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Forum: Offtopic Stundenlanger Sinus so, dass Lautsprecher nicht kaputt geht?


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von Hans M. (674hz)


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Hallo,

ich habe zwei Aktiv-Lautsprecher mit 150 Watt, 4 Ohm und 20 Hz bis 
20.000 Hz.

Ich will dauerhaft einen Sinus auf die Lautsprecher ausgeben, die 
Lautsprecher sollen dabei jedoch nicht beschädigt werden. Ich beschreibe 
das unten an zwei Fallbeispielen genauer.


1. Fall
=======
Wenn die Lautsprecher nur ans Stromnetz angeschlossen sind (d.h. an den 
Audioeingang ist nichts angeschlossen), erzeugen diese ein sonores 
Brummen, dessen Lautstärke sich über den Lautstärkeregler regeln lässt. 
Mal angenommen, ich würde dieses sonore Brummen über Stunden, evtl. über 
Tage über die Lautsprecher ausgeben lassen wollen, in möglichst hoher 
Lautstärke.

Wie kann ich sicherstellen, dass der dauerhafte Sinus den Lautsprecher 
nicht schädigt oder kaputt macht? Indem ich die Lautstärke begrenze? Auf 
80 %, 75 %, 50 % der max. Lautstärke? Oder gibt es eine andere 
Möglichkeit?


2. Fall
=======
Angenommen ich will vorgehen wie oben stehend (stunden-, tagelange oder 
dauerhafte Ausgabe eines Sinus auf dem Lautsprecher), dazu aber nicht 
den "internen" Brummton der Lautsprecher nehmen, sondern das Geräusch 
mit einem Sweepgenerator erzeugen. Entweder, dass eine bestimmte, feste 
vom Sweepgenerator erzeugte Frequenz dauerhaft ausgegeben wird, oder 
dass der Sweepgeneratorauf einem bestimmten Frequenzbereich "iteriert", 
d.h. einen bestimmten, einzustellenden Frequenzbereich immer wieder 
durchläuft.

Ist die Lösung dann identisch mit der Lösung des ersten Falls, d.h. ist 
das Schädigungspotenzial für den Lautsprecher bei allen Frequenzen 
gleich, oder hängt es neben der Lautstärke auch von der Frequenzbereich 
ab?

--

Besten Dank und Grüße,
Hans

: Verschoben durch Moderator
von Rolf M. (rmagnus)


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Hans M. schrieb:
> Wie kann ich sicherstellen, dass der dauerhafte Sinus den Lautsprecher
> nicht schädigt oder kaputt macht? Indem ich die Lautstärke begrenze? Auf
> 80 %, 75 %, 50 % der max. Lautstärke? Oder gibt es eine andere
> Möglichkeit?

Du schaust im Datenblatt, welche Sinus-Belastbarkeit der Lautsprecher 
hast und begrenzt die Leistung auf diesen Wert.

Hans M. schrieb:
> Ist die Lösung dann identisch mit der Lösung des ersten Falls, d.h. ist
> das Schädigungspotenzial für den Lautsprecher bei allen Frequenzen
> gleich, oder hängt es neben der Lautstärke auch von der Frequenzbereich
> ab?

Kommt drauf an, was du genau mit "Lautsprecher" meinst. Das hier:

Hans M. schrieb:
> ich habe zwei Aktiv-Lautsprecher mit 150 Watt, 4 Ohm und 20 Hz bis
> 20.000 Hz.

lässt vermuten, dass es nicht nur ein Lautsprecher, sondern eine ganze 
Lautsprecherbox mit mehreren Lautsprechern ist. In der Regel ist die 
Belastbarkeit der Hochtöner viel geringer als die der Tieftöner.

von Sebastian S. (amateur)


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Bei so einem "Anwendungsfall" hilft Dir auch das Datenblatt nicht viel - 
reinschauen kann aber nicht schaden.

Ein völlig unkalkulierbares Problem wird sein, dass die meisten 
Lautsprecher - nicht wie im Datenblatt - frei herumstehen. Womöglich 
noch mit genormter Temperatur.
Normalerweise sind diese in einem Gehäuse, mit sehr guter 
"Wärmeisolation" (ist zwar nicht der Sinn der Sache) eingebaut. Somit 
ergibt sich bei Last das Problem: Wohin mit der Abwärme...

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Hans M. schrieb:
> ich habe zwei Aktiv-Lautsprecher mit 150 Watt, 4 Ohm und 20 Hz bis
> 20.000 Hz.
>
> Ich will dauerhaft einen Sinus auf die Lautsprecher ausgeben, die
> Lautsprecher sollen dabei jedoch nicht beschädigt werden

vernünfige Aktivlautsprecher (wie meine alten MFB) haben einen 
Überlastuungsschutz.

150W will man nicht dauerhaft an der Leistungsgrenze betreiben, ausser 
man ist selber nicht im Raum und die Nachbarn sind nicht vorhanden oder 
taub.

Hans M. schrieb:
> Wie kann ich sicherstellen, dass der dauerhafte Sinus den Lautsprecher
> nicht schädigt oder kaputt macht? Indem ich die Lautstärke begrenze?

ja

Wann deine Lautsprecher abrauchen weisst nur du und evtl. der 
Hersteller.
Es ist denkbar das alles so knapp ausgelegt ist weil kein Hersteller 
glaubt du lässt die tagelang mit 150W laufen, erst recht nicht über 25°C 
(normaler Arbeitsbereich vieler Geräte)

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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mich würde mal der Zweck für solche Dauertöne interessieren.
Zur Vergrämung Jugendlicher?

von Rolf M. (rmagnus)


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Joachim B. schrieb:
> vernünfige Aktivlautsprecher (wie meine alten MFB) haben einen
> Überlastuungsschutz.

Aber ob das bei dauerhafter Sinus-Belastung auch geht?

> 150W will man nicht dauerhaft an der Leistungsgrenze betreiben, ausser
> man ist selber nicht im Raum und die Nachbarn sind nicht vorhanden oder
> taub.

Kommt drauf an, ob es 150 Watt Sinusleistung, Musikleistung oder PMPO 
sind. Sollte es sich dabei um PMPO handeln, kann der Lautsprecher 
wahrscheinlich nicht viel mehr als 5 Watt Sinus-Leistung.

Beitrag #6155917 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Joachim B. (jar)


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Rolf M. schrieb:
> Aber ob das bei dauerhafter Sinus-Belastung auch geht?

bei der Audio Test CD Stakkato

https://www.ebay.de/i/254518148660

ohne Dynamikbegrenzung gibt es einige Stellen wo die Boxen abschalten, 
klirrendes Glas (die Hochtöner zumindest), Feuerwerk Böller usw.

https://i.ebayimg.com/images/g/yOcAAOSwamRdCPrG/s-l1600.jpg

: Bearbeitet durch User
von Michael W. (Gast)


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Ich tu' mal wild drauflos raten:

Da will ein 'Audiophil-Jünger' seine Lautsprecher(boxen) 
'eingrooven/einschwingen/einlaufen/einspielen' oder wie immer das in 
solchen Kreisen bezeichnet wird...

von Oliver S. (oliverso)


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Da die Lautstärke ja anscheinend völlig egal ist, nimm halt 1 Watt, oder 
so. Das sollte bei verfügbaren 150 nicht weiter spezifizierten Watts 
sicher genug sein. Falls es ein Mehrwege-System ist, nimm eine Frequenz, 
die nur über den Tieftöner läuft. Nervig genug wird das dann eh schon 
werden.

Soll es viel lauter werden, dann wirst du die Temperatur an den Magneten 
messen müssen. "Handwarm" wäre da eine geeignete Zielgröße, aber auch da 
Vorsicht beim Hochtöner.

Oliver

von Michael B. (laberkopp)


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Hans M. schrieb:
> Wie kann ich sicherstellen, dass der dauerhafte Sinus den Lautsprecher
> nicht schädigt oder kaputt macht? Indem ich die Lautstärke begrenze? Auf
> 80 %, 75 %, 50 % der max. Lautstärke?

Im Prinzip ja.

Lautsprecher werden nicht mit einer Sinus-Angabe beworben, weil eine 
2-Wege oder 3-Wege Box ja das Musiksignal auf mehrere Lautsprecher 
verteilt, ein einzelner hält nur weniger aus, man gibt aber die Summe 
an, und die ermittelt man mit rosa Rauschen.

Wenn wir mal den Leistungsabgebden der Boom-Box Hersteller trauen, dann 
könnte man ausrechnen, welche Leistung ein einzelner Schallwandler in 
der Box verträgt: Leistungdichte des rosa Rauschen im Frequenzband 
dieses Schallwandlers ermitteln, dann sollte der auch den Sinus 
überleben.

SO kann man die maximale Lautstärke=Leistung errechnen auf die der 
Verstärker eingestellt werden darf.

Leider kann man den Leistungsangaben der Hersteller nicht trauen.

Da bleibt also nur ausprobieren: Leistung draufgeben, hielt er es aus: 
am nächsten Tag lauter drehen, hielt er es nicht mehr aus: Neuen kaufen 
und nie lauter drehen.

von Joachim B. (jar)


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Michael B. schrieb:
> Da bleibt also nur ausprobieren: Leistung draufgeben, hielt er es aus:
> am nächsten Tag lauter drehen, hielt er es nicht mehr aus: Neuen kaufen
> und nie lauter drehen.

und nicht vergessen bei verschiedenen Temperaturen!
Kann also für eine passende Aussage schon mal einige Lautsprecher 
kosten.

Was nutzt das Wissen um die Kaputtgrenze bei 21°C wenn es im Sommer bis 
40°C warm wird?

von Udo S. (urschmitt)


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Hans M. schrieb:
> Mal angenommen, ich würde dieses sonore Brummen über Stunden, evtl. über
> Tage über die Lautsprecher ausgeben lassen wollen, in möglichst hoher
> Lautstärke.
> Wie kann ich sicherstellen, dass der dauerhafte Sinus den Lautsprecher
> nicht schädigt oder kaputt macht?

Brauchst du nicht. Nach kurzer Zeit klingelts und der Nachbar kommt mit 
einem Baseballschläger, Beil oder Hammer und macht den Lautsprecher 
kaputt.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Da es sich um Aktivlautsprecher handelt, wird es wohl schwierig werden, 
die Leistung am (den) Speaker überhaupt zu bestimmen.

