als Konstantstromquelle arbeiten soll und den E der 
+12V Versorgung zueilt. Falls das nicht der Fall ist, dann alle 
Transistoren nochmals prüfen. Aufpassen, daß T5 nichts tut. Der kann 
nämlich im Fehlerfall den T4 durch runterziehen der Basis verriegeln.

Dann würde ich die Diode beim Spannungs OPV wieder einlöten und 
einschalten ob sich irgendwas tut wenn man am Spannungspoti dreht. 
Generell, wenn der negative Eingang größer zum positiven Eingang ist, 
schnellt der Ausgang in die negative Richtung und umgekehrt. Wenn so 
weit alles in Ordnung ist, müßte die Spannung regelbar sein. Das gleiche 
gilt für den Strom OPV. Miß am OPV Ausgang ob die Spannung positiv ist 
und die LED leuchtet. Solange die Spannung positiv ist, hat der Strom 
OPV keinen Einfluß. Das gleiche gilt im Steomreglungsmodus. Dann geht 
der Spannungs OPV positiv und der Strom OPV etwas um den 
Ausgangsnullpunkt, leicht positiv.

Vielleicht hilft Dir das etwas. An sich sind derartige Netzteil nicht zu 
schwierig bei der Fehlersuche. Es ist halt immer wichtig Schaltungsteile 
abzugrenzen und einzeln zu untersuchen.

Jedenfalls wünsche ich Dir baldigen Erfolg. Wenn es wirklich nicht geht, 
findet sich vielleicht jemand der Mit Dir zusammen den Fehler suchen 
kann. Leider wohne ich viel zu weit weg um direkt helfen zu können.

Dieses LNG ist ein sehr schönes älteres Gerät mit exzellenter Doku und 
verdient nicht verschrottet zu werden. Es ist dem (berüchtigten:-) ) 
Funkschau 12/73 LNG sehr ähnlich.
#6081139
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Gerhard O. schrieb:
> Dieses LNG ist ein sehr schönes älteres Gerät mit exzellenter Doku und
> verdient nicht verschrottet zu werden. Es ist dem (berüchtigten:-) )
> Funkschau 12/73 LNG sehr ähnlich.

Das Netzgerät und auch die Doku ist super.
Aber auch das DVM  mit CA3161/3162 macht Schmetterlinge im Bauch.
10-15  Messungen pro Sekunde

Ein +Punkt an Gerhard

Gruß
Thomas
Gast #6081157
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Thomas B. schrieb:
> Schmetterlinge im Bauch

Du bist so schnell verliebt? Hach, die Jugend... ,-)

Stefan S. schrieb:
> Dietrich L. schrieb:
>> Apropos: was ist "deine Gegend"?
>
> 96050

Mist. Sind doch rund 300km - und somit eindeutig zu viele davon.

Gerhard O. schrieb:
> Dieses LNG ist ein sehr schönes älteres Gerät mit exzellenter
> Doku und verdient nicht verschrottet zu werden.

ACK, keinesfalls. Viel zu schade zum sterben.

Im Notfall würde ich das Netzteil sogar via Paket zu jemandem mit
den nötigen Kenntnissen verfrachten, statt es aufzugeben. Tolles
Teil, unbedingt irgendwie retten!
Gast #6083173
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Stefan S. schrieb:
> Ich habe mal noch ein paar Bilder angehängt, die Dioden (roter
> Kreis)
> für den Ausgang sind diese nehme ich an, die muss man zum testen doch
> auslöten oder?

Frechheit! Wenn du schon am PC sitzt, warum machst du keinen Screenshot 
oder lädst das DB direkt hier hoch? Stattdessen ein Foto?
#6083372
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ist schon krass was hier abgeht.

Ich finde es von Thomas wirklich löblich ihm das Gerät kostenlos zu 
reparieren. Dafür verdient er eigentlich von allen Anerkennung.

Aber dann kommen völlig andere Personen und erwarten von Thomas einen 
detailierten und bebilderten Reparaturbericht.

