MEMS - Die-Bilder

#6190242
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Die Bilder sind ja mal wirklich fein! MEMS-Strukturen machen aber auch 
einfach Spaß zu betrachten. Kennst du den Fall der MEMS-Oszillatoren in 
iPhones, die bei ein wenig Helium in der Luft ausfallen?

Anderes Thema: Was nutzt du denn zur Aufnahme? Die Bilder sehen nämlich 
unheimlich professionell aus.

Richard K. schrieb
> Gar nicht so einfach auf zu bekommen diese Teile...

Könnte vor allem mit einem Teppichmesser problematisch werden ;)
#6190316
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Danke!

Die Helium-Geschichte kenn ich nicht. Klingt interessant! Gibt's dazu 
einen Link?

Ich bin immer wieder stolz darauf mit wie wenig finanziellen Einsatz 
diese Bilder erstellt wurden! :) Den Hintergrund findest du hier:
https://richis-lab.de/Howto_Optik.htm
Den gesamten Ablauf hier:
https://richis-lab.de/Howto.htm

Zum Thema Teppichmesser:
Mir fiel nichts besseres ein. Wenn sich die Teile mit 400-500°C nicht 
trennen lassen, dann muss es mechanisch gehen und da gibt es (für mich) 
wenig Möglichkeiten... :)
#6191244
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> Ich bin immer wieder stolz darauf mit wie wenig finanziellen Einsatz
> diese Bilder erstellt wurden! :) Den Hintergrund findest du hier:
> https://richis-lab.de/Howto_Optik.htm
> Den gesamten Ablauf hier:
> https://richis-lab.de/Howto.htm

Ach wirklich fein, da werde ich mal durchstöbern. Meine erste Reaktion 
bei den Bildern war tatsächlich "Wo hat der Kerl ein 
Elektronenraster-Mikroskop her!?"

Auf jeden Fall weiter so, die Bilder sind qualitativ ziemliche Spitze. 
Auch beim Decappen ne Menge Respekt. Ich hatte selber schon bei den 
netten TO3-Dosen so meine Probleme, weil ich aus nem BJT einen 
Strahlungsdetektor basteln wollte. Aber du scheinst da wohl recht gute 
Methoden gefunden zu haben ;)
#6191313
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Jan W. schrieb:
>> Ich bin immer wieder stolz darauf mit wie wenig finanziellen Einsatz
>> diese Bilder erstellt wurden! :) Den Hintergrund findest du hier:
>> https://richis-lab.de/Howto_Optik.htm
>> Den gesamten Ablauf hier:
>> https://richis-lab.de/Howto.htm
>
> Ach wirklich fein, da werde ich mal durchstöbern. Meine erste Reaktion
> bei den Bildern war tatsächlich "Wo hat der Kerl ein
> Elektronenraster-Mikroskop her!?"
>
> Auf jeden Fall weiter so, die Bilder sind qualitativ ziemliche Spitze.
> Auch beim Decappen ne Menge Respekt. Ich hatte selber schon bei den
> netten TO3-Dosen so meine Probleme, weil ich aus nem BJT einen
> Strahlungsdetektor basteln wollte. Aber du scheinst da wohl recht gute
> Methoden gefunden zu haben ;)


Was man nicht sieht, ist die viele Zeit in der ich mich an diese 
Bildqualität herangetastet habe.
Und was auch (noch) nicht auf der HowTo-Seite steht: Mittlerweile 
fotografiere ich oft schräg gestellte Teile mit verschiedenen 
Fokussierungen und arbeite dann mit focus stacking. Das dauert länger, 
die schräge Belichtung bringt aber oft noch bessere Ergebnisse.
Ich verstehe nicht immer die optischen Gesetze dahinter, aber das 
kompensiere ich mit viel Try&Error. Wie man in folgenden Thread sieht, 
ist eine wissenschaftliche Erklärung der optischen Zusammenhänge nicht 
so einfach:
Beitrag "Beschleunigungssensor - Die-Analyse"?
#6191357
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● J-A V. schrieb:
> Ich hab jetzt erst die Beschreibung gelesen,
> wie man die Dies in Plastik-ICs freilegen kann.
>
> Da hätte ich vorher immer gedacht,
> dass beim Verbrennen des Epoxids dann auch der Die selbst
> langsam zu Quarzmehl verbrennt.

Dann musst du unbedingt meine ganze Website studieren!
...ok, die ganz alten Sachen vielleicht nicht unbedingt. :)

Das Silizium bzw. die integrierten Schaltkreise sind erstaunlich robust. 
Selbst mit dem Gasbrenner habe ich meistens gute Ergebnisse erzielt. 
Irgendwann bekommt das Die so eine Art Blasen:
https://richis-lab.de/images/GraKa_S3/ARK_06.jpg
Und dann degeneriert die Metalllage...
Mit meinem Brennofen habe ich mittlerweile einen sehr konstanten 
Prozess, der zusätzlich schnelles Arbeiten zulässt.

Hauptsache keine hochkonzentrierten, heißen Säuren. Diese ganz 
besonderen Lösungsmittel sind mir auch suspekt. Muss man erst mal 
bekommen und bezahlen können und dann ist das Zeug wahrscheinlich auch 
nicht gesund...
#6192179
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soul e. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>
>> 1400€??? Ja Wahnsinn, da muss ich aufpassen!
>
> Das ist immer die Abwägung bei historischen Bauteilen, die hin und
> wieder noch als Ersatzteile gebraucht werden. Idealerweise schlachtet
> man eins das ohnehin kaputt ist.