Gute Aktivspeaker haben die Frequenzweiche vor den Verstärkern und dann 
für jeden Frequenzbereich eigene Verstärker.

Wenn du da einen Sweep drauf gibst, hast du ja keine Dauerbelastung am 
einzelnen Speaker.

Die einzelnen Verstärker haben auch nicht die gleiche Leistung, die sind 
angepasst auf die Frequenz, der Bass hat z.B. den dicksten Verstärker.

Das Unterfangen ist ziemlich sinnfrei.

von oszi40 (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Da bleibt also nur ausprobieren: Leistung draufgeben, hielt er es aus:
> am nächsten Tag lauter drehen, hielt er es nicht mehr aus: Neuen kaufen

Wenn ich mich so erinnere, hat mancher Lautsprecher auf Kundenwunsch 
ganz VERSCHIEDENE  Etiketten bekommen! Beim C* waren es mehr VA als bei 
RFT bei gleicher Spule! Man sollte deshalb nicht jedem Werbespruch 
vertrauen und auch mal an Tinnitus denken.

von Rolf M. (rmagnus)


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oszi40 schrieb:
> Wenn ich mich so erinnere, hat mancher Lautsprecher auf Kundenwunsch
> ganz VERSCHIEDENE  Etiketten bekommen! Beim C* waren es mehr VA als bei
> RFT bei gleicher Spule!

Das ist (aus Herstellersicht) das Schöne an PMPO. Da ist nix genormt, 
und jeder kann angeben, was er will - je nachdem, wie groß der Bär ist, 
den die Werbeabteilung dem Kunden aufzubinden bereit ist.

von Joachim B. (jar)


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Rolf M. schrieb:
> Das ist (aus Herstellersicht) das Schöne an

hihi ich lernte früher bp, bluff power
https://www.test.de/Was-bedeutet-PMPO-Watt-Leistung-1662506-0/

auch findet man Verstärker mit 300W pro Kanal und Netzanschlußleistung 
mit 80W. Da sollte man schon, auch als Nichttechniker, ins Grübeln 
kommen.

Aber es wird gekauft und bejubelt.

von Kammerjäger (Gast)


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● J-A V. schrieb:
> mich würde mal der Zweck für solche Dauertöne interessieren.
> Zur Vergrämung Jugendlicher?

Verantwortungsbewusste Hersteller passen die Dauerbelastbarkeit
von Hochtönern an, entsprechend der Ausgangsleistung des zugehörigen
NF-Verstärkers.

Diese Anti-Teenager-Generatoren strahlen ein Frequenzgemisch von
etwa 17..19kHz ab. Es sind robuste Geräte, die problemlos über
viele Stunden hinweg betrieben werden können. (The Mosquito Device):

Youtube-Video "The Anti-Teenager Security Device - The Gadget Show #TechMeBackTuesday"

von Rene K. (xdraconix)


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Kammerjäger schrieb:
> Diese Anti-Teenager-Generatoren...

...sind zum Glück in Deutschland nicht erlaubt und können wegen 
Körperverletzung auf Unterlassung und Schadensersatz angezeigt werden. 
:-)

von Harald W. (wilhelms)


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● J-A V. schrieb:

> mich würde mal der Zweck für solche Dauertöne interessieren.
> Zur Vergrämung Jugendlicher?

In der S-Bahn bei Barcelona benutzt man dazu klassische Musik.
Die meisten Jugendlichen hatten da Ohrhörer mit Ihrer eigenen
Musik. :-)

von Joachim B. (jar)


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Rene K. schrieb:
> Körperverletzung

ist auch von Hirnis nachts um den Schlaf gebracht zu werden.

von Ralph B. (rberres)


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Die Nennleistung eines Lautsprechers wird mit rosa Rauschen ermittelt.

2 Minuten ein 1 Minute aus. Das über mehrere Stunden.

Das Frequenzspektrum des Rosa Rauschens verteilt sich dann über alle 
Lautsprecher.

Da die Leistungsdichte des rosa Rauschens zu hohen Frequenzne hin mit 
3db/ Oktave abnimmt, bekommen Mitteltonchassis und Hochtonchassis 
entsprechend weniger Leistung ab.

Kein Lautsprecher kann man mit einen Sinuston mit seiner Nennleistung 
belasten.

Da der Wirkungsgrad eines normalen Regallautsprechers bestenfalls 5% 
beträgt, werden eben 95% der Leistung als Wärme in der Schwingspule 
verbraten.

Ein Hochtonchassis egal ob in einer 30W oder 200W Box wird kaum mehr als 
5W Sinus aushalten. Ein Mitteltonchassis vielleicht wenn es hoch kommt 
10 W Sinus, ehe der Schwingspulendraht durchbrennt. Das liegt an den 
kleinen Schwingspulen, die nicht mehr Wärme abführen können. Denn sie 
sollen ja möglichst geringe bewegte Masse haben.

Bei dem Tieftöner kommt es auf die Fläche des Schwingspulenkörpers an 
wieviel er aushält. Aber ich schätze viel mehr als 20W Sinus wird das 
auch nicht sein.

Lautsprecher aus dem professionellen Beschallungsbereich ( damit meine 
ich PAs keine 100V Anlagen ) mögen mehr aushalten.

Ralph Berres

von Rene K. (xdraconix)


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Joachim B. schrieb:
> Rene K. schrieb:
> Körperverletzung
>
> ist auch von Hirnis nachts um den Schlaf gebracht zu werden.

Richtig, das stimmt natürlich auch. Ein kurzer Anruf bei der örtlichen 
Polizei hilft da aber wunder.

von Joachim B. (jar)


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Rene K. schrieb:
> Ein kurzer Anruf bei der örtlichen
> Polizei hilft da aber wunder.

bis die kommen sind die Störer vielleicht auch schon weiter, ist also 
keine Garantie und bei der Unterbesetzung ist es auch nicht 
unwahrscheinlich das sie einzelnen Meldungen nicht immer zeitnah Folge 
leisten können.
eine halbe Stunde Schlafentzug reicht ja schon um am Tag unausgeschlafen 
zur Arbeit zu müssen.

: Bearbeitet durch User
von Alex D. (allu)


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Hans M. schrieb:
> Wie kann ich sicherstellen, dass der dauerhafte Sinus den Lautsprecher
> nicht schädigt oder kaputt macht? Indem ich die Lautstärke begrenze? Auf
> 80 %, 75 %, 50 % der max.

150W und dauerhaft Sinus und überleben?

Unterhalb der Bassresnoanz max. 1W, sonst ist er bald mechanisch hin 
(selbst erprobt).
Über Bassresonanz vielleicht so um die 5W, im Hochtonbereich noch 
weniger.

Viel Glück!

von Udo S. (urschmitt)


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Rene K. schrieb:
> Richtig, das stimmt natürlich auch. Ein kurzer Anruf bei der örtlichen
> Polizei hilft da aber wunder.

Da passiert gar nix. Die Polizei kommt und macht ... wenig. Am nächsten 
Tag sind die Typen spätestens wieder da.
Aber wenn die Typen mitkriegen wer die Polizei gerufen hat, dann hast du 
im günstigsten Fall demnächst einen Scheißehaufen vor der Haustür.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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die Kostümträger sind vielleicht noch recht zügig da,
wenn Du mit ner Waffe bedroht wirst und einer so gnädig ist,
überhaupt anzurufen statt erstmal ein Video zu drehen.

Nachts kannste hier auf dem Dorf 'ne halbe Stunde warten,
wenn nicht gerade die Bahnschranke dicht ist.

Alles, was nicht Großstadt ist, hat hier langsam Entwicklungshilfe 
nötig!

von Ralph B. (rberres)


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Ich habe das Gefühl das die letzten Beiträge das eigentliche Thema glatt 
verfehlt haben.

Thema war "was hält ein Lautsprecher an Sinusdauertonleistung aus" und 
NICHT

" ist ein Sinusdauerton am Lautprecher legal, und wann kommt die 
Polizei"

Wenn ihr darüber diskutieren wollt, dann macht doch einen eigenen Thread 
auf, statt diesen hier zu kapern.

Ralph Berres

von oszi40 (Gast)


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Ralph B. schrieb:
> Die Nennleistung eines Lautsprechers wird mit rosa Rauschen ermittelt.
> 2 Minuten ein 1 Minute aus. Das über mehrere Stunden.

Da es sich aber um eine Aktivbox handelt wird einiges gefiltert und wohl 
nicht ganz so linear am Lautsprecher ankommen. Also eher Lotto.

Ein sauberer Orgelton kann schon ganz schön Sinusleistung an den 
Lautsprecher liefern und wenn da noch ein Equalizer ins Spiel kommt und 
10-fach anhebt, wird schnell aus dem 1W gleich 10W ...oder mehr? 
Deswegen sollte eine ordentliche Box eine Schutzschaltung haben.

von Ralph B. (rberres)


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oszi40 schrieb:
> Da es sich aber um eine Aktivbox handelt wird einiges gefiltert und wohl
> nicht ganz so linear am Lautsprecher ankommen. Also eher Lotto.

Aktivboxen haben aber auch Endstufen. Die sind bestimmt nicht so schwach 
dimensioniert, das ein Sinusdauerton die Lautsprecherschwingspulen nicht 
thermisch überlasten kann.

Ralph Berres

von oszi40 (Gast)


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Durch Feler wirt man kluck.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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nü soochense blöös...

von Hans M. (674hz)


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Hallo Leute,

hier ist der TE. Besten Dank für alle konstruktiven Antworten.


oszi40 schrieb:
> Ralph B. schrieb:
> Deswegen sollte eine ordentliche Box eine Schutzschaltung haben.

Kann ich die Schutzschaltung irgendwie erkennen? Ich könnte dann das 
Gehäuse aufmachen um zu sehen, ob eine Schutzschaltung vorhanden ist.


Die Lautsprecher sind gut 20 Jahre alt. Damals waren sie, für 
PC-Lautsprecher, nicht die schlechteste Wahl. Haben schätzungsweise 150 
DM gekostet. Zumindest vom subjektiv wahrgenommenen Sound sind es, für 
PC-Lautsprecher, relativ "hochwertige" Lautsprecher. Das sehe ich auch 
heute noch so, es gibt sicher schlechtere PC-Lautsprecher. Allerdings 
bin ich kein Audiophiler, daher traue ich meinem Urteilsvermögen in der 
Hinsicht nur begrenzt! Bin mir daher nicht sicher, ob das ein schwacher 
Hinweis auf eine möglicherweise vorhandene Schutzschaltung sein könnte. 
;)

Betriebsanleitung existiert nicht mehr und ich sehe ich keine 
Seriennummer oder Typbezeichnung (Hersteller ist allerdings ein 
Noname-Anbieter, heißt "Topsound".). D.h. es wird nicht möglich sein, 
nach einem Datenblatt zu suchen.