Haben sich diese Personen mal Gedanken darüber gemacht, wieviel 
zusätzliche Arbeit in der Erstellung solch eines Berichtes steckt?

Ich finde das kann man von Thomas nicht auch noch verlangen.

Ralph Berres
Gast #6083409
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Gerhard O. schrieb:
> Vielleicht fangen wir am Besten nochmals von vorne an. Auch wenn ich
> mich etwas wiederhole ist es ratsam schrittweise vorzugehen.
>
> Zuerst sollte man bei ausgeschalteten Gerät die wichtigen Halbleiter auf
> Kurzschlüsse überprüfen.
....

Ich staune immer wieder über Leute, die das so schön niederschreiben 
können!

Anfänger sollten sich das ausdrucken und als Anleitung in einen Rahmen 
über den Bastelplatz hängen.

Obwohl ich sicher bin, schon nach dem ersten Drittel ist der Fehler 
gefunden.
#6083503
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Matthias S. schrieb:
>> 2N3055 habe ich auch.
>
> Das wird oft überbewertet. Man kann auch leicht einen BD249(C) aufs TO3
> Gehäuse anpassen,

Das ist richtig. Doch gebe ich zu bedenken, das die maximale zulässige 
Sperrschichttemperatur bei einen 2N3055 200° beträgt bei einen BD249C 
nur 150°

Allerdings unterscheiden sich der thermische Widerstand zwischen 
Halbleiter und Gehäuse auch. BD249 1°/W 2N3055 1,5°/W

Das muss man bei der Auslegung des Kühlkörpers bedenken.

Ralph Berres
Beitrag #6083685 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6083698
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soul e. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>
>> Oder man nimmt den 2N3055 wenn man ihn da hat;-)
>
> Wobei 2N3055 ein Sammelbegriff ist. Ursprünglich einfachdiffundiert,
> später Mesa ("RCA"), heutzutage Planar (ein BD249C mit Metallgehäuse).

Für mich ist 2N3055 drin wo 2N3055 drauf steht? Und davon habe ich noch 
einige.


Thomas W. schrieb:
> Merci Jörg, ich meld mich wenn das Messgerät nichts anzeigt bzw
> die Endstufe durch ist. Danke!
> Fotos folgen sobald es hier ist. (Ab 7.1.)

Ich würde ggf. auch die Displays wechseln, evtl. sogar die 
Filterscheibe. Die Displays sehen rech dunkel aus, kann aber auch an der 
Belichtung der Kamera liegen. Wenn schon, denn schon;-)
Gast #6084116
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Ralph B. schrieb:
> Aber dann kommen völlig andere Personen und erwarten
> von Thomas einen detailierten und bebilderten Reparaturbericht.

Du kannst schon zwischen Kommerz und Hobby differenzieren?

Thomas bietet das an, weil er Spaß an der Sache hat und die Alten hier 
(ich gehöre dazu) freuen sich, diese fast schon historische Technik zu 
begucken.

Jörg R. schrieb:
> Für mich ist 2N3055 drin wo 2N3055 drauf steht?
> Und davon habe ich noch einige.

Bei denen, die ich hier habe, ist drin was draufsteht, 3055H von RCA - 
die sind Restbestände einer seriösen Serienfertigung bis ca. 1980, die 
Firma wurde direkt von den Herstellern beliefert.

Ob bei denen für 1,50 von ebay auch drin ist was draufsteht, wurde schon 
mehrfach angezweifelt.
Gast #6084258
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Manfred schrieb:
> Bei denen, die ich hier habe, ist drin was draufsteht, 3055H von RCA -
> die sind Restbestände einer seriösen Serienfertigung bis ca. 1980, die
> Firma wurde direkt von den Herstellern beliefert.

So sollte es sein (wenn es das auch leider nicht immer ist).

hinz schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Ob bei denen für 1,50 von ebay auch drin ist was draufsteht,
>> wurde schon mehrfach angezweifelt.
>
> https://www.richis-lab.de/2N3055.htm

Gerade mit falschen Mosfets wieder sensibilisiert, hier zu sehen:

Beitrag "IRF4905 - RDSon zu hoch"

Was ich davon halte, brauche ich sicher nicht näher auszuführen.