Grundsätzlich hast du natürlich Recht.
Oftmals bin ich da etwas blasphemisch unterwegs und stelle die 
"wissenschaftliche" Erkenntnis über dem Erhalt alter Schätze...
Mal sehen was Marek sagt, vielleicht liegt das Teil nicht umsonst 
verstaubt auf dem Tisch. Das klingt nicht nach einem funktionsfähigen 
Teil.
Gast #6192235
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Moin,

nur die Ruhe. Andererseits werden ICs aus dem APOLLO-Programm decapped 
oder hier die LTZ1000 geschlachtet ;-)
Der AD1139 stammt aus einer Schrottbaugruppe aus einem "Precision 
Scientific Instrument". Solche finden sich immer wieder mal bei uns im 
Container. Vermutlich ist er sogar intakt, aber vielleicht Out-of-Spec 
oder vielleicht doch Defekt. Eine Testschaltung ist ja dank 
Parallel-Interface recht einfach.
Wie gesagt, der Baustein verstaubt hier schon seit Monaten auf dem 
Schreibtisch, denn als Briefbeschwerer ist er zu leicht.

Ich hab noch weitere Keramik- und Metal-Can-ICs in meinem privaten 
Museum, die ich dir zukommen lassen kann.
Hast PN.

Beste Grüße, Marek
#6257172
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Guten Abend,

hier ein Beschleunigungssensor, der meines Erachtens kein wirklicher 
MEMS aber hochinteressant ist:

https://www.richis-lab.de/MEMS_04.htm
Danke an Harry!

Der Sensor arbeitet thermisch, ohne bewegliche Elemente. Ein eigenartig 
erscheinendes Messprinzip, das aber anscheinend sehr gut funktioniert.


Bei diesen Bildern sieht man auch mal schön was ich so auflösen kann. 
Wie schon öfter erwähnt: 5µm sind eigentlich immer möglich, weniger 
manchmal auch. :)
Gast #6729656
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Lustig!
Ich habe vor kurem auch einige BMP280 bestellt in China.
Bei einem war die Metallkappe schon in der Verpackung abgefallen, also 
mal genauer untersucht.

Leider gibt unsere Mikroskopkamera von dnt [1] leider nicht so viele 
Details preis, wie Richards Aufbau.

Einen anderen Sensor habe ich versehentlich an 5 V angeschlossen und er 
reagiert nicht mehr. Durch das Loch im Deckel sieht man die Kristalle 
des kondensierten Magic Smoke ;-) Wahrscheinlich sind es Rückstände vom 
Fluss- oder Reinigungsmittel.

Beste Grüße, Marek

[1] Ähnlich: 
https://www.amazon.de/DNT-DigiMicro-2-0-Scale-Mikroskop/dp/B002FB7IIE
Gast #6729815
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Wie meinen Sie das?
Die Sensoren waren schon auf den Adapter-Platinen bestückt. Da habe ich 
nichts dran gemacht.
Oder kann es sein, dass wenn der Bestückungsautomat zu viel Druck auf 
das Bauteil ausübt, dann der Deckel abspringen kann?
Gast #6729836
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Marek N. schrieb:
> Oder kann es sein, dass wenn der Bestückungsautomat zu viel Druck auf
> das Bauteil ausübt, dann der Deckel abspringen kann?

Na, das müsste dann aber schon sehr viel Druck sein;) m.E. Ist es 
wahrscheinlicher, dass es sich bei Deinen vorbestückten BMPs um nicht 
ganz Originale handelt 😗
Bei unseren originalen BMP280 (etwas mehr als 10 verarbeitet ;) ist 
jedenfalls noch kein Deckelchen abgefallen (… doch einer: bei Richard)
Kannst ja mal ein paar an Richard schicken…
Gast #6729857
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Stephan schrieb:
> dass es sich bei Deinen vorbestückten BMPs um nicht
> ganz Originale handelt 😗

Davon ist auszugehen ;-)
Oder zumindest Produktions-Ausschuss. Ich hätte vermutet, dass die 
Öffnung mit einer Art Kapton-Folie versiegelt wird, die erst nach dem 
Waschen der Baugruppe entfernt werden darf.

Ich hab den offenen Sesor mal unter unser Mantis-Mikroskop gehalten.
Da sieht das schön räumlich aus. Leider können die Handy-Photos das 
nicht abbilden.
Da ist das Focus-Stacking von Richard schon eine ganz andere Klasse: 
https://www.richis-lab.de/images/MEMS/08_03.jpg
Angehängte Dateien:
#6729885
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Marek N. schrieb:
> Wie meinen Sie das?
> Die Sensoren waren schon auf den Adapter-Platinen bestückt. Da habe ich
> nichts dran gemacht.
> Oder kann es sein, dass wenn der Bestückungsautomat zu viel Druck auf
> das Bauteil ausübt, dann der Deckel abspringen kann?

Ich meinte, dass die Teile beim Bestücker der Adapter-Platinen 
vielleicht nicht mit der notwendigen Sorgfalt gelötet wurden. Diese 
Platinchen sollen schließlich immer maximal günstig sein. Vielleicht war 
die Temperaturkurve nicht so wie sie sein sollte.
Oder es handelt sich wirklich um Ausschussteile, bei denen der Deckel 
von Anfang an nicht ordentlich fixiert war.
Gast #6730016
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Marek N. schrieb:
> Ich hätte vermutet, dass die Öffnung mit einer Art Kapton-Folie versiegelt wird, 
die erst nach dem Waschen der Baugruppe entfernt werden darf.

Nein, die sind ohne verschluss der öffnung im gurt. Das daBla spricht 
auch nix von "Verschluss der öffnung". "Waschen der Baugruppe" ist zum 
Glück bei modernen Lötpasten normalerweise unnötig.

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