Ganz genau steht auf dem Etikett an der Lautsprecherbox:

Typ: 2 Way
Speaker: 4"Woofer, 2"Tweeter
Impedance: 4 Ohm
Frequenz Response: 20-20.000 Hz
T.H.D.AD IKHz: Unter 0.1%
Dimensions: 150(W)*265(H)*160(D)MM
Weight: 3.5KGS


Kann man nicht die Sinusleistung irgendwie "heuristisch" ableiten, z.B. 
die Sinusleistung liegt bei x % von 150 W?


> Alex D schrieb:
> Unterhalb der Bassresnoanz max. 1W, sonst ist er bald mechanisch hin
> (selbst erprobt).
> Über Bassresonanz vielleicht so um die 5W, im Hochtonbereich noch
> weniger.

Was meinst Du in dem Fall mit "Bassresonanz"? Die Eigenfrequenz des 
Lautsprechers bzw. des Gehäuses?


> Phasenschieber S schrieb:
> Da es sich um Aktivlautsprecher handelt, wird es wohl schwierig werden,
> die Leistung am (den) Speaker überhaupt zu bestimmen.

> Gute Aktivspeaker haben die Frequenzweiche vor den Verstärkern und dann
> für jeden Frequenzbereich eigene Verstärker.

> Wenn du da einen Sweep drauf gibst, hast du ja keine Dauerbelastung am
> einzelnen Speaker.

Guter Einwand. Das setzt allerdings voraus, dass der Frequenzbereichüber 
den der Sweep iteriert, breit genug ist, dass er nicht nur von einem 
Lautsprecher "übernommen" wird. D.h. der Sweep müsste sowohl tiefe als 
auch hohe Frequenzen beinhalten. Da ich ein Brummen erzeugen will, 
interessieren mich in erster Linie tiefe Frequenzen, also ein relativ 
eingeengterFrequenzbereich.

Dennoch Danke für den sehr guten Hinweis, vielleicht kann ich das mal 
irgendwie verwenden. ;)

Die PC-Lautsprecher habe ich halt noch da, vielleicht muss ich für den 
schlimmsten Fall doch einen Subwoofer oder PA-Boxen kaufen. Sehe gerade, 
bei Amazon gibts die schon für gut 100 €. Wie belastbar eine PA-Box in 
der Preislage ist, ist dann wieder eine andere Frage.


> Ralph B. schrieb
> Die Nennleistung eines Lautsprechers wird mit rosa Rauschen ermittelt.

> 2 Minuten ein 1 Minute aus. Das über mehrere Stunden.

Ist mir nicht klar, wie Du damit die Nennleistung ermittelt wird?

Allerdings bringt mich das auf eine vielleicht interessante Idee:

Mit einem Sweepgenerator oder etwas ähnlichem (jedenfalls ein Software 
Tool) einen Ton mit der gewünschten Frequenz erzeugen. Dann mit einer 
anderen Software (Audacity oder ähnliches) einen Audio-Schnipsel in 
einem geeigneten Dateiformat erzeugen, der eine Minute brummt und dann 
eine Minute Pause macht. Dann diesen Schnippsel immer wieder 
hintereinanderanhängen, dass ich eine Audio-Datei habe, die das (eine 
Minute brummen, eine Minute Pause) über mehrere Stunden macht. Dann in 
einem geeigneten Dateiformat auf eine CD oder DVD brennen.

Ist das eine gute Idee? Oder muss, für stunden- oder womöglich 
tagelangen Dauerbetrieb, die Pause länger als eine Minute ausfallen? 
Wenn die Anforderung tagelang zu hoch ist, könnte ich auch auf x Stunden 
deckeln (einige Stunden sollten es aber schon sein) und dann y Stunden 
Pause.

Was meint Ihr dazu?

Besten Dank und Grüße,
Hans

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Was willst du eigentlich erreichen? Wofür soll der Ton gut sein?

Hans M. schrieb:
> Kann man nicht die Sinusleistung irgendwie "heuristisch" ableiten, z.B.
> die Sinusleistung liegt bei x % von 150 W?

Bei der Beschreibung „Marke Topsound“ und „PC-Lautsprecher“ dürfte x in 
der Größenordnung von 0.01 liegen.

Du wirst die Lautsprecher dauerhaft mit „gemäßigter Zimmerlautstärke“ 
betreiben können.


Oliver

: Bearbeitet durch User
von MaWin (Gast)


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Hans M. schrieb:
> Dimensions: 150(W)*265(H)*160(D)MM
> Kann man nicht die Sinusleistung irgendwie "heuristisch" ableiten, z.B.
> die Sinusleistung liegt bei x % von 150 W?

150(W) war die Breite von 15cm, nicht die Leistung.
Die liegt bei einen 4" also 10cm Lautsprecher vielleicht bei 10W.
Schau docb mal in den Aktivlautsprecher rein, was da als Verstärker-IC 
sitzt und miss, welche Betriebsspannung er hat. Fas Datenblatt nennt 
dann die Leistung. Auf den Lautsprechern steht sie vermutlich hinten 
auch drauf. 4W wäre beim 4" Lautsprecher die Leistung, nicht die Gtösse.

Hans M. schrieb:
> Wenn die Lautsprecher nur ans Stromnetz angeschlossen sind (d.h. an den
> Audioeingang ist nichts angeschlossen), erzeugen diese ein sonores
> Brummen

Wenn das auch bei kurzgeschlossenem Eingang auftritt: wegwerfen.

von Achim B. (bobdylan)


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Hans M. schrieb:
> T.H.D.AD IKHz: Unter 0.1%

Um diesen Wert zu erreichen, dürfen die Lautsprecher exakt 0 (Null) Watt 
verblasen. Denn Lautsprecher mit so geringer THD gibt es nicht.

von Alex D. (allu)


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Hans M. schrieb:
> Was meinst Du in dem Fall mit "Bassresonanz"? Die Eigenfrequenz des
> Lautsprechers bzw. des Gehäuses?

Die Resonanzfrequenz des Basslautsprecher im eingebautem Zustand. 
Unterhalb dieser Frequenz wird bei geschlossenem Gehäuse kaum noch, bei 
Bassreflex fast kein Schall mehr abgestrahlt.

Mit diesem Gehäusevolumen von etwa 5 Liter innen lassen sich keine 20 Hz 
abstrahlen. Schätzen würde ich so 150 bist 250 Hz als untere 
Grenzfrequenz.

von Oliver S. (oliverso)


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Hans M. schrieb:
> Die Lautsprecher sind gut 20 Jahre alt. Damals waren sie, für
> PC-Lautsprecher, nicht die schlechteste Wahl. Haben schätzungsweise 150
> DM gekostet.
> ...
> Hersteller ist allerdings ein
> Noname-Anbieter, heißt "Topsound“
> ...
> Typ: 2 Way
> Speaker: 4"Woofer, 2"Tweeter
> Impedance: 4 Ohm
> Frequenz Response: 20-20.000 Hz
> T.H.D.AD IKHz: Unter 0.1%
> Dimensions: 150(W)*265(H)*160(D)MM
> Weight: 3.5KGS

Kurz zusammengefasst:

Noname -Plärrbüchsen mit Phantasiedaten. Die haben keine 150Watt, haben 
keine 150DM gekostet, haben keine Grenzfrequenz und haben keine 
Schutzschaltung. Sämtliche Fragen dazu sind schlicht sinnlos. Da kann 
sogar der Verstärker eher durchbrennen als die Lautsprecher.

Dreh am Knopf, und schau, was passiert.

Oliver

von Alex D. (allu)


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Hans M. schrieb:
> Sehe gerade,
> bei Amazon gibts die schon für gut 100 €. Wie belastbar eine PA-Box in
> der Preislage ist, ist dann wieder eine andere Frage.

Die erste Frage ist eigentlich nicht wie belastbar die Box ist, sondern 
welchen Wirkungsgrad sie erreicht.
Bei einem Auto nimmt auch niemand das Auto was doppelt so viel Benzin 
(Leistung) verbraucht. Nur bei Lautsprechern ist es sehr beliebt.

von Gleicher unter Gleicheren (Gast)


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Gib den Kammerton "A" mit 440Hz aus. Der ist schön leise -deshalb heißt 
er ja Kammer- und nicht Stadionton.

von MeierKurt (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Kammerjäger schrieb:
>> Diese Anti-Teenager-Generatoren...
>
> ...sind zum Glück in Deutschland nicht erlaubt und können wegen
> Körperverletzung auf Unterlassung und Schadensersatz angezeigt werden.
> :-)

Geschenkt. Angezeigt werden kann ganz vieles.
"Auf Unterlassung anzeigen" - klingt irgendwie merkwürdig. Weil: Eine 
Anzeige machst du, wenn du eine mutmaßliche Straftat anzeigen willst 
(daher der Name 'Anzeige')
Dein bloßes Begehren auf Unterlassung wäre wohl eher bei bei einem 
Anwalt aufgehoben. Der klagt dann auf ebendieses. Oder so.
Lernt man eigentlich in der Schule garnichts über grundlegende 
Funktionen des Rechtsstaates?
Ist ja nicht so, dass das so schrecklich kompliziert wäre.

von Alex D. (allu)


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Ralph B. schrieb:
> Ich habe das Gefühl das die letzten Beiträge das eigentliche Thema glatt
> verfehlt haben.

Da bin ganz deiner Meinung!

Joachim B. schrieb:
> 150W will man nicht dauerhaft an der Leistungsgrenze betreiben, ausser
> man ist selber nicht im Raum und die Nachbarn sind nicht vorhanden oder
> taub.

Hast Du mal die technischen Daten gelesen? Selbst mit 150W kannst man 
damit niemand erschrecken, außer vielleicht den Rauchmelder  - der ist 
aber dann sehr laut!

von Joachim B. (jar)


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Alex D. schrieb:
> Hast Du mal die technischen Daten gelesen?

nö mir schien der ganze Beitrag Unfug zu sein, das streife ich nur 
peripher.