Dokumentation ab Werk ist immer eine feine Sache. Gute Ware gibt
es daher am sichersten beim offz. Distri, ohne o. g. Beziehungen.

Wilhelm S. schrieb:
> 'Arbeitspferd der Elektronik'... heute dümpeln sie in der Kiste.

Ja klar, heutzutage sind eben SiC und GaN das Maß der LE-Dinge.

Aber gerade fürs Labornetzteil kann der bestens eingesetzt werden.
Es wurde schon so oft gesagt, weil es stimmt: Die Geräte von damals
erfüllen auch heute noch ihren Zweck. Was sollte jemanden hindern,
betagtere Transistortypen an ihren angestammten Platz zu setzen?

Für lineargeregelte Versorgungen wird der dicke alte BJT (auch der
langsame Vertreter) seiner Rolle doch bestens gerecht. Viele Selbst-
bauer oder Reparateure würden sogar lieber den Hometaxial Typ oder
2N3773 oder KD503 verwenden hier, wegen des größeren SOA Bereichs.


Zum Glück ist Dein Beha mit ziemlicher Sicherheit voll original.
Das Gerät ist aus guten, alten (zum Großteil aber auch verglichen
mit heutiger Produktion haltbareren) Bauteilen - und die Reparatur
einfach wert. Und auch die Funktionalität als Analoggerät ist den
heutigen Ansprüchen noch so gewachsen wie damals - es sei denn man
braucht die Anbindung an den PC (oder bevorzugt bunte Anzeigen
sowie Drehencoder / Knöpfe). Die natürliche Bedienbarkeit ist hier
einfach eine Wohltat, kein Vergleich zu modernen Alternativen mit
moderaten Preisen - das ist gewissermaßen ein wertvolles Stück.


Es freut mich, daß das viele andere hier offenbar auch so sehen,
wie sich in den letzten Tagen ja deutlich zeigte. Recht viele User
scheinen dem große Wertschätzung entgegenzubringen. Scheint auch so,
als würde es bald wieder in ordnung kommen. Ab dann wirst Du damit
recht sicher keine Probleme haben, so eines kann einen ein Bastler-
leben lang begleiten - wenn man Glück hat, was ich Dir wünsche. ;)


MfG
#6084341
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Apropos Fernsteuerung. HP stellte damals ein BUS Steuerbares HP-IB 
Programmiergerät her, daß mit allen LNGs von HP verwendbar war welche 
die rückseitigen Anschlußleisten aufwiesen.

http://hpmemoryproject.org/an/pdf/an_250-1.pdf

Ich habe selber so ein Gerät und es funktioniert gut. Allerdings 
unterstützt es nicht SCPI:-) Die Bus Kommandos sind alle sehr Low Level. 
Also keine direkte VISA LabVIEW Unterstützung.

Auch das BEHA ließe sich relativ leicht auf uC Fernsteuerung umrüsten 
wenn man es brauchen würde. Das ist heutzutage nicht mehr so schwer. Man 
braucht nur einen zweikanaligen von Masse isolierten DAC entsprechender 
Auflösung und ADCs zum Überwachen.
#6101206
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Und so sieht es von innen aus.

Lötstellen sehen definitiv nach Bausatz aus, etwas zuviel Lötzinn.

Neben dem Wahlschalter für das Instrument eine Leitung die eine 
durchgebrannte Leiterbahn ersetzt.

Trafo ist von "ms", alle Spannungen sind da am Trafo (AC).

Die beiden 2N3055 sind von TESLA.
Der BD135 dazu ist auf der Innenseite des Gehäuses, genauso wie der 
Brückengleichrichter. Für beide ist das Gehäuse Kühlkörper.
Angehängte Dateien:
#6101216
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Test des Meßgeräts.

Wahlschalter auf "Uext", und 5V angeschlossen.
Geht ! Zum Glück das Meßgerät nicht defekt.

