Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Spannungsregler - Die-Bilder


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von Richard K. (richi123)


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Da ich vermutlich noch ein paar Spannungsregler hochladen werde, 
erstelle ich mal einen eigenen Thread dafür.

Eine Übersichtsseite findet sich hier:
https://www.richis-lab.de/voltageregulator.htm

Enthalten ist bisher der LM723 von verschiedensten Herstellern und jetzt 
neu der Klassiker LM317 (Danke an Marek).


Zum LM317:

Dieses Teil kenn man ja zur genüge, die inneren Werte einmal im Detail 
zu betrachten ist allerdings dennoch recht interessant.
Kann jemand meine Interpretation des "linken Schaltungsteils" 
bestätigen? Die lila, rosa und rot eingefärbten Blöcke realisieren 
meiner Meinung nach eine Variation der Arbeitspunkte in Abhängigkeit von 
der am LM317 abfallenden Spannung.

von F. F. (foldi)


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Die Bilder sind echte Kunstwerke.
Schön zu sehen, wieso dann irgendwann die Werte nicht mehr stimmen.
Habe das auch früher bei meiner Arbeit oft mit mechanischen und 
elektrischen Bauteilen gemacht.
Das hilft Fehler besser zu finden und deren mögliches Auftreten voraus 
zu sehen.

von Marek N. (Gast)


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Bitte, gerne.

Hätte nicht gedacht, dass im allerwelts-LM317 ein so großer Die drinne 
steckt.
Sind abweichungen zu einem TO220-Gehäuse oder einem LM350 (vielleicht im 
TO03) zu erwarten?

Beste Grüße, Marek

von Richard K. (richi123)


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Marek N. schrieb:
> Bitte, gerne.
>
> Hätte nicht gedacht, dass im allerwelts-LM317 ein so großer Die drinne
> steckt.
> Sind abweichungen zu einem TO220-Gehäuse oder einem LM350 (vielleicht im
> TO03) zu erwarten?
>
> Beste Grüße, Marek

Da sollte man dringend mal nachsehen... :)
Ich denke bei neueren LM317 gab's vielleicht einen Die-Shrink, aber da 
der Leistungstransistor ja immernoch seine Verlustleistung abkönnen 
muss, wird sich da nicht so viel tun.

Viele Grüße,

Richard

von Richard K. (richi123)


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Richard K. schrieb:
> Kann jemand meine Interpretation des "linken Schaltungsteils"
> bestätigen? Die lila, rosa und rot eingefärbten Blöcke realisieren
> meiner Meinung nach eine Variation der Arbeitspunkte in Abhängigkeit von
> der am LM317 abfallenden Spannung.

So, jetzt ist der Teil auch geklärt. Habe die Farben und die Texte 
aktualisiert:
Der ganz linke Block ist eine Konstantstromquelle, die über den J-FET 
gestartet wird. Die Z-Diode begrenzt den "Starterstrom".
Der rote Block stellt mit ziemlicher Sicherheit die 
Übertemperaturabschaltung dar. Die hatte ich ganz übersehen.

von Richard K. (richi123)


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Guten Abend!

Heute habe ich einen LT1083 für euch:

https://richis-lab.de/voltageregulator01.htm

Mit einem maximal zulässigen Strom von 7,5A ist das ein sehr imposanter 
Linearregler. Außerdem gibt es ein paar ansprechende Bilder und ein paar 
interessante Erkenntnisse zur Konstruktion des LT1083.

Der Dank für das Teil geht an Marek!

von Marek N. (bruderm)


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Boah! Vier (4) Bonddrähte für den Lastkreis!

Das Bild https://richis-lab.de/images/vreg/01x04.jpg ziert ab sofort 
meinen Desktop.

Vielen Dank für die Autopsie.

von Richard K. (richi123)


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Ja das Teil kann schon was!

Als Wallpaper empfehle ich das hier (14,6MB vs. 320KB):

https://www.richis-lab.de/temp/wallpaper_lt1083.jpg

:)

von Marek N. (bruderm)


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Cool! Danke :-)

von bfhsd (Gast)


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Habt ihr auch hochauflösende Bilder von irgendwelchen CPUs?

von Richard K. (richi123)


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Wenn man Microcontroller außen vor lässt habe ich nur ein paar Bilder 
eines 186 und eines 486 aus den Anfängen meiner "Foto-Karriere":

https://richis-lab.de/IC_01.htm
https://richis-lab.de/IC_02.htm

Ich habe aber noch ein paar Antiquitäten im Lager... :)

von Mani W. (e-doc)


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Richi, die Bilder sind genial...

von Zeno (Gast)


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F. F. schrieb:
> Schön zu sehen, wieso dann irgendwann die Werte nicht mehr stimmen.

Kannst Du hellsehen? Würde mich schon mal interessieren woran man sehen 
kann, weshalb irgendwann die Werte nicht mehr stimmen.

von Richard K. (richi123)


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Mani W. schrieb:
> Richi, die Bilder sind genial...