Angenommen das wären echte 150W und angenommen da gäbe es auch einen 
Wirkungsgrad von >1% als Schalldruck ja dann......

Ist aber nicht wie hier festgestellt wurde.

: Bearbeitet durch User
von Alex D. (allu)


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Joachim B. schrieb:
> Angenommen das wären echte 150W und angenommen da gäbe es auch einen
> Wirkungsgrad von >1% als Schalldruck ja dann......

... (z.B 1%) und der Lautsprecher würde das auch alles in Schalldruck 
umsetzen können, nein, da möchte ich nicht nebenan wohnen ...

von 1000V Dc (Gast)


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Bei einem PA-LS Bauer wurden die Tieftöner direkt an Netzspannung für 
ein paar Sekunden betrieben. Das hat gescheppert und ich große Augen 
gemacht.

von Alex D. (allu)


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1000V Dc schrieb:
> PA-LS Bauer
 ... einzige Überlebensmöglichkeit = 100V-System ?

von michael_ (Gast)


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Wenn man sowas testen will, warum so viel Hochachtung für die alten 
Scheißdinger, wo die richtigen Daten nicht bekannt sind?
Die schonen.

Und für billiges Geld paar zulegen, wo die Daten bekannt sind.

1000V Dc schrieb:
> Bei einem PA-LS Bauer wurden die Tieftöner direkt an Netzspannung für
> ein paar Sekunden betrieben. Das hat gescheppert und ich große Augen
> gemacht.

In der DDR, in den Siebzigern, gab es REMA-Boxen/Lautsprecher mit 
Gummisicke.
Da gab es Beispiele mit Netzfrequenz, wo Nägel in eine Wand geschlagen 
wurden.

Beitrag #6162804 wurde vom Autor gelöscht.
von Hans M. (674hz)


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Hallo Leute,

hier ist der TE.

Schade, dass sich alle nur auf die "Schlechtigkeit" der Lautsprecher
eingegangen sind niemand auf meine Idee mit dem Brennen einer CD
eingegangen ist (1 Minute brummen, 1 Minute Pause usw.).

Habe jetzt mal die Lautsprecherbox aufgeschraubt und es ist so, dass
diese einne Lautsprecher mit 10 W und einen mit 5 W enthält. Demnach
sind diese Lautsprecher für mein Vorhaben tatsächlich ungeeignet. Wenn
die mir vorliegenden Lautsprecher ungeeignet sind, muss ich halt andere
kaufen. Ich äußere mich weiter unten stehend dazu.

---

Wozu ich das Ganze brauche?

Von meinem Nachbar obendrüber höre ich seit Monaten Geräusche. Rund um
die Uhr, d.h. 24 Stunden. Es ist mal ein tiefes Brummen, mal ein
pulsierendes Brummen. Zuerst dachte ich, das Pulsieren wären Bässe,
allerdings vermute ich das mittlerweile nicht mehr, da das Pulsieren
auch mitten in der Nacht auftritt wenn bei ihm kein Licht mehr brennt.
Es tritt rund um die Uhr entweder ein Brummen auf (die Lautstärke
variiert) oder Bässe, wobei Brummen und Bässe nie gleichzeitig
auftreten. Das Pulsieren ist meist nur in den Raumecken zu hören
(Raummoden?).

Ein Gespräch mit ihm ergab, dass das erstmalige Auftreten des Phänomens
zeitlich gut zum Kauf und Inbetriebnahme seiner neuen PC-Lautsprecher
passt. Er behauptet, diese nur in Zimmerlautstärke zu betreiben (was ich
ihm sogar glaube) und weigert sich daher bisher mit mir nach einer
Lösung zu suchen. Wie genau die Schallübertragung stattfindet weiß ich
nicht, auch nicht, warum das Geräusch überhaupt höre und warum es rund
um die Uhr zu hören ist.

Ich vermute, dass einfach mehrere Sachen zusammenkommen: Ungünstiger
Standort, Brummen auf den Lautsprechern wenn diese gerade nicht zum
Musikhören verwendet werden o.ä. Womöglich stehen diese sogar auf dem
Fußboden (Parkett?), das konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Ich
glaube auch, dass das Problem recht einfach lösbar wäre, wenn er zur
Mitarbeit bereit wäre (entkoppelnde Unterlage). Auch, da es über viele
Jahre in der Hinsicht weder mit ihm noch mit den Vormietern Probleme
gab.


Die "kognitive Methode" (Gespräch suchen, Verhandeln, Erläutern,
Appellieren, Kompromisse anbieten) hat bei ihm bisher nicht
funktioniert, er mauert halt nur und lehnt bislang jede Zusammenarbeit
ab. Meiner Erfahrung funktioniert bei Menschen die auf die kognitive
Methode nicht ansprechen, die "verhaltenspsychologische Methode"
meistens recht gut. D.h. eine "Tit-fot-Tat-Strategie" kann zum Erfolg
führen, wenn diese konsequent umgesetzt wird. Man kann das manchmal bei
Elten mit Ihren kleinen Kindern beobachten: Kind zwickt dem Elternteil
widerholt in die Nase und reagiert nicht auf Appelle des Elternteils.
Irgendwann zwickt Elternteil zurück (mit verminderter Kraft natürlich)
und Kind lernt daraus recht schnell. Wen man diese Methode bei
Erwachsenen anwendet muss man natürlich tunlichst darauf achten, nicht
von oben herab oder geringschätzend zu agieren, ganz im Gegenteil.

Letzten Endes geht es darum, Verhandlungsmasse aufzubauen.

Nachdem ich nun kurz meine Motivation erklärt habe, möchte ich wieder
zum technischen Teil zurückkehren. Am liebsten wäre mir, wenn der Thread
jetzt nicht für eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit oder
Moralhaftigkeit der von mir verwendeten Strategie im Umgang mit meinem
Nachbarn gekapert wird.

Gerne würde ich hier in erster Linie über die technischen Aspekte
diskutieren, weniger über die psychologischen. :)

---

Zum Technischen:

Betreiben will ich den Lautsprecher mit einer ganz billigen
80-Watt-Anlage (da ich nur diese habe). M.E. sollte das aber unerheblich
sein, solange ich einen Aktivlautsprecher verwende.

Meine Idee ist, mit möglichst tiefen Frequenzen zu arbeiten, u.a. da
diese gut durch Wände durchgehen (und, weil es zu einer
Tit-for-Tat-Strategie passt). D.h. eine Anforderung an einen von mir zu
kaufenden Lautsprecher wäre, dass dieser tiefe Frequenzen (mind. ab 20
Hz) gut abbilden kann. Das spricht für einen Subwoofer. Andererseits
soll das Ding möglichst schwer kaputtzukriegen sein, daher dachte ich
jetzt zusätzlich an PA-Lautsprecher. Ich muss aber einräumen, dass ich
mir im Grunde nicht klar ist, was der Unterschied von "PA-Lautsprechern"
im Vergleich zu "normalen" Lautsprechern ist, außer dass PA Lautsprecher
halt in irgendeiner Form "leistungsfähiger" sind. Generell ist meine
Expertise, worauf mein beim Kauf von Lautsprechern achten sollte,
bislang recht niedrig. ;(

Ich habe bislang diese beiden Produkte in die engere Auswahl gezogen:

https://www.amazon.de/Mivoc-Hype-Subwoofer-Schwarz-180Hz/dp/B00F0JPUFQ/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=subwoofer&qid=1583066938&sr=8-1

Hier das passende Handbuch:

http://mivoc.com/downloads/de/mivoc/PDF/Manual_HYPE10.pdf

Die Gesamtleistung liegt bei 300 W, die Sinusleistung liegt bei 120 W.
Ich vermute, 120 W sollten für mein Vorhaben ausreichen?

Demnach müsste ich das Potentiometer auf 120 / 300 * 100 = 40% des
Maximalwerts einstellen, um sicherzugehen, dass ein dauerhaftes Brummen
(Stunden oder im Extremfall Tage) nicht zu Schäden am Lautsprecher
führt? Vielleicht abzgl. einem Sicherheitszuschlag, dann wären es nur 30
%?

Meiner Recherche nach können durch Überlastung grundsätzlich sowohl
mechanische als auch thermische Schäden am Lautsprecher auftreten.
Hinsichtlich der thermischen Schäden frage ich mich mittlerweile, ob ich
etwas bei der Aufstellungsart beachten muss. Bisher hatte ich mir das so
vorgestellt: Auf einen Schrank oder ein Regal Handtücher stapeln, so
dass der Woofer zwischen Handtüchern und Decke eingeklemmt werden kann,
d.h. dass die Frontseite des Lautsprechers "press" an der Decke anliegen
und somit die Schallwellen vertikal nach oben zur Decke abgestrahlt
werden. Bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob bei dieser Aufstellungsart
nicht Überhitzung eine Rolle spielen könnte (derzeit habe ich hier drin
ca. 17 °C, auch da ich nicht mehr heize). Überdies frage ich mich, was
es bewirkt, dass das "Luftloch" des Woofers blockiert ist, wenn es press
an der Decke oder den Handtüchern anliegt. Allerdings habe ich noch
keinen Woofer mit seitlichem Luftloch gesehen. Reicht es vielleicht
schon, wenn der Woofer nicht press anliegt, sondern 1-2 cm Spielraum zur
Decke hat? Andererseits ist der Lautsprecher dann nicht mehr akkustisch
an die Decke angekoppelt und die Schallübertragung verschlechert sich.

Weiß nicht, inwieweit das von Interesse ist: Das Haus (Altbau) ist
eigentlich nicht besonders hellhörig. Es handelt sich bei der Decke
recht sicher um eine abgehängte Decke, darunter vermutlich eine
Holzdecke (vielleicht mit Lehmbeschlag?).


Ein anderes Produkt, dass ich in die engere Wahl gezogen habe ist
dieses, denke mal, es nimmt sich nicht viel im Vergleich zu dem anderen
Produktvorschlag, hat die gleiche Sinusleistung, gleiche Wattzahl und
den gleichen Frequenzbereich:

https://www.amazon.de/SW1100A-schwarz-aktiver-Subwoofer-Aktivsubwoofer/dp/B004D4FEFK/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=subwoofer&qid=1583068073&sr=8-6

Hier noch das Handbuch:

http://www.mivoc.com/downloads/de/mivoc/PDF/SW1100A-II_Manual.pdf


---


Auf konstruktive :) Antworten freue ich mich! :)

Besten Dank und Grüße,
Hans

von Joachim B. (jar)


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Michael J. schrieb im Beitrag #6162804:
> Von meinem Nachbar obendrüber höre ich seit
> Monaten Geräusche. Rund um die Uhr, d.h. 24 Stunden

Der erste gemachte Fehler ist eine falsche Annahme.
Woher weisst du das die Geräuche vom Nachbarn über dir kommen?