Zeigt 4,9/5.0 an, also ist genau eingestellt.

Aufbaufehler gefunden:
Kabelfarben blau und rot vom Brückengleichrichter sind vertauscht.
(Pin 2 und 5 von links gezählt)
Laut Anleitung soll Pin2 (Minus) blau sein. Soll ich das noch 
vertauschen ? Nah, ich glaub ich lass das so.

Die gelben und grünen Kabel an die Zehngangpotis sind auch recht spröde.
Vielleicht tausche ich die noch.
Angehängte Dateien:
#6102185
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So, erstmal die Potis mit neuen Käbelchen ausgestattet und dann 
gemessen:

5V ok, 12V ok, -12V ? fail
Also 7912 raus, hatte ich nicht da, 79M12 rein. -12V sind da !
(Braucht eh keiner mehr als 500mA, oder ?)

Laaangweilig. Das war´s. Spanung wieder da, Strom da, alles geht.

Jetzt noch die Trimmer justieren, dann kann das Schätzchen wieder 
zugemacht werden.

Dann noch zwei Bilder von den Lötstellen und der Stelle mit der 
abgelösten Leiterbahn.

Tut mir leid, aber ich kann hier keine komplizierte Fehlersuche bieten.

@stefan66 Schick mir bitte die Adresse wohin es gehen soll, danke !
Angehängte Dateien:
#6102226
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Hallo Thomas,


Glückwunsch zur schnellen Reparatur! Das ging ja im Schnellzugtempo. 
Interessant, daß der 7912 der alleinige Missetäter war. Naja, laßt in 
ihn Frieden ruhen...

Jedenfalls freut mich der Fortschritt des Ganzen und daß Dank Dir ein 
schönes altes Gerät wieder einsatzbereit ist.

Ungleich des Trends unserer Zeit keine Unterlagen zu veröffentlichen, 
sieht man wieder einmal wie wichtig gute Unterlagen sein könnten beim 
Kauf von LNGs und Lötstationen. Sicherlich hätte man in diesen Fall den 
Fehler bestimmt auch bald ohne Doku gefunden.

Es ist schade, daß uns in dieser unserer Neuzeit die Eigenreparatur 
unserer Geräte wegen Geheimhaltung seitens vieler Hersteller so 
erschwert wird. Leider können wir das größtenteils dem historischen 
chinesischen Abschauverhalten danken und sind letzten Endes die 
Leidtragenden denen Reparatur gekaufter Geräte systematisch so erschwert 
wird. Die Digitalisierung fast aller neuer Geräte erschwert nun 
natürlich Reparaturen durch oft unbequeme SMD Konstruktionen und der 
Software Komponente.

Nicht immer hat man das Glück vom Hersteller noch Schaltunterlagen zu 
bekommen. Am Rande vermerkt: Ich war positiv überrascht, vor ein paar 
Tagen von Pace für meine 18 Jahre alte Lötstation noch ein Schaltbild in 
super Qualität zu bekommen. Das ist heutzutage nicht mehr 
selbstverständlich.

Jedenfalls freut mich der positive Fortgang der Leha LNG 
Reparaturgeschichte sehr.


Gruß,
Gerhard
#6102272
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Gerhard O. schrieb:
> Es ist schade, daß uns in dieser unserer Neuzeit die Eigenreparatur
> unserer Geräte wegen Geheimhaltung seitens vieler Hersteller so
> erschwert wird.
> ...
> Nicht immer hat man das Glück vom Hersteller noch Schaltunterlagen zu
> bekommen.

Das ist aber nur halbe Wahrheit.
Richtig ist: Bei alten Geräten mit Standardbauteilen ist mit einem 
Schaltplan eine Reparatur meist möglich.
Anders ist das bei Geräten, wo ein programmierter oder 
kundenspezifischer Baustein verwendet wird: da hilt ein Schaltplan nur 
begrenzt weiter. Und solche Geräte gibt es inzwischen immer häufiger.
Gast #6102386
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Manfred schrieb:
> Wenn das so kommt, warten wir alle gespannt auf Deinen Reparaturbericht
> incl. Fotos.
Thomas W. schrieb:
> Kein Thema kommt mit Fotos.