Danke! :)

von Kalle S. (kallebmw)


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zu :
Der Intel 80486 SX ist ein Prozessor aus der bekannten x86-Reihe. Er 
kann mit maximal 33MHz betrieben werden.
Die Metallabdeckung lässt sich relativ einfach entfernen.


Wie hast du diese denn entfernt?

Ich habe auch noch jede Menge von solchen Teilen in der Sammlung, liegen 
aber einfach nur so rum. Wollte auch mal "rein schauen".

von merciMerci (Gast)


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Richard K. schrieb:
> Die lila, rosa und rot eingefärbten Blöcke

... mich würde mal interessieren, wie du die Einfärbungen realisierst - 
mit der Hand oder irgend ein Tool?

von Richard K. (richi123)


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Zu der Zeit zu der ich den 486er aufgemacht habe ging ich noch recht 
grob vor:
Den CPU auf eine plane Fläche legen. Einen spitzen 
Schlitzschraubendreher an die Metallkante ansetzen und mit dem richtigen 
Maß an Gewalt und Gefühl draufschlagen.
Das funktioniert mit etwas Übung erstaunlich gut. Kleinere Teile lege 
ich mittlerweile in den Brennofen, der schmilzt auch das Lot des Deckels 
auf. Soweit ich weiß ist das Hartlot und braucht daher etwas mehr 
Temperatur. Ceran-Kochfeld soll auch gut gehen.

Die farbigen Blöcke mache ich ganz primitiv mit Powerpoint. 
Funktioniert...
Zum Einfärben von Leiterbahnen nutze ich eine alte Photoshop-Version und 
das Werkzeug Füllen. Da kann man gut einstellen wie tolerant / großzügig 
er beim Füllen sein soll.

von Soul E. (souleye)


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Kalle S. schrieb:

> Die Metallabdeckung lässt sich relativ einfach entfernen.
>
> Wie hast du diese denn entfernt?

Üblicherweise sind die PGA zugelötet. Die dickste Lötspitze nehmen, 
einen fetten Klecks Lot in die Mitte des Deckel, und das Ganze 
ordentlich heißmachen. Dann mit der Pinzette abheben. Alternativ mit 
Heißluft.

von Richard K. (richi123)


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Soul E. schrieb:
> Kalle S. schrieb:
>
>> Die Metallabdeckung lässt sich relativ einfach entfernen.
>>
>> Wie hast du diese denn entfernt?
>
> Üblicherweise sind die PGA zugelötet. Die dickste Lötspitze nehmen,
> einen fetten Klecks Lot in die Mitte des Deckel, und das Ganze
> ordentlich heißmachen. Dann mit der Pinzette abheben. Alternativ mit
> Heißluft.

Das funktioniert aber nicht immer, ich hatte schon Teile, die habe ich 
im China-Reflow-Ofen auf die höchste Temperatur geheizt und dann mit 
zwei dicken Lötkolben bearbeitet. Trotzdem ging da nichts vorwärts. Dann 
habe ich mal gelesen, dass diese Keramik-Lötungen oftmals mit Hartlot 
durchgeführt werden. Das klang nach meinen Erfahrungen sehr plausibel...

von Soul E. (souleye)


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Vielleicht hatte ich bei meinen 486ern einfach Glück. Ist aber auch 
schon eine Weile her, damals hat man die noch als Schüttgut aus dem 
Elektroschrott gefischt. Heute sind das ja Sammlerstücke.

von Richard K. (richi123)


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Bei dem 486er habe ich es nicht probiert. Vielleicht gehört der zu einer 
Bauteilgruppe, die "normal" gelötet wurde...

von F. F. (foldi)


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Richard K. schrieb:
> Zu der Zeit zu der ich den 486er aufgemacht habe ging ich noch recht
> grob vor:

Vor gefühlt nicht sehr langer Zeit war man glücklich so einen Prozessor 
zu besitzen.
Heute machst du den kaputt, um rein zu schauen.

von Guido B. (guido-b)


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F. F. schrieb:
> Vor gefühlt nicht sehr langer Zeit war man glücklich so einen Prozessor
> zu besitzen.
> Heute machst du den kaputt, um rein zu schauen.

Tatsächlich ist es schon eine sehr lange Zeit, z.B.ein halbes Leben.
Er kann ja einen SX nehmen, tut nicht so weh. ;-)

von Richard K. (richi123)


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Es soll Leute geben, die ganze PCs in den Elektroschrott werfen.

von Armin X. (werweiswas)


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Guido B. schrieb:
> Er kann ja einen SX nehmen, tut nicht so weh. ;-)

Das waren noch Zeiten. Da gab es wenigstens noch mehrere Hersteller die 
die Prozessoren herstellten. UMC zum Beispiel. Von denen liegt hier auch 
noch einer rum.

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