Michael J. schrieb im Beitrag #6162804:
> Ein Gespräch mit ihm ergab, dass das erstmalige
> auftreten des Phänomens zeitlich gut zum Kauf und Inbetriebnahme seiner
> neuen PC-Lautsprecher passt.

auch daraus resultiert deine Annahme

Michael J. schrieb im Beitrag #6162804:
> Ich glaube auch, dass das Problem recht einfach
> lösbar wäre, wenn er zur Mitarbeit bereit wäre (entkoppelnde Unterlage)

wenn es aber wirklich nicht vom Nachbarn kommt kann er auch nicht 
helfen!

Man kann sich auch irren und die Geräuche können plötzlich von irgendwo 
her kommen, anderer Ort, andere Ursache, von daher halte ich Gegenschall 
nicht für geeignet, es eskaliert nur.

von Alex D. (allu)


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Hans M. schrieb:
> Schade, dass sich alle nur auf die "Schlechtigkeit" der Lautsprecher
> eingegangen sind niemand auf meine Idee mit dem Brennen einer CD
> eingegangen ist (1 Minute brummen, 1 Minute Pause usw.).

Dann habe ich deine Frage leider falsch verstanden, ich dachte du 
wolltest wissen, ob deine Boxen dafür geeignet sind. Natürlich kannst du 
solch eine CD brennen.

Hans M. schrieb:
> Habe jetzt mal die Lautsprecherbox aufgeschraubt und es ist so, dass
> diese einne Lautsprecher mit 10 W und einen mit 5 W enthält.

Eigentlich waren meine Antworten zu der Leistungsfähigkeit deiner 
PC-Boxen so falsch nicht.

Hans M. schrieb:
> Bisher hatte ich mir das so
> vorgestellt: Auf einen Schrank oder ein Regal Handtücher stapeln, so
> dass der Woofer zwischen Handtüchern und Decke eingeklemmt werden kann,
> d.h. dass die Frontseite des Lautsprechers "press" an der Decke anliegen

Du kannst mit der Bass-Box unter der Decke auch keinen Bass mehr 
erzeugen, da das Volumen des Basslautsprecher dann auf  unter 2 Liter 
schrumpft. Zum Wirkungsgrad von Lautsprechersystemen möchte ich jetzt 
nichts mehr sagen, Hautsache der Verstärker hat möglichst viel Watt.

Aber auch dein Nachbar kann mit seinen PC-Boxen diese Geräusche nicht 
erzeugen. Nur noch ein Stichwort: BassShaker (Körperschall).

Viel Erfolg

von MaWin (Gast)


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Hans M. schrieb:
> Habe jetzt mal die Lautsprecherbox aufgeschraubt und es ist so, dass
> diese einne Lautsprecher mit 10 W und einen mit 5 W enthält

Aha, kaum kümmert man sich um Fakten...

Hans M. schrieb:
> Schade, dass sich alle nur auf die "Schlechtigkeit" der Lautsprecher
> eingegangen

Sie lagen offenbar richtig.

Hans M. schrieb:
> Letzten Endes geht es darum, Verhandlungsmasse aufzubauen

Ach du Scheisse, du bist irgendwann im Leben falsch abgebogen.

Hans M. schrieb:
> Die "kognitive Methode" (Gespräch suchen, Verhandeln, Erläutern,
> Appellieren, Kompromisse anbieten) hat bei ihm bisher nicht
> funktioniert, er mauert halt nur und lehnt bislang jede Zusammenarbeit
> ab

Muss ja nicht an ihm liegen.

Lad ihn doch einfach mal in deine Wohnung ein, wenn du meinst, von ihm 
wieder so ein störendes Geräusch zu hören.
Hinterher sind es die Lüfter vom PC, wer weiss...

von Kammerjäger (Gast)


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Hans M. schrieb:
> Meine Idee ist, mit möglichst tiefen Frequenzen zu arbeiten, u.a. da
> diese gut durch Wände durchgehen (und, weil es zu einer
> Tit-for-Tat-Strategie passt). D.h. eine Anforderung an einen von mir zu
> kaufenden Lautsprecher wäre, dass dieser tiefe Frequenzen (mind. ab 20
> Hz) gut abbilden kann.

Sehr gut eignen sich hierfür auch Körperschallwandler (Bass Shaker).
Die werden einfach an die Wand (Fussboden, Zimmerecke) geschraubt
bzw. gedübelt.

https://www.amazon.de/s?k=bass+shaker&__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&ref=nb_sb_noss_1

von Rolf M. (rmagnus)


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Hans M. schrieb:
> Wie genau die Schallübertragung stattfindet weiß ich nicht, auch nicht,
> warum das Geräusch überhaupt höre und warum es rund um die Uhr zu hören
> ist.

Du hast also ein paar Hinweise, die auf den Nachbar schließen lassen 
könnten, die aber alles andere als stichhaltig sind und eigentlich 
auch nicht richtig schlüssig. Und dagegen willst du vorgehen, indem du 
ihn vorsätzlich störst mit Equipment, dass du dir extra dafür kaufen 
willst?
Ich glaube, so fangen diese krass eskalierten Nachbarschaftskriege an, 
von denen man immer wieder mal hört.

> Die Gesamtleistung liegt bei 300 W, die Sinusleistung liegt bei 120 W.
> Ich vermute, 120 W sollten für mein Vorhaben ausreichen?

Du willst also dauerhaft Tag und Nacht deine eigene Wohnung mit einem 
120W-Bass beschallen? Das wird dich mehr stören als deinen Nachbarn. 
Übrigens: Ist das der einzige Nachbar, den du damit stören könntest?

> Demnach müsste ich das Potentiometer auf 120 / 300 * 100 = 40% des
> Maximalwerts einstellen, um sicherzugehen, dass ein dauerhaftes Brummen
> (Stunden oder im Extremfall Tage) nicht zu Schäden am Lautsprecher
> führt? Vielleicht abzgl. einem Sicherheitszuschlag, dann wären es nur 30
> %?

Die Lautstärkeregler stellen normalerweise nicht in Prozent, sondern in 
dB, und das ist eine logarithmische Skala.

> Überdies frage ich mich, was es bewirkt, dass das "Luftloch" des Woofers 
blockiert ist, wenn es press an der Decke oder den Handtüchern anliegt.

Du meinst die Bassreflex-Öffnung. Naja, die Wirkung ist, dass eben nix 
mehr rauskommt und damit der Wirkungsgrad deiner Box deutlich sinkt.

> Allerdings habe ich noch keinen Woofer mit seitlichem Luftloch gesehen.
> Reicht es vielleicht
> schon, wenn der Woofer nicht press anliegt, sondern 1-2 cm Spielraum zur
> Decke hat? Andererseits ist der Lautsprecher dann nicht mehr akkustisch
> an die Decke angekoppelt und die Schallübertragung verschlechert sich.

Lautsprecher sind gerade nicht dafür gebaut, möglichst viel Körperschall 
zu übertragen, sondern den Schall an die Luft abzugeben.

von Programmierer (Gast)


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Hans M. schrieb:
> Ein Gespräch mit ihm ergab, dass das erstmalige Auftreten des Phänomens
> zeitlich gut zum Kauf und Inbetriebnahme seiner neuen PC-Lautsprecher
> passt.

Wahrscheinlich hat er ein Modell mit Basslautsprecher gekauft, wie z.B. 
so ein Logitech Z3. Wenn der Bass wie üblich auf dem Boden steht könnte 
das den Schall direkt übertragen. Bitte ihn den Bass runter zu drehen 
(da gibt es bestimmt einen Regler), und ihn auf was weiches zu stellen, 
Schaumstoff oder Tennisball-Hälften oder so.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Hans M. schrieb:
> Ich vermute
Du vermutest insgesamt viel zu viel.
Angefangen vom Verursacher bis hin zu Sachen, die man tatsächlich 
berechnen könnte.

Hans M. schrieb:
> Es tritt rund um die Uhr entweder ein Brummen auf (die Lautstärke
> variiert) oder Bässe, wobei Brummen und Bässe nie gleichzeitig
> auftreten.
Vielleicht hast du einfach 2 neue Störquellen und das Brummen wird (weil 
es sowieso fast unhörbar ist) lediglich beim "Bassbetrieb" übertönt.

Da solltest du z.B. mal nachfragen, ob an der Heizung was saniert, 
nachgerüstet oder justiert wurde. So mancher hat sich da schnell mal 
eine 15m hohe Orgelfpeife mitten ins Haus gestellt, die fröhlich vor 
sich hinwummert, sobald der Brenner läuft.
https://www.google.com/search?q=schornstein+wummern

Programmierer schrieb:
> Bitte ihn den Bass runter zu drehen (da gibt es bestimmt einen Regler),
> und ihn auf was weiches zu stellen
Dazu kann man einfach mal ein Stück Styropor nehmen. Oder ein paar Lagen 
Luftpolsterfolie.

MaWin schrieb:
> Hinterher sind es die Lüfter vom PC, wer weiss...
Hat man alles schon erlebt. Und dann kann so ein Lüfter, der gefühlt 
"gestern" noch unhörbar war, "plötzlich" wild vor sich hinpoltern.

Und genau dieser Weg wäre technisch gesehen auch der einfachste: ich 
würde zur Körperschallerzeugung auf diesem Niveau keinen Lautsprecher 
nehmen, sondern einen kleinen DC-Motor mit einer kleinen Unwucht auf der 
Welle. Milliarden Handys können sich nicht täuschen.

Hans M. schrieb:
> weil es zu einer Tit-for-Tat-Strategie passt
Wie eigenartig: wenn man sich mal so ein kleines "Feindbild" aufgebaut 
hat, kann man da schon viel von seiner im Grunde viel zu kurzen 
Lebenszeit hineinstecken und genau dem Menschen widmen, mit dem man am 
wenigsten zu tun haben will.