Danke, dass Du es so ausführlich dokumentiert hast!

Wenn ich mir die Lötstellen so angucke ... das wurde wohl von einem 
Anfänger zusammengebraten.

------

Ich hatte vor 5 Jahren ein HP-Längsreglernetzgerät auseinander, 
erhebliche Schäden durch ausgelaufene Elkos. Nach der Flickerei 
funktionierte es im Prinzip, aber mit schlechten Werten: Ein 7912 stand 
auf Durchzug :-)
Gast #6102717
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Thomas W. schrieb:
> Laaangweilig. Das war´s.

Da mußte ich kurz lachen... ich weiß, was Du meinst. Du warst halt
zu allem bereit, hättest auch tagelang daran gearbeitet. Tja... ;-)

(Man beachte: Aus Spaß / kostenlos - da erkennt man den Liebhaber.)

Du könntest höchstens noch ein kleines Tröpfchen dünnfl. Öl in die
(Flug-)Roststelle am Trafokern einziehen lassen und später ein wenig
mit dem Lappen hinrubbeln, aber das fällt im Grunde unter den Punkt:
"Suche nach etwas mehr Arbeit". (Problem wird daraus nie entstehen.)

Gut gemacht, und danke für Deinen Bericht! ;-)
Gast #6102729
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Manfred schrieb:
> Danke, dass Du es so ausführlich dokumentiert hast!

Ja, das ist super. Gute Bilder, und der Lasttest als I-Tüpferl.

Summa Summarum ist dieser Thread so wertvoll, als habe @Thomas
eine komplizierte Reparatur durchgeführt (auch wegen @Gerhards
Beschreibung einer Punkt-für-Punkt-Vorgehensweise, und nicht
zuletzt der guten Hersteller-Doku, was man schon zugeben muß).

Wirklich gelungen also, trotz des schnell entdeckten Übeltäters.
#6102793
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saa schrieb im Beitrag #6102717
> zu allem bereit, hättest auch tagelang daran gearbeitet. Tja... ;-)

Obwohl gerade das meine Schwäche ist, das ich eben keine große Ausdauer 
hab. Mein Keithley 2420 wird wohl wieder in die Bucht wandern, weil ohne 
Schaltplan ist das ziemlich aussichtslos und ich sitze schon vier Monate 
dran.
#6102837
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Thomas W. schrieb:
> Mein Keithley 2420 wird wohl wieder in die Bucht wandern, weil ohne
> Schaltplan ist das ziemlich aussichtslos und ich sitze schon vier Monate
> dran.

Scheint ein aktuelles vier Quadranten Netzteil mit hoher Auflösung zu 
sein.
Zudem mit über 10000 Euro nicht ganz billig, somit für den Amateur 
eigentlich unerschwinglich.

Thoams, was hat das Gerät denn für einen Fehler?

Ralph Berres
#6103028
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Ralph B. schrieb:
> Thoams, was hat das Gerät denn für einen Fehler?
Das ist hier jetzt OT:
Ich hab's als Herausforderung selbst defekt gekauft.
Hat jemand wohl was mit hoher Energie angeschlossen, hat ein Dutzend 
Bausteine zerfetzt,
Die hab ich schon alle ersetzt, aber noch tut es nicht wie es soll.
Digitaltitel geht, Fehler ist im Analogteil, keine Spannung an Ausgang, 
Messwerte sind wirr und schwanken. Aber immerhin nichts abgebrannt nach 
dem Teiletausch.
Es gibt zwar einen Teilplan der Endstufe, aber wie alles zusammenhängt 
und was man wann an den Testpunkten messen sollte ist unklar. Spannungen 
vom Netzteil sind alle da.
Zeigt Strom an wenn keiner fließt, Spannung obwohl am Ausgang nix 
rauskommt. Naja, ist halt ne ganz andere Klasse als das Beha ?

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