: Bearbeitet durch Moderator
von Jens M. (schuchkleisser)


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Eine Platte mit einem Motor drauf, der eine Unwucht antreibt.
Spannung zur Einstellung der Drehzahl verändern.
Montage via Klemmstütze an der Boden/Wand/Decke.

Sowas kann ganz wunderbare Schwingungen in die Wand übertragen, die man 
im ganzen Haus hört.
Denk nur an wandmontierte Wasserpumpen, Kompressoren, Klimaanlagen, oder 
eben auch Bohrmaschinen.

von Ralph B. (rberres)


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Hans M. schrieb:
>> Ralph B. schrieb
>> Die Nennleistung eines Lautsprechers wird mit rosa Rauschen ermittelt.
>
>> 2 Minuten ein 1 Minute aus. Das über mehrere Stunden.
>
> Ist mir nicht klar, wie Du damit die Nennleistung ermittelt wird?

Du must mal unterscheiden zwischen thermische Belastbarkeit und der 
mechanischen Belastbarkeit. Beides wurde damals in der Din45500 
beschrieben.

Die Nennbelastbarkeit wird eben genau nach dieser Din45500 ermittelt.

Hier wird ein Signal mit Rosa Rauschen ( also ein Rauschen, dessen Pegel 
zu hohen Frequenzen mit 3db/Oktave abnimmt ) genommen, welches dem 
Lautsprecher 300 Stunden lang angelegt wird. Und zwar mit 2 Minuten ein 
und 1 Minute aus.

Die maximale Leistung welcher der Lautsprecher mit dieser Methode 
aushält, ohne das der Lautsprecher thermisch beschädigt wird ist die 
Nennleistung.

Sie ist in erster Linie von der Fläche der Schwingspule und der 
Hitzebeständigkeit des Schwingspulendrahtes verantwortlich. Eventuell 
kan ein magnetisches Fluid zur Kühlung der Schwingspule beitragen.

Bei den üblichen Schwingspulendurchmesser von vielleicht 3-4cm und einer 
Länge von vielleicht 2cm ist der Lautsprecher dann vielleicht 20 Watt 
belastbar. Ein Hochtöner mit einer Schwingspulenlänge von vielleicht 5mm 
entsprechend weniger.

Große PA- Lautsprecher haben ein Schwingspulendurchmesser von 100mm und 
mehr, und sind wegen der großen Musikleistung meist hart aufgehangen
. Durch die daraus entstehende größere Fläche sind sie auch entsprechend 
höher belastbar. Aber auch diese halten keinen Sinus von 100Watt oder 
mehr aus.


Dann gibt es die Musikleistung, welche ein Lautsprecher kurzzeitig 
verkraften muss, ohne das die Schwingspule anschlägt.

Der Klirrfaktor eines Basslautprechers kann übrigens durchaus 10-30% 
betragen. Deswegen klingen ja viele kompakte Lautsprecher so bassstark.

Was man hier hört sind nicht die eigentliche Bässe, sondern dessen 
Oberwellen. Diese sind auch bei Opas Dampfradio für den waremen Sound 
verantwortlich.

Ich hoffe das hier jetzt ein wenig mehr Klarheit geschaffen wurde, was 
die Belastbarkeit von Lautsprechern betrifft.

Übrigens, wenn es sich nicht gerade um ein waschechtes Hornsystem 
handelt, liegt der Wirkungsgrad bei ca 2-5% der Rest ist Wärme.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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MeierKurt schrieb:
> Lernt man eigentlich in der Schule garnichts über grundlegende
> Funktionen des Rechtsstaates?
> Ist ja nicht so, dass das so schrecklich kompliziert wäre.

Viele, gerade hier, hatten keinen Unterricht in einem Rechtsstaat. ;-) 
So mal am Rande.

von Achim B. (bobdylan)


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Rene K. schrieb:
> Viele, gerade hier, hatten keinen Unterricht in einem Rechtsstaat.

Also, wenn man auf einen Globus vom noch geteilten Deutschland kuckt, 
liegt der Staat, den du wahrscheinlich meinst, deutlich weiter rechts 
als der Staat, den du wahrscheinlich nicht meinst. Also Rechtsstaat.

von Percy N. (vox_bovi)


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Achim B. schrieb:
> Rene K. schrieb:
>> Viele, gerade hier, hatten keinen Unterricht in einem Rechtsstaat.
>
> Also, wenn man auf einen Globus vom noch geteilten Deutschland kuckt,
> liegt der Staat, den du wahrscheinlich meinst, deutlich weiter rechts
> als der Staat, den du wahrscheinlich nicht meinst. Also Rechtsstaat.

Du hast echt einen Globus von Deutschland? So was hat sich ja selbst der 
Führer vergeblich gewünscht!

Und was den Rechtsstaat angeht: der wurde spätestens 1990 insbesondere 
auch im Westen auf die Bedürfnisse der Exekutive zusammengestrichen. Das 
bedeutet   Rechtsstaat gilt nur noch dann, wenn es die taktische 
Situation zulässt.

von Peter D. (peda)


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Hans M. schrieb:
> Von meinem Nachbar obendrüber höre ich seit Monaten Geräusche. Rund um
> die Uhr, d.h. 24 Stunden. Es ist mal ein tiefes Brummen, mal ein
> pulsierendes Brummen.

Solche Threads gab es hier schon einige. Allen gemeinsam ist, daß sich 
die Autoren standhaft weigern, die naheliegenste Ursache (Tinnitus) auch 
nur in Erwägung zu ziehen.

Ich bin ja nicht so agressiv eingestellt, aber ich hatte mich auch schon 
einige Jahre darüber geärgert. In der Regel ist der Effekt bei 
Aufenthalt an anderen Orten erstmal weg. Aber irgendwann bemerkt man ihn 
dort auch.
Wenn einem endlich klar wird, daß es ein Tinnitus ist, verschwindet er 
fast vollständig bzw. wird deutlich schwächer, da man ihm viel weniger 
Beachtung schenkt. Man gewinnt deutlich an Lebensqualität.

https://www.tinnitus-mag.de/diagnose-und-symptome-bei-tinnitus/diagnose-des-tinnitus/

von Peter D. (peda)


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von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Peter D. schrieb:
> Beitrag "Effekte Homerecording"

Der elektronische Trompetendämpfer war einfach der beste Beitrag hier...

von Hans M. (674hz)


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Hallo Leute,

hier ist wieder der TE.

Besten Dank für alle konstruktiven (!) Beiträge.

In erster Linie interessiert will ich mit diesem Thread ja eine 
technische Lösung finden/erarbeiten. Dass manche ganz sicher zu wissen 
glauben, dass es ja nur die Heizung oder ein Tinnitus sein könne, ohne 
die Situation vor Ort zu kennen, ist, ohne jemandem zu Nahe treten zu 
wollen, m.E. schon recht an dem was man trollen nennt. Ich will aber 
niemandem zu nahe treten,
vielleicht meinen manche es ja wirklich gut.

Ich werde daher in einem ersten Post auf solche Einwände eingehen. Wenn 
möglich bitte ich jedoch darum, "esoterische" hier nicht mehr zu 
diskutieren. Es geht mir darum, eine technische Lösung für die von mir 
genannten Anforderungen zu finden. In einem zweiten Post werde ich daher 
wieder ausschließlich auf technische Aspekte eingehen.

Dieser erste Post, mit dem ich auf weniger plausible Theorien eingehe, 
möcht ich in erster Linie den auf der Sachebene diskutierenden 
signalisieren, dass sich hier eine Sachdebatte lohnt.

Ich möcht bitte nicht, dass mir der Thread kaputt gemacht wird, es 
handelt sich für mich um ein ersthaftes Problem, für da ich eine reale 
Lösung benötige.

Also, hier die angekündige Antwort zu den nicht-technischen Aspekten:
=====================================================================

Zuerst sei gesagt, ich habe bereits zwei Mal das Gespräch mit dem 
Nachbarn gesucht. Bevor ich mit technischen Mitteln Verhandlungsmasse 
aufbaue, werde ich noch mindestens zwei weitere Gesprächsversuche 
starten. Ich bin skeptisch, was die Erfolgsaussichen anbeangt, solang er 
keinen Gegenwind erhält, werde es aber versuchen. Bis dahin will ich 
allerdings für den Notfall eine technische Lösung ausgearbeitet habe, 
dass ich im Notfall relativ zeitnah reagieren kann.

Natürlich ist eine Eskalation erstmal nicht das Mittel der Wahl. Es gibt 
in Verhandlungssituatinen allerdings Lagen, in denen eine wohldosierte 
und genau geplante "Eskalation" ein probates Mittel ist um eine 
festgefahrene Verhandlung ("Dead Lock") wieder zum fließen zu bringen. 
Wers nicht glaubt (nicht glauben will?), kann ja mal ein paar gute Büher 
über Verhandlungstaktik lesen, ich kann z.B. die Bücher von Matthias 
Schranner (ehmaliger Polizist und Experte für Verhandlungen) wärmstens 
empfehlen.

Was die jüngsten Antworten hinsichtlich Tinnitus anbelangt, empfehle 
ich, nochmal meine Beiträge genau zu lesen. Das Geräusch tritt nur an 
bestimmten Stellen in der Wohnung auf (v.a. in den Ecken, das spricht 
für Raummoden), der Nachbar hat überdies ja schon den zeitlichen 
Zusammenhang zu seinen Lautsprechern eingeräumt. Vor einiger Zeit auch 
schon mal mit dem
Schallpegelmessgerät einige Probemessungen durchgeführt (hat mich v.a. 
interessiert, ob Grenzwerte überschritten sind, das ist allerdings nur 
selten der Fall). Die Tinnitus-Hypothese kann getrost verworfen werden 
;). Danke aber, dass Ihr daran gedacht habt, bei manchen ist es ja 
vielleicht wirklich so.


Andere Ursachen wie Heizung usw.
================================
Das Problem tritt schon seit Ende Sommer auf und ich beobachte es somit 
schon lange. Ich wohne seit 15 Jahren in dem Haus und habe eine 
Vorstellung davon welche Geräusche ich im Haus erwarten und. Die 
Beheizung erfolg wohnungsweise mit Gasthermen.

Der Nachbar hat eingeräumt, dass das Auftreten zeitlich mit der 
Inbetriebnahme seiner neuen Computerlautsprecher zusammenfällt. 
Zumindest zeitweise war zu beobachten, dass sich das "Geräuschbild" 
verändert, wenn der Nachbar ins Bett geht (sehe das daran, dass 
plötzlich das Licht bei ihm aus ist.) Ich habe mich in den letzten 
Monaten auf die unterschielichste Weise mit dem Thema befasst, ein 
bisschen mit Bauakkustik und anderem. Es kommen hier vermutlich mehrere 
Variable zusammen. Laminat-Fußboden, möglicherweise Lautsprecher (oder 
ein anderes Gerät) welche ohne Unterlage auf dem Laminat stehen, tiefe 
Frequenzen, Raummoden und eine abgehängte Decke mit mit akkustischen 
Eigenschaften, die nur unter diesen ganz speziellen Umständen ungünstig 
sind.

Danke für die Hinweise mit dämmenden Unterlagen (Styropor, Matten, 
Tennisbälle). Es ist auch meine Idee, beim nächsten Kontakt dem Nachbar 
das Vorzuschlagen. Problem ist bisher seine mangelnde 
Kooperationsbereitschaft, daran arbeite ich. ;)


Der Leidensdruck ist für mich zu hoch, es geht nicht darum "ein 
Feindbild aufzubauen", sondern eine konstruktive Lösung zu finden. Ich 
gehe ja wie gesagt davon aus, dass die Lösung letztlich recht einfach 
sein wird
(z.B. Umstellen, entkoppelnde Unterlage o.ä.).

Es wäre mir lieb, wenn die "psychologische" Debatte (Feindbild aufbauen, 
Tinnitus) hier unterbleiben könnte. Das ist Off-Topic und ich will 
nicht, dass der Thread kaputt gemacht wird. Dass ich überhaupt auf 
Einwände dieser Art antworte hat den Grund, dass ich den ernsthaft 
mitdiskutierenden signalisieren will, dass es sich lohnt hier sachliche 
Beiträge zu posten (d.h., dass ich kein Spinner bin).

Wers sich jetzt angesprochen (oder auch nicht) fühlt, aber dennoch nicht 
glaubt, dass er ein Troll ist, kann ja mal auf Wikipdia die Definition 
von Troll nachlesen. ;) Trollen ist u.a. das zerstören eine Threads, 
vielleicht durch OT, vielleicht auch mit vermeintlich "harmlosen" 
Beiträgen, dies aber dennoch in sich haben. Vielleicht ist das ja 
manchen auch gar nicht bewusst, wie destruktiv ein Beitrag wirken kann. 
In dem Fall bitte ich vor dem posten darüber nachzudenken, ob das hier 
wirklich sein
muss.

Ich bitte somit darum, wenn möglich OT-Beiträge zu unterlassen und beim 
Topic zu bleiben. Da Topic ist das Finden einer technischen Lösung für 
den von mir beschriebenen Einsatzbereich. Ich weiß, ich kann niemanden 
zwingen die Trollerei zu unterlassen, ich appeliere dennoch an Euer 
Mitgefühl und Eure Zivisiertheit. Immerhin handelt es sich hier um ein 
für mich ernsthaftes Problem, für das ich nach einer realen Lösung 
suche.

Besten Dank und Grüße,
Hans

von Hans M. (674hz)


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Hallo,

hier ist noch mal der TE. Hier kommt jetzt der versprochene zweite Post, 
in dem ich mich (endlich) wieder dem Topic, nämlich den technischen 
Aspekten widmen will. :)


Zurück also zum eigentlichen Thema (finden einer technischen Lösung)
=====================================================================

Alex D. schrieb:
>
> Hans M. schrieb:
>> Bisher hatte ich mir das so
>> vorgestellt: Auf einen Schrank oder ein Regal Handtücher stapeln, so
>> dass der Woofer zwischen Handtüchern und Decke eingeklemmt werden kann,
>> d.h. dass die Frontseite des Lautsprechers "press" an der Decke anliegen
>
> Du kannst mit der Bass-Box unter der Decke auch keinen Bass mehr
> erzeugen, da das Volumen des Basslautsprecher dann auf  unter 2 Liter
> schrumpft. Zum Wirkungsgrad von Lautsprechersystemen möchte ich jetzt
> nichts mehr sagen, Hautsache der Verstärker hat möglichst viel Watt.

Das verstehe ich nicht. Die Größe der Box ist doch unverändert? Wodurch
wird das Volumen verkleinert?

Dient die Öffnung (das "Loch") in der Box der Vergrößerung des Volumens? 
Wäre es in dem Fall hilfreich seitlich in die Box ein zusätzliches 
"Loch" zu machen, welches nicht durch Handtücher o.ä. verdeckt wird?



Nur noch ein Stichwort: BassShaker (Körperschall).
>
> Viel Erfolg

Danke, für den Hinweis. Auf das Gerät (Bassshaker) bin ich auch schon 
gestoßen, hatte sowas aber noch nie in Gebrauch. Hatte bisher den 
Eindruck, dass ein Bassshaker für meinen Zweck eher zu mächtig ist, 
dachte, mit den Lautsprechern könnte ich niederschwelliger 
intervenieren. Wenn das mit den Lautsprechern aber aus irgendeinem Grund 
nicht geht (bin mir da immer noch nicht sicher, s.o.) ziehe ich den 
Bassshaker in Betracht.

Was ich mich aber frage: Muss ich nicht Bedenken haben, dass die 
Aufhängung der Decke (ist wie gesagt eine abgehängte Decke) Schaden 
nehmen kann, z.B. wenn ich mit dem Bassshaker versehentlich 
Eigenfrequenzen treffen?



MaWin schrieb:
> Lad ihn doch einfach mal in deine Wohnung ein, wenn du meinst, von ihm
> wieder so ein störendes Geräusch zu hören.
> Hinterher sind es die Lüfter vom PC, wer weiss...


Das werde ich nicht machen, weil eine dB-Messung von mir ergeben hat, 
dass die gesetzlichen Grenzwerte nicht oder nur geringfügig 
überschritten sind.
Damit würde ich ihm nur Argumente liefern, weiterhin rücksichtslos zu 
sein. ;)

Aus den genannten Gründen sind seine Lautsprecher die ersten 
Verdächtigen.
Lüfter und Ähnliches kann ich natürlich nicht ausschließen. Allerdings
sehe ich keinen Sinn darin, es zu meinem Problem zu machen, ob es
letztlich die Lautsprecher sind oder doch der Lüfter. Ich kann ich ja 
letztlich nicht in seine Wohnung einbrechen, um nach der Ursache zu
forschen.

Nach unserem letzten Gespräch ist mein Eindruck, dass er über die 
Ursache
Bescheid weiß oder er zumindest eine Vermutung hat. Derzeit fehlt es bei
ihm halt nur an Motivation, die Sache zu lösen. Somit sehe ich meine 
Aufgabe darin, die erforderliche Motivation bei ihm aufzubauen. :) 
(Dürfte für mich das einfachste und effektivste sein).



Jens M. schrieb:
> Eine Platte mit einem Motor drauf, der eine Unwucht antreibt.
> Spannung zur Einstellung der Drehzahl verändern.
> Montage via Klemmstütze an der Boden/Wand/Decke.
>
> Sowas kann ganz wunderbare Schwingungen in die Wand übertragen, die man
> im ganzen Haus hört.
> Denk nur an wandmontierte Wasserpumpen, Kompressoren, Klimaanlagen, oder
> eben auch Bohrmaschinen.


Ja, ich habe bei Google gesehen, dass es solche Produkte in China 
tatsächlich schon fertig zu kaufen gibt, offenbar genau für diesen 
Einsatzzweck (schwierige Nachbarn). Im Moment ziehe ich das aber nicht 
in die engere Wahl. Zum einen bestelle ich aus China per se keine 
Elektronikartikel (Sicherheitsbedenken).

Und für einen Eigenbau habe ich derzeit vielleicht nicht den Nerv, ich 
müsste ja sicher etwas experimentieren, bis ich die richtigen Bauteile 
habe und alles funktioniert. Überdies gelten die im Zusammenhang mit der 
BassPump (s.u.) gemachten Einwände.


Rolf M. schrieb:
>
> Du willst also dauerhaft Tag und Nacht deine eigene Wohnung mit einem
> 120W-Bass beschallen? Das wird dich mehr stören als deinen Nachbarn.
> Übrigens: Ist das der einzige Nachbar, den du damit stören könntest?


Nein, natürlich nicht. Ich rechne eigentlich damit, dass einige wenige 
Interventionen für einige Minuten Dauer ausreichen, um ihn zum 
Nachdenken zu bewegen. Soweit ich es mitbekomme, schläft er derzeit 
tagsüber.
Demnach reche ich damit, mein Vorhaben unter Berücksichtigung aller 
gesetzlichen Grenzwerte umsetzen zu können (Tagsüber dürfen von mir 40 
dB bei ihm ankommen, das ist, meinen Probemessungen zufolge, schon eine 
Menge Holz, insbesondere wenn es sich um niedrige Freqzenzen handelt). 
Ein mehrminütiges tiefes Brummen um 8 Uhr morgens, ggf. über mehrere 
Tage hinweg, müssten m.E. ausreichen, um ihn zum Nachdenken zu bewegen. 
Vor allem, wenn ich gleichzeitig meinen guten Willen bekunden.

Wenn ihm Tennisbälle für eine Entkopplung  nicht schön genug aussehen, 
würde ich ja sogar die Kosten für Matten für Studiolautsprecher 
übernehmen (auch, wenn er vermutlich keine Studiolautsprecher im Einsatz 
hat). Ich will halt nur eine Lösung. :) Ansonsten darf ich das, was er 
darf, halt auch und es wird ihm nicht besser ergehen, als mir. :)

Dass eine mehrtägige Beschalltung erforderlich ist, vermute ich derzeit 
nicht. Allerdings muss ich ja von irgendwelchen Gegebenheiten ausgehen, 
wenn ich das System dimensioniere, und ich bin jemand der gerne sehr 
großzügigen Puffer einplant, auch für Unvorhergesehenes. :)

Andere Nachbarn will ich natürlich nicht stören. Untendrunter ist eine 
Gewerbeeinheit, werde die Intervention nach Möglichkeit außerhalb der 
Öffnungszeiten durchführen. Eine andere Wohnung die betroffen sein 
könnte, ist derzeit unbewohnt. Ich rechne damit, dass niemand 
Unbeteiligtes betroffen sein wird. Eben darum geht es mir ja darum, 
möglichst zielgerichtet vorzugehen, "Verlustschall", der unkontrolliert 
in andere Richtungen emittiert soll, nach Möglichkeit vermieden werden. 
:)

Überdies glaube ich, wie gesagt, dass ich mein Vorhaben bereits unter 
Einhaltung aller gesetzlichen Grenzwerte durchführen kann, s.o. D.h. 
tagsüber darf ich 75 dB emittieren und beim Nachbarn dürfen 40 dB 
ankommen.
Sollte jedoch wider Erwarten, einer der anderen Nachbarn betroffen sein, 
müsste ich natürlich sofort abbrechen (und mit was Neues einfallen 
lassen, daher ist es gut, wenn ich mehrere Lösungsvorschläge im 
Hinterkopf behalte! ;) ).

---

Über erneute (konstruktive) Antworten freue ich mich.

Noch mal zur Erinnerung: Über "Tinnitus" und Ähnliches bitte ich hier 
nicht zu diskutieren. Auch nicht über "Ferndiagnosen" über angebliche 
Verursacher außerhalb der nachbarlichen Wohnung, das habe ich alles 
schon überprüft! ;)

Besten Dank und Grüße
Hans

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Hans M. schrieb:

>  Hatte bisher den
> Eindruck, dass ein Bassshaker für meinen Zweck eher zu mächtig ist,
> dachte, mit den Lautsprechern könnte ich niederschwelliger
> intervenieren. Wenn das mit den Lautsprechern aber aus irgendeinem Grund
> nicht geht (bin mir da immer noch nicht sicher, s.o.) ziehe ich den
> Bassshaker in Betracht.
>
Schlechte Idee.

>
> MaWin schrieb:
>> Lad ihn doch einfach mal in deine Wohnung ein, wenn du meinst, von ihm
>> wieder so ein störendes Geräusch zu hören.
>> Hinterher sind es die Lüfter vom PC, wer weiss...
>
>
> Das werde ich nicht machen, weil eine dB-Messung von mir ergeben hat,
> dass die gesetzlichen Grenzwerte nicht oder nur geringfügig
> überschritten sind.
> Damit würde ich ihm nur Argumente liefern, weiterhin rücksichtslos zu
> sein. ;)
>

Aha. Du möchtest also Gewalt anwenden, um ihn zu Deinem Vorteil zu einem 
Verhalten zu bewegen, auf das Du rechtlich keinerlei Anspruch hast, das 
Dir aber angenehm wäre. Je nach Intensität verlässt Du so ganz schnell 
den Bereich des Zivilrechts.
Hast Du eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, welchen Teil seines 
Einkommens er Dir ohne Gegenleistung überlassen könnte? Darauf hast Du 
zwar auch keinen Anspruch, aber das scheint für Dich ja ohnehin keine 
Rolle zu spielen! Du musst also nur noch herausfinden, wie Du seinen 
Willen lenken kannst ...
>
> Nach unserem letzten Gespräch ist mein Eindruck, dass er über die
> Ursache
> Bescheid weiß oder er zumindest eine Vermutung hat. Derzeit fehlt es bei
> ihm halt nur an Motivation, die Sache zu lösen. Somit sehe ich meine
> Aufgabe darin, die erforderliche Motivation bei ihm aufzubauen. :)
> (Dürfte für mich das einfachste und effektivste sein).
>
Vielleicht solltest Du besser Dein Problem bei Dir lösen.

>
> Demnach reche ich damit, mein Vorhaben unter Berücksichtigung aller
> gesetzlichen Grenzwerte umsetzen zu können (Tagsüber dürfen von mir 40
> dB bei ihm ankommen, das ist, meinen Probemessungen zufolge, schon eine
> Menge Holz, insbesondere wenn es sich um niedrige Freqzenzen handelt).

Da liegst Du falsch; s.u.

> Ein mehrminütiges tiefes Brummen um 8 Uhr morgens, ggf. über mehrere
> Tage hinweg, müssten m.E. ausreichen, um ihn zum Nachdenken zu bewegen.
> Vor allem, wenn ich gleichzeitig meinen guten Willen bekunden.
>
Derartige Nachstellungen könnten insbesondere seine persönliche 
Lebensführung beeinträchtigen. Mit unangenehmen Folgen für Dich.

> Wenn ihm Tennisbälle für eine Entkopplung  nicht schön genug aussehen,
> würde ich ja sogar die Kosten für Matten für Studiolautsprecher
> übernehmen (auch, wenn er vermutlich keine Studiolautsprecher im Einsatz
> hat). Ich will halt nur eine Lösung. :)

Wollen darfst Du das. Anbieten darfst Du es auch.

> Ansonsten darf ich das, was er
> darf, halt auch und es wird ihm nicht besser ergehen, als mir. :)

Ja, so ist es. Also daddel schön am PC ....

>
> Dass eine mehrtägige Beschalltung erforderlich ist, vermute ich derzeit
> nicht. Allerdings muss ich ja von irgendwelchen Gegebenheiten ausgehen,
> wenn ich das System dimensioniere, und ich bin jemand der gerne sehr
> großzügigen Puffer einplant, auch für Unvorhergesehenes. :)
>
> Andere Nachbarn will ich natürlich nicht stören. Untendrunter ist eine
> Gewerbeeinheit, werde die Intervention nach Möglichkeit außerhalb der
> Öffnungszeiten durchführen. Eine andere Wohnung die betroffen sein
> könnte, ist derzeit unbewohnt. Ich rechne damit, dass niemand
> Unbeteiligtes betroffen sein wird. Eben darum geht es mir ja darum,
> möglichst zielgerichtet vorzugehen,

Klar doch, ein Angriff mit chirurgischer Präzision, möglichst ohne 
Kollateralschäden ...

>
> Überdies glaube ich, wie gesagt, dass ich mein Vorhaben bereits unter
> Einhaltung aller gesetzlichen Grenzwerte durchführen kann, s.o. D.h.
> tagsüber darf ich 75 dB emittieren und beim Nachbarn dürfen 40 dB
> ankommen.

Du übersiehst da etwas: Du darfst zwar in Deiner Wohnung unter 
Einhaltung bestimmter Grenzwerte Dein Privatleben gestalten, sei es nun 
Musik hören, selbst Klavier spielen,  mit Bekannten Kammermusik einüben 
usw
Du darfst aber nicht durch gezielt erzeugten Lärm, unter welcher 
Schwelle auch immer,  Deinem Nachbarn gezielt auf die Nerven gehen. Lies 
einfach mal §§ 906, 1004 BGB. Die passen zwar nicht exakt auf das 
Verhältnis zwischen Mietern, aber insbesondere der Rechtsgedanke aus § 
906 III BGB lässt sich zwanglos analog anwenden.

Es kann sein, dass Du wirklich Hilfe brauchst; die wirst Du aber hier 
nicht finden.

von Achim B. (bobdylan)


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Hans M. schrieb:
> (d.h., dass ich kein Spinner bin)

Ja, das habe ich mir schon fast gedacht...

Kauf dir ne Tuba und lerne sie zu spielen.

von Alex D. (allu)


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>> Hans M. schrieb:
>>> Bisher hatte ich mir das so
>>> vorgestellt: Auf einen Schrank oder ein Regal Handtücher stapeln, so
>>> dass der Woofer zwischen Handtüchern und Decke eingeklemmt werden kann,
>>> d.h. dass die Frontseite des Lautsprechers "press" an der Decke anliegen
>>
> Alex D. schrieb:
>> Du kannst mit der Bass-Box unter der Decke auch keinen Bass mehr
>> erzeugen, da das Volumen des Basslautsprecher dann auf  unter 2 Liter
>> schrumpft. Zum Wirkungsgrad von Lautsprechersystemen möchte ich jetzt
>> nichts mehr sagen, Hautsache der Verstärker hat möglichst viel Watt.
>
>> Hans M. schrieb:
> Das verstehe ich nicht. Die Größe der Box ist doch unverändert? Wodurch
> wird das Volumen verkleinert?
>
> Dient die Öffnung (das "Loch") in der Box der Vergrößerung des Volumens?
> Wäre es in dem Fall hilfreich seitlich in die Box ein zusätzliches
> "Loch" zu machen, welches nicht durch Handtücher o.ä. verdeckt wird?

Stimmt, das Volumen der Box verändert sich nicht. Aber das Volumen vor 
dem Basslautsprecher verringert sich von sehr vielen Kubikmeter auf ein 
paar Liter. Damit verringert sich das nutzbare Volumen dramatisch. Die 
Resonanzfrequenz des Basslautsprechers steigt an. Unterhalb der Resonanz 
fällt der Schalldruck schnell ab.

Das "Loch" ist eine Bassreflexöffnung und stimmt in Verbindung mit dem 
Gehäusevolumen die Box auf eine ähnliche Frequenz wie den 
Basslautsprecher ab. Die Bassreflexöffnung muss einen bestimmten 
Durchmesser und Länge haben. Hat der Entwickler der Box aus den 
Eigenschaften des Basslautsprechers und  den Vorgaben berechnet.

Es ist also eine Bassreflex-Box. Wird die Bassreflexöffnung verschlossen 
entsteht eine geschlossen Box mit veränderten akustischen Eigenschaften.


Gruß   Alex

von Oliver S. (oliverso)


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Hans M. schrieb:
> Ich möcht bitte nicht, dass mir der Thread kaputt gemacht wird

Und woraus genau leitest du ab, das ein öffentliches Forum mit der 
Bezeichnung "mikrocontroller.net" die richtige Anlaufstelle ist?

Du hast ein "seltsames" Problem, hast den Thread dazu mit völlig abstrus 
sinnlosen und völlig falschen technischen Details gestartet, mit 
zumindest sehr fraglichen Argumenten deine sehr fraglich Motivation 
dargelegt, und den ganzen Blödsinn dann grandios gesteigert.

> es
> handelt sich für mich um ein ersthaftes Problem, für da ich eine reale
> Lösung benötige.

Du hast kein technisches Problem, daher gibt es dafür keine technische 
Lösung.

Der Vorschlag mit der Tuba kam ja schon, Schlagzeug oder E-Gitarre sind 
auch sehr beliebte Instrumente.

Oliver

von Achim B. (bobdylan)


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Alex D. schrieb:
> Es ist also eine Bassreflex-Box.

Nee, ist ein Bandpass. Hier aber egal, wollte nur mal klugscheißen.

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